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Redaktion Harald Jeschke 


Bündnis für Familie vergibt Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen Duisburg“ an die Indunorm Bewegungstechnik GmbH

Duisburg, 19. Juli 2019 - Das Lokale Bündnis für Familie Duisburg hat die Indunorm Bewegungstechnik GmbH am 19. Juli im Rahmen einer offiziellen Feierstunde als „Familienfreundliches Unternehmen Duisburg“ ausgezeichnet. Das Vertriebs- und Produktionsunternehmen mit Sitz im Stadtteil Wanheim hat die Jury mit überzeugenden Angeboten und individuellen Maßnahmen für die rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überzeugt.  

Indunorm punktet mit zahlreichen familienfreundlichen Angeboten: Damit die Betreuung gesichert und die Erreichbarkeit gewährleistet ist, kann ein Home-Office eingerichtet werden. Auch können sich die Beschäftigten ihre Arbeitszeit flexibel einteilen, um so auf Betreuungssituationen reagieren zu können. Wenn es morgens mal knapp wird, gibt es sogar einen Frühstücksservice direkt im Betrieb.  

Oberbürgermeister Sören Link befürwortet die Entscheidung der Jury: „Indunorm schafft für seine Beschäftigten und deren Familien optimale Arbeitsbedingungen und bietet individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Damit geht das Unternehmen mit gutem Beispiel voran.“  
„Duisburg und seine hier ansässigen Unternehmen können durchaus mit Familienfreundlichkeit punkten. Das sichert unseren Standort und zieht neue Fachkräfte an, die dieser Stadt gut tun. Und Sie engagieren sich, in dem Sie junge Menschen ausbilden“, betonte der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Matthias Wulfert.  

 Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, freute sich besonders, dass die Auszeichnung an einen produzierenden Betrieb geht. „Die Maschinen, auf denen Sie Ihre Produkte für die Automatisierung fertigen, kann man nun mal nicht so leicht wie einen Laptop für das Homeoffice unter den Arm klemmen.“ Trotzdem schaffe es Indunorm laut Schmitz, auch diese Arbeitsplätze familienfreundlicher zu machen. Als Stichworte nannte er Elternzeit, Gesundheitsschutz und das Mitmachen bei „Erlebnis Maschinenbau“.  

Die Indunorm Bewegungstechnik GmbH ist ein Vertriebs- und Produktionsunternehmen, das seit über 40 Jahren technisch anspruchsvolle Lösungen und Produkte für den Maschinenbau und die Automatisierungstechnik herstellt und vertreibt. Als größter europäischer Vertriebspartner von THK entwickelt und vertreibt Indunorm mit über 140 Mitarbeitern an drei Standorten hochpräzise Produkte der Lineartechnik.

„Die Entwicklung einer familienfreundlichen Unternehmenskultur ist neben der Bereitstellung sicherer und zukunftsorientierter Arbeitsplätze für uns ein wichtiger Baustein der Unternehmensführung und des Personalmanagements“, so Thomas Droste, Geschäftsführer von Indunorm.

Das Jahr 2018 hat Indunorm zudem ganz dem Thema Kommunikation gewidmet. Gemeinsame Ausflüge mit Abendprogramm, Übernachtung und Workshops mit einer Kommunikationstrainerin haben den Austausch und Zusammenhalt innerhalb des Unternehmens gestärkt.  
Die Auszeichnung vergibt das „Bündnis für Familie“ seit 2014 zum nunmehr zehnten Mal. Bündnispartner sind die Stadt Duisburg, die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer, der Unternehmerverband sowie weitere Institutionen und Firmen.   Ausgezeichnete „Familienfreundliche Unternehmen Duisburg“ seit 2014 Evertz Goßrau Heidberg Steuerberatungsgesellschaft PartGmbB Commerz Direktservice GmbH ThyssenKrupp Steel Europe AG Haeger & Schmidt International GmbH Kindernothilfe e. V. Franz Haniel & Cie. GmbH TARGO Dienstleistungs GmbH KROHNE Messtechnik GmbH Niederlassung West der DEUTAG GmbH & Co. KG.

Die Jury für diese Auszeichnung bilden Jugendamtsleiter Hinrich Köpcke und  Mitarbeiter Nico Rituper, Christian Kleff, Leiter Kommunikation & Marketing im Unternehmerverband, und Judith Hemeier, Referentin für Bildung und Technologie bei der IHK.  

Das „Bündnis für Familie“ wurde 2014 gemeinsam von der Stadt Duisburg, dem Unternehmerverband und der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve gegründet. Neben den drei Initiatoren engagieren sich von Beginn an die Wirtschaftsjunioren Duisburg e. V., der DGB Deutscher Gewerkschaftsbund Region Niederrhein, die Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Duisburg, das Jobcenter Duisburg und die Agentur für Arbeit Duisburg.
Neu hinzugekommen sind einige der bereits ausgezeichneten Firmen. Weitere neue Mitglieder sind herzlich willkommen, also z. B. Unternehmen, die an Familienfreundlichkeit Interesse haben, hier bereits vorbildlich agieren oder neue Ideen für ihren Betrieb suchen. Neben der Auszeichnung findet zweimal jährlich ein „Netzwerk-Frühstück Familienfreundlichkeit“ statt, bei dem Firmen voneinander lernen und sich vernetzen. Infos:
www.buendnisfamilie.duisburg.de  

V.li.: Matthias Wulfert, OB Sören Link, Thomas Droste, Ulrike Dornbusch-Pleiser (kfm. Leiterin), Wolfgang Schmitz)

Haniel nimmt Übernahmeangebot der EP Global Commerce für METRO-Anteile an

Duisburg, 18.07.2019. Die Haniel Finance Deutschland GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Franz Haniel & Cie. GmbH (Haniel), hat am 16.07.2019 das am 10.07.2019 von der EP Global Commerce VI GmbH (EPGC) unterbreitete freiwillige öffentliche Übernahmeangebot für alle von ihr gehaltenen Stammaktien der METRO AG (54.726.393 Stück) angenommen.

 

Der von der EPGC gebotene attraktive Kaufpreis von EUR 16,00 je Stammaktie der METRO AG entspricht deutlich den Erwartungen Haniels. Der Preis beinhaltet einen für alle Aktionäre der METRO AG signifikanten Aufschlag, insbesondere unter Berücksichtigung der notwendigen und derzeit laufenden Transformationsprozesse im Unternehmen.

 

“Wir sind davon überzeugt, dass eine Vereinfachung der Aktionärsstruktur und die Ausübung der Kontrollfunktion durch einen Großaktionär die besten Voraussetzungen bieten, die Metro AG in einem fordernden Marktumfeld erfolgreich zu transformieren“, sagt der Haniel Vorstandsvorsitzende Thomas Schmidt.

 

Thomas Schmidt weiter: “Daher hat Haniel sich als einer der Gründer-Investoren dazu entschieden, sein gesamtes an der METRO AG gehaltenes Aktienpaket an EPGC zu veräußern und damit einen attraktiven Wert zu realisieren. Aus unserer Sicht sind EPGC und seine Aktionäre die richtigen Anteilseigner der METRO AG, um die Transformation des Unternehmens in vollem Umfang zum Nutzen aller Beteiligten erfolgreich umzusetzen.”

 

Der Vollzug des Übernahmeangebots unterliegt verschiedenen Bedingungen, die in der am 10.07.2019 veröffentlichten Angebotsunterlage beschrieben sind.

 

2018: Ein erfolgreiches Geschäftsjahr für das Diakoniewerk Duisburg
Insgesamt 47 neue Arbeitsplätze geschaffen

Duisburg, 17. Juli 2019 - Das Diakoniewerk Duisburg kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurückblicken. 491 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben über 8.200 hilfebedürftige Menschen beraten und betreut. Das sind 17 Mitarbeitende mehr als im Jahr 2017 und die Zahl der Beschäftigten wird auch im aktuellen Geschäftsjahr noch weiter steigen.
Insgesamt 47 neue Arbeitsplätze hat das Diakoniewerk im Rahmen des Teilhabechancengesetzes geschaffen, um Langzeitarbeitslosen eine berufliche Perspektive zu ermöglichen. Das Diakoniewerk ist an 33 Standorten in Duisburg und Umgebung im Einsatz, ca. 580 Klientinnen und Klienten nutzten die Hilfsangebote in stationären bzw. teilstationären Einrichtungen.
Mit 165 Stammkräften ist „Arbeit & Ausbildung“ der größte von fünf Fachbereichen, gefolgt von „Kinder, Jugend & Familie“ mit 124 Mitarbeitenden. 24 Beschäftigte arbeiten in der Verwaltung. 38 Auszubildende haben 2018 ihre Abschlussprüfungen erfolgreich bestanden.

 

Das Motto 2018: „Gemeinsam stark! Vernetzung und Kooperation im Diakoniewerk“

Das Diakoniewerk engagiert sich in seinen fünf Fachbereichen für Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und Unterstützung benötigen, um eine zukunftsfähige Lebensperspektive zu entwickeln. Viele Projekte können nur gemeinsam mit anderen Netzwerkpartnern umgesetzt werden.
So ist die neue stationäre Jugendhilfeeinrichtung Scheifeshütte in Kempen auf die Kooperation mit den Jugendämtern in Duisburg und Krefeld angewiesen, die neuen Kaufhäuser der Diakonie in Voerde und Kamp-Lintfort sind Gemeinschaftsprojekte mit den diakonischen Partnern vor Ort und auch innerhalb von Duisburg arbeitet das Diakoniewerk im Netzwerk mit anderen Wohlfahrtsträgern, Ämtern, staatlichen Institutionen, Kostenträgern, Wirtschaftsbetrieben und vielen anderen.

Im Bereich der Wohnungslosenhilfe ist das Projekt „100(8) Häuser für Duisburg“ ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziales und Wohnen der Stadt Duisburg und der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEBAG Duisburg. Im Rahmen des dreijährigen Projektes konnten 95 Personen in 60 Wohnungen (3012 m²) untergebracht werden, die wohnungslos waren oder akut von einem Wohnungsverlust bedroht.
Das Projekt konnte damit sein gesetztes Ziel erreichen, doch die Wohnungsknappheit in Duisburg für einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger bleibt insgesamt dramatisch. „Keine eigene Wohnung zu haben, ist die schlimmste Form von Armut“, erklärt Geschäftsführer Udo Horwat.

 

Wohnungslosigkeit im Fokus

In vielen Städten und Gemeinden von NRW übersteigt die Nachfrage nach günstigem Wohnraum das Angebot. Besonders schwierig ist die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Ballungsräumen, diese Problematik ist daher ein wichtiges Thema in allen Fachbereichen des Diakoniewerks Duisburg. Die Anzahl der Sozialwohnungen in Duisburg hat sich von ca. 43.000 im Jahr 2000 auf knapp 20.500 im Jahr 2017 verringert.
„Besonders gefragt sind kleine Wohnungen für Alleinstehende oder große Wohnungen für Familien“, erläutert Udo Horwat. „Viele unserer Klientinnen und Klienten finden keinen passenden Wohnraum, vor allem dann, wenn zu den finanziellen Schwierigkeiten Drogenprobleme, psychische Erkrankungen etc. hinzukommen. Daher begrüßen wir sehr die aktuelle NRW-Landesinitiative ’Endlich ein Zuhause‘, bei der auch psychisch Kranke und Drogenabhängige explizit im Fokus stehen. Um den Menschen in Duisburg zu helfen, werden wir unsere gute Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg, der Fachstelle für Wohnungsnotfälle und dem Jobcenter weiter fortsetzen. Wir planen außerdem die Verlängerung des Projektes ‚100(8) Häuser‘ und prüfen eine Beteiligung an der NRW-Landesinitiative.“

 

Ausblick in die Zukunft

Die Arbeiten für die neue Stahlbauhalle am Standort in Duisburg-Neuenkamp können planmäßig zum Ende des Jahres abgeschlossen werden. Der Garten- und Landschaftsbau und die Friedhofsgärtnerei werden die neue Halle für die Ausbildung nutzen. Hier stehen moderne Schulungsräume, Übungs-Beete und Trainingsbereiche für Pflasterarbeiten zur Verfügung.
Im Rahmen des Teilhabechancengesetzes wurden von Februar bis Juli 2019 insgesamt
47 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Diakoniewerk in unterschiedlichen Einrichtungen und Betrieben eingestellt. Diese sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sind eine große Chance für Langzeitarbeitslose und können als Brücke in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis dienen. Wenn das Diakoniewerk Ende des Jahres seinen 40. Geburtstag feiert, hat die Anzahl der Mitarbeitenden die 500er-Marke bereits überschritten.

Wohnungsnot in Duisburg
 Steigende Mieten
 Wohnhäuser stehen leer und verfallen
 Zu wenig Sozialwohnungen (vor allem 1-Zimmer bzw. 4-Zimmer Wohnungen)
 Wohnungssuchende mit geringem Einkommen, mit Kindern oder ältere Menschen haben auf dem freien Markt Probleme, eine bedarfsgerechte Bleibe zu finden
 Flüchtlinge, Arbeitslose, Drogenkranke, psychisch Kranke haben kaum Chancen
 Es ist davon auszugehen, dass sich die Wohnungsmarktsituation perspektivisch weiter verschlechtern wird

Das Diakoniewerk setzte um
 Ca. 1.200 Wohnungsnotfälle betreut das Diakoniewerk Duisburg mit seinem Fachbereich Wohnungslosenhilfe jährlich, günstiger Wohnraum ist für unsere Klienten sehr wichtig
 Hilfsangebote für wohnungslose Frauen, Männer und Jugendliche und begleitende Unterstützung durch Insolvenzberatung, Drogenberatung, Flüchtlingsberatung etc. geboten.
 Das Projekt „100(8) Häuser für Duisburg“ hat das Ziel, in jedem der 108 statistischen Quartiere in Duisburg eine Immobilie zu sanieren und wieder bewohnbar zu machen
 Unterstützung  für die Arbeit der Streetworker in Duisburg
 Unterstützung der Initiative der Diakonie RWL „Bündnis fairer Wohnraum“
 Unterstützung für die Landesinitiative gegen Wohnungslosigkeit "Endlich ein Zuhause"

Das Diakoniewerk fordert
 Die Marktfähigkeit von sanierungsbedürftigen Wohnungen in Duisburg muss wiederhergestellt werden
 Private Immobilien-Besitzer, deren Wohnungen nicht vermietet sind, sollten gezielt angesprochen werden
 Personen, die Unterstützung benötigen, erhalten so lange „wohnbegleitende Hilfen“, bis das Mietverhältnis gut stabilisiert ist

  

Bei der Vorstellung des Jahresberichtes vom Diakoniewerk Duisburg stand das Thema Wohnungslosigkeit im Fokus. (V.r.n.l.) Udo Horwat (Geschäftsführer), Svenja Lippka (Projektmitarbeiterin „100(8) Häuser“) und Roland Meier (Projektleiter „100(8) Häuser“ und Leiter des Fachbereiches Wohnungslosenhilfe) hoffen, dass ihr Projekt bald ein Regelangebot wird. Foto: Diakoniewerk Duisburg.

 

Impact Factory wählt erste Social Start-ups für Gründerstipendium aus

Duisburg, 16. Juli 2019 - Die ersten Gründerstipendiaten der Duisburger Impact Factory stehen fest. Die Initiative fördert Start-ups, die soziale, gesellschaftliche oder ökologische Probleme mit unternehmerischen Mitteln lösen möchten. 56 sogenannte Social Start-ups hatten sich beworben, 17 wurden für die drei Programme ausgewählt. Im Einsteiger-Programm "Create-up" finden sich ausschließlich angehende Unternehmer aus dem Ruhrgebiet.

Sie sollen dabei unterstützt werden, ihre Idee in ein tragfähiges Geschäftsmodell zu überführen. Aufgenommen wurden Health4Bees (Schermbeck), die ein prophylaktisches Bienenmedikament gegen eine schädliche Milbenart produzieren wollen, Mit Kidz (Bochum), eine Freizeit-Plattform für Familien, PickyPack (Essen), eine Einkaufstüte aus neuem reißfestem Material, Solarpott (Bochum), ein Vermittlungsservice für Mietshausbesitzer, Solaranlagenhersteller und Mieter, und Tausche Bildung für Wohnen (Duisburg), eine Ganztages- und Hausaufgabenbetreuung für sozial benachteiligte Kinder im Tausch gegen kostenloses Wohnen.

Im Programm "Scale-up" werden Start-ups bei der Weiterentwicklung ihres erfolgreich getesteten Geschäftsmodells unterstützt. Hierfür wurden fünf Teams aus ganz Deutschland ausgewählt. Sieben weitere werden als "Fellows" aufgenommen - junge Unternehmen, die nur punktuell Unterstützung benötigen. Die Impact Factory Duisburg ist eine gemeinsame Initiative der Gründungspartner Beisheim Stiftung, Franz Haniel & Cie. GmbH, KfW Stiftung und Anthropia gGmbH mit Unterstützung der Programmpartner Der Paritätische NRW und Wilo-Foundation. Sie ist das einzige Stipendium für ökologische und soziale Gründungsideen in der Metropole Ruhr. Infos unter www.impact-factory.de  - idr

Zu Gast in der Hauptstadt der Binnenschifffahrt

Bundestagsabgeordnete informieren sich über Belange der Branche

 

Duisburg, 11. Juli 2019 - Die marode Wasserstraßen-Infrastruktur, Maßnahmen gegen Niedrigwasser und autonome Binnenschifffahrt waren die zentralen Themen beim Besuch der Parlamentarischen Gruppe Binnenschifffahrt des Deutschen Bundestags in Duisburg. Auf Einladung der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer, der Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort e.V. und des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB) machen sich die Bundestagsabgeordneten selbst ein Bild von den Wasserstraßen und Häfen am Niederrhein.

 

IHK-Präsident Burkhard Landers betonte bei seiner Begrüßung der Sprecher der Parlamentarischen Gruppe Eckhard Pols (CDU/CSU), Mathias Stein (SPD), Andreas Mrosek (AfD), Bernd Reuther (FDP) und Claudia Müller (Grüne) die große Bedeutung der Branche für die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Gleichzeitig machte er auf die vielen Hürden aufmerksam: „Nahezu alle Schleusen im westdeutschen Kanalnetz sind in die Jahre gekommen und müssen saniert werden.“ Um sich in Berlin mehr Gehör für die Bedeutung der Wasserstraßen zu schaffen, forderte Landers von der Parlamentarischen Gruppe deutliches Engagement.

 

Nicht nur die marode Infrastruktur stellt die Branche vor Herausforderungen, sondern auch das Niedrigwasser im vergangenen Jahr und seine gravierenden Auswirkungen für Schifffahrt, Logistikwirtschaft und Industrie. Im Hafen Schwelgern von Deutschlands größtem Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel Europe konnten sich die Bundestagsabgeordneten selbst ein Bild davon machen.
Mit einer jährlichen Umschlagleistung von weit über 25 Millionen Tonnen zählt der Hafen zu den größten deutschen Binnenhafenstandorten. Bis zu 10.000 Schubleichter und Motorschiffe mit jeweils bis zu 2.800 Tonnen Eisenerz und anderen Montangütern werden hier jährlich abgefertigt. Der Vorsitzende der Parlamentarischen Gruppe, Mathias Stein, MdB, betont beim Hafen-Besuch: „Diese Zahlen machen deutlich, wie sehr die Versorgung der Industrie und damit auch die Arbeitsplätze auf die Wasserstraße angewiesen sind. Auch vor dem Hintergrund des Klimaschutzes und der notwendigen CO2-Einsparung müssen in Zukunft viel mehr Güter vom LKW auf die Binnenschifffahrt verlagert werden.“

 

Neben den aktuellen Herausforderungen der Branche stand beim Gedankenaustausch mit rund 30 Unternehmern in der Niederrheinischen IHK auch der Blick nach vorne auf der Agenda. Innovationen wie das autonome Fahren müssten besonders zwischen Niederrhein und Ruhrgebiet aufs Wasser kommen: „Unsere Region hat hervorragende Voraussetzungen, um die Zukunft der Binnenschifffahrt aktiv und an vorderster Stelle mitzugestalten“, betonte der Vorsitzende der Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort und IHK-Vizepräsident Frank Wittig und verwies auf die kürzlich erschienene Machbarkeitsstudie der IHK.

 

Die Abgeordneten kündigten an, sich bei ihrer parlamentarischen Arbeit weiterhin überfraktionell und mit vereinten Kräften für die Binnenschifffahrt insbesondere an Rhein und Ruhreinzusetzen. Projekte wie die Abladeoptimierung des Rheins und die Reparatur der Kanalschleusen müssten zügig angegangen werden.

 

IHK-Präsident Burkhard Landers (2. v. r.) und IHK-Vize-Präsident Frank Wittig (3. v. l.) begrüßten die Parlamentarische Gruppe Binnenschifffahrt (v. l.) Eckhard Pols (CDU), Andreas Mrosek (AfD), Claudia Müller (Grüne), Mathias Stein (SPD), Bernd Reuther (FDP).


April 2019: 2,3 % weniger Unternehmensinsolvenzen als 2018
Im April 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1 689 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2,3 % weniger als im April 2018.

Feierliche Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen Duisburg“

Duisburg, 11. Juli 2019 - Die Jury des Lokalen Bündnisses für Familie Duisburg hat entschieden, dass die Indunorm Bewegungstechnik GmbH die diesjährige Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen Duisburg“ erhält. Indunorm, ein Bewerber unter vielen, überzeugte die Jury mit einem Bündel an individuellen und maßgeschneiderten Maßnahmen in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf für seine rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.  
Im Rahmen einer Feierstunde wird die Urkunde gemeinsam von Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, und Matthias Wulfert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, am Freitag, 19 Juli um 12. Uhr am Firmensitz in Duisburg-Wanheim übergeben.

Duisburg auf dem Weg zu einem energieeffizienten Binnenhafen

Duisburg/Oberhausen, 9. Juli 2019 - In Duisburg befindet sich der größte Binnenhafen der Welt. Pro Jahr werden hier über 20 000  Schiffe und 25 000 Züge abgefertigt. Im Rahmen von »enerPort« entsteht erstmals ein Gesamtkonzept zur Energienutzung und -versorgung des über 1550 Hektar großen Areals – und zwar in Bezug auf Herausforderungen der Energiewende. Hinter dem Projekt stehen das Fraunhofer UMSICHT und die Duisburger Hafen AG als Praxispartner.

Das Besondere an »enerPort« fasst Dr.-Ing. Anna Grevé zusammen: »Bisher konzentrieren sich Aktivitäten zur Steigerung von Energieeffizienz und -nutzung erneuerbarer Energien in Häfen auf den Bereich der Logistik und den Einsatz biobasierter Kraftstoffe«, so die Leiterin der Abteilung Elektrochemische Energiespeicher
 am Fraunhofer UMSICHT. Mit Blick auf die Energiewende sind Binnenhäfen aber vor allem auch interessante Stadtgebiete mit einem eigenen Anforderungsprofil und großem Entwicklungspotenzial.
Neben dem nationalen und internationalen Gütertransport und den Logistikunternehmen sind in den Häfen weitere Industrieunternehmen und Gewerbegebiete angesiedelt, und durch die Nähe zu Wohngebieten stehen Binnenhäfen zunehmend auch in der Verantwortung, zu einer attraktiven Wohnumgebung beizutragen.
Anna Grevé sieht das Vorhaben daher als Beitrag zur Entwicklung von Quartierskonzepten. Solche Konzepte sind wesentliche Bausteine für die Umsetzung von Lösungen zur dezentralen Energieversorgung und für das Erreichen der Klimaschutzziele. Sie betont: »Wir verfolgen am Beispiel des Duisburger Hafens einen cross-industriellen Ansatz zur Sektorenkopplung von Energiewirtschaft mit den Bereichen Wohnen, Gewerbe, Industrie, Logistik und Verkehr.«

Mit ihrem Team will die Wissenschaftlerin sowohl eine Methodik zur Analyse von Energieversorgung und -nutzung als auch ein Modell zur prozesslogistischen Optimierung der Energie- und Stoffströme entwickeln. Beides soll sich auch auf andere Häfen übertragen lassen.

Bestandsanalyse zu Energienutzung und -versorgung im Duisburger Hafen
In einem ersten Schritt wird eine Bestandsanalyse vorgenommen, erklärt Alexander Garbar, Manager Sustainability und Projektmanager Unternehmensentwicklung bei der Duisburger Hafen AG: »Welche Energiethemen sind für den Hafen Duisburg von zentraler Bedeutung? Was für Lösungsansätze werden bisher verfolgt? Welche Schnittstellen gibt es zwischen effizienter Energienutzung und -versorgung? Und wo sind Ansatzpunkte für Optimierungsmaßnahmen zu erwarten?«

Anna Grevé verdeutlicht diese praxisorientierte Herangehensweise an einem Beispiel: »Im Gegensatz zu Schiffsantrieben sind Häfen als stationäre Einrichtungen sehr gut zu elektrifizieren und können dazu beitragen, den Einsatz fossiler Energieträger zu reduzieren und gleichzeitig neue Möglichkeiten zum Energieausgleich zu eröffnen. Wir wollen die mit der Umstellung verbundenen Herausforderungen ebenso wie die wirtschaftlich vertretbaren Technologien identifizieren. Ein Schwerpunkt soll dabei auch auf Power-to-X liegen.«

In einem nächsten Schritt entwickeln die Projektpartner Transformationskonzepte für Binnenhäfen. Hierbei werden auch bereits bestehende Lösungsansätze an Binnenhäfen berücksichtigt und auf Übertragbarkeit geprüft. Die mit der Umstellung verbundenen Problemstellungen sowie wirtschaftlich vertretbare Technologien sind zu identifizieren. Schließlich erfolgen eine modellgestützte Verknüpfung relevanter Faktoren wie Logistik, Schifffahrt, Produktion und Energie sowie eine Entwicklung von Szenarien, die die äußeren Randbedingungen und Einflussfaktoren beschreiben.
In Schritt Nummer drei schließlich entsteht ein Gesamtkonzept. Dabei werden zunächst die aussichtsreichsten und relevantesten Kombinationen aus Technologien und Szenarien ermittelt. Diese Vorauswahl wird mit Blick auf eine energiewirtschaftliche Integration sowie mit Hilfe einer prozesslogistischen Optimierung der Stoff- und Energieströme untersucht und weiterentwickelt. Einbindung der wichtigsten Akteure.
In diesen dreiphasigen Prozess werden immer wieder wichtige Akteure aus dem Hafenumfeld eingebunden. So sind beispielsweise Workshops mit dem Hafenbetreiber und weiteren Hafenakteuren sowie Vertreterinnen und Vertretern anderer Häfen geplant. »Im Rahmen dieser Veranstaltungen wollen wir u. a. die Praxistauglichkeit unserer Ergebnisse abklopfen und mögliche Barrieren für die Umsetzung identifizieren«, so Alexander Garbar. »Möglicherweise lässt sich aus den Gesprächen auch weiterführender Forschungsbedarf ableiten.« Förderhinweis »enerPort« wird im Rahmen von »EnEff:Hafen« vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Als weltweit größter Binnenhafen möchte der Duisburger Hafen ein Zeichen setzen für andere Binnenhäfen. © duisport/Hans Blossey


thyssenkrupp stellt Hightech-Bike aus Stahl her und gewinnt Red Dot Design Award

 Duisburg, 9. Juli 2019 - thyssenkrupp Steel hat ein Hightech-Rennrad aus Stahl entwickelt. steelworks heißt die neue Ingenieurs-Meisterleistung, mit der der Stahlbereich von thyssenkrupp den Best of the Best Red Dot Design Award in der Kategorie Material & Surfaces in diesem Jahr gewonnen hat.
Die Best of the Best Auszeichnung wird unter den insgesamt rund 5.000 Einsendungen in 40 Kategorien nur einmal je Kategorie verliehen. Im Zuge des Gewinns wird steelworks nun ein Jahr lang im Red Dot Design Museum ausgestellt.  
Modernstes Material eröffnet neue Möglichkeiten Der Hightech-Fahrradrahmen von thyssenkrupp ist aus Dualphasen-Stahl gefertigt. Dabei handelt es sich um modernsten, besonders beständigen Stahl, der eine höhere Festigkeit und Steifigkeit als Aluminium besitzt und eine Formgebung wie Carbon erlaubt.
Das verzinkte Stahlblech wird zunächst in zwei Halbschalen gepresst und dann mit automatisierter und dadurch hochpräziser 3D-Laserschweißtechnik zusammengefügt. Diese Halbschalenfertigungstechnologie, die sonst nur in der Hightech-Industrie zum Einsatz kommt, ermöglicht nahezu unsichtbare Schweißnähte und eine gleichbleibende High-End-Qualität bei der Produktion der Fahrradrahmen.

Der Werkstoff Stahl zeigt hier eine völlig neue Variante seiner konstruktiven Möglichkeiten. Die extreme Steifigkeit des Stahlrahmens im Tretlagerbereich sichert eine optimale Kraftübertragung und unterstützt den Vortrieb. Gleichzeitig ermöglichen die hohe Flexibilität im Sattelrohr sowie die eigene Dämpfung des Materials ein ermüdungsfreies, komfortables Fahren.  
Konventionsbruch für optimale Leistungsfähigkeit und mehr Komfort Im Normalfall werden heutige Fahrradrahmen aus Aluminiumrohren oder Kohlefaserlaminaten gefertigt, um eine hohe Steifigkeit zu erreichen, wodurch allerdings zwangsläufig der Komfort leidet. steelworks setzt genau an diesem Punkt an.

„Die vielseitigen Eigenschaften von Stahl haben uns inspiriert. Ohne die hervorragenden Umformeigenschaften des Stahls bei gleichzeitig hoher Festigkeit wäre die bionische Gestaltung des Sattelrohres nicht möglich gewesen“, sagt Jia-Uei Chan, Projektleiter von steelworks. Mit Stahlfeinblech und modernsten Fertigungsverfahren bricht steelworks mit den üblichen Konventionen des Fahrradrahmenbaus und vereint so die sonst gegensätzlichen Design-Ansprüche Steifigkeit und Komfort. Kaufen kann man das Fahrrad ab Spätsommer 2019.

thyssenkrupp Steel hat ein Hightech-Rennrad aus Stahl entwickelt: steelworks heißt die neue Ingenieurs-Meisterleistung, mit der der Stahlbereich von thyssenkrupp den Best of the Best Red Dot Design Award in der Kategorie Material & Surfaces in diesem Jahr gewonnen hat.

Die Best of the Best Auszeichnung wird unter den insgesamt rund 5.000 Einsendungen in 40 Kategorien nur einmal je Kategorie verliehen. Über den Preis freuten sich am Montag für thyssenkrupp (v.l.n.r.) Dr. Hans-Peter Schmitz, Ralf Stegmeyer (beide aus dem Bereich Forschung und Entwicklung), Jia-Uei Chan (Projektleiter steelworks), Premal Desai (Vorstand thyssenkrupp Steel), Dr. Yu Sun (Forschung und Entwicklung) und Andreas Keutz (Projektmanager Automobil-Kunden)


Ingenieurs-Meisterleistung aus dem Hause thyssenkrupp wurde mit dem Best of the Best Red Dot Design Award in der Kategorie Material & Surfaces am Montag ausgezeichnet. Prof. Dr. Peter Zec (ganz links) ist Initiator und CEO von Red Dot und beglückwünscht gemeinsam mit Prof. Dr. Ken Nah (Jury) die Vertreter von thyssenkrupp (v.l.n.r.) Ralf Stegmeyer, Dr. Hans-Peter Schmitz (beide aus Forschung und Entwicklung), Jia-Uei Chan (Projektleiter steelworks), Dr. Yu Sun (Forschung und Entwicklung).


Programmstart der Impact Factory in Duisburg

Eröffnungsfeier findet in der Akademie auf dem Haniel-Campus statt

Duisburg, 9. Juli 2019. Über 60 Bewerbungen aus ganz Deutschland sind in den vergangenen drei Monaten für das Gründerstipendium bei der Impact Factory eingegangen. Nachdem eine Jury die besten Ideen ausgewählt hat, stellen sich Visionäre, kreative Köpfe und Macher in der Impact Factory öffentlich vor.

Nach der Vorauswahl durch eine Fachjury sind sechzehn besonders vielversprechende Start-ups eingeladen, ihre Ideen und Unternehmen der interessierten Öffentlichkeit in der Akademie der Franz Haniel & Cie. GmbH vorzustellen. Dirk Sander, Geschäftsführer der gemeinnützigen Anthropia GmbH und verantwortlich für das Inkubatorprogramm: „Ich freue mich über den experimentellen Mut vieler Gründer*innen. Und so viel können wir schon verraten: am 15. Juli wird es außer Spannung noch die ein oder andere Überraschung geben.“ Als Highlight wird Tim Schumacher, Investor und Mitgründer der umweltfreundlichen Suchmaschine ECOSIA, beantworten, warum sich eine Investition in Impact Start-ups lohnt.

Oliver Kuschel, Mitgründer der Anthropia gGmbH und verantwortlich für das Recruiting der Impact Factory: „Wir sind begeistert über die vielen Bewerbungen aus den unterschiedlichsten Branchen. Besonders erstaunt hat mich dabei, dass sich viele ‚reife‘ Start-up-Teams beworben haben. Das zeugt davon, dass wir mit unserem Partnernetzwerk und Ökosystem hochinteressant sind für Teams in der frühen Wachstumsphase“.

Die Impact Factory startet mit zwei Programmen. Teilnehmer des Programms „Create-up“ stehen mit ihrer Idee noch am Anfang. Sie haben eine Lösungsidee für ein relevantes gesellschaftliches Problem mit hohem Potenzial. Im Einsteigerprogramm der Impact Factory wird mit intensivem Support ein tragfähiges Geschäftsmodell und entsprechende Prototypen erarbeitet. Teilnehmer des parallel startenden zweiten Programms „Scale-up“ sind schon einen Schritt weiter: Die Teams haben ihr Geschäftsmodell bereits erfolgreich getestet und verfügen schon über einen Prototyp.

Für alle Interessierten gibt es die Gelegenheit, beim Programmstart am 15. Juli 2019 von 11:00 bis 15:00 Uhr dabei zu sein. Tickets gibt es auf Eventbrite: https://www.eventbrite.com/e/programmstart-impact-factory-tickets64591008445

Die Impact Factory Duisburg ist eine gemeinsame Initiative der Gründungspartner Beisheim Stiftung, Franz Haniel & Cie. GmbH, KfW Stiftung und Anthropia gGmbH mit Unterstützung der Programmpartner Der Paritätische NRW und Wilo-Foundation.

HAMBORNER REIT AG: Portfoliozuwachs zum zweiten Halbjahr

Duisburg, 8. Juli 2019 - Die HAMBORNER REIT AG startet erfolgreich ins zweite Halbjahr 2019 und kann den Besitzübergang für eine weitere Immobilie vermelden. In der vergangenen Woche ist das Anfang Oktober 2018 erworbene Objekt in Bamberg planmäßig in das HAMBORNER-Portfolio übergegangen.

Bei dem Ankaufsobjekt handelt es sich um eine moderne Büro- und Einzelhandelsimmobilie aus dem Jahr 2013, das ca. 2,5 Kilometer von der Bamberger Innenstadt entfernt im Stadtteil Ost liegt. Der Standort Bamberg-Ost zeichnet sich nicht nur durch die zentrale Lage sondern auch durch seine optimale verkehrstechnische Anbindung und die hohe Bevölkerungsdichte aus.
Hauptmieter des rund 6.100 Quadratmeter großen Objekts ist der Lebensmitteleinzelhändler EDEKA, der sich mit einem langfristigen Mietvertrag an den Standort gebunden hat. Neben den Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss verfügt die Immobilie über vier Obergeschosse, in der mehrere zeitgemäße Büroeinheiten untergebracht sind. Die gewichtete Restlaufzeit der Mietverträge liegt bei rund acht Jahren. Der Kaufpreis der Immobilie beläuft sich auf 14,9 Millionen Euro. Bei jährlichen Mieterträgen von 0,84 Millionen Euro beträgt die Bruttoanfangsrendite 5,6 Prozent.

Scheuer: H2O statt CO2 – Wir machen den Güterverkehr auf dem Rhein zukunftssicher

Aktionsplan „Niedrigwasser Rhein“ für zuverlässigen Transport
Berlin/Duisburg, 04. Juli 2019 - Bundesminister Andreas Scheuer hat heute den Aktionsplan „Niedrigwasser Rhein“ mit 8 Maßnahmen vorlegt. Dieser wurde gemeinsam mit den vom Rhein abhängigen Unternehmen entwickelt, um zuverlässig kalkulierbare Transportbedingungen am Rhein zu schaffen.

Scheuer: Wir brauchen mehr Schiff statt Stau und mehr H2O statt CO2. Die extremen Trockenperioden der vergangenen Jahre haben gezeigt: Wenn die Schiffe auf dem Rhein nicht fahren können, bleiben die Tankstellen leer und Unternehmen müssen ihre Produktion zurückfahren. Um die Versorgung der Bevölkerung und den Wirtschaftsstandort auch für die Zukunft zu sichern, haben wir einen Aktionsplan mit acht konkreten Maßnahmen aufgestellt.
Denn klar ist: Wir müssen jetzt handeln, um die Transportbedingungen auch mit Blick auf klimatische Veränderungen konstant hoch zu halten. Michael Heinz, BASF-Vorstandsmitglied und Standortleiter Ludwigshafen: Der „8-Punkte-Plan“ nimmt den Rhein in den Fokus. Das ist ein starkes Signal. Aber wir wissen: Damit ist es natürlich nicht getan: Alle Verkehrsträger – also Straße, Schiene, Binnenschiff und Seeverkehr – sind für eine solide wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes essentiell.
Die Industrie braucht zuverlässig nutzbare Transportwege, um die Rohstoffversorgung sichern und Kunden beliefern zu können. Die gesamte deutsche Infrastruktur braucht neue Impulse und vor allem: neue Investitionen. Nur so werden wir die Herausforderungen der Zukunft meistern können. Premal Desai, Sprecher des Vorstands Thyssenkrupp Steel Europe AG: Wir freuen uns sehr, dass der Verkehrsminister mit dem 8-Punkte-Plan die Initiative ergreift und ein detailliertes Infrastrukturkonzept für den Rhein auf den Weg bringt. 80 Prozent unserer Rohstofftransporte werden über den Rhein transportiert.
Wir sind, um im Wettbewerb bestehen zu können, auf funktionierende Transportwege über den Rhein zwingend angewiesen und begrüßen alle Maßnahmen die zur Stärkung der entsprechenden Infrastruktur beitragen. Das Binnenschiff trägt den Hauptanteil des Gütertransports am Rhein – noch vor Schiene und Lkw. Der Rhein ist die bedeutendste und umweltfreundlichste Transportroute Deutschlands, das Binnenschiff selbst ein Transportgigant.
In den vier Handlungsfelder „Informationsbereitstellung“, „Transport und Logistik“, „Infrastruktur“ und „Langfristige Lösungsansätze“ sind insgesamt acht Maßnahmen aufgestellt worden, mit denen den klimawandelbedingten Herausforderungen am Rhein begegnet werden soll. Diese reichen von der Verbesserung der operationellen Vorhersagen über die Entwicklung niedrigwassergeeigneter Schiffstypen bis zur schnelleren Umsetzung infrastruktureller Maßnahmen und gesellschaftlichem Dialog. Details zu den einzelnen Punkten sind unter
www.bmvi.de/aktionsplan-niedrigwasser-rhein zu fin

den.

IHK fordert: Maßnahmengesetz auch für den Niederrhein vorsehen

Statement zum 8-Punkte-Plan zur Sicherstellung kalkulierbarer Transportbedingungen am Rhein
Duisburg, 4. Juli 2019 - Das extreme Niedrigwasser auf dem Rhein im vergangenen Jahr hatte weitreichende Auswirkungen für die Versorgung der Industrie am Niederrhein. Am Donnerstag, 4. Juli, hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gemeinsam mit Vertretern der verladenden Wirtschaft einen 8-Punkte-Plan zur Sicherstellung zuverlässig kalkulierbarer Transportbedingungen am Rhein vorgelegt. Dazu Ocke Hamann, Geschäftsführer der Niederrheinischen IHK für den Bereich Standort, Digital, Innovation, Umwelt:
„Das Niedrigwasser des vergangenen Jahres hat gezeigt, wie wichtig die Binnenschifffahrt für die Versorgung von Industrie und Bevölkerung ist. Investitionen und Beschäftigung sind unmittelbar abhängig von der Verlässlichkeit des Rheins als Transportweg. Wir begrüßen daher, dass Bundesverkehrsminister Scheuer einen Maßnahmenplan zum Umgang mit Niedrigwasser-Ereignissen aufgestellt hat. Dem Plan fehlt allerdings ein wichtiger Impuls. Die für den Rhein vorgesehenen Abladeverbesserungen zwischen Duisburg und Dormagen sollten nach unserer Auffassung die gleiche Priorität erhalten, wie die für den Mittelrhein vorgesehenen Maßnahmen. Nur für den Mittelrhein sieht Scheuers 8-Punkte-Plan ein eigenes Maßnahmengesetz vor. Mit Blick auf den enormen Handlungsdruck fordern wir ein solches auch für die Maßnahmen am Niederrhein.“

Niedrigwasser bei Emmerich am Rhein im Herbst 2018 Fotos: Niederrheinische IHK


IHK-Präsident: „Wir müssen der Industrie Freiheiten für Neues lassen“ Konsularisches Korps und Außenhandelsförderer zu Gast in Duisburg  
Bei einem Besuch von Konsularischen Vertretern aus 20 Ländern stieß die Wirtschaftsregion Duisburg auf großes Interesse. Die Niederrheinische IHK hatte sie am Mittwoch, 3. Juli, zu einem Besuch bei der ThyssenKrupp Steel Europe AG eingeladen. IHK-Präsident Burkhard Landers nutzte die Gelegenheit, um seinen internationalen Gästen die Innovationskraft der hiesigen Stahlindustrie aufzuzeigen, und gleichzeitig die Herausforderungen zu skizzieren, vor denen sie steht.  
„Die Innovationskraft unserer Stahlproduzenten ist gewaltig. Die Umwandlung von Hüttengasen in chemische Wertstoffe oder die Erforschung der Stahlerzeugung mit Hilfe von Wasserstoff machen große Fortschritte“, so Landers.
„Aber wir müssen der Industrie auch Freiheiten lassen, damit diese die Mittel hat, Neues zu entwickeln“, mahnte der IHK-Präsident mit Blick auf die in 2021 bevorstehende Verschärfungen des CO2-Zertifikatehandels. Der EU-Emissionsrechtehandel (ETS) ist nur einer von vielen Standortfaktoren, die beeinflussen, ob es sich für Betriebe lohnt dort oder woanders zu investieren. Bisher wird jede dritte Tonne Stahl in Deutschland in Duisburg erzeugt.
„Das ist schon heute ein Gewinn für die Umwelt: Der hier produzierte Stahl setzt hohe Standards und muss nicht importiert werden“, erklärte Landers mit Blick auf die klimapolitischen Ziele der Europäischen Union.   Der IHK-Präsident verdeutlichte, wie sehr Duisburg und seine Industrie von internationalen Beziehungen abhängig seien, und warb bei den Vertretern des Konsularischen Korps für freien Handel. Mit dem größten Binnenhafen Europas und der direkten Schienenanbindung nach China über die neue Seidenstraße sei Weltoffenheit für die ehemalige Hansestadt selbstverständlich.
„Unsere Exportquote beim Handel betrug im vergangenen Jahr fast 41 Prozent. Globale Vernetzungen zeigen sich natürlich auch in der Struktur unserer Unternehmen. In unserem IHK-Bezirk, der von Duisburg bis zur niederländischen Grenze reicht, ist etwa jedes zehnte Unternehmen mehrheitlich in ausländischem Besitz. Die Spitze bilden die Niederlande und die Türkei.“  
Sule Gürel, Generalkonsulin der Türkei, betonte, dass die Stahlbetriebe Duisburgs Generationen von Arbeitnehmern aus dem Ausland eine Beschäftigung und berufliche Perspektive geboten haben. Damit nehme die Stahlbranche einen hohen Stellenwert für die Türkei ein. Die Niederrheinische IHK hatte das Konsularische Korps und die Außenhandelsförderer NRW bereits zum vierten Mal an den Niederrhein eingeladen, um die Region und ihre Unternehmen international noch bekannter zu machen.

Konsularisches Korps in Duisburg - Foto Niederrheinische IHK Jacqueline Wardeski

Investoren-Konferenz bei duisport-Tochter

startport-Startups ziehen internationale Investoren ins Ruhrgebiet   Duisburg, 4. Juli 2019 - NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Im Duisburger Innenhafen treffen Traditionsbewusstsein, Zukunftsvision und Gründergeist aufeinander. Auf dieser Grundlage bringt die erste startport Conference Investoren, Industrie und Start-ups aus der Logistik zusammen. Dieses innovative Umfeld für neue Ideen und die Konzepte von morgen ist ein wichtiger Impuls, von dem der gesamte Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen profitiert.“  

Industrie, Investoren und Startups auf einem Fleck: Am 4. Juli 2019 fand im Duisburger Innenhafen zum ersten Mal die Investoren-Konferenz der Hafen-Tochter startport statt. Damit setzt die „1st startport Conference“ Maßstäbe für die Logistik und für die Strahlkraft der Startup-Szene der Region Rhein-Ruhr. „Unsere Startups sind ein Magnet für internationale Investoren und Industrie-Konzerne. Wir sind sehr stolz, allen gemeinsam hier im Hafen die richtige Bühne zu bieten“, so duisport-Chef Erich Staake.
„Die Konferenz hat gezeigt, dass es großes Potenzial für die Logistik und Digitalisierung in der Region gibt. Die richtigen Investitionen aus Industrie und Venture Capital bringen uns gut voran“, so startport-Geschäftsführer Peter Trapp.   Initiatoren und Teilnehmer mit positivem Feedback Vom startport-Team ins Leben gerufen, soll sich die startport Conference zu einer herausragenden Veranstaltung der Gründerszene an Rhein und Ruhr entwickeln. Denn hier werden die drei wichtigsten Akteure Startups, Industrie und Investoren zusammengebracht, um Investitionen und Partnerschaften auf die Beine zu stellen.

duisport-Chef Erich Staake freute sich über die große Aufmerksamkeit für die startport-Initiative: „Die Performance unserer Gründerteams hat mich sehr beeindruckt. Wir sind erst seit gut 18 Monaten mit unserem Produkt startport am Markt und werden schon als führend im Bereich der Logistik-Startups wahrgenommen. Das sollte uns ermutigen, das konsequent auszubauen.“  

Das „Who is Who“ der Venture Capital Szene gab sich die Klinke in die Hand Mit dabei waren unter anderem Kapitalgeber und Investoren von Earlybird Venture Capital, Coparion, TEV I Tengelmann Ventures, DN Capital, Almaz Capital und Silicon Valley Bank. Im Industriepanel diskutierten Vertreter von Borussia Dortmund, Klöckner & Co, Initiativkreis Ruhr, Deutsche Bank und Thyssengas.   startport: Place-to-be in der Logistik-Branche Der erfolgreiche Accelerator startport hat sich nach etwas mehr als einem Jahr bereits zum Place-to-be für Gründer aus ganz Europa in der Logistik-Branche entwickelt. In der Werhahnmühle stehen sie im Mittelpunkt, werden bestens gefördert und erfahren eine professionelle Rundumbetreuung.  
Partner von startport als Erfolgsgaranten Erich Staake dankte den Partnern von startport für ihr Engagement: Klöckner & Co, RAG-Stiftung, Borussia Dortmund, Evonik und Vertreter des Initiativkreises Ruhr beförderten durch Kooperationen und Mentoring die Ideen der Startups. In dieser besonderen Umgebung entstehe damit die Chance, an Rhein und Ruhr Arbeitsplätze zu sichern und neue, zukunftsfähige zu schaffen.  
Sogwirkung und Lerneffekte des startport Startup-Ökosysteme wie startport im Duisburger Innenhafen üben mittlerweile eine starke Sogwirkung für Investoren aus aller Welt aus. Dabei spielt die Möglichkeit von Partnerschaften mit etablierten Industrieunternehmen eine herausragende Rolle. Diese Kombination ist mittlerweile ein Magnet für interessierte Venture Capital Firmen aus der ganzen Welt. Die 1st startport Conference wird dieses besondere „Ökosystem“ in der Logistik-Metropole Duisburg ausbauen.
Als kraftvoller Accelerator, umgeben von der dichtesten Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen rund um die Logistik in ganz Europa – ganz zu schweigen von den hunderten Logistik- und Industrieunternehmen – macht bei startport digitale Startups erfolgreich und forciert die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle.  
Von links nach rechts: Erich Staake (Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG), Moderatorin Anja Müller (Korrespondentin Familienunternehmen, Ressort Unternehmen und Märkte, Handelsblatt), NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Peter Trapp (Geschäftsführer startport GmbH). © duisport/krischerfotografie  

Wie wettbewerbsfähig ist unsere Region? IHK-Umfrage startet am 1. Juli

Duisburg, 29. Juni 2019 - Wie zufrieden sind die Unternehmen mit der Verkehrsanbindung vor Ort? Wie sind die Voraussetzungen für die Digitalisierung? Gibt es hochwertige Freizeit- und Kulturangebote? Die Niederrheinische IHK ruft gemeinsam mit den Städten und Gemeinden am Niederrhein zwischen dem 1. Juli und 29. August stichprobenartig mehrere tausend Unternehmen auf, Angaben über die Qualität ihres Standortes zu machen.  

Wo aus Sicht der Wirtschaft der Schuh in den Kommunen drückt, aber auch was lobenswert ist – darüber erhofft sich die IHK Antworten. Die Fragen umfassen die Themenfelder Verwaltung, Bürokratie, Infrastruktur, Steuern, Stadtentwicklung und Fachkräftesituation. Die Umfrageergebnisse bilden die Grundlage für Handlungsempfehlungen der IHK, wie Kommunen, Bezirksregierung und Ministerien eine wirtschaftsfreundliche Entwicklung in den Städten und Gemeinden ermöglichen können. Diese werden im Anschluss mit Politik und Verwaltung in den Kommunen diskutiert.  
Die Unternehmen, die von der IHK per Post angeschrieben werden, können ihre Bewertung bis zum 29. August online abgeben. Ansprechpartner für die Betriebe ist Dr. Andreas Henseler, Telefon 0203 2821-227, E-Mail henseler@niederrhein.ihk.de.

GFW-Mittelstands-Forum im Villenpark Rheinperle: „Hotspot“ lebhaften Netzwerkens

Duisburg. „Hot town summer in the city“. Der Hochsommer, den einst Rockbarde Joe Cocker besang, hat auch in Duisburg Einzug gehalten. Pünktlich zum Mittelstands-Forum der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) nahm das Thermometer an Fahrt auf. Den Temperaturen zum Trotz fanden sich dazu etwa 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Institutionen und Wirtschaft ein – im imposant geschmückten Villenpark Rheinperle in Bliersheim. Dieser ist ein Musterbeispiel dafür, wie Revitalisierung gelingen kann.   Nach der Eröffnung des 44. GFW-Mittelstands-Forums durch Wirtschaftsdezernent und GFW-Mitgeschäftsführer Andree Haack, GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer und Michael Rüscher, Geschäftsführer der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, begannen Besucher wie Aussteller lebhaft zu netzwerken, Kontakte auf- und auszubauen und Kooperationen auszuloten. Im und um das Zwei-Mast-Zelt wurde bis in die Abendstunden die außergewöhnliche Location genutzt, um sich in chilliger Atmosphäre branchenübergreifend über wirtschaftliche und stadtentwicklerische Aktivitäten in Duisburg auszutauschen. „Dabei haben wir die Gelegenheit genutzt, um auch auf die tollen Veranstaltungen und aktuellen Projekte wie die Ruhr Games, die Duisburger Freiheit und Sechs Seen Wedau aufmerksam zu machen“, so Haack, der „ein dickes Dankeschön“ auch an alle Aussteller richtete, „bei der Hitze“ präsent gewesen zu sein, um Produkte und Dienstleistungen vorzustellen.  

Beim diesjährigen GFW-Mittelstands-Forum gab´s erstmals eine „Gründer-Area“, in der junge, dynamische Start-ups mit etablierten Playern ins Gespräch kamen.
Den Start-ups eine aufmerksamkeitsstarke Bühne zu bereiten, ist der GFW Duisburg wichtig, begleitet diese doch intensiv (insbesondere technologieorientierte) Start-ups. Gemeinsam mit Akteuren wie startport, der Impact Factory und der Niederrheinischen IHK schaffen die Duisburger Wirtschaftsförderer so maßgeschneiderte Starthilfen, damit sich eine vitale Gründerszene am Standort etabliert. Zu den 40 Ausstellern beim Mittelstands-Forum gehörten daher unter anderen auch die von den GFW-Existenzgründungsberatern unterstützten Macher von cinehype, Unverpackt Duisburg, Immobilien Hempel und RE:Charge.  

GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer wies noch einmal auf das „Making of“ des Mittelstands-Forums hin: „Die Idee wurde seinerzeit aus der Mitte der Unternehmerschaft an uns herangetragen. Und so haben wir damit begonnen, diese branchenübergreifende Plattform, die an unterschiedlichen, aber immer außergewöhnlichen Örtlichkeiten Duisburgs Halt macht, ins Leben zu rufen. Im Laufe der Jahre hat sie sich etabliert. Die Resonanz darauf kann sich nach wie vor sehen lassen. Das bestätigt uns darin, einmal jährlich diesen Event mit Leben zu füllen.“  

IHK-Geschäftsführer Michael Rüscher, GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer sowie Wirtschaftsdezernent und GFW-Mitgeschäftsführer Andree Haack eröffneten das 44. GFW-Mittelstands-Forum im Villenpark Rheinperle in Bliersheim; Urheberin: Annegret Angerhausen-Reuter; Nutzungsrechte: GFW Duisburg


Neue H2-Tankstelle in Duisburg stärkt Wasserstoffregion NRW

EU-Kommission fördert Netzausbau für innovative Mobilität
Duisburg, 25. Juni 2019 - Mit der Eröffnung einer neuen Wasserstofftankstelle in Duisburg auf dem TOTAL Autohof „Am Schlütershof“ baut das Unternehmen H2 MOBILITY Deutschland das deutsche Wasserstofftankstellennetz weiter aus. Insgesamt gibt es nunmehr 71 öffentliche Tankstellen in Deutschland, davon 16 in Nordrhein-Westfalen. Das bevölkerungsreichste Bundesland unterstreicht damit seine führende Rolle bei der Markteinführung dieser innovativen und umweltfreundlichen Form von Elektromobilität.
Gebaut wurde die Wasserstofftankstelle in Duisburg von H2 MOBILITY, einem Gemeinschaftsunternehmen von Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und TOTAL, das sich zum Ziel gesetzt hat, bis Ende des Jahres 100 Tankstellen in Deutschland zu betreiben. Damit wäre ein wichtiger Schritt zur flächendeckenden Versorgung mit Wasserstoff und zur Markteinführung von Wasserstofffahrzeugen erreicht. Die Technik für die Anlage auf dem TOTAL Autohof stammt von Air Liquide. Die H2-Station entspricht dem neuesten Stand der Technik. Ihre Bedienung durch den Autofahrer ist intuitiv; das Betanken ähnelt dem konventioneller Fahrzeuge. Die Anlage fasst rund 200 Kilogramm Wasserstoff – das reicht für die Betankung von 40 bis 50 Fahrzeugen am Tag.
TOTAL Deutschland beteiligt sich seit 2002 an Forschungs- und Pilotprojekten zum Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur und hat aktuell 21 Wasserstoff-Betankungsmöglichkeiten in seinem Tankstellennetz. „Mit dem Netzausbau schaffen wir gemeinsam die Grundlage für Technologievielfalt in der Elektromobilität und für die Markteinführung von Wasserstofffahrzeugen im PkwBereich und perspektivisch auch bei Nutzfahrzeugen“, erklärte der Geschäftsführer der TOTAL Deutschland GmbH, Bruno Daude-Lagrave.

„H2 MOBILITY baut das Wasserstoff-Tankstellennetz in Deutschland weiter aus. In diesem Jahr eröffnen wir etwa alle 10 Tage eine Tankstelle und sorgen so dafür, dass immer mehr Menschen und Unternehmen ohne größere Einschränkungen auf Wasserstoff umsteigen können,“ sagte Nikolas Iwan, Geschäftsführer H2 MOBILITY Deutschland, anlässlich der Eröffnung.

Frédéric Minaud, Geschäftsführer der Air Liquide Advanced Technologies GmbH: „Wasserstoff ist eine der besten Lösungen, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen. Er hat das Potenzial, den Transportsektor, eine der wesentlichen Quellen der Verschmutzung in unseren Städten, effizient zu dekarbonisieren. Air Liquide ist stolz, am Aufbau der europaweit größten Wasserstoffinfrastruktur beteiligt zu sein und damit die Voraussetzung für den Roll-out von Brennstoffzellen-Fahrzeugen in Deutschland zu schaffen.”
Elektromobilität mit Wasserstoff spielt eine zentrale Rolle für umweltfreundlichen Verkehr der Zukunft, sowohl für Pkw als auch für Nutzfahrzeuge. Fahrzeuge tanken Wasserstoff ähnlich einer Erdgasbetankung. An Bord des Fahrzeugs erzeugt eine Brennstoffzelle aus dem Wasserstoff Strom, der dann einen Elektromotor antreibt. Mit fünf Minuten Betankungszeit werden Reichweiten von z.T. deutlich über 500 Kilometer möglich. Da Wasserstoff per Elektrolyse aus Wasser

H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG EUREF-Campus 10-11 I 10829 Berlin E-MAIL info@h2-mobility.de INTERNET www.h2.live
mit erneuerbarem Strom erzeugt werden kann, ist er zugleich das zentrale Bindeglied zwischen Energiewende und Verkehrswende.
Die Wasserstoffstation in Duisburg wird durch die Europäische Kommission im Trans-European Transport Network (TEN-T CEF) im Projekt Connecting Hydrogen Refuelling Stations (COHRS) mit 625.000 Euro gefördert. Die Tankstelleneröffnung ist Teil der „Woche des Wasserstoffs in Nordrhein-Westfalen“. Weitere Veranstaltungen und mehr Informationen unter www.h2.live/woche-des-wasserstoffs-2019
Im Anschluss an die Eröffnung stellte das Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) im Beisein von Ministerpräsident Armin Laschet das Wasserstoff-Testfeld mit Laboren und Tankstelle am ZBT in der Carl-Benz-Straße vor. Hier wurde von der Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse über verschiedene Verdichterstufen und Kühlung bis zur Abgabe ein flexibles Testfeld installiert, bei dem Untersuchungen zur Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sowie zu Tankstellenkonzepten und Betankungsmöglichkeiten für PKW, Busse und LKW durchgeführt werden können. In gemeinsamen Forschungsprojekten mit Kooperationspartnern können Komponenten und Systeme für die Wasserstoffinfrastruktur entwickelt und getestet werden. Dieser Aufbau wurde durch Projekte des Bundes und des Landes NRW gefördert.
Über H2 MOBILITY
Die H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG ist verantwortlich für den flächendeckenden Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur zur Versorgung von Pkw mit Brennstoffzellenantrieb (700 bar Technologie) in Deutschland. Erstes Ziel bis 2019/2020 ist der Betrieb von 100 Stationen in sieben deutschen Ballungszentren (Hamburg, Berlin, Rhein-Ruhr, Frankfurt, Nürnberg, Stuttgart und München) sowie entlang Fernstraßen und Autobahnen. Mit dem Hochlauf der Fahrzeugzahlen sollen dann bis zu 400 Wasserstoffstationen eine flächendeckende Versorgung sicherstellen.
Die H2 MOBILITY übernimmt alle Aufgaben – Planung, Bau, Betrieb und Vermarktung – die für einen erfolgreichen Netzausbau und -betrieb erforderlich sind. Gesellschafter der H2 MOBILITY sind Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und TOTAL. BMW, Honda, Hyundai, Toyota und Volkswagen sowie die NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie beraten die H2 MOBILITY als assoziierte Partner.

Neue H2-Tankstelle in Duisburg stärkt Wasserstoffregion NRW (v.l.n.r.) Joachim Jungsbluth, Zentrum für BrennstoffzellenTechnik GmbH, Burkhard Reuss, TOTAL Deutschland GmbH, Lorenz Jung, H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG, Martin Murrack, Stadtdirektor Duisburg und Markus Schewitza, AIR LIQUIDE Deutschland GmbH


Duisburgs Oberbürgermeister im Wirtschaftsdialog bei icho systems

Ein Ball fürs Leben (re-)aktiviert Spaß und Lebensfreude bei Menschen mit Handycap  
Duisburg, 19. Juni 2019 -  ichó, das ist ein Ball an Erinnerungen. Sein Erfinder, der 33-jährige Duisburger Eleftherios Efthimiadis, vermarktet ihn jetzt gemeinsam mit seinen Geschäftspartnern Alkje Stuhlmann, Steffen Preuß und Mario Kascholke – und zwar überaus erfolgreich. Das von ihnen gegründete Unternehmen zeigt auf, wie Menschen mit Handycap von der Digitalisierung profitieren können, schließlich steckt ihr Ball voller Elektronik.
Das führt dazu, dass von der Kugel ichó eine magische Anziehungskraft auf den Nutzer ausgeht – sie kann leuchten, die Farben wechseln, Geschichten erzählen, Musik machen, Tierstimmen von sich geben und vieles mehr. Auch ist eine individuelle „Bespielung“ möglich. Beispielsweise mit Stimmen von Angehörigen oder der Lieblingsmusik des Patienten.
Zunächst ausschließlich für Menschen mit demenzieller Erkrankung entwickelt, werden die Anwendungsmöglichkeiten der Therapiekugel immer vielfältiger: Gemeinsam mit Therapeuten, Pflegefachkräften, Ärzten und Wissenschaftlern (weiter-)entwickelt, eignet sich der Ball für alle Menschen mit kognitiven Erkrankungen – gleich welchen Alters und welcher Ursache.

Von Demenz- über Schlaganfallpatienten bis hin zu an Parkinson- und Rheumatismus-Erkrankten reichen die Einsatzfelder. „Auch Traumata-Betroffenen kann der Ball dabei helfen, (wieder) Spaß und Lebensfreude zu aktivieren und zu fördern“, betont Gründerin Stuhlmann.
„Alles begann mit der Erkrankung meiner Großeltern und der Großeltern von Eleftherios. Diesen zu helfen, positive Erinnerungen wachzuhalten und daraus Kraft und Lebensfreude zu schöpfen, stand am Anfang unserer Überlegungen. Auch die Motorik sollte gefördert werden, weil zwischen Geist und Motorik eine wesentliche Wechselwirkung besteht. Was anfänglich gar keine Geschäftsidee werden sollte, ist dann dazu gereift – und gleichzeitig ein Tribut an unsere Großeltern“, erklärt der 30-jährige Preuß.
Nach der Herkunft des klangvollen Unternehmens- und Produktnamens ichó gefragt, erzählt Efthimiadis von dessen Entstehungsgeschichte: „Ich habe griechische Wurzeln, daher die Verbundenheit zur Sprache der Götter. Ichó bedeutet so viel wie ‚Echo‘. Zugleich ist es der Name einer Nymphe der griechischen Götterwelt.
Diese war Zeus zu Diensten und wurde deshalb von Hera, der Göttermutter, damit bestraft, indem sie nur noch die letzten gesagten Worte eines anderen wiederholen durfte. Unser ichó ist aber im Gegensatz zur griechischen Mythologie rundum positiv. Es soll bei den Patienten eine nachhallende Wirkung erzeugen, die Interaktionen möglich macht.“
Viele der Patienten sind nämlich in ihrer eigenen Gedanken- und Gefühlswelt regelrecht gefangen. Diese Isolation zu durchbrechen und, wenn auch zeitlich begrenzt, Teilhabe zu ermöglichen, ist Sinn und Zweck von ichó. „Und genau das haben meinen Bruder Martin Rütter und mich dazu bewogen, das Gründertrio als Business Angels zu unterstützen“, so Astrid Frank, Geschäftsführerin von Mina Business.
Die gebürtige Hombergerin, die jetzt als Geschäftsfrau in Bonn tätig ist und zugleich Kommunikationsleiterin bei icho systems, gibt Einblick: „Auch aufgrund eigener familiärer Betroffenheit ist es uns ein echtes Herzensanliegen, dass sich im Bereich der Demenztherapie einiges verbessert. Schließlich werden die Menschen immer älter und das Krankheitsbild dadurch immer häufiger. Gleichzeitig sind derzeit Therapiemodelle überaus kostenintensiv und zu wenige Pflegefachkräfte verfügbar. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.“ „

ichó kann sowohl in Pflegeeinrichtungen als auch im häuslichen Bereich relativ kostengünstig gute Dienste erweisen. Das haben Universitäten, das Bundeswirtschaftsministerium und Großkonzerne erkannt und die Macher hinter icho systems mit Preisen ausgezeichnet. Als Stadtoberhaupt bin ich stolz darauf, dass wir solche Gründer für den Wirtschaftsstandort Duisburg begeistern können. Unternehmen wie icho zeigen eindrucksvoll, wie mit dem Einsatz von Digitalisierung soziale Herausforderungen gemeistert werden können. Hier wollen wir auch zukünftig gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und weiteren Partnern bestmögliche Rahmenbedingungen schaffen“, so Oberbürgermeister Sören Link.

„Elektronik und künstliche Intelligenz können helfen, den Herausforderungen in der Pflege zu begegnen, damit die wenigen Fachkräfte mehr Zeit für den einzelnen Patienten oder Heimbewohner haben. Wenn wir Smart City werden wollen, ist es nur folgerichtig, dass das für alle Einrichtungen in einer Stadt gilt und damit auch für den immer wichtiger werdenden Gesundheitssektor“, bekräftigt Wirtschaftsdezernent Andree Haack.

 „Die GFW Duisburg hat erst kürzlich einen ersten Branchentreff der Sozialwirtschaft ins Leben gerufen, dessen Akteure im Herbst erneut zusammenkommen werden. Das Team der Duisburger Wirtschaftsförderung hat icho systems bereits mit einigen wichtigen Partnern am Standort vernetzt; das wollen wir nach und nach ausbauen“, betont GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer.  

Die Existenzgründungsberater der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) haben Stuhlmann, Efthimiadis, Preuß und Kascholke bislang unterstützt, indem sie ihnen den entscheidenden Kontakt zum Leiter vom Fraunhofer Inhaus hergestellt haben. Dieser war überaus zielführend, haben sie jetzt doch ihr Büro genau dort. Darüber hinaus haben die GFW-Projektmanager die Akteure von icho systems in Förderfragen beraten und bei der Antragstellung unterstützt.
Als nächster Schritt ist geplant, die bislang eingesetzten Prototypen dahingehend weiterzuentwickeln, dass sie als Heil- und Hilfsmittel anerkannt werden. Da die derzeit im Test befindlichen Prototypen insoweit ausgereift und weiterentwickelt sind, folgt als nächster Schritt die Markteinführung – voraussichtlich im Oktober 2019. Hierfür hat das junge Unternehmen bereits einen Spritzgusshersteller und Formbauer gefunden, der auch Chargengrößen produziert, die für Startups passgenau sind. Wer sich für den Ball gegen das Vergessen interessiert, erfährt mehr dazu unter: www.icho-systems.de


Beim Wirtschaftsdialog: Andree Haack, Astrid Frank, Mario Kascholke, Eleftherios Efthimiadis, Oberbürgermeister Sören Link, Steffen Preuß, Ralf Meurer, Alkje Stuhlmann und Angel Alava-Pons  (v.l.n.r.) Urheber: Uwe Köppen; Nutzungsrechte: Stadt Duisburg

Reform der Grundsteuer

Haus & Grund begrüßt Länder-Öffnungsklausel Länder sollten Chance für bessere Lösungen nutzen  
Berlin/Duisburg, 17. Juni 2019 - Der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland begrüßte die Einigung der Regierungsparteien auf eine Länder-Öffnungsklausel bei der Reform der Grundsteuer. „Die Länder sollten diese Chance nutzen. Sie haben dadurch die Möglichkeit, ihre Bürger vor einem teuren Bürokratiemonstrum wie das von Bundesfinanzminister Scholz favorisierte Modell zu bewahren“, kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke.  
Er forderte, dass während des nun folgenden parlamentarischen Prozesses beim Modell des Finanzministers noch einige Punkte nachgebessert werden müssen. Insbesondere die bislang vorgesehene Wettbewerbsverzerrung zwischen einzelnen Mietwohnungsanbietern dürfe nicht zur Realität werden. „Es kann nicht sein, dass Genossenschaften und kommunale Wohnungsunternehmen bei der Grundsteuer bevorteilt werden sollen. Es ist Aufgabe des Staates, für einen fairen Wettbewerb zu sorgen“, betonte Warnecke.

GroKo signalisierte Durchbruch

Es gebe Einigkeit "in allen substanziellen Fragen", vermittelte der  Koalitionsausschuss, der gestern Abend tagte. Konkretes wurde nicht mitgeteilt.

Aber: Die Einführung von Öffnungsklauseln für die Länder soll es geben.
Vor der parlamentarischen Sommerpause am 7. Juli soll das Gesetz in den Deutschen Bundestag eingebracht sein. Bis Ende August soll ein Maßnahmenpaket für bezahlbares Wohnen, die Schaffung zusätzlichen Wohnraums und das ökologische Wohnen vorzulegen.

„Niederrhein in Zahlen“

Hohe Exportquoten und Übernachtungszahlen am Niederrhein

 

Duisburg/Niederrhein, 15. Juni 2019 - Rund 420.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sind über alle Branchen hinweg am Niederrhein beschäftigt. 2,3 Millionen Übernachtungen verbuchten die Beherbergungsbetriebe und Campingplätze in Duisburg sowie den Kreisen Wesel und Kleve im letzten Jahr. Und über 22 Milliarden Euro Gesamtumsatz erwirtschafteten 2018 die Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe, Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden. Mit dem Statistikbericht „Der Niederrhein in Zahlen“ wirft die Niederrheinische IHK anhand vielfältiger Daten und wissenswerter Fakten einen Blick auf die Entwicklung der Wirtschaft in der Region.

 

Die Industrieprodukte aus der Region sind über die Landesgrenze hinaus sehr gefragt. Während in Duisburg etwa ein Drittel des gesamten Umsatzes im Ausland erzielt wurde, machten die Auslandsumsätze in den Kreisen Wesel und Kleve sogar rund die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Beide Kreise wiesen damit eine höhere Exportquote auf als NRW insgesamt. Besonders hoch sind die Exportquoten bei den niederrheinischen Chemie- und Maschinenbaubetrieben mit jeweils rund 66 Prozent. Aber: „Handelsstreit und drohende Strafzölle aus den USA bedrohen das Auslandsgeschäft unserer Unternehmen. Genauso wie der mögliche Austritt Großbritanniens aus der EU ohne gültiges Handelsabkommen. Der freie Handel ist die Basis für Wachstum und Wohlstand, deshalb brauchen wir schnellstmöglich Lösungen, die den Betrieben langfristig Sicherheit geben“, so IHK-Konjunktur- und Statistikexpertin Friederike-Sophie Niemann.

 

Positive Signale vom Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt am Niederrhein entwickelte sich 2018 gut. Die Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter wuchs im September 2018 gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent, wohingegen die Arbeitslosenquoten in Duisburg sowie den Kreisen Wesel und Kleve weiter sanken. Dennoch zeigt sich beim Thema Arbeitslosigkeit nach wie vor eine starke Zweiteilung am Niederrhein: Während die Kreise Wesel und Kleve aktuell mit rund 6 beziehungsweise 5 Prozent sogar unter dem NRW-Durchschnitt von 6,5 Prozent liegen, wird dieser von der Stadt Duisburg mit einer Arbeitslosenquote von 11 Prozent deutlich übertroffen.

 

Niederrhein als Reiseziel beliebt

Für Geschäftsreisende wie auch für Touristen stellt der Niederrhein eine attraktive Reiseregion dar, die viel zu bieten hat. Denn die langfristige Entwicklung zeigt, dass die Anzahl der Übernachtungen steigt: Im letzten Jahr beliefen sie sich in Duisburg auf über 560.000, im Kreis Wesel auf über 820.000 und im Kreis Kleve auf über 920.000. Bedburg-Hau und Weeze waren dabei vor allem auch bei Gästen mit Wohnsitz im Ausland beliebt. 42 Prozent aller Übernachtungen in diesen zwei Gemeinden entfielen auf diese Gruppe.

 

Die Broschüre steht im Internet zum Download zur Verfügung unter www.ihk-niederrhein.de/Niederrhein-in-Zahlen

oder kann kostenlos bestellt werden bei Friederike-Sophie Niemann, Telefon 0203 2821-338, E-Mail f.niemann@niederrhein.ihk.de.

 

Betriebsbesichtigung der DG Ruhrgebiet des Bundes Katholischer Unternehmer beim high-tech-Apotheken-Versorger NOWEDA in Essen

Essen/Duisburg, 12. Juni 2019 - Katholische Unternehmer aus dem Ruhrgebiet haben sich jetzt über die Logistik der Medikamente informiert: Wer ein Medikament braucht, geht zur Apotheke. Aber wie kommt die Apotheke an ihre Medikamente? Oft muss es schnell gehen. Medikamente dürfen nicht zu heiß und nicht zu kalt werden, sind lebenswichtig und hochkomplex.

Eine hohe ethische Verantwortung geht einher mit einem hoch kommerziellen Markt. Das sahen die Mitglieder des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) bei der NOWEDA-Apothekergenossenschaft in Essen hautnah: Selbstständige Apotheker hatten bei der Gründung von NOWEDA 1939 die Idee, mit Hilfe eines eigenen Wirtschaftsunternehmens Einkaufs-, Lagerungs- und Distributionsfunktionen selbst zu besorgen. NOWEDA lagert rund 160.000 verschiedene Arzneimittel und apothekenübliche Waren. Benötigt ein Patient ein Medikament, das die Apotheke nicht vorrätig hat, liefert NOWEDA es binnen kürzester Zeit – und das an rund 9.200 Apotheken deutschlandweit und rund viermal täglich.

Gebietsleiter Ralf Nöltgen führte die BKU-Mitgliedern auch an der modernen Förderbandanlage entlang, die 4,7 km umfasst. Auf ihr nehmen die NOWEDA-Transportbehälter automatisch ihren Weg zu den einzelnen Lagerplätzen. Beeindruckt waren die Teilnehmer auch davon, dass die Medikamente nicht nur sehr sorgfältig im Unternehmen gelagert werden, sondern auch gekühlt bzw. im jeweils erforderlichen Zustand zu den Apotheken transportiert werden, damit sie keinesfalls unsachgemäß beim Patienten ankommen.

Das Unternehmen bildet in den Berufen Groß- und Außenhandel, Lagerlogistik, Informatik und Mechatronik aus, setzt sich für soziale Projekte ein und hat eine Mitarbeitergenossenschaft gegründet, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in schwierigen Lebenslagen unterstützt: Hier wird ihnen anonym geholfen, einen KiTa-Platz zu finden, Betreuung für einen pflegebedürftigen Elternteil zu organisieren oder andere Herausforderungen des Alltags zu meistern.  

 Foto BKU DG Ruhrgebiet  mit Pater Tobias

duisport baut internationales Netzwerk aus

Neue Hinterlandverbindung in den Hafen von Zeebrügge

Duisburg, 11. Juni 2019 - Die Duisburger Hafen AG (duisport), der belgische Hafen von Zeebrügge (Port of Zeebrugge) und das Cosco-Shipping Zeebrugge Terminal (CSP) arbeiten zukünftig verstärkt zusammen. Jetzt wurde das Dreierabkommen über die neue Hinterlandverbindung im kombinierten Schienenverkehr vertraglich fixiert. Cosco Shipping Lines hat jüngst ihre Aktivitäten im Rahmen der „Belt & Road“-Initiative durch eine wöchentliche Seeschiffverbindung von China nach Zeebrügge ausgebaut.

Ein wöchentlich verkehrender Shuttlezug transportiert Güter zwischen dem Cosco-Shipping Zeebrugge Terminal und dem Duisburg Intermodal Terminal (DIT) auf logport I im Duisburger Hafen. Die operative Abwicklung des Zuges wird von der duisport-Tochtergesellschaft, duisport agency GmbH (dpa), durchgeführt. Die dpa ist die zentrale Vertriebsgesellschaft für Lösungen rund um Verkehrsrelationen, Transportketten und Logistik. Hierbei greift die dpa auf ihre fundierten Erfahrungen im Bereich der intermodalen Transportlösungen zurück.

Auf gute Zusammenarbeit (v.l.n.r.): Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der duisport-Gruppe, David Liu, CEO of CSP Zeebrugge Terminal, Joachim Coens, CEO Port of Zeebrugge, und Peter Plewa, Geschäftsführung duisport agency GmbH (dpa). © duisport

startport gewinnt beim German Brand Award

Duisburg, 7. Juni 2019 - Die Marke der duisport-Tochter startport GmbH wurde beim Branchenpreis German Brand Award 2019 in Berlin ausgezeichnet. Mit dem Prädikat „Excellence in Brand Strategy and Creation“ gab es gleich zwei Preise in den Kategorien Brand Design und Agency of the Year. Die Auszeichnung ging an die dws Werbeagentur GmbH aus Duisburg, die die startport-Marke gemeinsam mit duisport entwickelt hat.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer Arbeit einen Teil zum Erfolg von startport beitragen können. Wenn ein Unternehmen sich erst am Markt etablieren muss, ist die Markenstrategie entscheidend – besonders in der für die Öffentlichkeit unscheinbar erscheinenden Logistikbranche“, so Agenturchef Sebastian Petry nach der Preisverleihung in Berlin.

„duisport ist als Marke für den Duisburger Hafen bereits national und international erfolgreich positioniert. Das zeigt, wir liegen auch mit unserer Tochter startport bei den Markenstrategen richtig“, so duisport-Chef Erich Staake.

Bereits im Frühjahr dieses Jahres wurde die Marke durch das German Brand Institute in drei Kategorien nominiert. Der Preis gilt als eine der höchsten deutschen Auszeichnungen für Werbeagenturen und Markenbildung. Der privatwirtschaftliche Preis wird jährlich in 60 Kategorien in Berlin vergeben.

Die Marke der duisport-Tochter startport GmbH wurde beim Branchenpreis German Brand Award 2019 in Berlin ausgezeichnet. © krischerfotografie

- Geschäftsklima am Niederrhein kühlt ab
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Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage Frühsommer  

Duisburg, 6. Juni 2019 - Die Stimmung der Unternehmen am Niederrhein sinkt im Frühsommer 2019 im Vergleich zur Vorumfrage weiter leicht. 40 Prozent der befragten Betriebe beurteilen ihre Geschäftslage als „gut“, lediglich 7 Prozent sind unzufrieden. Die Erwartungen in die künftige Geschäftsentwicklung gehen aber zurück. Insbesondere die Exporterwartungen sind nach unten korrigiert worden. Sorgen bereiten den Unternehmen vor allem der Fachkräftemangel, die weiterhin schwelenden Handelskonflikte sowie die nach wie vor ungewissen Brexit-Konditionen.
Weitgehend unabhängig von den zurückgenommenen Erwartungen stellen sich die Beschäftigungspläne sowie die Investitionsabsichten dar. Die Ergebnisse gehen aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Niederrheinischen IHK hervor, an der sich über 300 Unternehmen mit insgesamt rund 41.000 Beschäftigten beteiligt haben.   Im Frühsommer 2019 sind die Unternehmen in der Region immer noch überwiegend zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage.

Konjunkturklimaindex

Die positiven Einschätzungen sinken jedoch und der Saldo aus guten und schlechten Bewertungen erreicht den niedrigsten Wert seit zwei Jahren. Insgesamt blicken die Unternehmen weniger optimistisch in die Zukunft. Zwar erwartet noch jeder fünfte Betrieb (20 Prozent) in den kommenden zwölf Monaten Verbesserungen, dem gegenüber stehen aber inzwischen 16 Prozent der Betriebe, die von Verschlechterungen ausgehen. Vor allem die Unternehmen im Bereich Verkehr und Logistik haben ihre Erwartungen gesenkt. Die weiterhin gute Stimmung in der Baubranche wirkt dagegen stabilisierend. Der Konjunkturklimaindex, der Lage und Erwartungen zusammenfassend darstellt, sinkt leicht von 121 auf 117 Punkte.  

Auslandsgeschäft bereitet Unternehmen Sorgen
Die Exporterwartungen der Wirtschaft am Niederrhein sind gegenüber der Vorumfrage spürbar gesunken. Allem voran die nicht gelösten Handelskonflikte und Zolldebatten zwischen den USA einerseits und China sowie der EU andererseits, die weiterhin bestehenden Unsicherheiten mit Blick auf den EU-Austritt Großbritanniens und die schwächelnde Weltkonjunktur treiben den Unternehmen Sorgenfalten auf die Stirn. Allerdings erwarten immer noch etwas mehr Unternehmen eine Verbesserung ihrer Exporte in den nächsten zwölf Monaten (24 Prozent) als eine Verschlechterung (21 Prozent).  

Personalbedarf nach wie vor hoch
Den Beschäftigungsplänen der Unternehmen ist die konjunkturelle Abkühlung noch nicht anzusehen: Gegenüber der Vorumfrage kaum verändert plant fast jedes vierte der befragten Unternehmen (24 Prozent), seine Beschäftigtenzahlen zu erhöhen. Nur jeder zehnte Betrieb (10 Prozent) beabsichtigt, Personal abzubauen. Angesichts des großen Fachkräftemangels gehen anscheinend viele Betriebe mittlerweile dazu über, sich dringend benötigtes Personal auch unabhängig von konjunkturellen Schwankungen zu sichern.  

Geschäftslage und Geschäftserwartungen

Unternehmen investieren wieder mehr
Nach dem deutlichen Rückgang der Investitionsbereitschaft der niederrheinischen Wirtschaft zu Jahresbeginn ziehen die Investitionspläne aktuell wieder an. 39 Prozent der befragten Betriebe wollen in den kommenden zwölf Monaten mehr investieren, nur 14 Prozent planen weniger Investitionen als zuvor. Offenbar gibt es in der Region aktuell sich ergänzende singuläre Effekte. Zudem profitieren die Betriebe von weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen. Insbesondere die florierende Bauwirtschaft zeigt sich investitionsfreudig, da sie zunehmend an Kapazitätsgrenzen stößt.

GEBAG sucht Partner
Die GEBAG baut und modernisiert: Über 500 neue Wohnungen wird die GEBAG in den nächsten drei bis fünf Jahren in Duisburg errichten, auch der Bau von fünf Kindertagesstätten steht bereits auf der Agenda. Rund 200 Millionen Euro investiert die städtische Tochter in den nächsten Jahren in ihre Neubauten und in Großmodernisierungsmaßnahmen in den eigenen Siedlungen.
„Für all unsere Bauprojekte sind wir auf der Suche nach zuverlässigen Partnern, mit denen wir unsere Pläne zeitgerecht und in guter Qualität in die Tat umsetzen können“, so Ralf Lützenrath, Abteilungsleiter Neubau. Damit sich interessierte Dienstleister einen Überblick über die geplanten Projekte der kommenden Monate verschaffen können, hat die GEBAG nun ihre Homepage erweitert: Im Bereich „Für Dienstleister“ findet sich ab sofort eine Auflistung aller Neubau- und Modernisierungs-Projekte.
Zu jedem Projekt ist ein Zeitplan sowie eine Projektbeschreibung inklusive aller benötigten Gewerke aufgeführt, auch Bildmaterial, Visualisierungen und Planzeichnungen lassen sich abrufen. Die GEBAG erhofft sich so, den Pool ihrer Partner erweitern zu können und auch neue interessierte Dienstleister auf ihre Projekte aufmerksam zu machen. https://www.gebag.de/fuer-dienstleister/aktuelle-bauprojekte-der-gebag/


Postbank Wohnatlas 2019: Wo Pendler profitieren - Immobilienkauf rund um Düsseldorf und Duisburg

Experten analysieren, wo sich Wohneigentum im Umland trotz Pendelns rechnet

Bonn/Duisburg, 6. Juni 2019 - In Duisburg, Neuss und Erkrath zahlt sich der Kauf ein halbes Jahrhundert lang aus Leben im Umland, arbeiten in der City: Angesichts hoher Wohnungspreise in den boomenden Metropolen pendeln immer mehr Menschen. Und Entspannung ist nicht in Sicht: Die Nachfrage nach Wohneigentum übersteigt das Angebot, Bauland ist knapp, Nachverdichtungen sind kaum mehr möglich oder politisch schwer durchsetzbar.
In Düsseldorf sind Eigentumswohnungen binnen eines Jahres um 7,5 Prozent teurer geworden. Käufer mussten hier im Schnitt 3.772 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen. Der Postbank Wohnatlas 2019 zeigt in einer Sonderanalyse, wo Pendler beim Wohnungskauf im Düsseldorfer Umland auch langfristig Geld sparen können.
Pendeln gibt es nicht zum Nulltarif
Deutschland ist Pendlerland: Seit Jahren steigt die Zahl der Menschen, die für ihren Weg zur Arbeit mindestens eine halbe Stunde benötigen. Die angespannte Lage auf den Wohnungsmärkten der deutschen Metropolen fördert diese Entwicklung. Wer das Pendeln in Erwägung zieht, sollte allerdings nicht vergessen, dass längere Arbeitswege auch Kosten verursachen, die ein ganzes Berufsleben lang anfallen. Eine Modellrechnung des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) für die Postbank zeigt, wann der Kostenvorteil des günstigeren Kaufpreises im Umland im Vergleich zur Rheinmetropole selbst durch Fahrtkosten und -zeit aufgezehrt ist. In der aktuellen Neuauflage der Analyse wurde die Anzahl der untersuchten Städte im Düsseldorfer Speckgürtel deutlich erweitert.
Das Ergebnis: Der Standort der Immobilie hat große Auswirkungen auf die tatsächliche Ersparnis.

Duisburg überzeugt bei Preis und Anbindung
Verglichen wird jeweils der Kauf einer durchschnittlich teuren 70-Quadratmeter-Wohnung in Düsseldorf mit dem Erwerb einer vergleichbaren Wohnung in einer der größeren Städte aus den angrenzenden Landkreisen. Am längsten profitieren Pendler aus Duisburg vom günstigeren Wohnungskauf: Der Preisvorteil im Vergleich zu Düsseldorf ist bei täglicher Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für den Arbeitsweg erst nach 54,5 Jahren aufgebraucht, für Autofahrer reduziert sich diese Zeitspanne auf 18,8 Jahre.
Duisburg ist auch die Stadt mit den niedrigsten Kaufpreisen in der Region:
Der Quadratmeter kostet hier im Durchschnitt rund 1.234 Euro. Außerdem dauert die Bahnfahrt nach Düsseldorf lediglich zwölf Minuten. Nur Pendler aus Neuss, Erkrath und Mettmann sind per öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) schneller in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt: Ihre Fahrt dauert nur neun Minuten.
Neuss und Erkrath überzeugen aber auch in anderer Hinsicht: In beiden Orten dürfen Käufer eine Ersparnis erwarten, von der sie bei Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs laut Modellrechnung mehr als 50 Jahre profitieren. Pendler aus Neuss, die "öffentlich" unterwegs sind, ziehen 52,7 Jahre einen Vorteil aus ihrem Wohnungskauf. Autofahrer hingegen verbrauchen die Ersparnis bereits in 22,2 Jahren.
Auf Platz drei der günstigsten Standorte im Düsseldorfer Umland schafft es Erkrath. Bahnpendler haben den Kaufpreisvorteil erst nach 51,6 Jahren aufgezehrt. Wer das Auto nutzt, spart 17,9 Jahre lang. Von Kaarst aus lieber mit dem Auto Weitere Standorte, in denen der Immobilienkauf auch nach rund 40 Jahren Pendeln günstiger bleibt als im Düsseldorfer Stadtgebiet, sind Mettmann und Hilden im Kreis Mettmann - aber nur, wenn der Arbeitnehmer mit der Bahn in die Rheinmetropole fährt. Autopendler sind im Düsseldorfer Umland nur in Kaarst (Rhein-Kreis Neuss) im Vorteil.
Fährt jemand aus der 43.000-Einwohner-Stadt mit dem Wagen in die Landeshauptstadt, lohnt sich der Wohnungskauf 17,8 Jahre lang. Ist er allerdings mit dem ÖPNV unterwegs, sind es lediglich 12,3 Jahre. Die geringsten Kaufpreisvorteile der 18 Städte im Düsseldorfer Umland erzielen Berufspendler mit einem Umzug nach Jüchen. Käufer kommen nur 11,5 Jahre lang günstiger weg, wenn sie täglich "öffentlich" in die Landeshauptstadt pendeln. Autofahrer hätten 9,2 Jahre lang Geld gespart.

Zeitspanne in Jahren, in der der Umzug in eine der bevölkerungsreichsten Städte der Umlandlandkreise günstiger ist.

Spalten-Legende:
1) Landkreis / Gemeinde bzw. Stadt
2) Entfernung (km)*
3) Schnellste ÖPNV-Verbindung (Minuten)**
4) Schnellste PKW-Route (Minuten)**
5) Mit ÖPNV: Umland günstiger als Metropole (Jahre)
6) Mit PKW: Umland günstiger als Metropole (Jahre)


 

*vom Bahnhof bzw. Ortsmitte zum Düsseldorfer HBF **Abfahrt am 29.3.2019 morgens zwischen 7 und 8 Uhr Quellen: BBSR (2019): INKAR online, http://www.inkar.de/; Empirica (2019): empirica-systeme Marktdatenbank; Genesis regional (2019): http://www.regionalstatistik.de; Statistisches Bundesamt (2019): www.destatis.de; Google Maps (2019);

Berechnungen und Darstellung HWWI
Generell sind die Pendelzeiten aus dem Umland in die Düsseldorfer Innenstadt recht kurz: Aus 14 der 18 untersuchten Städte fahren die Pendler mit Bus und Bahn unter 30 Minuten pro Strecke. Lediglich ÖPNV-Nutzer aus Velbert und Monheim am Rhein (beide Kreis Mettmann) sowie Kaarst und Jüchen (beide Rhein-Kreis Neuss) sind länger unterwegs. 40 Minuten brauchen die Autofahrer aus Wülfrath (Kreis Mettmann), Grevenbroich (Rhein-Kreis Neuss), Velbert und Jüchen.

Der Faktor Zeit ist für den Pendelkostenrechner eine entscheidende Größe. Was kostet Pendeln wirklich? Ausgangspunkt für die Modellrechnung sind die durchschnittlichen Kaufpreise für eine 70 Quadratmeter große Wohnimmobilie zuzüglich Notargebühren (zwei Prozent des Kaufpreises) und Grunderwerbssteuer in der Metropole und im Umlandkreis. Zur Berechnung der Pendelkosten wird angenommen, dass ein Familienmitglied in der Metropole arbeitet und 220 Mal im Jahr dorthin pendelt.
Auch Stadtbewohner haben einen Arbeitsweg zu bewältigen. Daher wird zugrunde gelegt, dass die Fahrtzeiten innerhalb der City identisch sind mit denen des Pendlers von seiner Haustür zum Heimatbahnhof und vom Düsseldorfer Hauptbahnhof zum Arbeitsplatz. Zusätzliche Zeiten entstehen also für Pendler nur vom Umlandbahnhof zum Hauptbahnhof in der Rheinmetropole.

Analysiert wurden sowohl die Fahrtzeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto. In einem zweiten Schritt werden die Pendelkosten berechnet: Einerseits werden die Kosten für die Fahrkarte für Bus und Bahn beziehungsweise für das Auto (inkl. Benzin, Anschaffung, laufende Kosten) herangezogen. Andererseits wird der zusätzliche Zeitaufwand mit dem durchschnittlichen Düsseldorfer Bruttolohn (29 Euro je Stunde) veranschlagt. Individuelle Abwägung - realistische Finanzplanung
Die Frage, ob sich Pendeln lohnt, muss im Einzelfall betrachtet werden. Denn das Ergebnis hängt davon ab, wo die Wohnung und wo genau die Arbeitsstelle in der Metropole liegt. Entscheidend ist auch, ob in einem Haushalt ein oder zwei Arbeitnehmer pendeln, ob Home-Office-Regelungen die Zahl der Pendeltage verringern und wie die berufliche Planung generell aussieht. Bleibt es bei dem Arbeitsverhältnis in der Metropole oder sind berufliche Veränderungen oder der Renteneintritt absehbar?

Familien sollten berücksichtigen, dass Kinder in der Kita möglicherweise länger betreut werden müssen, während Vater oder Mutter noch in der S-Bahn unterwegs sind oder im Stau stehen. Auch das kostet Geld. Andererseits bedeutet ein Investment in der Großstadt in vielen Fällen höhere Schulden - und damit auch höhere Zinszahlungen.
"Mit unseren Berechnungen zeigen wir, dass Pendeln ein Kostenfaktor ist, den Immobilienkäufer nicht ignorieren sollten", sagt Stephan Hellmann, Regionalbereichsleiter und Mitglied der regionalen Geschäftsleitung Nord & Nord-West von der Postbank Immobilien GmbH.
"Wem die Preise in Düsseldorf zu hoch sind, dem bieten sich rund um die Metropole noch günstigere Investitionschancen. Viele Städte im Umland sind sehr gut angebunden. Das hält die Pendelzeiten und -kosten häufig im Rahmen." Aber letztlich kann nur eine individuelle Analyse der finanziellen Situation, des geplanten Investments und der beruflichen Perspektiven einen realistischen Kostenüberblick liefern. "Kaufinteressierte sollten das in jedem Fall für sich berechnen", rät Postbank-Experte Hellmann.

Übersicht: Immobilienpreise für Düsseldorf und das Umland Stadt bzw. Kreis / QM-Kaufpreis (2018) / Preisanstieg 2017-2018 (%)*

Stadt bzw. Kreis / QM-Kaufpreis (2018) / Preisanstieg 2017-2018 (%)*
Düsseldorf 3772,05 - 7,53
Rhein-Kreis Neuss 2201,22 - 6,99
Mettmann 2087,80 - 7,05
Duisburg 1233,89 - 8,86

* Kaufpreisanstieg in Prozent (inflationsbereinigt) gegenüber Vorjahr Quellen: Empirica (2019): empirica-systeme Marktdatenbank; Statistisches Bundesamt (2019): www.destatis.de; Berechnungen HWWI Hintergrundinformationen zum Postbank Wohnatlas 2019

Der Postbank Wohnatlas ist eine jährlich erscheinende, mehrteilige Studienreihe, die den deutschen Immobilienmarkt unter verschiedenen Aspekten regional bis auf Kreisebene beleuchtet. Für die vorliegende Analyse wurden unter der Leitung von Diplom-Volkswirtin Dörte Nitt-Drießelmann, Senior Researcherin beim Hamburger WeltWirtschaftsInstitut (HWWI), die Pendelkosten für Bewohner der Umlandkreise der sieben größten deutschen Städte untersucht. Im Fokus dieser Auswertung steht Düsseldorf. Annahmen und Berechnungen der Pendelkosten

1. In der Gemeinde des Landkreises wird eine Eigentumswohnung von 70 Quadratmeter zum Durchschnittspreis des Landkreises im Jahre 2018 erworben. Alternativ wird eine Eigentumswohnung von 70 Quadratmeter in der Metropole zum Durchschnittpreis der Stadt im Jahre 2018 gekauft.

In die Analyse einbezogen wurden alle Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern (Mitte 2017) der umliegenden Landkreise.
2. Der berechnete Kaufpreis wird um Notargebühren von zwei Prozent sowie die derzeit im Bundesland geltende Grunderwerbsteuer erhöht.
3. Einsparungen beim Kauf einer Eigentumswohnung im Umland im Vergleich zu einem Kauf in der Metropole werden um notwendige Mobilitätskosten (direkte Mobilitätskosten und bewerteter Zeitaufwand für das Pendeln), die durch den Umzug in das Umland entstehen, reduziert.
4. Zusätzliche Mobilitätszeiten für Bewohner des Umlandes gegenüber den Bewohnern der Metropole entstehen für den Weg vom Bahnhof der Umlandgemeinde zum Hauptbahnhof der Metropole. Alle Pendler nehmen den Weg von Bahnhof zu Bahnhof.
5. Als Pendelzeit für den einfachen Weg wird die kürzeste Reisezeit angesetzt, die mit dem jeweiligen Verkehrsmittel am Dienstagmorgen, den 29.03.2019, zwischen 07.00 Uhr und 08.00 Uhr erzielt werden konnte.
6. Die Mobilitätszeiten für Hin- und Rückweg sind identisch.
7. Die Mobilitätskosten pro einfachem Entfernungskilometer liegen nach Abzug der Steuervergünstigungen bei 0,35 Euro für den Pkw und bei 0,08 Euro für den ÖPNV. 8. Der Zeitaufwand für das Pendeln wird mit dem Medianeinkommen von Vollzeitbeschäftigten (Brutto je Stunde) bewertet, das im Jahre 2018 in der Metropole erzielt wurde.



Duisport: Bessere Anbindung an Rotterdam und Ausbau des Chinahandels

Duisburg, 5. Juni 2019 - Die Duisburger Hafen AG (duisport) und das Schweizer Unternehmen Hupac Intermodal intensivieren ihre bereits im Juli 2018 vereinbarte strategische Zusammenarbeit. Auf der Messe transport logistic in München vereinbarten duisport als wichtigste Logistikdrehscheibe Zentraleuropas und Hupac als eines der größten Betreiber internationaler intermodaler Transportnetze, das Maasvlakte-Terminal in Rotterdam durch ein mehrmals täglich verkehrendes Shuttle-System besser anzubinden. Dadurch wird der Duisburger Hafen als Gateway für den Weitertransport der maritimen Frachten aus Rotterdam innerhalb Europas gestärkt.
Überdies werden duisport und Hupac zur Optimierung ihrer Aktivitäten im Rahmen der „Belt & Road“-Initiative verstärkt kooperieren. So werden beide Partner gemeinsam Terminals entlang der Seidenstraße entwickeln und an Lösungen zur Reduzierung der Fahrtzeiten der Chinazüge arbeiten.
„Durch diese Zusammenarbeit entwickeln wir zusätzliche Angebote für unsere Kunden und bauen als Premium-Port unser internationales Netzwerk und unsere Position als die wichtigste europäische Drehscheibe im innereuropäischen und internationalen Handel weiter aus“, so duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake.
Und Michail Stahlhut, CEO der Hupac Intermodal sagt: „Wir sehen großes Potenzial in der Stärkung unserer jahrzehntelangen Zusammenarbeit. Das Ziel ist die Anbindung des Hupac-Netzwerks in der Duisburger Hafen AG in der Mitte Europas an die transkontinentalen Verkehrsströme auf der Ost-West-Achse. Dazu bauen wir gemeinsam eine Pipeline auf, stärken den Standort Duisburg und nutzen dabei die Kraft des jeweiligen Partners.“


Auf gute Zusammenarbeit: Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der duisport-Gruppe (r.), und Beni Kunz, CEO der Hupac-Gruppe (l.), vereinbarten die Intensivierung ihrer Kooperation. Bei der Unterzeichnung zugegen waren duisport-Kunde Hans-Jörg Bertschi, Executive Chairman, Board of Directors der Bertschi Group (2.v.r.) und Peter Plewa, Geschäftsführung duisport agency GmbH (2.v.l.). © dws Werbeagentur GmbH

 

Wirtschaftskammern bringen 40 Ideen in Ruhrkonferenz ein

Duisburg, 4. Juni 2019 - Um das Ruhrgebiet fit für die Zukunft zu machen, hat die Landesregierung NRW mit der Ruhrkonferenz einen breiten Beteiligungsprozess gestartet. Die IHKs und Handwerkskammern im Ruhrgebiet unterstützen diesen Prozess. Ihre Ideen für das Ruhrgebiet haben die Wirtschaftskammern jetzt zusammengefasst und der Landesregierung übermittelt.

 

Unter dem Schlagwort „#40Ruhrideen“ legen Handwerk und IHKs 40 konkrete Projekte für das Ruhrgebiet vor. Die Wirtschaftskammern widmen sich mit den Projektideen den sechs übergeordneten Querschnittsthemen „Mobilität“, „Digitalisierung und Innovation“, „Mittelstand“, „Energie“, „Flächen“ sowie „Bildung und Fachkräftesicherung“.

„Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, das Ruhrgebiet in den nächsten 10 Jahren zu einer der leistungsfähigsten und innovativsten Wirtschaftsmetropolen Deutschlands zu machen. Dafür brauchen wir einzelne Leuchtturmprojekte wie zum Beispiel die Internationale Gartenausstellung 2027. Und gleichzeitig brauchen wir konkrete Projekte, die das Ruhrgebiet als Wirtschaftsstandort und als Raum für Innovation und neue Ideen attraktiv machen und die nachhaltig sind“, so Dr. Stefan Dietzfelbinger, derzeitiger Sprecher der IHKs im Ruhrgebiet und Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve.

IHKs und Handwerkskammern sind sich einig: Die 20 Themenforen der Ruhrkonferenz bilden nur einen Teil der Themen ab, die für Wirtschaft und Beschäftigung wichtig sind. „Zentrale Querschnittsthemen wie Mittelstandsförderung, Fläche, Digitalisierung oder Ausbildung und Fachkräftemangel haben noch nicht die Bedeutung, die sie eigentlich haben müssten. Unsere Ideen sind ein Anstoß zur Diskussion, um wirtschafts- und standortbezogene Themen stärker in den Blick zu nehmen“, so Thomas Banasiewicz, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Münster, der für die Handwerkskammern im Ruhrgebiet spricht.

 

Mehr Mut zur Fläche

IHKs und HWKs fordern mehr Freiräume für Wirtschaft zu schaffen und zusätzliche Flächen bereitzustellen. Das Flächenrecycling im Ruhrgebiet stockt nach Auffassung der Wirtschaftskammern. „Wer sich verändern will, hat oft mit unglaublichen Restriktionen zu kämpfen“, so Banasiewicz. „Industriebrachen schneller zu recyceln, ist nicht die einzige Antwort auf den Flächenmangel. Wir brauchen gleichzeitig auch mehr Akzeptanz für innerstädtische Gewerbe- und Handwerksstandorte. Betriebe, die wachsen können, können dazu beitragen, die Region zu stärken und Arbeitsplätze zu schaffen. Diese Möglichkeiten sollten unseren Betriebe offen stehen.“

 

Smarter Wirtschaftsstandort

Neben dem Thema Flächen setzen die Wirtschaftskammern auf Digitalisierung. Zu einem smarten Standort gehört es auch, das Leben von kleinen und mittelständischen Betrieben nicht unnötig durch bürokratische Hemmnisse zu erschweren. „Einkaufen oder Arzttermine buchen – Wir alle organisieren unseren Alltag zunehmend über Smartphone und Tablet. Das prägt unsere Erwartungshaltung gegenüber Service und Dienstleistung. Das muss für öffentliche Verwaltungs- und Genehmigungsbehörden ebenfalls Benchmark sein“, so Dietzfelbinger. Die IHKs und Handwerkskammern werben deshalb mit mehreren Projektideen dafür, dass die Kommunen im Ruhrgebiet stärker an gemeinsamen Serviceangeboten und Online-Plattformen für Bürger und Unternehmen arbeiten.

- IHK Geschäftsbericht 2018/2019 veröffentlicht  
- Hotline für Ausbildungssuchende am 3. Juni
- Markteinstieg Bulgarien: Chancen für Unternehmen

Einblicke in die Arbeit der Niederrheinischen IHK
Duisburg, 29. Mai 2019 - Unter dem Leitmotiv #GemeinsamFürDenNiederrhein ist der Geschäftsbericht 2018/2019 der Niederrheinischen IHK erschienen. Über 5.000 Aus- und Weiterbildungsberatungen, fast 2.600 Anfragen nach Existenzgründungsinformationen, rund 7.100 telefonische Außenwirtschaftsberatungen – das sind nur einige Beispiele aus der täglichen IHK-Arbeit aus dem Jahr 2018. Mehr zu den Aktivitäten und Leistungen enthält der aktuelle Geschäftsbericht.
 
Die Publikation gibt Einblicke in die wichtigsten Entwicklungen der Region und die Ergebnisse der IHK-Arbeit. Darüber hinaus zeigt der Bericht in diesem Jahr Menschen aus dem IHK-Hauptamt auf Ganzseitenfotos – allen voran Teams aus den Geschäftsbereichen, die im häufigen Kundenkontakt stehen.
„Als IHK sind wir Gestalter für eine starke Wirtschaft und Impulsgeber für die Region. Ob in Brüssel, Berlin, Düsseldorf oder am Niederrhein – wir bleiben für Sie am Ball“, so IHK-Präsident Burkhard Landers und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger in ihrem gemeinsamen Vorwort. Steuerentlastungen, eine kraftvolle Digital-Offensive, mehr Gewerbeflächen am Niederrhein oder eine höhere Abladetiefe für den Rhein, das sind nur einige Projekte, die im aktuellen Geschäftebericht genannt sind.  
Ohne ehrenamtliches Engagement ist die IHK-Arbeit nicht denkbar. Sie lebt vom Mitmachen und Mitgestalten durch die Vertreter der Wirtschaft vor Ort. Am Niederrhein sind das beispielsweise 280 gewählte Vertreter in den IHK-Gremien oder rund 2.000 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer in der Berufsausbildung. Die Mitglieder des Präsidiums und der Vollversammlung sind ebenso im Geschäftsbericht aufgeführt, wie die Mitglieder der Fachausschüsse. Ein Überblick über die Finanzen, Beteiligungen und Kooperationen sowie ein Organigramm runden den Bericht ab.  

Der Geschäftsbericht 2018/2019 ist in der IHK in Duisburg sowie in den Zweigstellen in Wesel und Kleve erhältlich. Er kann auch telefonisch (0203 2821-0) angefordert werden. Die Publikation als Download:
www.ihk-niederrhein.de/geschaeftsbericht.


IHK-Hotline für Ausbildungssuchende am 3. Juni
Viele Lehrstellen für 2019 noch
unbesetzt  
Der Tag der Ausbildungschance – eine bundesweite IHK-Aktion – findet am Montag, 3. Juni, statt. In diesem Rahmen bietet die Niederrheinische IHK einen Beratungsservice für Jugendliche an, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Interessierte können sich in der Zeit von 12 bis 15 Uhr bei IHK-Bildungslotsin Özlem Erdogan melden. Sie informiert rund um das Thema duale Ausbildung und gibt Informationen zu freien Lehrstellen.  
Eine aktuelle Abfrage der Niederrheinischen IHK ergab, dass der Bedarf an Nachwuchskräften in folgenden Berufen aktuell besonders groß ist: Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistungen, Fachinformatiker/-in, Kaufmann/-frau für Büromanagement, Kaufmann/-frau im Groß-und Außenhandel, Fachkraft für Lagerlogistik. Wer für dieses Jahr noch eine Ausbildungsstelle in den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen sucht und Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz braucht, kann sich telefonisch unter der 0203 2821-205 melden. Die Hotline ist in der Zeit von 12 bis 15 Uhr geschaltet. Auch Fragen zum gesamten Bewerbungsprozess werden beantwortet.  

Markteinstieg Bulgarien: Chancen für Unternehmen
IHK-Beratungstag am 5. Juni bietet Unterstützung
 
Nordrhein-Westfalen ist einer der Top-Handelspartner und wichtigsten Auslandsinvestoren in Bulgarien. Die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen entwickeln sich seit Jahren sehr dynamisch und das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft: Jahr für Jahr werden weitere Rekorde beim Warenaustausch zwischen NRW und Bulgarien erzielt. Wie interessierte Unternehmen sich den bulgarischen Markt erschließen können, darüber informiert die Niederrheinische IHK bei einem Beratungstag am 5. Juni in Duisburg.  
Wachstumschancen bieten unter anderem der Konsumbereich, der Infrastrukturausbau und Ausrüstungsinvestitionen. Darüber hinaus hat Bulgarien mit 10 Prozent einen der niedrigsten Steuersätze in der EU. Für Unternehmen ist Bulgarien ein kleiner, aber attraktiver Standort und interessanter Handelspartner. Über Möglichkeiten und Aussichten im bulgarischen Markt können sich Unternehmer beim Wirtschaftstag Bulgarien am 5. Juni von 9 Uhr bis 16 Uhr in Duisburg beraten lassen. Tzanko Tzankov von der Deutsch-Bulgarischen Handelskammer in Sofia steht an diesem Tag für individuelle Einzelgespräche (in deutscher Sprache) zur Verfügung.

Beachtliche Resonanz: Erstes „Techstars Startup Weekend Duisburg

Quellen-Reiter gesucht!“ 30 internationale Nachwuchstalente begeisterten Jury mit ausgefeilten Geschäftsideen und Teamgeist     Duisburg, 28. Mai 2019 - „Faszinierend, was hier innerhalb eines Wochenendes an Geschäftsideen im Team entwickelt wurde. Das kann sich sehen lassen“, zeigt sich Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, begeistert. Gemeinsam mit Wolfgang Gröting vom Fraunhofer inHaus-Zentrum und dem atelier Manfred Heise hatte ein Projektteam der hiesigen Wirtschaftsförderung, Annegret Angerhausen-Reuter und Andree Schäfer, sich auf die Suche nach Nachwuchstalenten gemacht.

„30 Quellen-Reiter haben wir gefunden, die hochmotiviert und intensiv an ihren Businessplänen gearbeitet haben. Die Teilnehmer kamen aus aller Welt: aus Deutschland ebenso wie aus der Türkei, Japan, China, Malaysia und Indien“, stellt Schäfer fest. Die Business-Modelle, die zum Leben erweckt wurden, reichen von Zeiterfassungssystemen, einem internationalen Food Truck-Konzept über intelligente Kleidung für die Regulierung der Körpertemperatur bis hin zu virtuellen Systemen für die Erlernung neuer Sprachen sowie Apps für Reisende zur Vernetzung mit Einheimischen.  

Fünf Teams stellten zum Abschluss ihre Businesspläne in einer fünfminütigen Präsentation, einem so genannten „Pitch“, vor. Danach hatten die Juroren Prof. Dr. Volker Breithecker von der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre an der Mercator School of Management und small business management-Projektleiter, Oliver Kuschel – Managing Partner und Co-Founder der Anthropia gGmbH – und Alexander Kranki, Geschäftsführer der Digitalagentur KRANKIKOM – Alexander Kranki Kommunikation GmbH, weitere drei Minuten Zeit, um die Idee der Teilnehmer „auf Herz und Nieren“ zu prüfen.  

Das Rennen machte schließlich die Gruppe „Shift Watch“, gefolgt von „XELP“ und dem „OM Food Truck“. Während sich die Erstplatzierten über einen Stand bei der nächsten WestVisions freuen dürfen, steht für die Zweiten ein Workshop zur Innovations- und Geschäftsmodellgenerierung“ im Fraunhofer inHaus-Zentrum auf dem Programm. Die Akteure, die das Konzept rund um den internationalen Food Truck ausgearbeitet haben, werden schon alsbald mit Bianca Klug und Manfred Heise in dessen gleichnamigem Atelier an einem kreativen Corporate Design feilen. Für die beiden anderen Teams „Tribe of Travelers“ und „Kinabalu“ gab es jeweils RUHR.TOPCARDs.  

„Gewonnen haben schlussendlich alle: neue Erfahrungen, Kontakte und Netzwerke. Wir sind gespannt darauf, was die Zukunft für die Teams bringen wird und ob sie ihre Ideen gemeinschaftlich verwirklichen werden. Wo immer wir können, stehen wir gerne weiterhin mit unseren Dienstleistungen und Matching-Angeboten begleitend zur Seite“, so Angerhausen-Reuter.  
Ein besonderes Highlight war auch der Einblick von Martin Haltermann, Leiter Kommunikation & Medien bei der MSV Duisburg GmbH & Co. KGaA, der am Abschlusstag in einem kurzen Impuls-Beitrag vom Gewinnen und Verlieren sowie der Kraft des Wiederaufstehens im Team sprach. Auch Moderator Christian Jantz wusste davon zu berichten, dass der Teamgeist ausschlaggebend für den Erfolg eines Startups ist.  
„Wir freuen uns auf die Fortsetzung im nächsten Jahr und danken den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die das Wochenende mit Ideen, Überzeugungskraft und Teamgeist belebt haben sowie den Unterstützern, die ein Event in diesem Rahmen erst ermöglicht haben“, betont GFW-Geschäftsführer Meurer.  
Zu den diesjährigen Unterstützern des „Techstars Startup Weekends Duisburg – Quellenreiter gesucht!“ gehören als „Wellen-Brecher“ die tecRacer Consult GmbH, die Techniker Krankenkasse, die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, atelier Manfred Heise, die Rheinschafe, die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, die Deutsche Bank, der ruhr:Hub und die Impact Factory der Anthropia gGmbH.  

Mit Spaß an zukunftsweisenden Ideen: Teilnehmer, Unterstützer und Organisatoren des ersten „Techstars Startup Weekends Duisburg – Quellen-Reiter gesucht!“, Urheber: Heinrich Altmiks, Nutzungsrechte: GFW Duisburg


„Wasserstraße stärken heißt Binnenschifffahrt stärken“

IHK-Statement zur Regionalkonferenz Wasserstraßen im Ruhrgebiet

 

Duisburg, 27. Mai 2019 - Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) lädt am 28. Mai 2019 zu einer „Regionalkonferenz Wasserstraßen im Ruhrgebiet“ in den Landschaftspark Nord nach Duisburg ein. Vertreter der Branche, Verlader, Politik und Verwaltung diskutieren darüber, wie in der Rhein-Ruhr-Region die im kürzlich vorgelegten Masterplan Binnenschifffahrt vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt werden können.

Dazu Frank Wittig, Vize-Präsident der Niederrheinischen IHK und Vorsitzender der Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort e.V.: 

„Die Wirtschaft an Rhein und Ruhr ist auf die Binnenschifffahrt und eine intakte Wasserstraßeninfrastruktur ganz besonders angewiesen. Der Masterplan Binnenschifffahrt ist dafür ein richtiges Signal. Jetzt muss es darum gehen, die wichtigsten Maßnahmen im Wasserstraßenland Nummer eins Nordrhein-Westfalen anzuschieben und umzusetzen.
Das heißt: Schleusen sanieren, Brücken anheben und Maßnahmen zum Umgang mit Niedrigwasser entwickeln. Unsere Region hat hervorragende Voraussetzungen, um die Zukunft der Binnenschifffahrt aktiv und an vorderster Stelle mitzugestalten. Ein Testfeld für autonome Binnenschiffe in unserem Wasserstraßennetz einzurichten, wäre daher ein wichtiger und konsequenter Schritt.“

 

Kooperation bei Maschinenbauern: Engineering Allianz Ruhr (EAR)

Duisburg, 24. Mai 2019 - Die Ingenieurwissenschaften der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) rücken mit der Gründung der Engineering Allianz Ruhr (EAR) noch enger zusammen. Das beinhaltet eine Öffnung des Angebots im Wahlpflichtfachbereich für Studierende der jeweils anderen Uni ebenso wie umfassende Information über ein gemeinsames Webportal.
Das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) unterstützt die Initiative bis 2021 mit rund 400.000 Euro. Damit soll entlang der Ruhr-Schiene eines der stärksten maschinenbaulichen Cluster Deutschlands entstehen. Der Vorteil für die Studierenden liegt in der Vielfalt der Studiengänge: Es gibt acht deutsche und zwei bilinguale Bachelor-Angebote sowie zehn deutsche, fünf bilinguale und zwei englische Master-Angebote. idr

Stadt Duisburg für Flächenpool NRW ausgewählt  

Duisburg, 22. Mai 2019 - Im Rahmen der Stadtentwicklungsmesse Polis Convention in Düsseldorf hat Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen das Ergebnis des fünften Auswahlverfahrens zur Aufnahme in den Flächenpool NRW bekannt gegeben.

Die Stadt Duisburg ist eine von zwölf neu ins Verfahren aufgenommenen Kommunen. Die ausgewählten Städte und Gemeinden erhalten Unterstützung dabei, brachgefallene oder untergenutzte Flächen wieder in die Stadtentwicklung zu integrieren und damit neues Bauland für Wohnen oder Gewerbe zu schaffen. „Dabei werden private Eigentümer und Kommunen an einen Tisch gebracht, um einen Konsens zur weiteren Entwicklung zu erreichen“, so Franz Meiers, Geschäftsführer von NRW.URBAN.  
Bei der Auswahl der Standorte hat sich die Stadtverwaltung der Stadt Duisburg bewusst auf Brachflächen mit einem bedeutenden Potenzial für die Wirtschaftsentwicklung konzentriert, um mit der Reaktivierung der Flächen einen wichtigen Beitrag zu Deckung des bestehenden Wirtschaftsflächenbedarfs zu leisten. Nur eine Fläche mit dem Entwicklungsziel Wohnen ist in die Bewerbung eingegangen.  
Der Zugang zum Flächenpool NRW steht landesweit allen Kommunen offen. Beauftragt mit der Durchführung des Flächenpools NRW sind die Landestochter NRW.URBAN in Kooperation mit der BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW.     

Falko Kupsch, Abteilungsleiter Stadtentwicklung, bei der Übergabe des Aufnahmeschreibens durch Ministerin Ina Scharrenbach. Foto: Frank Vinken


Bilanz der GFW Duisburg - Aktivitäten in 2018, Status quo und Ausblick

Bilanz
Duisburg, 22. Mai 2019 - 402 Immobilienanfragen – mehrheitlich nach unbebauten Grundstücken, 32 Ansiedlungserfolge und 171 Objekte, die noch in der Angebotsphase sind, zeigen, dass die Nachfrage nach dem Wirtschaftsstandort Duisburg ungebrochen ist.
Dabei gehören der Immobilienservice – konkret: die Ansiedlung neuer Betriebe – ebenso wie der Firmenservice – die Dienstleistungen für bereits am Standort ansässige Unternehmen – zum Kern der klassischen Tätigkeitsfelder der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg). Hinzu kommen 63 Netzwerk-Veranstaltungen mit rund 3725 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, drei Gewerbeimmobilienmessen (MIPIM, POLIS, Expo Real), außenwirtschaftliche Aktivitäten und über 420 Veröffentlichungen in Text und Bild.

Zu den Ansiedlungen und Erweiterungen in 2018, die die GFW Duisburg aktiv angestoßen hat, gehören unter anderen die CSG GmbH im Gewerbepark Rheinpreußen mit 50 Arbeitsplätzen. Darüber hinaus ist der Gewerbepark Hohenbudberg ein Erfolgsbeispiel, da die dortigen Flächen bereits fast vollständig an kleine und mittlere Unternehmen vergeben sind – und zwar an Betriebe beispielsweise aus den Bereichen Stahlverarbeitung, Lebensmittelproduktion und LKW-Gewerbe.
Gleiches gilt für den Zebrapark in Duisburgs Norden. „Hier haben sieben Unternehmen, mehrheitlich bereits in Duisburg ansässig, adäquate Erweiterungsmöglichkeiten gefunden, um auch perspektivisch am Standort entwicklungsfähig zu bleiben“, bringt es GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer auf den Punkt. Beide Gewerbeparks können den starken Flächenmangel am Wirtschaftsstandort Duisburg zwar nicht beheben, haben diesen aber zumindest teilweise etwas abmildern können. Außerdem zeigt es die aktuell besonders hohe Nachfrage im Segment kleiner Kaufgrundstücke, die kurzfristig bedient werden will.“  
Im „Businesscenter Rheinhausen“ konnten durch die Vermittlungsaktivitäten der GFW Duisburg allein in 2018 zehn kleinere chinesische Unternehmen neu angesiedelt werden. Dass dort ein neuer Investor das Objekt aus dem Dornröschenschlaf erweckt und revitalisiert hat, ist auf die intensive Eigentümerbetreuung im Büromarktbereich der Duisburger Wirtschaftsförderung zurückzuführen.
Mit der Eszett GmbH, einem Start-up von 2003, hat ein Hidden Champion im letzten Jahr einen neuen, größeren Standort innerhalb der Stadt gefunden, namentlich an der Kulturstraße. Und mit der ícho systems GmbH hat ein weiteres preisgekröntes, technologieorientiertes Start-up seine neue berufliche Wirkungsstätte im Fraunhofer inHaus-Zentrum in Duisburg gefunden.
Die thyssenkrupp Steel Europe AG hat darüber hinaus rund 3.400 Quadratmeter Büro im Innenhafen auf Vermittlung der GFW Duisburg angemietet. Auf die Frage, warum so viele Anfragen noch in der Angebotsphase seien, antwortet Wirtschaftsdezernent und GFW-Mitgeschäftsführer Andree Haack: „Die Entscheidungswege, nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in den Unternehmen brauchen ihre Zeit. Da ticken wir hier interkulturell anders als beispielsweise chinesische Investoren, die sich nicht selten innerhalb von zwei Tagen für Objekte in stattlicher Größenordnung und Preisklasse entscheiden. Darüber hinaus spielen aber zweifelsohne auch Genehmigungswege, Aufenthaltserlaubnis und mehr eine Rolle.“  

GFW-Geschäftsführer Meurer weiß aus langjähriger Erfahrung: „Häufig ist es die Ernte der Früchte, die ein oder zwei Jahre zuvor ‚gesät‘ worden sind, wenn man über Ergebnisse wie heute spricht.“ Wirtschaftsdezernent Haack betont: „Vor diesem Hintergrund ist es auch so wichtig, ein strategisches Flächenmanagement zu betreiben, dass auf kurzfristige Bedarfe mit passgenauem Angebot reagiert werden kann. Momentan können lediglich 65.000 Quadratmeter Gewerbeflächen zum Kauf angeboten werden, die teilweise auch noch erheblichen Restriktionen unterliegen.
Auch Gewerbeflächen zur Miete sind aktuell ein knappes Gut: Lediglich 195.000 Quadratmeter sind in Duisburg aktuell verfügbar. Umso mehr Potenzial versprechen wir uns dagegen mittel- und langfristig: Hier stehen dann 428.000 Quadratmeter respektive 696.000 Quadratmeter bereit, wobei in letztgenannter Summe die Entwicklungsflächen in Wedau und am Güterbahnhof noch nicht mit eingerechnet sind.“  
Aus Wirtschaftsförderungssicht ist dabei insbesondere Wedau-Nord interessant, sollen hier doch neben universitären Einrichtungen auch fokussiert technologieorientierte, universitätsnahe Start-ups ihr berufliches Zuhause finden und Wedau-Nord als Cross Innovation Campus zum Inkubator für Forschung und Entwicklung avancieren.
In 2018 hat die GFW Duisburg 61 Absolventen der Gründungsinitiative Innovation Duisburg (GRIID) begleitet; 28 Businesspläne sind aus dem Ideen-Wettbewerb, den die GFW Duisburg und die Universität Duisburg-Essen vor neun Jahren mit Initialpartnern ins Leben gerufen haben, hervorgegangen. Drei Gründungen wurden davon bislang vollzogen. Seit Bestehen von GRIID konnten so 358 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
„Momentan arbeiten wir an einem Mehr an Innovation und Gründung, da wir wissen, dass gerade technologieorientierte Gründerinnen und Gründer höchst individuelle Bedarfe haben. Existenzgründungsbegleitung umfasst heute neben dem Scouting die Vermittlung adäquater Räumlichkeiten und das Angebot spezieller Existenzgründungswettbewerbe und -formate wie Hackathons, Elevator-Pitches und Start-up-Weekends“, so Meurer.
„Um die Gründer da abzuholen, wo sie ganz individuell stehen, hat die GFW Duisburg mit ihrem digitalen Gründungsportal ein weiteres Instrument auf den Weg gebracht, um die Zielgruppe möglichst maßgeschneidert anzusprechen und passgenaue Angebote transparent zu machen. Dabei ist und bleibt es der direkte Kontakt mit den Selbstständigen in spe, der die nachhaltige Bindung an den Standort ermöglicht“, erklärt Haack.  

Außenwirtschaftlich liegt das Hauptaugenmerk nach wie vor auf dem chinesischen Markt: Die bestehende Infrastruktur wurde in 2018 gepflegt und ausgebaut. Dazu gehören das China Business Network, die eigene Präsenz auf dem Social Media Kanal WeChat, der Existenzgründerwettbewerb für Chinesinnen und Chinesen in Deutschland „ESCID“, das Deutsch-Chinesische Businesscenter sowie die Zusammenarbeit mit dem Konfuzius Institut. 23 Delegationen aus China wurden allein in 2018 von der GFW Duisburg betreut.  

Auf Stadtteil-Ebene im Quartiersbüro Altstadt ging es gleichermaßen facettenreich zu: Vom Verfügungsfonds über die Vermarktung von Altstadthonig bis hin zur Aufstellung von „Pollermonstern“ war eine Menge los. Hervorzuheben ist insbesondere der vegane Wintermarkt „Anis & Zauber“, der sogar überregional für Furore sorgte und sich gleich bei der Premiere großer Resonanz erfreut hat.   Gefragt nach den besonderen Herausforderungen im laufen Jahr, antwortet GFW-Mitgeschäftsführer Haack: „Das ist ein bunter Strauß: Von nachhaltigen Projekten zur Ressourceneffizienz über die Schaffung weiterer qualitativ hochwertiger Gewerbeflächen bis hin zu probaten Konzepten im Hinblick auf geparkte LKWs in Gewerbegebieten steht einiges auf der Agenda.
Hinzu kommt die Neuausrichtung unserer Gründungsaktivitäten ebenso wie eine digitale Plattform für Arbeitgeber zum erfolgreichen Fachkräftemarketing. Last, but not least, bleibt an oberster Stelle die Begleitung von ‚kleinen‘ und ‚großen‘ Unternehmensanfragen bei deren Entscheidungsprozessen.“    

Rund 5.000 Stellungnahmen zum Entwurf des Regionalplans Ruhr eingereicht

RVR plant Aufstellungsbeschluss in 2020
Metropole Ruhr, 22. Mai 2019 - Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Parteien sowie Kommunen, Kreise, Kammern, Fachbehörden und Verbände hatten sechs Monate Zeit, sich zum Entwurf des Regionalplans Ruhr zu äußern.

Rund 5.000 Stellungnahmen sind beim Regionalverband Ruhr (RVR) eingegangen: 4.880 aus dem privaten, 120 aus dem öffentlichen Bereich. Bei den privaten Einwendungen dominiert die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Kiesabbau mit 2.400 Stellungnahmen. Nach einer ersten Durchsicht resümiert RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel: "Mit dem Regionalplan Ruhr ist die Metropole Ruhr wieder in der Lage, ihre Zukunftsentwicklung selbst in die Hand zu nehmen. Deshalb haben wir im Vorfeld der Erarbeitung einen intensiven regionalen Diskurs mit vielen Beteiligten geführt. Nun werden wir uns ausführlich mit den Stellungnahmen befassen. Ich bin mir sicher, dass wir auch bei strittigen Themen gute Ausgleichsvorschläge finden.“

Der RVR erfasst und strukturiert zurzeit die eingereichten Stellungnahmen, um diese anschließend rechtlich und planerisch auszuwerten. Zudem sind in einem weiteren Schritt neue landesgesetzliche Grundlagen durch die geplante Änderung des Landesentwicklungsplans NRW (LEP) in den Regionalplan Ruhr einzuarbeiten. Eine zweite Offenlage der Änderungen wird eventuell erforderlich sein.

Bottrops Oberbürgermeister und Vorsitzender des RVR-Planungsausschusses Bernd Tischler plädiert wie die anderen Oberbürgermeister und Landräte im Kommunalrat der Metropole Ruhr für eine Aufstellung des Regionalplans Ruhr noch in 2020: "Von der Entscheidung hängen große Investitionsentscheidungen in unseren Kommunen ab. Ob es den Wohnungsmarkt oder die Revitalisierung von Bergbauflächen betrifft, wir warten händeringend auf den Regionalplan, um selbst die nächsten Schritte einleiten zu können."

Für Gewerbe und Industrie sichert der Regionalplan Ruhr 5.400 Hektar neue Flächen, darunter 23 regionale Kooperationsstandorte von insgesamt 1.300 Hektar, optimal für Betriebe mit hohem Flächenbedarf. Für Gewerbe und Industrie beträgt der durchschnittliche Flächenbedarf rund 220 Hektar pro Jahr. Das sind für die Metropole Ruhr rund 3,3 Hektar Flächenreserven auf 10.000 Sozialversicherungsbeschäftigte.
Der kürzlich aufgestellte Regionalplan Düsseldorf weist für das Rheinland rund 2,3 Hektar auf 10.000 Sozialversicherungsbeschäftigte aus. 3.530 Hektar neue Wohnbauflächen für rund 115.000 neue Wohnungen sind zudem gesichert. Bei einer jährlichen Inanspruchnahme von 152 Hektar würden die Flächen für etwa zwanzig Jahre reichen.

Wasserstraßen-Wissen für Logistiknachwuchs: Lehrgang der Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort  
Die Erfolgsfaktoren für Transporte auf der Wasserstraße lernen angehende Kaufleute für Spedition- und Logistikdienstleitung in dem mehrwöchigen Lehrgang „Quinwalo“ der Schifferbörse zur Duisburg-Ruhrort kennen. Der fünfte Jahrgang des freiwilligen, ausbildungsbegleitenden Programms feierte nun seinen erfolgreichen Abschluss: 19 Absolventen erhielten am Dienstag, 21. Mai, in der Niederrheinischen IHK ihre Zertifikate.  

In Deutschland werden mehr als 70 Prozent der Gütertransporte über die Straße abgewickelt. Doch Logistik heißt nicht automatisch Lkw – das ist eine wichtige Botschaft der Lehrgangsreihe Quinwalo. „Transporte per Binnenschiff können in vielen Fällen eine umweltfreundlichere Alternative sein“, meint Schifferbörsen-Vorstand Frank Wittig von der Wittig GmbH in Duisburg. „Mit Quinwalo wollen wir das Bewusstsein für Transporte per Binnenschiff bereits bei Nachwuchslogistikern verankern.“  
Praxisnahes Forschen vor Ort Wofür steht „Quinwalo“ eigentlich? Für „Qualification Inland Waterway Logistics“, auf Deutsch etwa: Qualifikation für die Binnenschifffahrtslogistik. Bei insgesamt acht Terminen vermittelten Experten aus der Binnenschifffahrt praxisnah Basiswissen und Fachkenntnisse über das System Wasserstraße.

Die Absolventen erfuhren unter anderem, wie ein Transport mit dem Binnenschiff organisiert wird, welche Schiffstypen es gibt und wie Frachtverträge aussehen. Bei dem Besuch des Entwicklungszentrums für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V. (DST) in Duisburg lernten die Auszubildenden zudem das weltweit führende Forschungsinstitut für Flachwasseruntersuchungen und Binnenschifffahrt kennen. Ein weiterer Höhepunkt bot sich den Teilnehmern im Duisburger Schiffer-Berufskolleg RHEIN, wo sie an einem, in Europa einzigartigen, Flachwasserfahrsimulator ihre Fähigkeiten als Schiffsführer selbst testen konnten. Erstmals in diesem Jahr stand auch der Besuch eines Container-Umschlagterminals auf dem Programm.  

Wichtige Ergänzung zur Berufsschule
Während viele Initiativen zur Förderung der Binnenschifffahrt am Verkehrsträger selbst ansetzen, fokussiert sich Quinwalo auf Logistik-Fachkräfte in der Ausbildung. In der Berufsschule wird die Wasserstraße als Verkehrsträger nur oberflächlich behandelt. Im Fokus steht der Transport per Lkw. Diese Lücke in der Ausbildung will die Schifferbörse mit Quinwalo schließen, um den angehenden Kaufleuten aus den Bereichen Schifffahrt sowie Spedition und Logistikdienstleistungen die Eigenschaften und Vorteile des Systems Wasserstraße näher zu bringen.

„Verkehrsverlagerung beginnt im Kopf“, so Schifferbörsen-Vorstand Wittig. Auch in 2020 wird die Weiterbildungsreihe wieder angeboten. Dass die Nachfrage nach solchen Projekten steigt, zeigen auch die Forderungen des kürzlich von Verkehrsminister Andreas Scheuer vorgelegten Masterplans Binnenschifffahrt – unter anderem nach Lehrmaterialien zur Binnenschifffahrt für Berufsschulen. Im Sommer wird die Schifferbörse ein eigens entwickeltes Lernmittelpaket „Rheinschifffahrt“ für Schulen anbieten.  

19 Absolventen des Schifferbörsen-Lehrgangs Quinwalo erhielten ihre Zertifikate in der Niederrheinischen IHK. Foto: Niederrheinische IHK/Hendrik Grzebatzki  

IHK zur City-Maut: "Dieser Vorschlag passt nicht zum Ruhrgebiet“

Duisburg, 21. Mai 2019 - Für eine City-Maut in Deutschland sprechen sich Ökonomen in einem gemeinsamen Plädoyer aus. Die Maut soll vermeintlich einen Beitrag dazu leisten können, um Fahr-verbote zu verhindern und soll für weniger Verkehr in der Stadt sorgen. Dazu Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK:

 

„Dieser Vorschlag passt nicht zum Ruhrgebiet mit seinen vielen Stadtzentren. Ein solcher Wegezoll macht es für Lieferanten und Dienstleister teurer und hält Menschen davon ab, in unsere Innenstädte zu kommen. Das wäre eine zusätzliche Belastung für die Zentren, die ohnehin im Wettbewerb mit dem Onlinehandel stehen. Im Gegensatz zu London oder Stockholm kann es sich das Ruhrgebiet nicht leisten, Kunden zu verlieren. Zudem sind wir im Ballungsraum ein inter-nationaler Logistik-Hotspot mit vielen regionalen Verteilzentren.
Viele Unternehmen sind in dieser Branche erfolgreich und sie beschäftigen zehntausende Menschen. Wenn nun im städtischen Verkehr zusätzliche Belastungen erkennbar werden, können wir an Attraktivität für die Logistik verlieren, die von der schnellen und unkomplizierten Nähe zu den Konsumenten profitieren. Deswegen droht eine City-Maut das Ruhrgebiet zu schwächen.“

Spitzenökonomen fordern Städte-Maut statt Fahrverbote

Essen/Duisburg, 21. Mai 2019 - Auf der Suche nach einer ökonomisch und ökologisch sinnvollen Antwort auf drängende Verkehrsprobleme sprachen sich 30 Ökonomie-Experten aus ganz Deutschland für die Einführung einer Städte-Maut in Deutschland aus. Initiiert wurde dieses Plädoyer vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen und der Stiftung Mercator in Duisburg. Weitere Unterstützung kommt u.a. von allen fünf Mitgliedern des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR).

Um deutsche Innenstädte vom zunehmenden Autoverkehr zu entlasten, soll schrittweise eine Städte-Maut eingeführt werden. Die entfernungs- und schadstoffabhängige Straßennutzungsgebühr soll zeitlich gestaffelt alle negativen externen Effekte wie Stau, Lärm und Luftschadstoffe berücksichtigen. Die Einnahmen aus der Städte-Maut sollen für eine Verbesserung des ÖPNV und der Fahrradinfrastruktur sowie zur Finanzierung von Sozialtickets genutzt werden, um wünschenswerte Alternativen zum Autoverkehr anzubieten. idr

Demonstrationsflug: Autonome Transportdrohne beschleunigt Anlieferung von Laborproben bei thyssenkrupp Steel um rund 70 Prozent

Duisburg, 21. Mai 2019 - Er ist ein echter Überflieger: der Flugroboter delivAIRy®, der heute auf dem Werkgelände von thyssenkrupp in Duisburg alle Blicke auf sich zog. Ein leises Surren, dann startete die Transportdrohne im Beisein von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst zu ihrem ersten offiziellen Demonstrationsflug durch. In rasantem Tempo schwebte sie über dem Hüttenwerk davon und lieferte wenige Minuten später eine Box mit Laborproben sicher und vollautomatisiert auf dem Werksgelände ab.
„Der Probeflug einer autonom fliegenden Transportdrohne zeigt, dass wir in NordrheinWestfalen gute Voraussetzungen haben, bei der Entwicklung innovativer Technologien vorne dabei zu sein. Wir haben die Kompetenzen in Wissenschaft und Wirtschaft und optimale Testbedingungen. Was hier im kleineren Umfang getestet wird, ist wegweisend für die Mobilität in unseren Städten. In einem solch bevölkerungsstarken und verkehrsreichen Land wie Nordrhein-Westfalen ist es richtig, mit dem Luftraum die dritte Dimension der Mobilität mitzudenken. Die Nutzung des Luftraums eröffnet uns Optionen für neue Mobilitätsangebote,“ sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst.

Zweimal täglich macht sich bislang ein Werksarbeiter von thyssenkrupp Steel per Pkw auf den Weg, um kleine Dosen mit Rohstoffen wie Eisenerz oder Kokskohle von der Rohstoffaufbereitung im Werkhafen Schwelgern ins Zentrallabor zu bringen. Dort wird die Qualität der angelieferten Ausgangsstoffe für die Stahlproduktion anhand von Stichproben kontrolliert. Auf der Strecke zum Labor muss der Fahrer mehrere unbeschrankte Bahnübergänge überqueren. Das ist nicht nur zeitraubend und teuer, sondern birgt auch Unfallrisiken.
„Projekte wie bei thyssenkrupp machen sehr deutlich, welchen Mehrwert Drohnen in der Hand von professionellen Nutzern haben“, sagte der Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek. „Überall in Deutschland etablieren Innovatoren ganz neue Geschäftsmodelle rund um das Thema Drohnen. Die Bundesregierung unterstützt diesen Zukunftsmarkt, z.B. durch die Förderung von Forschung und Entwicklung. Aber auch die regulatorischen Rahmenbedingungen müssen stimmen.“

Verkehrsminister Hendrik Wüst (4. von links) erhält die ersten von der Transportdrohne gelieferten Rohstoffproben als Geschenk.

 


Von links: Premal A. Desai, Vorstandsmitglied – Finanzen, thyssenkrupp Steel Europe AG, Andreas J. Goss, Vorsitzender des Vorstands thyssenkrupp Steel Europe AG, Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche- Luft- und Raumfahrt, NRW Verkehrsminister Hendrik Wüst, Dr. Thomas Lostak, Projektleiter)



Ein „hochfliegender“ Plan Um den Laborprobentransport zu beschleunigen, sicherer zu machen und zusätzlich auch noch den Werksverkehr zu entlasten, entwickelte
thyssenkrupp Steel einen buchstäblich hochfliegenden Plan: die Anlieferung der Laborproben auf dem Luftweg. Als Partner fand sich die doks.innovation GmbH, die den autonomen Flugroboter delivAIRy® mit 1,20 Meter Spannweite, einer Tragkraft von 4,5 Kilo und einer patentierten Technologie für die autonome Lastaufnahme entwickelt hat.
„Auch dieses Projekt ist eines von vielen, mit denen wir das Stahlwerk der Zukunft bauen: moderner, digitaler und nachhaltiger. Dabei forcieren wir Digitalisierungsprojekte nicht um ihrer selbst willen, sondern immer dann, wenn sie uns konkrete Fortschritte bringen. Die Transportdrohne dafür ein exzellentes Beispiel“, sagte der Vorstandsvorsitzende von thyssenkrupp Steel Europe, Andreas Goss. Für die 2,2 Kilometer lange Strecke braucht delivAIRy® nur rund sechs Minuten, während der Pkw bis zu einer viertel Stunde oder länger braucht – je nach Witterung und Verkehrslage. Insgesamt beschleunigt sich der Lieferprozess so um mehr als die Hälfte.

Bewegungen immer im Blick Über einen zentralen Leitstand haben zwei eigens ausgebildete Mitarbeiter die Bewegungen der Drohne immer im Blick. So wissen sie stets genau, wo sich der Flugroboter befindet und können ihn auf sechs definierten Notfalllandeplätzen entlang der Strecke jederzeit zum Stehen bringen. Fallschirme, eine Redundanz der Flugsteuerung und eine Kombination aus optischer Navigation und Navigation via GPS sorgen für zusätzliche Sicherheit. Für die sechsmonatige Pilotphase und den Flugbetrieb sind entsprechende Fluggenehmigungen durch die Landesluftfahrtbehörde Nordrhein-Westfalen nötig; die Verfahren dazu laufen. Wenn sich der autonome Flugroboter dann beim Laborprobentransport bewährt, könnte er in Zukunft auch in anderen Bereichen der internen Logistik zum Einsatz kommen.
„Die Drohne lässt sich individuell per App anfordern. Die Auslieferung zeitkritischer Sendungen auf dem Werksgelände könnte man damit voll automatisieren und digitalisieren“, erklärte Projektleiter Dr. Thomas Lostak. „Das Projekt kommt sehr gut bei den Kolleginnen und Kollegen an.“ Die abstrakte Thematik der Digitalisierung werde durch den Drohneneinsatz eindrucksvoll greifbar. Das liefere frischen Rückenwind für weitere Digitalisierungsprojekte.

CECONOMY im zweiten Quartal 2018/19 mit Ergebnis auf Vorjahresniveau

  ■ Bereinigtes EBIT1 mit 24 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (–1 Mio. Euro); Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Kosten- und Effizienzprogramm von –39 Mio. Euro im berichteten EBIT; bereinigtes EBITDA bei 80 Mio. Euro (Q2 2017/18: 82 Mio. Euro)
■ Währungs- und portfoliobereinigter Umsatz rückläufig (–1,1 Prozent); Online-Geschäft weiterhin sehr positiv (+13,4 Prozent), Services & Solutions wächst mit +4,2 Prozent
■ CEO Jörn Werner: Wir entwickeln unsere übergreifende strategische Positionierung mit Hochdruck weiter – mit dem Kunden und dem Kundenerlebnis im Vordergrund.“   

Düsseldorf/Duisburg, 21. Mai 2019 – Die CECONOMY AG („CECONOMY“) hat im zweiten Quartal operative Fortschritte erzielt, während der Konzern seinen Transformationsprozess wie geplant vorantreibt. Von Januar bis März war der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum währungs- und portfoliobereinigt leicht rückläufig (–1,1 Prozent) und lag bei 5,0 Mrd. Euro. Ein Grund hierfür sind ungünstige Kalendereffekte; insbesondere die Verschiebung der absatzstarken Vorosterwoche in das dritte Quartal.

In West- und Südeuropa ging das Geschäft wegen der herausfordernden Marktsituation deutlich zurück. Auf Ebene des Konzernergebnisses ist es aber gelungen, den rückläufigen Umsatz durch eine höhere Kosteneffizienz zu kompensieren. Das bereinigte EBIT ohne Fnac Darty war mit 24 Mio. Euro stabil, auch das bereinigte EBITDA ohne Fnac Darty lag mit 80 Mio. Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.  

„CECONOMY befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch, der auch die geschäftliche Entwicklung beeinflusst. In einzelnen Ländern wie etwa Deutschland oder Italien konnten wir bereits operative Verbesserungen erzielen. Mit dem Ende April angekündigten Kosten- und Effizienzprogramm haben wir nun ein klares Konzept, wie wir Strukturen vereinfachen, Kosten senken und an Schlagkraft gewinnen können. Wir müssen aber auch die Frage beantworten, wie wir in einer digitalisierten Welt und einem radikal veränderten Umfeld künftig unser Geschäft betreiben wollen.
Deshalb entwickeln wir die übergreifende strategische Positionierung von CECONOMY mit Hochdruck weiter – mit dem Kunden und dem Kundenerlebnis im Vordergrund. So werden wir die Vorteile unserer führenden Marktposition nutzen und unser enormes Potenzial heben können“, sagt Jörn Werner, CEO von CECONOMY.  

Umsatz in Deutschland stabil, Türkei wächst währungs- und portfoliobereinigt weiter  
Insbesondere in den Regionen DACH und West- und Südeuropa war die Umsatzentwicklung von der Verschiebung des Ostergeschäfts vom Monat März im Jahr 2018 in den Monat April im Jahr 2019 geprägt. In der Region DACH ging der Umsatz im zweiten Quartal währungs- und portfoliobereinigt um –0,5 Prozent zurück und lag bei 2,9 Mrd. Euro. Vor allem der Umsatz in der Schweiz war rückläufig. Deutschland entwickelte sich stabil. Dazu trugen sowohl eine verbesserte Produktverfügbarkeit und Sortimentsdefinition, als auch Impulse aus erfolgreichen Werbekampagnen bei.

In West- und Südeuropa erzielte CECONOMY einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro. Aufgrund der herausfordernden Marktsituation in der Region war der Umsatz währungs- und portfoliobereinigt mit –3,5 Prozent deutlich rückläufig. In Osteuropa setzte die Türkei ihre solide Entwicklung fort, so dass der währungs- und portfoliobereinigte Umsatz der Region mit 3,7 Prozent deutlich anstieg und insgesamt bei 367 Mio. Euro lag.  
Das Online-Geschäft wuchs im zweiten Quartal 2018/19 um 13,4 Prozent auf 699 Mio. Euro, was einem Umsatzanteil von 13,9 Prozent entspricht (Q2 2017/18: 12,0 Prozent). Dazu trug auch die von den Kunden sehr positiv angenommene Pick-up-Option – das heißt die Abholung von online bestellten Waren im Markt – bei. Die Pick-up-Rate lag im zweiten Quartal bei rund 44 Prozent. Auch das Geschäft mit Dienstleistungen wächst weiter.
Gemäß der vergleichbaren Definition nach dem Bilanzierungsstandard IAS 18 stieg der Services & Solutions-Umsatz um 4,2 Prozent auf 333 Mio. Euro. Dies entspricht einem Umsatzanteil von 6,6 Prozent.  

Deutschland mit solidem Ergebnis, Bruttomarge rückläufig 

Das bereinigte EBIT ohne Fnac Darty ergab sich in den Monaten Januar bis März mit 24 Mio. Euro in etwa auf Vorjahresniveau (–1 Mio. €) – trotz der negativen Umsatzentwicklung und der rückläufigen Bruttomarge (–0,5 Prozentpunkte auf 19,5 Prozent). Auch das bereinigte EBITDA ohne Fnac Darty lag mit 80 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (Q2 2017/18: 82 Mio. Euro).  
Dies ist vor allem ein Ergebnis höherer Kosteneffizienz sowie des aktiven Standort-Portfoliomanagements. Vor Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Kosten- und Effizienzprogramm zeigte vor allem Deutschland eine solide Ergebnisentwicklung. In West- und Südeuropa verringerte sich das bereinigte EBIT/DA deutlich. Italien entwickelte sich in Folge der im Vorjahr erfolgreich eingeleiteten Restrukturierung und Neupositionierung positiv.   
Die Beteiligung an Fnac Darty trug im zweiten Quartal mit insgesamt 34 Mio. Euro (Q2 2017/18: 21 Mio. Euro) zum EBIT/DA von CECONOMY bei. Im berichteten EBIT fielen wie angekündigt Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Kosten- und Effizienzprogramm in Höhe von 39 Mio. Euro an. Im berichteten EBITDA betrugen die Aufwendungen 31 Mio. Euro. Grund für diesen Unterschied ist eine nicht cash-wirksame Wertminderung im Zusammenhang mit der Schließung von JUKE.  

Im zweiten Quartal 2018/19 erhöhte sich das berichtete Ergebnis vor Steuern von –63 Mio. Euro auf 33 Mio. Euro. Dies ist maßgeblich auf die im Vorjahr vorgenommene Wertminderung der Beteiligung an der METRO AG zurückzuführen. So stieg auch das Periodenergebnis – einschließlich der Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Kosten- und Effizienzprogramm, des Ergebnisanteils von Fnac Darty und der Vereinnahmung der METRO AG-Dividende – im zweiten Quartal von –47 Mio. Euro auf 20 Mio. Euro. Somit ergab sich ein Ergebnis je Aktie von 0,07 Euro (Q2 2017/18: –0,19 Euro).  

Ausblick für Geschäftsjahr 2018/19 bestätigt  
„Die Geschäftsentwicklung des zweiten Quartals liegt im Rahmen unserer Erwartungen. Nach dem herausfordernden Geschäftsjahr 2017/18 gibt es erste positive Signale aus dem deutschen Markt. Auch das Wachstum im Online-Geschäft ist sehr erfreulich, konnte das rückläufige stationäre Geschäft aber nicht vollständig kompensieren. Vor uns liegt eine herausfordernde zweite Jahreshälfte mit einer hohen Vergleichsbasis durch Einmaleffekte im Vorjahr. Mit unserem Fokus auf Umsatzwachstum und aktives Kostenmanagement bestätigen wir aber die Prognose für das Gesamtjahr“, sagt CFO Karin Sonnenmoser.  

Für das Geschäftsjahr 2018/19 erwartet CECONOMY gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Wachstum des Gesamtumsatzes. Für das Net Working Capital erwartet das Unternehmen eine moderat rückläufige Entwicklung. Sowohl beim EBITDA als auch beim EBIT erwartet CECONOMY ohne Berücksichtigung der Ergebnisbeiträge aus der Beteiligung an Fnac Darty S.A. einen leichten Rückgang. Darüber hinaus wird im EBITDA und im EBIT zusätzlich der Anteil des von Fnac Darty S.A. erwirtschafteten Periodenergebnisses enthalten sein. Auf Basis aktueller Analystenschätzungen erwartet CECONOMY daraus einen Ergebnisbeitrag im Geschäftsjahr 2018/19 in mittlerer zweistelliger Millionen-Euro-Höhe.  

Die Prognose erfolgt wechselkursbereinigt und vor Portfolioveränderungen. Aufwendungen im Zusammenhang mit dem am 29. April 2019 verkündeten Kosten- und Effizienzprogramm, das sich auf die Optimierung und Umstrukturierung von Prozessen und Strukturen in Verwaltungs- und Zentraleinheiten, insbesondere in Deutschland, sowie auf Geschäftsaktivitäten der Gruppe bezieht, sind nicht enthalten. Auch Aufwendungen für Führungswechsel im Top-Management im ersten Quartal 2018/19 sind nicht berücksichtigt. 1 EBIT/DA jeweils bereinigt um Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Kosten- und Effizienzprogramm und ohne Berücksichtigung des Ergebnisbeitrags von Fnac Darty.

Über CECONOMY
Die CECONOMY AG vereinfacht das Leben in der digitalen Welt. Die Gesellschaft ist führend für Konzepte und Marken im Bereich Consumer Electronics in Europa. Die Unternehmen im CECONOMY-Portfolio haben Milliarden Verbraucherkontakte pro Jahr und bieten Produkte, Dienstleistungen und Lösungen, die das Leben in der digitalen Welt so einfach und angenehm wie möglich machen. So schaffen sie Mehrwert für Kunden ebenso wie für Investoren.

Recruiting – Mitarbeitergewinnung im digitalen Zeitalter

Duisburg, 15. Mai 2019 - 80 Gäste aus der Duisburger Unternehmerschaft informierten sich im gestrigen Business-Talk der Agentur für Arbeit Duisburg zum Thema Recruiting im digitalen Zeitalter. Schließlich hält die Digitalisierung nicht nur Einzug in die Arbeitswelt und verändert Berufe, sondern auch die Bewerbungsverfahren. Künstliche Intelligenz kann die Bewerberauswahl unterstützen und online-basierte Bewerbungsplattformen sind bei vielen, gerade größeren Betrieben schon Alltag. Und der allgemeine Fachkräftemangel fordert die Unternehmen in ihrer Recruitingstrategie ganz neu heraus. Ein einfaches Weiter so wie bisher, ist nicht die Lösung – das wurde sehr deutlich.  

In seinem Impulsreferat zeigte Lars Hahn von der LVQ Weiterbildung gGmbH, dass sich Unternehmen in Branchen mit Fachkräftemangel mittlerweile bei den Arbeitnehmern bewerben müssen und nicht umgekehrt. Es wurde deutlich, dass die überwiegende Zahl der Bewerber per Smartphone nach einem neuen Job sucht, dass aber nur gut ein Viertel der Unternehmen bislang mobile Bewerbungsprozesse anbietet. Interessant ist dabei auch, dass die Wege, mit neuen Mitarbeitern in Kontakt zu kommen, sich je nach Betriebsgröße mitunter deutlich unterscheiden. Liegt der Schwerpunkt bei kleineren Betrieben noch bei Kontakten über Mitarbeiter oder eigene persönliche Kontakte ist es bei großen Unternehmen klar die Firmen-Homepage.
Offline Stellen zu finden ist auch heutzutage nicht ausgeschlossen, empfehlenswert ist eine gute Mischung, also Stellen in sozialen Medien anzubieten, aber auch den persönlichen Kontakt zu ermöglichen.  
Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber konnten mit Lars Hahn, André Huneke (Deutsche Bahn AG), Kai U. Homann (DuisburgKontor) und Monika Abt-Nölle (Bundesagentur für Arbeit) über Vor- und Nachteile von Varianten der Bewerbungsverfahren diskutieren und Anregungen mitnehmen. In dieser Podiumsrunde aus Vertretern der Wirtschaft und Verwaltung wurde deutlich, dass Online-Standards z.B. von Shopping-Portalen auch für Recruitingverfahren relevant sind.
Ein Bewerber, der über social media den Kontakt zum Unternehmen sucht, erwartet eine schnelle Rückmeldung, d.h. am selben Tag. Unternehmen können berufliche Netzwerke im Internet strategisch und gezielt für die Suche nach geeigneten Kandidaten nutzen (Active Sourcing). Erfolgreich sind die Unternehmen, die den Bewerbern von ihrem Betrieben erzählen, die Teams auf ihren Internetseiten vorstellen und neugierig auf das Unternehmen machen.
Dabei ist eine gute Willkommenskultur auch schon in der Bewerbungsphase wichtig. Menschen möchten emotional angesprochen werden, das storytelling hat sich für Unternehmen im Netz bewährt. Umstritten war noch der Verzicht auf Bewerbungsanschreiben. Einzelne Unternehmen verzichten bewusst darauf, um die Einstiegshürde für den Bewerber gering zu halten.

Bei der Werbung um Fachkräfte gilt jedenfalls der Grundsatz „Nicht nichts tun!“, sondern die neuen Möglichkeiten passend für das eigene Unternehmen nutzen.   Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, freute sich über das große Interesse der Duisburger Unternehmen: „Wir möchten als Agentur für Arbeit mit diesem Business Talks aktuelle Trends aufzeigen und für die Unternehmen einen Impuls setzen, sich innovativen Möglichkeiten der Fachkräftegewinnung zu öffnen. Wir als Agentur für Arbeit Duisburg bieten Unternehmen und Branchenverbänden auch gerne an, in gemeinsamen Aktionen in sozialen Netzwerken aufzutreten.“  


V.l..: André Huneke (Deutsche Bahn AG); Lars Hahn (LVQ Weiterbildung gGmbH), Astrid Neese (Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg), Monika Abt-Nölle Bundesagentur für Arbeit), Wiebke Doktor (Moderatorin), Kai U. Homann (Duisburg Kontor)




Veränderung in der Geschäftsführung der ELG Haniel GmbH

CFO Dr. Silke Landwehrmann wird auf eigenen Wunsch das Unternehmen zum Jahresende verlassen.

 

Duisburg, 15. Mai 2019 - Dr. Silke Landwehrmann, CFO der ELG Haniel GmbH, wird ihr Amt nach 20 Jahren in der Haniel-Gruppe niederlegen, um sich neuen Herausforderungen außerhalb unseres Hauses zu widmen. Dies haben sowohl der Haniel-Vorstand als auch ihre Kollegen in der ELG-Gruppe mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen.  

Frau Dr. Landwehrmann begann ihre Karriere im Juni 2000 in der Abteilung Corporate Finance / M&A der Haniel-Holding. Nach mehreren kaufmännischen Führungspositionen in der Unternehmensholding Franz Haniel & Cie. GmbH, zuletzt als Direktorin der Abteilung Betriebswirtschaft, wurde sie Anfang 2012 zur kaufmännischen Geschäftsführerin (CFO) des Geschäftsbereichs ELG ernannt.

 

Zu ihren besonderen Erfolgen als CFO von ELG gehören die Erschließung neuer Finanzierungsquellen für die ELG-Gruppe und der Ausbau des Superlegierungsgeschäfts mittels einer mehrjährigen Buy & Build-Strategie. Weitere Schwerpunkte stellten für Frau Dr. Landwehrmann der Bereich Governance & Compliance sowie der Aufsatz eines globalen ERP-Systems dar.

 

Die Aufgaben von Frau Dr. Landwehrmann als CFO übernimmt interimistisch Philipp Friederichs, kaufmännischer Geschäftsführer der deutschen Tochtergesellschaft der ELG, bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist.

„Wir respektieren ihre Entscheidung und bedauern mit Frau Dr. Landwehrmann eine sehr geschätzte Kollegin zu verlieren“, so Haniel-Finanzvorstand Dr. Florian Funck. „Mit ihrer großen Expertise als CFO und gleichzeitig strategischer Weitsicht hat sie erheblich dazu beigetragen, die ELG-Gruppe in einem volatilen und herausfordernden Marktumfeld zukunftsfest aufzustellen. Wir danken Frau Dr. Landwehrmann für ihr langjähriges kompetentes und erfolgreiche Engagement in der Haniel-Gruppe und wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen und privaten Weg alles erdenklich Gute und weiterhin viel Erfolg.“


BMVI stellt Masterplan Binnenschifffahrt vor

Bundesminsiter Scheuer: Wir brauchen eine moderne und starke Binnenschifffahrt
Berlin/Duisburg, 14. Mai 2019 - Bundesminister Andreas Scheuer hat heute den Masterplan Binnenschifffahrt im Bundeministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin vorgestellt. Der Masterplan Binnenschifffahrt ist die Grundlage, um die Binnenschifffahrt zukunftsfähig und attraktiver zu machen. Er wurde in einem beispielhaften Prozess gemeinsam mit den Verbänden, der Wirtschaft und weiteren Akteuren erarbeitet. Scheuer: Wir wollen die Binnenschifffahrt stärken und so viele Güter wie möglich über die Wasserstraßen transportieren. Das Binnenschiff ist ein heimlicher Gütertransport-Gigant - leistungsstark, sicher und effizient. Motorgüterschiffe können mit einer Tragfähigkeit von 3.000 Tonnen bis zu 150 Lkw ersetzen.
Das ist ein enormes Potenzial, das wir noch besser nutzen wollen. Dafür haben wir jetzt den Masterplan Binnenschifffahrt geschaffen. Nur wenn wir die Binnenschifffahrt modernisieren und mehr Güter auf die Wasserstraßen bringen, können wir erreichen, dass in Deutschland weniger CO2, weniger NOx und weniger Feinstaub ausgestoßen werden.
Der Masterplan Binnenschifffahrt umfasst fünf Schwerpunkte: Infrastruktur: Wir sorgen mit Investitionen in Milliardenhöhe für ausreichend finanzielle, strukturelle und personelle Kapazitäten im Bereich der Wasserstraßen. Umweltfreundlichkeit und Flottenstruktur: Wir unterstützen die Branche bei der Umstellung auf effizientere und emissionsärmere Schiffe.
Digitalisierung: Wir schaffen die Binnenschifffahrt 4.0 - Vernetzung der Häfen, Digitalisierung der Schleusen und Schiffe, Automatisierung der Umschlagplätze. Stärkung multimodaler Transportkette: Unser Ziel ist es, den Anteil der Verkehrsleistung der Binnenschifffahrt am Modal Split auf 12 Prozent zu erhöhen. Mehr Fachkräfte: Wir unterstützen die Verbände bei der Nachwuchsgewinnung und bei der bundesweiten Offensive auf Jobmessen.
Die Arbeiten am Masterplan Binnenschifffahrt haben vor knapp einem Jahr gestartet. Alle relevanten Akteure der Branche wurden beteiligt, mitgewirkt haben unter anderem Vertreter verschiedener Verbände, von Unternehmen aus dem Binnenschifffahrtsgewerbe, der Häfen, der Bauindustrie, der Verlader, der Werftindustrie, der Motorenhersteller sowie von Forschungseinrichtungen.

Weitere Informationen rund um den Masterplan Binnenschifffahrt: Masterplan Binnenschifffahrt zum Download (PDF):
http://www.bmvi.de/masterplan-binnenschifffahrt FAQ zum Thema Binnenschifffahrt: http://www.bmvi.de/masterplan-binnenschifffahrt-faq

China – Partner oder systemischer Rivale?

Diskussionsveranstaltung am Konfuzius - Institut Metropole Ruhr
Duisburg, 13. Mai 2019 - China ist aus vielen Debatten nicht mehr wegzudenken: Der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik hält seit Monaten die Welt in Atem. Die EU ringt um eine gemeinsame Position für die zukünftige Zusammenarbeit mit dem Reich der Mitte, begleitet von Alleingängen einzelner Mitgliedsstaaten. Welche Strategien stecken hinter Chinas internationalem Auftreten? Sind wir schon mitten in einem Systemwettbewerb? Und was bedeuten diese Entwicklungen für uns in Europa? Diese Fragen erörtern die China-Experten am Konfuzius-Institut Metropole Ruhr am 22. Mai 2019 um 18:30 Uhr.

Es diskutieren die Kodirektoren des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr: Prof. Dr. Thomas Heberer, Seniorprofessor für Politik und Gesellschaft Chinas der Universität Duisburg-Essen und Prof. Dr. Markus Taube, Professor für Ostasienwirtschaft/China der Universität Duisburg-Essen. Durch das Gespräch führt Susanne Löhr, Geschäftsführerin des Konfuzius-Instituts.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten.
China – Partner oder systemischer Rivale? Diskussionsveranstaltung am Konfuzius-Institut Metropole Ruhr 22. Mai 2019 um 18:30 Uhr Konfuzius-Institut Metropole Ruhr | Konferenzraum 3 Tec-Center | Bismarckstraße 120 | 47057 Duisburg

Abgesagte Fusion von tks und Tata birgt Risiken für den Standort Duisburg

Duisburg, 10. Mai 2019 - Mit großer Überraschung hat die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) die Absage der Fusion von thyssenkrupp und Tata Steel aufgenommen. „Das kommt überraschend und ist keine gute Nachricht für Duisburg“, sagt Andree Haack, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg. Eigentlich war die Fusion für dieses Jahr angekündigt, wurde aber jetzt abgesagt, da die Europäische Kommission dem Vorhaben sehr kritisch gegenübersteht.
„Der internationale Stahlmarkt ist durch subventionierte Produktion in anderen Ländern enorm unter Druck geraten. Ohne die Fusion mit Tata Steel ist es nur logisch, dass thyssenkrupp jetzt agieren muss. Der angekündigte Stellenabbau hätte vermieden werden können“, meint Haack und GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer ergänzt, dass die Stahlproduktion in anderen Ländern häufig nicht so hohen Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards unterliegt, wie in Deutschland. Beide sind sich aber auch einig, dass der Stahlstandort Duisburg nach wie vor aufgrund seiner Lagevorteile und dem hohen technischen Standard nicht gefährdet ist.

Andree Haack, Wirtschaftsdezernent (rechts) und GFW-Mitgeschäftsführer, sowie GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer; Urheberin: Jacqueline Wardeski -

Nutzungsrechte: GFW Duisburg


Faktor A - Business Talk in der Agentur für Arbeit Duisburg

Dienstag, 14. Mai 2019 von 16:00 Uhr – 18:00 Uhr in der Agentur für Arbeit Duisburg, Wintgensstr. 29 – 33, 47058 Duisburg, Sitzungssaal 556, 5. Etage

 Topthema Recruiting – Mitarbeitergewinnung im digitalen Zeitalter

 Impulsvortrag

·      Lars Hahn (Geschäftsführer der LVQ, Karriere-Coach, Arbeitswelten-Forscher und Blogger)

„Big Data, Whatsapp und One Click - Was die Digitalisierung mit Recruiting macht.“

Podiumsrunde

·      Lars Hahn (Geschäftsführer der LVQ, Karriere-Coach, Arbeitswelten-Forscher und Blogger)

·      Monika Abt-Nölle (Leiterin Personal im Internen Service Bochum der Bundesagentur für Arbeit)

·      Kai U. Homann (Geschäftsbereichsleiter Tourismus/ Duisburg Kontor)

·      André Huneke (Recruiter Schüler und duale Studenten / Deutsche Bahn AG)

Moderation

·      Wiebke Doktor (Geschäftsführerin des conversio-instituts in Duisburg) 

 Fraunhofer Inhaus Zentrum wird zum Ideenpool für Startups

„Quellen-Reiter“ gesucht! Mit Surfboard und Strandfeeling auf zum innovativen Businessplan – neues Format für kreative Ideen  

Duisburg, 10. Mai 2019 - Das Techstars-Startup Weekend gibt es diesjährig erstmals auch in Duisburg. Vom 24. bis 26. Mai 2019 haben rund 50 Unternehmertalente die Chance, ihre Erfolgsidee mit dem richtigen Schwung aufzustellen. Tatkräftig unterstützt von Experten und Sponsoren, lernen die künftigen Existenzgründer, die aus unterschiedlichen Bereichen kommen, ihre Geschäftsidee auszuarbeiten und damit auf die perfekte Businesswelle aufzusteigen. Ort des Geschehens ist das Fraunhofer inHaus-Zentrum.  

Das Projekt wird unter anderen unterstützt von der tecRacer Consulting GmbH, der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, der Techniker Krankenkasse, der Rheinschafe GmbH, der Anthropia gGmbH sowie der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve. Sie und andere fungieren als „Wellen-Brecher“, die die innovativen Ideen der Nachwuchsunternehmer anschieben, ihnen Richtung weisen und festen Stand sichern.
„Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es war, als wir uns mit unserer Geschäftsidee selbstständig gemacht haben. Da wären wir manchmal froh gewesen, wenn uns jemand den Weg frei gemacht hätte. Und genau dies möchten wir aus unserer heutigen Position heraus anderen ermöglichen“, erklärt Gregor Püttmann, Geschäftsführer der tecRacer Consulting GmbH, sein Engagement.   „Das Techstars-Startup Weekend ist zwar neu in Duisburg, aber anderenorts bereits erprobt. Rund 370.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben weltweit bereits dabei mitgemacht“, berichtet Wolfgang Gröting, Leiter des Fraunhofer inHaus-Zentrums.
„Du lernst an so einem Wochenende in entspannter Atmosphäre mit Leuten die ähnlich ticken, gleich Dreierlei kennen: die Szene, das Arbeiten und die Skills, die man dafür braucht“, weiß Nelson Ribas, Community-Manager bei der ruhr:Hub GmbH. International erfolgreiche Startups wie beispielsweise die App-Entwickler „Foodspotting“ und „EasyTaxi“ sowie der Hersteller hochwertiger Bartpflegeprodukte „Beardbrand“ zeigen, dass das Startup Weekend Quelle neuer Unternehmen sein kann.  
„Teilnehmen kann jeder, der eine Idee hat oder sich inspirieren lassen möchte. Zu Beginn der Veranstaltung finden sich Teams rund um eine Idee zusammen. Diese arbeiten dann die Ideen aus und lernen dabei, wie sich ein Startup anfühlt“, gibt Julian-Malte Wenning vom Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS Auskunft.
Der Bachelor-Student gehört selbst zur Zielgruppe und weiß daher, wo diese abgeholt werden will, um mitzumachen. Erfahrene Mentoren begleiten die Teams in der 54-stündigen Ausgestaltung ihrer Geschäftsidee. Gruppen, deren Idee sich ganz besonders hervorhebt, dürfen sich über zielführende Preise freuen. Dazu gehört beispielsweise eine professionelle Corporate Design-Erstellung im Anschluss an das Wochenende.  
Für das Startup Weekend Duisburg setzen die Akteure auf das Motto „Quellen-Reiter gesucht!“. „In jedem steckt ein Genie. Dies Ausleben und sich entfalten lassen zu dürfen, ist Ziel unseres Engagements. Wir suchen ‚Quellen-Reiter‘, statt Mitschwimmer. Junge Talente, die ihre Chance darin erkennen, von der Quelle zu lernen, und auch zupacken, um ihre Idee erfolgreich in Schwung zu bringen“, so Manfred Heise, Inhaber des gleichnamigen Ateliers, der das Konzept gemeinsam seiner Projektkoordinatorin Bianca Klug kreativ „aufs Board“ gebracht hat.  

„Mit dieser außergewöhnlichen Form der Ansprache wollen wir Studierende und sonstige potenzielle Existenzgründer dafür gewinnen, innerhalb eines Wochenendes mit einem Moderator kreative Ideen im Bereich der Ingenieurs- und Natur- oder Querschnittswissenschaften auszuarbeiten“, erklärt GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer die innovativen Wege. Auch Andree Schäfer, GFW-Projektmanager und Existenzgründungsberater, freut sich auf das neue Format: „Als Ingenieur und Betriebswirt mit langjähriger Erfahrung bei der Startup-Begleitung, weiß ich, dass die kreativen und analytischen Prozesse im Team wichtig sind, um die Idee von allen Seiten zu beleuchten und sie daraufhin zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell entwickeln zu können.“  

Das Team des Techstars-Startup Weekend Duisburg und Kooperationspartner Nutzungsrechte: Fraunhofer inHaus-Zentrum

Wer beim Startup Weekend Duisburg als Teilnehmerin oder Teilnehmer mit von der Partie sein möchte, kann sich ein Ticket zur Erfolgswelle ab 35 Euro sichern. Detaillierte Informationen sind abrufbar unter: innovative-summer.de oder auf Facebook unter dem Hashtag #swduisburg 


Ablauf:



RWI: Mietpreisbremse zeigt nur geringe Wirkung

Essen/Duisburg, 8. Mai 2019 - Die Mietpreisbremse verlangsamt den Anstieg von Mieten nur wenig. Aufgrund der Regulierung zahlen Mieter von betroffenen Wohnungen im Durchschnitt rund 2,5 Prozent weniger. Die Wirkung hält jedoch nicht lange an: Schon nach gut einem Jahr hat die Mietpreisbremse keinen Effekt mehr.
Zu diesem Ergebnis kommt eine empirische Analyse des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen. Vermieter, so die Einschätzung der Wissenschaftler, seien unmittelbar nach Einführung der Bremse etwas vorsichtiger bei der Anhebung der Mieten. Da sie jedoch kaum Konsequenzen bei widerrechtlichen Preiserhöhungen fürchten müssen, könne das zu der schnellen Wiederangleichung der Mietpreise geführt haben. idr

Frist für Vollständigkeitserklärungen: 15. Mai

Duisburg, 8. Mai 2019 - Die Niederrheinische IHK erinnert alle Hersteller von verpackter Ware daran, ihre Vollständigkeitserklärungen (VE) für das Jahr 2018 fristgerecht bis zum 15. Mai bei der „Zentralen Stelle Verpackungsregister“ abzugeben. Eine Vollständigkeitserklärung gibt Auskunft über die vom Hersteller in Umlauf gebrachten Verkaufsverpackungen.  
Die VE muss vom Hersteller beziehungsweise Vertreiber als Nachweis über sämtliche im Jahr 2018 in Verkehr gebrachten Mengen systembeteiligungspflichtiger Verpackungen erstellt werden. Unternehmen, die mehr als 30 Tonnen Kunststoff/Verbunde/Metalle, 50 Tonnen Papier/Pappe/Karton beziehungsweise mehr als 80 Tonnen Glas in Verkehr gebracht haben, sind zur Abgabe verpflichtet. Die Hinterlegung der VE erfolgt über das Onlineportal LUCID und muss von einem registrierten Prüfer bestätigt werden. Das Portal ist unter www.verpackungsregister.org zu erreichen.  
Ansprechpartner bei der IHK: Philipp Pohlmann, Telefon 0203 2821-239, E-Mail pohlmann@niederrhein.ihk.de.

Uerdinger Brücke: Planung zügig vorantreiben

Gemeinsame Aktion von IHKs und Städten Duisburg und Krefeld  
Kefeld/Duisburg, 7. Mai 2019 - Um die Uerdinger Rheinbrücke im Duisburger Süden als wichtige logistische Verbindung für die umliegenden Hafen- und Industriegebiete in Krefeld und Duisburg aufrechtzuhalten, haben die IHK Mittlerer Niederrhein und die Niederrheinische IHK eine Initiative gestartet. Ziel ist, die Planungen für eine Erweiterung der Brücke zügig voranzutreiben. Der Brückenzug stammt aus den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts und hat auch für Berufspendler und Anwohner beider Städte große Bedeutung.  
 
Unter der Überschrift „Leistungsfähigkeit der B 288 / A 524 sichern“ haben sich die beiden IHKs mit den Oberbürgermeistern der Städte Duisburg und Krefeld in einem gemeinsamen Schreiben an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dafür ausgesprochen, die Planung für eine Erweiterung der Uerdinger Rheinbrücke schnellstmöglich anzugehen. Damit soll auch die wichtige Funktion der Brücke als Verbindung zwischen der A 3 und A 59 auf Duisburger Seite sowie der A 57 auf Krefelder Seite gestärkt werden.  
 
Duisburg: Keine Vernachlässigung der Infrastruktur zulassen „Die Rheinbrücken in Leverkusen und Duisburg-Neuenkamp sind alarmierende Beispiele dafür, was passiert, wenn wir die Instandhaltung unserer Infrastruktur zu lange vernachlässigen. Das darf uns bei der Uerdinger Brücke, die schon heute unter Denkmalschutz steht, nicht passieren. Die Planungen für eine neue Brücke müssen jetzt begonnen werden“, mahnt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK in Duisburg.
Auch der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link sieht in der Maßnahme eine Stärkung der verkehrlichen Anbindung beider Städte. „Durch die Erweiterung der Brücke um einen durchgängigen vierstreifigen Ausbau der A 524 auf Duisburger Seite und der B 288 auf Krefelder Seite können wir das heutige Nadelöhr entzerren. Dadurch würde sich auch die Verkehrssituation im Bereich Mündelheim deutlich verbessern.“  

Krefeld: Brücke für zukünftige Anforderungen ausbauen „Die Belastungsgrenzen der Rheinquerungen sind an vielen Stellen überschritten“, betont Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. „Vor diesem Hintergrund ist es dringend notwendig, für die Bürger und die Unternehmen intakte Querungen wie die Uerdinger Brücke zu erhalten und für zukünftige Anforderungen auszubauen.“
Auch der Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer sieht in der Maßnahme eine dringend notwendige Stärkung der Nordanbindung des Krefelder Hafens. Er verweist darauf, dass die durchgehende vierspurige Verbindung zwischen A 3 und A 57 auf Krefelder Seite ohne zusätzliche Kosten eingerichtet werden kann, da dort die B 288 bereits voll ausgebaut ist.
„Diesen wirtschaftlichen Vorteil sollte man in die Waagschale werfen“, betont Meyer mit Blick auf die Nutzen-/Kosten-Berechnung der Gesamtmaßnahme. Die Notwendigkeit, die Verbindung linksrheinisch zur Autobahn auszubauen, sieht er nicht – ebenso wie die anderen Unterzeichner der Erklärung.  
 
Geringe Priorität des Bauprojekts ist nicht zeitgemäß
Die Einstufung des vierspurigen Ausbaus der A 524 / B 288 einschließlich der Brücke in den „Weiteren Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) halten die vier Unterzeichner für überholt. Nach dieser Einstufung hat dieses Projekt keine Priorität. „Diese Einordnung basiert auf Zahlen, die im Jahr 2012 erhoben wurden und inzwischen deutlich übertroffen werden“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Zur Sicherung der Leistungsfähigkeit setzen sich die vier Partner für einen zügigen vierspurigen Ausbau der Verbindungen zwischen der A 3 und der A 57 ein – inklusive eines Neubaus der Uerdinger Rheinbrücke.
 
Um den „dringend erforderlichen Ausbau schnellstmöglich zu erreichen“, fordern die vier Parteien drei Schritte: Erstens sollte die tatsächliche Belastung der Brücke durch eine aktuelle Verkehrszählung gemessen werden. Zweitens sollte frühzeitig mit dem Planungsverfahren begonnen werden – wie vom Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen bereits kürzlich zugesagt. Drittens müsste der Nutzen-/Kostenfaktor der Ausbaumaßnahme neu berechnet werden, damit sie in den „Vordringlichen Bedarf“ des BVWP eingestuft wird.

BVB und RAG-Stiftung sind neue Exklusivpartner

duisports „startport“ weitet Netzwerk aus
Duisburg, 7. Mai 2019 - Borussia Dortmund und die RAGStiftung sind dem Partner-Netzwerk der duisportTochtergesellschaft startport beigetreten. Neben Klöckner & Co, Evonik sowie dem Initiativkreis Ruhr unterstützen sie die Innovationsplattform als zusätzliche Exklusivpartner. Die Partnerschaft mit der RAG-Stiftung wurde bereits Ende Oktober 2018 durch einen dreijährigen Kooperationsvertrag besiegelt.
„Wir haben zwei starke Mitstreiter mit großer Tradition in der Region für die Weiterentwicklung innovativer Ideen in der Logistik gewonnen. Darauf sind wir sehr stolz“, so duisportChef Erich Staake.
Mit dem Eintritt der beiden neuen Partner ergeben sich für die Startups weitere Möglichkeiten, mit etablierten Unternehmen in gemeinsamen Projekten zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig profitieren die Partner von neuen Lösungen der Startups.
„Mit der Partnerschaft wollen wir Gründer und deren innovative Ideen in der Region stärken. Wir glauben insbesondere, dass wir durch die Expertise aus den Branchen des Programms Mehrwerte generieren können“, erklärt BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer.
Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAGStiftung zum Engagement bei startport: „Wir wollen die Gründerszene im Revier stärken. Das Potential ist bereits vorhanden. Die Logistik ist eine der Schlüssel-Branchen für unsere Region. Startups und Logistik müssen gestärkt werden – auch um für Investoren noch interessanter zu werden.“

Mit dem BVB und der RAG-Stiftung als neue Exklusivpartner erweitert startport sein Netzwerk. © krischerfotografie

Schüler werden zu Unternehmern

14 Teams wetteifern um den IHK-Schulpreis 2019  
Duisburg, 6. Mai 2019 - Worauf kommt es beim Gründen an und was macht einen guten Betrieb aus? Diese Fragen stellen sich derzeit 14 Schülerteams aus allgemeinbildenden Schulen in Duisburg und den Kreisen Wesel und Kleve. Mit ihren innovativen Geschäftsideen kämpfen sie um den diesjährigen Schulpreis der Niederrheinischen IHK: Die Schüler der Sekundarschule Rheinhausen entwickeln ein Dosenwerfen der etwas anderen Art, das Team am Gymnasium Adolfinum in Moers entwirft preiswerte Spektroskope und die jungen Unternehmer an der Janusz-Korczak-Schule gründeten eine Papierwerkstatt für Glückwunschkarten und kleine Kunstwerke.  
Der Startschuss für den IHK-Schulpreis 2019 fiel zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres im Februar. Seitdem arbeiten die teilnehmenden Teams mit Hochdruck an ihren Projekten und werden dabei von Unternehmern aus der Region unterstützt. Bis Juli haben sie noch Zeit, dann folgen die Präsentationen vor der IHK-Jury. Dem Siegerteam winkt ein Preisgeld von 1.500 Euro und ein Auftritt auf großer Bühne bei der IHK-Bestenehrung im September.
Die IHK begleitet die Projekte und unterstützt sie mit einem Startkapital in Höhe von 500 Euro. Die Jugendlichen erfahren, was es heißt, ein Unternehmen zu führen, entwickeln eine wirtschaftliche Denkweise und verbessern ihre Team- und Kommunikationsfähigkeit. Dabei berücksichtigen sie ökonomische, ökologische und soziale Aspekte: „Bees‘ Lives Matter“ heißt ein Projekt des Franz-Haniel-Gymnasiums, welches die Produktion und Vermarktung von Bienenhotels beinhaltet.
Der IHK-Schulpreis findet dieses Jahr bereits zum 17. Mal statt.   Weitere Informationen zum IHK-Schulpreis gibt es auf www.facebook.com/ihk.schulpreis oder bei Laura Göddert, Telefon 0203 2821-283, E-Mail
goeddert@niederrhein.ihk.de.

Den ersten Platz beim IHK-Schulpreis 2018 sicherte sich das Team der Europaschule Kamp-Lintfort mit ihrem Projekt „BIP-Bilder in Praxen“. Foto  Niederrheinische IHK / Hendrik Grzebatzki
 

 



Hamborner REIT AG startet erfolgreich ins Jahr 2019

- Miet- und Pachterlöse: + 3,6 %

- Funds from operations: + 5,1 %

- NAV je Aktie: 10,92 Euro

Duisburg, 2. Mai 2019 - Die HAMBORNER REIT AG ist nach dem positiven Verlauf des Jahres 2018 auch erfolgreich in das Geschäftsjahr 2019 gestartet und konnte im ersten Quartal ihre Umsatz- und Ergebniszahlen erneut steigern.

Die Miet- und Pachterlöse beliefen sich auf 21,1 Mio. Euro und lagen damit um 0,7 Mio. Euro bzw. 3,6 % über dem Niveau des Vorjahresquartals. Die Funds from operations (FFO) sind in den ersten drei Monaten um 5,1 % auf 12,2 Mio. Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis betrug 7,4 Mio. Euro und der Periodenüberschuss 3,6 Mio. Euro. Die Leerstandsquote lag im ersten Quartal mit 2,0 % weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Finanzsituation der Gesellschaft ist nach wie vor komfortabel. Die REIT-Eigenkapitalquote betrug 56,7 % und der Loan to Value (LTV) 42,0 %.

Im ersten Quartal haben keine Veränderungen im Immobilienportfolio stattgefunden. Zum 31. März 2019 verfügte die Gesellschaft über ein Portfolio von 78 Immobilien mit einem Verkehrswert von über 1,5 Mrd. Euro. Der NAV je Aktie lag zum Quartalsende mit 10,92 Euro um 1,2 % über dem Niveau zum Jahresende 2018 (10,79 Euro).

Im Laufe der vergangenen Wochen konnte die Gesellschaft erneut ihr gutes Akquisitionsnetzwerk nutzen und den Kaufvertrag für eine Büroimmobilie unterzeichnen. Das Objekt wird derzeit an einem etablierten Bürostandort in Neu-Isenburg errichtet. Hauptmieter des rd. 4.500 Quadratmeter großen Objekts ist ein namhafter und bonitätsstarker IT-Dienstleister, der sich langfristig an den Standort gebunden hat. Der Kaufpreis der Immobilie wird sich auf rd. 16,1 Mio. Euro belaufen. Bei jährlichen Mieterträgen von rd. 0,9 Mio. Euro beträgt die Bruttoanfangsrendite 5,4 %. Die Kaufpreiszahlung und der Besitzübergang werden Anfang 2020 stattfinden.

Nach der letztjährigen Akquisition der ebenfalls im Bau befindlichen Büroimmobilien in Aachen und Bonn werden zum Jahresbeginn 2020 nunmehr drei moderne und qualitativ hochwertige Neubauobjekte in das HAMBORNER-Portfolio übergehen und zu einer weiteren Steigerung von Mieterlösen und FFO beitragen.

Für das Gesamtjahr 2019 hält der Vorstand an seiner im Geschäftsbericht 2018 veröffentlichten Einschätzung zu den künftigen Geschäftsaussichten fest. Der Vorstand geht von einer Steigerung der Miet- und Pachterlöse in Höhe von 1 % bis 2 % und einem operativen Ergebnis (FFO) auf dem hohen Vorjahresniveau aus.

Am 7. Mai 2019 findet in Mülheim an der Ruhr die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft statt. Den Aktionären wird für das vergangene Geschäftsjahr 2018 eine um 2,2 % erhöhte Dividende von 46 Cent je Aktie vorgeschlagen, die am 10. Mai 2019 zur Auszahlung kommen soll. Unter Berücksichtigung des Aktienkurses zum 31. März 2019, entspräche dies einer Dividendenrendite in Höhe von 4,9 %. Vor dem Hintergrund der nachhaltig positiven Geschäftsentwicklung beabsichtigt die Gesellschaft auch im kommenden Jahr ihre verlässliche Dividendenpolitik fortzusetzen und die Ausschüttung auf 47 Cent je Aktie zu erhöhen.

TARGOBANK Duisburg ist auch 2018 wieder gewachsen

- Konsumentenkredite legen kräftig zu
- Erhöhte Nachfrage nach Angeboten für Geschäftskunden
- Investmentangebot trotz schwierigen Börsenjahres ausgebaut


Duisburg, 30. April 2019 – Auch im Geschäftsjahr 2018 hat die TARGOBANK Duisburg ihren Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortgesetzt: So legten die Konsumentenkredite um 7,5 Prozent auf 165 Millionen Euro zu. Auch die Zahl der Girokonten erhöhte sich um 2 Prozent auf rund 21.000.

„Zu unserem klassischen Standbein der Ratenkredite im Privatkundengeschäft ist Anfang 2018 der Bereich Geschäftskunden neu hinzugekommen. Hier zieht die Kreditnachfrage aktuell stark an. Seit diesem Jahr können auch Personengesellschaften und eigentümergeführte Kapitalgesellschaften wie GmbH, GbR, OHG und KG die Geschäftskunden-Services der TARGOBANK nutzen“, erläutert Vertriebsdirektor Dirk Volk.

Trotz anhaltender Niedrigzinsphase stieg bei der TARGOBANK Duisburg das Volumen der Spareinlagen um 7 Prozent auf knapp 49 Millionen Euro. Tagesgelder legten um 4 Prozent auf rund 63 Millionen Euro zu. Das Volumen der Festgelder wuchs um 13 Prozent auf 14 Millionen Euro.

Im Bereich Geldanlage galt es, ein schwieriges Börsenjahr 2018 zu meistern: „In dem herausfordernden Marktumfeld haben sich Sparpläne mit börsengehandelten Indexfonds, sogenannte ETFs, als stark nachgefragte Alternative erwiesen. Zudem haben wir unser ETF-Angebot um Fonds erweitert, die beispielsweise auf das Thema Nachhaltigkeit einzahlen“, so Volk weiter. Zum Bilanzstichtag betreute die TARGOBANK Duisburg rund 51.000 Kunden – ein Plus von 3,5 Prozent.

Auch die bundesweiten Zahlen der TARGOBANK für 2018 weisen erneut nach oben: Das Vorsteuerergebnis über alle Geschäftsfelder lag bei 510 Millionen Euro (IFRS) und übertraf damit den Vorjahreswert um 17 Millionen Euro.

„2018 war für die TARGOBANK ein ebenso erfolgreiches wie zukunftsweisendes Jahr. Wir haben unseren Wachstumskurs fortgesetzt und unser Geschäftsmodell weiter diversifiziert“, resümiert Pascal Laugel, Vorstandsvorsitzender der TARGOBANK.

Die positive Entwicklung zeigt sich auch anhand der Standorte: Entgegen dem Branchentrend modernisiert die TARGOBANK ihr Filialnetz nicht nur, sondern eröffnete im Berichtsjahr auch neue Filialen. Hierfür sucht das Unternehmen aktuell weitere Führungskräfte, Mitarbeiter und Auszubildende.

Safety first: thyssenkrupp Steel kooperiert beim Arbeitsschutz mit der Grubenrettung Herne

Duisburg, 27. April 2019 - Der 28. April ist der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Der Stahlbereich von thyssenkrupp stellt jedoch nicht nur an diesem Tag höchste Anforderungen an die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und widmet daher dem Weltsicherheitstag auch in diesem Jahr wieder fast eine ganze Woche. In dieser Zeit gibt es viele Aktionen, die auf das Thema aufmerksam machen. Dass am Ende des Tages die gesamte Belegschaft gesund nach Hause geht, hat immer höchste Priorität.

 

Kooperation mit dem Grubenrettungswesen Herne hilft Unfälle zu vermeiden.

Bei der kontinuierlichen Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz setzt der Arbeitsschutz bei thyssenkrupp auf die aktive Einbeziehung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Denn jede praktische Erfahrung hilft, die Lösung für ein Problem bereits bei der Planung zu erarbeiten. Michael Cremer ist Teil dieses Prozesses. Er ist zuständig für die mechanische Instandhaltung in der Kokerei Schwelgern. Die Atemschutzmannschaft der Kokerei muss immer wieder größere Gasarbeiten durchführen. Dabei trägt das Team schwere Atemschutzgeräte auf dem Rücken und Masken, die das Sichtfeld einschränken.
Für die Arbeit unter solchen Bedingungen ist viel Erfahrung nötig. Doch auf dem Gelände der Kokerei gibt es keinen geeigneten Trainingsplatz, um diese Erfahrung unter kontrollierten Bedingungen zu machen. Daher arbeitet die Atemschutzmannschaft mit dem Grubenrettungswesen in Herne zusammen. „Die Zusammenarbeit hilft uns sehr, denn so kann das Team mit der Originalausrüstung trainieren und die nötige Erfahrung sammeln“, sagt Michael Cremer. Durch das praxisnahe Sicherheitstraining werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fit für ihre Einsätze. So können Unfälle aufgrund mangelnder Übung und Erfahrung vermieden werden.

 

Langfristiges Ziel: Null Unfälle

Das langfristige Ziel bei thyssenkrupp lautet: Null Unfälle. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Arbeitsschutz integraler Bestandteil aller Betriebsabläufe sein. Sicherheit ist zu jeder Zeit wichtiger als Schnelligkeit. Damit dieses Verständnis von Sicherheit überall zum Alltag wird, braucht es allerdings Geduld. „Eine neue Sicherheitskultur im Unternehmen zu verankern, braucht vor allem eines: Zeit. Diese Zeit müssen wir uns nehmen, denn wir wollen keine halben Sachen machen. Wir wollen es richtigmachen“, sagt Dr. Sabine Maaßen, Arbeitsdirektorin bei thyssenkrupp Steel.

Der Stahlbereich von thyssenkrupp stellt höchste Anforderungen an die Sicherheit der Mitarbeiter und macht deshalb aus dem Weltsicherheitstag am 28. April unter dem Motto „Erst sicher und dann gut!“ wieder fast eine ganze Woche. Vom 25.4. bis zum 30.4. gibt es viele Aktionen an allen Standorten.
 

„Safety first“ – dafür engagiert sich auch thyssenkrupp Steel Mitarbeiter Michael Cremer.
Mit seinem Team übt er deshalb den Einsatz für Arbeiten mit Atemschutzgeräten, die zum Beispiel an der weltgrößten Kokerei auf dem Werkgelände von thyssenkrupp in Duisburg-Schwelgern anfallen.
Für bestmögliche Trainingsergebnisse wird dafür mit dem Grubenrettungswesen Herne kooperiert.  



 

duisport intensiviert Kooperation mit Chongqing

Der Handel durch Chinazüge wird gestärkt

 

Duisburg, 26. April 2019 -  Die Duisburger Hafen AG (duisport) intensiviert ihre Zusammenarbeit mit der chinesischen 30-Millionen-Metropole Chongqing. So wurde während der mehrtägigen Chinareise von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und duisports-Vorstandsvorsitzenden Erich Staake mit dem chinesischen Unternehmen YuXinOu eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Bereits im vergangenen Jahr hatten duisport und der Bürgermeister von Chongqing bei dessen Besuch im Duisburger Hafen eine engere Zusammenarbeit beschlossen.

 

YuXinOu organisiert den Schienengüterverkehr der Chinazüge von und nach Chongqing. Die 2011 aufgenommene Verbindung zum Duisburger Hafen ist die älteste im Rahmen der Seidenstraßeninitiative „Belt & Road“. Von den 1.400 für Europa bestimmten Zügen aus Chongqing liefen 2018 etwa 80 Prozent über den Duisburger Hafen. Bereits jetzt werden insgesamt 30 Prozent des gesamten Handels per Güterzug zwischen China und Europa über den Duisburger Hafen abgewickelt. Mittlerweile verkehren rund 40 Güterzüge wöchentlich zwischen duisport und verschiedenen Destinationen in China.

 

Aus Chongqing, einer der bedeutendsten Industriestandorte der Welt, werden vor allem Elektrogeräte und Bauteile von dort ansässigen weltweit operierenden Elektronikkonzernen importiert.

 

Im Rahmen des Aufbaus von Chongqing zur wichtigsten Logistikdrehscheibe Chinas arbeiten die Regierungen von China und Singapur intensiv zusammen. Dabei spielt der singapurianische Terminalbetreiber PSA eine wichtige Rolle. duisport hat jetzt mit PSA ebenfalls eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung multimodaler Logistikplattformen unterzeichnet. duisport und PSA wollen über die Kooperation ihr Know-how bei der Entwicklung von Logistikarealen im Hinterland und in Seehäfen zusammenführen.

 

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Ich freue mich sehr, dass duisport und die Logistikplattform YuXinOu bei meinem Besuch hier in Chongqing eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung unterzeichnet haben. Damit werden die hervorragenden Beziehungen zwischen den beiden Logistikdrehscheiben Rhein-Ruhr und Chongqing weiter intensiviert. Verbindliche internationale Kooperationen sind gut für den Wirtschaftsstandort NRW."

 

„Duisburg und Chongqing sind die jeweils wichtigsten Logistikdrehscheiben Europas und Chinas. Wir schaffen dadurch beste Voraussetzungen für das Wachstum des Warenaustausches zwischen Zentralchina und Zentraleuropa“, so Erich Staake.

 

Im Beisein von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (hintere Reihe, 2. v. l.) unterzeichnete duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake (Reihe vorne, 1. v. l.) mit dem Terminalbetreiber PSA eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung multimodaler Logistikplattformen. © duisport

 

- IT-Symposium Ruhr: Mensch, Maschine!
- IHK-Seminar: „Controlling für Nicht-Controller“  
- Einzelhandel: Umsatz im Februar um 5,1 Prozent gestiegen

Flottensteuerung, intelligente Gebäude, Autonomes Fahren – längst kommuniziert Software eigenständig mit mechanischen Bauteilen.

Duisburg. 17. April 2019 - Wie Mensch und digitale Systeme der Industrie 4.0 wechselwirken, darum geht es im IT-Symposium Ruhr, zu dem Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 21. Mai nach Bochum einlädt. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Das IT-Symposium findet am 21. Mai in Bochum statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Die Verschmelzung von Informationstechnologie und realer Welt bildet die Grundlage für viele moderne technische Systeme, die Maschinen erlauben, Einfluss auf die reale Welt zu nehmen – wie beim autonomen Fahren. „Human-Centered Cyber-Physical Systems“ (HCPS) beziehen den Menschen in diesen Regelkreis ein. Als Wechselwirkung zwischen Mensch und Maschine bilden HCPS als neues Forschungsfeld die Basis für innovative Anwendungen in der Autoindustrie. Gemeinsam mit Prof. Dr. Torben Weis (Fachgebiet Verteilte Systeme) und Prof. Dr. Gregor Schiele (Fachgebiets Eingebettete Systeme der Informatik) lädt Dudenhöffer, der das CAR – Center Automotive Research an der UDE leitet, führende Experten aus der Automobilindustrie und IT-Branche an den Bochumer G DATA Campus.
Wissenschaftler und Industriemanager erläutern in Tandem-Sessions Chancen und Risiken der Industrie 4.0, neue Geschäftsmodelle und digitale Dienstleistungen im Auto sowie die Sicherheit von Daten und Privatsphäre. Auch neue rechtliche, psychologische und ethische Herausforderungen – Wer haftet beim autonomen Fahren? – werden diskutiert.




Einzelhandel: Umsatz im Februar um 5,1 Prozent gestiegen
Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Einzelhandel waren im Februar 2019 real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 5,1 Prozent höher als im Februar 2018. Damit erhöhten sich die Umsätze nominal um 6,0 Prozent.
Für die ersten beiden Monate des Jahres 2019 ermittelten die Statistiker für den NRW-Einzelhandel eine reale Umsatzsteigerung von 4,0 Prozent; nominal stiegen die Umsätze gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent.

Die Beschäftigtenzahl im Einzelhandel blieb im Februar 2019 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat unverändert (Vollzeitbeschäftigte: +0,3 Prozent; Teilzeitbeschäftigte: -0,2 Prozent). Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl sank in den ersten beiden Monaten um 0,1 Prozent, wobei die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 0,2 Prozent stieg, während die der Teilzeitbeschäftigten um 0,3 Prozent zurückging. Die Messzahlen der Einzelhandelsstatistik wurden ab dem Berichtsmonat Januar 2018 auf das neue Basisjahr 2015 (zuvor 2010) umgestellt. (IT.NRW)

IHK-Seminar: „Controlling für Nicht-Controller“  
Controlling bedeutet nicht, seine Mitarbeiter zu kontrollieren. Ein Controller analysiert das tägliche Geschäft und versucht Unternehmenszahlen für die Geschäftsführung transparent zu machen. Sein Ziel ist es, mögliche Risiken zu erkennen und zu bewerten. Die Kennzahlen dafür stammen unter anderem aus der Produktion oder aus der Personalabteilung.
Wenn alle Fach- und Führungskräfte über Grundkenntnisse verfügen, wird das Controlling im Unternehmen ein voller Erfolg. Die Teilnehmer erlangen im Seminar einen praxisnahen Überblick in komprimierter Form über das notwendige Wissen. Sie werden in der Lage sein, das Controlling an ihrem Arbeitsbereich erfolgreich einzusetzen und dieses somit aktiv zu leben.  
Das Seminar findet vom 16. bis 17. Mai, Donnerstag und Freitag, 9 Uhr bis 16:30 Uhr, in der IHK, Duisburg, statt. Weitere Informationen und Anmeldung: Sabrina Giersemehl, Telefon 0203 2821-382, E-Mail giersemehl@niederrhein.ihk.de.

Wasserstoff statt Kohle

thyssenkrupp Steel startet wegweisendes Projekt für eine klimafreundliche Stahlproduktion am Standort Duisburg
 Landesregierung fördert erste Testphase im Duisburger Stahlwerk
 Projekt ist die erste Förderung im Rahmen der Initiative IN4climate.NRW
 Projektpartner Air Liquide liefert den Wasserstoff


Duisburg, 16. April. NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart übergab am Montag einen Förderbescheid des Landes, um die Dekarbonisierung der Produktion beim größten deutschen Stahlhersteller durch den Einsatz von Wasserstoff zu unterstützen.

Damit wird zugleich die umfassende Transformation des Standortes hin zu einer klimafreundlichen Stahlproduktion weiter vorangetrieben. thyssenkrupp Steel verfolgt das langfristige Ziel, die bislang bei der Produktion anfallenden CO2-Emissionen bis 2050 um mindestens 80 Prozent zu verringern. Das nun beginnende Projekt wird im Rahmen der vor kurzem von der Landesregierung gestarteten Initiative IN4climate.NRW gefördert.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Es ist mir eine besondere Freude, heute den Förderbescheid für das erste Projekt der Initiative IN4climate.NRW übergeben zu können, mit dem wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer klimaneutralen Industrie gehen. Um ambitionierten Klimaschutz mit einer auch in Zukunft global wettbewerbsfähigen Industrie zu erreichen, muss es Innovationen bei industriellen und energieintensiven Prozessen wie der Stahlherstellung geben. Diesen Transformationspfad möchten wir als Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Industrie und der Wissenschaft gehen. Das Pilotprojekt zeigt, dass unsere Initiative IN4climate.NRW bereits erste Früchte trägt. Ich bin froh, dass wir thyssenkrupp Steel, Air Liquide und das BFI hier als innovative Partner an unserer Seite haben“. Air Liquide, ein Weltmarktführer für Industriegase, liefert den für das Projekt benötigten Wasserstoff.


Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Mitte) überreicht den Förderbescheid des Landes NRW an Premal Desai, Finanzvorstand thyssenkrupp Steel (links) und Dr. Arnd Köfler, Technikvorstand thyssenkrupp Steel



Wasserstoffprojekt als weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Stahlerzeugung thyssenkrupp bekennt sich zu den Pariser Klimaschutzzielen. Bei der notwendigen Umstellung seiner Stahlproduktion geht das Unternehmen dabei technologieoffen vor und nutzt verschiedene, sich ergänzende Ansätze. So können mit dem bereits erfolgreich gestarteten Projekt Carbon2Chem in der Stahlproduktion entstehende Treibhausgase in Chemieprodukte umgewandelt werden und sind so als wertvolle Rohstoffe nutzbar.

Das Wasserstoffprojekt am Hochofen beschreitet einen weiteren Technologiepfad: Hier wird vermieden, dass schädliche Treibausgase überhaupt entstehen. Dies geschieht dadurch, dass ein Teil des im Hochofen als Reduktionsmittel eingesetzten Kohlenstaubes durch das Einblasen von Wasserstoff ersetzt wird.

„Mit dem Einsatz von Wasserstoff an unserem Hochofen 9 arbeiten wir weiter konsequent an der Umstellung unserer Produktionsprozesse. Unser Ziel ist eine nahezu CO2-neutrale Stahlerzeugung. Dies wird ein langer und kostenintensiver Prozess, auf dem wir heute einen weiteren Schritt vorangehen“, erläutert Arnd Köfler, Produktionsvorstand von thyssenkrupp Steel Europe.

„Wie testen in dieser ersten Projektphase in den nächsten Monaten zunächst den Einsatz von Wasserstoff an einer von 28 Blasformen eines Hochofens. Das ist ein Novum und so bislang in der Industrie noch nicht umgesetzt worden. Wir werden die Ergebnisse dieser Testphase genau analysieren und wollen dann in einer zweiten Projektphase den gesamten Hochofen auf diese Weise umstellen,“ ergänzt Köfler.
„Theoretisch ist so ein Einsparpotenzial von rund 20 Prozent CO2 an dieser Stelle des Produktionsprozesses möglich. Wir sind sehr dankbar, dass die Landesregierung uns hier mit einer Förderung im Rahmen von IN4climate.NRW unterstützt. Mit Air Liquide für die Wasserstoffversorgung und dem BFI als wissenschaftlichen Begleiter des Projekts, haben wir genau die richtigen Partner an unserer Seite.“

Wasserstoff: Schlüssel zu einer klimafreundlichen Zukunft Wasserstoff ist ein zentraler Treiber für die Erreichung von Klimaambitionen, da er am Einsatzort keine klimaschädlichen Emissionen verursacht. Er kann in flüssiger oder gasförmiger Form mit hoher Energiedichte gespeichert und transportiert werden und bietet so viele Einsatzmöglichkeiten. Aufgrund seiner Vielseitigkeit spielt Wasserstoff eine Schlüsselrolle beim Übergang zu einem sauberen, kohlenstoffarmen Energiesystem. In der Stahlherstellung kann Wasserstoff als emissionsfreies Reduktionsmittel für das Eisenerz verwendet werden.
 

Gemeinschaftsprojekt mit dem Ziel einer klimafreundlichen Stahlproduktion. Von links: Michael Hensmann (BFI); Robert van Nielen, Geschäftsführer Large Industries bei Air Liquide; Premal Desai, Finanzvorstand thyssenkrupp Steel Europe; Dr. Arnd Köfler, Technikvorstand thyssenkrupp Steel; Gilles Le Van, Geschäftsführer Air Liquide Deutschland.

 

 

Eintrag in das Goldene Buch von thyssenkrupp Steel. Von links: Premal Desai, Finanzvorstand thyssenkrupp Steel Europe; Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart; Dr. Arnd Köfler, Technikvorstand thyssenkrupp Steel

 

Roheisenprobe am Hochofen: Horst Gawlik, Stellv. Betriebsratsvorsitzender thyssenkrupp Steel Europe mit Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart

 
Air Liquide, Projektpartner für das nun beginnende Wasserstoffprojekt bei thyssenkrupp Steel, verfügt über Expertise in der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette von der Produktion über die Speicherung bis hin zur Entwicklung von Endverbraucheranwendungen.
Gilles Le Van, Vorsitzender der Geschäftsführung von Air Liquide Deutschland, sagte: “Hier in Duisburg wird nun ein bedeutendes Kapitel der industriellen Entwicklung aufgeschlagen: die schrittweise und nachhaltige Dekarbonisierung der Stahlerzeugung. Wir freuen uns sehr, an diesem Vorhaben mitzuwirken - zuerst im Testbetrieb, später im größeren Maßstab. Unser langjähriger Kunde und Partner thyssenkrupp Steel stellt wiederholt unter Beweis, wie eine innovative Industrie erfolgreich mit Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz einhergehen kann.”

thyssenkrupp Steel gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Qualitätsflachstahl. Mit r und 27.000 Mitarbeitern liefert das Unternehmen hochwertige Stahlprodukt e für innovative und anspruchsvolle Anwendungen in verschiedensten Industriezweigen.

Air Liquide ist ein weltweit führender Anbieter von Gasen, Technologien und Services für Industrie und Gesundheit, ist in 80 Ländern mit rund 66.000 Mitarbeitern vertreten und erzielte 2018 einen Umsatz von rund 21 Milliarden Euro. Das Unternehmen beliefert drei Viertel der Industrieunternehmen im DAX und bildet so eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft. Air Liquide Deutschland ist in NRW zu Hause und in Branchenverbänden wie dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) aktiv. https://www.airliqui de.com/

Mit der Initiative „IN4climate.NRW“ unterstützt die Landesregierung die notwendigen Transformationsprozesse in der Industrie. Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung arbeiten derzeit an Strategien und Lösungen, wie die Industrie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten, zusätzliches Wachstum erzeugen und zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele beitragen kann. https://www.in4climate.nrw/


Volksbank Rhein-Ruhr setzt die Kapitalmarktabende auch in 2019 fort

Duisburg, 16. April 2019 – Zum vierten Mal in Folge informiert die Volksbank Rhein-Ruhr in der Zentrale am Innenhafen über die aktuelle Situation an den Kapitalmärkten. Aufgrund der positiven Resonanz der vergangenen Jahre, setzt die regionale Genossenschaftsbank auch im Jahr 2019 die Kapitalmarktabende fort. Der Erfolg dieser Veranstaltungsreihe zeigt, dass der Bedarf an Informationen zu den Themen Wertpapier und Börse enorm groß ist.
Denn Geldanlagen wie Tages- oder Festgeldkonten bringen nach wie vor kaum bis gar keinen Ertrag. Erspartes verliert aufgrund der Inflation an Wert und eine Änderung ist weiterhin nicht abzusehen.
Am 7. Mai 2019 um 17:30 Uhr widmet sich daher der Kapitalmarktabend den sicheren und profitablen Anlageformen in Zeiten niedriger Zinsen. Ulrich Peine, Direktor Private Banking und Treasury der Volksbank Rhein-Ruhr, baut in seinem Vortrag nicht nur Hemmschwellen mit Wertpapieren ab, sondern erläutert auch deren Chancen und zeigt Wege und Lösungsansätze auf. Eine Teilnahme ist Kunden der Volksbank Rhein-Ruhr und auch allen Interessierten nur mit vorheriger Anmeldung unter 0203/4567-2229 möglich.

Im Anschluss stehen die Private Banking Berater der Bank für persönliche Gespräche und einen weiteren Austausch zur Verfügung.

Dimizil der Volksbank Rhein-Ruhr im Innenhafen


44,2 Prozent der NRW-Privathaushalte haben Immobilien- und Grundbesitz
Die Zahl der privaten Haushalte mit Immobilien- und Grundbesitz hat sich in Nordrhein-Westfalen in den letzten 20 Jahren von 3,3 Millionen (1998) auf 3,8 Millionen (2018) um 17,0 Prozent erhöht. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anhand von Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018 mitteilt, lag der Anteil der Haushalte mit Immobilien- und Grundbesitz mit 44,2 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt (47,5 Prozent).

Haushalte mit ... 1998 2003 2008 2013 2018
in 1 000 Prozent in 1 000 Prozent in 1 000 Prozent in 1 000 Prozent in 1 000 Prozent
1) Mehrfachantworten möglich.Quelle: Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS)    
Haus- und Grundbesitz 3 279 x 3 699 x 3 969 x 3 940 x 3 890 x
Angaben zur Art des Haus- und Grundbesitzes1) 3 279 100 3 528 100 3 630 100 3 923 100 3 834 100
    Einfamilienhäuser 1 843 56,2 1 979 56,1 2 121 58,4 2 367 60,3 2 400 62,6
    Eigentumswohnungen 894 27,3 1 099 31,2 1 215 33,5 1 262 32,2 1 295 33,8
    Zweifamilienhäuser 509 15,5 547 15,5 464 12,8 471 12 356 9,3
    Wohngebäude mit drei und mehr Wohnungen 240 7,3 306 8,7 209 5,8 199 5,1 220 5,7
    unbebaute Grundstücke 193 5,9 264 7,5 236 6,5 200 5,1 200 5,2
    sonstige Gebäude 60 1,8 154 4,4 168 4,6 168 4,3 151 3,9
Haushalte ohne Angaben zur Art des Haus- und Grundbesitzes 171 4,6 339 8,5 / / -56 (1,5
Wie die Grafik zeigt, verfügten im vergangenen Jahr 62,6 Prozent der Eigentümerhaushalte in Nordrhein-Westfalen, die Angaben zum Immobilien- und Grundbesitz gemacht hatten, über ein Einfamilienhaus. Im Laufe der letzten 20 Jahre hat sich dieser Anteil stetig erhöht (2008: 58,4 Prozent; 1998: 56,2 Prozent). Eigentumswohnungen waren mit 33,8 Prozent die zweithäufigste Immobilienart im Besitz von Privathaushalten in Nordrhein-Westfalen.
Der Immobilienbesitz der privaten Haushalte in NRW hatte 2018 einen durchschnittlichen Verkehrswert von 286 100 Euro. Etwa jeder achte Eigentümerhaushalte (12,3 Prozent) bezifferten den Verkehrswert ihrer Immobilie mit 500 000 Euro oder mehr. 2,1 Millionen Immobilienbesitzer müssen Restschulden aus Hypotheken oder Baudarlehen tilgen – im Schnitt waren das 121 400 Euro.
Geldvermögen sowie Schulden privater Haushalte am 01.01.2018 in Euro
Gegenstand der Nachweisung NRW Deutschland1)
1) Statistisches Bundesamt, Fachserie 15 Heft 2
Quelle: Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS)
Bruttogeldvermögen 54 900 58 400
Nettogeldvermögen 51 600 55 400
Hypothekenrestschulden 29 400 28 400
Bruttogesamtvermögen 176 100 194 400
Gesamtschulden 33 200 31 800
Nettogesamtvermögen 142 900 162 600
Die vorliegenden Ergebnisse stammen aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS), die von den Statistischen Landesämtern bundesweit alle fünf Jahre durchgeführt wird. An der letzten Befragung hatten in Nordrhein-Westfalen 2018 etwa 10 000 Haushalte freiwillig teilgenommen. (IT.NRW)

 


TARGOBANK setzte 2018 ihren Wachstumskurs weiter fort

Duisburg, 16. April 2019 - Die TARGOBANK hat im Geschäftsjahr 2018 ihren Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Das Vorsteuerergebnis über die Geschäftsfelder Privatkunden, Geschäftskunden und Firmenkunden stieg auf 510 Millionen Euro (IFRS, Vorjahr: 493 Millionen Euro).
Die Bilanzsumme der Gruppe wuchs um 5 Prozent auf 22 Milliarden Euro. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die TARGOBANK ihr Geschäftsmodell erweitert und um wichtige Kundengruppen und Ertragsquellen ergänzt. Trotz hoher Investitionen in die Digitalisierung sowie in Filialeröffnungen und -modernisierungen konnte die Bank ihr Aufwands-Ertrags-Verhältnis mit 54 Prozent konstant halten.

„Das Kreditgeschäft ist und bleibt die wichtigste Säule für die TARGOBANK“, sagt Pascal Laugel, Vorstandsvorsitzender der TARGOBANK. Das Kundenkreditvolumen belief sich 2018 über alle Geschäftsfelder auf insgesamt 20,54 Milliarden Euro, rund 7 Prozent mehr als im Vorjahr (2017: 19,21 Milliarden Euro). In den vergangenen Jahren hat die Bank ihre Kreditproduktion kontinuierlich gesteigert. Zum Gesamtergebnis hat das Privatkundengeschäft mit einem Vorsteuergewinn von 453 Millionen Euro mit Abstand den größten Beitrag geleistet. 57 Millionen Euro und damit gut 10 Prozent entfielen 2018 auf das Firmenkundengeschäft. „Damit hat sich das Firmenkundengeschäft bereits als wichtiger Geschäftsbereich für die TARGOBANK etabliert, der künftig weiter ausgebaut werden soll“, so Laugel.
Privatkunden
Im Privatkundengeschäft stieg das Kreditvolumen um gut 9 Prozent auf insgesamt 14,66 Milliarden Euro (Vorjahr: 13,41 Milliarden Euro). Dabei legten die Ratenkredite im Berichtszeitraum um 8 Prozent auf 12,35 Milliarden Euro zu. „Damit konnten wir in unserem Kerngeschäft 2018 weitere Marktanteile gewinnen“, so TARGOBANK Chef Laugel.
Trotz des Niedrigzinsumfeldes sind im Passivgeschäft die Kundeneinlagen auf den verschiedenen Spar- und Girokonten 2018 um mehr als 10 Prozent auf insgesamt 16,3 Milliarden Euro gewachsen. Die Zahl der Kreditkartenkonten kletterte um 2,5 Prozent auf 1,18 Millionen.
Mit der neuen Online-Vermögensverwaltung PIXIT und einer erweiterten Auswahl an börsengehandelten Indexfonds (ETFs) hat die TARGOBANK ihr Angebot im Bereich Geldanlage 2018 deutlich ausgebaut. So können Kunden beispielsweise Fonds, die auf das Thema Nachhaltigkeit einzahlen, über die TARGOBANK ordern. Die negative Entwicklung an den Börsen wirkte sich 2018 auch auf die rund 231.000 Wertpapierdepots der TARGOBANK aus: Ihr Bestandsvolumen sank leicht auf 10,4 Milliarden Euro (2017: 11,3 Milliarden Euro).

Geschäftskunden
Mit der Etablierung eines eigenen Geschäftskundensegments hat die TARGOBANK im vergangenen Jahr ihre Wachstums- und Diversifizierungsstrategie konsequent vorangetrieben. Kleinunternehmen, Selbstständige und Freiberufler können für ihren geschäftlichen Zahlungsverkehr verschiedene Business-Konten und Business-Kreditkarten nutzen und zur Finanzierung auf den neuen Business-Kredit zurückgreifen.
Das Finanzierungsvolumen der Autobank belief sich 2018 auf 384 Millionen Euro, das sind 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Sie bietet mehr als 2.500 Kfz-Händlern umfassende Services mit dem Schwerpunkt auf Einkaufs- und Absatzfinanzierungen. Im Bereich Absatzfinanzierung arbeitet die TARGOBANK außerdem mit mehr als 5.600 Fach- und Einzelhändlern diverser Branchen – z.B. Elektronik oder Möbelhandel – zusammen. Die Neuproduktion in diesem Bereich stieg 2018 um rund 180 Millionen Euro auf 928 Millionen Euro – ein Plus von gut 24 Prozent.

Firmenkunden
Die TARGOBANK hat im Berichtsjahr ihre Positionierung im Firmenkundengeschäft deutlich ausgebaut. Sie verzeichnete ein Kundenkreditvolumen von insgesamt 5,88 Milliarden Euro. Mit 4,74 Milliarden Euro entfielen mehr als zwei Drittel davon auf den Bereich Factoring, gefolgt von Leasing (889 Millionen Euro) und Investitionsfinanzierung (254 Millionen Euro).
Firmenkredite machen somit bereits fast 30 Prozent des Gesamt-Kundenkreditvolumens der TARGOBANK aus. Mit einem Factoring-Umsatz von 49,34 Milliarden Euro gehört die TARGOBANK 2018 in diesem Bereich mit zu den Marktführern in Deutschland.
Über den Vertriebskanal Leasing konnte die TARGOBANK ihr Produktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um fast 25 Prozent auf 563 Millionen Euro steigern. Mit der Verschmelzung der TARGO Commercial Finance AG auf die TARGOBANK AG zum 1. August 2018 wurde der Umbau der TARGOBANK Gruppe im Berichtsjahr abgeschlossen.
„Seitdem steht die TARGOBANK auch organisatorisch für eine schlanke, noch effizientere und schlagkräftigere Bank mit Privat-, Geschäfts- und Firmenkundengeschäft unter einem Dach“, betont Laugel. „Angesichts des herausfordernden Markt- und Wettbewerbsumfelds in der Branche ist das ein großer Vorteil, der die Marktposition der TARGOBANK noch weiter stärkt.“

Wachstum und Ausblick
„2018 war für die TARGOBANK ein ebenso erfolgreiches wie zukunftsweisendes Jahr. Wir haben nicht nur unseren Wachstumskurs fortgesetzt, sondern auch unser Geschäftsmodell weiter diversifiziert“, resümiert Vorstandschef Laugel.
Mit zahlreichen neuen Produkten und Services habe die TARGOBANK zudem ihre Kunden von ihrer Innovationskraft überzeugt. Die TARGOBANK wolle auch in Zukunft in allen drei Geschäftsbereichen Marktanteile hinzugewinnen und ihre Profitabilität weiter erhöhen. Dafür investiere sie weiter in die Digitalisierung und Automatisierung ihrer Prozesse.