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Redaktion Harald Jeschke 

Hochofen 9 von thyssenkrupp Steel erhält neuen glockenlosen Gichtverschluss

 Pünktlich zum 50. Geburtstag der bewährten Technologie
Turnusmäßige Instandhaltungsarbeiten am Hochofen 9: Austausch des glockenlosen Gichtverschluss‘
Seit 1972 werden glockenlose Gichtverschlüsse in Hochöfen verbaut und setzen damit Maßstäbe in Sachen Umweltschutz und Arbeitssicherheit
Als weltweit erster wurde der Hochofen 4 von thyssenkrupp in Duisburg mit der neuen Technik ausgestattet

Duisburg, 23. Januar 2023 - Er sieht aus wie eine Apollo-Raumkapsel, wiegt 27,8 Tonnen und sorgt für die gleichmäßige Verteilung des Materials im Hochofen: der so genannte glockenlose Gichtverschluss, der jetzt am Hochofen 9 in Duisburg-Hamborn bei thyssenkrupp Steel routinemäßig ausgetauscht wurde, damit dieser auch weiterhin die strengen Anforderungen an Umweltschutz und Arbeitssicherheit erfüllen kann. Der Wechsel erfolgte pünktlich zum 50. Geburtstag der bewährten Technologie.  

Im Jahr 1972 entwickelte die Firma Paul Wurth das Drehgetriebe, ohne das heute kaum ein Hochofen mehr gebaut wird. Der inzwischen stillgelegte Hochofen 4 in Duisburg war seinerzeit der erste weltweit, der mit der neuen Technik ausgestattet wurde. Mit der Leistungssteigerung bei gleichzeitiger Senkung des Kohlenstoffeinsatzes sowie der Gichtgasemissionen setzte der Hochofen damals neue Maßstäbe in Sachen Effizienz und Umweltfreundlichkeit.  

Technologie macht „Druck“
Der glockenlose Gichtverschluss, der oben auf dem Hochofen sitzt, verteilt mit seinem Drehgetriebe die für den Hochofenprozess benötigten Einsatzstoffe wie Eisenerz, Koks und Zuschläge. Dazu fallen die Einsatzstoffe aus Materialbehältern durch ein Fallrohr auf eine rotierende, drei Meter lange Verteilerschurre. Mit einer Geschwindigkeit von 7,5 Sekunden pro Umdrehung verteilt diese das Material auf der Mölleroberfläche.

Der glockenlose Gichtverschluss ist vergleichbar mit einer Schleuse. Erst schließt eine „Tür“, bevor sich eine andere öffnet. Da diese „Türen“ dicht abschließen, sind viel höhere Drücke als bei den alten Doppelglockengichtverschlüssen möglich, die vor 1972 eingesetzt wurden. Auch wenn die Technologie inzwischen 50 Jahre alt ist, entspricht sie den Anforderungen moderner Hochöfen, da sie immer wieder mit Automation und elektrischer Sensorik auf den neuesten Stand gebracht wird.

Der jetzt ausgetauschte Gichtverschluss lief am Hochofen 9 fast ohne Zwischenfälle – obwohl er extremen Belastungen ausgesetzt ist: 10.000 Tonnen Material verteilt das Drehgetriebe pro Tag, jede Stunde rauschen am Gehäuse zwecks Kühlung rund 3.000 Kubikmeter Stickstoff vorbei.  

Instandhaltung sichert Umweltschutz und Arbeitssicherheit
Der Austausch des Gichtverschlusses am Hochofen 9 war zur Instandhaltung notwendig geworden, denn ein möglicher Bruch des Drehgetriebes hätte einen ungeplanten Stillstand des Aggregats zur Folge. Zudem müssen alle Hochöfen strenge Anforderungen an Umweltschutz und Arbeitssicherheit erfüllen. Um zuverlässig weiter Roheisen zu produzieren und dabei höchste Leistung zu bringen, sind regelmäßige Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten auch an den „alten“ Aggregaten nötig.

„Wir investieren weiter, damit unsere Hochöfen effizient weiterlaufen. Denn wir müssen mit der bestehenden Technik auch den Umstieg in die klimaneutrale Stahlproduktion finanzieren“, sagt der Leiter Hochofenbetrieb Hamborn, Volker van Outvorst. Die neue Getriebegeneration, die in diesem Jahr im Hochofen 8 eingewechselt wird, hat den Vorteil, dass sie mit Wasser statt mit Stickstoff gekühlt wird. Das ist umweltfreundlicher, kostengünstiger und mindert die Lärmemissionen.  

Wettlauf gegen die Zeit
Am Hochofen 8 steht 2023 ebenfalls der Austausch des Drehgetriebes an. Für die Mannschaft des Hochofenbetriebs Hamborn ist der Wechsel des glockenlosen Gichtverschlusses, der per Kranfahrt auf den Hochofen aufgebracht wird, stets ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn genau acht Tage oder 192 Stunden darf der Hochofen heruntergefahren werden, bevor er wieder in Betrieb gehen muss. „Dabei darf nichts schiefgehen. Es ist vergleichbar mit einem Flugzeug: Wenn das einmal auf der Startbahn ist, gibt es kein Zurück mehr“, sagt van Outvorst.

Am Hochofen 9 hat das Team des Hochofenbetriebs Hamborn diese Herausforderung jetzt erfolgreich gemeistert. Um im Bild zu bleiben: Start geglückt!      
Moderne Technologie feiert 50. Jubiläum: Die Hochöfen bei thyssenkrupp Steel in Duisburg produzieren rund um die Uhr Roheisen. Damit dies weiter den hohen Umwelt- und Sicherheitsstandards entspricht, wurde nun der glockenlose Gichtverschluss, der im Innern für die gleichmäßige Verteilung des Materials sorgt, im Hochofen 9 (li.) routinemäßig ausgetauscht. Vor 50 Jahren wurde dieses Bauteil zum ersten Mal in einem Hochofen eingesetzt.      



thyssenkrupp Steel Europe bietet 2023 mehr Ausbildungsplätze an

Gemeinsam mit der IHK Niederrhein wird entwickelte „Zusatzqualifikation Wasserstoff“ eingeführt
thyssenkrupp Steel Europe stellt im kommenden Ausbildungsjahr erstmals 350 statt bislang 300 Auszubildende ein – davon 220 allein in Duisburg.
Gleichzeitig bietet der Stahlhersteller im Zuge seiner Transformation zur klimafreundlichen Stahlproduktion industriell-technischen Auszubildenden ab 2023 „Zusatzqualifikation Wasserstoff“ an.
Das gemeinsam mit der IHK Niederrhein und HKM entwickelte Ausbildungsmodul schließt mit einer bundesweit anerkannten IHK-Prüfung ab.
Beste Übernahmechancen an hochmodernen Arbeitsplätzen.
 

Duisburg, 05. Januar 2023 - Die Umstellung der traditionellen Hochofenroute auf klimafreundliche Technologien bei thyssenkrupp Steel verändert auch die Ausbildung. Hochqualifiziertes Personal ist gefragt. Deshalb schafft der Stahlkonzern für den Ausbildungsstart im kommenden Herbst nicht nur 50 zusätzliche Ausbildungsplätze.

In insgesamt 22 verschiedenen Berufen bietet das Unternehmen im September 2023 dann erstmals 350 Ausbildungsplätze an. Um die industriell-technischen Nachwuchskräfte fit für die nachhaltigen Technologien der Zukunft zu machen, führt das Unternehmen außerdem eine „Zusatzqualifikation Wasserstoff“ ein. Wer sich für eine qualitativ hochwertige Ausbildung in einem modernen Industriekonzern interessiert, kann sich ab sofort auf der Webseite unter
www.thyssenkrupp.com bewerben.  


thyssenkrupp Steel treibt die Transformation seiner Stahlproduktion voran: Bis spätestens 2045 will das Unternehmen vollständig klimaneutral produzieren. Dazu ist bis 2026 der Bau neuer Anlagen geplant, vor allem von Direktreduktionsanlagen in Verbindung mit innovativen Einschmelzaggregaten. Die Direktreduktionsanlagen sollen mit grünem Wasserstoff betrieben werden.

Für den Umgang mit diesen Anlagen und dem Medium Wasserstoff ist besonderes Know-how gefragt. „Erstmals erhalten junge Menschen während und nach ihrer Ausbildung die Chance, die klima- und umweltfreundliche Zukunft des größten deutschen Stahlkonzerns aktiv mitzugestalten. Denn thyssenkrupp Steel Europe befindet sich auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Stahlproduktion. Wir schaffen damit weiter Fakten in Sachen Transformation“, sagt Markus Grolms, Arbeitsdirektor und Personalvorstand bei thyssenkrupp Steel. Dafür ersetze das Unternehmen die klassische Hochofenroute mit Kokskohle durch Direktreduktionsanlagen mit Einschmelzaggregaten, die mit „grünem“ Wasserstoff betrieben werden. Die neue Route soll 2026 starten – und bietet den zukünftigen Fachkräften dann hochmoderne Arbeitsplätze.

 

Solider Start ins Berufsleben

Eine technische Berufsausbildung ist der perfekte Einstieg in die spannende Welt der Stahlherstellung und -verarbeitung. In den gut ausgestatteten technischen Ausbildungszentren in Duisburg, Bochum, Dortmund und Siegen werden die Auszubildenden fit für die Herausforderungen einer nachhaltigen Stahlproduktion gemacht. Hier lernen sie in den ersten anderthalb Ausbildungsjahren alle wichtigen Werkzeuge, Maschinen und Geräte kennen und bedienen. Anschließend arbeiten sie zwei Jahre lang in den Betrieben mit – sie werden Teil eines eingespielten Teams, das sie, wenn alles passt, nach der Berufsausbildung direkt verstärken.

Noch spannender wird die Ausbildung mit dem neuen Fokus auf das Thema „Wasserstoff“.

Dazu hat thyssenkrupp Steel Europe gemeinsam mit der IHK Niederrhein und den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) die bundesweit anerkannte „Zusatzqualifikation Wasserstoff“ entwickelt, die mit einer IHK-Prüfung abschließt. „Mit der anerkannten Zusatzqualifikation bereiten wir jetzt schon die nächste Generation zukünftiger Facharbeiter während der beruflichen Erstausbildung auf den Umgang mit Wasserstoff vor.

In 25 Trainingstagen dreht sich alles um das Thema „Wasserstoff“ – von der Herstellung über den Transport und die Speicherung bis hin zur Nutzung und sicheren Handhabung“, erklärt Dr. Veit Echterhoff, Ausbildungsleiter bei thyssenkrupp Steel. Ab dem Ausbildungsjahr 2023 steht das neue Modul allen industriell-technischen Azubis von thyssenkrupp Steel zur Verfügung.

 

Voraussetzung: Interesse an Technik

Mitbringen sollten Bewerber:innen für eine industriell-technische Berufsausbildung Interesse an Technik und dem Unternehmen. „Der Schulabschluss ist eher zweitrangig. Wir erwarten aber selbstverantwortliches Lernen und den festen Willen, die Ausbildung durchzuziehen und bei thyssenkrupp Steel Europe beruflich Fuß zu fassen“, erklärt Echterhoff. Dafür erhalten die Azubis an den verschiedenen Standorten eine hochmoderne, digitalisierte Ausbildung. Persönliche Tablets, die ihnen zum Ausbildungsstart überreicht werden, vereinfachen die Kommunikation mit den Ausbildern und die Vernetzung mit den anderen Auszubildenden.


„Nach der Ausbildung bieten wir dem Fachkräftenachwuchs an den neuen Anlagen attraktive Arbeitsplätze in einem Zukunftsunternehmen, das klimaneutral Stahl erzeugen wird. Die Fachkräfte von morgen erhalten die Chance, die nachhaltige Zukunft unseres Unternehmens selbst mit voranzutreiben“, so Grolms.

Mit dem früheren, angestaubten Image der Stahlindustrie hätten die Arbeitsplätze an den modernen Aggregaten nichts mehr gemeinsam. Vielmehr entwickle sich die Stahlbranche zu einer modernen und klimafreundlichen Industrie. Denn Stahl ist etwa für die Elektromobilität und die Energiewende unabdingbar. Deshalb werden die industriell-technischen Berufe bei thyssenkrupp Steel zukünftig auch für Mädchen und Frauen noch attraktiver.

 

Eine Ausbildung mit Mehrwert

Neben einer attraktiven Ausbildungsvergütung gemäß Tarifvertrag der Eisen- und Stahlindustrie NRW in Höhe von 1.044 Euro im ersten bis hin zu 1.275 Euro im vierten Ausbildungsjahr winken bei thyssenkrupp Steel attraktive Weiterbildungs- und Förderangebote schon in der Ausbildung, gute Sozial-, Gesundheits- und Beratungsleistungen und nicht zuletzt gute Übernahmechancen im Unternehmen. Einführungswochen, Teamevents und gewissenhafte Prüfungsvorbereitung runden das Ausbildungsprogramm ab.

Info: Weitere Infos unter www.thyssenkrupp-steel.com/de/karriere/schueler/ausbildung/

 

Moderne und nachhaltige Ausbildung bei thyssenkrupp Steel: Ab dem kommenden Ausbildungsjahr erwarten die angehenden „Steeler“ nicht nur virtuell unterstützende Technik und gute Übernahmechancen. Ab 2023 werden die industriell-technischen Azubis erstmals auch im Umgang und in der Arbeit mit Wasserstoff geschult.



Air Liquide stellt Wasserstoff-Pipeline zu thyssenkrupp Steel in Duisburg fertig

 Fakten schaffen für die Transformation:
Vier Kilometer langer Abschnitt nach sechs Monaten Bauzeit fertiggestellt.
Erste Pipeline zur Versorgung von Deutschlands größtem Stahlwerk mit Wasserstoff aus erneuerbaren Energien.
Air Liquide baut derzeit eine 20(+10) MW-Elektrolyse in Oberhausen.
Ab Herbst 2023 kann grüner Wasserstoff produziert werden.
Förderung der Pipeline durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen des Reallabors der Energiewende.  

 Duisburg 22.12.2022:, Gilles Le Van, Vice President Larges Industries und Energy Transition für Air Liquide Central Europe, NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Bernhard Osburg, CEO von thyssenkrupp Steel, weihen die erste Wasserstoffpipeline zur Versorgung des Duisburger Werkes ein


Duisburg, 22. Dezember 2022 - Die Stahlerzeugung der Zukunft ist auf große Mengen Wasserstoff angewiesen. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderten Reallabors H2Stahl hat das Industriegaseunternehmen Air Liquide nun eine Pipeline bis zu thyssenkrupp Steel in Duisburg fertiggestellt. Die rund vier Kilometer lange Pipeline verbindet das Gelände des Duisburger Stahlwerks mit dem Wasserstoff-Netzwerk von Air Liquide im Ruhrgebiet.

NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur kam heute nach Duisburg zur “Pipeline-Einweihung”.  Schritt für Schritt in die Transformation Europas größter Stahlstandort in Duisburg übernimmt eine Vorreiterrolle für die Dekarbonisierung der Stahlerzeugung. Schon 2019 haben beide Partner erstmals testweise Wasserstoff in einen Hochofen eingeblasen, um die CO2-Emissionen der konventionellen Stahlerzeugung zu senken.


Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat das damalige Projekt als wegweisendes Pilotvorhaben unterstützt. Perspektivisch wird Wasserstoff ein Schlüsselmolekül sein, um klimaneutralen Stahl herstellen zu können. Bernhard Osburg, CEO von thyssenkrupp Steel sagte: “Ich freue mich, dass wir einen weiteren Schritt hin zur Dekarbonisierung gehen. Mit der Anbindung unseres Standortes an die Wasserstoff-Pipeline von Air Liquide schaffen wir bei thyssenkrupp Steel die Voraussetzungen für eine klimafreundliche Stahlproduktion. Wir gehen auf unserem Transformationspfad Schritt für Schritt voran. Mit der jetzt durch unseren Partner Air Liquide fertiggestellten Pipeline schaffen wir weitere Fakten. Durch sie kann ab 2024 klimafreundlicher Wasserstoff zu uns geliefert werden. Wir werden ihn zu Forschungs- und Simulationszwecken und dann vor allem zur Versorgung unserer ersten Direktreduktionsanlage benötigen.”  

Wasserstoff-Produktionsnetzwerk für Industriekunden
Das 200 km lange Wasserstoff-Fernleitungsnetz von Air Liquide an Rhein und Ruhr bietet beste Möglichkeiten für den Start in die Wasserstoffzukunft. Die Pipelines verbinden Wasserstoff-Produktionsanlagen und Großkunden in Marl, Oberhausen, Duisburg, Krefeld, Leverkusen, Dormagen, Düsseldorf und weiteren Städten in der Region.  


Gilles Le Van, Vice President Larges Industries und Energy Transition für Air Liquide Central Europe: “Damit die industrielle Transformation gelingt, brauchen wir eine entschlossene Zusammenarbeit von Vertretern aus Politik und Industrie. Die neue Wasserstoff-Pipeline zu thyssenkrupp Steel in Duisburg ist ein Paradebeispiel dafür. Ein großer Dank gebührt dem Bundeswirtschaftsministerium und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Für die Industrie in Deutschland ist es überlebenswichtig, dass wir effektiven Klimaschutz und internationale Wettbewerbsfähigkeit stets gemeinsam denken.”  

Im Herbst 2023 wird mit dem “Trailblazer” in Oberhausen planmäßig die erste 20 MW Wasserelektrolyseanlage im Industriemaßstab an das H2-Netzwerk von Air Liquide angeschlossen werden - so können Kunden in der ersten Stufe mit bis zu 2.900 Tonnen/Jahr erneuerbarem Wasserstoff via Pipeline versorgt werden. Eine Erweiterbarkeit um +10 MW Kapazität ist in Vorbereitung, zusätzliche Initiativen zur Bereitstellung von erneuerbarem Wasserstoff für Industrie und Mobilität in der Region sind in der Entwicklung.  


Neubaur: “Wasserstoffwirtschaft im Schulterschluss”
Die Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Mona Neubaur, besuchte die Teams von Air Liquide und thyssenkrupp Steel heute in Duisburg zur “Pipeline-Einweihung”. Für das Industrieland NRW entstehen an verschiedenen Stellen Wasserstoff-Leuchtturmprojekte, die die Transformation voranbringen sollen.


Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: “Für die industrielle Transformation und den klimagerechten Wandel an Rhein und Ruhr brauchen wir große Mengen Wasserstoff - das ist uns allen bewusst. Neben den Kapazitäten für die Herstellung benötigen wir auch eine gut ausgebaute Infrastruktur für den Transport. In Duisburg zeigt sich hier und heute, wie der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft im Schulterschluss verschiedener Akteure gelingen kann und wie verschiedene Projekte sinnvoll zusammenwachsen. Das ist ein starkes Signal für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Industrie in unserem Land.”  


Auf dem Weg zum großindustriellen Einsatz von Wasserstoff in der Stahlerzeugung Wasserstoff wird bislang nicht im großindustriellen Maßstab zur Stahlproduktion verwendet. thyssenkrupp Steel hat seit 2019 erste Versuchsreihen zur Wasserstoffinjektion in einen bestehenden Hochofen erfolgreich abgeschlossen. Obgleich derzeit eine Ausweitung dieser Versuche aufgrund der hohen Erdgas- und Energiepreise ausgesetzt ist, laufen die Planungen zum Bau einer Direktreduktions-Versuchsanlage unvermindert weiter, um den Technologiesprung in die wasserstoffbasierte, klimaneutrale Roheisenproduktion zu erproben.

Der technologische Meilenstein ist dann der Bau der ersten großindustriellen Direktreduktionsanlage mit Einschmelzaggregaten. Die Aufträge dazu sollen in Kürze vergeben werden. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant.    


Über Air Liquide in Deutschland
Für Unternehmen der Air Liquide Gruppe in Deutschland arbeiten rund 3.750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Air Liquide beliefert 100.000 Kunden und ist für über 200.000 HomeHealthcare-Patienten da. Jedes zweite deutsche Krankenhaus bezieht medizinischen Sauerstoff von Air Liquide.Das Unternehmen beliefert zahlreiche Branchen, wie z. B. die Luftfahrt-, Automobil-, Lebensmittel- und Getränke-, Chemie- und Elektronikindustrie und Energiewirtschaft sowie den Gesundheitssektor mit technischen und medizinischen Gasen wie Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff.  


Über thyssenkrupp Steel Europe Die thyssenkrupp Steel Europe AG ist der größte deutsche Stahlhersteller. Das Duisburger Unternehmen mit rund 26.000 Mitarbeitenden gehört zu den weltweit führenden Anbietern hochwertiger Stahlprodukte für innovative und anspruchsvolle Anwendungen sowie für die Erbringung von Dienstleistungen im Stahlbereich. Bis spätestens 2045 soll die Stahlproduktion von thyssenkrupp Steel Europe vollständig klimaneutral sein.

Der entscheidende Schritt hierzu wird der Bau wasserstoffbasierter Direktreduktionsanlagen in Verbindung mit innovativen Einschmelzaggregaten sein. Die erste Anlage soll 2026 in Duisburg in Betrieb gehen. Für 2030 ist bereits eine Produktion von fünf Millionen Tonnen CO2-armem Stahl geplant.  

 

Wasserstoffpipeline zur Versorgung des Stahlwerks von thyssenkrupp wird eingeweiht  

NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur weiht am 22. Dezember von Air Liquide gebaute Wasserstoffpipeline zur Versorgung des Duisburger Stahlwerks von thyssenkrupp ein  
Das Industriegasunternehmen Air Liquide hat eine Pipeline zu thyssenkrupp Steel fertiggestellt, die grünen Wasserstoff für die Herstellung von klimafreundlichen Stahl ins Duisburger Stahlwerk transportieren wird. Zusätzlich wird Air Liquide bis Herbst 2023 in Oberhausen eine 20 MW-Wasserelektrolyseanlage fertigstellen, die, auf Basis von grünem Strom, erneuerbaren Wasserstoff über die neue Pipeline in das größte deutsche Stahlwerk liefern kann. Das Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.

Es ist ein erstes integriertes Wasserstoffprojekt für das Ruhrgebiet und zeigt, wie es gehen kann:  Ministerin Neubaur, Gilles Le Van, Vice President Larges Industries und Energy Transition für Air Liquide Central Europe und Bernhard Osburg, Vorsitzender des Vorstands von thyssenkrupp Steel, stellen das Projekt am Donnerstag 22. Dezember, um 14:30 Uhr, im BesucherCentrum von thyssenkrupp Steel vor.

Die Standorte in Duisburg (Grafik thyssenkrupp steel):


Aufbruch in eine klimafreundliche Ära: BILSTEIN GROUP sichert sich CO2-reduzierten Stahl von thyssenkrupp

BILSTEIN GROUP unterzeichnet sowohl mit thyssenkrupp Steel Europe als auch mit thyssenkrupp Hohenlimburg Absichtserklärungen für die Belieferung mit CO2-reduziertem bluemint® Steel ab 2023.
•         Der Anbieter für Premium-Kaltbandlösungen aus Hagen bietet künftig über die komplette Produktpalette klimafreundliche Produkte an und verkleinert so seinen CO2-Fußabdruck.
•         Absichtserklärungen legen den Grundstein für eine langfristige Belieferung mit zertifizierten CO2-reduzierten Stahlprodukten.
•         Steigende Mengen bis 2030 vereinbart.  

Duisburg, 12. Dezember 2022 - Auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Stahlerzeugung und -verarbeitung ist die BILSTEIN GROUP aus Hagen gemeinsam mit thyssenkrupp Steel Europe und thyssenkrupp Hohenlimburg einen wichtigen Schritt vorangekommen. Beide thyssenkrupp-Unternehmen schlossen Absichtserklärungen für die Belieferung mit klimafreundlichem bluemint® Steel ab 2023.


Auf Basis von CO2-reduziertem Breitband direkt aus der Duisburger Hütte sowie von klimafreundlich erzeugtem Mittelband bluemint® precidur® aus Hohenlimburg kann die BILSTEIN GROUP ihren Kunden künftig über die gesamte Produktpalette CO2-reduzierte Kaltbandprodukte anbieten.

Die von der BILSTEIN GROUP abgenommenen Mengen steigen schrittweise bis 2030 und sollen ab 2026 aus den Direktreduktionsanlagen mit Einschmelzaggregaten von thyssenkrupp Steel in Duisburg stammen, die mit grünem Wasserstoff und regenerativem Strom betrieben werden.


Mit dem hochpräzisen Warmband unterschiedlichster Güten von thyssenkrupp stellt die BILSTEIN GROUP hochanspruchsvolle Kaltbandanwendungen für die Automobilbranche, die verarbeitende Industrie sowie für die Werkzeugindustrie her. Ob in Sägen und Werkzeugen, ob in Türbeschlägen, Münzen oder Autositzen: Die hochwertigen Kaltbandprodukte der BILSTEIN GROUP stecken in zahlreichen Industrie- und Haushaltsbedarfen.

Da sich die technischen Eigenschaften der CO2-reduzierten Produkte nicht von denen konventioneller Stahlsorten unterscheiden, bleibt die BILSTEIN GROUP mit den Produkten aus zertifizierten Stählen mit reduzierter CO2-Intensität seiner weltweit anerkannten Qualität treu.  

Klimaschonende Stahlwertschöpfungskette
Sowohl für die BILSTEIN GROUP als auch für thyssenkrupp sind die Vereinbarungen ein wichtiger Beitrag zu einer klimaschonenden Stahlwertschöpfungskette. „Für alle Partner sind die Absichtserklärungen aufgrund der Höhe der vereinbarten Mengen ein großer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

Die Produktion und Nutzung von hochpräzisem Warmband mit reduzierter CO2-Intensität trägt auf allen Seiten substanziell zu einer Senkung des Gesamt-CO2-Ausstoßes bei“, betont Dr. Heike Denecke-Arnold, Chief Operating Officer bei thyssenkrupp Steel Europe. Für die beiden Traditionsunternehmen BILSTEIN GROUP und thyssenkrupp Hohenlimburg, die in Hagen in direkter Nachbarschaft liegen, unterstreicht die Vereinbarung die langjährige und vertrauensvolle Partnerschaft.

„Zur Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist für die BILSTEIN GROUP der Bezug von CO2-reduziertem und perspektivisch CO2-neutralem Vormaterial elementar – schließlich stammen aktuell weit mehr als 90 % des CO2-Fußabdrucks des fertigen Kaltbands aus der Herstellung des Warmbands, unserem Vormaterial. Die Vereinbarungen mit thyssenkrupp sind für uns ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg, die CO2-Emissionen unserer Produkte so schnell wie möglich signifikant zu reduzieren und absehbar klimaneutral zu werden“, er-läutert Marc T. Oehler, CEO und Gesellschafter der BILSTEIN GROUP.


Klimaschutz als gemeinsames Strategieziel
Sowohl die BILSTEIN GROUP als auch thyssenkrupp haben Klimaschutz und nachhaltiges Handeln zu übergeordneten Strategiezielen erklärt. Bereits jetzt bietet thyssenkrupp Steel Europe mit bluemint® Steel Stahlgüten mit einer bis zu 70 Prozent verminderten CO2-Intensität an. Bei der Produktion der zertifizierten klimafreundlichen Stähle ersetzt vorproduzierter Eisenschwamm (HBI) oder speziell aufbereiteter Stahlschrott anteilig die Kokskohle im Hochofenprozess.

Ab 2026 soll der Stahl aus Direktreduktionsanlagen in Verbindung mit Einschmelzaggregaten stammen, die mit grünem Wasserstoff und mit grünem Strom betrieben werden. Bis spätestens 2045 will thyssenkrupp Steel vollständig klimaneutral produzieren. Auch die BILSTEIN GROUP verfolgt eine ehrgeizige Dekarbonisierungsstrategie.

Dafür hat das Hagener Familienunternehmen eine Green-Steel-Roadmap zur weitreichenden Reduktion der Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen aufgelegt und möchte bis spätestens 2035 die internen Produktions-, Logistik- und Verwaltungsprozesse in Deutschland CO2-neutral betreiben.

Da der größte Teil der CO2-Emissionen des kaltgewalzten Bandstahls aus der Vormaterialkette stammt, muss die BILSTEIN GROUP insbesondere diesen CO2-Gehalt reduzieren, um die selbstgesteckten Ziele einer deutlichen Reduzierung des CO2-Fußabdrucks des fertigen Kaltbands zu erreichen. Bis 2035 will der Spezialist für Kaltbandanwendungen daher auch vollständig auf klimaschonend hergestellte Stahlgüten umstellen.  

thyssenkrupp Steel Europe und BILSTEIN GROUP unterzeichnen Absichtserklärung (v.l.n.r): Dr. Christian Lehr (Head of Sales Processing Industries & Steel Service Centers Automotive, thyssenkrupp Steel Europe AG), Michael Ullrich (Geschäftsführer, BILSTEIN GROUP), Bernd Grumme (Geschäftsführer, BILSTEIN GROUP),Dr. Heike Denecke-Arnold (Chief Operations Officer Executive Board, thyssenkrupp Steel Europe AG), Marc T. Oehler (Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung, BILSTEIN GROUP), Dr. Bernhard Gräwe (BILSTEIN GROUP), Jörg Paffrath (Head of Sales Industry, thyssenkrupp Steel Europe AG). Quelle: thyssenkrupp


Über thyssenkrupp Steel Europe / thyssenkrupp Hohenlimburg:
Die thyssenkrupp Steel Europe AG ist ein weltweit führender Anbieter hochwertiger Stahlprodukte. Die thyssenkrupp Hohenlimburg GmbH mit Sitz in Hagen/Westfalen verarbeitet seit 150 Jahren das warmgewalzte Hohenlimburger Mittelband, das heute unter dem Markenzeichen precidur® geführt wird. Als größter deutscher Stahlhersteller verfolgt thyssenkrupp Steel Europe bis 2045 das Ziel einer vollständig klimaneutralen Stahlproduktion.  


Über BILSTEIN GROUP
Das mittelständische Hagener Familienunternehmen mit 111-jähriger Tradition produziert Premium-Kaltbandlösungen für die Automobilbranche, die verarbeitende Industrie sowie für die Sägen- und Werkzeugindustrie. Der international führende Halbzeuglieferant beschäftigt weltweit mehr als 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für die BILSTEIN GROUP gehört Klimaschutz zur strategischen Ausrichtung.  

 

Festliche Stimmung in der Mercatorhalle in Duisburg: thyssenkrupp Steel lädt nach Pause wieder zum Weihnachtskonzert ein

Duisburg, 29. November 2022 - Am 10. Dezember 2022 veranstaltet die Jubilaren-Vereinigung thyssenkrupp ihr traditionelles Weihnachtskonzert in der Duisburger Mercatorhalle. Nachdem auch dieses bei Publikum und Veranstaltern gleichermaßen geschätzte Konzert pandemiebedingt pausieren musste, erwartet die Gäste in diesem Jahr wieder ab 15 Uhr ein stimmungsvolles Programm unter anderem mit dem Kinderchor am Rhein, den Gelsenkirchener Swingfonikern und der Duisburger Sinfonietta.

Karten sind ab sofort im Vorverkauf für 12,50 Euro bei der Tourist Information Duisburg (Königstrasse 86, 47151 Duisburg) erhältlich. Außerdem können Karten per E-Mail (carolin.eitner@thyssenkrupp.com oder herby.schulz@t-online.de) vorbestellt und an der Abendkasse bezahlt werden. Bitte bei der Bestellung immer den Namen, Telefonnummer und Anschrift unbedingt angeben. Auch an der Abendkasse können Restkarten erworben werden. Einlass ist ab 13.30 Uhr.  

Konzert der schönen Melodien
Der Dirigent Peter Stockschläder hat ein abwechslungsreiches und stimmungsvolles Programm zusammengestellt. Neben den Solisten Evelyn Ziegler, Sopran, und Rolf A. Scheider, Bass Bariton, sorgen der Kinderchor am Rhein unter der Leitung von Sabina Lopez Miguez und der Chor Gelsenkirchener Swingfoniker unter der Leitung von Lutz Peller für eine festliche Stimmung.

 Weihnachtskonzert der Jubilaren-Vereinigung thyssenkrupp: Am 10. Dezember 2022 stimmen u.a. der Kinderchor am Rhein (Bild), die Gelsenkirchener Swingfonikern und die Duisburger Sinfonietta festlich ein.
  

Die musikalische Klammer bildet die Duisburger Sinfonietta. Höhepunkte des gut zweistündigen Konzerts sind unter anderem klassische Stücke und traditionelle Weihnachtslieder von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Sebastian Bach, Giuseppe Verdi und Pietro Mascagni. Festlicher Abschluss mit Tradition: Für das Publikum, die Mitwirkenden und die Jubilaren-Vereinigung dürfen die gemeinsam gesungenen Weihnachtslieder nicht fehlen, wenn noch einmal alle Musiker auf der Bühne stehen.  

Klassische Stücke und traditionelle Weihnachtslieder: Sopranistin Evelyn Ziegler (li.) und der Bass Bariton Rolf A. Scheider (re.)   
 

Zum Zeitpunkt der Veranstaltung gelten die gesetzlichen Schutzvorschriften bezüglich der Pandemie zu beachten sind.