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Duisburg,
30. September 2026 - Festnahmen, Sicherstellung von
Beweismitteln und Vermögensabschöpfungsmaßnahmen bei
gemeinsamen Maßnahmen der Staatsanwaltschaft Duisburg, des
Polizeipräsidiums Duisburg und des Landesamtes zur
Bekämpfung der Finanzkriminalität NRW.
Seit den
frühen Morgenstunden (30. September, 6 Uhr) findet ein durch
das Polizeipräsidium Duisburg geführter Großeinsatz in
Nordrhein-Westfalen statt. Parallel dazu werden in vier
weiteren Bundesländern und dem europäischen Ausland
(Belgien, Bulgarien, Niederlande) Maßnahmen getroffen.
Dem Einsatz liegen mehrere unter der Sachleitung der
Staatsanwaltschaft Duisburg geführte Ermittlungsverfahren
des Landesamts für die Bekämpfung der Finanzkriminalität
Nordrhein-Westfalen (LBF NRW) und der Polizei Duisburg zu
Grunde. Die Ermittlungsverfahren richten sich gegen
insgesamt 71 Beschuldigte, darunter Verantwortliche eines
bundes- und europaweit tätigen Geldwäschenetzwerks und
hochrangige Mitglieder einer Rockergruppierung. Ihnen werden
insbesondere die Bildung einer kriminellen Vereinigung,
räuberische und gewerbsmäßige Erpressung, banden- und
gewerbsmäßiger Betrug und gewerbsmäßige Geldwäsche
vorgeworfen. Daneben wird wegen Waffendelikten,
Körperverletzung und Verstößen gegen die Abgabenordnung
(Steuerhinterziehung) ermittelt.
Der Fall
verdeutlicht exemplarisch die Verflechtung krimineller
Gruppierungen im Bereich der Organisierten Kriminalität und
der internationalen Wirtschaftskriminalität. Nach den
bisherigen Ermittlungsergebnissen bedienen sich dabei
Verantwortliche zahlreicher juristischer Personen der
Strukturen anderer krimineller Vereinigungen der
Organisierten Kriminalität und nutzen diese zur Begehung
u.a. von Betrugsdelikten und der Geldwäsche. Durch
professionelle Verschleierungshandlungen werden dabei
erhebliche Geldbeträge einem künstlichen
Wirtschaftskreislauf zugeführt und durch Straftaten
erlangtes Vermögen u.a. in Firmen und Grundbesitz
investiert. Im Rahmen des Einsatzes werden über 100
Objekte durchsucht, 14 Haftbefehle und Vermögensarreste in
einer Gesamthöhe von rund 48,6 Millionen Euro vollstreckt.
An dem Einsatz sind weit mehr als 1000 Einsatzkräfte von
Staatsanwaltschaft Duisburg, Polizei- und Finanzbehörden
beteiligt, darunter auch Spezialeinheiten sowie
Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten.
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