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Hauptbahnhof, Vorplatz
1930 - 1958 - heute
n


 
 






Redaktion Harald Jeschke


Rhein-Ruhr-Express: 400 Millionen Euro für den Ausbau des Knoten Düsseldorf

Bund und Bahn investieren in den sechsgleisigen Ausbau zwischen Düsseldorf-Reisholz und dem Wehrhahn
• Mehr Kapazität im vielbefahrenen Knoten Düsseldorf
• Finanzierungsvereinbarung für wichtigen Abschnitt liegt nun vor

Düsseldorf, 6. Januar 2022 - Der Ausbau des Rhein-Ruhr-Express’ (RRX) hat eine weitere wesentliche Etappe erreicht: Die Finanzierung des Ausbaus zwischen Düsseldorf-Reisholz und dem Wehrhahn ist gesichert. Bund und Deutsche Bahn haben eine entsprechende Vereinbarung über die Investition von 400 Millionen Euro für diesen Streckenabschnitt unterzeichnet. Die Mittel fließen in den sechsgleisigen Ausbau, moderne Stellwerkstechnik, umfangreiche Schallschutzmaßnahmen und einen neuen Bahnsteig am Hauptbahnhof Düsseldorf.

Das Ziel: Reisenden zwischen Köln und Dortmund ein deutlich größeres und zuverlässigeres Angebot auf der Schiene zur Verfügung zu stellen und sie vom Umstieg auf das umweltfreundlichste Verkehrsmittel Bahn zu überzeugen. Mit dem Ausbau wird deutlich mehr Kapazität im viel befahrenen Knoten Düsseldorf geschaffen.  


DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla: „Mehr Platz auf der Schiene und ein größeres, zuverlässigeres Angebot für alle Bahnreisenden – dafür steht der RRX. Düsseldorf ist ein neuralgischer Punkt im Netz Nordrhein-Westfalens. Die Verbesserungen, die wir hier schaffen, spüren Fahrgäste im ganzen Bundesland. Mit dem Ausbau und modernster Stellwerkstechnik schaffen wir zusätzliche Kapazität, um täglich 24.000 Fahrten von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Reisende und Umwelt profitieren.“  

Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr: „Der Rhein-Ruhr-Express ist eines unserer wichtigsten Ausbauprojekte in NRW. Mit modernster Stellwerktechnik und einem neuen Bahnsteig beseitigen wir Kapazitätsengpässe im Fernverkehr und verbessern gleichzeitig das Angebot im Nahverkehr. Mit umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen verbessern wir außerdem die Situation für die Menschen vor Ort. Denn uns ist es wichtig, dass sie beim Ausbau mitgenommen werden. All das sind Maßnahmen, die auf unser großes Ziel, den Deutschlandtakt, einzahlen. So wächst Deutschland Schritt für Schritt zusammen – durch abgestimmte, schnelle und verlässliche Verbindungen im Nah-, Fern- und Güterverkehr."  

Zwischen Düsseldorf-Benrath und Duisburg baut die DB die Infrastruktur für den RRX durchgängig auf sechs Gleise aus. Die Verkehre werden entzerrt: S-Bahn, Fernverkehr und RRX können künftig auf separaten Gleisen verkehren und somit flexibler durch den Verkehrsknoten gesteuert werden. Dafür erneuert die DB auch die Leit- und Sicherungstechnik für das neue Elektronische Stellwerk Düsseldorf. Die moderne Stellwerkstechnik ist Voraussetzung für den Ausbau und erstreckt sich von Leverkusen Chempark bis Düsseldorf-Kalkum.


Der zusätzliche Bahnsteig am Düsseldorfer Hauptbahnhof wird barrierefrei und bietet ausreichend Platz für zusätzliche Reisende, die mit dem Streckenausbau gewonnen werden sollen. Für den Lärmschutz entstehen zwischen Düsseldorf-Reisholz und dem Wehrhahn Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von mehr als zehn Kilometern und einer Höhe von bis zu sechs Metern. Zusätzlich überwachen DB-Expert:innen die Strecke auf einer Länge von 4.400 Metern besonders intensiv.
Bei Bedarf werden die Gleise geschliffen, damit die Züge noch leiser verkehren können. Die Planungen liegen derzeit zur Prüfung beim Eisenbahnbundesamt. Sobald Baurecht vorliegt, kann die DB konkrete Aussagen zum Baubeginn treffen. Weitere Informationen zum Projekt RRX finden Sie unter dem Link: www.rheinruhrexpress.de.

Züge, Zechen, Zootiere: DB und Land verschönern

Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen mit bunter Graffitikunst  
Moderne Streetart setzt einzigartige Akzente an 25 Bahnhöfen
• Ziel: Attraktivere Bahnhöfe und Schutz vor Vandalismus
• Kundenbefragungen zeigen: In bunt gestalteten Unterführungen fühlen sich Reisende deutlich wohler  

Düsseldorf, 27. Dezember 2021 - Graffiti-Künster:innen und Streetart-Kollektive haben im Auftrag der Deutschen Bahn (DB) und des Landes Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr insgesamt 25 Bahnhöfe mit moderner Wandkunst bemalt. Jetzt haben Ina Brandes, Verkehrsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, und Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der DB für das Land NRW, ein erstes positives Fazit gezogen und sich persönlich am Bahnhof Dortmund-Hörde einen Eindruck verschafft.  

Stephan Boleslawsky, Regionalbereichsleiter der DB Station&Service West, Ina Brandes, Verkehrsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der
DB für das Land NRW (v.l.n.r.)  

„Wir wollen mehr Menschen überzeugen, mit der Bahn zu fahren“, so Ina Brandes, Verkehrsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen. „Dazu müssen unsere Bahnhöfe gute Orte sein. Deshalb haben wir mit der Deutschen Bahn dieses schöne Projekt ins Leben gerufen: Mit professioneller Graffiti-Kunst werden Stationen und Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen bunter, lebendiger und attraktiver – das ist zum Beispiel an der S-Bahn-Station Dortmund-Hörde mit der Spray-Malerei der alten Anlage Phoenix-West exzellent gelungen. Das Motiv zeigt die Region und kommt bei Fahrgästen auf dem Weg zum Bahnsteig sicher gut an! Ich freue mich, dass 2022 noch weitere Bahnhöfe von Künstlerinnen und Künstlern verschönert werden“  

Bahnhof Emsdetten (Quelle: DB AG)                      Bahnhof Düsseldorf Eller-Mitte (Quelle: DB AG)
  
Seit Juni 2021 haben Künstlerinnen und Künstler die Bahnhöfe Schritt für Schritt bemalt. Jeder Bahnhof hat seine eigene „Handschrift“ erhalten. Insgesamt waren neun Künstlergruppen im Einsatz. Die Künstlerinnen und Künstler stammen überwiegend aus Nordrhein-Westfalen.   Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der DB für das Land Nordrhein-Westfalen: „Kleine Maßnahmen haben große Wirkungen. In bunten, gut beleuchteten Unterführungen fühlen sich Reisende deutlich wohler. Mit attraktiven Bahnhöfen wollen wir die Menschen vom System Schiene überzeugen. Damit setzen wir einen wichtigen Baustein für die Verkehrswende.“  


Faktenblatt: Diese 25 NRW-Bahnhöfe sind mit Graffitikunst gestaltet worden  

 Bei ihren Gestaltungen haben sich die Künstler:innen auf die Personenunterführungen konzentriert. Denn Kundenbefragungen zeigen: Kreativität mit bunten, hellen Wänden sorgt bei den Reisenden für ein deutlich besseres Bild vom Bahnhof – besonders, wenn sie einen Bezug zum Umfeld haben. So treffen Reisende am Gelsenkirchener Hauptbahnhof auf Tiger, Eisbären und Nashörner aus dem Gelsenkirchener Zoo. An einigen Bahnhöfen haben die Künstler:innen auf die Wände Züge und Symbole aus der Welt der Eisenbahn gemalt.

An der Dortmunder S-Bahn-Station Hörde erinnert der Umriss des ehemaligen Hüttenwerks Phoenix-West an die Stahl-Ära im Ruhrgebiet. Die Flächen waren je nach Bahnhof unterschiedlich groß: Das kleinste Kunstwerk (Dortmund-Möllerbrücke) hat eine Fläche von rund 70 m², das größte Gemälde mit rund 1.000 m² ist kürzlich in Erftstadt fertig geworden. Insgesamt ist eine Fläche von mehr als einem Fußballfeld (7.200 m²) bemalt worden. In den vergangenen Jahren hat die DB einige Stationen in Nordrhein-Westfalen von professionellen Künstler:innen gestalten lassen. Die Kunstwerke bieten auch einen gewissen Schutz vor Vandalen, denn erfahrungsgemäß respektieren Sprayer die Arbeit der Künstler und beschmieren sie nicht. Daher plant die Deutsche Bahn Graffitikunst auch an weiteren Bahnhöfen. Jetzt ist aufgrund von Kälte und Nässe aber zunächst Winterpause. Ab dem Frühjahr nehmen die Künstler:innen ihre Arbeit wieder auf.  

Finanzierung durch das Land Nordrhein-Westfalen  
Die Mittel in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro stammen aus dem „Sonderprogramm kommunale Verkehrsinfrastruktur ÖPNV des Landes Nordrhein-Westfalen“. Mit dem Investitionsprogramm mit einem Volumen von 50 Millionen Euro fördert die Landesregierung die kommunale Infrastruktur im öffentlichen Personennahverkehr. Das Geld gibt es unter anderem für die Modernisierung von Haltestellen, Instandhaltung von Bahnhöfen sowie für Beschleunigungsmaßnahmen im ÖPNV. Mit dem Programm hat das Land einen konjunkturellen Impuls für das Baugewerbe und Handwerk gesetzt.  

 

DB holt in diesem Jahr 3.000 neue Mitarbeitende in NRW an Bord

• Einstellungsziel wieder übertroffen!   
Im zweiten Corona-Jahr mehr Jobzusagen
• DB-Personalvorstand Martin Seiler zieht Bilanz: „Für die Mobilitätswende braucht es engagierte Mitarbeitende“
• DB punktet auf weiter angespanntem Arbeitsmarkt  

Düsseldorf, 21. Dezember 2021 - Mit rund 22.000 Jobzusagen hat die Deutsche Bahn ihre Personaloffensive auch im zweiten Corona-Jahr fortgesetzt und das Einstellungsziel für 2021 übertroffen. Darunter sind 5.000 Nachwuchskräfte – ein Rekord! Allein in Nordrhein-Westfalen hat die DB rund 3.000 neue Kolleg:innen rekrutiert. Mit den massiven Investitionen in Personal und Qualifizierung will die DB den Verkehrsträger Schiene weiter stärken und damit entscheidend zur Mobilitätswende beitragen.  

DB-Personalvorstand Martin Seiler „Wir halten Wort und investieren weiter auf hohem Niveau in Infrastruktur, neue Fahrzeuge, Bahnhöfe – und in Personal!  Denn: für die Mobilitätswende braucht es engagierte Mitarbeitende! 22.000 mal haben wir in diesem Jahr Nägel mit Köpfen gemacht und einen Arbeitsvertrag angeboten. Von der Ingenieurin bis zum Lokführer, die neuen Kolleg:innen begrüßen wir herzlich, diese Vielfalt macht uns stark. Die hohe Einstellungszahl zeigt auch – die DB punktet auf einem angespannten Arbeitsmarkt als attraktive Arbeitgeberin.“  


Die meisten Jobzusagen erteilte die DB in NRW in folgenden Tätigkeitsgruppen  
- Schienen- und Schienenfahrzeuginstandhaltung: rund 440 - Ingenieur:innen: rund 310
- Triebfahrzeugführer:innen: rund 250
- Fahrdienstleiter:innen: rund 160
- IT-Beratung, -Entwicklung und -durchführung: rund 80  

Bei einem virtuellen Pressetermin zog Personalvorstand Martin Seiler heute Bilanz und begrüßte stellvertretend für ihre tausenden Kolleg:innen vier der neuen Mitarbeitenden aus dem ganzen Land. Dabei wurde klar: Der erste richtige Job, Neuanfang in der Corona-Krise, Wunsch nach Sicherheit oder die Suche nach einer sinnstiftenden Tätigkeit – die Bewerbungsgründe waren so vielfältig wie die Menschen selbst:  
Wael Al-Imam (40), der 22.000 Mitarbeiter 2021! Er begann am 6. Dezember seine Funktionsausbildung als Lokführer bei der S-Bahn Berlin. Al Imam kam 2013 aus Syrien nach Deutschland und arbeitete zuletzt als Fachkraft in der Logistikbranche – mit einem befristeten Vertrag, der auslief. „Ich habe erlebt, wie Kollegen gehen mussten. Jetzt kann ich wieder besser schlafen und planen.“ Schon nach der Ankunft in Deutschland war er vom Bahnbetrieb fasziniert. „Aber erst jetzt traue ich mich, mir diesen Lokführer-Traum zu erfüllen.“ „Unbefristet“ – dieses Wort habe bisher noch nie in einem Arbeitsvertrag von ihm gestanden.  

Sarah Charly (28) ist seit dem 1. März bei der DB und seit wenigen Tagen ausgebildete Zugchefin beim Fernverkehr in Hamburg. Als solche führt sie das Service-Team an Bord ihres Zuges ist für die Sicherheit im Zug verantwortlich.  Zuvor hatte sie als Purserin gearbeitet. Während der Corona-Pandemie fand sie bei der DB eine neue berufliche Perspektive. „Ich habe mich gefragt, was wohl als Nächstes kommen würde und mir lieber etwas Sicheres gesucht“. Der Quereinstieg zur Zugchefin gefiel ihr sofort, weil der Beruf abwechslungsreich sei und „wieder etwas mit Reisen“ zu tun habe.  

Ivonne Loyko (45) ist seit Oktober als Bauingenieurin bei der DB Engineering & Consulting GmbH in Stuttgart. Berufsbegleitend absolviert sie zusätzlich eine Funktionsausbildung zur Bauüberwacherin Bahn. Zuvor war sie zwölf Jahre lang für zwei Ingenieurbüros tätig, baute u. A. Universitätsgebäude, Krankenhäuser und Hochregallager. Nun im Bereich Feste Fahrbahn im Einsatz, unterstützt sie beim Infrastrukturausbau, gewährleistet die Sicherheit auf den Baustellen der DB und befasst sich u. A. mit dem Thema Gleisbau. Was sie am neuen Job liebt, ist, dass „wir ein Produkt bauen, das Menschen verbindet“. Außerdem schätzt sie die Arbeit in einem vielfältigen Team. „Ich will auch selbst Vorbild sein und junge Frauen für technische Berufe begeistern.“  


Nicholas Ammann (26) ist seit November Junior Data Analyst bei der DB Netz in Frankfurt und top-ausgebildete Nachwuchskraft: seinen Bachelor und Master absolvierte er an einer renommierten Hochschule und war als Werkstudent bei namhaften Großkonzernen tätig. Als Berufseinsteiger konnte er sich seinen Arbeitgeber aussuchen.
„Die DB bietet mir mit ihren zeitgemäßen Beschäftigungsbedingungen maximale Flexibilität und eine gute Work-Life-Balance, das war mir wichtig.“ Dass er bei der Bahn nun auch zur Verkehrswende beiträgt, war ein weiterer Bewerbungsgrund. Ammann ist im Bereich Instandhaltung tätig, bereitet komplexe Daten auf, um Muster in Störaufkommen zu erkennen. Seine Analysen sollen zu einer Erhöhung der Pünktlichkeit beitragen.

Essen – Krefeld: Bahn investiert über 200.000 Euro in moderne Schieneninfrastruktur

  Arbeiten vom 20. bis 23. Dezember
• DB bündelt verschiedene Infrastrukturmaßnahmen
• Busse statt Bahnen auf den Linien RB 33 und RE 42  

Düsseldorf/Duisburg, 15. Dezember 2021 - Die Deutsche Bahn (DB) bündelt zum Jahresende verschiedene Infrastrukturarbeiten zwischen Essen und Krefeld: In der Zeit von Montag, 20. Dezember, 5:00 Uhr, bis Donnerstag, 23. Dezember, 4:00 Uhr, tauschen die DB-Expert:innen auf dem Streckenabschnitt rund 40 Meter Gleis, erneuern über 50 Schwellen, führen Oberleitungsarbeiten durch und packen sechs Weichen an. Für eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur investiert die DB in diese Arbeiten über 200.000 Euro.

Die Bauarbeiten erfordern eine Streckensperrung zwischen Duisburg Hbf und Krefeld Hbf. Die Züge der Linien RB 33 und RE 42 fallen zwischen Essen Hbf und Krefeld Hbf aus, als Ersatz verkehren Busse zwischen Duisburg Hbf und Krefeld Hbf. Zwischen Essen Hbf und Duisburg Hbf können Fahrgäste die weiterhin verkehrenden Züge der Linien S 1, RE 1, RE 2, RE 6 und RE 11 nutzen.

Die Fahrplanänderungen sind in den Online-Auskunftssystemen der Deutschen Bahn enthalten und werden über Aushänge an den Bahnsteigen bekannt gegeben. Außerdem sind sie unter bauinfos.deutschebahn.com/nrw und über die App „DB Bauarbeiten“ abrufbar.

DB Regio NRW übernimmt S-Bahn Rhein-Ruhr und Ruhr-Sieg-Netz nach Notvergabe ab 1. Februar

Einstellungsoffensive für mehr als 500 neue Kolleg:innen startet 
• Fahrzeuge müssen technisch überprüft und übernommen werden 
• Disposition und Organisation für über 10 Millionen Zugkilometer in nur 6 Wochen 
 
Düsseldorf/Duisburg, 14. Dezember 2021 - DB Regio NRW übernimmt nach dem Aus von Abellio ab 1. Februar 2022 die S-Bahn Rhein-Ruhr und das Ruhr-Sieg-Netz. Über die Notvergabe haben die Aufgabenträger für den Nahverkehr in NRW heute entschieden. DB Regio NRW fährt künftig die S-Bahn-Rhein-Ruhr mit den Linien S2, S3, S9, RB 32, RB 40 und RB 49. Erst 2019 hatte DB Regio NRW das wichtige S-Bahn-Netz im Herzen NRWs an abellio übergeben. Auch für die Ruhr-Sieg-Strecken mit den Linien RE 16 und RB 46 und RB 91 übernimmt DB Regio NRW ab 1. Februar den Betrieb. Bereits 2019 war DB Regio NRW bei der Notvergabe für Keolis/Eurobahn eingesprungen und fährt seitdem auch die Linien S1 und S4.  

„Wir stehen ganz klar zu unserer Verantwortung als Anker und Stabilisator des Regionalverkehrs in NRW“, so DB-Regio NRW-Chef Frederik Ley. „Wir setzen jetzt alle Hebel in Bewegung, um Mitarbeitenden von Abellio möglichst schnell mit einem guten Angebot Sicherheit zu geben und den Verkehr ab 1. Februar bestmöglich auf die Schiene zu bringen. Dafür brauchen wir aber die 100prozentige Kooperation der Abellio-Führung. Jeder Tag zählt!“

Noch vor Weihnachten will DB Regio NRW erste Arbeitsverträge abschließen und Regelungen zum Übergang für die Beschäftigten treffen. Dabei setzt die DB auf reges Interesse der Abellio-Mitarbeitenden. DB Regio NRW wird insgesamt rund 500 neue Kolleg:innen einstellen und schulen. Der gesamte Einstellungsprozess wird sich über die Weihnachtstage und das neue Jahr erstrecken.  

Auch die technischen Voraussetzungen muss DB Regio NRW jetzt auf den Weg bringen. Beispielsweise muss sie die Fahrzeuge für das Ruhr-Sieg-Netz auf Herz und Nieren überprüfen und übernehmen, Fahrplantrassen ummelden und Einsatzpläne für Kolleg:innen schreiben. „Ich bin meinem Team sehr dankbar, mit welchem Engagement sie sich dafür einsetzen, den Betriebsübergang in so kurzer Zeit zu stemmen. Viele Kolleginnen und Kollegen verschieben oder kürzen jetzt dafür ihren Weihnachtsurlaub“, so Ley. „Ich bin sehr stolz auf den Schulterschluss der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner – keiner will die Fahrgäste am Bahnsteig stehen lassen.“ Insgesamt muss das Team von DB Regio NRW in nur sechs Wochen den Verkehr für acht Linien mit über 10 Millionen Zugkilometer neu planen und organisieren. In normalen Ausschreibungsprozessen sind dafür zwei Jahre Zeit vorgesehen. 

 Flutbilanz: Auf 80 Prozent der beschädigten Strecken rollen Ende des Jahres wieder Züge

 • Fahrgäste profitieren zum Fahrplanwechsel von weiteren Verbindungen
• DB setzt Aufbau der Infrastruktur unvermindert fort
• Modernere Technik, Elektrifizierung und klimaresiliente Bauweise im Fokus
 


Duisburg, 10. Dezember 2021 - Die Deutsche Bahn (DB) nimmt fünf Monate nach der schweren Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz weitere Verbindungen in Betrieb. Damit fahren zum Jahresende auf rund 80 Prozent der vom Wasser beschädigten Strecken wieder Züge. Ab dem 12. Dezember läuft der S-Bahn-Verkehr auf der Rhein-Ruhr-Linie zwischen Essen und Wuppertal an. Auch auf dem ersten Abschnitt der Volmetalbahn von Hagen Hauptbahnhof bis Rummenohl sowie auf der Ahrtalbahn zwischen Ahrweiler und Walporzheim können Fahrgäste ab dem Fahrplanwechsel wieder mit der Bahn reisen.

Die DB erreicht so weitere spürbare Verbesserungen für den Schienenverkehr und die Mobilität der Menschen. Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der DB: „Wir haben den Bürgerinnen und Bürgern in den Flutgebieten zugesichert, nach dem Hochwasser so schnell wie möglich wieder Züge fahren zu lassen. Dieses Versprechen haben wir gehalten: In weniger als einem halben Jahr haben unsere Mitarbeitenden und Fachfirmen rund 80 Prozent der zerstörten Strecken so hergestellt, dass Bahnfahren verlässlich möglich ist. Wir bringen damit ein wichtiges Stück Normalität in die Flutregionen zurück.“ 


Auch an den restlichen Strecken arbeitet die DB unter Hochdruck weiter. Vor allem an der Ahrtalbahn, Eifel- und Voreifelstrecke sowie Erft- und Volmetalbahn zwischen Rummenohl und Brügge sind die Zerstörungen so schwer, dass der Aufbau zum Teil noch mehrere Jahre andauern kann. Die Spezialisten müssen hier die gesamte Infrastruktur mit Gleisen, Brücken, Bahnübergängen und Bahnsteigen neu planen und bauen. Auch Oberleitungs- und Signalmasten sowie Stellwerkstechnik sind zu ersetzen.

Parallel laufen an den bereits befahrbaren Strecken letzte Restarbeiten. Beim Wiederaufbau der Infrastruktur steht die DB im engen Austausch mit Bund, Ländern und Gemeinden. Ziel ist es, Möglichkeiten für ein noch höheres Tempo bei der Planung und Umsetzung der Bauarbeiten zu konzipieren. Außerdem stellen die Partner die Weichen für modernere Technik bei Bahnübergängen und Stellwerken, die Elektrifizierung sowie eine klimaresilientere Bauweise bei Brücken und Bahndämmen. Die Flut hatte Mitte Juli vor allem in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz die DB-Infrastruktur in historischem Ausmaß getroffen. Dabei entstanden Schäden von rund 1,3 Milliarden Euro.

Foto und Grafik DB

S-Bahn-Linie 9 (Essen – Wuppertal)
Damit zum 12. Dezember zwischen Essen und Wuppertal wieder die Züge rollen können, waren in den vergangenen Wochen zahlreiche Großmaschinen im Einsatz. Diese reinigten, tauschten und verdichteten den Schotter. Außerdem musste die DB auf einigen Streckenabschnitten die Entwässerung erneuern und spülen. Gleichzeitig haben Fachkräfte die elektrischen Anlagen sowie die Leit- und Sicherungstechnik repariert.

Volmetalbahn
Ebenfalls ab dem 12. Dezember können Reisende wieder von Hagen Hauptbahnhof bis Rummenohl mit dem Zug fahren. Hier führten die Bauteams im Vorfeld umfangreiche Hang- und Böschungsarbeiten aus. Gleichzeitig hat die DB den Oberbau sowie Brücken erneuert. Die Reparaturen zwischen Rummenohl und Brügge dauern aufgrund der großen Schäden noch mindestens bis Ende 2022. Die Strecke bleibt daher zunächst weiter für den Bahnverkehr gesperrt. Für Reisende auf diesem Teilstück steht ein Schienenersatzverkehr zur Verfügung.


Ahrtalbahn
Nach Remagen – Ahrweiler geht zum Fahrplanwechsel der zweite Abschnitt auf der Ahrtalbahn in Betrieb. Die Züge fahren dann auch wieder zwischen Ahrweiler und Walporzheim. Auf der 2,5 Kilometer langen Strecke hat die Deutsche Bahn in den vergangenen Wochen vor allem die Leit- und Sicherungstechnik erneuert und die Bahnhöfe und Bahnsteige instandgesetzt. Ein Beispiel ist die modernisierte Station Ahrweiler-Markt.
Die Züge sind auf der Strecke zunächst eingleisig unterwegs. Die Instandsetzung des zweiten Gleises ist aufwändiger und benötigt mehr Zeit. Im weiteren Verlauf der Ahrtalbahn arbeitet die DB ebenfalls daran, die Folgen der Flutkatastrophe schnellstmöglich zu beseitigen. Unter anderem müssen zwischen Walporzheim und Ahrbrück acht Brücken und nahezu alle Stützbauwerke ersetzt und neue Schienen verlegt werden. Hinzu kommt die Instandsetzung von sieben Bahnübergängen und der zerstörten Stellwerke in Dernau und Kreuzberg.
Das im Bau befindliche Elektronische Stellwerk Ahrtalbahn muss von Grund auf neu konzipiert werden. Parallel laufen erste Planungen für die Rundum-Erneuerung der Eisenbahninfrastruktur und die Elektrifizierung. Konkrete Prognosen zur Wiederinbetriebnahme sind hier derzeit noch nicht möglich.

Ruhr-Sieg-Strecke
Auf der Ruhr-Sieg-Strecke fahren ab dem 20. Dezember wieder Personenzüge. Hier haben Fachkräfte und Spezialunternehmen in den vergangenen Wochen insbesondere das Stellwerk in Hohenlimburg repariert. Zudem musste auch der Oberbau auf der Strecke umfangreich saniert werden.


Eifelstrecke und Voreifelbahn
Auch auf der Eifelstrecke kommt die DB weiter voran: In Rheinland-Pfalz ist die Infrastruktur zwischen Ehrang und Auw an der Kyll planmäßig bis Ende des Jahres wieder hergestellt. Hier fahren dann erste Züge im Probebetrieb, damit der Bahnverkehr für die Reisenden ab Anfang des kommenden Jahres verlässlich rollt. Im Frühjahr 2022 will die DB die Strecke bis Kyllburg auf Vordermann bringen.
Im Sommer folgt der Abschnitt nach Gerolstein, anschließend die Strecke nach Nettersheim. Zwischen Ehrang und Nettersheim erneuert die DB mehr als 20 von der Flut beschädigte Brücken und Stützbauwerke. Knapp 30 Bahnübergänge bedürfen einer umfangreichen Instandsetzung. Zudem muss im Abschnitt Gerolstein – Ehrang die Stellwerkstechnik komplett erneuert werden. Das Gleiche gilt für insgesamt rund 50 Kilometer Gleise und zehn Kilometer Bahndamm.


In Nordrhein-Westfalen hat die DB auf der Voreifelbahn bereits Ende August den Abschnitt zwischen Bonn und Rheinbach in Betrieb genommen. Ab Mitte 2022 können die Züge wieder bis nach Euskirchen durchfahren. Anfang September folgte die Eifelstrecke Hürth-Kalscheuren bis Euskirchen. Bis zum nächsten Frühjahr plant die DB, den Bahnverkehr zwischen Euskirchen und Mechernich aufzunehmen. Dafür sollen noch im Dezember am Bahnhof Satzvey die Bauarbeiten starten. Der Abschnitt bis Kall ist bis zum Sommer 2022 wieder befahrbar; ebenso das Teilstück zwischen Rheinbach und Euskirchen.


Bis Ende 2023 erneuert die DB die Strecke zwischen Kall und Nettersheim. Dafür packen die Fachkräfte allein zwölf Kilometer Gleise, acht Durchlässe und mehrere Brücken an. Ein davon ist die Eisenbahnüberführung Urftfluss bei Sötenich, die komplett neu errichtet werden muss, da die Flut ihre Bögen stark beschädigte. Außerdem baut die DB an vielen Stellen weggespülte Bahndämme wieder auf.

Gleichzeitig wird die Stellwerkstechnik an der Eifelstrecke komplett erneuert. Geilenkirchen - Herzogenrath Reisende zwischen Geilenkirchen und Herzogenrath/Aachen können seit dem 9. November wieder mit dem Zug fahren.
Dies betrifft die Linien RE 1 (RRX Abellio), RE 4 (RRX NationalExpress) und die RB 33 (DB). Die Dauer für die vollständige Wiederherstellung der Bahnübergänge in Rheinland-Pfalz sowie aller Strecken und Bauwerke in Nordrhein-Westfalen können die Fachleute derzeit noch nicht abschließend beziffern. Auch an den wieder in Betrieb gegangenen Strecke gehen die Arbeiten weiter, damit der Bahnverkehr überall so schnell wie möglich wieder ohne Einschränkungen rollt. Bei den Planungen für den Wiederaufbau der Eisenbahninfrastruktur steht die Deutsche Bahn im engen Austausch mit Bund, Ländern und Gemeinden.

 

Neues FlixTrain-Angebot ab 12. Dezember ab Duisburg mit garantiertem Sitzplatz

- Ab 12. Dezember sind insgesamt 27 Ziele ab Duisburg mit FlixTrain erreichbar
- 100% Ökostrom, Sitzplatzgarantie für alle Reisenden und Fahrtzeiten auf ICE-Niveau
- Deutschlandweiter Angebotsausbau für mehr Direktverbindungen
- Nachhaltiges Reisen zu erschwinglichen Preisen: Tickets ab 3 EUR buchbar
Deutschlands erstes privat betriebenes Fernzugnetz ist jetzt noch größer und bietet auch Fahrgästen aus Duisburg weiterhin erschwingliche und komfortable Mobilität auf der Schiene. Insgesamt sind ab 12. Dezember 27 Ziele ab Duisburg mit FlixTrain erreichbar, darunter Berlin, Hamburg und Bremen. Tickets gibt es bereits ab 3 EUR.

Duisburg, 09. Dezember 2021 - Auf allen Verbindungen setzt FlixTrain neue moderne Züge ein und garantiert im Gegensatz zu Mitbewerbern ohne Aufpreis jedem Fahrgast einen Sitzplatz. Außerdem sind die Fahrtzeiten auf vielen Strecken auf ICE-Niveau. Nach Bremen geht es etwa schon in rund zweieinhalb Stunden. FlixTrain lässt keinen Fahrgast stehen: Dank Sitzplatzgarantie bequem ans Ziel Reisende aus Duisburg können ab 12. Dezember mit FlixTrain zu insgesamt 27 Zielen reisen.

Alle FlixTrain-Züge haben ein komplett überarbeitetes Innenleben mit neuen Sitzen, Steckdosen am Platz, modernisierten WCs und Wi-Fi-Technik inklusive kostenfreiem Entertainment-Angebot. Weiterhin garantiert FlixTrain jedem Fahrgast einen Sitzplatz – ohne Aufpreis. Damit setzt das Unternehmen neue Standards beim Zugreisen und steht für erschwingliche, moderne und bequeme Mobilität. Das Beste: Fahrgäste reisen mit gutem Gewissen, da alle FlixTrain-Züge mit 100% Ökostrom betrieben werden.

Umfassendes Hygienekonzept für eine sichere Fahrt während COVID-19
Bereits seit Beginn der Pandemie gelten bei FlixTrain strenge Hygienemaßnahmen, um Fahrgästen sicheres Reisen zu ermöglichen. Die Züge werden nach jeder Fahrt gründlich gereinigt und desinfiziert. Der Check-In geschieht ausschließlich kontaktlos. Außerdem herrscht Maskenpflicht (FFP2 oder OP-Maske) entsprechend der Länderverordnungen. FlixTrain arbeitet eng mit den Behörden zusammen und setzt beschlossene Maßnahmen selbstverständlich um.
Entsprechend wird auch die 3G-Regel umgesetzt und deren Einhaltung stichprobenartig überprüft. Fahrgäste sind dazu verpflichtet, den Nachweis bereits beim Einstieg bei sich zu führen und diesen vorzuzeigen, sobald sie dazu aufgefordert werden. Sollten sich Fahrgäste weigern, werden sie von der Fahrt ausgeschlossen. Eine Übersicht zu den jeweils aktuellen Maßnahmen finden Reisende auf  https://www.flixtrain.de