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Redaktion Harald Jeschke 
Lossprechung bei thyssenkrupp Steel in Duisburg, Bochum und Kreuztal

Diversifizierung der Wirtschaft nimmt in Duisburg durch anhaltenden Strukturwandel Fahrt auf

GFW Duisburg mit passgenauen Beratungsdienstleistungen
Duisburg, 19. März 2019 - „Die Diversifizierung der hiesigen Wirtschaft nimmt durch den anhaltenden Strukturwandel in Duisburg an Fahrt auf. Dies ist eine der Botschaften, die sich aus den aktuellen Zahlen des Wirtschaftsberichts Ruhr 2018, der jüngst durch die Business Metropole Ruhr veröffentlicht wurde, ableiten lässt. Das zeigt, dass wir schon viel geschafft haben und der Weg richtig ist, den wir eingeschlagen haben“, bekräftigt Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link.   In Duisburg waren im vergangenen Jahr rund 173.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Zahl um 2.798 gestiegen. „Das macht ein Plus von 1,6 Prozent und ist für die Duisburger Wirtschaft ein gutes Signal. Denn solche Jobs sind im Hinblick auf die Erwerbsbiographie von Bedeutung, beugen sie doch Altersarmut und damit Drittalimentation vor“, so Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg). Auch ein Blick auf die Zukunftsbranchen „Gesundheit“, „Bauen und Wohnen“ sowie „Mobilität“ ist aufschlussreich.
In diesen Segmenten stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt um 2.303. Vorreiter war hier der Bereich der Gesundheit mit 976 neuen Arbeitsplätzen, gefolgt von dem Leitmarkt „Mobilität“ mit 773 Arbeitsplätzen. Platz 3 belegt der Bereich „Urbanes Bauen und Wohnen“ mit 554 neuen Arbeitsplätzen. „Das zeigt, dass wir die Beratungsleistungen und Netzwerktreffen der GFW Duisburg bedarfsorientiert ausgebaut haben, fand hier doch unlängst der erste Branchengipfel der Sozialwirtschaft statt, der im Herbst dieses Jahres fortgesetzt wird“, betont Meurer.  

Bedeutsam ist auch der Blick auf den Zuwachs der digitalen Kommunikation: 192 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr machen ein Plus von 6,3 Prozent im Vergleich zu den Zahlen aus 2017 aus. „Bezogen auf den Beschäftigtenanteil an der Gesamtwirtschaft Duisburgs ist dieser noch ausbaufähig, zeigt aber, wohin die Entwicklung geht“, erklärt Andree Haack, Wirtschaftsdezernent und Mit-Geschäftsführer der GFW Duisburg, „deshalb fokussieren wir unsere Aktivitäten bei der Begleitung von technologieorientierten Start-ups und bieten hier auch gänzlich neue Unterstützungsmöglichkeiten an: von der Suche und Vernetzung mit Business Angels, also Geldgebern, bis hin zu „Hackathons“, das heißt kollaborativen Soft- und Hardwareentwicklungsveranstaltungen.  

Mit annährend 46.000 Beschäftigten am Wirtschaftsstandort „Duisburg“ spiegelt sich die ökonomische Bedeutung des historisch gewachsenen Bereichs „Industrieller Kern und Unternehmerische Dienste“ wider. Unter letztgenannten Oberbegriff fallen Teilmärkte wie „Maschinen und Prozesse“ sowie „Werkstoffe und Materialien“ – kurzum: auch die „Industrie 4.0“.
„Der ‚Industrielle Kern‘ einer Stadt wie Duisburg, bezogen auf die Gesamtwirtschaft, liegt damit weit über dem Durchschnitt – sowohl dem des Bundes als auch der Metropole Ruhr. „Das ist ein Abbild der Wurzeln Duisburgs. Hier kommen wir her. Damit hat die vielfach zitierte „Stadt Montan“ noch immer eine Berechtigung, wenn auch nicht in dieser Ausschließlichkeit wie in früheren Jahren“, bringt es Haack auf den Punkt und ist sich sicher: „Es ist eine gute Basis, dass in Duisburg die klassischen Industriezweige stark beheimatet sind. Diese können sich durch die gezielte Kooperation mit neuen Start-ups zukunftsfähig wandeln. In Duisburg kann Neues auf Basis eines soliden Fundaments weiterentwickelt werden. Und genau das ist der Motor für einen nachhaltigen Strukturwandel.“  

Duisburgs Oberbürgermeister im Wirtschaftsdialog

Duisburg, 18. März 2019 - Die Finanztechnologie, Neudeutsch: „Fintech“, ist seit vier Jahren die Leidenschaft der Gründer Kevin Kalde und Dominik Schmidt. Diese wurden jetzt in der Reihe „Duisburgs Oberbürgermeister im Wirtschaftsdialog“ von der Verwaltungsspitze – Oberbürgermeister Sören Link und Stadtdirektor Martin Murrack – sowie Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, besucht.

Der Auftrag eines Kunden aus dem Bereich „Banken und Versicherungen“ wurde zur Initialzündung. Seither liegt der Schwerpunkt von fintory auf diesem Bereich.  
Die „Keimzelle“ des Unternehmens war überschaubare 40 Quadratmeter groß; heute offeriert das mittlerweile 20-köpfige Team finanztechnologische Dienstleistungen auf stattlichen 780 Quadratmetern. Und das in einer Immobilie, die früher eine Großküche mit Traglastaufzug war und heute eine hippe Denkfabrik ist. „Anfänglich hießen wir ‚Kreativgebiet‘. Aufgrund der vielen ausländischen Kunden und der fortschreitenden Globalisierung fanden wir „fintory“ passender und prägnanter: als Zusammensetzung von Finance und Factory, also Fabrik“, erklärt Dominik Schmidt, Leiter „Technologie & Entwicklung“. „Wer auch immer in der Welt digitale Finanzprodukte ‚bauen‘ will, dem soll fintory als Erstes einfallen“, ergänzt Geschäftsführer Kalde.  
Wo sich einst eine Großküche befand, in der es rustikal zuging, kommt jetzt in der Mittagpause gesunde Kost auf den Tisch. Mittlerweile hat das Unternehmen einen eigenen Koch eingestellt, denn das gemeinsame Essen ist Teil der Firmenphilosophie.
„Wer nicht beim Kunden ist, der kommt dazu. Dieser Austausch ist uns wichtig – gerade, weil wir so schnell gewachsen sind. Da ist es elementar, hin- und zuzuhören, damit der Teamspirit nicht auf der Strecke bleibt. Auch deshalb haben wir mittlerweile eine eigene Personalleiterin. Als Wirtschaftspsychologin ist sie bei uns quasi auch Feel-Good-Managerin. Denn nur wenn sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohl fühlen, können sie die Höchstleistungen vollbringen, für die wir stehen und die unsere Kunden von uns erwarten“, so Kalde. Und die Kundenwünsche sind vielfältig: Sie reichen vom Optimieren bestehender oder der Kreation neuer Digitalprodukte bis hin zum Prototypen-Bau.
 „Was lohnt sich zu digitalisieren? Was könnte auf dem digitalen Markt laufen? Welche Dienstleistungen sind in einer App abbildbar?“ All das sind Fragen, die man gemeinsam mit dem Kunden beantworten muss. Manchmal ist das passende Produkt schon da, das dem Konsumenten lediglich noch anders zugänglich gemacht werden muss“, beschreibt Chris Krüger, Leiter „Operatives Geschäft“, das Tätigkeitsfeld von fintory.  
Stadtspitze Sören Link betont: „Wir haben in unserer Stadt unglaublich viel Know-how im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Deshalb ist es nicht nur überaus spannend, Unternehmen wie fintory zu besuchen, sondern auch zielführend: Firmen wie fintory tragen dazu bei, dass Duisburg zur Smart City wird.“

Martin Murrack, Stadtdirektor und Digitalisierungsdezernent, berichtet: „Wir sind gerade dabei, Duisburg zur smarten City zu formen. Damit das gelingt, müssen Technologie und stadtplanerische Tätigkeiten intelligent miteinander verknüpft, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmensakteure mit einbezogen werden. Die Projekte, an denen wir arbeiten, reichen vom digitalen Genehmigungsverfahren über ein smartes Baustellenmanagement bis hin zur intelligenten Straßenbeleuchtung.
Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, findet die Zusammenarbeit mit fintory schon jetzt inspirierend: „Mein Team und ich arbeiten mit dem agilen Start-up schon eine Weile zusammen. Wenn etablierte Institutionen mit jahrzehntelangem Know-how auf frischen Gründergeist treffen, dann ist das immer eine Chancenverdopplung. Da können nämlich beide Seiten voneinander lernen.“  

Für die Macher von fintory bedeutet Digitalisierung weitaus mehr als „bloßes Geldverdienen“. „Digitalisierung ist für uns Vision und Passion zugleich. Sie ist aber auch mit einem Wertewandel verbunden. Wir wollen Firmen dabei helfen, sich der digitalen Welt anzupassen und sehen uns als ‚Entwicklungshelfer‘. Das ist der Stoff, der uns antreibt“, betont Schmidt und skizziert: „Bei der Auswahl unserer Mitarbeiter achten wir grundsätzlich nicht auf Schulnoten, sondern auf die Qualität der Leistung. Brennt jemand für seine Arbeit und ist ‚heiß‘ darauf, smarte Apps zu bauen, dann ist er oder sie bei uns richtig.“  

Trotz oder gerade wegen der Digitalisierung ist es aber immer noch der Vis-à-Vis-Kontakt, der zu Beginn einer Geschäftsbeziehung am bedeutsamsten ist: „Während der Erstkontakt der Auftraggeber digital erfolgt, ist es uns wichtig, diese vor Ort persönlich kennenzulernen, um eine gute Basis zur Zusammenarbeit zu legen“, so Kalde. Dafür scheuen die Unternehmenslenker von fintory weder Mühen noch Meilen. So machten sie sich erst kürzlich auf den Weg nach Toronto in Kanada, um einen neuen Kunden kennenzulernen.

V.l.: Ralf Meurer (GFW-Geschäftsführer), Kevin Kalde (Gründer und Geschäftsführer, fintory), Sören Link (Oberbürgermeister, Stadt Duisburg), Chris Krüger (Leiter „Operatives Geschäft“, fintory), Martin Murrack (Stadtdirektor und Digitalisierungsdezernent) und Susanne Kirches (GFW-Projektmanagerin) Urheber: Uwe Köppen, Nutzungsrechte: Stadt Duisburg   

Zentren müssen Kunden zum Bleiben einladen

Ruhr IHKs diskutieren über Innenstadtentwicklung  
Duisburg, 15. März 2019 - Unsere Innenstädte und Stadtteilzentren verändern ihr Gesicht und verlieren zunehmend ihre Funktion für die Versorgung. Dass Händler und Dienstleister, Werbegemeinschaften und Städte dieser Entwicklung mit neuen Ideen – aber auch mit vertrauten Angeboten – begegnen können, darüber diskutierten Experten aus Praxis und Wissenschaft am 15. März beim Handelsforum Ruhr der Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet. Die Niederrheinische IHK hatte dazu ins Lehmbruck Museum nach Duisburg eingeladen.  

„Es ist noch nicht lange her, dass ich mit dem ernsten Gedanken spielen musste, unser traditionsreiches Spielwarengeschäft zu schließen“, berichtete Boris Roskothen, Inhaber des gleichnamigen Geschäfts. Er begrüßte die Gäste beim Handelsforum als Vizepräsident der Niederrheinischen IHK. Sein Familiengeschäft in der Duisburger Innenstadt litt unter dem veränderten Verhalten vieler Kunden, die ihre Einkäufe beim Discounter oder schnell im Internet erledigen.
„Es bedarf keiner aufwendigen Analyse um zu verstehen, dass der mittelständische Einzelhandel mit Dumpingpreisen und einer schier endlosen Sortimentsbreite nicht mithalten kann. Wir haben uns auf unsere Stärken fokussiert und uns spezialisiert auf das, was wir besonders gut können: das Thema Gesellschaftsspiele. Heute bekommen Sie bei mir im Laden einige tausend verschiedene Brett- und Kartenspiele. Sie erhalten nicht nur die passende Beratung dazu, sondern wir schaffen ein Ambiente, das zum Verweilen und Spielen einlädt.“  

Immobilienaufwertung als Schlüssel zum Erfolg
Neben der individuellen Ausrichtung von Geschäften, Cafés und Dienstleistungsangeboten, ist es zunehmend wichtig, die Innenstädte und Stadtteilzentren in Orte zu verwandeln, an denen sich Menschen gerne aufhalten, wo es gesellig ist und verschiedene Angebote zum Bleiben einladen.

Wichtig dafür ist ein attraktives Erscheinungsbild der Gebäude, deren Umfeld und die Gestaltung der Ladenlokale. Das zeigten Architektur-Professor Andreas M. Krys von der EBZ Business School Bochum und Gert Heutelbeck am Beispiel Iserlohn. Der Geschäftsinhaber des Modehauses Basse & Uerpmann hat in den vergangenen Jahren in der Innenstadt Gebäude gekauft und gestalterisch aufgewertet. Damit wurden Impulse für weitere Gestaltungsmaßnahmen in der Innenstadt gegeben. Das neue Erscheinungsbild kommt gut an bei Kunden und Besuchern.  

Fokus legen auf lebendige Kernlagen
In Duisburg soll dies unter anderem mit dem Innenstadtentwicklungskonzept umgesetzt werden. Darin sind bauliche Maßnahmen beschrieben, die die Innenstadt aufwerten sollen. Darüber hinaus wurde als Ergebnis eines Dialogprozesses der Pakt für die Innenstadt von Eigentümern, Händlern und weiteren Akteuren unterzeichnet. Hierin hat man sich auf vielerlei Maßnahmen verständigt, die eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt zum Ziel haben. Dabei wird sich die Stadt zukünftig auf die noch funktionierenden Kernlagen fokussieren.
„Der Onlinehandel nutzt die Schwächen des stationären Handels aus. Wenn man ihm entgegentreten möchte, dann müssen Handel und Immobilieneigentümer in den Städten stärker kooperieren“, brachte es Andree Haack, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg, auf den Punkt.  

Ideen gegen Leerstände Um leere Ladenflächen für lokale und qualitativ hochwertige Angebote zu nutzen, hat die Stadt Geldern das Konzept des „Ausprobierladens“ in Kooperation mit der Niederrheinischen IHK und der Wirtschaftsförderung Geldern ins Leben gerufen. Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen, die neu im Geschäft sind, bekommen ein Angebotspaket aus günstiger Miete, Existenzgründungsberatung und Steuerberatung, stellte Tim van Hees-Clanzett, Wirtschaftsförderer der Stadt Geldern, einen weiteren Lösungsansatz vor.   In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass keine Patentrezepte zu erwarten sind. Vielmehr müsse man sich im Klaren darüber sein, dass Innenstädte in Zukunft vielleicht kleiner, dafür aber hochwertiger und spezialisierter sind.     ---

Boris Roskothen, Inhaber des gleichnamigen Geschäfts und Vizepräsident der Niederrheinischen IHK (v. l.) diskutierte beim Handelsforum Ruhr mit Experten aus Praxis und Theorie über die Zukunft des Einzelhandels. Foto: Niederrheinische IHK

  

Mieten und Immobilien-Kaufpreise im Ruhrgebiet sind gestiegen

Essen/Duisburg, 15. März 2019 - Die Mieten für Wohnraum sind in der Region zwischen Duisburg und Dortmund in den letzten zwölf Monaten im Durchschnitt um 4,1 Prozent (Vorjahr: + 3,7 Prozent) gestiegen. Das hat der Immobilienverband Deutschland IVD ermittelt. Der jetzt veröffentlichten Wohnimmobilien-Preisspiegel NRW zeigt, wo die Mieten am deutlichsten gestiegen sind: In Essen und Gelsenkirchen zahlen Mieter für eine Drei-Zimmer-Wohnung von mittlerem Wohnwert durchschnittlich fünf Prozent mehr als im Vorjahr.
 
Stagnation auf dem Mietmarkt jedoch ist in Städten wie Oberhausen, Mülheim oder Bottrop zu verzeichnen. Angeführt wird das Mietpreisranking im Ruhrgebiet von Essen mit durchschnittlich acht Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete im mittleren Wohnwert. Mit einer Durchschnittsmiete von 6,80 Euro belegt Dortmund Rang 2, Hagen mit 6,75 Euro auf Rang drei. Besonders günstige Mietwohnungen gibt es nach wie vor in Gelsenkirchen. Dort wird in einfachen Altbauten um die 3,50 Euro Nettokaltmiete verlangt.

Auch die Preise für Kaufimmobilien sind gestiegen. In den vier Großstädten Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen stiegen die Preise im Durchschnitt um 3,5 Prozent. Eigentumswohnungen aus dem Bestand verteuerten sich dort durchschnittlich sogar um mehr als fünf Prozent. Als teuerstes Pflaster erweist sich der Essener Süden: Hier wurden die höchsten Preise sowohl für Mietwohnungen als auch für Kaufimmobilien aufgerufen. cht senden wir auf Anfrage gerne zu.) Infos: www.ivd-west.net idr

Maas-Gruppe findet Fachkräfte unter Zuwanderern Staatssekretärin Güler würdigt Betrieb für Integration  

Duisburg, 15. März 2019 - Einen Job zu haben, sich mit Kollegen auszutauschen, das ist wichtig, damit Menschen aus dem Ausland Fuß fassen können in ihrem neuen Umfeld. Das weiß auch die Unternehmensgruppe Maas aus Moers und bemüht sich darum, Flüchtlinge zu beschäftigen. Im April 2018 gewann sie vier neue engagierte Nachwuchskräfte aus Afghanistan und Pakistan. Serap Güler, Staatssekretärin für Integration, würdigte den Einsatz des Betriebes bei einem persönlichen Besuch am 15. März auf Einladung der Niederrheinischen IHK.  

Die Staatssekretärin kam vor Ort mit Geflüchteten ins Gespräch und konnte sich ein persönliches Bild der Unternehmensgruppe Maas machen. „Die Niederrheinische IHK zeigt, wie die Integration von Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Arbeit und Ausbildung gelingen kann, durch eine gute Vernetzung und Kooperation der Akteure auf kommunaler Ebene“, lobte Serap Güler.

„Eine zentrale Rolle spielt dabei die Willkommenslotsin, die ein Match zwischen den Bedarfen der Unternehmen und den Qualifikationen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte herstellt“, sagte die Staatssekretärin mit Blick auf das Engagement der Maas-Gruppe.  
Dank der guten Zusammenarbeit mit der Niederrheinischen IHK, der Agentur für Arbeit Wesel sowie dem Integration Point beschäftigte das Unternehmen seit 2016 acht Menschen mit Fluchthintergrund. „Es wird immer schwieriger, geeigneten Nachwuchs zu finden. Unser Engagement für Geflüchtete ist somit auch eine Chance, dem drohenden Fachkräftemangel etwas entgegenzusetzen“, erklärte Klaus Maas, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe.  

Betrieb lernte Nachwuchskräfte bei IHK-Projekt kennen
„Die Bereitschaft der Unternehmen am Niederrhein, Flüchtlinge auszubilden beziehungsweise zu beschäftigen, ist groß. In unserem IHK-Bezirk gibt es aktuell über 200 aktive Ausbildungsverhältnisse mit Geflüchteten“, lobte Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK. „Unsere Willkommenslotsin Alisha Kress unterstützt Betriebe individuell, damit der Berufseinstieg gut gelingt.“

Die Niederrheinische IHK führt regelmäßig in enger Zusammenarbeit mit Jobcentern und Arbeitsagenturen der Region Veranstaltungen durch, wie beispielsweise Speed-Datings oder Betriebsbesuche, um den Kontakt zwischen Wirtschaft und potentiellen Arbeitskräften herzustellen. So wurden einige Nachwuchskräfte der Maas-Gruppe bei einem „Check-In“ vermittelt, bei dem eine Gruppe von Flüchtlingen verschiedene Berufsbilder direkt vor Ort im Unternehmen kennenlernt. Die Personalverantwortlichen haben so die Möglichkeit, sich in individuellen Gesprächen ein Bild von den Bewerbern zu machen.  

„Zuwanderung ist ein Baustein von mehreren für die Fachkräftesicherung. Die Unternehmensgruppe Maas hat sich diesem Thema sehr frühzeitig geöffnet und war ein Vorreiter in der Region. Durch die gemeinsamen Aktionen mit dem Integration Point der Arbeitsagentur und des Jobcenters konnten einige Zuwanderer im Arbeitsmarkt und damit in der Gesellschaft Fuß fassen“, betont Barbara Ossyra, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Wesel.  
Das Projekt „Passgenaue Besetzung – Willkommenslotsen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Weitere Informationen bei Alisha Kress, Telefon 0203 2821-441, E-Mail kress@niederrhein.ihk.de.  

Staatssekretärin Serap Güler (vorne, 3 v.l.) besuchte die Maas-Gruppe in Moers zusammen mit IHK-Präsident Burkhard Landers (hinten, 3. v.l.) und kam mit Geschäftsführer Klaus Maas (hinten, 2. v.r.) ins Gespräch über die Beschäftigung von Geflüchteten.   Foto: Niederrheinische IHK  

Erste Duisburger Netzwerk-Veranstaltung „Online-Handel“

Duisburg, 14. März 2019 - Laut einer jüngsten Studie sind mittelständische Einzelhändler aus dem Ruhrgebiet trotz wachsender Bedeutung des Online-Handels positiver gestimmt in das neue Geschäftsjahr gestartet als der Bundesdurchschnitt. „Vielleicht liegt das ja daran, dass bei uns auch die stationären Einzelhändler mittlerweile den Online-Handel als ergänzende Vertriebsplattform für sich entdeckt haben und diese nachhaltig bespielen“, so Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg.

„Weil der Handel im Wandel bleibt, lohnt es sich, Sortiment und Vertriebsformen anzupassen, um neue Käufergruppen zu erschließen“, betont Meurer. Daher lädt die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) alle die Händler ein, die ihre Waren auch oder ausschließlich online anbieten: zur Bestandsaufnahme und zum Erfahrungsaustausch über die Chancen und Herausforderungen zu digitalen Vertriebsformen. Wer Interesse daran hat und zur Zielgruppe gehört, ist willkommen, mitzudiskutieren und zu „netzwerken“: am 19. März 2019 um 8.30 Uhr im Café des Knüllermarktes, Münzstraße 37-43 in 47051 Duisburg.  

Die Netzwerk-Veranstaltung wird abgerundet durch einen Vortrag von Stefan Grimm, Mitbegründer und Geschäftsführer der Großhandelsplattform RESTPOSTEN.de. Sein Impulsreferat steht unter dem Titel „Der Handel dreht durch!“ Darin präsentiert er wichtige Marktentwicklungen im E-Commerce und Ergebnisse der aktuellen Studie „Vitale Innenstädte“ des Instituts für Handelsforschung aus Köln.
Der Vortrag zielt darauf ab, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Perspektivwechsel außerhalb des Tagesgeschäfts zu ermöglichen. RESPOSTEN.de ist die führende deutschsprachige Handelsplattform für Überhänge und Aktionswaren im Konsumgüterbereich.  
Die Veranstaltung ist unentgeltlich. Fragen zum Veranstaltungsformat und den Anmeldemöglichkeiten beantwortet GFW-Projektmanagerin Sabrina Hölscher, Düsseldorfer Straße 42 in 47051 Duisburg, Telefon: 0203 / 36 39 – 341, E-Mail: hoelscher@gfw-duisburg.de
Referent Stefan Grimm, Mitbegründer und Geschäftsführer der Großhandelsplattform RESTPOSTEN.de; Foto Urheber: Johannes Arlt, Nutzungsrechte: eTribes Connect GmbH

- Duisburg wichtiger Standort für die maritime Wirtschaft in Deutschland
- StraßenNRW kündigte 140 Großbaustellen an

Koordinator der Bundesregierung überzeugt sich von regionalem Know-how  
Duisburg, 13. März 2019 - „Politik für die maritime Wirtschaft hört nicht an der Küste auf, sondern sie muss die gesamte Logistikkette in ihre Betrachtung einbeziehen“, betonte Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK. Von der maritimen Infrastruktur und dem Know-how in Duisburg konnte sich der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann (MdB), überzeugen.

Am Mittwoch, 13. März, besuchte er Duisburgs Hafen und das Schifferberufskolleg Rhein auf Einladung der Niederrheinischen IHK. Duisburg ist mit seinem Hafen und zahlreichen Forschungs- und Bildungseinrichtungen für die Binnenschifffahrt ein Knotenpunkt der maritimen Wirtschaft. Aus diesem Grund warb die Niederrheinische IHK bei Norbert Brackmann dafür, die gesamten Nordseehäfen von Antwerpen bis Hamburg und ihre Hinterlandanbindungen stärker in die maritime Politik des Bundes einzubeziehen.
Die Themen in der Region Niederrhein seien ganz ähnlich zu denen an der Küste, so etwa die Digitalisierung der maritimen Transportkette, die Fachkräftesicherung und die Senkung der Schadstoffbelastungen. Auch 25 Unternehmer nahmen am Austausch mit Norbert Brackmann teil, der in der Bundesregierung zentraler Ansprechpartner für alle maritimen Teilbranchen wie Schifffahrt, Schiffbau, maritime Zulieferindustrie, maritime Technologien und Hafenwirtschaft ist.  
Brackmann versprach, dass Duisburg als Standort für das autonome Fahren in der Binnenschifffahrt eine zentrale Rolle spielen soll. „An dem Knotenpunkt Duisburg trifft alles zusammen, was für den Bereich Binnenschifffahrt von Bedeutung ist. Der Duisburger Hafen ist für mich ein Innovationsmotor, der für die Einführung neuer Technologien auch gute Testmöglichkeiten braucht“, sagte der Koordinator.

Von der Projektplanung in der Region zeigte er sich im Gespräch mit Vertretern der Universität Duisburg-Essen und des Entwicklungszentrums für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V. (DST) beeindruckt. IHK und DST hatten im vergangenen Jahr eine vielbeachtete Machbarkeitsstudie vorgelegt, die unter anderem die Einrichtung eines Testfelds in der Rhein-Ruhr-Region vorsieht.  
„Es wird ein gutes Signal gesetzt, wenn Land und Bund hier kooperieren und ein neues Testfeld im Duisburger Hafen anstreben. Ich begrüße die NRW-Initiative, ein Kompetenznetzwerk für autonomes Fahren in der Binnenschifffahrt zu errichten, sehr. Das Thema Autonomie hat eine hohe Eigendynamik entwickelt. Als Maritimer Koordinator der Bundesregierung ist es mir ein besonderes Anliegen, die Ideen soweit wie erforderlich zu vernetzen, um den bestmöglichen Nutzen für die Branche und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erzielen“, führte Brackmann weiter fort.  
Zum Abschluss des Besuchs konnte sich Brackmann einen Eindruck von der Größe und wirtschaftlichen Bedeutung des größten Binnenhafens der Welt in Duisburg verschaffen. Bei einer Fahrt mit dem Konferenzschiff der Duisburger Hafen AG diskutierte er in Anwesenheit mehrerer Landtagsabgeordneter und Branchenvertreter aktuelle Herausforderungen von Binnenschifffahrt und Hafenwirtschaft.  

Im Schifferberufskolleg Rhein konnte Brackmann seine Fähigkeiten als Binnenschiffsführer in Europas einzigartigem Flachwasserfahrsimulator testen. Foto: Niederrheinische IHK


Baustellenkonferenz: Straßen.NRW informiert Kommunen, Wirtschaft und Verkehrsunternehmen über geplante Maßnahmen
140 Großbaustellen plant Straßen.NRW in den kommenden zwei Jahren auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen. Das gab der Landesbetrieb heute bei der Baustellenkonferenz in Gelsenkirchen bekannt, zur der Vertreter von Kommunen, Wirtschaft, Verbänden und Verkehrsunternehmen eingeladen waren. Sie wurden über die geplanten großen Bauvorhaben informiert, um so Abstimmungen zu erleichtern und den Verkehrsfluss möglichst wenig zu belasten.
Darüber hinaus hält die im Herbst 2018 gegründete Straßen.NRW-Stabsstelle Baustellenkoordination dauerhaft Kontakt zu allen Beteiligten, um zeitliche und räumliche Konflikte zu vermeiden. Alle Informationen über Baustellen auf Straßen und Schienenstrecken werden in einer Datenbank gesammelt, in die auch Kommunen, Verkehrsbetriebe und die Deutsche Bahn Informationen zu ihren geplanten Bauprojekten einbringen.
Die Daten fließen auch in das Portal verkehr.nrw.de ein. 2018 gab es mehr als 330 Baustellen mit längerer Dauer sowie 22.000 Tagesbaustellen auf den Autobahnen. Dafür stand ein Rekordhaushalt von 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Infos: www.strassen.nrw.de idr


Herausforderungen der täglichen Mobilität
Wie können Fahrgäste jeden Alters Dienste und Produkte des öffentlichen Personenverkehrs nach ihren Bedürfnissen mitgestalten? Das Fraunhofer-Institut UMSICHT hat sich mit der Folkwang Universität der Künste im Rahmen des Projektes +SeniorDesignLab zusammengetan und ein Semesterprojekt im Bachelorstudiengang Industrial Design durchgeführt, welches sich genau mit dieser Frage beschäftigte.
Zum Symposium sind alle herzlich eingeladen, die von den Herausforderungen der täglichen Mobilität betroffen sind oder einfach Interesse daran haben, wie Erlebnisse und Produkte im ÖPNV gestaltet werden oder sich an der Gestaltung beteiligen wollen.

NRW präsentiert sich auf der Gewerbeimmobilienmesse MIPIM in Cannes

Acht NRW-Oberbürgermeister und ihre Zukunftsstrategien zu Immobilienwirtschaft und Stadtentwicklung

Cannes/Duisburg, 13. März 2019 – Unter dem Dach der Standortmarketingkampagne „Germany at its best: Nordrhein-Westfalen“ präsentieren sich NRW-Städte, Regionen und Immobilienunternehmen zum neunten Mal auf der internationalen Gewerbeimmobilienmesse MIPIM in Cannes.
Organisiert von der Landeswirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.INVEST sind die Städte Aachen, Bochum, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln, Mönchengladbach, Oberhausen, die Business Metropole Ruhr, die Metropolregion Rheinland sowie rund 30 Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft am NRW-Gemeinschaftsstand vertreten.
Auf dem Programm steht heute ein „Speed Dating“ zwischen acht Oberbürgermeistern aus dem Rheinland und der Metropole Ruhr sowie Vertretern der internationalen Presse. „Die NRW-Städte an Rhein und Ruhr präsentieren auf der MIPIM innovative Stadt- und Quartiersentwicklung im digitalen Zeitalter“, sagt Petra Wassner, Geschäftsführerin von NRW.INVEST. „Im Fokus stehen dabei insbesondere Smart-City-Projekte, der Wohnungsbau und die Umnutzung von Flächen.“
Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf betont: „Städtische Flächen sind ein knappes Gut. Wir entwickeln daher zahlreiche Grundstücke mit dem Ziel, die Ansprüche an Wohnen, Freizeit- und Grünflächen sowie Gewerbe im städtischen Raum unter einen Hut zu bringen. Städtische Verdichtung und Lebensqualität sind dabei kein Widerspruch: Die Menschen leben gern in urbanen Quartieren.“

Auf das Thema Wohnen fokussieren sich alle Städte ganz besonders. Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, berichtet: „Mit der Wohnungswirtschaft besteht grundlegende Übereinstimmung, dass Wohnungsbau – und dabei der bezahlbare Wohnraum – höchste Priorität haben muss.“
An die Immobilienwirtschaft appelliert sie: „Ich erwarte von Investorenseite ein gesundes Maß an sozialer Verantwortung bei der Projektausgestaltung im Wohnungsbau. Der Fokus darf nicht nur auf Renditemaximierung liegen, sondern muss vor allem Wert auf lebendige Quartiers-Durchmischung legen. Ergänzend sollen intelligente Mobilitätskonzepte und Klimaschutzaspekte Bestandteil jeder Projektentwicklung sein.“
Einen Schwerpunkt auf Wohnungsbau setzt auch die Stadt Bochum. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch sagt: „Die Stadt Bochum verfolgt das strategische Ziel, jedes Jahr 800 neue Wohnungen zu schaffen. Für Bochum ist dieses Ziel ehrgeizig und soll den Wachstumskurs unterstützen.“
Eiskirch wünscht sich „ein Engagement für die Realisierung von neuen Wohnformen mit vernetzten Mobilitätslösungen vor Ort“. Dazu gehöre es auch, die „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ auszubauen.

Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, unterstreicht: „Wir wollen das Wachstum vergangener Jahre von ca. 1.500 Wohnungen pro Jahr festigen und noch weiter aufstocken auf ca. 2.000 Wohneinheiten pro Jahr. Wir haben die Flächen, die Geschwindigkeit in den Planverfahren und eine gute Kooperationskultur mit der Immobilienwirtschaft und insbesondere den Wohnungsunternehmen. Dabei haben wir den nötigen qualitativen Mut – siehe PHOENIX-See – und die früheste Form von Nachhaltigkeit: nämlich westfälische Dickschädeligkeit“.

Auch Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, erhofft sich „von der Immobilienwirtschaft viel mehr neue und innovative Ansätze“. Bonn ist Standort bedeutender UN-Organisationen. Als Präsident des internationalen Städtenetzwerks ICLEI Local Governments for Sustainability, das 1990 zum Abschluss des ersten Weltkongresses der Kommunen für nachhaltige Entwicklung in New York gegründet wurde und seinen Sitz in Bonn hat, setzt sich Sridharan „für eine weltumspannende Zusammenarbeit für Nachhaltigkeit“ ein.

Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, verweist darauf, dass es „seit August 2018 den Green City Plan für Duisburg gibt, der Aspekte von Digitalisierung und Nachhaltigkeit vereint. Ein Herzensanliegen ist mir außerdem die Teilnahme an den jährlichen Investorenrundreisen, bei denen wir aktuelle Projekte einem Kreis ausgewählter Investoren vorstellen. Die Resonanz darauf kann sich sehen lassen; der ein oder andere Branchenakteur hat Duisburg dabei für sich entdeckt.“

„Stadtentwicklung kann nur erfolgreich sein, wenn alle Akteure gemeinsam und auf Augenhöhe zusammenarbeiten“, betont Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen. Er richtet das Augenmerk auf die Dynamik: „Stadtentwicklung ist ein stetiger Prozess, der sich den verändernden Anforderungen von Bürgerinnen und Bürger und auch von Unternehmen anpassen muss und von der Digitalisierung noch schneller vorangetrieben wird. „Ziel sollte es deshalb sein, bereits bei der Festlegung des Anforderungsprofils alle relevanten Akteure zu beteiligen.“

So verfährt auch die Stadt Mönchengladbach. „Unternehmer und Vertreter der Immobilienwirtschaft initiierten 2010 einen Masterplan für Mönchengladbach, der vom weltbekannten Architekten Sir Nicholas Grimshaw umgesetzt wurde. Darauf aufbauend wurde 2016 die Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt entwickelt“, erklärt Hans Wilhelm Reiners, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach. „Mit der Reaktivierung von Brachflächen, Flächenumnutzungen, der Entwicklung neuer Wohngebiete und Wettbewerbsverfahren zur Qualitätssicherung machen wir Mönchengladbach zukunftsfähig.“

Die Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Ullrich Sierau, Sören Link, Thomas Kufen und Dr. Frank Dudda im Presse-Gespräch (v.l.n.r.) ; Urheber: Ralf Meurer; Nutzungsrechte: GFW Duisburg

Wachstumsregion Metropole Ruhr auf Immobilienmesse MIPIM

Cannes/Essen/Duisburg, 12. März 2019 - „Die Metropole Ruhr ist bei Investoren endgültig aus dem Schatten des Rheinlands getreten. Die Präsenz von sechs Städten und ihren Oberhäuptern auf der MIPIM sowie ein Investitionsvolumen von zuletzt 3,5 Mrd. Euro zeigen: wir sind in der Lage, unsere Erfolgsgeschichte fortzuschreiben“, sagte Rasmus C. Beck, Geschäftsführer (Vorsitzender) der Business Metropole Ruhr GmbH (BMR).

Ein Zentrum für Wohnen und Gewerbe auf 1700 Hektar mitten in Deutschlands größtem Ballungsraum, ein neues urbanes Quartier für Gründer an Europas größtem Kanalhafen sowie Arbeiten und Leben auf 60 Hektar an bester Wasserlage. Diese und weitere spannende Projekte präsentieren die Oberbürgermeister der Städte Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen und Herne sowie die Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung gemeinsam vom 12. bis 16. März auf der internationalen Immobilienmesse MIPIM in Cannes. Die BMR hat den Gemeinschaftsauftritt der Metropole Ruhr in Cannes organisiert.


Räume für Industrie und Handel

Bochum zum Beispiel bietet die derzeit größte zusammen-hängende innerstädtische Vermarktungsfläche in der Metropole Ruhr. Auf 45,5 Hektar entstehen Räume für Industrie, Handel, Gewerbe und Dienstleistungen. „Mark 51/7 bietet Unternehmen vor allem im Bereich des TechnologieCampus entlang der Wittener Straße und rund um das geplante O-Werk die Nähe zu moderner Forschung und Lehre und die Möglichkeit, sich mit der Wissenschaft permanent auszutauschen und wechselseitig zu fruchten“, sagt Oberbürgermeister Thomas Eiskirch.

 

In Dortmund entstehen im Norden der Stadt neue Quartiere, die dem wachsenden Wissens- und Gründerstandort neue Perspektiven bieten. Für Oberbürgermeister Ullrich Sierau ist es die logische Fortführung der langfristig angelegten Stadtplanungsstrategie: "Der Erfolg des Dortmunder Modells mit dem erfolgreichsten Technologiepark Europas liegt darin, dass wir seit den 1980ern Technologie, Flächen, Wissenschaft, Unternehmen und Neue Arbeit für alle schon immer als zu bearbeitende Einheit verstanden haben. Unsere neuen Innovationsquartiere di-port und „Emscher Nordwärts" kann man also als Start-up-Center sehen und als Technologiezentren für Energie und Digitalisierung. Sie sind Gewerbeparks für cross-sektorale urbane Produktion. Die Wahrheit ist: Alles trifft zu."

Ein komplett neuer Stadtteil entsteht in Duisburg an der südlichen Stadtgrenze zu Düsseldorf. 6-Seen-Wedau soll auf 60 Hektar in naher Zukunft Arbeiten und Leben in bester Wasserlage und unmittelbarer Nähe zur Universität ermöglichen. „6-Seen-Wedau ist ein einzigartiges Projekt mit einer Strahlkraft, die weit über die Stadtgrenzen hinausgeht. Hier entsteht ein komplett neuer Stadtteil und damit zugleich guter, bezahlbarer Wohnraum für viele junge Familien. Wir sind sehr stolz auf dieses Leuchtturmprojekt und über die Meilensteine, die wir in den letzten Monaten gemeinsam mit unseren Partnern auf den Weg gebracht haben“, ist Oberbürgermeister Sören Link überzeugt.  

 

1700 Hektar Freiheit

Gleich drei neue Quartiere werden derzeit in Essen geplant. Mit Freiheit Emscher nimmt sich Oberbürgermeister Thomas Kufen gemeinsam mit Bottrop und der RAG Montan Immobilien vor, 1700 Hektar zu einem neuen Zentrum für Wohnen und Gewerbe zu entwickeln: „Als zukunftsfähige Großstadt im Herzen Europas ist Essen ein hervorragender Wirtschaftsstandort. Daran arbeiten sowohl die großen Konzerne als auch ein starker Mittelstand, immer mehr Start-ups und eine lebendige Hochschulszene. Essen ist eine Stadt im Wandel. Deutliche Zeichen für diese Wandlungsfähigkeit sind auch neue Quartiere und Bauvorhaben. Die Projekte „Essen 51.“, „Freiheit Emscher“ und das „Literatur Quartier“ sind hervorragende Beispiele dafür."

 

Herne wirbt in Cannes vor allem mit der Revitalisierung des ehemaligen Bergwerks General Blumenthal 11. Auf insgesamt 81 Hektar in zentraler Lage stehen bis zu 15 Hektar für Gewerbeansiedlungen zur Verfügung: „Bei der Fläche handelt es sich um die größte zusammenhängende Flächenreserve in Herne. Mitten in der Stadt, mitten im Ruhrgebiet sind vielfältige zukunftsorientierte Nutzungen denkbar“, sagt Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda.

 

Oberhausen stellt die Potenzialflächen für Investoren in und rund um die Neue Mitte vor, einem der größten Einkaufs- und Entertainmentzentren Europas, das jährlich 23 Millionen Besucher und Touristen anzieht. „Der Markt in der Metropole Ruhr hat sich zu einem dynamischen und expansiven Investitionsfeld entwickelt, von dem auch Oberhausen profitiert. Ein gutes Klima für Innovationen und Investitionen", stellt Frank Lichtenheld fest, Geschäftsführer der OWT Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung GmbH.

Mehr Informationen unter: www.invest.ruhr

- Heineken Deutschland engagiert Bohnen Logistik
- RWI korrigiert Wirtschaftsprognose nach unten  

Duisburg, 11. März 2019 - Der zur duisport-Gruppe gehörende Kontraktlogistikdienstleister Bohnen Logistik betreibt ab dem 1. März 2019 für die Heineken Deutschland GmbH ein modernes Zentrallager für Bier- und Weinerzeugnisse im westfälischen Werne. 

„Der Logistikmarkt wird komplexer und stellt auch uns vor neue Herausforderungen. Umso mehr freuen wir uns mit Bohnen Logistik einen Partner gefunden zu haben, der uns in unseren Vorhaben optimal unterstützt, nachhaltig in Deutschland zu wachsen.“, Anton Relyovski, Supply Chain Direktor bei Heineken Deutschland. 

Bohnen Logistik hat gemeinsam mit Heineken Deutschland das Logistikkonzept entwickelt und hiermit eine zukunftsfähige und nachhaltige Lösung für Heineken Deutschland geschaffen. Neben der Produktionsentsorgung der Heineken-Brauereien mit dem eigenen Fuhrpark, übernimmt Bohnen Logistik im 15.000 Quadratmeter großen deutschen Zentrallager die Lagerung und Kommissionierung sowie die Auslieferung von mehreren hundert Artikeln Fass- und Kistenware für Heineken Deutschland.  

„Bohnen Logistik ist seit Jahrzehnten ein erfahrener Logistikdienstleister in der Getränkebranche. Wir sind stolz darauf, dass unser Unternehmen nun bundesweit die Logistik für die deutsche Tochtergesellschaft des europaweit größten Bierbrauers Heineken übernimmt“, so duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake.

RWI korrigiert Wirtschaftsprognose nach unten
Die deutsche Konjunktur verliert an Stärke. Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung senkt seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum für dieses Jahr auf 0,9 Prozent. Im Dezember waren die Essener Experten noch von 1,4 Prozent ausgegangen. Für 2020 prognostizieren sie wegen der höheren Zahl von Arbeitstagen ein Wachstum von 1,5 Prozent (zuvor: 1,6 Prozent). Anzeichen für eine Rezession gebe es nicht.
Die Arbeitslosenquote dürfte weiter auf 4,8 Prozent in diesem und 4,6 Prozent im kommenden Jahr zurückgehen, so das RWI. Die Inflationsrate sehen die Wissenschaftler bei moderaten 1,4 Prozent in diesem und 1,6 Prozent im kommenden Jahr. Die öffentlichen Haushalte werden 2019 und 2020 voraussichtlich Überschüsse von gut 36 bzw. knapp 30 Milliarden Euro erzielen. idr

4,6 Prozent weniger Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens
Im Jahr 2018 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 26 817 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Schlagworte: Nachricht: Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2018 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 26 817 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie das Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 4,6 Prozent weniger als 2017 (damals: 28 109 Fälle).
Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen (d. h. alle Forderungen, die von den Gläubigern bei den Amtsgerichten angemeldet und IT.NRW bis zum Zeitpunkt der Statistikerstellung übermittelt wurden) summierte sich 2018 auf 4,7 Milliarden Euro und lag damit um 43,0 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis (8,3 Milliarden Euro).
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen (einschl. Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe) ging gegenüber 2017 (damals: 5 892) um 5,4 Prozent zurück. Im Jahr 2018 stellten mit 5 575 so wenig Unternehmen einen Antrag auf Insolvenzeröffnung wie seit 2001 (damals: 6 574) nicht mehr. In 4 038 Fällen wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet; in 1 537 Fällen wurde eine Eröffnung mangels Masse abgewiesen. Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich im Jahr 2018 auf 3,2 Milliarden Euro und waren damit halb so hoch, wie ein Jahr zuvor (damals: 6,7 Milliarden Euro).
Zum Zeitpunkt der Antragstellung waren 23 381 Arbeitnehmer von Unternehmensinsolvenzen betroffen; das waren 32,4 Prozent weniger als im Jahr 2017 (damals: 34 576 Arbeitnehmer). Neben den Unternehmen beantragten im letzten Jahr 21 242 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei handelte es sich in 17 382 Fällen um Verbraucherinsolvenzen; das waren 4,3 Prozent weniger als 2017 (damals: 18 167). Die übrigen 3 860 Fälle betrafen Nachlässe, Gesamtgut, natürliche Personen als Gesellschafter sowie ehemals selbstständig tätige Personen.

- Der Pitch im Pott - Eine Bühne für Start-ups
- Tagung „Sicherheit in Bildungseinrichtungen“

Ruhrpitch am 14. März  

Duisburg, 06. März 2019 - Innovative Ideen gibt es nur im Silicon Valley und in Deutschland vielleicht noch in Berlin? Falsch gedacht.

Der Niederrhein und das Ruhrgebiet können mehr als nur „klassische Industrie“. Dass hier auch die „Digital Natives“ zuhause sind, können die Teilnehmer beim ruhrpitch am 14. März beweisen. Bei der Veranstaltung der Wirtschaftsjunioren Duisburg und Essen können sich Start-ups mit ihren innovativen Ideen vor Publikum beweisen und überzeugen.

 

Ein guter Pitch ist die Grundlage, um im späteren Geschäftsleben Mitgründer, Investoren oder Kunden zu überzeugen. Und dafür bleibt oftmals nur eine Chance. Der ruhrpitch bietet eine Bühne für acht Gründer, um ihren Pitch unter realen Bedingungen zu üben. Die Geschäftsidee, die Publikum und Expertenjury überzeugt, wird nicht nur ausgezeichnet - der beste Pitch erhält ein individuell angepasstes Beratungspaket der Wirtschaftsjunioren. Neben der Erfahrung und dem Feedback unserer Expertenjury können die Teilnehmer wertvolle Kontakte zu unseren Mentoren, anderen Gründern, Unternehmern und Investoren knüpfen.

 

Der ruhrpitch findet am 14. März um 18 Uhr im Haus der Unternehmer auf der Düsseldorfer Landstraße 7 in Duisburg statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Weitere Veranstaltungsdetails sowie Ticketanmeldung bis zum 8. März 2019 sind auf der Seite www.ruhrpitch.de abrufbar.

Tagung „Sicherheit in Bildungseinrichtungen“ unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Sören Link
Für die Tagung „Sicherheit in Bildungseinrichtungen“ der Deutschen Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) am 28. März 2019 in Duisburg hat der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link, die Schirmherrschaft übernommen. Zur Tagung treffen sich Mitarbeiter von Landkreisen, Städten und Gemeinden, Fachplaner und Hersteller von Sicherheitstechnik sowie Krisenpräventionskräfte von Polizei und Feuerwehr und diskutieren praxiserprobte Strategien für den Schutz von Menschen in Bildungseinrichtungen und Schulen.

Die Stadt Duisburg ist für die Sicherheit an rund 170 Schulen, zwei Universitäten und weiteren Bildungseinrichtungen verantwortlich. Deswegen muss sie sich auch mit solchen Szenarien auseinandersetzen, die über die Vermeidung von Unfällen im Sportunterricht, dem richtigen Umgang mit Gefahrstoffen im Chemieraum oder der Mindesthöhe von Treppengeländern hinausgehen. Gefahrensituationen wie Brände oder Krisenlagen erfordern ein Notfallmanagement, das in Planung und Durchführung passgenau auf die besonderen Eigenheiten der Bildungseinrichtung abgestimmt ist.

Bereits im Jahre 2003 wurde hierzu bei der Stadt Duisburg ein multidisziplinäres Krisenpräventionsteam installiert, in dem neben Einrichtungen des Schulträgers wie das Amt für Schulische Bildung oder das Jugendamt auch das Schulamt und das Kommissariat Vorbeugung der Polizei eingebunden sind. „Angesichts der zahlreichen Facetten möglicher Gefahrenprävention, aber auch zur schnellen und richtigen Reaktion im eingetretenen Krisenfall, sind alle Verantwortlichen gut beraten, sich stets auf dem Laufenden zu halten und Fortbildungsangebote oder Beratungsmöglichkeiten zu nutzen“, betont Link.

Die Tagung wird durch eine Fachausstellung mit Sicherheitstechnik wie Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systeme (NGRS), Intercom-Systeme, Sprachalarmanlagen (SAA) und elektronische Zutrittslösungen begleitet. Exponate können vor Ort getestet werden. Experten von Management, Forschung, Entwicklung und Vertrieb stehen für Fragen zur Verfügung. Beim Kommunikationsabend am Vortag haben die Teilnehmer Gelegenheit, mit Referenten und Experten der Aussteller persönlich in den Dialog zu treten und fachliche Fragen zu diskutieren.
Die Teilnahmegebühr für die Tagung Sicherheit in Bildungseinrichtungen beträgt 180 Euro zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer. Die Anmeldung und das Programm zur Tagung kann über die Website www.sicherheit-in-bildungseinrichtungen.de heruntergeladen werden.
Die Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) setzt sich branchenübergreifend für Unternehmen in Deutschland ein, veröffentlicht neutrale Fachinformationen und bietet bundesweit Seminare zu Normen, Richtlinien und Vorschriften für die berufliche Weiterbildung an. Die DGWZ hat ihren Sitz in Bad Homburg und wurde 2013 gegründet.


Stadtfenster - Foto krischerfotografie

 

Grundstücksmarkt in der Stadt Duisburg

Duisburg, 01. März 2019 - Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Duisburg hat in seiner Jahressitzung am 27.02.2019 Bodenrichtwerte und für die Wertermittlung erforderliche Daten zum Stichtag 01.01.2019 als Übersicht über den Grundstücksmarkt in der Stadt Duisburg ermittelt. Grundlage bilden die ausgewerteten Grundstückskaufverträge des Zeitraums 01.01. bis 31.12.2018 aus der gemäß § 195 Baugesetzbuch geführten Kaufpreissammlung.  

Der Duisburger Immobilienmarkt folgt dem Trend einer allgemein steigenden Nachfrage und Preisentwicklung Der Geldumsatz über alle in Duisburg getätigten Immobilienverkäufe mit einer Milliarde Euro und die Anzahl von rd. 4000 ausgewerteten Kaufverträgen lagen wieder auf dem hohen Niveau des Vorjahres.   Ein Blick auf die Teilmärkte zeigt, dass die Entwicklungen gegenüber dem Vorjahr nicht überall in die gleiche Richtung zeigten:
-          Kaufverträge über unbebaute Grundstücke: In diesem Marktsegment wurden mit 72 Kauffällen wieder mehr Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke registriert. Bei den gewerblich nutzbaren Grundstücken lag die Anzahl der verkauften Objekte mit 19 deutlich über dem Niveau des Vorjahres.
-        Kaufverträge über bebaute Grundstücke: Dieser Teilmarkt ist hinsichtlich der Anzahl der Kaufverträge im Vergleich zum Vorjahr mit rd. - 8 % leicht rückläufig. Im Stadtgebiet zeichnete sich für bebaute Grundstücke insgesamt eine steigende Preisentwicklung ab. Dies betrifft sowohl Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser als auch Renditeobjekte. So liegt der Durchschnittspreis für neuerstellte Ein- und Zweifamilienhäuser in den Stadtbezirken Mitte und Süd mit rd. 421.000 Euro rd. 20 % höher als im Vorjahr. Eine Untersuchung der Käuferströme zeigt einen wachsenden Einfluss Düsseldorfer Kaufinteressenten auf dem Duisburger Immobilienmarkt.
- Kaufverträge über Wohnungseigentume, Wohnungserbbaurechte und Teileigentum: In diesem Bereich stieg die Anzahl der Verträge um rd. 8 % gegenüber dem Vorjahr, gleichzeitig stieg der Geldumsatz auf 168,5 Mio. Euro (+ 19 %). Die gestiegene Nachfrage zeigt sich auch in einer steigenden Preisentwicklung im Bereich der gebrauchten Eigentumswohnungen (Weiterverkäufe) mit einem Plus von rd. 11 %.    

BODENRICHTWERTE UND GRUNDSTÜCKSMARKTDATEN 2018
Die in Duisburg gezahlten Durchschnittspreise für unbebautes, baureifes Land wurden zum Stichtag 01.01.2019 als sogenannte zonale Bodenrichtwerte fortgeschrieben. Diese Bodenrichtwerte sind entsprechend § 196 BauGB in Richtwertzonen abzubilden, die jeweils Gebiete umfassen, die nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmende Merkmale aufweisen.
Die Bodenrichtwerte wurden auf Basis der bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses geführten Kaufpreissammlung einer detaillierten Analyse unterzogen und hinsichtlich ihrer Abgrenzung, der wertbestimmenden Merkmale sowie dem Wert zum Stichtag untersucht.
Zum Stichtag 01.01.2019 wurden 52 Bodenrichtwerte für Wohngebiete mit Zuschlägen von in der Regel 5 bis 40 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche angepasst, weitere Bodenrichtwerte wurden in ihrem Wert bestätigt. Eine einheitliche konjunkturelle Wertentwicklung konnte nicht festgestellt werden, so dass die überwiegende Anzahl der Bodenrichtwerte fortgeschrieben wurde. Für Gewerbe- und Industrieflächen wurden positive Preisentwicklungen registriert.

Entsprechend wurden die Richtwerte für Gewerbe und Industriegebiete im Stadtgebiet zum Stichtag 01.01.2019 mit Zuschlägen in der Regel von 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche angepasst. Eine steigende Preisentwicklung konnte auch bei Ackerlandflächen verzeichnet werden. Für das Stadtgebiet wurde der Bodenrichtwert für Ackerlandflächen (ohne Grünlandflächen) auf 6,00 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche angehoben. Die Bodenrichtwerte stehen kostenfrei im zentralen Informationssystem der Gutachterausschüsse und des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen unter
www.BORISplus.nrw.de zur Verfügung.

Unter der Internetadresse kann auch der Grundstücksmarktbericht, der einen umfassenden Überblick über den Grundstücksmarkt in Duisburg gibt, voraussichtlich ab Ende März 2019 kostenfrei abgerufen werden. Neben den aktuellen Daten können unter der Internetadresse auch alle Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktberichte ab dem Jahr 2011 kostenfrei abgerufen werden.    

Eigentümer unterstützen, Potenziale der Gebäudeaufstockung nutzen

Berlin/Duisburg, 27. Februar 2019 - Das enorme Potenzial der Wohnraumschaffung durch Gebäudeaufstockung kann nur genutzt werden, wenn die Rahmenbedingungen für Eigentümer deutlich verbessert werden. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland anlässlich der heutigen Veröffentlichung der Deutschland-Studie 2019 hin. „Notwendig sind zum einen Weiterentwicklungen im Bau- und Planungsrecht“, betonte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke in Berlin.

Er erläuterte, dass Gebäudeeigentümer im Vorfeld einen hohen Planungsaufwand einbringen müssen, um das individuelle Potenzial erkennen zu können. „Hier brauchen sie ein hohes Maß an Beratung. Das sollte gefördert werden.“

Die Deutschland-Studie 2019 „Wohnraum-Potenziale in urbanen Lagen – Aufstockung und Umnutzung von Nicht-Wohngebäuden“ wurde von der TU Darmstadt und dem Pestel-Institut unter Beteiligung von Haus & Grund Deutschland und zahlreichen weiteren Branchenverbänden erstellt. Sie belegt, dass durch Aufstockung von Wohn- und Nichtwohngebäuden 2,3 bis 2,7 Millionen Wohneinheiten geschaffen werden könnten.  » Kurzfassung der Studie

Leistungswandel als Chance

thyssenkrupp Steel erprobt mit Partner im Projekt „TErrA“ neue Wege der überbetrieblichen Zusammenarbeit

 

Duisburg, 22. Februar 2019 - Die gleiche Arbeit von der Ausbildung bis zur Rente: Wenn die körperliche Belastung hoch ist oder sich Anforderungen an Qualifikationen – Stichwort Digitalisierung – wandeln, geht die Vorstellung von der lebenslangen Beschäftigung im einmal gewählten Beruf nicht immer auf: „Leistungswandlung muss aber nicht gleichbedeutend mit Leistungsausfall sein“, erklärt Dr. Veit Echterhoff, Leiter Human Resources Center bei thyssenkrupp Steel. „Kann ein Mitarbeiter seine bisherige Tätigkeit, beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen, nicht mehr ausführen, dann bedeutet das keinesfalls automatisch den Verlust seiner Arbeitsfähigkeit oder seiner fachlichen Kompetenz.“

 

Prävention als Schlüssel zur erfolgreichen Veränderung

Stichwort Leistungswandel: Wie Unternehmen diese Herausforderung erfolgreich meistern können, war Thema des Forschungsprojekts „TErrA – Tätigkeitswechsel zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit in regionalen Netzwerken“, dessen Ergebnisse nun in Dortmund vorgestellt wurden. Auch thyssenkrupp Steel hatte daran teilgenommen und seine Erfahrungen eingebracht: Bausteine wie Gesundheitsmaßnahmen, Inklusionsprojekte und Programme zur beruflichen Weiterentwicklung zielen bereits heute darauf ab, die Beschäftigten präventiv zu unterstützen. „Aus diesem Grund bestärken wir die Beschäftigten darin, uns ihre Probleme frühzeitig mitzuteilen“, erläutert Veit Echterhoff. Wird es absehbar, dass eine Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann, muss man gemeinsam eine Alternative finden. Dazu hat thyssenkrupp Steel mit dem unternehmenseigenen Fachbereich Inklusion ein breit aufgestelltes Netzwerk aus internen und externen Experten, die auf jeden Einzelfall individuell eingehen können. Demographie-Managerin Dr. Carolin Eitner ergänzt: „Mitarbeiter, Personalwesen, Mitbestimmung und Führungskräfte suchen gemeinsam nach einer guten Lösung, um den Erwerbsverlauf positiv zu gestalten. So finden die Beschäftigten eine passende neue Aufgabe und das Unternehmen bewahrt Fachwissen und Arbeitskraft.“

 

Kooperation statt Konkurrenz: Betriebsübergreifendes Netzwerk schafft neue Möglichkeiten

Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen mit einer begrenzten Anzahl von Arbeitsplätzen kann es aber allein aufgrund der Größe schwierig werden, die eigenen Mitarbeiter intern an einem anderen Platz einzusetzen. An dieser Stelle setzt TErrA an: Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, hatten Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft unter Leitung des Bundesverbandes Deutscher Berufsförderungswerke drei Jahre lang zusammengearbeitet und erprobten die Idee eines überbetrieblichen Wechsels im Zusammenspiel von Unternehmen unterschiedlicher Größe.

Als Praxispartner teilten thyssenkrupp Steel und Entsorgung Dortmund EDG GmbH dabei ihr Praxiswissen. Kern von TErrA ist ein umfassender Beratungsprozess für Unternehmen und Beschäftigte mit Fokus auf Tätigkeiten mit begrenzter Tätigkeitsdauer. Ein präventiver Tätigkeitswechsel über eigene Unternehmensgrenzen hinweg würde dabei vor allem für kleine und mittelständische Betriebe enorme Chancen bergen, so das einhellige Resümee. Catharina Schlaffke, Leiterin Inklusion und berufliche Rehabilitation bei thyssenkrupp Steel: „Intern sind wir bereits sehr gut aufgestellt. Aber der Austausch im Netzwerk ist ein spannender Ansatz, der es wert ist, weiterverfolgt zu werden: TErrA denkt in eine völlig neue Richtung mit enormen sozialen und strukturellen Innovationen. In dieser Idee steckt immenses Potenzial für die Zukunft, insbesondere für KMUs.“

 

Das Zukunftsweisende an TErrA: „Der Fokus auf den präventiven Erwerbsverlauf ist ein zukunftsweisender Ansatz. Keiner bleibt auf der Strecke – weder die Beschäftigten, die ihre Arbeit nicht mehr ausüben können, noch die Unternehmen und Betriebe, die Know-how und Leistungskraft erhalten“, sind sich Catharina Schlaffke und Veit Echterhoff einig. Und so, das war das Credo der Abschlussveranstaltung in Dortmund, sollte an den Rahmenbedingungen gearbeitet werden, um die Voraussetzungen für einen überbetrieblichen Wechsel zu schaffen. Ein Fazit, das man zur im März anstehenden Abschlussveranstaltung nach Berlin mitnehmen will.

Leistungswandlung heißt nicht zwingend Leistungsausfall: Im Rahmen des TErrA-Forschungsprojektes suchen Mitarbeiter, Personalwesen und Führungskräfte gemeinsam nach Alternativen, wenn der ursprüngliche Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Eine berufliche Weiterentwicklung und Einbindung in eine passende neue Tätigkeit kann eine mögliche Lösung sein.  

Kleine und mittelständische Unternehmen haben es aufgrund der begrenzten Anzahl von Arbeitsplätzen schwer, die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an anderer Stelle einzusetzen. In dem Netzwerk an Unternehmen, das durch TErrA entstanden ist, besteht deshalb die Möglichkeit eines überbetrieblichen Wechsels, zum Beispiel in den Stahlbereich von thyssenkrupp.  

 

Sozialwirtschaft in Duisburg – ein unterschätzter Wirtschaftsfaktor

Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg vernetzt Akteure eines wachsenden Wirtschaftszweiges    
Duisburg, 20. Februar 2019 -  Gesamtwirtschaftlich betrachtet, ist die Sozialwirtschaft in den letzten Jahren immer bedeutsamer geworden. Der Begriff umfasst dabei die unterschiedlichen Träger von Kindergärten, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser oder auch Altenheimen. Die Gründe für den Boom der Branche sind vielfältig: Sie hat deutlich an Arbeitsplätzen und Wirtschaftsleistung gewonnen. Auch gesellschaftspolitisch ist die Sozialwirtschaft im Fokus, wird die Bevölkerung hierzulande doch immer älter.  

„Jetzt war es an der Zeit, einen Branchentreff der Sozialwirtschaft in Duisburg ins Leben zu rufen und die wesentlichen Akteure an einen Tisch zu holen, um Wissen und Erfahrung auszutauschen und gemeinsame Aktivitäten auszuloten“, so Andree Haack, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg und GFW-Mitgeschäftsführer. Auch Ralf Meurer, GFW-Geschäftsführer, kann dem nur beipflichten: „Bereits in 2015 machte die Branche 7,7 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung in Deutschland aus. Tendenz steigend. Alleine in Duisburg sind es schätzungsweise bis zu 30.000 Beschäftigte, die im Bereich der caritativen Verbünde arbeiten. Das ist ein bedeutsamer Markt.“   

Die GFW-Geschäftsführer wollen mit dem Branchentreff, der gestern erstmals stattgefunden hat, dazu beitragen, dass die Sozialwirtschaft als ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Stadt begriffen wird. Bisher habe sich die Branche bei wirtschaftlichen Themen eher bedeckt gehalten, aber das wolle man nun ändern. Anknüpfungspunkte gebe es dafür zahlreiche: vom Fachkräftemangel über die Digitalisierung bis hin zur Flächenknappheit. Darüber hinaus ist eine Einbindung der Vertreter der Sozialwirtschaft in die Netzwerkveranstaltungen der GFW Duisburg, beispielsweise dem Mittelstands-Forum, geplant und bei diesen auf großes Interesse gestoßen.

Zu den Teilnehmern der „ersten Stunde“ gehören unter anderen Repräsentanten des Evangelischen Christophoruswerks e.V., des Diakonischen Werks Duisburg, des Caritasverbands Duisburg e.V. und der AWOcura gGmbH. Künftig sollen die Treffen verstetigt werden, damit die Branchenakteure untereinander, aber auch im Zusammenspiel mit Politik und Wirtschaft, ihre Interessen bestmöglich realisieren können. Der nächste Branchentreff ist für den Herbst 2019 geplant.   Tatsächlich sind in Deutschland rund 11 Prozent aller Erwerbstätigen in der Sozialwirtschaft beschäftigt.
„Auch in Duisburg steigt die Nachfrage nach Arbeitskräften, insbesondere in Gesundheits- und Pflegeberufen. Hier gilt es, abseits klassischer Pfade zu denken und ungewöhnliche Wege einzuschlagen, um akute Engpässe bei der Besetzung mit Pflegekräften zu vermeiden oder zumindest abzufedern“, weiß Meurer. Dies gilt umso mehr, als die Besetzung einer freien Stelle in der Altenpflege im Durchschnitt 170 Tage dauert, die einer Fachkrankenpflege sogar 194.
„Da hat sich ganz kräftig etwas verschoben und da müssen wir schauen, wo und wie Stadt und Wirtschaftsförderung effektiv unterstützen können, damit Duisburg weiterhin ein gutes Pflaster für die Sozialwirtschaft bleibt“, betont Haack.  

Die GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer und Andree Haack empfingen die Akteure der Duisburger Sozialwirtschaft zum Branchentreff; Urheberin: Annegret Angerhausen-Reuter; Nutzungsrechte: GFW Duisburg

Ford optimiert Paketlieferungen

Köln/Duisburg, 18. Februar 2019 - Ford testet zusammen mit dem britischen Paketzusteller Gnewt einen neuen Dienst für digitale Paketsendungen. Ziel ist die Reduzierung von Staus und Lieferzeiten - Eine cloudbasierte Software von Ford identifiziert optimale Fahrtwege und Haltepunkte. Vorgesehen ist künftig auch die Einbindung von Fahrradkurieren und Fußgängern auf den letzten Metern der Zustellung - Bei Gnewt handelt es sich um einen nachhaltigen Paketdienst, der bereits Auszeichnungen für emissionsfreie "Last-Mile"-Zustelldienste erhalten hat.

Ein neues "Warenhaus auf Rädern" wird derzeit in London getestet. Der Lieferservice hat das Potenzial, den städtischen Straßenverkehr zu entlasten, Emissionen zu reduzieren und die Lieferzeiten zu verbessern. Ford arbeitet jetzt mit dem britischen Paketzusteller Gnewt zusammen, um einen neuen Dienst für digitale Paketsendungen zu testen, der dazu beitragen soll, Staus zu reduzieren und Lieferungen zu beschleunigen.
Der neue Dienst soll eines Tages auch Fahrradkuriere und Fußgänger auf den letzten Metern der Zustellung einbinden. Ford hat eine cloudbasierte, multimodale Routing- und Logistiksoftware entwickelt, die während der Testphase den gesamten Lieferdienst vom Depot bis zur Haustür steuert. Die MoDe:Link genannte Software kann Unternehmen dabei helfen, ihre Logistikkette zu optimieren und die Auslastung der Transportfahrzeuge zu erhöhen. Zeit und Geld ließen sich einsparen, und die Kapazität ließe sich insgesamt sogar steigern.
Details:
https://www.youtube.com/watch?v=U7UJGCxNspo

Der Service könnte überdies die Akzeptanz der Kunden erhöhen, indem kürzere Zeitfenster für die Lieferung ermöglicht sowie die Kosten gesenkt werden könnten. Insgesamt könnten die Verbesserungen zu einer spürbaren Entlastung des Verkehrs in den Großstädten führen, speziell im Bereich der Straßenränder, wo die Transporter der Lieferdienste üblicherweise beladen und entladen werden.
"Unser Ziel ist es, den Einsatz von Lieferfahrzeugen in urbanen Räumen zu optimieren", sagte Tom Thompson, Project Lead, Ford Mobility. "Für die sogenannte letzte Meile der Zustellung, die aufgrund von Staus und Parkplatzmangel mitunter eine echte Herausforderung darstellen kann, ist es jedoch sinnvoll, Lieferungen auf flexiblere, effizientere und kostengünstigere Verkehrsmittel zu verlagern".

 


Deutscher Exportüberschuss im Jahr 2018: 228,3 Milliarden Euro
Im Jahr 2018 wurden von Deutschland Waren im Wert von 1 317,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 1 089,7 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, erreichte Deutschland damit einen Exportüberschuss von 228,3 Milliarden Euro. Im Jahr 2017 hatte der Ausfuhrüberschuss 247,9 Milliarden betragen. Der bisherige Rekordwert wurde im Jahr 2016 mit einem Exportüberschuss von 248,9 Milliarden Euro erreicht.

Ruhrwirtschaft kommt beim Regionalplan zu kurz
Duisburgs Flächen reichen nur noch für drei Jahre

Wirtschaftskammern fordern Nachbesserung

 

Duisburg, 15. Februar 2019 - Beim Entwurf des Regionalplans Ruhr kommen die Bedürfnisse der Wirtschaft zu kurz. Deshalb fordern die Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet zusammen mit den Handwerkskammern, dass der Regionalverband Ruhr (RVR) nachbessert. Dabei geht es vor allem um das knappe Gut an Gewerbeflächen. 

Für die wirtschaftliche Entwicklung der Metropole Ruhr ist das Angebot an Wirtschaftsflächen ein entscheidender Faktor. Gewerbe- und Industriegebiete sind Jobmotoren für die Region und damit Baustein für die Sicherung der Daseinsvorsorge. Nach Auffassung der Ruhr-IHKs und Handwerkskammern berücksichtigt dies der künftige Regionalplan nicht in ausreichendem Maße. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat nach langer Bearbeitungszeit den Entwurf offengelegt. Der Plan regelt, wo und wie viele Siedlungsflächen Städte und Gemeinden in den nächsten 20 Jahren zukünftig ausweisen dürfen.

 

Flächenmangel belastet Wirtschaft schon jetzt

Die gewerblichen Flächenbedarfe werden auf Basis der in der Vergangenheit in Anspruch genommenen Flächen für die Zukunft, also für die nächsten 20 Jahre, hochgerechnet. Danach müssen in der Region Ruhr rund 2.800 Hektar Wirtschaftsflächen ausgewiesen werden. Im neuen Regionalplan werden dagegen nur rund 2.000 Hektar für die Wirtschaft eingeplant, also 25 Prozent weniger als benötigt. Einige Städte – gerade die im Kern des Ruhrgebiets – können oftmals schon heute keine Flächen mehr anbieten. Entweder durch die topografische Situation, wie zum Beispiel im Ennepe-Ruhr-Kreis, oder aus Gründen des Naturschutzes.

 

Allerdings hat der Regionalverband Ruhr die Situation an vielen Stellen dadurch noch verschärft, dass heute ausgewiesene Wirtschaftsflächen einfach aus dem Plan gestrichen und zum Freiraum erklärt wurden. „Unternehmen, die an diesen Standorten angesiedelt sind, sind in ihrer weiteren Entwicklung eingeschränkt. Das kann unternehmerische Existenzen und damit Arbeitsplätze bedrohen und die Abwanderung von Betrieben befördern“, warnen Matthias Wulfert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, und Dr. Axel Fuhrmann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf.

 

Duisburg: Flächen reichen nur noch für drei Jahre

Besonders dramatisch ist die Situation in Duisburg. Von dem rechnerisch durch den RVR ermittelten Nettobedarf an gewerblichen Bauflächen in Höhe von 240 Hektar können 190 im Regionalplan nicht dargestellt werden, weil es im Stadtgebiet keinen Platz gibt. Bei einem aktuellen Gewerbeflächenverbrauch in Duisburg von etwa 30 Hektar pro Jahr werden die im Regionalplan dargestellten Flächen nur noch für etwa drei Jahre ausreichend sein. Bereits jetzt muss die Stadt Duisburg viele interessierte Unternehmen abweisen, diese Situation wird sich in Zukunft noch verschärfen. Das Argument, zunächst die vielen Industriebrachen zu entwickeln, geht an der Realität vorbei, da sie oftmals hochgradig belastet sind und kaum wirtschaftlich sinnvoll hergerichtet werden können. Zu den wenigen neu ausgewiesenen gewerblichen Bereichen gehört beispielsweise ein Areal zwischen der Theodor-Heuss-Straße und der Autobahn 42 in Neumühl.

 

Kooperationsstandorte in Kreis Wesel fragwürdig

Im Kreis Wesel sollen sechs im Kreisgebiet ausgewiesene Regionale Kooperationsstandorte den Bedarf nach größeren zusammenhängenden Gewerbe- und Industrieflächen abdecken. Dieses eigentlich sinnvolle Planungsinstrument wird aber durch die Festlegung einer in Anspruch zu nehmenden Mindestfläche in Höhe von 8 Hektar geschwächt. Unternehmen, die weniger Fläche benötigen, dürfen sich an einem Kooperationsstandort demnach nicht ansiedeln oder müssen Kooperationen mit anderen Firmen eingehen, um die notwendige Mindestgröße zu erreichen.

 

In Gesprächen mit den Wirtschaftskammern wurde überdies deutlich, dass in nahezu allen Städten und Gemeinden im Kreis Wesel die Nachfrage nach kleineren Gewerbegrundstücken nicht mehr bedient werden kann, weil entweder entsprechende Bereiche im Regionalplan nicht vorgesehen sind oder es keinen Zugriff auf solche Flächen gibt.

 

Ungeeignete Bereiche für Kies- und Sandindustrie

Dass der Entwurf des Regionalplanes den Bedarfen der Region in vielerlei Hinsicht nicht gerecht wird, zeigt sich auch beim Thema Rohstoffe. Die Kies- und Sandindustrie ist gerade am Niederrhein ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Unternehmen sind darauf angewiesen, dass ihnen langfristig Lagerstätten zum Rohstoffabbau zur Verfügung stehen. Im Regionalplan sind jedoch an mehreren Stellen Abbaubereiche dargestellt, die hinsichtlich ihrer Erschließung beziehungsweise räumlichen Lage weder den Ansprüchen der Unternehmen noch den örtlichen Interessen entsprechen. Besonders deutlich wird dies in Wesel, wo im Ortsteil Obrighoven ein neuer Bereich für Abgrabungen ausgewählt wurde, obwohl es in Ginderich im Anschluss an bereits bestehende Auskiesungsflächen besser geeignete Bereiche gäbe.

 

Diese und andere Aspekte des künftigen Regionalplanes haben die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern in der Region Ruhr zum Anlass genommen, um im Rahmen einer gemeinsam formulierten Stellungnahme an den RVR Nachbesserungen zu fordern. Kernpunkt der Forderungen ist es, den Belangen der Wirtschaft ein genauso hohes Gewicht beizumessen wie dem Freiraum- und Naturschutz. Über die formulierten Anregungen und Bedenken wird der RVR im weiteren Verfahren beraten.

Stabiler Containerumschlag und Wachstum beim Chinahandel

Duisburg, 13. Februar 2019 - Der Containerumschlag der Duisburger Hafen AG (duisport) ist 2018 mit 4,1 Mio. TEU auf dem Rekordniveau vom Vorjahr geblieben. Mit einem Anteil von rund 55 Prozent ist der Containerumschlag das wichtigste duisport-Gütersegment.
Der Gesamtgüterumschlag ging dagegen von 68,3 Mio. Tonnen auf 65,3 Mio. Tonnen zurück. Hauptursache war die extrem lange Niedrigwasserperiode, die zu einem circa zehnprozentigen Rückgang der Schüttladung geführt hat. Stabile Mengen im Mineralöl- und Chemiesektor, aber deutliche Rückgänge im Stahl kennzeichnen das abgelaufene Jahr. Der Kohleumschlag geht aufgrund der Energiewende weiter zurück.
Dagegen gewinnt das Chinageschäft weiterhin an Bedeutung. So verkehren heute bereits wöchentlich rund 35 bis 40 Züge zwischen duisport und einem Dutzend Destinationen in China. Durch Kooperationen mit chinesischen Partnern sowie Projekten entlang der Seidenstraße soll weiteres Wachstum generiert werden.


 Logport I in Duisburg-Rheinhausen - Copyright Hans Blossey

 

Hauptversammlung 2019: CECONOMY informiert über Transformation des Unternehmens

Düsseldorf/Duisburg, 13. Februar 2019 – Auf der heutigen Hauptversammlung der CECONOMY AG informieren Vorstand und Aufsichtsrat die Aktionäre über das erste vollständige Geschäftsjahr des Unternehmens nach der Spaltung. „Wir haben einige wichtige strukturelle und operative Fortschritte erzielt. So sind wir aus dem verlustreichen Russland-Geschäft ausgestiegen, haben den Verkauf unserer METRO-Beteiligung fest vereinbart und mit einer Kapitalerhöhung die Eigenkapitalsituation erfolgreich stabilisiert. 2017/18 war aber auch ein Geschäftsjahr, in dem wir viele Erwartungen nicht erfüllt haben. Das gilt insbesondere für unsere finanzielle Entwicklung“, sagt Dr. Bernhard Düttmann, Finanzvorstand der CECONOMY AG.

 

Wie bekannt hatte CECONOMY das Geschäftsjahr 2017/18 unterhalb der eigenen ursprünglichen Ergebnisprognose abgeschlossen. „Der deutliche Ergebnisrückgang mit einem Bilanzverlust in der CECONOMY AG beeinflusst unsere Dividendenfähigkeit oder besser die Grundlage für eine Ausschüttung für das vergangene Geschäftsjahr. Es gibt keine Basis für eine Ausschüttung“, sagt Dr. Bernhard Düttmann. „Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, die vorhandenen Mittel zu verwenden, um die Transformation des Unternehmens schnellstmöglich voranzutreiben.“

 

Nach der herausfordernden Entwicklung 2017/18 hatte CECONOMY Maßnahmen zur schnelleren und fokussierten Umsetzung der strategischen Initiativen definiert. Zukünftig will sich das Unternehmen noch stärker als bisher auf die strategischen Wachstumsfelder Online sowie das Geschäft mit Dienstleistungen fokussieren. Die dafür notwendige Transformation wurde mit der Neuaufstellung der Führungsteams von CECONOMY und MediaMarktSaturn bereits eingeleitet.
Spätestens mit Veröffentlichung der Q2/H1-Ergebnisse im Mai sollen Aktionäre und die Öffentlichkeit über die Bestandteile des Programms zur Reorganisation und Optimierung von Prozessen und Strukturen in den Verwaltungseinheiten informiert werden. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 ist es CECONOMY gelungen, den Umsatz zu steigern und das operative Geschäft trotz des schwachen Oktobers zu stabilisieren. Vor diesem Hintergrund bestätigt CECONOMY den Ausblick für das Geschäftsjahr 2018/19.

 

Neben der Information der Aktionäre über die aktuelle Entwicklung und der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2017/18 ist auf der Hauptversammlung unter anderem die Wiederwahl von Herrn Dr. Fredy Raas in den Aufsichtsrat vorgesehen. Dr. Fredy Raas gehört dem Aufsichtsrat der CECONOMY AG als Vertreter der Anteilseigner bereits seit Juli 2013 an. Zudem stellen sich Jörn Werner, ab dem 1. März Vorstandsvorsitzender (CEO) der CECONOMY AG, und Karin Sonnenmoser, ab dem 1. März CFO des Unternehmens, vor.

 

Der 57-jährige Werner stand von 2015 bis 2018 an der Spitze der Werkstattkette A.T.U Auto-Teile-Unger Handels GmbH & Co. KG, dessen Aufsichtsratsvorsitz er im Mai vergangenen Jahres übernahm. Davor verantwortete er als CEO die strategische Neuausrichtung der Elektronik-Handelskette Conrad Electronic SE. Sonnenmoser (49) war zuletzt für Finanzen und Beschaffung beim börsennotierten österreichischen Leuchtenhersteller Zumtobel Group AG verantwortlich. Ihre berufliche Laufbahn startete sie im VW Konzern.

 

 

Thyssenkrupp gibt Führungsstrukturen für künftige Unternehmen bekannt

Essen/Duisburg, 12. Februar 2019 -  Der Konzern Thyssenkrupp hat heute die geplanten Führungsstrukturen der beiden künftigen Unternehmen bekanntgegeben. Zum Start des nächsten Geschäftsjahres am 1. Oktober sollen Thyssenkrupp Industrials und Thyssenkrupp Materials ihre operative Arbeit aufnehmen. In beiden zukünftigen Unternehmen werden die Vorstandressorts auf jeweils drei reduziert.

Über die Besetzung wird im Frühjahr entschieden. Auch die Konzern- und Servicefunktionen werden verringert. Im Geschäftsjahr 2020/21 sollen die Verwaltungskosten für beide Unternehmen insgesamt bei unter 300 Millionen Euro liegen (2017/18: 380 Millionen Euro). Das Unternehmen schließt betriebsbedingte Kündigungen aus. Die Hauptversammlung soll im Januar 2020 final über die Pläne abstimmen.
In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete Thyssenkrupp ein Umsatzplus von drei Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis EBIT betrug 168 Millionen Euro und blieb damit unter dem hohen Wert des Vorjahresquartals. Infos:
www.thyssenkrupp.com i

RWI: Deutsche Stahlerzeugung weiter rückläufig
Das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen erwartet, dass die Inlandsnachfrage nach Stahl in diesem Jahr um 1,8 Prozent zurückgehen wird. Entsprechend sinke auch die Roh- und Walzstahlerzeugung im zweiten Jahr in Folge. Die Kapazitätsauslastung der deutschen Stahlwerke nimmt voraussichtlich weiter leicht ab, bleibt aber mit gut 84 Prozent im internationalen Vergleich hoch. Während die Beschäftigung in der deutschen Stahlindustrie im vergangenen Jahr trotz ungünstiger Rahmenbedingungen zunahm, wird für 2019 ein Rückgang um 1,8 Prozent prognostiziert.   idr

Studie: Viele Mittelständler bremsen freiwillig ihr Wachstum
Die Verpflichtung für Kapitalgesellschaften ab einer bestimmten Größe, ihre Jahresabschlüsse detailliert offenzulegen, ist eine Wachstumbremse für den deutschen Mittelstand. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum zusammen mit Kollegen der London Business School und der University of Washington erstellt haben. Unternehmen in Deutschland und Europa bremsen bewusst ihr Wachstum, um wettbewerbsrelevante Informationen nicht preisgeben zu müssen.
Die empirischen Analysen, in die Daten von hunderttausenden Unternehmen aus zwölf europäischen Ländern einflossen zeigen, dass Unternehmen auf rund sieben Prozent Wachstum verzichten, um sich bewusst klein zu halten. Viele nehmen Ordnungs- und Bußgelder in Kauf, um ihre Bilanzen verspätet zu veröffentlichen. So vermeiden sie, dass die Konkurrenz Einblicke erhält. idr

- IHK informiert am 26. Februar zum Brexit
- UDE erhält Forschungsgelder für Umfelderkennung bei autonomem Fahren

Zollrechtliche Auswirkungen für Unternehmen  
Duisburg, 08. Februar 2019 - Am 30. März verlässt Großbritannien die Europäische Union. Das bedeutet für viele Unternehmen eine enorme Mehrarbeit, wenn beispielsweise die Zollanmeldungen in die Höhe schießen. Die Informationsveranstaltung der Niederrheinischen IHK am Dienstag, 26. Februar, bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, sich fit für den Umstieg zu machen und erklärt, welche Maßnahmen rechtzeitig einzuleiten sind.  
Unabhängig davon, wie die zukünftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU gestaltet sein werden, steht fest: Der Brexit wird in vielen Bereichen gravierende Auswirkungen auf die betriebliche Praxis der Unternehmen haben. Dies gilt insbesondere für den gegenseitigen Warenverkehr.

In der Informationsveranstaltung erhalten die Teilnehmer nicht nur Auskünfte über die zollrechtlichen und exportkontrollrechtlichen Auswirkungen, sondern auch über die Veränderungen im Warentransport und Lagerwesen. Des Weiteren werden die Themen Präferenzkalkulation und -nachweise, sowie Umsatzsteuer, Verbrauchersteuer und Vertrags- und Arbeitsrecht behandelt. Anmeldung: Andrea Averkamp, Telefon 0203 2821-224, E-Mail averkamp@niederrhein.ihk.de

 

UDE erhält Forschungsgelder für Umfelderkennung bei autonomem Fahren
Dunkelheit, schlechte Sicht, plötzliche Bewegung auf der Straße: Damit das autonom fahrende Auto auch unter solchen Bedingungen "richtig" reagiert und bremst, ist eine hocheffiziente Sensortechnik vonnöten. Die heutigen Sensoren zur Umfelderkennung haben jedoch Grenzen, beispielsweise bei verdeckter Sicht. Neue Sensoren auf der Basis von Hochfrequenzstrahlung könnten die Lösung sein. Sie entstehen künftig an der Universität Duisburg-Essen (UDE).
Hierfür finanziert das Bundesforschungsministerium den Ausbau eines Mikroelektronik-Labors mit knapp vier Millionen Euro. Das neue Labor "ForLab SmartBeam" ist am Zentrum für Halbleitertechnik und Optoelektronik (ZHO) angesiedelt. Mit den 3,95 Millionen Euro aus Berlin werden jetzt zwei hochwertige Anlagen sowie Instrumente zur Hochfrequenzmessung angeschafft. idr

IT-Dienstleister Cognizant Technology Solutions 

Duisburg, 07. Februar 2019 - Cognizant Technology Solutions ist ein weltumspannender US-amerikanischer IT-Dienstleister. Neben Standorten in den USA, Europa und Indien ist der globale Player seit 2006/2007 auch in Deutschland zu Hause. Und seit 2016 in Duisburg. „Wir freuen uns, dass ein Unternehmen von Weltruf mit gleich zwei Dependancen auf unseren Wirtschaftsstandort setzt, weil es von hier aus seine Schlüsselkunden in der Region bestmöglich bedienen kann“, so Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link.

Stadtdirektor und Digitaldezernent Martin Murrack zeigt sich beim Wirtschaftdialog vor Ort ebenfalls ganz angetan vom „Sinnbild ‚Neuen Arbeitens‘ im Zeitalter der Digitalisierung.“ Er betont, wie wertvoll die High Tech-Beratungsdienstleistungen für Unternehmen, Stadt und Institutionen seien, um immer mehr zur smarten City werden zu können. Auf allen Ebenen und in allen Bereichen.  
 
Im Jahr 1994 gegründet, beschäftigt sich die Cognizant Technology Solutions GmbH mit der digitalen Transformation von Unternehmen vieler Branchen. Das Augenmerk der weltweit tätigen 274.200 Fachkräfte (Stand: 30. September 2018) liegt dabei darauf, Geschäftsprozesse der Kunden transparenter, schneller, effizienter und damit optimaler aufzustellen als vorher – beispielsweise bei Airlines, Automobilherstellern oder Filmstudios.

Das kann die Bedienerfreundlichkeit von Websites beispielsweise genauso umfassen wie eine intelligente Stammdatenpflege für den Vertrieb.   Aktuell ist es eine dreistellige Zahl von Mitarbeitern, die an den Standorten im Silberpalais und am Innenhafen mit sehr großer Expertise dafür sorgen, dass die von hier aus betreuten Kunden die Herausforderungen des digitalen Wandels meistern, um auch künftig wettbewerbsfähig zu bleiben. Auf das Know-how von Cognizant setzen führende Stahlhändler aus der Region ebenso wie renommierte Pharma- und Chemie-Mischkonzerne sowie große Telekommunikationsprovider.  

„Es gibt nur wenige IT-Unternehmen in der Welt, die in der Lage sind, alles das, was zur Informationstechnik gehört, aus einer Hand anzubieten. Diese ‚End-to-End-Digitalisierung‘ ist momentan absolute Spitze. Dass Unternehmen wie Amazon, Google, Adobe oder Microsoft auf Cognizant setzen, zeigt, in welcher Liga das Unternehmen spielt“, so Ralf Meurer.
Der GFW-Geschäftsführer, der die Unternehmensansiedlung federführend begleitet hat, führt fort: „Umgeben von einer Vielzahl von Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen und Start-ups finden sich in Duisburg zahlreiche smarte Köpfe im Bereich von Informationstechnik, Digitalisierung und Ingenieurwesen. Das führt zu einer dreifachen Win-Situation: für die Stadt, Cognizant und deren Businesskunden in der Region.“  

Dem Geschäftsführer von Cognizant Technology Solutions, Andreas Golze, ist das bewusst: „Wir wollen in Duisburg perspektivisch weiter wachsen. Dafür suchen wir Fachkräfte für unser international aufgestelltes, diversifiziertes und buntes Team, um unseren auch regional wachsenden Kundenkreis mit Hightech-Dienstleistungen zu unterstützen. Duisburg und das Ruhrgebiet sind ebenfalls Schmelztiegel vieler Kulturen; das passt zu uns einmal mehr.“  


Wirtschaftsdialog am Innenhafen – Sunil Mittal (Client Partner), Saibal Chakraborty (Delivery Head) und Andreas Golze (Geschäftsführer) von Cognizant Technology Solutions begrüßten vor Ort Oberbürgermeister Sören Link, Stadtdirektor und Digitalisierungsdezernent Martin Murrack sowie GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer; Urheber: Uwe Köppen, Nutzungsrechte: Stadt Duisburg

Fraunhofer IMS stärkt Bio-Sensorik

Duisburg, 04. Februar 2019 - Prof. Dr. Karsten Seidl ist neuer Abteilungsleiter der Mikro- und Nanosysteme des Fraunhofer IMS in Duisburg. Gleichzeitig hat er eine Professur in der Medizintechnik an der Universität Duisburg-Essen angenommen. Mit Karsten Seidl stärkt die Duisburger Forschungseinrichtung das Themenfeld um die Bio-Sensorik.

Sensoren im Miniaturformat, die den Druck im Auge, Hirn oder Herz messen sind schon lange ein Forschungsschwerpunkt des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS – auch bei der Arbeit von Prof. Karsten Seidl stehen sie im Fokus. Zu ihnen gehören unter anderem sogenannte Bio-Sensorsysteme, die überprüfen, wie Organe arbeiten und wann sie unterstützt werden müssen und die Bio-Nanosensorik, mit denen sich beispielsweise die DNA von Krebszellen analysieren und individuelle Therapien realisieren lassen.

Neben seiner Tätigkeit im Bereich der Mikro- und Nanosysteme des IMS hat der 36Jährige auch die gleichnamige Professur für Medizintechnik an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen angenommen.

»Durch die Kombination von meiner Arbeit am IMS und an der Uni bieten sich großartige Möglichkeiten, die Erforschung neuartiger Technologien und Systeme bis zur Anwendungsreife voranzutreiben«, freut sich Karsten Seidl – der im Oktober 2018 seine Arbeit in Duisburg aufgenommen hat – auf die neuen Aufgaben. Weitere Ziele von Seidl am IMS sind der Wiederaufbau der Gruppe Biohybride Systeme sowie der Ausbau der Labore.

Bereits viel Erfahrung im Bereich der Medizintechnik Als Produktmanager bei der Bosch-Konzerntochter Robert-Bosch-Healthcare hat der gebürtige Dresdner zuletzt »Lab-on-Chip«-Lösungen entwickelt. Mit diesen Systemen lassen sich kleinste Flüssigkeitsmengen vollständig und automatisch analysieren. Diesen Ansatz wird er auch bei seiner Arbeit am IMS weiter verfolgen: »Wir wollen diese Systeme weiter deutlich sensitiver gestalten, um einzelne Biomoleküle zu detektieren. Medizinische Implantate werden wir verkleinern bis in den Bereich von wenigen Mikrometern und die elektronische Ankopplung von außen verbessern.«

Neben seinen Tätigkeiten am IMS und der Universität ist Seidl außerdem ehrenamtlich im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT) aktiv und dort unter anderem der Verantwortliche für den Bereich Young Professionals sowie der stellvertretender Leiter des Fachausschusses »Aus- und Weiterbildung - BMT im Studium.«

Für sein Diplom an der Johns Hopkins University (USA) entwickelte Karsten Seidl einen Sensor, der die Einstichtiefe chirurgischer Nadeln bei Prostatakrebs-Operationen misst. An der Universität Freiburg wurde er 2011 mit einer Arbeit über Neuro-Implantate promoviert, die zum Beispiel Gehirnsignale messen und Medikamente dort abgeben, wo sie im Körper gebraucht werden. Ab 2012 war er dann für Bosch tätig.

Fraunhofer IMS Seit über 30 Jahren beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fraunhofer IMS in Duisburg mit der Entwicklung von mikroelektronischen Schaltungen, elektronischen Systemen, Mikrosystemen und Sensoren. Aufgrund seines umfangreichen Know-hows, dem Zugang zur Technologie und den hochwertigen Entwicklungsleistungen ist das Institut ein weltweit anerkannter Partner für die Industrie. In acht Geschäftsfeldern widmet sich das Fraunhofer IMS der angewandten Forschung, der Vorentwicklung für Produkte und deren Anwendungen. Stabile, effiziente und vermarktbare Technologien und Verfahren, die in sehr vielen Branchen zum Einsatz kommen, stehen dabei im Mittelpunkt der Auftragsarbeiten. www.ims.fraunhofer.de

Prof. Dr. Karsten Seidl freut sich auf seine neuen Aufgaben am Fraunhofer IMS sowie an der Uni Duisburg-Essen. Mit Karsten Seidl stärkt das IMS die Bio-Sensorik – zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Bio-Sensorsysteme und die BioNanosensorik. © Uni Duisburg-Essen

 

Fraunhofer IMS ist Partner im EU-Projekt »EnABLES«

Duisburg, 31. Januar 2019 - Mit der Entwicklung von »selbstversorgenden« Sensoren nachhaltige Energielösungen für IoT-Anwendungen ermöglichen – das ist das Ziel der europäischen Initiative »EnABLES«. Zehn namhafte europäische Forschungsinstitute arbeiten dabei zusammen. Mit an Bord ist auch das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS in Duisburg.

Die Anzahl von vernetzten intelligenten Geräten im Kontext des Internet of Things (IoT) steigt rasant – bis 2025 wird es weltweit schätzungsweise eine Billion IoT-Geräte geben. Mit dieser Entwicklung geht ein ebenfalls steigender Energiebedarf einher – alle diese Geräte müssen mit Strom versorgt werden. »Im EU-Projekt EnABLES suchen wir nach Möglichkeiten, den Stromverbrauch der IoT-Geräte im Sinne der Nachhaltigkeit zu reduzieren. Durch den Einsatz von Energy-Harvesting-Lösungen soll die Notwendigkeit eines Batteriewechsels möglichst vermieden werden. Dazu wollen wir am Institut unseren Teil beitragen«, erklärt Dr. Gerd vom Bögel vom Fraunhofer IMS.


Vertreter der EnABLES Partner bei einem Projekttreffen in Cork (Irland). Ganz rechts im Bild, Dr. Gerd vom Bögel vom Fraunhofer IMS. © EnABLES/Tyndall


Finanziert durch die EU bieten die teilnehmenden Institute im Rahmen des EUForschungsinfrastrukturprojekts ihr Know-how und ihre Infrastruktur Dritten an. Dazu gehört unter anderem der kostenlose Zugang zu Simulationen und Laboren sowie zu Konzept- und Machbarkeitsstudien für Interessenten aus Industrie und anwendungsnaher Forschung.

Die Basis für die gemeinsame Forschung bieten die Teilbereiche Energy-Harvesting, Energiespeicherung, Power-Management und Systemintegration. »Im Rahmen des EnABLES-Projekts werden insbesondere IoTEntwickler und –Hersteller unterstützt. Das Angebot reicht von Technologien und Simulationsmodellen bis hin zum Design von Geräten und Systemen«, erläutert Gerd vom Bögel. Alle EnABLES-Partner verfügen über das Grundlagenwissen der Energiewandlungstechnologien und Erfahrungen in dessen Anwendung für IoT Applikationen.

Dieses soll nun zur Unterstützung von Anwendern bei der Implementierung dieser Technologien genutzt werden. Das Leistungsspektrum reicht von Machbarkeitsuntersuchungen über Entwicklungsunterstützung durch Simulationen bis hin zum Test von Prototypen – jeweils in Abhängigkeit von der angefragten Applikation. So führt das Fraunhofer IMS im EnABLES-Projekt beispielsweise die Machbarkeitsuntersuchung eines vollständig drahtlosen Sensors (Energieversorgung und Messwertübertragung per Funk) für Industrie- und Gebäudeanwendungen oder die Performancemessung eines neuentwickelten Harvester-ICs durch.

EnABLES-Aktivitäten
Ein erster Schritt innerhalb des Projekts war der Aufbau der sogenannten »StartCommunity«, einer Plattform, in der sich alle EnABLES-Partner miteinander vernetzen können. Dadurch soll die interne Zusammenarbeit gestärkt werden – gemeinsame Forschungsarbeiten, unter der Berücksichtigung von den jeweiligen Bedürfnissen und Möglichkeiten, tragen dazu ebenfalls ihren Teil bei.
Darüber hinaus wurde ein Portal aufgebaut, das die Kontaktaufnahme zu Forschern und Laboren ermöglicht (www.enables-project.eu). Interessierte können sich unverbindlich registrieren, um weitere Informationen zu erhalten. Konkrete Anfragen für eine Unterstützung in Form einer Dienstleistung durch die EnABLES-Partner können ebenfalls einfach und unbürokratisch über das Portal gestellt werden.

Das EnABLES-Projekt wird im Rahmen des Programms »Horizon 2020« der Europäischen Union gefördert. Folgende europäische Institute arbeiten dabei zusammen: Tyndall National Institute (Irland), CEA Leti & Liten (Frankreich), Fraunhofer IMS (Deutschland), Fraunhofer IIS (Deutschland), imec (Niederlande), Karlsruher Institut für Technologie (Deutschland), Politecnico Di Torino (Italien), Universität Bologna (Italien), Universität von Perugia (Italien) und die University of Southampton (Großbritannien).


Fraunhofer IMS Seit über 30 Jahren beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fraunhofer IMS in Duisburg mit der Entwicklung von mikroelektronischen Schaltungen, elektronischen Systemen, Mikrosystemen und Sensoren. Aufgrund seines umfangreichen Know-hows, dem Zugang zur Technologie und den hochwertigen Entwicklungsleistungen ist das Institut ein weltweit anerkannter Partner für die Industrie.
In acht Geschäftsfeldern widmet sich das Fraunhofer IMS der angewandten Forschung, der Vorentwicklung für Produkte und deren Anwendungen. Stabile, effiziente und vermarktbare Technologien und Verfahren, die in sehr vielen Branchen zum Einsatz kommen, stehen dabei im Mittelpunkt der Auftragsarbeiten. www.ims.fraunhofer.de

- IHK-Ruhrlagebericht: Erste Anzeichen für nachlassende Dynamik
- Duisburger Großmarkt präsentiert sich auf der Fruit Logistica

Ruhr-IHKs legen 102. Ruhrlagebericht vor Geschäftslage weiter gut
Duisburg, 30. Januar 2019 -
Die wirtschaftliche Lage, der bevorstehende Brexit und notwendige Veränderungen für das Ruhrgebiet stehen im Mittelpunkt des aktuellen Ruhrlageberichtes der Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet. Die Wirtschaft im Revier präsentiert sich auch zum Jahresbeginn 2019 weiter in guter Verfassung.
Die Auftragsbücher sind noch immer gut gefüllt und die Kapazitätsauslastung der Industrie mit aktuell 85 Prozent weiterhin hoch. Im Vergleich zu den Vorumfragen lässt die Wachstumsdynamik allerdings leicht nach. Geschäftserwartungen und Investitionspläne tendieren etwas verhaltener als zuletzt. An der Umfrage, die jeweils zu Jahresbeginn und im Herbst durchgeführt wird, beteiligten sich rund 1.000 Unternehmen mit mehr als 114.000 Beschäftigten.  

Fast die Hälfte der befragten Unternehmen (48 Prozent) bewertet ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Lediglich rund sieben Prozent sind unzufrieden. Auch der Blick in die Zukunft ist nach wie vor optimistisch. Fast jedes vierte Unternehmen (24 Prozent) erwartet bessere Geschäfte in den kommenden zwölf Monaten. Nur jeder neunte Betrieb (11 Prozent) geht von einer Verschlechterung aus. Damit sind die Erwartungen immer noch gut, aber nicht mehr so ausgeprägt optimistisch wie noch vor einem Jahr. Der Konjunkturklimaindex, der die Bewertung der Geschäftslage und -erwartungen zusammenfassend darstellt, sinkt gegenüber der Vorumfrage im Herbst leicht von 128 auf 126 Punkte.  

IHK-Präsident Burkhard Landers (2. v. r.) und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger (2. v. l.) begrüßten ihre Kollegen Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer IHK zu Dortmund (r.) und Dr. jur. Gerald Püchel, Hauptgeschäftsführer IHK zu Essen (l.) zur Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung des Ruhrlageberichts.  


Hintergrund der etwas gedämpften Aussichten sind zahlreiche wirtschaftspolitische Risiken und Unwägbarkeiten. Wie geht es im Zollstreit zwischen den USA und China weiter? Kommt es zu einem erneuten Aufflammen der Eurokrise? Und kann ein harter Brexit noch verhindert werden? Burkhard Landers, Präsident der federführenden Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve, zum Brexit: „Für unsere Unternehmen ist das Gift, denn auf ein Chaos kann man sich nicht einstellen. Wir hoffen, dass es noch zu einer Lösung in aller letzter Minute kommt.“  

Der Arbeitsmarkt ist weiterhin in guter Verfassung. Fast jedes vierte Unternehmen plant, die Beschäftigung in den kommenden Monaten auszuweiten. Nur zwölf Prozent erwarten geringere Beschäftigtenzahlen. Knackpunkt für die Unternehmen bleibt jedoch, die nötigen Fachkräfte auch zu finden.
„Der Fachkräftemangel bremst unsere Wirtschaft mehr und mehr aus“, mahnt Landers. 56 Prozent der Betriebe sehen in ihm das größte Risiko für ihre Geschäftsentwicklung. Seit 2016 hat sich die Bewertung dieses Risiko verdoppelt. Der Fachkräftemangel übertrifft damit die Risiken aus Inlandsnachfrage, Energie- und Rohstoffkosten sowie Arbeitskosten zusammen.  
Ebenfalls mit Sorge betrachten die Ruhr-IHKs die gesunkene Investitionsbereitschaft. „Dieses Signal sollte uns klar machen, dass wir ein umfassendes Stärkungspaket für das Ruhrgebiet brauchen“, so Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK und aktuell Sprecher der sechs IHKs im Ruhrgebiet. Die Ruhr-IHKs begrüßen daher die von der Landesregierung initiierte Ruhrkonferenz. Sie haben der Landesregierung hierzu ihre Unterstützung zugesagt. Mit der agenda.Ruhr bringen sie eigene Ideen und konkrete Vorschläge in den Prozess ein.    

Die Pressekonferenz zur Vorstellung des 102. Ruhrlageberichts tagte in der Niederrheinischen IHK in Duisburg.   Fotos: Niederrheinische IHK


Duisburger Großmarkt präsentiert sich auf der Fruit Logistica
Die Fruit Logistica – ihres Zeichens die weltgrößte Fachleitmesse des internationalen Fruchthandels – findet vom 6. bis 8. Februar 2019 in Berlin statt. Sie ist das erste Highlight für den Duisburger Großmarkt in diesem Jahr. Als eines von zahlreichen deutschen Frischezentren präsentiert dieser sich im nunmehr sechzehnten Jahr inmitten des Gemeinschaftsstandes des deutschen Frischemärkte-Verbandes GFI. Die Fruit Logistica ist für Duisburgs Frischevertreter genau die richtige Plattform sich zu präsentieren. Dafür sprechen nicht zuletzt imposante Zahlen. Im vergangenen Jahr besuchten über 78.000 Fachbesucher aus mehr als 130 Ländern die Messe, auf der gut 3.000 Aussteller aller Kontinente vertreten waren.

Für 2019 rechnet der Veranstalter mit einem noch größeren Zuspruch. Uwe Kluge, Geschäftsführer des Großmarktbetreibers Duisburg Kontor, beschreibt die Zielstellung der Teilnahme des Duisburger Großmarktes an der Messe wie folgt: „Unsere Aufgabenstellung ist, dass internationale Fachpublikum über die hervorragende logistische Anbindung zu informieren und von dem breiten Warensortiment und der Qualität der Frischwaren wie Obst, Gemüse, Fisch und Convenience-Produkten sowie der Event- und Cateringangebote zu überzeugen.“


GIMDU 2019 mit Eventcharakter: Immobilien-Auktion als Highlight

Dritte lokale Immobilienmesse    
Duisburg, 30. Januar 2019 - Die dritte lokale Gewerbeimmobilienmesse Duisburg, kurz: GIMDU, die von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) ausgerichtet wird, hat Strahlkraft bis in die Bundeshauptstadt: Vom optimierten Konzept der GIMDU überzeugt, haben sich René Silva und Matthias Knake, Vorstandsmitglieder des renommierten Berliner Auktionshauses Karhausen AG, dazu entschlossen, bei der GIMDU 2019 mitzuwirken. Diese findet am 6. und 7. November 2019 in der Mercatorhalle des CityPalais Duisburg statt. Highlight an beiden Messetagen wird eine Immobilien-Auktion mit regionalen Gewerbe- und Wohnimmobilien sein.  

„Wir freuen uns darüber, dass wir das in Berlin ansässige Unternehmen als Kooperationspartner gewinnen konnten. Die Immobilien-Auktion während unserer Messe stellt in dieser Form ein absolutes Novum in der Region dar. Ziel der Auktion ist es, die Attraktivität der Messe weiter zu stärken und diese zu einem lebendigen Marktplatz für Immobilien zu machen“, so GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer.  

Damit ist sowohl bei der Karhausen AG als auch bei der GFW Duisburg der Startschuss gefallen, geeignete Objekte für die Versteigerung zu akquirieren. „Dazu brauchen wir die Mitwirkung aller lokalen und regionalen Immobilienbesitzer, die sich mit dem Gedanken tragen, ihr Objekt zu veräußern. Aus welchem Grund auch immer: Sei es, weil man sich altersbedingt von einer zu großen Immobilie trennen möchte oder das Immobilienmanagement in Eigenregie als zu aufwändig empfindet“, betont GFW-Projektmanagerin und GIMDU-Koordinatorin Manuela Kaminski.

„Herausfordernde Eigenschaften der Immobilien, wie beispielsweise unklare Altlasten, Erbbaurechte und komplexes Baurecht sind dabei keine Hindernisse, denn gerade solche Auktionen ziehen bundesweit problemerfahrene Käufer an“, wirbt GFW-Projektmanager und GIMDU-Koordinator Christian Felix Hendel.  

Interessierte Immobilienverkäufer haben bis Ende Juni 2019 die Gelegenheit, den Akteuren der GFW Duisburg ihre Objekte zu benennen. Sie erhalten weitere Informationen bei Manuela Kaminski (Telefon: 0203 / 36 39 – 375, E-Mail:
kaminski@gfw-duisburg.de) und Christian Felix Hendel (Telefon: 0203 / 36 39 – 366, E-Mail: hendel@gfw-duisburg.de).                                                    

Matthias Knake und René Silva von der Karhausen AG freuen sich auf die GIMDU 2019; Urheber: Andreas Schmelzer; Nutzungsrechte: Karhausen AG

 


Positionierung GFW Duisburg zum Abschlussbericht der Kohlekommission

Resultat der Kohlekommission als ausgewogener Kompromiss zwischen Umwelt und Wirtschaft   
Duisburger Wirtschaftsförderung empfiehlt Strukturhilfen auch abseits des Rheinischen Reviers  

Duisburg, 28. Januar 2019 - Erst jüngst hat sich die „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“, besser bekannt als: „Kohlekommission“, auf einen Abschlussbericht verständigt. Die Kommission ist mit 28 stimmberechtigten Mitgliedern besetzt; diese kommen unter anderem aus Politik, Verbänden und Bürgerinitiativen. Deren Abschlussbericht zeigt der Politik einen Weg auf, um aus der Kohleverstromung auszusteigen. Diese soll ab 2035 in Erwägung gezogen werden und bis spätestens 2038 erfolgen. Bis 2022 ist geplant, per Saldo 12,5 Gigawatt Braun- und Steinkohle vom Netz zu nehmen.  

Alle diese Ergebnisse werden durchweg positiv bewertet. „Wir als Wirtschaftsförderung sind der Auffassung, dass ein ausgewogener Kompromiss zwischen den Belangen des Umweltschutzes und der Energiewirtschaft ausgelotet werden konnte. Auch die Stadt Duisburg ist mit dem Kohlekraftwerk der Steag in Duisburg-Walsum betroffen“, so Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg).

Die Kohlekommission empfiehlt Strukturhilfen in einem Umfang von 40 Milliarden Euro für die vom Kohleausstieg besonders betroffenen Bundesländer. „Aussagen zum Ruhrgebiet oder gar zur Stadt Duisburg sind in den bisher bekannten Dokumenten aber noch nicht getroffen worden. Als Duisburger Wirtschaftsförderung ist es uns wichtig, zu betonen, dass sich der Fokus der Hilfen nicht ausschließlich auf das Rheinische Revier richten sollte. Auch die weiteren Standorte der Energiewirtschaft sind im Blick zu behalten. Künftige Maßnahmen der Strukturförderung sollten daher auch den Standort Duisburg berücksichtigen“, fordert Andree Haack, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg und Mit-Geschäftsführer der GFW Duisburg.  

„Darüber hinaus bleibt bezahlbare Energie eine wesentlich Voraussetzung zur Sicherung der Industrieproduktion in Deutschland, Nordrhein-Westfalen und in Duisburg. Daher muss sehr genau beobachtet werden, wie sich der Strommarkt und damit die Strompreise verändern“, erklärt Meurer. „Denn wenn die Industrie in den Sog der Energiewende gezogen wird, reichen die vom Bund in Aussicht gestellten 40 Milliarden Euro nicht aus, um effektiv gegenzusteuern“, mahnt Haack.   

Andree Haack, Wirtschaftsdezernent und GFW-Mitgeschäftsführer, sowie GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer; Urheberin: Jacqueline Wardeski; Nutzungsrechte: GFW Duisburg

 

Die Zahl der Erwerbstätigen lag in Nordrhein-Westfalen nach vorläufigen Berechnungen im Jahresdurchschnitt 2018 bei rund 9,54 Millionen.
Die Zahl der Erwerbstätigen lag in Nordrhein-Westfalen nach vorläufigen Berechnungen im Jahresdurchschnitt 2018 bei rund 9,54 Millionen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren damit im vergangenen Jahr in NRW 125 900 Personen mehr erwerbstätig als 2017 (+1,3 Prozent).
Damit war der Zuwachs der Erwerbstätigenzahl zwar niedriger als 2017 (+1,4 Prozent), aber höher als 2016 (+1,1 Prozent). Im Durchschnitt aller Bundesländer erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2018 ebenfalls um 1,3 Prozent. Im Produzierenden Gewerbe stieg die Erwerbstätigenzahl zum zweiten Mal in Folge: Von 2017 auf 2018 erhöhte sie sich um 35 800 (+1,7 Prozent) auf 2,14 Millionen. Für den Dienstleistungsbereich verzeichneten die Statistiker einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 87 700 Personen (+1,2 Prozent) auf 7,33 Millionen.

Christof Großkraumbach bleibt im Amt
Auf Vorschlag der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve wurde Christof Großkraumbach, Prokurist der Fa. Höhnerbach Veranstaltungstechnik e.K., Theodor-Heuss-Straße 27, 47167 Duisburg, für die Zeit vom 15. Januar 2019 bis zum 14. Januar 2024 zum Handelsrichter beim Landgericht Duisburg wiederernannt.


Wirtschaftlicher Rahmen für die Ruhrkonferenz

Ruhr-IHKs mit konkreten Vorschlägen für das Ruhrgebiet
Infrastruktur und Know-how sind die Basis  

Duisburg, 28. Januar 2019 - Gemeinsam mit der Landesregierung will die Wirtschaft die Weichen für die Zukunft des Ruhrgebiets stellen. Die sechs Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet beteiligen sich bei dem durch die Landesregierung angestoßenen Gestaltungs- und Veränderungsprozess der Ruhrkonferenz. Heute, am 28. Januar, trafen sich die Spitzen der Ruhr-IHKs zu einem Gespräch mit dem zuständigen Minister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner in Duisburg.  

Um die Entwicklung des Ruhrgebiets für die Wirtschaft zu begleiten, haben die IHKs im Ruhrgebiet ihre agenda.Ruhr vorgelegt. Ziel ist es, die Standortbedingungen für die Unternehmen und für Investoren in der Region zu verbessern. „Es geht darum, die Zukunft des Ruhrgebiets kraftvoll zu gestalten“, so Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK in Duisburg. „Wir brauchen darum starke Impulse und vor allem konkrete, umsetzbare Projekte.“  

„Aus der Agenda Ruhr der Industrie- und Handelskammern sind zahlreiche Impulse in die Arbeit der Themenforen der Ruhr-Konferenz eingeflossen. Expertinnen und Experten der Industrie- und Handelskammern bringen ihre Expertise in den Themenforen ein, zum Beispiel bei Energie, startups und Mobilität, aber auch bei Bildungschancen, Medien oder Ehrenamt“, lobt Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales.

Und weiter: „Das entspricht genau dem Geist der Ruhr-Konferenz – wir brauchen diese Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg, nur dann bekommt das Ruhrgebiet den nötigen Schub in Richtung erfolgreiche und lebenswerte Metropolregion im digitalen Zeitalter. Ich bin den Industrie- und Handelskammern sehr dankbar für ihr Engagement."  

Know-how in der Region nutzen
Die IHKs setzen dabei auf Innovation, Infrastruktur und Investitionen in Bildung. „Erst wenn die Basis für den Erfolg stimmt, kann die Region ihr ganzes Potenzial entfalten. Es geht um die Bereitstellung von Flächen für die Unternehmensentwicklung und um den Erhalt unserer Infrastruktur. Um den Dauerstau zu verhindern, schlagen wir vor, dass sich alle Kommunen verpflichten, ein Baustellen-Management einzurichten“, erläutert Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, und derzeit Sprecher für die IHKs im Ruhrgebiet.
Die IHKs fordern, regionale Stärken auszubauen: „Der Aufbau eines Kompetenzzentrums für autonome Binnenschifffahrt oder der 3D-Druck würde das besondere Know-how in der Region nutzen.“ Die IHKs im Ruhrgebiet setzen sich dafür ein, dass für die Projekte der Ruhrkonferenz auch finanzielle Mittel bereitgestellt werden. „Es gibt viele gute Ideen. Ohne zusätzliches Geld können wir sie nicht umsetzen“, so der Duisburger IHK-Hauptgeschäftsführer.  
In diesem Jahr werden zunächst Ideen für das Ruhrgebiet gesammelt, danach konkretisiert und zu einem Maßnahmenpaket gebündelt. Das Paket für die Zukunft des Ruhrgebiets soll 2020 vorgelegt werden.  
Die Ideen und Forderungen der Ruhr IHKs sind auf der Website http://agenda.ruhr zu finden.


Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales (Mitte) und Dr. Stefan Dietzfelbinger, Niederrheinische IHK (3. v. r.), diskutierten über die Zukunft des Ruhrgebiets zusammen mit (v. l.): Christoph Brünger, Geschäftsführer SIHK zu Hagen; Eric Weik; Hauptgeschäftsführer IHK Mittleres Ruhrgebiet; Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer IHK Nord Westfalen; Wulf-Christian Ehrich, stellv. Hauptgeschäftsführer IHK zu Dortmund und Dr. Gerald Püchel, Hauptgeschäftsführer IHK zu Essen.  Foto: Niederrheinische IHK

 

 

- Unternehmer bringen Europa ins Klassenzimmer 
- IHK-Seminare

IHK-Projekt wirbt für EU-Wahl im Mai

 

Duisburg, 25. Januar 2019 - Am 26. Mai ist Europawahl – ein wirtschafts- und gesellschaftspolitisch bedeutendes Ereignis. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve hat die Wahl zum Anlass genommen und das Projekt „Unternehmer für Europa“ ins Leben gerufen. Das Ziel: Unternehmer mit jungen Menschen zum Thema Europa ins Gespräch zu bringen. Zur Kick-off-Veranstaltung am Freitag, 25. Januar, war Jens Geier, Abgeordneter für den Niederrhein im Europaparlament, zu Gast in der IHK. Zur ersten „Schulstunde zu Europa“ sprach Michael Rademacher-Dubbick, Geschäftsführer der Krohne Messtechnik GmbH, mit Schülern des Walther Rathenau Berufskollegs über die Bedeutung der EU für unsere Region.

 

„Die Europäische Union ist ein Glücksfall für jeden einzelnen von uns und für unsere Wirtschaft. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns gemeinsam für die Zukunft Europas engagieren“, so IHK-Präsident Burkhard Landers. Zusammen mit Jens Geier, Vertretern aus der Wirtschaft und Schülern gab er den Startschuss für das IHK-Projekt „Unternehmer für Europa“. 

Erste Schulstunde zu Europa geglückt

Die angehenden Speditions- und Logistikkaufleute des Walther Rathenau Berufskollegs waren die ersten Teilnehmer der Schulstunde zu Europa. Bei der Auftaktveranstaltung erklärte ihnen Michael Rademacher-Dubbick nicht nur, wie wichtig Europa für sein Unternehmen ist, sondern auch, was die EU für ihn selbst bedeutet: „Persönlich – als Europäer mit deutschem Vater und französischer Mutter – als auch als Unternehmer liegt mir die Europäische Union sehr am Herzen. Mir ist es deshalb ein großes Anliegen, gerade mit jungen Menschen über die EU ins Gespräch zu kommen“. Das Fazit von Schülerin Ilayda Yüce fiel nach der Schulstunde positiv aus: „In meiner Ausbildung zur Speditionskauffrau sehe ich jeden Tag, welche Vorteile der gemeinsame Binnenmarkt bietet. Die heutige Veranstaltung hat den Stellenwert der EU noch einmal bestärkt.“

Unternehmer als Europa-Lehrer

In den nächsten Wochen besuchen weitere Unternehmer Berufskollegs in Duisburg und den Kreisen Wesel und Kleve, um mit Schülern über Europa zu sprechen und ihnen aus wirtschaftlicher Sicht zu vermitteln, welche Bedeutung die Europäische Union hat. Dafür engagieren sich Martin Babilas, Vorstandsvorsitzender der Altana AG, Wesel, Bastian Fassin, geschäftsführender Gesellschafter der Katjes Fassin GmbH + Co. KG, Emmerich, und Wim Abbing, Geschäftsführer der Probat-Werke von Gimborn Maschinenfabrik GmbH in Emmerich.

 

 Speditions- und Logistikkaufleute des Walther Rathenau Berufskollegs Duisburg zusammen mit Michael Rademacher-Dubbick, Geschäftsführer der Krohne Messtechnik GmbH (Mitte, 2. v.l.), Europaabgeordneter Jens Geier (Mitte, 3. v.l.), Martin Babilas, Vorstandsvorsitzender der Altana AG (Mitte, 4. v.r.) und IHK-Präsident Burkhard Landers (rechts). Foto: Niederrheinische IHK

 

 

IHK-Seminar: „Anlagenbuchhaltung – Basiswissen für Neueinsteiger“ 

Das Anlagevermögen wird im Zertifikatslehrgang „Anlagenbuchhaltung – Basiswissen für Neueinsteiger“ der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve systematisch in Handel- und Steuerrecht unterteilt. Die Teilnehmer bekommen eine praxisnahe Einführung in die rechtssichere Zugangs- und Folgebewertung der einzelnen Wirtschaftsgüter. Neben zahlreichen Beispielen und Übungen, werden abschließende und praktikable, juristisch abgesicherte Lösungswege bei der Verbuchung des Anlagevermögens aufgezeigt. 

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter aus der Buchhaltung und alle andere Interessenten im kaufmännischen Bereich, die sich in der Anlagenbuchführung einarbeiten bzw. ihr Wissen vertiefen wollen.  

Das Seminar findet am 12. Februar, von 9 bis 16:30 Uhr, in der IHK Duisburg, statt. Mehr Details und Anmeldung: Sabrina Giersemehl, Telefon 0203 2821-382, E-Mail giersemehl@niederrhein.ihk.de.

 

 

IHK-Seminar: „Automatisierte Rechnungskontrolle“ 

Fehler in der Rechnungsstellung gehen oftmals unter und das kostet Unternehmen von Jahr zu Jahr viel Geld. Wie viel das genau ist und wie die IT dabei helfen kann, lernen die Teilnehmer des Seminars „Automatisierte Rechnungskontrolle“ der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve. Die automatischen Prozesse in der Rechnungskontrolle sparen in kurzer Zeit Kosten ein. Beispielweise wenn zugesicherte Konditionsvorteile in einer Rechnung nicht auf-tauchen oder ausgefallene Frachten berechnet werden. Die Teilnehmer erhalten außerdem die notwendigen Kenntnisse, um Referenzwerte für Frachtkosten zu ermitteln und Daten in die software-gestützte Rechnungskontrolle einzupflegen. 

Das Seminar findet am 21. Februar, von 9 Uhr bis 16:30 Uhr, in der IHK Duisburg statt. Mehr Details und Anmeldung: Sabrina Giersemehl, Telefon 0203 2821-382, E-Mail giersemehl@niederrhein.ihk.de.

 

 

IHK-Zertifikatslehrgang: „Buchführung Grundstufe - Vollzeit“ 

Buchführung verstehen und anwenden können und vor allem das System der doppelten Buchführung wirklich zu kennen, ist das Ziel des Zertifikatslehrgangs der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve. Die Teilnehmer lernen, die wichtigsten Geschäftsvorfälle betriebswirtschaftlich zu erfassen und zu verbuchen. Neben der Inventur, Bilanz und dem Anlegen notwendiger Konten, werden die Umsatzsteuer sowie Skonti und Gutschriften behandelt. Weitere Themen sind der Jahresabschluss mit Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Personalbuchführung.  

Der Lehrgang findet vom 11. bis 20. Februar, montags bis mittwochs von 8:30 Uhr bis 16:15 Uhr (letzter Termin 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr) in der IHK Duisburg statt. Mehr Details und Anmeldung: Sabrina Giersemehl, Telefon 0203 2821-382, E-Mail giersemehl@niederrhein.ihk.de.

 

 

 

 

Stadtwerke und RheinEnergie bauen regenerative Erzeugung aus

Duisburg, 24. Januar 2019 - Die Stadtwerke Duisburg AG und die RheinEnergie AG aus Köln stehen im Begriff, die Mehrheitsbeteiligung an den Windparks Staustein, Koßdorf III und Fleetmark II von der Prokon Regenerative Energien eG zu erwerben. Insgesamt verfügen die drei Windparks über eine Leistung von 35,4 Megawatt.
Der Windpark Staustein in Rheinland-Pfalz besteht aus drei Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von neun MW und ist seit Juni 2018 vollständig in Betrieb.   Der Windpark Koßdorf III befindet sich in Brandenburg und besteht ebenfalls aus drei Windenergieanlagen. Sie bringen es auf eine Gesamtleistung von 9,9 MW, die Inbetriebnahme war im November 2018.  
Der Windpark Fleetmark II steht in Sachsen-Anhalt und besteht aus fünf Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 16,5 MW. Die Anlagen sind seit Ende 2017 vollständig in Betrieb.  

„In dicht besiedelten Ballungsräumen wie in Duisburg und dem Ruhrgebiet sind Projekte im Bereich der Windenergie nur schwer zu realisieren. Aber auch wir wollen und werden unseren Teil zum Gelingen der Energiewende beitragen. Mit Beteiligungen wie dieser an drei hocheffizienten Windparks gelingt uns ein wichtiger Schritt, unsere nachhaltige Erzeugung zu stärken“, sagt Marcus Wittig, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg AG.  

„Die Kooperation zwischen den Unternehmen in Duisburg und Köln auf dem Feld der Onshore-Windanlagen ist ein weiterer Baustein in unserem gemeinsamen Handeln, das von ganzheitlichem Denken für die Menschen in der Region bestimmt ist. Wir gestalten so aktiv eine sichere und nachhaltige Energieversorgung für die Zukunft und zeigen, dass wir unsere Verantwortung vereint wahrnehmen“, sagt Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie.
 
Die Beteiligung der Stadtwerke Duisburg AG soll in der 100-prozentigen Tochtergesellschaft „ThermoPlus WärmeDirektService GmbH“ gehalten werden, die auf die Planung, Realisierung und Verwaltung von Energieprojekten spezialisiert ist und in der alle Beteiligungen im Bereich der Erneuerbaren Energien gebündelt sind. Die RheinEnergie AG wird die Anteile in der RheinEnergie Windkraft GmbH halten. Für den Erwerb der Anteile gründen die Stadtwerke Duisburg und RheinEnergie momentan die „RheinEnergie-Stadtwerke Duisburg Windpark Verwaltungs-GmbH“. Über den Kaufpreis haben die drei Projektpartner Stillschweigen vereinbart.   Das „Closing“ ist noch nicht erfolgt.

  

Neuer Logistikchef bei thyssenkrupp Steel

Duisburg, 23. Januar 2019 - Wechsel an der Logistikspitze bei thyssenkrupp Steel: Neuer CEO der Business Unit Logistics des Duisburger Stahlunternehmens ist Ingo Brauckmann, 48, der auf diesem Posten die langjährige Logistikchefin Ulrike Höffken ablöst. Der Diplom Wirtschaftsingenieur war zuletzt als Chief Supply Chain Officer bei der Berner Group in Köln tätig. Brauckmann bringt umfangreiche Erfahrung in Positionen auf Geschäftsführungs- und Vorstandsebene mit Schwerpunkt auf Logistikthemen und Supply Chain Management mit.

Zuvor war Brauckmann bei der Redeem Holding, DHL Supply Chain sowie für Henkel im In- und Ausland tätig. Ulrike Höffken, bisherige CEO des Bereichs Logistik und viele Jahre lang Einkaufschefin von Steel Europe, ist zum Ende des Jahres 2018 in den Ruhestand gegangen. Die Diplom-Volkswirtin war seit 1985 ununterbrochen für den Duisburger Stahlhersteller tätig. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit für thyssenkrupp war sie als Mitglied verschiedener Aufsichts- und Beiräte sowie in einer Reihe von Gremien und Ausschüssen engagiert.
Der Logistikbereich von thyssenkrupp Steel gehört mit einer Transportleistung von rund 200 Millionen Tonnen pro Jahr und mit über 1.300 Mitarbeitern zu den größten industriellen Logistikern in Europa.  

 

IHK-Seminar: „Betriebliche Gesundheitsprävention“ 

Gesunde Mitarbeiter sind nicht nur zufriedener, sondern auch produktiver. Wie Unternehmen Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung erfolgreich etablieren können, wird im Seminar „Betriebliche Gesundheitsprävention“ der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve vermittelt. Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen, die staatlichen Zuschüsse, Förderprogramme und passende steuersparende Maßnahmen. Somit wird den Anwesenden das Know-how vermittelt, um eine nachhaltige Maßnahmenplanung im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung strukturiert durchzuführen. 

Das Seminar findet am 6. Februar, von 9 Uhr bis 16:30 Uhr, in der IHK Duisburg statt. Mehr Details und Anmeldung: Sabrina Giersemehl, Telefon 0203 2821-382, E-Mail giersemehl@niederrhein.ihk.de. 

 

 

IHK-Zertifikatslehrgang „Personalsachbearbeiter/-in“

Der Zertifikatslehrgang „Personalsachbearbeiter/-in“ der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve vermittelt den Teilnehmern die Basis für eine schnelle und fundierte Einarbeitung in den Bereich Entgeltabrechnung und Personalverwaltung. Der Lehrgang bereitet sie auf die eigenverantwortliche Übernahme von Sachgebieten vor. Der Lehrgang richtet sich an Mitarbeiter mit geringen Vorkenntnissen und/oder kurzer Erfahrung im Personalwesen, insbesondere Berufs- und Seiteneinsteiger, sowie Mitarbeiter die bereits mit speziellen Personalthemen befasst sind und einen generellen Überblick erhalten möchten. 

Der Lehrgang findet vom 5. März bis 22. Juli berufsbegleitend von 17:30 bis 20:45 Uhr, in der IHK Duisburg statt, insgesamt an 36 Terminen an unterschiedlichen Wochentagen. Weitere Informationen und Anmeldung: Sabrina Giersemehl, Telefon 0203 2821-382, E-Mail giersemehl@niederrhein.ihk.de. 

Mietpreise für Gewerbeimmobilien

Broschüre für Duisburg und den Niederrhein
Duisburg, 21. Januar 2019 - Mit dem „Gewerblichen Mietpreisspiegel 2018/2019“ der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve können sich Unternehmer und Immobilieneigentümer einen guten Überblick über Mietpreise in Duisburg und in den Städten und Kommunen der Kreise Wesel und Kleve verschaffen. Anhand übersichtlicher Karten sind Mietpreise von Ladenlokalen, Büroimmobilien und Gewerbehallen aufgeschlüsselt.

Der Mietpreis von Gewerbeimmobilien ist ein wichtiger Indikator für die Lagequalität und entscheidet häufig über die Standortwahl von Unternehmen und Einzelhändlern. Der Mietpreisspiegel wird alle zwei Jahre fortgeschrieben und bietet die Möglichkeit, die Marktentwicklung im Zeitverlauf einschätzen zu können. Die dargestellten Informationen geben sowohl Mietern als auch Immobilieneigentümern eine Orientierungshilfe für die Festlegung von Miethöhen bei Neuvermietungen.
Der gewerbliche Mietpreisspiegel 2018/2019: 
www.ihk-niederrhein.de/Gewerblicher-Mietpreisspiegel

 

 

Sonepar neuer Partner des Fraunhofer-inHaus-Zentrums

Duisburg, 17. Januar 2019 - Das Fraunhofer-inHaus-Zentrum kooperiert zukünftig mit der Sonepar Deutschland GmbH – seit dem 1. Januar 2019 ist der führende Elektrogroßhändler als Partner im inHaus aktiv. Eine besondere Rolle kommt Sonepar dabei im Bereich Smart Home zu.

»Es freut uns sehr, dass wir mit Sonepar einen so starken und zuverlässigen Partner für das inHaus gewinnen konnten. Ich bin mir absolut sicher, dass die Partnerschaft einen immensen Mehrwert für alle Beteiligten bedeutet«, zeigt sich inHaus-Leiter Wolfgang Gröting begeistert. Sonepar ist als inHaus-Partner in besonderem Maße in das Technologie- und Marktsegment Elektro- und Sanitärgroßhandel eingebunden und übernimmt eine zentrale Rolle bei der Umgestaltung des Smart Home des inHausZentrums.

»Wir wollen auch in unserem Smart Home in Zukunft einen Fokus auf altersgerechtes Wohnen legen. Sonepar verfügt als Marktführer im Bereich B2BElektrogroßhandel über enorm viele Kontakte und Möglichkeiten. Auf der anderen Seite bieten wir eine außerordentliche technische Expertise sowie unser Netzwerk aus Industrie und Forschung. Wir freuen uns auf eine enge und erfolgreiche Zusammenarbeit«, sagt Wolfgang Gröting.

Auch Sonepar ist vom gegenseitigen Nutzen der Partnerschaft überzeugt: »Individuelle Smart Solutions werden immer wichtiger und Fraunhofer bietet bereits exzellente Bedingungen für smarte Weiterentwicklungen und Innovationen«, erklärt Helmut Bienen-Scholt, Regionalleiter bei Sonepar.
»Wir liefern mit unserem umfangreichen Praxis-Wissen im Bereich vernetzter Gebäudetechnik die ideale Ergänzung dazu. Gemeinsam arbeiten wir künftig an neuen Technologie- und Anwendungsmöglichkeiten sowie Energiesparlösungen in intelligenten Gebäuden.«  Der Partnervertrag gilt seit dem 1. Januar 2019 und ist erst einmal auf fünf Jahre festgesetzt.

Das Unternehmen Sonepar Sonepar Deutschland gehört zur Sonepar-Gruppe, einem familiengeführten Unternehmen mit Sitz in Frankreich und vertreibt Elektroartikel führender nationaler und internationaler Lieferanten an Kunden aus Handwerk, Handel und Industrie. Weltweit verfügt Sonepar über 2.800 Niederlassungen in 44 Ländern und beschäftigt mehr als 43.000 Mitarbeiter. Mehr zu Sonepar Deutschland erfahren Sie auf der Unternehmenswebsite: www.sonepar.de

Fraunhofer-inHaus-Zentrum Das Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg ist eine einzigartige Innovationswerkstatt. Mehrere Fraunhofer-Institute und zahlreiche Wirtschaftspartner betreiben in der kreativen Ideenschmiede kooperative Forschungs- und Entwicklungsarbeit. In praxisnahen Anwendungslaboren entwickeln, testen und demonstrieren sie innovative Systeme und Produkte. Im Mittelpunkt stehen dabei immer der Mensch und seine Bedürfnisse und der Fokus liegt vor allem auf den Bereichen Smart Home und Connected Healthcare. www.inhaus.fraunhofer.de

 

Internationale Partner suchen Methoden zur Analyse von Social Media-Daten
Chancen und Risiken sozialer Medien lotet ein internationales Forschungsprojekt aus, das die EU bis 2022 mit rund 1,2 Millionen Euro fördert. Koordiniert werden die Beiträge der neun Partner aus Europa, Australien, Lateinamerika und Südostasien von der Universität Duisburg-Essen.
Im Projekt "RISE_SMA – Social Media Analytics für Gesellschaft und Krisen" sollen theoretische Ansätze und Methoden zur Analyse von Social Media-Daten erarbeitet werden. Ziel ist es, die Datenanalyse zu verbessern, um relevante Informationen herauszufiltern und sinnvoll aufzubereiten. Das kann zum Beispiel in Krisenfällen, bei der Ersthilfe oder auch bei Wahlen von großer Bedeutung sein. idr

Fußball trifft Wirtschaft

IHK und FSV Duisburg 1989 e.V. kooperieren

 

Duisburg, 16. Januar 2019 - Im WM-Finale auflaufen und das entscheidende Tor erzielen – ein Traum vieler jugendlicher Fußballer. Doch neben sportlichem Erfolg ist auch ein guter Schulabschluss und die Suche nach einem Ausbildungsplatz fest in ihrem Alltag verankert. Zu diesem Zweck führen das Duisburger Schulmodell der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve zusammen mit dem FSV Duisburg 1989 e.V. eine Veranstaltungen zur Berufsorientierung mit den Jugendlichen des Sportvereins durch. Als erste gemeinsame Aktion besuchte Heiko Brückner, CEO des Logistikunternehmens „Haeger & Schmidt“, am Dienstag, 15. Januar, die Fußballer vor Ort und berichtete über die Möglichkeiten einer Ausbildung in seinem Unternehmen.

 

Das Duisburger Schulmodell setzt sich dafür ein, dass Jugendliche erste Kontakte zu Ausbildungsbetrieben knüpfen können. Dadurch bekommen sie einen Eindruck, welche Ausbildung für sie geeignet ist. Bei dem Projekt werden Schüler von 13 Duisburger Schulen unterstützt, die Startschwierigkeiten haben und Hilfestellung bei der Berufsorientierung brauchen.

 

Schulmodell trifft auf Lebenswelt der Schüler

Neben der Kooperation mit den Schulen beschloss der Beirat des Duisburger Schulmodells auch an Duisburger Sportvereine heranzutreten. So knüpft das Projekt direkt an die Lebenswelt der Schüler an und vereinfacht die Zusammenarbeit zwischen den Jugendlichen und der Wirtschaft. Die jungen Fußballer können nun ebenfalls alle Vorteile des Schulmodells nutzen. Zu den Angeboten gehören unter anderem Bewerbungstrainings, Betriebsbesichtigungen, die Teilnahme am Azubi-Speed-Dating und eine Vielzahl von Beratungsangeboten.

 

Unternehmer sind überzeugt von dem Projekt

Heiko Brückner sieht in der Kooperation eine große Chance für die Jugendlichen, aber auch für die Betriebe: „Für Unternehmen wird es immer schwieriger, junge motivierte Auszubildende zu finden. Deswegen ist es umso wichtiger, dass ich als Unternehmer auch dort präsent bin, wo Jugendliche einen wichtigen Lebensmittelpunkt haben. Die Kooperation zwischen dem Duisburger Schulmodell und dem FSV Duisburg ist eine hervorragende Möglichkeit die Vorteile einer dualen Ausbildung darzustellen.“

 

Fußballverein mit besonderer Jugendarbeit

Der FSV Duisburg in Marxloh ist nicht nur für leistungsstarken Fußball bekannt: „Eltern, Vorstand und Trainer ermöglichen die erfolgreiche integrative Jugendarbeit des FSV Duisburg“ so Diplom-Sozialpädagogin Tülay Aksen-Dogan, die das integrative Engagement des Vereins vorantreibt. Trainer Stephan Beneke betont: „In der Kooperation mit der IHK sehen wir neben einer Unterstützung von Zukunftsperspektive für unsere Fußballer auch einen vorbildlichen ganzheitlichen Ansatz, der die Jugend fördert und stärkt. Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft kann uns bei unseren Zielen unterstützen und einen erheblichen Mehrwert bringen.“

 

Der Besuch von Heiko Brückner war der Auftakt einer Reihe von Aktionen. Im Jahresverlauf sind weitere Besuche von Geschäftsführern Duisburger Unternehmen vor Ort geplant.

 

Zum Beirat des Duisburger Schulmodells: Das Projekt wurde 2010 ins Leben gerufen und unterstützt Schüler bei ihrem Übergang von der Schule ins Berufsleben. Ein Beirat mit Vertretern aus der regionalen Wirtschaft, an dessen Spitze Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und IHK-Präsident Burkhard Landers stehen, steht dem Projekt unterstützend zur Seite.

Im Beirat vertreten sind neben der Stadt und der IHK auch die Unternehmen ArcelorMittal Duisburg GmbH, Cremerius Transport Service GmbH, Gerd Breuer GmbH, Grillo-Werke AG, Haeger & Schmidt Logistics GmbH, Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Köppen GmbH, Krohne Messtechnik, Verwaltungsgesellschaft mbH, Kühne & Nagel (AG & Co.) KG, Sparkasse Duisburg, Union Stahl GmbH, Wittig GmbH, WOMA GmbH sowie die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Duisburg.

 

 

GFW Duisburg ist enttäuscht über „harten BREXIT"

Wirtschaftsförderung sieht spürbare wirtschaftliche Folgen auch für Duisburger Unternehmen    
London/Duisburg, 16. Januar 2019 - Mit großer Enttäuschung hat die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg) die Entscheidung des britischen Parlaments für einen ungeregelten BREXIT aufgenommen. „Es ist nicht nur sehr bedauerlich, dass Großbritannien die Europäische Gemeinschaft unbedingt verlassen will, sondern noch bedauerlicher, dass man sich noch nicht einmal auf Regelungen des Zugangs zum europäischen Binnenmarkt einigen konnte“, kommentiert Andree Haack, Wirtschaftsdezernent und GFW-Mitgeschäftsführer, die jüngsten Ereignisse aus London.
„Leider werden die wirtschaftlichen Folgen auch für die Duisburger Unternehmen spürbar sein, denn der Marktzugang zu Großbritannien wird erheblich schwerer als bisher“, stellt er enttäuscht fest. „Exporte nach Großbritannien stellten für Deutschland 6,7 Prozent des Auslandsgeschäfts dar. Und auch Duisburger Unternehmen sind von einem ‚harten‘ BREXIT direkt betroffen“, ergänzt GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer.

„Nun haben alle Marktakteure Zeit, sich auf die veränderten Rahmenbedingungen ihres Auslandsgeschäfts einzustellen“, betont Meurer und hofft, dass die Zeit ausreicht: „Ab März 2019 werden wir dann sehen, wie sehr die Regelungen die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU wirklich belasten.“  
Vom BREXIT betroffen sind Firmen mit Konzernsitz „Großbritannien“, Unternehmen mit Import-Export-Beziehungen sowie die Logistik von und nach Großbritannien. Die Kontrollen an den neuen EU-Außengrenzen zu Großbritannien werden diese Unternehmen empfindlich treffen. Einzig positiv an einem BREXIT ist die Chance, das britische Unternehmen nach Europa verlagern. Auch Duisburg könnte dabei aufgrund seiner Lagegunst und Fachkräfteverfügbarkeit eine Rolle spielen. Dafür müssen dann allerdings auch zeitnah geeignete Flächen verfügbar sein.    

Andree Haack, Wirtschaftsdezernent und GFW-Mitgeschäftsführer - rechts -, sowie GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer enttäuscht über Entscheidung zum „harten“ BREXIT; Urheberin: Jacqueline Wardeski; Nutzungsrechte: GFW Duisburg


IHK gründet Bündnis für Mobilität in Duisburg und am Niederrhein

Mehr Akzeptanz für Infrastrukturprojekte

 

Duisburg, 14. Januar 2019 - Bis 2030 soll die neue Rheinbrücke Neuenkamp fertiggestellt, das Kreuz Kaiserberg saniert und die A59 sechsspurig ausgebaut sein: Die Zeitpläne für die großen Infrastrukturprojekte im Raum Duisburg sind eng getaktet. Um den Takt halten zu können, müssen die Baumaßnahmen zügig geplant und reibungslos umgesetzt werden. Dafür wurde heute, 14. Januar, das Bündnis „#GemeinsamMobil für Duisburg und den Niederrhein“ bei der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve gegründet.

 

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer vom Niederrhein unterstützen das Bündnis für Moblität #GemeinsamMobil.

 

„Wie wichtig eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur für den Wohlstand in unserer Region und die Mobilität der Menschen ist, muss stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden“, erläutert IHK-Präsident Burkhard Landers die Motivation für das Bündnis. Zu den Gründern des Bündnisses zählen neben der Niederrheinischen IHK auch der DGB Niederrhein, Straßen.NRW sowie zahlreiche regionale Unternehmen aus Industrie und Logistik.

 

A40-Rheinbrücke steht zunächst im Fokus

Unter diesem Dach wird es verschiedene Aktionen und Maßnahmen geben, mit denen die Partner um Verständnis und Akzeptanz für die Entwicklung der Infrastruktur werben. „Mit unserem Bündnis wollen wir dazu beitragen, die Planung vor Ort zu beschleunigen, indem wir Vorbehalte durch Aufklärung und Beteiligung abbauen“, so Landers. Der geplante Neubau der A40-Rheinbrücke Neuenkamp steht zunächst im Fokus. Ende des vergangenen Jahres ist der Planfeststellungsbeschluss – nur ein Jahr nach Einreichung der Unterlagen – unterzeichnet worden.

 

Wüst: „Kommunikaktion spart Zeit“

Mit dem Bündnis „#GemeinsamMobil für Duisburg und den Niederrhein“ unterstützen die Gründer eine Initiative der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Das landesweite „Bündnis für Mobilität“ wirbt für eine zukunftsweisende Infrastruktur und will die Interessen der Öffentlichkeit früher miteinbeziehen. So soll die Akzeptanz der Bevölkerung für große Infrastrukturprojekte gewonnen werden.
„Wir beteiligen Bürger und Verbände heute früher“, so NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst bei der Gründung des regionalen Bündnisses. „Wir investieren am Anfang mehr in Kommunikation. Das spart in den Prozessen nach hinten raus Zeit. Eine leistungsfähige Infrastruktur ist Voraussetzung für Wirtschaftswachstum. Wir machen Tempo, damit die Anliegen der Stadt Duisburg vorankommen.“

 

Staake: „Wir kämpfen gegen die Belastung des Verkehrs“

Um ihrem gemeinsamen Anliegen Nachdruck zu verleihen, haben die Bündnispartner heute gemeinsam ein Memorandum unterzeichnet. Zu den Erstunterzeichnern zählt auch der Vorstandsvorsitzende des Duisburger Hafens Erich Staake. „Auf der einen Seite sind wir Teil einer Expansion des Verkehrsaufkommens und auf der anderen Seite kämpfen wir gegen die Belastungen, die schon das bestehende Maß an Mobilität für die Bevölkerung in Duisburg und Umgebung bedeutet. Wir wollen deshalb unseren Beitrag leisten, für eine gute und sichere Infrastruktur mit starken Verkehrsadern und klugen Bypässen, gerade um Akzeptanz bei der Bevölkerung für die Logistik zu erhalten“, sagt duisport-Chef Staake.

 

Die ersten Aktionen hat das Bündnis für das Frühjahr 2019 angekündigt.

 

Zu den Erstunterzeichnern des Bündnisses für Mobilität für Duisburg und den Niederrhein gehören duisport-Chef Erich Staake und DGB-Regionalgeschäftsführerin Angelika Wagner.
V.l.: IHK-Präsident Burkhard Landers, Erich Staake, NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Angelika Wagner. Fotos: Niederrheinische IHK

 

 

 

Wirtschaftsförderung: „Duisburger Gründergespräche“

Duisburg, 14. Januar 2019 - Welche Wege und Kommunikationskanäle führen zum Kunden? Wie können diese überhaupt erst einmal gewonnen werden? Und wie wird am besten auf die eigene Firma aufmerksam gemacht und Vertrauen in die Marke oder das Produkt aufgebaut?  
Diesen und weiteren Fragen geht der Geschäftsführer der Rheinschafe GmbH Kai Lehmkühler auf den Grund: am 17. Januar 2019 um 17:00 Uhr im WorkCafé des Neudorfer Technologiezentrums Tectrum (Tec-Tower), Bismarckstraße 142 in 47057 Duisburg.  

Die Veranstaltung ist Teil des Formats „Duisburger Gründergespräche“ und wird von der GFW Duisburg organisiert. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Da die Veranstaltung auf 20 Personen begrenzt ist, empfiehlt sich eine vorherige Anmeldung bei Andrée Schäfer, Projektmanager der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg), Telefon: 0203 / 36 39 – 343, E-Mail: schaefer@gfw-duisburg.de  

Die „Duisburger Gründergespräche“ der Wirtschaftsförderung; Urheber: Andrée Schäfer; Nutzungsrechte: GFW Duisburg


Mälzerei erstmalig Gastgeberin einer Lossprechungsfeier

Beruflicher Nachwuchs liefert erfolgreich Gesellenstück ab
Castrop-Rauxel/Duisburg, 14. Januar 2019 - Im Beisein von Verwandten, Freunden, Ausbildern und Lehrern feierten sechs Gesellen und eine Gesellin während der diesjährigen Lossprechungsfeier ihre bestandene Abschlussprüfung. Fortan dürfen sie sich Brauer und Mälzer nennen. Erstmalig war mit Durst Malz in Castrop-Rauxel eine Mälzerei Gastgeberin der Feierstunde.   
 
Alle sieben Brauer und Mälzer haben nach zweieinhalb Jahren Ausbildungszeit ihre vorgezogene Prüfung mit Bravour bestanden. Die drei Prüfungsbesten wurden vom Brauereiverband NRW traditionell besonders ausgezeichnet.

Unter den Besten konnte sich Lena Keunecke, die ihr Handwerk in der König-Brauerei GmbH in Duisburg erlernt hat, absetzen. Mit 93 von 100 Punkten belegte sie in der Winterprüfung 2019 den ersten Platz. Dafür erhielt sie von Heinz Linden einen Scheck über 300 Euro. „Eine ganz tolle Leistung“, so der Geschäftsführer des Brauereiverbandes NRW bei der Übergabe.

Für Nico Philip Zahn von der Dortmunder Actien-Brauerei gab es als Zweitplatzierten 200 Euro und Jonas Dickopp (ebenfalls von der König-Brauerei) erhielt für seinen dritten Platz 100 Euro. Bevor die neuen Fachkräfte ihre Prüfungszeugnisse in ihren Händen halten konnten, mussten sie noch ihr Wissen rund um das Thema Mälzen preisgeben.


„Ohne diesen Rohstoff gibt es kein Bier“, weiß John Bolder, Betriebsleiter der zur französischen Soufflet-Gruppe gehörenden Durst Malz GmbH & Co. KG in Castrop-Rauxel. Vor der Lossprechungsfeier hatten die ehemaligen Auszubildenden Gelegenheit, die Produktion der Mälzerei zu besichtigen. „Unser Rohstoff wird auch als Seele des Bieres bezeichnet.“

 

In Castrop-Rauxel werden rund 54.000 Tonnen Braumalz produziert. Zu unseren Kunden im Ruhrgebiet und dem angrenzenden Sauerland zählen kleine, mittelständische und große Brauereien.“ 

 

„Dieses Ergebnis macht mich besonders stolz“, so Oliver Landsberger. Der DiplomBraumeister der König-Brauerei ist nicht nur der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, sondern auch der Ausbilder von Lena Keunecke und Jonas Dickopp. „Beide habe sich während ihrer zweieinhalbjährigen Ausbildungszeit mächtig ins Zeug gelegt, um die vorgezogene Gesellenprüfung zu meistern. Und das hat eindrucksvoll geklappt.“
Während ihr Kollege Jonas Dickopp als Brauer und Mälzer eine Festanstellung bei der König-Brauerei in Duisburg erhält, weiß Lena Keunecke noch nicht so recht, was sie ab Herbst beruflich macht. „Ich habe eigentlich zwei Optionen“, meint die Prüfungsbeste.
„Entweder werde ich im Oktober ein brautechnologisches Studium an der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin aufnehmen. Oder ich werde als Wanderbrauerin ins Ausland gehen. So sehe ich nicht nur die Welt, sondern lerne in den verschiedenen Ländern noch eine Menge dazu. Ich freue mich jedenfalls riesig auf diese Herausforderungen.“
Die 20-Jährige ist ein Beispiel dafür, dass junge Frauen manchmal die besseren Brauer und Mälzer sind. „Nach dem Abitur wollte ich unbedingt etwas Praktisches machen und ein Handwerk erlernen. Und da ich schon immer ein Faible für Bier hatte, blieb für mich nur die Ausbildung in der Brauwirtschaft.“

 

Großstadt oder Vorort: Wo leben Familien in der Region Duisburg besser?  

Berlin/Duisburg, 11. Januar 2019 - Die aktuelle Großstadt-Vorort-Analyse von Betreut.de zeigt, wo Familien mit jüngeren Kindern im Raum Duisburg die besseren Bedingungen vorfinden. Das Ergebnis: Die Vororte haben Familien mehr zu bieten als Duisburg – Wohnkosten nicht ausschlaggebend.  
Großstadt, Vorort oder ländlicher Raum? Die Frage, wo es sich besser lebt, spaltet seit jeher die Deutschen. Zwar besteht bundesweit noch immer ein starker Trend zum Leben in der Stadt, doch seit einiger Zeit macht sich auch eine Gegenbewegung bemerkbar: Nicht nur die ländlichen Gemeinden verlieren an Bevölkerung, sondern auch die Metropolen. Die größten deutschen Städte verlieren mittlerweile mehr Haushalte als neu hinzukommen.

Nach den Analysen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung sind es größtenteils Familien mit jüngeren Kindern, die der Großstadt immer häufiger den Rücken zukehren und in kleinere und mittelgroße Städte des Umlands ausweichen. Doch ob die Vororte tatsächlich die besseren Bedingungen bieten, ist nicht pauschal zu beantworten.
Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Großstadt-Vorort-Analyse von Betreut.de, die die 15 größten deutschen Städte und deren umliegende Ortschaften hinsichtlich relevanter Faktoren für Familien verglichen hat. Demnach können sich die Vor- und Nachteile der jeweiligen Stadtgebiete und die Ausprägung ihrer Differenzen mitunter deutlich unterscheiden. Die Vororte überzeugen mit größerem Wohnraum. Die Mieten und Immobilienpreisen sind jedoch günstiger in der Großstadt.

Der Analyse liegen folgende Kategorien zugrunde:
- Wohnverhältnisse
- Kinderbetreuung
- Schule & Bildung
- Beschäftigungslage
- Ruhe & Beschaulichkeit
- Freizeitangebote
- Sicherheit & Gesundheit.

Beim Großstadt-Vorort-Vergleich wurden die Großstädte ihrem Umland gleichwertig gegenübergestellt. Dabei wurde zunächst ermittelt, in welchem Stadtteil (Großstadt vs. Vorortkonglomerat) die besseren Werte vorliegen. Darauf basierend wurden für die einzelnen Kategorien die prozentualen Differenzen bestimmt. Diese dienten als Grundlage für die finale Bilanz, wo Familien mit Kindern letztendlich besser oder schlechter aufgehoben sind. Jede Kategorie wurde gleichwertig gewichtet.

Familien der Region Duisburg leben besser in den Vororten
Für die Region Duisburg kommt die Analyse zu dem Ergebnis einer klaren Bevorteilung der Vororte. Im Unterschied zu den meisten anderen untersuchten Stadtgebieten sind dafür nicht die Wohnbedingungen ausschlaggebend, sondern vor allem das beschaulichere Umfeld, die geringere Kriminalitätsrate und das größere Freizeitangebot. Duisburg selbst punktet durch kürzere Schulwege. In den übrigen Kategorien unterscheiden sich die beiden Stadtgebiete nur wenig.

Betrachtete Vororte in der Region Duisburg: Rheinberg, Ratingen, Dinslaken, Meerbusch, Neukirchen-Vluyn, Voerde, Heiligenhaus, Kamp-Lintfort, Hünxe, Kempen.

 

Bündnis „#GemeinsamMobil für Duisburg und den Niederrhein“

Am Montag, 14. Januar 2019, findet von 15 bis 16.30 Uhr in der Niederrheinischen IHK in Duisburg mit Ehrengast NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst eien besondere Gründung statt. Die  Niederrheinische IHK gründet gemeinsam mit zahlreichen regionalen Unternehmen, dem DGB Niederrhein und Straßen.NRW das Bündnis „#GemeinsamMobil für Duisburg und den Niederrhein“.
Das Bündnis soll mit Aktionen und Maßnahmen für mehr Verständnis und Akzeptanz für die Entwicklung der Infrastruktur in der Region werben. Besonders einsetzen soll es sich für die zahlreichen anstehenden Bauprojekte im Raum Duisburg, allen voran für den Neubau der A40-Rheinbrücke Neuenkamp, den sechsspurigen Ausbau der A59 und das Kreuz Kaiserberg.  Als weitere Redner sind vor Ort: IHK-Präsident Burkhard Landers, der Vorsitzende des Duisburger Hafens Erich Staake, sowie die Regionsgeschäftsführende des DGB Niederrhein Angelika Wagner.

 

 

IHK-Zertifikatslehrgang „Technik für Nicht-Techniker/-innen“  
Um den professionellen Austausch mit Technikern aus Entwicklung, Fertigung und Konstruktion sicher zu meistern, liefert der Zertifikatslehrgang „Technik für Nicht-Techniker/-innen“ der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve ein technisches Basiswissen. Die Teilnehmer erhalten Einblicke in die Grundlagen verschiedener technischer Bereiche.
 Auch begleitende Themen, wie Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement sind Gegenstand der Veranstaltung. Dabei erwerben die Anwesenden zahlreiche Fähigkeiten, unter anderem wie technische Zeichnungen zu lesen sind und welche technischen Begriffe bei der internen oder externen Kommunikation verwendet werden.  
Der Lehrgang findet vom 6. Februar bis 22. Mai, mittwochs von 17:30 bis 20:45 Uhr, in der IHK-Hauptgeschäftsstelle in Duisburg statt. Mehr Details und Anmeldung: Sabrina Giersemehl, Telefon 0203 2821-382, E-Mail gierse-mehl@niederrhein.ihk.de.

 

Trafotransport nach Walsum

Heute wird gegen 11 Uhr ein 600MVA-Transformator in Walsum über den Rhein angeliefert. Der Transformator wird am Freitag weiter zur Umspannanlage Walsum, Dr.-Wilhelm-Roelen-Straße 3, gebracht werden.  
Bereits ab 8 Uhr wird an der so genannten Nato-Rampe ein Kran aufgebaut. Von 10 bis 11 Uhr wird eine Überfahrtrampe errichtet. Danach wird der Transformator abgeladen. Ab 14 Uhr wird die Überfahrtrampe wieder abgebaut.  

Trafotransport zum Umspannanlage Walsum, Dr.-Wilhelm-Roelen-Straße

 

Buchhandel im Schulterschluss: Mayersche und Thalia schließen sich zu Europas bedeutendstem Buchhandelsunternehmen zusammen

Aachen/Hagen/Duisburg, 10. Januar 2019 - Die Mayersche Buchhandlung und Thalia schließen sich zusammen. Aus den 55 Mayerschen Buchhandlungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie den rund 300 Buchhandlungen von Thalia im deutschsprachigen Raum wird der bedeutendste familiengeführte Sortimentsbuchhändler in Europa. Die Aachener Familie Falter verstärkt den bisherigen Thalia-Gesellschafterkreis, der aus den Familien Herder, Kreke, Busch und Göritz besteht.
"Die beiden Unternehmen werden voneinander lernen und die jeweiligen Stärken zum Nutzen der Kunden einbringen", erklärt Dr. Hartmut Falter, Inhaber und Geschäftsführer der traditionsreichen Mayerschen Buchhandlung und künftig zweiter geschäftsführender Gesellschafter bei Thalia. "So werden die Kompetenzen der Mayerschen und von Thalia zu einer komplementären und neuen Qualität zusammengeführt." Die veränderten Rahmenbedingungen im Buchhandel erfordern zukunftsweisende Konzepte und Allianzen.

"Thalia und die Mayersche verschmelzen zu einem innovativen Buchhändler, der nicht nur für eine hohe Marktpräsenz steht, sondern auch für das im internationalen Vergleich erfolgreichste Omni-Channel-Buchhandelsunternehmen", sagt Michael Busch, CEO und geschäftsführender Gesellschafter von Thalia. Der Zusammenschluss sei auch ein klares Signal für die Branche. Busch: "Der deutschsprachige Buchhandel braucht beständige Allianzen. Denn wir sind erfolgreicher, wenn wir gemeinsam handeln".

Manuel Herder, Verleger aus Freiburg und Mehrheitsgesellschafter bei Thalia, freut sich über den Zusammenschluss der beiden Häuser. "Für Unternehmerfamilien im Buchhandel ist das genau der richtige Schritt. Damit setzen wir ein Zeichen des Aufbruchs gegen die Marktmacht globaler Online-Händler und für die innerstädtische Lesekultur." Über die Modalitäten des Vertrages wurde Stillschweigen vereinbart. Der Vertrag steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Fusionskontrollbehörden.

 

 

Tarifverhandlungen für die 65.000 AWO-Beschäftigten

AWO-Arbeitgeber fordern ver.di dazu auf, zu den Realitäten zurückzukehren

Dortmund/Düsseldorf. Die NRW-Arbeiterwohlfahrt fordert die Gewerkschaft ver.di zum Auftakt der aktuellen Tarifrunde dazu auf, „auf den Boden der Sachlichkeit zurückzukehren“. Die Forderungen, die die Gewerkschaftsvertreter am Mittwoch (9. Januar) vorlegten, stammten eher aus dem Zauberhut klassenkämpferischer Phantasien als aus der sozialpolitischen Wirklichkeit.

Die AWO hatte schon im November ein hervorragendes Angebot vorgelegt und sich dabei an den Abschlüssen des öffentlichen Dienstes orientiert: Bei einer Laufzeit von 30 Monaten (Beginn 1. Dezember 2018) sollen die Löhne und Gehälter der Beschäftigten danach um insgesamt sieben Prozent steigen – und zwar in drei Stufen. Im ersten Jahr (ab 1.1.2019) ist ein Plus von 3,2 Prozent vorgesehen, im zweiten Jahr (ab dem 1.1.2020) 3,0 Prozent, in den verbleibenden fünf Monaten bis zum 31. Mai 2021 noch 0,8 Prozent. Dies sei ein Signal zum hundertjährigen Bestehen der Arbeiterwohlfahrt.

Ver.di hingegen verlangte gestern runde Zahlen zum Jubiläum: unter anderem eine Erhöhung aller Monatslöhne um gleich zehn Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten, 100 Euro mehr für die Ausbildungsvergütung sowie eine hundertprozentige Gleichbehandlung der OGS-Mitarbeitenden mit den Kita-Mitarbeitenden. „Eine nette Zahlenspielerei“, so Verhandlungsführer Gero Kettler. „Mehr aber auch nicht.“ Schließlich müssten die Tarifforderungen anschließend auch gegenüber der öffentlichen Hand durchgesetzt werden – und das lasse schon die Gesetzeslage gar nicht zu.
„Wir wünschen unseren 65.000 Beschäftigten auch eine bessere Entlohnung – schon um die Attraktivität der Berufe in Erziehung und Pflege zu steigern. Aber an der staatlichen Finanzierung der Einrichtungen völlig vorbeizuschauen, heißt die Mitarbeitenden nicht mehr ernst zu nehmen und ihnen Theater vorzuspielen.“

Vor diesem Hintergrund setze die AWO auf lange Laufzeiten als Grundlage für eine solide Refinanzierung der Lohn- und Gehaltszulagen. Gesprächsbereitschaft signalisierte ihre Tarifkommission am Mittwoch auch für angemessene Verbesserungen bei den Ausbildungsvergütungen. Mehr sei aber nicht machbar. Ver.di sei nun am Zug, „bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 29. Januar 2019 eine ernst zu nehmende Verhandlungsposition zu entwickeln“.

 

Wohnnebenkosten in Regensburg am niedrigsten

Berlin/Duisburg, 09. Januar 2019 - Eine vierköpfige Musterfamilie zahlt in Regensburg am wenigsten für die Abwasser- und Müllentsorgung sowie für die Grundsteuer. Das ergab eine vergleichende Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag von Haus & Grund Deutschland. Die gleiche Familie muss in Leverkusen am tiefsten in die Tasche greifen. Die Nebenkostenbelastung liegt dort um mehr als das Doppelte höher als in Regensburg.  

„Die Kosten des Wohnens werden in erheblichem Maße von Städten und Gemeinden beeinflusst. Und die Zahlen zeigen, dass es vielerorts Spielräume geben muss, die Kosten des Wohnens zu senken“, kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke die Ergebnisse. Er forderte die Verantwortlichen auf zu analysieren, warum die Kostenbelastung zwischen den Städten um mehrere Hundert Euro voneinander abweichen.
Mit dem Nebenkostenranking werde den Verbrauchern, aber auch den kommunalen Verwaltungen und den politisch Verantwortlichen ein Instrument gegeben, mit dessen Hilfe sie ihre aktuelle Positionierung im Wettbewerb der Städte um attraktive Standortbedingungen besser einschätzen und Änderungen anstoßen können. Einige Ergebnisse im Überblick:  

 

 

Wohnungsmarktbericht Ruhr

Bautätigkeit in Duisburg nimmt ab: Hoher Anteil geförderter Wohnungen
Essen/Duisburg, 02. Januar 2019 - In Duisburg hat die Wohnbautätigkeit abgenommen. Zwischen 2014 und 2016 wurden durchschnittlich 387 Wohnungen pro Jahr fertiggestellt, in der längerfristigen Betrachtung (2011 – 2016) waren es jährlich 439 Wohnungen. Das geht aus dem 4. Regionalen Wohnungsmarktbericht der Arbeitsgemeinschaft Wohnungsmarkt Ruhr hervor, der unter der Federführung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in Zusammenarbeit mit den elf kreisfreien Städten und vier Kreisen des Ruhrgebiets erstellt wurde.

Der Wohnungsmarktbericht betrachtet auch die Bauintensität. Duisburg erreichte zwischen 2014 und 2016 eine Bauintensität von 0,33 fertiggestellten Wohnungen je 100 Bestandswohnungen im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser. Bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern lag die Bauintensität bei 0,1. Der öffentlich geförderte Wohnungsbestand in Duisburg ist - wie im gesamten Ruhrgebiet und in ganz NRW - rückläufig: Durch geringen Zuwachs geförderter Wohnungen und Auslauf der Bindungen sank der Bestand zwischen 2006 und 2016 um 39,3 Prozent und liegt damit im Ruhrgebietsschnitt.

2016 standen 22.392 geförderte Wohnungen in Duisburg zur Verfügung. Das entsprach einem Anteil von 8,7 Prozent am Gesamtwohnungsbestand (Ruhrgebiet: 6,9 Prozent). Damit ist Duisburg nach Hamm und Gelsenkirchen die Stadt mit dem dritthöchsten Anteil an geförderten Wohnungen in der Metropole Ruhr. Der abnehmende Trend wird sich Prognosen der NRW.BANK zufolge weiter fortsetzen. Bis 2030 wird ein weiterer Rückgang bei den geförderten Wohnungen in Duisburg um 31,5 Prozent erwartet (Ruhrgebiet: 31,3 Prozent).

Parallel zum Wohnungsmarktbericht Ruhr wurde der Wohnbericht 2017 der Stadt Duisburg veröffentlicht. Ergänzend zu den Aussagen des Wohnungsmarktberichtes Ruhr bis zum Jahr 2016 ist in Duisburg für 2017 inzwischen eine deutliche Zunahme der Baufertigstellungen festzustellen. Der Wohnbericht 2017 der Stadt Duisburg ist unter www2.duisburg.de/micro2/wohnen/ abrufbar. idr

 

Wohnungsmarktbericht Ruhr: Deutlicher Anstieg bei den Baugenehmigungen - Anteil geförderter Wohnungen rückläufig
Die Zahl der Wohnungsfertigstellungen in der Metropole Ruhr ist seit 2009 leicht gestiegen. 44.600 Wohnungen wurden zwischen 2011 und 2016 im Ruhrgebiet gebaut, das waren 18 Prozent der Fertigstellungen in NRW. Das geht aus dem 4. Regionalen Wohnungsmarktbericht der Arbeitsgemeinschaft Wohnungsmarkt Ruhr hervor, der unter der Federführung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in Zusammenarbeit mit den elf kreisfreien Städten und vier Kreisen des Ruhrgebiets in Begleitung durch die NRW.Bank erstellt wurde.
Trotz steigender Tendenz im Wohnungsbau bleibt die Metropole Ruhr hinter der NRW-Entwicklung zurück. Bezogen auf das Jahr 2007 lag der Index der Baufertigstellungen im Ruhrgebiet 2016 bei 83, in NRW bei 105. Die Zahl der Baugenehmigungen von 2014 bis 2016 lassen jedoch erwarten, dass die Region aufholen wird: 30.000 Baugenehmigungen wurden in diesem Zeitraum erteilt, allein 12.000 im Jahr 2016.
Genehmigt wurden überwiegend Mehrfamilienhäuser. Ein Vergleich der kreisfreien Städte und Kreise im Ruhrgebiet zeigt eine deutlich höhere Bautätigkeit in den Kreisen: Dort lag der Baufertigstellungsindex 2016 bei 101, in den kreisfreien Städten bei 70. Auffällig ist vor allem die deutliche Zunahme von Mehrfamilienhäusern in den Kreisen.
Zwischen 2014 und 2016 entstanden rund 59 Prozent der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (2.074) und nur 1.460 in Ein- und Zweifamilienhäusern. In den kreisfreien Städten wurden 1.420 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern gebaut, was einem Anteil von 48 Prozent entspricht. Als mögliche Gründe für die Dominanz von Mehrfamilienhaus-Neubauten in den Kreisen nennen die RVR-Experten unter anderem einen erhöhten Nachholbedarf, gestiegene Bodenpreise und den demografischen Wandel, der zu einer verstärkten Nachfrage nach kleinerem und barrierefreiem Wohnraum führt.
Aufmerksam beobachten die Planer den Rückgang des öffentlich geförderten Wohnungsbestandes: Durch geringen Zuwachs geförderter Wohnungen (Neubau und neue Belegungsbindungen im Bestand) und das planmäßige oder vorzeitige Auslaufen der Bindungen sank der Bestand zwischen 2006 und 2016 um 39,2 Prozent. 2016 standen 183.592 geförderte Wohnungen zur Verfügung. Das entsprach einem Anteil von 6,9 Prozent am Gesamtwohnungsbestand. Dieser Trend wird sich Prognosen der NRW.BANK zufolge fortsetzen.

Bis 2030 wird ein weiterer Rückgang der geförderten Wohnungen um 31,3 Prozent erwartet (NRW: 34,2 Prozent). Die Arbeitsgemeinschaft Wohnungsmarkt Ruhr befürchtet, dass diese Entwicklung langfristig dazu führt, dass Steuerungsmöglichkeiten hinsichtlich der Versorgung von breiten Bevölkerungsschichten mit bezahlbarem Wohnraum fehlen. Daher hat die RVR-Verbandsversammlung zum Jahresende beschlossen, dass der Regionalverband Ruhr den Rahmen für ein regionales Wohnungsmarktkonzept erarbeitet. Ein Schwerpunkt soll auf der Schaffung und Sicherung von bezahlbarem Wohnraum liegen. idr