BZ-Home Industrie - Wirtschaft - Handel - Finanzen - Logistik Redaktion Harald Jeschke 

 

BZ-Sitemap

WBDuisburg
Stadtwerke DU

 

DU und DUS (Airport)

Archiv
07 - 12.2018
01 - 06 2018

07-12 2018
07-12 2017
01-06 2017

01-12 2016







 

Immobilienrichtwerte für Eigentumswohnungen in Duisburg  

Duisburg, 16. November 2018 - Für Eigentumswohnungen in Duisburg hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte sogenannte „Immobilienrichtwerte“ ermittelt und diese mit Beschluss vom 30. Oktober festgesetzt. Immobilienrichtwerte bilden eine Grundlage für die Bewertung von gebrauchten Eigentumswohnungen.  
Die Richtwerte und alle dazu benötigten Informationen stehen ab Ende November kostenfrei im zentralen Informationssystem der Gutachterausschüsse und des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen unter www.BORISplus.nrw.de zur Verfügung. Ebenfalls steht dort ein Preiskalkulator zur Verfügung, um den Immobilienrichtwert an die Eigenschaften des Wertermittlungsobjektes anzupassen.

 

„Dieselfahrverbot trifft Region an sensiblem Punkt“
Urteil schränkt Unternehmen und Pendler extrem ein  

Ab Juli 2019 soll auf einem Großteil des Essener Stadtgebiets sowie auf Abschnitten der A40 ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge der Abgasklassen Euro-4 und niedriger eingerichtet werden. Allein aus Duisburg erhalten 10.000 Transportfahrzeuge die rote Karte. Besonders davon betroffen sind Kleintransporter bis 3,5 Tonnen.  

Dazu Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK: „Die A40 ist die Herzschlagader für das Ruhrgebiet. Das Dieselfahrverbot trifft die Region an einem sehr sensiblen Punkt: Es betrifft nicht nur die Stadt Essen, sondern den gesamten Standort. Das Urteil schränkt die Erreichbarkeit der Unternehmen, aber auch die Mobilität der Pendler extrem ein.“ Und weiter: „Die NRW-Umweltministerin hat bereits angekündigt, in diesem konkreten Fall in Berufung zu gehen. Das unterstützen wir sehr. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet das Urteil fast schon eine Enteignung: Sie haben nicht die Mittel, ihre Flotte kurzfristig umzurüsten auf Euro-6-Fahrzeuge. Für diese Mehrinvestitionen gibt es keinen Gegenwert.“

 

425 Dienstjahre werden geehrt – Volksbank RheinRuhr feiert  Jubilare
Im Jahr 2018 feierten 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre 10-, 25- und 40-jährigen Dienstjubiläen bei der Volksbank Rhein-Ruhr. 425 Dienstjahre, außergewöhnlich in Zeiten von Arbeitsplatzmobilität und stetiger Veränderungen. Grund genug, diese Zugehörigkeit und Verbundenheit zu feiern. Auf Einladung des Vorstandes trafen sich 19 Jubilare zum Beisammensein, Erinnerungen austauschen und zu einem leckeren Essen in der Zentrale mit Panoramablick über den Duisburger Innenhafen.
Mit ihren über 150 Jahren Geschichte kann die Volksbank Rhein-Ruhr auf eine lange Tradition zurückblicken. „Wer 10, 25 oder gar 40 Jahre einem Unternehmen treu ist, die täglichen Anforderungen und Gegebenheiten der Zeit meistert, der hat es verdient, geehrt zu werden“, so der Sprecher des Vorstandes Thomas Diederichs. „Eine solch lange Betriebszugehörigkeit bedeutet meist auch gegenseitige Wertschätzung. Sie zeugt von Ausdauer, Kompetenz, Fairness, Vertrauen, Menschlichkeit, Erfahrung sowie Veränderungsbereitschaft: Werte, ohne die solch eine Konstanz innerhalb der Bank nicht möglich ist und ohne die unsere Bank nicht das wäre, was sie heute ist.“
Bei der Volksbank Rhein-Ruhr feierten dreizehn Jubilare ihre zehnjährige Betriebszugehörigkeit, sieben Weitere stießen an auf je 25 Jahre und drei blickten positiv auf die 40 Jahre Zugehörigkeit zum Bankinstitut zurück. In den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen sind sie alle Stütze des Unternehmens und stolz auf den genossenschaftlichen Hintergrund ihrer Arbeit.

 

Zum Handelsrichter wiederernannt: Axel Quester behält sein Ehrenamt
Auf Vorschlag der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg wurde Dipl.-Betriebswirt Axel Quester, Geschäftsführer der Firma Armin Quester Immobilien GmbH, Friedrich-Wilhelm-Str. 7, 47051 Duisburg für die Zeit vom 15. November 2018 bis zum 14. November 2023 zum Handelsrichter beim Landgericht Duisburg wiederernannt.


Autobahn-Diesel-Fahrverbot

Deutsche Umwelthilfe erwirkt erstes Autobahn-Diesel-Fahrverbot auf der A40 im Ruhrgebiet sowie Diesel-Fahrverbote für Essen und Gelsenkirchen
Gelsenkirchen/Düsseldorf/Duisburg, 15. November 2018 - Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gibt Klagen für „Saubere Luft“ der Deutschen Umwelthilfe statt – Bisher stärkstes Urteil für den Gesundheitsschutz – DUH erwirkt elftes und zwölftes Urteil in Folge zu Diesel-Fahrverboten in Deutschland –

Luftreinhaltepläne der beiden Ruhrgebietsstädte müssen bis zum 1. Juli 2019 um eine 18 Stadtteile umfassende Diesel-Fahrverbotszone für Essen und streckenbezogene Diesel-Fahrverbote für Gelsenkirchen erweitert werden – Zum ersten Mal soll in Essen mit der Sperrung der A40 für Dieselfahrzeuge bis einschließlich Euro 5/V auch eine Autobahn in die Fahrverbotszone einbezogen werden – Heutige Kabinettsentscheidung zur Heraufsetzung von NO2- und NOx-Grenzwerten: Diesel-Fahrverbote kommen trotz Änderung des BImSchG auch für Städte unter 50 µg NO2/m3 – Bundesland Nordrhein-Westfalen mit den meisten Klagen für Diesel-Fahrverbote

Essen/Gelsenkirchen, 15.11.2018: Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat heute über die Klagen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) für „Saubere Luft“ in den Städten Essen und Gelsenkirchen entschieden (Essen: 8K 5068/15, Gelsenkirchen: 8K 5254/15) und beiden Klagen in vollem Umfang stattgegeben: Der Luftgrenzwert für das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2), der seit dem Jahr 2010 verbindlich gilt, ist schnellstmöglich einzuhalten, spätestens im Jahr 2019. Dabei geht es um eine Grenzwerteinhaltung jeweils im gesamten Stadtgebiet. Die internationale Umweltrechtsorganisation ClientEarth unterstützt Klagen für „Saubere Luft“ der DUH.

Für die Stadt Essen hat das Gericht (höchster NO2-Belastungswert in Essen:49 µg/m3) entschieden, dass die Landesregierung ein Diesel-Fahrverbot für 18 Stadtteile inkl. der Stadtmitte als „Blaue Umweltzone“ in den Luftreinhalteplan aufzunehmen hat. Dieses gilt ab dem 1. Juli 2019 für alle Diesel unterhalb der Abgasnorm Euro 5 und Benziner unterhalb der Norm Euro 3. Zum 1. September 2019 ist das Verbot auf Diesel-Pkw, Busse und Nutzfahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 zu erweitern.
Zum ersten Mal in Deutschland wurde von einem Gericht auch ein Diesel-Fahrverbot für eine Bundesautobahn verfügt. Ab dem 1. Juli 2019 gilt dies auf der Autobahn A40 für Diesel-Pkw, Busse und Nutzfahrzeuge bis einschließlich der Abgasstufe Euro 4/IV, ab dem 1. September 2019 wird dieses für Euro 5/V Diesel ausgedehnt. Grund ist die hohe Belastung einer Wohnsiedlung in Essen-Frohnhausen, hier führt die Bundesautobahn unmittelbar vorbei. Das Gericht hat zusätzlich dem Land die Prüfung weiterer Fahrverbote für neun weitere Verdachtsfälle außerhalb der „Blauen Umweltzone“ mit Frist bis zum 1. April 2019 auferlegt. Damit stellt das Gericht mit seinem Urteil das verfassungsrechtlich geschützte Recht auf Gesundheit der Menschen in Essen und Gelsenkirchen über die Profitinteressen der Automobilindustrie.  
Für die Stadt Gelsenkirchen, welche mit 46 µg NO2/m3 geringere Grenzwertüberschreitungen beim Dieselabgasgift NO2 als Essen aufweist, muss das beklagte Land Nordrhein-Westfalen ein streckenbezogenes Diesel-Fahrverbot auf der besonders belasteten Kurt-Schumacher-Straße festlegen. Dieses muss zum 1. Juli 2019 für alle Dieselfahrzeuge unterhalb der Abgasnorm Euro 6 und alle Benziner unterhalb der Abgasnorm Euro 3 in Kraft treten.
Das Gericht betonte, dass ein Großteil der vom Land NRW bisher in den Luftreinhalteplänen angeführten Maßnahmen „keine schnelle Wirkung“ verspricht. Die schnellstmögliche Grenzwerteinhaltung noch vor 2020, wie es das Bundesverwaltungsgericht gefordert hat, ist somit nicht möglich. Daher kann auf Diesel-Fahrverbote nicht mehr verzichtet werden. Der lange Zeitraum, in dem der Grenzwert überschritten wird, zwingt zu einer besonders effizienten Maßnahmenplanung.  
Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Mit der erstmaligen Sperrung einer Bundesautobahn für Diesel-Pkw, Busse und Lkw muss auch eine Kanzlerin Merkel erkennen, dass sie mit ihrer Politik gegen den Gesundheitsschutz und für die Profitsicherung einer betrügerischen Industrie gescheitert ist. Das letzte Beispiel für eine Fernsteuerung dieser Bundesregierung aus den Konzernzentralen von BMW, Daimler und VW ist die heute im Bundeskabinett beschlossene, europarechtswidrige Heraufsetzung von Dieselabgasgift-Grenzwerten. Was Gerichte von dieser industriefreundlichen Gesetzesnovelle halten, zeigte sich wenige Stunden nach der Regierungs-Pressekonferenz im Gelsenkirchener Richterspruch: Die erstmalige Einführung eines ersten Diesel-Fahrverbots auf der Autobahn A40 sowie in Essen und Gelsenkirchen. Diesel-Fahrverbote kommen trotz Änderung des BImSchG auch für Städte auch unter 50 µg NO2/m3.“

 

Das NRW-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:
Zu den heutigen Urteilen des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen zur Fortschreibung der Luftreinhaltepläne Essen und Gelsenkirchen nimmt Umweltministerin Ursula Heinen-Esser wie folgt Stellung: "Es ist ohne Zweifel, dass die Einhaltung der Grenzwerte maßgeblich für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung ist. Die Bezirksregierungen Düsseldorf und Münster haben für Essen und Gelsenkirchen ambitionierte Luftreinhaltepläne mit einer Vielzahl von Maßnahmen vorgelegt, um dieses Ziel zu erreichen.
Das Urteil kommt daher für uns überraschend, zugleich bietet es Orientierung", sagte Umweltministerin Heinen-Esser. Sie kündigte an, dass die Landesregierung die Urteile, sobald sie vorliegen, sehr genau prüfen will, um dann zu entscheiden, ob sie in Berufung gehen wird. Dort, wo zonale Fahrverbote drohen, insbesondere wenn eine Stadt und eine Autobahn im Zentrum eines Ballungsgebietes wie dem Ruhrgebiet betroffen sind, sei schon jetzt absehbar, dass die Landesregierung in Berufung gehen wird.
"Wir stehen in unseren Ballungsräumen vor großen Herausforderungen. Wir müssen jetzt in wenigen Monaten das schaffen, was in vielen Jahren zuvor nicht gelungen ist – die Grenzwerte gelten bereits seit dem Jahr 2010", sagte Heinen-Esser. "Unser erklärtes Ziel bleibt es, die Luftqualität und damit die Lebensqualität nachhaltig so zu verbessern, dass wir den Ausstoß von Stickoxiden reduzieren und die Luftqualitätsgrenz-werte flächendeckend einhalten. Gleichzeitig müssen wir die Mobilität der Menschen sicherstellen."
"Wir sind auf einem guten Weg, aber wir sind eben noch nicht am Ziel", sagte die Ministerin. "Daher müssen wir beides tun: die Grenzwerte kurzfristig schnellstmöglich einhalten und unsere Mobilität mittel- und langfristig so emissionsfrei wie möglich gestalten." Parallel zur Gerichtsverhandlung wurde heute im Bundeskabinett eine Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes beschlossen.
Das Leipziger Bundesverwaltungsgericht hatte explizit aufgegeben, die Verhältnismäßigkeit von Dieselfahrverboten zu prüfen. Eine gesetzliche Einordnung zur Verhältnismäßigkeit von Dieselfahrverboten würde allen Beteiligten und auch den Gerichten eine zusätzliche Orientierung bieten.
Darüber hinaus regelt die vorgesehene Novelle, dass Diesel-Fahrzeuge der Abgasnormen Euro 4 und Euro 5 von Fahrverboten ausgenommen werden, falls sie im Alltag nicht mehr als 270 Milligramm Stickstoffdioxid pro Kilometer ausstoßen – etwa wenn sie mit zusätzlichen Katalysatoren nachgerüstet wurden.
"Insbesondere die konsequente Umsetzung der Hardware-Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen wäre aus Sicht des Gesundheits- und Verbraucherschutzes eine sinnvolle und wirksame Maßnahme zur schnelleren Erreichung der Stickstoffdioxid-Grenzwerte und damit zur Vermeidung von Fahrverboten", sagte Heinen-Esser.

 

 

Erster StartUp-Afternoon mit Gründermesse und sbm-Auftakt im Tectrum

Duisburg, 12. November 2018 - Bundesweit wird ab 12. November 2018 die Gründerwoche begangen und Duisburg ist aktiv dabei. Gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen führt die Wirtschaftsförderung Duisburg einen StartUp-Afternoon mit einem breiten Informationsangebot für Gründer und Interessierte durch. Hier haben Gründer und die, die es werden wollen, die einmalige Gelegenheit, das breite Beratungsangebot für StartUps zentral und kompakt Ort kennenzulernen und erste Kontakte zu knüpfen.

Der StartUp-Afternoon beginnt am 16. November 2018 um 15.00 Uhr im Neudorfer Technologiezentrum Tectrum. Die Teilnahme ist kostenfrei. An mehr als zehn Ständen werden sich beispielsweise die Business Angel Agentur Ruhr, die NRW.BANK, der RUHR.HUB, der Unternehmerinnenbrief, das TripleZ, startport sowie die Wirtschaftsförderungen Duisburg und Essen vorstellen. Sie werden Fragen rund um die Themen Gründung und Finanzierung beantworten.
Kern des StartUp-Afternoons ist die Auftaktveranstaltung des Kursangebotes von small business management (sbm). Das international prämierte Projekt von Prof. Dr. Volker Breithecker startet in die 20. Runde. Hier werden aus Gründungsinteressierten erfolgreiche Unternehmer gemacht.
Über 300 Unternehmen sind in den letzten Jahren daraus hervorgegangen und weit über 1000 Arbeitsplätze entstanden.

 Atrium im Tectrum: Schauplatz des StartUP-Afternoon, Urheber: Andree Schäfer, Nutzungsrechte: GFW Duisburg

 

 

Fasel-Preis für Soziale Marktwirtschaft für Tönjes und Vassiliadis

Duisburg, 12. November 2018 - Die Duisburger Fasel-Stiftung hat am Wochenende in Essen ihren Preis für Soziale Marktwirtschaft verliehen. Ausgezeichnet wurden Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung, und Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). mit der Ehrung würdigt die gemeinnützige Stiftung "den gelungenen Strukturwandel mit dem Prozess des sozialverträglichen Ausstiegs aus dem Steinkohlenbergbau und hier insbesondere auch das Engagement der beiden Persönlichkeiten".

Der Fasel-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisträger wollen das Geld der August-Schmidt-Stiftung zur Unterstützung von Waisen tödlich verunglückter oder an einer Berufskrankheit verstorbener Arbeitnehmer zugute kommen lassen. Die Fasel-Stiftung wurde 1994 vom gleichnamigen Duisburger Unternehmer gegründet. Sie fördert soziale Projekte, Austauschprogramme und die Idee der Sozialen Marktwirtschaft. idr

 

 

Neuer Pfannenofen im Stahlwerk ist jetzt in der Erprobungsphase

Bedeutendes Investitionsprojekt bei thyssenkrupp Steel vor dem Abschluss
· Strategische Investition zur Produktion hochwertiger Stahlgüten mit optimierten Reinheitsgraden
· Signal für die Weiterentwicklung des Standortes Duisburg
· Gesamtinvestition im hohen zweistelligen Millionenbereich


Duisburg, 08. November 2018 - Nach planmäßiger Bauzeit von einem Jahr ist es soweit: Im neuen Pfannenofen von thyssenkrupp Steel in Duisburg werden die ersten Schmelzen erfolgreich behandelt. Damit ist bei dieser strategisch bedeutenden, im Stahlwerksbereich angesiedelten Investition ein zentraler Meilenstein erreicht. Der neue Doppelpfannenofen verfügt über eine Kapazität von 265 Tonnen pro Schmelzvorgang. Er dient dazu, hochlegierte Stahlgüten mit optimierten Reinheitsgraden in höchster Qualität herzustellen. „Der neue Pfannenofen wird uns helfen, unsere Wettbewerbsposition dauerhaft zu verbessern“, betont Dr. Arnd Köfler, Produktionsvorstand bei thyssenkrupp Steel Europe. „Wir schließen mit der neuen Anlage eine Lücke in unserem Produktionsnetzwerk und stellen uns besonders bei Premiumgüten, wie sie beispielweise für höherfeste und sicherheitsrelevante Bauteile im Auto benötigt werden, noch einmal deutlich stärker auf.“

 

Höhere Prozesseffizienz bei geringeren Kosten

Der Pfannenofen wurde im Oxygenstahlwerk 2 von thyssenkrupp installiert und befindet sich im Produktionsprozess zwischen dem Konverter und der Strangießanlage. Das Aggregat wird im Rahmen der Sekundärmetallurgie zunächst zum Legieren und Aufheizen der Schmelze sowie zur Entschwefelung benötigt. „Wir haben mit dem Projekt Pfannenofen über diese Kernanforderungen hinaus aber noch deutlich mehr erreicht“, erläutert Thorsten Brand, Leiter der Stahlproduktion bei thyssenkrupp Steel. „Die Anlage trägt auch zur Kostenoptimierung und Steigerung der Prozesseffizienz im gesamten Stahlwerk bei. So können wir zukünftig die Kosten im Konverterbetrieb senken, indem wir höhere Schrotteinsätze ermöglichen, also den Produktionsprozess kostenorientiert flexibler machen. Da die Schmelze im Pfannenofen auf- bzw. nachgeheizt werden kann, sparen wir auch an der Feuerfestauskleidung im Konverter, weil wir die Abstichtemperatur absenken können. Aus demselben Grund sind wir in der Lage, die Nachblasquote im Konverter zu verringern. Schließlich werden wir unsere Direktabstichquote steigern können, weil es nun möglich ist, über digital vernetzte Daten die Schmelzen im Pfannenofen gezielt nachzujustieren. In Summe stellt das Projekt eine kostenoptimierte und technologische Fortentwicklung für das ganze Stahlwerk dar“, resümiert Brand.

 

Erfolgreiche Projektpartnerschaft mit Anlagenbauer INTECO

Der Auftrag zum Bau des Pfannenofens wurde von thyssenkrupp an den österreichischen Anlagenbauer INTECO vergeben, der als Generalunternehmer die Anlage schlüsselfertig übergeben wird. Dr. Harald Holzgruber, CEO der INTECO Gruppe: „In unserer 45-jährigen Firmengeschichte markiert dieser Auftrag einen Meilenstein. Wir sind stolz, dass wir dieses Projekt gemeinsam mit unseren Partnern von thyssenkrupp erfolgreich und voll im Zeitplan durchführen konnten. Die Anlage ist mit sämtlichen technischen Innovationen ausgestattet, die geeignet sind, thyssenkrupp im Wettbewerb zu unterstützen. Darüber hinaus wurde der Pfannenofen, um die Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern, aus Schallschutzgründen komplett mit Lärmschutzpaneelen eingehaust.“ In den kommenden Wochen wird der neue Pfannenofen gezielt getestet und im Rahmen von Probeschmelzen umfassend analysiert und auf seine Funktionalitäten geprüft. Anschließend geht die Anlage dann auch offiziell in die Verantwortung von thyssenkrupp über.

Neuer Pfannenofen im Duisburger Stahlwerk:

80 Millionen-Investition in Qualität und Technologie.

Ruhr-IHKs initiieren Netzwerk für autonomes Fahren auf dem Wasser  

Kanalnetz im Ruhrgebiet bestens geeignet: Testfeld für selbstfahrende Binnenschiffe gefordert

Duisburg, 07. November 2018 - Dass autonom fahrende Wagen den Straßenverkehr in Zukunft revolutionieren, scheint nah. Auf dem Wasser sehen die IHKs im Ruhrgebiet großes, bislang nicht genutztes Potenzial  für die Binnenschifffahrt.
 „Diese Region ist optimal geeignet, um das autonome Fahren auf Wasserstraßen zu testen. Vor allem die Vielfalt der Güterarten und das Forschungs-Know-how sind ein Alleinstellungsmerkmal“, kommentiert Wulf-Christian Ehrich für die Ruhr IHKs die Empfehlung einer Machbarkeitsstudie, die am Mittwoch, 7. November, in Duisburg vorgestellt wurde.
Um die Kompetenzen der Region zu bündeln, haben die IHKs gleichzeitig ein Kompetenznetzwerk mit Wirtschaft und Wissenschaft initiiert. Das Ruhrgebiet kann angesichts der übervollen Straßen und Schienenwege auf keinen Verkehrsträger verzichten.
In Nordrhein-Westfalen wird ein Viertel der Güter über die Wasserstraßen transportiert. Der Rhein und die Kanäle sind die Herzstücke dieses Systems. Autonom fahrende Binnenschiffe sind ein weiterer Schritt, um diesen Transportweg effizienter zu nutzen.
„Die Binnenschifffahrt braucht neue Impulse. Der Anschluss an digitale Transportketten, andere Schiffsgrößen und neue Gütergruppen sollen sie zu einer leistungsfähigen und modernen Säule für die Wirtschaft im Ruhrgebiet machen“, erklärt Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der aktuell im Ruhrgebiet federführenden IHK zu Dortmund, die Motivation für die Machbarkeitsstudie zum autonomen Fahren in der Binnenschifffahrt.  
In 15 Jahren erste autonome Binnenschiffe Durchgeführt hat die Studie das renommierte Duisburger DST – Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme.
„Wir haben das konkrete Ziel, in 15 Jahren autonom fahrende Binnenschiffe auf unseren Wasserstraßen zu sehen. Dafür setzen wir heute den Startpunkt mit der Bündelung der Kompetenzen in einem Netzwerk“, ergänzt Ocke Hamann, Geschäftsführer der Niederrheinischen IHK zu Duisburg.  
Dabei ist das autonome Fahren kein Selbstzweck, sondern es eröffnet der Branche neue Möglichkeiten: Besonders attraktiv ist das autonome Fahren für kleinere Schiffseinheiten, die bislang nicht rentabel betrieben werden können. Damit eröffnen sich auch neue Zielgruppen und weitere Märkte für die Branche.   Know-how bündeln und ein Testfeld einrichten Die IHKs im Ruhrgebiet wollen den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie Taten folgen lassen.

Dazu haben sie drei konkrete nächste Schritte definiert:
1.    Die vorhandenen Kompetenzen bündeln und verschiedene Forschungsdisziplinen – von Schiffstechnik über Regelungstechnik bis zu Funktechnik und Rechtsfragen – sowie Treiber aus der Wirtschaft zusammenführen. Dafür wurde bei der Studienvorstellung ein Netzwerk gegründet.
2.    Ein Testfeld für autonom fahrende Binnenschiffe einrichten.
3.    Stärker mit internationalen Forschungsteams, zum Beispiel aus den Niederlanden, zusammenarbeiten.  

Region ist besonders geeignet für das autonome Fahren
Die Untersuchung zeigt: Der Rhein-Ruhr-Raum ist besonders geeignet, um das autonome Fahren zu erproben. Die Wasserstraßen- und Hafeninfrastruktur bietet verschiedene Anforderungen: von Gebieten mit wenig Verkehren bis hin zu komplexen Hafenarealen. Namhafte Schiffsbetreiber und -ausrüster sind in der Region angesiedelt.
Zahlreiche Institute und Lehrstühle verschiedener Disziplinen beschäftigen sich bereits heute mit Aspekten des autonomen Fahrens auf der Wasserstraße. Zum Beispiel der Flachwassersimulator SANDRA des DST, der in der Lehre für Nachwuchsschiffsführer eingesetzt wird. Auch Künstliche Intelligenz (KI) kann mittels des Simulators angelernt werden, um perspektivisch ein Schiff fernzusteuern. „In der Region sind alle erforderlichen Voraussetzungen gegeben, um autonome Binnenschiffe unter realen Bedingungen zu testen und ein Testfeld systematisch auf größere Hafenareale und die Flussfahrt zu erweitern“, so Wulf-Christian Ehrich.  

Als ein konkretes erstes Testfeld empfehlen die Gutachter den Abschnitt des Dortmund-Ems-Kanals zwischen dem Hafen Dortmund und der Schleuse Waltrop. Denkbar ist eine strategische Ausweitung des Testgebiets auf weiter westliche Kanäle und insbesondere den Duisburger Hafen, in dem komplexere Szenarien erprobt werden könnten.  
Die Machbarkeitsstudie kann hier heruntergeladen werden: www.ihk-niederrhein.de/smart-shipping  

Stellten die Machbarkeitsstudie Autonomes Fahren in der Binnenschifffahrt vor: v.l. Prof. Dr. Bettar Ould el Moctar (U-DE), Wulf-Christian Ehrich (IHK zu Dortmund), Prof. Dipl.-Ing. Thomas Schlipköther (duisport), Michael Viefers (Rhenus SE), Dr. Ing. Rupert Henn (DST), Prof. Dr. Ulrich Radtke (U-DE), Ocke Hamann (Niederrheinische IHK).  



Gewerbliche Photovoltaiknutzung im Kommen

Weeze/Duisburg, 06. November 2018 - Über 70 Teilnehmer informierten sich am Aiport Weeze über wirtschaftliche und rechtliche Entwicklungen beim Thema Photovoltaik auf Einladung der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve. Eine Frage, die vielen gewerblichen Anlagenbetreibern besonders unter den Nägeln brannte, war: Was passiert, wenn für sie die garantierte Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nach 20 Jahren ausläuft?  

In Duisburg und den Kreisen Kleve sowie Wesel gibt es mittlerweile rund 3.000 Betreiber von gewerbliche Photovoltaikanlagen, die IHK-Mitglieder sind. Sie erzeugen Strom aus der Sonne und verwenden diesen nicht nur in ihrem eigenen Unternehmen oder Haus, sondern speisen ihn in das öffentliche Netz ein. Somit leisten sie einen direkten Beitrag zur Energiewende.  Betreiber haben Umweltschutz und Rendite im Blick Umweltschutz und unternehmerische Gründe bzw. Rendite sind die Hauptgründe, warum die Anlagenbetreiber auf Sonnenenergie setzten.

Das geht aus den knapp 200 Antworten einer Online-Umfrage hervor, die die IHK unter ihren Mitgliedsunternehmen durchführte. Denn alle Anlagen, die vor dem 1. Januar 2000 in Betrieb genommen wurden, erhalten bis zum 31. Dezember 2020 die gesetzlich festgeschriebene Einspeisevergütung.  
Ab 2020 lohnt es, Sonnenenergie selbst zu nutzen Wenn nach Ablauf des Vergütungszeitraumes noch Strom in das öffentliche Netz eingespeist wird, kann der Anlagenbetreiber nach Meinung der Clearingstelle EEG auf Grundlage der derzeitigen Rechtslage allenfalls noch vermiedene Netznutzungsentgelte und steuerliche Vergünstigungen beanspruchen.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die meisten Solarstromanlagen nach dem Vergütungszeitraum von 20 Jahren (also am 31. Dezember 2020) noch beachtliche Erträge einfahren werden. Gut beraten werden die Betreiber sein, die dann den überwiegenden Teil des erzeugten Stroms selbst verbrauchen oder an Dritte verkaufen. Auch die Investition in einen Stromspeicher könnte für Altanlagenbetreiber interessant sein.  
Deshalb drehte sich die gemeinsame Informationsveranstaltung mit dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V. rund um die Themen Strategien nach Ablauf der Einspeisevergütung und die Themen Modernisierung, Erweiterung und Speicherung.  Highlight war zudem die Besichtigung der größten Photovoltaik-Anlage in NRW am Airport Weeze.  

 Ludger van Bebber, Geschäftsführer Flughafen Niederrhein GmbH, präsentierte die größte Photovoltaikanlage NRWs am Flughafen Weeze. Foto: Niederrheinische IHK  

 

 

- Orientierungshilfe für Unternehmen: Brexit von A bis Z
- Stärkung der Wasserstraße  - Niedrigwasser belastet Wirtschaft

Duisburg, 31. Oktober 2018 - Nur noch wenige Monate, dann ist es soweit: Das Vereinigte Königreich verlässt die EU. Wie der Brexit am 30. März 2019 konkret aussehen wird, ist zwischen Brüssel und London umstritten. Für die Unternehmen bedeutet das: sie müssen sich auf verschiedene Szenarien einstellen. Ein Leitfaden der IHK zum Brexit sorgt für einen Überblick.

 
www.ihk-niederrhein.de

(Stichwort „Brexit“)

Was hat es mit dem Chequers Plan auf sich? Was ist gemeint, wenn vom No Deal oder Soft Brexit die Rede ist? Welche Ziele verfolgt das Free Trade Agreement? Die IHK hat alle wichtigen Fakten und Begriffe rund um den Brexit in einem Verzeichnis verständlich erläutert. Laufend erfolgt eine Aktualisierung.

„Die Unternehmen machen sich Sorgen, was mit dem Brexit aus sie zukommt. Das Schlimmste ist die Unsicherheit, denn unsere Firmen können nicht planen. Mit unserem Verzeichnis sorgen wir für Durchblick. Was der Wirtschaft bei uns am Niederrhein am meisten helfen würde, ist eine zügige Einigung zwischen London und Brüssel. Wenn der ungeregelte Brexit kommt, dann bleibt den Unternehmen kaum noch Zeit, ihre Lieferbeziehungen nach Großbritannien neu zu organisieren und sich auf zusätzliche Zoll-Bürokratie einzustellen“, so Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve.

 

Die wichtigsten Daten zum Brexit:
23. Juni 2016 Im Referendum stimmen 51,9 Prozent der Wähler für einen Austritt aus der Europäischen Union. Die Wahlbeteiligung liegt bei 72,2 Prozent.
29. März 2017 Theresa May benachrichtigt die EU über den Austrittswunsch des Vereinigten Königreichs. In den Europäischen Verträgen ist eine Frist von zwei Jahren für die Regelung des Austritts vorgesehen. Der Austritt ist somit auf den 30. März 2019 festgelegt.
19. Juni 2017 Die „Task Force“ der EU und Vertreter des Vereinigten Königreiches treten in Verhandlungen um ein Austrittsabkommen ein.
30. März 2019 Um 0:00 Uhr MEZ verlässt das Vereinigte Königreich die EU. Bis zum Ablauf dieser Frist muss ein Abkommen ausgehandelt und durch die Instanzen gegangen sein. Per einstimmiger Entscheidung (27+1) könnte die Frist allerdings auch noch verschoben werden.

Das Weitere ist noch ungewiss, mögliche Szenarien sind:
• No Deal, Hard Brexit: Beendigung aller vertraglichen Bindungen zur Europäischen Union, ohne konkrete Folgeregelungen.
• Soft Brexit: Weniger drastisch wären zukünftige Beziehungen in Form eines Freihandelsabkommens oder der Zollunion.
• Exit from Brexit, No Brexit: Eine weitere noch mögliche Option wäre die Rücknahme der Aktivierung des Artikel 50 EUV durch Großbritannien und damit der Verbleib in der EU.

 



Alle Informationen des DIHK unter der Brexit-Sonderwebpage.

 


Gespräch mit Vertretern der Schifferbörse: Stärkung der Wasserstraße gefordert  -
Niedrigwasser belastet Wirtschaft  

Flüssen und Kanälen gehören zu den wichtigsten Verkehrsadern in Duisburg und des Niederrheins. Davon konnte sich der Arbeitskreis für Verkehr der CDU-Landtagsfraktion beim Besuch des Duisburger Hafens Schwelgern überzeigen, der die logistische Drehscheibe von Thyssenkrupp Steel Europe ist. Beim Treffen am Montag, 29. Oktober, zu dem die Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort e.V. eingeladen hatte,  ging es auch um das Niedrigwasser auf dem Rhein und den Infrastrukturzustand. Die Verkehrspolitiker waren sich einig: Bei der Binnenschifffahrt ist der Handlungsbedarf besonders groß.

 

Der Treffpunkt des Austauschs zwischen dem Vorstand der Schifferbörse und den Landtagsabgeordneten Klaus Voussem, Charlotte Quik, Matthias Goeken, Olaf Lehne und Arne Moritz war gut gewählt: Mit einer jährlichen Umschlagleistung von weit über 25 Millionen Tonnen zählt der Hafen Schwelgern zu den größten deutschen Binnenhafenstandorten. Er ist das logistische Herz der Stahlproduktion von Thyssenkrupp Steel Europe und ein wichtiger Standortvorteil für Duisburg. Bis zu 10.000 Schubleichter und Motorschiffe mit jeweils bis zu 2.800 Tonnen Eisenerz und anderen Montangütern werden hier jährlich abgefertigt.

 

Industrie gerät zunehmend unter Druck

Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Klaus Voussem, zeigte sich beeindruckt: „Diese Zahlen machen deutlich, wie sehr die Versorgung unserer Industrie und damit auch die Arbeitsplätze auf die Wasserstraße als Verkehrsträger angewiesen sind.“ Das werde angesichts des niedrigen Wasserstands im Rhein besonders deutlich, da Güter auf der Wasserstraße nur noch unter erheblichen Einschränkungen transportiert werden können. Die Industrie gerät dadurch zunehmend unter Druck.

 

Schifferbörsen-Vorstand Frank Wittig hob die Bedeutung der Binnenschifffahrt für die Versorgung der Industrie und deren Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit hervor: „Die Tatsache, dass die Bundesregierung den Zugriff auf Treibstoff aus der Erdöl-Reserve Deutschlands freigegeben hat, unterstreicht, dass Wirtschaft und Bevölkerung im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen sitzen, wenn die Wasserstraße ausfällt.“ Die Freigabe der Reserven ist ein außergewöhnlicher Vorgang. In den vergangenen 40 Jahren kam dies bislang nur drei Mal vor.

 

Wasserstraßen-Engpässe müssen schneller behoben werden

Die CDU-Verkehrspolitiker kündigten an, sich künftig noch stärker für die Binnenschifffahrt einzusetzen. „Ein erster Schritt zur Verbesserung der Situation sind die 15 zusätzlichen Ingenieurstellen, die durch Einsatz unseres Verkehrsministers im Bundeshaushalt für dieses Jahr für Instandsetzungsmaßnahmen am westdeutschen Kanalnetz geschaffen worden sind“, sagte Voussem.
Auch wolle NRW sein Gewicht im Bund beim Thema Wasserstraßen noch stärker in die Waagschale werfen. Projekte wie die Abladeoptimierung des Rheins müssten zügiger angegangen und umgesetzt werden. Hierfür wolle man sich stark machen. Engpässe an den Flüssen und Kanälen müssten ebenso prioritär wie bei der Straße beseitigt werden, zeigten sich die Politiker überzeugt.

Schifferbörsen-Vorstand Frank Wittig begrüßte das angekündigte Engagement. „Angesichts der Bedeutung für Nordrhein-Westfalen braucht das System Wasserstraße mehr Unterstützer in der Politik. Um dies zu erreichen, leisten wir gern unseren Beitrag“, versprach Wittig.

 

Die Arbeitsgruppe Verkehr der CDU-Landtagsfraktion und der engere Vorstand der Schifferbörse im Hafen Schwelgern. Foto: © Niederrheinische IHK

 

Regionale Ausbildungskonferenz zieht Bilanz

Weiter in Ausbildung investieren - Nachvermittlungsaktion startet
Duisburg, 30. Oktober 2018 - Um sich den in der Zukunft dringend nötigen Fachkräftenachwuchs zu sichern, setzen die Unternehmen und Betriebe gezielt auf die duale Berufsausbildung und steigerten zum neuen Ausbildungsjahr ihr Lehrstellenangebot deutlich gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig sank in der Region die Zahl der Bewerber. Damit stehen den insgesamt 9.966 Bewerbern in der Region 7.590 Ausbildungsplätze zur Verfügung.
In dieser neuen, veränderten Marktsituation kommt es entscheidend darauf an, dass Betriebe und Jugendliche durch verstärkte Vermittlungsangebote zueinander finden und möglichst flexibel aufeinander zugehen, damit vakante betriebliche Lehrstellen besetzt werden können und Bewerber und Bewerberinnen zum Jahresende nicht ohne Ausbildung dastehen.
Den aktuell noch unversorgten Jugendlichen bieten die Konsenspartner individuelle Gespräche zur Nachvermittlung an. Dies ist das Ergebnis der Regionalen Ausbildungskonferenz, die am Dienstag, 30.10.2018, in der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve tagte.

Der Bewertung durch die Konferenzmitglieder – Vertreter der Gebietskörperschaften, der Agenturen für Arbeit Duisburg und Wesel, der Jobcenter Duisburg, Wesel und Kleve, der Berufskollegs, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Industriegewerkschaft Metall, des Unternehmerverbandes Ruhr/Niederrhein, der Apothekerkammer Nordrhein, der Handwerkskammer Düsseldorf sowie der Kreishandwerkerschaften und der Niederrheinischen IHK – liegen die aktuellen Kennzahlen des Ausbildungsmarktes zum Stichtag 30.09.2018 zu Grunde.

Ein Zuwachs beim betrieblichen Lehrstellenangebot und ein Rückgang der Bewerberzahlen schaffen für Jugendliche, die eine Ausbildungsstelle suchen, grundsätzlich eine verbesserte Situation, auch wenn rein rechnerisch nicht für jeden Ausbildungssuchenden eine Ausbildungsstelle zur Verfügung steht. Die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz betonen, dass für Bewerber mit einem guten Schulabschluss und Flexibilität, die Chancen auf dem regionalen Ausbildungsmarkt sehr gut sind.
Im Endspurt des Ausbildungsjahres komme es nun entscheidend darauf an, sich nicht nur auf einen Wunschberuf zu fokussieren, sondern auch die Chancen in vergleichbaren Berufen zu erkennen, die vielleicht sogar den eigenen Stärken und Interessen mehr entsprechen. Die Konsenspartner unterstützen Jugendliche gezielt durch individuelle Beratung und Hilfsangebote.

Die Wirtschaft in der Region braucht dringend qualifizierten Nachwuchs. Mehr als 50 Prozent der Unternehmen sehen inzwischen im drohenden Fachkräftemangel das
größte Risiko für ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung. Die Konsenspartner heben die Bedeutung der Ausbildung im eigenen Betrieb als wichtige Investition für die Zukunft hervor und würdigen das deutlich gestiegene Ausbildungsangebot der Wirtschaft in der Region. Sorge bereite allerdings, dass vor allem kleinere und mittlere Betriebe zunehmend mit Schwierigkeiten konfrontiert seien, die angebotenen Ausbildungsstellen erfolgreich zu besetzen.

Die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz betonen, dass auch auf Seiten der Betriebe zur Besetzung der vakanten Stellen Flexibilität notwendig sei. Sie appellieren an die Betriebe, auch Bewerbern Chancen einzuräumen, die vielleicht nicht umfassend die erwarteten Qualifikationen, jedoch Motivation und Talent mitbringen. Agenturen für Arbeit und Jobcenter bieten attraktive Unterstützungsmöglichkeiten für Jugendliche, zum Beispiel „ausbildungsbegleitende Hilfen“ und „assistierte Ausbildung“. Im Ergebnis profitieren auch die Unternehmen, indem die Bewerber die Ausbildung erfolgreich absolvieren.

Die Regionale Ausbildungskonferenz bittet Wirtschaft und öffentliche Verwaltungen, die Mitte Oktober gestartete Nachvermittlung zu unterstützen und noch freie oder auch wieder frei gewordene Lehrstellen weiterhin anzubieten sowie den Agenturen für Arbeit und Jobcentern zu melden. Gleichzeitig appellieren die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz an diejenigen Jugendlichen, die aktuell noch keine Lehrstelle gefunden haben, die zahlreichen Beratungs- und Vermittlungsangebote intensiv zu nutzen.

Die Kennzahlen der Arbeitsagenturbezirke Duisburg und Wesel im Einzelnen:
Der Agenturbezirk Duisburg verzeichnet einen Anstieg der gemeldeten Ausbildungsstellen von 2.907 im letzten Berichtsjahr auf 3.050 (+4,9%), davon sind 2.878 betriebliche Ausbildungsstellen, 6,1% mehr als im letzten Jahr. Die Zahl der Bewerber/-innen stieg um 2,7% von 3.698 auf 3.799. Ende September waren 74 Bewerber/-innen noch ohne Ausbildungsstelle („unversorgte Bewerber“), dies ist ein Anstieg um 13,8 %. Ihnen stehen noch 345 unbesetzte Ausbildungsstellen zur Verfügung, 205 mehr als vor einem Jahr.

Im Bezirk der Agentur für Wesel, der die Kreise Kleve und Wesel umfasst, stieg die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr um 5,0% (+216 Stellen) auf 4.540. Davon sind 4.333 betriebliche Ausbildungsstellen, 180 oder 4,3% mehr als im letzten Jahr. Die Zahl der Bewerber sank um 9,9% auf 6.167. Ende September waren 436 Bewerber noch ohne Ausbildungsstelle („unversorgte Bewerber“), dies ist ein Anstieg um 18 bzw. 4,3%. Ihnen standen noch 351 unbesetzte Ausbildungsstellen zur Verfügung, 78 mehr als vor einem Jahr.

Die Regionale Ausbildungskonferenz tagte heute in der Niederrheinischen IHK. Foto: Niederrheinische IHK

 

 

Von Duisburg in 24 Stunden am Ziel: NGK SPARK PLUG beliefert vom Zentrallager in der Mercatorstadt ganz „EMEA“

Duisburg, 29. Oktober 2018 - „Wir sind ein globales japanisches Unternehmen mit Sitz in Nagoya, das seit  1979 seinen zweiten europäischen Standort in Ratingen bei Düsseldorf hat. In den vergangenen Jahrzehnten haben wir uns zum Spezialisten im Bereich Zündung und Sensorik entwickelt und auch unser Produktportfolio in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) deutlich ausgebaut. In gleichem Maße stiegen die Anforderungen an die Logistik, so dass unsere drei Lager in Ratingen zu klein wurden. Um für die Zukunft perfekt aufgestellt zu sein haben wir im letzten Jahr unser neues hochmodernes Distribution Center in Duisburg eröffnet. Dies war ein wichtiger Meilenstein für uns“, erklärt Damien Germès, Senior Vice President EMEA von NGK SPARK PLUG EUROPE.

Von der Mercatorstadt aus treten die Produkte des Unternehmens ihre Reise in die europäischen Länder, den Nahen Osten und Afrika an. Mit dem neuen Auslieferungslager erreicht das Unternehmen Kunden in der Erstausrüstung und im Aftermarket in 44 Ländern mit rund einer Million Produkten am Tag, verteilt auf mehr als 300 Lieferungen und etwa 5.000 Lieferpositionen.  
„Die Lage ist einfach unschlagbar. Duisburg ist die Logistikdrehscheibe schlechthin. Von hier aus erreichen wir effizient unsere Geschäftskunden: Automobil- und Motorradhersteller, Produzenten von kraftbetriebenen Maschinen wie Rasenmähern, sowie Bootsbauer – sei es per Straße, Schiene oder Schiff. Vom Wirtschaftsstandort mit dem weltgrößten Binnenhafen aus gelangen unsere Produkte im Schnitt in 24 Stunden ans Ziel. Darüber hinaus ist es hier – im Schmelztiegel und Ballungsraum – einfach, gut ausgebildete Fachkräfte zu rekrutieren und zu binden“, berichtet Jens Pries, Director Supply Chain EMEA.  

Duisburg ist das größte und modernste Zentrallager von NGK SPARK PLUG. Es verfügt mit 22.000 Paletten-Lagerplätzen, 21.000 Quadratmetern Lagerfläche und 44.000 Shuttle-Lagerplätzen über mehr als genug Lagerfläche, um alle Produktgruppen zu bevorraten und höchste Warenverfügbarkeit zu garantieren. Automatisierte Prozesse und eine leistungsfähige Lagerverwaltungssoftware sorgen dafür, dass jede Bestellung noch am gleichen Tag konfektioniert wird und in den Versand geht.

Die Wahl des Standortes ist kein Zufall: Duisburg entwickelt sich nicht zuletzt aufgrund seiner optimalen Anbindung an das Verkehrswegenetz zu einer bedeutenden Drehscheibe für die Automobilindustrie. Die neue Seidenstraße verbindet Duisburg über den Landweg mit China. Zudem zahlen sich die Nähe zu den Häfen in Rotterdam, Antwerpen und Hamburg für die Seefracht aus. Doch bevor Güter wie Zündkerzen verschifft werden können, müssen sie erst einmal zum Hafen gelangen. „Wir sind zu 100 Prozent auf Lkw und damit auf einen guten Verkehrsanschluss angewiesen“, bekräftigt Germès.  

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link sagt dazu vor Ort beim Wirtschaftsdialog: „Wir werden mit starker Stimme sprechen, wenn es bei der Landesregierung darum geht, den Infrastrukturausbau des Ruhrgebiets, insbesondere Duisburgs, mit Nachdruck voranzutreiben.“ Auch Wirtschaftsdezernent Andree Haack weiß um die existenzielle Bedeutung dieser Thematik: „Nur eine gute Verkehrssituation schafft und sichert Arbeitsplätze und Wohlstand. Gerade die Logistik hat derzeit viele Herausforderungen zu bewältigen, erst recht vor dem Hintergrund der langwierigen Brückenbauten, die von allen Beteiligten gewünscht sind, aber auch mit einer großen Geduldsübung einhergehen.“  

„Als wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinerzeit angekündigt haben, in Duisburg ein Zentrallager zu eröffnen und die dazugehörigen Organisationseinheiten von Ratingen hierher verlagerten, sind einige Mitarbeiter auf Firmenkosten nach Duisburg gezogen. Die anderen pendeln einfach mit der S-Bahn“, erzählt Jens Pries, Director Supply Chain EMEA. All dies führt zu einer im Logistik-Sektor überdurchschnittlich langen Mitarbeiterbindung. Während anderenorts die „Verweildauer“ im Schnitt „magere“ zwei bis vier Jahre beträgt, gibt es beim Zündungs- und Sensorikspezialisten nicht wenige, die bereits seit über einem Jahrzehnt dort tätig sind.  
„Die Unternehmenszugehörigkeit ist oftmals auch ein Indikator für Rahmenbedingungen und Atmosphäre. Und die beste Leistung liefern Mitarbeiter immer da, wo sie gefördert und gefordert werden. NGK SPARK PLUG EUROPE einerseits und die Mitarbeiter andererseits profitieren von dieser echten Win-Win-Situation“, so Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg).  

 

Rund 14.500 Mitarbeiter hat NGK SPARK PLUG weltweit; im Duisburger Raum sind mehr als 100 Mitarbeiter festangestellt; in Spitzenzeiten unterstützt durch Zeitarbeiter. „Da wir in Duisburg in jeder Hinsicht angekommen sind und mit dem Auslieferungslager für die Zukunft gut gerüstet sind, möchten wir uns schon bald auch der Interessengemeinschaft Kaßlerfeld und Neuenkamp (IGKN) anschließen“, betont Jens Pries.
Die IGKN wurde von den Akteuren der GFW Duisburg initiiert. Seither übernimmt GFW-Projektmanager Angel Alava-Pons die Koordination der IGKN-Aktivitäten. „Dabei stehen Themen wie die Einrichtung und Optimierung von Busverbindungen, Radstationen, aber auch das gemeinsame Netzwerken im Mittelpunkt. Als Wirtschaftsförderung freuen wir uns über einen weiteren engagierten Player am Standort, der sich mit uns gemeinsam für die Belange im Gewerbegebiet einsetzen will“, berichtet Alava-Pons.


Im Wirtschaftsdialog – Ralf Meurer, Jens Pries, Oberbürgermeister Sören Link, Damien Germès und Andree Haack; Urheber: Uwe Köppen, Nutzungsrechte: Stadt Duisburg

 


IHK wirbt für Ertüchtigung aller Verkehrsträger

Niedrigwasser auf dem Rhein: „Wirtschaftlicher Erfolg von Unternehmen in der Region darf nicht vom Wetter abhängen“  
Duisburg, 26. Oktober 2018 - Bei nur noch gut 150 Zentimetern Wassertiefe liegt der Rheinpegel aktuell in Duisburg-Ruhrort. Angesichts des anhaltenden Niedrigwassers mahnt die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, den Ausbau alternativer Güterwege konsequenter voranzutreiben.

„Das Niedrigwasser zeigt, wie wichtig eine verlässliche Infrastruktur aller Verkehrsträger ist“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger: „Der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen in der Region darf nicht vom Wetter abhängen. Wir müssen in der Lage sein, solche besonderen Situationen über die anderen Verkehrsträger kurzzeitig aufzufangen.“  
Jeder vierte Warentransport in NRW wird über Flüsse und Kanäle abgewickelt. Damit ist Nordrhein-Westfalen das Wasserstraßenland Nr. 1 in Deutschland.
Obwohl die Binnenschifffahrt eine flexible Branche ist, können Güter auf der Wasserstraße wegen der lang anhaltenden Trockenheit nur noch unter erheblichen Einschränkungen transportiert werden.
Die Industrie gerät dadurch zunehmend unter Druck. Vor allem die Stahl- und Chemieproduktion ist essentiell auf die Wasserstraße angewiesen. „Doch weder auf der Straße noch auf der Schiene gibt es derzeit ausreichende Kapazitäten, um die bislang auf dem Rhein transportierten Mengen komplett aufzufangen. Das Niedrigwasser macht den Handlungsbedarf beim Ausbau unserer Infrastruktur besonders deutlich“, so Dietzfelbinger.
„Bis unsere maroden Brücken ersetzt sind, vergehen noch zehn bis 15 Jahre. Wenn wir zum Beispiel die Betuwe-Linie heute schon hätten, könnte der Wirtschaftsstandort die aktuelle Niedrigwassersituation besser auffangen.“  

Betuwe-Linie: Ausbau auf deutscher Seite dauert Die sogenannte Betuwe-Linie ist die direkte Schienenverbindung zwischen Rhein-Ruhr und dem Seehafen in Rotterdam. Um die steigenden Transportmengen abwickeln zu können, haben sich Deutschland und die Niederlande bereits 1992 auf den Bau einer leistungsfähigen Schienengüterstrecke geeinigt. Seit 2007 ist die Trasse auf niederländischer Seite in Betrieb. Auf deutscher Seite liegt für den Bau eines dritten Gleises zwischen Emmerich am Rhein und Oberhausen bislang erst einer von zwölf Planfeststellungsbeschlüssen für den Ausbau vor.
Die Niederrheinische IHK macht sich unter anderem im Betuwe-Projektbeirat und mit regelmäßigen Baustelleninformationsgesprächen für eine zügige Umsetzung stark. Auch beim Brücken-Neubau sowie beim innerstädtischen Baustellen-Management macht die IHK weiter Druck. Dazu Dietzfelbinger: „Wenn wir als europäischer Logistikstandort bestehen wollen, müssen Bund, Land und Kommunen für eine rundum leistungsfähige Infrastruktur sorgen.“  

Das Niedrigwasser bei Emmerich am Rhein. Foto Niederrheinische IHK

 

Handwerk im Ruhrgebiet steigert Umsatz
Die Handwerksunternehmen in der Metropole Ruhr erzielten 2016 einen Umsatz von knapp 27,3 Milliarden Euro, 4,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Betriebe sank in diesem Zeitraum um 1,9 Prozent auf 24.631. Das haben die Statistiker des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Grundlage der Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW errechnet. Die Zahl der Beschäftigten stieg leicht um 0,5 Prozent auf 268.150. idr

 

 Fraunhofer IMS entwickelt hochgenaue Sensorauslese-ASICs für robuste Anwendungen

Duisburg, 26. Oktober 2018 - Hochgenau, robust und sicher – Eigenschaften, die sich in Bezug auf Sensoren zu widersprechen scheinen. Das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS in Duisburg hat erneut einen wichtigen Schritt für die sichere Implementierung der Industrie 4.0 getan und zwei Sensor-ASIC Reihen für kapazitive und induktive Sensorauslese entwickelt, die diese Attribute vereinen.  
Bei Sensoren wird neben einer hohen Grundgenauigkeit zunehmend auch die Robustheit unter widrigen Einsatzbedingungen und eine erhöhte Sicherheit der Daten gefordert.
Bisher waren diese drei Eigenschaften jedoch nur schwierig wirtschaftlich zu vereinen. Die neu entwickelten Sensorauslese ASICs des Fraunhofer IMS, die für die kapazitive und induktive Sensorauslese bestimmt sind, ermöglichen dies nun. »Unsere ASICs liefern immer eine extreme Genauigkeit.

Die Schaltungsimplementierung der neuen Sensortechnik ist dazu noch robuster gegenüber äußeren Einflüssen wie beispielsweise Temperatur- oder Betriebsspannungsschwankungen. Außerdem verfügt sie über umfangreiche Sicherheitselemente und -funktionen, die direkt auf Hardwareebene verbaut sind«, erklärt Rainer Kokozinski vom Fraunhofer IMS. Sicher und platzsparend Für eine erhöhte Sicherheit gegenüber Hacker-Angriffen wurden neuartige Strukturen entwickelt, die integrierte und unkopierbare Schlüsselspeicher bilden.

»Diese Sicherheits-funktionen sind vor allem zur Gewährleistung der Datensicherheit und zum Schutz vor unerlaubten Zugriffen oder Modifikationen im industriellen Umfeld von Bedeutung«, sagt Rainer Kokozinski. Durch die Absicherung direkt auf Hardwareebene entstehen hinsichtlich Sicherheit und Performance erhebliche Vorteile gegenüber existierenden Lösungen. Durch die direkte Verankerung in den ICs entsteht beispielsweise kein zusätzlicher Platzbedarf. Gleichzeitig ist die Überwachung der Bauteile und – falls notwendig – die Fehleranalyse auf Systemebene stark vereinfacht.


Diverse Einsatzmöglichkeiten
Die Anwendungsbereiche der neuen Sensortechnik sind vielfältig. Induktive Auslese-ASICs können beispielsweise in der kontaktlosen Positionssensorik eingesetzt werden. Da das Verfahren ohne Magnete auskommt, benötigt es lediglich gedruckte Spulen sowie ein metallisches Target.
Das macht sie nicht nur kostengünstig, sondern vor allem auch robust. Die kapazitiven Sensorauslese-ASICs lassen sich an eine Vielzahl von Sensoren anpassen. Besonders, wenn Messdaten von größter Genauigkeit gefordert sind, allerdings nur ein schwaches Signal vorliegt, entfalten sie ihr Potential. Anwendung finden sie dann beispielsweise in Beschleunigungssensoren. Dabei können sie zum Beispiel bei seismischen Messungen der Erdbebenfrüherkennung dienen oder zur Zustandsüberwachung im Bereich »Predictive Maintenance« eingesetzt werden.  
Fraunhofer IMS
Seit über 30 Jahren beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fraunhofer IMS in Duisburg mit der Entwicklung von mikroelektronischen Schaltungen, elektronischen Systemen, Mikrosystemen und Sensoren. Aufgrund seines umfangreichen Know-hows, dem Zugang zur Technologie und den hochwertigen Entwicklungs-leistungen ist das Institut ein weltweit ein anerkannter Partner für die Industrie.
In acht Geschäftsfeldern widmet sich das Fraunhofer IMS der angewandten Forschung, der Vorentwicklung für Produkte und deren Anwendungen. Stabile, effiziente und vermarktbare Technologien und Verfahren, die in sehr vielen Branchen zum Einsatz kommen, stehen dabei im Mittelpunkt der Auftragsarbeiten. www.ims.fraunhofer.de

 

 

Dies und das...

GFW Duisburg begrüßt die Stahl-Allianz

Duisburg, 23. Oktober 2018 - Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) begrüßt die Stahl-Allianz der Länder zur Förderung der heimischen Montanindustrie.  
„Das Treffen im Saarland zeigt einmal mehr, wie wichtig die Stahlbranche mit ihrer enormen Bruttowertschöpfung für die heimische Wirtschaft ist – das gilt insbesondere für die Stadt Duisburg, dem größten Stahlstandort in Europa.
Die aktuelle Entwicklung, dass andere Länder die Märkte abschotten oder extrem subventionieren, darf von Europa und NRW nicht tatenlos hingenommen werden. Nur bei einem freien und fairen Wettbewerb wird sich der Stahlstandort Duisburg weiterentwickeln können“, bekräftigt Andree Haack, Wirtschaftsdezernent und GFW-Geschäftsführer - Foto-Nutzungsrechte Uwe Köppen, Stadt Duisburg .
Die Montanindustrie sei ein wichtiger Pfeiler der Duisburger Wirtschaft und der Stahlgipfel habe bewusst die Zukunftsfähigkeit der Branche betont. „Wer eine leistungs- und zukunftsfähige Stahlproduktion sehen will, der ist herzlich nach Duisburg eingeladen“, wirbt Haack zum Besuch vor Ort.  

 

Beirat der Ruhr-Konferenz gegründet
Der koordinierende Beirat der Ruhr-Konferenz hat sich gestern Abend unter dem Vorsitz des NRW-Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales Stephan Holthoff-Pförtner konstituiert. Dem Beirat gehören Arndt G. Kirchhoff, Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen, Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, sowie der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck an.
Ziel der Ruhr-Konferenz ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Metropole Ruhr in enger Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft, Verbänden und Vereinen weiter zu entwickeln. Der Beirat berät die Landesregierung in diesem Prozess, bei der Priorisierung von Projekten sowie der Auswahl der Leitprojekte. idr

 

Infrastrukturprojekt von duisport, RWE und Uni
Die ersten LNG-Fahrzeuge im Einsatz  
Im Duisburger Hafen sind jetzt die ersten auf die Nutzung mit dem umweltfreundlichen verflüssigten Erdgas LNG umgerüsteten Fahrzeuge im Einsatz. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Reachstacker und eine Terminalzugmaschine auf logport III in Duisburg-Hohenbudberg. Betankt werden die Fahrzeuge mit einer mobilen LNG-Tankanlage.  
Die Umrüstung der Fahrzeuge ist Teil eines gemeinsamen Forschungsprojektes von duisport, RWE Supply & Trading und der Universität Duisburg-Essen zur verstärkten Verwendung von LNG als Ersatz für Dieselkraftstoff im Duisburger Hafen. Aufgrund seines wegweisenden innovativen Potentials wird das LNG-Infrastrukturprojekt vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mit 740 000 Euro gefördert.  
 „Wir werden den Ausbau der LNG-Infrastruktur im Duisburger Hafen konsequent vorantreiben. Dadurch leisten wir einen wichtigen umweltpolitischen Beitrag“, so duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake.   

 Der Reachstacker wird erstmalig mit LNG betankt. © duisport  

 

 

 

Offenlage der Planunterlagen zum Streckenausbau für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) in Duisburg  

Die DB Netz AG plant, über den RRX Köln und Dortmund im Viertelstundentakt zu verbinden. Hierzu muss die Infrastruktur ausgebaut werden. In Duisburg sind daher zwischen der Ein- und Ausfahrt des Duisburger Hauptbahnhofs bis zum Abzweig Kaiserberg an der Stadtgrenze zu Mülheim an der Ruhr zusätzliche Weichenverbindungen notwendig. Die Bezirksregierung Düsseldorf führt das Planfeststellungsverfahren zum Streckenausbau für den Rhein-Ruhr-Express durch.

 

Die Planentwürfe werden in der Zeit von Montag, 29. Oktober bis einschließlich Mittwoch, 28. November, montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr im Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement (Zimmer 221) am Friedrich-Albert-Lange-Platz 7 (Eingang Moselstraße) sowie montags bis freitags, von 8 bis 16 Uhr, in der Bezirksverwaltung Mitte (Zimmer 416) auf dem Sonnenwall 73 – 75 in der Stadtmitte öffentlich ausgelegt. 

Die Unterlagen sind auch über die Internetseite der Stadt Duisburg, „Planen, Bauen, Verkehr“ (http://www2.duisburg.de/micro2/pbv) sowie die Homepage der Bezirksregierung Düsseldorf, unter der Rubrik „Aktuelle Offenlagen“ zugänglich.

 

Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann bis einschließlich Mittwoch, 12. Dezember, bei der Bezirksregierung Düsseldorf, Am Bonneshof 35, 40474 Düsseldorf oder bei der Stadt Duisburg, Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement, Stadthaus, Friedrich-Albert-Lange-Platz 7, 47051 Duisburg Einwendungen gegen den Plan schriftlich oder zur Niederschrift erheben. 

Einwendungen, die per E-Mail erhoben werden, sind nur zulässig, wenn sie mit einer qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz versehen sind. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat hierzu eine elektronische Zugangsmöglichkeit über ein elektronisches Gerichts- und Verwaltungspostfach eröffnet. Wegen der diesbezüglichen Zugangsvoraussetzungen wird auf die Internetveröffentlichung unter www.brd.nrw.de/wirueberuns/EGVP.html verwiesen.

Aktuelle Food-Trends, ungewöhnliche Partyorte und das neue Heimatgefühl
Wer heute einen Tisch im Restaurant reserviert, möchte köstlich unterhalten werden. Denn Essengehen wird zum kulinarischen Event und die Location zum Spielplatz der lukullischen Genüsse. Aber die Konkurrenz schläft nicht. Im hart umkämpfen Cateringmarkt zählen vor allem außergewöhnliche Ideen. Schließlich möchten die Kunden ihre nächste Party zu einem unvergesslichen Event machen.
Wir sprachen mit dem Duisburger Cateringunternehmer und FSGG-Geschäftsführer Frank Schwarz - Foto © Holger Bernert - über nachhaltige Event-Gastronomie, aktuelle Food-Trends, außergewöhnliche Partyorte und das Comeback des Heimatgefühls. Haben Sie ein persönliches Vorbild in der Event-Gastronomie? Die heutige Event-Gastronomie in Deutschland ist eng mit dem Namen Gerd Käfer verbunden. Als noch niemand diesen Begriff kannte, hat der verstorbene Münchener Gastronom bereits die Szene in den 1950er Jahren kräftig aufgemischt. Als selbsternannter „Partyintendant und kulinarischer Verwöhner“ brach er sämtliche Konventionen im Nachkriegsdeutschland.
Er inszenierte Partys am Ufer der Isar oder organisierte Gipfelfeste für die Münchener Schickeria in den Alpen. Für mich war und ist Gerd Käfer ein prägendes Vorbild. Noch heute profitieren wir bei der FSGG von den zündenden Ideen und Visionen des genialen Partymachers. Was muss ein Cateringunternehmen im hartumkämpften Markt besser machen als die Konkurrenz? Neben höchster Qualität und absolutem Servicewillen sind Phantasie und Kreativität gefragt. Was wir früher als Partyservice oder Catering bezeichnet haben, ist heute als kulinarischer Hochleistungssport einzuordnen.
Über eine Veranstaltung in diesem Bereich wird nur dann positiv gesprochen, wenn sich die Gäste angenehm überrascht und unterhalten fühlen. „Front Cooking“ und „Flying Buffets“ wechseln sich in der Beliebtheitsskala mit exklusiven „Sharing-Dish Buffets“ ab. Nur wer kulinarische Geschichten erzählen und lukullische Theaterstücke inszenieren kann, wird in Zukunft bei seinen Gästen punkten können.  Zu einem gelungenen Event gehört auch die richtige Auswahl der richtigen Produkte.

Was gibt’s Neues bei den Food-Trends?
Da immer mehr Menschen in ferne Länder reisen und die dortige Küche kennenlernen, werden unsere Angebote mehr und mehr von den ethnischen Einflüssen bestimmt. Diese zumeist langanhaltenden Eindrücke möchten sie dann bei der nächsten Party schmecken und genießen. Dies sollte man bei der Planung und Umsetzung unbedingt beachten. Ein weiterer wichtiger Trend ist das Thema Heimat und Regionalität. Unsere Kunden möchten wissen, wo das Gemüse gewachsen ist. Das ist natürlich auch beim Fleisch so.
 Die Gäste verlangen ein Stück Fleisch mit Charakter. Es muss schmecken und aus nachhaltiger Zucht stammen. Die Zeiten, in denen man mit Krokodil oder Känguru punkten konnte, sind vorbei. Längst kein Trend mehr ist das Angebot von vegetarischen und veganen Gerichten. Bei uns gehören diese Dinge längst zum Standardprogramm. 

Wie sieht die Partylocation der Zukunft aus?
Auch hier geht es zurück zu den Wurzeln. Scheunenfeste auf dem Bauernhof sind derzeit in. So wird das Event zum Beispiel als rustikaler Bauernmarkt inszeniert, bei denen die landwirtschaftlichen Produkte aus der Region im Mittelpunkt stehen. Auch die gediegene Veranstaltung in ehemaligen Kirchen ist nach wie vor gefragt. Genauso wie Schlösser, Burgen und Herrenhäuser am Niederrhein und im Ruhrgebiet vermehrt als beschauliche Kulisse genutzt werden.
Die imposanten Szenerien der Industriekathedralen spielen bei der Auswahl ebenso eine gewichtige Rolle wie ungewöhnliche Orte auf dem Wasser oder am Ufer unserer zahlreichen Flüsse und Seen. Im Cateringgeschäfts ist nichts unmöglich. Auch nicht die gute alte Küchenparty. Gerd Käfer hat einmal den Satz geprägt, dass die beste Party immer in der Küche endet. Aus diesem Grund wird derzeit unser KochStudio auf dem Duisburger Großmarkt großzügig umgebaut. Im November möchten wir dann die größte Kochschule am Niederrhein und im Ruhrgebiet eröffnen. Danach steht sie auch für angesagte Küchenpartys zur Verfügung. 

UDE kooperiert mit Hafengesellschaft DeltaPort:

Niederrheinhäfen zukunftssicher gestalten

Duisburg, 23. Oktober 2018 - Am 30. Oktober unterzeichnen das Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV) der Universität Duisburg-Essen (UDE) und die Hafengesellschaft DeltaPort eine Kooperationsvereinbarung. Sie verbindet die UDE mit den Niederrheinhäfen Orsoy, Voerde, Wesel und Emmerich.

 

Grundstein für das „Memorandum of Understanding“ ist das Zukunftsprogramm „DeltaPort 4.0", das die Partner seit einiger Zeit gemeinsam entwickeln. Die Zusammenarbeit soll künftig noch intensiviert werden, sei es durch interessante Themen für Masterarbeiten oder gemeinsame Forschungsprojekte etwa im Bereich nachhaltiger Hafen- und Logistikkonzepte. „Durch die hohe Flexibilität der Standorte im DeltaPort können wir einen aktiven Entwicklungspart übernehmen sowie unsere Logistik- und Hafenforschung vor Ort weiterentwickeln“, erklärt ZLV-Vorstandsvorsitzender Prof. Bernd Noche.

 

ZLV-Geschäftsführer Klaus Krumme möchte das Hafengeschäft mit der umliegenden Wirtschaft verkuppeln: „Wir müssen den Umschlag und die Dienstleistungen der Standorte des DeltaPorts an die regionale Struktur des Niederrheins anpassen und damit innovative Wertschöpfungskonzepte realisieren. Dabei meinen wir Nachhaltigkeit ernst und nicht als leeres Schlagwort.“

 

DeltaPort-Geschäftsführer Andreas Stolte verspricht sich durch die enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft integrierte Lösungen für das Flächenpotenzial am Niederrhein: „Wir wollen als Vorreiter einer innovativen Hafenlogistik vorangehen und proaktiv unsere Zukunft gestalten. Dazu öffnen wir der Universität mit viel Zuversicht unsere Pforten.“

 

 

Der Niederrhein setzt auf Photovoltaik   

Über den sonnenreichen Herbst freuen sich aktuell die Betreiber von Photovoltaikanlagen. Bereits der Sommer brachte eine große Energieausbeute. Am Niederrhein hat die Installation von Solaranlagen in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Ob auf Freiflächen oder auf dem eigenen Gewerbe- oder Privatdach – mittlerweile gibt es mehr als 18.000 Anlagen in der Region. Das sind über sieben Prozent der Gesamtanlagen in NRW.
Anlässlich der großen Solaraffinität lädt die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve gemeinsam mit dem Bundesverband Solarwirtschaft e. V. und dem Airport Weeze am 5. November zu einer Infoveranstaltung rund um das Thema Solar ein.  
Kaum eine Branche unterliegt so großen Veränderungen wie die der Betreiber von Photovoltaikanlagen. Solarstrom vom eigenen Dach ist oft günstiger als der externe Strombezug. Aber auch Eigenverbrauch oder Direktlieferung haben ihre Tücken, insbesondere durch eine sich ändernde Rechtslage.
In der Veranstaltung informieren Experten über rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie konkrete Umsetzungsbeispiele und ihre Wirtschaftlichkeit. Ein Highlight ist die Besichtigung der größten Solaranlage in NRW. Ludger van Bebber, Geschäftsführer der Flughafen Niederrhein GmbH: „Bereits seit 2011 wird mit dem Solarkraftwerk auf dem Gelände unseres Flughafens auf einer Fläche von 300.000 qm sauberer Strom produziert. Zudem entstand 2016 am Parkplatz P2 ein solares Carportsystem. Wir freuen uns, so in der Lage zu sein, den gesamten Energiebedarf unseres Airports regenerativ zu erzeugen. Darüber hinaus leisten wir einen wertvollen Beitrag zur CO2-neutralen Energieversorgung in unserer Region“.  
Die Veranstaltung findet am Airport Weeze, 5. November, 13:00 bis 17:00 Uhr, statt. Weitere Informationen und Onlineanmeldung unter www.ihk-niederrhein.de/Veranstaltungen. Ansprechpartnerin bei der IHK: Elisabeth Noke-Schäfer, Telefon 0203 2821-311, E-Mail noke@niederrhein.ihk.de.

Blick auf die größte Solaranlage in NRW am Airport Weeze. Foto: Achim Keiper/AirportWeeze

 

 

Ruhrlagebericht der Industrie- und Handelskammern sieht die regionale Wirtschaft weiter im Aufwind -  IHK bringt Geflüchtete mit Firmen ins Gespräch  

Dortmund/Duisburg/Metropole Ruhr, 17. Oktober 2018 -  Die Ruhrkonjunktur entwickelt sich weiter positiv. Das belegt der 101. Ruhrlagebericht, den die Industrie-und Handelskammern der Region heute (17. Oktober) in Dortmund präsentierten. Die weiterhin stabile Auslandsnachfrage, ein gutes Konsumklima und eine nochmals gesteigerte Investitionsneigung stützen das positive Klima.
Mehr als 900 Unternehmen aus der Metropole Ruhr mit insgesamt 124.000 Beschäftigten hatten sich an der Umfrage beteiligt, die die Ruhr-IHKen jeweils zum Beginn und zum Ende eines Jahres durchführen. Knapp die Hälfte der Befragten melden derzeit eine gute geschäftliche Lage. Dies entspricht einer Steigerung von nochmals fast zwei Prozentpunkten gegenüber dem Jahresbeginn 2018. Nur noch rund sechs Prozent der befragten Unternehmen berichten derzeit von unbefriedigenden Ergebnissen.
Dennoch ist der Konjunkturklimaindex leicht um einen Punkt auf einen immer noch hohen Wert von 128 gesunken. Die Experten erklären dies damit, dass die Unternehmen ihre Lage realistischer und die Entwicklung vorsichtiger einschätzen. Erfreulich sei auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt, so die IHKen: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steige, während die Zahl der Arbeitslosen, insbesondere auch der Langzeitarbeitslosen, kontinuierlich sinke.  (idr).

 

Herbst-Konjunkturumfrage der Niederrheinischen IHK.
Große Zufriedenheit mit aktueller Geschäftslage - Exporterwartungen leicht rückläufig, Investitionspläne weiter auf hohem Niveau  

Die positive Stimmung der niederrheinischen Unternehmen hält an: 47 Prozent beurteilen ihre Lage als gut, nur 6 Prozent sind unzufrieden. Die Erwartungen der künftigen Geschäftsentwicklung sind zwar etwas vorsichtiger, aber immer noch optimistisch. Die Exporterwartungen gehen leicht zurück, Investitions- und Beschäftigungspläne sind hingegen ungebrochen hoch.
Zunehmende Sorgen bereiten den Unternehmen vor allem der wachsende Fachkräftemangel sowie die steigenden Energie- und Rohstoffpreise. Diese Ergebnisse gehen aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve hervor, an der sich 318 Unternehmen mit insgesamt rund 51.000 Beschäftigten beteiligt haben.  
Im Herbst 2018 zeigen sich die Unternehmen am Niederrhein mit ihrer Geschäftslage weiterhin ausgesprochen zufrieden. Auch bei den Erwartungen überwiegt der Optimismus trotz leicht rückläufiger Tendenzen. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Branchen. Bedingt durch die hohen privaten Konsumausgaben gewinnt der Handel wieder an Zuversicht.

Die Erwartungen der Industrie gehen hingegen deutlich zurück.
Die Gründe dafür liegen vor allem in den aktuellen Handelskonflikten und Sanktionsregimen, den steigenden Energie- und Rohstoffpreisen sowie den zunehmenden Engpässen infolge des Fachkräftemangels. Der Konjunkturklimaindex, der Lage und Erwartungen zusammenfassend darstellt, bleibt mit 126 Punkten nahezu unverändert auf dem hohen Niveau der Frühsommerumfrage (125 Punkte).  

Exporterwartungen gehen zurück
Die Exporterwartungen der Wirtschaft am Niederrhein sind gegenüber der Vorumfrage leicht gesunken. Die Handelspolitik der Trump-Administration, der Brexit sowie die Russland- und Iransanktionen sorgen für Verunsicherung und stellen die Unternehmen zunehmend vor Herausforderungen. Allerdings erwarten immer noch mehr als doppelt so viele Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten eine Verbesserung ihrer Exporte (24 Prozent) wie eine Verschlechterung (10 Prozent).  


Unternehmen zeigen sich weiter investitionsfreudig
Der sehr guten Gesamtsituation entsprechend zeigen die Unternehmen auch eine hohe Investitionsbereitschaft. Rund jedes dritte Unternehmen beabsichtigt, künftig mehr zu investieren, nur 11 Prozent planen eine Reduktion ihrer Investitionsbudgets. Dieses gute Investitionsklima kann als positives Signal für den Standort Niederrhein gewertet werden. Bremsend wirkt allerdings die hohe Auslastung im Baugewerbe.  

 

Personalbedarf ungebrochen hoch, Fachkräftemangel wächst
Auch die Einstellungsbereitschaft der Wirtschaft am Niederrhein ist weiterhin sehr hoch. Noch nicht einmal jedes zehnte der befragten Unternehmen will seine Beschäftigtenzahlen reduzieren, fast jedes vierte plant hingegen, künftig mehr Personal einzustellen. Dabei werden den Betrieben jedoch zunehmend Grenzen durch den steigenden Fachkräftemangel aufgezeigt. „Fast die Hälfte der niederrheinischen Unternehmen kann offene Stellen längerfristig nicht besetzen“, zeigt sich Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, besorgt.
„Die vermehrte Einstellung von Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern könnte vielfach eine Lösung sein. Die Unternehmen brauchen dabei jedoch auch Unterstützung: Angefangen von der Verbesserung der Sprachkenntnisse der Fachkräfte aus Drittstaaten durch mehr Sprachangebote im In- und Ausland über die Vereinfachung des administrativen Verfahrens bis hin zu mehr Transparenz der aktuellen Regelungen.“  

Der aktuelle Konjunkturbericht Niederrhein steht als Download unter www.ihk-niederrhein.de/konjunkturbericht zur Verfügung.  

Große Zufriedenheit der Wirtschaft am Niederrhein mit der aktuellen Geschäftslage. Die Geschäftserwartungen sind etwas vorsichtiger, aber immer noch optimistisch. Grafik: Niederrheinische IHK  

 


GeBAG erhält Bonitätszertifikat   

Die GeBAG ist besonders kreditwürdig: Zum September 2018 hat die Creditreform Duisburg/Mülheim der Duisburger Baugesellschaft das „CrefoZert“ verliehen. Mit diesem Zertifikat bestätigt die Unternehmensgruppe Creditreform die besondere Bonität der GEBAG.  
Deutschlandweit werden nur etwa 1.000 (meist mittelständische) Unternehmen mit dem Zertifikat bedacht, das ein bisher lückenlos gezeigtes gutes Geschäftsgebaren sowie eine gute Prognose für den weiteren Geschäftsverlauf bescheinigt. Die Zertifizierung beruht auf drei Kriterien: ein guter Bonitätsindex, positive Jahresabschlüsse sowie eine gute Zukunftsperspektive. Nur, wenn alle drei Kriterien zufriedenstellend erfüllt werden, wird das Zertifikat verliehen.  
„Nach den vergangenen schweren Jahren freut uns die Zertifizierung der Creditreform natürlich umso mehr: Die GEBAG ist wieder ein vertrauenswürdiger und verlässlicher Partner und nicht umsonst die treibende Kraft der Stadtentwicklung in Duisburg“, bestätigt GeBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer.  
Christian Wolfram, Geschäftsleitung der Creditreform, unterstreicht: „Die GeBAG ist auf einem sehr guten Weg. In den letzten Jahren wurden ausschließlich positive Ergebnisse eingefahren, in 2017 das beste Ergebnis der GmbH. Die Verlustvorträge aus der Gründungszeit konnten bereits halbiert werden. Die Bonität des Unternehmens ist solide. Wir freuen uns daher, der GeBAG aufgrund der positiven Entwicklung unser Creditreform-Bonitätszertifikat ausstellen zu können. Mit dem CrefoZert bietet Creditreform der GeBAG eine Möglichkeit, die eigene Bonität gegenüber Kunden, Lieferanten und Banken zu dokumentieren.“  

 

Dank Speed-Dating zum Ausbildungsplatz: IHK bringt Geflüchtete mit Firmen ins Gespräch  
Die Integration in den Arbeitsmarkt ist für viele Flüchtlinge ein wichtiger Schritt, um in Deutschland Fuß zu fassen. Beim fünften Speed-Dating lernten sich Geflüchtete und Unternehmen am Dienstag, 16. Oktober, kennen. Eingeladen hatte die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve in Kooperation mit dem Integration Point der Stadt Duisburg. Rund 80 Flüchtlinge konnten beim diesjährigen Azubi-Speed-Dating Kontakte zu sieben Betrieben am Niederrhein schließen.  
Geflüchtete überzeugen mit hoher Motivation Das Azubi-Speed-Dating bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich in kurzen Gesprächen ein Bild von den Bewerbern zu machen. Vor allem im persönlichen Kontakt können junge Geflüchtete mit ihren bereits guten Deutschkenntnissen und ihrer meist überdurchschnittlich hohen Motivation überzeugen.
Daneben ist für die Unternehmen wichtig, dass die Bewerber einen sicheren Aufenthaltsstatus in Deutschland haben. „Immer mehr Betriebe haben Schwierigkeiten, ihre freien Ausbildungsstellen zu besetzen“, weiß IHK-Willkommenslotsin Alisha Kress. Denn der demografische Wandel macht die Suche nach Fachkräften schwieriger. Kress: „Geeignete Kandidaten für unsere Unternehmen gibt es auch im Kreis der neu Zugewanderten.“  
Experten-Tipps für Fördermöglichkeiten Das Konzept geht auf - viele Unternehmen verabredeten mit den Bewerbern Termine für weiterführende Gespräche. Um den zukünftigen Ausbildungserfolg zu sichern, standen den Unternehmen Experten der beteiligten Organisationen zur Seite und informierten sie über verschiedene Fördermöglichkeiten.
Fragen zur Einstellung und betrieblichen Integration von Geflüchteten beantwortet die Willkommenslotsin der Niederrheinischen IHK, Alisha Kress, Telefon 0203 2821441, E-Mail kress@niederrhein.ihk.de. Das Projekt „Passgenaue Besetzung – Willkommenslotsen“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.  

Geflüchtete und Unternehmen vom Niederrhein lernten sich beim Azubi-Speed-Dating kennen. Foto: Niederrheinische IHK


Juli 2018: 1,8 % mehr Unternehmensinsolvenzen als im Juli 2017

WIESBADEN/Duisburg, 12. Oktober 2018 - Im Juli 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1 641 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 1,8 % mehr als im Juli 2017.  Im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) gab es im Juli 2018 mit 275 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 266 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Baugewerbes. Im Gastgewerbe wurden 204 und im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 182 Insolvenzanträge gemeldet. 

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für Juli 2018 auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Im Juli 2017 hatten sie bei knapp 1,5 Milliarden Euro gelegen. Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 8 004 übrige Schuldner im Juli 2018 Insolvenz an (+0,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 6 025 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 1 594 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen. 

Beantragte Unternehmensinsolvenzen nach Wirtschaftszweigen Juli 2018
Wirtschaftszweig Verfahren insgesamt
Anzahl
Insgesamt 1 641
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 13
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden 1
Verarbeitendes Gewerbe 107
Energieversorgung 8
Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen 3
Baugewerbe 266
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz 275
Verkehr und Lagerei 102
Gastgewerbe 204
Information und Kommunikation 67
Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 37
Grundstücks- und Wohnungswesen 44
Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen 166
Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 182
Erziehung und Unterricht 17
Gesundheits- und Sozialwesen 30
Kunst, Unterhaltung und Erholung 46
Sonstige Dienstleistungen 73
Beantragte Insolvenzverfahren in Deutschland
  Juli 2018 Januar bis Juli 2018
Anzahl Veränderung 
gegenüber 
Juli 2017 
in %
Anzahl Veränderung
gegenüber 
Vorjahres-
zeitraum
in %
1 Verbraucher- und Regelinsolvenzverfahren.
Insgesamt 9 645 0,3 65 636 -3,3
Unternehmen 1 641 1,8 11 609 -1,9
Übrige Schuldner 8 004 0,1 54 027 -3,6
davon:
– Verbraucher 6 025 -0,4 40 273 -4,3
– natürliche Personen als Gesellschafter 54 20,0 303 7,1
– ehemals selbstständig Tätige 1 1 594 -3,7 11 162 -5,7
– Nachlässe und Gesamtgut 331 31,3 2 289 26,5

 

 

Regionenvergleich: so intensiv baut NRW

Neue Wohnungen verteilen sich sehr ungleichmäßig über NRW
Duisburg, 10. Oktober 2018 - Münsterland, Aachen/Eifel, Rheinland und OWL bauen überdurchschnittlich viel.   Gut 45.000 neue Wohnungen (ohne Wohnheime) sind 2017 in Nordrhein-Westfalen gebaut worden, im laufenden Jahr werden es vermutlich kaum mehr. Gebraucht werden nach übereinstimmender Meinung der großen Marktforschungsinstitute mindestens 75.000 pro Jahr. Die Bauintensität, also die neuen Wohnungen pro tausend Einwohner, verteilt sich dabei sehr unterschiedlich über die Regionen, hat die LBS auf Basis der NRW IT-Zahlen errechnet.  
  Am meisten gebaut wurde im Münsterland mit 4,6 Wohnungen pro 1.000 Einwohner, gefolgt von den Regionen Aachen/Eifel (3,4), Rheinland (3,0) und Ostwestfalen-Lippe (2,9). Genau im NRW-Schnitt von 2,5 Wohnungen liegt der Niederrhein. Im Bergischen Land sowie im Ruhrgebiet sind die Werte mit 1,7 unterdurchschnittlich. Schlusslicht bilden das Sieger- und Sauerland mit 1,5 Wohnungen. Auch innerhalb der Regionen ergeben sich große Unterschiede bei der Bautätigkeit.  
  In der Region Aachen/Eifel gibt es in Langerwehe (7,9), Gangelt (7,5), Erkelenz (7,5), Kreuzau (7,2) und Aldenhoven (7,2) besonders regen Baustellenbetrieb, meldet die LBS. Diese fünf Orte bauen mehr als doppelt so viele neue Wohnungen pro tausend Einwohner wie der Rest der Region (3,4).
In Aachen liegt der Wert mit 2,2 weit unter dem Schnitt, Schlusslicht bildet Heimbach mit 0,5 Wohnungen.  
  Im Bergischen Land bilden Bergisch Gladbach (3,9), Leichlingen (3,8), Hilden (3,7), Hückeswagen (3,4) und Haan (3,3) die Spitze des Wohnungsbaus.
Der Durchschnitt der Region liegt bei 1,7, hat die LBS errechnet. Wuppertal kommt auf 0,6 Wohnungen, Schlusslichter sind Rösrath (0,3), Radevormwald (0,3) und Erkrath (0,2).  
  Im Münsterland sind Nordkirchen (11,1), Wadersloh (10,5) und Saerbeck (10,2) die Champions im Wohnungsbau. Münster liegt mit 4,6 Wohnungen je tausend Einwohner genau im Schnitt der Region, meldet die LBS. Schlusslichter sind Schöppingen (1,3), Velen (1,1) und Isselburg (0,5).  
  Am Niederrhein führen Kerken (7,2), Meerbusch (6,5), Weeze (6,4) und Kleve (6,4) den Wohnungsbau an. Der Durchschnitt der Region liegt bei 2,5 neuen Wohnungen pro tausend Einwohner, hat die LBS errechnet. Am Ende der diesjährigen Tabelle liegen Issum, Alpen und Hünxe mit jeweils 0,2.  
  In Ostwestfalen-Lippe ist der Wohnungsbau besonders stark in Bad Lippspringe (8,0), Rheda-Wiedenbrück (5,6) und Schloß Holte-Stukenbrock (5,3). Den Durchschnitt der Region hat die LBS mit 2,9 Wohnungen je tausend Einwohner errechnet. Am geringsten ist die Bautätigkeit in Lüdge und Spenge (jeweils 0,5) sowie in Beverungen (0,2) und Schieder-Schwalenberg (0,1).  
Im Rheinland führen Swisttal (5,8), Bergheim (4,6) sowie Siegburg und Elsdorf (je 4,5) den Wohnungsbau an. Der Durchschnitt der Region liegt nach Angaben der LBS bei 3,0 Wohnungen je tausend Einwohner. Düsseldorf (4,2) und Bonn (4,0) bauen überdurchschnittlich, Köln (1,9), Wesseling (1,6) und Brühl (1,2) liegen am Tabellenende.  
  Im Ruhrgebiet liegen Breckerfeld (4,8), Haltern (4,2) und Datteln (4,0) an der Spitze des Wohnungsbaus. Dortmund (2,5) und Essen (1,8) bauen ebenfalls mehr als der Durchschnitt, der nach Berechnungen der LBS bei 1,7 Wohnungen je tausend Einwohner liegt. Bochum (1,4) und Duisburg (1,2) liegen darunter, Schlusslichter sind Kamen (0,4) und Oer-Erkenschwick (0,2).  
  Am baufreudigsten im Sieger- und Sauerland sind die Gemeinden Freudenberg (5,6), Netphen (3,6) sowie Drolshagen und Winterberg mit jeweils 3,5 Wohnungen je tausend Einwohner. Den Durchschnitt der Region hat die LBS mit 1,5 errechnet. Am Ende der Skala liegen Meinerzhagen und Herscheid (jeweils 0,3), Altena (0,2) und Halver (0,1).

 

Baupreise für Wohngebäude +4,6 % gegenüber August 2017
Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland stiegen im August 2018 gegenüber August 2017 um 4,6 %. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist das der stärkste Anstieg der Baupreise gegenüber dem Vorjahr seit November 2007 (+5,7 % gegenüber November 2006). Im Vergleich zum Mai 2018 erhöhten sich die Baupreise im August 2018 um 1,3 %. Alle Preise beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Umsatzsteuer.

 

Fachtagung im Duisburger Rathaus: „Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen versus Fachkräftemangel – Chancen und Hindernisse?“  

Duisburg, 05. Oktober 2018 - Das Netzwerk Integration durch Ausbildung („NIDA“) veranstaltet eine Fachtagung mit Experten zum Thema „Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen versus Fachkräftemangel – Chancen und Hindernisse?“. Namhafte Experten aus Wissenschaft, Vertretern von Organisationen und Verbänden werden gemeinsam bei der Tagung über das Thema diskutieren und neue Perspektive aufzeigen.  

 

Vor Ort stehen am Montag, 8. Oktober 2018, um 13 Uhr im Rathaus Duisburg im Saal Wuhan Marijo Terzic, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums sowie Cem Organ, Sprecher des Netzwerks „NIDA“, zur Verfügung. Weitere Informationen zur Fachtagung in Bezug auf Inhalt, und Gäste können aus dem  beigelegten Programmablauf entnommen werden   Informationen zum Veranstalter NIDA: Das „Netzwerk Integration durch Ausbildung – NIDA“, wurde infolge einer Fachtagung im Oktober 2010 in Duisburg gegründet.

Unter Federführung des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Duisburg treffen sich Akteure aus Organisationen zur Arbeitsmarktintegration von und mit Migrantinnen und Migranten zusammen. Aktuell engagieren sich 27 Organisationen (darunter Bildungsanbieter, Träger der Jugendberufshilfen, Schulen und Stiftungen, kommunale/regionale Regelinstitutionen, Industrie- und Handelskammer Niederrhein, Bundesagentur für Arbeit und das Jobcenter Duisburg) in Hinblick auf einen fachlichen Austausch und Kooperation mit dem Fokus auf Migration und Wirtschaft.

 

Haniel überträgt METRO-Anteile an EP Global Commerce GmbH

- Kartellrechtliche Zustimmung für die Übertragung von bis zu 22,5 Prozent der Stammaktien der METRO AG erteilt
- Verkauf von 7,3 Prozent der Stammaktien der METRO AG an EP Global Commerce GmbH am 04.10.2018 vollzogen
- Zusätzliche Call-Option für EP Global Commerce GmbH zum Erwerb von bis zu 15,2 Prozent der Stammaktien der METRO AG von Haniel
- Haniel-CEO Gemkow: „Wir freuen uns, dass nun mit EP Global Commerce GmbH der METRO AG ein neuer Partner bei ihrer Entwicklung zur Seite steht.“

Duisburg, 04. Oktober 2018 - Heute hat die Haniel Finance Deutschland GmbH, eine 100prozentige Tochtergesellschaft der Franz Haniel & Cie. GmbH (Haniel), nach Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden 7,3 Prozent der ausgegebenen Stammaktien der METRO AG aus dem bisherigen Haniel-Besitz an EP Global Commerce GmbH (EPGC), Deutschland, übertragen und damit den am 24.08.2018 geschlossenen Kaufvertrag vollzogen.

EPGC hat zudem im Rahmen einer Call-Option das Recht, bis zu 15,2 Prozent der ausgegebenen Stammaktien der METRO AG von Haniel, dem bislang größten Einzelaktionär der METRO AG, zu erwerben. Für EPGC und METRO eröffnen sich nun neue Perspektiven in einem anspruchsvollen, aber vielversprechenden Markt.

„Wir begrüßen Herrn Tkáč und Herrn Křetínský als neue Investoren der METRO AG und freuen uns auf ihre Impulse bei der Weiterentwicklung des METRO-Geschäfts. Die Transaktion ermöglicht es Haniel, das Unternehmensportfolio weiter zu diversifizieren und auszubalancieren. Im Fokus stehen dabei interessante Unternehmen, die wir erfolgreich auf ihrem langfristigen Wachstumspfad entwickeln können“, sagt Stephan Gemkow, Vorstandsvorsitzender von Haniel.
Über den vereinbarten Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.
Die Beteiligung von Haniel an der CECONOMY AG bleibt von dieser Transaktion unberührt.

 

Duisburger "Freiheit" wieder frei: GEBAG kauft Kriegers Grundstück am alten Güterbahnhof  

Duisburg, 02. Oktober 2018 - Die Duisburger Baugesellschaft GEBAG hat die gesamte Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs südlich und nördlich der Karl-Lehr-Brücke von der Kurt Krieger Gruppe gekauft. Heute (2. Oktober) unterschrieb GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer in Berlin den notariellen Kaufvertrag. Der Besitzübergang des auch als „Duisburger Freiheit“ bekannten Geländes erfolgt in drei bis vier Wochen. Zur Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Der Vertrag steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates der GEBAG. Ein entsprechender Beschlussvorschlag wird in einer Sondersitzung am 18. Oktober auf der Tagesordnung stehen.  
Oberbürgermeister Sören Link begrüßt das GEBAG-Engagement an dieser Stelle und sieht damit einen großen Schritt nach vorn für Duisburgs Stadtentwicklung: „Ich freue mich sehr darüber, dass sich Herr Krieger für einen Verkauf des Grundstücks an die städtische GEBAG entschieden hat. Für uns gibt es somit endlich einen Handlungsspielraum. Wir werden nun die Grundstückentwicklung vorbereiten und uns dabei an den Plänen orientieren, die damals Norman Foster entwickelt hatte."  

„Wesentliches Kriterium für unser Engagement an dieser Stelle ist die Sicherung eines für die weitere Stadtentwicklung enorm wichtigen Grundstückes in bester Innenstadtlage. Damit will die GEBAG die weitere Gestaltung und Steuerung der Stadtentwicklung durch die Stadt Duisburg gewährleisten“, erklärt Bernd Wortmeyer das Engagement der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft an dieser Stelle.  
Die GEBAG plant auf dem rund 30 Hektar großen Gelände keine eigenen Bauinvestitionen. Vielmehr wird sie sich in ihrer Funktion als Flächenentwicklerin auf die Erarbeitung eines städtebaulichen Konzepts, die Baureifmachung inklusive des Abbruchs der alten Gebäude und die federführende Vermarktung des Geländes an potenzielle Investoren konzentrieren.
Möglich ist auch die Übernahme der Erschließungsarbeiten – ähnlich also wie beim Mercatorviertel. Klare Vereinbarung ist, dass auf dem Grundstück kein Möbel- oder Teppichmarkt entstehen darf.    
Das Grundstück um den alten Güterbahnhof liegt seit vielen Jahren brach. 2005 wurde Sir Norman Foster von der Stadt Duisburg mit der Zukunftsplanung des Geländes beauftragt und entwickelt mit seinem Masterplan auch das Markenzeichen „Duisburger Freiheit“.
Auf der Grundlage des Masterplanes Innenstadt sollte südlich der Koloniestraße ein Dienstleistungsstandort inkl. Hotel, Gastronomie, hochwertigem Lebensmitteleinzelhandel zur Versorgung des Quartiers realisiert werden. Eine städtebauliche Verträglichkeit von Wohnnutzung sollte geprüft werden. 2010 verkauft die Grundstückseigentümerin Aurelis Asset GmbH das ehemalige Bahngelände dann an die Krieger Grundstück GmbH.
Inhaber Kurt Krieger plante hier die Errichtung eines großen Möbelzentrums verwarf die Pläne aber dann 2015 wieder. Ab 2016 sollte an dieser Stelle ein Designer-Outlet-Center (DOC) errichtet werden. Diese Pläne scheiterten dann im September 2017 mit einer knappen Mehrheit von 51,09 Prozent am Votum der Duisburger Bürgerinnen und Bürger in einem entsprechenden Bürgerentscheid. Seitdem ist die Zukunft des Geländes wieder völlig offen. Die GEBAG möchte nun im engen Schulterschluss mit der Stadt Duisburg wieder Bewegung in die Standortentwicklung bringen.

Das ehemalige Güterbahnhof-Areal - Foto Manfred Schneider

 

 

Kommentar:

Freie Entwicklung nun bei der "Duisburger Freiheit"möglich.

2005 wurde Sir Norman Foster von der Stadt beauftragt, sich grundsätzlich Gedanken um die Innenstadt und den Bereich um den Hauptbahnhof zu machen. Das tat der Sir, der ja schon den Innenhafen ab Mitte der 1990er Jahre entwickelte. 2007 gab es die öffentliche Vorstellung des "Masterplans Innenstadt" mit dem wesentlichen Filetstück der Bahn-Brache rund um den ehemaligen Güterbahnhof. Im Frühjahr 2010 hatte Kurt Krieger in einer "Nacht-und- Nebel-Aktion" das Gelände vom Bahn-Vermarkter Aurelis gekauft.
Ein Möbelhaus mit Park sollte entstehen. Danach gab es reichlich Irritationen und eine Abkehr Kriegers vom ursprünglichen Vorhaben. Die Kehrtwende des Möbel-Moguls gab es mit dem Finale "Bürgerentscheid" nebst Ablehnung zum von ihm geplanten Outlet Center.

Nun hat ein städtisches Unternehmen exakt das Richtige getan. Das Gelände ist in Duisburgs Hand und kann endlich nach dem Willen der Stadt entwickelt werden.  Ob das Wohnungsunternehmen GEBAG letztendlich dort eine Wohnbebauung favorisiert ist noch nicht bekannt. Ideal wegen der belasteten Lage wäre das nicht, aber die allgemeine Wohnungsnot könnte schon ein wesentliches Argument sein.

Auch wäre nun endlich der Weg frei, den "Grünen Ring" ohne Bremse "Grundstückseigentümer" zu vollenden. Wir verkneifen uns einmal ein "Krieger sei Dank". So weit muss es ja nach achteinhalb Jahren Hängepartie wahrlich nicht kommen. Harald Jeschke

 

 

IHK: Ankauf des Güterbahnhof-Geländes ist ein wichtiger Meilenstein für die weitere, gute Stadtentwicklung Duisburgs

Zum Kauf der „Duisburger Freiheit“ durch die Duisburger Baugesellschaft Gebag sagt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve: „Der Ankauf des Geländes ist ein wichtiger Meilenstein für die weitere, gute Stadtentwicklung Duisburgs, Kompliment an den Oberbürgermeister und die Geschäftsführung der Gebag!
Auch der Vorsatz, das Gelände gemäß den Plänen des Architekten Norman Foster zu entwickeln, ist goldrichtig. Mit der hervorragenden Lage am Hauptbahnhof Duisburg, der Nähe zum Düsseldorfer Flughafen und den Stadtzentren von Duisburg, Essen und Düsseldorf besteht nun die Chance, dieses Filetgrundstück als Top-Bürostandort zu entwickeln. Vielleicht besteht ja die Chance, der Entwicklung durch die Ruhrkonferenz weiteren Schwung zu geben. Einen Versuch wäre es wert.“

 

In den NRW-Binnenhäfen wurden von Januar bis Juni 2018
insgesamt rund 62,1 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen.
 

In den NRW-Binnenhäfen wurden von Januar bis Juni 2018
insgesamt rund 62,1 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen.
 
Duisburg, 02. Oktober 2018 - In den nordrhein-westfälischen Binnenhäfen wurden von Januar bis Juni 2018 insgesamt rund 62,1 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, lag der Güterumschlag damit 3,5 Prozent unter dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Mit 25,6 Prozent war nahezu ein Viertel der beförderten Tonnage dem Gefahrgut zuzuordnen.
Damit stieg dagegen die in Containern beförderte Tonnage um 4,7 Prozent. Die Zahl der im ersten Halbjahr 2018 umgeschlagenen Container war mit rund 648 000 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) um 9,8 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Empfang von Containern (311 100 TEU) war dabei um 8,2 Prozent und der Containerversand (337 000 TEU) um 11,4 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2017. Die beförderte Zahl an Containern wird in sog. TEU gemessen. Ein TEU entspricht einem ISO-Container, der 6,058 Meter lang, 2,438 Meter breit und 2,591 Meter hoch ist. (IT.NRW)

 

Kommunen mit 0,8 Milliarden Euro Finanzierungsüberschuss im 1. Halbjahr 2018
Die Gemeinden und Gemeindeverbände (ohne Stadtstaaten) wiesen im ersten Halbjahr 2018 einen Finanzierungsüberschuss von insgesamt fast 0,8 Milliarden Euro auf. Dieses Ergebnis beruht auf den methodischen Abgrenzungen der Finanzstatistiken.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte sich im ersten Halbjahr 2017 ein Überschuss von 0,6 Milliarden Euro ergeben. Der Finanzierungsüberschuss der Kommunen setzt sich zusammen aus Kern- und Extrahaushalten: Bei den Kernhaushalten gab es im ersten Halbjahr 2018 wie schon im Vergleichszeitraum ein Finanzierungsdefizit von rund 0,1 Milliarden Euro. Die Extrahaushalte hatten im ersten Halbjahr 2018 einen Finanzierungsüberschuss in Höhe von 0,9 Milliarden Euro (im Vorjahr +0,7 Milliarden Euro).

 

 

IHK-Zertifikatslehrgang Buchführung Aufbaustufe (IHK) Teilzeit
Kompetenzen als Fachkraft in der Buchhaltung stärken – diesem Ziel folgt das Aufbauseminar zum Grundkurs Buchführung der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve. Das Seminar liefert den Teilnehmern kompakte Kenntnisse über schwierige Buchführungsthemen. Mithilfe praktischer Übungen vertiefen die Anwesenden ihr Wissen um wesentliche Themen wie Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, Abschreibungen, aktive und passive Rechnungsabgrenzung sowie Bilanz- und GuV-Kennzahlen.
Der Lehrgang findet vom 30. Oktober bis zum 4. Dezember 2018, dienstags und donnerstags von 17:30 Uhr bis 21:15 Uhr, in der Niederrheinischen IHK in Duisburg statt.   Mehr Details und Anmeldung: Sabrina Giersemehl, Telefon 0203 2821-382, E-Mail giersemehl@niederrhein.ihk.de.

 

- Amazon siedelt sich im Duisburger Hafen an
- Smart City Duisburg – Viele Ideen beim „Wirtschafts“-Workshop

Amazon siedelt sich im Duisburger Hafen an
Duisburg, 01. Oktober 2018 - Amazon beliefert Kunden in Duisburg und der Rhein-Ruhr-Region jetzt direkt vom Duisburger Hafen aus. Der Versandhändler hat dafür 9.300 Quadratmeter Hallenfläche und 1.200 Quadratmeter Büro- und Sozialflächen auf dem Hafengelände im Stadtteil Kaßlerfeld (Areal Unternehmen Goodman spekulierte im vergangenen Jahr Am Blumenkampshof)  angemietet. Rund 100 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Waren ausgeliefert werden. idr

 

Smart City Duisburg – Viele Ideen beim „Wirtschafts“-Workshop

In der siebenteiligen Workshopreihe der Smart City-Initiative hat am Donnerstag, 28 September, mit dem Handlungsfeld “Wirtschaft” der zweite Workshop stattgefunden. In den Workshops entwickeln Fachleute gemeinsam mit weiteren Akteuren kreative Ideen, wie die Stadt zur Smart City entwickelt werden kann. Über 40 Teilnehmer aus Wirtschaft, Bürgerschaft und Verwaltung haben an dem Workshop teilgenommen.

 

Unter der Leitung des Wirtschaftsdezernenten Andree Haack sowie Alexander Kranki, Leiter des Unternehmerverbandes „Wirtschaft für Duisburg“, fand ein sehr intensiver und produktiver Workshop statt. In kleinen Arbeitsgruppen wurden in einem ersten Schritt zunächst Ideen gesammelt, die dann im nächsten Schritt weiter konkretisiert wurden. Abschließend wurden die ausgearbeiteten Ideen allen Teilnehmern vorgestellt.

 

Zentrale und viel diskutierte Themen waren unter anderem die intelligente Verkehrsführung, die Einrichtung flexibler Arbeitsplätze, die Einführung von Unternehmensservices, die Durchführung von Start-Up-Börsen oder die Etablierung von Co Working Spaces.

 

Für den Beigeordneten Andree Haack und Alexander Kranki war es eine durchweg erfolgreiche Veranstaltung: „Wir dürfen jetzt nicht bei den Ideen stehen bleiben, sondern müssen schnell in die Umsetzung gehen und hierbei auch mal neue Wege beschreiten“, betonte Kranki. „Wir müssen in dem Prozess eine echte Startup-Mentalität entwickeln und auch mal risikofreudig sein“, ergänzt Haack.

 

Auch wer nicht an den Workshops teilnimmt, kann seine Ideen und Vorschläge an das Smart-City-Team (info@duisburgsmartcity.de) schicken. Sie werden im Rahmen der Workshops und im Lenkungskreis behandelt. Bei positivem Votum sollen sie dann im Rahmen eines Projektes von der Stadt Duisburg oder eines Partners umgesetzt werden. Weitere Informationen unter www.duisburgsmartcity.de

 

Alexander Kranki und Andree Haack - Foto Jaqueline Waderski

 

Thyssenkrupp plant Teilung des Konzerns

Essen/Duisburg, 28. September 2018 - Am kommenden Sonntag, 30. September, entscheidet der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp in einer außerordentlichen Sitzung über die geplante Teilung des Konzerns. Entstehen sollen zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen mit direktem Kapitalmarktzugang in den Bereichen Industriegüter und Werkstoffe. Beide Unternehmen sollen den Namen Thyssenkrupp weiterführen.

Aktionäre werden nach der Teilung zwei Aktien halten: eine der künftigen Thyssenkrupp Materials AG (bisher Thyssenkrupp AG) und eine der neuen Thyssenkrupp Industrials AG. An ersterer werden die bestehenden Aktionäre weiterhin 100 Prozent halten, an der Thyssenkrupp Industrials AG zunächst eine deutliche Mehrheit. Thyssenkrupp Industrials wird das Industriegütergeschäft mit den Bereichen Aufzug- und Automobilzulieferergeschäft sowie Kernanlagenbau übernehmen.
Thyssenkrupp Materials wird ein Werkstoffkonzern, der die Stahl- und Edelstahlproduktion, den Materialhandel sowie die stahlnahe Weiterverarbeitung vereint. Die beiden Unternehmen werden eine vergleichbare Größenordnung haben: Auf der Basis von Pro-forma-Zahlen für das Geschäftsjahr 2016/17 würde die Thyssenkrupp Industrials AG mit rund 90.000 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 16 Milliarden Euro erwirtschaften. Die Thyssenkrupp Materials AG käme mit knapp 40.000 Mitarbeitern auf einen Umsatz von etwa 18 Milliarden Euro. Über die Teilung muss die Hauptversammlung der Thyssenkrupp AG entscheiden. idr

 

Bruno Sagurna (SPD): Arbeitsplätze bei Thyssenkrupp müssen erhalten bleiben  
Der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Bruno Sagurna, äußert sich zu den Plänen von Thyssenkrupp, den Konzern in zwei eigenständige Unternehmen aufzuteilen. „Wichtig ist es, dass Thyssenkrupp zukunftsfähig aufgestellt wird und sowohl die Arbeitsplätze als auch die Standorte in Duisburg erhalten bleiben. Eine Spaltung darf nicht dazu führen, dass Arbeitsplätze in unserer Stadt abgebaut werden. Wir stehen solidarisch an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Duisburg“, bekräftigt der SPD-Fraktionschef seine Haltung. Sagurna hofft, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stahlriesens in den bevorstehenden Prozess eng einbezogen werden.
„Wenn die Aufteilung dazu führt, Standorte und Arbeitsplätze zu sichern und eine Zerschlagung des Konzerns zu verhindern, begrüßen wir das sehr. Bei der Reform muss darauf geachtet werden, dass die Beschäftigten diese mittragen. Sonst würde aus meiner Sicht nur die Produktivität des Unternehmens leiden. Das kann niemand in der jetzigen Situation wollen“, so Sagurna. Am kommenden Sonntag soll der Aufsichtsrat des Konzerns über die Pläne entscheiden. Damit soll auf die anhaltende Krise des Konzerns reagiert werden.  

 

Brückenteilzeit: Leichter zwischen Vollzeit und Teilzeit wechseln
Berlin/Duisburg, 28. September 2018 - Ab 2019 sollen Beschäftigte ein Recht darauf erhalten, ihre Arbeitszeit für einen befristeten Zeitraum zu reduzieren - mit der Sicherheit, anschließend wieder in ihre ursprüngliche Arbeitszeit zurückkehren zu können. "Weiterbildung, Kinder, Ehrenamt, Pflege - Beschäftigte können mit der Brückenteilzeit leichter zwischen Vollzeit und Teilzeit wechseln ", freut sich die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas.
Die Brückenteilzeit soll für Beschäftigte gelten, die in Betrieben mit mehr als 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten. Eine Begründung ist nicht notwendig. Wer eine Zeitlang kürzer treten will, kann das künftig in einem vorher mit dem Arbeitgeber vereinbarten Rahmen tun. "Beschäftigte können mit der Brückenteilzeit leichter die Arbeitszeit reduzieren", erklärt Bärbel Bas.
"Wir brauchen eine moderne Arbeitswelt mit mehr Vereinbarkeit von Beruf, Familie und persönlicher Entwicklung. Deshalb wollen wir, dass es bereits ab 2019 ein Recht auf befristete Teilzeit geben wird."
"Mit der Brückenteilzeit verhindern wir, dass gerade Frauen in die Teilzeitfalle geraten", betont Bärbel Bas. "Meistens sind es Frauen, in Teilzeit oftmals viel zu wenig verdienen, um im Alter eine auskömmliche Rente zu bekommen. Der heute beratene Gesetzesentwurf trägt so auch zur Gleichstellung von Männern und Frauen bei."

 

Duisburger Arbeitsmarkt: Quote unter 11 % die niedrigste seit 20 Jahren

 

Arbeitslosenquote im Ruhrgebiet sinkt auf 9,2 Prozent
Der Arbeitsmarkt in der Metropole Ruhr entwickelt sich positiv: Die Arbeitslosenquote lag im September nach Daten der Bundesagentur für Arbeit bei 9,2 Prozent - 0,3 Prozentpunkte unter dem Vormonat und 0,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Im Ruhrgebiet (ohne Kreis Wesel) waren zum Herbstbeginn 7.050 Menschen oder 3,1 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im Monat zuvor.

Die Arbeitslosigkeit sank auf 222.841 Menschen - 8,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Einen besonders starken Rückgang der Arbeitslosenzahlen verzeichnete Recklinghausen mit einem Minus von 11,6 Prozent. NRW-weit hat die Entwicklung des Arbeitsmarkts zum Beginn des Herbstes wieder Fahrt aufgenommen. Die Arbeitslosigkeit sank im September kräftig um 23.448 Personen und erreichte mit nun 634.362 arbeitslos gemeldeten Menschen den vorerst niedrigsten Stand des Jahres. Die Arbeitslosenquote sank auf 6,6 Prozent. (idr).

 

 

ZebraPark

Erschließungsstraße für neues Gewerbezentrum ist fertiggestellt
Kleine Kaufgrundstücke ermöglichen Wirtschaftsförderung Kunden passgenau zu bediene
n  
Duisburg, 28. September 2018 - Der Name hatte von Anfang an Zugkraft: der ZebraPark in Duisburg-Hamborn erfreute sich gleich zu Beginn der Vermarktung eines großen Interesses im Stadtgebiet und darüber hinaus. Jetzt wurde die Erschließungsstraße fertiggestellt. „Deren Name kommt bei den sich dort niederlassenden Unternehmensakteuren überaus gut an. ‚Im ZebraPark‘ ist zu einer guten Adresse für Unternehmen geworden. Prägnant und zu Duisburg passend“, findet allen voran Michele Cappiello.
Der Diplom-Ingenieur ist Geschäftsführer des für den ZebraPark verantwortlich zeichnenden Projektentwicklers, die Frankfurter CapTrust GmbH. Zur guten Anbindung tragen neben besagter Erschließungsstraße auch die nahe gelegenen Anschlussstellen der Autobahnen A 59 und A 3 bei, die nur wenige Minuten entfernt sind. So verwundert es nicht, dass sich mittlerweile zahlreiche Unternehmen für eine Verlagerung und Expansion ihrer Produktions- und Dienstleistungsbetriebe entschieden haben. Im Frühjahr 2019 beginnen voraussichtlich die Bauarbeiten der neuen Betriebsstätten.  

„Wir freuen uns, Ihnen jetzt gemeinsam mit Michele Cappiello die positiven Ergebnisse der bislang erfolgten Vermarktung vorzustellen“, so Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg). „Die Entwicklung, die hier in Gang gebracht wurde, sichert und schafft Arbeitsplätze. Sieben neue Betriebe, mehrheitlich bereits in Duisburg ansässig, finden hier adäquate Erweiterungsmöglichkeiten, um auch perspektivisch am Standort entwicklungsfähig zu bleiben“, bringt es Meurer auf den Punkt.  

Das Gewerbegebiet ZebraPark ist für Meurer und Team in vielfacher Hinsicht ein gutes Projekt, mit dem die Wirtschaftsförderer den starken Flächenmangel am Wirtschaftsstandort zwar sicherlich nicht beheben, aber zumindest für den Norden teilweise zeitnah etwas abmildern können. „Hiermit konnten wir nachfragenden Interessenten kurzfristige Perspektiven im Segment kleiner Kaufgrundstücke anbieten. Solche Filetstücke sind in Duisburg nur sehr rar gesät“, weiß auch die zuständige Projektmanagerin Renate Orywa aus dem operativen Geschäft.   Zu den Akteuren, die im Zebrapark „ihr neues berufliches Zuhause“ finden, gehören unter anderen die Bäckerei Alibaba, das Inklusionsunternehmen Horizonte gGmbH, die Wirtschaftsbetriebe Duisburg und die Delta Plus GmbH.  

„Eine gelungene Mischung, wie ich finde“, meint Cappiello und fügt hinzu: „Das wir jetzt dort stehen, wo wir sind, hängt auch am guten Zusammenspiel mit den Wirtschaftsbetrieben bei dem Bau der Erschließungsstraße ‚Im ZebraPark‘. Darüber hinaus hat uns das Team der GFW Duisburg effektiv bei der Vermarktung geholfen und regelmäßig Interessenten vermittelt.   Yildiray Köroglu, Inhaber der Bäckerei Alibaba, freut sich über den künftigen Unternehmenssitz, spiegelt dieser doch auch wider, was die Unternehmerfamilie mit ihrer Hände Arbeit bis heute geschafft hat: „Wir sind stolz auf das bisher in Duisburg Erreichte. Das wollen wir auch mit einem repräsentativen Firmenbesitz zeigen. Für uns ist Duisburg zur Heimat geworden; deshalb ist uns Standorttreue so wichtig. Auf diese Weise können wir etwas zurückgeben; schließlich haben wir hier auch viele Chancen vorgefunden.“  

Stefan Karl Schultheis, Geschäftsführer vom Inklusionsunternehmen Horizonte gGmbH, weiß um die Vorzüge der Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mehrheitlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Da ist es absolut von Vorteil, dass sich die Straßenbahnlinie 901 in unmittelbarer Nähe zum Gewerbepark befindet.“   Auch die Akteure des Bausanierers Delta Plus GmbH waren vom ZebraPark schnell begeistert: „Lage, Lage, Lage gilt auch für Gewerbeparks. Außerdem wollen die Unternehmer, die hier investieren, eine hochwertige Adresse mit guter Bebauung schaffen – schon im eigenen Interesse. Hier wollen wir gerne mit einem eigenen Objekt mit von der Partie sein“, bekräftigt Elvis Smailovic von der Delta Plus GmbH.  

Wer jetzt neugierig geworden ist und mehr erfahren will über den ZebraPark und die noch verfügbaren Ansiedlungsmöglichkeiten, insbesondere für kleine und mittlere Betriebe, erfährt mehr dazu bei: GFW-Projektmanagerin Renate Orywa, Telefon: 0203 / 36 39 – 344, E-Mail:
orywa@gfw-duisburg.de sowie bei Michele Cappiello, Geschäftsführer, CapTrust, E-Mail: mc@captrust.de.


Sie eint der ZebraPark als neuer Firmensitz: Stefan Karl Schultheis vom Inklusionsunternehmen Horizonte gGmbH, Thorben Sommerfeld von der ThoS GmbH, Yildiray Köroglu von der Bäckerei Alibaba und Angela Sommerfeld von der ThoS GmbH – mit Michele Cappiello, Geschäftsführer der CapTrust GmbH, GFW-Projektmanagerin Renate Orywa und GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer. Urheberin: Annegret Angerhausen-Reuter; Nutzungsrechte: GFW Duisburg

(Karte)ZebraPark: Urheber Michele Cappiello Nutzungsrechte CapTrust

Unternehmen gehen Wirtschaftsflächen aus

IHKs stellen Lösungen für die Zukunft vor

Duisburg, 29. September 2018 - Der Wirtschaft gehen zunehmend die Flächen für Produktion, Gewerbe und Dienstleistungen aus. „Wir hören von Unternehmen und aus Kommunen, dass Firmenansiedlungen oder Expansionen durch fehlende Gewerbeflächen gebremst werden“, sagt Michael Rüscher, Geschäftsführer im Bereich Standort bei der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer. Zusammen mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) haben die IHKs ein Acht-Punkte-Papier mit konkreten Lösungsansätzen für Politik und Verwaltung entwickelt, das am Donnerstag, 27. September, in Berlin vorgestellt wurde. 

 

„Alle Branchen sind vom Flächenmangel betroffen. Die regionale Flächenpolitik gehört zu den wichtigsten Standortfaktoren. Wenn sich in unserer Region im wahrsten Sinne des Wortes kein Platz für neue Investitionen findet, bleiben sie aus. Erweiterungen oder Neugründungen finden dann woanders statt“, erklärt Michael Rüscher. Betroffen von der Flächenmisere sind insbesondere viele erfolgreiche mittelständische Unternehmen. Rüscher: „Wir brauchen einen Bewusstseinswandel, damit die Interessen von Unternehmen bei der Raum- und Flächenplanung angemessen berücksichtigt werden.“

 

Flächen zum Wohnen und Wirtschaften

Auch die Wohnungsnot beschäftigt viele Betriebe: „Die ohnehin schwierige Suche nach Fachkräften verschärft sich angesichts fehlender Wohnungen“, so Rüscher. „Wir müssen uns deshalb viel intensiver mit der intelligenten Nutzung von Flächen zum Wohnen und Wirtschaften beschäftigen. Vor allem darf beides nicht gegeneinander ausgespielt werden.“ Festzustellen ist jedoch, dass von den vorhandenen Siedlungs- und Verkehrsflächen in Nordrhein-Westfalen den Betrieben nur aktuell 2,2 Prozent für Gewerbe und Industrie zur Verfügung stehen, auf das Wohnen jedoch mehr als drei Mal so viel entfallen. Im Duisburger Stadtgebiet können die benötigten und von der Regionalplanung zugestandenen gewerblichen Flächenbedarfe nicht mehr verplant werden. Die verfügbaren Reserveflächen reichen nur noch für wenige Jahre.

 

Wirtschaft und Kommunen werden nach den Worten des IHK-Experten bereit sein, innovative Lösungen zu entwickeln. „Beispielsweise wird es notwendig sein, auf den begrenzten Flächen Produktionseinheiten vertikal zu realisieren, anstatt – wie bisher – in die Fläche zu gehen. Sinnvoll ist es auch, über ein intelligentes Flächenmonitoring frühzeitig den Bedarf zu ermitteln und räumlich zu verorten.“

 

Flächenausweisung über kommunale Grenzen hinweg

Die IHKs haben gemeinsam mit dem DIHK ein Acht-Punkte-Papier mit konkreten Lösungsansätzen entwickelt, das am 27. September in Berlin vorgestellt wurde. Ein Schlüssel zur Lösung des Problems liegt in der stärkeren Kooperation von Stadt und Umland. Städte, Gemeinden und Kreise sind gefordert, Gewerbeflächen verstärkt über kommunale Grenzen hinweg auszuweisen und so ihre Flächenreserven optimal zu nutzen. Rüscher: „Aber auch die Bundespolitik muss ihre Hausaufgaben machen: Es sollte hinterfragt werden, ob die Maßstäbe für die erlaubte Flächenentwicklung und die damit zusammenhängenden Kompensationsmaßnahmen noch richtig sind.“ Sinnvoll wäre es, zusätzlich zur reinen Flächenkompensation, ökologische Maßnahmen als Ausgleich zuzulassen. Beispielweise durch die Renaturierung eines Bachlaufes an anderer Stelle.

 

LANGE NACHT DER INDUSTRIE Rhein-Ruhr fast ausgebucht
Industrie vor Ort live – ein Erlebnis, das fasziniert und begeistert
Wer Industrie live und hautnah erleben möchte, sollte sich schnell um kostenfreie Plätze für die 8. LANGE NACHT DER INDUSTRIE Rhein-Ruhr am 11. Oktober 2018 bewerben. Vor Ort können die Teilnehmer außergewöhnliche Einblicke in Technologien, Arbeitsprozesse und Produkte der Unternehmen bekommen – bei spannenden Werksführungen, Vorträgen und Gesprächen mit Unternehmensvertretern.
Am Veranstaltungsabend besuchen die Teilnehmer zwischen 17:00 Uhr bis 22:30 Uhr nacheinander jeweils zwei Unternehmen. Das Mindestalter ist 14 Jahre. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte sollten sich umgehend online um die begehrten Plätze bewerben: www.langenachtderindustrie.de/regionen/rhein-ruhr/
Für folgende Touren sind noch letzte Plätze vorhanden:
Niederrhein/Duisburg-Wesel-Kleve: Startplatz Voerde-Friedrichsfeld
 Tour 6 - Kreis Weseler Abfallgesellschaft & Solvay Chemicals
 Tour 7 - Holemans & Westnetz
 Tour 8 - TRIMET Voerde (früh)
 Tour 9 - TRIMET Voerde (spät) Startplatz Duisburg
 Tour 43 - Böge Textil-Service & Siemens, Duisburg

 

Remondis kauft den "Grünen Punkt"

Lünen/Duisburg, 27. September 2018 - Das Recyclingunternehmen Remondis mit Sitz in Lünen übernimmt den "Grünen Punkt". Der Entsorger hat alle Anteile der Duales System Deutschland Holding von einer britischen Investorengruppe erworben. Das Kartellamt muss noch grünes Licht geben. 2014 hatte Remondis sein eigenes Duales System Eko-Punkt aufgegeben.

Das Duale System Deutschland, ursprünglich als Non-Profit-Gesellschaft gegründet, erwirtschaftet heute einen Gesamtumsatz von 490 Millionen Euro und beschäftigt ca. 220 Mitarbeiter. Es ist eins von neun Dualen Systemen, die sich den Markt für lizenzierte Verpackungsabfälle mit einem Gesamtvolumen von rund 900 Millionen Euro teilen. Zuletzt hatte es stark an Umsatz verloren und mehrfach den Besitzer gewechselt. (idr)

 

 

Über 400 Jugendliche beim Azubi-Speed-Dating

Mit der IHK in zehn Minuten zum Ausbildungsplatz  
Duisburg, 27. September 2018 - Zehn Minuten – dann ist die Sanduhr abgelaufen und der nächste Jugendliche tritt an den Stand eines Unternehmens. So funktioniert das Azubi-Speed-Dating der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve. Gut 400 Schülerinnen und Schüler kamen am Donnerstag, 27. September, in den Steinhof nach Duisburg-Huckingen, um mit Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Bereits zum siebten Mal trafen Jugendliche auf Personalchefs und Auszubildende, um Firmen am Niederrhein und deren Ausbildungsberufe kennenzulernen. Das Format wurde vom „Duisburger Schulmodell“ der Niederrheinischen IHK ins Leben gerufen.  

 „Das Date Deines Lebens? – In zehn Minuten zum Ausbildungsplatz“, so lautete das Motto in diesem Jahr. Rund 400 Schülerinnen und Schüler von 17 Schulen trafen auf 20 Ausbildungsbetriebe aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen. Das Azubi-Speed-Dating bietet Unternehmen die Möglichkeit, potenzielle Fachkräfte von morgen kennenzulernen. Jugendliche erhalten die Gelegenheit, mit Personalverantwortlichen zu sprechen. So können sie einen ersten Eindruck hinterlassen und die Situation des Bewerbungsgespräches üben.  

Parallel zur Veranstaltung tagte der Beirat des Duisburger Schulmodells, ein Gremium bestehend aus Unternehmerpersönlichkeiten der regionalen Wirtschaft unter dem Vorsitz von Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link. Das erfolgreiche Berufsorientierungs- und Sprachcamp in Marxloh war ebenso Thema, wie Hilfestellungen für mittelständische Unternehmen bei der modernen Ansprache an Jugendliche.
IHK-Vizepräsident und Beiratsmitglied Frank Wittig bekräftigte: „In Zeiten sinkender Schülerzahlen ist eine zeitgemäße Ansprache der Jugendlichen besonders wichtig. Mit dem Duisburger Schulmodell haben wir ein wirtschaftsnahes und modernes Instrumentarium, das Unternehmen in der Region bei der Fachkräftesicherung unterstützt und jungen Menschen nachhaltig hilft.“  

Zum Beirat des Duisburger Schulmodells: Das Projekt wurde 2010 ins Leben gerufen und unterstützt Schüler bei ihrem Übergang von der Schule ins Berufsleben. Ein Beirat mit Vertretern aus der regionalen Wirtschaft, an dessen Spitze Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und IHK-Präsident Burkhard Landers stehen, steht dem Projekt unterstützend zur Seite.

Im Beirat vertreten sind neben der Stadt und der IHK auch die Unternehmen ArcelorMittal Duisburg GmbH, Cremerius Transport Service GmbH, Duisburger Hafen AG, Grillo-Werke AG, Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, KROHNE Messtechnik GmbH, Sparkasse Duisburg, Union Stahl GmbH, Wittig GmbH, WOMA GmbH sowie die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Duisburg.    

Der Beirat des Duisburger Schulmodells tagte parallel zum Azubi-Speed-Dating.  

Unternehmer und Jugendliche führten interessante und erfolgreiche Gespräche beim Azubi-Speed-Dating.

Unternehmerabend der Volksbank Rhein-Ruhr befasst sich am 9. Oktober 2018 mit der Generation Z

Duisburg, 25. September 2018 – "Generation Z - die Zielgruppe der Zukunft? ", mit dieser Frage setzt sich der Unternehmerabend der Volksbank Rhein-Ruhr am Dienstag, den 9. Oktober 2018 um 18 Uhr in der Volksbank Rhein-Ruhr, Am Innenhafen 8-10, 47059 Duisburg, auseinander.

Die "Generation Z" hat andere Vorstellungen über einen "guten" Arbeitgeber und auch andere Erwartungen an Arbeit hat als die Eltern-Generation, die auch gerne als "Baby Boomer Generation" bezeichnet wird. Für die Zukunft müssen sich Unternehmen deshalb umstellen und sich auf einige neue Anforderungen ihrer zukünftigen Arbeitnehmer einstellen.

Angesichts der Knappheiten auf dem Fachkräftemarkt braucht sich die "Generation Z" nicht anzupassen. Aufgrund der Verlängerung der Lebensarbeitszeit arbeiten die ältere und die jüngere Generation noch viele Jahre miteinander. Zu wissen, wie sich die Werte und Einstellungen zwischen den Generationen unterscheiden, ist ein wichtiger Aspekt im Rahmen der Unternehmens- und Personalpolitik. Dies betrifft vor allem die Handlungsfelder der Mitarbeitergewinnung, der Mitarbeitermotivierung und -bindung.

Zu diesem wichtigen und spannenden Thema referiert Frau Prof. Dr. Jutta Rump am 9. Oktober im Atrium der Volksbank Rhein-Ruhr.

Foto Volksbank

 

 

 

Kabelfernsehen wird vollständig digital: Telekom schaltet analoge TV-Programme ab

 Mehr Programme, bessere Bild- und Tonqualität  Sendersuchlauf notwendig  Keine zusätzlichen Gebühren
Duisburg/Bonn, 21. September 2018 - Nach dem Antennen- und Satelliten-Fernsehen wird jetzt auch das Kabel-TV vollständig digital: Am 24.09.2018 schaltet die Telekom in Duisburg ihre analogen TV-Programme ab. Um weiterhin wie gewohnt fernzusehen, müssen Kabelkunden nach der Umschaltung einen Sendersuchlauf durchführen. Zusätzliche Gebühren entstehen durch die Digitalisierung nicht.

Die Telekom geht diesen Schritt nicht allein: Auch nahezu alle anderen Kabelnetzbetreiber werden sich – sofern noch nicht geschehen – im Laufe des Jahres vom analogen Kabelsignal verabschieden. Der Grund: Die digitale Übertragung ermöglicht eine deutlich bessere Bild- und Tonqualität und bildet gleichzeitig die technologische Basis für die zunehmende Verschmelzung von TV und Internet.

Wer ist betroffen? Telekom Kunden, die einen modernen Flachbildfernseher besitzen und mehr als 35 Programme zur Auswahl haben, schauen bereits digital und empfangen mit Zuhause Kabel Fernsehen schon heute das umfangreiche TV-Angebot des Bonner Konzerns. Lediglich ein Sendersuchlauf am TV-Gerät muss durchgeführt werden.

Die Zuschauer, die noch einen sehr alten Fernseher (meistens ein Röhrengerät) besitzen, benötigen nach der Umstellung entweder einen Digital Receiver oder ein neues Fernsehgerät, das den digitalen Empfang ermöglicht.

Rundum informiert Damit am Stichtag niemand vor einem schwarzen Bildschirm sitzt, begleitet die Telekom die Digitalisierung des Fernsehempfangs mit einer umfangreichen Informationskampagne: Unter anderem wird es in den betroffenen Hausgemeinschaften Info-Plakate geben, ein TVLaufband mit Hinweis zur Abschaltung der analogen Programme sowie ein Internetangebot (www.telekom.de/volldigitalisierung) rund um die Umschaltung. Darüber hinaus informiert die Telekom ihre Kabelkunden mit persönlichen Informationsschreiben und -broschüren.

Radio wird ebenfalls digital Im Zuge der TV-Umstellung digitalisiert die Telekom auch den Hörfunk. Wer sein Radioprogramm via Kabel empfängt, kann dann auf diesem Wege kein UKW-Signal mehr empfangen und benötigt daher einen entsprechenden Receiver oder ein Digitalradio. Die Geräte, die ihre Signale über Antenne empfangen – wie das Radio in der Küche oder im Bad – sind von der Umstellung nicht betroffen.

- 35 Schüler aus der Region zu Gast im Hafen
- Fachkraft werden mit 40? Na klar!  
- Zukunftsinitiative Pflege lädt zum Tag der Pflege 

Jugendliche entdecken ihre Talente bei duisport – TalentTage Ruhr 2018   Duisburg, 21. September 2018 – So viel junges Potenzial steckt in unserer Stadt und in unserer Region: Bei den TalentTagen Ruhr vom 19.- 29. September 2018 sind dieses Jahr mehr als 200 Veranstaltungen in 27 Städten am Start. Unter dem Motto „Mach mit!“ richten sich die Angebote an Schüler, Studierende, Eltern und Bildungsfachleute. Erstmals ist auch die Duisburger Hafen AG (duisport) als Unternehmen vertreten.
„Damit sich die Jugendlichen für ihre Zukunft rüsten, sie ihre Talente entdecken und Selbstvertrauen entwickeln, ist die Unterstützung der TalentTage Ruhr für unsere Unternehmensgruppe ein Selbstverständnis,“ so Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (duisport). 35 Schülerinnen und Schüler der Theodor-König-Gesamtschule (Duisburg) und des Berufskollegs Dinslaken (Dinslaken) lernen bei duisports Tochtergesellschaft, der duisport packing logistics GmbH, die vielseitigen Aufgabenfelder und Herausforderungen der Logistikbranche näher kennen.
Dazu gehört beispielsweise die Fertigung von individuellen und teilweise bis zu fünf Meter hohen Verpackungen für sämtliche Arten von Waren und die Verladung auf das Binnenschiff. Die TalentTage Ruhr werden organisiert von der TalentMetropole Ruhr (TMR), dem Leitprojekt Bildung des Initiativkreises Ruhr. Die TMR ist eine gemeinnützige Tochtergesellschaft des Initiativkreises Ruhr, in dem duisport Mitglied ist.
 „Das Ruhrgebiet ist eine Chancenregion mit einem enormen Potenzial an Talenten“, sagt Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung und Bildungsbeauftragte des Initiativkreises Ruhr. Das komplette Programm der TalentTage Ruhr finden Sie im Internet: www.talenttageruhr.de

 

Zukunftsinitiative Pflege lädt zum Tag der Pflege
Eine große Messe steht für Schülerinnen und Schüler mit 15 Ausstellern im Berufsinformationszentrum an der Wintgensstr. 29-33, 47058 Duisburg am Montag, den 24.09.2018 von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr an. Die Vielfalt der Berufe in der Pflege darzustellen, einzelne Tätigkeitsfelder bekannt zu machen und Interesse zu wecken: Das ist das Ziel der Messe am Duisburger Tag der Pflege.
Die Zukunftsinitiative Pflege tut etwas gegen den Fachkräftemangel in den Pflegeberufen. Die Veranstaltung im BiZ der Agentur für Arbeit ist dabei ein wichtiger Bestandteil der Aktionen der gemeinsamen Initiative.
Sie soll junge Menschen, die vor der Berufsentscheidung stehen, umfassend informieren und die Möglichkeit eröffnen, Tätigkeiten im Pflegebereich ganz praktisch kennen zu lernen. Laufen mit dem Alterssimulationsanzug, Blutdruckmessung, Messung des Blutzuckers und Simulation eines Wundverschlusses sind Beispiele für die praktischen Anwendungen, an denen sich die vielleicht zukünftigen Pflegefachkräfte erproben können.  

 

 

Fachkraft werden mit 40? Na klar!  
Unter dem Motto „Menschen in Arbeit – Fachkräfte in den Regionen“ findet vom 17. bis 21. September 2018 die bundesweite Aktionswoche Fachkräftesicherung 2018 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales statt. Die Agentur für Arbeit Duisburg zeigt, wie sich Betriebe ganz konkret Fachkräfte sichern können!  

Andreas Feinhals hat schon einige berufliche Stationen hinter sich. Nach seiner abgeschlossenen Maurerlehre 2003 und einem knappen Jahr als Maurergeselle war der jetzt 40jährige bis Ende 2017 als Hausmeister tätig. Die Maurer-Ausbildung war dazu zwar eine gute Grundlage. Gerade beim Hausmeisterberuf ist aber Flexibilität gefragt.
Viele Erfahrungen in anderen Berufsfeldern kommen hinzu: Maler- und Lackiererarbeiten, Tapezieren, Fliesen legen, Material beschaffen, Gartenpflege und vieles mehr. Bei seinen Aufgaben als Hausmeister gefielen Feinhals vor allem die Tätigkeiten an Sanitär- und Heizungsanlagen. Anfang 2018 wurde Feinhals arbeitslos, hatte aber sofort eine Idee, wie es weitergehen konnte. Mit Hilfe der Agentur für Arbeit wurde es ein konkreter Plan, der verwirklicht werden konnte.  

Nach vielen Bewerbungen als Hausmeister, die nicht zu einer Einstellung führten, besprach Feinhals seinen beruflichen Wunsch mit seiner Arbeitsvermittlerin: Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Dabei war das Ziel, eine Umschulung in einem Betrieb im Rahmen einer verkürzten Ausbildung zu realisieren. Die Vermittlerin ermöglichte dem angehenden Umschüler zunächst die Teilnahme an einem vorgeschalteten Lehrgang zur Feststellung der Eignung und zur Bewerbung um einen entsprechenden Umschulungsplatz.

Andreas Feinhals konnte dann schnell den Kontakt zur Fa. Edgar Stolte und Dirk Czisch GbR herstellen und ist seit Mai 2018 im Betrieb, besucht jetzt die Berufsschule und ist auf dem besten Weg, bis August 2020 den Abschluss als Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zu schaffen.  

Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg erklärt, warum hier eine Förderung in Betracht kommt: „Wenn wir sehen, dass ein arbeitsloser Mensch lange nicht mehr im erlernten Beruf tätig war, sprechen wir mit ihm auch über die Möglichkeit eines neuen Ausbildungsabschlusses. Damit kann man dann wieder dauerhaft im Arbeitsmarkt Fuß fassen. Mit einer aktuellen Ausbildung ist man wieder sehr gefragt.  Andreas Feinhals hat seine Chance ergriffen und das Unternehmen bekommt die dringend benötigte Fachkraft. Ein Beispiel, was aus unserer Sicht Schule machen sollte.“  

Die Agentur für Arbeit steuert einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt in Höhe von 50 Prozent im Rahmen des Förderprogramms WeGebAU bei (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen), übernimmt die Prüfungsgebühren und zahlt die Kosten überbetrieblicher Lehrgänge. Dirk Czisch und Edgar Stolte können mit der Förderung die Ausbildung ihres neuen Mitarbeiters stemmen: „Andreas Feinhals kann sich auf Grund seiner Erfahrungen als Hausmeister schon gut einbringen und uns auf den Baustellen unterstützen. Aber er lernt natürlich auch noch und nimmt während der Arbeitszeit am Berufsschulunterricht teil. Durch den Zuschuss zum Arbeitsentgelt ergibt sich für uns als Kleinbetrieb ein Modell, dass wir auch tragen können.“  
Andreas Feinhals ist dankbar für diese Möglichkeit: „Ich kann nochmal neu durchstarten und durch den Arbeitsvertrag meinen Lebensunterhalt bestreiten. Wenn die Ausbildung zu Ende ist, bin ich wieder gelernte Fachkraft und kann dann in meinem Wunschberuf arbeiten!“  
Arbeitgeber sollten sich diese Chance nicht entgehen lassen: Eigenes oder neu eingestelltes Personal zur Fachkraft weiterbilden lassen und sich damit zukunftssicher aufstellen. Alle Infos für Duisburger Unternehmen bei der Agentur für Arbeit unter 0203 302 -3198 (Frau Hundt) oder -1272 (Frau Eller).


V.l.: Edgar Stolte, Andreas Feinhals und Dirk Czisch mit Astrid Neese von der Agentur für Arbeit

 

Wirtschaftskonferenz am 19. September 2018 mit chinesischem
Generalkonsul

Duisburg, 12. September 2018 - Die Städtepartnerschaft zwischen Duisburg und der zentralchinesischen Metropole Wuhan besteht seit über 35 Jahren. Seit der feierlichen Begrüßung eines Containerzugs aus China durch den chinesischen Staatspräsidenten XI Jinping auf dem Logport-Gelände im Jahr 2014 haben die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Duisburg und China Fahrt aufgenommen. Laut Guardian ist Duisburg „Germany´s China City“.

 Daher ist Duisburg auch beliebter Austragungsort für deutsch-chinesische Wirtschaftskonferenzen und Delegationsbesuche hochrangiger Entscheider. Der nächste Besuch folgt am 19. September 2018 aus Duisburgs Partnerstadt Wuhan. Am selben Tag wird in der Mercatorhalle im CityPalais eine Wirtschaftskonferenz stattfinden. Diese wird veranstaltet vom China Council for International Trade (CCPIT), dem Büro für Investitionsförderung der Stadt Wuhan, in Kooperation mit der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg).

Geplantes Steag Kraftwerk auf logport VI

Genehmigungsverfahren entscheidet über Biomasse

Duisburg, 11. September 2018 - Zur geplanten Errichtung eines Biomasse-Kraftwerkes auf logport VI in Duisburg-Walsum der Kritik der Politi merkt duisport Folgendes an.  

Die Steag ist Anfang dieses Jahres mit dem Wunsch an den Duisburger Hafen herangetreten, auf einer bis zu 3 Hektar großen, direkt am Rhein gelegenen Fläche auf logport VI ein Biomasse-Kraftwerk zu errichten. Aufgrund der mit dem Unternehmen seit vielen Jahren bestehenden guten Geschäftsbeziehungen hat duisport umgehend geprüft, ob ein solches Kraftwerk auf der insgesamt 40 Hektar großen Fläche realisierbar ist.  

Da die Bereitstellung der relativ kleinen Fläche die Gesamtnutzung von logport VI als Areal für wertschöpfende Logistik nicht beeinträchtigen würde, hat duisport dann Steag die im beiliegenden Lageplan gekennzeichnete Fläche angeboten. Grundlage für das duisport-Flächenangebot an die Steag war insbesondere auch der Antransport der Biomasse per Schiff.  

Die Verwendung der eingesetzten Biomasse im geplanten Kraftwerk ist Teil des Genehmigungsverfahrens zwischen der Steag und den zuständigen Genehmigungsbehörden.

 

Luftaufnahme Land NRW (2018) Datenlizenz Deutschland - Version 2.0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0)

 

Netzwerk zeichnet Betriebe aus

Gesundheitsbewusste Unternehmen gesucht Aktionszeit läuft bis zum 10. Dezember   
Duisburg, 10. September 2018 - Bis zum 10. Dezember sucht das Gesundheitsnetzwerk Niederrhein e.V. mit der Auszeichnung „betriebsgesund“ Unternehmen, die die Gesundheit ihrer Beschäftigten fördern. Als Preis winkt unter anderem ein professioneller Imagefilm. Das Netzwerk vergibt die Auszeichnung zum dritten Mal in Kooperation mit der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, der BARMER, der AOK Rheinland/Hamburg und den Volksbanken am Niederrhein. Schirmherr ist NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.  

„Mit der Aktion „betriebsgesund“ würdigen wir Betriebe, die sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter einsetzen und damit Vorbilder für andere Unternehmen sind“, erklärt Michael Rüscher, Vorsitzender des Gesundheitsnetzwerks Nieder-rhein e.V. die Initiative. Die Gewinner des Wettbewerbs erhalten eine Auszeichnung und einen Imagefilm über ihr Engagement in der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF).
Zusätzlich verlost das Gesundheitsnetzwerk unter allen Teilnehmern BGF-Maßnahmen am Tag der Preisverleihung.

„Gesundheit ist für uns alle ein wichtiges Thema – durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung werden die Leistungsfähigkeit und die Motivation der Mitarbeiter nachhaltig gestärkt“, so Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, der die Aktion „betriebsgesund“ als Schirmherr unterstützt.  

Teilnehmen können Unternehmen aller Größen und Branchen aus den Kreisen Wesel, Kleve und der Stadt Duisburg.
Ab sofort können sie sich bis zum 10. Dezember zu der Aktion anmelden. Weitere Informationen sowie die Teilnahmebedingungen und das Teilnahmeformular finden Sie auf der Homepage des Gesundheitsnetzwerks Niederrhein e.V. unter www.gesundheitsnetzwerk-niederrhein.de. Ansprechpartner ist Michael Rüscher, Telefon 0203 2821-267, E-Mail ruescher@gesundheitsnetzwerk-niederrhein.de.

Digitalisierte Güterabfertigung an einem der größten Logistik-Hubs Deutschlands

thyssenkrupp Steel eröffnet neue Werktore am Standort Duisburg  

·     Meilenstein auf dem Weg zu einer umfassend digital gesteuerten Logistik

·    Abfertigungsgeschwindigkeit am Werktor verdreifacht

·  Komplexität dramatisch reduziert: Statt 70 Prozesse sind nur noch zwei notwendig

·    Gesamtinvestition von 15 Millionen Euro

 

Duisburg, 07. September 2018 - Startschuss in die digitale Zukunft der Logistik: Mit dem symbolischen Betätigen einer Schranke eröffnete NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart heute die neuen Werktore bei thyssenkrupp Steel in Duisburg. „Innovative Projekte wie Tor 6 tragen viel dazu bei, dass Nordrhein-Westfalen seinen Spitzenplatz als Logistikstandort behält“, so der Minister. Andreas Goss, CEO von thyssenkrupp Steel, ergänzte: „Das Torprojekt ist ein Meilenstein zu einem umfassenden digitalen Management unserer Verkehrsströme. Wir erhöhen in diesem Bereich signifikant unsere Leistungsfähigkeit und gehen einen weiteren Schritt in Richtung Stahlwerk der Zukunft.“ Nach vierjähriger Projektlaufzeit werden die wesentlichen Prozesse der Güterabfertigung an den Werktoren nun ausschließlich digital erledigt.

 

Altes System stieß an Grenzen – Lösung geht grundlegend neue Wege

Täglich passieren rund 2.000 Lkw sowie 13.000 Kleinlaster und Pkw die Werkstore, Tendenz steigend. Das bisherige System mit einer Vielzahl nicht aufeinander abgestimmter, analoger Prozesse geriet an seine Grenzen. Bei der Lösung arbeitete ein Team aus Logistik, Anlagenwirtschaft, IT, Werkschutz und Arbeitssicherheit von Beginn an mit dem Anspruch zusammen, nicht einzelne Symptome zu bekämpfen, sondern etwas grundlegend Neues und Zukunftsfähiges zu schaffen. Das in der Folge entwickelte und heute der Öffentlichkeit vorgestellte Konzept sieht eine Entzerrung und Ordnung der Verkehre durch weitgehend digitalisierte Prozesse vor.

 

Sichtbares Zeichen dieses Modernisierungsschrittes ist der digitale Torkontrollschein. Mit einem QR-Code versehen, ist er der Schlüssel, um auf das Werksgelände in Duisburg-Nord zu gelangen. Er ist die Verbindung zwischen physischem Transport und digitaler Welt und kann künftig über Selbstbedienungsterminals oder vorab über ein Webportal erstellt werden. Spediteure und Lkw-Fahrer sollen künftig zudem die Möglichkeit bekommen, dies via Smartphone-App mobil zu erledigen.

  

Durch ein Track and Trace-System wird die gesamte Verkehrsteuerung deutlich effizienter, weil nun genau prognostiziert werden kann, wann welcher Lkw das Werk ansteuert. Gibt es unvorhergesehene Wartezeiten, können die ankommenden Lkw auch auf einen neu gebauten und in Werksnähe liegenden Autohof geleitet werden, der unter anderem mit Sanitäranlagen und Terminals zur Vorabfertigung ausgestattet ist. Am Tor selbst sind nun auch die Wiegeprozesse vollständig digital und werden von einem neuen Leitstand aus gesteuert und überwacht.

 

Torprojekt ist europaweit einzigartig

Ulrike Höffken, Leiterin Logistik bei thyssenkrupp Steel, beschreibt die enormen Effekte, die die umfassende Modernisierung der Abfertigungsprozesse mit sich bringt: „Wir schaffen es, die Zeit für den Wiegeprozess um zwei Drittel zu reduzieren. Statt bislang drei Minuten brauchen wir nun nur noch eine. Und wir reduzieren die Komplexität drastisch: anstatt 70 unterschiedlicher Prozesse, sind nun nur noch zwei nötig. Das spart Zeit und Geld. Dieses Projekt ist insgesamt europaweit beispielhaft für Industrieparks unserer Größe.“

Digital gesteuerte Werktore: Die neue digital vernetzte Logistik bei thyssenkrupp Steel, Duisburg

Leistungsfähige IT war Voraussetzung für den Erfolg 

Unverzichtbar für den Erfolg des Projektes waren geeignete IT-Systeme. Denn hinter dem Torkontrollschein als digitalem Zwilling des jeweiligen Transportes, stehen cloudbasierte Datenströme, gefüttert durch tausende tägliche Verkehre, die sinnvoll verknüpft und analysiert werden müssen. Das Torprojekt ist daher ein wichtiger Meilenstein, aber erst der Anfang. Ulrike Höffken: „Wir wissen, dass das Torprojekt erst der Beginn einer Entwicklung ist. Daher ist es ganz bewusst modular aufgebaut, um es bei Bedarf ausbauen zu können. Wir müssen grundsätzlich technologieoffen sein, um Chancen für Verbesserungen rechtzeitig zu erkennen.“

Wettbewerbsfähigkeit der Wasserstraße wahren

Schifferbörse appelliert an Abgeordnete

Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag

 

Duisburg, 07. September 2018 - Über 220 Millionen Tonnen werden in Deutschland jedes Jahr mit dem Binnenschiff transportiert. Das sind fast zehn Prozent aller Güter. Um die überfüllten Straßen zu entlasten, strebt die Politik seit Jahren eine Erhöhung des Marktanteils der Binnenschifffahrt an. Passiert ist bisher wenig.

 

Als Maßnahme zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Wasserstraße hat die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag deshalb festgelegt, die Abgabenpflicht für die Nutzung der Binnenwasserstraßen abzuschaffen. Ein Blick in den Regierungsentwurf für das Haushaltsjahr 2019 zeigt aber, dass diese Ankündigung im kommenden Jahr anscheinend nicht umgesetzt werden soll. Nach wie vor plant der Bund nämlich mit eingenommenen Gebühren in Höhe von 45 Millionen Euro für die Nutzung der Kanäle.

 

Bei der Schiene hingegen verfolgt der Bund die angekündigte Senkung der Trassenpreise konsequent weiter. Hierfür stehen als Entlastung im laufenden Jahr bereits 175 Millionen Euro bereit, ab 2019 sind sogar jährlich 350 Millionen Euro vorgesehen.

 

„Das sind ungleiche Wettbewerbsbedingungen. Wir haben die Sorge, dass die in diesem Jahr ohnehin gebeutelte Binnenschifffahrt dadurch weiter Marktanteile verliert“, urteilt Frank Wittig, Vorsitzender des Vorstands der Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort. Denn Binnenschifffahrt und Schiene stünden in Konkurrenz zueinander. Die Nutzungsgebühren für die Binnenwasserstraßen stehen seit vielen Jahren in der Diskussion, auch weil der Erhebungsaufwand vergleichsweise hoch ist und auf dem Rhein aufgrund internationaler Verträge gar keine Abgaben erhoben werden können. 2018 hat die Binnenschifffahrt unter der lang anhaltenden Trockenheit und den Niedrigwasserständen sehr gelitten.

 

Anlässlich der in der kommenden Woche anstehenden Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag appelliert Wittig an die Politik: „Wir erwarten, dass den Ankündigungen des Koalitionsvertrages nun Taten folgen und ab 2019 keine Abgaben für die Binnenwasserstraßen mehr erhoben werden. Das wäre ein gutes Signal für die Binnenschifffahrt, für die Hafen- und Logistikstandorte und die Industrie“, so Wittig.

 

Thyssenkrupp Steel Europe beim EnergieInnovationsPreis.NRW ausgezeichnet

Duisburg, 05. September 2018 - Die Thyssenkrupp Steel Europe AG in Duisburg gehört zu den fünf Preisträgern des EnergieInnovationsPreis.NRW. Das Unternehmen erhält einen undotierten Sonderpreis für sein digitales Mobilitätskonzept. Eine Logistik-Software sorgt dafür, dass weniger Lokomotiven auf dem Firmengelände eingesetzt werden müssen.
Damit werden jährlich mehr als 35.000 Liter Diesel gespart und der CO2-Ausstoß um 93 Tonnen gesenkt. Die Preise wurden zum zweiten Mal von der EnergieAgentur.NRW verliehen, um herausragende Beispiele für die Einsparung von Energie in Unternehmen bekannt zu machen. idr - Infos: www.energieagentur.nrw

 

 

Rainer Bischoff: Duisburg braucht mehr Ausbildungsplätze!  

Duisburg, 05. September 2018 - Der hiesige SPD-Arbeitnehmervorsitzende Rainer Bischoff, sieht die jetzige Ausbildungssituation in Duisburg kritisch. “In Duisburg hat mehr als jeder fünfte Bewerber keinen Ausbildungsplatz erhalten. Dies ist ein schlechter Umstand, wenn seitens der Wirtschaft andauernd vom Fachkräftemangel gesprochen wird. Mehr Ausbildungsplätze würden dem  Fachkräftemangel doch entgegen wirken, “ so der SPD-Arbeitnehmervorsitzende Rainer Bischoff.
 
Von 3645 Bewerbern haben nur 2877 einen Ausbildungsplatz in Duisburger Betrieben erhalten. Zudem steht Duisburg schlechter mit der Quote als der Landesdurchschnitt mit der Anzahl der Lehrstellen im Verhältnis zu den Bewerbern. „Duisburg ist ein wichtiger Industrie- und Logistikstandort in Deutschland, wir dürfen nicht schlechter mit Ausbildungsplätzen dastehen als der Durchschnitt in NRW. Für eine zukünftig langfristige positive wirtschaftliche Entwicklung brauchen wir mehr gutausgebildete Menschen, “ so Rainer Bischoff.

 

thyssenkrupp Steel entscheidet sich für den Bau einer neuen Feuerbeschichtungsanlage in Dortmund

 Neue Anlage soll steigende Nachfrage der Automobilhersteller nach hochwertigen, feuerbeschichteten Produkten bedienen
 Automobilkunden können über die neue Anlage auch verstärkt mit innovativen und hochwertigen Zink-Magnesium-Beschichtungen beliefert werden
 Investition im niedrigen dreistelligen Millionenbereich
 Schaffung von über 100 hochqualifizierten Arbeitsplätzen
 Inbetriebnahme für Anfang 2021 geplant

Ansicht der geplanten Feuerbeschichtungsanlage in Dortmund

Essen/Duisburg, 01. September 2018 - thyssenkrupp macht den Weg frei für den Bau einer neuen hochmodernen Feuerverzinkungsanlage am Standort Dortmund: Alle internen Zustimmungen liegen seit gestern vor. Sofern die zuständige Bezirksregierung in Arnsberg nach Prüfung der Unterlagen dem Duisburger Stahlhersteller die Baugenehmigung erteilt, könnten die ersten Coils mit feuerverzinktem Stahlblech bereits Anfang 2021 das neue Werk verlassen. Die zehnte Feuerbeschichtungsanlage von thyssenkrupp Steel wird über 100 neue und qualifizierte Arbeitsplätze im Ruhrgebiet schaffen und umfasst ein Investitionsvolumen im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.

Wichtige strategische Weichenstellung in Richtung attraktiver Produktmärkte
Die neue Feuerbeschichtungsanlage wird bei thyssenkrupp Steel die Aufgabe haben, die Umorientierung der Automobilindustrie hin zu feuerverzinkten Produkten zu begleiten. „Wir verstehen als enger Partner unserer Kunden die steigende Nachfrage nach hochwertigen feuerverzinkten Materialien und werden diese bestmöglich bedienen. Mit der neuen Feuerbeschichtungsanlage wollen wir unsere Position in einem essenziel wichtigen Marktsegment weiter stärken“, erläutert Andreas Goss, CEO von thyssenkupp Steel.
„Die Investition ist damit auch ein klarer Beleg für unsere Strategie, den Fokus konsequent auf innovative Technologien und Märkte mit Potenzial zu legen und damit die Zukunft unseres Geschäfts zu sichern“, so Goss.
Auf der neuen Anlage sollen auch die von Automobilherstellern besonders nachgefragten Zink-Magnesium-Produkte gefertigt werden. thyssenkrupp war als erster Stahlhersteller weltweit in der Lage, serienmäßig alle in der Automobilindustrie gängigen Oberflächenveredelungen auch in außenhauttauglicher Oberflächenqualität anzubieten.

Entscheidung für Dortmund und den Industriestandort Ruhrgebiet
Dass die Standortwahl auf Dortmund fiel, hat gute Gründe. Denn hier steht bereits eine Feuerbeschichtungsanlage, die FBA8. Sie wurde 2001 eröffnet und gilt als eine der modernsten und leistungsfähigsten ihrer Art. Die neue Anlage wird direkt neben der bestehenden gebaut, so dass technische Service- und Versorgungsleistungen für beide Anlagen gebündelt werden können. Durch das neue Aggregat erhöht sich die Kapazität des Standortes für feuerbeschichtete Produkte um weitere 500.000 Tonnen auf dann insgesamt einer Million Tonnen.
Die Region Ruhrgebiet wird so zum europaweit größten Kompetenzzentrum für feuerverzinkte Produkte, einschließlich zentraler Forschungszentren von thyssenkrupp Steel in Duisburg und Dortmund. Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart begrüßt die neue Investition von thyssenkrupp Steel: „Die neue Feuerbeschichtungsanlage trägt nicht nur zur Stärkung des Industrieclusters in der Region Ruhr bei. Der Einsatz innovativer Technologien ist Grundvoraussetzung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Stahlindustrie – auf dem Weltmarkt können wir nur mit bester Qualität punkten. So schafft thyssenkrupp Steel beste Voraussetzungen für zukunftsfeste Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen.“

Beschäftigung gesichert – neue Arbeitsplätze in Planung
Die neue Feuerbeschichtungsanlage wird am Standort Dortmund über 100 zusätzliche Stellen schaffen und die bestehende Beschäftigung weiter sichern. Die neuen Arbeitsplätze werden zudem beste Entwicklungsmöglichkeiten für verschiedene Ingenieurs- und Ausbildungsberufe bieten. „Die Investition in die FBA10 ist eine Investition in die Zukunft der Stahlindustrie im Ruhrgebiet und in die Zukunft unseres Unternehmens. Das ist nach vielen Monaten der Unklarheit ein wichtiges und notwendiges Signal. Es zeigt auch, dass wir nicht nur über Einsparungen und Streichungen von Stellen sprechen, sondern auch unsere Standorte gezielt stärken und aufbauen“, betont Tekin Nasikkol, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von thyssenkrupp Steel Europe.

 

 

Über 400 junge Menschen beginnen bei thyssenkrupp Steel ihre Ausbildung

Start ins Berufsleben

Duisburg, 01. September 2018 - Genau 418 neue Auszubildende begrüßt der Stahlhersteller am 3. September in seinen Ausbildungsstätten in Duisburg und an Standorten in Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen, Hagen, Andernach, Finnentrop, Neuwied und sogar in Spanien. Insgesamt wird derzeit über 1.400 jungen Menschen bei thyssenkrupp Steel der Einstieg ins Berufsleben ermöglicht. Zudem übernimmt thyssenkrupp weiterhin den Ausbildungsauftrag mehrerer hundert Auszubildender von anderen Unternehmen. Es gibt auch Neuerungen bei den Ausbildungsberufen: so kann man in Duisburg nun auch Verfahrenstechnologe werden, wieder eingeführt wurde am Standort Hagen die Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung.

 

Ausbildung als Start in ein selbständiges Leben

„Eine gute Ausbildung ist für junge Menschen der beste Start in ein selbständiges Leben“, so Dr. Sabine Maaßen, Arbeitsdirektorin bei thyssenkrupp Steel. „Wir legen aber nicht nur Wert auf Facharbeiterkompetenzen. Wir bilden den ganzen Menschen, also seine Teamfähigkeit, soziales Engagement, Empathie, Eigenverantwortung“, so Maaßen weiter. Nur so würden die vielen neuen Kolleginnen und Kollegen Teil des Ganzen und können das Unternehmen weiterentwickeln. „Ich möchte, dass junge und fähige Menschen auch in 10 Jahren noch sagen, bei thyssenkrupp kann man anfangen.“ 

 In den Technikzentren von thyssenkrupp Stell werden die fit gemacht, um dann in der Produktion oder in kaufmännischen Berufen eingesetzt zu werden.

 

Rund die Hälfte der neuen Auszubildenden in Duisburg

198 Auszubildende starten in Duisburg ihre Karriere, in Bochum sind es 50 die ins Berufsleben einsteigen, Dortmund betreut ab September 32 Lehrlinge. Am Standort Siegerland fangen 26 Neulinge an; in Finnentrop sind es sechs. In Gelsenkirchen, bei thyssenkrupp Electrical Steel möchten acht Auszubildende Berufe rund um die Herstellung von Elektroband erlernen. thyssenkrupp Rasselstein bildet 55 junge Menschen aus, die deren Einstieg traditionell bereits am 1. August begann. 28 Berufsanfänger starten ihre Ausbildung bei dem Bandstahlproduzenten thyssenkrupp Hohenlimburg in Hagen. Hinzu kommen in diesem Jahr zwölf Auszubildende bei thyssenkrupp Galmed in Spanien und drei Neulinge bei Becker& Co in Neuwied.

Integration als wichtiger Baustein

thyssenkrupp Steel legt großen Wert auf Integration. Seit Jahren bietet das Unternehmen Ausbildungsstellen und Praktikumsverträge für geflüchtete Menschen an. Auch dieses Jahr wieder: in Andernach werden zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres fünf Flüchtlinge aus dem vorjährigen Einstiegsqualifizierungsjahr übernommen.

Zeichen für Integration: thyssenkrupp unterstützt weiterhin die Ausbildung geflüchteter junger Menschen.

Cybercrime - bedroht kleine und mittlere Unternehmen
Experte vom Landeskriminalamt zu Gast in der IHK
 
Spionage, Datendiebstahl oder Zerstörung von sensiblen Computerprogrammen - wer sich in Netzwerken bewegt, ist einer Vielzahl an Bedrohungen ausgesetzt. So viele Vorteile die Digitalisierung auch bietet - man muss sich vor externen Angriffen schützen.
Welche Gefahren lauern und welche praxisnahen Lösungsansätze und Umsetzungs-strategien für Unternehmen sinnvoll sind, berichtet ein Experte des Cybercrime-Kompetenzzentrums des Landeskriminalamtes am 13. September bei der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve.   Zusammen mit dem IT-Verband networker NRW lädt die IHK zur Veranstaltung „Cybercrime – Eine Bedrohung für kleine und mittlere Unternehmen“ ein.

Gerade kleinere und mittlere Unternehmen sind die bevorzugten Ziele von Cyber-Attacken, denn hier finden die Täter aufgrund unzureichender Schutzmaßnahmen häufig Sicherheitslücken. Aber auch ein sogenannter Innentäter hat leichtes Spiel, wenn die Basis-Anforderungen an eine sichere EDV nicht erfüllt sind. Hinzu kommen rechtliche Vorgaben, wie zum Beispiel der Datenschutz oder externe Anforderungen, beispielsweise von Kunden, sowie in letzter Konsequenz die persönliche Haftung der Geschäftsführung.
Informationssicherheit sollte daher eines der wichtigsten Themen der Unternehmensführung sein. Bei der Veranstaltung am 13. September in Duisburg wird ein Experte des Cybercrime-Kompetenzzentrums des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen über Computerbetrug, Aus-spähen und Abfangen von Daten sowie über Computersabotage informieren.
In den anschließenden Themenvorträgen werden Bereiche der Informationssicherheit aus unternehmerischer Perspektive praxisnah betrachtet. In den Diskussionen werden Fragen beantwortet und es besteht Zeit, in vertraulichen Gesprächen individuelle Fragestellungen mit den anwesenden Experten zu besprechen.  
Die kostenlose Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 13. September, von 15 bis 18 Uhr in der Niederrheinischen IHK, Mercatorstraße 22-24, 47051 Duisburg.    Details und Online-Anmeldung unter www.ihk-niederrhein.de/veranstaltungen unter dem Stichwort „Cybercrime“. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Weitere Informationen: Susanne Hoß, Telefon 0203 2821-269, E-Mail hoss@niederrhein.ihk.de

Postbank Wohnatlas 2018

- Immobilienmarkt-Analyse Ruhrgebiet bietet attraktive Kaufkonditionen für Selbstnutzer
- Eigentumswohnungen im gesamten Ruhrgebiet mit weniger als 14 Prozent des örtlichen Durchschnittseinkommens finanzierbar
- In 13 von 15 Kreisen ist Kaufen günstiger als Mieten


Bonn, 1. September 2018 - Wände ziehen möchte, hat gute Chancen, diesen Traum zu verwirklichen. Der Strukturwandel, der die Region seit dem Niedergang der Schwerindustrie prägt, wirkt sich zwar auch auf die Wertentwicklung von Immobilien aus. Jedoch macht das moderate Preisniveau den Immobilienkauf für Selbstnutzer, die ihren Lebensmittelpunkt langfristig in der Region sehen, zu einer attraktiven Option. Denn im Gegensatz zu anderen Ballungsräumen der Bundesrepublik sind die Kaufpreise im Ruhrgebiet in Relation zu den Mietpreisen noch günstig.

Das zeigt der Postbank Wohnatlas, für den das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) die Immobilienmärkte bundesweit unter die Lupe genommen hat. In den Ruhrgebietskommunen lagen die Quadratmeterpreise im vergangenen Jahr zwischen 983 Euro in Gelsenkirchen und 1.645 Euro in Mühlheim an der Ruhr. Damit liegt das gesamte Ruhrgebiet im unteren Bereich der bundesweiten Preisspanne.
In Essen war der Quadratmeter 2017 beispielsweise für 1.557 Euro zu haben, in Dortmund für 1.455, in Bochum für 1.441 Euro und in Duisburg für 1.114 Euro. Wer im Ruhrgebiet bisher zur Miete wohnt, kommt bei einem Kauf in den meisten Fällen günstiger weg. Das zeigt der so genannte "Vervielfältiger", der regionale Kaufpreise in Relation zu Mietpreisen für ein vergleichbares Objekt aufzeigt.

Der Kaufpreis wird in dieser Berechnung als das Vielfache durchschnittlicher Jahresnettokaltmieten ausgewiesen, wobei sowohl Nebenkosten als auch die Miet- und Kaufpreisentwicklung unberücksichtigt bleiben. Dennoch ist der Vervielfältiger ein guter Indikator für die Entscheidung Mieten oder Kaufen. Am günstigsten ist das Kaufpreis-Miete-Verhältnis in Gelsenkirchen. Dort ist für 14,8 Jahresnettokaltmieten bereits eine Eigentumswohnung zu haben.

In Duisburg sind es 15,8 und in Herne 16,9 Jahresmieten. Mit Ausnahme des Ennepe-Ruhr-Kreis (20,4 Jahresmieten) überschreitet der Vervielfältiger in keinem Kreis des Ruhrgebiets die 20er Marke. In den benachbarten NRW-Metropolen Düsseldorf und Köln müssen Kaufinteressierte deutlich höhere Preise hinnehmen. So wurden im vergangenen Jahr in Düsseldorf im Schnitt 3.447 Euro pro Quadratmeter fällig, in Köln 3.306 Euro.
Der Vervielfältiger liegt in den beiden NRW-Metropolen bei 28,4 beziehungsweise 25,7. Die Verlagerung des Lebensmittelpunkts ins Ruhrgebiet kann somit eine interessante Option sein, sofern das Eigenheim verkehrstechnisch gut angebunden ist und Kostenvorteile nicht schon in wenigen Jahren durch Fahrt- und Nebenkosten aufgebraucht werden. Vergleicht man die monatliche Belastung von Kauf und Miete, liegen die Anteile einer Immobilienfinanzierung in 13 der 15 Ruhrgebietskreise sogar unter der Mietbelastung.

Der Vergleich basiert auf Modellrechnungen, die jeweils den Anteil der monatlichen Nettokaltmiete beziehungsweise der Finanzierungskosten für eine vergleichbare 70-Quadratmeter-Wohnung am durchschnittlichen regionalen Haushaltseinkommen ausweisen. Für die Finanzierung von Wohneigentum wird dabei mit einem Zinssatz von 2,45 Prozent, einer Anfangstilgung von 4 Prozent und 20 Prozent Eigenkapital kalkuliert. Kaufnebenkosten wie Grunderwerbssteuer oder Notar sind nicht einberechnet, ebenso wenig wie der Vermögensaufbau, mögliche Wertsteigerungen und Zinsveränderungen oder in der Zukunft anfallende Sanierungs- beziehungsweise Instandhaltungskosten.

Sinkende Einwohnerzahlen drücken die Preise Wer den Kauf einer Immobilie im Ruhrgebiet in Erwägung zieht, sollte bei seiner Entscheidung auch bedenken, dass das HWWI in seiner Kaufpreisprognose für die Region Ruhrgebiet durchweg mit einer negativen Preisentwicklung rechnet. Das liegt vor allem daran, dass die Bevölkerung "im Pott" schrumpft und somit die Nachfrage sinkt. "Hoffnung auf Wertsteigerungen sollten sich Immobilienkäufer im Ruhrgebiet nicht machen", sagt Matthias Weber, Regionalbereichsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung NordWest bei der Postbank.
"Doch wer seine Wunschimmobilie sorgfältig nach Lage, Zustand, Ausstattung und guter Verkehrsanbindung aussucht, muss sich wenig Sorgen über große Wertverluste machen im Fall des Falles, dass er die Immobilie nicht bis ins hohe Alter behält beziehungsweise selbst nutzt", so Postbank-Experte Weber.

Wohnatlas des Ruhrgebiets - Preise und Preisentwicklung
Spalte A = Kaufpreis pro Qm 2017 (Euro)
Spalte B = Vervielfältiger 2017 (Vielfaches der Jahresnettokalt-miete)
Spalte C = Anteil der Finanzierung am regional durchschnittlich verfügbaren Haushaltseinkommen*
Spalte D = Anteil der Miete am regional durchschnittlich Verfügbaren Haushaltseinkommen**

 



*Kauf einer 70-Quadratmeter-Wohnung, Finanzierung: Tilgungsdauer 20 Jahre, Zins 2,45% p.a., Anfangstilgung 4%, Eigenkapital 20% des Kaufpreises, Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Umbauten) nicht einbezogen **Anteil durchschnittliche Nettokaltmiete für eine 70-Quadratmeter-Wohnung Quellen: empirica-systems Marktdatenbank, Berechnungen HWWI

Haniel operativ mit gutem Start, Wertberichtigungen auf Finanzbeteiligungen belasten

– Starkes Umsatzwachstum
– Operatives Ergebnis des Haniel-Konzerns um 16 Prozent gestiegen
– Integration bei CWS-boco, ROVEMA und Optimar mit guten Fortschritten
– Wertberichtigungen auf Finanzbeteiligungen an CECONOMY AG und METRO AG belasten Ergebnis vor und nach Steuern erheblich
– Investment-Grade-Rating auch von Moody’s
– Weiterhin über 800 Millionen Euro für Portfolioausbau vorhanden
– Vereinbarung mit EP Global Commerce GmbH (EPGC) über Verkauf von 7,3 Prozent und CallOption für weitere 15,2 Prozent der ausgegebenen Stammaktien der METRO AG unterzeichnet
Das Haniel-Domizil in Duisburg-Ruhrort - Fotos Haniel


Duisburg, 31. August 2018. Das Family-Equity-Unternehmen Haniel konnte das Operative Ergebnis im ersten Halbjahr 2018 erfreulich steigern. Wertberichtigungen auf die Finanzbeteiligungen an der CECONOMY AG und der METRO AG belasteten das Ergebnis vor und nach Steuern jedoch erheblich. Sie werden künftig durch positive Effekte aus der Transaktion mit EPGC gemindert.

„Die gute operative Ergebnisentwicklung macht deutlich, dass wir von der erhöhten Diversifikation profitieren. Leider haben die vorgenommenen Wertberichtigungen auf die Finanzbeteiligungen diese positive Entwicklung überschattet. Die Fortsetzung unserer Buy & Build-Strategie bleibt davon unberührt“, betont Vorstandsvorsitzender Stephan Gemkow.


Integration bei CWS-boco, ROVEMA und Optimar erfolgreich
Der Geschäftsbereich CWS-boco hat die Integration der 2017 von Rentokil Initial erworbenen Initial-Aktivitäten in den Bereichen Hygiene, Berufskleidung und Reinraum im ersten Halbjahr erfolgreich vorangetrieben. Das Unternehmen hat sich nicht nur strategisch neu aufgestellt, das Produktspektrum erweitert sowie das Serviceangebot verbessert, sondern auch verschiedenste Maßnahmen zur Effizienzsteigerung umgesetzt. Dies betrifft insbesondere die Bereiche Administration, Einkauf und IT sowie das Standort- und Servicenetzwerk. ROVEMA, ein Premium-Anbieter für Verpackungsmaschinen und - anlagen, und Optimar, ein führender Produzent automatisierter Fisch-Verarbeitungssysteme, wurden erfolgreich in die Haniel-Gruppe eingegliedert.

Erfreuliches Wachstum belegt erfolgreiche Portfolioentwicklung
Der Haniel-Konzern verbuchte im ersten Halbjahr 2018 trotz negativer Währungseffekte, insbesondere durch den US-Dollar, einen Umsatz von 2.403 Millionen Euro, was einem deutlichen Anstieg von 17 Prozent entspricht. Hierzu hat insbesondere der höhere Umsatz von CWS-boco beigetragen, der vorrangig aus dem erstmaligen Einbezug der 2017 erworbenen Initial-Aktivitäten resultierte. Hinzu kommen die Umsatzbeiträge von Optimar und ROVEMA. Organisch, das heißt bereinigt um Währungseffekte sowie Unternehmenskäufe und -verkäufe, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent.

Profitables Wachstum erreicht
Das Operative Ergebnis (EBITA)1 lag im ersten Halbjahr 2018 mit 157 Millionen Euro 16 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums in Höhe von 135 Millionen Euro. Ergebnisstärkend wirkte vorrangig der gestiegene Beitrag von CWS-boco. Der Rohstoffhändler ELG erwirtschaftete ein Operatives Ergebnis auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2017. Aufgrund schwieriger Marktbedingungen in den USA und signifikanter Einkaufspreissteigerungen für Garne lag das Operative Ergebnis des Matratzenbezugsspezialisten BekaertDeslee unter dem des Vorjahreszeitraumes.

Das Operative Ergebnis von TAKKT erreichte nicht den Wert des ersten Halbjahres 2017. Dies ist vor allem auf eine geringere Rohertragsmarge, bedingt durch gestiegene Frachtkosten sowie erwartungsgemäß höhere Kosten für die Digitale Transformation zurückzuführen. Die neuen Geschäftsbereiche Optimar und ROVEMA trugen ebenso zum Anstieg des Operativen Ergebnisses bei.

Wertberichtigungen auf Finanzbeteiligungen belasten Ergebnis vor und nach Steuern erheblich
Das Ergebnis vor Steuern ist trotz verbessertem EBIT und Finanzergebnis von 105 Millionen Euro auf -811 Millionen Euro gesunken. Grund dafür ist das stark negative Beteiligungsergebnis aus den Finanzbeteiligungen an der CECONOMY AG und der METRO AG.
Die negative Börsenkursentwicklung sowohl der Metro- als auch der Ceconomy-Aktie im zweiten Quartal 2018 hat Haniel dazu bewogen, die Werthaltigkeit beider Finanzbeteiligungen zu überprüfen. Das Beteiligungsergebnis aus den beiden Finanzbeteiligungen ist insbesondere aufgrund der vorgenommenen Wertberichtigungen von 5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2017 auf -949 Millionen gesunken. In der Folge betrug das Ergebnis nach Steuern im ersten Halbjahr 2018 -842 Millionen Euro. Diese Abwertung spiegelt die Bewertungssituation zum 30. Juni 2018 wider.
Am 24. August 2018 hat Haniel einen Vertrag über den Verkauf von 7,3 Prozent der ausgegebenen Stammaktien der METRO AG an EP Global Commerce GmbH (EPGC), Deutschland, unterzeichnet. Haniel hat zudem mit EPGC vereinbart, dass diese bis zu 15,2 Prozent der ausgegebenen Stammaktien der METRO AG im Rahmen einer Call-Option erwerben können. Der Haniel-Aufsichtsrat stimmte der Vereinbarung gestern bereits zu. Gegenläufige, positive Ergebniseffekte aus der am 24. August 2018 kommunizierten Transaktion mit EPGC sind entsprechend im Halbjahresabschluss nicht verarbeitet.

Trotz Wertberichtigungen solide Finanzsituation
Im ersten Halbjahr 2018 stieg die Nettofinanzposition des Haniel-Konzerns von 1.331 Millionen Euro zum 31. Dezember 2017 auf nun 1.592 Millionen Euro. Dies liegt insbesondere an der positiven Geschäftsentwicklung bei ELG, wo sich ein höherer Finanzierungsbedarf für Vorräte und Forderungen aus Lieferung und Leistung ergab. Zudem erhöhte sich die Nettofinanzposition aufgrund zweier Unternehmenserwerbe des Geschäftsbereichs TAKKT. Das Eigenkapital des Haniel-Konzerns hat sich aufgrund des negativen Ergebnisses nach Steuern von 4.499 Millionen Euro zum 31. Dezember 2017 auf 3.596 Millionen Euro zum 30. Juni 2018 reduziert. Die Eigenkapitalquote sank entsprechend von 61 Prozent auf 54 Prozent.

Drei Investment-Grade-Ratings
Im April 2018 bewertete Moody’s Haniel mit Baa3 im Investment Grade-Bereich. Mit der Ratingverbesserung würdigt Moody’s die gute Balance im Haniel-Portfolio und die niedrige Verschuldung auf Ebene der Geschäftsbereiche. Damit ist Haniel bei allen drei beauftragten Ratingagenturen als Investment Grade eingestuft.

Weiterhin über 800 Millionen Euro für Portfolioausbau
Haniel verfügt auch nach den erfolgreichen Portfoliomaßnahmen im Vorjahr über ausreichend finanzielle Mittel. Für den Erwerb weiterer Geschäftsaktivitäten im Rahmen der Buy & BuildStrategie stehen Haniel finanzielle Mittel in der Größenordnung von über 800 Millionen Euro zur Verfügung.

Haniel erwartet für 2018 einen deutlichen Anstieg beim Operativen Ergebnis
Für das Geschäftsjahr 2018 geht Haniel weiterhin von einem deutlichen Umsatzanstieg aus. Hierzu werden auch der erstmalig ganzjährige Einbezug der Initial-Gesellschaften bei CWS-boco sowie die neuen Geschäftsbereiche ROVEMA und Optimar beitragen. Haniel rechnet außerdem nach wie vor mit einem deutlichen Anstieg des Operativen Ergebnisses.
Allerdings wird nun davon ausgegangen, dass das Beteiligungsergebnis aufgrund der Wertberichtigungen auf die Finanzbeteiligungen an CECONOMY und METRO erheblich unter dem Vorjahreswert liegen wird. Daher wird das Konzernergebnis vor und nach Steuern für das gesamte Geschäftsjahr 2018 negativ ausfallen. Die Dividendenfähigkeit ist trotz der nicht zahlungswirksamen Wertkorrekturen unverändert gegeben.