|
Wiesbaden/Duisburg, 5. März 2026 - Am Weltfrauentag
stehen Gleichberechtigung und Rechte von Frauen im
Mittelpunkt – auch mit Blick auf die Gesundheit.
Betrachtet man häufige gynäkologische Erkrankungen
im Zeitvergleich, zeigen sich unterschiedliche
Entwicklungen bei den Krankenhausbehandlungen.
Die Zahl der stationären Behandlungen von
Endometriose in Deutschland ist binnen zehn Jahren
um 50,1 % gestiegen, wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) mitteilt. Waren es im Jahr 2014 gut 25
100 Behandlungen, lag diese Zahl im Jahr 2024 bei
gut 37 700 Behandlungen. Grund für diesen hohen
Anstieg kann nicht nur ein höheres
Krankheitsaufkommen sein, sondern möglicherweise
auch ein verstärktes Bewusstsein für die Krankheit
bei Patientinnen sowie Ärztinnen und Ärzten. Gut
neun von zehn Patientinnen (91,1 %), die 2024 mit
Endometriose im Krankenhaus behandelt wurden, waren
zwischen 20 und 49 Jahren alt. Andere häufige
gynäkologische Erkrankungen, die zu
Klinikaufenthalten führen können, sind Myome der
Gebärmutter und die Gebärmuttersenkung. Aufgrund
eines Myoms der Gebärmutter wurden 2024 gut 48 700
Frauen im Krankenhaus behandelt. Das waren 26,6 %
weniger als 2014 (66 300). Knapp die Hälfte der
Patientinnen (48,4 %) im Jahr 2024 war 40 bis 49
Jahre alt. Auch die Zahl der Behandlungen einer
Gebärmuttersenkung (Genitalprolaps) ist binnen zehn
Jahren zurückgegangen (-4,6 %): Von gut 48 300
Patientinnen im Jahr 2014 auf 46 100 im Jahr 2024.
Krankenhausbehandlungen aufgrund einer
Gebärmuttersenkung gab es vor allem bei älteren
Frauen: Knapp drei Viertel (72,6 %) der Patientinnen
waren älter als 60 Jahre.
• Im Vergleich zu
2014: Weniger stationäre Behandlungen im Jahr 2024
wegen eines Myoms der Gebärmutter (-27 %) und wegen
einer Gebärmuttersenkung (-5 %) • Häufigste
Gründe für Krankenhausaufenthalte 2024 bei Frauen:
Herzkrankheiten, Verletzungen und Vergiftungen sowie
Entbindungen • Todesursachen bei Frauen 2024: 35
% Herz-Kreislauferkrankungen, 21 % Krebs
|