'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


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Baustellen DVG-Umleitung Bahn-VRR


26. Kalenderwoche
Montag, 22. - 28. Juni 2026

ExtraSchicht begeistert trotz Hitze
Rund 10.000 Besucher:innen kamen am Samstagabend zur 24. ExtraSchicht in den Landschaftspark Duisburg-Nord und erlebten trotz extremer Hitze einen eindrucksvollen Abend zwischen Industriekulisse(n), Akrobatik und Kreativität.  

Connecting the dots (c) Merle Eckhardt

Bei Temperaturen von nahezu 40 Grad setzte das Programm eindrucksvolle Akzente. Absoluter Publikumsmagnet war die spektakuläre Show von Flic Flac auf dem Bunkervorplatz. Mit mitreißender Akrobatik, artistischen Höchstleistungen und einer energiegeladenen Inszenierung verwandelte das Ensemble den Platz in eine große Open-Air-Bühne und zog die Aufmerksamkeit zahlreicher Gäste auf sich.  

Der Bunkersteg verwandelte sich erstmals in ein großformatiges Kunstwerk. Unter dem Titel „Connecting the Dots“ brachte der niederländische Künstler Ivo Schoofs eine Lichtkunst-Installation aus Eindhoven nach Duisburg. Knapp 50 rot leuchtende Heliumballons stiegen über dem Gelände auf und schufen eine eindrucksvolle Atmosphäre, die zahlreiche Gäste zum Verweilen und Fotografieren einlud.  

Ergänzt wurde das Angebot durch ein vielfältiges Bühnenprogramm mit regionalen und internationalen Künstler:innen, Führungen durch das Industriedenkmal, Lichtinstallationen sowie zahlreiche weitere Programmpunkte, die das Facettenreichtum des Landschaftsparks erlebbar machten.  

Trotz der Temperaturen verlief die Veranstaltung reibungslos: zahlreiche Schattenplätze, kostenlose Wasserangebote und Sprühnebelanlagen sorgten für eine entspannte Atmosphäre.  

Wirtschaftsbetriebe Duisburg warnen vor Blaualgen im Schwanenteich  
Bei einer aktuellen Gewässerkontrolle haben Mitarbeitende der Wirtschaftsbetriebe Duisburg Blaualgen im Schwanenteich in Duisburg-Huckingen festgestellt. Bei Blaualgen handelt es sich um sogenannte Cyanobakterien, die regelmäßig in natürlichen Gewässern vorkommen. In hohen Konzentrationen können sie jedoch gesundheitliche Risiken für Menschen und Tiere darstellen.

Foto Copyright: Wirtschaftsbetriebe Duisburg

Ein möglicher Befall ist unter anderem an einer blaugrünen Färbung des Wassers oder an Schlieren auf der Wasseroberfläche zu erkennen. Der Kontakt mit Blaualgen kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen, geröteten Augen, Fieber oder Atembeschwerden führen. In schweren Fällen sind auch neurologische Beeinträchtigungen möglich. Für Hunde kann die Aufnahme von belastetem Wasser lebensgefährlich oder sogar tödlich sein.

Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg warnen daher dringend davor, Hunde im Schwanenteich schwimmen oder aus dem Gewässer trinken zu lassen. Auch Menschen sollten den direkten Kontakt mit auffällig verfärbtem Wasser vermeiden. Mit Blick auf die angekündigten hohen Temperaturen weisen die Wirtschaftsbetriebe Duisburg zudem darauf hin, dass sich die Wasserqualität in Duisburger Stillgewässern innerhalb kurzer Zeit verändern kann.

Dies gilt auch für andere Seen und Teiche, die von Badegästen sowie Erholungssuchenden besucht werden. Wärme und starke Sonneneinstrahlung können die Vermehrung von Blaualgen begünstigen. Besucherinnen und Besucher sollten deshalb auf auffällige Wasserverfärbungen, Schlieren und Hinweisschilder vor Ort achten.

Hunde sollten grundsätzlich nicht aus stehenden Gewässern trinken, wenn das Wasser auffällig verfärbt ist oder sich Schlieren auf der Oberfläche gebildet haben. Sobald die Blaualgenkonzentration im Schwanenteich wieder unbedenklich ist, werden die Wirtschaftsbetriebe Duisburg die Öffentlichkeit informieren.  

Stadtradeln: Eröffnungstour aufgrund der Hitze abgesagt
Aufgrund der extremen Temperaturen werden die für Samstag, 27. Juni, um 11 Uhr geplante Eröffnungsveranstaltung vor dem Stadttheater zum Stadtradeln 2026 sowie die anschließende Fahrradrundfahrt abgesagt.
Alle Informationen zur Aktion Stadtradeln, die bis zum 17. Juli läuft, gibt es im Internet unter https://www.stadtradeln.de/duisburg. Wichtige Hinweise und Empfehlungen für die heißen Tage finden Interessierte unter https://www.duisburg.de/hitzetipps.

Bund-Länder-Einigung greift zu kurz – Kommunen brauchen jetzt finanzielle Entlastung statt Versprechen für die Zukunft
Fallen künftig bei den Kommunen Mehrkosten an, die aufgrund von neuen Vor- und zugeteilten Aufgaben durch den Bund entstehen, will sich Berlin mit 80 Prozent der Kosten daran beteiligen. Darauf haben sich jetzt Bund und Länder geeinigt. Diese stärkere Beteiligung begrüßt die Stadt Duisburg zwar grundsätzlich, „aber das reicht bei Weitem noch nicht“, sagt Oberbürgermeister Sören Link. „Was ist mit den Altlasten? Was ist mit den überbordenden Kosten durch bereits geltende Gesetze? Diese Sünden der Vergangenheit bleiben ungesühnt.“

Der Oberbürgermeister kritisiert zudem das Zustandekommen der Einigung „Wieder einmal hat man über die Kommunen gesprochen – aber nicht mit ihnen. Wieder einmal wurden wir nicht an den Verhandlungstisch gebeten. Einmal mehr wird von oben herab Politik gemacht. Wer den Städten und Gemeinden wirklich helfen will, der darf nicht nur versprechen, zukünftig weniger neue Steine in den kommunalen Rucksack zu legen.

Wir schleppen nämlich immer noch verdammt schwer an denen, die da schon seit Jahren drin sind. Dafür brauchen wir eine Lösung!“ Denn das Defizit der Kommunen in Deutschland im Jahr 2025 beträgt inzwischen rund 32 Milliarden Euro, in Nordrhein-Westfalen beläuft es sich auf rund neun Milliarden Euro. Auch Duisburg spürt diese Entwicklung mit voller Wucht.

Trotz konsequenter Haushaltskonsolidierung und eines Haushaltssicherungskonzepts ab 2027, das bis 2037 Einsparungen von mindestens 350 Millionen Euro vorsieht, wird ein „Ansparen“ gegen das Defizit immer schwieriger. Für 2025 wird ein Jahresfehlbetrag von voraussichtlich 132,6 Millionen Euro erwartet und die Prognosen für 2026 lassen ein noch höheres Defizit in dreistelliger Millionenhöhe befürchten. Besonders deutlich wird die Dynamik auf der Ausgabenseite: Die Ausgaben (ohne Personal) stiegen zwischen 2022 und 2025 um 364 Millionen Euro bzw.

22 Prozent. Gründe dafür sind insbesondere die Sozialgesetzgebung, die Hilfen zur Erziehung und die Eingliederungshilfe. Alles Ausgaben, die nicht von den Kommunen zu beeinflussen sind. Hinzu kommen erhebliche Kostensteigerungen bei den Personal- und Versorgungsaufwendungen von 137 Millionen Euro (+27 Prozent) im selben Zeitraum. Diese Entwicklungen können Kommunen ebenfalls kaum beeinflussen, sie müssen diese jedoch vollständig aus ihren Haushalten finanzieren.

Stadtdirektor und Stadtkämmerer Martin Murrack betont: „Der Beschluss von Bund und Länder ist zwar ein erster aber eigentlich selbstverständlicher Schritt in die Richtung fairer Kostenverteilung, löst aber keine einzige akute Herausforderung in der schwerwiegendsten kommunalen Finanzkrise der Bundesrepublik. Nicht nur zukünftig muss gelten: Bund und Länder finanzieren alle Leistungen, die sie den Kommunen auferlegen, und zwar mit der derselben Dynamik wie die jeweilige Kostensteigerung.

Eine zukünftige Teilfinanzierung reicht daher bei Weitem nicht und kann auch das dramatische Abrutschen in die roten Zahlen nicht verhindern. Klar ist doch: Ohne eine finanzielle Soforthilfe werden harte Einschnitte bei den Städten und Gemeinden nicht zu verhindern sein und das werden die Bürgerinnen und Bürger spüren – beim Service, den Straßen, der Sauberkeit, den Schulen, Kitas, Bibliotheken, Schwimmbädern, Kultur- und Sportangeboten, Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung.“

Überarbeitete digitale Karte zeigt kühle und schattige Orte in Duisburg – jetzt mit interaktiver Bürgerbeteiligung
Seit 2023 gibt es bereits die Karte kühler Orte der Stadt Duisburg. Insbesondere im Sommer soll sie dazu dienen, den Bürgerinnen und Bürgern eine Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten der Abkühlung auf dem Duisburger Stadtgebiet zu bieten. In einer umfassenden Überarbeitung hat das Umweltamt das Angebot der Kühlen-Orte-Karte erweitert und verbessert.

Insbesondere die Ergänzung zahlreicher Parkanlagen und die Aufnahme schattiger Wege sind nun auch in der Karte hinterlegt. Kühle Orte können zudem auch Badeseen, Wasser- und Waldspielplätze, Kirchen, Museen, Bibliotheken oder Trinkwasserstellen sein. Vor allem vor dem Hintergrund der zukünftigen Zunahme der heißen Tage und Hitzewellen werden Orte der Abkühlung immer wichtiger.

Matthias Simons, Leiter des Umweltamts, sieht die Karte daher als wichtiges Informationsinstrument: „Sie zeigt viele Möglichkeiten zur Abkühlung in der Stadt und hilft den Bürgerinnen und Bürgern, im Alltag einen kühlen Kopf zu bewahren. Dazu gehören schattige Wege für angenehmere Strecken, kostenfreie Trinkwasserangebote an Brunnen sowie die Abkühlung in unseren zahlreichen Parkanlagen. Auch weitere Angebote wie mobile Servicebusse für Hilfesuchende sind enthalten. Die Karte der kühlen Orte lebt vor allem vom Insiderwissen der Menschen vor Ort. Sie kennen ihre Stadtteile am besten. Deshalb haben wir eine Bürgerbeteiligung integriert. So können auch persönliche Geheimtipps aufgenommen werden.“

Dieses Schwarmwissen soll künftig wachsen. Ab sofort ist es möglich, eigene kühle Orte über ein integriertes Bearbeitungstool in der Karte zu hinterlegen und mit wertvollen Informationen zu ergänzen. Link zur Karte: https://geoportal.duisburg.de/geoportal/kuehleorte/


Stadt Duisburg führt die Bezahlkarte ein
Die Stadt Duisburg beginnt ab dem 1. Juli 2026 mit der schrittweisen Einführung der Bezahlkarte für volljährige Personen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. „Die Bezahlkarte hat sich schon in anderen Kommunen als geeignetes Mittel zur Bereitstellung von Leistungen bewährt. Ich bin überzeugt, dass sie sich auch in Duisburg als sicheres und transparentes Verfahren durchsetzen wird“, betont Oberbürgermeister Sören Link.

Im Juli des vergangenen Jahres hat der Rat der Stadt Duisburg entschieden, von der Opt-out-Regelung des Landes Nordrhein-Westfalen keinen Gebrauch zu machen. Diese hätte es den Kommunen erlaubt, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz auch in anderer Form als über die Bezahlkarte zu gewähren.

Mit der Bezahlkarte werden die Leistungen jetzt bargeldlos bereitgestellt. Sie kann für Einkäufe des täglichen Bedarfs genutzt werden. Zusätzlich können pro Person monatlich bis zu 50 Euro des Guthabens in bar abgehoben werden. Die Einführung der Bezahlkarte wird nun nach und nach bis zum Jahresende umgesetzt, um einen geordneten und für die Betroffenen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Im Mai fanden hierzu bereits mehrsprachige Informationsveranstaltungen statt, in welchen die neue Auszahlungsform den betroffenen Personen vorgestellt und die Funktionsweise sowie Nutzungsmöglichkeiten erläutert wurden.

Notwendigkeit eines Haushaltssicherungskonzepts ab 2027
Die Stadt Duisburg wird für den Doppelhaushalt 2027/2028 erstmals seit vielen Jahren ein Haushaltssicherungskonzept (HSK) aufstellen müssen. Grund dafür sind die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und kontinuierlich steigende Soziallasten, welche den Handlungsspielraum der Kommunen zunehmend einschränken.

Ziel des Haushaltssicherungskonzepts ist es, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt langfristig zu sichern und eine drohende Überschuldung abzuwenden. Nach aktuellen Berechnungen beläuft sich das Konsolidierungsvolumen auf 351 Millionen Euro. Spätestens am Ende des Haushaltssicherungszeitraums, das heißt im Jahr 2037, muss dieser Betrag durch wirksame Konsolidierungsmaßnahmen jährlich eingespart werden.

Aufgrund der weiterhin stark steigenden Aufwendungen insbesondere im Sozialbereich wird sich dieser Betrag im laufenden Haushaltsaufstellungsverfahren noch deutlich erhöhen. Um eine Konsolidierung in dieser Größenordnung realisieren zu können, sind nachhaltige Anpassungen in allen Bereichen des städtischen Haushaltes erforderlich.

Dabei werden nicht nur freiwillige oder unwirtschaftliche Leistungen auf den Prüfstand gestellt, sondern es müssen auch im Bereich gesetzlicher Pflichtaufwendungen Einsparungen realisiert werden. Hier liegt der Fokus vor allem auf dem gezielten Einsatz von KI und Digitalisierungstechniken. Auch die städtischen Tochterunternehmen werden ebenfalls erhebliche Konsolidierungsbeiträge leisten müssen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Konsolidierung ist der geplante Abbau von 910 Stellen innerhalb der Stadtverwaltung. Dieser Prozess, der sich über die kommenden zehn Jahre erstrecken wird, soll sozialverträglich gestaltet werden und über natürliche Personalabgänge (z.B. Eintritt in den gesetzlichen Ruhestand) erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen zur Haushaltskonsolidierung sind ausgeschlossen.

Oberbürgermeister Sören Link betont die dringende Notwendigkeit, Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung zu ergreifen: „Bund und Land haben die Kommunen hängen gelassen. Gerade deshalb müssen wir jetzt unter schwierigsten Bedingungen einen verantwortungsvollen Haushalt aufstellen. Nur so bleiben wir als Stadt in der Lage, weiterhin unabhängig und eigenständig gestalten zu können. Das erfordert auch unliebsame Entscheidungen. Wichtig ist mir dabei, dass wir trotz allem weiterhin unserer sozialen Verantwortung gerecht werden.“

Neben den eigenen Konsolidierungsanstrengungen fordert die Stadt erneut eine grundlegende Verbesserung der kommunalen Finanzausstattung. Stadtdirektor und Stadtkämmerer Martin Murrack sieht die Ursachen der Entwicklung vor allem in strukturellen Fehlentwicklungen auf Bundes- und Landesebene: „Die finanzielle Schieflage vieler Kommunen ist längst kein Duisburger Einzelfall mehr. Bund und Länder übertragen den Städten immer neue Aufgaben, ohne dauerhaft für eine ausreichende Finanzierung zu sorgen. Das widerspricht dem Grundsatz: ‚Wer bestellt, muss auch bezahlen‘.

Wenn die deutschen Kommunen insgesamt ein Defizit von nahezu 32 Milliarden Euro ausweisen, dann reichen punktuelle Hilfen nicht aus. Die angekündigte Übernahme von einer Milliarde Euro Altschulden ist ein wichtiges Signal, aber sie löst die strukturellen Probleme nicht. Kommunen brauchen eine verlässliche, auskömmliche und dauerhaft tragfähige Finanzierung ihrer gesetzlichen Aufgaben.“

Die Stadtverwaltung wird die konkreten Maßnahmen des
Haushaltssicherungskonzepts in den kommenden Monaten erarbeiten. Die
Ergebnisse sollen den politischen Gremien nach der Sommerpause,
voraussichtlich im September, zur Beratung vorgelegt werden.

Extreme Hitze: Vorstellungen des Ballett am Rhein am Wochenende im Opernhaus Düsseldorf und Theater Duisburg werden abgesagt
Aufgrund der akuten Hitzewelle, bei der am Wochenende Temperaturen bis zur 40-Grad-Marke in Düsseldorf und Duisburg erwartet werden, sagt die Deutsche Oper am Rhein zwei Vorstellungen des Ballett am Rhein ab. Betroffen von der Absage sind die Vorstellung von „Endstation Sehnsucht“ im Opernhaus Düsseldorf am Freitag, 26. Juni 2026, sowie das dreiteilige Ballettprogramm „Signaturen“ im Theater Duisburg am Samstag, 27. Juni 2026.

Die Opernpremiere von Giuseppe Verdis „Il trovatore“ am Samstag und die Vorstellung von Donizettis „La Cenerentola“ am Sonntag (beide im Opernhaus Düsseldorf) finden hingegen statt, allerdings entfallen die beiden Werkeinführungen und die traditionelle öffentliche Premierenfeier am Samstag, da die Foyers nicht klimatisiert sind. Das für Sonntag, 28. Juni 2026, um 11.00 Uhr angesetzte Konzert „Symphoniker im Foyer“ wird in die Neanderkirche verlegt.

„Nach intensiver Auswertung der uns zur Verfügung stehenden Messdaten und kontinuierlicher Beobachtung der Wetterprognosen müssen wir davon ausgehen, dass am Wochenende im Vorstellungsbetrieb auf den Bühnen bislang einzigartig hohe Temperaturen erreicht werden. Daher sehen wir uns in enger Absprache mit der künstlerischen Leitung des Ballett am Rhein und schweren Herzens gezwungen, die beiden Ballett-Vorstellungen abzusagen. Sicherheit und Gesundheitsschutz haben für uns oberste Priorität“, so die Geschäftsführende Direktorin der Deutschen Oper am Rhein, Alexandra Stampler-Brown.

„Die prognostizierten Temperaturen sind für alle an einer Opernaufführung beteiligten Künstlerinnen und Künstler, unser technisches Personal und alle weiteren Mitarbeiter bereits extrem herausfordernd. Für die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett am Rhein stellen sie vor dem Hintergrund ihrer außerordentlich hohen physischen Belastung eine akute gesundheitliche Gefährdung dar“, ergänzt der Künstlerische Leiter der Deutschen Oper am Rhein, Marwin Wendt.

Zum Hintergrund: Weder das Opernhaus Düsseldorf (Baujahr 1875/ Wiederöffnung 1956) noch das Theater Duisburg (Baujahr 1912/Wiedereröffnung 1950) sind baulich für einen Spielbetrieb bei länger anhaltender, extremer Außenhitze ausgelegt; technische Anlagen zur Kühlung gibt es in den historischen, sanierungsbedürftigen Bauten nur in den Sälen, nicht aber auf der Bühne und in den Backstage-Bereichen.

Durch die langanhaltenden extremen klimatischen Bedingungen heizt sich die Luft auf den Bühnen während des Vorstellungsbetriebs durch die Abwärme u.a. von Scheinwerfern, bühnentechnischen Anlagen und aus den Sälen schneller und intensiver auf, als dies in den vergangenen Spielzeiten in den Sommermonaten der Fall war.

Mit Zuschauerinnen und Zuschauern, die Karten für die beiden abgesagten Ballettvorstellungen erworben haben, setzt sich die Deutsche Oper am Rhein direkt in Verbindung. Diejenigen, die Karten über ein externes Vorverkaufsbüro oder eine Besucherorganisation erworben haben, werden gebeten, diese direkt zu kontaktieren.

Stadtradeln 2026: Eröffnungstour wird verkürzt
Zum Auftakt der beliebten Aktion Stadtradeln, die in diesem Jahr bereits zum 13. Mal in Duisburg startet, gibt es eine Eröffnungstour am Samstag, 27. Juni, um 11 Uhr. Los geht es vor dem Stadttheater in der Innenstadt, wo Bürgermeisterin Sylvia Linn die Teilnehmenden begrüßt.

Aufgrund der extremen Hitze wird die ursprünglich geplante Tour von rund 34 Kilometern in den Duisburger Westen voraussichtlich stark verkürzt. Teilnehmende werden zudem gebeten, an ausreichend Sonnenschutz sowie Wasser zum Trinken zu denken. Alle Informationen zur Aktion Stadtradeln, die bis zum 17. Juli läuft, gibt es im Internet auf https://www.stadtradeln.de/duisburg.

Bürgerspaziergang mit Oberbürgermeister Sören Link durch die Innenstadt
Beeindruckende Kunstwerke, Hintergründiges zur vielfältigen Kulturszene – beim nächsten Bürgerspaziergang mit Oberbürgermeister Sören Link geht es am Samstag, 11. Juli, von 13 bis 16 Uhr durch die Duisburger Innenstadt vor allem um das Thema „Streetart“.

Anmeldungen sind ab sofort bis einschließlich Freitag, 3. Juli, online unter https:///www.duisburg.de/buergerspaziergang möglich. Die Nachfrage nach den Bürgerspaziergängen ist erfahrungsgemäß sehr groß. Daher werden die verfügbaren Plätze unter allen Anmeldungen ausgelost. Die Teilnehmenden erhalten rechtzeitig vor der Veranstaltung per E-Mail ein Ticket mit allen wichtigen Informationen zum Treffpunkt und zum Ablauf des Spaziergangs.

Bürgerverein Neudorf: Absage des Sommerfestes!           
Aufgrund der noch höher steigenden Temperaturen und einem möglichen Unwetter, hat sich der Bürgerverein Neudorf, schweren Herzens dazu entschieden, das Sommerfest am kommenden Samstag, 27. Juni abzusagen.

Duisburger Innenhafen wird wieder zum DuisPool
 Kostenloses öffentliches Schwimmangebot ab 18. Juli.
 Stärkung der Attraktivität des Quartiers und der Gastronomie.
 Aufsicht erfolgt durch geschulte Rettungsschwimmer.

Der Duisburger Innenhafen wird wieder zum Schwimmbecken. Pünktlich zu den Sommerferien in NRW eröffnet der DuisPool am 18. Juli. Im Hafenbecken entsteht für mehrere Wochen ein kostenloses öffentliches Schwimmangebot. Die Projektsteuerung liegt beim Citymanagement der DBI, die das Vorhaben gemeinsam mit der Stadt Duisburg, den Wirtschaftsbetrieben Duisburg (WBD), Duisburg Kontor und Duisburg Sport umsetzt.

Die Aufsicht während der Öffnungszeiten übernehmen geschulte Rettungsschwimmer. Die Wasserqualität wird regelmäßig beprobt und hält die geltenden Grenzwerte für die Freigabe ein. Oberbürgermeister Sören Link ordnet das Freizeitangebot für die Stadtgesellschaft ein: „Der Innenhafen ist einer der beliebtesten Orte in Duisburg. Dass hier auch in diesem Sommer wieder geschwommen werden kann, ist ein schönes Zeichen für unsere Sportstadt. Viele Duisburgerinnen und Duisburger haben sich den DuisPool gewünscht. Umso mehr freue ich mich, dass wir eine Wiederauflage möglich machen konnten.“

Foto Ilja Höpping Stadt Duisburg

Für die DBI ist der DuisPool ein konkretes Beispiel dafür, wie sich öffentlicher Raum wirtschaftlich aktivieren lässt. Geschäftsführer Rasmus C. Beck verweist auf die Erfahrung aus dem Vorjahr: „Schon 2025 haben rund 2500 Gäste den DuisPool genutzt, und die Gastronomie im Innenhafen hat die zusätzliche Frequenz an den Wochenenden deutlich gespürt. Das Angebot schafft einen Anlass, das Quartier zu besuchen, länger zu bleiben und vor Ort einzukehren. Genau solche niedrigschwelligen Formate stärken die Innenstadt, und sie zeigen, dass sich der Aufwand auch wirtschaftlich rechnet.“

Erstmals offiziell als Stadtbad zugänglich war das Hafenbecken im Sommer 2025, entstanden im Rahmen von City of Play rund um die FISU World University Games. Den Betrieb übernimmt erneut der ComeTogether Projekt e.V., beim Veranstaltungsprogramm unterstützt das Sportbildungswerk Duisburg.

Die Partner bringen ihre jeweilige Expertise ein. „Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg unterstützen die Umsetzung des DuisPool gerne und bringen ihr Know-how im Bereich Gewässer und Wasserqualität ein“, sagt WBD-Vorstand Thomas Patermann. Der DuisPool bringe viele zusätzliche Gäste in den Innenhafen und das schaffe tolle Bilder aus der Stadt, ergänzt Uwe Kluge, Geschäftsführer Duisburg Kontor: „Dort schwimmen zu können, ist absolut einzigartig. Und der Spaß der Gäste freut auch die Gastronomie an der Promenade.“

Der DuisPool öffnet vom 18. Juli bis zum 6. September, freitags von 13 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr. Die Nutzung ist kostenlos. Die Einstiegsstelle befindet sich direkt vor dem Restaurant faktorei21 auf Höhe Philosophenweg 21.

Gratis-Wasser, Schatten und kühler Nebel gegen Hitze bei der EXTRASCHICHT im Innenhafen
Mehr Schatten, kostenloses Wasser und ein Sprühnebel-Tunnel, die Macher von Duisburg Kontor bereiten den Spielort Innenhafen für eine sehr heiße Extraschicht am Samstag vor. Die Gäste sollen in Pavillons und Zelten Schatten finden, auch mehr Sitzmöglichkeiten sind geplant. Außerdem bieten die Stadtwerke Duisburg an ihrer Energielounge kostenloses Wasser an.

Am Eingang des Geländes können die Besucherinnen und Besucher sich zudem beim Gang durch einen vier Meter langen Nebeltunnel abkühlen. Innen versprühen zahllose Düsen einen erfrischenden Wassernebel. Der Veranstalter weist darauf hin, dass auch selbst mitgebrachte Getränke erlaubt sind und bittet darum, die Gefäße in den entsprechenden Abfallbehältern zu entsorgen oder wieder mitzunehmen. Für eventuelle medizinische Notfälle sind die Johanniter mit mehr Einsatzkräften und Rettungswagen vor Ort.


Das verspricht die ExtraSchicht im Landschaftspark

Am Samstag, den 27. Juni 2026 ab 18:00 Uhr verwandelt sich das ehemalige Hüttenwerk in eine gigantische Open-Air-Bühne, die den Spagat zwischen Nostalgie und Popkultur feiert. Unter dem Motto „Zwischen Salto & Sound“ wartet eine Nacht, die voller Industriekultur steckt.

Schon beim Betreten des Parks wird klar, dass diese Nacht besonders wird: Der Bunkersteg selbst wird ein riesiges Kunstwerk. Unter dem Titel „Connecting the dots“ bringt Ivo Schoofs eine Lichtkunst-Ausstellung von Eindhoven nach Duisburg: Knapp 50 rot leuchtende Heliumballons werden am Himmel aufsteigen.

Die Gießhalle (c) Thomas Berns

In der monumentalen Kraftzentrale wartet ein echtes Highlight für Nerds und Musikliebhaber*innen: Der Medienkünstler Moritz Simon Geist lässt ein futuristisches Musiklabor zum Leben erwachen. Statt DJs stehen hier echte, physische Roboter an den Reglern und spielen ein interaktives Live-Konzert zwischen Techno und KI-Projektionen.

Auf dem Bunkervorplatz gibt es den maximalen Kontrast: Der Circus Flic Flac bringt mit seiner legendären „Globe of Speed“-Motorradshow Nervenkitzel und Adrenalin in die Industriekulisse. Wer zwischendurch eine Pause braucht, zieht weiter zur Gießhalle. Dort servieren Maxi Gstettenbauer, Thomas Schmidt und Ruhrpott-Ikone La Signora (Carmela De Feo) nahbare Stand-up-Comedy.

Urbane Vibes und exklusive Einblicke
Musikalisch bleibt der Park angenehm unvorhersehbar: Am Kirschhain verschmelzen Folk, Jazz und die treibenden brasilianischen Reggae-Beats von Emersound mit dem Vibe der BigBand der Musik- und Kunstschule Duisburg zu einem sommerlichen Soundtrack.

Für alle, die tiefer in die DNA des Parks eintauchen wollen, öffnen sich Tore, die sonst verschlossen bleiben: Ehemalige Hüttenwerker führen exklusiv auf den eigentlich gesperrten Hochofen 5. Wer den ultimativen Kick sucht, seilt sich mit den Höhenprofis von Hochofen 2 in die Tiefe ab, während das Tauchrevier Gasometer Einblicke in Europas größtes Indoor-Tauchparadies gewährt.

Wann: Samstag, 27. Juni 2026, ab 18:00 Uhr
Wo: Landschaftspark Duisburg-Nord, Emscherstraße 71, 47137 Duisburg
Tickets: Für viele Programmpunkte vor Ort ist ein offizielles ExtraSchicht-Ticket erforderlich. Alle Infos und Tickets gibt es unter www.extraschicht.de.

Presseakkreditierungen können an lena.sieler@landschaftspark.de oder kathrin.schumann@landschaftspark.de gesendet werden. Die Vorlage eines Presseausweises ist keine alleinige Grundlage für eine Akkreditierung.
Weitere Informationen immer aktuell unter
www.landschaftspark.de

Extrafahrten zur ExtraSchicht: DVG bringt Besucherinnen und Besucher zu den Spielstätten
Am Samstag, 27. Juni, findet im Ruhrgebiet die ExtraSchicht – Nacht der Industriekultur statt. Die   Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) bringt die Besucherinnen und Besucher mit dem ExtraSchicht-Shuttle 1 (ES 1) zu den Spielstätten in Duisburg und Mülheim an der Ruhr und zurück. Die Linie ES 1 verkehrt vom 27. Juni, 18 Uhr, bis 28. Juni, 1 Uhr, im 15-Minuten-Takt zwischen den Haltestellen „Landschaftspark Nord“ und „Mülheim Stadthalle“.

In Fahrtrichtung Duisburg fahren die Busse die Haltestellen „Mülheim Theater an der Ruhr“, „Mülheim Wolfsburg“, „Zoo/Uni“, „Duisburg Hbf.“, „Lehmbruck Museum“, „Stapeltor“ (Spielort Innenhafen) und „Landschaftspark Nord“ an. In Fahrtrichtung Mülheim an der Ruhr fährt der Shuttle die Haltestellen entgegengesetzt an. Abschiedsfahrt „Alte Straßenbahn“ In diesem Jahr verabschieden sich die letzten alten Straßenbahnen der DVG aus dem regulären Fahrbetrieb.

Im Rahmen der ExtraSchicht besteht daher die besondere Gelegenheit, noch einmal mit diesen Fahrzeugen durch Duisburg zu fahren. Zwei der Bahnen vom Typ GT10NC laden zu einer Rundfahrt ein. Die Strecke führt vom Duisburger Hauptbahnhof über den Linienweg der Linie 901 bis nach Marxloh Pollmann. Dort erfolgt der Wechsel auf die Linie 903 in Richtung Stadtmitte. Die Fahrten werden als Linie 902 durchgeführt und verkehren von etwa 20.30 Uhr bis 23.30 Uhr.

Das Ticket der ExtraSchicht gilt in sämtlichen ExtraSchicht-Shuttlelinien, den alten Straßenbahnen sowie im gesamten Nahverkehrsnetz des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) für die 2. Klasse. Besucher können mit dem Ticket zudem Regional- und S-Bahnen, den Fahrrad- sowie Schiffsshuttle nutzen. Karten für die ExtraSchicht gibt es auch im DVG-Kundencenter am Duisburger Hauptbahnhof.

schauinsland Muddy Angel Run
Die größte Hindernislaufserie für Frauen in Europa lädt Frauen aller Fitnesslevel zu einem ganz besonderen Sporterlebnis ein. Gemeinsam mit den besten Freundinnen, Kolleginnen, der Schwester oder Mama gilt es auf insgesamt 5 Kilometern dieses Jahr sogar 18 statt 15 Hindernisse zu bewältigen, die vor allem Teamgeist und Freude an der Herausforderung fördern.

Während Spaß und Action vorprogrammiert sind, unterstützen die Läuferinnen mit einer Teilnahme gleichzeitig den Kampf gegen Brustkrebs. Gemeinsam mit Brustkrebs Deutschland e.V. setzen sich der schauinsland Muddy Angel Run und die XLETIX GmbH als Veranstalter für Aufklärungsarbeit rund um Brustkrebs ein und möchten Frauen für das Thema sensibilisieren und stärken. Samstag, 27. Juni 2026, Sportpark Duisburg Link: https://www.muddyangelrun.com/events/duisburg-2026/


XLETIX Kids
XLETIX Kids richtet sich an Familien mit Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 15 Jahren, die Lust auf Bewegung und unvergessliche Momente inmitten jeder Menge Schlamm haben. Starten können Kinder gemeinsam mit der Familie oder als Gruppe mit Gleichaltrigen und ihren Begleitpersonen. Zur Auswahl steht die Action-Distanz mit einer Länge von 5 Kilometern und über 20 Hindernissen sowie die Fun-Distanz, die 2 bis 3 Kilometer lang ist und über 10 Hindernisse bereithält.   
Sonntag, 28. Juni 2026, Sportpark Duisburg Link: https://www.xletixkids.com/events/duisburg-2026/ 

Inner Wheel Club Duisburg: Susanne Bartetzky ist die neue Präsidentin
Die neue Präsidentin des Inner Wheel Clubs Duisburg Susanne Bartetzky ist ein Urgestein des Clubs und hat alle Ämter im Club schon mehrfach sehr engagiert und überaus erfolgreich ausgeübt. Susanne Bartetzky dankte ihrer Vorgängerin Ruth Stromberg für ihre kontinuierliche Arbeit an den verschiedensten Projekten des Clubs wie der langjährigen Herzkissenaktion für brustkrebserkrankte Frauen und Männer, den gehäkelten kleinen Kraken für zu früh geborene Kinder und natürlich der „Kauf eins mehr Aktion“ dessen Erlös die Tafel Duisburg und die Organisation Immersatt tatkräftig bei ihrer Arbeit unterstützen.

Susanne Bartetzky wird die erfolgreiche Arbeit des Inner Wheel Clubs Duisburg 2026/2027 engagiert fortführen und begleiten. Das Motto ihrer Präsidentschaft lautet deswegen auch: „Allein sind wir stark, zusammen unschlagbar!“ Der Inner Wheel Club Duisburg betreut daneben noch eine Vielzahl anderer sozialer Projekte, die regional angesiedelt sind, der privaten Förderung bedürfen und das Gemeinwohl stärken. Ein Schwerpunkt des Duisburger Clubs liegt dabei auf der Hilfe für Frauen, die von Gewalt bedroht sind

Pestel-Institut legt Untersuchung vor: „Alterstauglichkeit“ der Wohnungen
Nur 52.200 Wohnungen in Duisburg haben das Top-Kriterium fürs Wohnen im Alter: gut begehbare Duschen

„Boomer-Zuschüsse“ für den altersgerechten Umbau von Wohnungen gefordert

Längst nicht alle Wohnungen sind fit fürs Alter: Von den gut 259.700 Wohnungen in Duisburg sind nur rund 11.900 so gebaut, dass ältere Menschen darin ideal klarkommen. Gerade dann, wenn sie auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind. „Damit bieten nur rund 5 Prozent aller Wohnungen in Duisburg den Standard, der nötig ist, um mit körperlichen Einschränkungen oder auch als Pflegefall darin alt zu werden“, sagt Matthias Günther. Er ist Leiter des Pestel-Instituts. Dessen Wissenschaftler haben im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) eine regionale Wohnungsmarkt-Analyse gemacht.

Altersgerechter Umbau - Senioren-Wohnung für Rollstuhl planen

Im Fokus der Untersuchung: die „Alterstauglichkeit“ der Wohnungen. „Gerade die ist auch für Duisburg wichtig: Immerhin gehen hier in den nächsten zehn Jahren rund 73.300 Menschen in Rente – die Baby-Boomer nämlich“, sagt Katharina Metzger vom Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel. Ziel müsse es deshalb sein, möglichst schnell für mehr Seniorenwohnungen in Duisburg zu sorgen. „Denn die werden früher oder später gebraucht. Und auf Dauer ist jede altersgerechte Sanierung günstiger als ein Umzug ins Heim“, so BDB-Präsidentin Metzger. (Fotos Peter-Institut=


Schon rein volkswirtschaftlich müsse der Staat also ein Interesse daran haben, mehr Seniorenwohnungen zu schaffen. „Vor allem aber geht es um den Wunsch der Menschen selbst: Die meisten wollen in den eigenen vier Wänden alt werden und, solange es geht, zu Hause bleiben“, sagt Katharina Metzger.

Das funktioniert aber nur, so das Pestel-Institut, wenn gerade Altbauwohnungen fürs Wohnen im Alter umgebaut werden: „Wichtig sind wenig Barrieren – also möglichst keine Schwellen, Stufen oder ganze Treppen. Aber auch breite Türen und viel Platz, um sich mit einem Rollator oder Rollstuhl frei bewegen zu können. Vor allem im Bad und in der Küche ist das wichtig. Genau die sind aber oft zu klein gebaut.“

Doch das Problem fängt häufig schon ganz vorne an – beim Eingang: „28 Prozent aller Hausflure in Duisburg sind nicht breit genug, um mit dem Rollstuhl wirklich gut durchzukommen. Das betrifft immerhin rund 66.400 Wohnungen“, sagt Matthias Günther. Oft seien sogar schon die Haustüren zu schmal.

Entscheidend wird es, so das Pestel-Institut, dann aber in den Wohnungen – vor allem in der Küche und im Bad: „Immerhin haben zwar 67 Prozent der Wohnungen in Duisburg eine Küche, die groß genug ist. Das bedeutet umgekehrt aber auch: In rund 84.500 Küchen können Menschen mit einem Rollstuhl nicht wenden“, so Matthias Günther. Bei den Bädern in Duisburg seien 125.100 und damit 48 Prozent zu klein.

Der wichtigste Punkt beim Badezimmer sei allerdings nicht unbedingt dessen Größe, sondern eine begehbare, also bodengleiche Dusche: „Die gibt es aktuell nur in rund 52.200 Wohnungen in Duisburg“, so der Wissenschaftler. Damit erfüllten lediglich 20 Prozent der Wohnungen „das A-und-O-Kriterium, um in der eigenen Wohnung alt werden zu können“, so Matthias Günther.

Der Chef-Ökonom des Pestel-Instituts rät, beim altersgerechten Umbau von Wohnungen „unbedingt das Bad anzupacken“. Probleme könne es allerdings bei älteren Gebäuden geben: „Gerade bei Wohnhäusern aus den 50er-Jahren ist oft die Decke zu dünn, um eine bodengleiche Dusche einzubauen“, sagt Günther.

Grundsätzlich habe Duisburg einen „enormen Nachholbedarf, um den Wohnungsbestand fit fürs Alter zu machen“, so der Leiter des Pestel-Instituts. Genau hier sieht auch die Präsidentin des Deutschen Baustoff-Fachhandels ein Problem: „In den nächsten zehn Jahren gehen die Baby-Boomer komplett in Rente. Der Bedarf an Senioren-Wohnungen, den Duisburg in den kommenden Jahrzehnten damit haben wird, ist also enorm. Neubau kann da zwar helfen. Aber die Lösung liegt ganz klar im seniorengerechten Umbau der Wohnungen, in denen die Boomer heute wohnen“, sagt Katharina Metzger.

Der altersgerechte Umbau sei jahrzehntelang zu kurz gekommen. Daher sei jetzt eine „Senioren-Umbau-Offensive“ dringend notwendig. „Das bedeutet: volle Kraft für den barrierearmen Umbau von Wohnungen. Die Mieter, Wohnungs- und Hauseigentümer in Duisburg brauchen dafür allerdings Rückenwind aus Berlin: ‚Boomer-Zuschüsse‘, mit denen sich aus Standard-Wohnungen mit Stufen und Stolperschwellen an der Dusche endlich barrierearme Wohnungen machen lassen“, so Katharina Metzger.

Die Wissenschaftler vom Pestel-Institut fordern dazu, der Bund müsse einen Großteil der Umbaukosten übernehmen – und zwar als Zuschuss. „Denn wer kurz vor der Rente seine Wohnung altersgerecht umbauen will, der scheut sich, dafür noch einen Kredit aufzunehmen. Und die heute gängige staatliche Unterstützung von 10 Prozent beim Bad-Umbau ist nichts anderes als ein ‚Placebo-Zuschuss‘. Der reicht auf keinen Fall, um eine effektive Umbauwelle fürs Seniorenwohnen in Deutschland loszutreten“, sagt Institutsleiter Matthias Günther.

Auch der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel erteilt dem „bestehenden Mix aus Fördertöpfen“ für den altersgerechten Umbau eine klare Absage: „Die staatliche Förderbank KfW, die Krankenkassen, die Pflegeversicherung – durch das Förder-Dickicht muss man sich erst einmal durchkämpfen. Der Sanierungsschub, der dringend notwendig ist, kommt so jedenfalls nicht zustande“, kritisiert Verbandspräsidentin Metzger. Der Bund müsse das altersgerechte Umbauen endlich zum Schwerpunkt seiner Wohnungsbaupolitik machen und dafür einen „milliardenschweren Zuschuss“ bereitstellen.


Kirchenräume neu denken“: Neuer Leitfaden von Baukultur NRW zeigt Wege für eine zukunftsfähige Nutzung

Immer mehr Kirchengebäude in Nordrhein-Westfalen stehen vor einer großen Herausforderung: Von den ungefähr 6.000 Kirchengebäuden (konfessionsübergreifend) in NRW werden ca. 3.000 in absehbarer Zukunft nicht mehr für Gottesdienste und Gemeindearbeit gebraucht.

Gleichzeitig prägen sie das Stadtbild und erfüllen wichtige Funktionen für das gesellschaftliche Leben vor Ort. Mit „Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ legt Baukultur NRW nun eine praxisorientierte Publikation vor, die den Umgang mit Kirchengebäuden und deren Umgestaltung neu beleuchtet.

Im Mittelpunkt steht eine klare Botschaft: Kirchenräume sind keine Problemfälle, sondern wertvolle Ressourcen. Sie bieten Potenziale für neue Nutzungen und können auch zukünftig als Orte der Begegnung, der Gemeinschaft und der sozialen Infrastruktur dienen – sowohl in städtischen als auch in ländlichen Räumen.

Kirchenräume sind wertvolle Ressourcen, keine Problemfälle
Die Publikation richtet sich an Kommunen, Kirchengemeinden sowie zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteur*innen, die sich mit der Zukunft von Kirchengebäuden befassen. Der Leitfaden versteht sich ausdrücklich als Arbeitsinstrument für die Praxis. Ziel ist es, Verantwortliche zu ermutigen, die Anforderungen zu prüfen, Ideen zu entwickeln und Kooperationen aufzubauen.

„Kirchenräume neu denken“ zeigt, wie aus ersten Überlegungen tragfähige Projekte entstehen können. Neben grundlegenden Fragen zu Beginn eines Umnutzungsprozesses werden Herangehensweisen vorgestellt, die Transformation von Kirchenräumen unterstützen. Erfahrungsberichte und Fachbeiträge aus Politik, Architektur, Baukultur, Verwaltung und Denkmalpflege ergänzen die praxisnahen Inhalte – u. a. von Daniel Sieveke, Staatssekretär im NRW-Bauministerium; Prof. Dr. Barbara Welzel vom Lehrstuhl für Kunstgeschichte und Kulturelle Bildung der TU Dortmund; Architekt Jörg Beste von synergon sowie Peter Köddermann, Geschäftsführer Programm von Baukultur NRW.

Gestaltung: Felix Hemmers

Umwandlung mehr als ein Immobilienprojekt
Die Transformation eines Kirchengebäudes ist weit mehr als ein reines Immobilienprojekt. Sie erfordert einen sensiblen Umgang mit der Geschichte, der Architektur und den Bedürfnissen eines Quartiers. Gleichzeitig eröffnet sie Möglichkeiten für neue Formen des Zusammenlebens – etwa durch kulturelle Angebote, Bildungsformate, soziale Einrichtungen oder nachbarschaftliche Treffpunkte. Solche Orte sind zentral für den Erhalt einer demokratischen Gesellschaft.

Ein besonderes Augenmerk legt der Leitfaden auf die Rolle der Kommunen. Denn auch Stadtverwaltungen sind zunehmend mit Kirchenschließungen konfrontiert und haben die Chance, diese Entwicklungen aktiv zu begleiten. Die Handreichung unterstützt dabei mit Checklisten und Vorlagen, lenkt den Blick auf Rollenverteilungen und regt zur fundierten Analyse des kirchlichen Bestands an – mit dem Ziel neue Perspektiven einzunehmen und Kirchen weiterhin als wichtigen Teil einer gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung zu begreifen.

„Kirchenräume neu denken – Ein Leitfaden für Kommunen, Gemeinden und Engagierte“ Ab sofort als Print-Ausgabe bei Baukultur NRW zu bestellen und außerdem als PDF zum Download: baukultur.nrw/kirchenraeumeneudenken

Veranstaltungen zum Leitfaden
Baukultur NRW stellt den Leitfaden „Kirchenräume neu denken“ im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen vor und lädt zur Diskussion über die Zukunft von Kirchengebäuden ein.

Am Dienstag, 26. Mai 2026, um 19 Uhr findet in der Lutherkirche in Solingen die Veranstaltung „Kirchen neu denken – eine kommunale Aufgabe?“ im Rahmen der Ausstellung „Kirchen als Vierte Orte. Perspektiven des Wandels“ des Museums der Baukultur NRW statt.

Eine weitere Vorstellung des Leitfadens folgt am Montag, 8. Juni 2026, um 18 Uhr im Baukunstarchiv NRW in Dortmund.


AWO appelliert an Landtagsabgeordnete: Schuldnerberatung in Duisburg stärken
Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Wie komme ich an mein Geld? – Wenn das P-Konto zum Problemkonto wird“ besuchten die SPD-Landtagsabgeordneten Sarah Philipp und Frank Börner die Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle der AWO-Integration in Duisburg. Hintergrund sind bundesweit rund 300.000 bis 350.000 Kontopfändungen pro Monat. Gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten machte AWO-Integration auf die Bedeutung einer starken Schuldnerberatung und wirksamer Präventionsangebote für Duisburg aufmerksam.

Geschäftsführer Dirk Franke schilderte die aktuelle Situation: In Duisburg gibt es jeden Monat bis zu 4.000 Kontopfändungen. Bei einer Kontopfändung läuft für den Schuldner eine sehr kurze Frist, um eine Bescheinigung von der Schuldnerberatung zu erhalten. Ansonsten wird das Geld weggepfändet. Somit können weder Miete, Strom noch sonstige Zahlungen gezahlt werden.

Gleichzeitig steigt der Unterstützungsbedarf durch hohe Lebenshaltungskosten, steigende Mieten, Energiekosten und wirtschaftliche Unsicherheiten. Frühzeitige Beratung hilft dabei, Wohnungsverlust, Energiesperren und andere existenzielle Notlagen zu vermeiden. Ratsuchende erhalten bei der AWO zeitnahe Unterstützung, in akuten Krisensituationen auch kurzfristig.

„Duisburg gehört seit Jahren zu den Städten mit den höchsten Überschuldungsquoten in Deutschland“, erklärte Dirk Franke. „Gerade deshalb brauchen wir eine starke Schuldnerberatung und eine verlässliche Präventionsarbeit. Wer Menschen frühzeitig unterstützt, verhindert persönliche Notlagen, stabilisiert Familien und spart zugleich erhebliche soziale Folgekosten.“

Ein wichtiger Baustein dieser Arbeit ist das Präventionsprojekt „Du und Dein Geld“, das die Duisburger Wohlfahrtsverbände gemeinsam mit der Stadt Duisburg durchführen. Dabei lernen Schülerinnen und Schüler einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld, Konsum, Verträgen und Verschuldungsrisiken. Die AWO hat in den vergangenen zehn Jahren über 10.000 Schülerinnen und Schüler an Duisburger Schulen über mögliche Gefahren der Geldgeschäfte informiert und damit einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Überschuldung geleistet.

Darüber hinaus ermöglichen die gemeinsamen Beratungsangebote der Wohlfahrtsverbände wichtige Unterstützung für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen. Von den Angeboten profitieren vor allem Erwerbstätige, Rentnerinnen und Rentner, Studierende, Auszubildende sowie Selbstständige und Familien, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden. Die Schuldnerberatung ist damit längst nicht nur ein Angebot für Menschen im Leistungsbezug, sondern eine wichtige Unterstützung für viele Bürgerinnen und Bürger in der Mitte der Gesellschaft.

Zum Abschluss des Gesprächs betonten Sarah Philipp und Frank Börner die hohe Bedeutung der Schuldnerberatung und Prävention für die soziale Infrastruktur in Duisburg.

Die Botschaft der Aktionswoche ist eindeutig: Eine Stadt mit den sozialen Herausforderungen wie in Duisburg, braucht auch künftig eine starke Schuldnerberatung für alle Menschen in finanziellen Notlagen.

Schuldnerberatung 1 (v. l. n. r.): Dirk Franke, Christina Schwoll, Frank Börner, Elif Kayabasi, Bülent Adigüzel

Schuldnerberatung 2 (v. l. n. r.): Dirk Franke, Christof Laege, Sarah Philipp, Bülent Adigüzel

DARGEBOTEN | I See Faces – Ausstellungseröffnung  
"I See Faces" Fotografien, Malereien und Installationen by ansichts_sache_n und Dotty "I always feel like somebody′s watching me" -Rockwell    
DARGEBOTEN | I See Faces - Ausstellungseröffnung Samstag, 27. Juni 2026, 19 Uhr Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort Eintritt frei(willig) – Hutveranstaltung.

Foto: © ansichts_sache_n
Die Ausstellung ist vom 27.6. - 30.8.2026 zu den Öffnungszeiten des Projektladens zu besuchen: Di, Mi + Do 10:00-13:00; So 15:00-19:00

Absage des Sommerfestes der Frühen Hilfen Duisburg
Das Sommerfest der Frühen Hilfen Duisburg am Samstag, 27. Juni, findet aufgrund der aktuellen Hitzewarnung nicht statt.

Die Entscheidung wurde im Sinne des Gesundheits- und Hitzeschutzes für Schwangere, Babys und Kleinkinder getroffen.
Wichtige Hitzeschutzmaßnahmen für Schwangere und Babys sind online unter https://www.duisburg.de/hitzetipps abrufbar.
Die Frühen Hilfen bieten ein umfassendes Beratungsangebot zu allen Themen rund um Schwangerschaft und Geburt sowie Informationen für Eltern mit ihren Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren an.
Die zentrale Anlaufstelle Frühe Hilfen befindet sich auf der Schwanenstraße 5-7 in der Duisburger Innenstadt (Eingang Steinsche Gasse 2). Für Rückfragen steht das Team der Frühen Hilfen unter 0203 283-8342 zur Verfügung.  



3. Eigentümerforum Hochfeld zum Thema Brandschutz am Dienstag, den 29. Juni um 18 Uhr in der alten Feuerwache
Interessierte, die an dem Forum teilnehmen möchten, können sich noch bis zum 22. Juni 2026 formlos anmelden.
Eine kurze E-Mail an stadtteilarchitektur@stadtteilbuero-hochfeld.de genügt.



Spieleabend in der Bezirksbibliothek Rheinhausen
Die Bezirksbibliothek Rheinhausen, Händelstr. 6, öffnet am Freitag, 26. Juni, für einen geselligen Spieleabend. Von 19 bis 22.30 Uhr sind Spielbegeisterte aller Altersgruppen eingeladen, gemeinsam einen unterhaltsamen Wochenausklang zu verbringen.

Ob Klassiker oder aktuelle Spiele – das Angebot der Bibliothek hält für jeden Geschmack etwas bereit. Gespielt werden unter anderem bekannte Titel wie Siedler, Skyjo, Rummikub oder Werwölfe vom Düsterwald. Natürlich können gerne auch eigene Spiele mitgebracht werden. Es geht vor allem um den gemeinsamen Spaß, den Austausch und das Kennenlernen neuer Spiele. Der Eintritt ist frei.

Eine Anmeldung ist nicht nötig. Für Fragen steht das Team der Bibliothek vor Ort oder telefonisch unter 02065 905-4235 zur Verfügung. Die Bezirksbibliothek ist dienstags bis freitags von 10.30 bis 13 Uhr und von 14 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet



Duisburger Digitaltag am 27. Juni hat „Digitale Souveränität“ zum Thema
Bereits zum siebten Mal laden Stadtbibliothek und Volkshochschule am Samstag, 27. Juni, von 11 bis 15 Uhr ins Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in der Innenstadt zum Digitaltag ein. Von Beginn an haben sich die beiden Duisburger Bildungseinrichtungen mit Unterstützung kompetenter lokaler Partner an diesem bundesweiten Aktionstag beteiligt. Initiiert von namhaften Verbänden sollen mit verschiedenen Veranstaltungen im ganzen Land digitale Themen verständlich gemacht, Berührungsängste abgebaut und Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung greifbar gemacht werden.
Vor dem Hintergrund internationaler Spannungen wird das Thema „Digitale Souveränität“ in der Öffentlichkeit breit diskutiert, wobei hier die nationale digitale Souveränität und die digitale Souveränität von Unternehmen im Vordergrund stehen. Die Duisburger Veranstalter zielen bei ihrem Aktionstag auch auf die persönliche digitale Souveränität. Es geht um die Fähigkeit, digitale Tools kompetent zu nutzen, zu entscheiden, welche digitalen Dienste man überhaupt nutzen möchte und wie man dabei seine Daten und Privatsphäre optimal schützen kann.
So ist in diesem Jahr zum Beispiel die Verbraucherzentrale mit umfangreichen Materialien zur WLAN-Sicherheit, Schadprogrammen, zum
Datenschutz und zum Phishing mit einem Stand vor Ort. Andreas Mantke von „The Document Foundation“ stellt das kostenfreie Softwarepaket LibreOffice vor. Das Open-Source-Betriebssystem Linux wird präsentiert, genauso wie alternative Android-Betriebssysteme für Smartphones, um Vertraulichkeit und Privatsphäre zurückzugewinnen.

Die Sparkasse Duisburg stellt das europäische Bezahlsystem Wero als Alternative zum amerikanischen PayPal vor.
Präsentiert werden zudem selbstgebaute Smart-Home-Lösungen, bei denen die Daten nicht auf Servern amerikanischer oder chinesischer Unternehmen gespeichert werden. Die Agentur für Arbeit macht die Besucher fit für eine „Job-Safari online“ und man
erfährt, wie man die eigene Familiengeschichte erforschen und Ahnenforschung digital betreiben kann.
Neben Informationsständen der genannten Partner werden in einem separaten Raum Kurzvorträge zu besonderen Fragestellungen angeboten. So zeigt unter anderem Kai Lehmkühler von der Digitalagentur Rheinschafe, wie man Künstliche Intelligenz auf unternehmenseigenen Servern unabhängig von den großen Providern betreiben kann. Dr. Lea Beiermann vom bundeseigenen „Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS)“ wird erläutern, wie sich das ZenDiS bemüht, kritische Abhängigkeiten der Verwaltung aufzulösen. Wirtschaftsinformatiker Dr. Kevin Rehring von der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft referiert über die „Herausforderungen von KI im Kontext einer europäischen digitalen Souveränität“.
Der Digitaltag ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich.
Weitere Informationen gibt es im Internet auf https://www.duisburg.de/microsites/stadtbibliothek/aktuell/digitaltag.



STADTRADELN vom 27. Juni bis 17. Juli

Der Termin für das STADTRADELN 2026 in Duisburg steht fest. Vom 27. Juni bis zum 17. Juli schwingen sich wieder viele Bürgerinnen und Bürger auf den Sattel. Aufgrund des späten Beginns der Sommerferien wurde der Termin vor die Ferienzeit gelegt.

Das STADTRADELN ist in Duisburg mittlerweile gute Tradition: Es ist die bereits 13. Teilnahme. 2014 ging es mit 491 Radlerinnen und Radlern los, die in Summe circa 125.000 km erstrampelten.

Im vergangenen Jahr waren es schon 2.255 Aktive, die in 158 Teams antraten und mit 473.068 Kilometern fast die halbe Million knackten – ein neuer Rekord. Anmeldungen sind ab sofort unter www.stadtradeln.de/duisburg möglich. Erneut wird es eine spezielle Wertung für Schulen geben.

Die aktivsten Teams und Radelnden werden zusätzlich ausgezeichnet. Zudem ermöglicht ein Losverfahren allen Teilnehmenden eine Gewinnchance – unabhängig von der Anzahl der erradelten Kilometer. Das Fahrrad spielt eine bedeutende Rolle beim Gelingen der Verkehrswende.
Mit dem STADTRADELN sollen Menschen dazu bewegt werden, das Auto öfter mal stehen zu lassen. Details zur Eröffnungstour, zu weiteren Veranstaltungen und zur Schulwertung folgen noch vor Beginn des Aktionszeitraums.

3. Deutsche Meisterschaft: Streetdance „All Style Battle - Duisburg Beatz Racism“ - Hitzebedingt ABGESAGT!
Die 3. Deutsche Meisterschaft „Streetdance – All Style Battle“ für alle talentierten Tänzerinnen und Tänzer aus dem ganzen Bundesgebiet findet am Samstag, 27. Juni, ab 10 Uhr in der Event-Location BORA, Dellplatz 16a im Duisburger Dellviertel, statt. Die Veranstaltung wird gemeinsam vom Jugendamt mit dem Kulturverein T.K.M. e. V. und der „Street Dance Factory“ organisiert.

3. Deutsche Meisterschaft – Streetdance „All Style Battle - Duisburg Beatz Racism“ C Stadt Duisburg

Die Teilnehmenden können sich in verschiedenen Kategorien messen und ihre Leidenschaft für Streetdance zeigen. Nach zwei erfolgreichen Meisterschaften 2024 und 2025 ist klar, dass dieses mitreißende Event fortgeführt wird und sich dauerhaft in der Kulturlandschaft Duisburgs etabliert. Hier entsteht eine Plattform, die Solidarität und Respekt fördert – unabhängig von Hautfarbe, Religion, sozialer Herkunft oder Geschlecht.

Die Veranstaltung bietet Raum für kreative Begegnungen, Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Projekte. Unter dem Titel „All Style Battle – Duisburg Beatz Racism“ setzt die Veranstaltung ein klares Zeichen gegen Rassismus. Die Performances der Tänzerinnen und Tänzer transportieren Botschaften von Toleranz, Zusammenhalt und Gleichberechtigung.

Die Idee einer offenen Meisterschaft für alle Streetdance-Stile ist deutschlandweit einzigartig. Es werden Battles in den Kategorien 1vs1, 2vs2 sowie Crew vs Crew (drei bis acht Personen) ausgetragen. Stilmäßig sind HipHop, Popping und Breakdance vertreten. Als Judges werden die Tanzikonen Ibra, Lil Amok und Neso erwartet.

Im Vorfeld hat der T.K.M. e.V. kostenfreie Tanzworkshops an Schulen und Jugendzentren in Duisburg und Umgebung angeboten, um Kinder und Jugendliche für Streetdance zu begeistern. Die Teilnahme ist kostenlos, auch der Eintritt für alle Zuschauenden ist frei. Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es im Internet unter https://www.streetdancefactory.de



Satirischer Leseabend am 25. Juni mit Raniero Spahn in Großenbaum
Die Bibliothek an der Großenbaumer Allee 168 bis 174 in Großenbaum lädt am Donnerstag, 25. Juni, um 17 Uhr zu einem besonderen literarischen Nachmittag ein: Der Autor Raniero Spahn stellt unter dem Titel „Was geschehen könnte, wenn… Alltag auf Abwegen“ seine neuesten satirischen Geschichten vor.

In seinen Texten nimmt Spahn den Alltag genau unter die Lupe und führt scheinbar vertraute Situationen mit feiner Beobachtungsgabe und pointiertem Humor auf überraschende Abwege. Dabei entstehen Geschichten, in denen Worte scharf, treffsicher und zugleich unterhaltsam durch den Raum fliegen und zum Schmunzeln wie auch zum Nachdenken anregen.

Die Lesung richtet sich an alle, die Freude an Satire und literarischen Blickwinkeln jenseits des Gewöhnlichen haben. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.