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Juni 2026

Badeverbot in allen öffentlich zugänglichen Seen, Baggerlöchern und im Rhein


Köln/Duisburg: Kontrollen am Rhein
Sommerliche Temperaturen haben am Wochenende zahlreiche Menschen an die Ufer des Rheins gelockt. Während eine gemeinsame Schwerpunktkontrolle von Wasserschutzpolizei und Ordnungsamt in Köln zeigte, dass Präventions- und Kontrollmaßnahmen zunehmend Wirkung entfalten, mussten Einsatzkräfte der Polizei Duisburg gegen mehrere Personen einschreiten, die trotz der bekannten Gefahren und des Badeverbots im Rhein badeten.

Am Sonntag (31. Mai) führten Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizeiwache Köln gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt Köln ab
12 Uhr eine Schwerpunktkontrolle durch. Hintergrund ist das bestehende Badeverbot im Rhein innerhalb des Kölner Stadtgebiets. Die gemeinsame Streife kontrollierte gezielt die Bereiche Köln-Rodenkirchen, Westhoven und Porz. Unterstützt wurde die Maßnahme durch Teams des städtischen Ordnungsdienstes, die landseitig entlang des Rheinufers unterwegs waren. Diese führten zahlreiche Aufklärungsgespräche mit Besuchern des Rheinufers.

Die Bilanz fällt positiv aus: Zwar wurden rund 20 Personen in Badebekleidung angetroffen, jedoch befand sich keine Person im Wasser. Dieses Ergebnis zeigt, dass die Präsenz von Polizei und Ordnungsamt sowie die umfangreichen Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen Wirkung zeigen.

Bereits am Samstagabend (30. Mai) gegen 19:45 Uhr wurden Einsatzkräfte der Polizei Duisburg zu einem Einsatz am Alsumer Steig in Duisburg-Marxloh alarmiert. Ein Zeuge hatte gemeldet, dass dort mehrere Erwachsene im Rhein baden würden. Er habe zuvor selbst versucht, die Personen auf die Lebensgefahr aufmerksam zu machen - jedoch ohne Erfolg.

Noch auf dem Weg zur eigentlichen Einsatzörtlichkeit trafen die Polizeikräfte auf zwei Kinder im Alter von acht und elf Jahren sowie einen Jugendlichen (13) in nasser Badekleidung. Die Väter der beiden jüngeren Kinder befanden sich vor Ort, zeigten sich jedoch uneinsichtig und verharmlosten die Lebensgefahr. Da die beiden Männer trotz eindringlicher Belehrung kein Unrechtsbewusstsein erkennen ließen, sprachen die Einsatzkräfte Platzverweise aus. Die Väter mussten das Rheinufer gemeinsam mit ihren Kindern verlassen. Das zuständige Jugendamt wurde über den Vorfall informiert. Die Mutter des 13-jährigen Jugendlichen wurde ebenfalls in Kenntnis gesetzt.

Am eigentlichen Einsatzort trafen die Beamten anschließend auf vier weitere Erwachsene in nasser Badebekleidung. Diese Personen zeigten sich im Gespräch sofort einsichtig. Sie durften vor Ort verbleiben, jedoch nicht erneut ins Wasser gehen. Auch weitere Besucher des Rheinufers wurden durch die Einsatzkräfte über die erheblichen Gefahren des Rheins aufgeklärt und sensibilisiert.'

Insgesamt wurden bei dem Einsatz in Duisburg sieben Verstöße festgestellt. Gegen alle Beteiligten (bzw. die Erziehungsberechtigten) fertigten die Einsatzkräfte Ordnungswidrigkeitenanzeigen, die entsprechende Bußgelder (bis zu 1.000 Euro) nach sich ziehen.

Die Polizei betont: Nehmen Sie polizeiliche und städtische Kontrollen, Platzverweise sowie Anzeigen als das, was sie sind: Lebensrettende Maßnahmen! Das teuerste Bußgeld wäre im Zweifel das eigene Leben.

Besonders erschütternd: Genau an dieser Stelle am Alsumer Steig ereignete sich im Juni 2021 ein tragischer Badeunfall. Damals wurden drei Mädchen im Alter von 13, 14 und 17 Jahren von der Strömung erfasst und ertranken im Rhein!

Jedes Jahr zur Sommerzeit: Todesfalle Rhein - Leichtsinn bedeutet Lebensgefahr!

Warum Baden im Rhein lebensgefährlich ist
   - Tödliche Strömungen: Unter der Wasseroberfläche entstehen starke
     Strömungen und Wirbel, die selbst geübte Schwimmer binnen
     Sekunden in Lebensgefahr bringen können.
   - Massiver Schiffssog: Vorbeifahrende Frachtschiffe erzeugen
     enorme Wasserbewegungen. Das Wasser wird zunächst vom Ufer
     weggezogen und schlägt anschließend mit großer Wucht zurück.
     Menschen können dadurch in die Fahrrinne gerissen werden.
   - Tückische Buhnenfelder: Die Bereiche zwischen den Steinwällen
     weisen häufig tiefe Unterspülungen und starke Strömungen auf.
     Sie gelten als besonders gefährliche Zonen und können schnell
     zur Todesfalle werden.
Polizei und Kommunen werden ihre Kontrollen und Präventionsmaßnahmen auch künftig fortsetzen, um weitere Unglücksfälle zu verhindern.



Meiderich: Fernseher aus Wohnung geraubt
Ein Trio soll in der Nacht zu Montag (1. Juni, 00:20 Uhr) einen 30-Jährigen in einer Wohnung an der Malmedyer Straße schwer verletzt, ausgeraubt und die Flucht samt Beute ergriffen haben.
Ein 34-Jähriger erhielt von Mietern des Mehrfamilienhauses an der Malmedyer Straße einen Anruf, dass im Hausflur Blut zu sehen sei. Daraufhin machte er sich auf den Weg zur Anschrift. Vor Ort angekommen beobachtete er durch ein Fenster, dass ein Mann (30) in einer der Wohnungen Hilfe benötigte und verständigte die Feuerwehr. Rettungskräfte und ein Notarzt versorgten den Schwerverletzten. Die Feuerwehr verständigte die Polizei.
Den Polizisten gegenüber schilderte der Zeuge (34), dass es sich um drei mutmaßliche Tatverdächtige handeln könnte. Das Trio soll einen Fernseher entwendet haben und fußläufig in Richtung des gegenüberliegenden Parks geflüchtet sein.
Das Kriminalkommissariat 13 hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht weitere Zeuginnen und Zeugen.
Hinweise nehmen die Ermittler unter der Rufnummer 0203 2800 entgegen.