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Redaktion Harald Jeschke 

Kleinen Menschen eine große Freude bereiten

Duisburg, 11. Dezember 2019 - Ein Geschenk zu bekommen und auspacken zu dürfen, ist für Kinder das Größte. In Duisburg leben viele Kinder, die auch zu Weihnachten keine Geschenke bekommen und gerade das Nötigste zum Leben haben. thyssenkrupp Steel und seine Mitarbeiter wollen bedürftigen Kindern in Duisburg zu Weihnachten ein Lächeln schenken. Zusammen mit den Vereinen Kulturbunker Bruckhausen e.V., Soziale Dienste Marxloh und Immersatt Kinder- und Jugendtisch e.V. erfüllen die Stahlarbeiter Wünsche von Kindern und sorgen für ein Frühstück vor der Schule.
„Wir nehmen unsere soziale Verantwortung in Duisburg und der Region und unsere Absicht, ein guter Nachbar zu sein, sehr ernst. Zahlreiche Kinder in Duisburg wachsen nicht sorgenfrei auf. Ich freue mich sehr, dass sich so viele unserer Mitarbeitenden auch wieder an der diesjährigen Aktion beteiligen und denen geben, denen es an Wichtigem fehlt. Bei diesen Aktionen geht darum, dass wir Duisburger Kinder beim Großwerden unterstützen“, sagt Dr. Sabine Maaßen, Personalvorstand der thyssenkrupp Steel Europe AG.

Grundlage zum Großwerden

Der Verein Immersatt versorgt mit Spenden jede Woche 800 benachteiligte Kinder und Jugendliche in Duisburg an insgesamt 33 Schulen mit Frühstückstüten. Außerdem betreut der Verein in zwei Einrichtungen insgesamt 86 Schüler im Alter von sechs bis zwölf Jahren nach dem Unterricht. Die Kinder bekommen Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, eine Nachmittagsbeschäftigung wie Musik oder Sport – und vor allem eine Gemeinschaft.

Über 36.000 Euro haben die Stahlsparte von thyssenkrupp und ihre Mitarbeiter in den vergangenen acht Jahren gespendet, um eine kindgerechte Grundversorgung mit regelmäßigen Mahlzeiten zu gewährleisten. In diesem Jahr hat das Christkind weitere Gehilfen: Die von Kulturbunker Bruckhausen und von Soziale Dienste Marxloh betreuten Kinder haben ihre Weihnachtswünsche an das thyssenkrupp Team gegeben. Und Mitarbeiter des Stahlherstellers erfüllen im Rahmen der Aktion 150 reale Wünsche – von Inlineskates und Fußbällen bis zu Pullovern.

Ein Geschenk zu Weihnachten zu bekommen und auspacken zu dürfen, ist für Kinder das Größte, aber nicht für alle selbstverständlich. Für die Duisburger Kinder, denen es oft am Nötigsten mangelt, spenden thyssenkrupp Steel und seine Mitarbeiter für die Vereine Kulturbunker Bruckhausen e.V., Soziale Dienste Marxloh und Immersatt Kinder- und Jugendtisch e.V.    


Spenden kann jeder

Die Spendenaktion ist nicht nur auf thyssenkrupp Mitarbeiter beschränkt. Jeder kann die Vereine unterstützen – auch regelmäßig, aber zur Weihnachtszeit ganz besonders.

Immersatt Kinder- und Jugendtisch e. V.

Spendenkonto Sparkasse Duisburg

IBAN DE74 3505 0000 0200 0895 48

 

Soziale Dienste Marxloh gGmbH

Spendenkonto Commerzbank Duisburg

IBAN DE45 3564 0064 0700 6687 00

 

Kulturbunker Bruckhausen e.V.

Spendenkonto Sparkasse Duisburg

IBAN DE74 3505 0000 0200 0068 07

Ob reale Kinderwünsche oder regelmäßige Mahlzeiten: Die Vereine Kulturbunker Bruckhausen e.V., Soziale Dienste Marxloh und Immersatt Kinder- und Jugendtisch e.V. sorgen für ein Frühstück vor der Schule und erfüllen die Wünsche von Kindern: Inline-Skates, ein Fußball, ein Pullover, Schuhe. In der Hauptverwaltung von thyssenkrupp Steel können sich die Mitarbeiter einen von 150 Kinderwünschen vom Baum pflücken und erfüllen.

 


Politik mischt sich ein: Kampf um die größten deutschen Stahlstandorte

Resolution der SPD-Bundestagsabgeordneten der größten deutschen Stahlstandorte
Gemeinsam an der Seite der Stahlarbeiter*innen - Gemeinsam für die Zukunft der deutschen Stahlindustrie
Kommentar

Berlin/Duisburg, 29. November 2019 - Die Stahlarbeiter*innen und die SPD verbindet eine lange Geschichte. Eine Geschichte des gemeinsamen Kampfes für gute Arbeit, eine Geschichte der Zusammenarbeit, eine Geschichte des Vertrauens. Heute steckt die Stahlindustrie in Europa in einer Krise – eine Krise, die die Zukunft eines starken Wirtschaftszweigs und die Zukunft vieler Beschäftigten bedroht.
Ob im Saarland, in Bremen oder an der Ruhr – in ganz Deutschland blickt die deutsche Stahlindustrie in eine ungewisse Zukunft. Wir treten ein für eine ökonomisch zukunftsfähige Stahlindustrie, die Arbeitsplätze sichert und die ökologischen Herausforderungen anpackt. Unternehmen und Politik müssen zum Erhalt der Standorte zusammenarbeiten. Dann wird Stahl in Deutschland Zukunft haben.
1. Der sauberste Stahl weltweit als Innovationsmotor vor Ort.
Wir wollen sauberen Stahl fördern und den Import von emissionsintensivem Stahl sinnvoll steuern. Die Industrie der Zukunft trägt Verantwortung für einen ökologischen Wandel in der Welt. In den letzten 25 Jahren konnte durch Forschung und Entwicklung die CO2-Emissionsbelastung durch die deutsche Stahlindustrie pro Tonne Stahl bereits um mehr als 22% verringert werden.
Wir unterstützen weitere Innovationen, die dazu beitragen, Emissionen weiter zu verringern. Emissionen kennen keine Grenzen. Es wird nichts nützen den im Vergleich umweltfreundlicheren deutschen Stahl durch Importe zu ersetzen, wenn der importierte Stahl eine wesentlich schlechtere Umweltbilanz aufweist. Die vergleichsweise hohen Umweltstandards in der deutschen Stahlproduktion, müssen Vorbild sein für die Stahlindustrie in Europa und der Welt.
Deshalb ist unser Anspruch, dass diese im Rahmen der europäischen Handelspolitik bei der Bewertung der Außenhandelsbeziehungen mit einfließen. Es gilt daher auf europäischer Ebene zu prüfen, inwieweit durch Konzepte wie eine sog. „Green-Boarder-Tax“, die Einhaltung von Umweltstandards als Standortvorteil geschützt werden können.
Das Bundeswirtschaftsministerium ist hier gefordert Vorschläge zu formulieren, wie in Kooperation mit der Europäischen Union das Ziel einer „Green-Boarder-Tax“ umgesetzt werden kann. Damit die deutsche Stahlindustrie auch zukünftig noch die sauberste Stahlindustrie weltweit bleibt, braucht es mehr Investitionen in den sozial-ökologischen Umbau der Industrie, die sich insbesondere durch Förderung von Forschung und Entwicklung zur ökologischen Herstellung von Grundstoffen zeigen muss.
Das Ziel muss dabei sein, langfristig eine CO2-neutrale Stahlproduktion zu ermöglichen. Dazu ist die Versorgung mit erneuerbare Energien notwendig, um das Ziel einer CO2-neutralen Stahlherstellung zu erreichen – hierzu müssen Länder, Bund und Europa ihren Beitrag leisten. Dies umfasst neben der Erzeugung der nachhaltigen Energie insbesondere auch den Ausbau der Energieinfrastruktur – und speicherung.
2. Gute und mitbestimmte Arbeitsplätze auch in Zukunft sichern.
Wir wollen, dass keine Region auf der Strecke bleibt. Wir wollen nicht, dass der Klimawandel auf dem Rücken der Beschäftigten bewältigt wird. Eine zukunftsfähige Stahlindustrie sichert auch in Zukunft gute und mitbestimmte Arbeitsplätze. Gute Arbeit bedeutet Teilhabe und Teilhabe ermöglicht ein gutes Leben.
Deshalb müssen wir die politischen Instrumente zielgenau darauf ausrichten, dass Arbeitsplätze zukunftsfest erhalten werden können. Klar ist dabei, dass die Unternehmen hier eine große Verantwortung tragen. Die Betriebe sind leistungsfähig. Die Beschäftigten sind gut qualifiziert.
Wir erwarten, dass die Unternehmen sich ihrer Verantwortung gegenüber der Belegschaft bewusst sind und notwendige Investitionen zum Erhalt der Standorte tätigen. Die Beschäftigten sind ein Standortvorteil für die deutsche Stahlindustrie. Durch die Montanmitbestimmung leisten die Beschäftigten, neben ihrer täglichen Arbeit, durch die Ausübung echter Mitbestimmungsrechte einen großen Beitrag für die Betriebe.
Die Beschäftigten haben ihre Verantwortung wahrgenommen.
Politik kann die Betriebe in schwierigen konjunkturellen Lagen unterstützen. Eine wichtige Maßnahme ist dabei das Kurzarbeitergeld. Gerade in großen Betrieben muss manchmal zum Erhalt der Arbeitsplätze schnell reagiert werden. Ob in der Finanzkrise 2008 oder in regionalen Stahlkrisen - das Kurzarbeitergeld hat seine Eignung als Instrument zum Erhalt von Arbeitsplätzen unter Beweis gestellt. Insbesondere durch die Einführung von einer konkreten Verordnungsermächtigung zur Flexibilisierung des Instrumentes, müssen wir die Handlungsfähigkeit in Krisensituationen verbessern und effektiver gestalten.
3. Weiterbildung
Wir wollen auch, dass alle Stahlarbeiter*innen eine klare Perspektive für die Zukunft bekommen. Das beste Stellensicherungsinstrument ist für uns die Qualifikation und Weiterbildung – denn Innovation braucht die klügsten Köpfe. Neben dem geschaffenen Qualifizierungschancengesetz, mit dem der Bund die Möglichkeiten der Weiterbildung für die Beschäftigten erheblich erleichtert hat, braucht es nun eine weitergehende Förderung, um im bestehenden Transformationsprozess der Stahlindustrie den Beschäftigten eine Zukunft in Beschäftigung zu ermöglichen.
Hierzu braucht es höhere Zuschüsse an die Arbeitgeber und Arbeitnehmer für Weiterbildung sowohl im Bereich des Entgeltes als auch bei den Weiterbildungskosten. Wir sind bereit, die Betriebe zu unterstützen, die Forschung voranzutreiben, notwendige Investitionen zu tätigen und Arbeitsplätze zu sichern. Wir erwarten aber auch, dass sich die Unternehmen zum Stahlstandort Deutschland bekennen. Das bedeutet zu allererst einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Wir SPD-Bundestagsabgeordnete aus den 20 größten Stahlstandorten Deutschlands haben uns zusammengeschlossen. Wir sind uns sicher: Der Stahlstandort Deutschland hat Zukunft.


SPD-Bundestagsabgeordnete aus den 20 größten Stahlstandorten Deutschlands kämpfen gemeinsam für die Stahlstandorte

Die SPD-Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und Mahmut Özdemir haben sich heute mit den SPD-Bundestagsabgeordneten aus den 20 größten Stahlstandorten Deutschlands zusammengeschlossen, um gemeinsam für den Erhalt der Standorte und der Arbeitsplätze zu kämpfen.
"Wir wollen gemeinsam deutlich machen, dass unsere Stahlstandorte dann eine Zukunft haben, wenn Politik, Beschäftigte und vor allem auch die Unternehmen zum Erhalt der Standorte zusammenarbeiten", so die beiden Duisburger Abgeordneten. "Wir sind bereit, die Betriebe zu unterstützen, die Forschung voranzutreiben, notwendige Investitionen zu unterstützen und Arbeitsplätze zu sichern", erklärt Bärbel Bas.
"Wir erwarten aber auch, dass sich die Unternehmen zum Stahlstandort Deutschland bekennen und ihrerseits notwendige Investitionen zum Erhalt der Standorte tätigen. Die Unternehmen tragen eine große Verantwortung. Wir erwarten, dass die Unternehmen sich ihrer Verantwortung gegenüber der Belegschaft bewusst sind und mit den Betriebsräten zusammenarbeiten. An erster Stelle steht für uns der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen." Mahmut Özdemir ergänzt: "Wir wollen, dass keine Region auf der Strecke bleibt. Eine zukunftsfähige Stahlindustrie sichert auch in Zukunft gute und mitbestimmte Arbeitsplätze."
Die Stahlindustrie müsse natürlich klimafreundlicher werden.
"Klimaschutz kann aber nicht heißen, dass wir aus der Stahlproduktion aussteigen und dafür Stahl importieren, der mit mehr CO2- Emissionen produziert wurde. Wir wollen nicht, dass der Klimawandel auf dem Rücken der Beschäftigten bewältigt wird. Wir nehmen das Kuppelgas aus dem Hochofen und der Kokerei in Marxloh-Schwelgern, bringen es nach Laar ins Kraftwerk und verstromen es dort für die Eigenbedarfe.
Von der Bedeutung für Fernwärme ganz zu schweigen. Solange uns das in Europa keiner mit dieser Effizienz nachmacht, setzen wir den Maßstab und wollen weiter an Innovationen tüfteln, um den Kindern und Enkeln der Beschäftigten die Arbeitsplätze von morgen und übermorgen zu bereiten."
Zusammen mit den Stahlarbeiterinnen und Stahlarbeitern werden Bärbel Bas und Mahmut Özdemir am nächsten Dienstag in Duisburg auf die Straße gehen. Die Beschäftigten fordern Investitionen in die Zukunft des Stahlstandorts Duisburg und den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und Schließungen. Dabei werden sie Seit' an Seit' von der SPD Duisburg und den zwei Duisburger Bundestagsabgeordneten unterstützt. Gemeinsam haben die Bundestagsabgeordneten aus den 20 größten Stahlstandorten vereinbart, die Zukunft der deutschen Stahlindustrie beim SPD-Bundesparteitag, der am 6. Dezember beginnt, auf die Tagesordnung zu bringen.

Kommentar:

Neben den Autobauern ist weltweit das deutsche Know-how um den Stahl gefragt. Gefragt ist jetzt erneut ein Mitwirken aller, dieses Know-how, viel wichtiger aber die Standorte der Produktionen in Deutschland und deren Arbeitnehmer zu sichern und eine sichere Zukunft zu geben. Wo sind kritische Töne aus der Politik oder den Stiftungen (Krupp), die maßgeblich für den Schutz dieser immens wichtigen Standorte mit in der Verantwortung stehen. Das schließt auch die EU mit ein, die sich immer wieder damit hervorgetan hatte, den Stahlproduzenten in Europa nicht die volle Unterstützung gewährt zu haben.
Dies als die Chinesen mit Dumpingpreisen den Markt belasteten, dies mit enormen Auflagen in punkto Techniken für den Klimaschutz, den kein anderes Land so wie hier in Deutschland vorangetrieben hatte. Dass dann seitens der EU mit widersinnigen Forderungen (Auflagen) für die Zukunft dafür gesorgt wird, das Ängste hier geschürt werden und diebisches Händereiben in Fernost exakt die Gegensätze aufzeigen, die es im globalen Sektor real gibt.
Dass dann noch hochdotierte Manager mit immens teuren Investitionen in Amerika oder Südamerika sowie Fusionsabsichten umsetzten bzw. versuchten, war noch nicht die Krönung der üblen Abläufe. Abfindungen und Pensionszahlungen in Millionenhöhe nach dem Scheitern - das ist der Höhepunkt der alle abhängig Beschäftigten umtreibt. Zu Recht!
Wann hört das auf? Wie kann den Aufsichtsräten sozusagen eine Aufsicht ans Bein geklebt werden, die befugt wäre auch drastische Weisungen umsetzen zu müssen, wenn es die Situation erfordert? Wer hat den Mumm dem Ganzen nachhaltig entgegenzuwirken? Eine Resolution der Bundestagsabgeordneten ist eine (gute) Sache, leider nicht verbindlich. Harald Jeschke


Thyssenkrupp setzt Prioritäten für Konzernumbau: Performance, Elevator, Stahl und Organisation

Essen/Duisburg, 21. November 2019 -  Der neu formierte Vorstand des Stahlkonzerns will den Umbau des Unternehmens vorantreiben. Man sei mit der Performance vieler Geschäftsbereiche nicht zufrieden, so der Vorstand in der heutigen Bilanzpressekonferenz. Als Folge habe man vier klare Prioritäten für die Zukunft gesetzt: die Konzentration auf das Performance-Thema, die Elevator-Transaktion, die Zukunftsfähigkeit des Stahlgeschäfts und die Weiterentwicklung der Organisation. Oberstes Ziel des Unternehmens sei weiterhin, die Leistungsfähigkeit der Geschäfte zu steigern.

In allen Bereichen laufen bereits zahlreiche Maßnahmen.
Im Bereich der Organisationsentwicklung plant der Konzern flachere Hierarchien und eine direkte Art der Zusammenarbeit. So schafft der Konzern die Matrix-Organisation ab. Bei Components Technology und Industrial Solutions werden die Führungsgesellschaften weitgehend aufgelöst.

In der Zentrale wird die Zahl der zentralen Funktionen von 15 auf 10 reduziert. Die Anzahl der knapp 800 Mitarbeitenden wird hier auf ca. 430 in den kommenden zwölf Monaten reduziert. So schnell wie erwartet würden sich die bisherigen Maßnahmen aber nicht auswirken. Deshalb wird Thyssenkrupp die im August 2018 aufgestellten Mittelfristziele nicht wie geplant im Geschäftsjahr 2020/2021 erreichen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Thyssenkrupp ein leichtes Wachstum erzielt. Auftragseingang und Umsatz stiegen auf jeweils 42 Milliarden Euro, ein Plus von je einem Prozent gegenüber den Vorjahreswerten. Wachstum brachten vor allem die Industriegütergeschäfte, während es in den Werkstoffgeschäften gebremst wurde. Das Bereinigte EBIT 1 des Konzerns entspricht mit 802 Millionen Euro (Vorjahr: 1,4 Milliarden Euro) der im August angepassten Prognose.

Unter dem Strich verzeichnet Thyssenkrupp für das Geschäftsjahr 2018/2019 einen Jahresfehlbetrag von 260 Millionen Euro (Vorjahr -12 Millionen Euro). Vor dem Hintergrund der schwachen operativen Performance und der Finanzlage schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 31. Januar 2020 vor, für das Geschäftsjahr 2018/2019 keine Dividende auszuschütten. idr
Infos:
www.thyssenkrupp.com

Weltpremiere in Duisburg: Erstmaligen Einsatz von Wasserstoff im Hochofen

NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart startet bei thyssenkrupp Versuchsreihe zum erstmaligen Einsatz von Wasserstoff im Hochofen

Duisburg, 11. November 2019 - thyssenkrupp Steel hat in Duisburg eine Weltpremiere gefeiert: Der Duisburger Stahlhersteller startete eine Versuchsreihe zum Einsatz von Wasserstoff im laufenden Hochofenbetrieb. Es sind die bislang ersten Tests dieser Art. Sie dienen dem Ziel, die bei der Stahlherstellung entstehenden CO2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren. Der Versuchsstart im Beisein von NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart markiert einen Meilenstein in der Transformation zur klimaneutralen Stahlproduktion.

 

Zwischenziel 2030: 30 Prozent weniger Emissionen

Die nun gestartete Versuchsreihe ist ein wichtiger Baustein der Klimastrategie von thyssenkrupp. Bis 2050 will das Unternehmen klimaneutral werden. Bereits bis zum Jahr 2030 sollen die Emissionen aus Produktion und Prozessen (die sogenannten Scope 1-Emissionen) im eigenen Unternehmen sowie die Emissionen aus dem Bezug von Energie (Scope 2) um 30 Prozent reduziert werden. „Wir haben uns mit unserer Klimastrategie ein klares Ziel gesetzt.“, sagte Dr. Klaus Keysberg, Mitglied des Vorstands der thyssenkrupp AG, zuständig für Materialgeschäfte des Konzerns.

 „Die Stahlproduktion nimmt für die Erreichung unserer Klimaziele eine wichtige Rolle ein, denn der Hebel der Sparte bei der Senkung der Emissionen ist groß. Deswegen treiben wir den Wandel zur Wasserstofftechnologie mit aller Kraft voran.“

 

Transferstelle, an der der Wasserstoff ins System eingespeist wird. Im Hintergrund: Hochofen 8.

Wasserdampf statt CO2
Beim klassischen Hochofenprozess werden für die Herstellung von einer Tonne Roheisen rund 300 Kilogramm Koks und 200 Kilogramm Kohlenstaub benötigt. Der Kohlenstaub wird im unteren Schachtbereich des Hochofens als zusätzliches Reduktionsmittel über 28 sogenannte Blasformen eingeblasen. Zum Versuchsstart wurde heute an einer dieser Blasformen am Hochofen 9 Wasserstoff injiziert. Damit beginnt eine Versuchsreihe, in der thyssenkrupp Steel den Einsatz von Wasserstoff schrittweise erst auf alle 28 Blasformen dieses Hochofens und ab dem Jahr 2022 dann auf alle drei weiteren Hochöfen ausweiten will. Der Vorteil: Während beim Einsatz von Einblaskohle CO2-Emissionen entstehen, entsteht beim Einsatz von Wasserstoff Wasserdampf. Somit können bereits an dieser Stelle im Produktionsprozess bis zu 20 Prozent CO2eingespart werden.

„Der heutige Tag ist wegweisend für die Stahlindustrie“, sagte Premal Desai, Sprecher des Vorstands von thyssenkrupp Steel Europe. „Wir leisten hier Pionierarbeit. Die Nutzung von Wasserstoff ist der entscheidende Hebel für eine klimaneutrale Stahlproduktion. Der heutige Versuch ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Transformation unserer Produktion, an deren Ende grüner Stahl stehen wird. Gleichzeitig sehen wir, was alles möglich ist, wenn Unternehmen und Politik gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten. Für die Förderung des Projekts sind wir dem Land NRW sehr dankbar.“

 

Förderung durch Land NRW

Das Projekt wird im Rahmen der von der Landesregierung gestarteten Initiative IN4climate.NRW gefördert und vom Betriebsforschungsinstitut des VdEH (BFI) wissenschaftlich begleitet. Im April 2019 übergab die Landesregierung den Förderbescheid für die erste Testphase. NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Das Projekt ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer treibhausgasneutralen Industrie und ein schönes Beispiel dafür, wie innovative Schlüsseltechnologien aus Nordrhein-Westfalen heraus entwickelt werden können. Wir müssen die Nutzung von Wasserstoff im Industriesektor weiter vorantreiben, denn sie bietet gerade bei der Stahlherstellung große Chancen“.  

 

Vom Labor in den Industriemaßstab

Der Versuchsstart markiert auch den Übergang des Projekts in den industriellen Maßstab. In den letzten Monaten wurden vorgelagerte Untersuchungen und Simulationsrechnungen durchgeführt. Mit dem Versuch im laufenden Hochofen wird das Projekt auf die nächste Ebene gehoben. „Wir wollen durch die Nutzung von Wasserstoff die Emissionen senken und gleichzeitig weiterhin Roheisen in gewohnter Qualität produzieren“, erläutert Dr. Arnd Köfler, Produktionsvorstand von thyssenkrupp Steel Europe. „Gleichzeitig gilt auch: wir betreten mit der Versuchsreihe am Hochofen 9 technologisches Neuland. Es geht jetzt darum, den Betriebsablauf im Hochofen kontinuierlich zu analysieren und auszuwerten. Die Ergebnisse werden uns helfen, die Ausweitung des Wasserstoffeinsatzes auf alle 28 Blasformen des Hochofens gezielt anzugehen.“

 

Wasserstoff-Infrastruktur gewinnt an Bedeutung
Wasserstoff wird in den kommenden Jahrzehnten ein zentraler Treiber für die Klimastrategie von thyssenkrupp Steel sein. Nach der Umstellung der Hochöfen plant das Unternehmen ab Mitte der 2020er-Jahre den Aufbau von großtechnischen Direktreduktionsanlagen, die dann mit wasserstoffhaltigen Gasen betrieben werden. Der dort produzierte Eisenschwamm wird zunächst in den bestehenden Hochöfen eingeschmolzen, soll langfristig aber in Elektrolichtbogenöfen mit Hilfe erneuerbarer Energien zu Rohstahl verarbeitet werden.

Mit Air Liquide ist beim Einblasversuch ein Projektpartner an Bord, der über Expertise in der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette von der Produktion über die Speicherung bis hin zur Entwicklung von Endverbraucheranwendungen verfügt. Gilles Le Van, Vorsitzender der Geschäftsführung von Air Liquide Deutschland: „Wasserstoff ist der Schlüssel zu Energiewende und industrieller Transformation gleichermaßen. Dieses besondere Molekül kann beides sein: Grundstoff für die Wirtschaft und Medium zur Energiespeicherung und
-rückgewinnung. Bei Air Liquide sind wir vom Potenzial einer weltweiten Wasserstoffwirtschaft überzeugt – und bringen mehr als 60 Jahre Erfahrung und Innovationskraft in diesem Feld in die gemeinsame Projektarbeit ein. So gestalten wir zusammen die Wasserstoffzukunft in Deutschland und tragen zum Erreichen der Klimaziele bei.“ 

NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart beim Eintragen ins Goldene Buch – gemeinsam mit (v.l.n.r.) Premal Desai, Sprecher des Vorstands thyssenkrupp Steel Europe, thyssenkrupp AG Vorstand Dr. Klaus Keysberg, Gilles Le Van, Vorsitzender der Geschäftsführung von Air Liquide Deutschland, und thyssenkrupp Steel Europe Produktionsvorstand Dr. Arnd Köfler.


Einblasversuch Hochofen - v.l.: Dr. Jens Reichel, Leiter Technische Dienstleistungen & Energie thyssenkrupp Steel Europe, Gilles Le Van, Vorsitzender der Geschäftsführung von Air Liquide Deutschland, Premal Desai, Sprecher des Vorstands thyssenkrupp Steel Europe, der stellvertretende thyssenkrupp Steel Europe Betriebsratsvorsitzende Horst Gawlik, NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, thyssenkrupp AG Vorstand Dr. Klaus Keysberg, der thyssenkrupp Steel Europe Gesamtbetriebsratsvorsitzende Tekin Nasikkol, thyssenkrupp Steel Europe Produktionsvorstand Dr. Arnd Köfler, Henning Rehbaum, Sprecher für Wirtschaft, Energie und Landesplanung der CDU-Fraktion im Landtag NRW, und Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer IHK zu Dortmund.

 

Ein halbes Jahrhundert bei thyssenkrupp Steel

30 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen feiern goldenes Dienstjubiläum
Duisburg, 8. November 2019 - Ein seltenes Arbeitsjubiläum gab es dieser Tage bei thyssenkrupp Steel zu feiern: 50 Jahre arbeiten die 31 Jubilare nun im Konzern. Das ist ein halbes Jahrhundert voller Veränderungen. 1992 fusioniert die Friedrich Krupp AG mit der Hoesch AG, 1997 schließen sich die Stahlbereiche von Thyssen mit Krupp zusammen, zwei Jahre später nimmt die ThyssenKrupp AG ihre Arbeit auf.

In den 2000ern gehen ein neuer Hochofen und die modernste Tuchfilteranlage weltweit in Betrieb, 2019 startet thyssenkrupp Steel ein wegweisendes Projekt für eine klimafreundliche Stahlproduktion: Wasserstoff statt Kohle. All diese und noch viele weitere Veränderungen haben die 31 Jubilare miterlebt und mitgestaltet. „Für mich fühlt es sich auch nach all den Jahren noch gut an, bei thyssenkrupp Steel zu arbeiten. Ich bin immer gerne zur Arbeit gegangen und tue das auch heute noch“, sagt Jubilar Erwin Göpner.
Er kümmert sich um die Instandsetzung von Maschinen in einer Spezialwerkstatt in Ruhrort. Auch Jubilarin Jutta Maciej, tätig im Personalcenter, Funktionsbereich HRD, fühlt sich nach wie vor wohl bei thyssenkrupp Steel. „Natürlich gab es zwischendurch Höhen und Tiefen im Konzern. Aber ich schaue lieber nach vorne als zurück“, sagt sie.  
Zeitreise in die Vergangenheit und Blick in die Zukunft
„Langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten durch ihre Erfahrung einen wertvollen Beitrag zum Unternehmenserfolg“, betont Sabine Maaßen, Arbeitsdirektorin der thyssenkrupp Steel Europe AG. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung bedankte sich Arnd Köfler, Produktionsvorstand bei thyssenkrupp Steel, für fünf Jahrzehnte Engagement und Loyalität der Jubilare: „Ein goldenes Dienstjubiläum ist in der heutigen schnelllebigen Zeit etwas ganz Besonderes.“

Auf dem Programm stand unter anderem eine Zeitreise durch die letzten 50 Jahre Unternehmensgeschichte: Wie haben sich die Sicherheitshelme, wie die Büroarbeit verändert? Mit einem Auge blickten die Jubilare aber auch gemeinsam mit dem Vorstand in die Zukunft. Zum Abschluss der Feier bekamen die Jubilare zum Dank ein kleines Präsent mit persönlicher Widmung des Vorstandes überreicht – ein hochwertiges Bild eines Hochofens, damit sie diesen Teil ihres Lebens auch in der nahenden Rente nicht vergessen.

Goldenes Dienstjubiläum feiert nicht jeder: thyssenkrupp Steel bedankte sich kürzlich im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung bei 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihr langjähriges Engagement und ihre Loyalität. Eine Zeitreise durch die letzten 50 Jahre und ein Zauberer waren zwei der Highlights im Programm.  

Erwin Göpner feierte sein Dienstjubiläum bei thyssenkrupp Steel mit seiner Frau Marlies. Ob der Zusammenschluss von Thyssen und Krupp, die modernste Tuchfilteranlage weltweit oder das aktuelle Projekt für eine klimafreundliche Stahlproduktion bei thyssenkrupp Steel – Erwin Göpner hat so einige Veränderungen im Konzern miterlebt und mitgestaltet.   Fotos: thyssenkrupp Steel

Investition in Hightech und Zukunft: thyssenkrupp Steel legt Grundstein für neue Feuerbeschichtungsanlage in Dortmund

Duisburg, 30. Oktober 2019 - Die neue und hochmoderne Feuerverzinkungsanlage FBA10 von thyssenkrupp Steel am Standort Dortmund nimmt Form an. Nach Erteilung der Genehmigung durch die zuständige Bezirksregierung in Arnsberg erfolgte heute die symbolische Grundsteinlegung.

nsicht der geplanten Feuerbeschichtungsanlage in Dortmund.

Gemeinsam mit Ministerpräsident Armin Laschet ebnete thyssenkrupp Steel damit den Weg für die zehnte Anlage dieser Art im Ruhrgebiet, die 2021 in Betrieb genommen werden soll. Premiumoberflächen und dauerhafter Schutz vor Korrosion im Automobilbau Feuerverzinkte Produkte gewinnen in der Automobilindustrie zunehmend an Bedeutung.

Die Baustelle der FBA 10 auf der Westfalenhütte in Dortmund.

Die Oberflächenbehandlung des Stahls mit Zink sorgt für hohen Korrosionsschutz und damit für die Langlebigkeit der verbauten Teile im Fahrzeug. „In der Automobilindustrie findet ein substantieller Wechsel von elektrolytisch verzinkten zu feuerverzinkten Stählen statt“, sagte Premal Desai, Sprecher des Vorstands von thyssenkrupp Steel.

ZM Ecoprotect® – Zink-Magnesium-Überzug in Außenhautqualität für hochwirksamen Korrosionsschutz und leichte Verarbeitung.

„Mit der neuen Feuerbeschichtungsanlage begleiten wir diesen Trend und nutzen das entsprechende Marktpotenzial. Die Anlage ist ein zentraler Baustein für unseren Ansatz, uns durch HightechProdukte im Wettbewerb zu differenzieren. Die FBA10 ist damit ein wichtiger Schritt für eine erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung von thyssenkrupp Steel.“


Die FBA10 wird Stähle für Innenteile und Außenhautwendungen von Fahrzeugen fertigen und auch die hochinnovativen Zink-Magnesium-Produkte anbieten, die durch eine geringe Auflagenstärke material-, kostensparend und nachhaltig zugleich sind. Dortmund im Zentrum für feuerverzinkte Produkte Wenige Meter neben der neuen FBA10 betreibt thyssenkrupp seit 2001 bereits eine Feuerbeschichtungsanlage, die FBA8. Zukünftig werden hier zusammen eine Millionen Tonnen feuerverzinkte Produkte von den Bändern der beiden hochmodernen Anlagen rollen. Der Standort Dortmund und die Region Ruhrgebiet gewinnen damit weiter an Bedeutung als Kompetenzzentrum für diese Technologie. 

Ministerpräsident Armin Laschet: „Die neue Feuerverzinkungsanlage ist das beste Beispiel dafür, dass Stahl für Innovation und moderne Technologien steht. Der heutige Tag zeigt deutlich: Stahl und thyssenkrupp haben eine Perspektive hier im Ruhrgebiet! Ein starker Standort, der sich dem Wandel immer gestellt hat und heute auch stellt. Diesen Wandel gestaltet die Landesregierung mit der Ruhr-Konferenz mit und sorgt dafür, dass sich diese Region zu einer wirtschaftlich starken Zukunftsregion weiterentwickelt“
Ministerpräsident Armin Laschet weiter: „Nordrhein-Westfalen will als Industrieland Innovationstreiber, etwa auf dem Feld der klimaneutralen Herstellung von Stahl sein. Wir wollen zeigen, dass erfolgreicher Klimaschutz und ein starker Wirtschaftsstandort verbunden werden können und dass wir überzeugende und nachhaltige Antworten auf die Herausforderungen der Energiewende und des Klimawandels geben können.“
Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund: „Obwohl das Westfalenhüttengelände zu einem Jobmotor für die Logistik geworden ist, hat die Stahlveredelung hier ihre Heimat. Dafür haben wir immer Flächen vorgehalten. Ich bin sehr froh, dass jetzt diese Investition den Stahlstandort Westfalenhütte zukunftsträchtig macht.
Der Bau der neuen Feuerbeschichtungsanlage knüpft zukunftsweisend an beste Stahl-Traditionen an und macht die Westfalenhütte auch zu einem bedeutenden Kompetenzzentrum für feuerverzinkte Produkte.
Diese hochwertigen Beschichtungen sowie über 100 hochqualifizierte Arbeitsplätze passen zu Dortmunds Charakter einer technologieorientierten Metropole, die den Strukturwandel erfolgreich angegangen ist.“
Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Arnsberg: „Hier zeigt sich deutlich: Strukturwandel gelingt mit dem Blick auf zukunftsfähige Technologien, allerdings nicht ohne die jahrzehntelange Expertise des Stahlstandortes Dortmund. Es braucht gerade im Strukturwandel das Vertrauen von Unternehmen in die Region – und genau das beweist thyssenkrupp Steel mit dieser Investition. Die weiterverarbeitenden Industriebetriebe im südwestfälischen Raum profitieren davon.“ Er dankte für die gute Zusammenarbeit. Die Genehmigungsverfahren konnten somit zügig durchgeführt werden.

Investition schafft Arbeitsplätze
Mit der Investition im niedrigen dreistelligen Millionenbereich stärkt thyssenkrupp Steel den Standort Dortmund, an dem derzeit rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sind. Durch die FBA10 werden über 100 weitere Arbeitsplätze hinzukommen.
„Die FBA10 ist eine Investition in den Standort und ein wichtiges Signal an die Belegschaft: thyssenkrupp Steel investiert in die Zukunft und in neue, hoch qualifizierte Arbeitsplätze. Eine Anlage wie die FBA10 wird für Jahrzehnte gebaut und ist genau das richtige Zeichen in unruhigen Zeiten“, betonte Tekin Nasikkol, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von thyssenkrupp Steel.
Daten und Fakten:
Die fertige Anlage wird eine Länge von rund 350 Metern besitzen und an der höchsten Stelle etwa 65 Meter messen. Verbaut werden unter anderem 8.000 Tonnen Stahl und 24.000 Kubikmeter Beton. Darunter sind auch 180 Bohrpfähle, die mit einem Durchmesser von etwa 1,5 Metern bis zu elf Meter tief in den Boden reichen. Pro Jahr wird die Anlage rund 600.000 Tonnen feuerverzinkten Stahl herstellen. Die Investitionen belaufen sich auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag.

 

thyssenkrupp Steel: Dritte Tuchfilteranlage in Duisburg nimmt Form an

Duisburg, 11. Oktober 2019 - Hitzerekorde, Greta-Effekt, CO2-Steuer – der Klimawandel beherrscht die Schlagzeilen und stellt andere Umweltthemen in den Schatten. Neben CO2 sind aber auch andere Stoffe ein wichtiges Thema beim Umweltschutz. Dazu gehört etwa Feinstaub, der unter anderem an Sinteranlagen in der Stahlproduktion entsteht.
Deswegen hat thyssenkrupp Steel am Standort Duisburg insgesamt rund 100 Millionen Euro in ein Tuchfilterprojekt investiert, um die Abluft der Sinteranlage zu reinigen. Schon im Frühjahr 2020 soll dann auch die letzte von drei Tuchfilteranlagen in den Betrieb gehen. Beim Bau dieser Anlage wurde nun ein weiterer Teil des Filters in Position gebracht: mit einem Gewicht von 17 Tonnen keine leichte Aufgabe, für die zwei große 80- und 220-Tonnen Krane bereitstanden.  
Weltweit größte und effektivste Anlage Beim „Sintern“ werden Eisenerze mit Koks und anderen Stoffen wie Kalk vermischt, auf rund 1.200 Grad erhitzt und zusammengebacken. Um den Koks zu verbrennen, wird mit großen Gebläsen Luft durch die Mischung gesaugt. Dabei ist Staubbildung unvermeidlich. Den größten Teil dieses Staubs fangen üblicherweise Elektrofilter ein – mit den großen Tuchfilteranlagen setzt thyssenkrupp allerdings neue Maßstäbe bei der Luftreinigung und fängt auch kleinste Staubpartikel ein.  

Ein Kran bringt das 17 Tonnen schwere Teil des Filters in Position.

Die Sinteranlage im Duisburger Norden besteht aus drei Bändern. Ein Tuchfilter für das kleinste Band ist bereits seit 2011 in Betrieb, 2017 wurde die Filteranlage am größten der drei Bänder in Betrieb genommen. Jetzt folgt Band Nummer drei. „Die Tuchfilteranlage am Standort Duisburg ist eine der weltweit größten und effektivsten Anlagen dieser Art“, sagte Projektleiter Tibor Hänsel. „In wenigen Monaten endet dann sehr erfolgreich eines unserer größten Projekte für saubere Luft.“  
Behördliche Auflagen werden übererfüllt „Die Investitionen zahlen sich aus, denn die Tuchfilteranlagen bedeuten insgesamt einen großen Schritt bei der Verbesserung der Luftqualität“, sagte Andreas Theuer, Leiter des Bereichs Umwelt- und Klimaschutz bei thyssenkrupp Steel. Die Grenzwerte für Feinstaub werden damit übererfüllt. „Wir reinigen die Luft zu 99,9 Prozent von Feinstaub“, so Theuer. Diese deutliche Verbesserung der Luftqualität in der unmittelbaren Nachbarschaft ist zugleich ein wichtiger Beitrag für die Umwelt im Ruhrgebiet und ein klares Bekenntnis zum Standort Duisburg.  

Duisburgs Wirtschaftsförderung bringt als Messe-Initiator Eigentümer und Nutzer zusammen

Duisburg, 11. Oktober 2019 - Im November 2016 feierte die lokale Gewerbeimmobilienmesse in Duisburg, kurz: GIMDU, ihre Premiere. Seinerzeit präsentierten der Ausrichter, die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg), gemeinsam mit Alexander Kranki von Krankikom das Digitalkontor am Schwanentor-Ufer, das am 2. Oktober 2019 bezogen wurde. Ein Jahr später stand Torsten Toellers „Mercator One“, das Anfang Oktober 2019 Richtfest feierte, im Mittelpunkt des Geschehens.

„Das zeigt: Was auf der GIMDU vorgestellt wird, ist kein Lippenbekenntnis, sondern nimmt Gestalt an“, betont GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer. Dessen Team organisiert, nach einjähriger Pause, bereits zum dritten Mal die GIMDU. Diesjährig findet diese vom 6. bis 7. November 2019 von jeweils 15 bis 19 Uhr im Foyer der Mercatorhalle des CityPalais statt.  
Neu an der GIMDU ist das modifizierte Konzept, dass an Tag 2 auch eine Versteigerung von Immobilien à la Sotheby´s vorsieht, die durch die Auktionshaus Karhausen AG aus Berlin durchgeführt wird. „So wollen wir einen lebendigen Markt der Möglichkeiten schaffen, der von allen interessierten Unternehmerinnen und Unternehmern kostenlos besucht werden kann“, ermuntert Meurer zum Besuch.  

„Rund 300 Objekte werden präsentiert. Von Gewerbeflächen über Hallen und Ladenlokalen bis hin zu Büroimmobilien ist alles dabei. Da der Nutzer grundsätzlich lokal unterwegs ist, ergänzt das Format der GIMDU optimal unsere Messeauftritte und belegt, dass Musik drin ist – am und unmittelbar um den Wirtschaftsstandort Duisburg. Das gilt umso mehr, da die Märkte an A-Standorten wie dem unserer Düsseldorfer Nachbarn gesättigt sind“, bekräftigt Wirtschaftsdezernent und GFW-Mitgeschäftsführer Andree Haack, und fährt fort: „Was die Objekte anbetrifft, die neue Eigentümer, Pächter oder Mieter suchen, haben wir uns auf den Kammerbezirk der Niederrheinischen Industrie – und Handelskammer fokussiert und den Angebots-Kreis neben Duisburg auf Wesel und Kleve erweitert.“  

Starke Partner sind es, die die Duisburger Messe ermöglichen. Dazu zählen die Aurelis Real Estate GmbH, die Armin Quester Immobilien GmbH, die Fokus Development AG, die Volksbank Rhein-Ruhr eG sowie die Selektive Immobilien Service GmH. So stellt beispielsweise Michael Buchholz, Leiter Region West der Aurelis Real Estate Service GmbH, beim Auftakt-Presse-Gespräch zur GIMDU ein neues Produkt des Unternehmensportfolios vor. „Das wird die Anzahl wertiger Gewerbeflächen in Duisburg maximieren und Mietern diverse Services und damit Zusatznutzen bieten“, macht Buchholz Geschmack auf mehr.
 Auch GFW-Gesellschafter Axel Quester, Geschäftsführer der Armin Quester Immobilien GmbH, blickt optimistisch auf die GIMDU: „Wir sind von Beginn an dabei und insbesondere von dem neuen, veränderten Konzept überzeugt. Duisburg als B-Standort hat mehr denn je großes Immobilienpotenzial. Bei der GIMDU wird das sichtbar gemacht. Nun müssen nur noch reichlich Besucher kommen, die gewillt sind, eine neue Fläche, Halle oder Immobilie für sich und Ihren Gewerbebetrieb oder als Anlageobjekt zu finden“, so Quester.  
Andrej Pomtow, Mitglied des Vorstands der Fokus Development AG, weiß: „Duisburg hat sich gerade in den letzten Jahren unglaublich entwickelt. Dazu tragen auch Wohnbauprojekte wie das ehemalige St. Vincenz-Krankenhaus bei, das wir gerade vermarkten. Die GIMDU bietet die Gelegenheit, den lokalen Nutzer anzusprechen, der nicht bei Fachmessen wie der Expo Real in München zugegen ist.“  

Auch die hiesigen Kreditinstitute wie die Volksbank Rhein-Ruhr eG werden bei der GIMDU mit von der Partie sein: „Das ist für uns als lokal ansässiger Genossenschaftsbank eine Herzensangelegenheit, sind wir doch für kleine und mittlere Unternehmen da, die immer stärker das Rückgrat unserer Wirtschaft bilden“, erklärt Thomas Diederichs, Sprecher des Vorstands der Volksbank Rhein-Ruhr eG. Und Klaus-P. Lindenmann, Geschäftsführer der Selektive Immobilien Service GmH, schließt: „Ich finde es gut, dass die Duisburger Wirtschaftsförderung eine solche Messe zum wiederholten Male initiiert. Auch wir sind von Anfang an dabei gewesen und merken, der Bedarf für eine solche Messe ist einfach da. Wir betrachten die GIMDU als wichtige Plattform, um mit lokalen und regionalen Investoren, Mietern und Immobilienbesitzern engeren Kontakt zu pflegen. Duisburg ist einer der interessantesten Immobilienstandorte, wenn es um Rendite und noch weiter zu entwickelnde Potenziale geht. Nun heißt es: Hingehen, sich informieren und zugreifen!“

Organisatoren und Kooperationspartner der GIMDU 2019 (v.l.n.r.): Christian Felix Hendel (GFW), Axel Quester (Armin Quester Immobilien GmbH), Annegret Angerhausen-Reuter, Ralf Meurer, Manuela Kaminski (alle GFW), Klaus-P. Lindenmann (Selektive Immobilien Service GmbH), Michael Buchholz (Aurelis Real Estate Service GmbH) und Andree Haack (Stadt Duisburg und GFW); Nutzungsrechte: GFW Duisburg

Thyssenkrupp untersucht Optionen für Produktion und Einsatz von klimafreundlichem Wasserstoff

Duisburg, 8. Oktober 2019 - Thyssenkrupp will die Produktion von klimafreundlichem Wasserstoff fördern. Gemeinsam mit dem norwegische Energieunternehmen Equinor und Erdgasfernleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe startet der Stahlkonzern jetzt eine Machbarkeitsstudie, die die Herstellung des Stoffs auf der Basis von Erdgas und seinen Einsatz in der Versorgung des größten deutschen Stahlwerks in Duisburg prüfen soll.
In der Studie werden mehrere Optionen für die Gewinnung und den Transport von Wasserstoff zum Thyssenkrupp-Standort sowie für den Transport und die Speicherung von Kohlendioxid untersucht. Langfristiges Ziel sei es, die Nutzung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien zu erhöhen. Bis 2050 will Thyssenkrupp ein klimaneutrales Unternehmen werden. Infos unter www.thyssenkrupp-steel.com idr 

 

50 Jahre Oxygenstahlwerk von thyssenkrupp in Duisburg

Duisburg, 27. September 2019 - Innovationskraft, unternehmerischer Weitblick und zukunftsweisende Technologie: am 29. September 1969 nahm das Oxygenstahlwerk Duisburg-Bruckhausen seinen Betrieb auf und markierte als eines der größten und modernsten Stahlwerke der Welt einen Meilenstein der modernen Stahlproduktion. Dort, wo Firmengründer August Thyssen 1891 das erste Siemens-Martin-Stahlwerk und wenig später das erste Thomas-Stahlwerk errichten ließ, läuft es bis heute. Seit dem ersten Befüllen des Konverters verließen fast 190 Millionen Tonnen Stahl das Werk. Eine Menge, die für rund 21.000 Eiffeltürme reichen würde.



Historische Aufnahme des Oxygenstahlwerks Duisburg-Bruckhausen aus dem Jahr der Inbetriebnahme, 1969.

Garant für Qualität, Volumen und Wirtschaftlichkeit

Hochwertige Stähle in großen Mengen wirtschaftlich produzieren – diesen Anspruch setzte das Oxygenstahlwerk Bruckhausen in die Tat um: Dank innovativer Technologie ließ sich mit zwei Sauerstoffaufblas-Konvertern Stahl von hervorragender Qualität bei gleichzeitig hoher Produktivität und Wirtschaftlichkeit erzeugen. „Mit dieser Investition haben unsere Vorgänger Weitblick gezeigt und schon vor 50 Jahren in den Stahl von heute investiert“, sagt Thorsten Brand, Leiter des Bereichs Rohstahl bei thyssenkrupp Steel. „Das Stahlwerk Bruckhausen galt von Anfang an als eines der modernsten der Welt. Es stand damals und steht heute für fortwährende Anpassung an verbesserte Stahlqualität und wechselnde Anforderungen unserer Kunden.“ Bruckhausen brach Rekorde: Die Oxygen-Konverter produzierten im 40-Minutentakt rund 380 Tonnen Rohstahl – die höchsten Werte, die bis dahin je erzielt werden konnten.

Kontinuierliche Modernisierung steigert Sicherheit und Energieeffizienz

Damit es auch nach 1969 zu den modernsten seiner Art zählte, wurde das Stahlwerk Bruckhausen regelmäßig mit gezielten Investitionen auf den neusten Stand der Technik gebracht. 1979 wurde es um eine Stranggießanlage erweitert, die 1996 modernisiert wurde. 1999 gingen die Gießwalzanlage, der Pfannenofen und die neue Roheisen-Entschwefelung in Betrieb – Investitionen von umgerechnet ca. 450 Millionen Euro. Das Herz der Stahlherstellung, die beiden seit 1969 eingesetzten Konverter, wurde 2013 und 2014 erneuert. „Das hat den Blasprozess noch stabiler gemacht“, erklärt Thorsten Brand. Leiter des Bereichs Rohstahl bei thyssenkrupp Steel, im Oxygenstahlwerk Duisburg-Bruckhausen vor einem der Konverter. „Durch engste Analysespannen steigern wir die Qualität unserer Produkte immer weiter, wovon letztlich unsere Kunden profitieren.“

 

Unternehmerischer Weitblick

Ausgeprägt war und ist beim Duisburger Stahlhersteller auch das Gespür für globale Megatrends. So erkannte man frühzeitig das Potenzial von Digitalisierung und Automatisierung. Bereits seit Mitte der 1980er Jahre werden die Prozesse mit Computertechnologie gesteuert. Die Produktqualität machte so einen entscheidenden Sprung nach vorn. Auch das Thema Nachhaltigkeit stand früh im Fokus. Bereits bei der Inbetriebnahme setzte man auf eine damals neue Technik zur Staubvermeidung. Zudem wurden die im Produktionsprozess anfallenden Schlacken früh als Düngemittel in der Landwirtschaft oder als Füllstoffe für den Straßenbau genutzt. Die Prozessgase aus den Konvertern werden sinnvoll weiterverwendet: ein Teil dient der Dampferzeugung, ein anderer Teil gelangt zur Stromerzeugung in die unternehmenseigenen Kraftwerke.

Schmelzer in Bruckhausen: vom Schwerstarbeiter zum Prozessmanager

Digitalisierung und Automatisierung verbesserten nicht zuletzt auch die Arbeitsbedingungen im Werk. Bis in die 1980er Jahre hinein leisteten die Schmelzer dort körperliche Schwerstarbeit bei großer Hitze und Staubbelastung. Mit der Automatisierung verlagerten sich die Aufgaben hin zur EDV-gestützten Steuerung und Kontrolle der Produktionsprozesse. Das machte die Arbeit deutlich sicherer, verlangte von den Mitarbeitern aber auch ganz neue Fachkenntnisse und die Bereitschaft, mehr Verantwortung zu übernehmen. Kurz: Das Berufsbild des Schmelzers veränderte sich rasant. Entsprechend anspruchsvoll gestaltet sich die heutige Ausbildung, die so gut wie nichts mehr mit der Schmelzerlehre vor 50 Jahren gemeinsam hat.

Wandlungsfähiges Stahlwerk: immer die passenden Produkte

Entscheidend für die erfolgreiche Entwicklung des Standortes war auch die kompromisslose Anpassung der Produktion an sich wandelnde Markt- und Kundenbedingungen. Produktinnovationen und neue Technologien prägten die Abnehmerbranchen, entsprechend veränderten sich die Anforderungen der Kunden an den Stahl: Neue Produkte und Produktionsprozesse erforderten – und ermöglichten – differenziertere Stahlgüten in zuverlässiger, gleichbleibender Qualität. So wurde die Produktion in Bruckhausen immer weiter ausdifferenziert und maßgeschneiderte Produkte entwickelt. Heute produziert das Oxygenstahlwerk rund 400 verschiedene Stahlgüten. Den Schwerpunkt bilden Weißbleche für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie (etwa für Getränkedosen und Lebensmittelkonserven) sowie Hightech-Stähle für die Automobilindustrie, die als Strukturbauteile das Leben der Insassen schützen oder für hochwertige Oberflächen sorgen. Auch das Vormaterial für Elektroband, einen Basiswerkstoff für E-Mobilität und erneuerbare Energien, wird dort erzeugt. Damit ist das Stahlwerk Bruckhausen auch 50 Jahre nach seiner Inbetriebnahme mit seinen 475 Mitarbeitern zentraler Bestandteil der Stahlproduktion bei thyssenkrupp.
 

Daten und Fakten

Inbetriebnahme: 29.09.1969

Bauzeit: 18 Monate

Mitarbeiter*: 475

Kapazität*: 5,2 Mio. Tonnen/Jahr

Mittlere Chargengröße*: 375 Tonnen

Ausstattung*: 2 Konverter, 2 Argonspülanlagen zur sekundärmetallurgischen Behandlung, 1 RH-Vakuumanlage, 1 Pfannenofen, 1 CAS-OB (LTS-Anlage), 1 Stranggießanlage, 1 Gießwalzanlage (GWA)

* Stand: September 2019

 

Gut zu wissen: So wird Roheisen zu Stahl

Das Roheisen für das Oxygenstahlwerk Duisburg-Bruckhausen liefern die Hochöfen in Hamborn und Schwelgern. Das dort abgestochene Roheisen wird mit sogenannten Chargierpfannen an die Konverter im Oxygenstahlwerk gebracht. Roheisen enthält noch unerwünschte Begleitelemente wie Silizium, Schwefel und Phosphor. Der Schwefel wird dem Roheisen in einem vorgeschalteten Prozess entzogen. Im Konverter werden dann durch Aufblasen von Sauerstoff über eine wassergekühlte Lanze die anderen unerwünschten Begleitstoffe entfernt. Stahlschrott zur Kühlung und Roheisen werden so bei Temperaturen von mehr als 2.500 Grad Celsius „gefrischt“. Innerhalb von rund 20 Minuten entsteht aus Eisen Stahl, der schließlich immer noch 1.650 bis 1.720 Grad heiß ist. Dieser Rohstahl wird entweder auf einer Stranggießanlage zu Stahlplatten („Brammen“) oder auf einer Gießwalzanlage zu sogenanntem Warmband weiterverarbeitet, das später beispielsweise in der Automobilindustrie eingesetzt wird.

 

Klimastrategie von thyssenkrupp: Parlamentarischer Staatssekretär Oliver Wittke informiert sich bei thyssenkrupp

Duisburg, 4. September 2019 - Oliver Wittke, Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums, besuchte während seiner CO2-Tour das Duisburger Werk des Stahlherstellers von thyssenkrupp. Er informierte sich ausführlich über die Strategien des Ruhrkonzerns, wie dieser in Zukunft CO2-Emissionen vermeidet und in andere Produkten umwandelt.
Erster Halt am Hochofen 
Am Hochofen wird es sich ganz deutlich zeigen: Die Roheisenschmelze mittels Wasserstoff erfordert immense Investitionen und einen kompletten Umbau der Produktionskette. Noch in diesem Jahr beginnt der Duisburger Stahlhersteller damit, statt Kohlenstoff Wasserstoff in den Hochofen einzublasen und damit chemisch das Eisen aus dem Erz zu lösen. Dabei entsteht als Emission statt wie bisher Kohlendioxid (CO2) Wasser bzw. Wasserdampf.  
CO2 nutzen statt zu emittieren
Neben dem o.g. Verfahren der CO2-Vermeidung arbeitet thyssenkrupp an einer Technologie, CO2 aus dem Hochofen als Rohstoff für die Chemieproduktion, um neue Produkte damit herzustellen – Carbon2Chem. Mit diesem Verfahren kann der Konzern seine CO2-Emissionen insbesondere in der Stahlerzeugung in Zukunft reduzieren.          

Oliver Wittke (l.) trägt sich neben Technikvorstand Dr. Arnd Köfler in das Goldene Besucherbuch von thyssenkrupp Steel Europe ein. Auf seiner CO2-Tour durch das Ruhrgebiet informiert sich Wittke auch über die Klimastrategien bei thyssenkrupp: CO2-Nutzung und Vermeidung.

thyssenkrupp stellt Hightech-Bike aus Stahl her und gewinnt Red Dot Design Award

Duisburg, 9. Juli 2019 - thyssenkrupp Steel hat ein Hightech-Rennrad aus Stahl entwickelt. steelworks heißt die neue Ingenieurs-Meisterleistung, mit der der Stahlbereich von thyssenkrupp den Best of the Best Red Dot Design Award in der Kategorie Material & Surfaces in diesem Jahr gewonnen hat.
Die Best of the Best Auszeichnung wird unter den insgesamt rund 5.000 Einsendungen in 40 Kategorien nur einmal je Kategorie verliehen. Im Zuge des Gewinns wird steelworks nun ein Jahr lang im Red Dot Design Museum ausgestellt.  
Modernstes Material eröffnet neue Möglichkeiten Der Hightech-Fahrradrahmen von thyssenkrupp ist aus Dualphasen-Stahl gefertigt. Dabei handelt es sich um modernsten, besonders beständigen Stahl, der eine höhere Festigkeit und Steifigkeit als Aluminium besitzt und eine Formgebung wie Carbon erlaubt.
Das verzinkte Stahlblech wird zunächst in zwei Halbschalen gepresst und dann mit automatisierter und dadurch hochpräziser 3D-Laserschweißtechnik zusammengefügt. Diese Halbschalenfertigungstechnologie, die sonst nur in der Hightech-Industrie zum Einsatz kommt, ermöglicht nahezu unsichtbare Schweißnähte und eine gleichbleibende High-End-Qualität bei der Produktion der Fahrradrahmen.

Der Werkstoff Stahl zeigt hier eine völlig neue Variante seiner konstruktiven Möglichkeiten. Die extreme Steifigkeit des Stahlrahmens im Tretlagerbereich sichert eine optimale Kraftübertragung und unterstützt den Vortrieb. Gleichzeitig ermöglichen die hohe Flexibilität im Sattelrohr sowie die eigene Dämpfung des Materials ein ermüdungsfreies, komfortables Fahren.  
Konventionsbruch für optimale Leistungsfähigkeit und mehr Komfort Im Normalfall werden heutige Fahrradrahmen aus Aluminiumrohren oder Kohlefaserlaminaten gefertigt, um eine hohe Steifigkeit zu erreichen, wodurch allerdings zwangsläufig der Komfort leidet. steelworks setzt genau an diesem Punkt an.

„Die vielseitigen Eigenschaften von Stahl haben uns inspiriert. Ohne die hervorragenden Umformeigenschaften des Stahls bei gleichzeitig hoher Festigkeit wäre die bionische Gestaltung des Sattelrohres nicht möglich gewesen“, sagt Jia-Uei Chan, Projektleiter von steelworks. Mit Stahlfeinblech und modernsten Fertigungsverfahren bricht steelworks mit den üblichen Konventionen des Fahrradrahmenbaus und vereint so die sonst gegensätzlichen Design-Ansprüche Steifigkeit und Komfort. Kaufen kann man das Fahrrad ab Spätsommer 2019.

thyssenkrupp Steel hat ein Hightech-Rennrad aus Stahl entwickelt: steelworks heißt die neue Ingenieurs-Meisterleistung, mit der der Stahlbereich von thyssenkrupp den Best of the Best Red Dot Design Award in der Kategorie Material & Surfaces in diesem Jahr gewonnen hat.

Die Best of the Best Auszeichnung wird unter den insgesamt rund 5.000 Einsendungen in 40 Kategorien nur einmal je Kategorie verliehen. Über den Preis freuten sich am Montag für thyssenkrupp (v.l.n.r.) Dr. Hans-Peter Schmitz, Ralf Stegmeyer (beide aus dem Bereich Forschung und Entwicklung), Jia-Uei Chan (Projektleiter steelworks), Premal Desai (Vorstand thyssenkrupp Steel), Dr. Yu Sun (Forschung und Entwicklung) und Andreas Keutz (Projektmanager Automobil-Kunden)


Ingenieurs-Meisterleistung aus dem Hause thyssenkrupp wurde mit dem Best of the Best Red Dot Design Award in der Kategorie Material & Surfaces am Montag ausgezeichnet. Prof. Dr. Peter Zec (ganz links) ist Initiator und CEO von Red Dot und beglückwünscht gemeinsam mit Prof. Dr. Ken Nah (Jury) die Vertreter von thyssenkrupp (v.l.n.r.) Ralf Stegmeyer, Dr. Hans-Peter Schmitz (beide aus Forschung und Entwicklung), Jia-Uei Chan (Projektleiter steelworks), Dr. Yu Sun (Forschung und Entwicklung).


Demonstrationsflug: Autonome Transportdrohne beschleunigt Anlieferung von Laborproben bei thyssenkrupp Steel um rund 70 Prozent

Duisburg, 21. Mai 2019 - Er ist ein echter Überflieger: der Flugroboter delivAIRy®, der heute auf dem Werkgelände von thyssenkrupp in Duisburg alle Blicke auf sich zog. Ein leises Surren, dann startete die Transportdrohne im Beisein von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst zu ihrem ersten offiziellen Demonstrationsflug durch. In rasantem Tempo schwebte sie über dem Hüttenwerk davon und lieferte wenige Minuten später eine Box mit Laborproben sicher und vollautomatisiert auf dem Werksgelände ab.

„Der Probeflug einer autonom fliegenden Transportdrohne zeigt, dass wir in NordrheinWestfalen gute Voraussetzungen haben, bei der Entwicklung innovativer Technologien vorne dabei zu sein. Wir haben die Kompetenzen in Wissenschaft und Wirtschaft und optimale Testbedingungen. Was hier im kleineren Umfang getestet wird, ist wegweisend für die Mobilität in unseren Städten. In einem solch bevölkerungsstarken und verkehrsreichen Land wie Nordrhein-Westfalen ist es richtig, mit dem Luftraum die dritte Dimension der Mobilität mitzudenken. Die Nutzung des Luftraums eröffnet uns Optionen für neue Mobilitätsangebote,“ sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst.

Zweimal täglich macht sich bislang ein Werksarbeiter von thyssenkrupp Steel per Pkw auf den Weg, um kleine Dosen mit Rohstoffen wie Eisenerz oder Kokskohle von der Rohstoffaufbereitung im Werkhafen Schwelgern ins Zentrallabor zu bringen. Dort wird die Qualität der angelieferten Ausgangsstoffe für die Stahlproduktion anhand von Stichproben kontrolliert. Auf der Strecke zum Labor muss der Fahrer mehrere unbeschrankte Bahnübergänge überqueren. Das ist nicht nur zeitraubend und teuer, sondern birgt auch Unfallrisiken.
„Projekte wie bei thyssenkrupp machen sehr deutlich, welchen Mehrwert Drohnen in der Hand von professionellen Nutzern haben“, sagte der Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek. „Überall in Deutschland etablieren Innovatoren ganz neue Geschäftsmodelle rund um das Thema Drohnen. Die Bundesregierung unterstützt diesen Zukunftsmarkt, z.B. durch die Förderung von Forschung und Entwicklung. Aber auch die regulatorischen Rahmenbedingungen müssen stimmen.“

Verkehrsminister Hendrik Wüst (4. von links) erhält die ersten von der Transportdrohne gelieferten Rohstoffproben als Geschenk.
Von links: Premal A. Desai, Vorstandsmitglied – Finanzen, thyssenkrupp Steel Europe AG, Andreas J. Goss, Vorsitzender des Vorstands thyssenkrupp Steel Europe AG, Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche- Luft- und Raumfahrt, NRW Verkehrsminister Hendrik Wüst, Dr. Thomas Lostak, Projektleiter)

Ein „hochfliegender“ Plan Um den Laborprobentransport zu beschleunigen, sicherer zu machen und zusätzlich auch noch den Werksverkehr zu entlasten, entwickelte
thyssenkrupp Steel einen buchstäblich hochfliegenden Plan: die Anlieferung der Laborproben auf dem Luftweg. Als Partner fand sich die doks.innovation GmbH, die den autonomen Flugroboter delivAIRy® mit 1,20 Meter Spannweite, einer Tragkraft von 4,5 Kilo und einer patentierten Technologie für die autonome Lastaufnahme entwickelt hat.
„Auch dieses Projekt ist eines von vielen, mit denen wir das Stahlwerk der Zukunft bauen: moderner, digitaler und nachhaltiger. Dabei forcieren wir Digitalisierungsprojekte nicht um ihrer selbst willen, sondern immer dann, wenn sie uns konkrete Fortschritte bringen. Die Transportdrohne dafür ein exzellentes Beispiel“, sagte der Vorstandsvorsitzende von thyssenkrupp Steel Europe, Andreas Goss. Für die 2,2 Kilometer lange Strecke braucht delivAIRy® nur rund sechs Minuten, während der Pkw bis zu einer viertel Stunde oder länger braucht – je nach Witterung und Verkehrslage. Insgesamt beschleunigt sich der Lieferprozess so um mehr als die Hälfte.

Bewegungen immer im Blick Über einen zentralen Leitstand haben zwei eigens ausgebildete Mitarbeiter die Bewegungen der Drohne immer im Blick. So wissen sie stets genau, wo sich der Flugroboter befindet und können ihn auf sechs definierten Notfalllandeplätzen entlang der Strecke jederzeit zum Stehen bringen. Fallschirme, eine Redundanz der Flugsteuerung und eine Kombination aus optischer Navigation und Navigation via GPS sorgen für zusätzliche Sicherheit. Für die sechsmonatige Pilotphase und den Flugbetrieb sind entsprechende Fluggenehmigungen durch die Landesluftfahrtbehörde Nordrhein-Westfalen nötig; die Verfahren dazu laufen. Wenn sich der autonome Flugroboter dann beim Laborprobentransport bewährt, könnte er in Zukunft auch in anderen Bereichen der internen Logistik zum Einsatz kommen.
„Die Drohne lässt sich individuell per App anfordern. Die Auslieferung zeitkritischer Sendungen auf dem Werksgelände könnte man damit voll automatisieren und digitalisieren“, erklärte Projektleiter Dr. Thomas Lostak. „Das Projekt kommt sehr gut bei den Kolleginnen und Kollegen an.“ Die abstrakte Thematik der Digitalisierung werde durch den Drohneneinsatz eindrucksvoll greifbar. Das liefere frischen Rückenwind für weitere Digitalisierungsprojekte.

 
Abgesagte Fusion von tks und Tata birgt Risiken für den Standort Duisburg

Duisburg, 10. Mai 2019 - Mit großer Überraschung hat die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) die Absage der Fusion von thyssenkrupp und Tata Steel aufgenommen. „Das kommt überraschend und ist keine gute Nachricht für Duisburg“, sagt Andree Haack, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg. Eigentlich war die Fusion für dieses Jahr angekündigt, wurde aber jetzt abgesagt, da die Europäische Kommission dem Vorhaben sehr kritisch gegenübersteht.
„Der internationale Stahlmarkt ist durch subventionierte Produktion in anderen Ländern enorm unter Druck geraten. Ohne die Fusion mit Tata Steel ist es nur logisch, dass thyssenkrupp jetzt agieren muss. Der angekündigte Stellenabbau hätte vermieden werden können“, meint Haack und GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer ergänzt, dass die Stahlproduktion in anderen Ländern häufig nicht so hohen Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards unterliegt, wie in Deutschland. Beide sind sich aber auch einig, dass der Stahlstandort Duisburg nach wie vor aufgrund seiner Lagevorteile und dem hohen technischen Standard nicht gefährdet ist.

Andree Haack, Wirtschaftsdezernent (rechts) und GFW-Mitgeschäftsführer, sowie GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer; Urheberin: Jacqueline Wardeski -

Nutzungsrechte: GFW Duisburg

 
Safety first: thyssenkrupp Steel kooperiert beim Arbeitsschutz mit der Grubenrettung Herne

Duisburg, 27. April 2019 - Der 28. April ist der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Der Stahlbereich von thyssenkrupp stellt jedoch nicht nur an diesem Tag höchste Anforderungen an die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und widmet daher dem Weltsicherheitstag auch in diesem Jahr wieder fast eine ganze Woche. In dieser Zeit gibt es viele Aktionen, die auf das Thema aufmerksam machen. Dass am Ende des Tages die gesamte Belegschaft gesund nach Hause geht, hat immer höchste Priorität.

 

Kooperation mit dem Grubenrettungswesen Herne hilft Unfälle zu vermeiden.

Bei der kontinuierlichen Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz setzt der Arbeitsschutz bei thyssenkrupp auf die aktive Einbeziehung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Denn jede praktische Erfahrung hilft, die Lösung für ein Problem bereits bei der Planung zu erarbeiten. Michael Cremer ist Teil dieses Prozesses. Er ist zuständig für die mechanische Instandhaltung in der Kokerei Schwelgern. Die Atemschutzmannschaft der Kokerei muss immer wieder größere Gasarbeiten durchführen. Dabei trägt das Team schwere Atemschutzgeräte auf dem Rücken und Masken, die das Sichtfeld einschränken.
Für die Arbeit unter solchen Bedingungen ist viel Erfahrung nötig. Doch auf dem Gelände der Kokerei gibt es keinen geeigneten Trainingsplatz, um diese Erfahrung unter kontrollierten Bedingungen zu machen. Daher arbeitet die Atemschutzmannschaft mit dem Grubenrettungswesen in Herne zusammen. „Die Zusammenarbeit hilft uns sehr, denn so kann das Team mit der Originalausrüstung trainieren und die nötige Erfahrung sammeln“, sagt Michael Cremer. Durch das praxisnahe Sicherheitstraining werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fit für ihre Einsätze. So können Unfälle aufgrund mangelnder Übung und Erfahrung vermieden werden.

 

Langfristiges Ziel: Null Unfälle

Das langfristige Ziel bei thyssenkrupp lautet: Null Unfälle. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Arbeitsschutz integraler Bestandteil aller Betriebsabläufe sein. Sicherheit ist zu jeder Zeit wichtiger als Schnelligkeit. Damit dieses Verständnis von Sicherheit überall zum Alltag wird, braucht es allerdings Geduld. „Eine neue Sicherheitskultur im Unternehmen zu verankern, braucht vor allem eines: Zeit. Diese Zeit müssen wir uns nehmen, denn wir wollen keine halben Sachen machen. Wir wollen es richtigmachen“, sagt Dr. Sabine Maaßen, Arbeitsdirektorin bei thyssenkrupp Steel.

Der Stahlbereich von thyssenkrupp stellt höchste Anforderungen an die Sicherheit der Mitarbeiter und macht deshalb aus dem Weltsicherheitstag am 28. April unter dem Motto „Erst sicher und dann gut!“ wieder fast eine ganze Woche. Vom 25.4. bis zum 30.4. gibt es viele Aktionen an allen Standorten.
 

„Safety first“ – dafür engagiert sich auch thyssenkrupp Steel Mitarbeiter Michael Cremer.
Mit seinem Team übt er deshalb den Einsatz für Arbeiten mit Atemschutzgeräten, die zum Beispiel an der weltgrößten Kokerei auf dem Werkgelände von thyssenkrupp in Duisburg-Schwelgern anfallen.

Für bestmögliche Trainingsergebnisse wird dafür mit dem Grubenrettungswesen Herne kooperiert.  

 

 
Wasserstoff statt Kohle

thyssenkrupp Steel startet wegweisendes Projekt für eine klimafreundliche Stahlproduktion am Standort Duisburg
 Landesregierung fördert erste Testphase im Duisburger Stahlwerk
 Projekt ist die erste Förderung im Rahmen der Initiative IN4climate.NRW
 Projektpartner Air Liquide liefert den Wasserstoff


Duisburg, 16. April. NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart übergab am Montag einen Förderbescheid des Landes, um die Dekarbonisierung der Produktion beim größten deutschen Stahlhersteller durch den Einsatz von Wasserstoff zu unterstützen.

Damit wird zugleich die umfassende Transformation des Standortes hin zu einer klimafreundlichen Stahlproduktion weiter vorangetrieben. thyssenkrupp Steel verfolgt das langfristige Ziel, die bislang bei der Produktion anfallenden CO2-Emissionen bis 2050 um mindestens 80 Prozent zu verringern. Das nun beginnende Projekt wird im Rahmen der vor kurzem von der Landesregierung gestarteten Initiative IN4climate.NRW gefördert.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Es ist mir eine besondere Freude, heute den Förderbescheid für das erste Projekt der Initiative IN4climate.NRW übergeben zu können, mit dem wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer klimaneutralen Industrie gehen. Um ambitionierten Klimaschutz mit einer auch in Zukunft global wettbewerbsfähigen Industrie zu erreichen, muss es Innovationen bei industriellen und energieintensiven Prozessen wie der Stahlherstellung geben. Diesen Transformationspfad möchten wir als Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Industrie und der Wissenschaft gehen. Das Pilotprojekt zeigt, dass unsere Initiative IN4climate.NRW bereits erste Früchte trägt. Ich bin froh, dass wir thyssenkrupp Steel, Air Liquide und das BFI hier als innovative Partner an unserer Seite haben“. Air Liquide, ein Weltmarktführer für Industriegase, liefert den für das Projekt benötigten Wasserstoff.


Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Mitte) überreicht den Förderbescheid des Landes NRW an Premal Desai, Finanzvorstand thyssenkrupp Steel (links) und Dr. Arnd Köfler, Technikvorstand thyssenkrupp Steel


Wasserstoffprojekt als weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Stahlerzeugung thyssenkrupp bekennt sich zu den Pariser Klimaschutzzielen. Bei der notwendigen Umstellung seiner Stahlproduktion geht das Unternehmen dabei technologieoffen vor und nutzt verschiedene, sich ergänzende Ansätze. So können mit dem bereits erfolgreich gestarteten Projekt Carbon2Chem in der Stahlproduktion entstehende Treibhausgase in Chemieprodukte umgewandelt werden und sind so als wertvolle Rohstoffe nutzbar.

Das Wasserstoffprojekt am Hochofen beschreitet einen weiteren Technologiepfad: Hier wird vermieden, dass schädliche Treibausgase überhaupt entstehen. Dies geschieht dadurch, dass ein Teil des im Hochofen als Reduktionsmittel eingesetzten Kohlenstaubes durch das Einblasen von Wasserstoff ersetzt wird.

„Mit dem Einsatz von Wasserstoff an unserem Hochofen 9 arbeiten wir weiter konsequent an der Umstellung unserer Produktionsprozesse. Unser Ziel ist eine nahezu CO2-neutrale Stahlerzeugung. Dies wird ein langer und kostenintensiver Prozess, auf dem wir heute einen weiteren Schritt vorangehen“, erläutert Arnd Köfler, Produktionsvorstand von thyssenkrupp Steel Europe.

„Wie testen in dieser ersten Projektphase in den nächsten Monaten zunächst den Einsatz von Wasserstoff an einer von 28 Blasformen eines Hochofens. Das ist ein Novum und so bislang in der Industrie noch nicht umgesetzt worden. Wir werden die Ergebnisse dieser Testphase genau analysieren und wollen dann in einer zweiten Projektphase den gesamten Hochofen auf diese Weise umstellen,“ ergänzt Köfler.
„Theoretisch ist so ein Einsparpotenzial von rund 20 Prozent CO2 an dieser Stelle des Produktionsprozesses möglich. Wir sind sehr dankbar, dass die Landesregierung uns hier mit einer Förderung im Rahmen von IN4climate.NRW unterstützt. Mit Air Liquide für die Wasserstoffversorgung und dem BFI als wissenschaftlichen Begleiter des Projekts, haben wir genau die richtigen Partner an unserer Seite.“

Wasserstoff: Schlüssel zu einer klimafreundlichen Zukunft Wasserstoff ist ein zentraler Treiber für die Erreichung von Klimaambitionen, da er am Einsatzort keine klimaschädlichen Emissionen verursacht. Er kann in flüssiger oder gasförmiger Form mit hoher Energiedichte gespeichert und transportiert werden und bietet so viele Einsatzmöglichkeiten. Aufgrund seiner Vielseitigkeit spielt Wasserstoff eine Schlüsselrolle beim Übergang zu einem sauberen, kohlenstoffarmen Energiesystem. In der Stahlherstellung kann Wasserstoff als emissionsfreies Reduktionsmittel für das Eisenerz verwendet werden.
 

Gemeinschaftsprojekt mit dem Ziel einer klimafreundlichen Stahlproduktion. Von links: Michael Hensmann (BFI); Robert van Nielen, Geschäftsführer Large Industries bei Air Liquide; Premal Desai, Finanzvorstand thyssenkrupp Steel Europe; Dr. Arnd Köfler, Technikvorstand thyssenkrupp Steel; Gilles Le Van, Geschäftsführer Air Liquide Deutschland.

 

 

Eintrag in das Goldene Buch von thyssenkrupp Steel. Von links: Premal Desai, Finanzvorstand thyssenkrupp Steel Europe; Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart; Dr. Arnd Köfler, Technikvorstand thyssenkrupp Steel

 

Roheisenprobe am Hochofen: Horst Gawlik, Stellv. Betriebsratsvorsitzender thyssenkrupp Steel Europe mit Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart

 
Air Liquide, Projektpartner für das nun beginnende Wasserstoffprojekt bei thyssenkrupp Steel, verfügt über Expertise in der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette von der Produktion über die Speicherung bis hin zur Entwicklung von Endverbraucheranwendungen.
Gilles Le Van, Vorsitzender der Geschäftsführung von Air Liquide Deutschland, sagte: “Hier in Duisburg wird nun ein bedeutendes Kapitel der industriellen Entwicklung aufgeschlagen: die schrittweise und nachhaltige Dekarbonisierung der Stahlerzeugung. Wir freuen uns sehr, an diesem Vorhaben mitzuwirken - zuerst im Testbetrieb, später im größeren Maßstab. Unser langjähriger Kunde und Partner thyssenkrupp Steel stellt wiederholt unter Beweis, wie eine innovative Industrie erfolgreich mit Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz einhergehen kann.”

thyssenkrupp Steel gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Qualitätsflachstahl. Mit rund 27.000 Mitarbeitern liefert das Unternehmen hochwertige Stahlprodukt e für innovative und anspruchsvolle Anwendungen in verschiedensten Industriezweigen.

Air Liquide ist ein weltweit führender Anbieter von Gasen, Technologien und Services für Industrie und Gesundheit, ist in 80 Ländern mit rund 66.000 Mitarbeitern vertreten und erzielte 2018 einen Umsatz von rund 21 Milliarden Euro. Das Unternehmen beliefert drei Viertel der Industrieunternehmen im DAX und bildet so eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft. Air Liquide Deutschland ist in NRW zu Hause und in Branchenverbänden wie dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) aktiv. https://www.airliqui de.com/

Mit der Initiative „IN4climate.NRW“ unterstützt die Landesregierung die notwendigen Transformationsprozesse in der Industrie. Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung arbeiten derzeit an Strategien und Lösungen, wie die Industrie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten, zusätzliches Wachstum erzeugen und zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele beitragen kann. https://www.in4climate.nrw/


 
Jubiläum bei thyssenkrupp in Duisburg: Gießwalzanlage wird 20 Jahre

Ein Meilenstein in der Stahlherstellung erweist sich als Investition in die Zukunft 

Duisburg, 5. April 2019 - Anfang April 1999 ging im Duisburger Werk von thyssenkrupp Steel die erste Gießwalzanlage (GWA) in einem integrierten Hüttenwerk in Betrieb – ein Meilenstein in der Flachstahlherstellung. In der GWA wird in einem durchgängigen Prozess flüssiger Rohstahl gegossen und direkt gewalzt.
Heute produzieren an der Anlage 230 Mitarbeiter in fünf Schichten so viele Tonnen „Warmband“, dass man mit diesem Stahl theoretisch rund 12.000 Mittelklassewagen pro Tag herstellen könnte. Die Investition von umgerechnet 300 Millionen Euro hat sich als weitsichtig und lohnend für den Standort erwiesen: Mit der neuen Anlage werden höchste Stahlqualitäten u.a. für die Automobil- und Hausgeräteindustrie produziert. 

 

Weltweit erste Gießwalzanlage in einem Hüttenwerk

Mit einer Länge von 450 Metern ist die Gießwalzanlage (GWA) ein Kernstück im Duisburger Werk. Sie produziert aus flüssigem Rohstahl sogenanntes „Warmband“, aufgewickeltes Stahlblech, das im heißen Zustand gewalzt wurde. Aus diesem Warmband werden nach mehreren Weiterverarbeitungs- und Veredelungsstufen zum Beispiel Teile für Autos, Möbel oder Elektromotoren hergestellt.
„Unsere GWA wurde als weltweit erste ihrer Art in einem integrierten Hüttenwerk gebaut“, sagt Dr. Carmen Ostwald stolz, die seit 2016 die Gießwalzanlage leitet. „Mit der GWA konnten wir den Fertigungsprozess deutlich kürzen, das spart fast zwei Drittel der Energie und CO2, weil das Abkühlen der aus dem Rohstahl gegossenen Brammen und ihr Wiederaufheizen für den Walzvorgang wegfallen. Das Verfahren ermöglicht zudem die Produktion höchster Stahlqualitäten.“

 

Zwei Schritte in einem durchgehenden Prozess

Als die GWA 1999 nach zwei Jahren Bauzeit in Betrieb ging, war die Technologie noch neu. Zwei bis dahin getrennte Verfahren in der Stahlherstellung wurden in einen durchgehenden Prozess zusammengefügt: das Gießen des flüssigen Rohstahls zu Blöcken, die das Vormaterial für Bleche und Bänder darstellen (Brammen), und das Walzen. Die Entwicklung von Gießwalzanlagen gilt als Technologiesprung in der Flachstahlproduktion.

„Mit dieser Investition haben unsere Vorgänger etwas Neues gewagt – und die Entscheidung war richtig“, sagt Dr. Heribert Fischer, Technischer Vorstand bei thyssenkrupp Steel. „Mit der Zusammenlegung von zwei Prozessschritten in einer Anlage haben wir vor 20 Jahren schon in die Stahlgüten von heute investiert. Damit bieten wir unseren Kunden höchste Qualität für ihre Produkte.“

Durch die gleichmäßige Temperaturverteilung während des durchlaufenden Prozesses – die Brammen werden auf einer konstanten Walztemperatur von 1.150 Grad gehalten – sind Festigkeit und Dehnung des Stahls viel gleichmäßiger als in herkömmlichen Verfahren. Zugleich können die Bleche sehr dünn gewalzt werden – bis zu 0,8 Millimeter; das entspricht ungefähr 8 Papierseiten.
Auf dieser Anlage werden auch heute ständig neue Stahlqualitäten entwickelt, mit denen thyssenkrupp Steel einen wichtigen Beitrag zum Erfolg seiner Kunden aus Automobil-, Elektro- und Bau-Industrie und zur Sicherung vieler Arbeitsplätze leistet.

 

Als weltweit erste ihrer Art wurde die Gießwalzanlage von thyssenkrupp Steel in einem integrierten Hüttenwerk gebaut und so konstruiert, dass der flüssige Rohstahl parallel in zwei Strängen gegossen werden kann. Zwei bis dahin getrennte Verfahren in der Stahlherstellung wurden in einen durchgehenden Prozess zusammengefügt: das Gießen des flüssigen Rohstahls zu Blöcken, die das Vormaterial für Bleche und Bänder darstellen (sogenannte Brammen), und das Walzen.

Die Stahlblöcke werden bei einer konstanten Walztemperatur von 1.150 Grad zu dünnen Blechen gewalzt. Durch die Besonderheiten der Gießwalzanlage sind Dicken von bis zu 0,8 Millimetern möglich; das entspricht ungefähr 8 Papierseiten. 

 
Leistungswandel als Chance

thyssenkrupp Steel erprobt mit Partner im Projekt „TErrA“ neue Wege der überbetrieblichen Zusammenarbeit

 

Duisburg, 22. Februar 2019 - Die gleiche Arbeit von der Ausbildung bis zur Rente: Wenn die körperliche Belastung hoch ist oder sich Anforderungen an Qualifikationen – Stichwort Digitalisierung – wandeln, geht die Vorstellung von der lebenslangen Beschäftigung im einmal gewählten Beruf nicht immer auf: „Leistungswandlung muss aber nicht gleichbedeutend mit Leistungsausfall sein“, erklärt Dr. Veit Echterhoff, Leiter Human Resources Center bei thyssenkrupp Steel. „Kann ein Mitarbeiter seine bisherige Tätigkeit, beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen, nicht mehr ausführen, dann bedeutet das keinesfalls automatisch den Verlust seiner Arbeitsfähigkeit oder seiner fachlichen Kompetenz.“

 

Prävention als Schlüssel zur erfolgreichen Veränderung

Stichwort Leistungswandel: Wie Unternehmen diese Herausforderung erfolgreich meistern können, war Thema des Forschungsprojekts „TErrA – Tätigkeitswechsel zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit in regionalen Netzwerken“, dessen Ergebnisse nun in Dortmund vorgestellt wurden. Auch thyssenkrupp Steel hatte daran teilgenommen und seine Erfahrungen eingebracht: Bausteine wie Gesundheitsmaßnahmen, Inklusionsprojekte und Programme zur beruflichen Weiterentwicklung zielen bereits heute darauf ab, die Beschäftigten präventiv zu unterstützen. „Aus diesem Grund bestärken wir die Beschäftigten darin, uns ihre Probleme frühzeitig mitzuteilen“, erläutert Veit Echterhoff. Wird es absehbar, dass eine Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann, muss man gemeinsam eine Alternative finden. Dazu hat thyssenkrupp Steel mit dem unternehmenseigenen Fachbereich Inklusion ein breit aufgestelltes Netzwerk aus internen und externen Experten, die auf jeden Einzelfall individuell eingehen können. Demographie-Managerin Dr. Carolin Eitner ergänzt: „Mitarbeiter, Personalwesen, Mitbestimmung und Führungskräfte suchen gemeinsam nach einer guten Lösung, um den Erwerbsverlauf positiv zu gestalten. So finden die Beschäftigten eine passende neue Aufgabe und das Unternehmen bewahrt Fachwissen und Arbeitskraft.“

 

Kooperation statt Konkurrenz: Betriebsübergreifendes Netzwerk schafft neue Möglichkeiten

Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen mit einer begrenzten Anzahl von Arbeitsplätzen kann es aber allein aufgrund der Größe schwierig werden, die eigenen Mitarbeiter intern an einem anderen Platz einzusetzen. An dieser Stelle setzt TErrA an: Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, hatten Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft unter Leitung des Bundesverbandes Deutscher Berufsförderungswerke drei Jahre lang zusammengearbeitet und erprobten die Idee eines überbetrieblichen Wechsels im Zusammenspiel von Unternehmen unterschiedlicher Größe.

Als Praxispartner teilten thyssenkrupp Steel und Entsorgung Dortmund EDG GmbH dabei ihr Praxiswissen. Kern von TErrA ist ein umfassender Beratungsprozess für Unternehmen und Beschäftigte mit Fokus auf Tätigkeiten mit begrenzter Tätigkeitsdauer. Ein präventiver Tätigkeitswechsel über eigene Unternehmensgrenzen hinweg würde dabei vor allem für kleine und mittelständische Betriebe enorme Chancen bergen, so das einhellige Resümee. Catharina Schlaffke, Leiterin Inklusion und berufliche Rehabilitation bei thyssenkrupp Steel: „Intern sind wir bereits sehr gut aufgestellt. Aber der Austausch im Netzwerk ist ein spannender Ansatz, der es wert ist, weiterverfolgt zu werden: TErrA denkt in eine völlig neue Richtung mit enormen sozialen und strukturellen Innovationen. In dieser Idee steckt immenses Potenzial für die Zukunft, insbesondere für KMUs.“

 

Das Zukunftsweisende an TErrA: „Der Fokus auf den präventiven Erwerbsverlauf ist ein zukunftsweisender Ansatz. Keiner bleibt auf der Strecke – weder die Beschäftigten, die ihre Arbeit nicht mehr ausüben können, noch die Unternehmen und Betriebe, die Know-how und Leistungskraft erhalten“, sind sich Catharina Schlaffke und Veit Echterhoff einig. Und so, das war das Credo der Abschlussveranstaltung in Dortmund, sollte an den Rahmenbedingungen gearbeitet werden, um die Voraussetzungen für einen überbetrieblichen Wechsel zu schaffen. Ein Fazit, das man zur im März anstehenden Abschlussveranstaltung nach Berlin mitnehmen will.

Leistungswandlung heißt nicht zwingend Leistungsausfall: Im Rahmen des TErrA-Forschungsprojektes suchen Mitarbeiter, Personalwesen und Führungskräfte gemeinsam nach Alternativen, wenn der ursprüngliche Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Eine berufliche Weiterentwicklung und Einbindung in eine passende neue Tätigkeit kann eine mögliche Lösung sein.  

Kleine und mittelständische Unternehmen haben es aufgrund der begrenzten Anzahl von Arbeitsplätzen schwer, die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an anderer Stelle einzusetzen. In dem Netzwerk an Unternehmen, das durch TErrA entstanden ist, besteht deshalb die Möglichkeit eines überbetrieblichen Wechsels, zum Beispiel in den Stahlbereich von thyssenkrupp.  

 

 
Thyssenkrupp gibt Führungsstrukturen für künftige Unternehmen bekannt

Essen/Duisburg, 12. Februar 2019 -  Der Konzern Thyssenkrupp hat heute die geplanten Führungsstrukturen der beiden künftigen Unternehmen bekanntgegeben. Zum Start des nächsten Geschäftsjahres am 1. Oktober sollen Thyssenkrupp Industrials und Thyssenkrupp Materials ihre operative Arbeit aufnehmen. In beiden zukünftigen Unternehmen werden die Vorstandressorts auf jeweils drei reduziert.

Über die Besetzung wird im Frühjahr entschieden. Auch die Konzern- und Servicefunktionen werden verringert. Im Geschäftsjahr 2020/21 sollen die Verwaltungskosten für beide Unternehmen insgesamt bei unter 300 Millionen Euro liegen (2017/18: 380 Millionen Euro). Das Unternehmen schließt betriebsbedingte Kündigungen aus. Die Hauptversammlung soll im Januar 2020 final über die Pläne abstimmen.
In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete Thyssenkrupp ein Umsatzplus von drei Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis EBIT betrug 168 Millionen Euro und blieb damit unter dem hohen Wert des Vorjahresquartals. Infos:
www.thyssenkrupp.com i

RWI: Deutsche Stahlerzeugung weiter rückläufig
Das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen erwartet, dass die Inlandsnachfrage nach Stahl in diesem Jahr um 1,8 Prozent zurückgehen wird. Entsprechend sinke auch die Roh- und Walzstahlerzeugung im zweiten Jahr in Folge. Die Kapazitätsauslastung der deutschen Stahlwerke nimmt voraussichtlich weiter leicht ab, bleibt aber mit gut 84 Prozent im internationalen Vergleich hoch. Während die Beschäftigung in der deutschen Stahlindustrie im vergangenen Jahr trotz ungünstiger Rahmenbedingungen zunahm, wird für 2019 ein Rückgang um 1,8 Prozent prognostiziert.   idr

 
Neuer Logistikchef bei thyssenkrupp Steel

Duisburg, 23. Januar 2019 - Wechsel an der Logistikspitze bei thyssenkrupp Steel: Neuer CEO der Business Unit Logistics des Duisburger Stahlunternehmens ist Ingo Brauckmann, 48, der auf diesem Posten die langjährige Logistikchefin Ulrike Höffken ablöst. Der Diplom Wirtschaftsingenieur war zuletzt als Chief Supply Chain Officer bei der Berner Group in Köln tätig. Brauckmann bringt umfangreiche Erfahrung in Positionen auf Geschäftsführungs- und Vorstandsebene mit Schwerpunkt auf Logistikthemen und Supply Chain Management mit.

Zuvor war Brauckmann bei der Redeem Holding, DHL Supply Chain sowie für Henkel im In- und Ausland tätig. Ulrike Höffken, bisherige CEO des Bereichs Logistik und viele Jahre lang Einkaufschefin von Steel Europe, ist zum Ende des Jahres 2018 in den Ruhestand gegangen. Die Diplom-Volkswirtin war seit 1985 ununterbrochen für den Duisburger Stahlhersteller tätig. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit für thyssenkrupp war sie als Mitglied verschiedener Aufsichts- und Beiräte sowie in einer Reihe von Gremien und Ausschüssen engagiert.
Der Logistikbereich von thyssenkrupp Steel gehört mit einer Transportleistung von rund 200 Millionen Tonnen pro Jahr und mit über 1.300 Mitarbeitern zu den größten industriellen Logistikern in Europa.