'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    26.Kalenderwoche: 27. Juni


Mittwoch, 28. Juni 2023

Baden und Schwimmen in Flüssen und Kanälen ist lebensgefährlich!
Künstliche Wasserstraßen, wie der Dortmund-Ems-Kanal, dienen in erster Linie dem Schiffsverkehr. Das Baden und Schwimmen in den Kanälen zählt in Nordrhein-Westfalen nicht zum sog. wasserrechtlichen Gemeingebrauch (Landesrecht) und ist an folgenden Stellen sogar ausdrücklich verboten:
- im Bereich von 100 Metern ober- und unterhalb von Brücken, Wehren, Hafeneinfahrten, Liegestellen und Anlegestellen der Fahrgastschifffahrt
- im Schleusenbereich
- im Arbeitsbereich von schwimmenden Geräten.

Barbara Stockem, Fachbereichsleiterin Schifffahrt: „Binnenschiffe verursachen starke Wellen und Strömungen, die nicht nur schwer zu erkennen, sondern auch sehr gefährlich sind. Durch die Bug- und Heckwellen der Schiffe können Badende mitgerissen oder gegen Spundwände bzw. Steinböschungen gedrückt werden und sich hierbei schwer verletzen. Bei Schwimmenden, die einem Schiff zu nahekommen, besteht die Gefahr im Sog des nach unten verdrängten Wassers unter den Schiffsrumpf gezogen oder vom Propeller erfasst zu werden.“

Wer trotz der Verbote schwimmt, muss eigene Schäden selbst tragen und für fremde Schäden und Verletzungen haften. Verboten ist auch das Springen von Brücken. Springende gefährden nicht nur andere Verkehrsteilnehmende wie Ruderer oder Stand-Up-Paddler, sondern wegen evtl. dicht unter der Wasseroberfläche treibender oder am Boden liegender Gegenstände, z.B. Fahrräder, Einkaufswagen oder E-Scooter, auch sich selbst.

Es ist mit Bußgeldern von bis zu 200 € zu rechnen. Mit einer Anzeige oder einem Verwarnungsgeld muss auch rechnen, wer aus dem Wasser heraus Schiffe anschwimmt oder diese gar betritt. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Westdeutsche Kanäle rät deshalb ausdrücklich dazu, zum Baden und Schwimmen sichere Orte wie Badeseen oder Schwimmbäder aufzusuchen.

Eine Person aus brennender Wohnung gerettet
Um 00:29 Uhr wurde die Feuerwehrleitstelle von einem Anwohner über einen piepsenden Rauchmelder in einer Wohnung in der Brucknerstraße in Duisburg-Rheinhausen informiert. Der Anwohner hat zudem Rauch im Treppenraum festgestellt. Daraufhin wurde von den Beamten der Leitstelle sofort die zuständigen Feuerwachen alarmiert. Als die ersten Kräfte am Einsatzort eintrafen, waren bereits offene Flammen in einer Wohnung festzustellen.

Die Einsatzkräft der Feuerwehr konnten nicht ausschließen, dass sich noch Personen in der Brandwohnung befinden und leiteten umgehend eine Menschenrettung ein. Bei der Menschenrettung konnte eine verletzte Person aus der Wohnung gerettet werden. 2 weitere Personen aus darüberliegenden Etagen wurden durch die Feuerwehrkräfte mit Fluchthauben in einen sicheren Bereich verbracht. Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Aufgrund der Nachlöscharbeiten bleibt die Umgebung der Einsatzstelle gesperrt, die Polizei ist ebenfalls im Einsatz. Im Einsatz befinden sich ca. 45 Kräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr, sowie des Rettungsdienste Erkenntisse zur Brandursache können nicht gemacht werden. 

Drehstart für neue Folgen der "WaPo Duisburg"
Die "WaPo Duisburg" legt wieder ab: Ende Juni starten die Dreharbeiten für acht neue Folgen der ARD-Krimiserie. Die Ausstrahlung der dritten Staffel ist für 2024 im Ersten geplant. Auf Kapitän Frank Van Dijk (Niklas Osterloh) warten große Herausforderungen. Auf einem Tankschiff wird ein Toter gefunden, und ausgerechnet Franks Vater gerät unter dringenden Tatverdacht. Da gibt es jede Menge zu tun für Chefin Maria Kruppka (Karen Böhne) und ihre Truppe, zu der der erfahrene Hauptkommissar Gerhard Jäger (Markus John), die ehemalige Hochleistungsschwimmerin Arda Turan (Yasemin Cetinkaya) und Assistentin Lena Preser (Romy Vreden) gehören. idr Infos: https://www.daserste.de/unterhaltung/serie/wapo-duisburg/index.html

 


Durchbruch in Sachen Gebäudeenergiegesetz bei der Ampel

Der "Kompromiss" bei der Ampel in Hinblick auf das Gebäudeenergiegesetzes (Habecks„Heizungsgesetz“) soll nun noch vor der Sommerpause im Bundestag zum Abschluss bebracht werden, damit es 2024 Gültigkeit hat.
Im Kern bleiben sehen nachdem für viele Hausbesitzer mehr Zeit beim Heizungstausch. Das Gebäudeenergiegesetz soll an ein Gesetz zur kommunalen Wärmeplanung gekoppelt werden. Eine Pflicht zum Austausch funktionierender Öl- und Gasheizungen soll es nicht geben.


Vorschlag der Mindestlohnkommission: Mindestlohn steigt in zwei Stufen
Der Mindestlohn soll zum 1. Januar 2024 auf 12,41 Euro brutto pro Stunde steigen. Zwölf Monate später auf 12,82 Euro. So lautet der Vorschlag der Mindestlohnkommission. Bundesarbeitsminister Heil kündigte an, die Bundesregierung werde die Empfehlung umsetzen.

Unabhängige Kommission macht Vorschläge Ab Januar 2024 soll die Lohnuntergrenze auf 12,41 steigen. Ein Jahr später dann auf 12,82 Euro. Der Vorschlag der Kommission muss nun per Verordnung der Bundesregierung verbindlich gemacht werden. Aktuell liegt die Lohnuntergrenze bei 12 Euro. Die Unabhängige Mindestlohnkommission berät alle zwei Jahre, um der Bundesregierung dann die Anpassung der Lohnuntergrenze vorzuschlagen.

So ist es im Mindestlohngesetz vorgesehen In dem Gremium beraten jeweils drei stimmberechtigte Arbeitgeber- und Gewerkschaftsvertreter, ein oder eine Vorsitzende sowie zwei Wissenschaftler. Im vergangenen Herbst hatte die Bundesregierung den Mindestlohn ausnahmsweise per Gesetz angehoben – von 10,45 Euro auf 12 Euro pro Stunde.

Wirtschaftliche Lage im Blick
Die Kommission prüft, welche Mindestlohnhöhe einen angemessenen Mindestschutz für die Beschäftigten bietet, faire Wettbewerbsbedingungen ermöglicht und die Beschäftigung nicht gefährdet. Sie orientiert sich bei ihrer Entscheidung an der Entwicklung der Tariflöhne in Deutschland. Ihren Vorschlag legt sie der Bundesregierung vor. Diese macht ihn in der Regel mit einer Verordnung verbindlich. Der aktuelle Vorschlag wurde erstmals seit der Einführung des Mindestlohns im Jahr 2015 nicht einstimmig beschlossen.
„Der Mindestlohn ist eine Erfolgsgeschichte. Darum ist es mir wichtig, dass er sich kontinuierlich weiterentwickelt und steigt. Und das wird jetzt passieren. Klar ist aber auch: Der Mindestlohn kann nur die absolute Untergrenze sein“, so Minister Heil.

Erstes Solardach über deutscher Autobahn - Pilotprojekt an der A 81
Deutschland ist Vorreiter bei Solaranlagen über der Autobahn: Auf der Rastanlage Hegau-Ost an der A 81 steht ein Pilotprojekt kurz vor der Fertigstellung. Bundesminister Dr. Volker Wissing hat sich jetzt vor Ort davon überzeugt, dass die Arbeiten am Demonstrator zügig vorankommen. Zusammen mit Anne Rethmann, Geschäftsführerin Finanzen der Autobahn GmbH des Bundes, und Prof. Dr. Markus Oeser, Präsident der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), besuchte er die Versuchsanlage, die in einem gemeinsam finanzierten Forschungsprojekt der drei Nachbarländer Deutschland, Österreich und Schweiz (D-A-CH) entwickelt wurde.

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr: Photovoltaik an und auf Bundesfernstraßen ist für die Bundesregierung ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität. Deshalb denken wir Photovoltaik künftig immer mit. Mit unserem Genehmigungsbeschleunigungsgesetz werden wir den Ausbau von Solaranlagen auf und an Autobahnen beschleunigen und vereinfachen. Jetzt geht es um die konkrete Umsetzung.

Die Autobahn GmbH des Bundes prüft bereits, wo Solaranlagen entstehen können. Außerdem erleichtern wir es Kommunen, Anliegern und Investoren, Photovoltaik-Module im Bereich der Bundesautobahnen zu errichten. Hier gibt es ein enormes Potenzial, das wir konsequent und zügig nutzen wollen. Anne Rethmann, Geschäftsführerin Finanzen der Autobahn GmbH des Bundes: Wir wollen den Ausbau von Photovoltaikanlagen im Autobahnnetz stufenweise vorantreiben.

Ziel ist es, bis 2040 Klimaneutralität bei Unterhaltung und Betrieb von Autobahnen zu erreichen. Prof. Dr. Markus Oeser, Präsident der Bundesanstalt für Straßenwesen: Wir werden den Betrieb des Demonstrators ein Jahr lang wissenschaftlich begleiten. Damit wollen wir auch hier dafür Sorge tragen, dass die übergeordneten Zielsetzungen mit den bestmöglichen technischen Lösungen unterstützt werden. Die Beschleunigung des Ausbaus von Anlagen für Erneuerbare Energie im Bereich der Verkehrsinfrastruktur ist Teil des Genehmigungsbeschleunigungsgesetzes.

Den von Bundesminister Dr. Volker Wissing vorgelegten Gesetzesentwurf hat das Bundeskabinett am 3. Mai 2023 beschlossen. Beim Neu- und Ausbau von Bundesautobahnen soll künftig geprüft werden, inwieweit die zugehörigen Flächen und Einrichtungen für solche Anlagen genutzt werden können. Es hat sich gezeigt, dass besonders Lärmschutzwälle als Aufstellflächen für Photovoltaik-Anlagen eine gute Eignung aufweisen. Dafür wird derzeit ein Kataster sämtlicher potenziellen Flächen erstellt. Außerdem wird das anbaurechtliche Verfahren erleichtert, damit Dritte – beispielsweise Kommunen, Anlieger und Investoren – Anlagen für die Erzeugung erneuerbarer Energien auf den an die Bundesfernstraßen angrenzenden Flächen einfacher realisieren können.


Das Pilotprojekt an der A 81 wurde von den Forschungsnehmern Fraunhofer ISE (Freiburg), Forster FF und Austrian Institute of Technology (beide Österreich) konzipiert. Das Konsortium hatte dafür den Auftrag im Rahmen der gemeinsamen Verkehrsinfrastrukturforschung von den Verkehrsministerien der drei Nachbarländer Deutschland, Österreich und Schweiz erhalten. Die 12 mal 14 Meter große Dachfläche aus Photovoltaik-Modulen, die sich etwa 5,50 m über der Fahrbahn befindet, ruht auf einer Stahlkonstruktion über der Durchfahrgasse der Rastanlage Hegau-Ost und wird im Juli fertig gestellt sein.

Während einer wissenschaftlich begleiteten Betriebsphase soll im kommenden Jahr untersucht werden, wie die Erzeugung von Solarstrom über dem fließenden Verkehr in der Realität funktioniert. Erwartet wird eine Energieproduktion von bis zu 40.000 Kilowattstunden jährlich, was dem Verbrauch von bis zu zehn 4-Personen-Haushalten entspricht.

Ein Solardach über der Autobahn bietet sich grundsätzlich dort an, wo der Strom direkt genutzt werden kann, z. B. in der Nähe von Tunneln oder Rastanlagen. Dabei müssen hohe Sicherheitsanforderungen für den darunter sehr schnell fließenden Verkehr beachtet werden. Weitere Informationen zum Konzept und zum Demonstrator gibt es auf der Webseite der BASt unter folgendem Link: www.bast.de/PV-Sued.


Bauarbeiten in der Bezirksbibliothek Walsum

Die Bezirksbibliothek Walsum am Kometenplatz bleibt vom 11. bis 15. Juli geschlossen. In diesem Zeitraum wird eine Anlage installiert, die u.a. die Klimatisierung der Räume ermöglicht. Die Bauarbeiten nicht im laufenden Betrieb erfolgen. In den kommenden Monaten hat der Eigentümer des Gebäudes die Realisierung von weiteren, umfangreichen energetischen Maßnahmen geplant. Die Bezirksbibliothek Walsum ist ab Dienstag, 18. Juli, wieder regulär geöffnet.

Die Rückgabefristen für entliehene Medien werden automatisch angepasst. Alternativ können Bibliothekskundinnen und -kunden die Stadtteilbibliothek Vierlinden am Franz-Lenze-Platz nutzen, die neben den regulären Servicezeiten sehr umfangreiche Öffnungszeiten als Open Library bis in die Abendstunden hinein bietet. Der Bibliotheksausweis gilt selbstverständlich auch in allen anderen Bibliotheken. Für Auskünfte sind die Mitarbeitenden am Infotelefon der Bibliothek unter (0203) 283-4218 zu erreichen (montags von 13 bis 19 Uhr, dienstags bis freitags von 11 bis 19 Uhr, samstags von 11 bis 16 Uhr). Alle Informationen sind auch auf www.stadtbibliothek-duisburg.de zu finden.


Neue Perspektive mit Schulabschluss

Oberbürgermeister Sören Link empfing am vergangenen Freitag die erfolgreichen Absolventen des zweiten Bildungsweges im Ratssaal des Rathauses. 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten ihre Zeugnisse für den nachgeholten Schulabschluss in der Volkshochschule. In seinem Grußwort hob Oberbürgermeister Sören Link die Leistungen der Schülerinnen und Schüler hervor, die neben der Schule oft weitere Verpflichtungen, wie Haushaltsführung, Nebenjob oder Kindererziehung haben.

„Mit der Möglichkeit, den zweiten Bildungsweg bei der VHS zu absolvieren, erhalten die Teilnehmenden ganz neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Bis zum Ende durchzuhalten, ist ein besonderer Erfolg, zu dem ich herzlich gratuliere“, so Link. Anschließend betonte er die wichtige Bildungsarbeit der VHS, ohne die diese Abschlüsse nicht ermöglicht werden könnten.

VHS-Direktor Volker Heckner ergänzte, dass der Arbeitsmarkt aktuell viele Möglichkeiten für die Absolventinnen und Absolventen bietet. Er freute sich aber auch darüber, dass einige von ihnen in weiteren Lehrgängen zu höheren Schulabschlüssen bei der Volkshochschule bleiben werden. Er nutze die Zeugnisübergabe aber auch, um sich bei dem gesamten Team des Zweiten Bildungsweges zu bedanken.

Oberbürgermeister Sören Link, VHS-Direktor Volker Heckner, das Team des Zweiten Bildungswegs an der VHS und die Absolventen der Schulabschlusskurse vor dem Rathaus

IHK: „Wir müssen die Industrie im Land halten“ Austausch mit NRW-Staatssekretär Höller über klimaneutrale Produktion und Transformation  
Ohne Stahl kein Windrad und ohne Windrad kein klimaneutraler Stahl. Auch für Autos, Züge oder Brücken wird er benötigt. Stahl ist einer der wichtigsten Grundstoffe für die Wirtschaft. Doch dieser Industriezweig hat es gerade besonders schwer, mahnt die Niederrheinische IHK. Im Gespräch mit NRW-Staatssekretär Paul Frederik Höller aus dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie forderte der IHK-Industrieausschuss mehr Tempo seitens der Politik. Sie muss dafür sorgen, dass die Betriebe an ihren Standorten eine sichere Zukunft haben.  

NRW soll das erste klimaneutrale Industrieland werden. Da die Grundstoffindustrie maßgeblich die Höhe der Emissionen mitbestimmt, spielt sie eine Schlüsselrolle bei der grünen Transformation. „Wenn dort zukünftig klimaneutral produziert wird, kommen wir unseren Klimazielen einen riesigen Schritt näher. Die Betriebe sind dabei, ihre Produktion umzustellen. Doch das ist herausfordernd und teuer, die Energiepreise und die Fülle an Bürokratie erschweren es zusätzlich.

Auch dauern Genehmigungen für Anlagen und Pipelines zu lange. Hier muss die Politik schneller reagieren, um Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Land zu halten und Zukunftsinvestitionen zu sichern“, verdeutlicht IHK-Präsident Werner Schaurte-Küppers bei dem Treffen.  

Foto links, v.l.: Norbert Mülders (Vorsitzender Industrieausschuss Niederrheinische IHK), Paul Frederik Höller (NRW-Wirtschaftsstaatssekretär), Werner Schaurte-Küppers (Präsident Niederrheinische IHK) und Dr. Stefan Dietzfelbinger (Hauptgeschäftsführer Niederrheinische IHK) beim Eintrag ins Goldene Buch.  

Foto rechts, v.l.: Thomas Reiche (Geschäftsführer Institut für Baustoffforschung FEhS), Dr. Stefan Dietzfelbinger (Hauptgeschäftsführer Niederrheinische IHK), Paul Frederik Höller (NRW-Wirtschaftsstaatssekretär) und Norbert Mülders (Vorsitzender Industrieausschuss Niederrheinische IHK) in „Stahlkocher-Kluft“ beim Rundgang durch das FEhS. Fotos: Niederrheinische IHK/Hendrik Grzebatzki  

Informationsveranstaltung für Weiterbildungen zum Techniker - Berufstätige können sich in Duisburg beraten lassen
Am Samstag, dem 01.07.2023 um 11:00 Uhr informiert die gemeinnützige Bildungseinrichtung DAA-Technikum vor Ort über die berufsbegleitenden Fortbildungs-Lehrgänge zum Staatlich geprüften Techniker in fünf verschiedenen Fachrichtungen in der Deutschen Angestellten Akademie (DAA), Mülheimer Str. 46, Erdgeschoss, Seminarraum 0.03 in Duisburg.

Facharbeiter, Gesellen und techn. Zeichner der Industrie und des Handwerks aus den Bereichen Elektrotechnik, Datenverarbeitung, Maschinenbau und Metallverarbeitung, Bautechnik (Hoch- und Tiefbau), Holztechnik und Heizungs-/Lüftungs-/Klimatechnik können sich persönlich vor Ort über die Aufstiegsqualifikationen informieren und u.a. spätere Dozenten kennen lernen.

Bei der Veranstaltung wird konkret auf folgende Themen eingegangen: Samstagsunterricht, Studienablauf und Aufwand, aktuelle Studieninhalte, eingesetzte Software, Zulassungsvoraussetzungen, Erwerb der Fachhochschulreife sowie Studienfinanzierung u.a. mit dem neuen „Aufstiegs-BaföG“ und weiteren Förderungsmöglichkeiten. Anwesende können sich auch zu individuellen Fragen und Problemen im Zusammenhang mit einer beruflichen Fortbildung beraten lassen.

Kostenlose ausführliche Informationsunterlagen zu den Lehrgängen sind bei der zentralen Studienberatung des gemeinnützigen DAA-Technikums erhältlich: Telefonnr. 0800 - 245 38 64 (gebührenfrei)  oder über das Internet: www.daa-technikum.de

Blasorchester Lohmühle e. V. zum Abschluss der Parkkonzertreihe
Zum Abschluss der diesjährigen Parkkonzertreihe lädt das Blasorchester Lohmühle e. V. 1964 am Sonntag, 2. Juli um 11 Uhr in den Jubiläumshain an der Ziegelhorststraße in Duisburg-Hamborn. Das Blasorchester Lohmühle e. V. 1964 ist in diesem Jahr erstmalig bei den Parkkonzerten dabei. Das Musikprogramm ist vielfältig und bunt gemischt und reicht von Märschen über Polkas bis hin zur Unterhaltungsmusik.

Auch in diesem Jahr wurden die Parkkonzerte wieder finanziell vom LionsClubs Duisburg-Hamborn unterstützt. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos finden Sie auch im Internet unter https://www.facebook.com/ParkkonzerteHamborn/

Sonntagskonzert mit den „Heyberg-Musikanten“

In der Sonntagskonzertreihe im Musikpavillon des Rheinhausener Volksparks tritt am Sonntag, 2. Juli, um 15 Uhr das Gesangsduo „Claus & Honzi“, genannt die „Heyberg-Musikanten“, auf. Das Duo präsentiert dem Publikum Lieder aus den Bergen. Insbesondere das Repertoire der weltbekannten „Kastelruther Spatzen“ haben sie sich zu Eigen gemacht.

Lieder wie „Eine weiße Rose“, „Schatten über Rosenhof“, „Ave Maria der Berge“ oder „Der kleine Trommler“ zählen zum Repertoire der Heyberg-Musikanten. Mit Ihrem Sologesang sind sie die Botschafter der alpenländischen Musik. Die Konzerte werden durch den Bauverein Rheinhausen und den Förderverein für Kultur- und Brauchtumspflege Rheinhausens & RumelnKaldenhausens e. V. unterstützt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es im Internet unter https://www.facebook.com/SonntagskonzerteRheinhausen.

Weitere Sonntagskonzerte finden in diesem Jahr an diesen Terminen statt:
16.07.2023 Musikgruppe „Wahre Freunde“
23.07.2023 BSW Mandolinen-Orchester Krefeld-Oppum 1951
30.07.2023 Männer- und Frauenchor Rumeln
06.08.2023 Treue Bergvagabunden
03.09.2023 Junges Ensemble Ruhr

Sommercafé in Obermarxloh für Spazierende und Radelnde
Die Lutherkirche an der Wittenberger Str. 15, das Familienzentrum und das „Blaue Haus“ liegen so nah aneinander, dass sie einen schönen Innenhof bilden. Seit acht Jahren können ihn nicht nur Mitglieder der Evangelischen Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh und Kindergartenkinder genießen, sondern auch Radelnde und Spazierende. Und zwar im „Café am blauen Haus“, das auch in diesem Jahr jeden Sommerferiensonntag - vom 2. Juli bis zum 13. August - jeweils von 12 bis 17 Uhr im Innenhof geöffnet ist.

Angeboten werden wieder Snacks, Erfrischungen, Getränke, Waffeln und Eis zu günstigen Preisen. Aufsteller am Emscher-Radweg weisen Besucherinnen und Besuchern den Weg. Diese können ihre Fahrräder in sicherer Sichtweite des Cafés abstellen; Kinder können die Spielgeräte auf dem Außengelände nutzen. Organisiert wird das Sommercafé von Ehrenamtlichen aus dem Familienzentrum und der Gemeinde. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.bonhoeffer-gemeinde.org. I

Sommercafé in Obermarxloh (Foto www.bonhoeffer-gemeinde.org) 


Waldgottesdienst am „Heiligen Brunnen“

Auch in diesem Jahr laden evangelische Kirchengemeinden zur Feier der traditionellen Waldgottesdienste am „Heiligen Brunnen“ auf dem Kammerberg in Neudorf ein, und zwar jeweils am 1. Sonntag der Monate Juni bis September. Im Gottesdienst am 2. Juli 2023 um 10 Uhr, der auch wieder eine ganz eigene und besondere Atmosphäre haben wird, predigt Pfarrer Tillmann Poll. Die passende Musik unter freiem Himmel spielt – wie bei allen Waldgottesdiensten - der Posaunenchor aus Neudorf.


Pfarrer Hüter am nächsten Freitag in der Duisburger Kircheneintrittsstelle
Immer freitags können Unsichere, Kirchennahe oder solche, die es werden möchten, in der Eintrittsstelle in der Salvatorkirche mit Pfarrerinnen, Pfarrern und Prädikanten ins Gespräch kommen und über die Kirchenaufnahme reden.
Motive für den Kircheneintritt gibt es viele: Die Suche nach Gemeinschaft, Ordnung ins Leben bringen oder der Wunsch, Taufen, Hochzeiten, Bestattungen kirchlich zu gestalten.

Aufnahmegespräche führt das Präsenzteam in der Eintrittsstelle an der Salvatorkirche immer freitags von 14 bis 17 Uhr. Am Freitag, 30. Juni 2023 heißt Pfarrer Michael Hüter Menschen in der Südkapelle des Gotteshauses neben dem Rathaus herzlich willkommen. Infos zur Citykirche gibt es unter www.salvatorkirche.de.   

Baustellen  DVG-Umleitungen Bahn - VRR 


A42: Nächtliche Verbindungssperrung im Kreuz Duisburg-Nord

Die Autobahn GmbH sperrt von Mittwoch (28.6.) um 20 Uhr bis Donnerstag (29.6.) um 5 Uhr im Autobahnkreuz Duisburg-Nord die Verbindung von der A42 in Fahrtrichtung Dortmund auf die A59 in Fahrtrichtung Dinslaken. Die Autobahn GmbH sondiert den Boden im Bereich der Verbindungsrampe für den zukünftigen Ausbau der A59. Eine Umleitung über die Anschlussstelle Duisburg-Neumühl ist mit dem roten Punkt beschildert.

Die Arbeiten sind Teil des geplanten sechsstreifigen Ausbaus der A59 zwischen Duisburg-Marxloh und dem Autobahnkreuz Duisburg. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier: A59: Der Ausbau zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg und Duisburg-Marxloh | Projekt | Die Autobahn GmbH des Bundes


A40, Erweiterung der A40 inkl. Ersatzneubau Rheinbrücke Neuenkamp: Verkehrseinschränkung von 7. bis 10. Juli
Von Freitag, 7. Juli, 20 Uhr, bis Montag, 10. Juli, 5 Uhr, wird die A 40 in Fahrtrichtung Essen zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Häfen und Am Brink auf einer Länge von rund 300 Metern auf einen Fahrstreifen eingeengt. Grund für die Einstreifigkeit sind Arbeiten an der Mittelstreifenüberfahrt im Streckenabschnitt.


Obermeiderich: Teil- und Vollsperrungen der Emmericher Straße (Aakerfährbrücke)

Aufgrund von Schäden am Asphaltübergang der Aakerfährbrücke in Duisburg-Obermeiderich wird die Emmericher Straße im Bereich der Ruhrquerung ab sofort teilweise gesperrt. Aus Fahrtrichtung Meiderich kommend entfällt eine der zwei Fahrspuren für den Zeitraum der Sanierungsarbeiten. Fußgänger und Radfahrer können den Baustellenbereich weiterhin passieren. Ab Samstag, 1. Juli, führen die Wirtschaftsbetriebe Duisburg ab 23 Uhr Sanierungsarbeiten an der Aakerfährbrücke durch.

Dafür wird die Brücke voll gesperrt. Großräumige Umleitungen werden eingerichtet. Fußgänger und Radfahrer können den Baustellenbereich weiterhin passieren. Die Vollsperrung wird voraussichtlich bis Sonntag, 2. Juli um 8 Uhr, andauern. Die Arbeiten an der gesamten Baumaßnahme werden voraussichtlich bis Mitte Juli andauern.


Duisburg-Ruhrort: Teilsperrung der Homberger Straße

Die Netze Duisburg verlegen ab Mittwoch, 28. Juni, Stromleitungen auf der Homberger Straße in Ruhrort. Dafür wird der Geh- und Radweg zwischen der Straße Richard-Hindorf-Platz und der König-Friedrich-Wilhelm-Straße in Fahrtrichtung Friedrich-Ebert-Brücke gesperrt. Für die Fußgänger wird ein Notweg auf der Fahrbahn eingerichtet, wodurch die rechte Fahrspur entfällt. Umleitungen für Radfahrer werden eingerichtet. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Mitte August andauern.


Duisburg-Meiderich: Vollsperrung der Bürgermeister-Pütz-Straße
Die Netze Duisburg GmbH führt ab Mittwoch, 28. Juni, ca. 20 Uhr Kabelverlegungen auf der Bürgermeister-Pütz-Straße in Meiderich durch. Dafür wird die Bürgermeister-Pütz-Straße zwischen der Schlickstraße und der Lakumer Straße voll gesperrt.

Entsprechende Umleitungen werden eingerichtet. Fußgänger und Radfahrer können den Baustellenbereich weiterhin passieren. Die Arbeiten werden voraussichtlich Freitag, 30. Juni, um 20 Uhr abgeschlossen.


Duisburg-Alt-Homberg: Verlängerung der Teilsperrung auf der Ulmenstraße

Die Fernwärmearbeiten auf der Ulmenstraße in Duisburg-Alt-Homberg werden voraussichtlich bis Ende Oktober andauern. Die Baumaßnahme mit der Teilsperrung hat am 17. April begonnen.


Alt-Homberg: Vollsperrung der Margarethenstraße

Die DCC Duisburg CityCom GmbH verlegt zurzeit Glasfaserkabel im Kreuzungsbereich der Hochfeldstraße/Margarethenstraße in Duisburg-AltHamborn. Die Margarethenstraße wird dafür an der Kreuzung gesperrt und von der Lothringer Straße aus kommend als Sackgasse ausgeschildert. Fußgänger und Radfahrer können den Baustellenbereich weiterhin passieren. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Mitte Juli andauern.


Linie 903: Barrierefreier Ausbau der Haltestelle „Landschaftspark Nord“  

Von Montag, 26. Juni, Betriebsbeginn, bis Mittwoch, 16. August, Betriebsende, wird die dritte Bauphase zum barrierefreien Ausbau der Haltestelle „Landschaftspark Nord“ durch die Stadt Duisburg durchgeführt.  
Dies hat zur Folge, dass die Haltestelle „Landschaftspark Nord“ in beiden Fahrtrichtungen entfällt. Die DVG bittet die Fahrgäste die Haltestellen „Brückelstraße“ und „Theodor-Heuss-Straße“ sowie die Haltestellen „Landschaftspark Nord“ der Buslinien 909 und 910 zu nutzen.  

 
Straßenbauarbeiten: Busse fahren in Duisburg-Rumeln-Kaldenhausen eine Umleitung  

Von Montag, 26. Juni, circa 7 Uhr, bis Freitag, 30. Juni, müssen die Busse der Linien 924 und 920E der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) in Duisburg-Rumeln-Kaldenhausen eine Umleitung fahren. Grund hierfür sind Straßenbauarbeiten auf dem Bremweg, weshalb dieser voll gesperrt wird.  


Die Busse fahren ab der Haltestelle „Pregelstraße“ eine örtliche Umleitung über die Kapellener Straße zur Ersatzhaltestelle „Nelkenstraße“, weiter über Giesenfeldstraße zur Endhaltestelle „Kaldenhausen Krölls“. Die Haltestelle „Nelkenstraße“ wird auf die Kapellener Straße Ecke Bremweg verlegt. Die Haltestellen „Ringstraße“ und „Lindenstraße“ entfallen.

Die DVG bittet die Fahrgäste die Haltestelle „Lindenstraße“ der Linie 920 und die Ersatzhaltestelle „Kaldenhausen-Krölls“, beide auf der Giesenfeldstraße, zu nutzen. In Gegenrichtung wird die Umleitung sinngemäß gefahren.  


STATISTIK


Zahl der Woche

Hohe Temperaturen und die anhaltende Trockenheit setzen den Wäldern in Deutschland seit einigen Jahren verstärkt zu. Dies erhöht das Risiko für Waldbrände und begünstigt die Ausbreitung von Schädlingen wie dem Borkenkäfer. Im Jahr 2022 wurden aufgrund von Insektenschäden 26,6 Millionen Kubikmeter Schadholz eingeschlagen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, entspricht das einem Anteil von 59,5 % an dem durch Waldschäden bedingten Holzeinschlag in Höhe von 44,7 Millionen Kubikmetern. Der Anteil hat seit 2018 deutlich zugenommen und 2021 mit 81,4 % einen vorläufigen Höchststand erreicht. 2012 hatte er noch bei 17,8 % gelegen. Insgesamt wurden 2022 78,7 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen.

Inzwischen stellt der Befall durch Schädlinge seit 2016 die Hauptursache für den Schadholzeinschlag in deutschen Wäldern dar. 2022 spielten zudem Wind- und Sturmschäden als Einschlagsursache eine größere Rolle (27,8 %). Starke Winde oder Orkane treten meist als singuläre Ereignisse und unterschiedlich häufig auf. Entsprechend kann diese Kategorie von Jahr zu Jahr großen Schwankungen unterliegen. Seit 2020 wird Trockenheit als ausschlaggebende Einschlagsursache separat erfasst.

Der Anteil des aufgrund von Trockenheit eingeschlagenen Schadholzes ist seither leicht gestiegen: von 5,2 % im Jahr 2020 auf 8,1 % im vergangenen Jahr. Schadholzeinschlag nach Einschlagsursachen und jährliche Wetterdaten für Deutschland Combination chart with 7 data series. Trockenheit seit 2020 separat erfasst, zuvor Teilmenge der sonstigen Ursachen. Quelle für Wetterdaten: DWD The chart has 1 X axis displaying values. Data ranges from 2010 to 2022. The chart has 3 Y axes displaying Millionen m³ °C and l/m².

Nadelbäume besonders betroffen
Die Trockenheit betrifft vor allem Nadelbäume, allen voran Fichten: Nahezu zwei Drittel (63,2 %) des Schadholzeinschlags aufgrund von Trockenheit entfielen auf Nadelbaumarten. Auch von Insektenbefall, der vielfach durch dauerhafte Trockenheit begünstigt wird, sind Nadelbäume besonders betroffen. 2022 war mit 99,0 % fast der gesamte insektenbedingte Schadholzeinschlag diesen Baumarten zuzuordnen. Ein Grund hierfür ist die über Jahre zunehmende Verbreitung des Borkenkäfers, der vorrangig Fichten befällt.


Trockenheit als Stressfaktor für den Wald: Insektenschäden für 59,5 % des Schadholzeinschlags verantwortlich
Hohe Temperaturen und die anhaltende Trockenheit setzen den Wäldern in Deutschland seit einigen Jahren verstärkt zu. Dies erhöht das Risiko für Waldbrände und begünstigt die Ausbreitung von Schädlingen wie dem Borkenkäfer. Im Jahr 2022 wurden aufgrund von Insektenschäden 26,6 Millionen Kubikmeter Schadholz eingeschlagen.

Wie Destatis mitteilt, entspricht das einem Anteil von 59,5 % an dem durch Waldschäden bedingten Holzeinschlag in Höhe von 44,7 Millionen Kubikmetern. Der Anteil hat seit 2018 deutlich zugenommen und 2021 mit 81,4 % einen vorläufigen Höchststand erreicht. 2012 hatte er noch bei 17,8 % gelegen. Insgesamt wurden 2022 78,7 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen.


Wirtschaftsfaktor Umweltschutz: Umsatz im Jahr 2021 um 16,5 % gestiegen
• 91,9 Milliarden Euro Umsatz mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutz
• Klimaschutz, Luftreinhaltung und Abwasserwirtschaft sind umsatzstärkste Bereiche
• Zahl der „Green Jobs“ in Deutschland um 9,7 % gegenüber 2020 gestiegen

Im Jahr 2021 erwirtschafteten die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors in Deutschland 91,9 Milliarden Euro Umsatz mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutz. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, entspricht das einem Anstieg von 16,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der „Green Jobs“, also der Beschäftigten, die Güter und Leistungen für den Umweltschutz herstellten, lag im Jahr 2021 bei rund 341 000 (gemessen in Vollzeitäquivalenten). Ihre Zahl stieg somit um 9,7 % beziehungsweise knapp 30 200 Beschäftigte gegenüber dem Vorjahr.

Welches europäische Land exportiert die meisten Halbleiter?
Nach Verhandlungen über die Höhe der Subventionen für Intels geplante Chip-Fabrik in Magdeburg wurde am 19. Juni der Subventionsvertrag vor Ort unterzeichnet. Mit insgesamt 9,9 Milliarden Euro soll der Standort bezuschusst werden, eine Zustimmung seitens der Europäischen Kommission zur durch Mittel aus dem Klimafonds finanzierten Erhöhung steht noch aus. Im Rahmen einer Veranstaltung zum 60-jährigen Geburtstags des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sprach Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck von einem "guten Deal", da auch Intel selbst seine Investition verdoppeln wolle.

Statt der ursprünglich veranschlagten 17 Milliarden Euro soll diese nun angeblich 30 Milliarden Euro betragen. Als Produktionsbeginn sei 2027 oder 2028 angesetzt. Kritiker:innen des Deals ziehen beispielsweise Vergleiche zu planwirtschaftlichen Strukturen und bemängeln die vergleichsweise geringe Anzahl an geschaffenen Arbeitsplätzen, sobald der Bau beendet ist. Zudem sei nicht klar, ob die dort gefertigten Chips diejenigen seien, die der deutschen Wirtschaft, beispielsweise in der Autoindustrie, nützen. Den Platz als größter Exporteur für integrierte Schaltkreise, umgangssprachlich Mikrochips, in Europa dürfte Deutschland mit dem Deal nur noch weiter festigen.


Seit einigen Jahren liegt die Bundesrepublik im innereuropäischen Ranking hinsichtlich des Exporthandelswert auf dem ersten Platz und hat 2022 Produkte im Wert von 19,8 Milliarden US-Dollar exportiert. Deutscher Marktführer in diesem Segment ist Infineon mit acht deutschen Standorten, unter anderem im sogenannten "Silicon Saxony" in der Region Dresden, das als Nukleus der deutschen Mikroelektronik- und Halbleiterbranche gilt.

Die Plätze hinter Deutschland werden von Irland mit 11,9 Milliarden US-Dollar, Frankreich mit 9,8 Milliarden US-Dollar und den Niederlanden mit 5,2 Milliarden US-Dollar belegt. Daten der UN zufolge betrug der globale Exporthandelswert für integrierte Schaltkreise wie Halbleiter im Jahr 2021 über eine Billion U.S.-Dollar. Trotz der Führungsrolle in Europa kann auch Deutschland nicht mit dem ostasiatischen Chip-Monopol mithalten. Allein China, Taiwan und Hongkong waren im entsprechenden Jahr für etwa 522 Milliarden US-Dollar Exporthandelswert verantwortlich, asiatische Länder machten 88 Prozent der Gesamtexporte hinsichtlich des Produktwerts aus. Florian Zandt
Infografik: Welches europäische Land exportiert die meisten Halbleiter? | StatistaInfografik: Wo Direktinvestitionen die meisten Stellen versprechen | Statista

Wo Direktinvestitionen die meisten Stellen versprechen
2022 wurden in Europa 5.962 Neu- oder Erweiterungsprojekte durch ausländische Investor:innen angekündigt, zu den Top-3-Standorten gehören Frankreich, das Vereinigte Königreich und Deutschland. Das geht aus einer Analyse der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young (EY) hervor. Trotz der gestiegenen Sorge der Einflussnahme Chinas auf die europäische Wirtschaft wurden durch die Volksrepublik im vergangenen Jahr lediglich 222 Neuansiedlungen oder Erweiterungen in Europa durchgeführt. Damit erreicht das Land Platz sieben, deutlich hinter den USA, Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Anders sieht die Lage in Deutschland direkt aus, wie unsere Grafik auf der Basis von Daten von EY zeigt.

So erreichte China 2022 mit 85 Direktinvestitionen Platz vier der Staaten mit den meisten Investitionsprojekten in der Bundesrepublik, hinsichtlich der Arbeitsplätze landete die Volksrepublik auf dem zweiten Rang hinter den USA. Letztere waren mit rund 10.000 geplanten neuen Stellen für ein Viertel der prognostizierten Arbeitsplätze verantwortlich. Die meisten Stellen sollen durch die 2022 angekündigten Projekte in den Wirtschaftszweigen Transport und Logistik sowie der Elektroindustrie geschaffen werden.

Deutsche Unternehmen investierten innerhalb Europas hingegen vornehmlich in angrenzende oder südeuropäische Länder wie Frankreich, Polen, Österreich, Spanien oder Portugal. Ausreißer wie das Vereinigte Königreich und die Türkei erreichten hinsichtlich der angekündigten Projekte Platz zwei und drei hinter Frankreich, das mit 209 Investitionsprojekten durch deutsche Unternehmen ungeschlagen auf dem ersten Rang lag. Die meisten neuen Arbeitsplätze wollen Unternehmen aus der Bundesrepublik hingegen in Polen bereitstellen. Betrachtet man den aktuellen Bestand an mittelbaren und umittelbaren Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Investor:innen, zeigt sich, dass Deutschland Stand 2021 weniger direkte Kredite erhalten als erteilt hat.

Laut Direktinvestitionsstatistik der Bundesbank betrugen die Verbindlichkeiten gegenüber ausländische Kreditgeber:innen zum Stichtag 615 Milliarden Euro, während sich die ausstehenden Kredite sich auf 1,4 Billionen Euro beliefen. Von letzteren entfällt 33 Prozent auf das verarbeitende Gewerbe, während mit den erhaltenen Krediten zu knapp einem Drittel Projekte aus dem Bereich der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen finanziert wurden.
Infografik: Sachsen ist Deutschlands Halbleiter-Hochburg | Statista

Sachsen ist Deutschlands Halbleiter-Hochburg

Am 2. Mai fand in Dresden der Spatenstich für das neue Halbleiterwerk von Infineon statt. Bis 2026 soll die sogenannte Smart Power Fab fertiggestellt werden, 1.000 Jobs sollen dadurch in der Region entstehen. Der Zeitpunkt der Zeremonie, der unter anderem Bundeskanzler Olaf Scholz und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beiwohnten, war taktisch gewählt: Am 4. Mai veröffentlichte die Neubiberger Firma ihre aktuellen Quartalszahlen, die mit 4,1 Milliarden Euro Umsatz und 826 Millionen Euro Gewinn die Ergebnisse aus dem Vorjahreszeitraum um 25 respektive 76 Prozent übertreffen konnten.

Wie die Karte zeigt, festigt die erneute Entscheidung Infineons für Dresden die Vormachtstellung Sachsens im Bereich der Halbleiterherstellung. Laut einer Auflistung von all-electronics.de, basierend auf Daten von Silicon Saxony e.V., und ergänzender Statista-Recherche gibt es derzeit in der sächsischen Landeshauptstadt fünf Fertigungsanlagen für Halbleiter und Wafer. Neben dem 1994 als Teil von Siemens gegründeten ersten Infineon-Werk besitzen dort auch Firmen wie X-Fab, die Halbleiter-Tochter von Bosch und GlobalFoundries aus den USA Fabriken, ergänzt durch zahlreiche Forschungseinrichtungen.

Zwei weitere Wafer-Herstellungsstandorte befinden sich im benachbarten Freiberg. Konkurrenz für Sachsen könnte in Zukunft direkt aus dem Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt kommen. Intel, der weltweit zweitplatzierte Chiphersteller gemessen am Jahresumsatz 2022, will im Magdeburger Gewerbegebiet Eulenburg noch dieses Jahr mit dem Bau einer neuer sogenannten Gigafabrik starten, die nach Fertigstellung 3.000 Arbeitsplätze generieren soll. 17 Milliarden Euro will der Konzern in den Standort investieren und damit, so Intel-Chef Pat Gelsinger, "bei der Gestaltung der der digitalen Zukunft Europas in den kommenden Jahrzehnten eine wesentliche Rolle spielen". Ein weiterer bisher weißer Fleck auf der Halbleiter-Landkarte soll in naher Zukunft im Saarland gefüllt werden.

Der US-Konzern Wolfspeed will in Zusammenarbeit mit dem Automobilzulieferer ZF auf einem ehemaligen Kraftwerksgelände in Ensdorf eine Fertigungsanlage errichten, die Produktion soll 2027 anlaufen. Die zunehmenden Investitionen in den Chip-Standort Deutschland spiegeln sich auch in der Ausfuhr der entsprechenden Produkte wider. Hier belegte Deutschland im Jahr 2020 vor den Niederlanden und Irland mit einem Exportvolumen von 12,8 Milliarden US-Dollar den ersten Platz in Europa.

Um Europa als Alternative zu China und Taiwan auf dem Chip-Markt zu etablieren, plant die EU ein umfassendes Maßnahmenpaket unter dem Namen European Chips Act. Am 18. April einigten sich EU-Rat und EU-Parlament auf den genauen Inhalt, eine Verabschiedung gilt jetzt nur noch als Formsache. Ein Kernstück des Pakets ist ein Investitionsschub von rund 40 Milliarden Euro, die unter anderem zur Unterstützung von Startups, der Einführung verbesserter Zertifizierungsverfahren, Kompetenzförderung und der Etablierung eines Frühwarnsystems für Halbleiterengpässe eingesetzt werden sollen.


Berlin: 1/3 pendelt pedalgetrieben
Die neue Berliner Verkehrssenatorin, Manja Schreiber (CDU), hat die Radwegeplanung gestoppt. Für die Pendler:innen der Bundeshauptstadt ist das eine schlechte Nachricht. Den Statista Consumer Insights zufolge nutzt etwa ein Drittel von ihnen das Fahrrad für den täglichen Weg zur Arbeit, Schule oder Universität. Damit hat die Metropole den höchsten Fahrrad-Pendler:innen Anteil Deutschlands, wie der Blick auf die Grafik zeigt. Indes will Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner den Radwege-Baustopp ganz anders verstanden wissen.

"Das ist kein Stopp, sondern eine Prüfung und Priorisierung. Und das ganze Thema wird zu Unrecht aufgebauscht", so der CDU-Politiker gegenüber dem Spiegel. Und weiter: "Im Koalitionsvertrag steht, dass wir deutlich mehr Radwege bauen wollen als die letzte Landesregierung. Was ich nicht will, sind Radwege, mit denen man Autos mutwillig ausbremst."

Wie viel Schutz der Berliner Autoverkehr braucht sei dahin gestellt. Auf 1.000 Berliner:innen kommen laut Statistischem Bundesamt 337 Autos. Damit ist die PKW-Dichte in der Bundeshauptstadt von allen Bundeländern am niedrigsten. Auch in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen gibt es deutlich mehr Fahrzeuge, wie eine weitere Statista-Grafik zeigt. Mathias Brandt
Infografik: Berlin: 1/3 pendelt pedalgetrieben | StatistaInfografik: Berlin hat die mit Abstand niedrigste Pkw-Dichte | Statista

Berlin hat die mit Abstand niedrigste Pkw-Dichte

Auf 1.000 Berliner:innen kommen laut Statistischem Bundesamt (Destatis) 337 Autos. Damit ist die Pkw-Dichte in der Bundeshauptstadt von allen Bundeländern am niedrigsten. Auch in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen gibt es deutlich mehr Fahrzeuge, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. Bundesweit zählen die Statistiker:innen 580 Autos je 1.000 Einwohner:innen. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 lag die Pkw-Dichte bundesweit noch bei 517.

"Ursächlich für den Anstieg der Pkw-Dichte ist, dass die Zahl von in Deutschland zugelassenen Autos im genannten Zeitraum deutlich stärker zugenommen hat als die Bevölkerung", so die Destatis-Pressemitteilung. Dort heißt es außerdem "Die steigenden Zulassungszahlen spiegeln sich auch in der Ausstattung der privaten Haushalte mit Personenkraftwagen wider. Hier ging der Trend in den vergangenen zehn Jahren zum Zweit- oder Drittwagen."


Die verhältnismäßig meisten Autos gibt es im Saarland (658), Rheinland-Pfalz (632) und Bayern (622). Im Europavergleich lag Deutschland 2021 auf dem achten Platz. "Die meisten Autos im Verhältnis zur Bevölkerungszahl gab es Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat zufolge zum Jahreswechsel 2020/2021 in Luxemburg (682), Italien (670) und Polen (664)."