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Koalition der Willigen: Robuste
Sicherheitsgarantien für einen dauerhaften Frieden in der
Ukraine
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Brüssel, 6./7. Januar 2026 - Die
Mitglieder der Koalition der Willigen haben nach ihrem
Treffen mit Vertretern der Ukraine und der USA in Paris
ihr Engagement für einen gerechten und dauerhaften
Frieden in der Ukraine im Einklang mit den Grundsätzen
der Charta der Vereinten Nationen bekräftigt.
In einer gemeinsamen Erklärung begrüßten sie die
erzielten Fortschritte, auch in den Gesprächen zwischen
den Amerikanern, den Ukrainern, den europäischen und
anderen Partnern. Selbstverteidigung der Ukraine Die
Koalition der Willigen betonte, dass die Fähigkeit der
Ukraine, sich selbst zu verteidigen, von entscheidender
Bedeutung sei, um die Zukunft der kollektiven Sicherheit
der Ukraine und des euro-atlantischen Raums zu
gewährleisten.
„Wir haben bekräftigt, dass die Gewährleistung der
Souveränität und dauerhaften Sicherheit der Ukraine
integraler Bestandteil eines Friedensabkommens sein wird
und dass jede Lösung durch robuste Sicherheitsgarantien
für die Ukraine unterstützt werden muss.“
Politisch und rechtlich bindende Garantien „Wir sind
bereit, uns zu einem System politisch und rechtlich
bindender Garantien zu verpflichten, das nach
Inkrafttreten eines Waffenstillstands zusätzlich zu
bilateralen Sicherheitsabkommen und in Übereinstimmung
mit unseren jeweiligen rechtlichen und
verfassungsrechtlichen Vereinbarungen aktiviert wird.“
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DiscoverEU und 40 Jahre
Schengen: 40.000 Reisetickets vergeben, über 6.800 gehen
an junge Menschen aus Deutschland
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Brüssel, 7. Januar 2026 - 40.024 junge
Menschen können nach der aktuellen Auswahlrunde von
DiscoverEU ab Frühjahr kostenlos mit der Bahn durch
Europa reisen. Aus Deutschland hatten sich 46.298 junge
Menschen beworben, 6.837 erhalten einen Travel-Pass. Seit
Beginn des Programms im Jahr 2018 gab es europaweit über
1.9 Millionen Bewerbungen, 431.931 Travel-Pässe wurden
seitdem vergeben.
Glenn Micallef, EU-Kommissar für
Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport,
erklärte: „DiscoverEU bietet Tausenden junger
Europäerinnen und Europäern die Möglichkeit, unseren
Kontinent zu erkunden, neue Menschen kennenzulernen und
den Wert der Freizügigkeit direkt zu erleben. Diese
Sonderausgabe zum 40. Jahrestag von Schengen erinnert
daran, dass Mobilität ein Recht ist, das wir schätzen,
ein Eckpfeiler unserer gemeinsamen europäischen
Identität.“
Auf der Kultur-Route das kulturelle Erbe Europas
entdecken DiscoverEU wird auch zum Kulturkompass
für Europa beitragen, indem es die DiscoverEU-Kulturrouten stärker
bewirbt.
Teil des Programms sind Informationsveranstaltungen vor
der Abreise und DiscoverEU-Treffen.
Eines dieser Treffen wird im Juli in Lyon (Frankreich) im
Rahmen der Europäischen
Jugendwoche 2026 mit den Schwerpunkten Solidarität
und Fairness organisiert. Dort werden mehr als 200 junge
Reisende aus ganz Europa zusammenkommen.
Lernen durch Entdecken: mit DiscoverEU mehr Europa
erleben DiscoverEU ist ein wichtiger Bestandteil des
Erasmus+-Programms und fördert die Mobilität junger
Menschen, umweltfreundliches Reisen, den kulturellen
Austausch und die europäische Einheit. Die aktuelle
Bewerbungsrunde stand allen offen, die zwischen dem 1.
Januar 2007 und dem 31. Dezember 2007 geboren wurden und
aus EU-Mitgliedstaaten und mit Erasmus+ assoziierten
Ländern (Island, Liechtenstein, Norwegen, Nordmazedonien,
Serbien und Türkei) stammen.
Es gingen 246.782 Bewerbungen ein. Wie in den
vergangenen Ausgaben ermöglichen Sonderregelungen die
Teilnahme von Reisenden von Inseln, aus Regionen in
äußerster Randlage oder abgelegenen Gebieten. Zusätzlich
zum Travel-Pass profitieren die Teilnehmenden von einer Rabattkarte,
mit der sie viele Ermäßigungen für kulturelle
Aktivitäten, Unterkünfte, Nahverkehr, Verpflegung und
andere Dienstleistungen erhalten.
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Venezuela: Erklärung der Hohen Vertreterin zu den Folgen der
US-Intervention
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Brüssel 5. Januar 2026 -
Die Hohe Vertreterin der EU Kaja Kallas hat eine
Erklärung zu Venezuela abgegeben, die von 26
Mitgliedstaaten der Europäischen Union unterstützt wird.
Darin heißt es: „Die Europäische Union ruft alle Akteure
zu Ruhe und Zurückhaltung auf, um eine Eskalation zu
vermeiden und für eine friedliche Lösung der Krise zu
sorgen.“
Völkerrecht und UN-Charta
„Die EU erinnert daran, dass unter allen Umständen die
Grundsätze des Völkerrechts und der Charta der Vereinten
Nationen gewahrt werden müssen. Die Mitglieder des
Sicherheitsrates der Vereinten Nationen haben eine
besondere Verantwortung, diese Grundsätze als eine Säule
der internationalen Sicherheitsarchitektur zu wahren.“
In dem Statement wird darauf verwiesen, dass Nicolás
Maduro nicht die Legitimität eines demokratisch gewählten
Präsidenten besitze und sich die EU wiederholt für einen
von Venezuela geführten friedlichen Übergang zur
Demokratie im Land eingesetzt hat. „Das Recht des
venezolanischen Volkes, über seine Zukunft zu
entscheiden, muss respektiert werden.“
Sicherheitsbedrohung durch Drogenhandel
„Die EU teilt die Priorität der Bekämpfung der
grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität und des
Drogenhandels, die weltweit eine erhebliche
Sicherheitsbedrohung darstellen. Gleichzeitig betont die
EU, dass diese Herausforderungen durch eine nachhaltige
Zusammenarbeit unter uneingeschränkter Achtung des
Völkerrechts und der Grundsätze der territorialen
Unversehrtheit und Souveränität angegangen werden
müssen.“
„Wir stehen in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten
sowie mit regionalen und internationalen Partnern, um den
Dialog mit allen beteiligten Parteien zu unterstützen und
zu erleichtern, der zu einer ausgehandelten,
demokratischen, inklusiven und friedlichen Lösung der
Krise unter der Führung der Venezolaner führt.“
Demokratie wiederherstellen
„Die Achtung des Willens des venezolanischen Volkes
bleibt die einzige Möglichkeit für Venezuela, die
Demokratie wiederherzustellen und die derzeitige Krise zu
lösen.
In dieser kritischen Zeit ist es von entscheidender
Bedeutung, dass alle Akteure die Menschenrechte und das
humanitäre Völkerrecht uneingeschränkt achten. Alle
politischen Gefangenen, die derzeit in Venezuela
inhaftiert sind, müssen bedingungslos freigelassen
werden.“
Die Konsularbehörden der EU-Mitgliedstaaten arbeiten eng
zusammen, um die Sicherheit der EU-Bürger, einschließlich
der illegal in Venezuela inhaftierten Personen, zu
schützen.
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- EU-Unternehmen erhöhen
Investitionen in Forschung und Entwicklung
- EU zahlt 2,3 Milliarden Euro Finanzhilfen aus und
liefert Wärmekraftwerk
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EU-Unternehmen erhöhen
Investitionen in Forschung und Entwicklung in
Schlüsselsektoren
Brüssel, 22. Dezember 2025 - Laut dem heute
veröffentlichten EU-Anzeiger für industrielle
FuE-Investitionen 2025 haben EU-Unternehmen 2024 ein
starkes Wachstum von Forschung und Entwicklung (FuE) in
den Bereichen Energie, Gesundheit, Luft- und Raumfahrt
und Verteidigung vorangetrieben.
Der Bericht unterstreicht zwar die Führungsrolle Europas
in Schlüsselindustrien, unterstreicht aber auch den
starken Druck des globalen Wettbewerbs, insbesondere im
Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien
(IKT).
Im Jahr 2024 erhöhten die führenden industriellen
FuE-Investoren der EU in den Bereichen Strom und
erneuerbare Energien ihre FuE-Investitionen um 19,8 % und
ihre Investitionsausgaben um 17,8 %. Dies ist ein
positiver Schritt zur Erreichung der Ziele des Clean
Industrial Deal.
Im Gesundheitssektor erhöhten führende Unternehmen ihre
FuE-Investitionen um 13 % – eine deutlich höhere
Wachstumsrate als in anderen Teilen der Welt. Darüber
hinaus investieren europäische Luft- und Raumfahrt- und
Verteidigungsunternehmen 4,8 % mehr, um die
Verteidigungsbereitschaft Europas zu erhöhen.
Diese Ergebnisse, die im heutigen Scoreboard
veröffentlicht wurden, bieten wichtige Einblicke in die
globale Forschungs- und Entwicklungsdynamik.
Maßnahmen der Kommission zur Stärkung der
Innovationsfähigkeit Europas
Um auf den globalen Wettbewerb zu reagieren und das
europäische Innovationsökosystem zu stärken, treibt die
Kommission mehrere Initiativen voran, die mit dem
EU-Kompass für Wettbewerbsfähigkeit in Einklang stehen,
darunter:
- die EU-Start-up- und Scaleup-Strategie, um Europa zu
einem Top-Ziel für die Gründung und das Wachstum globaler
Technologieunternehmen zu machen;
- das Europäische Innovationsgesetz und die 28. Regelung,
die für 2026 erwartet werden;
- die Europäische Strategie für Forschungs- und
Technologieinfrastrukturen, die den Zugang von
Unternehmen zu Infrastrukturen von Weltrang und
FuE-Unterstützung verbessert;
Die europäische Strategie für KI in der Wissenschaft mit
der Ressource für KI-Wissenschaft in Europa (RAISE), mit
der Wissenschaftler mit den Ressourcen ausgestattet
werden, um KI für ihre Forschung einzuführen.
Die Beschleunigung dieser Initiativen ist von
entscheidender Bedeutung, um innovative Unternehmen beim
Ausbau zu unterstützen, insbesondere dort, wo Europa
seine Souveränität und Technologieführerschaft stärken
muss.
Wichtigste Feststellungen
Strategische Stärken der EU: EU-Unternehmen verzeichneten
einen starken Anstieg der FuE im Energiesektor (19,8 %),
der das Wachstum in den USA (6 %), Japan (-14,2 %) und
China (3,8 %) bei weitem übertraf. Im Gesundheitswesen
übertraf das Wachstum der EU (13 %) deutlich die USA (7,1
%), Japan (9,1 %) und China (0,1 %). Luft- und Raumfahrt
sowie Verteidigung verzeichneten ebenfalls einen Anstieg
von 4,8 %.
Innovationszentren: Die meisten FuE-Investitionen der 800
größten EU-Unternehmen erfolgen in Ländern, die als
„starke Innovatoren“ eingestuft werden (Österreich,
Belgien, Estland, Frankreich, Deutschland, Irland,
Luxemburg). Dies unterstreicht das Potenzial
unterstützender Ökosysteme für das Wachstum von
F&E-intensiven Unternehmen.
Die globale Dynamik verlangsamt sich: Die weltweit
führenden 2.000 Unternehmen investierten 2024 1.442,6
Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung (+6,3 %). Am
stärksten wuchsen die USA (+7,8 %) und der Rest der Welt
(+8,1 %), gefolgt von Japan (+7,1 %). Die EU (+2,9 %) und
China (+3,9 %) verzeichneten einen moderateren Anstieg.
Sektorspezifischer Schwerpunkt: Vier Sektoren -
IKT-Software, IKT-Hardware, Gesundheit und
Automobilindustrie - machen über 80 % der
Gesamtinvestitionen aus. US-Unternehmen sind führend in
den Bereichen IKT und Gesundheit; EU-Unternehmen sind
nach wie vor weltweit führend in der Automobilindustrie.
Hintergrund
Der EU-Anzeiger für industrielle FuE-Investitionen wird
seit 2004 jährlich veröffentlicht. Die Ausgabe 2025
enthält Wirtschaftsinformationen aus den jüngsten
Jahresabschlüssen (Haushaltsjahr 2024) der weltweit
führenden 2000 FuE-Investoren und der 800 größten
Unternehmen in der EU. Zusammen machen diese Unternehmen
über 90 % der weltweit von Unternehmen finanzierten FuE
aus.D.
Als wichtige Referenz für Analysen und Daten in
Wissenschaft, Industrie und Politikgestaltung werden die
Daten des Scoreboards im Einklang mit der
Open-Science-Praxis der Kommission öffentlich zugänglich
gemacht.
Solidarität mit der Ukraine: EU zahlt 2,3
Milliarden Euro Finanzhilfen aus und liefert komplettes
Wärmekraftwerk
Die Europäische Kommission hat im Rahmen der
Ukraine-Fazilität die sechste reguläre Zahlung von 2,3
Milliarden Euro angewiesen. Sie unterstützt damit die
makrofinanzielle Stabilität des Landes und seine
öffentliche Verwaltung. Zudem hat die Kommission im
Rahmen ihrer bisher größten koordinierten
Logistik-Operation ein vollständiges Wärmekraftwerk von
Litauen in die Ukraine geliefert. Das Kraftwerk kann eine
Million Menschen mit Strom versorgen. Es stellt kritische
Energiekapazitäten wieder her und stärkt unmittelbar das
nationale Netz der Ukraine, das anhaltenden Angriffen
Russlands ausgesetzt ist.
70 Prozent des Geldes im Rahmen der Ukraine-Fazilität
ausgezahlt
Mit der sechsten Tranche hat die EU seit März 2024 26,8
Milliarden Euro ausgezahlt. Das entspricht fast 70
Prozent der im Rahmen der ersten Säule der
Ukraine-Fazilität verfügbaren Mittel. Die Zahlung folgt
auf die erfolgreiche Umsetzung von Reformen in
strategisch wichtigen Bereichen wie der öffentlichen
Finanzverwaltung, des Justizsystems, des Agrar- und
Lebensmittelsektors und der Bewirtschaftung kritischer
Rohstoffe.
Die für Erweiterung zuständige EU-Kommissarin Marta Kos
erklärte: „Die Ukraine führt trotz der Aggression
Russlands mit bemerkenswerter Geschwindigkeit echte
Reformen durch. Mit der Fazilität für die Ukraine treibt
die EU Reformen voran, die die Ukraine näher an die EU
heranführen und gleichzeitig kritische Bedürfnisse,
einschließlich der Energieversorgungssicherheit im
Winter, unterstützen.“
Ausführliche Informationen finden Sie in diesem
Factsheet.
Vollständiges Wärmekraftwerk in die Ukraine verlegt
Die Lieferung eines vollständigen Wärmekraftwerks in die
Ukraine wurde über einen Zeitraum von elf Monaten
durchgeführt und umfasste 149 Lieferungen mit insgesamt
2.399 Tonnen Ausrüstung. Darunter waren 40 übergroße
Transporte, wie außergewöhnlich schwere Transformatoren
und Statoren mit einem Gewicht von jeweils rund 172
Tonnen. Die Unterstützung der polnischen
Regierungsbehörde für strategische Reserven war
entscheidend für den komplexen Transport dieser
Komponenten.
Hadja Lahbib, EU-Kommissarin für Krisenvorsorge und
‑management sowie Gleichberechtigung erklärte: „Ich danke
Litauen, Polen, Rumänien und allen Partnern, die für den
Erfolg dieser kolossalen Operation gesorgt haben. Es ist
ein eindrucksvoller Beweis für das unerschütterliche
Engagement der EU für die Widerstandsfähigkeit der
Ukraine und trägt dazu bei, Licht und Wärme für eine
Million Menschen zu gewährleisten, die vor einem vierten
Winter des russischen Angriffskriegs stehen.“
Bislang hat die EU-Unterstützung für den ukrainischen
Energiesektor dazu beigetragen, den Bedarf von
schätzungsweise 9 Millionen Menschen zu decken. Die EU
hat über das EU-Katastrophenschutzverfahren bisher 9.500
Stromgeneratoren und 7.200 Transformatoren an die Ukraine
geliefert.
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E-Commerce: EU führt Zölle auf
Pakete mit geringem Wert ein
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Brüssel, 15. Dezember 2025 -
Ab Juli 2026 wird in der EU ein
Zollsatz von 3 Euro pro Sendung auf E-Commerce-Pakete mit
einem Wert von weniger als 150 Euro eingeführt. Darauf
haben sich die EU-Mitgliedstaaten geeinigt.
Maroš Šefčovič, EU-Kommissar für Handel und
wirtschaftliche Sicherheit sowie interinstitutionelle
Beziehungen und Transparenz, begrüßte die
Entscheidung: „Mit dem rasanten Wachstum des
elektronischen Handels verändert sich die Welt schnell –
und wir brauchen die richtigen Instrumente, um Schritt zu
halten. Deshalb ist die Entscheidung über Zölle für
kleine Pakete, die in die EU eingeführt werden, so
wichtig, um im heutigen Zeitalter des E-Commerce einen
fairen Wettbewerb an unseren Grenzen zu gewährleisten.“
Kurzfristiger Schutz der EU-Unternehmen vor dem
E-Commerce-Boom Angesichts des raschen Anstiegs der
Einfuhren von Waren im elektronischen Handel in die EU
haben die Kommission und die Mitgliedstaaten gemeinsam
die Notwendigkeit einer dringenden Lösung anerkannt. Sie
soll die Lücke bis zur Einrichtung der
EU-Zolldatenplattform im Jahr 2028 im Rahmen der
EU-Zollreform schließen.
Der vorübergehende Zollsatz von 3 Euro je Sendung gilt
für Pakete, die direkt aus Drittländern an
Verbraucherinnen und Verbraucher versandt werden. Reform
der EU-Zollreform als dauerhafte Lösung Diese Maßnahme
ist unabhängig von den laufenden Verhandlungen über eine
EU-Bearbeitungsgebühr für E-Commerce-Pakete.
Während die Zollabgaben einen Wettbewerbsvorteil
beseitigen, den die E-Commerce-Betreiber derzeit
genießen, soll die Bearbeitungsgebühr die steigenden
Kosten ausgleichen, die den Zollbehörden durch die
Überwachung des sehr umfangreichen Paketverkehrs
entstehen.
Kommissar Šefčovič betonte: „Unsere Bemühungen zur
Modernisierung der Art und Weise, wie wir den Handel an
unseren Grenzen steuern, sind auf einem guten Weg, und
wir stehen kurz vor dem Abschluss der ehrgeizigsten
Zollreform seit der Gründung der Zollunion im Jahr 1968.
Unser Ziel ist klar: ein modernes, digitales Umfeld, das
einen reibungslosen internationalen Handel gewährleistet
und gleichzeitig die Stärke und Integrität unseres
Binnenmarktes schützt.“
Die dauerhafte Zollregelung wird gelten, sobald der
EU-Zolldatenplattform eingerichtet ist. Sie wird neue
Zolldaten im Zusammenhang mit dem elektronischen Handel
vollständig integrieren und den Zollbehörden ein
vollständiges Bild der Waren liefern, die in die EU ein-
oder aus der EU ausgeführt werden.
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Clean Air Forum,
Batterierecycling und Forschung: Umweltkommissarin
Roswall in Bonn und Krefeld
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1. Dezember 2025 - Die für Umwelt,
resiliente Wasserversorgung und wettbewerbsfähige
Kreislaufwirtschaft zuständige EU-Kommissarin Jessika
Roswall ist gemeinsam mit Bundesumweltminister Carsten
Schneider und anderen hochrangigen Teilnehmenden in Bonn
beim 5. EU-Forum für saubere Luft.
Vorab sagte sie: „In saubere Luft zu investieren heißt,
in unsere Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit
zu investieren. Maßnahmen zur Verringerung der
Luftverschmutzung haben Vorteile gebracht, die ihre
Kosten bei weitem überwiegen. Jeder Euro, der für saubere
Luft ausgegeben wird, bringt mindestens das Vierfache an
Nutzen.
Die Politik der EU zur Verringerung der Luftverschmutzung
zeigt solide Ergebnisse. Die Luftqualität hat sich in den
letzten Jahrzehnten stetig verbessert, und die EU ist auf
dem besten Weg, die gesundheitlichen Auswirkungen der
Luftverschmutzung bis 2030 um mehr als 55 Prozent
gegenüber 2005 zu senken.“
Am Vormittag war Roswall bei der Accurec Recycling GmbH
in Krefeld bei der Inbetriebnahme einer europaweit
einzigartigen Anlage, mit der das Unternehmen Lithium aus
alten Akkus zurückgewinnen kann. Am Nachmittag diskutiert
sie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität
Bonn mit Forschenden des PhenoRob Clusters, das die
nachhaltige und technologie-getriebene Transformation der
Landwirtschaft zum Thema hat.
Bewertung der NEC-Richtlinie heute veröffentlicht
Im Mittelpunkt des Clean Air Forum steht unter anderem
die Bewertung der Richtlinie über nationale
Emissionsreduktionsverpflichtungen (NEC), die die
Kommission heute veröffentlicht hat. Sie zeigt, dass die
Emissionen der fünf wichtigsten Luftschadstoffe
(Schwefeldioxid, Feinstaub, Stickoxide und flüchtige
organische Verbindungen außer Methan und Ammoniak) in der
EU während des Bewertungszeitraums trotz
Wirtschaftswachstums stetig zurückgegangen sind. Dies
deutet auf eine erfolgreiche Entkopplung von
Wirtschaftstätigkeit und Luftverschmutzung hin. In den
vergangenen zwei Jahrzehnten wurden die
Schwefeldioxidemissionen am stärksten reduziert (85
Prozent im Vergleich zu 2005).
Besuch der Accurec GmbH in Krefeld
Bei der Accurec GmbH in Krefeld nahm die Kommissarin an
einem Meilenstein teil, nämlich der Inbetriebnahme der
ersten industriellen Rückgewinnung von Lithium aus
Altbatterien. Das von Accurec entwickelte,
thermochemische Verfahren überführt mit geringstem
Aufwand an Energie und Betriebsmitteln die kritischen
Rohstoffe in eine hervorragend trennbare Form und
extrahiert diese.
Kommissarin Roswall sagte: „Die Unterstützung
strategischer Projekte und Anlagen wie dieser ist für die
Europäische Kommission und für mich persönlich von
entscheidender Bedeutung. Denn sie ist entscheidend für
die Zukunft Europas und für das, was ich für die
Generation meiner Enkelkinder erreichen möchte. In der
heutigen instabilen Welt ist die Sicherung der
strategischen Autonomie Europas wichtiger denn je“.
Kommission fördert Energieverbundfähigkeit in
Europa und darüber hinaus durch Unterstützung von 235
grenzüberschreitenden Projekten
Heute hat die Kommission 235 grenzüberschreitenden
Energieprojekten den Status von Vorhaben von gemeinsamem
Interesse (PCI) und Vorhaben von gegenseitigem Interesse
(PMI)gewährt – die zweite derartige Liste seit ihrer
Einführung im Jahr 2023. Die ausgewählten Projekte können
EU-Mittel aus der Fazilität „Connecting Europe“
beantragen und profitieren von beschleunigten
Genehmigungs- und Regulierungsverfahren für eine rasche
Durchführung und Umsetzung.
Diese projektübergreifenden Projekte werden die
Energiekonnektivität auf dem gesamten Kontinent stärken
und die Vollendung der Energieunion näher bringen. Durch
die Ermöglichung wichtiger Verbindungsleitungen in der
gesamten EU und mit Nachbarländern können diese Projekte
eine strategische Rolle bei der Steigerung der
Wettbewerbsfähigkeit der EU, der Dekarbonisierung und der
Verbesserung der Energieversorgungssicherheit und
-unabhängigkeit Europas spielen.
Einer aktuellen Studie der Kommission zufolge wird sich
der Investitionsbedarf für die europäische
Energieinfrastruktur – Strom-, Wasserstoff- und CO2-Netze
– von 2024 bis 2040 auf 1,5 Billionen EUR belaufen. Diese
Projektstruktur und die damit verbundenen erwarteten
Investitionsvolumina werden dazu beitragen, den für 2040
ermittelten Bedarf zu decken.
Die Liste der ausgewählten PCI und PMI umfasst:
113 Strom-, Offshore- und intelligente Stromnetzprojekte,
die für die Integration des wachsenden Anteils
erneuerbarer Energien von wesentlicher Bedeutung sein
werden.
100 Wasserstoff- und Elektrolyseurprojekte, die eine
wichtige Rolle bei der Integration und Dekarbonisierung
des Energiesystems der EU spielen werden.
17 CO2-Transportinfrastrukturprojekte, die die
Entwicklung des Marktes für CO2-Abscheidung und
-Speicherung vorantreiben werden.
3 Projekte für intelligente Gasnetze zur Digitalisierung
und Modernisierung des Erdgasnetzes.
die fortgesetzte Einbeziehung von zwei langjährigen
Projekten, die Malta und Zypern mit dem europäischen
Festlandgasnetz verbinden.
Die Kommission wird die Durchführung dieser Projekte
durch eine verstärkte politische Koordinierung mit den
betreffenden Mitgliedstaaten unterstützen und sich dabei
auf die Taskforce Energieunion und die regionalen
hochrangigen Gruppen stützen, die die Entwicklung der
Energieinfrastruktur in Schlüsselregionen, auch mit
Partnerländern, unterstützen sollen.
Wie im Aktionsplan der Kommission für erschwingliche
Energie hervorgehoben, ist ein effizientes Energienetz
von entscheidender Bedeutung, um die Energiewende zu
ermöglichen und sicherzustellen, dass Energie sowohl für
Industrien als auch für Haushalte in ganz Europa
zugänglich und erschwinglich ist.
Die Gewährleistung eines gut integrierten und optimierten
europäischen Energienetzes ist ebenso entscheidend für
die Beschleunigung einer kosteneffizienten und sauberen
Energiewende. Die Kommission wird demnächst das
europäische Netzpaket vorlegen, um den Aufbau der
notwendigen Energieinfrastruktur in Europa weiter zu
beschleunigen. Sie wird auch auf die Initiative
„Energieautobahnen“ eingehen, die von Präsidentin von der
Leyen in ihrer jüngsten Rede zur Lage der Europäischen
Union ins Leben gerufen wurde und mit der Engpässe bei
der grenzüberschreitenden Energieinfrastruktur dringend
angegangen und die Widerstandsfähigkeit des
Energiesystems der EU insgesamt erhöht werden sollen.
Nächste Schritte
Nach der heutigen Annahme wird die PCI- und PMI-Liste dem
Europäischen Parlament und dem Rat in Form eines
delegierten Rechtsakts zur Kontrolle gemäß der
TEN-E-Verordnung vorgelegt. Beide gesetzgebenden Organe
haben zwei Monate Zeit, um die Liste entweder vollständig
anzunehmen oder abzulehnen, dürfen sie jedoch nicht
ändern. Dieses Verfahren kann auf Antrag der beiden
gesetzgebenden Organe um zwei Monate verlängert werden.
Sobald die Liste angenommen ist, wird die Kommission ihre
Zusammenarbeit mit den Projektträgern und den
Mitgliedstaaten weiter verstärken, um sicherzustellen,
dass die ausgewählten Projekte so reibungslos und schnell
wie möglich durchgeführt werden.
Diese Woche veranstaltet die Europäische Kommission die
PCI Energy Days, die sich der praktischen Umsetzung von
PCI und PMI widmen. Der für Energie und Wohnungswesen
zuständige EU-Kommissar Dan Jørgensen wird an der
Veranstaltung teilnehmen.
Hintergrund
PCI sollen den EU-Energiemarkt vollenden und zu den
Zielen der Klimaneutralität beitragen und sicherstellen,
dass alle Europäer Zugang zu erschwinglicher,
zuverlässiger und erneuerbarer Energie haben. PMI
umfassen grenzüberschreitende Infrastrukturen zwischen
EU- und Nicht-EU-Ländern, die zu den Energie- und
Klimazielen der EU, einschließlich ihrer kürzlich
angenommenen globalen Vision, beitragen.
Bei der heute angenommenenListe handelt es sich um die
zweite Unionsliste von PCI und PMI, die im Rahmen der
überarbeiteten Verordnung über transeuropäische
Energienetze (TEN-E) ab 2022 erstellt wurde, wobei der
Schwerpunkt weg von fossilen Brennstoffen hin zu
CO2-armen, widerstandsfähigen und effizienten
grenzüberschreitenden Infrastrukturen verlagert wird. In
der Verordnung werden die Kriterien für die Unterstützung
grenzüberschreitender Energieinfrastrukturprojekte
festgelegt, die der Union helfen können, ihr Klima- und
Energieziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen.
Diese Listen werden alle zwei Jahre nach umfassenden
Konsultationen der Interessenträger in regionalen Gruppen
und öffentlichen Konsultationen angenommen.
Mit dem Instrument der Fazilität „Connecting Europe“
(CEF-Energie) wurden seit 2014 8 Mrd. EUR für
Leitprojekte bereitgestellt. Ein Paradebeispiel für
grenzüberschreitende wegweisende Projekte ist die
baltische Synchronisation, mit der die baltischen Staaten
ihre Unabhängigkeit vom russischen Stromnetz
wiedererlangt und die drei Länder vollständig in das
Energiesystem der EU integriert haben. Im Rahmen des
mehrjährigen Finanzrahmens 2028-2034 schlug die
Kommission eine fünffache Aufstockung des CEF-Haushalts
für Energie von 5,84 Mrd. EUR auf 29,91 Mrd. EUR vor.
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