'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    8.Kalenderwoche: 21. Februar
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Donnerstag, 22. Februar 2024

Stadtwerke Duisburg bauen altes Kohlekraftwerk zurück  
Alles muss raus: Generatoren, Kessel, Kranbahnen, aber auch Schränke, Tische und Schaltanlagen. Einfach alles. Denn das alte Heizkraftwerk II am Fuße des Stadtwerketurms an der Charlottenstraße soll verschwinden. Die Stadtwerke Duisburg bauen die Anlage komplett zurück und haben mit den Arbeiten bereits im Januar 2021 begonnen. Seit Jahresbeginn 2024 sind diese Rückbauarbeiten auch von außen sichtbar, denn derzeit werden die Maschinenhäuser des alten Kraftwerkes zur Charlottenstraße hin abgerissen. Das Betriebsgebäude und das Maschinenhaus vom alten Block A des Kraftwerkes sind seit Jahresbeginn bereits vollständig zurückgebaut worden.  

Grafik zum Rückbau HKWII - Fotos Stadtwerke Duisburg


Das HKW II besteht aus dem Block II/A, der 1956 in Betrieb gegangen ist, und dem Block II/B, dessen Inbetriebnahme im Jahr 1967 war. Block A haben die Stadtwerke bereits 1999 außer Betrieb genommen, die Stilllegung des Blockes B erfolgte im Jahr 2012. Die Grundfläche des Gebäudekomplexes umfasst rund 4500 Quadratmeter und damit die Größe eines Fußballfeldes. „Die Stadtwerke sind mit der Stilllegung des HKW I im Jahr 2018 vollständig aus der Kohleverstromung ausgestiegen. Die alten Kohleverstromungsanlagen werden nicht mehr benötigt. Sie kontrolliert zurückzubauen ist daher der logische nächste Schritt“, erklärt Rückbau-Projektleiter Ernst Schlusemann.  


Zunächst mussten die Gebäude aufwändig entkernt und zahlreiche Maschinenteile ausgebaut werden. Dazu gehören nicht nur die industriellen Anlageteile, sondern auch die Bürogebäude. „Ein solcher Rückbau ist im innerstädtischen Bereich wie in unserem Fall an der Charlottenstraße noch einmal komplexer als ein Rückbau auf einem freien Feld. Das ist aufwändiger und dauert länger“, sagt Ernst Schlusemann. Hinzu kommt, dass ein Kraftwerksrückbau mit einer umfangreichen Schadstoffsanierung einhergehen muss.

Rückbau ist sichtbares Symbol der Energiewende
Derzeit läuft der Rückbau vom Betriebsgebäude des Blocks B an der Charlottenstraße. Danach erfolgt der Abriss des benachbarten Maschinenhauses. So verschwindet, Stück für Stück, Gebäude für Gebäude das gesamte HKW II. Zurück bleibt dann aber natürlich noch der unter Denkmalschutz stehende Stadtwerketurm. Alle an den Turm angrenzenden Gebäude wird es aber bald nicht mehr geben. Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass der Rückbau im ersten Quartal 2025 abgeschlossen ist.


„Der Rückbau ist insofern auch sichtbares Symbol der Energiewende, der mit dem Neubau und der Integration neuer Anlagen in den Erzeugungspark Hand in Hand geht“, sagt Ernst Schlusemann. So haben die Stadtwerke im Juni 2023 am Standort Hochfeld ein neues, wasserstofffähiges Groß-Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer elektrischen Gesamtleistung von 31,5 Megawatt in Betrieb genommen.  


Die aus sieben BHKW bestehende Anlage dient dem Ausbau der Fernwärmeversorgung und der Unterstützung der Stromerzeugung. Die sieben Motoren können sehr flexibel eingesetzt werden und immer dann punktgenau Strom und Wärme erzeugen, wenn die Menschen in Duisburg sie brauchen. Das Blockheizkraftwerk arbeitet in sogenannter Kraft-Wärme-Kopplung, es erzeugt also Strom und gleichzeitig Wärme für das Fernwärmenetz mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent. Bereits heute schon ist das BHKW für den künftigen Einsatz von Wasserstoff ausgelegt (H2-ready). Die neue Anlage hat eine Leistung von 31,5 Megawatt und kann so viel Strom erzeugen, wie 68.000 Haushalte pro Jahr verbrauchen. Insgesamt haben die Stadtwerke rund 40 Millionen Euro in das wasserstofffähige Groß-BHKW investiert.  


Hallenbad Neudorf am 7. März ganztägig geschlossen
Das Hallenbad Neudorf an der Memelstraße bleibt am Donnerstag, 7. März, aufgrund einer schulischen Veranstaltung ganztägig für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen. Am Freitag, 8. März, hat es jedoch wieder zu den regulären Zeiten für alle Badegästen geöffnet. Eine Übersicht und weitere Informationen zu den Bädern gibt es auf der Internetseite www.baederportal-duisburg.de und telefonisch bei der Hotline 0203/283-4444


Jugendamt: „New Talents Ruhr“ sucht künstlerische Nachwuchskräfte aus Duisburg
„New Talents Ruhr“ (NTR) ist ein Kooperationsprojekt, das der Regionalverband Ruhr (RVR) zusammen mit elf Städten der Metropole Ruhr organisiert. Das Jugendamt der Stadt Duisburg ist als Kooperationspartner an diesem Projekt beteiligt und möchte jungen künstlerischen Talenten aus Duisburg die Chance geben, sich für das Sommercamp im August zu bewerben.


Das umfangreiche Nachwuchsförderprojekt richtet sich an künstlerische Talente ab 16 Jahren aus der Region Ruhr. Nach einer erfolgreichen Bewerbung nehmen die Talente an einem Sommercamp teil und können sich für ein zweijähriges Mentoring qualifizieren. Die künstlerische Leitung des Programms teilen sich die Akademie für Theater und Digitalität des Theaters Dortmund, die Folkwang Universität der Künste, Pottporus e.V., das Theater im Depot e.V. und URBANATIX.


Diese vier Partner setzen die vier Schwerpunkte „Digitale Künste & Perfomance“, „Elektronische Musik“, „Urban Arts“ sowie „Neuer Zirkus“. Wer kann sich bewerben? Künstlerische Talente ab 16 Jahren, die ihren Wohnsitz, oder einen Lebensmittelpunkt in Duisburg oder einer der Partnerstädte haben, sind eingeladen sich auf einen Platz im Programm zu bewerben. Neugier und Offenheit sind für mindestens einen der Schwerpunkte vorhanden, sowie Leidenschaft für künstlerische, kreative Tätigkeiten.


Interessierte können sich über die Internetseite www.newtalents.rvr.ruhr bewerben. Aus den Bewerbungen werden 88 Talente ausgewählt, die in den Sommerferien vom 9. bis 18. August an einem künstlerischen Camp mit Übernachtung und Verpflegung in Dortmund teilnehmen dürfen. Dort werden die Talente angeleitet schwerpunktübergreifend künstlerisch zu arbeiten. Das Camp mündet in einer öffentlichen Abschlussshow am 17. August. Dort werden die Ergebnisse der künstlerischen Zusammenarbeit aus der Camp Woche präsentiert. Zusätzlich bietet NTR im Nachgang zur Campwoche den Talenten weitere Möglichkeiten der Vernetzung und des künstlerischen Austauschs.


Weiterhin sollen Besuche von Kunst- und Kulturveranstaltungen angeboten werden. Insgesamt 32 Teilnehmende erhalten die Chance auf ein zweijähriges Mentoring. Das Mentoring ist eine individuelle Förderung, die neben der (schulischen) Ausbildung/Arbeit umgesetzt werden kann. Es richtet sich an junge Menschen, die ihre künstlerischen Talente intensiv ausbauen möchten und eine berufliche, künstlerische, Zukunft anstreben. Die Inhalte des Mentorings richten sich nach den Bedürfnissen und Zielen der Mentees (Auftritte, Aufnahmeprüfungen, Selbstmarketing o.ä.), sowie einen internationalen Schwerpunkt, der den Talenten Zugang zu Workshops internationaler Künstler*innen ermöglichen soll.


Ein kurzer Auslandsaufenthalt in Manchester im Jahr 2025 ist dabei in Planung. Das komplette Programm ist für die Teilnehmenden kostenlos. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NordrheinWestfalen fördert das Projekt NEW TALENTS RUHR innerhalb von Neue Künste Ruhr. Das Mentoring-Programm wird unterstützt durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Weitere Informationen unter www.newtalents.rvr.ruhr sowie bei Instagram: @newtalentsruhr


Bürgerservice: Ausweisdokumente rechtzeitig vor den Ferien auf Gültigkeit überprüfen

In wenigen Wochen, am 25. März, beginnen die Osterferien in NordrheinWestfalen. Der Bürgerservice der Stadt Duisburg empfiehlt daher, sich frühzeitig um die Neubeantragung von Ausweisdokumenten zu kümmern. Bürgerinnen und Bürger sollten ihre eigenen Ausweisdokumente und ganz besonders die der Kinder überprüfen. Hierbei gilt es zu beachten, dass seit dem 1. Januar keine Kinderreisepässe sowie Verlängerungen mehr ausgestellt werden dürfen.


Es gibt nur noch die Möglichkeit, einen Personalausweis oder Reisepass für Kinder zu beantragen. Die Gültigkeitsdauer von derzeit noch ausgestellten Kinderreisepässen bleibt jedoch weiterhin bestehen. Aktuell können in den sieben Bürger-Service-Stationen ausreichend zeitnahe Termine angeboten werden. Der Besuch ist nur mit einem vorher gebuchten Online-Termin unter www.duisburg.de/termine möglich. Die Ausweisdokumente werden durch die Bundesdruckerei gefertigt. Dies dauert in der Regel vier Wochen ab Antragsstellung. 

Foto Ilja Höpping/Stadt


Die 45. Duisburger Akzente - ein Festival für die ganze Familie  vom 1. bis 24. März 2024
Akzente 2024: Ausstellung und Vortragsreihe zu Familien der Stadtgeschichte
Anlässlich der Duisburger Akzente laden die Stadtarchäologen zu einer Vortragsreihe und einer extra dafür erarbeiteten Ausstellung zur Duisburger Geschichte ein. Die Veranstaltung entstand in Zusammenarbeit der Stadtarchäologie Duisburg mit dem Forschungsprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) „Genese des westlichen Ruhrgebiets“ der Universität Kiel. Alle Vorträge beginnen jeweils um 18 Uhr in den Räumen der Stadtarchäologie am Landschaftspark Duisburg Nord, Lösorter Str. 129. Der Eintritt ist frei.


Das Ruhrgebiet ist ein Produkt der Industrialisierung, so die gängige These. Diese Aussage stimmt allerdings nur bedingt. Die Forschung der letzten Jahre zeigt, dass die Region an der Ruhr bereits im Mittelalter dicht besiedelt und von Handel und Handwerk geprägt war. Kaufmannsfamilien aus Duisburg und Essen prägten die Städte und das Umland. Im Laufe der frühen Neuzeit wurden die Handels- und Produktionsnetzwerke schließlich so ausgebaut, dass die Industrialisierung des 19. Jahrhundert so rasch und tiefgreifend überhaupt möglich wurde.


Warum entstand das Ruhrgebiet im Ruhrgebiet?
Mit diesem Thema beschäftigt sich zu Beginn der Vortragsreihe Dr. Maxi Platz, Universität Kiel, am Donnerstag, 7. März. Die Frage nach den Ursprüngen der Industrialisierung im Ruhrgebiet ist nicht so häufig gestellt worden, wie man annimmt. Über viele Jahrzehnte galt das Ruhrgebiet als ist ein Produkt der Industrialisierung, geprägt von Kohleförderung und -veredelung, Stahlproduktion sowie hochindustriell arbeitender Produktion. Inzwischen ist klar, dass sich diese Entwicklung nicht auf der grünen Wiese vollzog, sondern ein jahrhundertelanger Prozess der Protoindustrialisierung vorausging, der seine Wurzeln im späten Mittelalter hat und sich bis ins 18. Jahrhundert nachvollziehen lässt.


„Das junge Licht scheint heller als die brennende Ruhr“ – unter diesem Titel lädt der Schriftsteller Ralf Koss am Montag, 11. März, zu einem literarischen Blick in die Lebenswelt der Arbeiterfamilien ein. Bergbau und Industriearbeit prägten im Ruhrgebiet des 20. Jahrhunderts Mentalität sowie Alltag in Familien. Gewohnheiten und Haltungen aus dem Pütt bestimmten, was richtig und was falsch war. Auch in archäologischen Ausgrabungen finden sich Exponate aus dieser jüngsten Zeit. Anders als mittelalterliche Funde, sind diese nicht ausschließlich Informationsträger, sondern transportieren Erinnerung, Geschichten und Emotionen. Literatur ist ein Weg, diese Geschichten zu erzählen.


Stadtarchäologe Dr. Kai Thomas Platz zeigt in einem Vortrag „Archäologische Spuren der Familie Hardt und die Duisburger Tuchindustrie“ am Donnerstag, 14. März, anhand von neuen Befunden die Entwicklung der Wollenweber- und Leineweberfabriken in Duisburg. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Familie Hardt, die im mittleren 18. Jahrhundert nach Duisburg zog. Eine wesentliche Rolle spielte neben der Produktion der Vertrieb, daher werden auch die Warenströme und Handelswege, die von Duisburg ausgingen, betrachtet. Am Ende steht die Frage, wie diese neuen Forschungsergebnisse ins Bild von Duisburg als ärmliche Ackerbürgerstadt passen.


„Die Böningers und Carstanjens: Zwei Duisburger Unternehmerfamilien im Tabakgeschäft“ – darüber referiert Dr. Ludger Heid am Donnerstag, 21. März. Die Familien Böninger und Carstanjen gehörten seit dem 18. Jahrhundert über Jahrzehnte hinweg zu den maßgeblichen Unternehmern der Stadt und haben einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung geleistet. Die Firmen „Arnold Böninger“ und „Martin Carstanjen & Söhne“ nahmen als zwei von 13 Tabakfabriken in Duisburg (1829) auch eine bedeutende Stellung innerhalb der deutschen Tabakindustrie ein, die hunderte Menschen beschäftigte. Im Jahre 1831 wurde ein Sechstel aller nach Preußen importierten Tabakblätter in Duisburg verarbeitet. Unter dem Titel „Von Kaufleuten zu Industriemagneten: die Wurzeln der Ruhrbarone in den mittelalterlichen Städten“ kann man sich darüber hinaus in einer begleitenden Ausstellung informieren. Zu sehen ist sie jeweils im Anschluss an die Vorträge.


Sonntagsführung im Ruhrorter Binnenschifffahrtsmuseum 
Das Binnenschifffahrtsmuseum bietet am kommenden Sonntag, 25. Februar, um 15 Uhr im Museum an der Apostelstraße 84 in Ruhrort eine öffentliche Sonntagsführung durch das Museum und die Ausstellungen an. Die Kosten betragen einen Euro für die Führung sowie Eintritt von 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt zeigt Schifffahrts-Geschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart als multimediales Erlebnis auf drei Etagen mit vielen detailgetreuen Modellen und zahlreichen Exponaten zum Anfassen.

Blickfang und Mittelpunkt in der ehemaligen Herren-Schwimmhalle ist die Tjalk „Goede Verwachting“, ein Lastensegler aus dem Jahre 1913 unter vollen Segeln. Die Halle ist der Geschichte der Fortbewegungstechniken auf den Flüssen vom Einbaum bis zum modernen Schubverband sowie dem Schiffbau gewidmet. Im Zentrum der ehemaligen Damen-Schwimmhalle steht der begehbare Nachbau eines Binnenschiffes. Es ist das bei Kindern beliebte Spielschiff „Hermann“. Ein wichtiges Thema in dieser Halle ist das Leben und Arbeiten an Bord.

et vom Alltag der Schiffer und ihrer Familien zu Wasser und zu Lande. Weitere Themen des Museums sind Personenschifffahrt und Rheinromantik, Umschlagstechniken im Hafen, die Geschichte der Duisburg-Ruhrorter Häfen, das deutsche Kanalsystem, Flussbau (und Schleusen) sowie internationale Vereinbarungen zur Binnenschifffahrt. Alle Ausstellungsbereiche sind für Menschen mit Behinderungen und Rollstuhlfahrer gut zu erreichen.

Für die Dauer des Museumsbesuchs kann bei Bedarf ein Rollstuhl bzw. ein Rollator an der Kasse kostenfrei entliehen werden. Das Binnenschifffahrtsmuseum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter (0203) 283-94140 sowie unter www.binnenschifffahrtsmuseum.de. Fotos Tanja Pickartz / Stadt Duisburg


Arbeitsunfähigkeit und die Maßnahmen zur stufenweisen Wiedereingliederung
Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit und die Maßnahmen zur stufenweisen Wiedereingliederung nach § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 7 SGB V (Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie)

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 7. Dezember 2023 beschlossen, die Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie in der Fassung vom 14. November 2013 (BAnz AT 27.01.2014 B4), die zuletzt durch die Bekanntmachung des Beschlusses vom 7. Dezember 2023 (BAnz AT 27.12.2023 B5) geändert worden ist, wie folgt zu ändern: I. § 4 Absatz 3 Satz 3 wird wie folgt gefasst: „Soweit erforderlich dürfen dabei folgende Angaben erhoben werden:

1. die die Arbeitsunfähigkeit auslösenden Diagnosen, insbesondere durch Nennung der ICD-10-Codes, 2. Art und Umfang der Berufstätigkeit, die bis zum Beginn der Arbeitsunfähigkeit ausgeübt wurde,
3. bei Empfängern von Leistungen nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch der zeitliche Umfang, für den die oder der Versicherte unter Berücksichtigung der Regelung nach § 2 Absatz 3 zur Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht und
4. die weiteren diagnostischen, therapeutischen und rehabilitativen Maßnahmen, die in Bezug auf die die Arbeitsunfähigkeit auslösenden Diagnosen vorgesehen oder bereits eingeleitet sind; hierzu zählt auch die Angabe, ob eine Überweisung zur fachärztlichen Mitbehandlung ausgestellt wurde und wenn ja, zu welcher Fachrichtung.“

II. Die Änderung der Richtlinie tritt am Tag nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Die Tragenden Gründe zu diesem Beschluss werden auf den Internetseiten des G-BA unter www.g-ba.de veröffentlicht. Beschlussdatum: 07.12.2023 - Inkrafttreten: 21.02.2024
Arbeitsunfähigkeit und Wiedereingliederung (PDF 172,54 kB)


SUV-Hochburg liegt im Ruhrgebiet Mülheim an der Ruhr
Mülheim an der Ruhr ist Deutschlands SUV-Hochburg: Laut des Vergleichsportals CHECK24 sind mit 18,6 Prozent unter den 50 größten deutschen Städten hier die meisten SUVs versichert. Doch auch das Schlusslicht kommt aus dem Ruhrgebiet: Der SUV-Anteil ist unter den 50 größten Städten in Gelsenkirchen am geringsten.
Nur 10,6 Prozent der Versicherungsnehmer fahren dort einen SUV. Das Wachstum hat 2023 deutschlandweit nachgelassen. Im Vergleich zu 2022 ist der SUV-Anteil 2023 nur um ein Prozent gestiegen. In den vergangenen zehn Jahren zuvor war der Anstieg meist zweistellig. idr



Europawahl 2024: Bis zu 64,9 Millionen Wahlberechtigte in Deutschland
Bei der zehnten Direktwahl des Europäischen Parlaments am 9. Juni 2024 werden nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Deutschland bis zu 64,9 Millionen Deutsche und weitere Staatsangehörige der Europäischen Union (EU) wahlberechtigt sein, davon 33,3 Millionen Frauen und 31,7 Millionen Männer.

Cell Broadcast feiert am 23. Februar 2024 sein einjähriges Bestehen in Deutschland.
Seit der Inbetriebnahme des neuen Warnkanals durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) konnten deutschlandweit bereits 219 Warnmeldungen erfolgreich versandt werden. Bitte beachten Sie dazu unsere Pressemitteilung und geben Sie gerne an interessierte Kolleginnen und Kollegen weiter. Gerne können Sie auch die angehängte Infografik für Ihre Berichterstattung verwenden. Geben Sie als Bildquelle bitte "BBK" an.


Positive Bilanz nach einem Jahr: Über 200 Warnmeldungen per Cell Broadcast seit Einführung Cell Broadcast feiert am 23. Februar 2024 sein einjähriges Bestehen in Deutschland. Seit der Inbetriebnahme des neuen Warnkanals durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) konnten deutschlandweit bereits 219 Warnmeldungen erfolgreich versandt werden. Cell Broadcast stellt so eine bedeutende Erweiterung der in Deutschland verwendeten Warnmittel, wie Sirenen, Radio und Fernsehen oder Warn-Apps, dar.


BBK-Präsident Ralph Tiesler bilanziert zum Jubiläum: „Gerade in akuten Gefahrensituationen hat sich Cell Broadcast als schnelles und zuverlässiges Warnmittel in Deutschland erfolgreich bewährt. Mit keinem anderen Warnmittel können in so kurzer Zeit so viele Menschen erreicht werden. Mit der Einführung von Cell Broadcast als zusätzliches Warnmittel ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes erreicht.“


81 Prozent der Befragten begrüßen den Einsatz des neuen Warnmittels Das bestätigen auch die aktuellen Umfrageergebnisse, die das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BBK) nach dem Bundesweiten Warntag 2023 erhoben hat und aktuell auswertet: Demnach konnten 72 Prozent der Befragten am Warntag per Cell Broadcast erfolgreich gewarnt werden. Damit zählt Cell Broadcast zu den reichweitenstärksten und effektivsten Warnmitteln. Die Umfrage zeigt zudem: Cell Broadcast gehört zu den Warnmitteln, die die Bevölkerung als „sehr sinnvoll“ erachten: So gaben 81 Prozent der Befragten an, dass sie den Einsatz des neuen Warnmittels begrüßen. Cell Broadcast ist eine Warnnachricht, die direkt auf das Handy oder Smartphone geschickt wird.



Handys und Smartphones registrieren sich automatisch in einer sogenannten Funkzelle, über die ein Netzempfang hergestellt wird. Der Vorteil dabei ist, dass so alle Personen anonym erreicht werden können. Der hierfür erforderliche Datenverkehr wird auch durch ein erhöhtes Aufkommen an Mobilfunkgesprächen nicht beeinflusst. So funktioniert Cell Broadcast auch in stark ausgelasteten Netzen. Nordrhein-Westfalen klarer Spitzenreiter beim Einsatz von Cell Broadcast Die mit Abstand meisten Cell Broadcast-Nachrichten (59) wurden dabei im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen verschickt. Es folgen Rheinland-Pfalz auf Platz 2 (32), Bayern auf Platz 3 (25) und Hessen auf Platz 4 (20) – dicht gefolgt von Niedersachsen (19) und Schleswig-Holstein (19) auf Platz 5.


Besonders häufig kam das neue Warnmittel bei Bränden zum Einsatz: Fast jede zweite Cell Broadcast-Warnung (45 Prozent) ist auf einen Brand oder eine damit einhergehende Gefährdung – wie Brandgase – zurückzuführen. Auch bei Naturgefahren und Wetterereignissen wird in Deutschland oft per Cell Broadcast gewarnt: jede fünfte Cell Broadcast-Meldung (18 Prozent) ist hiervon betroffen.

Bei Weltkriegsbomben- und Munitionsfunden wird in Deutschland ebenfalls verstärkt per Cell Broadcast gewarnt: Zwölf Prozent aller Cell Broadcast-Meldungen sind auf einen Munitionsfund zurückzuführen. Dies ist damit zu begründen, dass eine Bombenentschärfung oft sofortige Evakuierungsmaßnahmen erfordert. Mehr Informationen zum BBK und zur Warnung der Bevölkerung finden Sie unter folgenden Links: www.bbk.bund.de/warnung


VHS-Veranstaltung: „Lach mal Lieschen!“ - Geschichten und Gedichte - vorwiegend heiter
Kunst tritt im Alltag in völlig unterschiedlichen Formen auf: zum Beispiel als Gemälde, Buch, Reiterstandbild oder als Leseabend im Vortragssaal der VHS, bei dem Autoren wie Tucholsky, Busch oder Ringelnatz gekonnt heiter genau diese Formen aufs Korn nehmen. Auch das Zwischenmenschliche kommt dabei nicht zu kurz, denn die hohe Kunst, mit seinen Mitmenschen umzugehen, ist ebenfalls Thema.


In einem Fall sogar ein tierisches Thema. Und dann ist da natürlich auch noch die Sache mit den Schwimmhosen. Kunst-voll vorgetragen am Donnerstag, 22. Februar, von 18.30 bis 20 Uhr von Dr. Claudia Kleinert und Marion Bachmann in der VHS im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte. Das Teilnahmeentgelt beträgt fünf Euro, eine vorherige Anmeldung unter www.vhs-duisburg.de ist erforderlich.


Klönen, Kaffee und jede Menge Kuchen beim Neumühler Turmcafé 
Am Sonntag, 3. März, öffnet wieder das beliebte monatliche Turmcafé der Evangelischen Kirchengemeinde Duisburg Neumühl von 15 bis 17 Uhr in der Gnadenkirche  am Hohenzollernplatz seine Türen.  Auch dieses Mal gibt es zu Kaffee und Tee leckere, zum größten Teil selbstgebackene Kuchen. Das Turmcafé wird immer von unterschiedlichen Gruppen der Gemeinde durchgeführt. Organisation, Service und Bewirtung übernehmen diesmal die frühere Presbyterin und „Turmcafé-Urgestein“ Gisela Usche und ihr Team.


Der Verkaufserlös von Kaffee und Kuchen fließt wieder in die Instandhaltung der Gnadenkirche. Kuchenspenden sind gern gesehen und können im Alten Pfarrhaus, Obermarxloher Straße 40, Tel. 0203 / 580448, abgegeben werden. Da im 11-Uhr-Gottesdienst am gleichen Tag das neue Presbyterium der Gemeinde eingeführt wird und die ausgeschiedenen Presbyteriumsmitglieder verabschiedet werden, gibt es danach einen Empfang mit Kennenlern- und Gesprächsmöglichkeiten. Deshalb ist der Einlass zum Turmcafé erst ab 14.15 Uhr möglich. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.ekir.de/neumuehl.


Die Leidenden der Gegenwart wahrnehmen
In den Wochen vor Ostern erinnern sich Christinnen und Christen an die Leidensgeschichte Jesu. Die Passionszeit hilft aber auch wahrzunehmen, so Pfarrer Dr. Christoph Urban, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg in seiner aktuellen Videobotschaft, wo Menschen schwer zu tragen haben, wo sie schutzlos sind und wo ihnen jemand hilft. „Und es hilft die Leidenden der Gegenwart wahrzunehmen in den Kriegen, Krisen und Katastrophen unserer Zeit. Denn das ist bitter nötig.“ Das Video ist auf dem Youtubekanal „Evangelisch in Duisburg“ zu sehen. Infos zum Kirchenkreis, den Gemeinden und Einrichtungen gibt es im Netz unter www.kirche-duisburg.de.  


Redetext des Videostatements: 
<< Kreuzwege finde ich gut. Ich habe mal an Saar und Mosel gewohnt, da gab es viele davon. Oben mit Gipfelkreuz. 14 Stationen zeichnen das Leiden Jesu nach, auf dem Weg zum Kreuz. Jesus nimmt das Kreuz auf sich. Jesus wird seiner Kleider beraubt. Ein Mann namens Simon hilft ihm ein Stück, das Kreuz zu tragen.

In der Passionszeit vergegenwärtigen wir uns die Leiden Jesu. Das ist ein Wert an sich. Aber es hilft auch, wahrzunehmen: Wo habe ich schwer zu tragen? Wo bin ich schutzlos? Wo hilft mir jemand? Und es hilft, die Leidenden der Gegenwart wahrzunehmen in den Kriegen, Krisen und Katastrophen unserer Zeit. Denn das ist bitter nötig.>>  


Duisserner „Café Notkirche“ trifft Marc Chagall 
Das „Café Notkirche“ der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg ist nicht nur ein Treffpunkt in Duissern zum Kuchen-Schlemmen, sondern auch für Kurse und Veranstaltungen. So haben Leiterin Monika Philipp-Korn und ihr Mann, Pfarrer Stefan Korn die nächste Ausgabe von „Café Notkirche trifft…“ organisiert. Das Format überzeugt viele: Bei einem Glas Wein begegnen die Gäste über Vortrag, Bilder und Geschichten bekannten Personen aus der Vergangenheit, die mit ihrem Leben und Werk Spuren hinterlassen haben.


Ging es zuletzt um Astrid Lindgren, Albert Schweitzer oder Hildegard von Bingen, steht am Mittwoch, 28. Februar 2024 um 17 Uhr an der Martinstr. 37 ein Treffen mit Marc Chagall an. Das Ehepaar Korn zeichnet an dem Nachmittag ein faszinierendes Bild des Meisters der Farbe und der biblischen Botschaft - auch anhand von Fotos, der Fenster in der St. Stephanskirche in Mainz, die der Künstler gestaltet hat. Der ist Eintritt frei, eine Anmeldung ist erforderlich (Tel.: 0203 / 33 04 90). Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.ekadu.de.  




Fast 14 Prozent weniger Getötete und 17 Prozent weniger Schwerverletzte im Winter
Im Winter 2022/2023 haben sich auf den nordrhein-westfälischen Straßen 11 967 Verkehrsunfälle mit Personenschaden ereignet. Wie das Statistische Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 3,1 Prozent weniger als im Winter zuvor (12 356). Von Dezember 2022 bis Februar 2023 sind bei Unfällen im Straßenverkehr 88 Personen gestorben und 1 989 Personen schwer verletzt worden. Das waren 13,7  Prozent weniger getötete Personen und 17,0 Prozent weniger Schwerverletzte als im Vorjahreswinter.


Im Vergleich zum Winter 2019/2020 vor Beginn der Corona-Pandemie ist die Zahl der Unfälle mit Personenschaden zwischen Dezember 2022 und Februar 2023 um 8,8 Prozent gesunken; es wurden 8,3 Prozent weniger Personen getötet und 29,3 Prozent weniger schwerverletzt. Schwierige Straßenverhältnisse und Witterungseinflüsse als Unfallursache Aufgrund von Schnee oder Eis ereigneten sich in den Wintermonaten 2022/2023 insgesamt 335 Unfälle mit Personenschaden; das waren 5,4 Prozent weniger als in den Wintermonaten 2021/2022.


Hierbei wurden zwei Personen getötet und 71 Personen schwer verletzt. Regen war in diesem Zeitraum für 105 Unfälle mit Personenschaden ein Grund (−24,5 Prozent) und führte zu 18 Schwerverletzten. Sichtbehinderungen durch blendende Sonne führten in den Wintermonaten 2022/2023 in 68 Fällen zu einem Unfall mit Personenschaden. Dabei wurden 15 Personen schwer verletzt. Fünf Unfälle ereigneten sich infolge von Unwettern oder sonstigen Witterungseinflüssen, wobei eine Person schwer verletzt wurde. Durch schlechte Sicht aufgrund von Nebel passierten im vergangenen Winter vier Unfälle mit insgesamt zwei Schwerverletzten..


Die meisten Unfälle mit Personenschaden ereigneten sich im Sommer 2022 Die unfallstärkste Jahreszeit seit dem Winter 2020/21 war der Sommer 2022 (Juni bis August) mit 17 832 Unfällen mit Personenschaden. Zu den häufigsten Unfallursachen zählten im Jahr 2022 insgesamt ungenügender Sicherheitsabstand (6 682 Unfälle, 11 Todesfälle), Nichtbeachten von Verkehrszeichen, die die Vorfahrt regeln (6 051, 38 Todesfälle) und Fehler beim Abbiegen nach links (4 546, 15 Todesfälle).






Hafer und Hülsenfrüchte statt Kuhmilch und Fleisch. ALTERNATIVPRODUKTE  20.02.2024
Im Supermarktregal reihen sich Hafer-, Mandel- und Sojamilch dicht nebeneinander – doch zu welcher Sorte greifen Konsument:innen von Milchalternativen am ehesten? Laut Daten der Statista Consumer Insights zeigt sich Hafermilch mit einem Anteil von 70 Prozent bei den Befragten als Spitzenreiter und überzeugt vor allem Kaffeeliebhaber durch ihre Schaumfähigkeit. Mandelmilch folgt mit 63 Prozent. Sojamilch wählten etwas mehr als die Hälfte der Befragten in den drei Monaten vor dem Zeitpunkt der Umfrage. Sie gilt als nährstoffreicher Allrounder, da sie dem Eiweißgehalt der Kuhmilch am nächsten kommt.


Der Bereich der Fleischersatzprodukte ist geprägt von Diversität und Innovation. Hülsenfrüchte wie (Kicher-)Erbsen nehmen hier mit 55 Prozent die führende Position ein, stehen allerdings nur knapp vor gemüsebasierten Alternativen (54 Prozent). Auch auf dem Markt der Fleischalternativen ist Soja mit einem Konsument:innenanteil von 42 Prozent ein wichtiger Spieler. Gleichzeitig bringt der Anbau von Soja auch kritische Fragen der Nachhaltigkeit und Landnutzung mit sich, die es zu berücksichtigen gilt. Die Entscheidung für Milch- und Fleischalternativen ist komplex und wird von Faktoren wie Gesundheit, Umweltbewusstsein und ethischen Überlegungen beeinflusst. Verbrauchertrends zeigen einen deutlichen Hang zur Nachhaltigkeit in der Ernährung, aber auch das Bedürfnis, individuelle Geschmackspräferenzen zu erfüllen. Renè Bocksch
Infografik: Hafer und Hülsenfrüchte statt Kuhmilch und Fleisch | Statista

Woher kommen unsere Sojabohnen? ERNÄHRUNG  20.02.2024
Deutschland bezieht den größten Teil seiner Sojabohnen-Importe aus den USA. Rund 2,04 Millionen Tonnen Sojabohnen kamen im Jahr 2022 aus dem nordamerikanischen Land. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamts. Gleich auf dem zweiten Platz folgt Brasilien mit rund 977.000 Tonnen. Brasilien ist zugleich der weltweit wichtigste Exporteur von Soja mit einem Marktanteil von 52,6 Prozent. Mit rund 134.000 Tonnen folgt an Position drei die Ukraine.


Seit dem russischen Überfall hat das Land seine Soja-Produktion deutlich erhöht. Mit Soja lässt sich auf dem Weltmarkt derzeit mehr Geld verdienen als mit Getreide. In den vergangenen Jahren sind daher auch der Anbau und die Produktion von Sojabohnen weltweit gestiegen. Über 370 Millionen Tonnen Sojabohnen wurden im Jahr 2022/23 geerntet. Zum Vergleich: Im Jahr 2005/2006 lag die weltweite Produktionsmenge hingegen noch bei rund 220 Millionen Tonnen.


Als Kehrseite dieser Soja-Hochkonjunktur gilt jedoch die Abholzung des Regenwaldes, wachsende Soja-Monokulturen und Konflikte um Landnutzungsrechte in Südamerika. Zudem steht auch der hohe Anteil von gentechnisch verändertem Soja und die damit einhergehende Verwendung von Pflanzenschutzmitteln bei Umweltverbänden in der Kritik, da diese in Verdacht stehen, Böden und Trinkwasser zu belasten. Matthias Janson
Infografik: Woher kommen unsere Sojabohnen? | Statista

Regenwaldrodung macht Brasilien zum Soja-Produzenten Nr. 1 - 20.02.2024
Brasilien ist in den letzten Jahren zum weltgrößten Soja-Produzenten aufgestiegen. Wie die Statista-Grafik auf Basis von Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (PDF-Download) zeigt, wurden dort zuletzt 163 Mio. Tonnen Sojabohnen geerntet – über 40 Millionen Tonnen mehr als in den USA. Möglich werden diese Mengen unter anderem durch den Anbau von Soja im Amazonasgebiet, wofür auch der Regenwald gerodet wird.


Deutschland bezieht einen großen Teil seiner Soja-Importe aus Brasilien (28,4 Prozent). Das ist nicht unproblematisch, denn: als Kehrseite dieser Soja-Hochkonjunktur gilt jedoch die Abholzung des Regenwaldes, wachsende Soja-Monokulturen und Konflikte um Landnutzungsrechte in Südamerika. Zudem steht auch der hohe Anteil von gentechnisch verändertem Soja und die damit einhergehende Verwendung von Pflanzenschutzmitteln bei Umweltverbänden in der Kritik, da diese in Verdacht stehen, Böden und Trinkwasser zu belasten.


Im Regenwald können brasilianische Landwirte viel Geld verdienen mit Soja. Laut einer Studie der Weltbank können gerade Landwirte im Amazonasgebiet deutlich profitabler wirtschaften als in anderen Regionen. Bei der Sojabohne handelt es sich um eine Nutzpflanze, die u.a. als Nahrungspflanze, aber auch für die Herstellung von Biosprit sowie Farben und Lacken verwendet wird. Grundsätzlich gehört die Sojabohne zu den Hülsenfrüchten, wird aber aufgrund ihres hohen Fettgehaltes im Regelfall als Ölsaat klassifiziert. Aus Sojabohnen werden Produkte gewonnen wie Sojaschrot, Sojaöl, Sojasoße und Tofu. Sojaprodukte erfreuen sich in der veganen und vegetarischen Ernährung aufgrund des hohen Eiweißgehaltes als Fleischersatzprodukte großer Beliebtheit. Matthias Janson
Infografik: Regenwaldrodung macht Brasilien zum Soja-Produzenten Nr. 1 | Statista

Pflanzliche Ersatzprodukte boomen - MILCH- UND FLEISCHERSATZ
Mit "Fake Meat sollte die Welt retten. Es wurde nur eine weitere Modeerscheinung" ist ein aktueller Bloomberg-Artikel von Deena Shanker überschrieben. Über eine Länge von 25.000 Zeichen legt die Journalistin dar, warum der Markt für Fleischersatz nicht die in ihn gesetzten hohen Erwartungen erfüllt hat. Dass hier auch eine andere Sichtweise möglich ist, zeigen Daten der Statista Consumer Market Insights. Denen zufolge wächst der weltweite Umsatz mit Fleischersatzprodukten auf Pflanzenbasis rasant.


Bis 2025 soll das Marktvolumen auf rund 22 Milliarden Euro steigen - das entspricht einem Plus von 276 Prozent gegenüber dem Jahr 2020. Nicht ganz so dynamisch, aber ebenfalls dreistellig, wächst der Markt für pflanzliche Milch und Milchmischgetränke. Zwar ist das noch sehr weit von den Dimensionen tierischer Produkte entfernt, aber es ist sicher zu früh pflanzliche Ersatzprodukte als Flop abzuschreiben.
Mathias Brandt
Infografik: Pflanzliche Ersatzprodukte boomen | Statista

Ernährungsbewusste Deutsche?
Wie gesund ernähren sich die Deutschen? In einer Umfrage des Statista Consumer Insights geben knapp über die Hälfte der Befragten an, dass sie versuchen, sich aktiv gesund zu ernähren. Viele versuchen zudem, ihren Fleischkonsum zu beschränken und auf künstliche Zusatzstoffe im Essen zu verzichten. In der Umfrage kamen jedoch auch Verhaltensweisen ans Licht, die der Gesundheit nicht eben zuträglich sind: So geben rund ein Viertel der Befragten an, dass Lebensmittel für sie schnell und bequem in der Zubereitung sein sollten.


Knapp ein Fünftel kochen nicht gern. Generell haben mehr Befragte Aussagen zugestimmt, die ein positives Verhalten beschreiben. Bei den negativ konnotierten Praktiken bzw. Verhaltensweisen sind die Zustimmungswerte geringer. Es könnte daher sein, dass hier das Phänomen der sozialen Erwünschtheit Einfluss auf die Ergebnisse hatte. Soziale Erwünschtheit beschreibt die Tendenz von Befragungsteilnehmern, in einer Befragung eine überwiegend positive Beschreibung der eigenen Person abzugeben oder – allgemeiner gefasst – dem zu entsprechen, was der Interviewer oder andere beteiligte Personen vermeintlich von einem erwarten.


Verschiedene „harte“ Daten wie etwa die steigenden Umsätze in der Herstellung von Fertiggerichten oder der steigende Anteil von Menschen mit Übergewicht/Adipositas deuten darauf hin, dass die Deutschen nicht ganz so ernährungsbewusst sind, wie sie in Umfragen angeben. Beim Thema Fleisch hingegen untermauert der rückläufige Pro-Kopf-Verzehr, dass die Deutschen ihr Vorhaben, weniger davon zu essen, offenbar auch in die Tat umsetzen. Matthias Janson
Infografik: Ernährungsbewusste Deutsche? | Statista