'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    4.Kalenderwoche: 30. Januar
BaustellenDVG-UmleitungBahn-VRR


Mittwoch, 31. Januar 2024

DVG wird am 2. Februar bestreikt – Nachtexpressbusse fahren tagsüber durchgängig  
Für kommenden Freitag, 2. Februar, hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Mitglieder im Rahmen der aktuellen Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst zu Warnstreiks aufgerufen. Auch die Belegschaft der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) ist ganztägig zum Streik aufgerufen worden, so dass keine Busse und Bahnen sowie myBUS fahren werden. Ausnahme sind die sechs Nachtexpresslinien (NE) der DVG. Diese werden dann nicht nur in der Nacht, sondern ganztägig fahren. Die DVG bietet den Fahrgästen, die zwingend auf den ÖPNV angewiesen sind, damit eine Möglichkeit, trotz des Streiks von A nach B zu kommen.  


Die Nachtexpressbusse fahren ganztägig jede Stunde. So fährt beispielsweise der NE1 üblicherweise um 23.25 Uhr ab der Haltestelle „Buschhauser Straße“. Am kommenden Freitag fährt der NE1 demnach immer 25 Minuten nach der vollen Stunde ab der Haltestelle „Buschhauser Straße“. Für die anderen Nachtexpresslinien gilt diese Systematik genauso. Die Fahrpläne und Linienwege der Nachtexpressbusse gibt es in der elektronischen Fahrplanauskunft auf der DVG-Webseite und im Downloadcenter als Fahrplan. Die aktuellen Abfahrtszeiten am kommenden Freitag finden Fahrgäste in der DVG-App und an den elektronischen Haltestellenanzeigern.  


Die DVG bittet die Fahrgäste dennoch, sich um Alternativen wie Fahrgemeinschaften zu bemühen oder auf S-Bahnen und Regionalzüge auszuweichen. Auch das DVG-Kundencenter am Duisburger Hauptbahnhof ist betroffen und bleibt deshalb am 2. Februar geschlossen. Der telefonische Kundenservice ist erreichbar.

Kinderärzte Berufsverband BVKJ unterstützt den Streik der Krankenhausärzt*innen
Hubmann: Ärzt*innen können mangelnde Wertschätzung ihrer Arbeit nicht hinnehmen
   
Köln: Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ) stellt sich hinter die streikenden Kolleginnen und Kollegen an den Universitätsklinken und sichert ihnen seine solidarische Unterstützung zu.   BVKJ-Präsident Dr. Michael Hubmann: „Wir haben volles Verständnis, dass die Kolleginnen und Kollegen nicht mehr bereit sind, schlechte Arbeitsbedingungen an den Kliniken zu akzeptieren. Wenn Spitzenmedizin in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen erhalten bleiben soll, geht das nicht ohne substanzielle Verbesserungen. Wir sind wie der Marburger Bund der Überzeugung, dass Ärztinnen und -ärzte die mangelnde Wertschätzung ihrer Arbeit nicht länger hinnehmen können und rufen unsere Mitglieder an den Universitätskliniken auf, sich an dem Streik zu beteiligen.“  


Der BVKJ fordert ein ernsthaftes und faires Angebot der Länder für einen raschen Abschluss eines Tarifvertrages für die Universitäts-Krankenhäuser. Die Ärzt*innen an den Unikliniken verlangen nichts mehr, als eine leistungsgerechte Bezahlung, die der steigenden Arbeitsbelastung in den Kliniken entspricht. Eine Anpassung der Ärztegehälter und eine deutlich bessere Bezahlung der Dienste in Randzeiten sind absolut angemessen.

Um den Patient*innen unnötige Wartezeiten zu ersparen, empfiehlt der BVKJ allen niedergelassenen Kinder- und Jugendärzt*innen, während der Zeit des Arbeitskampfes keine elektiven Einweisungen in ein Universitäts-Krankenhaus zu veranlassen.

ADAC-Monitor: Menschen in Ruhrgebietsstädten sehen ihre persönliche Mobilität kritisch
Einwohner, Einpendler und Besucher in Dortmund, Essen und Duisburg sind eher unzufrieden mit ihrer persönlichen Mobilität. Das zeigt der aktuelle ADAC-Monitor "Mobil in der Stadt" für die 15 größten Städte in Deutschland. Duisburg liegt mit einem Gesamtindex von -8 auf dem letzten Platz; Dortmund (11. Platz/ Gesamtindex +6) und Essen (12./ +5) landeten im unteren Drittel. Bundesweit am zufriedensten mit ihrer persönlichen Mobilität sind die Menschen in Dresden (+ 26).


Düsseldorf als bestbewertete NRW-Stadt belegt als Achter einen Platz im Mittelfeld (+ 7). Für die repräsentative Online-Befragung hat der ADAC mehr als 9.000 Interviews durchgeführt. Trotz der Platzierungen überwiegt in Dortmund und Essen noch die Zufriedenheit mit der persönlichen Mobilität, genau wie in Düsseldorf. In Duisburg und ebenso in Köln sind die Menschen hingegen überwiegend unzufrieden. Autofahrer kritisieren in allen fünf untersuchten NRW-Städten besonders das Baustellenmanagement, das Parkraumangebot und die Höhe der Parkgebühren in der Innenstadt.


Den Straßenzustand beurteilen sie in Duisburg, Essen, Dortmund und Köln überwiegend kritisch. Unter den ÖPNV-Nutzern herrscht in NRW verstärkt Unzufriedenheit mit den Informationen bei Störungen, dem Preis-/Leistungsverhältnis und den Pkw-Stellplätzen an Bahnhöfen und Haltestellen. Radfahrer monieren u. a. die fehlende Durchgängigkeit des Radwegenetzes und die Verkehrssicherheit. Fußgänger äußern in den fünf NRW-Städten verstärkt Kritik am Verhalten von E-Scooter-Fahrern und Radfahrern. In Duisburg, Essen, Dortmund und Köln sind zudem mehr Fußgänger mit der sozialen Sicherheit unzufrieden als zufrieden. idr - Infos: http://www.adac.de/stadt-monitor und http://www.adac.de/nrw


IHK: Verkehr in Duisburg muss besser werden - Duisburg rutscht laut ADAC auf den letzten Platz  
Nirgendwo sind die Menschen so unzufrieden mit dem Verkehr wie in Duisburg. Das zeigt der neue ADAC-Monitor 2024 „Mobil in der Stadt“. Der Verein hat dafür Verkehrsteilnehmer in den 15 größten Städten Deutschlands befragt. Ob Auto, Fahrrad, Bus oder Bahn – Duisburg schneidet in allen Bereichen schlechter ab als bei der letzten Erhebung 2017. Für die Niederrheinische IHK sind die Zahlen alarmierend.  
„Duisburg muss gut erreichbar sein. Das ist nicht nur für unsere Industrie und Logistik wichtig. Auch für seine Pendler braucht die Stadt ein starkes Angebot. Nur wenn das Gesamtpaket stimmt, bleibt Duisburg als Wirtschaftsstandort attraktiv“, so die Einschätzung von IHK-Verkehrsexperte Matthias Simons - Foto: Niederrheinische IHK/Jacqueline Wardeski.

 „50 Prozent der Befragten kritisierten, dass Baustellen in der Stadt schlecht koordiniert werden. Dieses Ergebnis überrascht uns nicht. Es deckt sich mit den Rückmeldungen unserer Unternehmen. Der neue ADAC-Monitor sollte ein Weckruf für alle Beteiligten sein“, führt Simons weiter aus.  
Die Niederrheinische IHK betont immer wieder, dass es bei der Vielzahl an Baustellen in Duisburg ein effektives Management braucht, um Staus und Umleitungen besser zu steuern.


EU-Staaten und Parlament einig bei künftiger Behandlung von kommunalem Abwasser
Der Rat der EU-Staaten und das Europäische Parlament haben sich darauf geeinigt, die Vorgaben zur Behandlung von kommunalem Abwasser zu überarbeiten. Ziel ist es, die menschliche Gesundheit und die Umwelt besser vor schädlichen Wassereinleitungen zu schützen. EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius begrüßte die Einigung: „Damit sorgen wir nicht nur für sauberes Wasser für alle Europäerinnen und Europäer, sondern auch für einen besseren Zugang zur Sanitärversorgung, für die Umsetzung des Verursacherprinzips und für Energieautonomie. Diese Änderungen werden den Sektor revolutionieren und ihn in den kommenden Jahrzehnten widerstandsfähiger machen.“

Unter anderem wird die Richtlinie dafür sorgen, dass zwei Millionen Menschen der am stärksten schutzbedürftigen und marginalisierten Bevölkerungsgruppen in der EU Zugang zur Sanitärversorgung in öffentlichen Räumen haben. Dies steht im Einklang mit den Anforderungen der kürzlich verabschiedeten überarbeiteten Trinkwasserrichtlinie, die den Zugang zu Wasser für alle vorschreibt.


Verringerung von Chemikalien und Schadstoffen in gereinigtem Wasser
Die Richtlinie wird eine größere Anzahl von Gebieten abdecken, da sie nun auch für kleinere Gemeinden ab 1.000 Einwohnern gilt. Sie sieht vor, dass mehr Nährstoffe und Mikroschadstoffe aus kommunalem Abwasser entfernt werden müssen, insbesondere solche, die aus toxischen Arzneimitteln und Kosmetika stammen. Sie wird eine systematische Überwachung von Mikroplastik an den Zu- und Abläufen von kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen sowie des Klärschlamms einführen.


Die zusätzliche Überwachung von „ewigen Chemikalien“ wie PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) wird das vorhandene Wissen über die Verbreitung dieser Chemikalien über das kommunale Abwasser verbessern. Mit der neuen Richtlinie wird das Verursacherprinzip in der Wasserwirtschaft erstmals konkret umgesetzt. So müssen nun die umweltschädlichsten Wirtschaftszweige, wie Pharmaunternehmen und Kosmetikhersteller mindestens 80 Prozent der Kosten für die Beseitigung von Mikroschadstoffen (sog. Viertbehandlung) tragen. Dadurch werden die durch die neuen Anforderungen bedingten Kosten für die Bürgerinnen und Bürger begrenzt.


Darüber hinaus müssen wichtige gesundheitsbezogene Parameter im kommunalen Abwasser regelmäßig überwacht werden, einschließlich antimikrobieller Resistenzen oder SARS-COVID-Erreger im Falle einer Pandemie. Sich besser rüsten für den Umgang mit heftigen Regen Die neuen Maßnahmen tragen den sich wandelnden klimatischen Bedingungen Rechnung und sehen in Bezug auf einen besseren Umgang mit Starkregenereignissen klare Verpflichtungen für die Mitgliedstaaten vor.


Die jüngsten Ereignisse in verschiedenen Mitgliedstaaten wie Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Belgien haben gezeigt, dass sich die Niederschlagsverhältnisse nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter drastisch ändern müssen. Dringend nötig sind Maßnahmen, um die Anpassung des kommunalen Abwassersektors an diese neue Realität sicherzustellen. Für Großstädte müssen die Mitgliedstaaten systematisch integrierte Bewirtschaftungspläne für den Umgang mit Niederschlagswasser aus starken Regenfällen entwickeln. Für kleinere Städte müssen sie dies tun, wenn solches Niederschlagswasser ein Risiko darstellt.


In diesen Plänen müssen konkrete Bewirtschaftungsmaßnahmen festgelegt werden, wobei naturbasierten Lösungen zu bevorzugen sind. Die Richtlinie wird zur Kreislaufwirtschaft beitragen. Und zwar, indem sie die Qualität von Klärschlamm und behandeltem Abwasser verbessert, eine stärkere Wiederverwendung in der Landwirtschaft ermöglicht und sicherstellt, dass wertvolle Ressourcen nicht verloren gehen.


Nächste Schritte
Das Europäische Parlament und der Rat müssen die neue Richtlinie nun noch förmlich annehmen, bevor sie in Kraft treten kann. Die Richtlinie wird 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft treten. Die Mitgliedstaaten müssen dann mit der Umsetzung der Anforderungen beginnen und im Jahr 2026 erste aktualisierte nationale Umsetzungsprogramme übermitteln.


Schnupperangebot: Bibliothek für Seniorinnen und Senioren
Die Zentralbibliothek lädt am Mittwoch, um 9.30 Uhr im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte zu einem Schnupperangebot für Seniorinnen und Senioren ein. Die Besucher erhalten einen Überblick über den Medienbestand vor Ort, aber auch über die digitalen Angebote. Schritt für Schritt wird erklärt, wie man gesuchte Titel findet, wie man die Automaten bedient und wo man Unterstützung erhält, wenn man sie benötigt.


Die Einführung endet im Café, wo noch einmal Gelegenheit für Fragen und zum Austausch besteht. Alle Seniorinnen und Senioren, die die Bibliothek (neu) kennenlernen möchten, sind herzlich willkommen. Die Veranstaltung ist kostenlos. Treffpunkt ist im Foyer des Stadtfensters. Das Angebot ist kostenfrei und dauert rund 90 Minuten.

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich – online auf www.stadtbibliothek-duisburg.de, persönlich an der Information im Erdgeschoss der Zentralbibliothek oder telefonisch unter (0203) 283 4218. Die Öffnungszeiten sind montags von 13 bis 19 Uhr, dienstags bis freitags von 11 bis 19 Uhr sowie samstags von 11 bis 16 Uhr.


„Duisburger Umweltkids“ starten in Großenbaum
Die Stadtbibliothek Duisburg lädt Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren ab Samstag, 17. Februar zu verschiedenen Workshops in die Schul- und Stadtteilbibliothek Gesamtschule Süd in Duisburg-Großenbaum, Großenbaumer Allee 168-174, ein. Immer samstags von 11 bis 12.30 Uhr geht es bei den „UmweltKids“ um ein anderes Thema rund um Natur- und Umweltschutz. Der erste Termin steht unter der Überschrift „Wertstoffprofi“.


Die Kinder lernen spielerisch, dass Abfall ein wichtiger Rohstoff ist und wie man ihn sortieren muss, damit er gut wieder aufbereitet werden kann. An den darauffolgenden Samstagen stehen folgende Themen auf dem Programm: 24.02. Upcycling, 02.03. Das große Krabbeln, 09.03. Kleine Gärtner, 16.03. Wurmdiplom, 13.04. Mikroplastik, 20.04. Volle Power, 27.04. Wasser, 04.05. Klimaschutz, 25.05. Papierwerkstatt. Die zehn Module können unabhängig voneinander besucht werden, da sie nicht aufeinander aufbauen.


Mit Spiel und Spaß können die Kinder durch Experimente biologische und umweltrelevante Vorgänge selbst erforschen. Für jeden Besuch gibt es einen kleinen Teilnahmenachweis, beim Besuch aller Module zusätzlich das „UmweltKids-Zertifikat“.

Das Programm findet in Kooperation mit der Abfallberatung der Wirtschaftsbetriebe Duisburg statt. Die Neuauflage der Veranstaltungsreihe wird durch eine großzügige Spende der Volksbank Rhein-Ruhr an die Duisburger Bibliotheksstiftung ermöglicht. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Anmeldung ist über die Seite www.stadtbibliothek-duisburg.de (in der Rubrik „Veranstaltungen“) bequem online möglich.


VHS lädt zum Vortrag ein Katherine Hepburn - Das Leben ist dazu da, gelebt zu werden
Die VHS lädt am Mittwoch, 14. Februar 2024, zu einem Vortrag von Isabell Prieth über das Leben von Filmlegende Katherine Hepburn ein. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr in der VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26. Das Teilnahmeentgelt beträgt fünf Euro, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich (www.vhs-duisburg.de).

Katherine Hepburn gewann insgesamt vier Oscars und ließ sich mit unbeugsamem Willen und ausgeprägtem Selbstbewusstsein weder im Privatleben noch im Haifischbecken Hollywood verbiegen. Sie war eine Inspiration für ein selbstbestimmtes Leben, das auch eine unkonventionelle Partnerschaft mit Spencer Tracy einschloss. Sie starb nach sechs Jahrzehnten Kinogeschichte im Alter von 96 Jahren.

Kultur- und Stadthistorisches Museum: Führung "Duisburg unter napoleonischer Zeit"
Das Kultur- und Stadthistorische Museum lädt am Sonntag, 4. Februar, um 15 Uhr am Johannes-Corputius-Platz 1 am Innenhafen zur Führung "Duisburg unter napoleonischer Zeit" ein. Unter der Leitung von Harald Küst werden die Gäste auf eine historische Reise durch die Stadtgeschichtsausstellung geführt. Ab dem Jahr 1801 prägte napoleonischer Einfluss die Regionen des heutigen NordrheinWestfalens.

Bild: Napoleon Bonaparte – Wikimedia Commons

Während die linksrheinischen Gebiete fest in Frankreichs Hand waren, erlebte die rechtsrheinische Seite mit Duisburg eine Umgestaltung - hin zum Großherzogtum Berg und dem Königreich Westfalen. Diese Führung erkundet den Einfluss, den der französische Staatsmann und Feldherr auf das Rheinland und Westfalen ausübte. Die Führung ist im Museumseintritt enthalten und kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt 2 Euro. Das vollständige Programm ist im Internet unter www.stadtmuseumduisburg.de abrufbar.

Vor 10 Jahren in der BZ: Sexsteuer darf erhoben werden  

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat heute (31. Januar 2014) die von  Bordellbetreibern gegen die Stadt Duisburg vorgebrachten Einwendungen gegen die Erhebung der Sexsteuer in den Jahren 2010 bis 2013 im Wesentlichen zurückgewiesen. Die Erhebung der Sexsteuer ist danach grundsätzlich statthaft.   Lediglich hinsichtlich der Höhe der Steuerfestsetzung bemängelte die Kammer dass diese ohne Berücksichtigung der konkreten Vermietungssituation hinsichtlich der den Prostituierten grundsätzlich zur Verfügung stehenden Zimmern erfolgt sei.


Sie stützte sich diesbezüglich auf ein in einem die Stadt Oberhausen betreffenden Parallelverfahren ergangenes Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster vom 11.12.2013. Mit diesen Ausführungen ist das Oberverwaltungsgericht Münster der bisher von der Vorinstanz vertretenen Rechtsauffassung entgegengetreten, die das Erfordernis der Berücksichtigung der Vermietungssituation verneint hatte.   Aufgrund dieser neuen Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster wurden die Steuerforderungen in den sieben anhängigen Verfahren für den streitgegenständlichen Zeitraum um insgesamt rund 900.000 Euro unter Berücksichtigung der Vermietungssituation im Wege eines Vergleichs gekürzt.


Es verbleibt eine Steuerforderung in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro. Diese berechnet sich anhand der zugänglichen Fläche der Bordelle, wobei die an einzelnen Tagen nicht genutzten Räume steuermindernd in Abzug zu bringen sind. Die Flächen wurden anhand der Bauakten und im Rahmen von Ortsterminen ermittelt, die gemeinsam mit den Klägern durchgeführt worden waren. Der Vergleich kann von allen Seiten noch bis zum 5.3.2014 widerrufen werden.



Deutsch-Chinesische Begegnung in Tusche und Pinsel - Kalligraphie-Kunst erleben am Konfuzius-Institut  
Kalligraphie ist eine Kunstform, die vieles ausdrücken kann, ohne dass der Betrachter notwendigerweise Chinesisch verstehen muss. Davon können Interessierte sich in zwei Vorträgen am 1. und 7. Februar und einer Ausstellung am Konfuzius-Institut selbst ein Bild machen. Hier werden in einer Ausstellung Werke von Prof. Dr. Chen Hongjie, Peking-Universität präsentiert.

Linke: Wein – in diesem Kunstwerk beschäftigt sich Prof. Dr. Chen Hongjie mit Kant. Rechts: Sturm und Drang – Kalligraphie-Kunst von Prof. Dr. Chen Hongjie Download-Link
Fotos: https://get.hidrive.com/4mo8HRVx  


In seiner Ausstellung „Deutsch-Chinesische Begegnung“ hat er Begriffe und Kernkonzepte deutscher Philosophen, Dichter und Wissenschaftler wie Goethe, Humboldt, Kant, Nietzsche und Weber dargestellt, die auch in historischen und gegenwärtigen intellektuellen und gesellschaftlichen Debatten in China präsent sind. Die Wanderausstellung ist noch bis zum 16.02.2024 in Duisburg zu sehen.  

Am Donnerstag, den 01.02.2024 um 18:30 Uhr ist der Künstler selbst zu Gast für einen deutschsprachigen Vortrag und eine Live-Kalligraphie-Performance. In einem zweiten Vortrag am 07.02.2024 um 18:30 Uhr beleuchtet Dou Fei, Mitarbeiter des Konfuzius-Instituts und Doktorand der Philosophie, Kant und die konfuzianische Utopie. Um Anmeldung wird gebeten, der Eintritt ist kostenlos. Weiterführende Informationen sowie ein Online-Anmeldeformular gibt es auf www.konfuzius-institut-ruhr.de.


Wettbewerb „Gemeinsam ESS-Kulturen erleben“ gestartet
BAGSO sucht Mahlzeiten-Angebote für ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen lädt zur Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb „Gemeinsam ESS-Kulturen erleben“ ein. Gesucht werden gute Beispiele von gemeinschaftlichen Mahlzeiten-Angeboten, die sich an ältere Menschen mit und ohne Migrationshintergrund richten oder gezielt für ältere Migrantinnen und Migranten angeboten werden. Im Mittelpunkt stehen leckere und zugleich gesunde Mahlzeiten.


Der Wettbewerb findet im Rahmen des Projekts „Im Alter IN FORM“ in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund statt. Bewerbungsschluss ist der 29. April 2024. Der Wettbewerb „Gemeinsam ESS-Kulturen erleben“ richtet sich an Akteure und Organisationen aus allen Kulturkreisen sowie Freie Wohlfahrtsverbände, Vereine, Stadtteiltreffs, Kirchenkreise oder Mehrgenerationenhäuser in den Kommunen. Sie können sich mit bereits bestehenden Mahlzeiten-Angeboten bewerben oder mit Angeboten, die sich im Aufbau befinden.


Das Projekt Im Alter IN FORM bietet in den kommenden Wochen zwei Online-Seminare an, die praktische Tipps für die Gestaltung von interkulturellen Mittagstischen vermitteln. Zudem unterstützt es interessierte Organisationen mit fachlichen Informationen und Beratung. „Gemeinsame Mahlzeiten tragen zu Wohlbefinden und Lebensqualität im Alter bei und sie sind ein Beitrag zur Gesundheitsförderung.


Es ist wichtig, dass auch ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte von solchen Angeboten erreicht werden. Sie haben häufiger als andere mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu kämpfen und können deshalb besonders von Angeboten wie Mittagstischen profitieren“, sagte BAGSO-Vorsitzende Dr. Regina Görner. Prominentes Mitglied der unabhängigen Jury ist die Journalistin und Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm. Die ausgezeichneten Praxisbeispiele werden am 6. Juni 2024 in Köln ausgezeichnet. 


Mit „Im Alter IN FORM“ beteiligt sich die BAGSO an IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert. Alle Informationen und Materialien zum Wettbewerb und zu den Online-Schulungen stehen unter www.im-alter-inform.de zur Verfügung.



Buchhandel im Wandel der Zeit
Buchhändlerinnen und -händler gibt es schon länger als den Buchdruck. Barsortimente sind Großhändler, die nichts mit Bars zu tun haben. Der Börsenverein vertritt die Interessen der Buchhändler und ist nicht börsennotiert. Diese und andere Fakten erläutert Jürgen Donat in seinem Vortrag am Donnerstag, 1. Februar 2024, um 18:30 Uhr und fragt auch: Wie kam beziehungsweise wie kommt das Buch zu den Leserinnen und Lesern?


Eine spannende Kulturgeschichte des vielleicht wichtigsten Mediums der Menschheit, lang schon totgesagt und doch so lebendig und vielseitig wie nie. Das Teilnahmeentgelt zu diesem Vortrag im Saal der VHS im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, beträgt fünf Euro. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

VHS: Vortrag über Dylan Thomas
Die VHS lädt am Mittwoch, 7. Februar, um 18 Uhr, im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in Duisburg-Mitte zu einem Vortrag über das Leben des Lyrikers Dylan Thomas ein. Dylan Thomas gilt heute als einer der bedeutendsten englische Lyriker des 20. Jahrhunderts. Mit "Under Milkwood" schrieb er eines der berühmtesten Hörspiele der Radiogeschichte. Trotzdem nennt Elke Heidenreich ihn den "weltberühmten großen Unbekannten".


Stets in Geldnot und oft betrunken war er immer auf der Suche nach dem passenden Wort, dem geglückten Reim und schönsten Klang. In seinen Geschichten schildert er das Leben seiner Kindheit in Wales. Er trat immer wieder in Sendungen der BBC auf und trug seine Gedichte vor. Viele dieser Aufnahmen sind erhalten geblieben. An dem Abend wird sein kurzes Leben erzählt, teils in seinen eigenen Geschichten und Gedichten, teils in kurzen Film- und Toneinspielungen von ihm selbst.

Das Teilnahmeentgelt beträgt fünf Euro. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden gibt es telefonisch bei der VHS, Dr. Claudia Kleinert, 0203/283-4157 oder online unter www.vhs-duisburg.de.


VHS-Vortrag: „Der natürliche Mensch - Von Wahrnehmungen über Entscheidungen zu Handlungen“
Duisburg, 20. Februar 2024 - Martin Bertels widmet sich in einem Vortrag zum Thema „Der natürliche Mensch - Von Wahrnehmungen über Entscheidungen zu Handlungen“ am Dienstag, 30. Januar, um 20 Uhr, in der VHS im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte philosophischen Fragen und lädt zur Diskussion ein. Jeder Mensch muss handeln, um zu überleben. Handlungen entstehen aus unbewussten oder bewussten Entscheidungen, die auf bestimmten Wahrnehmungen beruhen.


Wie funktioniert Wahrnehmung? Welche Faktoren beeinflussen uns dabei? Wie entstehen daraus die Entscheidungen und Handlungen (oder Unterlassungen)? Wie frei ist unser Wille? Was bestimmt unsere Entwicklung? Im Rahmen des Semesterschwerpunktes „Künstliche Intelligenz“ findet der Vortrag am 20. Februar unter dem Titel „Der künstliche Mensch“ eine Fortsetzung. Das Teilnahmeentgelt beträgt fünf Euro, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich: www.vhs-duisburg.de.



KUNST trifft... HANIEL - Diskussionsveranstaltung zum Thema Unternehmenssammlungen und kulturelle Förderung im Rahmen der Wechselausstellung
Mit welcher Motivation sammeln oder fördern Unternehmen Kunst? Geht es um Investition oder Prestigegewinn? Welche Öffentlichkeit soll mit einer Kunstsammlung erreicht werden? Wird sie in den Räumen des Unternehmens präsentiert oder auch außerhalb? Welche Rolle spielt die Kunst im Austausch mit der Belegschaft, ihren Kunden und Geschäftspartnern? Bewirkt Kunst einen ernsthaften Dialog oder wird sie als reine Dekoration wahrgenommen? Kann Kunst eine Unternehmensphilosophie transportieren? Wie wirkt sich Kunstengagement auf das Betriebsergebnis aus? Und wie reagieren Künstler, wenn ihre Werke Teil der DNA eines Unternehmens werden?   


Diese und weitere Fragen diskutiert Felix von Boehm, der Founding Partner von art/beats gemeinsam mit Kay Windthorst, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Franz Haniel & Cie. GmbH, Karin Kneffel, der Künstlerin und emeritierten Professorin der Akademie der Bildenden Künste München, Benita von Maltzahn, der Leiterin des Volkswagen Kulturengagements im Volkswagen Konzern und Walter Smerling, dem Direktor des MKM Museum Küppersmühle in unserer nächsten Veranstaltung der Diskussionsreihe KUNST trifft... im Rahmen der Wechselausstellung "DIE SAMMLUNG HANIEL - DER EIGENE WEG".

Abbildungen: Installationsansichten "DIE SAMMLUNG HANIEL - DER EIGENE WEG", MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg, 2023, Fotos: Mick Vincenz


Die Ausstellung zeigt Arbeiten von: Georg Baselitz | Julius Bissier | Peter Brüning | Carl Buchheister | Corneille | Karl Fred Dahmen | Ulrich Erben | Jean Fautrier | Lucio Fontana | Adolf Frohner | Winfred Gaul | Rupprecht Geiger | Raimund Girke | K.O. Götz | Hans Hartung | Herbert Brandl | Damien Hirst | Gerhard Hoehme | Hans Hofmann | Katharina Grosse | Yves Klein | Imi Knoebel | Piero Manzoni | Georges Mathieu | Henri Michaux | Ernst Wilhelm Nay | Richard Oelze | Blinky Palermo | Georg Karl Pfahler | Otto Piene | Arnulf Rainer | David Reed | Gerhard Richter | Jean Paul Riopelle | Bernard Schultze | Emil Schumacher | Sonderborg | Pierre Soulages | Antoni Tàpies | Fred Thieler | Hann Trier | Emilio Vedova | Alicia Viebrock | Fritz Winter | Wols | Jerry Zeniuk | Peter Zimmermann.

DIE SAMMLUNG HANIEL - DER EIGENE WEG mit Kay Windthorst | Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Franz Haniel & Cie. GmbH  Karin Kneffel | Künstlerin und em. Prof. Akademie der Bildenden Künste München Benita von Maltzahn | Director Cultural Engagement, Volkswagen Group  Walter Smerling | Direktor MKM Museum Küppersmühle Moderation: Felix von Boehm | Founding Partner art/beats   Mittwoch, 31. Januar 2024 | 19 Uhr


Diakoniewerk Duisburg: Einführung von Pfarrerin Barbara Montag in das Amt der Geschäftsführerin
Mit einem feierlichen Gottesdienst wird Pfarrerin Barbara Montag am 31. Januar 2024 in das Amt der Geschäftsführerin im Diakoniewerk Duisburg eingeführt. Zum 1. November 2023 hatte sie die Nachfolge von Udo Horwat angetreten, der in den Ruhestand verabschiedet wurde. Pfarrer Ulrich Lilie (Präsident der Diakonie Deutschland von 2014-2023), ein langjähriger Wegbegleiter von Pfarrerin Montag, wird aus Berlin anreisen und die Predigt halten. Weitere Mitwirkende bei der Einführung sind Superintendent Dr. Christoph Urban und Geschäftsführerin Ruth Stratmann.  


Eingeladen zum Gottesdienst sind Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Kirchen, der Politik und des öffentlichen Lebens in Duisburg sowie alle Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner der Diakonie und die Mitarbeitenden. Über 200 Gäste haben sich bereits angemeldet unter ihnen NRW-Regierungspräsident Thomas Schürmann.


Ökumenische Marktandachten in Neumühl
Wenn freitags in Neumühl Markttag ist, sind die Türen der benachbarten Gnadenkirche, Obermarxloher Str. 40, geöffnet, denn evangelische und katholische Kirche laden um 10.30 Uhr zur kleinen Auszeit, zur ökumenischen Marktandacht, ein. Die nächsten „12 Minuten für Gott“ gibt es im Februar am 2. mit Pater Tobias, am 9. mit Annette Pellny, am 16. mit Pfarrerin Anja Buchmüller-Brand und am 23. mit Pfarrer Michael Hüter.
Sie alle sind Teil des ökumenischen Teams und laden gemeinsam mit den beiden mitwirkenden Kirchenmusikern Karl Hülskämper und Markus Kämmerling herzlich zu den zwölf Minuten für und mit Gott ein. 

Das Team der Ökumenischen Marktandachten in Neumühl: (v.l.) Pfarrer Michael Hüter, Annette Pellny, Pater Tobias und Pfarrerin Anja Buchmüller-Brand (Foto: Bartosz Galus)

Pfarrerin Esther Immer am nächsten Freitag in der Kircheneintrittsstelle
Immer freitags können Unsichere, Kirchennahe oder solche, die es werden möchten, in der Eintrittsstelle in der Duisburger Salvatorkirche mit Pfarrerinnen, Pfarrern und Prädikanten ins Gespräch kommen und über die Kirchenaufnahme reden.


Motive für den Kircheneintritt gibt es viele: Die Suche nach Gemeinschaft, Ordnung ins Leben bringen oder der Wunsch, Taufen, Hochzeiten, Bestattungen kirchlich zu gestalten. Aufnahmegespräche führt das Präsenzteam in der Eintrittsstelle an der Salvatorkirche immer freitags von 14 bis 17 Uhr. Am Freitag, 2. Februar 2024 heißt Esther Immer, Pfarrerin im Meidericher Christophoruswerk und in der Evangelischen Kirchengemeinde Obermeiderich, Menschen in der Südkapelle des Gotteshauses neben dem Rathaus herzlich willkommen. Infos zur Citykirche gibt es unter www.salvatorkirche.de. 





Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorquartal
Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken Bruttoinlandsprodukt (BIP),
4. Quartal 2023 -0,3 % zum Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt) -0,4 % zum Vorjahresquartal (preisbereinigt) -0,2 % zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt)

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,3 % gesunken. Nachdem die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen in etwa stagnierte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 ab. Besonders die preis-, saison- und kalenderbereinigten Investitionen in Bauten und in Ausrüstungen waren deutlich niedriger als im Vorquartal. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ging das preisbereinigte BIP im Jahr 2023 um 0,3 % zurück, preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %.


Wenig Pressefreiheit = viel Korruption LÄNDERVERGLEICH - Stand 30.01.2024
Staaten mit einer stark eingeschränkten Pressefreiheit haben mehrheitlich mit einem hohen Maß an Korruption zu kämpfen, wie die die Statista-Grafik zeigt. Die Länderpunkte im Diagramm sind dabei nach ihrem Abschneiden beim Korruptionswahrnehmungsindex für das Jahr 2023 (Corruption Perception Index, CPI) von Transparency International und dem Index der Pressefreiheit 2023 von Reporter ohne Grenzen sortiert. Ausgewählt wurden die 10 Staaten mit der höchsten Korruptionswahrnehmung und die 10 Staaten mit der niedrigsten Korruptionswahrnehmung.


Das Ergebnis zeigt einen klaren Trend. So weisen die Länder Somalia und Südsudan etwa den weltweit schlechtesten Wert bei der wahrgenommenen Korruption auf: beide erreichen nur 11 bzw. 13 von 100 möglichen Indexpunkten. Niedrige Werte entsprechen hierbei einem hohen Maß an Korruption. Gleichzeitig schneiden beide Länder auf der weltweiten Rangliste der Pressefreiheit mit einem Indexwert von 44 (Somalia) bzw. 51 (Südsudan) von 100 möglichen Punkten relativ schlecht ab. Bei diesem Index ist ein hoher Wert gleichbedeutend mit einem hohen Maß an Pressefreiheit.


Umgekehrt haben Dänemark und Finnland die weltweit geringste Korruptionswahrnehmung (90 bzw. 87 Indexpunkte) und erreichen zugleich mit 89 Punkten (Dänemark) bzw. 88 Punkten (Finnland) einen sehr guten Wert beim Index der Pressefreiheit. Deutschland liegt mit 78 Punkten beim CPI weltweit auf dem neunten Rang und schneidet zugleich mit 82 Punkten beim Index der Pressefreiheit relativ gut ab. Der südostasiatische Stadtstaat Singapur ist mit wenige Korruption und einem geringen Maß an Pressefreiheit ein Ausreißer. Dies liegt mutmaßlich daran, dass Korruption und Bestechung seit jeher streng geahndet werden.


Hier müssen Verurteilte Straftäter vergleichsweise lange in Haft. Zwischen dem Ausmaß der wahrgenommenen Korruption und dem Grad der Pressefreiheit in einem Land besteht demnach eine negative Korrelation. Bei einer negativen Korrelation gilt „je mehr Variable A… desto weniger Variable B“ bzw. umgekehrt. Korrelationen sind ein Hinweis, aber kein Beweis für Kausalitäten, also bewiesene Ursachen- und Wirkungszusammenhänge. Im vorliegenden Fall darf allerdings angenommen werden, dass eine freie, investigativ arbeitende Presse stark zur Eindämmung von Korruption beitragen kann. Darauf weisen sowohl wissenschaftliche Arbeiten als auch NGOs wie abgeordnetenwatch.de hin.


Der Index der Korruptionswahrnehmung bewertet für jedes der 180 untersuchten Länder die im öffentlichen Sektor wahrgenommene Korruption - bei Beamten und Politikern. Hierbei gilt ein Wert von "0" als sehr korrupt sowie ein Wert von "100" als sehr integer, also weitestgehend frei von Korruption. Beim Index der Pressefreiheit reichen die Punkte ebenfalls von 0 bis 100. Je höher der Indexwert ist, desto größer ist die Pressefreiheit im jeweiligen Land einzuschätzen.

Der Indexwert wird auf Grundlage eines Fragebogens von Reporter ohne Grenzen gebildet, der jährlich von Hunderten Wissenschaftlern, Juristen, Journalisten und Mitgliedern des Korrespondentennetzwerkes von Reporter ohne Grenzen ausgefüllt wird. Zusätzlich fließt die quantitativ erfasste Anzahl von Übergriffen gegen Journalisten im jeweiligen Land in die Gesamtberechnung mit ein und kann den Indexwert des jeweiligen Landes erhöhen, jedoch niemals senken. Matthias Janson
Infografik: Wenig Pressefreiheit = viel Korruption | Statista


2/3 der EU-Bürger:innen halten Korruption für verbreitet
Derzeit erschüttert ein möglicher Korruptionsskandal das Parlament der Europäischen Union. Im Zentrum der Affäre steht die griechische Parlaments-Vizepräsidentin, Eva Kaili. Medienberichten zufolge sollen sie und weitere Beschuldigte von einem Golfstaat, vermutlich Katar, mit hohen Geldbeträgen oder Geschenken bestochen worden sein. Für die meisten EU-Bürger:innen dürfte Bestechlichkeit in der EU-Bürokratie keine allzu große Überraschung sein. 68 Prozent der Teilnehmenden einer unionsweiten Umfrage gaben im Frühjahr an, dass Korruption in ihrem jeweiligen Land verbreitet ist.


Warum also sollte es in Straßburg oder Brüssel anders sein. Auch in Deutschland sagen über die Hälfte der Befragten, dass Filz weit verbreitet ist, ähnlich viele sind es in Österreich. An der Spitze aller EU-Länder steht indes Griechenland, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. Glauben wir dagegen den Dän:innen ist Korruption bei unseren nördlichen Nachbarn praktisch kein Thema.
Infografik: 2/3 der EU-Bürger:innen halten Korruption für verbreitet | Statista

Cyberkriminalität erstmals seit 2015 rückläufig CYBERCRIME Stand  29.01.2024
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2022 6,5 Prozent weniger Fälle von Internetkriminalität registriert als im Vorjahr. Damit ist die Entwicklung von Cybercrime in Deutschland erstmals seit 2015 rückläufig, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. Rund 136.865 Cyber-Straftaten registrierten die Behörden, von denen etwa 39.937 aufgeklärt werden konnten.

Bei den erfassten Delikten handelt es sich allerdings nur um Fälle, in denen der Aufenthaltsort der Täter:innen im Inland liegt. Die Anzahl der Attacken aus dem Ausland ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und hat insbesondere durch den Ukraine-Konflikt zugenommen. Zudem gibt es im Bereich der Internetkriminalität eine große Dunkelziffer an Straftaten. Den größten Teil der Fälle macht die Kategorie "Computerbetrug" (107.165 Fälle) aus. Jeweils etwa 13.000-mal wurden Daten ausgespäht oder gefälscht. Computersabotage ist mit 3.451 Delikten der kleinste Bereich. Das BKA verzeichnet für das Jahr 2022 in allen drei Kategorien einen Rückgang. Matthias Janson
Infografik: Cyberkriminalität erstmals seit 2015 rückläufig | Statista