'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    2.Kalenderwoche: 18. Januar
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Freitag, 19. Januar 2024

Neue Bahnen sorgen für mehr Kapazitäten bei der DVG  
16 neue Straßenbahnen sind aktuell in Duisburg – viele davon sind bereits auf den Linien 901 und 903 der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) im Einsatz. In diesem Jahr will der Hersteller Alstom weitere 16 neue Straßenbahnen an die DVG liefern. Das ist laut Lieferplan vereinbart. Damit wären zum Ende des Jahres 2024 insgesamt 32 neue Straßenbahnen in Duisburg.  


„Die Ausbildung der Fahrerinnen und Fahrer für die neuen Fahrzeuge läuft weiterhin auf Hochtouren. Die Fahrschule ist jeden Tag auf den Schienen unterwegs“, sagt Axel Prasch, Vorstand Personal und Betrieb bei der DVG. Das führt dazu, dass immer mehr der neuen Fahrzeuge auf den Linien 901 und 903 eingesetzt werden können. „Dadurch ist auch der Fahrplan für unsere Fahrgäste wieder wesentlich zuverlässiger geworden“, sagt Prasch.  


Die neuen Fahrzeuge stehen für mehr Komfort sowie Sicherheit und sind ein weiterer wichtiger Schritt zu einer modernen und zukunftsfähigen Mobilität in Duisburg. Die DVG investiert rund 135 Millionen Euro in ihre neue Niederflur-Flotte.  


Fünf weitere neue Bahnen für die DVG Die DVG hat Ende Oktober 2023 fünf weitere Straßenbahnen für die Linien 901 und 903 bestellt. Damit hat die DVG eine Option aus dem bestehenden Liefervertrag für die neue Flotte Niederflurbahnen gezogen. Ursprünglich umfasste der Auftrag die Auslieferung von 47 Straßenbahnen. Als Ausgleich für die massiven Verzögerungen im Fertigungs- und Auslieferungsprozess liefert der Hersteller Alstom zwei zusätzliche Bahnen. Mit den jetzt weiteren fünf Fahrzeugen umfasst die neue Flotte damit insgesamt 54 Straßenbahnen.  


Neue Bahnen für die Linie U79
DVG und Rheinbahn haben für die gemeinsame Linie U79 neue Hochflurbahnen vom Typ GT6ND bestellt. Das Unternehmen Siemens Mobility hat der Rheinbahn und der DVG mehrfach Verzögerungen bei der Auslieferung der neuen Fahrzeuge mitgeteilt. Laut Vertragsabschluss und Lieferplan sollte das erste Vorserienfahrzeug bereits im Herbst des Jahres 2023 geliefert werden. Nun hat Siemens mitgeteilt, dass sich die Lieferung der beiden Vorserienfahrzeuge um insgesamt 29 Monate verzögern wird. Entsprechend verzögert sich auch die Auslieferung der Serienfahrzeuge.


Siemens begründet den weiteren Verzug vor allem mit notwendigen Anpassungen des Fahrzeugs. Die Rheinbahn und die DVG haben gemeinsam den Hersteller Siemens Mobility in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgefordert, geeignete Gegenmaßnahmen zur Reduzierung der Verzögerungen auf den Weg zu bringen.  


Der Auftrag für die neuen Hochflurbahnen hat ein Gesamtvolumen von 355 Millionen Euro. (Rheinbahn 300 Millionen und DVG 55 Millionen Euro). Die Bestellung umfasst 91 Hochflurfahrzeuge für die Rheinbahn und 18 Fahrzeuge für die DVG.


DVG und Stadt Duisburg erneuern Fahrtreppen an der Haltestelle „König-Heinrich-Platz“

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) und die Stadt Duisburg investieren weiter in die Infrastruktur und erneuern zwei Fahrtreppen an der Bahnhaltestelle „König-Heinrich-Platz“. Die neuen Fahrtreppen, meist als Rolltreppe bezeichnet, stehen für mehr Sicherheit und eine höhere Verfügbarkeit.  


Die modernen Rolltreppen haben eine Signalanlage, LED-Beleuchtung und können in beide Richtungen genutzt werden. Sie haben sogenannte Sanftanläufer, die verhindern, dass die Fahrtreppen ruckartig starten. Zudem verbrauchen sie weniger Energie.  


Die Arbeiten beginnen am Montag, 22. Januar, und dauern bis voraussichtlich Mitte April. Die DVG bittet um Verständnis, dass es während der Bauphase zu Beeinträchtigungen für die Fahrgäste kommen kann. In diesem Zeitraum wird auch der Ein- und Ausgang der Haltestelle „König-Heinrich-Platz“ in Richtung Kuhtor gesperrt. Die Stadt Duisburg investiert rund 750.000 Euro in die Maßnahme, ein Teil davon wird durch Landes- und Bundesmittel gefördert.

Fotos DVG 2023



Minister Oliver Krischer: "Schneefälle sorgen für Dauereinsätze beim Winterdienst"
Straßen.NRW meldet nach erstem Wintereinbruch in diesem Jahr reibungslosen Ablauf des Winterdienstes: 550 Fahrzeuge im Dauereinsatz. Der erste Wintereinbruch in Nordrhein-Westfalen beschert dem Winterdienst von Straßen.NRW einen ersten Dauereinsatz in diesem Jahr. Die 56 Straßenmeistereien sind mit rund 550 Fahrzeugen beinah rund um die Uhr im Einsatz, um die Straßen und Radwege von Schnee und Eis zu befreien. Nach einer ersten Bilanz verliefen die Einsätze bislang reibungslos, größere Unfälle oder Straßensperrungen wurden nicht gemeldet.
Fotos Straßen.NRW

Je nach Lage mussten landesweit 15 bis 45 Zentimeter dicke Schneedecken von den Straßen geräumt werden. NRW-Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer informierte sich am frühen Morgen in der Straßenmeisterei Weilerswist über die Einsatzlage. "Insgesamt melden die Regionalniederlassungen am Morgen keine nennenswerten Verkehrsstörungen. Während es am Niederrhein nur vereinzelt zu leichten Schnellfällen gekommen ist und die Straßenmeistereien dort entsprechend einen normalen Einsatzbetrieb fahren konnten, hatten die Einsatzkräfte im Bergischen Land, Sauerland, in Südwestfalen und in der Eifel mehr zu tun, wo es in den Höhenlagen bis zu 45 Zentimeter und in den Tieflagen bis zu 15 Zentimeter Schnee gab. Auch hier konnten die Fahrbahnen geräumt und mehrfach abgestreut werden", sagt Minister Krischer.


Alle Straßen sind befahrbar. Auch ein Großteil der Radwege wird im Laufe des Tages geräumt werden. Insgesamt gab es nur kleinere Unfälle mit Blechschäden oder querstehende Lkw. Bei den Lastwagen ist oft die fehlende Winterausstattung das Problem. Viele Bürgerinnen und Bürger scheinen die Empfehlungen des Deutschen Wetterdienstes beherzigt zu haben und sind wohl zu Hause geblieben. Gelegentlich kam es zu Problemen an Steigungsstücken mit Lkw wie im oberbergischen Waldbröhl oder in Winterberg, wo bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fielen.


Aber auch die Regionalniederlassungen im Sauerland melden insgesamt einen normalen Wintertag - mit 35 Fahrzeugen und 75 Mitarbeitenden im Winterdiensteinsatz, um 1200 Straßenkilometer frei zu halten. Im Berufsverkehr gab es keine besonderen Vorkommnisse. Gut geräumte Hauptverkehrsachsen sind nicht nur für die Bevölkerung auf dem Weg zur Arbeit, sondern auch für Rettungsdienste auf den Wegen zu ihren Einsätzen, ungemein wichtig. Der Winterdienst von Straßen.NRW ist seit dem 1. November bis Ende März im Einsatz. Unabhängig der aktuellen Wetterlage sind die Salzlager gefüllt und die Winterdienstfahrzeuge mit Schneepflügen sowie Streumaschinen für Salz und Sole ausgerüstet. Insgesamt werden rund 1.200 Straßenwärterinnen und Straßenwärter den Winterdienst auf den weit über 14.000 Kilometern Bundes- und Landesstraßen sowie auf Radwegen meistern.


Dafür sind Mitarbeitende aus landesweit 56 Straßenmeistereien mit bis zu 550 Streu- und Räumfahrzeugen im Schichtbetrieb unterwegs, um Taumittel gegen Frost zu streuen und die Straßen von Schnee und Eis zu räumen. Vor Ort in Weilerswist erklärte Meistereileiter Jürgen Esser dem Minister, wie ein Winterdienstfahrzeug beladen wird, wieviel Streumaterial in ein Fahrzeug reinpasst (5,5 bis 6 Tonnen Salz) und wie mit Kameras am Fahrzeug die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht wird, bevor der Minister mit Straßen.NRW Mitarbeiterin Jasmin Bauerfeind eine Runde im Streuwagen mitfuhr.


"Ich bin beeindruckt von der Fahrzeugbeherrschung, mit der hier der vollbeladene Winterdienst-Lkw durch Straßenverengungen und Kreisverkehre gesteuert wird." Was dieser Einsatz auch gezeigt hat: "Straßenwärter ist nicht nur ein reiner Männerberuf. Ohne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Straßen.NRW im Winterdienst auf den Bundes- und Landstraßen käme der Verkehr in NRW jetzt bei dieser Wetterlage zum Erliegen. Ich bin dankbar für die Arbeit, die die Kolleginnen und Kollegen bei diesen extremen Witterungsbedingungen aktuell im 24-Stunden-Dauereinsatz auf unseren Straßen erledigen", sagte der Minister.


Straßen, die für den überörtlichen Verkehr wichtig sind, werden im Normalfall von 6 bis 22 Uhr geräumt und gestreut. Stark frequentierte Straßen und besondere Gefahrenpunkte wie gefährliche Steigungs- oder Gefällestrecken oder durch Verwehungen gefährdete Abschnitte werden dabei prioritär geräumt. In den 128 Streuguthallen von Straßen.NRW lagern durchschnittlich 80.000 Streusalz. Weitere 20.000 Tonnen Streusalz-Reserven befinden sich in einem Zentrallager, das - bei Bedarf - weitere Streugutmengen zeitnah in alle Ecken des Landes liefern kann. Beim Streuen setzt Straßen.NRW angefeuchtetes Streusalz ein, das sich zu 70 Prozent aus Trockensalz und zu 30 Prozent aus Salzlösung zusammensetzt.


Angefeuchtetes Salz haftet besser an der Fahrbahn und kann exakter dosiert werden als Trockensalz. Es wird nicht so schnell verweht, der Salzverbrauch ist geringer, gleichzeitig bietet Feuchtsalz eine höhere Wirksamkeit als Trockensalz. Um die Einsätze zu planen, nutzt Straßen.NRW die Wettervorhersagen und Prognosen des Deutschen Wetterdienstes. Dort werden Straßenwettervorhersagen für klimatische Regionen in NRW erstellt. Daten hierfür liefern unter anderem rund 270 Straßenwetterstationen in NRW.


Wo und wie oft gestreut und geräumt werden muss, hängt neben der Witterung auch von den Höhenlagen ab. So variieren die jährlichen Einsatztage je nach Region zwischen 40 und 70 Einsatztagen. Eine Garantie oder gar ein Recht auf geräumte und rutschsichere Fahrbahnen gibt es nicht. Im Bundesfernstraßengesetz heißt es dazu: "Die Träger der Straßenbaulast sollen nach besten Kräften [.] die Bundesfernstraßen bei Schnee und Eisglätte räumen und streuen."


Der beste Winterdienst kann also keine "sommerlichen" Straßenverhältnisse schaffen. Straßen.NRW versucht nach besten Kräften, Straßen und Wege für alle Verkehrsteilnehmenden sicher befahrbar zu machen. Trotz intensivem Einsatz kann es im Winter auf den Straßen jederzeit rutschig und gefährlich werden, da Räum- und Streufahrzeuge nicht überall gleichzeitig sein können. Daher werden die Bundes- und Landesstraßen vorrangig geräumt, um Rettungsfahrzeugen ein sicheres Durchkommen zu ermöglichen.  

Am Schneeschieben führt kein Weg vorbei
Wann ist der Griff zu Schaufel und Besen nötig" Wie oft muss geräumt werden" Welche Streumittel sind richtig?
„Endlich Schnee“, freuen sich die einen. „Wieder früher aufstehen und Schnee schaufeln“, murren die anderen. Richtig ist: Winterliche Straßenverhältnisse bringen Fußgänger leicht ins Rutschen. Ein Bein ist schnell gebrochen. Passiert das vor der eigenen Haustür, können Mieter oder Eigentümer eines Hauses eventuell zur Verantwortung gezogen werden. Warum? Das erklärt die HUK-COBURG. 

Bei Eis und Schnee müssen Bürgersteige geräumt werden. Foto: HUK-COBURG


Beide sind im Winter verpflichtet, für einen eisfreien Fußweg zu sorgen. Mieter müssen immer dann zu Schneeschieber und Streumittel greifen, wenn ihnen per Mietvertrag die Räum- und Streupflicht übertragen wurde und das ist eher die Regel als die Ausnahme. Passiert ein Unfall, weil die Winterpflichten nur ungenügend erledigt oder gleich ganz vergessen wurden, kann der Säumige für die Folgen verantwortlich gemacht werden.


Ohne private Haftpflichtversicherung ein teures Vergessen: Neben Behandlungskosten lassen sich vom Geschädigten auch Verdienstausfall oder Schmerzensgeld geltend machen.   Räum- und Streupflicht Wann und wie oft Schneeschieben oder Streuen angesagt sind? Auf diese Frage gibt es keine Auskunft von der Stange: Ausschlaggebend ist immer die jeweilige Satzung, mit der jede Kommune den Winterdienst regelt. Oftmals kann man sich auf den Websites von Städten und Gemeinden schlaumachen.


Ein anderer Weg ist ein Anruf beim örtlichen Bau- oder Ordnungsamt. Hier lässt sich erfragen, in welchem Zeitraum der Griff zum Schneeschieber erforderlich ist und wie breit der freie Gehweg sein muss. Die Häufigkeit des Räumens hängt letztlich von der Witterung und der Verkehrsbedeutung eines Weges ab. Bei extremem Schneefall oder heftiger Glatteisbildung ist gerade auf stark frequentierten Wegen außergewöhnlicher Einsatz gefordert.


Nur wenn Räumen und Streuen witterungsbedingt zwecklos sind, kann man warten, bis beispielsweise der Schneefall nachlässt oder ganz aufhört. Auch müssen Wege meist nicht in ihrer gesamten Breite geräumt werden. In der Regel genügt es, einen Streifen frei zu schaufeln oder auf einer bestimmten Breite zu streuen. Eine Faustregel besagt: Zwei Fußgänger müssen auf dem geräumten Weg aneinander vorbeigehen können. Kommunen können diese Frage aber auch klar in ihrer Satzung regeln. Dort lässt sich auch nachlesen, zu welchen Streumitteln man greifen sollte.


Salz ist oft gar nicht oder nur bei extremer Glätte zugelassen.  Allerdings kann niemand im Winter einen durchgängig eis- oder schneefreien Bürgersteig erwarten. Wer in der kalten Jahreszeit unterwegs ist, muss mit winterlichen Straßenverhältnissen rechnen und sich entsprechend vorsichtig bewegen. Dazu gehört auch das Tragen von Winterschuhen, die ein entsprechend tiefes und rutschfestes Profil haben. 


Warum knirscht der Schnee unter den Füßen?
- Das ist der Grund für geräuschvolle Schritte in der kalten Jahreszeit:
Schnee, ein Schalldämpfer, der Geräusche macht Struktur der gefallenen Eiskristalle verändert sich Brechen der Kristalle durch Druck erzeugt Töne Temperatur hat Einfluss auf die Lautstärke

In einigen Regionen hat es ordentlich geschneit, auch dort, wo „Schnee“ eher ein Fremdwort ist. Wer jetzt durch die perfekte Winterlandschaft oder realistischerweise zu Fuß zur Arbeit geht, stellt eines fest: Die Schneedecke knirscht bei jedem Schritt unter den Füßen. Doch woher kommt dieses typische Schneegeräusch? 


Schnee besteht zu 90 Prozent aus Luft und ist aufgrund seiner geringen Dichte eigentlich ein perfekter Schalldämpfer. Dennoch entstehen beim Betreten der Schneedecke knirschende Trittgeräusche.  

„Wenn Schnee gefallen ist, verändern seine Eiskristalle nach einiger Zeit ihre Struktur. Je länger der Schnee am Boden liegt, desto mehr verbinden sich die stern-, säulen- oder nadelförmigen Kristalle zu einem festen Netzwerk.  

Tritt man nun auf den Schnee, brechen die Kristallverbindungen. Ein einzelner Bruch wäre für unsere Ohren zu leise. Da aber bei jedem Schritt Millionen dieser Verbindungen gleichzeitig brechen, entsteht das typische Knirschen beim Gehen im Schnee“, erklärt Wetterexperte Niklas Weise von WetterOnline. 


Je kälter, desto lauter knirscht der Schnee 

Neben dem Alter beeinflusst auch die Temperatur des Schnees die Lautstärke des Knirschens. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sind die Eiskristalle flexibel und können sich trotz des Drucks unserer Füße verformen. Ab etwa minus 7 Grad werden die Kristalle jedoch spröde und können abrupt brechen.  

Je kälter es ist, desto lauter knirscht es beim Betreten der Schneedecke. Taut der Schnee, lassen sich die Kristalle durch das Schmelzwasser wieder leicht gegeneinander verschieben. Das Knirschen wird leiser, bis der Schnee ganz geschmolzen ist.

Sobald im Winter die weiße Pracht gefallen ist, geht es los: Jeder Schritt über den Schnee knirscht hörbar. Das liegt an der mikroskopischen Struktur der Schneeflocken. Quelle: Shutterstock


Empfang zum Deutsch-Französischen Tag - Auftakt der Französischen Woche in Duisburg
Seit über 60 Jahren unterhalten Deutschland und Frankreich eine sehr enge Beziehung. Die beiden Länder haben es verstanden, ihre Konflikte der Vergangenheit in eine treibende Kraft für den Frieden in Europa zu verwandeln. Diese guten Beziehungen sind durch Vielfalt gekennzeichnet und im Alltagsleben beider Völker fest verankert. Dies wurde am 22. Januar 2019 mit der Unterzeichnung des neuen Deutsch-Französischen Vertrags zur Kooperation und Integration, des Aachener Vertrages, als Fortsetzung des Elysée-Vertrages, bestätigt.


Auch Duisburgs Beziehungen nach Frankreich besitzen in diesem Jahr einen besonderen Stellenwert: So wird die 1964 zwischen den Städten Duisburg und Calais besiegelte Städtepartnerschaft sechzig Jahre alt, was in vielfältigen Veranstaltungen zum Ausdruck kommen wird. Der Deutsch-Französische Tag erinnert an die Unterzeichnung des ersten Elysée-Vertrages im Jahre 1963 und steht in enger Verbindung zur Französischen Woche, die am 26. Januar im Rahmen eines Empfangs im Duisburger Rathaus durch Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn in Vertretung des Oberbürgermeisters und in Anwesenheit des französischen Generalkonsuls in Düsseldorf, Dr. Etienne Sur, feierlich eröffnet wird.


Stadtgeschichte donnerstags: Die „Menage Neumühl“, das Gleisdreieck und der Schwiesenkamp. Bemerkungen zur Obdachlosenpolitik im rechtsrheinischen Duisburg von 1920 bis 1980
Das Stadtarchiv Duisburg lädt in Kooperation mit der Mercator-Gesellschaft alle Geschichtsinteressierten am Donnerstag, 25. Januar, um 18.15 Uhr in die DenkStätte im Stadtarchiv, Karmelplatz 5, zu einem Vortrag von Dr. Michael Kanther, stellvertretender Leiter des Stadtarchivs Duisburg, ein. Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg brachte den Städten und Gemeinden neue Herausforderungen, insbesondere im Umgang mit obdachlosen Menschen. Wirtschaftskrisen, Wohnungsverluste aus verschiedenen Gründen und die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs führten zu einer drängenden Notwendigkeit für "Polizeiobdach" und provisorische Unterkünfte.


Dr. Kanther wird in seinem Vortrag besonders auf die Zeit der Weltwirtschaftskrise von 1930 bis 1933 eingehen, die vielen Familien ihre Mietwohnungen kostete, sowie auf die Herausforderungen in den 1950er und 1960er Jahren, als das "Wirtschaftswunder" nicht allein positive Veränderungen brachte. Der Blick richtet sich auf Duisburg und zeigt, wie die Stadtverwaltung und die Politik auf die Obdachlosenfrage reagierten. Im Mittelpunkt stehen dabei drei bedeutende Obdachlosenunterkünfte, von denen die letzte erst im Jahr 1980 verschwand. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Obdachlosenunterkunft am Gleisdreieck in Neumühl 1980 (c) Stadtarchiv Duisburg



Ticket-Sonderkontrolle: 173 Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein  

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) geht weiter gegen das Fahren ohne Ticket in ihren Bussen und Bahnen vor. Zusätzlich zu den täglich stattfindenden Überprüfungen setzt die DVG gemeinsam mit der Polizei Duisburg auf Schwerpunktkontrollen. Dabei werden über mehrere Stunden konsequent alle Fahrgäste daraufhin überprüft, ob sie mit einem gültigen Ticket unterwegs sind.  


Eine solche mehrstündige Kontrolle fand am Mittwoch, 17. Januar, an der Haltestelle „Auf dem Damm“ in Duisburg-Meiderich statt. Das Prüfpersonal der DVG kontrollierte insgesamt 7.262 Fahrgäste.   Das Ergebnis: 173 Fahrgäste wurden ohne gültiges Ticket angetroffen.  


Werden „Knöllchen“ teurer? EuGH: Kontrollgebühren im privaten Parkraummanagement unterliegen der Umsatzsteuer
Wer auf privat bewirtschafteten Parkplätzen sein Fahrzeug abstellt, muss künftig mit höheren Vertragsstrafen bei Parkverstößen rechnen. Was steckt dahinter? Parkraum ist ein begehrtes Gut. So stieg die Anzahl der zugelassenen Pkw in Deutschland von 2008 bis 2023 nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes um über 20 Prozent auf 48,8 Millionen Fahrzeuge. Vor allem in Innenstadtlagen konkurrieren Pendler, Anwohner und Ladenbesucher häufig um knappe Parkkapazitäten.


Einkaufszentren, Supermärkte, Krankenhäuser und Gewerbebetriebe entscheiden sich daher immer häufiger für eine private Parkraumbewirtschaftung und ein ausgelagertes Parking Enforcement, um ihren begrenzten Parkraum gegen Fremd- und Langzeitparker zu verteidigen. Der Europäische Gerichtshof verkündete mit Urteil vom 20. Januar 2022, dass im privaten Parkraummanagement die Erhebung von Kontrollgebühren bei einem Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen des Parkplatzes eine Dienstleistung darstellt und damit umsatzsteuerpflichtig ist.


Das Bundesministerium der Finanzen teilte bezugnehmend auf das Urteil des EuGH mit Schreiben vom 15. Dezember 2023 mit, den Umsatzsteuer-Anwendungserlass (UstAE) vom 1. Oktober 2010 entsprechend zu ergänzen. Was bedeutet das für Autofahrer? „Viele private Parkraumbewirtschafter werden ihre Vertragsstrafen für Parkverstöße erhöhen“, vermutet Marko Guljelmovic, Geschäftsführer der ParkRaum-Management PRM GmbH.

„Wir sind seit 16. Dezember 2023 in Folge des Urteils dabei, Anpassungen bei unseren Vertragsstrafen vorzunehmen.“ Guljelmovic empfiehlt allen Autofahrern: „Wer bisher einen privat bewirtschafteten Parkplatz gewohnheitsmäßig nutzte, sollte vor der Einfahrt auf die Parkfläche bei der gesetzlich vorgeschriebenen Beschilderung darauf achten, ob sich an den Konditionen bei Parkverstößen etwas änderte.“      

PRM wurde 2011 in Erlangen gegründet. Zu den Kunden zählen Unternehmen der Immobilienwirtschaft, Supermärkte, Kliniken, Freizeit- und Tourismusstandorte sowie Städte und Gemeinden. PRM betreut und bewirtschaftet über 300 Parkflächen und Parkhäuser mit über 100 digitalen Systemen, darunter über 200 Parkflächen mit Kennzeichenscanner.


RVR fördert Kulturprojekte im Ruhrgebiet mit knapp 135.000 Euro
Der Regionalverband Ruhr (RVR) unterstützt auch 2024 wieder ausgewählte Kulturprojekte in der Metropole Ruhr. Für die Regionale Kulturförderung sind für dieses Jahr insgesamt 135.000 Euro vorgesehen. Über die Verteilung der Fördermittel entschied der RVR-Ausschuss für Kultur, Sport und Vielfalt in seiner letzten Sitzung. Genau 134.922 Euro vergab der Ausschuss an 16 Kultur-Events. Die höchsten Einzelförderungen beliefen sich auf je 10.000 Euro.


Unter den Förderprojekten sind zahlreiche, meist städteübergreifende Festivals. So werden u.a. das Festival Blaues Rauschen (28. Mai bis 8. Juni), das New Colours Festival (12. bis 15. September), das 32. Blicke Filmfestival des Ruhrgebiets (November), FULL SPIN 7 - internationales Physical Theatre Festival (7. bis 14. September) und das Kreisch-Festival (Juni bis September) mit je 10.000 Euro gefördert. Auch die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen erhalten 7.000 Euro Unterstützung für ihren Kinder- und Jugendfilmwettbewerb.


Das Literaturfestival Mord am Hellweg XI wird mit 9.000 Euro gefördert. Auch neue Ideen und Formate profitieren von der Regionalen Kulturförderung. So wird der Verein Labor 519 mit 6.000 Euro dabei unterstützt, sein Programm "Zu Tage - Musik und Tanz an klingenden Orten" in Dortmund, Waltrop und Duisburg umzusetzen. Geplant ist ein jeweils fünfstündiges Programm aus Klanginstallationen, Rahmenprogramm, Workshops und Performances.


Das hybride Live-Film-Theater-Projekt "HYPERFORMANCE" des Theater im Depot Dortmund und des Rabbit Hole Theaters Essen erhält 10.000 Euro. Bei dem Stück zelebrieren vier Schauspielerinnen und Schauspieler eine multimediale Performance der Lebensfreude und des Rauschs, wobei Livecams Blicke in den Backstage, hinter die sprichwörtliche Fassade gewähren. idr
Infos zu Förderbedingungen: https://www.kulturfoerderung.rvr.ruhr


DU-Kalender 2024:
Street Food & Music Festival in Duisburg: Ein Gaumen- und Ohrenschmaus für die Sinne   
Ein Wochenende voller kulinarischer Köstlichkeiten und mitreißender Musik soll vom 12. – 14. April die Königstraße in Duisburg zum Hotspot für Feinschmecker und Musikliebhaber werden lassen. Das Street Food & Music Festival, das bereits im vergangenen Jahr tausende Besucher begeisterte, verspricht erneut ein Fest der Sinne zu werden.   


Die von Freitag bis Sonntag persönlich ausgewählten 25 Food Trucks stellen zweifellos das größte Highlight des Festivals dar. Hier werden die Geschmacksknospen auf eine Weltreise geschickt, denn die kulinarischen Angebote repräsentieren die Vielfalt der globalen Küche. Von exotischen Speisen bis zu klassischen Leckerbissen ist für jeden Geschmack etwas dabei.

"Wir haben die besten Food-Trucks aus der Region und darüber hinaus eingeladen, um sicherzustellen, dass unsere Besucher eine unvergessliche kulinarische Erfahrung genießen können", sagt Festivalorganisator Cedric Ostermann.  Aber das Street Food & Music Festival hat noch viel mehr zu bieten. Auf der eigens errichteten Bühne erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm, das die Herzen aller Musikliebhaber höherschlagen lässt.


Von Live-Musik über talentierte DJs bis hin zu verschiedenen Bands wird die Bühne mit einer Vielzahl von Klängen gefüllt sein. "Musik verbindet Menschen und schafft eine einzigartige Atmosphäre. Wir freuen uns darauf, mit großartigen Künstlern und Bands aufzutreten, die die Stimmung auf dem Festivalgelände zum Kochen bringen werden", sagt Steffen Denter. Der Eintritt zum Street Food & Music Festival in Duisburg ist kostenlos!

"Uns ist es wichtig, dass dieses Festival für alle zugänglich ist. Wir möchten, dass die Menschen zusammenkommen, Spaß haben und neue kulinarische Abenteuer erleben können", betont Cedric Ostermann. Lokale Partner und Unternehmen, die sich am Festival beteiligen möchten, sind herzlich eingeladen, sich bei den Organisatoren zu melden. Für weitere Informationen und Anfragen wenden Sie sich bitte an kontakt@just-festivals.de


Konzert- und Kulturkalender für die Hamborner Friedenskirche erschienen
Neben Gottesdiensten gibt es in der Hamborner Friedenskirche in diesem Jahr so viele Konzerte und kulturelle Vorträge, dass die evangelische Gemeinde wieder eine Programmübersicht herausgebracht hat, die gedruckt in dem Gotteshaus an der Duisburger Straße 174 zu finden ist, gerne aber auch kostenfrei per Post zugeschickt wird (Mail: martina.will@ekir.de).   

Für jeden Monat des ersten Halbjahrs wird man in dem Faltblatt fündig: Am 21. Februar um 18 Uhr steht der Vortrag „Maria, Geschichte eines kurischen Reisekahns“ an: Martina Will, engagiertes Mitglied der evangelischen Kirchengemeinde Hamborn und gelernte Kunstlehrerin, spricht über den Duisburger Schiffbauingenieur Werner Jäger, der eines der letzten Exemplare dieses Schiffstyps, auf dem der Eignerfamilie 1945 die Flucht aus Ostpreussen gelang, untersuchte.


Martina Will gab nach Werner Jägers Tod aus diesem Material ein Buch heraus. In diese bezog sie nicht nur die Bauzeichnungen, sondern auch noch vorhandene Schiffstagebücher ein, so dass ein lebendiges Bild aus dem Leben einer Schifferfamilie aus der Zeit vor nahezu 100 Jahren entstand.   Am 20. März folgt ein Vortrag zu Marc Chagall, am Karfreitag „Musik und Lyrik zur Sterbestunde Jesu“.  


Einen Monat später, am 21. April geht es mit Pianistin und Komponistin Karin Becker auf eine spannende Zeitreise durch die Welt komponierender Frauen: Vom Barock bis in die Gegenwart spannt sich der Bogen. Ihr folgt am 28. April der beliebte Frühlingsmarkt rund um die und in der Friedenskirche und am 5. Mai ein Konzert mit „Tango & Klezmer“ mit Klarinettistin Gloria Gängel (Essen) und Akkordeonist Simon Herwig (Köln).  

 

Friedenskirche, Duisburger Str. 174 (Foto: Tanja Pickartz)

 

 



Zehn Tage später gibt es unter dem Titel „Vom Traum zum Park“ eine Talkrunde bei kühlen Getränken mit Mitgliedern der Bürgerinitiative, die sich als erste für den Erhalt der Meidericher Eisenhütte einsetzte, dem Kernstück des Landschaftsparks Nord, der in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag feiert. Weiter geht es am 5. Juni mit einem Bild-Vortrag zum kaufmännischen Leben jüdischer Händler rund um den Hamborner Altmarkt und der Jägerstraße.   


Am 9. Juni öffnet die Friedenskirche zum beliebten Format Orgelcafé: Diesmal trifft Posaune au Orgel. Letzte Juni-Veranstaltung ist am 23. der Liederabend mit Mautone und Band. Mit dem 10. Juli beginnt dann die diesjährige Reihe der „Sommerlichen Orgelkonzerte“ mit insgesamt sechs Veranstaltungen in Folge, immer mittwochs um 19.30 Uhr mit anschließendem Umtrunk im Kirchgarten.   

Alle Veranstaltungen finden statt in der Friedenskirche Duisburg-Hamborn, Duisburger Str. 174, 47166 Duisburg (Haltestelle 903 – Feuerwache). Mehr Infos zur Gemeinde gibt es unter www.friedenskirche-hamborn.de.      



Kraft schöpfen und Konzentration auf das Wesentliche Taizégottesdienst in Meiderich

Am Sonntag, 21. Januar 2024 feiert die evangelische Gemeinde Duisburg Meiderich um 18 Uhr im Gemeindezentrum, Auf dem Damm 8, einen festlichen Taizé-Gottesdienst. Wichtiger Bestandteil sind die besondere Lichtatmosphäre und die Taizé-Melodien, die erklingen werden. Dazu haben Sängerinnen und Sänger des Meidericher Gemeindechores harmonische, mehrstimmige Gesänge aus Taizé eingeübt und laden ein, sich auf die meditativen Taizé-Lieder einzulassen und so den Weg in die Stille zu gehen.


In der „Communité de Taizé“, gegründet 1940 von Frère Roger in Taizé / Burgund, haben Nächstenliebe und Versöhnung eine wichtige Bedeutung. Die Einfachheit und die Konzentration auf das Wesentliche sind bedeutsam für diese Gottesdienste. Nicht zuletzt durch die einfachen Gesänge, die mit wenigen Worten auskommen und sich wiederholen, wurde die Gemeinschaft von Taizé weltweit bekannt und verfügt bis heute über eine große Ausstrahlungskraft in der gesamten Christenheit.


Die meditativen Gesänge von Taizé laden dazu ein, zur Ruhe zu kommen und bei Gesang, Gebet, Stille und persönlichem Nachdenken sich der Gegenwart Gottes im eigenen Leben zu öffnen und neu Kraft zu schöpfen. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de.  

Taizé-Nacht in Duisburg - damals in Neudorf - vom Februar 2020 (Foto: Andreas Reinsch).


Noch Karten für den Gemeindekarneval mit Pfarrer in der Bütt 
Beim Gemeindekarneval am Vogelsangplatz 1 gibt es kein Pardon, da wollen und müssen alle ran, und auch der Pfarrer steigt immer in die Bütt. Wie in jedem Jahr sind auch diesmal die Karten für die närrischen Stunden in Duisburg Wanheimerort schnell weg. Wer jetzt noch welche haben will, sollte 9,99 Euro einplanen und vorab am Vogelsangplatz (Tel.: 0203 / 77 01 34) oder bei Pfarrer Muthmann (0203 / 72 23 83) bestellt werden. 


Karnevalsfans mit Tickets können sich dann jetzt auf ein buntes Fest am 1.2.2024 um 14.44 Uhr freuen: Ein Team der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg hat ein volles und tolles Programm zusammengestellt, bei dem Prinz Matthias I. mit Gefolge und das Kinderprinzenpaar Leonardo und Milena für Stimmung sorgen werden. Das tun auch mehrere Tanzgruppen, die Theatergruppe, die einen Sketch aufführt, Küster Frank Rohde der Karnevalshits spielt und zum Schunkeln einlädt und nicht zuletzt Pfarrer Jürgen Muthmann mit seiner Büttenrede.


Einlass ist ab 14 Uhr, das Programm beginnt mit dem Kindergarten Vogelsangplatz. Danach können sich die Gäste schon mit Berlinern, Kaffee und diversen anderen Getränken stärken. Übrigens: Wer ohne Verkleidung kommt und eine Karte hat, darf auch rein, mit Kostüm wäre aber schöner, findet Pfarrer Muthmann.  Infos zur Rheingemeinde gibt es im Netz unter www.gemeinde-wanheim.de und www.wanheimerort.ekir.de.




Baugenehmigungen für Wohnungen im November 2023: -16,9 % gegenüber Vorjahresmonat
• Zahl genehmigter Wohnungen von Januar bis November 2023 um 25,9 % geringer als im Vorjahreszeitraum
• Baugenehmigungen im Neubau von Januar bis November 2023: -38,6 % bei Einfamilienhäusern, -49,2 % bei Zweifamilienhäusern, -23,8 % bei Mehrfamilienhäusern

 Im November 2023 wurde in Deutschland der Bau von 20 200 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis teilweise geschätzter Ergebnisse mitteilt, waren das 16,9 % oder 4 100 Baugenehmigungen weniger als im November 2022. Von Januar bis November 2023 sank die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25,9 % oder 83 200 auf 238 500 genehmigte Wohnungen. In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.



Mehr als ein Drittel der Studienanfängerinnen und -anfänger im MINT-Bereich sind Frauen
• Höchststand: Gut 35 % der MINT-Studienanfängerinnen und -anfänger im 1. Fachsemester waren 2022 Frauen
• Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in MINT-Fächern leicht zurückgegangen
• Anzahl der Auszubildenden zum Fachinformatiker oder zur Fachinformatikerin binnen zehn Jahren um 70 % gestiegen

Ob IT-Expertinnen oder Ingenieure – Fachkräfte in den so genannten MINT-Berufsgruppen werden gesucht. Trotz der guten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt entscheiden sich Frauen nach wie vor seltener für ein Studium in einem MINT-Fach als Männer.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist der Frauenanteil unter den Studienanfängerinnen und Studienanfängern im 1. Fachsemester im MINT-Bereich allerdings gestiegen: Während er 2002 noch bei 31 % lag, betrug er 2022 bereits 35 %.



Was ändert sich in 2024 noch? STEUER & CO. Stand 17.01.2024
Zum Jahreswechsel treten in vielen Bereichen gesetzliche Neuregelungen in Kraft. Die Statista-Grafik zeigt eine Auswahl von Änderungen, die viele Menschen betreffen. So wird das rosafarbene Papier-Rezept durch ein elektronisches abgelöst. Gesetzlich Versicherte erhalten verschreibungspflichtige Arzneimittel künftig nur noch per E-Rezept. Sie können es mit ihrer elektronischen Gesundheitskarte (eGK), per App oder durch einen Papierausdruck einlösen. Der CO2-Preis für Benzin, Heizöl und Gas steigt auf 45 Euro pro Tonne.


Es bleibt bei der Entlastung durch den Wegfall der EEG-Umlage für Stromkundinnen und -kunden. Wer auf Sozialhilfe oder Bürgergeld angewiesen ist, bekommt ab Januar 2024 mehr Geld. Alleinstehende Erwachsene erhalten 563 Euro im Monat – 61 Euro mehr als bisher. Neu im Getränkemarkt: Die in Einwegkunststoffflaschen gefüllte Milch sowie Milchmischgetränke mit einem Milchabteil von mindestens 50 Prozent und sonstige trinkbare Milcherzeugnisse unterliegt ab jetzt der gesetzlichen Pfandpflicht. Neben normaler Milch betrifft das zum Beispiel auch Kakao, Kaffeegetränke, Kefir oder Joghurt.


Zudem wird der Grundfreibetrag in der Einkommensteuer ab 2024 um weitere 696 Euro auf 11.604 Euro angehoben. Mit dem Inflationsausgleichsgesetz wird für rund 48 Millionen Bürgerinnen und Bürger die Steuerlast an die Inflation angepasst. Damit werden Mehrbelastungen abgefedert. Neues auch beim Thema Krankenversicherung: Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung beläuft sich auf jährlich 69.300 Euro beziehungsweise monatlich 5.775 Euro (2023: 66.600 Euro oder 5.550 Euro im Monat).


Die Versicherungspflichtgrenze bezeichnet den Einkommenshöchstbetrag, bis zu dem Beschäftigte gesetzlich krankenversichert sein müssen. Wer über diesen Betrag hinaus verdient, kann sich privat krankenversichern lassen. Der Mindestlohn wird zudem auf 12,41 Euro angehoben. Da der Mindestlohn steigt, hebt der Gesetzgeber auch die Obergrenze für Minijobber an. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Minijobber ihre Arbeitszeit nicht kürzen müssen, sondern dauerhaft bis zu zehn Stunden in der Woche arbeiten können. Matthias Janson
Infografik: Was ändert sich in 2024? | Statista

Welche Samsunggeräte nutzen die Deutschen?  17.01.2024
Samsung stellte am 17. Januar 2024 beim Galaxy Unpacked-Event neue Produkte vorstellen. Es wird damit gerechnet, dass der Tech-Konzern unter anderem sein neues Galaxy-S24-Smartphone und die „Galaxy AI“ zeigen wird. Die Veranstaltung ist zufällig mit dem Tag zusammengefallen, an dem bekannt wurde, dass Apple laut IDC im vergangenen Jahr erstmals der weltgrößte Hersteller von Smartphones gewesen ist. Indes hat Samsung hierzulande noch die Nase vorn.


35 Prozent von rund 6.000 für die Statista Consumer Insights in Deutschland befragten Menschen gaben an, dass sie ein Smartphone des südkoreanischen Unternehmens nutzen. Apples iPhone liegt mit 33 Prozent knapp dahinter. Dagegen ist Samsung bei Fernsehern die unangefochtene Nummer 1 - 31 Prozent der Befragten haben ein TV-Gerät des Herstellers im Haushalt. Wie Samsung Deutschland darüber hinaus ist, zeigt die Statista-Grafik. Darin sind auch Geräte abgebildet, die Konkurrent Apple nicht im Angebot hat. Zumindest ist belang nichts darüber bekannt, dass die Kalifornier Waschmaschinen oder Kühlschränke verkaufet oder verkaufen wollen. Mathias Brandt
Infografik: Welche Samsunggeräte nutzen die Deutschen? | Statista

NVIDIA dank KI-Boom erstmals in Halbleiter-Top-5
2023 belief sich der Wert des globalen Halbleitermarkts laut Analysen von Gartner auf 533 Milliarden US-Dollar, was einen Rückgang um knapp elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Kaum ein Chiphersteller konnte sein Geschäftsergebnis im Jahresvergleich verbessern – mit einer deutlichen Ausnahme. NVIDIA, bislang am ehesten bei Videospieler:innen für seine Grafikkarten bekannt, erreichte dieses Jahr mit einem Umsatzplus von knapp 56 Prozent das erste Mal die Top 5 der Firmen mit den höchsten Jahresumsätzen im Halbleitersegment.


Dies lässt sich auf den KI-Boom des vergangenen Jahres zurückführen, vorangetrieben durch den Erfolg des OpenAI-Produkts ChatGPT und die dadurch gestiegene Nachfrage nach auf KI-Anwendungen ausgerichtete Chips. 2022 lag NVIDIA noch auf dem zwölften Rang. Die Einnahmen von Samsung Electronics und Intel, die sich seit Jahren auf Platz eins und zwei der Chiphersteller mit den höchsten Umsätzen abwechseln, gingen im Gegensatz dazu teilweise deutlich zurück. Samsung büßte im Jahresvergleich beispielweise rund 38 Prozent Umsatz ein, bei Intel waren es 17 Prozent.


Neben NVIDIA konnten in den Top 10 der Halbleiterindustrie nur Broadcom und STMicroelectronics mehr Umsatz als im vergangenen Jahr generieren, allerdings nur im einstelligen Bereich. Laut Gartner sei der Umsatzrückgang vor allem auf eine Übersättigung beziehungsweise mangelnde Nachfrage im Speichersegment, beispielsweise für PCs, Server und Smartphones, zurückzuführen. Das entsprechende Segment erzielte 37 Prozent weniger Umsatz als 2022.


Abseits von Speicherprodukten sei der Markt nur um drei Prozent geschrumpft, was laut Gartner-Analyst Joe Unsworth ebenfalls am gestiegenen Interesse an KI-Lösungen liegt. "Die Nachfrage nach Halbleitern für KI-Anwendungen war der stärkste Wachstumstreiber, wobei der Automobilsektor (insbesondere Elektrofahrzeuge) sowie die Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie die meisten anderen Anwendungssegmente ebenfalls übertrafen", so Unsworth. Florian Zandt
Infografik: NVIDIA dank KI-Boom erstmals in Halbleiter-Top-5 | Statista


 
Südkorea steht auf Aktien
Den Deutschen wir nachgesagt, dass sie eher Aktienmuffel seien. Aber immerhin 20 Prozent der für die Statista Consumer Insights in Deutschland befragten Menschen geben an, Aktien oder Fondsanteile zu besitzen. Zum Vergleich: In der Schweiz sind es 23 Prozent, in Österreich 19 Prozent. Das ist aber gar nichts im Vergleich mit Südkorea. Hier investieren fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer:innen an der Börse. Aber es gibt durchaus auch Länder, in denen das Interesse noch deutlich geringer ausfällt als hierzulande. So zählen in Frankreich nur 13 Prozent der befragten 18-64-Jährigen zu den Aktienbesitzer:innen. Noch weniger sind es in Polen, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. Mathias Brandt
Infografik: Südkorea steht auf Aktien | Statista