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Hauptbahnhof, Vorplatz
1930 - 1958 - heute
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Redaktion Harald Jeschke


"Bundesfinanzminister muss liefern!“
Verkehrsminister Dr. Althusmann und Wüst drängen auf Finanzhilfe für Flughäfen

Düsseldorf/Duisburg, 15. Januar 2021 - Die Verkehrsminister der Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben verabredet, sich gemeinsam für ihre Interessen im Verkehrsbereich einzusetzen. Bereits im Jahr 2019 wurden im Rahmen von zwei Verkehrskonsultationen in Münster und Osnabrück Vereinbarungen zum Verkehr getroffen. Die Verkehrskonsultation am 14. Januar 2021 setzt diese Tradition fort. Beide Länder haben sich intensiv über aktuelle Verkehrsthemen ausgetauscht, wobei die Herausforderungen des Klimawandels und der Covid19-Pandemie im Vordergrund standen.

Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann: „Wir haben eine Vielzahl von Verkehrsthemen, die beide Länder gleichermaßen betreffen. Ein für die Zukunft entscheidendes Infrastrukturprojekt ist beispielsweise der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hannover und Bielefeld, bei dem Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen für die Landesebene eng zusammenarbeiten. Das angepasste Lkw-Fahrverbot an den aufeinanderfolgenden folgenden Feiertagen Reformationstag und Allerheiligen hat bereits gezeigt, dass diese Abstimmung sehr gut funktioniert. Ähnlich verhält es sich bei der Sicherstellung der Lieferketten seit Beginn der Pandemie. Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben auch hier das Fahrverbot für Lkw an Sonn- und Feiertagen ausgesetzt, um einen reibungslosen Ablauf bei den Transporten zu gewährleisten.“

Nicht nur im Personen-, auch im Güterverkehr sehen beide Länder großes Potenzial für eine enge Zusammenarbeit. „Saubere Mobilität ist eine Frage der Lebensqualität. Deswegen bringen wir zusammen mit Niedersachsen mehr Güterverkehr von der Straße aufs Wasser“, sagte Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Das ist klimaschonend und noch effizienter, wenn wir Brücken anheben, um Containerschiffe zweilagig zu beladen. Beide Länder treiben eine gemeinsame Strategie für einen modernen Containertransport voran.“
Eines der Themen, welches im besonderen Interesse der beiden Länder liegt, ist die Eisenbahnstrecke Hannover-Bielefeld. Diese Strecke hat eine große Bedeutung sowohl für den Personen- wie auch für den Güterverkehr. Mit dem Ausbau der Strecke, wie er nach dem Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehen ist, werden zusätzliche Kapazitäten geschaffen, die zu Verbesserungen im Personen- und Güterverkehr führen und einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Inlandsflüge zu vermeiden. Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen begrüßen das Vorhaben, für das die Deutsche Bahn nun mit der Planung beginnt.

Beide Minister betonen, dass eine frühe Beteiligung der Öffentlichkeit wichtig ist. Die Anliegen der Bevölkerung müssen rechtzeitig vor der Festlegung eines endgültigen Trassenverlaufs einbezogen werden. Beide Länder begrüßen daher das ergebnisoffene Dialogverfahren, das am heutigen Tag, 14. Januar 2021, startet. Die Bahn ist gegenüber dem Verkehr auf der Straße deutlich klimafreundlicher. Um die ambitionierten Ziele zur Begrenzung des Klimawandels zu erreichen, sind daher auch die kleineren Bahnstrecken in den Fokus zu nehmen. Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen werden durch zahlreiche Bahnstrecken miteinander verbunden.
Einige dieser Strecken sind nicht mehr in Betrieb. Ein weiteres gemeinsames Thema sind daher Verbesserungen und Reaktivierungen von grenzüberschreitenden Bahnstrecken für den Personen- und Güterverkehr. Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sehen in einer flächendeckenden Verfügbarkeit von ausreichenden Kapazitäten auf den Schienenstrecken ein großes Potenzial für mehr nachhaltigen Verkehr. Beide Länder verständigten sich daher auf ein zukünftiges gemeinsames Vorgehen beim Ausbau und der Reaktivierung von grenzüberschreitenden Bahnstrecken.

Dabei soll zwischen den Ländern verstärkt ein regelmäßiger Austausch zur Identifizierung von stillgelegten Strecken für eine Reaktivierung stattfinden. Beide Länder werden sich gegenüber dem Bund dazu mit Nachdruck für möglichst rasche Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Bundesförderung von Streckenreaktivierungen unter besonderer Berücksichtigung der Situation im ländlichen Raum, einer zukunftsgerichteten Siedlungsentwicklung und des Klimaschutzes einsetzen. Beide Länder sind überzeugt, dass die Nachfrage im Bahnverkehr nach der Überwindung der Covid-19-Pandemie wieder deutlich anziehen wird.

Im Zusammenhang mit den verkehrlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie dankten die beiden Länder dem Bund für die Erhöhung der Regionalisierungsmittel im Jahr 2020 um 2,5 Milliarden Euro als Beitrag zum ÖPNV-Rettungsschirm. Auch die Länder hatten hierfür entsprechende Mittel bereitgestellt. Die Minister weisen aber darauf hin, dass auch im Jahr 2021 pandemiebedingte Fahrgastrückgänge und Erlösausfälle im ÖPNV zu erwarten sind. Niedersachsen und NordrheinWestfalen fordern vom Bund, die für das Jahr 2020 erhöhten Regionalisierungsmittel, mit denen die Länder unter anderem Zug-Leistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV), ÖPNV-Investitionen und die Pandemie-Schäden im ÖPNV finanzieren, zu verstetigen.

Ferner tauschten sich die Länder zu den pandemiebedingten Auswirkungen im Flugverkehr aus. Aufgrund des stark zurückgegangenen Flugverkehrs haben die Flughäfen hohe finanzielle Ausfälle zu verzeichnen. Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen begrüßen daher die vom Bund in Aussicht gestellte finanzielle Unterstützung im Rahmen eines Rettungsschirmes für Flughäfen in Höhe von 500 Millionen Euro sehr, trotz der vom Bund zur Grundlage gemachten Bedingung, dass die Länder für jeden Euro Bundeszuschuss jeweils zusätzlich ebenfalls einen Euro bereitstellen. Die Länder haben ihre Bereitschaft zur Kofinanzierung erklärt.

Wüst: „Für unsere Mittelständler ist die dezentrale Flughafen-Struktur ein wichtiger Standortfaktor. Ein einmal geschlossener Flughafen kann später nicht einfach wieder geöffnet werden. Es ist gut, dass sich der Bund in die Pflicht nehmen lässt. Aber der Bundesfinanzminister Olaf Scholz muss jetzt auch liefern. Wir warten seit Wochen darauf, dass es weitergeht.“ Althusmann: „Ohne geöffnete Flughäfen hätte die Versorgung mit medizinischer Ausrüstung und die Rückholung von Reisenden aus dem Ausland zu Beginn der Corona-Krise nicht so schnell umgesetzt werden können. Flughäfen sind für den Wirtschaftsstandort Deutschland systemrelevant – daher müssen wir die Infrastruktur der großen Airports dauerhaft erhalten. Finanzminister Scholz muss die zugesagten Hilfen des Bundes zügig auf den Weg bringen.“

Linie RE 3 Haltausfälle zwischen Gelsenkirchen und Duisburg

Zusatzhalt in Essen vom 10. bis 17. Januar
Eurobahn richtet für die ausfallenden Halte Schienenersatzverkehrein

Düsseldorf, 07. Januar 2021 – Aufgrund von Baumaßnahmen der DB Netz wird die Linie RE 3 zwischen Gelsenkirchen Hbf und Duisburg Hbf mit Zusatzhalt in Essen Hbf vom 10. bis zum 17. Januar umgeleitet. Die Halte Essen-Altenessen und Oberhausen Hbf entfallen. Die Haltausfälle starten am 10. Januar ab 22:45 Uhr und gelten bis zum 15. Januar für einzelne Züge in den Abend- und Nachtstunden.

Am Samstag, 15. und Sonntag 16. Januar gelten die Umleitungen nahezu ganztägig. Für die ausfallenden Halte ist ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die eurobahn verweist Fahrgäste in Fahrtrichtung Düsseldorf für die Weiterfahrt ab Duisburg auf die Linie S 1. Die detaillierten Ersatzfahrpläne stehen allen Reisenden unter https://www.eurobahn.de/baumassnahmen/ zur Verfügung.

Darüber hinaus können sich alle Fahrgäste unter der kostenfreien Servicehotline 00800 387 622 46 informieren.  
Ersatzhaltestellen des RE 3: Gelsenkirchen Hbf - Busbahnhof, Bussteig 11
Essen-Altenessen - Krablerstraße (Nordausgang), Bussteig 6
Oberhausen Hbf - Busbahnhof (ZOB), Bussteig 10
Duisburg Hbf - Ersatzhaltestelle an der Neudorfer Straße

 

 Nordrhein-Westfalen: Mehr Wohnraum für Mitarbeitende der Deutschen Bahn

• Modernisierung der Zusammenarbeit mit Vivawest
• neue Kooperation mit Essener Thelen Gruppe
• Wichtige Etappe bei der bundesweiten Wohnraumoffensive
• Schon rund 6000 Angebote auf DB-Wohnungsbörse

Düsseldorf/Duisburg, 29. Dezember 2020 - Die Deutsche Bahn (DB) erweitert ihr Wohnraumangebot für Mitarbeitende durch zwei neue Kooperationen mit Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen. Dadurch wächst die digitale Wohnungsbörse für DB-Mitarbeitende weiter an. So werden auf dem Online-Portal „DB Wohnen“ jetzt auch alle freiwerdenden Wohneinheiten der Vivawest GmbH, einem der größten Wohnungsanbieter in NRW, angeboten.
Wie zuvor schon schon mit der Vonovia, hat die DB die bisherige Zusammenarbeit mit Vivawest modernisiert und auf eine neue vertragliche Grundlage gestellt. Die neuen Sonderkonditionen für Mitarbeitende der DB umfassen Mietkautionsfreiheit, einfacheren Zugang zu Besichtigungsterminen und bevorzugte Berücksichtigung bei den Wohnungsvergaben.

Aktuell hat die Vivawest rund 120.000 Wohnungen an Rhein und Ruhr im Bestand. DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Ich freue mich, dass die gute langjährige Zusammenarbeit mit der Vivawest eine Verjüngungskur bekommen hat. Sie bildet einen sehr wichtigen Baustein unseres Wohnraumangebots für die Beschäftigten in der Region.“

Eine ganz neue Kooperation ist die DB mit der Essener Thelen Gruppe eingegangen. Die Thelen Gruppe hat aktuell rund 850 Wohnungen im Bestand und entwickelt zusätzlich derzeit drei Großprojekte mit insgesamt über 3500 Wohnungen. Die Wohnungen werden nach Fertigstellung genauso wie die Bestandswohnungen des Immobilienunternehmens zu Sonderkonditionen auf dem DB-internen Wohnungsmarkt angeboten. Martin Seiler: „Wir haben mit der Thelen Gruppe einen neuen Partner für das Thema Mitarbeiterwohnen gefunden, der mit seiner Innovationskraft und seinem Fokus auf langfristige Entwicklung innerstädtischer Lebensräume gut zu uns passt.“

Die DB beschäftigt in Nordrhein-Westfalen derzeit rund 33.000 Mitarbeitende. Die DB-interne Wohnungsbörse ist seit Januar 2020 online und findet großen Zuspruch bei den Mitarbeitenden. Auf der Plattform finden Beschäftigte Wohnraumangebote der Kooperationspartner der DB. Aktuell sind bereits rund 7.000 Anzeigen online. Im November gab mehr als 27.000 Zugriffe.

Ab 28. Dezember soll der Zugverkehr in beiden Richtungen zwischen Essen und Duisburg wieder rollen

Endspurt für die neue Behelfsbrücke

• Kurze zusätzliche Sperrung des S-Bahn-Gleises ab 27. Dezember, 4.00 Uhr zwischen Duisburg Hbf und Mülheim-Styrum  


Düsseldorf/Duisburg, 23. Dezember 2020 - Ab Montag, 28. Dezember 2020, 4.00 Uhr, soll der Zugverkehr zwischen Essen und Duisburg in beiden Richtungen wieder aufgenommen werden. Der Ersatzverkehr mit Bussen auf dieser Strecke wird dann eingestellt. Davor ist neben dem bestehenden Ersatzkonzept noch eine kurze zusätzliche Sperrung des S-Bahn-Gleises zwischen Duisburg und Mülheim-Styrum notwendig: Zwischen dem 27. Dezember, 4.00 Uhr, bis zur Streckenfreigabe am 28. Dezember, 4.00 Uhr, fahren als Ersatz für die Linie S1 Busse.

Die DB hatte diesen Streckenabschnitt nach dem schweren Lkw-Unfall signaltechnisch umgerüstet, um einen eingleisigen Zugverkehr möglich zu machen und eine S-Bahn-Anbindung von Duisburg nach Mülheim-Styrum zu schaffen. Vor der Wiederaufnahme des Regelbetriebs muss diese Signaltechnik wieder zurück gebaut werden.

Nach dem schweren Unfall eines Tank-Lkw auf der Autobahn A 40 direkt unterhalb der Eisenbahnbrücken in Mülheim-Styrum im September stand in den vergangenen Wochen ein Mammutprogramm an: Innerhalb kürzester Zeit hat die DB insgesamt drei Eisenbahnbrücken abgerissen und für die wichtige Eisenbahnverbindung von Essen nach Duisburg die notwendige Hilfsbrücke eingebaut. Der Unfall auf der A 40 hat schwere Schäden verursacht und zu massiven Einschränkungen auf einer der Hauptverkehrsstecken in NRW geführt.

Die Deutsche Bahn bedankt sich bei den Fahrgästen für ihre Geduld und das Verständnis. Der Zugverkehr zwischen Mülheim/Ruhr und Oberhausen wird bis zum Einbau der weiteren Behelfsbrücken weiterhin in beiden Richtungen durch Busse im Schienenersatzverkehr ersetzt.

Joboffensive Bahn: Rund 3.610 Einstellungen in NRW im Corona-Krisenjahr

• Joboffensive Bahn: Personalziel 2020 erreicht
• Digitale Personalgewinnung in der Corona-Krise erfolgreich
• Investition in mehr Personal für eine starke Schiene

Düsseldorf/Duisburg, 03. Dezember 2020 - 25.000 Einstellungen, darunter 4.700 Nachwuchskräfte – die Deutsche Bahn hat im Jahr der Corona-Krise auf Rekordniveau eingestellt und ihr Ziel vorzeitig erreicht. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden rund 3.610 neue Kolleginnen und Kollegen rekrutiert. Das gelang, auch weil der gesamte Rekrutierungsprozess zu Beginn der Pandemie in kürzester Zeit vollständig digitalisiert wurde. Große Berufsgruppen, in denen die Deutsche Bahn 2020 in Nordrhein-Westfalen einstellt und qualifiziert, sind: Triebfahrzeugführer*innen, Schienen- und Schienenfahrzeuginstandhaltung, Zugservice und IT-Expert*innen.

DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Die DB hält trotz der Corona-Krise Wort: Während andere Stellen abbauen, investiert die Bahn mitten in schwierigen Zeiten weiter in Personal genauso wie in Züge oder in Bahnhöfe. Die Mobilitätswende geht nur mit Menschen.“ Um die Eisenbahn weiter zu stärken und auszubauen, wird die DB auch im nächsten Jahr massiv Personal einstellen und ausbilden. Mit der EVG sind im Bündnis für unsere Bahn mindestens 18.000 Jobzusagen verabredet, besonders in eisenbahnspezifischen Fachberufen wie Zugpersonal oder in der Instandhaltung. Bei der Deutschen Bahn gibt es insgesamt rund 500 Berufsbilder, 50 Ausbildungsberufe und 25 duale Studiengänge

A40 nach Lkw-Unfall:Richtungsbezogene Sperrungen der A40 an einem Wochenende

Großbohrer müssen aus der Baustelle gehoben werden
750-Tonnen-Kran im Einsatz
Richtungsbezogene Sperrungen von Freitagabend bis Montagmorgen, 13. bis 16. November

Düsseldorf/Duisburg, 06. November 2020 - Nach dem schweren Unfall eines Tank-Lkw auf der Autobahn A40 direkt unterhalb der Eisenbahnbrücken in Mülheim-Styrum laufen die Arbeiten für den Bau einer Hilfsbrücke zwischen Essen und Duisburg auf Hochtouren. Für den Bau der Widerlager waren auf Brückenhöhe Pfahlbohrungen mit einer Tiefe von bis zu 25 Meter notwendig. Während der Sperrung der Autobahn A40 direkt nach dem schweren Unfall hatte die DB das notwendige Großbohrgerät mit einem 750-Tonnen-Kran auf die Baustelle gehoben. Jetzt müssen die Großbohrer wieder aus der Baustelle gehoben werden. Dafür muss die A40 richtungsbezogen am Wochenende vom 13. bis 16 November gesperrt werden.
Der Eisenbahnverkehr ist nicht betroffen.
A40 Fahrtrichtung Essen: Freitag (13.11.) ab 19 Uhr bis Samstag (14.11.) 23:59 Uhr, Vollsperrung ab Kreuz Kaiserberg. A40 Fahrtrichtung Venlo: Samstag (14.11.) ab frühestens 10 Uhr bis Montag (16.11.) 5 Uhr, Vollsperrung ab Mülheim-Styrum. Die Vollsperrung in Fahrtrichtung Venlo wird abhängig vom Fortgang der Arbeiten auf der A40 Richtung Essen eingerichtet, auf keinen Fall aber vor Samstag, 10 Uhr. Gesperrt wird die A40 in Fahrtrichtung Essen – wie unmittelbar nach dem Brand – ab Kreuz Kaiserberg.
Die Ausfahrt Mülheim an der Ruhr (15) kann aus Richtung Duisburg also nicht erreicht werden. Ebenfalls gesperrt wird die Ausfahrt Kaiserberg: Auch hier ist eine Abfahrt nicht möglich, weil diese Anschlussstelle für eine überproportionale Belastung nicht ausgelegt ist. Wieder geöffnet wird ab Mittwoch (11.11.) die Auffahrt Mülheim in Fahrtrichtung Venlo.
Ab dem 2. Dezember (Eisenbahnstrecke) bzw. ab dem 4. Dezember (A40) ist wie bereits bekannt eine weitere mehrtägige Sperrung notwendig. Die Brücken 2 und 4 müssen abgerissen werden. Gutachter hatten bestätigt, dass die Verkehrssicherheit der Bauwerke nicht mehr gegeben ist und die Brücken für den Eisenbahnverkehr nicht freigegeben werden können. Außerdem wird die Hilfsbrücke für Brücke 3 eingehoben. Die DB will Ende dieses Jahres die Hilfsbrücke einsatzbereit haben. Dann können wesentliche Teile des Personenverkehrs in beiden Richtungen zwischen Essen und Duisburg wieder fahren.

 Es geht los: In NRW nimmt das Sofortprogramm des Bundes Fahrt auf

• An insgesamt 18 NRW-Bahnhöfen starten Arbeiten aus dem Konjunkturpaket des Bundes
• Planung, Ausschreibung und Beauftragung abgeschlossen
• Regionale Handwerksbetriebe profitieren

Düsseldorf/Duisburg, 05. November 2020 - Die Vorbereitungen der Deutschen Bahn (DB) sind abgeschlossen, die Handwerker stehen bereit: An insgesamt 18 Bahnhöfen in NRW beginnen die Modernisierungsarbeiten. Kleinere Verschönerungsmaßnahmen, wichtige Renovierungsarbeiten oder energetische Sanierungen werden durch das Sofortprogramm des Bundes für Handwerksbetriebe finanziert und durch die DB kurzfristig umgesetzt. Während beispielsweise im Recklinghäuser Hauptbahnhof neue Bodenfliesen im Empfangsgebäude verlegt werden, wird das Dach des Siegener Hauptbahnhofs erneuert.
An vielen weiteren Bahnhöfen, wie z.B. in Grevenbroich und Wesel, gibt es neue Farben an Decken und Wänden. Vor allem mittelständische Handwerksunternehmen sind mit den Renovierungsarbeiten beauftragt worden. Somit profitieren Handwerk, Bahnreisende sowie die Eisenbahninfrastruktur gleichermaßen.


„Dank der zusätzlichen Mittel des Bundes werten wir gemeinsam mit dem regionalen Handwerke noch stärker unsere Bahnhöfe auf“, so Stephan Boleslawsky, Leiter des Regionalbereichs West der DB Station&Service AG: „Weil die Mittel kurzfristig einen Impuls in die Wirtschaft geben sollen, haben wir Projekte ausgewählt, die wir ergänzend zu den bereits laufenden Modernisierungen schnell umsetzen können. Das war eine echte Herausforderung für die ganze Mannschaft, innerhalb so kurzer Zeit Planung, Ausschreibung und Beauftragung abzuschließen.“

Mit dem Sofortprogramm setzt der Bund einen kurzfristigen Konjunkturimpuls zur Förderung von Handwerksbetrieben in Deutschland. Hierfür stellt er der Deutschen Bahn bis zu 40 Millionen Euro zur Verfügung, die im Jahr 2020 für Handwerksleistung verwendet werden. Darüber hinaus beteiligt sich die DB mit Eigenmitteln. In NRW werden insgesamt mehr als fünf Millionen Euro investiert. Alle Bauvorhaben sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Reisende und Besucher profitieren von insgesamt 167 attraktiveren Bahnhöfen bundesweit.


Der Krefelder Hauptbahnhof ist einer von 18 Bahnhöfen, die derzeit im Rahmen des Sofortprogramms des Bundes modernisiert werden (Quelle: DB AG)

Der Bahnhof Düsseldorf-Hamm ist künstlerisch umgestaltet worden. (Quelle: DB AG)

 Nach Lkw-Unfall auf der A40: Abriss von zwei weiteren Brücken notwendig

• Brücken 2 und 4 irreparabel beschädigt
• Abrissarbeiten im Dezember
• Hilfsbrücke für Brücke 3 bis Ende des Jahres einsatzbereit
• Weitere Verbesserungen im Eisenbahnverkehr ab Montag

Düsseldorf/Duisburg, 22. Oktober 2020 - Nach dem schweren Unfall eines Tank-LKW auf der Autobahn A40 direkt unterhalb der Eisenbahnbrücken in Mülheim-Styrum müssen nun auch die Brücken 2 und 4 abgerissen werden. Gutachter haben bestätigt, dass die Verkehrssicherheit der Bauwerke nicht mehr gegeben ist und die Brücken für den Eisenbahnverkehr nicht freigegeben werden können. Die Schäden an den Bauwerken sind zu massiv. Eine Reparatur ist aufgrund der Hitzeeinwirkung auf Stahl und Beton nicht möglich – die Materialstruktur ist zerstört.

Für den Abriss der beiden Brücken und den Einbau der Hilfsbrücke für die bereits abgerissene Brücke 3 ist eine Vollsperrung der Autobahn A40 für voraussichtlich 10 Tage ab dem 4. Dezember 2020 notwendig. Die Detailplanungen und die Abstimmung mit Straßen.NRW laufen derzeit. Die DB plant die Arbeiten im Dezember rund um die ohnehin notwendige Sperrpause der Eisenbahnstrecke zwischen Essen und Duisburg vom 2. bis 7. Dezember.
In dieser Zeit laufen die bereits langfristig geplanten Arbeiten für die 2. Ausbaustufe des elektronischen Stellwerks (ESTW) in Duisburg. Auch für die Abrissarbeiten ist eine Vollsperrung des Bahnverkehrs im Brückenbereich notwendig, weil wichtige Signal- und Telekommunikationskabel verlegt werden müssen. Außerdem können die Abbrucharbeiten von Brücke 2 nur bei ruhendem Zugverkehr ausgeführt werden.
Gut voran kommen die Planungen für den Bau der für den Personenverkehr so wichtigen Hilfsbrücke als Ersatz für die bereits abgerissene Brücke 3. Die DB will Ende des Jahres die Hilfsbrücke einsatzbereit haben und so wesentliche Teile des Personenverkehrs in beiden Richtungen zwischen Essen und Duisburg wieder aufnehmen. Insgesamt 4 Hilfsbrücken-Elemente werden nach dem Abriss der Brücken 2 und 4 als Ersatz für Brücke 3 eingebaut.
Die DB hat Abriss- und Aufbauarbeiten bestmöglich eingetaktet, um die Sperrzeit dieser wichtigen Autobahn so gering wie möglich zu halten. Ab dem 23. Oktober starten die Bohr- und Betonarbeiten für die neuen Bohrpfähle. Rund 25 Meter tief und 1.20 Meter im Durchmesser müssen an Widerlagern und Mittelpfeiler neue Gründungen in den Boden getrieben und mit Beton verfüllt werden. Der Mittelpfeiler wird neu aufgebaut – Widerlager und Mittelpfeiler dann mit einer Stahlkonstruktion versehen, auf die dann die Hilfsbrücke montiert wird. Danach müssen noch Schotter, Schwellen und Gleise, die Oberleitung und die Signaltechnik wieder eingebaut werden.

Die Planungen für den Wiederaufbau der Brücken 2 und 4 stehen noch am Anfang. Brücke 2 liegt auf einer Güterzugstrecke. Die Brücke 4 ist für die S-Bahnverkehre der Linie S 3 zwischen Hattingen und Oberhausen sowie die Verkehre der Linie RE 49 von Wuppertal nach Wesel notwendig. Bereits jetzt liegen die Kosten bei einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Im Eisenbahnverkehr wird es ab Montag, 26. Oktober weitere Verbesserungen geben.
DB Regio wird dann die Züge der Linie S 1 von Solingen über Duisburg nach Mülheim Styrum 3 mal in der Stunde im Pendelbetrieb fahren. Dadurch ergibt sich ein 20-minuten Takt. Bislang endeten die Züge in Duisburg Hbf. Eine Durchbindung der S 1 nach Essen Hbf ist aufgrund der Signaltechnik leider nicht möglich. Diese steht erst mit der Inbetriebnahme der 2. Ausbaustufe des ESTW Duisburg zur Verfügung. Deshalb müssen die Fahrgäste in Mülheim-Styrum den Zug wechseln.

Weitere Informationen zum Ersatzkonzept und einen Überblick gibt es hier: https://www.deutschebahn.com/pr-duesseldorf-de/aktuell/presseinformationen/Nach-LKW-Unfall-auf-der-A40-Stand-der-Arbeiten-und-Details-zum-Ersatzkonzept-5646896