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Frauen-Nationalmannschaft ab 10.11.1982
Redaktion Harald Jeschke

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Nations-League | Bilanz Hrubesch 2018+2023/24  | Carlson / Voss

Nations League Final Four Fr.23. 02.2024 in Lyon: Frankreich - Deutschland 2:1 (2:0)
Ersten Matchball zur Olympiateilnahme 2024 in Paris vergeben
Mittwoch, 28.02.2024 in Heerenveen (20:45) Niederlande - Deutschland

DFB-Frauen: Hrubesch beruft Kader für das Final Four
Frankfurt, 13. Februar 2024 - Bundestrainer Horst Hrubesch hat seinen 23 Spielerinnen umfassenden Kader für das Final Four der UEFA Women´s Nations League bekanntgegeben. Erstmals nominiert ist Vivien Endemann vom VfL Wolfsburg. Abwehrspielerin Pia-Sophie Wolter (Eintracht Frankfurt) wurde nach längerer Zeit wieder in den Kreis der Frauen-Nationalmannschaft berufen. Lena Oberdorf (VfL Wolfsburg) und Lea Schüller (FC Bayern München) kehren zurück ins DFB-Aufgebot, nachdem sie die Nations League Spiele gegen Dänemark und Wales verletzungsbedingt verpasst hatten. 


Horst Hrubesch sagt: „Unser Ziel ist klar: Wir wollen beide Spiele gewinnen. Es wird darauf ankommen, körperlich dagegenzuhalten und selbstbestimmt, mit Überzeugung Fußball zu spielen. So, wie wir es zuletzt gegen Dänemark gezeigt haben. Solche Spiele werden über den Willen entschieden. Jede Einzelne muss alles reinwerfen.“


Zunächst trifft die deutsche Frauen-Nationalmannschaft am 23. Februar (ab 21 Uhr, live in der ARD) im Halbfinale der UEFA Women´s Nations League Finals in Lyon auf Frankreich. Je nach Spielausgang wird das Team von Horst Hrubesch im Finale oder im Spiel um Platz drei in Sevilla auf Spanien oder in Heerenveen auf die Niederlande treffen.
Die beiden Finalisten der UEFA Women's Nations League qualifizieren sich neben Gastgeber Frankreich für das Olympische Fußballturnier 2024. Sollten die Französinnen das Endspiel der Nations League erreichen, erhält der Drittplatzierte das noch offene Olympiaticket. Kader:
Pos Name Geboren Verein LS Tore
T Merle Frohms 28.01.1995 VfL Wolfsburg 47 0
V Sara Doorsoun 17.11.1991 Eintracht Frankfurt 50 1
V Giulia Gwinn 02.07.1999 FC Bayern München 39 6
V Marina Hegering 17.04.1990 VfL Wolfsburg 34 4
V Kathrin Hendrich 06.04.1992 VfL Wolfsburg 67 5
V Sophia Kleinherne 12.04.2000 Eintracht Frankfurt 27 1
V Sarai Linder 26.10.1999 TSG Hoffenheim 8 0
V Pia-Sophie Wolter 13.11.1997 Eintracht Frankfurt 1 0
Mf Jule Brand 16.10.2002 VfL Wolfsburg 39 7
Mf Klara Bühl 07.12.2000 FC Bayern München 44 19
Mf Sara Däbritz 15.02.1995 Olympique Lyon 103 17
Mf Linda Dallmann 02.09.1994 FC Bayern München 59 12
Mf Vivien Endemann 07.08.2001 VfL Wolfsburg 0 0
Mf Laura Freigang 01.02.1998 Eintracht Frankfurt 24 12
Mf Svenja Huth 25.01.1991 VfL Wolfsburg 87 14
Mf Sydney Lohmann 19.06.2000 FC Bayern München 26 4
Mf Sjoeke Nüsken 22.01.2001 FC Chelsea 23 3
Mf Lena Sophie Oberdorf 19.12.2001 VfL Wolfsburg 44 3
Mf Alexandra Popp 06.04.1991 VfL Wolfsburg 135 67
Mf Lea Schüller 12.11.1997 FC Bayern München 54 35
Mf Elisa Senß 01.10.1997 Bayer Leverkusen 2 0
  Horst Hrubesch 17.04.1951   12  
Abruf Nicole Anyomi 10.02.2000 Eintracht Frankfurt 23 2
Abruf Maria Luisa Grohs 13.06.2001 FC Bayern München 0 0
Abruf Chantal Hagel 20.07.1998 VfL Wolfsburg 13 0
Abruf Paulina Krumbiegel 27.10.2000 TSG Hoffenheim 10 4
Abruf Lena Lattwein 02.05.2000 VfL Wolfsburg 36 1
Abruf Lina Magull 15.08.1994 Inter Mailand 75 22
Abruf Ena Mahmutovic 23.12.2003 MSV Duisburg 0 0
Abruf Janina Minge 11.06.1999 SC Freiburg 2 1
Abruf Felicitas Rauch 30.04.1996 Carolina Courage 36 4

Der Weg zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris
Nations League Finalrunde: Freitag 23. 02.2024 in Lyon, 21 Uhr: Frankreich - Deutschland

Dezember 2023 - Welcher Weg führt zu den Olympischen Spielen? Gemeinsam mit den anderen Nations-League-Gruppensiegern Frankreich, Weltmeister Spanien und der Niederlande spielt Deutschland vom 23. bis 28. Februar 2024 in einem Miniturnier um zwei Tickets für Olympia. Dabei hat im Halbfinale Spanien die Niederlande sowie Frankreich die DFB-Auswahl zu Gast.

 

Im Finale bzw. Spiel um Platz drei hat der Gewinner bzw. der Verlierer des Duells der Spanierinnen gegen die Niederländerinnen Heimrecht. Die Gewinner der Halbfinalpartien stehen im Finale und sind für Olympia qualifiziert. Eine Besonderheit: Sollte Olympia-Gastgeber Frankreich ins Finale einziehen, ist auch der Gewinner des Spiels um Platz drei bei den Olympischen Spiele dabei. Denn die Französinnen nehmen als Gastgeberinnen automatisch an Olympia teil.


Deutschlands Fußball-Frauen und Olympia
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft belegt im olympischen Medaillenspiegel den zweiten Platz hinter der USA. 2016 holte das Team der damaligen Bundestrainerin Silvia Neid in Rio de Janeiro durch ein 2:1 im Endspiel gegen Schweden erstmals die Goldmedaille. Mit Platz drei 2000 in Sydney, 2004 in Athen und 2008 in Peking landete Deutschland zuvor einen Bronze-Hattrick.  1996 war das DFB-Team in Atlanta bei der Erstautragung des olympischen Frauenfußball-Turniers in der Vorrunde ausgeschieden.

Für Olympia 2012 in London konnte sich Deutschland durch das Viertelfinal-Aus bei der Heim-WM 2011 erstmals nicht für die Olympischen Spiele qualifizieren. Auch beim olympischen Fußballturnier 2021 in Peking war die deutsche Mannschaft durch den vorangegangenen Viertelfinal-K.o. bei der WM 2019 in Frankreich nicht dabei.


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Erfolgreiche Ära geht zu Ende: Joti Chatzialexiou verlässt den DFB

Frankfurt, 12. Dezember 2023 - Joti Chatzialexiou verlässt auf eigenen Wunsch zum Ende des Jahres den Deutschen Fußball-Bund. Nach offenen Gesprächen mit der Geschäftsführung hat sich die DFB-Führung entschieden, dem 47 Jahren alten, gebürtigen Frankfurter den Wunsch zu erfüllen, neue berufliche Wege zu gehen. Chatzialexiou kam im Dezember 2003 zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) und erlebte das „Sommermärchen“ 2006 im eigenen Land als Referent von Generalsekretär Horst R. Schmidt aus nächster Nähe.

Anschließend übernahm er als Manager die U 21-Nationalmannschaft und erarbeitete gemeinsam mit Sportdirektor Matthias Sammer grundlegende Reformen der Talentförderung für den deutschen Fußball. Daneben verantwortete er die Professionalisierung der Nationalmannschaften in den Bereichen Scouting und Spiel-Analyse, Fitness, Ernährung, Sportpsychologie und Medizin.  In diese Zeit fielen auch seine ersten sportlichen Erfolge beim DFB mit der U 19 im Jahr 2008 und  im Jahr darauf mit der U 17 und der U 21, die jeweils den EM-Titel holten.


In der Folge übernahm Chatzialexiou zusätzlich die Verantwortung für alle weiteren U-Nationalmannschaften des DFB und gestaltete aus dieser Rolle heraus im Hintergrund über mehrere Jahre die erfolgreiche sportliche Ausrichtung des Verbandes als treibende Kraft in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den weiteren Sportdirektoren Robin Dutt, Hansi Flick und Horst Hrubesch.  Neben dem zweiten Platz bei der U 17-EM 2012 konnte er mit der U 19 im Jahr 2014 und der U 21 im Jahr 2017 jeweils erneut den Gewinn des EM-Titels feiern.


Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro kam vorher noch die Silbermedaille hinzu. Ab 2018 trug Chatzialexiou als Sportlicher Leiter Nationalmannschaften die Verantwortung für alle Trainer*innen-Teams der Nationalmannschaften, Scouting, Spiel-Analyse und die Talentförderung mit 366 Stützpunkten und bis zu 57 Leistungszentren. Es folgten mit Platz zwei  der U 21 und dem EM-Titel der U 17-Juniorinnen 2019, dem U 21-EM-Titel 2021, der EM-Finalteilnahme der Frauen und dem EM-Titel der U 17-Juniorinnen 2022 und letztlich dem EM- und erstmalige WM-Titel der U 17-Junioren 2023 weitere sportliche Erfolge. 

Chatzialexiou war aber nie nur am sportlichen Heute interessiert, sondern brachte sich mit Blick auf die Zukunft des Verbandes mit Oliver Bierhoff in die Konzeptionierung und inhaltliche Entwicklung der DFB-Akademie und den Aufbau des DFB-Campus stark ein. Auf sportlicher Ebene war er zudem verantwortlich für die Erstellung des innovativen Konzepts „Projekt Zukunft“, das mit der weitreichenden Weiterentwicklung des Kinderfußballs, der fundamentalen Umgestaltung der Junioren-Bundesligen, der Evolution der Trainer*innen-Entwicklung sowie dem umfassenden Einsatz modernerer digitaler Technologien in Deutschland erste Früchte trägt und die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Fußballs nachhaltig gewährleisten soll.

 

DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: „Mit Joti Chatzialexiou geht ein zentraler Player, der den DFB in den letzten zwei Jahrzehnten maßgeblich mitgestaltet hat. Er hat mit hohem Einsatz und großem Fachwissen hinter den Kulissen immer wieder entscheidende Weichen für den deutschen Fußball gestellt.  Er steht für viele Erfolge, die der deutsche Fußball mit seinen Nationalmannschaften feiern durfte – zuletzt den Gewinn der U 17-Weltmeisterschaft in Indonesien.“

 

DFB-Geschäftsführer Sport, Andreas Rettig sagt: „Ich bedauere den Abgang von Joti Chatzialexiou. Er hinterlässt uns ein gemachtes Feld, auf dem sich zukünftige Erfolge entwickeln lassen. Er wird dem DFB fachlich wie menschlich fehlen.“


Joti Chatzialexiou sagt: „Es war mir immer eine große Ehre, für den DFB zu arbeiten. Ich gehe daher mit einem weinenden und einem lachenden Auge. In den letzten zwei Jahrzehnten konnte ich mit unseren Teams nicht nur vieles vorantreiben und viele Erfolge feiern, sondern ich habe großartige und engagierte Menschen kennengelernt. Viele Freundschaften fürs Leben sind in dieser Zeit entstanden.
 

Mit Sandro Wagner sowie Lars und Sven Bender konnte ich in den letzten Jahren sogar ehemalige Spieler aus meiner Zeit bei den U-Nationalmannschaften für eine Zukunft im DFB gewinnen. Ich danke dem Verband auch dafür, dass ich für ihn in zahlreichen UEFA- bzw. FIFA-Gremien wirken konnte. Die Entscheidung nach genau 20 Jahren zu gehen, ist schon seit längerem in mir gereift, weil ich mir den Wunsch erfüllen möchte, mein Wissen und meine Leidenschaft für eine innovative Nachwuchs- und Eliteförderung gemeinsam mit meinem globalen Netzwerk nach inzwischen einem halben Berufsleben beim DFB auch noch an einer anderen Stelle im sich dynamisch entwickelnden internationalen Fußball einzubringen, um mich beruflich und persönlich neuen Herausforderungen zu stellen und andere Themenfelder zu bespielen.

Dem Verband mit Bernd Neuendorf an der Spitze und Andreas Rettig wünsche ich für seine neuen Aufgaben alles erdenklich Gute. Die Wege mit Andreas Rettig haben sich nach unserem ersten freundschaftlichen Treffen bei der U 21-EM 2009, bei der er als Liga-Vertreter der Delegation angehörte, immer wieder gekreuzt. Unsere Zusammenarbeit war leider sehr kurz, aber ich bin davon überzeugt, dass wir in der Zukunft viele weitere Berührungspunkte haben werden. Abschließend gilt mein ganzer Dank selbstverständlich all meinen Trainer*innen-Teams, meinen Kolleg*innen in der Talentförderung, der Abteilung Scouting und Spiel-Analyse sowie allen Kolleg*innen im Bereich Nationalmannschaften & Akademie. Ohne sie wären die Erfolge nicht möglich gewesen!“

V.l.: DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Joti Chatzialexiou  und DFB-Geschäftsführer Sport, Andreas Rettig - Foto DFB

 

 

Belgien, Niederlande und Deutschland übergeben Bewerbungsunterlagen für FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™

Frankfurt, 8. Dezember 2023 - Der Belgische Fußball-Verband (RBFA) und der Niederländische Fußball-Verband (KNVB) sowie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben fristgerecht die Bewerbungsunterlagen - das so genannte Bidbook - für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™ bei der FIFA übergeben. Es deckt alle relevanten Aspekte der Bewerbung ab und gibt einen detaillierten Überblick über alle für das Turnier notwendigen Bereiche.

 

Das Bidbook umfasst rund 300 Seiten und 17 Kapitel, hinzu kommen noch weitere 300 Seiten Vertragsunterlagen. Damit liegt eine umfassende Bewerbung vor, die nicht nur die wesentlichen Anforderungen an den Wettbewerb selbst erfüllt, sondern vor allem die positive Wirkung auf die künftige Entwicklung des Frauenfußballs weltweit aufzeigt.


Nach Monaten detaillierter Planung und harter Arbeit eines länderübergreifenden Projektteams legt BNG2027 - BNG steht für die englischen Anfangsbuchstaben der drei Länder Belgium, Netherlands, Germany und den Slogan Breaking New Ground - ein Bidbook vor, das eine klare Zielsetzung verfolgt: Die drei Bewerber möchten ein Fan-orientiertes, kommerziell attraktives und nachhaltiges Turnier veranstalten, das den teilnehmenden Mannschaften und Fans in jeder Hinsicht die bestmögliche Qualität bietet. Die Überzeugung ist groß, dass damit sowohl das Interesse am Frauenfußball als auch die Anzahl der aktiven Spielerinnen weltweit wachsen werden. Im Juni und Juli 2027 wird der Frauenfußball wie niemals zuvor im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit stehen.


RBFA-Präsidentin Pascale Van Damme, KNVB-Präsident Just Spee und DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagen: "Der Frauenfußball entwickelt sich mit großer Geschwindigkeit. Die Zahl der Mädchen, die sich für Fußball interessieren, ist enorm, und auf Seiten der Fans registrieren wir ein stetig wachsendes Interesse. Unser Ziel mit BNG2027 ist es, eine Bewerbung abzugeben, die diesen Aufschwung mitnimmt und gleichzeitig für noch mehr Begeisterung und Engagement sorgt. Wir glauben, dass unsere Bewerbung alle Elemente umfasst, um genau das zu erreichen. Wir möchten die FIFA bei ihrer Aufgabe unterstützen, eine spannende Zukunft für den Frauenfußball zu gestalten. Unser Motto BNG steht auch für das ehrgeizige Ziel, das wir uns gesetzt haben: Mit Breaking New Ground wollen wir die Extrameile gehen, um ein WM-Turnier auf höchstem Niveau auszurichten, den Fußball auf die nächste Stufe zu heben und sein großes Potenzial auszuschöpfen."

 

Die zentralen Inhalte des Bidbooks: Nachhaltig und kompakt Als mögliche Spielorte stehen bereit: Anderlecht (Brüssel), Charleroi, Genk, Gent, Amsterdam, Eindhoven, Heerenveen, Enschede, Rotterdam, Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Köln - alles Städte mit einer tief verwurzelten Fußballtradition, die ihre Stadien für Fans aus der ganzen Welt öffnen wollen. Die 13 Stadien und Städte haben Erfahrung mit der Austragung von Länderspielen und/oder Großveranstaltungen und möchten mit Enthusiasmus und Engagement ihren Beitrag zum Erfolg der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 leisten.

Die endgültige Auswahl der zehn Austragungsorte nimmt die FIFA vor. Die Vorauswahl der Bewerberstädte erfolgte nach sorgfältiger und bewusster Überlegung. Da die nachhaltigste Weltmeisterschaft aller Zeiten ausgerichtet werden soll, liegen die Stadien möglichst nah beieinander. Die maximale Entfernung zwischen den Spielstätten wird auf 300 Kilometer begrenzt, damit Mannschaften und Fans möglichst wenig reisen müssen. Moderne öffentliche Verkehrsmittel werden dafür sorgen, dass sich die Fans problemlos und umweltfreundlich zwischen den Städten bewegen können. Sollte der Zuschlag für BNG erfolgen, kann die FIFA einen der beiden historischen Brüsseler Standorte (Brussels Expo und Tour & Taxis) als Veranstaltungsort für die Auslosung wählen.

Einzigartige Fan-Momente
Dank der Nähe der Spielorte zueinander wird es für die Fans leicht und nicht zuletzt erschwinglich sein, viele Begegnungen live im Stadion zu verfolgen und die einzigartige Atmosphäre einer FIFA WM auf sich wirken zu lassen. Darüber hinaus richtet sich der Fokus auf die FIFA Fan Festivals, die in allen drei Ländern an zentralen, traditionell beliebten Plätzen der jeweiligen Austragungsorte veranstaltet werden und Fans unter anderem zum Public Viewing einladen. Von dort aus können sie dann im Rahmen der innovativen "United World Cup Walks" zusammen zum Stadion gehen - auch dadurch soll das, was eine WM ausmacht, geschaffen werden: Spaß, Vorfreude, Spannung und ein ganz besonderes Gemeinschaftsgefühlt.


Dabei spielt auch der Sicherheitsgedanke eine große Rolle. Kommerzieller Erfolg BNG2027 soll die kommerziell erfolgreichste FIFA Frauen-Weltmeisterschaft aller Zeiten werden. Ziel ist es, die Einnahmen im Vergleich zur Weltmeisterschaft 2023 um 50 Prozent zu steigern. Erreicht werden kann dies durch den Erlös der globalen Medienrechte, durch Kosteneinsparungen dank der Kompaktheit des Turniers, durch die Maximierung der Einnahmen aus dem europäischen Sponsorenmarkt. Darüber hinaus sind die Prognosen bezüglich der Erlöse aus dem Ticketing- und Hospitality-Bereich sehr positiv.


Mit den erzielten Einnahmen soll die Weiterentwicklung des Frauenfußballs in den FIFA-Mitgliedsverbänden weltweit gefördert werden. Globales Wachstum des Frauenfußballs BNG strebt nicht nur danach, die erfolgreichste FIFA Frauen-Weltmeisterschaft aller Zeiten auszurichten. Sie soll auch Katalysator für die weitere Entwicklung des Frauenfußballs weltweit sein und hat einen klaren Plan, um in den kommenden Jahren speziell drei Ziele zu erreichen: weitergehende Emanzipation, mehr aktive Teilhabe und eine werthaltige Kommerzialisierung - in den drei Ländern und darüber hinaus.

Zu diesem Zweck werden mehrere Programme aufgelegt, darunter:
- NextGen: (Junge) Mitarbeiter*innen von Nationalverbänden auf der ganzen Welt erhalten die Möglichkeit, das Turnier hautnah mitzuerleben und Erfahrungen zu sammeln, die ihnen bei ihren eigenen Bemühungen zur Förderung des Frauenfußballs in ihren Ländern helfen;

- BNG Unite Programme: Bei 27 Veranstaltungen für Nationalverbände weltweit können diese Wissen teilen, Erfahrungen austauschen und sich über Best-Practice-Beispiele im Frauenfußball informieren.


- KickstartHer: Ein globales Programm mit dem Ziel, die nächste Generation für den Frauenfußball zu inspirieren und einen gesunden Lebensstil zu fördern. Manu Leroy (CEO a.i. RBFA), Gijs de Jong (KNVB-Generalsekretär), und Heike Ullrich (DFB-Generalsekretärin) erläutern: "Das Bidbook steht für unseren Wunsch, im Sommer 2027 die Welt zum größten Fußballfest in der Geschichte des Frauenfußballs zu begrüßen. Wir hoffen, dass die FIFA unsere Begeisterung teilt und die Vorzüge und Qualität unserer Bewerbung erkennt. Wir laden die nationalen Fußballverbände aus aller Welt ein, uns ihr Vertrauen zu schenken und mit uns zusammen den Traum einer Weltmeisterschaft wahr werden zu lassen, die den Frauenfußball wirklich global macht."

Video: Heike Ullrich zur Einreichung des Bidbooks 

 

 

Nia Künzer wird DFB-Sportdirektorin Frauenfußball

Frankfurt, 7. Dezember 2023 - Nia Künzer wird ab 1. Januar 2024 neue Sportdirektorin für Frauenfußball beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Die 43-Jährige verantwortet damit den Bereich der Frauen-Nationalmannschaft und der weiblichen U 20-Auswahl. Das haben Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH & Co KG einstimmig beschlossen.

 

Künzer gewann mit der Nationalmannschaft 2003 den WM-Titel und erzielte im Finale gegen Schweden das Golden Goal. Sie absolvierte 34 A-Länderspiele und wurde im Verein jeweils siebenmal Deutsche Meisterin sowie DFB-Pokalsiegerin und dreimal Europacupgewinnerin. Sie war lange Jahre ARD-Expertin für den Bereich Frauenfußball und zuletzt als Dezernatsleiterin beim Land Hessen für das Regierungspräsidium Gießen tätig.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: "Nia Künzer ist eine ideale Besetzung für die Position der DFB-Sportdirektorin. Sie ist eine starke Persönlichkeit, verfügt über ein umfassendes Netzwerk und war immer nah dran am Frauenfußball. Ich schätze ihre fachliche Expertise als ehemalige Spielerin und ihre Erfahrungen als Führungskraft, die sie auch durch ihre berufliche Tätigkeit in einem Bereich außerhalb des Fußballs erworben hat. Ihr kritischer Blick, die Fähigkeit, auch andere Perspektiven einzubringen, ihre hohe soziale Kompetenz und ihr profundes Fußballwissen werden uns in diesem für den DFB hoch priorisierten Bereich voranbringen."

 

Nia Künzer sagt: "Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und bedanke mich für das Vertrauen. Vor uns liegen große Herausforderungen. Der Frauenfußball hat ein großes Potenzial, und unsere Nationalmannschaft ist ein wichtiges Aushängeschild für unseren Sport. Es ist elementar für die Entwicklung in allen Bereichen, dass wir in die Erfolgsspur zurückkehren und auch wieder Titel gewinnen. Dazu möchte ich - gemeinsam in einem motivierten und kompetenten Team beim DFB - meinen Beitrag leisten."