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Die Straußsiedlung
GEBAG baut und modernisiert  

Duisburg, 05. Dezember 2018 - Gegen den allgemeinen Trend, den das Amt für Soziales und Wohnen der Stadt Duisburg gerade in dem Wohnbericht 2017 dokumentiert hat, baut die GEBAG in Duisburg sehr fleißig.  

So investierte das kommunale Wohnungsunternehmen allein im Jahr 2017 über 14 Millionen Euro in Neubauprojekte. Es konnten die Bauprojekte an der Reitbahn und der Stormstraße in Rheinhausen mit rund 70 Wohnungen fertiggestellt werden. Außerdem wurden die Projekte an der Friedrich-Alfred-Straße und der Forststraße mit ebenfalls rund 70 Wohnungen neu begonnen.
„Wir haben bei unseren Neubauprojekten besonderes Augenmerk auf die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gelegt“, so GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer. So waren bei den vorgenannten Bauprojekten 110 Wohnungen öffentlich gefördert.  
425 neue Wohnungen wird die GEBAG in den nächsten drei bis fünf Jahren in Duisburg errichten – darunter zum Beispiel auch die Neubauten in der Straußsiedlung, im Reiserweg und in der Werthstraße. Auch der Bau von fünf Kindertagesstätten steht bereits auf der Agenda. Rund 200 Millionen Euro investiert die städtische Tochter in den nächsten Jahren in ihre Neubauten und in Großmodernisierungsmaßnahmen in den eigenen Siedlungen wie in Neuenkamp oder im City Wohnpark in Hochfeld. Große Bauprojekte wie Duisburg Wedau sind hier noch nicht mitgerechnet.      
   
Das Investitionsvolumen in Modernisierungsprojekte der GEBAG lag im Jahr 2017 bei rund 18,5 Millionen Euro. „Damit wollen wir auch dem im Wohnungsbericht konstatierten Rückstand bei Sanierungen im Bestand in Duisburg entgegenwirken“, so Bernd Wortmeyer.
„Unser Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum in guter Qualität anzubieten – für Duisburgerinnen und Duisburger, aber auch für all jene, die Duisburger werden wollen.“ Auch in Zukunft investiert die GEBAG kräftig in den eigenen Bestand: So ist allein im Jahr 2019 der Baubeginn bei 15 Modernisierungsprojekten in ganz Duisburg vorgesehen. 25 Millionen Euro nimmt die GEBAG dafür in die Hand. Hierbei werden die Gebäude vor allem energetisch saniert und Balkone und Aufzüge nachträglich installiert.    

 

Gebag erhält Anerkennung für Dachgarten-Gestaltung

Duisburg, 07. November 2018 - Die Gebag hat beim Wettbewerb „Viertel vor Grün 2018“, den der VdW RheinlandWestfalen gemeinsam mit Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NordrheinWestfalen e. V. in diesem Jahr zum zweiten Mal durchführte, eine Anerkennung erhalten. Bei der Preisverleihung am 29. Oktober in Düsseldorf übergab NRWBauministerin Ina Scharrenbach eine Urkunde an Birger Ramlau, Landschaftsarchitekt bei der GEBAG, sowie Dipl.-Ing. Jürgen Quindeau, mit dem die Gebag das Projekt gemeinsam umgesetzt hat.

Zum Projekt Gewürdigt wurden die Umgestaltung und Neunutzung von Dachflächen auf der Tonhallenstraße in der Duisburger Innenstadt. Die Dachfläche von 450 Quadratmetern wurde im Rahmen einer notwendigen Sanierung energetisch ertüchtigt. Zusätzlich wurden die Dachflächen auch für die Mieter des gesamten Hauses nutz- und erlebbar gemacht. Es wurden mietereigene Dachterrassen sowie gemeinschaftlich nutzbare Außenflächen geschaffen.

Als besonders positives Beispiel für die Sonderkategorie Dach- und Fassadenbegrünung lobte die Jury vor allem das Zusammenspiel ökologischer und sozialer Faktoren bei der Entwicklung der Dachfläche. Das Beispiel zeige, dass auch im kleinen Maßstab wichtige Entwicklungsimpulse bei der grünen Wohnumfeldgestaltung gesetzt werden können, so die Jury.

Wettbewerb Grün gewinnt!
Nicht nur die Größe und Ausstattung unserer Wohnung oder der Zustand unseres Wohnhauses ist entscheidend, ob wir uns in unserem Zuhause wohlfühlen. Auch die ansprechende Gestaltung der Umgebung, der Außenanlagen, Grün- und Spielflächen kann maßgeblich dazu beitragen, dass das „Zuhause-Gefühl“ schon vor der eigenen Wohnungstür anfängt. Der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft RheinlandWestfalen (VdW RW) hatte daher in diesem Sommer zum Wettbewerb „Viertel vor Grün 2018“ aufgerufen. Gesucht wurden vorbildliche Gestaltungen und Konzepte von Grünanlagen und Außenräumen in NRW.

Reiser Weg: Gebag reißt zwei Gebäude ab  

Duisburg, 06. November 2018 - Im November startet die Gebag mit dem Abbruch der beiden Mehrfamilienhäuser im Reiserweg 17 – 19 in Duisburg Süd. Voraussichtlich im April 2019 sollen die Häuser verschwunden sein.  Von außen werden die Arbeiten zunächst nicht sofort zu sehen sein, denn als erstes erfolgt die Schadstoffsanierung im Innenbereich des hinteren Gebäudes. Der Abbruch wird so geräuscharm wie möglich vorgenommen.  
„Wir werden  alle notwendigen Maßnahmen vorsehen, um die Belastungen für das Umfeld so gering wie möglich zu halten, dennoch werden Staub- und Lärmbelastung nicht ganz zu vermeiden sein“, erklärt Ralf Lützenrath, bei der Gebag Leiter der Neubauabteilung. „Wir bitten die Anwohner hierfür um Verständnis.“
Die 26 Wohnungen stehen seit geraumer Zeit zum überwiegenden Teil leer und sind von der Gebag schon lange zum Abriss vorgesehen, da die Gebäude nicht mehr den modernen Wohnbedürfnissen entsprechen und sich eine Modernisierung nicht lohnt. 2015 wurden die Häuser kurzfristig von der Stadt Duisburg als Flüchtlingsunterkünfte genutzt, als wegen der hohen Anzahl von Geflüchteten dringend vorübergehend Wohnraum gesucht wurde.
Aktuell wohnt noch eine letzte Mieterin im vorderen Gebäuderiegel, mit der die Gebag in engem Austausch steht. Die Wohnung dieser Mieterin  ist von den ersten Maßnahmen zunächst nicht betroffen.  
Im Frühjahr 2019  will die Gebag auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück Stelle  zwei Neubauten mit 33 Wohnungen errichten. Die Ein- bis Vierzimmerwohnungen werden 50 bis 99 Quadratmeter groß und zum  überwiegenden Teil öffentlich gefördert sein. Nur für acht Wohnungen braucht man keinen Wohnberechtigungsschein. Die Fertigstellung der neuen Wohnungen ist für Herbst 2020 geplant.

Ansicht: Copyright „dd Projektplanung“

 

Bauland kann kommen – Vorbereitungs-Bilanz der Fläche 6-Seen-Wedau
Harald Jeschke

Duisburg, 29. Oktober 2018 - „Für uns ist Duisburg-Wedau ein Rohdiamant, der geschliffen werden muss", so Ute Möbus, Vorstand Finanzen/Controlling, DB Station&Service AG, die sich über den gelungenen Verlauf des Projekts freut. „Den Wunsch der Bürger nach einer Finanzierung der südlichen Brücke von der Ortsmitte Bissingheim nach Wedau haben wir bereits erfüllt. Zudem startet zeitnah das lnvestorenauswahlverfahren für die Vergabe des Nahversorgungszentrums. Wir sind sehr stolz auf die Meilensteine, die wir in den letzten Monaten gemeinsam erreicht haben."

Ina Scharrenbach (Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen) ist sehr angetan vom Areal in Duisburg-Wedau und dem gesamten Bebauungsprojekt.
"Wir haben hier in NRW dem Raum zur Siedlungs- und Wohnraumgestaltung und es wird auch an preiswerten Wohnraum gedacht."  

Zum Projekt ergänzte lna Scharrenbach:" Bis zu 3.000 neue Wohneinheiten, eine über viele Jahre brachliegende  Fläche von 60 Hektar: Zur Entspannung der Wohnungsmärkte, neue Aufenthaltsqualitäten - rundum ein spannendes Stadtentwicklungs-  und  Wohnungsbauprojekt. Diese Fläche binnen dreieinhalb Jahren zum Bebauungsplan zu führen, ist in Anbetracht vieler Herausforderungen durch Arten- und Lärmschutz, Erschließung, Bodenaufbereitung und Verlagerungen eine hervorragende Leistung. Wir erleben im gesamten Land an vielen Stellen eine ungeheure Aufbruchsstimmung im Wohnungsbau und in der Stadtentwicklung. Nur ein Mehr an Wohnungsbau trägt dazu bei, die Miet- und Preisauftriebe in den Griff zu bekommen. Dazu gibt es von allen Seiten eine hohe Bereitschaft. Dies muss, wie bei 6 Seen Wedau, an den richtigen Stellen geschehen - nämlich auf regional abgestimmten Standorten in Nähe vorhandener oder geplanter Schienenhaltepunkte. Die 2,7 Millionen Euro, die das Land als Vorleistung erbracht hat, sind hervorragend angelegt."  


Das Projekt 6 Seen Wedau auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs und Bahn-Ausbesserungswerks in Duisburg­ Wedau steht vor dem nächsten Schritt: dem Beginn des Bieter- und lnvestorenauswahlverfahrens für ein Nahversorgungszentrum mit einer Verkaufsfläche von rund 5.500 Quadratmetern. Damit ist der Weg für die Bebauung geebnet, denn der Entwurf zum Bebauungsplan wurde bereits Ende Mai 2018 bei der Stadt Duisburg eingegeben und nach Beschlussfassung durch den Rat der Stadt Duisburg vom 25. Juli bis 14. September 2018 offengelegt.

 

Für Oberbürgermeister Sören Link hat noch eine andere Sache höchste Priorität: Die Bahnanbindung an den neuen Stadtteil zwischen zwei Stadtteilen. "Diese Fläche braucht einfach den Bahnanschlus, die sogannte Ratinger Weststrecke muss realisiert werden," schrieb er mit mahnenden Worten den anwesenden Verantwortlichen der Bahn ins Arbeitsheft.

 

 

Die Bilanz
Die Vorbereitung eines Satzungsbeschlusses läuft. Der Bebauungsplan soll bis Mitte 2019 beschlossen  werden. Zeit, Bilanz zu ziehen: Seit Beginn- des Projektes durch das Team "6-Seen-Wedau" wurden auf der 60 Hektar großen Fläche etwa 45 Kilometer Schienen zurückgebaut, rund 540.000 Kubikmeter Schotter aus der Fläche aufgenommen und auf einer Fläche von 50 Hektar der Grünwuchs zurückgeschnitten.
In den vergangenen drei Monaten wurden rund 80.000 Kubikmeter Feinkorn entsorgt und die nächsten Arbeiten vorbereitet: die Ausschreibung des Bodenmanagements und des Lärmschutzwalls mit einer Länge von 2,4 Kilometern.

Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg: ,,6 Seen Wedau ist ein einzigartiges Projekt mit einer Strahlkraft, die weit über die Stadtgrenzen hinausgeht.  Hier entsteht ein komplett neuer Stadtteil und damit zugleich guter, bezahlbarer Wohnraum für viele junge Familien. Insbesondere freue ich mich aber auch über die Zusage der Bahn für die Südbrücke und die noch für 2018 geplante Ausschreibung des Einzelhandels - beides ist für die Duisburgerinnen und Duisburger von ganz besonderer Bedeutung."

Für die Siedlungs- und Wohnraumentwicklung ist das riesige ehemalige Bahngelände auch Wohn-Entlastungsstandort für die Landeshauptstadt Düsseldorf.

Wichtig dabei auch für den Duisburger Wohnungsmarkt, dass 300 öffenliche geförderte Wohungen entstehen.  

Zunächst aber wird nach dem Plaungsrecht die erste Bauphase herbeigesehnt. Die soll 2020 starten. Als Erstes wird aber die Installierung der Nahversorgung in Angriff genommern, dann erst erfolgt die Wohnbebauung - übrigens zu 100 Prozent mit begrünten Dächern und der Sammlung von Regenwasser, welches nicht in den Kanal sondern von der Oberfläche abgeleitet werden soll.

 

 Das personelle Aufgebot zur Medien-Informationsveranstaltung verdeutlicht die Bedeutung des größten Bauprojektes in NRW. Es informierten: Sören Link (Oberbürgermeister der Stadt Duisburg), Ina Scharrenbach (Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen 2. von links), Thomas Lennertz (Geschäftsführer BEG NRW), Bernd Wortmeyer (Geschäftsführer GEBAG) und Ute Möbus (DB Station&Service AG, Vorstand Finanzen/Controlling, links).

Sie ließen es sich auch nicht nehmen, das luftuige Wagnis mit einem Hubgerät am unter Denkmalschutz stehenden Wasserturm in die Höhe zu hieven. Der Blick aus der Höhe lässt die Dimension des Areals erst in Gänze zu.

In luftiger Höhe v.l.: Oberbürgermeister Sören Link, Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ute Möbus, Vorstand Finanzen/Controlling, DB Station&Service AG, Bernd Wortmeyer Geschäftsführer GEBAG und Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG

 

 

Am Rande der Informationsveranstalung für die Medien wurde auch bekannt, das die ehemaligen Planungsleitern der Stadt Duisburg Beatrice Kamper ihren Job als Planungschefin in Viersen aufgab und sofort bei der GEBAG die zukünftige Planung in Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg - Entwicklungspotenzial von rund 130 ha Fläche - angehen möchte.
Sie wird Nachfolgerin von Uwe Rohde, der vom Rat als IMD-Chef entlassen worden war und dann bei der GEBAG aktiv wurde, bald aber in den Ruhestand wechselt.

 

 

 

6-Seen-Wedau: Familienfest am 29. Juli 2018  

Die GeBAG und DuisburgSport laden am kommenden Sonntag, 29. Juli, zum großen „6-Seen-Wedau Familienfest“ im Sportpark Duisburg! Auf der Dreieckswiese an der Regattabahntribüne gibt es ab 11 Uhr ein buntes sportliches Angebot für Groß und Klein: Neben einem Bällebad und einer Kinderbaustelle, bei der mit lebensgroßen Bausteinen gebaut werden kann, fordern ein Kletterturm und Kistenklettern die Besucher wortwörtlich zu Höchstleistungen heraus.  

Kettcar-Rennen und ein „Menschen-Kicker“ laden zu kleinen Wettbewerben ein. Natürlich ist auch das fahrende „GeBAG Wohnzimmer“ dabei und sorgt mit Mal-Aktionen, Kicker und Darts für ein abwechslungsreiches Programm. Ein besonderes Highlight ist sicherlich der Bungee-Kran, der besonders Wagemutige einlädt, sich im freien Fall in Richtung Regattabahn zu stürzen. Außerdem sorgen lokale Künstler auf der Bühne für musikalische Untermalung und auch für das leibliche Wohl wird an diversen Verpflegungsständen gesorgt.  

Der Eintritt zum Familienfest ist frei, vor Ort kann bei den Betreibern eine Laufkarte für einen Unkostenbeitrag in Höhe von 2,00 Euro erworben werden. Mit dieser Laufkarte können die jungen Besucher unter anderem eine Portion Slush-Eis, Popcorn oder Zuckerwatte erhalten.  
 6-Seen-Wedau Familienfest, 29. Juli 2018, 11.00 bis 18.00 Uhr, auf der Dreieckswiese an der Regattabahntribüne im Sportpark Duisburg.

 

 

Tag des offenen Denkmals: Gebag lädt in die Straußsiedlung ein 

Am 9. September findet zum 25. Mal der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ statt. In diesem Jahr trägt der Aktionstag das Motto „Entdecken, was verbindet“. Die Gebag lädt zur „Entdeckungstour“ in die Straußsiedlung in Neudorf ein, dort gibt es die Möglichkeit eine Wohnung im Originalzustand zu besichtigen. Außerdem informiert die Gebag vor Ort über die geplanten Modernisierungsmaßnahmen.

Geschichte der Straußsiedlung
Die Straußsiedlung entstand 1925 als städtisches Wohnungsbauprojekt und wurde von der GEBAG als Bauherrin ausgeführt. Die Wohnungsnot sollte gemildert und eine qualitätvolle und bezahlbare Wohnarchitektur für Duisburger mit niedrigen Einkommen geschaffen werden. Die Siedlung zeigt, in Abgrenzung zu den berühmten Duisburger Siedlungen des Neuen Bauens, eine konservative Architektursprache. Sie ist im Wesentlichen durch zweigeschossige Mehrfamilienhäuser geprägt und weist abwechslungsreiche Straßenräume, Platzanlagen, Innenhöfe und Gartenflächen auf.
Die ungefähr 80 Wohnungen umfassende Siedlung wurde im Jahr 2001 wegen der hohen „architektonischen Qualität der Gebäude und dem außergewöhnlich gut gelungenen städtebaulichen Zusammenhang“ unter Denkmalschutz gestellt. Die qualitätvolle Gestaltung und die städtebauliche Einbindung der Freiflächen und Straßenräume machen – neben der Qualität der Gebäude – die Siedlung zu einem bedeutenden Erbe der Architektur der Zwischenkriegszeit.  

Sanierung geplant
Nach vielen Jahren mit geringen Investitionen und zunehmenden Leerständen entschied sich die GEBAG, sich für den Erhalt der Siedlung einzusetzen und sie behutsam mit Neubauten zu ergänzen. Im Jahr 2016 konnte das Kölner Büro Molestina Architekten den von der GEBAG initiierten und durchgeführten Architektenwettbewerb für sich entscheiden.
Auf Grundlage der Wettbewerbsergebnisse sollen die denkmalgeschützten Gebäude der Siedlung zum einen in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Duisburg saniert und an heutige Wohnbedürfnisse angepasst werden. Die arrondierenden Neubauten werden barrierefrei ausgeführt. Es sollen Möglichkeiten für verschiedene Wohnformen sowie ein breites Angebot an Wohnungsgrößen geschaffen werden.
Auch auf die Qualität der Freiflächen in der Siedlung wird großen Wert gelegt: die Neugestaltung der Außenräume wird die Leitgedanken der historischen Außenraumplanung im Wesentlichen aufnehmen. Die ergänzenden Neubauten fügen sich sensibel in die bestehende Siedlung ein. Momentan befindet sich der erste Sanierungsabschnitt in Planung: Zunächst werden mehrere zusammenhängende Häuser mit ca. 1.400 Quadratmetern Gesamtwohnfläche saniert – mit einem Investitionsvolumen von rund 3,5 Millionen Euro.

Die 18 Wohnungen in Größen von zwei bis fünf Zimmern haben moderne Grundrisse und Ausstattungsmerkmale. Der Baubeginn dieses ersten Sanierungsabschnitts ist für Mitte des kommenden Jahres geplant, die Bauzeit wird ungefähr ein Jahr betragen. In zwei weiteren Bauabschnitten sollen im Anschluss daran die restlichen unter Schutz gestellten Wohngebäude denkmalgerecht saniert werden.  


Straußsiedlung nördlich des Steffi-Linn-Spielplatzes - Foto haje

 

Ratinger Weststrecke: Kooperationspartner unterschreiben Vertrag

Duisburg/Düsseldorf/Ratingen, 28. Juni 2018 - Das Projekt „Ratinger Weststrecke“ ist weiter in Bewegung: Alle beteiligten Partner – die Städte Duisburg, Düsseldorf und Ratingen, der Kreis Mettmann sowie der VRR – haben jetzt eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, in der das weitere Procedere und weitere Regelungen festgelegt sind.  
Seit Jahren gibt es Bestrebungen, die Strecke zwischen Duisburg Hauptbahnhof und Düsseldorf Hauptbahnhof im Streckenabschnitt zwischen Duisburg-Wedau und Düsseldorf-Rath für den Schienenpersonennahverkehr zu reaktivieren. Nun haben sich die Städte Duisburg, Düsseldorf und Ratingen, der Kreis Mettmann sowie der VRR zusammengeschlossen und beabsichtigen, als Kooperationspartner bei der Vorbereitung, Vergabe, Erstellung und Finanzierung der Machbarkeitsstudie „Ratinger Weststrecke“ zusammenzuarbeiten.
Im Mittelpunkt der Studie steht dabei die Erstellung einer vereinfachten Kosten-Nutzen-Untersuchung von erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen. Die Studie soll Grundlage für die Weiterführung und Umsetzung des Vorhabens sowie die Feststellung der Förderfähigkeit sein.
Für Duisburg hat die Strecke eine besondere Bedeutung. Das Wohnungsbauprojekt 6-Seen-Wedau auf dem ehemaligen Rangierbahnhof Wedau mit 3.000 Wohneinheiten gewinnt deutlich an Attraktivität, wenn die Strecke über Duisburg Entenfang weiter bis Düsseldorf geführt würde. Im Bebauungsplanentwurf ist diese Strecke ein wichtiger Bestandteil der Nahverkehrserschließung. Östlich des geplanten Standorts für die Grundschule ist deshalb auch der Bau eines neuen Bahnhaltepunktes vorgesehen, der über eine neue Fußgängerbrücke an die Stadteile Wedau und Bissingheim angebunden wird.
Der heute abseitig gelegene Haltepunkt Wedau wird zukünftig 350 Meter südlich durch einen neuen zentral gelegenen Haltepunkt mit dem Arbeitstitel „Seenplatte“ ersetzt.   
Damit die Ratinger Weststrecke in das GVFG-Bundesprogramm (GVFG = Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) aufgenommen werden kann, muss eine sogenannte Standardisierte Bewertung durchgeführt werden. Mit der Machbarkeitsstudie, die vom VRR als Projektkoordinator vergeben wird, soll eine gute Ausgangslage für die Standardisierte Bewertung geschaffen werden. Die Kosten für die Machbarkeitsstudie teilen sich die Kooperationspartner untereinander auf.  

 V.l.n.r.: Carsten Tum (Beigeordneter Stadt Duisburg), Cornelia Zuschke (Beigeordnete Stadt Düsseldorf), Martin M. Richter (Kreisdirektor Kreis Mettmann), Jochen Kral (Technischer Beigeordneter Stadt Ratingen) und Martin Husmann (Vorstandssprecher VRR AöR)

 

 

Duisburg-Wedau: Grünes Licht für Bau der südlichen Brücke „Ortsmitte“

Duisburg, 24. Mai 2018:

(Düsseldorf/Duisburg, 24.05.2018) - Das Projekt 6-Seen-Wedau auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs und Bahn-Ausbesserungswerks in Duisburg-Wedau geht in die nächste Phase mit der Beschlussfassung zur Offenlage des Bebauungsplans „1061 II – Wedau“ und der Vorbereitung eines Satzungsbeschlusses durch den Rat der Stadt Duisburg.

Ein offener Punkt war der Bau und die Finanzierung der südlichen Brücke „Ortsmitte“, die für die Bürger von Bissingheim und Wedau ein elementarer Bestandteil des Projektes ist und damit von besonderer Bedeutung. Hier können wir „grünes Licht“ geben: Ute Möbus, Vorstand Finanzen/Controlling, DB Station&Service AG: „Ich freue mich, dass wir nach detaillierterer Planung dem Wunsch der Bürger entsprechen können, die Brücke von der Ortsmitte von Bissingheim zur Straße am See in Wedau aus dem Projekt 6 Seen Wedau zu finanzieren. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt, dieses Leuchtturmprojekt zum Erfolg zu führen.“
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link erklärt: „6-Seen-Wedau ist ein unglaublich spannendes Projekt, das für unsere Stadt eine enorme Strahlkraft entfalten wird. Dass es uns gemeinsam mit der Deutschen Bahn und der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft gelingt, mit dem Bau der südlichen Brücke einen Herzenswunsch aus der Bürgerschaft zu erfüllen, ist großartig. Mit dieser tollen Entwicklung wird 6-Seen-Wedau in den kommenden Wochen und Monaten weiter Fahrt aufnehmen.“
Auch Duisburgs Beigeordneter Carsten Tum ist froh über die Entscheidung der Bahn: „Die Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt, für das Gesamtprojekt bedeutet die südliche Brücke eine erhebliche städtebauliche Verbesserung für Bissingheim aber auch für 6-Seen-Wedau.“
Das Projekt 6-Seen-Wedau ist im Zeitplan und auf einem guten Weg: der Bebauungsplan soll im 1. Quartal 2019 rechtswirksam werden. Dann wird 2019 mit den Erschließungsmaßnahmen und der Vermarktung der 64,3 ha Südfläche begonnen werden.

 

 

 

 

Anmerkung der Redaktion:
Es kommt nicht so oft vor, dass Wünsche bzw. nachvollziehbare Forderungen der Bürger letzendlich Gehör finden und auch finanziell gestemmt werden. Dafür gilt uneingeschränkt Dank an alle Beteiligten. Hier liegt (fast) schon ein Musterbeispiel dafür vor, wie Bürgerwille die Politik erfolgreich animieren konnte, das Richtige zu tun. Natürlich hat das auch ein wenig mit der Nichtverlagerung des EtuS Wedau zu tun. Mit den hier eingesparten Millionen war nur  die Finananzierung machbar. Nun kann tatsächlich im wahren Sinn des Wortes der "Brückenschlag" zwischen den beiden "Eisenbahner-Siedlungen" Bissingheim und Wedau erfolgen. Wieviel Kilometer an "unnötiger" Lauf- oder Radleistung wären mir erspart geblieben...  Harald Jeschke

 

 

6-Seen-Duisburg: Bezirskvertretung Süd beschloss Denkmalschutz für Kugelwasserturm
 

Duisburg, 17. Mia 2018 - Die Bedeutung des Schienennetzes für die Industrialisierung an Rhein und Ruhr ist durch die Forschung bereits hinlänglich belegt. Auch in Duisburg bildeten sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts mit den konkurrierenden Schienennetzen von Rheinischer Eisenbahn, Bergisch-Märkischer Eisenbahn und Köln-Mindener Eisenbahn entsprechende, durch Werksbahnen ergänzte Verkehrswege aus. Um 1880 wurden die Eisenbahngesellschaften mit durch Duisburg führenden Trassen verstaatlicht und die parallelen Trassen so zu einem gemeinsamen Schienennetz verbunden, einzelne Trassenführung wurden in diesem Zuge aufgegeben.

 


Die Eisenbahn war von Beginn an sowohl in der Personenbeförderung als auch im Gütertransport tätig. Die netzartige Struktur des Eisenbahnnetzes erforderte in Verbindung mit wirtschaftlichen Zuglängen die Möglichkeit, die aus einzelnen Güterwagen bestehenden Züge an zentralen Knotenpunkten neu zusammenzustellen. Vahrenkamp zitiert in seiner Forschungsarbeit zur ‚logistischen Revolution‘ Quellen der frühen 1920er Jahre, wonach damals ein zwei- bis dreimaliger Zugwechsel im Inland üblich war und im internationalen Transitverkehr teilweise ein vier- bis


fünfmaliger Zugwechsel vorkam. Vor diesem Hintergrund hatte die Zunahme des Güterverkehrsaufkommens im ausgehenden 19. Jahrhundert bereits die Anlage größerer, leistungsfähigerer Rangierbahnhöfe notwendig gemacht. Linksrheinisch wurde der 1896 angelegte, 1902 erweiterte Verschiebebahnhof/Rangierbahnhof Hohenbudberg zu einem bedeutenden Güterverkehrsknoten, der zum Ende des 20. Jahrhunderts


schrittweise aus der Funktion genommen wurde. An der bedeutenden Eisenbahn-Rheinquerung in Hochfeld, die bereits 1873 als Brückenbauwerk errichtet wurde, hatte sich zuvor bereits auf rechtsrheinischer Seite ein Güter- und Umschlagbahnhof entwickelt. Um 1900 wurde im Gebiet der Wedau – damals noch Teil des Duisburger Stadtwaldes – an der vormaligen Eisenbahnlinie Troisdorf - Düsseldorf - Speldorf der Rheinischen Eisenbahn, die 1880 an die Hochfelder Rheinbrücke angeschlossen und 1890 teilweise vierspurig ausgebaut wurde, ein neuer Rangierbahnhof konzipiert.

Vorab wurde der Bahnhof Wedau erweitert, 1901 nahm zudem die Umgehungsbahn Düsseldorf - Wedau - Oberhausen-West ihren Betrieb auf. 1911 hatte der Ausbau des neuen Rangierbahnhofs einen Umfang von 23 Gleisen und 4 km Länge erreicht (und war damals lt. Günter von Roden einer der größten Verschiebebahnhöfe im Deutschen Kaiserreich). Parallel zur vollen Inbetriebnahme des Rangier-/ Verschiebebahnhofs Wedau im Herbst 1913 konnten auch die ersten Wohnungen der benachbarten Gartenstadt Wedau bezogen werden, die auf Veranlassung der preußischen Eisenbahnverwaltung durch den örtlichen Beamten-WohnungsVerein Duisburg (unter der Leitung von Hermann Grothe) errichtet wurden.

Zugleich wurde der Ausbau des Rangierbahnhofs Wedau mit dem Bau einer am 2.1.1914 in Betrieb genommenen Eisenbahnwerkstätte bzw. einem Bahnausbesserungswerk verknüpft, auch diese ergänzt durch eine Bahnarbeitersiedlung. In einer bei Vahrenkamp abgedruckten Karte von 1922, in der die Rangierbahnhöfe der damaligen Reichsbahn mit einer Leistung von mehr als 1000 Waggons pro Tag dargestellt sind, wird die Bedeutung des Rangierbahnhofs Wedau ersichtlich: an Rhein und Ruhr bilden Wedau und Hamm die beiden zentralen Rangierbahnhöfe mit einer Kapazität von mehr als 5000 Waggons, ergänzt in der nächstkleineren Kategorie mit 3000 - 5000 Waggons durch Hohenbudberg und Osterfeld, Köln-Kalk und Köln-Eifeltor sowie Dortmund, Holzwickede und Soest.


Beschreibung

Ein 1933 erstellter, schematisch verzerrter Plan von Rangierbahnhof und Bahnausbesserungswerk Wedau zeigt beide als benachbarte Strukturen, die durch Übergabegleise miteinander verbunden sind. Im Plan dargestellt sind zwei Stränge des Rangierbahnhofs: östlich der Strang mit der Einfahrt von Süden und der Ausfahrt nach Norden, westlich davon der Strang mit der Einfahrt von Norden und der Ausfahrt nach Süden.
Eisenbahnhistoriker unterscheiden innerhalb dieser Stränge in Einfahrgruppe, Richtungsgruppe und Ausfahrgruppe; eine parallele Anlage in beide Fahrrichtungen ermöglicht Rangierarbeiten aus beiden Richtungen bzw. in beide Richtungen und erhöhte die Effizienz des Rangierbahnhofs.
Die einzelnen Bauten des Rangierbahnhofs sind baulich vor allem in zwei Bereichen konzentriert.

Zum Einen stehen diese an der nördlichen Gleiszusammenführung der beiden Richtungsgruppen, unweit von Wedauer Brücke und Wedauer Bahnhof, und umfassen verschiedene Gebäude, hierzu gehören die bereits in die Denkmalliste eingetragenen Gebäude Stellwerk 2 und Wasserturm. Zum Zweiten gibt es eine bauliche Konzentration am südlichen Ende des Rangierbahnhofs, unweit des Haltepunkts Entenfang; zu den dortigen Gebäuden gehören der hier untersuchte zweite Kugelwasserturm mit Stahlgerüst und der nördliche Teil des ehemals zweiteiligen Ringlokschuppens.

Weitere Bauten sind in die Gleiseinlagen eingestreut. Der Kugelwasserturm mit Stahlgerüst (Fassungsvermögen 600 m3) ist somit einer von zwei erhaltenen Wassertürmen auf dem Gelände des Rangierbahnhofs. Konstruktiv handelt es sich um einen Wasserhochbehälter des Systems Klönne, dass die Fa. August Klönne, Dortmund aus dem Hochbehälter System Barkhausen entwickelt hatte und ab ca. 1906 bis in die 1920er Jahre hinein errichtete. Der Hochbehälter in Wedau diente als Vorlage für ein Eisenbahn-Modell der Fa. Kibri im Maßstab 1:87 und erlangte dadurch weitere Bekanntheit.

Der Wasserturm besteht aus einem stählernen Fachwerkgerüst, das am Boden einen sechseckigen Grundriss hat und sich nach oben zum kreisförmigen Auflagerring hin verjüngt. Auf diesem Auflagerring sitzt der stählerne Kugelwasserbehälter auf, der aufgrund des Konstruktionsprinzips mit doppelt gekrümmten Blechen beulsteif war und keinen Druckring benötigte. Auf Höhe des


Auflagerrings ist eine erste Galerie mit bauzeitlichem Stahlgeländer herumgeführt, auf Höhe des horizontalen Kugelwasserbehälter-Meridians ist eine zweite Galerie vorhanden, auch diese mit bauzeitlichem Stahlgeländer. Unter der Mittelachse des genieteten Kugelwasserbehälters verbirgt

eine zylindrische Stahlröhre den Treppenaufgang und die Rohrleitungen, erdgeschossig ist das Pumpenhaus angeordnet. Auf dem geschlossenen Rundbehälter sitzt eine Lüftungslaterne.

Schlüsselübergabe für Mutter-Kind-Einrichtung  

Duisburg, 30. März 2018 - In Duisburg-Homberg hat die Duisburger Baugesellschaft Gebag ein Mehrfamilienhaus mit ehemals zwölf Wohnungen speziell für die Zwecke der Lebenshilfe Duisburg völlig umgebaut. Hier soll ab dem 16. April 2018 eine Mutter-Kind-Einrichtung entstehen.  
Das „Mutter-Kind-Wohnen“ bietet ein langfristiges Betreuungskonzept für bis zu sechs (werdende) Mütter mit ihren Kindern, die beispielsweise aufgrund einer Krisen- oder persönlichen Notsituation nicht dazu in der Lage sind, die Betreuung ihres Kindes alleine zu bewältigen.
Die Einrichtung bietet dabei eine 24-Stunden-Betreuung und hilft den Müttern beim Aufbau einer Bindung zum eigenen Kind und bei einer selbstbestimmten Lebensführung. Zusätzlich bietet die Lebenshilfe hier das Konzept der so genannten „Begleiteten Inobhutnahme“ für bis zu sechs Kinder an, das – im Gegensatz zum Mutter-Kind-Wohnen – eine kurzfristige und vorübergehende Betreuung der Kinder vorsieht.  
Gebag baute Gebäude um  
Die achtmonatigen Modernisierungsarbeiten des Gebäudes aus den 1950er-Jahren hat die die Gebag speziell auf die Lebenshilfe als Mieterin ausgerichtet. 850.000 Euro hat sie dabei investiert. Die Grundrisse der insgesamt 734 Quadratmeter Wohnfläche wurden speziell auf die Bedürfnisse der neuen Nutzung ausgerichtet. Auch die Außenanlagenplanung folgt besonders den kindlichen Bedürfnissen.    Sabine Störch, Leiterin der Bestandsbewirtschaftung bei der Gebag, übergab offiziell die Schlüssel an Michael Reichelt, den Geschäftsführer der Lebenshilfe, und gab so den Startschuss für die bald folgende Eröffnung der Wohneinrichtung.  

„Kinder sind unsere Zukunft – daher ist es besonders wichtig, dass jedes Kind gemeinsam mit seiner Mutter einen ruhigen Rückzugsort finden kann, in dem es behütet aufwachsen kann. Wir sind gern auch hier Partner der Lebenshilfe Duisburg und freuen uns, dass wir dieses zukunftsweisende Projekt gemeinsam realisieren konnten“, freut sich auch Gebag-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer über die Fertigstellung.  
Michael Reichelt, Geschäftsführer der Lebenshilfe, ergänzt: „Die gute Zusammenarbeit mit der Gebag macht es uns erst möglich, ein so wichtiges Projekt an den Start zu bringen.“ Im Erdgeschoss der Gebäude wird zusätzlich eine Praxis für Logopädie und Physiotherapie eingerichtet, die das Nahversorgungsangebot im Viertel mit Schulen, Kindergärten, Ärzten, Freizeitangeboten und Einkaufsmöglichkeiten in zentraler Lage gut ergänzt.    

Völlig umgebaut: Das Mutter-Kind-Wohnheim der Lebenshilfe im Gebag-Gebäude in der Margarethenstraße 1a in Duisburg-Homberg. Sabine Störch (Leiterin Bestandsbewirtschaftung Gebag, rechts) übergab die Schlüssel an Michael Reichelt (Geschäftsführer Lebenshilfe Duisburg, links). – Foto: expofair.de/gerber

 

 

Gabag gibt Projektbuch "Keine halben Sachen" heraus  

Duisburg, 26. März 2018 - Die Duisburger Wohnungsbaugesellschaft ebag hat nun einen dicken Bildband über ihre Bauprojekte seit 2015 herausgegeben. „Wir machen keine halben Sachen“ heißt hat das Buch in GEBAG-türkis, mit dem das kommunale Unternehmen die Neuausrichtung unter der Geschäftsführung von Bernd Wortmeyer dokumentieren will.  

Dicker Brocken  
Auf rund 180 Seiten bringt es das stattliche Buch mit den wichtigen Neubau-, Modernisierungs- und Entwicklungsprojekten der GEBAG seit 2015. „Wir möchten mit diesem Buch einen Überblick über das geben, was wir in Sachen Stadtentwicklung und rund ums Wohnen in Duisburg derzeit alles auf die Beine stellen. Und wir möchten zeigen, dass wir darauf auch ein wenig stolz sind“, fasst GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer die Intention des Buches zusammen.  

158 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Seit 2015 hat die GEBAG in Duisburg viel investiert – und in den kommenden Jahren werden es weitere rund 300 Millionen sein, die zum Teil genutzt werden, um den eigenen Wohnungsbestand „auf Vordermann“ zu bringen, die aber auch investiert werden, um neu zu bauen, Gebäude zu erwerben und um große Flächen – wie zum Beispiel die „6 Seen Wedau“ – zu entwickeln.


Das schafft die GEBAG, die in Duisburg aktuell rund 12.000 Wohnungen besitzt, mit einem Stamm von aktuell 158 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 35 große bereits umgesetzte oder geplante Modernisierungsmaßnahmen, 13 Neubauprojekte und zehn Flächenentwicklungen zeigt das Buch im Bild, dazu elf Kindergarten-Um-, Aus- oder Neubauten – sortiert nach den sieben Duisburger Stadtbezirken.  

GEBAG als Stadtentwicklerin  
„Die GEBAG hat in den vergangenen Jahren einiges auf die Beine gestellt“, erklärt Oberbürgermeister Sören Link. „Sie ist mittlerweile der wichtigste Gestalter und Umsetzer der wohnungspolitischen Strategien und Ziele der Stadt Duisburg und prägt maßgeblich die Stadtentwicklung mit. Es ist enorm wichtig, eine kommunale Wohnungsgesellschaft zu haben, die auch verantwortlich mit ihren eigenen Wohnungen und Häusern umgeht.“  

Das Buch basiert auf dem Stichtagsstand vom Dezember 2017 und ist in einer Auflage von 750 Exemplaren erschienen. Es ist in erster Linie für Duisburger Rats- und Bezirksvertreter, Banken und andere Wohnungsunternehmen gedacht. Man kann das Buch aber auch online auf www.gebag.de herunterladen.  

Stellten am 26. März das Projektbuch „Keine halben Sachen“ der GEBAG vor (v. r.: Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer sowie Carsten Tum, Leiter des Dezernats für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Duisburg. (Foto: Uwe Köppen / Stadt Duisburg)  


Bahnareal Duisburg-Wedau: Die Universität Duisburg-Essen kommt!

• Fläche für 3-D-Druckzentrum und Forschungsprojekte
• Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern steht im Fokus

Ansiedlung der Universität auf ehemaligem Rangierbahnhof
Duisburg, 04. Oktober 2017 - Gestern rangieren – morgen studieren: Die Universität Duisburg-Essen wird sich auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs und Bahn-Ausbesserungswerks in der Nordfläche ansiedeln.
Von den 90 Hektar Gesamtfläche ist die 30 Hektar große Nordfläche - die gesamt in Neudorf-Süd liegt - für die Erweiterung der Universität sowie für gewerbliche Nutzung vorgesehen. Auf dem 60 Hektar großen Südareal soll das zurzeit größte Wohnungsbauprojekt Nordrhein-Westfalens entstehen.


Die rund 30 Hektar große Fläche nördlich der Wedauer Brücke (im Bild mit Sukzessivwald) wird - neben flexibel nutzbaren Grundstücksflächen für hochwertiges Gewerbe in Neudorf-Süd liegend - aufgrund ihres standortprägenden denkmalgeschützten Gebäudebestandes und einer rd. 1,8 ha großen Halle als sog. „Campusquartier“ mit universitätsnahen Nutzungen im Bereich Forschung, Technologie und Existenzgründungen entwickelt. Hier soll auch der Austausch mit mittelständischen Unternehmen aus der Region stattfinden.  

Die GeBAG Duisburger Baugesellschaft mbH wird Teile der Nordfläche erwerben und die zum Teil denkmalgeschützten Gebäude behutsam und denkmalgerecht modernisieren. Sie werden später insbesondere durch die Verwaltung der Universität genutzt. Daneben soll ein Baufeld für Forschungsprojekte vorgehalten werden. Dieses Projekt, zum Beispiel ein 3-D-Druckzentrum, wird mit Fördermitteln realisiert.
Im Quartier am Wasserturm entsteht für die Stadtteile Wedau und Bissingheim auf Höhe des geplanten S-Bahn-Haltepunktes „Wedau“ ein Nahversorgungszentrum mit Angeboten für den täglichen Bedarf.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Das Projekt in Wedau ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Bereiche Bauen, Stadtentwicklung und Heimat ineinandergreifen können. Denkmalgeschütze Gebäude werden durch die neue Nutzung als Teil der Heimat bewahrt. Gleichzeitig kommt es durch die Erweiterung der Universität und den Ausbau von Gewerbeflächen zu einem Aufschwung für die ganze Region. Zusammen mit der geplanten Wohnbebauung entsteht ein neuer, lebendiger Stadtteil. Nordrhein-Westfalen hat für die Gesamtfläche bis jetzt rund 2,5 Millionen Euro Mittel investiert. Um Duisburg als lebenswerte Heimat weiter zu gestalten, ist dies gut angelegtes Geld.“
Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH: „Die Universität Duisburg-Essen ist ein wichtiger Partner für den Bildungsstandort Duisburg. Deshalb freuen wir uns, als kommunale Gesellschaft unser Know-How bei der dringend erforderlichen Erweiterung der Universität zunächst in den denkmalgeschützten Gebäuden einbringen zu können. Gleichzeitig profitiert der Gesamtstandort in Wedau von dem neuen Universitätscampus.“

Ute Möbus, Vorstand Finanzen/Controlling, DB Station&Service AG: „Die Ansiedlung der Universität Duisburg-Essen zeigt, dass wir das richtige Gespür hatten. Was als Traum begann, wird mehr und mehr zur Realität. Der Juwel ist entdeckt – nun wird er geschliffen!“
Die Aufbereitung der Grundstücke hat bereits begonnen. Die Bahntechnik wurde größtenteils zurückgebaut.


Der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern steht im Fokus. Neben den formellen Beteiligungsverfahren haben bereits zahlreiche Gespräche und Workshops stattgefunden. Der Bebauungsplan soll Ende 2018 rechtswirksam werden. Dann kann 2019 mit den Erschließungsmaßnahmen und der Vermarktung der Südfläche begonnen werden.

 


Die Flächen des ehemaligen Ausbesserungswerks und Rangierbahnhofs Duisburg-Wedau - Fotos Harald Jeschke - sollen mittel-  bis langfristig als gesamtstädtisch und regional bedeutsamer Wohn- und Wirtschaftsstandort entwickelt werden. Die Gesamtfläche teilen sich momentan die drei Eigentümer DB Station & Service AG (83 Hektar), Bundeseisenbahnvermögen (3 Hektar) und Stadt Duisburg (4 Hektar).

Für die gesamte rund 90 ha große und rund drei Kilometer lange Projektfläche wurde ein städtebaulicher Rahmenplan erstellt. Der Plan basiert auf den Ideen aus einem Werkstattverfahren mit sechs eingeladenen Planungsbüros und mehreren ganztägigen Abstimmungsrunden mit den beteiligten Fachämtern der Stadt Duisburg.  
In einer zweiten Stufe wurden die Planungsideen mit zwei Planungsbüros vertieft und alle Anforderungen der Stadt und der Beteiligten zur Entwicklung der Fläche eingearbeitet.  

 


 

Bahnbrache wird zu Forschungsstätten, Wohnen und Nahversorgung  - Planen bis 2018, Vermarktung und Bebauung ab 2019 
Von Harald Jeschke

Duisburg, 20. Juli 2017 - Auf 90 Hektar ehemaliger Bahnflächen wird nun so langsam eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Nordrhein-Westfalen (NRW) konkret angegangen. Auf dem rund 60 Hektar großen Südareal soll ein regional bedeutsames Wohngebiet mit rund 3.000 Wohneinheiten entstehen, im 30 ha großen Norden des Areals wird es um Forschungsstätten der Universität aber auch um Gewerbe gehen.
Die Planer waren sich einig, dass nach dem Aufstellungsbeschluss und den schon umfangreich erarbeiteten Gutachten, Umsiedlungsplänen des Sportvereins ETuS Wedau und der Kleingärten das Angehen des Bebauungslanes bis Herbst 2018 vollzogen sein könnte. Dazu würde aber erneut ein förmliches Verfahren mit erneuter Einbindung der Bürger geben.
"Dann könnte es" so Planungsdezernenet Carsten Tum und OB Sören Link unisono, "ab 2019 mit dem Bauen bzw. der Detailplanung losgehen."

GeBAG Geschäftsführer Bernd Wortmeyer und Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG - BahnflächenEntwicklungGesellschaft NRW mbH) betonten, dass es in den 57 Baufeldern im Südbereich Vorgaben geben wird, also ein Bauherr alter Prägung nicht selbst planen kann, er diese Vorgeben erfüllen muss. Im Rahmen der Vorgaben gibt es aber Gestaltungsmöglichkeiten.
OB Sören Link will dieses spektakuläre Wohngebiet auch mit Fernwärme, E-Mobilität und Breitbandanschluss ausgewiesen haben. "Das Gebiet wird ein Aushängeschild mit hochwertigen Angeboten sein. Ich denke, dass ab 2025 schon die ersten größeren Bauvorhaben umgesetzt sein könnten.
Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG - BahnflächenEntwicklungGesellschaft NRW mbH) sieht die endgültige Fertigstellung in einem Zeitrahmen von einem Jahrzehnt als realistisch an.


V.l.: Bernd Wortmeyer (Geschäftsführer GeBAG), Ralf Krumpholz (Umweltdezernent), Leonard Grosch („Atelier Loidl'), OB Sören Link, Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG - BahnflächenEntwicklungGesellschaft NRW mbH) und Architekt und Juryvorsitzender Christian Jürgensmann - sie strahlten rundherum Zufriedenheit aus über die Fortschritte zum sich abzeichnenden spektakulärsten und größten Bebauungsgebiet in NRW

 

In einem mit insgesamt 157.000 Euro dotierten Wettbewerb haben Gebag und DBImmobilien nach dem besten Entwurf für die Freiflächen des Wedauer-Bahngeländes gesucht.
In der Jurysitzung am 12. Juni wurde jetzt der Gewinner gekürt 16 Büros nahmen teil. Am Ende blieben insgesamt 13 prüffähige Wettbewerbsbeiträge im Rennen. Im Juni 2016 hat der Rat der Stadt Duisburg die Rahmenplanung zur Entwicklung der ehemaligen Bahnfläche in Duisburg Wedau genehmigt.

Uferpromenade am Masurensee mit "Langer Bank" - Quelle Berliner Büro „Atelier Loidl“, auch Rheinpark-Gestalter

 

Seitdem entwickelt das Projektteam Wedau - eine Kooperation zwischen der DB Immobilien und der Landestochter Bahnflächen-Entwicklungs-Gesellschaft (BEG NRW) sowie der Duisburger kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Gebag, das rund 90 Hektar große Areal des ehemaligen Rangierbahnhofs. Das Gelände in Wedau soll zu einem regional bedeutsamen Wohn- und Wirtschaftsstandort werden.
Die Fläche wird dazu planerisch in die 30 Hektar große Nordfläche und die 60 Hektar große Südfläche unterschieden. Im Norden ist das CampusQuartier mit universitärer Nutzung und hochwertigem Gewerbe geplant. Im Süden geht es um die Entwicklung von Wohnungsbauprojekten und entsprechender Infrastruktur.

Da die Freiflächen für die gewünschte Qualität des Gesamtprojekts eine besonders wichtige Rolle spielen, hat das Projektteam einen Wettbewerb für die Gestaltung dieses Freiraumes ausgelobt. Bis zum 9. März hatten 16 Landschaftsarchitekten Zeit, ihre Wettbewerbsbeiträge einzureichen. Wichtig war, ein Leitbild für das Außengelände der Südfläche zu entwickeln und Aussagen zu den Funktionen und Qualitäten der einzelnen Flächen zu treffen.
Außerdem sollte für die Flächen des ersten Bauabschnitts – die Uferpromenade am Masurensee und die sich anschließende Kanalachse - eine konkrete Planung erstellt werden. Das Wettbewerbsgebiet umfasste im Großen und Ganzen die Teilfläche Süd. Es beginnt nördlich der Wedauer Brücke und erstreckt sich über eine Länge von rund 2 Kilometern.
Die Gesamtfläche wird durch die verbleibenden Bahnflächen im Osten und die Masurenallee und den Masurensee im Westen begrenzt. Im Süden endet das Wettbewerbsgebiet an dem noch bestehenden Lokschuppen sowie am Waldgebiet der Huckinger Mark. Die zwei denkmalgeschützten Wassertürme prägen als bauliche Anlagen und weithin sichtbare Landmarken das Areal. Ein Wasserturm befindet sich etwa 250 Meter südlich der Wedauer Brücke, der andere markiert den südlichen Abschluss des Wettbewerbsgebiets.

Auch die Gestaltung des neuen Lärmschutzwalls gehörte zu der Wettbewerbsaufgabe. Die Jury aus Landschaftsplanern und Vertretern der Stadt Duisburg, der BEG und der Gebag kürte am 12. Juni unter dem Vorsitz des Duisburger Landschaftsarchitekten Christian Jürgensmann einstimmig das Berliner Büro „Atelier Loidl" zum Wettbewerbssieger.
„Unser Entwurf verquickt das Potential des landschaftlichen Umfelds mit neuen räumlichen Erlebnissen sowie Nutzungen und erzeugt somit ein vielschichtiges, ,,grünes" Ensemble", erläutert Leonard Grosch vom „Atelier Loidr' die Quintessenz seines Wettbewerbsbeitrags. Fazit der Jury: ,,Eine gute Arbeit, die in ihrer klaren Art auch ohne ein aufgesetztes Highlight ein gutes und tragendes Konzept für den neuen Stadtteil bildet".

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link ist der gesamte Entwicklungsprozess in Wedau ein persönliches Anliegen: "Wir werden hier äußerst attraktiven und bezahlbaren Wohnraum für junge Familien schaffen. Der Siegerentwurf garantiert den hohen Freizeitwert des Geländes und sorgt auch im Innenbereich für eine hohe Aufenthaltsqualität im Entwicklungsgebiet."

Das Siegerbüro erhält ein Preisgeld von 63.000 Euro. Der Siegerentwurf wird nun Bestandteil des weiteren Planungsverfahrens. Das Team Wedau hat gerade heute seine neue Homepage freigeschaltet und präsentiert das Projekt zukünftig mit einem eigenen Logo. Der Fortschritt der Projektentwicklung kann ab jetzt unter www.6-seen-wedau.de verfolgt werden. Hier finden sich auch weitere Informationen zum Wettbewerb und schrittweise alle Pläne und Gutachten zur Bauleitplanung.

Quelle Plan und Modell - http://www.6-seen-wedau.de

 

EinzelhandelsgutachtenLärmschutzwand

Verkehrsuntersuchung: BerichtDas Verkehrsgutachten ist mit der Verwaltung abgestimmt. Es wird aktuell von der Landesgesellschaft Straßen NRW plausibilisiert.Brückengutachten

VergrämungskonzeptEiechsen

 

Die Wettbewerbsergebnisse 1. Preis Atelier Loidl Landschaftsarchitekten Berlin GmbH [PDF-Download]
2. Preis Team bbzl – böhm benfer zahiri landschaften städtebau architektur [PDF-Download]
3. Preis A24 Landschaft Landschaftsarchitektur GmbH [PDF-Download] Anerkennung FUGMANN JANOTTA PARTNER Landschaftsarchitekten und Landschaftsplaner bdla [PDF-Download]
Anerkennung K1 Landschaftsarchitekten Kuhn Klapka GmbH [PDF-Download] Anerkennung lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh [PDF-Download]

Vorstellung des Rahmenplans Duisburg-Wedau

Duisburg, 04. Mai 2016 - Für eines der größten städtebaulichen Entwicklungsprojekte der nächsten Jahre in Duisburg wurde jetzt der Rahmenplan von der BahnflächenEntwicklungGesellschaft NRW mbH (BEG) fertig gestellt. Oberbürgermeister Sören Link, Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum, Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG NRW, und Paul-Heinz Diekmann, DB Immobilien, haben den Rahmenplan heute vorgestellt und über die weiteren Schritte informiert.  
„Die BEG hat aus Landesmitteln alle Untersuchungen, Planungen und den Freischnitt der Flächen zu 100 Prozent getragen und mittlerweile annähernd 1 Mio. Euro in die Grundlagenplanung investiert. Wir wollen weiter dazu beitragen, dass rasch Bauland entsteht und das Projekt weit über Duisburg hinaus Anziehungskraft entwickelt“, erläutert Thomas Lennertz das Engagement der BEG.  
Oberbürgermeister Sören Link bedankt sich bei den Planern: „Hier ist sehr professionell und in kurzer Zeit ein abgestimmter Rahmenplan entstanden, der alle beteiligten Interessen soweit möglich berücksichtigt und für die Stadt einen ganz wichtigen Entwicklungsimpuls bringen wird.“  
„Mit diesem Rahmenplan können wir jetzt die Bauleitplanung fortsetzen, um möglichst zügig Planungsrecht zu bekommen und mit der Vermarktung beginnen zu können“, beschreibt Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum die nächsten Verfahrensschritte.      


Die Flächen des ehemaligen Ausbesserungswerks und Rangierbahnhofs Duisburg-Wedau - Fotos Harald Jeschke - sollen mittel-  bis langfristig als gesamtstädtisch und regional bedeutsamer Wohn- und Wirtschaftsstandort entwickelt werden. Die Gesamtfläche teilen sich momentan die drei Eigentümer DB Station & Service AG (83 Hektar), Bundeseisenbahnvermögen (3 Hektar) und Stadt Duisburg (4 Hektar).

Für die gesamte rund 90 ha große und rund drei Kilometer lange Projektfläche wurde ein städtebaulicher Rahmenplan erstellt. Der Plan basiert auf den Ideen aus einem Werkstattverfahren mit sechs eingeladenen Planungsbüros und mehreren ganztägigen Abstimmungsrunden mit den beteiligten Fachämtern der Stadt Duisburg.  
In einer zweiten Stufe wurden die Planungsideen mit zwei Planungsbüros vertieft und alle Anforderungen der Stadt und der Beteiligten zur Entwicklung der Fläche eingearbeitet.  


Die rund 30 Hektar große Fläche nördlich der Wedauer Brücke (im Bild mit Sukzessivwald) wird - neben flexibel nutzbaren Grundstücksflächen für hochwertiges Gewerbe - aufgrund ihres standortprägenden denkmalgeschützten Gebäudebestandes und einer rd. 1,8 ha großen Halle als sog. „Campusquartier“ mit universitätsnahen Nutzungen im Bereich Forschung, Technologie und Existenzgründungen entwickelt. Hier soll auch der Austausch mit mittelständischen Unternehmen aus der Region stattfinden.  
Komplettiert wird das Nutzungsgeflecht durch multifunktionale Ergänzungsflächen für den Sportpark Duisburg, die sich Richtung Regattabahn orientieren und den dort vorherrschende Bestand an Sportanlagen sinnvoll ergänzen.  
Auf dem rd. 60 Hektar großen Südareal sollen ca. 2.700 bis 3.000 Wohneinheiten entstehen. Angesichts ihrer Lage am Wasser und der Nähe zum Naturraum mit entsprechend hoher Wohn- und Freizeitqualität wird hier ein breites Angebot von qualitätsvollen Wohnformen und –typen entstehen. Neben individuellen Wohnangeboten (Stadthäuser, Einfamilienhäuser, Doppel- und Reihenhäuser) sind auch vielfältige Angebote im Geschosswohnungsbau vorgesehen. Hierzu gehört ebenso der öffentlich geförderte Wohnungsbau. Eine besondere Adresse entsteht durch eine rd. 250 Meter lange Promenade am Masurensee.  


Die Planung auf der Südfläche beinhaltet darüber hinaus
•         ein neues Nahversorgungszentrum mit einem mit Mix aus Vollsortimenter, Discounter, Drogerie- und Biomarkt,
•         eine Fuß- und Radwegbrücke, die Bissingheim über das neue Wohngebiet an Wedau und den Masurensee anbindet, 
•         den späteren Bau eines neuen Schienenhaltepunktes in Nähe des Nahversorgungszentrums, der im Falle der Reaktivierung der Ratinger Westbahn die Verbindung zu den Stadtzentren von Duisburg, Ratingen und Düsseldorf sicher stellt und
•         den Bau eines bis zu 15 m hohen Lärmschutzwalls entlang der verbleibenden Gleisflächen zur Sicherstellung des Lärmschutzes.  
Um diese Planung zu verwirklichen, ist die Verlagerung von rd. 240 Grabelandflächen der Bahnlandwirtschaft (BLw) und der Sportanlagen des ETuS Wedau erforderlich. In einem moderierten Planungsdialog zwischen August 2015 und April 2016 wurden in mehreren Phasen gemeinsam mit dem Vorstand der Gartenanlage und dem Vorstand des Sportvereins ETuS Wedau die Rahmenbedingungen einer möglichen Verlagerung und das Planungskonzept erarbeitet. Der Rahmenplan sieht nun einen neuen Grünbereich südlich der Wohnbebauung vor.    

V. l.: Oberbürgermeister Sören Link, Paul-Heinz Diekmann, DB Immobilien, Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG NRW, und Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum präsentieren den neuen Rahmenplan.

Der alte Bebauungsplan 1060/1061 (Wedau, Neudorf-Süd) wurde schon vor mehr als einem Jahrzehnt visionär diskutiert, da die DB AG im Verbund mit duisport eigentlich einen öffentlich präsentierten "Masterplan Bahnlogistik" mit rund 55 ha Fläche im Sinn hatte. 

 Dann kamen vor sechs bis sieben Jahren erste Entwicklungspläne mit einem "Runddorf" und etwa 118 Wohneinheiten ins Gespräch.

 

Straußsiedlung – Jury kürt Gewinner

Die Straußsiedlung - versteckte Häuser mit trotz der Schlichtheit in doch ansprechenden Gesichtern ist entlang der Koloniestraße kaum wahrnehmbar. Sie schmiegte sich den Bahndamm entlang bis hin zur Waldstraße udn dem Friedhof. Sie liegt in direkter Nähe zum Sportpark, zur Mozartschule, zur Universität.

Straußsiedlung - westlich der Koloniestraße mit der Strauß-, Nibelungen-, und Verdistraße bis zur am Friedhof gelegenen Waldstraße und der angrenzenden Lortzingstraße mit noch rund 180 Wohneinheiten

 

Und dort, wo sich ab August 1963 Bissingheimer und Neudorfer Jungs in oder vor der kleinen Gaststätte Endstation die ersten Fans des Meidericher SV trafen, war immer reges Leben. Meistens waren es die Arbeiterkinder aus der Siedlung oder Eisenbahner Kinder, die mit dem "Freifahrtschein" zweimal in der noch taufrischen Bundesligsspieleit nahezu umsonst in Deutschland fahren durften.


Straußsiedlung nördlich des Steffi-Linn-Spielplatzes

 

Ärgerlich waren die D-Zuschläge von 2 Mark, was damals eine Schachtel HB oder zwei Bier waren. Sie trafen sich in der Straußsiedung. Sie war etwas wie der Treffpunkt der Fans, auch deshalb, weil der Name der Gaststätte Endstation sich auch von dem Ende der  Straßenbahnlinie 4 ableitete, die eben an der Straußsiedlung endete. Meistens war man aber zu Fuß zum Hauptbahnhof unterwegs. Es kostete ja alles etwas.


Die in den 1920 Jahren entstandene Siedlung ist trotzdem eine "kleine Perle" Neudorfs unter den markanten Siedlungen wie der nur einen Steinwurf enfernten Einschornsteinsiedlung oder der "Märchensiedlung" des 25.000 Einwohner-Stadtteils Neudorf.


Straußsiedlung und der Steffi-Linn-Spielplatz

Im Gegensatz zur Einschornsteinsiedlung wohnten hier Arbeiterfamilien, die z.B. bei der nur einen Kilometer weit entfernten Stanzfabrik Buller, bei der Kettenfabrik an der Peripherie der Einschornsteinsiedlung oder als "Rottenarbeiter" in Gleisbetten des Ausbesserungswerks in Wedau bei der damaligen Bundesdesbahn beschäftigt waren. Und das machte den Unterschied zu den "feinen Pinkeln" der Einschornsteinsiedlung, wo Beamte oder höhrer Angestellte wohnten und wo es bis in die 1960er Jahre auch nur mit "Vitamin B" eine Wohnung gab. Harald Jeschke (Text und Fotos)

 

 

Zur Namensgebung der Straußssiedlung:

Im Laufe der Zeit entstand in Neudorf durch Straßenverbindungen zwischen Wald- und Koloniestraße der sogenannte Teil des „Komponisten-Viertels“.
Straußplatz
Südöstlich von der Straußstraße (s. dort) in Richtung auf die Eisenbahnlinie liegt der Straußplatz, von der Straußstraße durch einen Fußweg zu erreichen. Die ersten Überlegungen zur Anlage und Ausgestaltung dieses Platzes gehen in das Frühjahr 1910 zurück, als es um den Erwerb des hierfür notwendigen Geländes ging, das der in Duisburg bekannten Familie Curtius gehörte, die es dann auch unentgeltlich der Stadt zur Verfügung stellte. Zeichnungen vom April und August 1910 lassen die Gestaltung des Platzes erkennen, der jedoch erst im Juli 1926 seinen Namen bekam und im Adressbuch von 1928 als mit den Häusern 3 und 4 bebaut erscheint. Der Name wurde in Anlehnung an den der Straußstraße gewählt. 

Straußstraße
Die letzte Verbindung von der Waldstraße zur Koloniestraße in Richtung auf die von Duisburg-Hochfeld-Süd zum Güterbahnhof Oberhausen-West führende alte (Rheinische) Eisenbahnlinie ist die Straußstraße, die in Anlehnung an die anderen im näheren Bereich liegenden Straßen ihren Namen nach der Komponistenfamilie Strauß, speziell nach den Komponisten Johann Strauß (Vater) (Wien 14.3.1804 - 25.9.1849 Wien) und Johann Strauß (Sohn) (Wien 25.10.1825 - 3.6.1899 Wien) bekam.
Vater Strauß, der 1835 in Wien Hofballmusikdirektor wurde, ist - neben Joseph Lanner - als Begründer und Repräsentant der Wiener Tanzmusik, besonders des Wiener Walzers bekannt. Der Sohn, ebenfalls später Hofballmusikdirektor, trat vor allem als Komponist von Operetten wie der „Fledermaus“ (1874) und des „Zigeunerbarons“ (1885) hervor. Bereits durch Stadtverordnetenbeschluss vom 4. September 1906 wurden die Baufluchtlinien für die Anlage von Straßen in diesem Bereich festgelegt. Auf einem diesbezüglichen Plan vom 28. November 1906 taucht der Name Straußstraße bereits auf. Im Duisburger Adressbuch von 1908 erscheint die Straße dann erstmalig als „unbebaut“.
So bleibt es in den Adressbüchern bis zu dem des Jahres 1928, in dem dann bereits alle 25 Häuser dieser Straße als eine Arbeitersiedlung ausgewiesen sind. Als Eigentümer der Häuser ist die Stadt Duisburg genannt. 

Verdistraße

In die Gruppe der nach Komponisten benannten Verbindungsstraßen im Bereich der Kolonie- und Waldstraße gehört auch die Verdistraße, die allerdings nur von der Waldstraße zur Nibelungenstraße führt.

Die Namengebung wird in den städtischen „Amtlichen Mitteilungen“ vom 30. Juni 1925 bekanntgemacht.

Im Adressbuch von 1928 taucht die Straße dann zum erstenmal auf, wobei nur die Häuser mit den ungeraden Nummern von 1 bis 9 aufgezählt werden, die sich im Besitz der Stadt Duisburg befinden.

Ihren Namen hat die Straße nach dem italienischen Komponisten Fortunino Giuseppe Francesco Verdi (LeRoncole bei Busseto/Parma 10.10.1813 -  27.1.1901 Mailand), der klangvolle und in den Melodien z.T. volkstümlich-hymnische Opern schuf. Aus seinem umfangreichen Schaffen seien nur stellvertretend „Aida“, „Nabucco“, „Rigoletto“, „La Traviata“ oder „Ein Maskenball“ genannt. 

Waldstraße
Die Waldstraße beginnt heute am Sternbuschweg und führt am Alten Friedhof vorbei, parallel zur Koloniestraße, in südöstlicher Richtung bis zur Straußstraße als der letzten vor den Eisenbahngeleisen liegenden, die Verbindung zur Koloniestraße herstellenden „Musikerstraßen“. Im Jahre 1879 erscheint die Waldstraße zum ersten Mal unter diesem Namen im Duisburger Adressbuch, mit der Erklärung, dass darunter das Straßenstück „vom Friedhofsweg am Friedhof vorbei zur Weddau (so!)“ zu verstehen sei, eine Wegführung, die offenbar mit der z. B. noch 1877 vorkommenden von „der Heerstraße nach der Colonie“ (d. h. zum Bereich der Koloniestraße) identisch ist.
Will man diese Straßenführung auf dem heutigen Duisburger Stadtplan nachvollziehen, so ist in etwa an einen Weg zu denken, der von der Heerstraße durch den heutigen Böningerpark auf das letzte Stück der Karl-Jarres-Straße bzw. direkt auf die Karl-Lehr-Straße und mit dieser unter der Eisenbahn her am Sternbuschweg auf die heutige Waldstraße „am Friedhof (nämlich dem jetzigen Alten Friedhof) vorbei“ führte, wie sie oben beschrieben wurde.
Durch Beschluss der Städtischen Baukommission wurde 1904 das Stück der Waldstraße, das östlich der Bahnunterführung begann, bis zur Grabenstraße noch der Karl-Lehr-Straße zugeschlagen. Vor mehr als hundert Jahren zog sich der Duisburger Wald noch bis in die Nähe des Bahnhofs hin, so dass von daher gesehen die Benennung dieser Straße gerechtfertigt war. 

 

Duisburg, 09, Dezember 2016 - Das Büro Molestina Architekten, Köln mit FSWLA Landschaftsarchitekten, Düsseldorf überzeugt die Jury und setzt besondere Akzente für ein erweitertes Wohnangebot in der Neudorfer Straußsiedlung im Spannungsfeld zwischen der Nähe zu Uni und Duisburger Seenplatte.

 

Mit der Sitzung der Jury am 9. Dezember ging das im September gestartete städtebauliche Verfahren mit vier Architekturbüros zu Ende. Im Fokus der Aufgabenstellung stand eine maßvolle und sensible Arrondierung der denkmalgeschützten Straußsiedlung der 1920er Jahre im Süden von Neudorf an der Schnittstelle zur Wedauer Seenplatte.

 

Neudorf gilt seit Jahrzehnten als angenehmer Wohnstandort. Die Gebäude gehören der städtischen Duisburger Baugesellschaft GEBAG und die setzt darauf, die Straußsiedlung in den nächsten Jahren zu sanieren und aufzuwerten. Teil der Aufgabenstellung für die Architekten war die umfassende Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude rund um die Straußstraße und eine bauliche Ergänzung an der Verdistraße und zum begrünten Wall der Bahntrasse.

 

Die Vorschläge der Teilnehmer reichten von der Mischung von Wohnangeboten von Familien, Singles und Älteren bis hin zu einem neuen Gebäude für eine Wohngruppe und einem mindestens 60 Plätze umfassenden Angebot für Studentenwohnen. Alle verbliebenen vier Architekturbüros sprachen sich für die Sanierung der historischen Substanz aus, gleichzeitig wurde jedoch auch eine zeitgemäße Neuinterpretation angeboten, dort wo eine Sanierung nicht mehr wirtschaftlich und zeitgemäß ist oder wo Gebäude ergänzt werden. Gemeinsam mit einem Lärmschutzberater wurden parallele Überlegungen angestellt, wie auch die Ergänzungen vor der südlichen Lärmquelle der Bahntrasse geschützt werden können.

 

Das Ergebnis konnte sich heute sehen lassen, als die Jury zur Entscheidungssitzung zusammentraf. Das Architekturbüro Molestina Architekten mit FSWLA Landschaftsarchitekten wagte eine sensible und maßvolle Sanierung mit neuen Qualitäten im Äußeren und Inneren der „Straußsiedlung 2016+“.  

 

„Wir freuen uns schon auf die Realisierungsphase“, blickt Uwe Rohde, Projektleiter bei der GEBAG bereits voller Zuversicht nach vorn. „In der Siedlung können über Sanierung, Ersatzbauten und Ergänzungen insgesamt bis zu 136 neue Wohnungen für die unteren und mittleren Einkommens­schichten, für Familien, Studenten und Wohngruppen entstehen.  

 

Auch Duisburgs Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum zeigte sich sehr zufrieden: „Das Team Molestina Architekten mit FSWLA Landschaftsarchitekten entwickelt die Straußsiedlung sehr sensibel aus dem Bestand heraus und wirkt an keiner Stelle aufdringlich und fremd. Die historischen Siedlungsqualitäten werden herausgearbeitet. Zudem wird das heute schon beliebte Neudorfer Wohnangebot positiv „weitergedacht“ und zu einer harmonischen Gesamt­konzeption zusammengeführt.“

 

Das Verfahren hat einmal mehr aufgezeigt, wie notwendige Wohnraumerweiterung und die Wahrung der Bau- und Siedlungsgeschichte der Metropolregion positiv vereint werden können. „Das von der Jury prämierte Konzept zeigt mit der gewählten Architektur und Gestaltsprache eine freundliche und angenehme Atmosphäre“, so Jörg Faltin, vom betreuenden Büro Faltin und Sattler.

 

Das konkurrierende Verfahren wurde kompakt und mit Zwischengesprächen durchgeführt, um jederzeit ein Feedback von Entwerfern und weiteren externen und städtischen Experten sowie auch der GEBAG zu ermöglichen.

 

Jury:

Prof. Bernhard Winking (Architekt), Hamburg (Vorsitz)

Jutta Heinze (Architektin), Duisburg

Uwe Rohde, Projektleiter GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH

Carsten Tum, Stadtentwicklungsdezernent der Stadt Duisburg

Konrad Junkers, stv. Bezirksbürgermeister Bezirk DU-Mitte

 

 

 Rang 1 (Empfehlung zur Realisierung)

Molestina Architekten, Köln

mit FSWLA Landschaftsarchitekten, Düsseldorf

 


 

 

Rang 2

HGMB Architekten, Düsseldorf

mit kiparland, Mailand / Duisburg / Düsseldorf

 

Rang 3

Heinrich Böll Architekt, Essen mit Dratz & Dratz Architekten, Oberhausen

mit Planergruppe Oberhausen, Oberhausen

 

Weitere Arbeit

Kresings Architektur, Münster

mit KRAFT.RAUM Landschaftsarchitekten, Krefeld,

 

Erläuterungsbericht Mehrfachbeauftragung 'Arrondierung der Straußsiedlung in Duisburg Neudorf'

Duisburg, Dezember 2016 - Die alte Straußsiedlung ist ein schönes Beispiel einer Planungshaltung, wo Architektur und Städtebau voneinander unzertrennbar sind. Unserem Beitrag liegt der Wunsch zu Grunde, die Siedlung weiterhin als Gesamtkomposition zu sehen, und die Arrondierungen maßvoll in das ursprüngliche Gesamtkonzept zu integrieren. Den Siedlungsgedanken fortsetzen, Bauformen aus dem Bestand übernehmen.

Die geschlossene Bebauung an der Straußstraße wird durch Neubauten fortgesetzt und arrondiert. Zu der Verdistraße und zur Koloniestraße (entlang der Bahnlinie im Südosten) wird eine offene Bauweise vorgesehen, wie im historischen Vorbild, obwohl die einzelnen Bauten durch Mauern und Gartenelemente weiterhin miteinander verbunden sind. Die Neubauten fügen sich unaufdringlich ein: An der Verdistraße werden drei Wohnblöcke (studentisches Wohnen) errichtet, und an der Koloniestraße werden zwei neue Wohnblöcke geplant.

Die Waldstraße wird durch einen Wohnblock ergänzt und nach hinten durch einen dreigeschossigen Wohnflügel verlängert, der das Gruppenwohnen beinhaltet. Senkrecht dazu, an einem neuen Weg in der Verlängerung der Straußstraße gelegen, entstehen vier kleine Reihenhäuser mit großzügigen Gartenanteilen. Die neue Bauten rahmen eine begrünte Ecke am südlichsten Punkt des Grundstückes ein, wo 53 notwendige Stellplätze untergebracht werden. Die Besucherstellplätze sind in dem öffentlichen Raum untergebracht.

Architektur: Bestand einbeziehen
Der architektonische Duktus richtet sich nach den Vorgaben aus dem Bestand. Die Bauten an der Straußstraße übernehmen die Bauhöhe, die Dachform und die Fassadenführung der ältere Bauten, einschließlich Fassadenlisenen. Weitere Bauten interpretieren diese Elemente etwas freier und entwickeln diese nutzungsgerecht weiter. Konstruktion: kein WDVS! Es wird eine Bauweise ohne WDVS vorgesehen. Wärmedämmende Hochlochziegelsteine, (z.B. Poroton), werden als tragendes Material verwendet, die Wände werden sowohl außen als auch innen verputzt. Es entsteht ein unaufdringliches Farbspiel gegenüber dem Bestand durch eine Nuancierung der Bestandsfarben.

Neuen Wohnraum schaffen
Insgesamt entsteht Wohnraum für 101 neue Haushalte, wie folgt gegliedert: - 16 neue Wohnungen in Mehrfamilienhäusern - 1 Wohngruppe für 15 Personen - 4 Einfamilien-Reihenhäuser - 57 Studentenwohneinheiten in vier verschiedenen Bauten. Weiterer Wohnraum sowie gemeinschaftlich nutzbare Flächen sind als Ausbaureserve unter den geneigten Dächer vorgesehen.

Studentenwohnen
Es werden 57 neue Studentenwohnungen errichtet. Breite, nach Süden gerichtete Laubengänge ermöglichen den Zugang zu den Wohnungen und bieten eine gemeinsame Außenfläche, die das Kennenlernen und das Zusammenleben fördern. Block 4: Erhalt / Ersatz Falls ein kompletter Neubau aus Kostengründen unausweichlich ist, soll man die wesentlichen Merkmale der jetzigen Bebauung übernehmen. Folgende Verbesserungen sind dennoch möglich:
- Barrierefreie Zugänge,
- neue oder nachrüstbare Aufzüge und - das Dachgeschoß in den Wohnraum integriert werden, um größere Wohnungen zu ermöglichen und den gesamten Wohnungsmix der Siedlung zu optimieren.

Bestand aufwerten
Die zum Teil maroden Bestandswohnungen werden saniert und durch Bäder und Terrassen modern und attraktiv ausgestattet. Phasen ermöglichen Es ist eine phasenweise Realisierung möglich, verschiedene Kombinationen von Baustufen sind vorgesehen. Technikzentrale Im Keller des Neubaus an der Straußstraße entsteht die neue Technikzentrale in einem ausreichend großen be- und entlüfteten Raum.

Von hier können alle Neubauten versorgt werden. Jeder Neubau erhält einen Übergabe-/Technikraum im EG (unter dem Treppenaufgang). Freiraum: Den Kontext stärken Lebendige Freiräume und deren adäquate Gestaltung sind wichtige Bausteine für den Erfolg dieser Siedlung. Dabei orientieren sich die öffentlichen Freiflächen, insbesondere in der Straußstraße an dem klassischen Vorbild dieser Siedlung.

Die Straußstraße bekommt einen an den historischen Kontext angepaßten neuen Straßenraum. Dabei werden die Gehwege wieder an die Sockelbereiche der Häuser verlagert. Der neu gewonnene Grünraum wird mit Baumreihen akzentuiert, notwendige Stellflächen für Fahrräder und Müllsammelplätze sowie die Möglichkeit der Integration öffentlicher Stellplätze setzen einen neuen positiven Akzent zur Gestaltung des Wohnumfeldes.

Die Verdistraße wird analog zur Straußstraße ebenfalls mit einem multifunktionalen Grünraum neu gestaltet. Die Hofflächen erhalten eine klare Zonierung halböffentlicher und privater Räume. Im Mittelpunkt jedes Hofes steht die allgemeine Freifläche, die begrünt oder mit einer ungebundenen Decke ausgestaltet wird. In dieser Zone liegen kleine Treffpunkte, Sitzbänke und Spielflächen. Die notwendigen Stellplätze werden zwischen den Häusern nachgewiesen sowie im südwestlichen Bereich.

 

Mit freundlicher Unterstützung der GeBAG Duisburg