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OB-Karl-Lehr-Brückenzug eröffnet: Zentrale Verbindung für Duisburg wieder freigegeben

Duisburg, 6. Juni 2026 - Ein bedeutendes Verkehrsprojekt für Duisburg ist abgeschlossen: Der neue OB-Karl-Lehr-Brückenzug ist offiziell eröffnet und nach einer siebenwöchigen Sperrung wieder für den Verkehr freigegeben worden. Damit steht eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen im Duisburger Stadtgebiet sowie eine zentrale Anbindung an den Duisburger Hafen wieder zur Verfügung.

Der Neubau des OB-Karl-Lehr-Brückenzugs zählt zu den größten und technisch anspruchsvollsten Infrastrukturprojekten der Stadt. Mit der neuen Ruhrbrücke und der neuen Hafenkanalbrücke wurde eine leistungsfähige, zukunftssichere Verbindung geschaffen, die für den innerstädtischen Verkehr, die Hafenlogistik und die wirtschaftliche Entwicklung Duisburgs von großer Bedeutung ist. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 160 Millionen Euro brutto.

Oberbürgermeister Sören Link würdigt die Bedeutung des Projekts für die Stadt: „Der OB-Karl-Lehr-Brückenzug ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Duisburgs und die zentrale Achse für Hafen, Wirtschaft und Verkehr. Jetzt gewinnen wir ein wichtiges Stück Mobilität und Lebensqualität zurück. Und die neue Brücke zeigt: Duisburg kann große Herausforderungen meistern!“

Mit der Freigabe endet für viele Verkehrsteilnehmende eine herausfordernde Phase mit Umleitungen und Einschränkungen. Die Stadt Duisburg und die Wirtschaftsbetriebe Duisburg danken allen Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den betroffenen Unternehmen für ihr Verständnis während der Bauarbeiten und der siebenwöchigen Sperrung. Die Sperrung war erforderlich, um den Querverschub der neuen Brückenbauwerke sowie weitere abschließende Arbeiten sicher durchführen zu können.

Ein besonderer Meilenstein des Projekts war im April 2026 der Querverschub der beiden Brückenbauwerke. Die rund 6.200 Tonnen schwere Ruhrbrücke mit einer Stützweite von 182,20 Metern wurde dabei millimetergenau um 34,37 Meter von West nach Ost in ihre endgültige Lage verschoben. Auch die neue Hafenkanalbrücke mit einem Gewicht von rund 4.250 Tonnen und einer Stützweite von 125 Metern wurde im Zuge der Arbeiten erfolgreich in Position gebracht.

Sebastian Beck, Vorstand der Wirtschaftsbetriebe Duisburg, betont die technische und organisatorische Leistung: „Der neue OB-Karl-Lehr-Brückenzug zeigt eindrucksvoll, was durch präzise Planung, technisches Know-how und das gute Zusammenspiel vieler Beteiligter möglich ist. Besonders die Verschubarbeiten an den Brücken waren ein herausragender Schritt in diesem Projekt. Wir freuen uns, dass diese wichtige Verbindung nun wieder für Duisburg zur Verfügung steht.“

Die neue Verbindung verbessert nicht nur die Erreichbarkeit des Hafens und wichtiger Wirtschaftsstandorte, sondern erleichtert auch den Alltag vieler Pendlerinnen und Pendler. Sie trägt dazu bei, Verkehrsströme wieder zu bündeln, Umleitungsverkehre zu reduzieren und die Mobilität auf dieser wichtigen Achse zu stärken.

Auch für den öffentlichen Nahverkehr bringt das Projekt Verbesserungen mit sich. Durch die vorgesehenen Beschleunigungsmaßnahmen für die Straßenbahnlinie 901 soll künftig ein wichtiger Beitrag zu einem leistungsfähigeren und zuverlässigeren ÖPNV auf dieser Achse geleistet werden.

Im Projektverlauf waren die Beteiligten wiederholt mit außergewöhnlichen Rahmenbedingungen konfrontiert. Dazu zählten unter anderem die Auswirkungen der Corona-Pandemie, Folgen internationaler Krisen und Kriege auf Lieferketten und Bauabläufe sowie Hoch- und Niedrigwasserereignisse. Hinzu kamen Kampfmittelfunde, die zusätzliche Abstimmungen und Maßnahmen erforderlich machten.

Zur Eröffnung des neuen Brückenzugs rollten auch historische Fahrzeuge über die Brücke: Mitglieder des Vereins Stammtisch Käfer & Co. Rhein-Ruhr e.V. begleiteten die Freigabe mit einer Fahrt über das neue Bauwerk und setzten damit ein besonderes Zeichen für die Verbindung von Duisburger Verkehrsgeschichte und moderner Infrastruktur.

Mit der Verkehrsfreigabe des Brückenzugs ist ein zentraler Abschnitt des Gesamtprojekts abgeschlossen. Das Gesamtprojekt wird jedoch fortgeführt: Im Anschluss folgt der Umbau des Kaßlerfelder Kreisverkehrs zu einer Kreuzung. Diese Arbeiten sind nach aktueller Planung ab Sommer 2027 vorgesehen.

 

Wichtiger Meilenstein am OB-Karl-Lehr-Brückenzug: Neue Ruhrbrücke wird verschoben

Vollsperrung des OB-Karl-Lehr-Brückenzuges ab 14. April bis ca. 5. Juni 2026
Duisburg, 24. April 2026 -
Am OB-Karl-Lehr-Brückenzug in Duisburg-Ruhrort hat heute ein zentraler Bauabschnitt begonnen. Die neue Ruhrbrücke wird in ihre endgültige Position verschoben. Für eines der wichtigsten Verkehrsprojekte in Duisburg ist das ein bedeutender Meilenstein. Denn der OB-Karl-Lehr-Brückenzug ist eine zentrale Verbindung für den innerstädtischen Nord-Süd-Verkehr und die Hafenanbindung. Die Brücke wird im sogenannten Querverschubverfahren an die Stelle des ursprünglichen Bauwerks bewegt.

Die neue Ruhrbrücke wurde parallel zur bisherigen Trasse gebaut und wird nun seitlich um exakt 34,373 Meter von West nach Ost in ihre Endlage versetzt. Dazu wird das rund 6.200 Tonnen schwere Bauwerk mit einer Stützweite von 182,20 Metern mittels Hydraulikpressen und Verschubschlitten auf Verschubbahnen Schritt für Schritt verschoben.

„In einer Stunde soll die Brücke rund 4 Meter verschoben werden“, sagt Arthur Brakowski, Projektleiter bei den Wirtschaftsbetrieben Duisburg. „Am Ende muss das Bauwerk millimetergenau auf seiner Unterkonstruktion aufliegen.“ Sebastian Beck, Vorstand der Wirtschaftsbetriebe Duisburg, ergänzt: „Der Querverschub zeigt, mit welcher Präzision und Sorgfalt dieses Projekt umgesetzt wird. Für Duisburg ist der neue Brückenzug von großer verkehrlicher und wirtschaftlicher Bedeutung.“
Der Verschub der neuen Hafenkanalbrücke ist für das Wochenende ab dem 1. Mai 2026 geplant. Sie wiegt rund 4.250 Tonnen und hat eine Stützweite von 125 Metern.

Für die Arbeiten ist der OB-Karl-Lehr-Brückenzug seit dem 17. April 2026 für den Individualverkehr für insgesamt sieben Wochen voll gesperrt. Die Straßenbahnlinie 901 wird für ca. zwölf Wochen unterbrochen. Neben dem eigentlichen Verschub sind dafür umfangreiche Vor- und Nacharbeiten erforderlich, etwa der Rückbau von Fahrleitungen, Schienenkonstruktionen und Übergangskonstruktionen, die Land und Brücken verbinden.

Nach aktueller Planung sollen die Arbeiten am Brückenzug bis Oktober 2026 abgeschlossen sein. Anschließend folgt der Umbau des Kaßlerfelder Kreisverkehrs zu einer Kreuzung, voraussichtlich bis Ende 2028.
Weitere Informationen zum Gesamtprojekt bietet die Internetseite www.ob-karl-lehr-bruecke.de. Dort finden Interessierte unter anderem eine Animation zum Baufortschritt.