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Redaktion Harald Jeschke 


Kooperation bei Maschinenbauern: Engineering Allianz Ruhr (EAR)

Duisburg, 24. Mai 2019 - Die Ingenieurwissenschaften der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) rücken mit der Gründung der Engineering Allianz Ruhr (EAR) noch enger zusammen. Das beinhaltet eine Öffnung des Angebots im Wahlpflichtfachbereich für Studierende der jeweils anderen Uni ebenso wie umfassende Information über ein gemeinsames Webportal.
Das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) unterstützt die Initiative bis 2021 mit rund 400.000 Euro. Damit soll entlang der Ruhr-Schiene eines der stärksten maschinenbaulichen Cluster Deutschlands entstehen. Der Vorteil für die Studierenden liegt in der Vielfalt der Studiengänge: Es gibt acht deutsche und zwei bilinguale Bachelor-Angebote sowie zehn deutsche, fünf bilinguale und zwei englische Master-Angebote. idr

Stadt Duisburg für Flächenpool NRW ausgewählt  

Duisburg, 22. Mai 2019 - Im Rahmen der Stadtentwicklungsmesse Polis Convention in Düsseldorf hat Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen das Ergebnis des fünften Auswahlverfahrens zur Aufnahme in den Flächenpool NRW bekannt gegeben.

Die Stadt Duisburg ist eine von zwölf neu ins Verfahren aufgenommenen Kommunen. Die ausgewählten Städte und Gemeinden erhalten Unterstützung dabei, brachgefallene oder untergenutzte Flächen wieder in die Stadtentwicklung zu integrieren und damit neues Bauland für Wohnen oder Gewerbe zu schaffen. „Dabei werden private Eigentümer und Kommunen an einen Tisch gebracht, um einen Konsens zur weiteren Entwicklung zu erreichen“, so Franz Meiers, Geschäftsführer von NRW.URBAN.  
Bei der Auswahl der Standorte hat sich die Stadtverwaltung der Stadt Duisburg bewusst auf Brachflächen mit einem bedeutenden Potenzial für die Wirtschaftsentwicklung konzentriert, um mit der Reaktivierung der Flächen einen wichtigen Beitrag zu Deckung des bestehenden Wirtschaftsflächenbedarfs zu leisten. Nur eine Fläche mit dem Entwicklungsziel Wohnen ist in die Bewerbung eingegangen.  
Der Zugang zum Flächenpool NRW steht landesweit allen Kommunen offen. Beauftragt mit der Durchführung des Flächenpools NRW sind die Landestochter NRW.URBAN in Kooperation mit der BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW.     

Falko Kupsch, Abteilungsleiter Stadtentwicklung, bei der Übergabe des Aufnahmeschreibens durch Ministerin Ina Scharrenbach. Foto: Frank Vinken


Bilanz der GFW Duisburg - Aktivitäten in 2018, Status quo und Ausblick

Bilanz
Duisburg, 22. Mai 2019 - 402 Immobilienanfragen – mehrheitlich nach unbebauten Grundstücken, 32 Ansiedlungserfolge und 171 Objekte, die noch in der Angebotsphase sind, zeigen, dass die Nachfrage nach dem Wirtschaftsstandort Duisburg ungebrochen ist.
Dabei gehören der Immobilienservice – konkret: die Ansiedlung neuer Betriebe – ebenso wie der Firmenservice – die Dienstleistungen für bereits am Standort ansässige Unternehmen – zum Kern der klassischen Tätigkeitsfelder der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg). Hinzu kommen 63 Netzwerk-Veranstaltungen mit rund 3725 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, drei Gewerbeimmobilienmessen (MIPIM, POLIS, Expo Real), außenwirtschaftliche Aktivitäten und über 420 Veröffentlichungen in Text und Bild.

Zu den Ansiedlungen und Erweiterungen in 2018, die die GFW Duisburg aktiv angestoßen hat, gehören unter anderen die CSG GmbH im Gewerbepark Rheinpreußen mit 50 Arbeitsplätzen. Darüber hinaus ist der Gewerbepark Hohenbudberg ein Erfolgsbeispiel, da die dortigen Flächen bereits fast vollständig an kleine und mittlere Unternehmen vergeben sind – und zwar an Betriebe beispielsweise aus den Bereichen Stahlverarbeitung, Lebensmittelproduktion und LKW-Gewerbe.
Gleiches gilt für den Zebrapark in Duisburgs Norden. „Hier haben sieben Unternehmen, mehrheitlich bereits in Duisburg ansässig, adäquate Erweiterungsmöglichkeiten gefunden, um auch perspektivisch am Standort entwicklungsfähig zu bleiben“, bringt es GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer auf den Punkt. Beide Gewerbeparks können den starken Flächenmangel am Wirtschaftsstandort Duisburg zwar nicht beheben, haben diesen aber zumindest teilweise etwas abmildern können. Außerdem zeigt es die aktuell besonders hohe Nachfrage im Segment kleiner Kaufgrundstücke, die kurzfristig bedient werden will.“  
Im „Businesscenter Rheinhausen“ konnten durch die Vermittlungsaktivitäten der GFW Duisburg allein in 2018 zehn kleinere chinesische Unternehmen neu angesiedelt werden. Dass dort ein neuer Investor das Objekt aus dem Dornröschenschlaf erweckt und revitalisiert hat, ist auf die intensive Eigentümerbetreuung im Büromarktbereich der Duisburger Wirtschaftsförderung zurückzuführen.
Mit der Eszett GmbH, einem Start-up von 2003, hat ein Hidden Champion im letzten Jahr einen neuen, größeren Standort innerhalb der Stadt gefunden, namentlich an der Kulturstraße. Und mit der ícho systems GmbH hat ein weiteres preisgekröntes, technologieorientiertes Start-up seine neue berufliche Wirkungsstätte im Fraunhofer inHaus-Zentrum in Duisburg gefunden.
Die thyssenkrupp Steel Europe AG hat darüber hinaus rund 3.400 Quadratmeter Büro im Innenhafen auf Vermittlung der GFW Duisburg angemietet. Auf die Frage, warum so viele Anfragen noch in der Angebotsphase seien, antwortet Wirtschaftsdezernent und GFW-Mitgeschäftsführer Andree Haack: „Die Entscheidungswege, nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in den Unternehmen brauchen ihre Zeit. Da ticken wir hier interkulturell anders als beispielsweise chinesische Investoren, die sich nicht selten innerhalb von zwei Tagen für Objekte in stattlicher Größenordnung und Preisklasse entscheiden. Darüber hinaus spielen aber zweifelsohne auch Genehmigungswege, Aufenthaltserlaubnis und mehr eine Rolle.“  

GFW-Geschäftsführer Meurer weiß aus langjähriger Erfahrung: „Häufig ist es die Ernte der Früchte, die ein oder zwei Jahre zuvor ‚gesät‘ worden sind, wenn man über Ergebnisse wie heute spricht.“ Wirtschaftsdezernent Haack betont: „Vor diesem Hintergrund ist es auch so wichtig, ein strategisches Flächenmanagement zu betreiben, dass auf kurzfristige Bedarfe mit passgenauem Angebot reagiert werden kann. Momentan können lediglich 65.000 Quadratmeter Gewerbeflächen zum Kauf angeboten werden, die teilweise auch noch erheblichen Restriktionen unterliegen.
Auch Gewerbeflächen zur Miete sind aktuell ein knappes Gut: Lediglich 195.000 Quadratmeter sind in Duisburg aktuell verfügbar. Umso mehr Potenzial versprechen wir uns dagegen mittel- und langfristig: Hier stehen dann 428.000 Quadratmeter respektive 696.000 Quadratmeter bereit, wobei in letztgenannter Summe die Entwicklungsflächen in Wedau und am Güterbahnhof noch nicht mit eingerechnet sind.“  
Aus Wirtschaftsförderungssicht ist dabei insbesondere Wedau-Nord interessant, sollen hier doch neben universitären Einrichtungen auch fokussiert technologieorientierte, universitätsnahe Start-ups ihr berufliches Zuhause finden und Wedau-Nord als Cross Innovation Campus zum Inkubator für Forschung und Entwicklung avancieren.
In 2018 hat die GFW Duisburg 61 Absolventen der Gründungsinitiative Innovation Duisburg (GRIID) begleitet; 28 Businesspläne sind aus dem Ideen-Wettbewerb, den die GFW Duisburg und die Universität Duisburg-Essen vor neun Jahren mit Initialpartnern ins Leben gerufen haben, hervorgegangen. Drei Gründungen wurden davon bislang vollzogen. Seit Bestehen von GRIID konnten so 358 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
„Momentan arbeiten wir an einem Mehr an Innovation und Gründung, da wir wissen, dass gerade technologieorientierte Gründerinnen und Gründer höchst individuelle Bedarfe haben. Existenzgründungsbegleitung umfasst heute neben dem Scouting die Vermittlung adäquater Räumlichkeiten und das Angebot spezieller Existenzgründungswettbewerbe und -formate wie Hackathons, Elevator-Pitches und Start-up-Weekends“, so Meurer.
„Um die Gründer da abzuholen, wo sie ganz individuell stehen, hat die GFW Duisburg mit ihrem digitalen Gründungsportal ein weiteres Instrument auf den Weg gebracht, um die Zielgruppe möglichst maßgeschneidert anzusprechen und passgenaue Angebote transparent zu machen. Dabei ist und bleibt es der direkte Kontakt mit den Selbstständigen in spe, der die nachhaltige Bindung an den Standort ermöglicht“, erklärt Haack.  

Außenwirtschaftlich liegt das Hauptaugenmerk nach wie vor auf dem chinesischen Markt: Die bestehende Infrastruktur wurde in 2018 gepflegt und ausgebaut. Dazu gehören das China Business Network, die eigene Präsenz auf dem Social Media Kanal WeChat, der Existenzgründerwettbewerb für Chinesinnen und Chinesen in Deutschland „ESCID“, das Deutsch-Chinesische Businesscenter sowie die Zusammenarbeit mit dem Konfuzius Institut. 23 Delegationen aus China wurden allein in 2018 von der GFW Duisburg betreut.  

Auf Stadtteil-Ebene im Quartiersbüro Altstadt ging es gleichermaßen facettenreich zu: Vom Verfügungsfonds über die Vermarktung von Altstadthonig bis hin zur Aufstellung von „Pollermonstern“ war eine Menge los. Hervorzuheben ist insbesondere der vegane Wintermarkt „Anis & Zauber“, der sogar überregional für Furore sorgte und sich gleich bei der Premiere großer Resonanz erfreut hat.   Gefragt nach den besonderen Herausforderungen im laufen Jahr, antwortet GFW-Mitgeschäftsführer Haack: „Das ist ein bunter Strauß: Von nachhaltigen Projekten zur Ressourceneffizienz über die Schaffung weiterer qualitativ hochwertiger Gewerbeflächen bis hin zu probaten Konzepten im Hinblick auf geparkte LKWs in Gewerbegebieten steht einiges auf der Agenda.
Hinzu kommt die Neuausrichtung unserer Gründungsaktivitäten ebenso wie eine digitale Plattform für Arbeitgeber zum erfolgreichen Fachkräftemarketing. Last, but not least, bleibt an oberster Stelle die Begleitung von ‚kleinen‘ und ‚großen‘ Unternehmensanfragen bei deren Entscheidungsprozessen.“    

Rund 5.000 Stellungnahmen zum Entwurf des Regionalplans Ruhr eingereicht

RVR plant Aufstellungsbeschluss in 2020
Metropole Ruhr, 22. Mai 2019 - Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Parteien sowie Kommunen, Kreise, Kammern, Fachbehörden und Verbände hatten sechs Monate Zeit, sich zum Entwurf des Regionalplans Ruhr zu äußern.

Rund 5.000 Stellungnahmen sind beim Regionalverband Ruhr (RVR) eingegangen: 4.880 aus dem privaten, 120 aus dem öffentlichen Bereich. Bei den privaten Einwendungen dominiert die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Kiesabbau mit 2.400 Stellungnahmen. Nach einer ersten Durchsicht resümiert RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel: "Mit dem Regionalplan Ruhr ist die Metropole Ruhr wieder in der Lage, ihre Zukunftsentwicklung selbst in die Hand zu nehmen. Deshalb haben wir im Vorfeld der Erarbeitung einen intensiven regionalen Diskurs mit vielen Beteiligten geführt. Nun werden wir uns ausführlich mit den Stellungnahmen befassen. Ich bin mir sicher, dass wir auch bei strittigen Themen gute Ausgleichsvorschläge finden.“

Der RVR erfasst und strukturiert zurzeit die eingereichten Stellungnahmen, um diese anschließend rechtlich und planerisch auszuwerten. Zudem sind in einem weiteren Schritt neue landesgesetzliche Grundlagen durch die geplante Änderung des Landesentwicklungsplans NRW (LEP) in den Regionalplan Ruhr einzuarbeiten. Eine zweite Offenlage der Änderungen wird eventuell erforderlich sein.

Bottrops Oberbürgermeister und Vorsitzender des RVR-Planungsausschusses Bernd Tischler plädiert wie die anderen Oberbürgermeister und Landräte im Kommunalrat der Metropole Ruhr für eine Aufstellung des Regionalplans Ruhr noch in 2020: "Von der Entscheidung hängen große Investitionsentscheidungen in unseren Kommunen ab. Ob es den Wohnungsmarkt oder die Revitalisierung von Bergbauflächen betrifft, wir warten händeringend auf den Regionalplan, um selbst die nächsten Schritte einleiten zu können."

Für Gewerbe und Industrie sichert der Regionalplan Ruhr 5.400 Hektar neue Flächen, darunter 23 regionale Kooperationsstandorte von insgesamt 1.300 Hektar, optimal für Betriebe mit hohem Flächenbedarf. Für Gewerbe und Industrie beträgt der durchschnittliche Flächenbedarf rund 220 Hektar pro Jahr. Das sind für die Metropole Ruhr rund 3,3 Hektar Flächenreserven auf 10.000 Sozialversicherungsbeschäftigte.
Der kürzlich aufgestellte Regionalplan Düsseldorf weist für das Rheinland rund 2,3 Hektar auf 10.000 Sozialversicherungsbeschäftigte aus. 3.530 Hektar neue Wohnbauflächen für rund 115.000 neue Wohnungen sind zudem gesichert. Bei einer jährlichen Inanspruchnahme von 152 Hektar würden die Flächen für etwa zwanzig Jahre reichen.

Wasserstraßen-Wissen für Logistiknachwuchs: Lehrgang der Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort  
Die Erfolgsfaktoren für Transporte auf der Wasserstraße lernen angehende Kaufleute für Spedition- und Logistikdienstleitung in dem mehrwöchigen Lehrgang „Quinwalo“ der Schifferbörse zur Duisburg-Ruhrort kennen. Der fünfte Jahrgang des freiwilligen, ausbildungsbegleitenden Programms feierte nun seinen erfolgreichen Abschluss: 19 Absolventen erhielten am Dienstag, 21. Mai, in der Niederrheinischen IHK ihre Zertifikate.  

In Deutschland werden mehr als 70 Prozent der Gütertransporte über die Straße abgewickelt. Doch Logistik heißt nicht automatisch Lkw – das ist eine wichtige Botschaft der Lehrgangsreihe Quinwalo. „Transporte per Binnenschiff können in vielen Fällen eine umweltfreundlichere Alternative sein“, meint Schifferbörsen-Vorstand Frank Wittig von der Wittig GmbH in Duisburg. „Mit Quinwalo wollen wir das Bewusstsein für Transporte per Binnenschiff bereits bei Nachwuchslogistikern verankern.“  
Praxisnahes Forschen vor Ort Wofür steht „Quinwalo“ eigentlich? Für „Qualification Inland Waterway Logistics“, auf Deutsch etwa: Qualifikation für die Binnenschifffahrtslogistik. Bei insgesamt acht Terminen vermittelten Experten aus der Binnenschifffahrt praxisnah Basiswissen und Fachkenntnisse über das System Wasserstraße.

Die Absolventen erfuhren unter anderem, wie ein Transport mit dem Binnenschiff organisiert wird, welche Schiffstypen es gibt und wie Frachtverträge aussehen. Bei dem Besuch des Entwicklungszentrums für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V. (DST) in Duisburg lernten die Auszubildenden zudem das weltweit führende Forschungsinstitut für Flachwasseruntersuchungen und Binnenschifffahrt kennen. Ein weiterer Höhepunkt bot sich den Teilnehmern im Duisburger Schiffer-Berufskolleg RHEIN, wo sie an einem, in Europa einzigartigen, Flachwasserfahrsimulator ihre Fähigkeiten als Schiffsführer selbst testen konnten. Erstmals in diesem Jahr stand auch der Besuch eines Container-Umschlagterminals auf dem Programm.  

Wichtige Ergänzung zur Berufsschule
Während viele Initiativen zur Förderung der Binnenschifffahrt am Verkehrsträger selbst ansetzen, fokussiert sich Quinwalo auf Logistik-Fachkräfte in der Ausbildung. In der Berufsschule wird die Wasserstraße als Verkehrsträger nur oberflächlich behandelt. Im Fokus steht der Transport per Lkw. Diese Lücke in der Ausbildung will die Schifferbörse mit Quinwalo schließen, um den angehenden Kaufleuten aus den Bereichen Schifffahrt sowie Spedition und Logistikdienstleistungen die Eigenschaften und Vorteile des Systems Wasserstraße näher zu bringen.

„Verkehrsverlagerung beginnt im Kopf“, so Schifferbörsen-Vorstand Wittig. Auch in 2020 wird die Weiterbildungsreihe wieder angeboten. Dass die Nachfrage nach solchen Projekten steigt, zeigen auch die Forderungen des kürzlich von Verkehrsminister Andreas Scheuer vorgelegten Masterplans Binnenschifffahrt – unter anderem nach Lehrmaterialien zur Binnenschifffahrt für Berufsschulen. Im Sommer wird die Schifferbörse ein eigens entwickeltes Lernmittelpaket „Rheinschifffahrt“ für Schulen anbieten.  

19 Absolventen des Schifferbörsen-Lehrgangs Quinwalo erhielten ihre Zertifikate in der Niederrheinischen IHK. Foto: Niederrheinische IHK/Hendrik Grzebatzki  

IHK zur City-Maut: "Dieser Vorschlag passt nicht zum Ruhrgebiet“

Duisburg, 21. Mai 2019 - Für eine City-Maut in Deutschland sprechen sich Ökonomen in einem gemeinsamen Plädoyer aus. Die Maut soll vermeintlich einen Beitrag dazu leisten können, um Fahr-verbote zu verhindern und soll für weniger Verkehr in der Stadt sorgen. Dazu Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK:

 

„Dieser Vorschlag passt nicht zum Ruhrgebiet mit seinen vielen Stadtzentren. Ein solcher Wegezoll macht es für Lieferanten und Dienstleister teurer und hält Menschen davon ab, in unsere Innenstädte zu kommen. Das wäre eine zusätzliche Belastung für die Zentren, die ohnehin im Wettbewerb mit dem Onlinehandel stehen. Im Gegensatz zu London oder Stockholm kann es sich das Ruhrgebiet nicht leisten, Kunden zu verlieren. Zudem sind wir im Ballungsraum ein inter-nationaler Logistik-Hotspot mit vielen regionalen Verteilzentren.
Viele Unternehmen sind in dieser Branche erfolgreich und sie beschäftigen zehntausende Menschen. Wenn nun im städtischen Verkehr zusätzliche Belastungen erkennbar werden, können wir an Attraktivität für die Logistik verlieren, die von der schnellen und unkomplizierten Nähe zu den Konsumenten profitieren. Deswegen droht eine City-Maut das Ruhrgebiet zu schwächen.“

Spitzenökonomen fordern Städte-Maut statt Fahrverbote

Essen/Duisburg, 21. Mai 2019 - Auf der Suche nach einer ökonomisch und ökologisch sinnvollen Antwort auf drängende Verkehrsprobleme sprachen sich 30 Ökonomie-Experten aus ganz Deutschland für die Einführung einer Städte-Maut in Deutschland aus. Initiiert wurde dieses Plädoyer vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen und der Stiftung Mercator in Duisburg. Weitere Unterstützung kommt u.a. von allen fünf Mitgliedern des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR).

Um deutsche Innenstädte vom zunehmenden Autoverkehr zu entlasten, soll schrittweise eine Städte-Maut eingeführt werden. Die entfernungs- und schadstoffabhängige Straßennutzungsgebühr soll zeitlich gestaffelt alle negativen externen Effekte wie Stau, Lärm und Luftschadstoffe berücksichtigen. Die Einnahmen aus der Städte-Maut sollen für eine Verbesserung des ÖPNV und der Fahrradinfrastruktur sowie zur Finanzierung von Sozialtickets genutzt werden, um wünschenswerte Alternativen zum Autoverkehr anzubieten. idr

Demonstrationsflug: Autonome Transportdrohne beschleunigt Anlieferung von Laborproben bei thyssenkrupp Steel um rund 70 Prozent

Duisburg, 21. Mai 2019 - Er ist ein echter Überflieger: der Flugroboter delivAIRy®, der heute auf dem Werkgelände von thyssenkrupp in Duisburg alle Blicke auf sich zog. Ein leises Surren, dann startete die Transportdrohne im Beisein von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst zu ihrem ersten offiziellen Demonstrationsflug durch. In rasantem Tempo schwebte sie über dem Hüttenwerk davon und lieferte wenige Minuten später eine Box mit Laborproben sicher und vollautomatisiert auf dem Werksgelände ab.
„Der Probeflug einer autonom fliegenden Transportdrohne zeigt, dass wir in NordrheinWestfalen gute Voraussetzungen haben, bei der Entwicklung innovativer Technologien vorne dabei zu sein. Wir haben die Kompetenzen in Wissenschaft und Wirtschaft und optimale Testbedingungen. Was hier im kleineren Umfang getestet wird, ist wegweisend für die Mobilität in unseren Städten. In einem solch bevölkerungsstarken und verkehrsreichen Land wie Nordrhein-Westfalen ist es richtig, mit dem Luftraum die dritte Dimension der Mobilität mitzudenken. Die Nutzung des Luftraums eröffnet uns Optionen für neue Mobilitätsangebote,“ sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst.

Zweimal täglich macht sich bislang ein Werksarbeiter von thyssenkrupp Steel per Pkw auf den Weg, um kleine Dosen mit Rohstoffen wie Eisenerz oder Kokskohle von der Rohstoffaufbereitung im Werkhafen Schwelgern ins Zentrallabor zu bringen. Dort wird die Qualität der angelieferten Ausgangsstoffe für die Stahlproduktion anhand von Stichproben kontrolliert. Auf der Strecke zum Labor muss der Fahrer mehrere unbeschrankte Bahnübergänge überqueren. Das ist nicht nur zeitraubend und teuer, sondern birgt auch Unfallrisiken.
„Projekte wie bei thyssenkrupp machen sehr deutlich, welchen Mehrwert Drohnen in der Hand von professionellen Nutzern haben“, sagte der Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek. „Überall in Deutschland etablieren Innovatoren ganz neue Geschäftsmodelle rund um das Thema Drohnen. Die Bundesregierung unterstützt diesen Zukunftsmarkt, z.B. durch die Förderung von Forschung und Entwicklung. Aber auch die regulatorischen Rahmenbedingungen müssen stimmen.“

Verkehrsminister Hendrik Wüst (4. von links) erhält die ersten von der Transportdrohne gelieferten Rohstoffproben als Geschenk.

 


Von links: Premal A. Desai, Vorstandsmitglied – Finanzen, thyssenkrupp Steel Europe AG, Andreas J. Goss, Vorsitzender des Vorstands thyssenkrupp Steel Europe AG, Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche- Luft- und Raumfahrt, NRW Verkehrsminister Hendrik Wüst, Dr. Thomas Lostak, Projektleiter)



Ein „hochfliegender“ Plan Um den Laborprobentransport zu beschleunigen, sicherer zu machen und zusätzlich auch noch den Werksverkehr zu entlasten, entwickelte
thyssenkrupp Steel einen buchstäblich hochfliegenden Plan: die Anlieferung der Laborproben auf dem Luftweg. Als Partner fand sich die doks.innovation GmbH, die den autonomen Flugroboter delivAIRy® mit 1,20 Meter Spannweite, einer Tragkraft von 4,5 Kilo und einer patentierten Technologie für die autonome Lastaufnahme entwickelt hat.
„Auch dieses Projekt ist eines von vielen, mit denen wir das Stahlwerk der Zukunft bauen: moderner, digitaler und nachhaltiger. Dabei forcieren wir Digitalisierungsprojekte nicht um ihrer selbst willen, sondern immer dann, wenn sie uns konkrete Fortschritte bringen. Die Transportdrohne dafür ein exzellentes Beispiel“, sagte der Vorstandsvorsitzende von thyssenkrupp Steel Europe, Andreas Goss. Für die 2,2 Kilometer lange Strecke braucht delivAIRy® nur rund sechs Minuten, während der Pkw bis zu einer viertel Stunde oder länger braucht – je nach Witterung und Verkehrslage. Insgesamt beschleunigt sich der Lieferprozess so um mehr als die Hälfte.

Bewegungen immer im Blick Über einen zentralen Leitstand haben zwei eigens ausgebildete Mitarbeiter die Bewegungen der Drohne immer im Blick. So wissen sie stets genau, wo sich der Flugroboter befindet und können ihn auf sechs definierten Notfalllandeplätzen entlang der Strecke jederzeit zum Stehen bringen. Fallschirme, eine Redundanz der Flugsteuerung und eine Kombination aus optischer Navigation und Navigation via GPS sorgen für zusätzliche Sicherheit. Für die sechsmonatige Pilotphase und den Flugbetrieb sind entsprechende Fluggenehmigungen durch die Landesluftfahrtbehörde Nordrhein-Westfalen nötig; die Verfahren dazu laufen. Wenn sich der autonome Flugroboter dann beim Laborprobentransport bewährt, könnte er in Zukunft auch in anderen Bereichen der internen Logistik zum Einsatz kommen.
„Die Drohne lässt sich individuell per App anfordern. Die Auslieferung zeitkritischer Sendungen auf dem Werksgelände könnte man damit voll automatisieren und digitalisieren“, erklärte Projektleiter Dr. Thomas Lostak. „Das Projekt kommt sehr gut bei den Kolleginnen und Kollegen an.“ Die abstrakte Thematik der Digitalisierung werde durch den Drohneneinsatz eindrucksvoll greifbar. Das liefere frischen Rückenwind für weitere Digitalisierungsprojekte.

Recruiting – Mitarbeitergewinnung im digitalen Zeitalter

Duisburg, 15. Mai 2019 - 80 Gäste aus der Duisburger Unternehmerschaft informierten sich im gestrigen Business-Talk der Agentur für Arbeit Duisburg zum Thema Recruiting im digitalen Zeitalter. Schließlich hält die Digitalisierung nicht nur Einzug in die Arbeitswelt und verändert Berufe, sondern auch die Bewerbungsverfahren. Künstliche Intelligenz kann die Bewerberauswahl unterstützen und online-basierte Bewerbungsplattformen sind bei vielen, gerade größeren Betrieben schon Alltag. Und der allgemeine Fachkräftemangel fordert die Unternehmen in ihrer Recruitingstrategie ganz neu heraus. Ein einfaches Weiter so wie bisher, ist nicht die Lösung – das wurde sehr deutlich.  

In seinem Impulsreferat zeigte Lars Hahn von der LVQ Weiterbildung gGmbH, dass sich Unternehmen in Branchen mit Fachkräftemangel mittlerweile bei den Arbeitnehmern bewerben müssen und nicht umgekehrt. Es wurde deutlich, dass die überwiegende Zahl der Bewerber per Smartphone nach einem neuen Job sucht, dass aber nur gut ein Viertel der Unternehmen bislang mobile Bewerbungsprozesse anbietet. Interessant ist dabei auch, dass die Wege, mit neuen Mitarbeitern in Kontakt zu kommen, sich je nach Betriebsgröße mitunter deutlich unterscheiden. Liegt der Schwerpunkt bei kleineren Betrieben noch bei Kontakten über Mitarbeiter oder eigene persönliche Kontakte ist es bei großen Unternehmen klar die Firmen-Homepage.
Offline Stellen zu finden ist auch heutzutage nicht ausgeschlossen, empfehlenswert ist eine gute Mischung, also Stellen in sozialen Medien anzubieten, aber auch den persönlichen Kontakt zu ermöglichen.  
Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber konnten mit Lars Hahn, André Huneke (Deutsche Bahn AG), Kai U. Homann (DuisburgKontor) und Monika Abt-Nölle (Bundesagentur für Arbeit) über Vor- und Nachteile von Varianten der Bewerbungsverfahren diskutieren und Anregungen mitnehmen. In dieser Podiumsrunde aus Vertretern der Wirtschaft und Verwaltung wurde deutlich, dass Online-Standards z.B. von Shopping-Portalen auch für Recruitingverfahren relevant sind.
Ein Bewerber, der über social media den Kontakt zum Unternehmen sucht, erwartet eine schnelle Rückmeldung, d.h. am selben Tag. Unternehmen können berufliche Netzwerke im Internet strategisch und gezielt für die Suche nach geeigneten Kandidaten nutzen (Active Sourcing). Erfolgreich sind die Unternehmen, die den Bewerbern von ihrem Betrieben erzählen, die Teams auf ihren Internetseiten vorstellen und neugierig auf das Unternehmen machen.
Dabei ist eine gute Willkommenskultur auch schon in der Bewerbungsphase wichtig. Menschen möchten emotional angesprochen werden, das storytelling hat sich für Unternehmen im Netz bewährt. Umstritten war noch der Verzicht auf Bewerbungsanschreiben. Einzelne Unternehmen verzichten bewusst darauf, um die Einstiegshürde für den Bewerber gering zu halten.

Bei der Werbung um Fachkräfte gilt jedenfalls der Grundsatz „Nicht nichts tun!“, sondern die neuen Möglichkeiten passend für das eigene Unternehmen nutzen.   Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, freute sich über das große Interesse der Duisburger Unternehmen: „Wir möchten als Agentur für Arbeit mit diesem Business Talks aktuelle Trends aufzeigen und für die Unternehmen einen Impuls setzen, sich innovativen Möglichkeiten der Fachkräftegewinnung zu öffnen. Wir als Agentur für Arbeit Duisburg bieten Unternehmen und Branchenverbänden auch gerne an, in gemeinsamen Aktionen in sozialen Netzwerken aufzutreten.“  


V.l..: André Huneke (Deutsche Bahn AG); Lars Hahn (LVQ Weiterbildung gGmbH), Astrid Neese (Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg), Monika Abt-Nölle Bundesagentur für Arbeit), Wiebke Doktor (Moderatorin), Kai U. Homann (Duisburg Kontor)




Veränderung in der Geschäftsführung der ELG Haniel GmbH

CFO Dr. Silke Landwehrmann wird auf eigenen Wunsch das Unternehmen zum Jahresende verlassen.

 

Duisburg, 15. Mai 2019 - Dr. Silke Landwehrmann, CFO der ELG Haniel GmbH, wird ihr Amt nach 20 Jahren in der Haniel-Gruppe niederlegen, um sich neuen Herausforderungen außerhalb unseres Hauses zu widmen. Dies haben sowohl der Haniel-Vorstand als auch ihre Kollegen in der ELG-Gruppe mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen.  

Frau Dr. Landwehrmann begann ihre Karriere im Juni 2000 in der Abteilung Corporate Finance / M&A der Haniel-Holding. Nach mehreren kaufmännischen Führungspositionen in der Unternehmensholding Franz Haniel & Cie. GmbH, zuletzt als Direktorin der Abteilung Betriebswirtschaft, wurde sie Anfang 2012 zur kaufmännischen Geschäftsführerin (CFO) des Geschäftsbereichs ELG ernannt.

 

Zu ihren besonderen Erfolgen als CFO von ELG gehören die Erschließung neuer Finanzierungsquellen für die ELG-Gruppe und der Ausbau des Superlegierungsgeschäfts mittels einer mehrjährigen Buy & Build-Strategie. Weitere Schwerpunkte stellten für Frau Dr. Landwehrmann der Bereich Governance & Compliance sowie der Aufsatz eines globalen ERP-Systems dar.

 

Die Aufgaben von Frau Dr. Landwehrmann als CFO übernimmt interimistisch Philipp Friederichs, kaufmännischer Geschäftsführer der deutschen Tochtergesellschaft der ELG, bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist.

„Wir respektieren ihre Entscheidung und bedauern mit Frau Dr. Landwehrmann eine sehr geschätzte Kollegin zu verlieren“, so Haniel-Finanzvorstand Dr. Florian Funck. „Mit ihrer großen Expertise als CFO und gleichzeitig strategischer Weitsicht hat sie erheblich dazu beigetragen, die ELG-Gruppe in einem volatilen und herausfordernden Marktumfeld zukunftsfest aufzustellen. Wir danken Frau Dr. Landwehrmann für ihr langjähriges kompetentes und erfolgreiche Engagement in der Haniel-Gruppe und wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen und privaten Weg alles erdenklich Gute und weiterhin viel Erfolg.“


BMVI stellt Masterplan Binnenschifffahrt vor

Bundesminsiter Scheuer: Wir brauchen eine moderne und starke Binnenschifffahrt
Berlin/Duisburg, 14. Mai 2019 - Bundesminister Andreas Scheuer hat heute den Masterplan Binnenschifffahrt im Bundeministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin vorgestellt. Der Masterplan Binnenschifffahrt ist die Grundlage, um die Binnenschifffahrt zukunftsfähig und attraktiver zu machen. Er wurde in einem beispielhaften Prozess gemeinsam mit den Verbänden, der Wirtschaft und weiteren Akteuren erarbeitet. Scheuer: Wir wollen die Binnenschifffahrt stärken und so viele Güter wie möglich über die Wasserstraßen transportieren. Das Binnenschiff ist ein heimlicher Gütertransport-Gigant - leistungsstark, sicher und effizient. Motorgüterschiffe können mit einer Tragfähigkeit von 3.000 Tonnen bis zu 150 Lkw ersetzen.
Das ist ein enormes Potenzial, das wir noch besser nutzen wollen. Dafür haben wir jetzt den Masterplan Binnenschifffahrt geschaffen. Nur wenn wir die Binnenschifffahrt modernisieren und mehr Güter auf die Wasserstraßen bringen, können wir erreichen, dass in Deutschland weniger CO2, weniger NOx und weniger Feinstaub ausgestoßen werden.
Der Masterplan Binnenschifffahrt umfasst fünf Schwerpunkte: Infrastruktur: Wir sorgen mit Investitionen in Milliardenhöhe für ausreichend finanzielle, strukturelle und personelle Kapazitäten im Bereich der Wasserstraßen. Umweltfreundlichkeit und Flottenstruktur: Wir unterstützen die Branche bei der Umstellung auf effizientere und emissionsärmere Schiffe.
Digitalisierung: Wir schaffen die Binnenschifffahrt 4.0 - Vernetzung der Häfen, Digitalisierung der Schleusen und Schiffe, Automatisierung der Umschlagplätze. Stärkung multimodaler Transportkette: Unser Ziel ist es, den Anteil der Verkehrsleistung der Binnenschifffahrt am Modal Split auf 12 Prozent zu erhöhen. Mehr Fachkräfte: Wir unterstützen die Verbände bei der Nachwuchsgewinnung und bei der bundesweiten Offensive auf Jobmessen.
Die Arbeiten am Masterplan Binnenschifffahrt haben vor knapp einem Jahr gestartet. Alle relevanten Akteure der Branche wurden beteiligt, mitgewirkt haben unter anderem Vertreter verschiedener Verbände, von Unternehmen aus dem Binnenschifffahrtsgewerbe, der Häfen, der Bauindustrie, der Verlader, der Werftindustrie, der Motorenhersteller sowie von Forschungseinrichtungen.

Weitere Informationen rund um den Masterplan Binnenschifffahrt: Masterplan Binnenschifffahrt zum Download (PDF):
http://www.bmvi.de/masterplan-binnenschifffahrt FAQ zum Thema Binnenschifffahrt: http://www.bmvi.de/masterplan-binnenschifffahrt-faq

China – Partner oder systemischer Rivale?

Diskussionsveranstaltung am Konfuzius - Institut Metropole Ruhr
Duisburg, 13. Mai 2019 - China ist aus vielen Debatten nicht mehr wegzudenken: Der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik hält seit Monaten die Welt in Atem. Die EU ringt um eine gemeinsame Position für die zukünftige Zusammenarbeit mit dem Reich der Mitte, begleitet von Alleingängen einzelner Mitgliedsstaaten. Welche Strategien stecken hinter Chinas internationalem Auftreten? Sind wir schon mitten in einem Systemwettbewerb? Und was bedeuten diese Entwicklungen für uns in Europa? Diese Fragen erörtern die China-Experten am Konfuzius-Institut Metropole Ruhr am 22. Mai 2019 um 18:30 Uhr.

Es diskutieren die Kodirektoren des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr: Prof. Dr. Thomas Heberer, Seniorprofessor für Politik und Gesellschaft Chinas der Universität Duisburg-Essen und Prof. Dr. Markus Taube, Professor für Ostasienwirtschaft/China der Universität Duisburg-Essen. Durch das Gespräch führt Susanne Löhr, Geschäftsführerin des Konfuzius-Instituts.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten.
China – Partner oder systemischer Rivale? Diskussionsveranstaltung am Konfuzius-Institut Metropole Ruhr 22. Mai 2019 um 18:30 Uhr Konfuzius-Institut Metropole Ruhr | Konferenzraum 3 Tec-Center | Bismarckstraße 120 | 47057 Duisburg

Abgesagte Fusion von tks und Tata birgt Risiken für den Standort Duisburg

Duisburg, 10. Mai 2019 - Mit großer Überraschung hat die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) die Absage der Fusion von thyssenkrupp und Tata Steel aufgenommen. „Das kommt überraschend und ist keine gute Nachricht für Duisburg“, sagt Andree Haack, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg. Eigentlich war die Fusion für dieses Jahr angekündigt, wurde aber jetzt abgesagt, da die Europäische Kommission dem Vorhaben sehr kritisch gegenübersteht.
„Der internationale Stahlmarkt ist durch subventionierte Produktion in anderen Ländern enorm unter Druck geraten. Ohne die Fusion mit Tata Steel ist es nur logisch, dass thyssenkrupp jetzt agieren muss. Der angekündigte Stellenabbau hätte vermieden werden können“, meint Haack und GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer ergänzt, dass die Stahlproduktion in anderen Ländern häufig nicht so hohen Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards unterliegt, wie in Deutschland. Beide sind sich aber auch einig, dass der Stahlstandort Duisburg nach wie vor aufgrund seiner Lagevorteile und dem hohen technischen Standard nicht gefährdet ist.

Andree Haack, Wirtschaftsdezernent (rechts) und GFW-Mitgeschäftsführer, sowie GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer; Urheberin: Jacqueline Wardeski -

Nutzungsrechte: GFW Duisburg


Faktor A - Business Talk in der Agentur für Arbeit Duisburg

Dienstag, 14. Mai 2019 von 16:00 Uhr – 18:00 Uhr in der Agentur für Arbeit Duisburg, Wintgensstr. 29 – 33, 47058 Duisburg, Sitzungssaal 556, 5. Etage

 Topthema Recruiting – Mitarbeitergewinnung im digitalen Zeitalter

 Impulsvortrag

·      Lars Hahn (Geschäftsführer der LVQ, Karriere-Coach, Arbeitswelten-Forscher und Blogger)

„Big Data, Whatsapp und One Click - Was die Digitalisierung mit Recruiting macht.“

Podiumsrunde

·      Lars Hahn (Geschäftsführer der LVQ, Karriere-Coach, Arbeitswelten-Forscher und Blogger)

·      Monika Abt-Nölle (Leiterin Personal im Internen Service Bochum der Bundesagentur für Arbeit)

·      Kai U. Homann (Geschäftsbereichsleiter Tourismus/ Duisburg Kontor)

·      André Huneke (Recruiter Schüler und duale Studenten / Deutsche Bahn AG)

Moderation

·      Wiebke Doktor (Geschäftsführerin des conversio-instituts in Duisburg) 

 Fraunhofer Inhaus Zentrum wird zum Ideenpool für Startups

„Quellen-Reiter“ gesucht! Mit Surfboard und Strandfeeling auf zum innovativen Businessplan – neues Format für kreative Ideen  

Duisburg, 10. Mai 2019 - Das Techstars-Startup Weekend gibt es diesjährig erstmals auch in Duisburg. Vom 24. bis 26. Mai 2019 haben rund 50 Unternehmertalente die Chance, ihre Erfolgsidee mit dem richtigen Schwung aufzustellen. Tatkräftig unterstützt von Experten und Sponsoren, lernen die künftigen Existenzgründer, die aus unterschiedlichen Bereichen kommen, ihre Geschäftsidee auszuarbeiten und damit auf die perfekte Businesswelle aufzusteigen. Ort des Geschehens ist das Fraunhofer inHaus-Zentrum.  

Das Projekt wird unter anderen unterstützt von der tecRacer Consulting GmbH, der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, der Techniker Krankenkasse, der Rheinschafe GmbH, der Anthropia gGmbH sowie der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve. Sie und andere fungieren als „Wellen-Brecher“, die die innovativen Ideen der Nachwuchsunternehmer anschieben, ihnen Richtung weisen und festen Stand sichern.
„Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es war, als wir uns mit unserer Geschäftsidee selbstständig gemacht haben. Da wären wir manchmal froh gewesen, wenn uns jemand den Weg frei gemacht hätte. Und genau dies möchten wir aus unserer heutigen Position heraus anderen ermöglichen“, erklärt Gregor Püttmann, Geschäftsführer der tecRacer Consulting GmbH, sein Engagement.   „Das Techstars-Startup Weekend ist zwar neu in Duisburg, aber anderenorts bereits erprobt. Rund 370.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben weltweit bereits dabei mitgemacht“, berichtet Wolfgang Gröting, Leiter des Fraunhofer inHaus-Zentrums.
„Du lernst an so einem Wochenende in entspannter Atmosphäre mit Leuten die ähnlich ticken, gleich Dreierlei kennen: die Szene, das Arbeiten und die Skills, die man dafür braucht“, weiß Nelson Ribas, Community-Manager bei der ruhr:Hub GmbH. International erfolgreiche Startups wie beispielsweise die App-Entwickler „Foodspotting“ und „EasyTaxi“ sowie der Hersteller hochwertiger Bartpflegeprodukte „Beardbrand“ zeigen, dass das Startup Weekend Quelle neuer Unternehmen sein kann.  
„Teilnehmen kann jeder, der eine Idee hat oder sich inspirieren lassen möchte. Zu Beginn der Veranstaltung finden sich Teams rund um eine Idee zusammen. Diese arbeiten dann die Ideen aus und lernen dabei, wie sich ein Startup anfühlt“, gibt Julian-Malte Wenning vom Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS Auskunft.
Der Bachelor-Student gehört selbst zur Zielgruppe und weiß daher, wo diese abgeholt werden will, um mitzumachen. Erfahrene Mentoren begleiten die Teams in der 54-stündigen Ausgestaltung ihrer Geschäftsidee. Gruppen, deren Idee sich ganz besonders hervorhebt, dürfen sich über zielführende Preise freuen. Dazu gehört beispielsweise eine professionelle Corporate Design-Erstellung im Anschluss an das Wochenende.  
Für das Startup Weekend Duisburg setzen die Akteure auf das Motto „Quellen-Reiter gesucht!“. „In jedem steckt ein Genie. Dies Ausleben und sich entfalten lassen zu dürfen, ist Ziel unseres Engagements. Wir suchen ‚Quellen-Reiter‘, statt Mitschwimmer. Junge Talente, die ihre Chance darin erkennen, von der Quelle zu lernen, und auch zupacken, um ihre Idee erfolgreich in Schwung zu bringen“, so Manfred Heise, Inhaber des gleichnamigen Ateliers, der das Konzept gemeinsam seiner Projektkoordinatorin Bianca Klug kreativ „aufs Board“ gebracht hat.  

„Mit dieser außergewöhnlichen Form der Ansprache wollen wir Studierende und sonstige potenzielle Existenzgründer dafür gewinnen, innerhalb eines Wochenendes mit einem Moderator kreative Ideen im Bereich der Ingenieurs- und Natur- oder Querschnittswissenschaften auszuarbeiten“, erklärt GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer die innovativen Wege. Auch Andree Schäfer, GFW-Projektmanager und Existenzgründungsberater, freut sich auf das neue Format: „Als Ingenieur und Betriebswirt mit langjähriger Erfahrung bei der Startup-Begleitung, weiß ich, dass die kreativen und analytischen Prozesse im Team wichtig sind, um die Idee von allen Seiten zu beleuchten und sie daraufhin zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell entwickeln zu können.“  

Das Team des Techstars-Startup Weekend Duisburg und Kooperationspartner Nutzungsrechte: Fraunhofer inHaus-Zentrum

Wer beim Startup Weekend Duisburg als Teilnehmerin oder Teilnehmer mit von der Partie sein möchte, kann sich ein Ticket zur Erfolgswelle ab 35 Euro sichern. Detaillierte Informationen sind abrufbar unter: innovative-summer.de oder auf Facebook unter dem Hashtag #swduisburg 


Ablauf:



RWI: Mietpreisbremse zeigt nur geringe Wirkung

Essen/Duisburg, 8. Mai 2019 - Die Mietpreisbremse verlangsamt den Anstieg von Mieten nur wenig. Aufgrund der Regulierung zahlen Mieter von betroffenen Wohnungen im Durchschnitt rund 2,5 Prozent weniger. Die Wirkung hält jedoch nicht lange an: Schon nach gut einem Jahr hat die Mietpreisbremse keinen Effekt mehr.
Zu diesem Ergebnis kommt eine empirische Analyse des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen. Vermieter, so die Einschätzung der Wissenschaftler, seien unmittelbar nach Einführung der Bremse etwas vorsichtiger bei der Anhebung der Mieten. Da sie jedoch kaum Konsequenzen bei widerrechtlichen Preiserhöhungen fürchten müssen, könne das zu der schnellen Wiederangleichung der Mietpreise geführt haben. idr

Frist für Vollständigkeitserklärungen: 15. Mai

Duisburg, 8. Mai 2019 - Die Niederrheinische IHK erinnert alle Hersteller von verpackter Ware daran, ihre Vollständigkeitserklärungen (VE) für das Jahr 2018 fristgerecht bis zum 15. Mai bei der „Zentralen Stelle Verpackungsregister“ abzugeben. Eine Vollständigkeitserklärung gibt Auskunft über die vom Hersteller in Umlauf gebrachten Verkaufsverpackungen.  
Die VE muss vom Hersteller beziehungsweise Vertreiber als Nachweis über sämtliche im Jahr 2018 in Verkehr gebrachten Mengen systembeteiligungspflichtiger Verpackungen erstellt werden. Unternehmen, die mehr als 30 Tonnen Kunststoff/Verbunde/Metalle, 50 Tonnen Papier/Pappe/Karton beziehungsweise mehr als 80 Tonnen Glas in Verkehr gebracht haben, sind zur Abgabe verpflichtet. Die Hinterlegung der VE erfolgt über das Onlineportal LUCID und muss von einem registrierten Prüfer bestätigt werden. Das Portal ist unter www.verpackungsregister.org zu erreichen.  
Ansprechpartner bei der IHK: Philipp Pohlmann, Telefon 0203 2821-239, E-Mail pohlmann@niederrhein.ihk.de.

Uerdinger Brücke: Planung zügig vorantreiben

Gemeinsame Aktion von IHKs und Städten Duisburg und Krefeld  
Kefeld/Duisburg, 7. Mai 2019 - Um die Uerdinger Rheinbrücke im Duisburger Süden als wichtige logistische Verbindung für die umliegenden Hafen- und Industriegebiete in Krefeld und Duisburg aufrechtzuhalten, haben die IHK Mittlerer Niederrhein und die Niederrheinische IHK eine Initiative gestartet. Ziel ist, die Planungen für eine Erweiterung der Brücke zügig voranzutreiben. Der Brückenzug stammt aus den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts und hat auch für Berufspendler und Anwohner beider Städte große Bedeutung.  
 
Unter der Überschrift „Leistungsfähigkeit der B 288 / A 524 sichern“ haben sich die beiden IHKs mit den Oberbürgermeistern der Städte Duisburg und Krefeld in einem gemeinsamen Schreiben an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dafür ausgesprochen, die Planung für eine Erweiterung der Uerdinger Rheinbrücke schnellstmöglich anzugehen. Damit soll auch die wichtige Funktion der Brücke als Verbindung zwischen der A 3 und A 59 auf Duisburger Seite sowie der A 57 auf Krefelder Seite gestärkt werden.  
 
Duisburg: Keine Vernachlässigung der Infrastruktur zulassen „Die Rheinbrücken in Leverkusen und Duisburg-Neuenkamp sind alarmierende Beispiele dafür, was passiert, wenn wir die Instandhaltung unserer Infrastruktur zu lange vernachlässigen. Das darf uns bei der Uerdinger Brücke, die schon heute unter Denkmalschutz steht, nicht passieren. Die Planungen für eine neue Brücke müssen jetzt begonnen werden“, mahnt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK in Duisburg.
Auch der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link sieht in der Maßnahme eine Stärkung der verkehrlichen Anbindung beider Städte. „Durch die Erweiterung der Brücke um einen durchgängigen vierstreifigen Ausbau der A 524 auf Duisburger Seite und der B 288 auf Krefelder Seite können wir das heutige Nadelöhr entzerren. Dadurch würde sich auch die Verkehrssituation im Bereich Mündelheim deutlich verbessern.“  

Krefeld: Brücke für zukünftige Anforderungen ausbauen „Die Belastungsgrenzen der Rheinquerungen sind an vielen Stellen überschritten“, betont Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. „Vor diesem Hintergrund ist es dringend notwendig, für die Bürger und die Unternehmen intakte Querungen wie die Uerdinger Brücke zu erhalten und für zukünftige Anforderungen auszubauen.“
Auch der Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer sieht in der Maßnahme eine dringend notwendige Stärkung der Nordanbindung des Krefelder Hafens. Er verweist darauf, dass die durchgehende vierspurige Verbindung zwischen A 3 und A 57 auf Krefelder Seite ohne zusätzliche Kosten eingerichtet werden kann, da dort die B 288 bereits voll ausgebaut ist.
„Diesen wirtschaftlichen Vorteil sollte man in die Waagschale werfen“, betont Meyer mit Blick auf die Nutzen-/Kosten-Berechnung der Gesamtmaßnahme. Die Notwendigkeit, die Verbindung linksrheinisch zur Autobahn auszubauen, sieht er nicht – ebenso wie die anderen Unterzeichner der Erklärung.  
 
Geringe Priorität des Bauprojekts ist nicht zeitgemäß
Die Einstufung des vierspurigen Ausbaus der A 524 / B 288 einschließlich der Brücke in den „Weiteren Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) halten die vier Unterzeichner für überholt. Nach dieser Einstufung hat dieses Projekt keine Priorität. „Diese Einordnung basiert auf Zahlen, die im Jahr 2012 erhoben wurden und inzwischen deutlich übertroffen werden“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Zur Sicherung der Leistungsfähigkeit setzen sich die vier Partner für einen zügigen vierspurigen Ausbau der Verbindungen zwischen der A 3 und der A 57 ein – inklusive eines Neubaus der Uerdinger Rheinbrücke.
 
Um den „dringend erforderlichen Ausbau schnellstmöglich zu erreichen“, fordern die vier Parteien drei Schritte: Erstens sollte die tatsächliche Belastung der Brücke durch eine aktuelle Verkehrszählung gemessen werden. Zweitens sollte frühzeitig mit dem Planungsverfahren begonnen werden – wie vom Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen bereits kürzlich zugesagt. Drittens müsste der Nutzen-/Kostenfaktor der Ausbaumaßnahme neu berechnet werden, damit sie in den „Vordringlichen Bedarf“ des BVWP eingestuft wird.

BVB und RAG-Stiftung sind neue Exklusivpartner

duisports „startport“ weitet Netzwerk aus
Duisburg, 7. Mai 2019 - Borussia Dortmund und die RAGStiftung sind dem Partner-Netzwerk der duisportTochtergesellschaft startport beigetreten. Neben Klöckner & Co, Evonik sowie dem Initiativkreis Ruhr unterstützen sie die Innovationsplattform als zusätzliche Exklusivpartner. Die Partnerschaft mit der RAG-Stiftung wurde bereits Ende Oktober 2018 durch einen dreijährigen Kooperationsvertrag besiegelt.
„Wir haben zwei starke Mitstreiter mit großer Tradition in der Region für die Weiterentwicklung innovativer Ideen in der Logistik gewonnen. Darauf sind wir sehr stolz“, so duisportChef Erich Staake.
Mit dem Eintritt der beiden neuen Partner ergeben sich für die Startups weitere Möglichkeiten, mit etablierten Unternehmen in gemeinsamen Projekten zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig profitieren die Partner von neuen Lösungen der Startups.
„Mit der Partnerschaft wollen wir Gründer und deren innovative Ideen in der Region stärken. Wir glauben insbesondere, dass wir durch die Expertise aus den Branchen des Programms Mehrwerte generieren können“, erklärt BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer.
Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAGStiftung zum Engagement bei startport: „Wir wollen die Gründerszene im Revier stärken. Das Potential ist bereits vorhanden. Die Logistik ist eine der Schlüssel-Branchen für unsere Region. Startups und Logistik müssen gestärkt werden – auch um für Investoren noch interessanter zu werden.“

Mit dem BVB und der RAG-Stiftung als neue Exklusivpartner erweitert startport sein Netzwerk. © krischerfotografie

Schüler werden zu Unternehmern

14 Teams wetteifern um den IHK-Schulpreis 2019  
Duisburg, 6. Mai 2019 - Worauf kommt es beim Gründen an und was macht einen guten Betrieb aus? Diese Fragen stellen sich derzeit 14 Schülerteams aus allgemeinbildenden Schulen in Duisburg und den Kreisen Wesel und Kleve. Mit ihren innovativen Geschäftsideen kämpfen sie um den diesjährigen Schulpreis der Niederrheinischen IHK: Die Schüler der Sekundarschule Rheinhausen entwickeln ein Dosenwerfen der etwas anderen Art, das Team am Gymnasium Adolfinum in Moers entwirft preiswerte Spektroskope und die jungen Unternehmer an der Janusz-Korczak-Schule gründeten eine Papierwerkstatt für Glückwunschkarten und kleine Kunstwerke.  
Der Startschuss für den IHK-Schulpreis 2019 fiel zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres im Februar. Seitdem arbeiten die teilnehmenden Teams mit Hochdruck an ihren Projekten und werden dabei von Unternehmern aus der Region unterstützt. Bis Juli haben sie noch Zeit, dann folgen die Präsentationen vor der IHK-Jury. Dem Siegerteam winkt ein Preisgeld von 1.500 Euro und ein Auftritt auf großer Bühne bei der IHK-Bestenehrung im September.
Die IHK begleitet die Projekte und unterstützt sie mit einem Startkapital in Höhe von 500 Euro. Die Jugendlichen erfahren, was es heißt, ein Unternehmen zu führen, entwickeln eine wirtschaftliche Denkweise und verbessern ihre Team- und Kommunikationsfähigkeit. Dabei berücksichtigen sie ökonomische, ökologische und soziale Aspekte: „Bees‘ Lives Matter“ heißt ein Projekt des Franz-Haniel-Gymnasiums, welches die Produktion und Vermarktung von Bienenhotels beinhaltet.
Der IHK-Schulpreis findet dieses Jahr bereits zum 17. Mal statt.   Weitere Informationen zum IHK-Schulpreis gibt es auf www.facebook.com/ihk.schulpreis oder bei Laura Göddert, Telefon 0203 2821-283, E-Mail
goeddert@niederrhein.ihk.de.

Den ersten Platz beim IHK-Schulpreis 2018 sicherte sich das Team der Europaschule Kamp-Lintfort mit ihrem Projekt „BIP-Bilder in Praxen“. Foto  Niederrheinische IHK / Hendrik Grzebatzki
 

 



Hamborner REIT AG startet erfolgreich ins Jahr 2019

- Miet- und Pachterlöse: + 3,6 %

- Funds from operations: + 5,1 %

- NAV je Aktie: 10,92 Euro

Duisburg, 2. Mai 2019 - Die HAMBORNER REIT AG ist nach dem positiven Verlauf des Jahres 2018 auch erfolgreich in das Geschäftsjahr 2019 gestartet und konnte im ersten Quartal ihre Umsatz- und Ergebniszahlen erneut steigern.

Die Miet- und Pachterlöse beliefen sich auf 21,1 Mio. Euro und lagen damit um 0,7 Mio. Euro bzw. 3,6 % über dem Niveau des Vorjahresquartals. Die Funds from operations (FFO) sind in den ersten drei Monaten um 5,1 % auf 12,2 Mio. Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis betrug 7,4 Mio. Euro und der Periodenüberschuss 3,6 Mio. Euro. Die Leerstandsquote lag im ersten Quartal mit 2,0 % weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Finanzsituation der Gesellschaft ist nach wie vor komfortabel. Die REIT-Eigenkapitalquote betrug 56,7 % und der Loan to Value (LTV) 42,0 %.

Im ersten Quartal haben keine Veränderungen im Immobilienportfolio stattgefunden. Zum 31. März 2019 verfügte die Gesellschaft über ein Portfolio von 78 Immobilien mit einem Verkehrswert von über 1,5 Mrd. Euro. Der NAV je Aktie lag zum Quartalsende mit 10,92 Euro um 1,2 % über dem Niveau zum Jahresende 2018 (10,79 Euro).

Im Laufe der vergangenen Wochen konnte die Gesellschaft erneut ihr gutes Akquisitionsnetzwerk nutzen und den Kaufvertrag für eine Büroimmobilie unterzeichnen. Das Objekt wird derzeit an einem etablierten Bürostandort in Neu-Isenburg errichtet. Hauptmieter des rd. 4.500 Quadratmeter großen Objekts ist ein namhafter und bonitätsstarker IT-Dienstleister, der sich langfristig an den Standort gebunden hat. Der Kaufpreis der Immobilie wird sich auf rd. 16,1 Mio. Euro belaufen. Bei jährlichen Mieterträgen von rd. 0,9 Mio. Euro beträgt die Bruttoanfangsrendite 5,4 %. Die Kaufpreiszahlung und der Besitzübergang werden Anfang 2020 stattfinden.

Nach der letztjährigen Akquisition der ebenfalls im Bau befindlichen Büroimmobilien in Aachen und Bonn werden zum Jahresbeginn 2020 nunmehr drei moderne und qualitativ hochwertige Neubauobjekte in das HAMBORNER-Portfolio übergehen und zu einer weiteren Steigerung von Mieterlösen und FFO beitragen.

Für das Gesamtjahr 2019 hält der Vorstand an seiner im Geschäftsbericht 2018 veröffentlichten Einschätzung zu den künftigen Geschäftsaussichten fest. Der Vorstand geht von einer Steigerung der Miet- und Pachterlöse in Höhe von 1 % bis 2 % und einem operativen Ergebnis (FFO) auf dem hohen Vorjahresniveau aus.

Am 7. Mai 2019 findet in Mülheim an der Ruhr die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft statt. Den Aktionären wird für das vergangene Geschäftsjahr 2018 eine um 2,2 % erhöhte Dividende von 46 Cent je Aktie vorgeschlagen, die am 10. Mai 2019 zur Auszahlung kommen soll. Unter Berücksichtigung des Aktienkurses zum 31. März 2019, entspräche dies einer Dividendenrendite in Höhe von 4,9 %. Vor dem Hintergrund der nachhaltig positiven Geschäftsentwicklung beabsichtigt die Gesellschaft auch im kommenden Jahr ihre verlässliche Dividendenpolitik fortzusetzen und die Ausschüttung auf 47 Cent je Aktie zu erhöhen.

TARGOBANK Duisburg ist auch 2018 wieder gewachsen

- Konsumentenkredite legen kräftig zu
- Erhöhte Nachfrage nach Angeboten für Geschäftskunden
- Investmentangebot trotz schwierigen Börsenjahres ausgebaut


Duisburg, 30. April 2019 – Auch im Geschäftsjahr 2018 hat die TARGOBANK Duisburg ihren Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortgesetzt: So legten die Konsumentenkredite um 7,5 Prozent auf 165 Millionen Euro zu. Auch die Zahl der Girokonten erhöhte sich um 2 Prozent auf rund 21.000.

„Zu unserem klassischen Standbein der Ratenkredite im Privatkundengeschäft ist Anfang 2018 der Bereich Geschäftskunden neu hinzugekommen. Hier zieht die Kreditnachfrage aktuell stark an. Seit diesem Jahr können auch Personengesellschaften und eigentümergeführte Kapitalgesellschaften wie GmbH, GbR, OHG und KG die Geschäftskunden-Services der TARGOBANK nutzen“, erläutert Vertriebsdirektor Dirk Volk.

Trotz anhaltender Niedrigzinsphase stieg bei der TARGOBANK Duisburg das Volumen der Spareinlagen um 7 Prozent auf knapp 49 Millionen Euro. Tagesgelder legten um 4 Prozent auf rund 63 Millionen Euro zu. Das Volumen der Festgelder wuchs um 13 Prozent auf 14 Millionen Euro.

Im Bereich Geldanlage galt es, ein schwieriges Börsenjahr 2018 zu meistern: „In dem herausfordernden Marktumfeld haben sich Sparpläne mit börsengehandelten Indexfonds, sogenannte ETFs, als stark nachgefragte Alternative erwiesen. Zudem haben wir unser ETF-Angebot um Fonds erweitert, die beispielsweise auf das Thema Nachhaltigkeit einzahlen“, so Volk weiter. Zum Bilanzstichtag betreute die TARGOBANK Duisburg rund 51.000 Kunden – ein Plus von 3,5 Prozent.

Auch die bundesweiten Zahlen der TARGOBANK für 2018 weisen erneut nach oben: Das Vorsteuerergebnis über alle Geschäftsfelder lag bei 510 Millionen Euro (IFRS) und übertraf damit den Vorjahreswert um 17 Millionen Euro.

„2018 war für die TARGOBANK ein ebenso erfolgreiches wie zukunftsweisendes Jahr. Wir haben unseren Wachstumskurs fortgesetzt und unser Geschäftsmodell weiter diversifiziert“, resümiert Pascal Laugel, Vorstandsvorsitzender der TARGOBANK.

Die positive Entwicklung zeigt sich auch anhand der Standorte: Entgegen dem Branchentrend modernisiert die TARGOBANK ihr Filialnetz nicht nur, sondern eröffnete im Berichtsjahr auch neue Filialen. Hierfür sucht das Unternehmen aktuell weitere Führungskräfte, Mitarbeiter und Auszubildende.

Safety first: thyssenkrupp Steel kooperiert beim Arbeitsschutz mit der Grubenrettung Herne

Duisburg, 27. April 2019 - Der 28. April ist der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Der Stahlbereich von thyssenkrupp stellt jedoch nicht nur an diesem Tag höchste Anforderungen an die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und widmet daher dem Weltsicherheitstag auch in diesem Jahr wieder fast eine ganze Woche. In dieser Zeit gibt es viele Aktionen, die auf das Thema aufmerksam machen. Dass am Ende des Tages die gesamte Belegschaft gesund nach Hause geht, hat immer höchste Priorität.

 

Kooperation mit dem Grubenrettungswesen Herne hilft Unfälle zu vermeiden.

Bei der kontinuierlichen Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz setzt der Arbeitsschutz bei thyssenkrupp auf die aktive Einbeziehung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Denn jede praktische Erfahrung hilft, die Lösung für ein Problem bereits bei der Planung zu erarbeiten. Michael Cremer ist Teil dieses Prozesses. Er ist zuständig für die mechanische Instandhaltung in der Kokerei Schwelgern. Die Atemschutzmannschaft der Kokerei muss immer wieder größere Gasarbeiten durchführen. Dabei trägt das Team schwere Atemschutzgeräte auf dem Rücken und Masken, die das Sichtfeld einschränken.
Für die Arbeit unter solchen Bedingungen ist viel Erfahrung nötig. Doch auf dem Gelände der Kokerei gibt es keinen geeigneten Trainingsplatz, um diese Erfahrung unter kontrollierten Bedingungen zu machen. Daher arbeitet die Atemschutzmannschaft mit dem Grubenrettungswesen in Herne zusammen. „Die Zusammenarbeit hilft uns sehr, denn so kann das Team mit der Originalausrüstung trainieren und die nötige Erfahrung sammeln“, sagt Michael Cremer. Durch das praxisnahe Sicherheitstraining werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fit für ihre Einsätze. So können Unfälle aufgrund mangelnder Übung und Erfahrung vermieden werden.

 

Langfristiges Ziel: Null Unfälle

Das langfristige Ziel bei thyssenkrupp lautet: Null Unfälle. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Arbeitsschutz integraler Bestandteil aller Betriebsabläufe sein. Sicherheit ist zu jeder Zeit wichtiger als Schnelligkeit. Damit dieses Verständnis von Sicherheit überall zum Alltag wird, braucht es allerdings Geduld. „Eine neue Sicherheitskultur im Unternehmen zu verankern, braucht vor allem eines: Zeit. Diese Zeit müssen wir uns nehmen, denn wir wollen keine halben Sachen machen. Wir wollen es richtigmachen“, sagt Dr. Sabine Maaßen, Arbeitsdirektorin bei thyssenkrupp Steel.

Der Stahlbereich von thyssenkrupp stellt höchste Anforderungen an die Sicherheit der Mitarbeiter und macht deshalb aus dem Weltsicherheitstag am 28. April unter dem Motto „Erst sicher und dann gut!“ wieder fast eine ganze Woche. Vom 25.4. bis zum 30.4. gibt es viele Aktionen an allen Standorten.
 

„Safety first“ – dafür engagiert sich auch thyssenkrupp Steel Mitarbeiter Michael Cremer.
Mit seinem Team übt er deshalb den Einsatz für Arbeiten mit Atemschutzgeräten, die zum Beispiel an der weltgrößten Kokerei auf dem Werkgelände von thyssenkrupp in Duisburg-Schwelgern anfallen.
Für bestmögliche Trainingsergebnisse wird dafür mit dem Grubenrettungswesen Herne kooperiert.  



 

duisport intensiviert Kooperation mit Chongqing

Der Handel durch Chinazüge wird gestärkt

 

Duisburg, 26. April 2019 -  Die Duisburger Hafen AG (duisport) intensiviert ihre Zusammenarbeit mit der chinesischen 30-Millionen-Metropole Chongqing. So wurde während der mehrtägigen Chinareise von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und duisports-Vorstandsvorsitzenden Erich Staake mit dem chinesischen Unternehmen YuXinOu eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Bereits im vergangenen Jahr hatten duisport und der Bürgermeister von Chongqing bei dessen Besuch im Duisburger Hafen eine engere Zusammenarbeit beschlossen.

 

YuXinOu organisiert den Schienengüterverkehr der Chinazüge von und nach Chongqing. Die 2011 aufgenommene Verbindung zum Duisburger Hafen ist die älteste im Rahmen der Seidenstraßeninitiative „Belt & Road“. Von den 1.400 für Europa bestimmten Zügen aus Chongqing liefen 2018 etwa 80 Prozent über den Duisburger Hafen. Bereits jetzt werden insgesamt 30 Prozent des gesamten Handels per Güterzug zwischen China und Europa über den Duisburger Hafen abgewickelt. Mittlerweile verkehren rund 40 Güterzüge wöchentlich zwischen duisport und verschiedenen Destinationen in China.

 

Aus Chongqing, einer der bedeutendsten Industriestandorte der Welt, werden vor allem Elektrogeräte und Bauteile von dort ansässigen weltweit operierenden Elektronikkonzernen importiert.

 

Im Rahmen des Aufbaus von Chongqing zur wichtigsten Logistikdrehscheibe Chinas arbeiten die Regierungen von China und Singapur intensiv zusammen. Dabei spielt der singapurianische Terminalbetreiber PSA eine wichtige Rolle. duisport hat jetzt mit PSA ebenfalls eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung multimodaler Logistikplattformen unterzeichnet. duisport und PSA wollen über die Kooperation ihr Know-how bei der Entwicklung von Logistikarealen im Hinterland und in Seehäfen zusammenführen.

 

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Ich freue mich sehr, dass duisport und die Logistikplattform YuXinOu bei meinem Besuch hier in Chongqing eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung unterzeichnet haben. Damit werden die hervorragenden Beziehungen zwischen den beiden Logistikdrehscheiben Rhein-Ruhr und Chongqing weiter intensiviert. Verbindliche internationale Kooperationen sind gut für den Wirtschaftsstandort NRW."

 

„Duisburg und Chongqing sind die jeweils wichtigsten Logistikdrehscheiben Europas und Chinas. Wir schaffen dadurch beste Voraussetzungen für das Wachstum des Warenaustausches zwischen Zentralchina und Zentraleuropa“, so Erich Staake.

 

Im Beisein von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (hintere Reihe, 2. v. l.) unterzeichnete duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake (Reihe vorne, 1. v. l.) mit dem Terminalbetreiber PSA eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung multimodaler Logistikplattformen. © duisport

 

- IT-Symposium Ruhr: Mensch, Maschine!
- IHK-Seminar: „Controlling für Nicht-Controller“  
- Einzelhandel: Umsatz im Februar um 5,1 Prozent gestiegen

Flottensteuerung, intelligente Gebäude, Autonomes Fahren – längst kommuniziert Software eigenständig mit mechanischen Bauteilen.

Duisburg. 17. April 2019 - Wie Mensch und digitale Systeme der Industrie 4.0 wechselwirken, darum geht es im IT-Symposium Ruhr, zu dem Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 21. Mai nach Bochum einlädt. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Das IT-Symposium findet am 21. Mai in Bochum statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Die Verschmelzung von Informationstechnologie und realer Welt bildet die Grundlage für viele moderne technische Systeme, die Maschinen erlauben, Einfluss auf die reale Welt zu nehmen – wie beim autonomen Fahren. „Human-Centered Cyber-Physical Systems“ (HCPS) beziehen den Menschen in diesen Regelkreis ein. Als Wechselwirkung zwischen Mensch und Maschine bilden HCPS als neues Forschungsfeld die Basis für innovative Anwendungen in der Autoindustrie. Gemeinsam mit Prof. Dr. Torben Weis (Fachgebiet Verteilte Systeme) und Prof. Dr. Gregor Schiele (Fachgebiets Eingebettete Systeme der Informatik) lädt Dudenhöffer, der das CAR – Center Automotive Research an der UDE leitet, führende Experten aus der Automobilindustrie und IT-Branche an den Bochumer G DATA Campus.
Wissenschaftler und Industriemanager erläutern in Tandem-Sessions Chancen und Risiken der Industrie 4.0, neue Geschäftsmodelle und digitale Dienstleistungen im Auto sowie die Sicherheit von Daten und Privatsphäre. Auch neue rechtliche, psychologische und ethische Herausforderungen – Wer haftet beim autonomen Fahren? – werden diskutiert.




Einzelhandel: Umsatz im Februar um 5,1 Prozent gestiegen
Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Einzelhandel waren im Februar 2019 real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 5,1 Prozent höher als im Februar 2018. Damit erhöhten sich die Umsätze nominal um 6,0 Prozent.
Für die ersten beiden Monate des Jahres 2019 ermittelten die Statistiker für den NRW-Einzelhandel eine reale Umsatzsteigerung von 4,0 Prozent; nominal stiegen die Umsätze gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent.

Die Beschäftigtenzahl im Einzelhandel blieb im Februar 2019 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat unverändert (Vollzeitbeschäftigte: +0,3 Prozent; Teilzeitbeschäftigte: -0,2 Prozent). Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl sank in den ersten beiden Monaten um 0,1 Prozent, wobei die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 0,2 Prozent stieg, während die der Teilzeitbeschäftigten um 0,3 Prozent zurückging. Die Messzahlen der Einzelhandelsstatistik wurden ab dem Berichtsmonat Januar 2018 auf das neue Basisjahr 2015 (zuvor 2010) umgestellt. (IT.NRW)

IHK-Seminar: „Controlling für Nicht-Controller“  
Controlling bedeutet nicht, seine Mitarbeiter zu kontrollieren. Ein Controller analysiert das tägliche Geschäft und versucht Unternehmenszahlen für die Geschäftsführung transparent zu machen. Sein Ziel ist es, mögliche Risiken zu erkennen und zu bewerten. Die Kennzahlen dafür stammen unter anderem aus der Produktion oder aus der Personalabteilung.
Wenn alle Fach- und Führungskräfte über Grundkenntnisse verfügen, wird das Controlling im Unternehmen ein voller Erfolg. Die Teilnehmer erlangen im Seminar einen praxisnahen Überblick in komprimierter Form über das notwendige Wissen. Sie werden in der Lage sein, das Controlling an ihrem Arbeitsbereich erfolgreich einzusetzen und dieses somit aktiv zu leben.  
Das Seminar findet vom 16. bis 17. Mai, Donnerstag und Freitag, 9 Uhr bis 16:30 Uhr, in der IHK, Duisburg, statt. Weitere Informationen und Anmeldung: Sabrina Giersemehl, Telefon 0203 2821-382, E-Mail giersemehl@niederrhein.ihk.de.

Wasserstoff statt Kohle

thyssenkrupp Steel startet wegweisendes Projekt für eine klimafreundliche Stahlproduktion am Standort Duisburg
 Landesregierung fördert erste Testphase im Duisburger Stahlwerk
 Projekt ist die erste Förderung im Rahmen der Initiative IN4climate.NRW
 Projektpartner Air Liquide liefert den Wasserstoff


Duisburg, 16. April. NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart übergab am Montag einen Förderbescheid des Landes, um die Dekarbonisierung der Produktion beim größten deutschen Stahlhersteller durch den Einsatz von Wasserstoff zu unterstützen.

Damit wird zugleich die umfassende Transformation des Standortes hin zu einer klimafreundlichen Stahlproduktion weiter vorangetrieben. thyssenkrupp Steel verfolgt das langfristige Ziel, die bislang bei der Produktion anfallenden CO2-Emissionen bis 2050 um mindestens 80 Prozent zu verringern. Das nun beginnende Projekt wird im Rahmen der vor kurzem von der Landesregierung gestarteten Initiative IN4climate.NRW gefördert.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Es ist mir eine besondere Freude, heute den Förderbescheid für das erste Projekt der Initiative IN4climate.NRW übergeben zu können, mit dem wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer klimaneutralen Industrie gehen. Um ambitionierten Klimaschutz mit einer auch in Zukunft global wettbewerbsfähigen Industrie zu erreichen, muss es Innovationen bei industriellen und energieintensiven Prozessen wie der Stahlherstellung geben. Diesen Transformationspfad möchten wir als Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Industrie und der Wissenschaft gehen. Das Pilotprojekt zeigt, dass unsere Initiative IN4climate.NRW bereits erste Früchte trägt. Ich bin froh, dass wir thyssenkrupp Steel, Air Liquide und das BFI hier als innovative Partner an unserer Seite haben“. Air Liquide, ein Weltmarktführer für Industriegase, liefert den für das Projekt benötigten Wasserstoff.


Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Mitte) überreicht den Förderbescheid des Landes NRW an Premal Desai, Finanzvorstand thyssenkrupp Steel (links) und Dr. Arnd Köfler, Technikvorstand thyssenkrupp Steel



Wasserstoffprojekt als weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Stahlerzeugung thyssenkrupp bekennt sich zu den Pariser Klimaschutzzielen. Bei der notwendigen Umstellung seiner Stahlproduktion geht das Unternehmen dabei technologieoffen vor und nutzt verschiedene, sich ergänzende Ansätze. So können mit dem bereits erfolgreich gestarteten Projekt Carbon2Chem in der Stahlproduktion entstehende Treibhausgase in Chemieprodukte umgewandelt werden und sind so als wertvolle Rohstoffe nutzbar.

Das Wasserstoffprojekt am Hochofen beschreitet einen weiteren Technologiepfad: Hier wird vermieden, dass schädliche Treibausgase überhaupt entstehen. Dies geschieht dadurch, dass ein Teil des im Hochofen als Reduktionsmittel eingesetzten Kohlenstaubes durch das Einblasen von Wasserstoff ersetzt wird.

„Mit dem Einsatz von Wasserstoff an unserem Hochofen 9 arbeiten wir weiter konsequent an der Umstellung unserer Produktionsprozesse. Unser Ziel ist eine nahezu CO2-neutrale Stahlerzeugung. Dies wird ein langer und kostenintensiver Prozess, auf dem wir heute einen weiteren Schritt vorangehen“, erläutert Arnd Köfler, Produktionsvorstand von thyssenkrupp Steel Europe.

„Wie testen in dieser ersten Projektphase in den nächsten Monaten zunächst den Einsatz von Wasserstoff an einer von 28 Blasformen eines Hochofens. Das ist ein Novum und so bislang in der Industrie noch nicht umgesetzt worden. Wir werden die Ergebnisse dieser Testphase genau analysieren und wollen dann in einer zweiten Projektphase den gesamten Hochofen auf diese Weise umstellen,“ ergänzt Köfler.
„Theoretisch ist so ein Einsparpotenzial von rund 20 Prozent CO2 an dieser Stelle des Produktionsprozesses möglich. Wir sind sehr dankbar, dass die Landesregierung uns hier mit einer Förderung im Rahmen von IN4climate.NRW unterstützt. Mit Air Liquide für die Wasserstoffversorgung und dem BFI als wissenschaftlichen Begleiter des Projekts, haben wir genau die richtigen Partner an unserer Seite.“

Wasserstoff: Schlüssel zu einer klimafreundlichen Zukunft Wasserstoff ist ein zentraler Treiber für die Erreichung von Klimaambitionen, da er am Einsatzort keine klimaschädlichen Emissionen verursacht. Er kann in flüssiger oder gasförmiger Form mit hoher Energiedichte gespeichert und transportiert werden und bietet so viele Einsatzmöglichkeiten. Aufgrund seiner Vielseitigkeit spielt Wasserstoff eine Schlüsselrolle beim Übergang zu einem sauberen, kohlenstoffarmen Energiesystem. In der Stahlherstellung kann Wasserstoff als emissionsfreies Reduktionsmittel für das Eisenerz verwendet werden.
 

Gemeinschaftsprojekt mit dem Ziel einer klimafreundlichen Stahlproduktion. Von links: Michael Hensmann (BFI); Robert van Nielen, Geschäftsführer Large Industries bei Air Liquide; Premal Desai, Finanzvorstand thyssenkrupp Steel Europe; Dr. Arnd Köfler, Technikvorstand thyssenkrupp Steel; Gilles Le Van, Geschäftsführer Air Liquide Deutschland.

 

 

Eintrag in das Goldene Buch von thyssenkrupp Steel. Von links: Premal Desai, Finanzvorstand thyssenkrupp Steel Europe; Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart; Dr. Arnd Köfler, Technikvorstand thyssenkrupp Steel

 

Roheisenprobe am Hochofen: Horst Gawlik, Stellv. Betriebsratsvorsitzender thyssenkrupp Steel Europe mit Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart

 
Air Liquide, Projektpartner für das nun beginnende Wasserstoffprojekt bei thyssenkrupp Steel, verfügt über Expertise in der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette von der Produktion über die Speicherung bis hin zur Entwicklung von Endverbraucheranwendungen.
Gilles Le Van, Vorsitzender der Geschäftsführung von Air Liquide Deutschland, sagte: “Hier in Duisburg wird nun ein bedeutendes Kapitel der industriellen Entwicklung aufgeschlagen: die schrittweise und nachhaltige Dekarbonisierung der Stahlerzeugung. Wir freuen uns sehr, an diesem Vorhaben mitzuwirken - zuerst im Testbetrieb, später im größeren Maßstab. Unser langjähriger Kunde und Partner thyssenkrupp Steel stellt wiederholt unter Beweis, wie eine innovative Industrie erfolgreich mit Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz einhergehen kann.”

thyssenkrupp Steel gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Qualitätsflachstahl. Mit r und 27.000 Mitarbeitern liefert das Unternehmen hochwertige Stahlprodukt e für innovative und anspruchsvolle Anwendungen in verschiedensten Industriezweigen.

Air Liquide ist ein weltweit führender Anbieter von Gasen, Technologien und Services für Industrie und Gesundheit, ist in 80 Ländern mit rund 66.000 Mitarbeitern vertreten und erzielte 2018 einen Umsatz von rund 21 Milliarden Euro. Das Unternehmen beliefert drei Viertel der Industrieunternehmen im DAX und bildet so eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft. Air Liquide Deutschland ist in NRW zu Hause und in Branchenverbänden wie dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) aktiv. https://www.airliqui de.com/

Mit der Initiative „IN4climate.NRW“ unterstützt die Landesregierung die notwendigen Transformationsprozesse in der Industrie. Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung arbeiten derzeit an Strategien und Lösungen, wie die Industrie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten, zusätzliches Wachstum erzeugen und zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele beitragen kann. https://www.in4climate.nrw/


Volksbank Rhein-Ruhr setzt die Kapitalmarktabende auch in 2019 fort

Duisburg, 16. April 2019 – Zum vierten Mal in Folge informiert die Volksbank Rhein-Ruhr in der Zentrale am Innenhafen über die aktuelle Situation an den Kapitalmärkten. Aufgrund der positiven Resonanz der vergangenen Jahre, setzt die regionale Genossenschaftsbank auch im Jahr 2019 die Kapitalmarktabende fort. Der Erfolg dieser Veranstaltungsreihe zeigt, dass der Bedarf an Informationen zu den Themen Wertpapier und Börse enorm groß ist.
Denn Geldanlagen wie Tages- oder Festgeldkonten bringen nach wie vor kaum bis gar keinen Ertrag. Erspartes verliert aufgrund der Inflation an Wert und eine Änderung ist weiterhin nicht abzusehen.
Am 7. Mai 2019 um 17:30 Uhr widmet sich daher der Kapitalmarktabend den sicheren und profitablen Anlageformen in Zeiten niedriger Zinsen. Ulrich Peine, Direktor Private Banking und Treasury der Volksbank Rhein-Ruhr, baut in seinem Vortrag nicht nur Hemmschwellen mit Wertpapieren ab, sondern erläutert auch deren Chancen und zeigt Wege und Lösungsansätze auf. Eine Teilnahme ist Kunden der Volksbank Rhein-Ruhr und auch allen Interessierten nur mit vorheriger Anmeldung unter 0203/4567-2229 möglich.

Im Anschluss stehen die Private Banking Berater der Bank für persönliche Gespräche und einen weiteren Austausch zur Verfügung.

Dimizil der Volksbank Rhein-Ruhr im Innenhafen


44,2 Prozent der NRW-Privathaushalte haben Immobilien- und Grundbesitz
Die Zahl der privaten Haushalte mit Immobilien- und Grundbesitz hat sich in Nordrhein-Westfalen in den letzten 20 Jahren von 3,3 Millionen (1998) auf 3,8 Millionen (2018) um 17,0 Prozent erhöht. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anhand von Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018 mitteilt, lag der Anteil der Haushalte mit Immobilien- und Grundbesitz mit 44,2 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt (47,5 Prozent).

Haushalte mit ... 1998 2003 2008 2013 2018
in 1 000 Prozent in 1 000 Prozent in 1 000 Prozent in 1 000 Prozent in 1 000 Prozent
1) Mehrfachantworten möglich.Quelle: Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS)    
Haus- und Grundbesitz 3 279 x 3 699 x 3 969 x 3 940 x 3 890 x
Angaben zur Art des Haus- und Grundbesitzes1) 3 279 100 3 528 100 3 630 100 3 923 100 3 834 100
    Einfamilienhäuser 1 843 56,2 1 979 56,1 2 121 58,4 2 367 60,3 2 400 62,6
    Eigentumswohnungen 894 27,3 1 099 31,2 1 215 33,5 1 262 32,2 1 295 33,8
    Zweifamilienhäuser 509 15,5 547 15,5 464 12,8 471 12 356 9,3
    Wohngebäude mit drei und mehr Wohnungen 240 7,3 306 8,7 209 5,8 199 5,1 220 5,7
    unbebaute Grundstücke 193 5,9 264 7,5 236 6,5 200 5,1 200 5,2
    sonstige Gebäude 60 1,8 154 4,4 168 4,6 168 4,3 151 3,9
Haushalte ohne Angaben zur Art des Haus- und Grundbesitzes 171 4,6 339 8,5 / / -56 (1,5
Wie die Grafik zeigt, verfügten im vergangenen Jahr 62,6 Prozent der Eigentümerhaushalte in Nordrhein-Westfalen, die Angaben zum Immobilien- und Grundbesitz gemacht hatten, über ein Einfamilienhaus. Im Laufe der letzten 20 Jahre hat sich dieser Anteil stetig erhöht (2008: 58,4 Prozent; 1998: 56,2 Prozent). Eigentumswohnungen waren mit 33,8 Prozent die zweithäufigste Immobilienart im Besitz von Privathaushalten in Nordrhein-Westfalen.
Der Immobilienbesitz der privaten Haushalte in NRW hatte 2018 einen durchschnittlichen Verkehrswert von 286 100 Euro. Etwa jeder achte Eigentümerhaushalte (12,3 Prozent) bezifferten den Verkehrswert ihrer Immobilie mit 500 000 Euro oder mehr. 2,1 Millionen Immobilienbesitzer müssen Restschulden aus Hypotheken oder Baudarlehen tilgen – im Schnitt waren das 121 400 Euro.
Geldvermögen sowie Schulden privater Haushalte am 01.01.2018 in Euro
Gegenstand der Nachweisung NRW Deutschland1)
1) Statistisches Bundesamt, Fachserie 15 Heft 2
Quelle: Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS)
Bruttogeldvermögen 54 900 58 400
Nettogeldvermögen 51 600 55 400
Hypothekenrestschulden 29 400 28 400
Bruttogesamtvermögen 176 100 194 400
Gesamtschulden 33 200 31 800
Nettogesamtvermögen 142 900 162 600
Die vorliegenden Ergebnisse stammen aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS), die von den Statistischen Landesämtern bundesweit alle fünf Jahre durchgeführt wird. An der letzten Befragung hatten in Nordrhein-Westfalen 2018 etwa 10 000 Haushalte freiwillig teilgenommen. (IT.NRW)

 


TARGOBANK setzte 2018 ihren Wachstumskurs weiter fort

Duisburg, 16. April 2019 - Die TARGOBANK hat im Geschäftsjahr 2018 ihren Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Das Vorsteuerergebnis über die Geschäftsfelder Privatkunden, Geschäftskunden und Firmenkunden stieg auf 510 Millionen Euro (IFRS, Vorjahr: 493 Millionen Euro).
Die Bilanzsumme der Gruppe wuchs um 5 Prozent auf 22 Milliarden Euro. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die TARGOBANK ihr Geschäftsmodell erweitert und um wichtige Kundengruppen und Ertragsquellen ergänzt. Trotz hoher Investitionen in die Digitalisierung sowie in Filialeröffnungen und -modernisierungen konnte die Bank ihr Aufwands-Ertrags-Verhältnis mit 54 Prozent konstant halten.

„Das Kreditgeschäft ist und bleibt die wichtigste Säule für die TARGOBANK“, sagt Pascal Laugel, Vorstandsvorsitzender der TARGOBANK. Das Kundenkreditvolumen belief sich 2018 über alle Geschäftsfelder auf insgesamt 20,54 Milliarden Euro, rund 7 Prozent mehr als im Vorjahr (2017: 19,21 Milliarden Euro). In den vergangenen Jahren hat die Bank ihre Kreditproduktion kontinuierlich gesteigert. Zum Gesamtergebnis hat das Privatkundengeschäft mit einem Vorsteuergewinn von 453 Millionen Euro mit Abstand den größten Beitrag geleistet. 57 Millionen Euro und damit gut 10 Prozent entfielen 2018 auf das Firmenkundengeschäft. „Damit hat sich das Firmenkundengeschäft bereits als wichtiger Geschäftsbereich für die TARGOBANK etabliert, der künftig weiter ausgebaut werden soll“, so Laugel.
Privatkunden
Im Privatkundengeschäft stieg das Kreditvolumen um gut 9 Prozent auf insgesamt 14,66 Milliarden Euro (Vorjahr: 13,41 Milliarden Euro). Dabei legten die Ratenkredite im Berichtszeitraum um 8 Prozent auf 12,35 Milliarden Euro zu. „Damit konnten wir in unserem Kerngeschäft 2018 weitere Marktanteile gewinnen“, so TARGOBANK Chef Laugel.
Trotz des Niedrigzinsumfeldes sind im Passivgeschäft die Kundeneinlagen auf den verschiedenen Spar- und Girokonten 2018 um mehr als 10 Prozent auf insgesamt 16,3 Milliarden Euro gewachsen. Die Zahl der Kreditkartenkonten kletterte um 2,5 Prozent auf 1,18 Millionen.
Mit der neuen Online-Vermögensverwaltung PIXIT und einer erweiterten Auswahl an börsengehandelten Indexfonds (ETFs) hat die TARGOBANK ihr Angebot im Bereich Geldanlage 2018 deutlich ausgebaut. So können Kunden beispielsweise Fonds, die auf das Thema Nachhaltigkeit einzahlen, über die TARGOBANK ordern. Die negative Entwicklung an den Börsen wirkte sich 2018 auch auf die rund 231.000 Wertpapierdepots der TARGOBANK aus: Ihr Bestandsvolumen sank leicht auf 10,4 Milliarden Euro (2017: 11,3 Milliarden Euro).

Geschäftskunden
Mit der Etablierung eines eigenen Geschäftskundensegments hat die TARGOBANK im vergangenen Jahr ihre Wachstums- und Diversifizierungsstrategie konsequent vorangetrieben. Kleinunternehmen, Selbstständige und Freiberufler können für ihren geschäftlichen Zahlungsverkehr verschiedene Business-Konten und Business-Kreditkarten nutzen und zur Finanzierung auf den neuen Business-Kredit zurückgreifen.
Das Finanzierungsvolumen der Autobank belief sich 2018 auf 384 Millionen Euro, das sind 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Sie bietet mehr als 2.500 Kfz-Händlern umfassende Services mit dem Schwerpunkt auf Einkaufs- und Absatzfinanzierungen. Im Bereich Absatzfinanzierung arbeitet die TARGOBANK außerdem mit mehr als 5.600 Fach- und Einzelhändlern diverser Branchen – z.B. Elektronik oder Möbelhandel – zusammen. Die Neuproduktion in diesem Bereich stieg 2018 um rund 180 Millionen Euro auf 928 Millionen Euro – ein Plus von gut 24 Prozent.

Firmenkunden
Die TARGOBANK hat im Berichtsjahr ihre Positionierung im Firmenkundengeschäft deutlich ausgebaut. Sie verzeichnete ein Kundenkreditvolumen von insgesamt 5,88 Milliarden Euro. Mit 4,74 Milliarden Euro entfielen mehr als zwei Drittel davon auf den Bereich Factoring, gefolgt von Leasing (889 Millionen Euro) und Investitionsfinanzierung (254 Millionen Euro).
Firmenkredite machen somit bereits fast 30 Prozent des Gesamt-Kundenkreditvolumens der TARGOBANK aus. Mit einem Factoring-Umsatz von 49,34 Milliarden Euro gehört die TARGOBANK 2018 in diesem Bereich mit zu den Marktführern in Deutschland.
Über den Vertriebskanal Leasing konnte die TARGOBANK ihr Produktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um fast 25 Prozent auf 563 Millionen Euro steigern. Mit der Verschmelzung der TARGO Commercial Finance AG auf die TARGOBANK AG zum 1. August 2018 wurde der Umbau der TARGOBANK Gruppe im Berichtsjahr abgeschlossen.
„Seitdem steht die TARGOBANK auch organisatorisch für eine schlanke, noch effizientere und schlagkräftigere Bank mit Privat-, Geschäfts- und Firmenkundengeschäft unter einem Dach“, betont Laugel. „Angesichts des herausfordernden Markt- und Wettbewerbsumfelds in der Branche ist das ein großer Vorteil, der die Marktposition der TARGOBANK noch weiter stärkt.“

Wachstum und Ausblick
„2018 war für die TARGOBANK ein ebenso erfolgreiches wie zukunftsweisendes Jahr. Wir haben nicht nur unseren Wachstumskurs fortgesetzt, sondern auch unser Geschäftsmodell weiter diversifiziert“, resümiert Vorstandschef Laugel.
Mit zahlreichen neuen Produkten und Services habe die TARGOBANK zudem ihre Kunden von ihrer Innovationskraft überzeugt. Die TARGOBANK wolle auch in Zukunft in allen drei Geschäftsbereichen Marktanteile hinzugewinnen und ihre Profitabilität weiter erhöhen. Dafür investiere sie weiter in die Digitalisierung und Automatisierung ihrer Prozesse.