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Redaktion Harald Jeschke 

Start der betrieblichen Corona-Schutzimpfung: thyssenkrupp Steel impft ab heute

·         Impfung von 18.000 Mitarbeitenden ab 8. Juni
·         Impfzentrum in Duisburg mit 12 Impfstraßen eingerichtet
·         Impfkapazität von 40 Betriebsärzten und MTAs am Standort Duisburg, 2.500 Impfdosen für die erste Woche  
Duisburg, 8. Juni 2021 - Seit über einem Jahr arbeitet die Belegschaft von thyssenkrupp Steel im „Corona-Modus“: Wer kann, arbeitet im Pandemie-Office von zu Hause aus, wer seine Tätigkeiten nur vor Ort ausüben kann, trägt Mund-Nasen-Schutz und hält sich an die Hygieneregeln. Die heute, am 8. Juni startende Schutzimpfung durch die Betriebsärzte ist ein erster Schritt zurück zur Normalität.  

Kein Freifahrtschein, aber deutlich mehr Sicherheit
„Organisatorisch gesehen sind wir schon länger impfbereit und haben entsprechende Vorkehrungen getroffen. Aber nun dürfen unsere Betriebsärzte bzw. wir als Unternehmen auch offiziell Impfdosen erhalten. Damit unterstützen wir die deutsche Ärzteschaft und die allgemeine Impfgeschwindigkeit in Deutschland“, freut sich Markus Grolms, Arbeitsdirektor von thyssenkrupp Steel, über den Impfstart der Betriebsärzte. Die Impfung gegen das Corona-Virus sei aber kein Freifahrtschein für unbesorgte Zusammenkünfte, mahnt der Personalchef.
„Das Virus ist nicht ungefährlicher geworden, durch die vielen Mutationen ist sogar leider das Gegenteil der Fall. Auch wenn es schwerfällt: Wir müssen alle noch weiterhin diszipliniert die Schutz-Regeln gegen das Virus einhalten, bei uns im Unternehmen, aber auch in unserer Freizeit.“

Die Immunisierung von immer mehr Bürgern mache allerdings das Zusammentreffen von Menschen wieder sicherer und damit eine Rückkehr zur „Normalität“ überhaupt erst möglich. Das gilt für das öffentliche Leben wie auch den betrieblichen Alltag. „Das Arbeiten im Ausnahmezustand geht auf Dauer zu Lasten des Gemeinschaftssinns in einem Unternehmen und der Gesundheit der Mitarbeitenden“, so Grolms weiter. Die Belastung im Pandemie-Office, also das Home-Office während des Ausnahmezustands, durch die schwammig gewordenen Grenzen zwischen Beruf und Privatleben, das stundenlange Tragen der Masken in der Produktion oder der Wäscherei, der fast ausschließlich virtuelle Kontakt mit Vorgesetzten und Kollegen zehren an der Belegschaft.  

Letzte Vorbereitungen im Duisburger Impfzentrum von thyssenkrupp Steel: Das medizinische Personal wird im Umgang mit dem Impfstoff geschult und übt mit einer Kochsalzlösung.  

Impfbereitschaft auf beiden Seiten
Heute, am 8. Juni um 08:00 Uhr starten die Betriebsärzte von thyssenkrupp Steel mit dem Impfen, mit den Einweisungen des medizinischen Personals und dem Eintreffen des Impfstoffs am Montagnachmittag enden die monatelangen Vorbereitungen im betriebseigenen Impfzentrum in Duisburg-Hamborn. Zwölf Impfstraßen hat der Stahlhersteller im Seminarbereich seines Bildungszentrums dafür eingerichtet.
„Das Interesse der Belegschaft an einem Impftermin ist enorm. Fünf Stunden nach Freischaltung der Online-Anmeldeplattform waren bereits am Freitagnachmittag die ersten vier Impftage ausgebucht“, berichtet Marcus Löffler, einer der beiden Leiter des Pandemiestabs von thyssenkrupp Steel und Personaler für die Produktion. Die Impfverantwortlichen schalten in jeder Woche nur so viele Termine frei, wie Impfdosen angekündigt werden, mehr Planungssicherheit gibt es im Moment nicht.

 „So können wir einen möglichst reibungslosen Ablauf vor Ort gewährleisten mit einer Taktung, die den Wartenden genügend Abstand zueinander lässt“, sagt Löffler weiter. Für diese erste Woche erhält das Unternehmen 2.500 Dosen, 3.000 könnten die rund 40 bereitstehenden Ärzte und medizinisch-technischen Assistenten jede Woche verimpfen.
 „Jede Dosis zählt im Kampf gegen das Virus und gelangt dahin, wo sie hingehört: In die Oberarme unserer Mitarbeitenden.“  
 

Für die Impfung der ersten 2.500 Mitarbeitenden: Vorsichtig bringt Dr. Nicole Rosenfeld, leitende Betriebsärztin bei thyssenkrupp Steel, den auf -70 Grad Celsius gekühlten Impfstoff direkt nach dem Auspacken in den eigens dafür vorgesehenen Kühlschrank. Quelle: thyssenkrupp
 

Brücke in die berufliche Zukunft

Mitarbeitende von thyssenkrupp Steel holen Berufsabschluss nach

Duisburg, 1. Juni 2021 -
Per Umschulung bei vollem Entgelt zum anerkannten Berufsabschluss: Diesen Weg eröffnet thyssenkrupp Steel seinen Mitarbeitenden gemeinsam mit der Agentur für Arbeit mit dem neuen Programm „Beschäftigungsbrücke“.

Für das Programm bewerben können sich Mitarbeitende im Alter zwischen 30 und 50 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung. In 2 Jahren lernen sie einen Ausbildungsberuf mit anerkanntem Berufsabschluss. Während der Umschulung bleiben die Umschüler bei thyssenkrupp Steel beschäftigt – und erhalten weiter ihr volles Gehalt.

 

Homeschooling statt Wechselschicht

Zu den ersten Teilnehmern gehören Christoph Martin aus Duisburg und sein Dortmunder Kollege Kadir Ergin. Beide drücken seit Anfang März wieder täglich die Schulbank und haben ihr Ziel dabei klar vor Augen: einen Berufsabschluss als Elektroniker Betriebstechnik.

Der 31-jährige Ergin betritt damit fachliches Neuland. Bislang war die Oberflächen­prüfung von Grobblechen im Grobblechwerk am Standort Duisburg-Hüttenheim sein tägliches Geschäft. Hier hatte er 2015 angefangen – zunächst als Schleifer, später dann als Oberflächenprüfer und zuletzt als Vorarbeiter. „Mit Elektrotechnik hatte ich bislang gar nichts zu tun, aber das Thema interessiert mich. Die Umschulung ist sehr facettenreich und gefällt mir gut“, sagt Ergin.

 

„Einmalige Gelegenheit, einen Abschluss nachzuholen“

Eine abgeschlossene Ausbildung besaß der junge Familienvater bisher nicht. Nach Fachabitur und abgebrochenem Studium war er bei thyssenkrupp Steel eingestiegen – und geblieben. „Die Beschäftigungsbrücke ist für mich eine einmalige Gelegenheit, einen Berufsabschluss nachzuholen – und das auch noch bei vollem Gehalt. Diese Chance konnte ich mir nicht entgehen lassen“, freut sich Ergin über seine erfolgreiche Bewerbung. Statt Wechselschicht steht in nächster Zeit erst einmal Unterricht im Bildungszentrum des TÜV Nord in Dortmund oder – coronabedingt – „Homeschooling“ auf dem Stundenplan. Im Herbst ist dann das erste von zwei dreimonatigen Praktika geplant.

 

Chance für beide Seiten

Markus Grolms, Arbeitsdirektor und Personalvorstand von thyssenkrupp Steel: „Mich freut es, dass wir mit der Agentur für Arbeit dieses zukunftsweisende Programm auflegen können. Es bietet unseren ungelernten Mitarbeitenden eine tolle Möglichkeit, einen qualifizierten Berufsabschluss zu erwerben.“ Die „Beschäftigungsbrücke“ sieht er als Beispiel für kreative und moderne Personalarbeit. Denn sie eröffnet Chancen für beide Seiten. Das Unternehmen kann Mitarbeitende gezielt ausbilden und vakante Stellen intern besetzen.
Ungelernte haben auf dem internen wie externen Arbeitsmarkt schlechtere Karten. So können die Mitarbeitenden nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung auch bei anderen Unternehmen anfangen – oder sogar völlig andere Berufe wie etwa Florist erlernen. Dafür übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Kosten.

Auch Kadir Ergin investiert aktuell viel, um in gut zwei Jahren beim Duisburger Stahlhersteller als staatlich geprüfter Elektroniker Betriebstechnik weitermachen zu können. Damit das klappt, will er in der Umschulung am Ball bleiben. Die erste Hürde ist die Zwischenprüfung. „Dafür gibt es sogar eine eigene Prämie. Das ist nochmal eine extra Motivation“, betont Ergin.

 

Nächster Umschulungsstart im Herbst 2021

Schon im Herbst bekommt der 31-Jährige übrigens neue Mitstreiter aus der Belegschaft von thyssenkrupp Steel. Dann starten die nächsten Kolleginnen und Kollegen über die „Beschäftigungsbrücke“ in ihre neue berufliche Zukunft.

Kadir Ergin (31) nutzt die Beschäftigungsbrücke bei thyssenkrupp Steel und holt seinen Berufsabschluss nach: in zwei Jahren zum staatlich geprüften Elektroniker Betriebstechnik. „Die Beschäftigungsbrücke ist für mich eine einmalige Gelegenheit, einen Berufsabschluss nachzuholen. Diese Chance konnte ich mir nicht entgehen lassen“, sagt Ergin.

 

Senkung der CO2-Emissionen durch Kreislaufwirtschaft: thyssenkrupp Steel und TSR testen innovatives Verfahren zum Einsatz von hochwertigem Schrott im Hochofen

 Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung
 Innovatives Produktionsverfahren ermöglicht Aufbereitung von Schrott zu hochwertigen Produkten mit klar definierten Eigenschaften und hohem Eisengehalt
 Der Einsatz des Recyclingrohstoffs im Hochofen stärkt die Kreislaufwirtschaft und senkt gleichzeitig den Bedarf an kohlenstoffhaltigen Reduktionsmitteln
 Die daraus resultierenden CO2-Senkungen ergänzen die wasserstoffbasierte Klimatransformation von thyssenkrupp Steel

Duisburg, 17. Mai 2021 - Zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft kooperieren das Recyclingunternehmen TSR und der Stahlhersteller thyssenkrupp Steel. Die Grundlage ist ein innovatives Produktionsverfahren der TSR, in dem aus herkömmlichem Altschrott ein hochwertiges Recyclingprodukt hergestellt werden soll. Das Verfahren soll in einem gemeinsamen Projekt für den Einsatz in den Hochöfen von thyssenkrupp Steel getestet und optimiert werden mit dem Ziel, das hochwertige Recyclingprodukt in den benötigten Mengen produzieren zu können.
Das Projekt soll die Recyclingkreisläufe von Eisen und Stahl stärken und gleichzeitig die CO2- Emissionen der Hochöfen am Duisburger Standort von thyssenkrupp Steel senken. Die Entwicklung der Aufbereitungsanlage und die stetige Optimierung des Produktes sollen im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes erfolgen. Damit ergänzt die Maßnahme den wasserstoffbasierten Transformationspfad von thyssenkrupp Steel.

Produktprobe des hochwertigen Recyclingrohstoffs für den Einsatz im Hochofen.

Innovatives Produktionsverfahren ermöglicht hochwertiges Recyclingprodukt mit klar definierten Eigenschaften
Ausrangierte Produkte mit hohem Stahlanteil wie Haushaltsgeräte oder Fahrzeuge landen oft auf dem Schrottplatz. Da sich Stahl unendlich oft wiederverwerten lässt, ist das Recyclingpotenzial groß. Eine Möglichkeit ist seit langem die Wiederverwertung in der Stahlherstellung. Bereits heute wird zur Kühlung im Produktionsprozess Stahlschrott eingesetzt. Dadurch finden die enthaltenen Rohstoffe ihren Weg zurück in die Wertschöpfungskette. Allerdings ist der Schrottanteil bei der Produktion von qualitativ hochwertigem Primärstahl aktuell noch begrenzt – insbesondere aufgrund seiner extrem heterogenen Beschaffenheit. Das neue Verfahren soll es aber nun ermöglichen, die Recyclingquote bei der Stahlproduktion zu steigern.

Standort der TSR Recycling im Duisburger Hafen.

Das Verfahren der TSR soll aus üblichen Vormaterialen – sprich Konsumentenschrotten – ein innovatives Produkt herstellen, dessen Zusammensetzung und Eigenschaften genau bestimmt werden kann. Die Herausforderung besteht darin, dass unter anderem durch eine gezielte Trennung unerwünschte Begleitstoffe vom Eisen entfernt werden, damit sich das Produkt dann als zertifizierter Rohstoff für den Hochofenprozess eignet und nachhaltig eingesetzt werden kann.

Bernd Fleschenberg, COO TSR: „Der Einsatz von Stahlschrott in der Stahlproduktion hat eine lange Tradition. Durch das Vorhaben von thyssenkrupp Steel und TSR gehen wir gemeinsam noch einen Schritt weiter. Zielsetzung ist es, ein qualitativ hochwertiges sowie zertifiziertes Produkt aus herkömmlichen Vormaterialien zu erzeugen. Mit diesem neuen Produkt können wir einen erheblichen Anteil des Rohstoffbedarfs der europäischen Industrie nachhaltig decken. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Klima- und Ressourcenschonung sowie zur Erreichung der Ziele im Rahmen des europäischen Green Deals.“

Stärkung der Kreislaufwirtschaft senkt CO2-Ausstoß in der Stahlproduktion
Um Roheisen und im späteren Verlauf Stahl herzustellen, ist es erforderlich, dass dem Eisenerz bei hoher Temperatur der Sauerstoff entzogen wird. Als sogenanntes Reduktionsmittel wird hierfür Koks und Einblaskohle eingesetzt. Durch den Einsatz des Recyclingprodukts mit einem sehr hohen Eisenanteil lässt sich im Hochofen der Bedarf an diesen Reduktionsmitteln senken. Dies führt zu einer Senkung der CO2-Emissionen.

Der Einsatz einer Tonne des Recyclingprodukts könnte so etwa eine Tonne CO2 einsparen. Damit ergänzt das Projekt den Transformationspfad von thyssenkrupp Steel zu einer klimaneutralen Stahlproduktion und geplante Maßnahmen wie das Einblasen von Wasserstoff im Hochofen, den Aufbau von neuen Direktreduktionsanlagen, die Carbon2Chem®-Technologie oder weitere Initiativen zur Senkung der CO2-Emissionen in bestehenden Anlagen.

Dr. Arnd Köfler, CTO thyssenkrupp Steel: „Mit der Transformation einer anlagenintensiven Industrie wie Stahl mit ihren langen Planungshorizonten haben wir einen Marathon begonnen. Die Umstellung auf gänzlich neue Technologien wird Zeit brauchen. Deswegen ist es wichtig, dass wir auch im bestehenden Anlagenpark kurzfristige Maßnahmen ergreifen, um den Ausstoß an CO2 zu senken: Denn der Klimawandel macht keine Pause. Gemeinsam mit TSR starten wir nun ein vielversprechendes Projekt. Wir stärken eine Kreislaufwirtschaft, die effizient mit ihren Ressourcen haushaltet, und wir ergänzen unsere Ambitionen zur Senkung der CO2-Emissionen.“

Dr. Arnd Köfler, CTO von thyssenkrupp Steel, und Bernd Fleschenberg, COO von TSR Recycling, bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung.

Weiterentwicklung des Produkts und optimierte Produktionsanlage in Duisburg geplant
TSR und thyssenkrupp Steel wollen durch Versuche mit dem neuen Recyclingprodukt Erkenntnisse über seinen Einsatz im Hochofen gewinnen – und inwiefern sich dadurch die Recyclingquote in der Stahlproduktion deutlich erhöhen lässt. Darauf aufbauend soll das Produkt weiterentwickelt und optimiert werden, um eine möglichst ideale Beschaffenheit für den Einsatz in den Hochöfen von thyssenkrupp Steel zu erreichen.

Hochofenbetrieb Hamborn bei thyssenkrupp Steel in Duisburg mit Hochöfen 8 und 9.

Die Hochöfen von thyssenkrupp Steel bieten hier dank umfassender Messtechnik und Monitoring ideale Möglichkeiten, diese Weiterentwicklung des Produkts für die Stahlherstellung zu begleiten. Für diese Maßnahmen soll dann eine Produktionsanlage in industriellem Maßstab errichtet werden, um die Hochöfen von thyssenkrupp Steel in Duisburg mit entsprechenden Mengen zu versorgen. Die Nähe zwischen Stahlwerk und dem TSR Standort in Duisburg, der mit weit über 130.000 m² Fläche zu den größten Schrottplätzen in Deutschland zählt, bietet dabei zudem erhebliche logistische Vorteile.

Produktionsanlage soll im Herbst 2022 in den Betrieb gehen
Nach erfolgreicher Probephase ist geplant, eine langfristige Belieferung des Duisburger Stahlwerks von thyssenkrupp Steel vom Standort der TSR zu vereinbaren und sicherzustellen. Die Produktionsanlage soll nach jetzigem Stand voraussichtlich im Herbst 2022 in den Betrieb gehen.

 

thyssenkrupp Steel, HKM und Hafen Rotterdam prüfen gemeinsam Aufbau von Lieferketten für Wasserstoff

Duisburg, 04. Mai 2021 - Die deutschen Stahlunternehmen thyssenkrupp Steel und HKM und der Hafen Rotterdam prüfen gemeinsam den Aufbau von internationalen Lieferketten für Wasserstoff. Im Zuge ihrer Transformationspfade zur klimaneutralen Stahlherstellung werden thyssenkrupp Steel und HKM große und steigende Mengen an Wasserstoff benötigen, um Stahl ohne Kohle herzustellen.

Beide Unternehmen importieren seit Jahrzehnten Kohle, Eisenerz und weitere Rohstoffe über ein eigenes Terminal in Rotterdam und transportieren sie per Binnenschiff und Bahn zu ihren Hochöfen in Duisburg. Die Partner werden gemeinsam die Möglichkeiten des Wasserstoffimports über Rotterdam sowie einen möglichen Pipelinekorridor zwischen Rotterdam und den Standorten von thyssenkrupp Steel und HKM in Duisburg prüfen.

Die Zusammenarbeit kann der Rahmen für weitere Initiativen sein und soll bestehende Initiativen und Projekte, an denen die Partner beteiligt sind, unterstützen. Der Hafen Rotterdam prüft bereits den Import von Wasserstoff aus einer Vielzahl von Ländern und Regionen weltweit. Grüner Wasserstoff ist eine nachhaltige Alternative zu Kohle, Öl und Erdgas. Der Import großer Wasserstoffmengen ist notwendig, wenn Europa und Deutschland den CO2-Ausstoß reduzieren und bis 2050 klimaneutral werden wollen, ohne dabei ein starkes industrielles Standbein zu verlieren.

Wasserstoffeinsatz in der Stahlherstellung bei thyssenkrupp Steel in Duisburg


Rotterdam errichtet außerdem ein System für den Transport und die Speicherung von Kohlenstoff, Porthos, das auch als CO2- Speicher für die Produktion von blauem Wasserstoff im Rahmen des Projekts "H2morrow steel" eine Rolle spielen kann, an dem auch thyssenkrupp Steel als Partner beteiligt ist. Die drei Partner sind sich einig, dass zur Begleitung der Energiewende eine neue, grenzüberschreitende Infrastruktur erforderlich ist, insbesondere der Ausbau der Pipelines.

Die konkrete und erhebliche Nachfrage nach Wasserstoff seitens der Stahlindustrie als Alternative zu Kohle sowie die Möglichkeiten zur Speicherung von CO2 können ein Impuls für die Realisierung dieser Infrastruktur sein. Die Zusammenarbeit zwischen Rotterdam als Europas größtem Hafen und Duisburg als Europas größtem Stahlstandort kann eine Signalwirkung für den Aufbau von Lieferketten für die Energiewende sein und zur Entwicklung eines wichtigen nachhaltigen europäischen Logistikclusters beitragen.

Ziel des Hafens Rotterdam ist es, die Konkurrenzfähigkeit des Rotterdamer Hafens als logistische Drehscheibe und als Industriekomplex von Weltklasse in Bezug auf Umfang und Qualität zu stärken. Der Hafen ist in der Lage und willens, etwas zu bewirken und setzt daher auf die Beschleunigung der Nachhaltigkeit im Hafen und ist Partner bei der Digitalisierung der Hafen- und Logistikketten. Die Kernaufgaben des Hafens sind die nachhaltige Entwicklung, das Management und der Betrieb des Hafens, die Gewährleistung einer reibungslosen und sicheren Schiffsabfertigung und die Unterstützung der Zukunftsfähigkeit des Rotterdamer Hafens.
Hafengelände: 12.500 Hektar (Land & Wasser, einschließlich ca. 6.000 Hektar Gewerbeflächen). Das Hafengelände ist über 40 km lang. Mitarbeiter: (direkt und indirekt) 385.000 Arbeitsplätze in den Niederlanden. Güterumschlag: ca. 440 Millionen Tonnen Güter pro Jahr. Schifffahrt: jährlich ca. 30.000 Seeschiffe und 100.000 Binnenschiffe. Wertschöpfung: (direkt und indirekt) 45,6 Mrd. €, 6,2 % des niederländischen BIP.

Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) ist eine im Duisburger Süden ansässige Tochtergesellschaft von thyssenkrupp Steel Europe AG, Salzgitter Mannesmann GmbH und Vallourec Tubes S.A.S. HKM beschäftigt 3.000 Mitarbeiter und produziert jährlich ca. vier bis fünf Millionen Tonnen Stahl und hat damit einen Anteil von 12 % an der Stahlproduktion in Deutschland. Schwerpunkt ist die Produktion von Brammen und Rundstahl, die bei den Muttergesellschaften weiterverarbeitet werden.

thyssenkrupp Steel Europe ist einer der weltweit führenden Anbieter von Qualitätsflachstahlprodukten. Mit rund 27.000 Mitarbeitern liefert das Unternehmen hochwertige Stahlprodukte für innovative und anspruchsvolle Anwendungen in den unterschiedlichsten Branchen. Kundenspezifische Werkstofflösungen und Dienstleistungen rund um den Werkstoff Stahl runden das Leistungsspektrum ab. Mit einer Produktionsmenge von jährlich rund 11 Millionen Tonnen Rohstahl ist thyssenkrupp Steel der größte Flachstahlproduzent in Deutschland.

 

Noch Plätze frei: Girls‘ Day 2021 bei thyssenkrupp Steel

Duisburg, 15. April 2021 - Am 22. April öffnet thyssenkrupp Steel im Rahmen des Girls' Day wieder seine Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse. Die zur Zeit nur virtuell mögliche Veranstaltung bietet in diesem Jahr den Vorteil, dass das Unternehmen nicht nur mehr Plätze anbieten kann, sondern dass auch Schülerinnen teilnehmen können, die jünger als 16 Jahre sind. Dies ist bisher aufgrund der aus Sicherheitsgründen auf dem Werkgelände geltenden Altersuntergrenze nicht möglich gewesen.

Was will ich werden? Die Teilnehmerinnen bekommen am 22.04.2021 von 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr einen virtuellen Einblick in Ausbildungsberufe bei einem Stahlunternehmen. Die Ausbilderinnen und Ausbilder zeigen zusammen mit Azubis, dass Stahl keineswegs Männersache ist, und dass ein gutes Team immer aus möglichst vielen verschiedenen Menschen besteht. Anmeldung unter
https://www.girls-day.de Über den Girls‘ Day Der Mädchenzukunftstag ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit.

Die Mädchen lernen Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Sie begegnen weiblichen Vorbildern in Führungspositionen aus Wirtschaft und Politik. Seit dem Start der Aktion im Jahr 2001 haben etwa 1,9 Millionen Mädchen teilgenommen.

 

„Letzte Walzung“ in Hüttenheim

 Stillsetzung des Grobblechwerks verläuft planmäßig. Weiterbeschäftigung der Mitarbeitenden an anderen Standorten gesichert
Duisburg, 18. März 2021 - Im Verlauf der heutigen Mittagsschicht werden im Grobblechwerk von thyssenkrupp Steel in Duisburg-Hüttenheim die letzten Walzaufträge bearbeitet. Danach wird die Walzstraße, das zentrale Aggregat des Werks, stillgesetzt. Die endgültige Stillsetzung des gesamten Geschäftsbereichs wird zum 30. September vollzogen. Bis dahin werden noch verbleibende Fertigbestände an die Kunden ausgeliefert.  

thyssenkrupp Steel hatte im Rahmen der Stahl-Strategie 20-30 beschlossen, den Geschäftsbereich aufzugeben, da keine Aussicht besteht, Grobblech unter dem Dach von thyssenkrupp wirtschaftlich tragfähig aufzustellen. Ein Käufer für das Geschäft konnte ebenfalls nicht gefunden werden. Die Strategie 20-30 setzt auf Premiumstähle für den Automobil- und hochwertigen Industriebereich und auf Stähle für die Elektromobilität und die Verpackungsindustrie.  

Mitarbeitende erhalten Ersatzarbeitsplätze im Unternehmen
Entlassungen sind mit der Stillsetzung des Werks nicht verbunden. Von den rund 800 Mitarbeitenden erhalten gut 90 Prozent Ersatzarbeitsplätze im Duisburger Norden oder an anderen Standorten von thyssenkrupp Steel. Für den Großteil der Beschäftigten steht der Folgearbeitsplatz bereits fest. Weitere Mitarbeitende können über Altersteilzeitregelungen aus dem Unternehmen ausscheiden.  

thyssenkrupp weiter Spezialist für hoch- und verschleißfeste Bandbleche Von der Stillsetzung ausgenommen ist die zu Grobblech gehörende Warmbandquerteilanlage in Antwerpen. Diese Einheit wird fortgeführt. Damit bleiben hoch- und verschleißfeste Bandbleche, zum Beispiel für Lkw, Bau- oder Landmaschinen, im Portfolio von thyssenkrupp Steel.   B

Grobblechproduktion im Werk von thyssenkrupp Steel in Duisburg-Hüttenheim.

Eine innovative Idee – große Wirkung für die Dekarbonisierung

Studie von RWTH-Wissenschaftlern unterstützt das Konzept von thyssenkrupp Steel für Klimaneutralität integrierter Hüttenwerke

 Konzept technologisch machbar, skalierbar und innovativ
 Einschmelzer ermöglicht Beibehalt der nachgelagerten Wertschöpfungskette und etablierter Prozesse ab Stahlwerk
 Alle bisherigen Güten in gewohnter Qualität darstellbar

Luftaufnahme Standort Duisburg, thyssenkrupp Steel Europe AG Quelle: thyssenkrupp Steel Europe


Duisburg, 17. März 2021 - Im Auftrag von thyssenkrupp Steel hat ein Team von Prof. Bernd Friedrich, Leiter des renommierten Institutes für Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling der RWTH Aachen (IME), das technische Konzept des größten deutschen Stahlherstellers untersucht, die Direktreduktion über ein neuartiges Einschmelzaggregat in die bestehende Hütte zu integrieren. Im Mittelpunkt stand dabei die Validierung der Ofentechnik („Einschmelzer“) als intelligente Lösung, um das direktreduzierte Eisen für die Weiterverarbeitung im bestehenden Stahlwerk vorzubereiten.

Das klare Ergebnis der Wissenschaftler: das vom Duisburger Stahlhersteller verfolgte Konzept ist technologisch machbar, skalierbar und innovativ. Studie belegt Machbarkeit und liefert Erkenntnisse für Auslegung des Aggregats Die Wissenschaftler bestätigen auf Basis eigens für die Studie erarbeiteter thermochemischer Simulationen die wesentlichen Annahmen von thyssenkrupp: Das geplante Schmelzaggregat ist geeignet, das in der Direktreduktionsanlage reduzierte Eisen einzuschmelzen und so ein flüssiges, roheisenähnliches Produkt für das Stahlwerk zu gewinnen. Untersucht wurden dabei verschiedene technische Faktoren wie Energiebedarf, die Positionierung der Elektroden, die Dimensionen des „Einschmelzers“ sowie die prinzipielle Schlackenverwertbarkeit.

Neben der technischen Machbarkeit konnten aus der Studie zudem Erkenntnisse abgeleitet werden, die nun in die Auslegung des neuen Aggregats fließen werden. Prof. Dr. Bernd Friedrich, Leiter IME Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling an der RWTH Aachen: „Die Dekarbonisierung der Stahlindustrie ist eine Jahrhundertaufgabe. thyssenkrupp Steel hat nun eine innovative und technisch realisierbare Lösung entwickelt, um mit dem Einsatz von Wasserstoff und grünem Strom CO2-Emissionen in der Stahlherstellung zu vermeiden.

Der geplante „Einschmelzer“ ist eine intelligente Lösung, die weltweit eingesetzt werden kann, um integrierte Hütten über die Direktreduktion zu dekarbonisieren. Sie ermöglicht den Beibehalt und fortlaufenden Betrieb der Stahlwerke. So können zukünftig alle bisherigen Stähle in gewohnter Qualität, jedoch weitgehend CO2-neutral dargestellt werden.“


Einschmelzer ermöglicht minimale Disruption und maximales Gütenspektrum
Der Faktor „Stahlwerk“ ist für thyssenkrupp Steel bei der Klimatransformation essenziell. Im Rahmen der Unternehmensstrategie setzt das Unternehmen auf hochwertige Premium-Güten und damit auch auf die etablierten Prozesse in den beiden Oxygenstahlwerken am Duisburger Standort. Anfang 2021 hat das Unternehmen Investitionen im hohen dreistelligen Millionenbereich freigegeben, um die Kapazitäten in diesen Produktsegmenten und wichtigen Zukunftsmärkten wie E-Mobilität zu stärken.

Durch die vorliegende Studie hat thyssenkrupp Steel nun die externe Bestätigung für die Blaupause zur Integration der Direktreduktion in den bestehenden Duisburger Hüttenverbund. So kann die Hütte mit möglichst geringem Aufwand dekarbonisiert und perspektivisch das gesamte Gütenportfolio klimaneutral hergestellt werden, inklusive aller Premium-Güten. Damit fügt sich die Klimastrategie nahtlos in die auf Premium-Güten ausgerichtete Produktstrategie des Unternehmens ein.

Dr. Arnd Köfler, CTO von thyssenkrupp Steel: „Die Technik ist startklar. Wir können unseren Duisburger Stahlstandort klimaneutral aufstellen, indem wir die Produktionsketten ganz gezielt und nur dort verändern, wo die CO2-Emissionen entstehen: durch den Ersatz der Hochöfen. Die nachgelagerte Wertschöpfungskette und die damit verbundenen etablierten Prozesse bleiben bestehen. Das macht das Konzept so attraktiv: Wir ersetzen die Kohle, aber wir ersetzen nicht das Stahlwerk und alle folgenden Aggregate.“

Bernhard Osburg, CEO von thyssenkrupp Steel: „Die Studie bestätigt einen zentralen Baustein unseres Transformationspfades. Die Nachfrage nach grünem Stahl ist schon heute da und wir haben ein technisch innovatives und fähiges Konzept, sie zu bedienen. Die Bestätigung dafür haben wir jetzt auch durch unabhängige Dritte. Und vor allem können wir unseren Kunden auf dieser Basis unser gesamtes Produktspektrum ohne Abstriche in der Qualität „in Grün“ anbieten. Es muss nun darum gehen, bestehende Unsicherheiten bei den Rahmenbedingungen auszuräumen, gerade was Fördermittel und Regulatorik anbelangt. Wir brauchen zunächst die notwendige Planungssicherheit, um ein robustes wettbewerbsfähiges Geschäftsmodell für grünen Stahl zu etablieren. Wir sind entschlossen, diesen Markt mit zu prägen und den Beweis anzutreten, dass klimaneutrale Industrie funktionieren kann.“

Weitere Studie durch Wirtschaftsprüfer bestätigt Belastbarkeit und Umsetzbarkeit des Gesamtkonzepts von thyssenkrupp Steel
Neben dem Team von Prof. Bernd Friedrich hat eine namhafte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Auftrag des Unternehmens den Markt für grünen Stahl analysiert und die Eignung des Transformationspfads von thyssenkrupp Steel bestätigt, die Klimaziele des Unternehmens zu erreichen. Die Analyse geht davon aus, dass 2030 in Europa ein signifikanter Markt für grünen Stahl bestehen wird. Die Ergebnisse der Wirtschaftsprüfer bestätigen zudem, dass durch den Aufbau von zwei DR-Anlagen mit Schmelzaggregaten das mittelfristige Klimaziel des Unternehmens erreichbar und realistisch ist: Bis 2030 kann thyssenkrupp Steel mit der angepassten Anlagenkonfiguration die CO2-Emissionen des Unternehmens um 30 Prozent reduzieren.

Sanierung Versorgungsleitung in Duisburg-Beeck geht in die nächste Runde

thyssenkrupp Steel informiert Anwohner  
Duisburg, 12. März 2021 - Die diesjährigen zwingend notwendigen Instandsetzungsarbeiten an einer Versorgungsleitung in Duisburg-Beeck dauern von Anfang April bis Mitte Mai und beinhalten den Bauabschnitt im Bereich von der Autobahnbrücke A42 über der Hoffsche Straße parallel zum Scania Gelände, über die Stepelsche Straße bis zum Kleingarten Verein.

Die Anwohner wurden im Vorfeld darüber informiert, dass als vorbereitende Maßnahme Gerüste in diesem Bereich aufgestellt werden. Die Fußgängerwege unter den Rohrbrücken parallel zur Hoffsche Straße beidseitig und Stepelsche Straße einseitig sind weiter durch spezielle Gerüsttunnel begehbar.

 Lärmbeeinträchtigungen zwischen 06:00 Uhr und 22:00 Uhr möglich

Auf Grund der beschriebenen Arbeiten kann es in der angrenzenden Umgebung tagsüber zu Lärmbeeinträchtigungen kommen. Zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner ist eine Bautätigkeit werktags maximal in der Zeit von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr vorgesehen. Lediglich am Sonntag, den 11.04.2021 werden in der Zeit von 07.00 Uhr bis 18.00 Uhr Demontagearbeiten durchgeführt. Die Demontagearbeiten auf der Rohrtrasse im Bereich der geöffneten Rohrleitung werden wegen des Einsatzes von Stickstoff zur vorsorgenden Sicherheit der Mitarbeiter mit Atemschutzgeräten durchgeführt. Die Verwendung von Stickstoff dient dabei dem aktiven Brandschutz. Alle anderen Personen unterhalb und neben der Rohrtrasse sind davon nicht betroffen.  

Instandsetzungsarbeiten an Versorgungsleitung in Duisburg-Beeck: thyssenkrupp Steel saniert von Anfang April bis Mitte Mai den Bauabschnitt im Bereich von der Autobahnbrücke A42 über der Hoffsche Straße über die Stepelsche Straße bis zum Kleingarten Verein. Die Fußgängerwege unter den Rohrbrücken sind weiter durch spezielle Gerüsttunnel begehbar.  

Instandhaltungsarbeiten bei thyssenkrupp Steel: Geräusch-Emissionen im Umfeld der Kokerei Schwelgern

Duisburg, 9. März 2021 - Am Mittwoch, 10.03.2021 führt thyssenkrupp Steel umfangreiche und betrieblich zwingend notwendige Instandhaltungsarbeiten auf dem Werkgelände in Duisburg durch. Im Bereich der Kokerei Schwelgern wird es deshalb morgen im Zeitraum von 5:30 bis 18:00 Uhr zu Geräusch-Emissionen kommen. Während dieser geplanten Instandhaltungsmaßnahme werden Schweißarbeiten im Dampf-Rohrleitungsnetz vorgenommen, wobei Dampf mit sehr hohem Druck kontrolliert austritt.

Der austretende Dampf wird im näheren Umfeld der Kokerei zu erheblichen Geräuschen führen. Außerhalb des thyssenkrupp Geländes wird speziell am Deichparkplatz, auf dem Alsumer Berg mit seiner Aussichtsplattform sowie für Anwohner und Spaziergänger am Rhein eine ungewöhnliche Geräuschkulisse vernehmbar sein. Der austretende Dampf ist für die Umwelt gänzlich ungefährlich. thyssenkrupp Steel bedauert die anstehenden Beeinträchtigungen und bemüht sich, Dauer und Intensität der Geräuschbelästigung zu minimieren.

Fassaden und Dächer: Stahl ermöglicht Architekten neue Gestaltungsmöglichkeiten

Duisburg, 02. März 2021 - Die Ansprüche an die Bauprodukte der Zukunft steigen: Langlebigkeit, Optik und Klimaeffizienz stehen dabei im Mittelpunkt. Mithilfe von pladur® Relief Icecrystal von thyssenkrupp Steel liefert der dänische Mittelständler DS Stålprofil dafür die passenden Lösungen. Stahl punktet dabei mit Recyclingfähigkeit und wandlungsfähiger Optik als Werkstoff für zukunftsweisendes Bauen.

Frost am Haus im Frühling: optische Individualität dank Stahl
Wer bei sonnigem Wetter zum ersten Mal ein Fassadenprofil mit pladur® Relief Icecrystal betrachtet, traut seinen Augen kaum. Instinktiv möchte man seine Finger nach den schneeflockenähnlichen Erhebungen auf der schillernden Oberfläche ausstrecken. Doch die haben nichts mit niedrigen Temperaturen zu tun. Stattdessen sind die „Eisblumen“ das Kennzeichen einer ganz besonderen Veredlungsmethode für die Oberflächen von Dach- und Fassadenprofilen. Der dänische Produzent DS Stålprofil nutzt diese, um optisch besonders attraktive Produkte anzubieten. „Vor allem junge Architekten mögen besondere Oberflächen“, erklärt Thomas Rasmussen, Geschäftsführer des skandinavischen Mittelständlers.

„Nicht nur wegen der hohen UV-Beständigkeit und dem hohen Korrosionsschutz, sondern weil die Produkte auch fürs Auge etwas hermachen.“ Mehr und mehr gehen Bauherren und Planer aktuell dazu über, verschiedene Materialien architektonisch zu vereinen, um unverwechselbare Objekte zu schaffen. Damit steigen auch die Ansprüche an klassische Produkte wie Dachziegel und Fassadenprofile. Licht-Reflektionen können genauso gewünscht sein wie besondere Strukturen oder eine außergewöhnliche Haptik. Hinzu kommt: Stahl ist zu 100% recyclingfähig und kann perspektivisch CO2-frei produziert werden. Das macht ihn nicht nur optisch, sondern auch aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten zu einem echten Hingucker.

Das dänische Unternehmen DS Stålprofil nutzt pladur® Relief Icecrystal, um besondere Oberflächen für Bauprodukte aus Stahl herzustellen.  



Dänisches Design, Duisburger Stahl
Das Grundmaterial für seine Produkte erhält DS Stålprofil seit mehr als zehn Jahren unter anderem von thyssenkrupp Steel. So auch im Fall der pladur®-Palette, die von Rasmussens Team für eine Fülle von Bauprojekten genutzt wird. Vor allem Stahlprofile für Dach und Fassade im kleineren und mittelgroßen Profilbereich sind gefragt. Hinzu kommen Profile mit Dachpfannenoptik sowie ein umfangreiches Kantteilprogramm und sonstiges notwendiges Zubehör.

Den Einsatzmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt: „Sowohl einschalig im Bereich der Fassade – zum Beispiel als Well- oder Trapezprofil – als auch zweischalig wie bei Sandwichelementen oder Kassettenlösungen. Unsere organisch bandbeschichteten Stähle kommen bei DS Stålprofil vielfältig zum Einsatz“, freut sich Klaus Kottkamp, Anwendungsberater bei thyssenkrupp Steel.

Über viele Jahre der Zusammenarbeit hat sich so ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen dem Team von DS Stålprofil in Dänemark und den Stahlkochern aus Duisburg entwickelt. So hält der dänische Mittelständler für jedes Stahlprofil nicht nur Material, sondern auch eine eigene Maschine vor. Ein echter Pluspunkt im Wettbewerb, der schnelle Lieferfähigkeit garantiert.

Nachfrage für Stahlprofile nimmt zu
Gut für DS Stålprofil: die Nachfrage nach Qualitätsstahl für Dächer und Fassaden zieht weiter an. Nicht zuletzt, weil die Wahrnehmung für Stahl als Werkstoff für anspruchsvolle Architektur steigt. Themen wie nachhaltige Entwicklung, Recycling, zirkulierende Verwertungsketten oder die fossilfreie Stahlproduktion haben bei vielen Verantwortlichen in der Baubranche dazu geführt, dass Stahl immer mehr in Mode kommt. Zumal Unternehmen wie DS Stålprofil die Nachhaltigkeit ihrer Produkte über Umweltproduktdeklarationen lückenlos nachweisen können. Ein weiterer Pluspunkt im Wettbewerb.


Stahl punktet mit Recyclingfähigkeit und wandlungsfähiger Optik als Werkstoff für zukunftsweisendes Bauen

 

„Lossprechung“ bei thyssenkrupp Steel: Insgesamt 128 Auszubildende bestanden ihre Abschlussprüfung beim Stahlherstelle

Duisburg, 26. Februar 2021 - Insgesamt absolvierten 11 kaufmännische und 117 industriell-technische Auszubildende von thyssenkrupp Steel in Duisburg, Bochum, Dortmund und im Siegerland jetzt erfolgreich ihre IHK-Prüfung. Aufgrund der strengen Bestimmungen wegen der Corona-Pandemie wurden die Abschlusszeugnisse dieses Mal nicht persönlich überreicht, sondern den Absolventen nach Hause geschickt. Die Ausbilder haben sich während eines letzten VideoChats von ihren Auszubildenden verabschiedet und konnten ihnen auf diesem Wege alles Gute wünschen.

thyssenkrupp Steel bietet Ausbildungen in 26 Berufen an, 16 waren bei der diesjährigen Winterprüfung vertreten: Es gibt Absolventen etwa in den Bereichen Elektro, Metall, technische Angestellte, kaufmännische und IT-Berufe. Quelle: thyssenkrupp Steel

Insgesamt fünf Auszubildende haben mit einem „sehr gut“ abgeschlossen: zwei Industriekaufleute, ein Fachinformatiker und ein Elektroniker Betriebstechnik in Duisburg sowie eine Kauffrau für Büromanagement in Bochum. Besondere Motivation Am Standort Bochum hat vor allem ein Auszubildender auf sich aufmerksam gemacht: Ein Kaufmann für Büromanagement hat trotz seines Handicaps – er ist schwerhörig – ein „normales“ Berufskolleg besucht und seine Prüfung ohne Einschränkungen oder Nachteilsausgleich vorzeitig absolviert.

Auch die Abteilungseinsätze, die alle Azubis durchlaufen, um möglichst viel Verschiedenes in ihrer Ausbildung kennen zu lernen, hat er gemeistert wie seine Ausbildungskolleg*Innen. Nach seiner Ausbildung arbeitet er nun im Controlling bei thyssenkrupp Steel. Am Standort Dortmund haben vier Geflüchtete ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, drei von ihnen jetzt im Winter, einer bereits vorzeitig im Sommer 2020. Letzterer ist im Februar 2015 aus Syrien geflüchtet, hat bei thyssenkrupp in Dortmund ein Praktikum absolviert und danach die Ausbildung als Industriemechaniker 2017 begonnen. Zusätzlich zu seiner Ausbildung hat er seine Deutschkenntnisse zielstrebig verbessert. Seine
Motivation für seine Ausbildung, sein Fleiß und sein Können waren herausragend. Er ist unbefristet übernommen worden und jetzt Teil des Kollegiums an einer der Dortmunder Veredlungsanlagen.

thyssenkrupp Steel bildet in insgesamt 26 Berufen an 5 Standorten aus
Die Berufsfelder der ausgebildeten Fachkräfte sind vielfältig: So bietet thyssenkrupp Steel Europe Ausbildungen in 26 Berufen an, 16 waren bei der diesjährigen Winterprüfung vertreten: Es gibt Absolventen etwa in den Bereichen Elektro, Metall, technische Angestellte, kaufmännische und IT-Berufe. Die Bandbreite reicht von ausgelernten Elektronikern und Konstruktionsmechanikern über Werkstoffprüfer bis zu Speditionskaufleuten und Eisenbahnern im Betriebsdienst.

EU-Kommission prüft Verlängerung der Schutzmaßnahmen gegen bestimmte Stahlimporte
Die Europäische Kommission prüft auf Antrag von 12 Mitgliedstaaten, ob die geltenden Schutzmaßnahmen gegenüber den Einfuhren bestimmter Stahlerzeugnisse über den 30. Juni 2021 hinaus verlängert werden sollten. Mit der heute (Freitag) eingeleiteten Untersuchung will die Kommission im Einklang mit den EU- und WTO-Vorschriften feststellen, ob die Schutzmaßnahme weiterhin erforderlich ist, um eine bedeutende Schädigung der EU-Stahlindustrie zu verhindern oder zu beseitigen. Alle interessierten Parteien haben 15 Tage Zeit, ihren Standpunkt darzulegen, und können anschließend zu den Stellungnahmen der anderen Parteien Stellung nehmen.

 

Wasserstoff-Projekt soll "Important Project of Common European Interest" werden

Essen/Duisburg, 25. Februar 2021 - Thyssenkrupp und Steag planen zur Dekarbonisierung der Stahlerzeugung am Standort Duisburg den Bau und Betrieb einer Wasserstoffelektrolyse mit 500 Megawatt Leistung. Thyssenkrupp und Steag bewerben sich mit dem grünem Wasserstoff-Projekt als "Important Project of Common European Interest". Gemeinsam bemühen sich die Partner nun um Anerkennung des HydrOxy Hub Walsum als "Important Project of Common European Interest" (IPCEI) und eine damit verbundene Investitionsförderung durch Bund und Land.


Ziel des Projekts ist es, mit einer Grünstrom-basierten Elektrolyse grünen Wasserstoff zur Stahlproduktion von Thyssenkrupp in Duisburg, dem größten Stahlstandort der EU, herzustellen. Basierend auf den dort gewonnenen Erkenntnissen soll mittel- und langfristig eine klimaneutrale Stahlproduktion in ganz Europa in industriellem Maßstab möglichen werden. Der HydrOxy Hub Walsum zeichnet sich durch die räumliche Nähe von Erzeugung und Verbrauch des grünen Wasserstoffs aus. Geplant ist derzeit, dass die Elektrolyse 2025 ans Netz geht. idr

 

Thyssenkrupp mit positiver Prognose fürs Geschäftsjahr

Duisburg, 10. Februar 2021 - Thyssenkrupp ist gut gestartet. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 betrug das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) 78 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von minus 185 Millionen Euro. Der Konzern erwartet nun für das laufende Geschäftsjahr beim bereinigten Ebit eine Entwicklung hin zu einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis. Trotzdem wird unter dem Strich mit einem Jahresfehlbetrag im hohen dreistelligen Millionenbereich gerechnet.

Zugleich plant Thyssenkrupp Investitionen in die Stahlwerke in Duisburg und Bochum im hohen dreistelligen Millionenbereich. Vorgesehen ist u.a. der Umbau der Duisburger Gießwalzanlage in eine neue Stranggießanlage mit einem dahinter geschalteten, in wesentlichen Komponenten neuen Warmbandwerk. Das Werk in Bochum soll durch die Investitionen als Kompetenzzentrum bei Stählen für die Elektromobilität gestärkt werden. Zugleich sollen 3.000 Stellen abgebaut werden. idr
Infos: https://www.thyssenkrupp.com und https://www.thyssenkrupp-steel.com

Wasserstoffeinsatz im Hochofen: thyssenkrupp Steel schließt erste Versuchsphase erfolgreich ab

Duisburg, 04. Februar 2021 - thyssenkrupp Steel hat die erste Phase der Wasserstoffversuche am „Hochofen 9“ in Duisburg erfolgreich abgeschlossen. Auch unter Corona-Bedingungen konnten in den vergangenen Monaten mehrere Versuche an einer der 28 Blasformen des Hochofens durchgeführt werden, darunter einige Langzeittests. Das Unternehmen hat dabei wichtige Erkenntnisse gesammelt, um die Versuche im nächsten Schritt auf alle Blasformen auszuweiten und die Technologie in den industriellen Großeinsatz zu übertragen.

Die Einblasversuche sind Teil der Klimastrategie, mit der das Unternehmen bis 2030 seine CO2-Emissionen um 30 Prozent reduzieren will. Entwicklungsarbeit erfolgreich: Versuche bestätigten industrielle Eignung Am 11. November 2019 hat thyssenkrupp Steel als erstes Unternehmen weltweit Wasserstoff in einen laufenden Hochofen eingeblasen. Der Wasserstoff ersetzt dabei Kohlenstaub als zusätzliches Reduktionsmittel. Das Ziel: CO2-Emissionen reduzieren – denn im Gegensatz zu Kohlenstoff reagiert der Wasserstoff im Hochofen nicht zu CO2, sondern zu Wasser.

Das Projekt wird vom Land NRW im Rahmen der Initiative IN4climate.NRW gefördert, vom Betriebsforschungsinstitut des VdEH (BFI) wissenschaftlich begleitet und von Air Liquide durch die Bereitstellung von Wasserstoff unterstützt. Im Mittelpunkt der ersten Versuchsphase standen insbesondere Erkenntnisse über die Anlagentechnik unter den Bedingungen des Wasserstoffeinsatzes. Dafür wurde das Einblasen des Gases an einer der 28 Blasformen des „Hochofens 9“ am Duisburger Standort erprobt.

Dank kontinuierlicher Datenerhebungen und -analysen während der teils 24 Stunden dauernden Tests konnte das Team zahlreiche Informationen sammeln, etwa zur Positionierung der Wasserstofflanze im Ofen, den Strömungs- und Druckverhältnissen sowie den Wechselwirkungen zwischen höheren Temperaturen und Anlagentechnik. Die erhobenen Daten wurden genutzt, um die Wasserstofftechnologie mit jedem weiteren Versuch zu optimieren. Auch das avisierte Einblasvolumen von rund 1.000 m³ Wasserstoff pro Stunde konnte bei den Versuchen erreicht werden.

Wasserstoffeinsatz am Stahl-Standort von thyssenkrupp Steel in Duisburg.

Dr. Arnd Köfler, Produktionsvorstand von thyssenkrupp Steel: „Die Entwicklung der Wasserstofftechnologie am Hochofen 9 ist ein wichtiger Teil unserer Transformation zur klimaneutralen Hütte. Wir können so den klassischen, kohlebasierten Hochofenprozess deutlich CO2- ärmer gestalten. Wir sind dem Land NRW für die Förderung dieser ersten Versuchsphase
sehr dankbar, mit der die Grundlagen für die nun anstehende zweite Phase gelegt wurden.

Darauf folgt dann der nächste entscheidende Schritt zur Klimaneutralität: Der Bau von Direktreduktionsanlagen, die rein wasserstoffbasiert und komplett ohne Kohle betrieben werden können.“ Technische Grundlage für Ausweitung auf alle Blasformen geschaffen In der zweiten Versuchsphase werden die Versuche auf alle 28 Blasformen des Hochofens ausgeweitet, um so den Weg für den industriellen Einsatz zu ebnen.
Im Mittelpunkt der Forschung wird dann der Einfluss der Wasserstofftechnologie auf die metallurgischen Prozesse im Hochofen stehen. Die zweite Phase soll im Jahr 2022 starten, bedingt durch die CoronaPandemie etwas später als ursprünglich geplant. Während der Wasserstoff für die erste Versuchsphase noch mit Lkws geliefert wurde, machen die benötigten Mengen für die zweite Phase eine Pipeline notwendig.

Für die Versuche an einer Blasform wird der Wasserstoff noch per LKW geliefert. Für die nächste Phase wird dies per Pipeline geschehen.

Die Bundesregierung hat im Rahmen des Reallabor-Programms eine Förderung der zweiten Phase in Aussicht gestellt. Eine entsprechende Absichtserklärung zur Belieferung des Hochofens aus den WasserstoffFernleitungen von Air Liquide wurde jetzt abgeschlossen. Air Liquide hat bereits die erste Projektphase begleitet und beabsichtigt – vorbehaltlich der Fördermittelzusage – in eine neue Rohrleitung zwischen Hochofen und vorhandener Wasserstoff-Fernleitung zu investieren.

Gilles Le Van, Vorsitzender der Geschäftsführung von Air Liquide Deutschland: „Mit thyssenkrupp baut Air Liquide an einem Leuchtturmprojekt der Wasserstoffzukunft. Gemeinsam bringen wird die Dekarbonisierung der Stahlerzeugung voran – mit dem Ziel, Klimaschutz und internationale Wettbewerbsfähigkeit stets in Balance zu halten. Dies ist für NRW, Deutschland und Europa wichtig und wir sind stolz, unseren Beitrag dazu zu leisten. Air Liquide bringt mehr als 50 Jahre Erfahrung rund um Wasserstoff in die Partnerschaft mit thyssenkrupp ein. Darauf können wir gemeinsam aufbauen.”

 

„Wir kochen auch nur mit Wasserstoff“: Großplakat an A 40 in Bochum hebt Bedeutung von Wasserstoff für eine klimaneutrale Gesellschaft hervor

Duisburg, 18. Januar 2021 - Wasserstoff ist der Schlüssel für klimaneutralen Stahl. Das kleine Molekül kann einen großen Beitrag leisten, um zukünftig Kohlenstoff in der Stahlproduktion zu ersetzen. Genau darauf setzt thyssenkrupp Steel im Rahmen der Transformation zu einem klimaneutralen Unternehmen.

Wasserstoff soll in der Duisburger Hütte des Unternehmens zunächst im Hochofen und zukünftig in neuen Direktreduktionsanlagen zum Einsatz kommen. Bis zu 20 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr will das Unternehmen so perspektivisch einsparen. Ein neues Großplakat mit rund 1.400 m² Fläche an der Feuerbeschichtungsanlage 7 (FBA 7) in Bochum verdeutlicht nun diesen Ansatz. Fassadenkletterer befestigten das Plakat im XXLFormat an der 70 Meter hohen Industriehalle.

Die Botschaft: „Wir kochen auch nur mit Wasserstoff“. So wichtig das Thema, so prominent seine Platzierung: Das weithin sichtbare, der vielbefahrenen A 40 zugewandte Plakat, wird täglich von über 100.000 Fahrzeugen passiert. Entstanden ist die Idee in Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Ruhr. Denn auch für die Metropole Ruhr ist die Entwicklung der Wasserstoffindustrie ein wichtiges Thema.

Ein neues Großplakat an der Feuerbeschichtungsanlage 7 (FBA 7) in Bochum betont die Bedeutung von Wasserstoff für thyssenkrupp Steel und die Metropole Ruhr.  

Die sehr guten Ausgangsbedingungen der Region beim Wasserstoff belegt eine aktuelle bundesweite Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW): Im ersten nationalen Wasserstoff-Ranking steht die Metropole Ruhr an der Spitze und punktet insbesondere mit industriellem Know-how, vielen wasserstoffaffinen Unternehmen, einer international bestens vernetzten Forschungslandschaft, einem hohen regionalen Kooperationsgrad sowie sehr guten infrastrukturellen Voraussetzungen

 

AfA-Forderung: Jetzt eine Staatsbeteiligung am ThyssenKrupp-Konzern!

Duisburg, 14. Januar 2021 - „Die AfA – Duisburg“, so ihr Vorsitzender , Rainer Bischoff, „unterstützt die Forderung der Gewerkschaften nach einer Staatsbeteiligung am ThyssenKrupp-Konzern. Für diesen Fall wird die Gründung einer Stahl-Stiftung in Analogie zur RAG-Stiftung angeregt, bei welcher sich Bund und Land in einer noch auszutarierenden Größe am Stiftungskapital beteiligen sollen.“

Über die Stiftung kann der für die Stahlbranche anstehende Strukturwandel ebenso sozialverträglich wie ökologisch, vor allem aber strukturpolitisch konstruktiv begleitet werden. Ebenso können die notwendigen Innovationen zur Erzeugung von grünem Stahl über diesen Weg zusätzlich gefördert werden. Die Stiftung könnte darüber hinaus möglicherweise auch andere deutsche Stahlkonzerne mit ins Boot nehmen, soweit die Krise weiter Raum greifen sollte.

„Die derzeitige Lage rund um das Unternehmen ist besorgniserregend“, so Bischoff weiter, „Die Managementfehler häufen sich. Wir fordern die Landesregierung auf, endlich konkrete Maßnahmen und Schritte einzuleiten, um den Stahlstandort NRW zukunftsfähig und – fest zu machen. Stahl ist systemrelevant und die industrielle Lebensader für Nordrhein- Westfalen und für Duisburg. Wir müssen den Stahl in NRW und in Duisburg erhalten und alle Möglichkeiten und Wege ausschöpfen. Für Duisburg und ihre Menschen.“

 

Einsatz besonderer Art: Freiwillige Feuerwehr sammelt für Kita Beeckerwerth

Duisburg, 21. Dezember 2020 - Wenn die Mitglieder der Löschgruppe 201 bei der heilpädagogisch-integrativen Kindertagesstätte Beeckerwerth in Duisburg vorfahren, drücken die Kinder an den Fenstern schon voller Vorfreude ihre Nasen platt. Denn die Feuerwehrleute haben dann nicht nur ihr rotes Löschfahrzeug dabei, sondern auch gute Nachricht für die Kita. Seit 1993 organisieren die Feuerwehrleute Spendenaktionen für diese Kindertagesstätte, denn die Kita Beeckerwerth im Duisburger Norden ist keine Einrichtung wie jede andere. Hier finden auch schwerst- und mehrfachbehinderte Kinder tagsüber ein zweites Zuhause.

Die Ausstattung ist kostspielig und reicht vom höhergelegten Sandkasten bis hin zur behindertengerechten Matschanlage. Darum sammelt die Freiwillige Feuerwehr seit 27 Jahren mit einem eigenen Förderverein Geld für die Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), in der Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam betreut werden.

Der Stahlbereich von thyssenkrupp unterstützt die Spendenaktionen seit vielen Jahren. Spenden, die gut ankommen Die gespendete Summe kommt zu 100 Prozent der Kita zugute. In den vergangenen Jahren erhielten die Kinder zum Beispiel eine kind- und behindertengerechte Außenanlage, spezielle Sitz- und Lesetischmöbel für mehrfachbehinderte Kinder, die die Handhabung von Büchern erleichtern, und eine Ferienfreizeit zusammen mit ihren Eltern, die beide Seiten für den Alltag gestärkt hat. Im vergangenen Sommer wurde die Kita um einen außergewöhnlichen Raum erweitert: In einem feuerwehrroten Bauwagen können die Kinder nun kreativ sein und malen, basteln, ihre Fähigkeiten testen und ausbauen.

Durch Spenden ermöglicht: Im Sommer erhielt die Kita Beeckerwerth einen feuerwehrroten Bauwagen, in dem die Kinder kreativ sein und malen, basteln, ihre Fähigkeiten testen und ausbauen können.


Möglich wurde all das durch die Spenden von Duisburger Bürger*innen und Firmen. Auch in diesem Jahr sammelt die Löschgruppe 201 für das nächste Projekt in der Kita. Für die Spendenaktion KiTa2020 können alle Duisburgerinnen und Duisburger gern spenden. „Wir freuen uns über jeden Beitrag, damit wir gemeinsam an das schon Erreichte anknüpfen können“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr,Klaus Elshoff. „Denn die Bedürfnisse dieser besonderen Kinder sind ganz einfach und doch speziell: Sie wollen spielen, tanzen, lachen, Bücher anschauen – wie andere Kinder auch.“ Diese ganz normalen Dinge erfordern hier eine ganz spezielle Unterstützung.

 

Grüner Wasserstoff für grünen Stahl aus Duisburg: STEAG und thyssenkrupp planen gemeinsames Wasserstoffprojekt

• Gemeinsame Machbarkeitsstudie soll Grundlage für Projektentwicklung und Wasserstoff-Hub schaffen • Wasserelektrolyse auf STEAG-Gelände in Duisburg-Walsum, basierend auf Elektrolysetechnologie von thyssenkrupp
• Elektrolysekapazität bis zu 500 MW
• Lieferung von Wasserstoff und Sauerstoff für thyssenkrupp Stahlwerk in Duisburg
• Projekt ermöglicht interessierten Investoren Teilhabe an Wasserstoffwirtschaft


Duisburg, 03. Dezember 2020 - Das Essener Energieunternehmen STEAG, der Duisburger Stahlhersteller thyssenkrupp Steel und der Dortmunder Elektrolyseanbieter thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers arbeiten an einer gemeinsamen Machbarkeitsstudie. Gegenstand ist der Bau einer Wasserelektrolyse am STEAG-Standort in Duisburg-Walsum durch thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers, die Strukturierung der Energieversorgung und der Betrieb der Elektrolyse durch STEAG sowie die Belieferung des Stahlwerks von thyssenkrupp Steel im benachbarten Duisburger Stadtteil Bruckhausen mit grünem Wasserstoff und Sauerstoff.

Die Studie soll eine Grundlage für die folgende Projektentwicklung schaffen. Alle drei Parteien planen eine Beteiligung als Investor und werden gezielt private und öffentliche Finanzmittel einwerben. Aufbau eines Wasserstoff-Hubs in NRW Die kürzlich verabschiedeten Wasserstoffstrategien des Landes NRW sowie die des Bundes und der Europäischen Union heben die Bedeutung von Wasserstoff für eine klimaneutrale Gesellschaft hervor. Sie unterstützen den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und -infrastruktur in Deutschland und Europa.
Dem Land NRW und der Stadt Duisburg kann dabei eine Schlüsselrolle zukommen: Hier ballen sich Wasserstoffbedarf und technologische Expertise für die Errichtung und den Betrieb von Elektrolysen. Die Wasserstoff-Roadmap des Landes NRW verdeutlicht diesen Anspruch und der Zusammenschluss von drei Unternehmen aus der Region mit dem Ziel eines lokalen Aufbaus einer Wasserstoffproduktion unterstreicht diese Perspektive.


Wasserstoffeinsatz im Stahlwerk von thyssenkrupp Wasserstoff ist der Schlüssel zur klimaneutralen Stahlproduktion bei thyssenkrupp in Duisburg. Schon heute erprobt das Unternehmen den Einsatz im Hochofen. Im Hintergrund: Hochofen 8 in Duisburg Hamborn. Quelle: thyssenkrupp Steel Europe



Kontinuierlich steigender Wasserstoffbedarf in der Stahlherstellung thyssenkrupp Steel schafft durch seine Klimastrategie in den kommenden Jahren einen kontinuierlich steigenden und verlässlichen Bedarf an grünem Wasserstoff. Dieser soll zunächst in den bestehenden Hochöfen einen Teil des eingesetzten Kohlenstoffs ersetzen und später in neuen Direktreduktionsanlagen zum Einsatz kommen. Schon in den kommenden Jahren rechnet das Unternehmen durch die Umrüstung eines Hochofens mit einem Bedarf von rund 20.000 Tonnen an grünem Wasserstoff pro Jahr. Dieser Bedarf wird bis 2050 durch die schrittweise Umstellung des Anlagenparks auf etwa 720.000 Tonnen jährlich ansteigen.

Mit einer Leistung von bis zu 500 Megawatt (MW) könnte die geplante Elektrolyse auf dem STEAG-Gelände bereits bis zu rund 75.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr liefern – genug für die erste Direktreduktionsanlage des Stahlherstellers. Sie würde damit einen wichtigen Beitrag zur kurz- und mittelfristigen Versorgung des Stahlwerks leisten.
„Im Kern baut unsere Klimatransformation auf Wasserstoff“, erklärt Dr. Arnd Köfler, Produktionsvorstand bei thyssenkrupp Steel. „Er ist der Schlüssel, um den großen Hebel umzulegen, den wir bei der Senkung der CO2-Emissionen in der Stahlindustrie haben. Dabei ist es wichtig, frühzeitig zu planen. Wir müssen heute die Weichen für die Versorgung stellen, um morgen klimaneutralen Stahl produzieren zu können. Diese Zusammenarbeit von drei Unternehmen aus der Region ist dabei ein wichtiges Puzzleteil. Wir legen mit dem Projekt den Grundstein für eine Wasserstoffwirtschaft in NRW. Zudem geben wir mit dem Projekt Investoren die Möglichkeit, direkt in diesen Wachstumsmarkt zu investieren.“


STEAG-Gelände in Duisburg-Walsum mit vielen Standortvorteilen
Die unmittelbare Nähe der Standorte ermöglicht eine schnelle Anbindung ans Stahlwerk: Das Projekt umfasst den Bau zweier neuer Pipelines für den Transport von Wasser- und Sauerstoff von Walsum zum weniger als drei Kilometer entfernt gelegenen Stahlwerk. Ein Anschluss ans Höchstspannungsnetz sichert die Versorgung mit grünem Strom für die Elektrolyse; Großbatteriespeicher unterstützen die Netzstabilität. Das etwa 15 Hektar große Gelände in Duisburg-Walsum bietet die Möglichkeit, Elektrolyseeinheiten bis zu einer Gesamtkapazität von 500 MW zu errichten. Es verfügt zudem über eine Anbindung ans bestehende Erdgasnetz, das perspektivisch auch für den Transport von Wasserstoff genutzt werden könnte. Doch nicht nur die räumliche Nähe des STEAG-Areals spricht für das Essener Energieunternehmen.

STEAG-Standort in Duisburg-Walsum Quelle: (C) euroluftbild.de/Hans Blossey

Mit dem „HydroHub“ im saarländischen Völklingen-Fenne, einer vom Bundeswirtschaftsministerium in den Kreis der „Reallabore der Energiewende“ aufgenommenen Projektskizze, hat STEAG bereits Erfahrung in Sachen Wasserstoffwirtschaft gesammelt.
„Das gemeinsame Projekt von thyssenkrupp und STEAG hätte Signalwirkung für ein wichtiges Zentrum der deutschen Industrie: Aufbau und Betrieb einer Elektrolyseanlage in dieser Größenordnung sicherte nicht nur langfristig den Stahl- wie auch Energiestandort Duisburg sondern machte die Stadt mit einem Schlag zur Keimzelle einer erfolgreich florierenden, grünen Wasserstoffwirtschaft. Das hat Strahlkraft über Duisburg und das Ruhrgebiet hinaus“, sagt STEAG-Geschäftsführer Dr. Ralf Schiele.

Duisburg werde so zu einem weltweiten Leuchtturmprojekt in Sachen klimaneutraler Stahlherstellung. Gleichzeitig ist das Projekt für STEAG ein wichtiger Baustein im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens. Dabei stehen der Ausbau des Geschäfts mit Energielösungen sowie vermehrte Aktivitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien im Fokus. Wasserelektrolysetechnologie aus dem Hause thyssenkrupp:

Die Wasserelektrolyse wird von thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers Produktbereich Green Hydrogen installiert und setzt sich aus vorgefertigten Standardmodulen zusammen. Durch dieses modulare Konzept, lässt sich eine Anlage einfach auf bis zu mehrere hundert Megawatt bzw. Gigawatt erweitern.

Modul Wasserelektrolyse Montage eines Wasserelektrolyse-Moduls zur Herstellung von grünem Wasserstoff. Quelle: thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers

Dadurch ist der Einsatz für die Dekarbonisierung über die grüne Stahlproduktion im industriellen Maßstab hinaus vor allem auf dem Weg zu nachhaltigen Wertschöpfungsketten und CO2-Reduktion interessant. Diese Art der Sektorenkopplung ermöglicht neue Geschäftsmodelle und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft, die perspektivisch vollständig durch erneuerbare Energiequellen gespeist werden soll. Gemeinsam mit der Business Unit Chemical and Process Technologies kann thyssenkrupp in Dortmund somit die gesamte Palette grüner Chemikalien, von Wasserstoff bis zu Ammoniak, Methanol und synthetischem Erdgas, liefern, und so erheblich zu einer klimaneutralen Industrie beitragen. Als größtes Projekt seiner Art ist dies eine Blaupause für den Export von Know-How und HighTech-Anwendungen aus NRW in die Welt.

„Wir freuen uns sehr, uns mit unserer 50-jährigen Erfahrung in der Planung, dem Bau und Betrieb von Elektrolyseanlagen in diesem Projekt einbringen zu können, um wettbewerbsfähigen grünen Wasserstoff im industriellen Maßstab herzustellen“, sagt Sami Pelkonen, CEO der Business Unit Chemical and Process Technologies. „In dieser starken Kooperationspartnerschaft können wir unsere Spitzentechnologie aus der Region für die Region nutzbar machen.“ Attraktives Projekt für Investoren Das Projekt soll für Investoren geöffnet werden: Neben der Beteiligung an der Projektentwicklung können Investoren Anteile an der neu zu gründenden Betreibergesellschaft erwerben.

Die Investoren finanzieren dabei gemeinsam mit den Projektpartnern die Entwicklung und den Bau der Wasserelektrolyse sowie die Anbindung an das Stahlwerk und sichern sich durch die fixe Abnahme von grünem Wasserstoff und Sauerstoff durch thyssenkrupp Steel stabile Cash Flows. Die geografische Nähe zum Abnehmer macht das Projekt weitgehend unabhängig von Drittparteien und ermöglicht eine schnelle Realisierung. Neben der Öffnung für Investoren werden sich die Projektpartner auch um öffentliche Fördermittel im Rahmen der Beihilfen für klimaneutrale Technologien bewerben.

 

 

Duisburger SPD-Landtagsabgeordnete: „Ein Staatseinstieg bei ThyssenKrupp Steel wäre ein Stabilitätsanker für die NRW-Stahlindustrie!"

Schock über drohendes Aus für das Grobblechwerk in Hüttenheim
Rainer Bischoff, AfA Vorsitzender im UB Duisburg: "Schnelles Handeln jetzt gefragt!

Duisburg, 18. November 2020 - Die Duisburger SPD-Arbeitnehmer sind entsetzt über die drohende Schließung des Grobblechwerks in Hüttenheim. Nach dem Absprung des letzten Kaufinteressenten will der Thyssenkrupp-Konzern das Werk im Herbst 2021 schließen.  
„Das ist eine furchtbare Nachricht für den Stahlstandort Duisburg“, so der Vorsitzende der Duisburger SPD-Arbeitnehmer Rainer Bischoff, „Wir als SPD-Arbeitnehmer fordern, dass die Beschäftigten im Fall der Schließung des Werks, schnell neue Angebote im Konzern erhalten. Sie sollen nicht die Fehler der obersten Konzernetage ausbügeln.“  
Thyssenkrupp hat bis 2026 eine Beschäftigungsgarantie gegeben, die auch die Beschäftigten im Grobblechwerk miteinbezieht. Nach Forderung der SPD-Arbeitnehmer sollen diese Angebote, vor allem in Nähe um den jetzigen Standort sein.  
„Die drohende Schließung des Grobblechwerks zeigt sehr deutlich, dass ein Staatseinstieg bei Thyssenkrupp dringend erforderlich ist. Die Stahlbranche ist eine wichtige Schlüsselindustrie für die Zukunft. Wir dürfen nicht zulassen, dass der Stahlstandort Deutschland wegbricht,“ sagt Rainer Bischoff.

Duisburg, 13. November 2020 - Die ThyssenKrupp Steel Europe AG (TK Steel) steht seit Jahren unter erheblichem wirtschaftlichen Druck. Gründe dafür sind Überkapazitäten, wirtschaftliches Missmanagement in der Vergangenheit und die derzeitige Corona-Krise. Am heutigen Freitag wird ein SPD-Antrag zur Staatsbeteiligung an dem Konzern im Landtag NRW diskutiert. „Wir brauchen für unseren Stahlstandort ein zukunftsfähiges Konzept“, fordern die vier Duisburger SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Bischoff, Frank Börner, Ralf Jäger und Sarah Philipp.  

„Stahl ist die industrielle Lebensader für Nordrhein-Westfalen und Duisburg. Stahl ist systemrelevant“, so die SPD-Landtagsabgeordneten. „Die Landesregierung muss Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass das Land Anteile von ThyssenKrupp von mindestens 25 Prozent aufkauft, um den Fortbestand zu sichern. Die Eigentümerseite und die IG Metall haben sich bereits positiv dazu geäußert. CDU und FDP müssen diese Chance nutzen und ihren Worten Taten folgen lassen. Außerdem fordern wir als SPD einen NRW-Stabilitäts- und Transformationsfonds, damit sich andere Unternehmen an ThyssenKrupp beteiligen können und der Konzern weiter stabilisiert wird. Langfristig bedarf es Investitionen in die Zukunftstechnologie Wasserstoff.“  
 
Direkt oder indirekt sind rund 100.000 Duisburgerinnen und Duisburger in ihrer Existenz vom Überleben der Stahlproduktion betroffen. „Wir stehen an der Seite der Beschäftigten bei ThyssenKrupp, die auf hohem technischen Niveau engagiert ihre Arbeit machen,“ so Frank Börner, Sarah Philipp, Rainer Bischoff und Ralf Jäger. „Die kurzfristige Stabilisierung von TK Steel Europe und die mittelfristige Mitgestaltung der Unternehmensstrategie sind von strategischer Bedeutung für Duisburg und das Land NRW.“


Carbon2Chem®: erste Projektphase erfolgreich abgeschlossen und Förderbescheid des Bundes für zweite Phase erhalten

 Erste Projektphase am thyssenkrupp-Stahlstandort Duisburg demonstriert technische Machbarkeit und bestätigt Wirtschaftlichkeit
 Zweite Phase dient Ausweitung auf weitere Industrien und Herstellung der Marktreife
 Ministerin Karliczek überreicht Förderbescheid über 75 Mio. Euro für zweite Projektphase

Duisburg, 29. Oktober 2020 - Das von thyssenkrupp initiierte Projekt Carbon2Chem® geht in die nächste Phase. Gemeinsam mit 16 weiteren beteiligten Partnern hat das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt in den vergangenen vier Jahren grundlegende Erkenntnisse über die Umwandlung von Prozessgasen aus dem Stahlwerk in chemische Produkte gesammelt. Im nächsten Schritt geht es darum, die Lösung auf weitere Industrien auszuweiten, die Langzeitstabilität nachzuweisen und zudem die Marktreife herzustellen. Dafür hat Bundesministerin Anja Karliczek einen weiteren Förderbescheid über 75 Mio. Euro für den Zeitraum bis 2024 überreicht.

Übergabe des Förderbescheids für Phase 2. v.l.n.r. Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung und die drei Carbon2Chem-Projektkoordinatoren: Prof. Dr.-Ing. Görge Deerberg, stellv. Institutsleiter des Fraunhofer UMSICHT, Prof. Robert Schlögl, Direktor des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion und Dr. Markus Oles, Head of Carbon2Chem bei thyssenkrupp Steel Europe. Copyright: Fraunhofer UMSICHT/Paul Hahn.

Entscheidende Phase abgeschlossen
2016 wurde das Projekt vom BMBF für die erste Phase bereits mit mehr als 60 Millionen Euro gefördert. Seitdem wurden wichtige Meilensteine erreicht: nachdem im März 2018 das Technikum in Duisburg die Arbeit aufnahm, konnten binnen kurzer Zeit erstmals erfolgreich Ammoniak, Methanol und höhere Alkohole aus Prozessgasen der Stahlproduktion hergestellt werden. Neben dem CO2 aus diesen Gasen nutzt Carbon2Chem® dazu auch Wasserstoff. Um den Weg für eine klimaneutrale Produktion zu ebnen, wurde im Technikum eine alkalische Wasser-Elektrolyse von thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers mit einer Leistung von zwei Megawatt betrieben.
Es wurde der Nachweis erbracht, dass die Wasser-Elektrolyse auch mit sehr volatiler erneuerbarer Energie betrieben werden kann, ohne Schaden zu nehmen. Die Durchführung der chemischen Synthese mit kommerziell verfügbaren Katalysatoren und der Betrieb der Gasreinigung mit kommerziell verfügbaren Prozessstufen durch thyssenkrupp Industrial Solutions bestätigt den hohen technologischen Reifegrad (TRL) des Projekts. Zudem wurde die Wirtschaftlichkeit sowie der positive ökologische Effekt von allen Projektpartnern bestätigt.

Nächste Phase: Ausweitung und Marktreife
In der jetzt gestarteten zweiten Projektphase wird es darum gehen, nachzuweisen, dass die erarbeiteten Lösungen im komplexen Zusammenspiel zwischen Stahlproduktion und chemischer Synthese über lange Zeit stabile laufen und die Carbon2Chem®-Technologie im industrieübergreifenden Verbund sofort hochskaliert werden kann. Darüber hinaus steht die Anwendbarkeit auf weitere Industrien neben der Stahlherstellung im Mittelpunkt. So sollen zusätzliche Sektoren als große CO2-Quellen in das Projekt aufgenommen werden – etwa die Zement- und Kalkherstellung sowie Müllverbrennungsanlagen.
Zuletzt soll die zweite Projektphase dazu dienen, das Projekt zur Markreife zu führen. Für diesen nächsten, wesentlichen Schritt ebnet die Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Höhe von 75 Mio. Euro den Weg.
Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung: „Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für die Menschheit. Wir müssen den CO2-Ausstoß so schnell und effektiv wie möglich senken. Bis 2050 wollen wir Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent der Welt machen. Das Projekt Carbon2Chem ist ein Vorzeige-Beispiel dafür, dass wir diese Herausforderung mit klugen Ideen und innovativer Forschung erfolgreich meistern können. Denn mit den Innovationen von Carbon2Chem schützen wir nicht nur das Klima – wir stärken mit ihnen gleichzeitig unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit und sichern hochwertige Arbeitsplätze in der Industrie.“

Dr. Klaus Keysberg, Finanzvorstand der thyssenkrupp AG: „Wir danken dem Bundesministerium für das Vertrauen und die Unterstützung für unsere Klimatechnologien. Carbon2Chem® kann gerade CO2-intensive Industrien auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützen – das gilt nicht nur für Stahl, sondern z.B. auch für die Zement- oder Kalkproduktion. Wir sehen daher schon heute weltweites Interesse an dieser Technologie. Mit der fortgesetzten Förderung kann das Gemeinschaftsprojekt nun zur Marktreife weiterentwickelt werden. In wenigen Jahren bereits wollen wir Carbon2Chem® industriell einsetzen.“

Carbon2Chem® fester Bestandteil der Dekarbonisierungsstrategie von thyssenkrupp
Bei thyssenkrupp Steel ist Carbon2Chem® auf dem Weg zur klimaneutralen Stahlproduktion bereits fest eingeplant. Neben der Vermeidung von CO2-Emissionen durch den Einsatz von Wasserstoff zur Stahlproduktion setzt das Unternehmen auf die Technologie, um anfallende Restemissionen nutzen und vermeiden zu können. So soll Carbon2Chem® dazu beitragen, die CO2-Emissionen im Hüttenwerk von thyssenkrupp Steel bis 2030 um 30 Prozent zu senken und bis 2050 vollständige Klimaneutralität zu erreichen.

 

thyssenkrupp Steel vergibt Auftrag zum Bau eines neuen Hubbalkenofens am Standort Duisburg an Tenova

Duisburg, 06. Oktober 2020 - thyssenkrupp Steel hat den Auftrag zur Lieferung eines Hubbalkenofens für das Warmbandwerk am Standort Duisburg Beeckerwerth an Tenova LOI Thermprocess erteilt. Das Unternehmen mit Sitz in Essen gehört zu den international führenden Konstrukteuren von Industrieofenanlagen. Das neue Aggregat soll für eine nochmals verbesserte Oberflächenqualität bei Premiumblechen, die zum Beispiel für die Außenhaut von Autos benötigt werden, sorgen. Vor wenigen Wochen hatte thyssenkrupp die Investitionsentscheidung zum Bau des Ofens getroffen.

Zum Vertrags­umfang gehören das Engineering, die weitgehend schlüsselfertige Lieferung aller Ausrüstungen sowie die Supervision der Montage und Inbetriebnahme inklusive Training für die Mitarbeiter. Der Ofen verfügt über eine Kapazität von 380 t/h und wird in die vorhandene Werksinfrastruktur eingebettet. Tenova liefert die komplette Ofenanlage inklusive Chargierrollgang und Chargiermaschine sowie die damit verbundene Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik.

tenova Hubbalkenofen. Ein baugleiches Aggregat wird nun im Warmbandwerk am Standort Duisburg installiert.


Der neue Hubbalkenofen wird eine Verbrennungsluftvorwärmung erhalten, die den Energieverbrauch im Warmbandwerk deutlich absenken wird. Ein anspruchsvolles Automatisierungssystem trägt darüber hinaus zur zuverlässigen Steuerung und Energieeffizienz bei.  Die Anlage ersetzt ein älteres Aggregat und wird direkt neben einem bereits vorhandenen, ebenfalls von Tenova gelieferten Hubbalkenofen aufgestellt.  

„Wir haben uns aufgrund der Vielzahl an Referenzen für vergleichbare Anlagen für Tenova entschieden“, erläutert Dr. Arnd Köfler, Produktionsvorstand bei thyssenkrupp Steel. „Die kurze Realisierungszeit ist ein weiteres wichtiges Kriterium. Mitte 2022 soll die neue Anlage den Betrieb aufnehmen.“