'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


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Baustellen DVG-Umleitung Bahn-VRR


3. Kalenderwoche - Montag, 12. - Sonntag, 18. Januar 2026

Aktuelle Erkältungswelle in NRW: Ärztliche Hilfe auch per Videosprechstunde möglich
· Online oder per Telefon: passende Hilfe per 116 117
· Videosprechstunden speziell für Kinder und Erwachsene

Die Grippe- und Erkältungssaison im Land ist in vollem Gange. Entsprechend hoch ist derzeit die Auslastung von Haus- und Kinderarztpraxen sowie des ambulanten Notdienstes. Vor allem von der Influenza sind laut Robert-Koch-Institut (RKI) momentan nahezu alle Altersgruppen betroffen. Ebenso sind RSV- und Corona-Erkrankungen zunehmend verbreitet.

Empfehlung: bei Symptomen besser auskurieren
„Die Lage in den Praxen ist insgesamt zwar noch nicht besorgniserregend, dennoch sollten wir mit Blick auf die nahenden Tage des Straßenkarnevals achtsam sein. Das heißt: Wer Symptome verspürt, an Fieber, Husten und Schmerzen leidet, bleibt am besten zu Hause und kuriert sich in Ruhe aus.

Ebenso helfen Hygienemaßnahmen wie das Einhalten der Husten- und Niesetikette, regelmäßiges Händewaschen oder Abstandhalten. Vulnerable Gruppen sollten in diesen Tagen besonders auf sich achten, damit sie unbeschadet durch die Winterzeit kommen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO), Dr. med. Frank Bergmann.

Ärztlicher Rat, ohne das Haus zu verlassen: Videosprechstunde
Und wenn es doch ärztlicher Rat gefragt ist? „Außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten der Haus- und Fachärzte, vor allem am Wochenende oder an Feiertagen, hilft Erkrankten in Nordrhein der ärztliche Bereitschaftsdienst“, sagt Dr. Bergmann. „Und das verlässlich, niedrigschwellig und ohne Umwege über die Klinik.“

Erste Anlaufstelle ist die kostenlose Servicenummer 116 117. Sie ist rund um die Uhr erreichbar und führt Patientinnen und Patienten nach einer strukturierten Ersteinschätzung direkt zum passenden Angebot: entweder in eine der rund 90 Notdienstpraxen der KVNO oder – wenn nötig – vermittelt sie einen ärztlicher Hausbesuch bei immobilen Personen. Die dritte Möglichkeit verspricht ebenfalls Hilfe ohne das Haus zu verlassen: eine Videosprechstunde – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Videosprechstunden im ambulanten Bereitschaftsdienst
Die Videosprechstunden der KVNO machen medizinische Hilfe besonders schnell und unkompliziert: Kinder, Jugendliche und Erwachsene können Beschwerden per Video-Gespräch mit einem Arzt/einer Ärztin zunächst abklären, geeignete Behandlungsschritte besprechen und bei Bedarf ein eRezept erhalten – häufig erübrigt sich danach der Besuch in der Praxis. Der Zugang läuft über die Rufnummer 116 117 oder direkt über die Seiten www.kvno.de/kinder bzw. www.kvno.de/erwachsene

Nach der Anmeldung kommt der Terminlink per E‑Mail. Notwendig sind nur die Versichertendaten, eine stabile Internetverbindung sowie Smartphone, Tablet oder Computer mit Kamera und Mikrofon – idealerweise in ruhiger Umgebung.

Die kinderärztliche Videosprechstunde ist samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 22 Uhr verfügbar, das Angebot für Erwachsene samstags, sonntags und feiertags von 9 bis 21 Uhr.

Ärztliche Hausbesuche vor allem für Bettlägerige möglich
Für nicht mobile Patientinnen und Patienten organisiert die 116 117 einen ärztlichen Hausbesuch. Auf Wunsch informiert der Service über die Erreichbarkeit fachärztlicher Notdienste im Landesteil, etwa Augenheilkunde, HNO und Kinder.

Adressen und Öffnungszeiten der Notdienstpraxen in Nordrhein stehen online unter www.kvno.de/notdienst

Foto „KVNO“

NATO-Generalsekretär Marc Rutte trifft sich mit dem dänischen Verteidigungsminister und dem grönländischen Minister für auswärtige Angelegenheiten und Forschung.

Am Montag, 19. Januar 2026, wird der NATO-Generalsekretär, Herr Mark Rutte, den dänischen Verteidigungsminister, Herrn Troels Lund Poulsen, und die grönländische Ministerin für auswärtige Angelegenheiten und Forschung, Frau Vivian Motzfeldt, im NATO-Hauptquartier in Brüssel treffen.

Programmvorstellung der 47. Duisburger Akzente
Duisburgs größtes Kulturfestival steht in den Startlöchern: Vom 27. Februar bis zum 22. März präsentieren die 47. Duisburger Akzente über 90 Veranstaltungen an rund 40 Spiel- und Ausstellungsorten unter dem Motto: „Begegnungen – was uns trennt, was uns verbindet“.

Besucherinnen und Besucher können sich auf Aufführungen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Filme, Rundgänge und Vorträge freuen. Auch das beliebte Theatertreffen ist wieder Teil der Duisburger Akzente und bringt renommierte Ensembles aus dem gesamten Bundesgebiet ins Theater Duisburg.

Kulturdezernentin Linda Wagner, Petra Schröder, Geschäftsleiterin der Kulturbetriebe, sowie Clemens Richert, Projektleiter und Koordinator der Duisburger Akzente, stellen am Donnerstag, 22. Januar 2026, um 15 Uhr im  Theater Duisburg das diesjährige Programm und die vielfältigen Highlights vor.

v.l.: Petra Schröder, Leiterin Kulturamt, Clemens Richert, Festivalbüro und Kulturdezernentin Linda Wagner stellen das Plakat für die 47. Duisburger Akzente vor. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

Ticket-Sonderkontrolle: 173 Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) geht weiter gegen das Fahren ohne Ticket in ihren Bussen und Bahnen vor. Zusätzlich zu den täglich stattfindenden Überprüfungen setzt die DVG gemeinsam mit der Polizei Duisburg auf Schwerpunktkontrollen. Dabei werden über mehrere Stunden konsequent alle Fahrgäste daraufhin überprüft, ob sie mit einem gültigen Ticket unterwegs sind.

Eine solche mehrstündige Kontrolle fand am Donnerstag, 15. Januar, an der Haltestelle „Steinsche Gasse“ in Duisburg-Stadtmitte statt. Das Prüfpersonal der DVG kontrollierte gemeinsam mit der Polizei Duisburg insgesamt 3.792 Fahrgäste. Das Ergebnis: 173 Fahrgäste wurden ohne gültiges Ticket angetroffen.  

Fahren ohne Ticket ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Fahrgäste, die wiederholt ohne gültigen Fahrschein angetroffen werden, erhalten daher eine Strafanzeige. Die Zahlung des erhöhten Beförderungsentgeltes (EBE) in Höhe von 60 Euro führt dabei nicht zu einer Entlastung. Als Wiederholungstäter und -täterinnen gelten diejenigen, die zweimal ohne gültiges Ticket in Bussen und Bahnen angetroffen wurden.

„Silent Book Club“ in der Zentralbibliothek
Die Zentralbibliothek auf der Steinschen Gasse 26 lädt am Mittwoch, 28. Januar, von 17 Uhr bis 19 Uhr erneut zum „Silent Book Club“ ein. Es besteht die Möglichkeit, in Gesellschaft von Gleichgesinnten in Stille für sich zu lesen. Anders als bei traditionellen Lesezirkeln gibt es beim „Silent Book Club“ keine Lektüre-Vorgaben.

Jeder bringt sein eigenes Buch mit oder greift auf das vielfältige Angebot der Stadtbibliothek zurück. Gelesen wird bis circa 18.15 Uhr. Anschließend kann jeder über das Gelesene den Austausch suchen. Es besteht natürlich kein Gesprächszwang. Treffpunkt ist im zweiten Obergeschoss der Bibliothek. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen finden sich auf www.stadtbibliothek-duisburg.de unter Veranstaltungen.

Spieleabend in der Bezirksbibliothek Rheinhausen
Der nächste Spieleabend in der Bezirksbibliothek Rheinhausen startet am Freitag, 30. Januar. Ab 19 Uhr sind in den Räumlichkeiten an der Händelstraße 6 wieder alle willkommen, die Lust haben gemeinsam zu spielen. Für eine gemütliche Atmosphäre sorgen Snacks und Getränke.

Wer möchte, kann gerne noch etwas mitbringen. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung nicht nötig. Fragen beantwortet das Team der Bibliothek vor Ort oder telefonisch unter 02065 905-4234. Die Bibliothek öffnet dienstags bis freitags von 10.30 bis 13 Uhr und von 14 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.

Evangelische Gemeinde Obermeiderich lädt wieder zum kostenfreien Mittagstisch ein
Die Evangelische Kirchengemeinde Duisburg Obermeiderich startete vor zwei Jahren unter dem Motto „eine Kelle Suppe – eine Kelle Gemeinschaft“ einen kostenfreien Mittagstisch. Sie lädt seitdem weiterhin alle Menschen unabhängig von Religion und Kultur an einem Sonntag - meist dem letzten - im Monat um zwölf Uhr zur gemeinsamen Mahlzeit in das Gemeindezentrum an der Emilstraße 27 ein.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Essen ist gratis, Spenden werden aber gerne entgegen genommen. Beim nächsten Mittagstisch, am 25. Januar 2026 kommen um 12 Uhr Schweinebraten mit Klößen und Rotkohl und natürlich ein leckeres Dessert auf den Tisch. Alles mit Liebe gekocht! Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.obermeiderich.de.  

Beim Mittagstisch geht es der Gemeinde und dem Team der Ehrenamtlichen, die vom Schnibbeln, Kochen, Servieren und Abräumen alles selber machen, um Hilfe für Menschen, die Hilfe benötigen. Und um mehr: „Menschen brauchen in unserer herausfordernden und unsicheren Zeit Angebote, die sowohl dem Leib als auch der Seele guttun. Hunger hat viele Komponenten. Deshalb gibt es bei Emils Mittagstisch neben einer Kelle Suppe auch eine Kelle Gemeinschaft“ sagt auch Sarah Süselbeck, Pfarrerin der Gemeinde, die voll hinter dem Projekt steht und selbst mit anpackt. 

Jugendpastorin Kobbe wird Gemeindepfarrerin - Presbyterium lädt zum Einführungsgottesdienst nach Ungelsheim
Das Presbyterium der Evangelischen Versöhnungsgemeinde Duisburg-Süd hat Anfang Dezember Pastorin Ulrike Kobbe einstimmig zur Pfarrerin der 2. Pfarrstelle der Gemeinde gewählt. Jetzt lädt das Leitungsgremium der Gemeinde zum Einführungsgottesdienst in die Ungelsheimer Auferstehungskirche, Sandmüllersweg 31, wo Ulrike Kobbe am Sonntag, 22. Februar um 15 Uhr feierlich in ihr neues Amt eingeführt wird.

(Foto: www.evgds.de)

Im Anschluss an den Gottesdienst ist Raum für Begegnung und Gratulation - auch ein „Gästebuch“ liegt aus, in das gerne Grußworte geschrieben oder in schriftlicher Form eingeklebt werden können. Groß vorstellen muss sich Ulrike Kobbe in der Gemeinde nicht, denn dort und im gesamten Duisburger Süden ist sie allen seit Jahren als engagierte Jugendpastorin bekannt.

Presbyterium und Ulrike Kobbes Pfarrkollegen Ernst Schmidt und Bodo Kaiser freuen sich über die geglückte Besetzung, so kommt aber ab sofort die nächste Herausforderung auf die Gemeinde zu: Es muss gelingen, die nun freie Stelle der Jugendpastorin neu zu besetzen und z.B. eine Gemeindepädagogin oder einen Diakon für diese Aufgabe zu finden.

Die 2. Pfarrstelle der Gemeinde war mehr als ein halbes Jahr unbesetzt, da Rainer Kaspers - Ulrike Kobbes Vorgänger - im Nachbarkirchenkreis Düsseldorf-Mettmann zum Superintendenten gewählt wurde. Informationen zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.evgds.de.


Rheingemeinde lädt zum Spieleabend nach Wanheim
Am 26. Januar 2026 ist wieder Spieleabend in der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg. Fans von Würfel-, Karten- und Gesellschaftsspielen treffen sich um 17 Uhr im Wanheimer Gemeindehaus, Beim Knevelshof 45, um gemeinsam bei Knabbereien und Getränken viel Spaß zu haben beim Würfeln, Kartenkloppen und Knobeln.

Highlights sind z.B. „Sky-Jo“, „Dogs“, „Quixx“ oder „Uno Flip“, aber auch andere Spiele sind gerne gesehen. Anmelden muss sich niemand. Wer mag, darf sein Lieblingsspiel mitbringen und es den anderen vorstellen. Mehr Informationen gibt es bei Ute Theisen, 0177/8066048, ute.theisen.1@ekir.de.





Baugenehmigungen für Wohnungen im November 2025: +12,5 % zum Vorjahresmonat
Baugenehmigungen im Neubau von Januar bis November 2025 Vorjahreszeitraum: +13,9 % bei Wohngebäuden insgesamt
+17,0 % bei Einfamilienhäusern
-1,6 % bei Zweifamilienhäusern
+13,5 % bei Mehrfamilienhäusern

Im November 2025 wurde in Deutschland der Bau von 20 100 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 12,5 % oder 2 200 Baugenehmigungen mehr als im November 2024. Dabei stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau um 12,4 % oder 1 800 auf 16 300. Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, stieg im November 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,6 % oder 400 auf 3 800.



Januar bis November 2025: Aufwärtstrend bei Ein- und Mehrfamilienhäusern hält an
Im Zeitraum von Januar bis November 2025 wurde in Deutschland der Bau von 215 500 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden genehmigt. Das waren 11,3 % oder 21 900 Wohnungen mehr als von Januar bis November 2024.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis November 2025 insgesamt 175 200 Wohnungen genehmigt, das waren 13,9 % oder 21 400 Neubauwohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 17,0 % (+5 900) auf 40 700.

Bei den Zweifamilienhäusern nahm die Zahl genehmigter Wohnungen um 1,6 % (-200) auf 11 500 ab. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 114 800 Neubauwohnungen. Das war einen Anstieg um 13,5 % (+13 700) gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohnheimen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,9 % (+2 000) auf 8 200 Wohnungen. In neuen Nichtwohngebäuden wurden von Januar bis November 2025 insgesamt 3 500 Wohnungen (-15,7 %; -700) genehmigt. Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen.

Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden von Januar bis November 2025 insgesamt 36 800 Wohnungen genehmigt, das waren 3,1 % oder 1 100 Wohnungen mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2024.

NRW-Industrie: Absatzwert der Möbelproduktion 2024 um fast 8 % gesunken
* Regierungsbezirk Detmold mit größter Möbelproduktion.
* Küchenmöbel bilden weiterhin den Schwerpunkt.
* NRW erneut bundesweit Küchenmöbelland Nummer Eins

Im Jahr 2024 sind in 331 der 9.746 produzierenden Betriebe des nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbes Möbel im Wert von 6,6 Milliarden Euro hergestellt worden. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich der internationalen Möbelmesse imm cologne vom 20. bis 23. Januar 2026 in Köln mitteilt, waren das nominal 548,0 Millionen Euro bzw. 7,7 % weniger als ein Jahr zuvor.

Zum Vergleich: Deutschlandweit sank im Jahr 2024 der Absatzwert der Möbelproduktion um 1,3 Milliarden Euro bzw. 6,8 %. Gegenüber dem Jahr 2020 sank der NRW-Absatzwert um 205,8 Millionen Euro bzw. 3,0 %. Über drei Viertel (76,1 %) des nordrhein-westfälischen Absatzwertes wurde 2024 in Betrieben im Regierungsbezirk Detmold erzielt.



Produktion von Küchenmöbeln rückläufig
Mit einer Absatzmenge von 12,5 Millionen Stück (−4,9 % gegenüber 2023) und einem nominalen Absatzwert von 3,5 Milliarden Euro (−5,2 %) entfiel der größte Anteil aller im Jahr 2024 in NRW produzierten Möbel – wie bereits in den Vorjahren – auf Küchenmöbel aus Holz. Hierbei handelte es sich zum größten Teil um Einbauküchenelemente.

Der Schwerpunkt der Küchenmöbelproduktion lag auch hier im Regierungsbezirk Detmold: 94,8 % der in NRW hergestellten Küchenmöbel stammten von dort. Absatzwert von Matratzen mit positiver Entwicklung Des Weiteren wurde in NRW mit Sitzmöbeln und Teilen dafür ein Absatzwert von 1,1 Milliarden Euro erzielt; ein Rückgang von 14,0 % gegenüber dem Jahr 2023.

Es folgten sonstige Möbel wie z. B. Wohn-, Schlaf-, Ess- und Badezimmermöbel mit 1,0 Milliarden Euro (−9,3 %) und Büro- und Ladenmöbel mit 728,9 Millionen Euro (−8,5 %). Der Absatzwert der Matratzenproduktion stieg dagegen um 2,6 % auf 168,6 Millionen Euro.

NRW mit größtem Anteil am bundesweiten Möbel-Absatzwert
Der Anteil von NRW am bundesweiten Absatzwert der Möbelproduktion lag 2024 bei 38,3 % (2023: 38,7 %). Bei aus Holz hergestellten Küchenmöbeln erreichte NRW einen gesamtdeutschen Wertanteil von 64,3 %. Des Weiteren lag der Wertanteil nordrhein-westfälischer Hersteller bei sonstigen Möbeln bei 27,6 % und bei Sitzmöbeln und Teilen dafür bei 24,8 %.

Bei Büro- und Ladenmöbeln waren es 25,5 % und bei der Matratzenherstellung 33,4 %. Absatzwert in den ersten drei Quartalen 2025 weiter gesunken In den ersten drei Quartalen 2025 sind in NRW nach vorläufigen Ergebnissen in 308 Betrieben Möbel im Wert von 4,8 Milliarden Euro hergestellt worden. Das waren 3,2 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

15. Januar: Martin-Luther-King-Tag - 100. Geburtstag von Maria Schell (1926) - - 25 Jahre wikipedia

Erfolgreicher Auftakt des ersten Moot-Court Sozialrecht am Bundessozialgericht
Der erste sozialrechtliche Moot-Court am Bundessozialgericht war ein voller Erfolg. Am 14. Januar 2026 traten zehn Studierendenteams aus verschiedenen deutschen Universitäten in einer simulierten Gerichtsverhandlung gegeneinander an und stellten ihr juristisches Können unter Beweis. Zuvor hatten sie vorbereitende Schriftsätze angefertigt und eingereicht.

"Sozialrecht ist kein Nebenschauplatz und sollte es auch in der juristischen Ausbildung nicht sein. Es ist vielmehr ein Kerngebiet der Konkretisierung des Sozialstaatsprinzips", so Dr. Christine Fuchsloch, Präsidentin des Bundessozialgerichts in ihrer Begrüßung.

Gegenstand des Wettbewerbs war ein sozialrechtlicher Fall aus dem Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Teams trugen ihre rechtlichen Argumente vor einer Jury aus Richterinnen und Richtern des Bundessozialgerichts vor. Die Veranstaltung endete mit einer Preisverleihung, bei der die besten Teams mit wertvollen Buchpräsenten für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet wurden. Das Team der Humboldt-Universität zu Berlin belegte den ersten Platz. Auf den zweiten Platz kam das Team der Universität Bonn, gefolgt von dem Team I der Universität Bochum.

Der erstmals am Bundessozialgericht durchgeführte Moot-Court hat für die Studierenden eine wertvolle Gelegenheit geboten, praxisorientierte Erfahrungen in einer echten Gerichtsumgebung zu sammeln und ihre Fähigkeiten in der mündlichen Präsentation ihrer Argumente zu demonstrieren. Die Veranstaltung fand im Elisabeth-Selbert-Saal des Bundessozialgerichts statt und zog zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer an.

"Wir haben heute junge Juristinnen und Juristen erlebt, die uns mit ihrem Engagement und ihrem Auftreten begeistert haben. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung des Moot-Court Sozialrecht am Bundessozialgericht", so Dr. Fuchsloch abschließend.

Das Moot-Court-Team des Bundessozialgerichts bedankt sich bei allen teilnehmenden Teams für ihr besonderes Engagement und ihre hervorragende Arbeit und freut sich, auch in Zukunft eine Plattform für den Austausch über sozialrechtliche Themen bieten zu können.

Azubis machen Lust auf Lehre: 51 Ausbildungsbotschafter von IHK ausgezeichnet
Ausbildungsbotschafter besuchen Schulen in der Region und geben Einblicke in ihre duale Ausbildung. So erfahren Schüler, wie der Alltag im Betrieb und in der Berufsschule aussieht. Am 14. Januar ehrte die Niederrheinische IHK 51 Auszubildende aus Duisburg sowie den Kreisen Wesel und Kleve für ihr Engagement.  

Viele Jugendliche wissen noch nicht, wie es nach der Schule weitergehen soll. Damit sie wissen, wie der Alltag in einer dualen Ausbildung aussieht, gehen Azubis nochmal in die Klassenzimmer zurück. Dort berichten sie offen über ihre Erfahrungen und beantworten Fragen auf Augenhöhe.

„Unsere Ausbildungsbotschafter zeigen, wie vielfältig eine Ausbildung im Betrieb ist“, sagt Matthias Wulfert, Geschäftsführer für Aus- und Weiterbildung bei der Niederrheinischen IHK. „Mit ihren persönlichen Geschichten machen sie die Berufswelt greifbar und geben Orientierung für die Zukunft.“  

IHK-Geschäftsführer für Aus- und Weiterbildung Matthias Wulfert betonte, welch wichtige Arbeit die Azubis leisten. Fotos Niederrheinische IHK/Eugen Shkolnikov

Die IHK schult die Botschafter in Kommunikation und Präsentation. Im Jahr 2025 wurden 128 Azubis vorbereitet, die insgesamt über 2.500 Schüler in der Region erreicht haben. Die Initiative ist wichtig, um junge Menschen für diesen Berufsweg zu begeistern.      

Ansprechpartner Interessierte Unternehmen und Schulen können sich bei IHK-Ansprechpartnerin Meike Komatowsky melden: komatowsky@niederrhein.ihk.de, 0203 2821-495.    

51 Ausbildungsbotschafter wurden von der IHK geehrt.

HALLELUJA, NRW!  SISTER ACT LIVE IN DUISBURG UND KÖLN
vom 09. bis 12. April 2026 im Theater am Marientor
DAS HIMMLISCHE MUSICAL ist zurück! Nach über 100.000 begeisterten Besuchern kehren die Nonnen im Frühjahr 2026 nach Deutschland und Österreich zurück und bringen das mitreißende Show-Erlebnis nach dem gleichnamigen Kultfilm auf die Bühne.

Vom 09. bis 12. April 2026 heißt es in Duisburg im Theater am Marientor: Glitzer, Gospel und Feel-Good-Entertainment voller Humor, Herz und himmlischer Hits. Vom 14. bis 19. April 2026 zieht das himmlische Musical dann weiter in die Domstadt Köln, wo die Nonnen in der Motorworld erneut für Begeisterung sorgen.  

Mit liebgewonnenen Charakteren, sprühender Energie und einem mitreißenden Soundtrack fegt das göttliche Musical den Staub von den Gesangsbüchern und reißt das Publikum garantiert von den Sitzen.  

Showtime im Kloster
Als die Disco-Diva Deloris plötzlich im Kloster untertauchen muss, treffen zwei Welten aufeinander: Mit ihrem Groove wirbelt sie den Kirchenchor auf, schlägt ganz neue Töne aus der Feder vom 8-fachen Oscar-Preisträger Alan Menken (u. a. Disneys ALADDIN & DIE SCHÖNE UND DAS BIEST) an und sorgt für göttliches Chaos. 

Eine Diva, ein Nonnen-Chor und ein Plan
Die Nachtclubsängerin Deloris van Cartier wird nach ihrem Auftritt zufällig Zeugin eines Mordes – und findet sich plötzlich im Zeugenschutzprogramm wieder. Anstatt glamouröser Bühnenlichter erwartet sie ein konservatives Kloster, wo sie als bescheidene Nonne untertauchen soll – zum Leidwesen der strengen Mutter Oberin…  

Im Kirchenchor soll die Sängerin Teil der Gemeinde werden, doch die Nonnen treffen keinen Ton und so übernimmt Deloris die Leitung. Mit ihr wird jeder Gottesdienst zum Event und die Messen ziehen immer mehr Publikum an – als sie schließlich vor dem Papst auftreten sollen, kommen die Gangster Deloris auf die Spur und die Nonnen schweben unverhofft in großer Gefahr…  
 
SHOWSLOT PRÄSENTIERT IN ZUSAMMENARBEIT MIT JAMIE WILSON PRODUCTIONS SISTER ACT – DAS HIMMLISCHE MUSICAL 
Tour 2026 09.04.-12.04.2026 – DUISBURG, Theater am Marientor
14.04.-19.04.2026 – KÖLN, Motorworld

Am Broadway produziert von Whoopi Goldberg & Stage Entertainment in Verbindung mit The Shubert Organization und Disney Theatrical Productions
Die Originalproduktion wurde in Verbindung mit Peter Schneider & Michael Reno entwickelt  und von Stage Entertainment produziert
Vorverkauf Eventim, Oeticket und an allen bekannten Vorverkaufsstellen  
Preise 39,90 € bis 129,90 €  zzgl. Gebühren der Vorverkaufsstelle Show-Dauer ca. 2,5 Stunden inkl. einer Pause Sprache Alle Songs und Dialoge in deutscher Sprache Informationen www.sisteract-tour.com

Die Sparda-Bank in Duisburg unterstützt die Bahnhofsmission vor Ort mit einer Zuwendung in Höhe von rund 2.600 Euro.
Dominik Kanders und Natalie Hampf, Filialleiter und stellvertretende Filialleiterin der Sparda-Bank in Duisburg, überreichten gemeinsam in den Räumlichkeiten der Bahnhofsmission einen symbolischen Scheck an die Leiter der Bahnhofsmission Bodo Gräßer vom Diakoniewerk Duisburg und Jonas Roch vom Caritasverband Duisburg e.V.

Die Förderung stammt aus den Reinerträgen des Gewinnsparvereins bei der Sparda-Bank West und wird für die Ehrenamtsarbeit eingesetzt. Die Sparda-Bank West, zu der auch die Filiale in Duisburg gehört, fördert mit ihrer traditionellen Zuwendung zum Weihnachtsfest die Arbeit von insgesamt 19 Bahnhofsmissionen im gesamten Geschäftsgebiet der Genossenschaftsbank.

Den Einrichtungen kommen auf diese Weise insgesamt 50.000 Euro zugute. Filialleiter Dominik Kanders freut sich, dass auch die Bahnhofsmission in Duisburg mit einer Zuwendung bedacht wird. „Die Bahnhofsmission ist für viele Menschen ein unverzichtbarer Ankerpunkt“, sagt Dominik Kanders.

„Die Mitarbeitenden begegnen den unterschiedlichsten Herausforderungen mit großer Professionalität und Menschlichkeit. Mit unserer Zuwendung möchten wir diese wichtige Arbeit stärken und dazu beitragen, dass die Angebote der Einrichtung weiterhin zuverlässig zur Verfügung stehen.“

Die diesjährige Zuwendung der Sparda-Bank West unterstreicht erneut das Engagement der Genossenschaftsbank für soziale Einrichtungen in der Region und setzt ein klares Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Solidarität. Als ehemalige Eisenbahnerbank fühlt sich die Sparda-Bank West den Bahnhofsmissionen zudem in besonderer Weise verbunden.

Dominik Kanders (2.v.l.) und Natalie Hampf (2.v.r.), Filialleiter und stellvertretende Filialleiterin der Sparda-Bank-Filiale in Duisburg, überreichen einen symbolischen Scheck an die Leiter der Bahnhofsmission Bodo Gräßer vom Diakoniewerk Duisburg und Jonas Roch vom Caritasverband Duisburg e.V. - Foto Sparda-Bank West

SportBildungswerk ist mit neuem Programm gestartet
Sport und Feriencamps für Kids
Auch im neuen Jahr lädt das SportBildungswerk Duisburg wieder die ganze Familie zum Sporttreiben ein. Neben dem bewährten Sport- und Gesundheitsangebot für Erwachsene gibt es in diesem Jahr einige Neuheiten für Kinder. Egal ob beim Streetdance oder Dance-Mix (8-12 Jahre), Kinderturnen (6-10) oder den Stunt-Scooter Workshops (6-14), die Bewegungserfahrungen mit Spaß und in der Gruppe stehen immer im Mittelpunkt.

Auch in einem Schwimmkurs (Bronze/Silber) sind noch ein paar letzte Plätze frei. Zudem kann das bewährte Ferienangebot im Sportpark Duisburg erstmalig in den Osterferien angeboten werden (4 Tage, 8-16.30 Uhr, 127,-€) Die Anmeldung ist unter www.sportangebote-duisburg.de möglich. Weitere Informationen erhalten Sie sehr gerne auch telefonisch unter 0203 3000 880 bzw. per E-Mail an sportbildungswerk@ssb-duisburg.de.

Umzug ins Pflegeheim, Patientenverfügung etc. - Wie sage ich es den Eltern?
Das Begegnungs- und Beratungszentrum lädt kümmernde Menschen zum Infoabend
Wenn Angehörige bemerken, dass Seniorinnen oder Senioren hilfsbedürftig werden, gibt es meist mehr Fragen als Antworten. Und bei sensiblen Themen wie Patientenverfügung oder Umzug ins Alten- und Pflegeheim ist es oft schwierig, die Eltern von diesen und anderen Hilfsmöglichkeiten zu überzeugen.

Kirsten Beukenbusch vom Begegnungs- und Beratungszentrums Meiderich der Evangelischen Dienste Duisburg bietet genau zu diesem Thema einen Infoabend für Kinder von Seniorinnen und Senioren an. Sie möchte gerne am 20. Januar 2026 um 18 Uhr im Obermeidericher Gemeindehaus Emilstraße mit den kümmernden Menschen ins Gespräch kommen und Ansatzpunkte zur Konfliktlösung bieten. 

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig. Fragen vorab beantwortet Kirsten Beukenbusch unter Tel. 0203 4101052, Mobil: 0178 5410029 oder per Mail: kirsten.beukenbusch@edd.de.   

Gemeinsam Reparieren im Recyclingzentrum Mitte
Reparieren statt wegwerfen: Mit diesem einfachen Prinzip setzt das Repair-Café Hochfeld auch 2026 ein starkes Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft. Am Freitag, 16. Januar 2026, verwandelt sich das Recyclingzentrum Mitte der Wirtschaftsbetriebe Duisburg erneut in eine Werkstatt für Nachhaltigkeit und Nachbarschaftshilfe.

Aufgrund einer Baustelle am bisherigen Veranstaltungsort im Citywohnpark findet die beliebte Veranstaltung weiterhin bei den Wirtschaftsbetrieben statt.
Das Repair-Café setzt ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft. Ehrenamtliche Reparaturexpertinnen und -experten unterstützen Bürgerinnen und Bürger dabei, defekte Alltagsgegenstände wieder instand zu setzen. Ob Toaster, Lampe oder Stuhlbein – gemeinsam wird geschraubt, gelötet und repariert. Ziel ist es, Ressourcen zu schonen, Abfall zu vermeiden und die Lebensdauer von Gebrauchsgegenständen zu verlängern.

Copyright:  Adrian Chodkowski / Wirtschaftsbetriebe Duisburg

Organisiert wird das Repair-Café von engagierten Freiwilligen sowie den Reparaturexperten des Vereins DUISentrieb, die ihr Wissen und ihre handwerklichen Fähigkeiten unentgeltlich zur Verfügung stellen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Datum: Freitag, 16. Januar 2026
Uhrzeit: von 14.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Recyclingzentrum Mitte, Vygenstr. 6, 47053 Duisburg
Das Repair-Café findet im 1. Obergeschoss statt.

Ein neues Recht auf Reparatur: Gesetzentwurf zur Stärkung von Verbraucherrechten veröffentlicht

Verbraucherinnen und Verbraucher sollen ein neues Recht auf Reparatur bekommen. Es soll für bestimmte technische Geräte wie insbesondere Waschmaschinen, Kühlschränke und Smartphones gelten. Hersteller sollen künftig verpflichtet sein, diese Produkte mehrere Jahre zu einem angemessenen Preis zu reparieren.

Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz heute veröffentlicht hat. Er sieht weitere Neuerungen vor, mit denen nachhaltiger Konsum gefördert und Verbraucherrechte gestärkt werden sollen. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen einen Anreiz erhalten, sich bei einem defekten Produkt für eine Reparatur zu entscheiden, wenn sie auch eine Neulieferung verlangen könnten:
Ihr Recht auf Mangelgewährleistung soll sich bei einer Entscheidung für eine Reparatur von zwei auf drei Jahre verlängern. Der Gesetzentwurf stellt außerdem klar: Lässt sich ein Produkt nicht reparieren, obwohl bei dieser Art von Produkt eine Reparierbarkeit üblicherweise erwartet werden kann, begründet dies einen Sachmangel – und die Käuferin oder der Käufer kann Gewährleistungsrechte geltend machen. Der Gesetzentwurf geht auf die EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur zurück.

Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Stefanie Hubig erklärt dazu:
„Reparieren ist besser als Wegwerfen. Es schont die Umwelt und auch den Geldbeutel. Mit dem neuen Recht auf Reparatur wollen wir es Verbraucherinnen und Verbrauchern einfacher machen, sich für eine Reparatur zu entscheiden. Egal ob Smartphone, Waschmaschine oder Kühlschrank: Hersteller sollen bei bestimmten Produktgruppen künftig verpflichtet sein, Reparaturen vorzunehmen und Ersatzteile vorrätig zu halten.

Außerdem sollen Verbraucherinnen und Verbraucher einen konkreten Anreiz erhalten, sich für eine Reparatur zu entscheiden statt für die Lieferung eines neuen Produkts. Es geht uns um eine Stärkung der Verbraucherinnen und Verbraucher und um mehr Nachhaltigkeit. Die Wegwerfgesellschaft hat keine Zukunft. Wir brauchen eine neue Kultur des Reparierens. Das Recht kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten.“

Der heute veröffentlichte Gesetzentwurf setzt 1:1 die vollharmonisierende EU-Recht-auf-Reparatur-Richtlinie um. Die Vorgaben der Richtlinie sind bis zum 31. Juli 2026 in nationales Recht umzusetzen.

Der Gesetzentwurf sieht insbesondere folgende Änderungen vor:
Neues Recht auf Reparatur
Wer bestimmte technische Produkte wie Waschmaschinen, Kühlschränke und Smartphones herstellt, soll künftig verpflichtet sein, die Geräte unentgeltlich oder zu einem angemessenen Preis zu reparieren, wenn diese nach Kauf defekt gehen. Das Recht auf Reparatur soll mehrere Jahre geltend gemacht werden können; zum Beispiel bei Waschmaschinen für mindestens zehn Jahre und bei Smartphones für mindestens sieben Jahre.
Die zehn bzw. sieben Jahre beginnen in dem Moment, in dem die Produktion des Modells eingestellt wurde (und nicht etwa schon bei der Markteinführung). Das Recht auf Reparatur soll für alle Produkte gelten, für die die Hersteller bereits nach geltendem Recht Ersatzteile für eine bestimmte Zeit vorrätig halten müssen. In dieser Zeit sollen die Hersteller die Produkte künftig auch reparieren müssen.

Das neue Recht auf Reparatur wird insbesondere nach Ablauf der Gewährleistungsfrist relevant werden: wenn also keine Mängelgewährleistungsrechte gegenüber dem Verkäufer mehr bestehen. Es greift aber auch, wenn ein Produkt nicht schon bei Gefahrübergang mangelhaft war, sondern der Mangel erst später entstanden ist, oder wenn sich nicht beweisen lässt, dass der Mangel schon von Anfang an bestand. Verbraucherinnen und Verbraucher bekommen so die Möglichkeit, ihr Produkt reparieren zu lassen, statt es wegzuwerfen. Hersteller werden nicht unverhältnismäßig belastet.

Vorgaben zur Reparierbarkeit
Der Gesetzentwurf stellt klar: Lässt sich ein Produkt nicht reparieren, obwohl bei dieser Art von Produkt eine Reparierbarkeit normalerweise erwartet werden kann, begründet das einen Sachmangel – und die Käuferin oder der Käufer kann Gewährleistungsrechte geltend machen.

Insbesondere Hersteller von Waschmaschinen, Kühlschränken oder Smartphones sollen künftig die Ersatzteile und Werkzeuge für die Reparatur zu einem angemessenen Preis zur Verfügung stellen müssen. Sie sollen künftig grundsätzlich keine Software einsetzen oder technische Schutzmaßnahmen nutzen dürfen, die eine Reparatur behindern. Das gilt auch für eine Reparatur durch unabhängige Dritte oder eine Reparatur unter Verwendung anderer als der Originalersatzteile.

Verlängerung der Gewährleistungsfrist bei Entscheidung für eine Reparatur (und gegen eine Neulieferung)
Entscheiden sich Verbraucherinnen und Verbraucher bei einem mangelhaften Produkt, es reparieren zu lassen, obwohl sie auch eine Neulieferung verlangen könnten, soll sich die Gewährleistungsfrist gegenüber dem Verkäufer von zwei auf drei Jahre verlängern. So soll es für Verbraucherinnen und Verbraucher attraktiver werden, ein Produkt reparieren zu lassen, statt es auszutauschen. Die Dauer der Beweislastumkehr, bei der vermutet wird, dass ein Mangel bereits bei Übergabe vorhanden war, verbleibt unverändert bei einem Jahr.

Der Referentenentwurf wurde heute an die Länder und Verbände versandt und auf der Internetseite des BMJV veröffentlicht. Die interessierten Kreise haben nun Gelegenheit, bis zum 13. Februar 2026 Stellung zu nehmen. Die Stellungnahmen werden auf der Internetseite des BMJV veröffentlicht.

Den Gesetzentwurf sowie weitergehende Informationen und Antworten auf häufige Fragen finden Sie hier.

Handreichung zur grenzüberschreitenden Einzelfallarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe aktualisiert
Jugendämter und Gerichte sind zunehmend mit grenzüberschreitenden Fragestellungen bei Kinderschutz, Kindesentführungen, Platzierungen im Ausland und der Schnittstelle zum Migrationsrecht konfrontiert. Um Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe zu unterstützen, hat der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. seine Handreichung aktualisiert.

Jeder Staat verfügt über ein eigenes Familienrecht und Jugendhilfesystem. Bei der Bearbeitung von Fällen mit Auslandsbezug kommen kulturelle Unterschiede und Sprachbarrieren hinzu, was leicht zu Missverständnissen führen und den Hilfeprozess erschweren kann. Zusätzlich müssen internationale Übereinkommen zwischen den Staaten und auf europäischer Ebene beachtet werden.

„Ländergrenzen überschreitende Fälle in der Kinder- und Jugendhilfe erfordern ein sorgfältiges Zusammenspiel von rechtlichem Wissen, kulturellem Verständnis und praktischer Erfahrung, um die bestmögliche Unterstützung für die betroffenen Kinder zu gewährleisten“, sagt Dr. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Deutschen Vereins für öffentlichen und private Fürsorge e.V. „Orientierungshilfen und die Förderung von Kooperation zwischen den beteiligten Stellen sind unerlässlich.“

Die Handreichung wurde aufgrund aktueller Reformen, wie dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz und der Brüssel-IIb-Verordnung, überarbeitet. Sie zeigt anhand von Beispielen aus der täglichen Praxis des Internationalen Sozialdienstes (ISD) im Deutschen Verein mögliche Handlungswege zu typischen Konstellationen auf, gibt Informationen zum rechtlichen Rahmen, formuliert Verfahrensabläufe und benennt Ansprechpartner*innen.
Dabei werden die Themen Kinderschutz, Kindesentführung, Platzierung im Ausland, unbegleitete minderjährige Geflüchtete, Handel mit und Ausbeutung von Minderjährigen, Verschleppung, sowie Umgangs- und Sorgerechtskonflikte näher beleuchtet.

Um die unterschiedlichen Lösungsansätze im Bereich der Einzelfallarbeit mit Auslandsbezug zu veranschaulich, werden beispielhaft die Jugendhilfesysteme von Polen, Spanien und dem Libanon skizziert.

Die Handreichung des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. zur grenzüberschreitenden Einzelfallarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe ist unter https://www.deutscher-verein.de/fileadmin/user_upload/dv/pdfs/Empfehlungen_Stellungnahmen/2025/DV-14-25_Handreichung_Grenzueberschreitende_Einzelfallarbeit.pdf abrufbar.



Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 um 0,2 % gewachsen
Wirtschaftsleistung in Deutschland nimmt nach zwei Rezessionsjahren wieder leicht zu
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2025 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Anstieg der Wirtschaftsleistung in Deutschland 0,3 %.

"Nach zwei Rezessionsjahren ist die deutsche Wirtschaft wieder leicht gewachsen. Das Wachstum ist vor allem auf die gestiegenen Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates zurückzuführen", sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2025" in Berlin.

"Demgegenüber gaben die Exporte erneut nach. Die Exportwirtschaft sah sich heftigem Gegenwind ausgesetzt durch die höheren US-Zölle, die Euro-Aufwertung und die stärkere Konkurrenz aus China. Zudem hielt die Investitionsschwäche an. Sowohl in Ausrüstungen als auch Bauten wurde weniger investiert als im Vorjahr", so Brand weiter.


Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

Bruttoinlandsprodukt, preis- und kalenderbereinigt Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %



Bruttowertschöpfung sinkt im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe erneut, gemischtes Bild im Dienstleistungsbereich

Die Bruttowertschöpfung ging 2025 insgesamt leicht zurück. Preisbereinigt lag sie 0,1 % niedriger als im Vorjahr. Zwischen den Branchen gab es aber große Unterschiede.

Im Verarbeitenden Gewerbe wurde 2025 im dritten Jahr in Folge weniger erwirtschaftet. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % ab. Der Rückgang war damit weniger stark als in den beiden Vorjahren. Vor allem große Bereiche wie die Automobilindustrie und der Maschinenbau hatten Einbußen zu verzeichnen.
Beide Branchen sahen sich stärkerer Konkurrenz auf den weltweiten Absatzmärkten ausgesetzt. In der Chemieindustrie und anderen energieintensiven Industriezweigen unterschritt die wirtschaftliche Aktivität das niedrige Niveau der Vorjahre nochmals leicht.

Auch für das Baugewerbe war 2025 erneut ein schwieriges Jahr. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung sank nochmals um 3,6 %, die Zahl der Insolvenzen nahm zu. Anhaltend hohe Baupreise bremsten insbesondere den Hochbau und das Ausbaugewerbe deutlich aus. Besser war die Lage im Tiefbau: Der Neubau und die Instandsetzung etwa von Straßen, Bahnstrecken oder Energienetzen sorgten dafür, dass das Vorjahresniveau leicht übertroffen wurde.

Im Dienstleistungsbereich zeigte sich ein gemischtes Bild: So sank die preisbereinigte Bruttowertschöpfung der Unternehmensdienstleister im Vorjahresvergleich (-0,8 %). Die sonstigen Dienstleister, etwa für Sport, Unterhaltung und Erholung, mussten ebenfalls Einbußen hinnehmen (-0,3 %).

Im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung dagegen an (+1,2 %). Hierzu trug insbesondere der Einzelhandel bei. Das Gastgewerbe erwirtschaftete hingegen weniger als im Vorjahr. Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit wuchs die Wertschöpfung erneut (+1,4 %).

Konsumausgaben stützen das BIP, Investitionen gehen erneut zurück
Sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben stiegen im Jahr 2025 preisbereinigt deutlich gegenüber dem Vorjahr. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben nahmen insgesamt um 1,4 % zu. Besonders für Gesundheit gaben die privaten Haushalte mehr Geld aus als im Vorjahr (+3,8 %).

Auch die Ausgaben für Mobilität nahmen zu (+2,7 %). Dazu trugen vor allem gestiegene Pkw-Käufe bei. Weniger als im Vorjahr gaben die privaten Haushalte dagegen erneut für Gastronomie und Beherbergung aus (‑0,6 %). Der Staatskonsum stieg 2025 mit einem preisbereinigten Zuwachs von 1,5 % noch etwas stärker als der private Konsum. Hauptursache für den Anstieg war, dass die Sozialversicherung mehr Geld für Krankenhaus- und Arztbehandlungen, Medikamente sowie Pflege ausgeben musste. Auch das vom Staat gezahlte Arbeitnehmerentgelt erhöhte sich weiter.

Die Bruttoanlageinvestitionen sanken insgesamt um 0,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Bauinvestitionen gingen um 0,9 % zurück und damit das fünfte Mal in Folge. Anhaltend hohe Baupreise dürften dazu geführt haben, dass vor allem Vorhaben im Wohnungsbau nicht realisiert wurden. Mehr investiert wurde dagegen in Nichtwohnbauten wie Straßen, Brücken, Fabriken oder Bürogebäude.

Die Investitionen in Ausrüstungen – also Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – nahmen 2025 noch stärker ab als die Bauinvestitionen. Preisbereinigt lagen sie im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 % niedriger. Deutlich gestiegene investive Ausgaben des Staates, vor allem für Verteidigung, glichen dabei das Minus bei den gewerblichen Ausrüstungsinvestitionen nicht aus.

Exporte von Waren und Dienstleistungen insgesamt sinken leicht, Warenimporte steigen dagegen kräftig
In einem für den deutschen Außenhandel turbulenten Jahr gingen die Exporte 2025 nochmals zurück (-0,3 %), das war der dritte Rückgang in Folge. Ursächlich waren die Warenausfuhren, die das Vorjahresniveau preisbereinigt um 0,7 % unterschritten. Betroffen waren Kernbereiche der deutschen Exportwirtschaft: Nach den bislang vorliegenden Daten der Außenhandelsstatistik bis Oktober 2025 wurden weniger Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen und chemische Erzeugnisse exportiert. Die Dienstleistungsexporte waren dagegen preisbereinigt 1,1 % höher als im Vorjahr.

Auf der Importseite war die Situation im Jahr 2025 gänzlich anders: Nach zwei Jahren mit Rückgängen legten die Einfuhren preisbereinigt kräftig um 3,6 % zu. Treiber waren die Warenimporte, die deutlich um 5,1 % anstiegen. Unter anderem wurden mehr Maschinen, elektrische Ausrüstungen, pharmazeutische Erzeugnisse und Nahrungsmittel importiert als im Jahr 2024. Die Einfuhren von Dienstleistungen fielen mit einem Zuwachs von 0,2 % hinter die Wachstumsraten der Vorjahre zurück.

Langjähriger Anstieg der Erwerbstätigenzahl kommt zum Erliegen
Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 46,0 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Gegenüber dem Vorjahr blieb der Wert nahezu unverändert. Mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 war die Erwerbstätigenzahl seit 2006 durchgängig gewachsen.
Allerdings hatte der Anstieg seit Anfang 2024 deutlich an Dynamik verloren und kam nun 2025 zum Erliegen. Wie im Vorjahr legte die Beschäftigung ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen zu, vor allem im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit. Die Zahl der Erwerbstätigen im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe sank dagegen erneut.

Defizitquote des Staates geringer als im Vorjahr
Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2025 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von rund 107 Milliarden Euro. Wie im Vorjahr schlossen sowohl der Bund als auch die Länder, die Gemeinden und die Sozialversicherung mit einem Defizit. Das Finanzierungsdefizit lag knapp 8 Milliarden Euro niedriger als im Jahr 2024, da die Einnahmen des Staates mit +5,8 % stärker zunahmen als die Ausgaben mit +5,1 %.

Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen, das um 3,3 % zunahm, ergibt sich für Deutschland im Jahr 2025 eine Defizitquote von 2,4 %. Diese fällt damit geringer aus als im Vorjahr (2,7 %) und liegt unterhalb des Referenzwertes von 3 % aus dem europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt. Die Staatsquote, die als Verhältnis der Staatsausgaben zum BIP berechnet wird, lag im Jahr 2025 bei 50,3 % und stieg damit erstmals seit den Corona-Jahren 2020 und 2021 wieder auf einen Wert über 50 %.

Finanzierungsdefizit / -überschuss des Staates in Milliarden Euro



BIP im 4. Quartal 2025 nach bisherigen Erkenntnissen zum Vorquartal gestiegen Im aktuellen Ergebnis für das Bruttoinlandsprodukt 2025 ist eine erste sehr frühe Schätzung für das 4. Quartal 2025 enthalten. Diese basiert auf einer unvollständigeren Datenbasis als die reguläre Quartalsrechnung und ist daher unsicherer.

 Nach bisherigen Erkenntnissen stieg das BIP im 4. Quartal 2025 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal. Auch die ersten drei Quartale des Jahres 2025 wurden überarbeitet. Daraus resultierte für das 1. Quartal 2025 preis-, saison- und kalenderbereinigt eine um 0,1 Prozentpunkte bessere Wirtschaftsentwicklung gegenüber dem Vorquartal als bisher veröffentlicht.

Die reguläre Schnellschätzung für das Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2025 wird das Statistische Bundesamt am 30. Januar 2026 veröffentlichen. Detaillierte Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen folgen am 25. Februar 2026.


15. Januar: Martin-Luther-King-Tag - 100. Geburtstag von Maria Schell (1926)- 25 Jahre wikipedia


Emscher in Dinslaken: Renaturierung und Hochwassersicherheit
Ökologischer Schwerpunkt Wehofen

Vorbereitungen für Ökologischen Schwerpunkt Wehofen beginnen in Kürze. Im Rahmen der Deichschutzverordnung muss die Emschergenossenschaft zudem den Baumbewuchs auf den Deichen entfernen

Die Emschergenossenschaft beginnt im kommenden Jahr mit dem Bau des ökologischen Schwerpunktes Wehofen. In diesem Bereich wird der Fluss umfangreich renaturiert und erhält eine großzügige Aue. Erste Vorbereitungen für diese ökologische Maßnahme starten bereits in Kürze mit der Herrichtung der künftigen Bauflächen – hierfür wird die Emschergenossenschaft zunächst Bäume und Buschwerk entnehmen.

Darüber hinaus muss die Emschergenossenschaft in den kommenden drei bis fünf Jahren den Baumbewuchs im Bereich der Emscher-Deiche in Dinslaken zur Gewährleistung der Hochwassersicherheit weitestgehend entfernen. Die Emschergenossenschaft ist als Betreiberin der Deiche verpflichtet, die gesetzlich vorgegebenen Standards für die Deichsicherheit einzuhalten.

Grundlage hierfür sind die Deichschutzverordnung der Bezirksregierung Düsseldorf sowie die DIN 19712 (Norm für den Neubau, die Sanierung, Unterhaltung, Überwachung und Verteidigung von Hochwasserschutzanlagen an Fließgewässern). Die Emschergenossenschaft bittet für beide Maßnahmen um Verständnis.

Ökologischer Schwerpunkt Wehofen
Für den „Ökologischen Schwerpunkt Wehofen“, dessen Baubeginn für Anfang 2027 geplant ist, wird eine zirka 37.000 Quadratmeter große Auenfläche im Dreieck zwischen der Landwehrstraße und der Brinkstraße angelegt. Innerhalb dieser neuen Aue, für die unter anderem der rechtsseitige Deich in Richtung Norden zurückverlegt wird, entsteht ein zirka 600 Meter langes neues Flussbett für die Emscher.

Ziel dieses Projektes ist eine eigendynamische Entwicklung des Gewässers mit einer standortgerechten Flora und Fauna zur ökologischen Verbesserung des durch industrielle Nutzung stark geprägten Flusses.

Der neu entstehende Deich an der Emscher wird auf seiner gesamten Länge von knapp 950 Metern für ein 200-jährliches Hochwasser angelegt werden. Die Baumaßnahme, in die der öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsverband rund acht Millionen investiert, sollen etwa zwei Jahre dauern und im Frühjahr 2029 abgeschlossen sein.

Hochwassersichere Deiche
Die Anpassungen am Baumbewuchs auf den Deich-Abschnitten an der Emscher in Dinslaken sind auf der Grundlage gesetzlicher Vorgaben notwendig. Die Regelungen gelten nicht nur an der Emscher, sondern für alle Hochwasserschutzanlagen im Land Nordrhein-Westfalen. Hintergrund ist, dass die Wurzeln der Bäume den Deichkörper destabilisieren und damit den Hochwasserschutz gefährden könnten. In Dinslaken ist der Abschnitt zwischen der Kläranlage der Emschergenossenschaft an der Turmstraße und der Emscher-Mündung in den Rhein betroffen.

Bei den im Zuge dieser Maßnahme zu entfernenden Bäumen handelt es sich um Laubbäume, eine Vielzahl sind Pappeln. Eine exakte Aufnahme bzgl. der Größe, der Art und der Standorte der Gehölze erfolgt zurzeit durch die Emschergenossenschaft. Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass die Bäume an den Deichen und jeweiligen Schutzzonen in den nächsten drei bis fünf Jahren entfernt werden. Nicht betroffen sind die Bereiche, in denen keine Deiche, sondern lediglich Hochufer vorhanden sind.

Die ersten Rodungen sollen noch in der aktuellen Fällperiode (bis Ende Februar 2026) starten. Die Abfolge der Entnahme richtet sich nach einer Gefährdungskategorisierung. Ganz aktuell erfolgen noch die Aufnahme und Kartierung der Bäume.

Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis für die erforderliche Maßnahme, die ausschließlich der Sicherheit der Bevölkerung im Hochwasserfall dient. Über die weiteren Schritte wird der öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsverband informieren.

Emschergenossenschaft
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung.

Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut.

Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de

Planungen zum Spielplatz Tempoli
BZ-Anfrage an die nun ausführenden Gesellschaft (Wirtschaftsbetriebe Duisburg, vorher GeBAG und davor das IMD Immobilienmanagement Duisburg)

Wann genau soll der Abriss des bestehenden Containergebäudes beginnen?

Der Abriss des Bestandsgebäudes beginnt im Dezember 2025 und soll bis Ende Januar 2026 abgeschlossen sein. 

Wie lange wird die Ersatzcontaineranlage genutzt?

Die Ersatzcontaineranlage wird voraussichtlich bis ins erste Quartal 2027 genutzt.

Wann ist der Baustart des neuen Gebäudes vorgesehen? Wann soll es fertiggestellt und in Betrieb genommen werden?

Der Baustart für das neue Jugendzentrum beginnt mit der Herrichtung des Geländes (aktuell geplant für Ende März / Anfang April 2026). Der Neubau soll dann Ende 2026 fertiggestellt und Anfang 2027 in Betrieb genommen werden.  

Wie ist aktuell der Stand der Abstimmung mit dem Fördermittelgeber? Liegt inzwischen der endgültige Zuwendungsbescheid vor?

Der Zuwendungsbescheid liegt vor. Allerdings ist aufgrund der Umsetzung dieses Projektes als Modulbau durch den Fördermittelempfänger noch eine verlängerte baufachliche Prüfung seitens des Fördermittelgebers erforderlich. Diese erwarten wir noch in diesem Jahr.  

Im ersten Ratsbeschluss aus 2020 stand, bis Ende 2025 werde die Fertigstellung angestrebt. Warum hat sich der Neubau so stark verzögert?

Die Verzögerung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Dazu zählen die Umstrukturierung des Projekts hinsichtlich der Zuständigkeiten (vom IMD über die GEBAG bis hin zu den Wirtschaftsbetrieben Duisburg) sowie erhebliche Baukostensteigerungen und finanzielle Unsicherheiten infolge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges. Hinzu kamen notwendige Abstimmungen zum Modulbau sowie die rechtliche und finanzielle Absicherung des Projekts.

 

Außengelände:

Wie weit ist die Planung der Außenspielfläche fortgeschritten?

Der Förderantrag für die Außenspielfläche soll im Jahr 2026 gestellt werden, eine konkrete Planung liegt dementsprechend derzeit noch nicht vor. 

Wurde bereits ein Planungsbüro beauftragt – falls ja, welches?

Nein, es wurde noch kein Planungsbüro beauftragt, da bislang kein zugesagtes Förderprogramm für die Außenspielfläche besteht. 

Welche Maßnahmen aus dem Ratsbeschluss vom 2. Dezember 2024 sind noch aktuell, welche wurden verworfen?

Das wird sich erst nach der erteilten Förderung und der daraus folgenden Planung klären, daher können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch keine genaueren Angaben zu den konkreten Maßnahmen machen.  

Gibt es einen Zeitrahmen für den Beginn und Abschluss der Bauarbeiten?

Auch der zeitliche Rahmen steht in Abhängigkeit zur Bewilligung eines Förderprogramms, sodass wir auch hier noch keine abschließenden Auskünfte erteilen können.  

Soll der Umbau des Geländes zeitlich parallel oder erst nach Abschluss des Neubaus erfolgen?

Der Neubau wird vor den Außenanlagen fertiggestellt. Der Umbau des Geländes erfolgt somit vorbehaltlich eines Förderprogrammes nach Abschluss des Neubaus. 


Umbau insgesamt:

Inwiefern werden der Betrieb des Spielplatzes und die pädagogische Betreuung während des Umbaus eingeschränkt? Können Schulklassen und Besucher weiter empfangen werden? Wo kommen die Tiere unter?

Der Betrieb bleibt während der Baumaßnahmen grundsätzlich gewährleistet. Schulklassen und Besucherinnen und Besucher werden weiterhin empfangen, allerdings steht der Hauptzugang während der Baumaßnahmen nicht zur Verfügung. Stattdessen wird es eine temporäre Zuwegung über Seiteneingänge geben, über die das Tempoli gesondert informiert.
Aufgrund der Arbeiten sind einzelne Bereiche des Abenteuerspielplatzes nur eingeschränkt nutzbar, die pädagogische Betreuung läuft jedoch unverändert weiter. Auch die Tiere bleiben während des Umbaus in ihren gewohnten Stallungen. 


Mit welchen Gesamtkosten rechnen Sie derzeit? Wie haben sich die Kosten der beiden Maßnahmen entwickelt? Falls sich Kosten erhöht haben, warum und in welchem Ausmaß?

Derzeit wird auf Grundlage des Mehrkostenbeschlusses durch den Rat weiterhin mit 1,75 Millionen Euro für den Ersatzneubau gerechnet; für die provisorische Containeranlage und deren Versorgung werden Zusatzkosten entstehen. Die Kosten für die Neugestaltung des Außengeländes können aus oben genannten Gründen aktuell noch nicht final prognostiziert werden.

 

Welcher Kostenanteil wird durch Fördergeld finanziert? Aus welchen Förderprogrammen stammen diese Mittel?

Die Förderung für den Ersatzneubau beträgt 1,35 Millionen Euro, die Mittel stammen aus dem Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“.

 

Wann soll der gesamte Umbau des Abenteuerspielplatzes abgeschlossen sein?

Der Neubau des Jugendzentrums soll Ende 2026 erfolgen, zum Zeitplan für den Außenbereich können wir – aus zuvor erläuterten Gründen – aktuell noch keine belastbaren Aussagen treffen. Die BZ dankt den Wirtschaftsbetrieben



Bahn und Flug im Winterchaos – das gilt für EU-Reisende
Vergangene Woche sank gemeinsam mit den Temperaturen auch die Zuverlässigkeit von Bahn- und Flugverbindungen. Schnee und Eis führten vielerorts zu Verspätungen und Ausfällen. Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland informiert Reisende über ihre Rechte und gibt praktische Tipps, wie sie ihre Ansprüche durchsetzen können.

Schnee und Eis führten zuletzt zu Verspätungen und Ausfällen. Bild: KI-generiert
EU-weite Rechte für Reisende

Sind Sie in den vergangenen Wochen verspätet an Ihrem Zielort angekommen? Verzögerungen im Bahn- und Flugverkehr sind keineswegs Schnee von gestern – möglicherweise stehen Ihnen Erstattungen zu.

Auch wenn der Winter den Verkehr ausbremst, müssen Passagiere nicht auf ihre Rechte verzichten. Europaweit gelten klare Regeln: die EU-Bahngastrechte-Verordnung und die EU-Fluggastrechte-Verordnung.

Fahrgastrechte bei Bahnfahrten
Ab 60 Minuten Verspätung steht Reisenden eine kostenlose Umbuchung auf einen anderen Zug zu, außerdem eine angemessene Verpflegung, sofern dies praktisch durchführbar ist. Bei 60 bis 119 Minuten Verzögerung können Fahrgäste bei einer einfachen Fahrt 25 Prozent des Ticketpreises zurückverlangen, ab 120 Minuten sind es 50 Prozent.

Wird der Reiseantritt für Bahngäste durch eine erwartete Verspätung von mindestens 60 Minuten sinnlos, zum Beispiel da sie einen wichtigen Termin verpassen, können sie den vollständigen Fahrpreis von der Bahn zurückverlangen. Aber: Die Bahngesellschaft erstattet keine Folgekosten, etwa die Kosten eines Hotelzimmers, das Reisende wegen des Reiseabbruchs nicht nutzen konnten.

Bei einem Zugausfall haben Passagiere Anspruch auf eine kostenlose Umbuchung oder alternative Optionen. Kann die Weiterreise nicht mehr am selben Tag erfolgen, muss die Bahn eine Hotelübernachtung übernehmen.

Das EVZ bündelt auf seiner Website detaillierte Informationen zu den Bahngastrechten. Mithilfe des interaktiven Bahn-Tools können Reisende individuell ihre Rechte prüfen.

Gut zu wissen: Die Fahrt liegt schon etwas zurück? Da Reisende ihre Ansprüche bis zu drei Monate nach der Fahrt geltend machen können, können sie auch noch eine Fahrt aus der Vorweihnachtszeit reklamieren.

Verspäteter Flug oder Annullierung? Das gilt für Fluggäste
Für Ausgleichszahlungen bei einer Flugverspätung ist die Voraussetzung, dass diese am Zielflughafen mindestens drei Stunden beträgt. Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach der Flugstrecke und kann bis zu 600€ betragen. Bei einer Verzögerung von mindestens fünf Stunden können Passagiere alternativ den vollen Ticketpreis zurückverlangen.

Ansprüche auf Verpflegung hängen von der Dauer der Wartezeit und der Flugstrecke ab. Kann die Weiterreise erst am nächsten Tag erfolgen, etwa weil der Flug erst am Morgen startet, greift die volle Betreuungspflicht: Die Airline organisiert und übernimmt die Hotelübernachtung und den Transfer.

Fällt ein Flug aus, haben Passagiere Anspruch auf eine Erstattung des vollständigen Ticketpreises oder auf eine Ersatzbeförderung. Eine Entschädigung richtet sich nach der zeitlichen Abweichung des angebotenen Ersatzflugs.

Mit dem Flug-Tool des EVZ lassen sich Ansprüche interaktiv und schnell prüfen. Das EVZ bietet zudem eine Übersicht zu Entschädigungsansprüchen und erläutert, wie Flugpassagiere ihre Beschwerde einreichen können.

Wann besteht kein Anspruch auf Entschädigung?
Winterwetter allein entbindet Verkehrsunternehmen nicht automatisch von ihren Pflichten. Ob Schnee und Eis als höhere Gewalt gelten, hängt davon ab, wie außergewöhnlich das Wetter tatsächlich ist. Ob ein Entschädigungsanspruch zusteht, entscheidet sich daher im Einzelfall. Andere Rechte, wie der Anspruch auf Verpflegung und Umbuchung, bestehen in solchen Fällen jedoch weiterhin. Fahrgäste sollten daher nicht zögern, ihre Forderung geltend zu machen.

Wie Sie sich rechtlich warm anziehen: Tipps für Reisende
- Zeitpuffer einplanen: Planen Sie bei wichtigen Terminen oder Anschlussverbindungen bewusst mehr Zeit ein.
- Push-Benachrichtigungen aktivieren: Schalten Sie App- und E-Mail-- Benachrichtigungen ein, um frühzeitig über Änderungen informiert zu werden.
- Störungen dokumentieren: Halten Sie Verspätungen und Ausfälle mittels Fotos fest.
- Verpflegung klären: Fragen Sie zunächst beim Beförderer nach, ob Verpflegung und- Übernachtung organisiert werden, bevor Sie sie selbst organisieren und die Kosten vorstrecken.
- Belege sammeln: Dokumentieren Sie alle Ausgaben für Essen, Taxi oder Hotel, um entstandene Kosten später geltend machen zu können.

Kostenlose Unterstützung
Auf der Website des EVZ finden Bahn- und Fluggäste Informationen, Online-Tools und Musterbriefe, mit welchen sie ihre Rechte bei europaweiten Reisen durchsetzen können. Auch Schlichtungsstellen für die Bereiche Flug-, Bahn- und Pauschalreisen können kostenfrei genutzt werden, falls Sie selbst nicht mehr weiterkommen.
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14. Januar:
Geburtstag von Sängerin Caterina Valente (1931), Martin Niemöller (1892, 80. Geburtstag von Howard Carpendale - Todestag von Schauspieler Humphrey Bogart (1899 geboren)

Duisburg: 410 Dachdecker in 54 Betrieben: 16,60 Euro pro Stunde ist das neue „Dachdecker-Minimum“  
Höherer Lohn für die „höchsten Jobs“ in Duisburg: Für Dachdecker gibt es einen speziellen Mindestlohn. Und der geht jetzt im Januar nach oben: Wer seinen Gesellenbrief als Dachdecker in der Tasche hat, verdient ab sofort mindestens 16,60 Euro pro Stunde. Darauf hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen.

Bereit, den Menschen in Duisburg aufs Dach zu steigen. Und das für einen höheren Lohn: Dachdecker in der Stadt bekommen ab sofort mindestens 16,60 Euro pro Stunde für ihre der Stadt. Darauf hat die IG BAU DuisburgNiederrhein hingewiesen

„Dachdecker haben damit bei einem Vollzeitjob am Monatsende gut 100 Euro mehr in der Tasche“, sagt Karina Pfau von der IG BAU Duisburg-Niederrhein. Auch der Mindestlohn für ungelernte Kräfte in den 54 Dachdeckerbetrieben in Duisburg steige: „Er liegt jetzt bei 14,96 Euro pro Stunde“, so die Bezirksvorsitzende Pfau. Die IG BAU Duisburg-Niederrhein ruft die Dachdecker in der Stadt, die statt des Tariflohns lediglich den Mindestlohn verdienen, dazu auf, ihre Lohnabrechnung für den Januar zu kontrollieren.

Die Gewerkschaft unterstützt sie dabei: 02 03 – 298 87 – 0 | duisburg@igbau.de. Die IG BAU hat zudem bereits für die kommenden beiden Jahre eine weitere Steigerung des Dachdecker-Mindestlohns am Verhandlungstisch durchgesetzt. Insgesamt arbeiten in Duisburg nach Angaben der IG BAU rund 410 Beschäftigte im Dachdeckerhandwerk. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Angaben der Arbeitsagentur.

NRW: Bis zu 1,2 Millionen Jobs könnten von der jüngsten Mindestlohnerhöhung profitieren
* 0,9 Millionen Jobs davon in nicht tarifgebundenen Betrieben.
* 61 % aller geringfügig Beschäftigten und jede sechste Frau von Anhebung begünstigt.
* 51 % der Beschäftigten im Gastgewerbe profitieren.

Nach neuesten Berechnungen auf Basis der Verdiensterhebung vom April 2025, könnten bis zu 1,2 Millionen Beschäftigungsverhältnisse in Nordrhein-Westfalen von der geplanten Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro pro Stunde zum 1. Januar 2026 begünstigt sein. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lagen im April 2025 damit 14 % aller Jobs in NRW unterhalb des geplanten Mindestlohns von 13,90 Euro.

Von diesen Jobs entfallen 78 % (rund 0,9 Millionen), auf Beschäftigungsverhältnisse in nicht tarifgebundenen Betrieben. In den nicht tarifgebundenen Betrieben würden rund ein Fünftel (21 %) der Beschäftigten von der Mindestlohnerhöhung profitieren. Geringfügig entlohnte Beschäftigte und Frauen profitieren Geringfügig entlohnte Beschäftigte und Frauen würden ebenfalls in besonderem Maße von der Mindestlohnerhöhung profitieren.

Bezogen auf alle geringfügig entlohnten Beschäftigten würden die Verdienste von 61 % dieser Beschäftigten angehoben werden. Innerhalb der Beschäftigtengruppe der Frauen wäre jede sechste Beschäftigte, das sind 16 % der weiblichen Beschäftigten, von der Anhebung betroffen. Jeder zweite Beschäftigte im Gastgewerbe profitiert

Mit etwas mehr als 1 Millionen Beschäftigungsverhältnissen würden auch insbesondere die Beschäftigten im Dienstleistungsbereich von der Mindestlohnanpassung profitieren. Besonders betroffen wäre das Gastgewerbe, hier würde jede/-r zweite Beschäftigte (51 %) den erhöhten Mindestlohn erhalten.

Auch in den Wirtschaftsabschnitten Grundstücks- und Wohnungswesen (30 %), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (24 %) sowie Verkehr und Lagerei (22 %) würde sich die Mindestlohnerhöhung besonders bemerkbar machen.

1,0 Millionen Sterbefälle im Jahr 2025
Im Jahr 2025 sind in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gut 1,0 Millionen Menschen gestorben. Die Zahl der Sterbefälle ist damit im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleichgeblieben (-4 600 Fälle oder -0,5 %).



Die ersten Ergebnisse für das Jahr 2025 zeigen nun, dass die Sterbefallzahlen im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich geblieben sind. Die Lebenserwartung dürfte somit weiter angestiegen sein (Ergebnisse zur Lebenserwartung 2025 veröffentlicht das Statistische Bundesamt im Sommer 2026).



Grippewelle im Februar/März, danach Sterbefallzahlen unter den Vergleichswerten
Im Januar 2025 lagen die Sterbefallzahlen insgesamt im Bereich des mittleren Wertes der Jahre 2021 bis 2024, Ende Januar lagen sie leicht darüber. Im Februar betrug die Differenz zum mittleren Wert der vier Vorjahre insgesamt +10 %. Im März ging der Unterschied zum Vergleichswert etwas zurück und betrug noch +6 %.

Die erhöhten Sterbefallzahlen ab Ende Januar traten zeitgleich mit einer vergleichsweise starken Verbreitung von Atemwegserkrankungen auf. Die Zahl schwer verlaufender Atemwegserkrankungen war im März und April stark rückläufig, die Grippewelle galt Anfang April als beendet.

Die Sterbefallzahlen lagen im weiteren Jahresverlauf, mit Ausnahme einer Hitzewoche Anfang Juli, unter den Vergleichswerten der vier Vorjahre oder in deren Bereich. Zum Jahresende fielen die Sterbefallzahlen besonders deutlich unter die Vergleichswerte ­– nach aktuellem Ergebnis der Hochrechnung für Dezember 2025 um 13 %.

Dass die Sterbefallzahlen im Jahresverlauf 2025 teils erkennbar unter dem mittleren Wert der vier Vorjahre lagen, hängt mit den zeitweise deutlich erhöhten Sterbefallzahlen in den Jahren 2021 und 2022 aus dem Vergleichszeitraum zusammen. Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Sterblichkeit in diesen Phasen außergewöhnlich niedrig war.

So hat sich beispielsweise in den Jahren der Corona-Pandemie ein saisonales Muster gezeigt, bei dem die Sterbefallzahlen zum Jahresende deutlich und im Vergleich zu vorpandemischen Jahren in ungewöhnlichem Maße angestiegen sind. Dieses Muster wird im aktuellen Vergleich der Sterbefallzahlen des Jahres 2025 mit dem mittleren Wert der vier Vorjahre 2021 bis 2024 noch teilweise berücksichtigt.

Dass die Sterbefallzahlen zum Jahresende nun im dritten Jahr in Folge vergleichsweise niedrig waren, bestätigt somit eine Rückkehr zu dem saisonalen Muster, das vor der Pandemie in fast allen Jahren beobachtet wurde.

Jahresbilanz 2025: Straßenverkehrsamt stellt statistische Zahlen vor
Zulassungen, Genehmigungen und mehr: Die Zulassungs- und Fahrerlaubnisbehörde sowie der Personen- und Güterverkehr des Straßenverkehrsamtes kümmern sich in Duisburg um alle Dienstleistungen rund um die Verkehrsmobilität. Wie haben sich die Zahlen 2025 entwickelt? Das Amt zieht Bilanz.

Fahrerlaubnisbehörde
Die Fahrerlaubnisbehörde ist für alle Führerscheinangelegenheiten (wie beispielsweise Umtausch, Erteilung, Neuerteilung), Eignungsüberprüfungen, Verzicht auf die Fahrerlaubnis, Maßnahmen nach dem Punktesystem sowie Fahrlehrerlaubnis- und Fahrschulangelegenheiten zuständig.

Im Jahr 2025 haben die Mitarbeitenden insgesamt 27.911 Fahrerlaubnisanträge bearbeitet (2024: 26.957). Dabei handelte es sich unter anderem um Anträge auf begleitetes Fahren ab 17 Jahren, Ersterteilungen, Erweiterungen sowie Neuerteilungen von Fahrerlaubnissen. Darüber hinaus gab das Team 1.313 Fahrerkarten aus (2024: 1.565). Diese personengebundenen Nachweise mit Speicherchip dokumentieren Fahr- und Arbeitszeiten. Davon entfielen 40 Fahrerkarten auf Frauen (2024: 42). Die Zahl der Fahrverbote blieb nahezu konstant.

2025 hat das Amt 1.434 Fahrverbote registriert, im Vorjahr waren es 1.476. Weiterhin ist ein deutlicher Anstieg bei den Anträgen auf Fahrerlaubnisse zur Fahrgastbeförderung (Taxi/Mietwagen) zu verzeichnen. Insgesamt wurden 1.159 Anträge gestellt (2024: 986; 2023: 852; 2022: 647). Im Jahr 2025 gab es 20.373 persönliche Vorsprachen bei der Fahrerlaubnisbehörde (2024: 19.302). Davon entfielen 1.664 auf Notfalltermine.

Deutlich angestiegen sind zudem die Führerschein-Umtauschvorgänge, insbesondere im Rahmen des Pflichtumtausches, mit 7.874 Fällen (2024: 5.150). Auch den sogenannten „Walk-by“-Schalter, an dem Dienstleistungen ohne vorherige Terminvereinbarung möglich sind, haben die Duisburgerinnen und Duisburger häufiger genutzt. Mehr als 6.400 nahmen dieses Angebot in Anspruch (2024: 4.100).

Insgesamt stieg die Zahl der Vorsprachen damit auf mehr als 28.437 (2024: 23.400). Im Bereich der Fahreignung hat die Behörde 263 Fahrerlaubnisse entzogen (2024: 372). Zusätzlich verzichteten 300 Personen im Rahmen von Eignungsprüfungen freiwillig auf ihre Fahrerlaubnis.

Gerichte haben zudem 190 Fahrerlaubnisse entzogen (2024: 234) sowie weitere 98 Fahrerlaubnisse sichergestellt (2024: 119). In 2.607 Fällen ordnete die Fahrerlaubnisbehörde medizinisch-psychologische oder fachärztliche Gutachten an (2024: 1.598). Bei Fahrerlaubnisinhaberinnen und -inhabern in der Probezeit hat das Team insgesamt 1.063 Maßnahmen angeordnet, darunter Aufbauseminare und Verwarnungen.

Im Rahmen des Punktebewertungssystems erfolgten 2.202 Maßnahmen, davon 1.814 Ermahnungen (1. Stufe) und 388 Verwarnungen (2. Stufe). Darüber hinaus gingen über 2.213 Mitteilungen und Anzeigen von Polizei und Gerichten zur Eignungsüberprüfung ein.  Positiv zu vermerken ist die Entwicklung im Bereich der Fahrlehrerlaubnisse. Trotz anhaltenden Fahrlehrermangels konnten im vergangenen Jahr 15 Fahrlehrererlaubnisse erteilt werden (2024: 20; vor zehn Jahren: 3).

Zulassungsbehörde
Die Zulassungsbehörde des Straßenverkehrsamtes kümmert sich neben der Zulassung von Fahrzeugen unter anderem auch um die Umschreibung von Fahrzeugen, Kurzzeitkennzeichen, Ausfuhrkennzeichen, Saisonkennzeichen, Umkennzeichnung auf ein Wunschkennzeichen oder Kfz-Ersatzpapiere.

In Duisburg gab es im Jahr 2025 insgesamt 69.243 Zulassungen für Pkw, Motorräder, Roller, Lkw, Busse und andere Fahrzeuge. Im Jahr 2024 waren es 68.479 Zulassungen. Aktuell sind insgesamt 306.526 Fahrzeuge in Duisburg zugelassen. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 waren es 277.514 Fahrzeuge. Insgesamt erfolgten im vergangenen Jahr 11.545 Neuzulassungen, im Jahr 2024 waren es 13.008.

Abgemeldet wurden 44.274 Fahrzeuge (2024: 38.959). Die Zahl der Elektro- und Hybridfahrzeuge in Duisburg hat seit 2016 zugenommen: Im Jahr 2016 gab es nur 79 Elektrofahrzeuge und 598 Hybridfahrzeuge. 2024 zählte die Zulassungsbehörde 5.583 Elektrofahrzeuge sowie 15.776 Hybridfahrzeuge. Im Jahr 2025 waren es 6.994 Elektrofahrzeuge sowie 19.957 Hybridfahrzeuge.

Personen- und Güterverkehr
Der Bereich Personen- und Güterverkehr ist unter anderem Genehmigungsbehörde für den gewerblichen Güterverkehr. Eine große Herausforderung für die Bearbeitung der Anträge zur Durchführung von Schwer- und Großraumtransporten war im vergangenen Jahr die Baustellensituation im Stadtgebiet Duisburg, wie beispielsweise die A40- Rheinbrücke, der A3-Brückenneubau am Kreuz Kaiserberg und die Herabsetzung der Belastbarkeit der A 59 im Bereich der Berliner Brücke, was zur Umfahrung über das Duisburger Stadtgebiet führte.

Die Mitarbeitenden mussten aufgrund von vorübergehenden Sperrungen bei der Streckenführung Umleitungen vorgeben. Insgesamt haben sie 2.583 Anträge genehmigt und 7.121 Anhörungen, beispielsweise für die Fahrt durch Duisburger Stadtgebiet, bearbeitet. Zusätzlich hat das Team 768 verkehrsrechtliche Anordnungen erstellt.

Dabei handelt es sich um spezielle Regelungen mit Auflagen zum Schutz der Infrastruktur oder der Verkehrssicherheit. Sie können beispielsweise die Vorgaben bestimmter Routen, Zeitfenster für die Durchführung des Transports oder die Begleitung durch Sicherungsfahrzeuge umfassen.

Online-Termine
Grundsätzlich ist ein Besuch der Zulassungs- und Fahrerlaubnisbehörde des Straßenverkehrsamtes nur mit einem gebuchten Online-Termin möglich: www.duisburg.de/termine. Im Straßenverkehrsamt arbeiten rund 90 Mitarbeitende sowie Auszubildende aus den Bereichen Zulassungs- und Fahrerlaubnisbehörde sowie Personenund Güterverkehr.

Vortrag im Stadtarchiv: Über den Quellenwert des Corputius-Plans
Um den Corputius-Plan und seinen Wert für die Archäologie geht es in einem Vortrag am Donnerstag, 22. Januar, ab 18.15 Uhr in der DenkStätte des Stadtarchivs am Karmelplatz 5 am Innenhafen.

Der Duisburger Fotograf und Grafiker Frank Napierola präsentiert zum ersten Mal den neubearbeiteten Corputius-Plan und berichtet von den aufwendigen Schritten, den Plan in seiner ursprünglichen farblichen Brillanz neu zu schaffen. So ist es möglich, den Plan in seinem Facettenreichtum neu zu bewerten und ihn als Quelle für die Stadtgeschichte neu zu erschließen.

Ausschnitt Corputius-Plan mit Salvatorkirche C Stadt Duisburg

Stadtarchäologe Dr. Kai Thomas Platz erläutert, wie er zu dem Ergebnis kommt, dass die vermeintliche mangelnde geometrische Genauigkeit des Corputius-Planes eine bewusste Komposition seines Schöpfers, Johannes Corputius, darstellt. Abschließend berichtet Karina Schnakenberg über neue Aspekte zur spätmittelalterlichen Geschichte Duisburgs, an denen sie in ihrer Dissertation „Genese des westlichen Ruhrgebiets“ arbeitet.
Die Teilnahme an dem Vortrag ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 60 Personen beschränkt.


Sauberes Trinkwasser: Zusätzliche EU-weite Schutzmaßnahmen gegen PFAS treten in Kraft
Seit dem 12.1.2026 müssen die EU-Mitgliedstaaten die Gehalte von per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) im Trinkwasser systematisch überwachen, um neue, europaweite Grenzwerte einzuhalten. Das trägt unmittelbar dazu bei, das Recht auf sicheres Trinkwasser für die Menschen in Europa durchzusetzen, eines der Ziele der EU-Wasserresilienz-Strategie.  

 PFAS schnell erkennen und handeln
Jessika Roswall, EU-Kommissarin für Umwelt, Wasserresilienz und eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft, erklärte: „Die PFAS-Verschmutzung ist ein wachsendes Problem für das Trinkwasser in ganz Europa. Mit harmonisierten Grenzwerten und einer obligatorischen Überwachung, die jetzt in Kraft sind, verfügen die Mitgliedstaaten über die Regeln und Instrumente, um PFAS zum Schutz der öffentlichen Gesundheit rasch zu erkennen und zu bekämpfen.“ 

Einheitliches Vorgehen europaweit
Die verstärkte Überwachung hatten die EU-Staaten und Europäisches Parlament im Rahmen der Neufassung der Trinkwasserrichtlinie 2020 beschlossen.  Um eine einheitliche Überwachung in der gesamten EU zu unterstützen, hatte die Kommission 2024 technische Leitlinien veröffentlicht.  Die EU-Staaten müssen die Kommission über die Ergebnisse ihrer Überwachung unterrichten.

Bei Überschreitung der Grenzwerte müssen die Mitgliedstaaten Maßnahmen ergreifen, um den PFAS-Wert zu senken, um die öffentliche Gesundheit zu schützen und die Öffentlichkeit zu informieren.
Konsequenzen könnten beispielsweise die Schließung kontaminierter Brunnen, das Hinzufügen von Behandlungsschritten zur Entfernung von PFAS oder die Einschränkung der Trinkwasserversorgung umfassen, und zwar solange die Überschreitung anhält. 

Tanzabend "Grey Area" im Theater Duisburg
Mit Grey Area ist der neue Tanzabend überschrieben, der am 16. Januar, 19.30 Uhr, im Theater Duisburg Premiere feiert. Im Zentrum des Abends steht David Dawsons titelgebender Klassiker über einen ungreifbaren und zugleich hoffnungsvollen Zustand zwischen Ende und Wiederbeginn.

Nicht das Ziel, sondern der Weg selbst ist Ausgangspunkt für Bridget Breiners neue Kreation "Shards", in der sie wertvolle Momente des Dazwischen-Seins erforscht. Den Abschluss dieser Auslotung von Zwischenräumen macht die kanadische Choreographin Lesley Telford mit "Threshold of a Fall". https://www.theater-duisburg.de

Große Gartenmythen – Gartenbauexperte klärt auf
Kaffee gegen Schnecken? Am wirksamsten sind Hühner oder Laufenten als natürliche Schneckenjäger.

Quelle: pixabay

Planungen für die neue Gartensaison laufen bereits und bei der Recherche zur richtigen Vorbereitung des Gartenjahres stoßen Gartenbegeisterte immer wieder auf kuriose Tipps oder Bauernregeln. Um keine Fehler zu begehen, nimmt Dr. Lutz Popp, Gartenbauexperte vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V. (BLGL), fünf weit verbreitete Mythen unter die Lupe und klärt auf, was an den Ratschlägen dran ist.

Mythos: Kaffee schützt vor Schnecken
Kaffee hat – wie so viele andere landläufig immer wieder genannte Substanzen oder Maßnahmen – keine gesicherte Wirkung gegen Schnecken. Laut Pflanzenschutzgesetz ist das Ausbringen von Kaffeesud, ebenso wie anderer, selbst zusammengebrauter Pflanzenschutzmittel („Hausmittel“) sogar verboten.

Gartenbauexperte Dr. Lutz Popp rät, zu Alternativen zu greifen: „Es gibt deutlich effektivere Methoden, um Schneckenschäden an den Pflanzen zu vermeiden, etwa Absammeln, Bierfallen oder Schneckenzäune. Wessen Gartengröße es zulässt, kann auch Hühner und Laufenten als Schneckenvertilger einsetzen. Im Idealfall kombiniert man viele verschiedene Maßnahmen miteinander.“

Mythos: Viel Dünger = optimaler Ertrag
Dieser Mythos stimmt nicht: Düngergaben erhöhen den Ertrag nur dann, wenn der Boden mit Nährstoffen unterversorgt ist, und auch nur so weit, bis ein „Sättigungspunkt“ erreicht wird. Bei dessen Überschreiten stagniert der Ertrag oder sinkt bei noch höherer Düngung sogar ab.

Viele Untersuchungen der letzten Jahre und Jahrzehnte haben ergeben, dass die meisten Gartenflächen in Deutschland durch langjährig zu hohe Düngergaben stark überdüngt sind – mit negativen Auswirkungen auf den Ertrag, die Pflanzenqualität und die Umwelt, z. B. Nitrat im Grundwasser. Dr. Popp empfiehlt, vor Düngungsmaßnahmen eine Bodenanalyse durchzuführen, die Aufschluss über den tatsächlichen Bedarf an Nährstoffen gibt.

Mythos: Kompost stinkt immer
Auch dies ist falsch! Richtig aufgesetzter und „gepflegter“ Kompost riecht angenehm erdig oder nach Waldboden. Gestank tritt meist nur dann auf, wenn der Kompost zu feucht ist, unter Sauerstoffmangel leidet und anaerobe Prozesse ablaufen. „Ursache hierfür sind zu viele weiche und feuchte Abfälle.

Der Kompost soll deshalb von Anfang an mit trockenem, strukturreichem Material versetzt werden. Außerdem ist der Kompost in regelmäßigen Abständen umzusetzen, am besten mit einer Grabgabel. So kann immer wieder ausreichend Sauerstoff eintreten, die Bildung verdichteter Klumpen vermieden und der mikrobiologische Rotteprozess aerob am Laufen gehalten werden“, so der Experte des BLGL.

Mythos: Tomaten reifen schneller, wenn man sie ins Haus bringt
Richtig – sofern es draußen bedingt durch das Voranschreiten der Jahreszeiten an Sonne und Wärme fehlt. Im Herbst bei niedrigen Tages- und vor allem Nachttemperaturen können Tomaten grün oder leicht gelblich bis orange geerntet und ins Haus gebracht werden, denn Temperaturen um 20 °C beschleunigen die Reife deutlich.

Dr. Popps Tipp: „Die Tomaten sollten in einer trockenen Schachtel oder Papiertüte gelagert werden, am besten in Gesellschaft von einer reifen Banane oder einem Apfel, denn diese produzieren das Reifegas Ethylen. Ein heller Standort mit starkem Lichteinfall ist nicht nötig, jedoch eine regelmäßige Kontrolle, um eventuell faulende Früchte frühzeitig auszusortieren.“

Mythos: Verblühte Stauden umgehend zurückschneiden
Falsch, denn das Belassen verblühter Stauden sorgt für den Verbleib nährstoffreicher Stängel- und Blattmassen auf den Beeten. Zusätzlich stellen verblühte Pflanzen samt ihrer Fruchtstände Rückzugs- und Lebensraum sowie Nahrungsangebote für viele Kleintiere dar.

Erst im ausgehenden Winter oder beginnenden Frühjahr sind die dann leichten, trockenen Stängel zu entfernen – die Methode vereint also einen hohen ökologischen Wert mit weniger Arbeitsaufwand und verbessert die Bodenqualität. „Nur wenn es zu Fäulnis kommt, das Aussamen ausbreitungsfreudiger Arten verhindert werden oder eventuell eine Nachblüte angeregt werden soll, ist ein umgehender Rückschnitt notwendig“, informiert Dr. Popp.

Die Analyse zeigt: Die Beratung durch einen Experten hilft dabei, Halb- oder Falschwissen zu enttarnen und Tipps zu erfahren, die wirklich funktionieren. Wenn durch falsche Ratschläge versprochene Ergebnisse im Garten nicht eintreten, entsteht schnell Frust. Das Aufklären von Mythen trägt deshalb nicht nur dazu bei, den Garten nachhaltiger und effizienter zu gestalten, sondern bringt letztlich auch mehr Freude am Gärtnern.

Vom Feiern und Fürchten: Kirchen laden zur ökumenischen Bibelwoche
Evangelische Kirchengemeinde Ruhrort-Beeck und die katholische Nachbargemeinde sowie Pfarrerin Lisa Federl, Pater Gereon und Pfarrer i.R. Tijmen Aukes laden herzlich zur Ökumenischen Bibelwoche 2026 ein.

Es geht unter dem Motto „Vom Feiern und Fürchten“ an vier gemütlichen Abenden im Gemeindehaus am Ostackerweg 75, - vom 19. bis zum 22. Januar, immer um 18 Uhr - um das biblische Buch Esther. Dazu heißt es in der Ankündigung: „Die spannende Story handelt davon, wie die jüdische Gemeinschaft unter persischer Herrschaft in der Diaspora lebt, angefeindet und bedroht, weil sie an ihrem Glauben festhält. Die Fragen, die das Buch aufwirft, sind so aktuell, dass sie fast aus der Zeitung stammen könnten – perfekt für einen regen Austausch!“

Eine Anmeldung ist möglich, aber nicht zwingend, Rückfragen beantwortet Pfarrerin Federl gerne (lisa.federl@ekir.de oder 0170 7449838). Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.ruhrort-beeck.de.  

Gemeindezentrum Ostacker (Foto: www.ruhrort-beeck.de).

Barocke Musik aus italienischen Landen... beim Konzert in Neudorf
Am 18. Januar ist um 17 Uhr erneut "Embiscara Consort" zu Gast im Neudorfer Gemeindezentrum, Wildstraße 31. Unter der Leitung von Ada Tanir präsentiert das Ensemble ein vielfältiges Programm unter dem Titel „Barocke Musik aus italienischen Landen“.

Ensemble "Embiscara Consort" - (Foto: Embiscara Consort)

Es erklingen Werke für die Kirche, zum Tanzen und zum Singen – Musik, die die Natur nachahmt und barocke Virtuosität eindrucksvoll zur Geltung bringt. Wie gewohnt bringt das Ensemble eine Auswahl historischer Instrumente, passende Requisiten sowie die Freude am gemeinsamen Musizieren mit. Auch die Tänzerinnen und Tänzer des Consorts werden wieder mitwirken und dem Konzert ein lebendiges, barockes Flair verleihen.

Die Evangelische Kirchengemeinde Duisburg Hochfeld Neudorf lädt ein zu einem stimmungsvollen Nachmittag voller barocker Klänge und italienischer Lebensfreude! Eintritt frei – Spenden willkommen. Infos zur Gemeinde: www.hochfeld-neudorf.de.   

Wenn Gefühle überkochen:Vortrag mit Tipps für den Erziehungsalltag
Wut und Trotz gehören zur Entwicklung und stellen Kinder wie Erwachsene vor Herausforderungen. Die Evangelische Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh lädt ein zu einem Vortragsabend, bei dem auch wichtige Impulse für den Erziehungsalltag gegeben werden.

Dies übernimmt am 20. Januar um 18 Uhr im Familienzentrum Obermarxloh, Wittenberger Str. 15, Dozent Roland Schild vom Evangelischen Bildungswerk. Er wird davon sprechen, wie wichtig für den Alltag die Fähigkeit ist, Gefühle zu erkennen, zu benennen und Schritt für Schritt regulieren zu lernen.

Zudem geht es um Themen wie Impulskontrolle, Frustrationstoleranz und den Umgang mit Bedürfnissen. Anmeldung sind im Familienzentrum erbeten: Telefonnummer: 0203/75969702. Infos zur Gemeinde gibt es im netz unter www.bonhoeffer-gemeinde.org.

Aktionsbündnisses "Für die Würde unserer Städte": Rekord-Minus: Kommunen fordern Soforthilfe
Das Defizit in den Haushalten der Städte und Gemeinden ist im dritten Quartal weiter gewachsen. Das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ schlägt deshalb eine höhere Beteiligung des Bundes an den Sozialkosten vor.

Das Statistische Bundesamt hatte am Donnerstag (8. Januar) keine guten Nachrichten für die Kommunen in Deutschland. In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres lag das Minus in den Etats der Städte und Gemeinden bei 28,3 Milliarden Euro – und damit noch einmal 2,4 Milliarden Euro höher als im bitteren Rekordjahr 2024. Auf NRW entfallen 8,5 Milliarden Euro. Zugleich steigt damit die Gefahr dramatisch, dass am Ende des Jahres 2025 bundesweit die 30-Milliarden-Euro-Grenze deutlich überschritten wird.

Eine wesentliche Ursache für den ungebrochenen Trend sind neben der schwachen Steuereinnahmenentwicklung die explodierenden Sozialausgaben. Sie wuchsen in den ersten drei Quartalen um vier Milliarden Euro: Insbesondere die Ausgaben für die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen und für die Jugendhilfe nahmen um gut 11 Prozent zu. An diesen vom Bund veranlassten Aufgaben, die am Ende des Jahren 2025 gut 45 Milliarden Euro kosten werden (ohne Stadtstaaten) beteiligt sich der Bund bisher nicht.

Um die Entwicklung endlich umzukehren, fordert das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ eine notwendige Sofortmaßnahme. „Bund und Länder müssen sich stärker an Sozialkosten beteiligen, nach unserer Ansicht sind die Kosten der Unterkunft dafür sehr gut geeignet. Wir fordern eine 100-prozentige Übernahme des Bundes“, sagt Martin Murrack, Sprecher des Aktionsbündnisses, in dem sich finanzschwache Kommunen zusammengeschlossen haben.

Die Kosten der Unterkunft haben sich in der Vergangenheit schon einmal als passendes Instrument für eine Soforthilfe erwiesen. Damals erhöhte der Bund seinen Anteil auf rund 75 Prozent und entlastete die Städte und Gemeinden spürbar. Eine Komplettübernahme der Kosten der Unterkunft könnte nun ähnliches bewirken. Dass die Kommunen diese Aufgabe dann in Bundesauftragsverwaltung übernehmen, ist ihnen bewusst und wird vom Aktionsbündnis akzeptiert.

„Für die Würde unserer Städte“ hat bei seinen jüngsten Gesprächen in Berlin Signale wahrgenommen, dass der Bund zu einer Hilfe bereit ist. Diese sollte möglichst direkt bei den Kommunen ankommen und nicht erst bei den Ländern. Das Aktionsbündnis appelliert daher an die Länder, an einer konstruktiven Lösung mitzuarbeiten und nicht wie beim Sondervermögen Infrastruktur zum Teil „klebrige Finger“ zu bekommen.

Diese notwendige Sofortmaßnahme wäre ein wichtiger Schritt, dem allerdings weitere folgen müssen. Dabei geht es nicht allein um mehr Geld. In gleicher Weise wichtig ist es, Bürokratie abzubauen und den Sozialstaat insgesamt zu reformieren:

1. Bund und Länder müssen insbesondere bei den stark steigenden kommunalen Ausgaben für die Hilfen zur Erziehung und die Eingliederungshilfe Lösungen finden.

2. Im Rahmen der Sozialstaatskommission muss das System der existenzsichernden Leistungen auf neue Füße gestellt werden, um die Hilfen besser und effektiver zum Einsatz zu bringen.

3. Die Finanzausstattung der Kommunen muss grundsätzlich verbessert werden, damit vor allem Investitionen kontinuierlich den Infrastrukturbestand sichern und damit auch den Wirtschaftsstandort attraktiv halten. Dabei sollten Kommunen mit hohem Finanzierungsbedarf besonders berücksichtigt werden.

4. Die Förderpolitik muss so reformiert werden, dass der bürokratische Aufwand für die Kommunen deutlich reduziert wird und sie mehr Geld pauschal erhalten.

5. Der Bund muss seine Altschuldenregelung für die Kommunen aufstocken. 250 Millionen Euro pro Jahr sind angesichts von Altschulden in Höhe von rund 35 Milliarden Euro zu wenig.
Mehr zum Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ finden Sie auf www.fuerdiewuerde.de


Dringender Appell zur Blutspende: Blut wird JETZT benötigt!
In den vergangenen Wochen mussten zahlreiche Blutspendetermine witterungsbedingt kurzfristig abgesagt werden. Viele der dennoch durchgeführten Termine waren deutlich schwächer besucht als üblich. Gleichzeitig führt die anhaltende Grippe- und Erkältungswelle dazu, dass viele potenzielle Spenderinnen und Spender vorübergehend nicht spenden können.

Bereits zu Jahresbeginn ist das Spendenaufkommen deshalb, und wegen der Feiertage, unter dem notwendigen Niveau geblieben. Die Auswirkungen sind deutlich spürbar: Die Vorräte sinken, die Lagerreichweite beträgt aktuell nur noch rund 1,5 Tage.

Der DRK-Blutspendedienst West ruft die Bevölkerung eindringlich zur Blutspende in NRW, Rheinland-Pfalz und im Saarland auf. Die Versorgung mit Blutpräparaten ist aktuell angespannt und droht sich weiter zu verschärfen. Winterwetter, eine ausgeprägte Infektwelle und ein schwacher Start ins Spendenjahr treffen auf einen unverändert hohen Bedarf in den Kliniken.

Blutpräparate sind nur begrenzt haltbar und können nicht auf Vorrat produziert werden. Schon wenige Tage mit zu wenigen Spenden wirken sich unmittelbar auf die Patientenversorgung aus. „Die Situation ist ernst. Krankenhäuser benötigen täglich Blut für Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung chronisch kranker Menschen. Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten“, erklärt Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes.

„Blutspenden lassen sich nicht aufschieben – was heute nicht gespendet wird, fehlt morgen in den Kliniken“, so Küpper weiter. Der DRK-Blutspendedienst geht verantwortungsvoll mit den knappen Beständen um. Eine nachhaltige Stabilisierung der Versorgung ist jedoch nur möglich, wenn kurzfristig deutlich mehr Menschen Blut spenden.

Das DRK appelliert daher an alle gesunden und spendefähigen Bürgerinnen und Bürger, jetzt Verantwortung zu übernehmen und zeitnah einen Termin zur Blutspende wahrzunehmen. Bereits wenige Tage mit hoher Spendenbereitschaft können entscheidend dazu beitragen, die Lage zu entspannen.

Aktuelle Termine und Informationen zur Blutspende finden sich unter: www.blutspende.jetzt Wer unsicher ist, ob eine Blutspende – zum Beispiel wegen der Einnahme bestimmter Medikamente – möglich ist, kann sich kostenfrei bei der Hotline des DRK-Blutspendedienstes unter 0800 11 949 11 beraten lassen. Alternativ steht unter www.blutspende.jetzt ein praktischer Online-Check zur Verfügung.

Warum ist die Blutspende beim DRK so wichtig? Der DRK-Blutspendedienst West gewährleistet eine sichere medizinische Grundversorgung für mehr als 23 Millionen Menschen in seinem Einzugsgebiet. Insgesamt stellt das DRK 78 Prozent des gesamten Blutbedarfs bereit.

Blutspenden werden dringend benötigt

Blutspende-Termin reservieren und Leben retten Um Wartezeiten zu vermeiden und die Abläufe optimal zu gestalten, bittet das Rote Kreuz darum, sich vorab unter www.blutspende.jetzt oder über die Hotline einen Termin zu reservieren. Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren, der sich gesund fühlt. Eine obere Altersgrenze gibt es nicht mehr.
Zum Termin bitte den Personalausweis oder Führerschein mitbringen. Die eigentliche Blutspende dauert nur etwa fünf bis zehn Minuten – und kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten helfen.

Novelle des ElektroG ab 2026: Was sich für Duisburger Bürgerinnen und Bürger ändert
Zum 1. Januar 2026 ist die Novelle des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) in Kraft getreten. Ziel ist es, die getrennte Sammlung von Elektroaltgeräten zu verbessern und Brandrisiken durch falsch entsorgte Batterien zu reduzieren. Deutschland erreicht bislang nur rund 38 Prozent der von der EU geforderten Sammelquote von 65 Prozent. Die neuen Regelungen sollen dazu beitragen, diese Quote langfristig zu steigern.

Elektroaltgeräte enthalten sowohl wertvolle Rohstoffe wie Kupfer, Aluminium oder Gold als auch Schadstoffe wie Blei, Cadmium oder quecksilberhaltige Bestandteile. Eine sachgerechte Entsorgung ist daher für den Umwelt- und Gesundheitsschutz von besonderer Bedeutung. Die Novelle des ElektroG konkretisiert bestehende Vorgaben und schafft bundesweit einheitlichere Rahmenbedingungen für Rücknahme und Sammlung.

Bundesweite Neuerungen im Überblick
Auch wenn viele Änderungen in erster Linie den Handel betreffen, sind sie auch für Verbraucherinnen und Verbraucher relevant:
Erweiterte Rücknahmepflichten im Handel: Händler mit mehr als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie größere Onlinehändler sind verpflichtet, Elektroaltgeräte zurückzunehmen – auch unabhängig von einem Neukauf.
Rücknahmepflicht für E-Zigaretten und Vapes: Verkaufsstellen von E-Zigaretten, Mehrweg-Vapes und Tabakerhitzern müssen entsprechende Altgeräte künftig annehmen.
Verschärfte Kennzeichnungs- und Informationspflichten: Hersteller müssen deutlicher darauf hinweisen, dass Elektrogeräte nicht über den Restmüll entsorgt werden dürfen und ihre Waren entsprechend kennzeichnen. Händler sind dazu verpflichtet, über bestehende Rückgabemöglichkeiten in ihren Betrieben zu informieren.

Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg setzen die neuen gesetzlichen Vorgaben seit dem Jahreswechsel um und haben ihre Abläufe an allen Recyclinghöfen entsprechend angepasst.


Annahme von Elektroaltgeräten über das Recyclinghof-Personal
Elektroaltgeräte dürfen künftig nicht mehr völlig eigenständig in Sammelcontainer eingeworfen werden. Die Annahme und Sortierung erfolgt bei Kleingeräten oder batteriebetrieben Geräten wie Lampen, Bildschirme oder Monitore durch das geschulte Fachpersonal der Wirtschaftsbetriebe Duisburg. Großgeräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen, Photovoltaik-Elemente oder Wärmeträger dürfen nur noch unter Aufsicht in den entsprechenden Sammelbehältern entsorgt werden. Ziel ist es, Fehlwürfe zu vermeiden und Sicherheitsrisiken – insbesondere im Zusammenhang mit Lithium-Ionen-Batterien – weiter zu reduzieren.

Kostenfreie Abgabe bleibt bestehen
Die Abgabe von großen und kleinen Elektroaltgeräten bleibt für Bürgerinnen und Bürger weiterhin kostenfrei. Die Geräte werden wie bisher in Sammelgruppen erfasst; die Sortierung erfolgt künftig vollständig durch das Personal.

Weitere Rückgabemöglichkeiten im Stadtgebiet
Kleingeräte können weiterhin über die e-Tonne entsorgt werden.
Kleinstgeräte wie Mobiltelefone werden auch vom Schadstoffmobil angenommen.
Großgeräte können wie gewohnt im Rahmen der Sperrgutabfuhr angemeldet werden.
Ergänzend besteht die Möglichkeit, funktionsfähige Laptops und Tablets über das Netzwerk Labdoo für Bildungszwecke weiterzugeben.

Hinweise für die Abgabe
Leicht entnehmbare Batterien und Akkus sind vor der Abgabe zu entfernen.
Persönliche Daten sollten vor allem von Smartphones, Tablets und Laptops gelöscht werden.

Hintergrund: Mehr Sicherheit und hochwertiges Recycling
Durch die Annahme über geschultes Personal und die verbesserte Vorsortierung wird eine sichere und hochwertige Verwertung der Elektroaltgeräte ermöglicht. Schadstoffe können gezielt entfernt und wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen werden. So lassen sich aus 14 Tonnen Elektroaltgeräten etwa eine Tonne Kupfer recyceln – ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung.

Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg bitten alle Bürgerinnen und Bürger, die neuen Abläufe ab dem 1. Januar 2026 zu berücksichtigen und Elektroaltgeräte weiterhin konsequent getrennt abzugeben. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz sowie zur Sicherheit auf den Recyclinghöfen.



Entwicklung der Nebenkosten 2025 in NRW: Heizöl mit stärkstem Preisrückgang unter den Energieträgern

* Preise für Haushaltsenergien im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 % gesunken.
* Anstieg bei Preisen für Strom um 1,7 %.
* Schornsteinfegerentgelte um 8,8 % und Reinigungskosten für Straßen und Bürgersteige um 7,7 % gestiegen.

Die Preise für Haushaltsenergien, die Strom, Gas und andere Brennstoffe umfassen, sind in Nordrhein-Westfalen zwischen 2024 und 2025 um 0,6 % gesunken. Dies teilt das Statistische Landesamt anlässlich der kalten Jahreszeit mit, in der die Nebenkosten für viele Verbraucherinnen und Verbraucher in den Fokus rücken.

Während die Preise für Strom im genannten Zeitraum um 1,7 % gestiegen sind, wurden bei weiteren Energieträgern größtenteils sinkende Preise beobachtet. Sinkende Betriebskosten für Ölzentralheizungen ursächlich für überdurchschnittlichen Preisrückgang beim Heizöl Den stärksten Preisrückgang verzeichneten dabei die Gesamtkosten für Heizöl, einschließlich Betriebskosten, mit −7,0 %.
 


Dabei sorgten vor allem die sinkenden Betriebskosten für Ölzentralheizungen
(−10,4 %) für den überdurchschnittlichen Preisrückgang. Die reinen Preise für Heizöl sanken im selben Zeitraum um 4,5 %. Die Gesamtkosten für Erdgas, einschließlich Betriebskosten, sind zwischen 2024 und 2025 ebenfalls gesunken (−2,3 %). Auch hier fielen insbesondere die Betriebskosten für Gaszentralheizungen niedriger aus als im Vorjahr (−5,6 %), während die Preise für Erdgas selbst um 0,4 % stiegen.

Weitere Energieträger wie Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (−4,1 %) und Fernwärme (−1,6 %) verzeichneten ebenfalls sinkende Preise. Trotz zuletzt rückläufiger Tendenzen bewegten sich die Preise für Haushaltsenergien nach wie vor auf einem höheren Niveau als vor dem Ukraine-Krieg.

Steigende Preise bei Wasserver- und Abwasserentsorgung
Neben den Haushaltsenergien bilden die Kosten für Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Müllentsorgung einen wesentlichen Bestandteil der Nebenkosten. Im Jahr 2025 zeigten sich bei allen drei Positionen Preissteigerungen. Die Preise für Wasserversorgung stiegen um 4,4 %, die für Abwasserentsorgung um 5,5 % und die Preise für Müllabfuhr um 2,3 %.

Reinigungskosten für Straßen und Bürgersteige gestiegen
Schornsteinfegerentgelte stiegen zwischen 2024 und 2025 um 8,8 %. Auch die Preise für Bürgersteigreinigung oder Straßenreinigung (+7,7 %) und Dienstleistungen für Gartenpflege (+4,9 %) waren höher als ein Jahr zuvor.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher, die 2025 Reparaturen, Wartungen, Instandhaltungen oder Handwerkerarbeiten in Auftrag geben mussten, fielen höhere Kosten an als noch im Jahr zuvor. Elektrikerarbeiten verteuerten sich um 5,8 %, Arbeiten an Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen um 5,1 % und Arbeiten an Heizungs- und Wassererwärmungsanlagen um 4,5 %.

Mikrozensus 2026 gesstartet – IT.NRW befragt als Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen 80.000 Haushalte
* Der Mikrozensus ist die größte jährliche Erhebung der amtlichen Statistik. * Jedes Jahr wird ein Prozent der Bevölkerung befragt.
* Ehrenamtlich tätige Erhebungsbeauftragte unterstützen bei der Ortsbegehung.

Auch in diesem Jahr befragt Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt im Rahmen des Mikrozensus rund 80.000 Haushalte in NRW. Diese seit 1957 bundesweit durchgeführte Haushaltsbefragung gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen aus Politik, Wissenschaft und Medien. Hierzu zählen u. a.:
- Unter welchen Bedingungen leben die Menschen in Nordrhein-Westfalen? - Wie ist ihre Bildungs- und Erwerbssituation?
- Wie viele Familien mit Kindern gibt es in NRW?
- Wie viele nordrhein-westfälische Mieterhaushalte mit minderjährigen Kindern zahlen mehr als 30 % ihres Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete?
- Wie hoch ist die Mietbelastung bei Alleinstehenden?

Der Mikrozensus ist die größte jährliche Erhebung der amtlichen Statistik Der Mikrozensus wird jedes Jahr bei einem Prozent aller Haushalte im gesamten Bundesgebiet durchgeführt. Die Auswahl der Haushalte erfolgt gemäß einer sog. Flächenstichprobe. Demnach werden Straßenzüge bzw. Gebäude nach einem mathematischen Zufallsverfahren ausgewählt und die darin lebenden Haushalte dann innerhalb von fünf aufeinanderfolgenden Kalenderjahren bis zu viermal befragt.

Um die an den ausgewählten Anschriften aktuell lebenden Haushalte zu ermitteln, nutzt das Statistische Landesamt Melderegisterangaben und setzt unterstützend rund 100 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte für Ortsbegehungen ein. Diese nehmen die Namen auf den Klingelanlagen bzw. Briefkästen auf.

Die sorgfältig ausgewählten und geschulten Erhebungsbeauftragten sind zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet und können sich durch einen Ausweis legitimieren. Befragungen finden das ganze Jahr über statt Die Befragungen der Haushalte sind gleichmäßig auf alle Wochen des Jahres verteilt.

Im Januar 2026 werden beispielsweise in 53 zufällig ausgewählten Essener Auswahlbezirken etwa 480 Haushalte befragt (die durchschnittliche Zahl je Auswahlbezirk liegt bei etwa neun Haushalten). Für den überwiegenden Teil der Fragen besteht nach dem Mikrozensusgesetz Auskunftspflicht. Abgefragt werden z. B. persönliche Merkmale wie Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Schulbesuch und Erwerbstätigkeit. Dank der Auskünfte der Befragten liegt ein solides Datenfundament für belastbare Statistiken über NRW und Deutschland vor.

Siedlungs- und Verkehrsfläche wächst jeden Tag um 50 Hektar
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche ist in den Jahren 2021 bis 2024 um durchschnittlich 50 Hektar am Tag gewachsen. Zum Vergleich: Vatikanstadt als kleinster Staat der Welt hat mit insgesamt 44 Hektar eine ähnlich große Fläche.

Der tägliche Anstieg im vierjährigen Mittel nahm hierzulande damit um rund einen Hektar gegenüber dem Zeitraum der Vorjahre ab (51 Hektar pro Tag in den Jahren 2020 bis 2023), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Im Mittel der Jahre 2019 bis 2022 war er mit 49 Hektar pro Tag schon einmal noch niedriger ausgefallen.

 

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche kann nicht mit versiegelter Fläche gleichgesetzt werden, weil sie auch unversiegelte Frei- und Grünflächen enthält. Dazu zählen beispielsweise alle Flächen, die zu Gebäuden gehören, wie Haus- und Vorgärten.

Aber auch Campingplätze, Parks, Spielplätze und Friedhöfe zählen zur Siedlungs- und Verkehrsfläche.
72 % des Wachstums gehen auf Flächen für Wohnbau, Industrie und Gewerbe sowie öffentliche Einrichtungen zurück Der größte Teil des Wachstums geht auf Flächen für Wohnbau, Industrie- und Gewerbefläche sowie öffentliche Einrichtungen zurück: Sie wuchsen im Schnitt um 36 Hektar pro Tag im Mittel der Jahre 2021 bis 2024.

Sport-, Freizeit- und Erholungs- sowie Friedhofsflächen nahmen um 14 Hektar pro Tag zu. Die Verkehrsflächen blieben nahezu unverändert.  14,6 % der Fläche Deutschlands wird für Siedlung und Verkehr genutzt Trotz des anhaltenden Anstiegs der Siedlungs- und Verkehrsfläche machte diese auch im Jahr 2024 14,6 % (5,2 Millionen Hektar) der gesamten Bodenfläche Deutschlands aus.

Davon werden 3,4 Millionen Hektar für Siedlungszwecke (einschließlich Bergbaubetriebe, Tagebau, Grube und Steinbruch) und 1,8 Millionen Hektar für Verkehr genutzt. Insgesamt umfasst die Fläche Deutschlands 35,8 Millionen Hektar.

Die Fläche für Vegetation bildet mit 83,1 % den höchsten Anteil (29,7 Millionen Hektar). Diese besteht im Wesentlichen aus Flächen für Landwirtschaft mit 50,2 % (18,0 Millionen Hektar) und Waldflächen mit 29,9 % (10,7 Millionen Hektar). Lediglich 2,3 % der bundesdeutschen Fläche sind mit Gewässern (0,8 Millionen Hektar) bedeckt.


Boot, Technik, Zukunft: Universität Duisburg-Essen und DST auf der boot
Ab Samstag, 17. Januar 2026, wird Düsseldorf zum Dreh- und Angelpunkt der Bootsbegeisterten. Die Universität Duisburg-Essen (UDE) und das DST präsentieren ihre neuesten Forschungsexponate. Besonderes Highlight: das autonom fahrende Forschungsschiff NOVA.

Wer Schiffe, autonome Systeme und Hafenlogistik selbst erforschen möchte, bekommt hier spannende Einblicke, wie praxisnah und innovativ ein Studium an der UDE ist. Auf der NOVA wird autonomes Fahren erforscht.

Copyright: Ilja Höpping/Stadt Duisburg

An ihrem Stand präsentieren die UDE und das DST innovative Entwicklungen und aktuelle Forschungsprojekte – das absolute Highlight ist das Forschungsschiff NOVA, ein autonomes, emissionsfreies Schiff mit Elektroantrieb und unterstützender Photovoltaik-Anlage. Hier erproben Wissenschaftler:innen alternative Antriebe und selbstfahrende Systeme für eine nachhaltige Binnenschifffahrt.

Ein weiterer Publikumsmagnet und Schwerpunkt am gemeinsamen Stand auf der boot ist das von der UDE und dem DST mitentwickelte Fernsteuersystem für Binnenschiffe. Ein erfahrener Kapitän wird ein reales Güterschiff live auf dem Rhein vom Fernsteuerstand aus steuern – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum autonomen Fahren.

Besucher:innen können im Fernsteuersystem, das gleichzeitig als Simulator genutzt werden kann, ein Containerschiff durch den virtuellen Duisburger Hafen und auf dem Rhein steuern. Als eine der wenigen Universitäten in Deutschland forscht und lehrt die UDE zu nachhaltigen maritimen Systemen, moderner KI-gestützter Binnen- und Küstenschifffahrt sowie Hafenlogistik.

In Studiengängen und Kreativlaboren bildet sie praxisnah Ingenieur:innen aus. Das DST ist national und international mit seiner Spitzenforschung in vielen Projekten engagiert und kooperiert eng mit der Industrie sowie den Forschungsinstituten an der UDE. Auch die Studienberatung der UDE ist vor Ort und informiert über Studiengänge wie "Nachhaltige und autonome maritime Systeme", Maschinenbau, Energy Science und weitere Fächer.

Wer praxisnah forschen und aktiv an zukunftsweisenden Technologien mitarbeiten möchte, sollte diesen Stand nicht verpassen. Die UDE und das DST freuen sich auf Besucher:innen in Halle 15 (Stand C58).

Die Exponate am UDE-/DST-Stand:
- Forschungsschiff NOVA: Autonomes, emissionsfreies Schiff mit Solar- und Elektroantrieb; Erprobung alternativer Antriebe und automatisierter Systeme.
- Fernsteuerstand und Schiffssimulator VeLABi mit virtuellem Testfeld VERA: Deutschlandweit einzigartig, zeigt er die ferngesteuerte und virtuelle Schiffsführung.
- Rennkatamaran: Studierende präsentieren ihr Renn-Tretboot „ „Close to Perfection“.
- Modell-Kavitationstunnel: Zeigt, wie Kavitation an Schiffspropellern entsteht.
- Autonome Modellschiffe: Schiffsmodelle, mit denen Studierende die Entwicklung autonomer Schiffssysteme lernen.
- Windturbine: Demonstriert, wie elektrische Energie an Land und auf See erzeugt werden kann.
- Flexible Wellen (Flex-Line N-FLEX): Innovative Antriebswelle aus Faserverbund- und Elastomermaterial.
- Aqua Speeder: Europas erster voll-elektrischer, geräuschloser Jetski, mitentwickelt von UDE-Ingenieur:innen.
- CoCreation Lab: 3D-Drucker und Scanner zeigen Produktinnovationen; Mini-Novas und Giveaways werden live gedruckt.

 

13. Januar 2016:
Mehr als 550 Bücher aus dem Stadtarchiv vor dem Zerfall gerettet
 
Das Stadtarchiv Duisburg hat über 550 Bücher aus der Bibliothek des Stadtarchivs, darunter eine umfangreiche Serie städtischer Verwaltungsberichte, konservatorisch behandeln lassen. Mit Hilfe eines Entsäuerungsmittels wurde die im Papier enthaltene Säure neutralisiert und auf diese Weise die verbräunten und teilweise bereits brüchigen Seiten der historischen Bücher stabilisiert.  

„Wie in allen Archiven ist auch im Stadtarchiv Duisburg ein Großteil der historischen Überlieferung von säurebedingtem Zerfall bedroht, die es zu retten galt“, erklärt Kulturdezernent Thomas Krützberg die Aktion. Insbesondere die ab 1850 industriell hergestellten  Papiere sind stark holzschliffhaltig. Durch den Holzschliff und die bei der Leimung der Papiere eingesetzten Substanzen gelangt Säure in das Papier. Die Säure bewirkt, dass das Papier in Akten, Amtsbüchern oder auch Zeitungen relativ rasch vergilbt und seine Festigkeit verliert.
Dr. Andreas Pilger, Leiter des Stadtarchivs bestätigt: „Zahlreiche Bestände aus dem Stadtarchiv Duisburg sind bereits jetzt stark geschädigt; teilweise sind sie im Original nicht mehr benutzbar.“  

Mit der Landesinitiative Substanzerhalt hat die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen 2006 ein Förderprogramm ins Leben gerufen, das es den Archiven ermöglicht, besonders stark vom Säurezerfall bedrohte Bestände entsäuern zu lassen. Von 2006 bis 2010 wurde im Rahmen der Landesinitiative im Stadtarchiv Duisburg ein sogenanntes Unterzentrum eingerichtet, das Entsäuerungsmaßnahmen für die Archive der näheren Umgebung koordiniert und vorbereitet hat. Bereits damals wurden aus dem Stadtarchiv selbst über 3.400 Akten (Bestand Walsum) entsäuert und auch neu verpackt.  
Die Entsäuerungsmaßnahme wurde vom ZFB - Zentrum für Bucherhaltung GmbH in Leipzig durchgeführt und aus Mitteln der Landesinitiative Substanzerhalt zu 70 Prozent gefördert. Die Koordination der Entsäuerungsmaßnahme und der Fördermittel oblag dem LVR- Archivberatungs- und Fortbildungszentrum in Pulheim-Brauweiler.  

Dr. Andreas Pilger, Leiter der Stadtarchivs Thomas Krützberg, 
Beigeordneter der Stadt, Thomas Hingst und Dr. Peter Weber vom LVR  Uwe Franzen (davor), Restaurator des Stadtarchivs 

Spielenachmittag in Obermarxloh für Jung und Alt
Zu einem Spielenachmittag lädt die Evangelische Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh in das Kinder- und Familienzentrum Lutherkirche, Wittenberger Straße 15, ein.

Dort sind am Sonntag, 18. Januar 2026 um 15 Uhr Karten-, Brett-, Taktik-, Geschicklichkeits- und Familienspiele bereits aufgebaut. Der Eintritt ist frei. Diese Veranstaltung ist Teil der „Wirkstatt“ im Rahmen des Erprobungsraumes der Gemeinde: Hier können alle ihre Ideen einbringen, kreativ werden und Gemeinschaft neu erleben. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.bonhoeffer-gemeinde.org.


Suppenküche zieht in die Beecker Kirche
Duisburg, 9 Januar 2026 - Warme Mahlzeiten ab sofort in neuem Ambiente. Die beliebte Suppenküche der Evangelischen Kirchengemeinde Ruhrort-Beeck hat einen neuen Standort gefunden: Nach Jahren im Gemeindehaus am Ostackerweg werden die warmen Mahlzeiten ab sofort in der Beecker Kirche serviert.  

Der Umzug markiert einen neuen Abschnitt für das soziale Angebot, das Menschen in Beeck eine kostenlose warme Mahlzeit bietet. Auch an Sonntagen ohne Gottesdienst öffnet die Suppenküche ihre Türen und lädt ab 12.30 Uhr zum gemeinsamen Essen ein.  

„Die Kirche bietet nicht nur Raum für Gottesdienste, sondern ist ein Ort der Gemeinschaft und der praktischen Nächstenliebe“, so Pfarrerin Lisa Federl. „Wir freuen uns, dass die Suppenküche nun in unseren Kirchenräumen ein neues Zuhause gefunden hat.“  

Jede und jeder ist willkommen – unabhängig von der persönlichen Situation. Ein Nachweis der Bedürftigkeit wird nicht verlangt. Die Suppenküche lebt von der Solidarität und dem Engagement vieler Menschen: Finanziert wird das Angebot durch Spenden, darunter auch die großzügige Unterstützung der MSV-Ultras, die 5.560 Euro beigesteuert haben.
Gäste sind herzlich willkommen, jeden Sonntag ab 12.30 Uhr in der Beecker Kirche vorbeizukommen.  Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.ruhrort-beeck.de.

Maik Züllinger, Hausmeister in der Evangelischen Kirchengemeinde Ruhrort-Beeck, beim Einschenken einer Suppenportion (Foto: ruhrort-beeck.de).

Ruhe finden... beim ökumenischen Taizé-Gottesdienst in Buchholz
Auch in diesem Jahr wird die Buchholzer Jesus-Christus-Kirche an der Arlberger Straße zum ökumenischen Taizégottesdienst im warmen Schein vieler Kerzenlichtern erleuchten.

Die Evangelische Kirchengemeinde Trinitatis und die katholische Pfarrei St. Judas Thaddäus sowie Pfarrerin Sara Randow, Pastor Stephan Markgraf und die Kirchenmusiker Daniel Drückes, Ulrich van Ooy laden herzlich ein, am 18. Januar um 17.30 Uhr in dem Gotteshaus - inmitten der Hektik und Unruhe des Alltags - die Seele zu weiten und nach jener Ruhe zu suchen, die nur Gott schenken kann.

Unter dem Titel: „Rest for my soul – Ruhe in Dir“ geht es in kurzen Impulsen, Gebeten und Momenten der Stille um die Frage, wo und wie im Leben Orte der Ruhe zu finden sind. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, nah beieinander Platz zu nehmen und die Atmosphäre der Taizé-Gemeinschaft zu erleben. Wer eine Meditationsbank oder ein Kissen („Yogakissen“) hat, darf dies gerne mitbringen. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.trinitatis-duisburg.de.

Jesus-Christus-Kirche Buchholz nach der Renovierung 2019 (Foto: www.trinitatis-duisburg.de). 

Konzentration auf das Wesentliche Taizé-Gottesdienst in Meiderich
Am 18. Januar feiert die evangelische Gemeinde Duisburg Meiderich um 18 Uhr in der Kirche, Auf dem Damm 6, einen festlichen Taizé-Gottesdienst. Wichtiger Bestandteil sind die besondere Lichtatmosphäre und die Taizé-Melodien.

Die meditativen Gesänge von Taizé laden dazu ein, zur Ruhe zu kommen und bei Gesang, Gebet, Stille und persönlichem Nachdenken sich der Gegenwart Gottes im eigenen Leben zu öffnen und neu Kraft zu schöpfen. Begleitet wird der Gottesdienst vom Chor der Gemeinde und Kirchenmusiker Christian Spließ. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de.  

Evangelische Kirche Meiderich, Auf dem Damm (Foto: kirche-meiderich.de).


IGA 2027: Umbau des Grünen Rings Mitte startet  
Ab dieser Woche beginnen die Umbauarbeiten im mittleren Abschnitt des Grünen Rings zwischen Rheinhauser Straße und Sedanstraße in Duisburg-Hochfeld. Auf einer Fläche von über 65.000 Quadratmetern entstehen neue Grünflächen, klimaresiliente Pflanzungen sowie attraktive Aufenthalts-, Spiel- und Bewegungsangebote für unterschiedliche Altersgruppen.

Damit wird der Bereich insgesamt aufgewertet und als durchgehende Wegeverbindung für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende gestärkt – als wichtiger Baustein der Internationalen Gartenausstellung 2027 in Duisburg und mit Wirkung weit über die Gartenschau hinaus.  

Im Zuge der Umgestaltung werden unter anderem neue Spiel- und Bewegungsangebote wie Tischtennisplatten und weitere Aufenthaltsmöglichkeiten ergänzt; zudem ist die Anlage eines Pumptracks in der Nähe des Jugendzentrums vorgesehen. Darüber hinaus werden umfangreiche Begrünungsmaßnahmen umgesetzt, darunter die Pflanzung von über 200 klimaresilienten Bäumen.

Ziel ist es, den Grünen Ring Mitte als vielseitig nutzbaren Freiraum weiterzuentwickeln, der Erholung, Bewegung und ökologische Qualität miteinander verbindet. Zunächst laufen umfassende Rodungsarbeiten. In den kommenden Monaten folgen unter anderem Abbrucharbeiten, Erdarbeiten und Leitungsbau. Der Abschluss der Arbeiten ist für Anfang 2027 vorgesehen – rechtzeitig zur Eröffnung der Internationalen Gartenausstellung am 23. April desselben Jahres.  

Während der Bauarbeiten stehen den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin alternative Grün- und Spielflächen zur Verfügung. Als Ausweichmöglichkeiten bieten sich der Grüne Ring Nord mit dem Spielpunkt Immen­dal an der Ecke Walzenstraße sowie ein weiterer Grünzug mit Spielpunkt am Platanenhof an, der über die Brücke an der Heerstraße erreichbar ist. Auch der nahegelegene Böninger Park lädt während der Bauzeit zum Aufenthalt ein.  

Der Grüne Ring ist eine parkähnliche Grünverbindung, mit der eine zusammenhängende und weitgehend kreuzungsfreie Fuß- und Radwegeverbindung von der Duisburger Innenstadt an den Rhein entsteht. Der Grüne Ring wird so zu einer zentralen grünen Achse der Stadtentwicklung, die Bewegung, Aufenthalt und Orientierung im Stadtraum verbindet und über die Internationalen Gartenausstellung 2027 hinaus dauerhaft wirksam ist.  

Die gesamte Umbaumaßnahme des Grünen Rings wird durch Mittel der Städtebauförderung gefördert, die Maßnahme am Grünen Ring Mitte erhält eine zusätzliche Förderung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).


Betreuerinnen und Betreuer für die 74. Stadtranderholung gesucht
Wir brauchen Dich! So das Jugendamt Duisburg. Es startet die Bewerbungsphase für die Stadtranderholung 2026. Gesucht werden engagierte Jugendliche und junge Erwachsene, die in den Sommerferien Verantwortung übernehmen und Kindern unvergessliche Ferien ermöglichen möchten.

Stadtranderholung 2025 auf dem Spielplatz Tempoli. Bilder Ilja Höpping / Stadt Duisburg

Für den Einsatz wird eine steuerfreie Vergütung von 500 Euro gezahlt. Bewerbungen sind ab dem heutigen 12. Januar 2026 möglich, Bewerbungsschluss ist der 20. Februar. Die beliebte Stadtranderholung geht 2026 bereits in ihre 74. Runde.

Vom 10. bis 28. August 2026 erleben Kinder ab der zweiten Grundschulklasse bis zum 13. Lebensjahr an insgesamt 18 Standorten im gesamten Stadtgebiet ein abwechslungsreiches und spannendes Ferienprogramm. Gleichzeitig profitieren Eltern von einer verlässlichen Betreuung ihrer Kinder montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr.

Angesprochen sind motivierte Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren, die in der zweiten Hälfte der Sommerferien Zeit haben, gerne mit Kindern arbeiten und sich gemeinsam mit vielen anderen jungen Menschen im Team engagieren möchten.

Für die Tätigkeit als Betreuerin oder Betreuer sind keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich. Voraussetzung sind ein Mindestalter von 16 Jahren sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Zur Vorbereitung bietet das Jugendamt verpflichtende Wochenendschulungen sowie Erste-Hilfe-Kurse an, die gezielt auf die Aufgaben während der Stadtranderholung vorbereiten.

Weitere Informationen sowie der Link zur Online-Bewerbung stehen im Internet unter www.duisburg.de/stadtranderholung bereit. 

Vonovia installiert ersten Wärmepumpen-Cube in Duisburg mit  österreichischem Start-up EnerCube
18 Wohnungen erhalten innovatives Heizungssystem auf Wärmepumpen-Basis Serielle Lösung ermöglicht schnelle Umsetzung der Wärmewende Pilotprojekt zeigt: Energiekostenreduktion um 40 Prozent  

Vonovia setzt die strombasierte Wärmewende auch in Nordrhein-Westfalen weiter fort: Nach der ersten Installation in Dortmund-Huckarde realisiert das Wohnungsunternehmen das neuartige Wärmepumpen-System nun in der Berliner Straße in Duisburg-Obermeiderich. Damit schafft Vonovia eine eigene zentrale Nahwärmeversorgung für 18 Wohnungen und rund 1.112 Quadratmeter Wohnfläche. Die Investitionssumme beträgt rund 13.600 Euro pro Wohneinheit.  

Von außen ein Kasten, im Innern viel Hightech und Ingenieurskunst: Wärmepumpe, Warmwasserbereitung und sämtliche Komponenten, die bislang in den Heizungskellern verbaut werden, sind hier in einem Modul vereint. „Damit gelingt uns eine zentrale Nahwärmeversorgung, die effizient, nachhaltig und alltagstauglich funktioniert“, freut sich Christian Goffloo, Referent Technisches Assetmanagement bei Vonovia im Geschäftsbereich West.  

Als zertifizierter Energieberater kümmert er sich aktuell um den Einbau der containergroßen Bauelemente in der Region und ist begeistert von dem System. „In anderen Quartieren wie in Dortmund-Huckarde haben wir bereits gezeigt, dass sich sämtliche Wohnungen zuverlässig beheizen und sogar bestehende Heizkörper nutzen lassen. Die Anlagen lassen sich zudem digital steuern und fernwarten.“  

Schnelle Installation mit minimalem Eingriff Die Installation verläuft unkompliziert: Eine 80 cm starke Schicht aus verdichtetem Schotter als Fundament genügt. Von dort aus wird das Plug-and-Heat-System an die vorhandenen Leitungen angeschlossen. Der Anschluss geht noch schneller: Innerhalb weniger Stunden können die Gebäude auf die effizienten Wärmepumpen umgestellt werden.

„Die Wohnungen bleiben warm und bewohnbar, denn Warmwasser und Heizung stehen nach kürzester Unterbrechung wieder zur Verfügung“, erklärt Modernisierungsexperte Goffloo. Das Konzept bietet zudem einen integrierten Schallschutz, wodurch die Bewohnerinnen und Bewohner vom leisen Betrieb der Anlagen bereits in wenigen Metern Abstand nichts mehr wahrnehmen.  

Vorteile für Klima, Kosten und Quartier
Das neue Wärmepumpen-System senkt den CO2-Ausstoß erheblich. So spart das vergleichbare Pilotprojekt in Donauwörth jährlich Emissionen in der Größenordnung eines CO2-Verbrauchs von zwölf Mittelklasse-Pkws. Auch für die Mieterinnen und Mieter lohnt sich die Umstellung: In Zeiten hoher und steigender Gaspreise sinken die Betriebskosten.

Versorgt wird das Wärmepumpen-System auch von einer neuen Photovoltaik-Anlage (sofern schneeefrei), die Vonovia auf den Dächern der Berliner Straße installierte. Mehr als 150 Module mit einer Gesamtleistung von 69,5 KWp unterstützen die Gesamtinstallation mit nachhaltiger Solarenergie.  

Vonovia Regionalbereichsleiter Sebastian Lott erklärt: „Mit dem System beweisen wir, dass energetische Modernisierungsmaßnahmen schnell, effizient und komfortabel für unsere Mieterinnen und Mieter umgesetzt werden können.“  

Langfristige Kooperation für die Wärmewende Vonovia und das österreichische Start-up EnerCube, das die Wärmepumpen-Cubes entwickelt hat, haben vereinbart, bis 2029 rund 1.000 Anlagen in Vonovia Quartieren zu installieren. 2026 startet Vonovia dazu in Aachen gemeinsam mit der DFA Demonstrationsfabrik am Campus Melaten die Serienproduktion des Wärmepumpen-Cubes.
Damit können die Partner bis zu 50 Wohnungen schnell und effizient auf klimaneutrale Beheizung umzustellen – ein wichtiger Schritt für das Klimaziel des Wohnungsunternehmens: ein klimaneutraler Gebäudebestand bis 2045.  

„Die Wärmewende wird ohne Innovation nicht gelingen. Mit dem Wärmepumpen-Cube haben wir eine Lösung, die in großem Maßstab im Bestand funktioniert. Das ist ein wichtiger Schritt, um Klimaschutz und Wohnkomfort miteinander zu verbinden“, ergänzt Sebastian Lott.  

In kurzer Zeit installiert und betriebsbereit – mit Wärmepumpen-Systemen von EnerCube ermöglicht Vonovia die Beheizung von Wohnungen unabhängig von fossilen Energien. Foto: Vonovia / Bierwald  

STUDIO 47 startet KI-Wettervorschau mit Kachelmann-Avatar
Premiere für Eigenentwicklung und Lizenzmodell in Kooperation mit Jörg Kachelmann    
Zwischen Kamera und KI – Jörg Kachelmann vor der Greenscreen von STUDIO 47 bei der Produktion seines Wetter-Avatars.

Bei STUDIO 47 steht Anfang Februar eine besondere Premiere auf dem Programm: Die Wettervorhersage beim einzigen regionalen TV-Sender in NRW wird künftig von Jörg Kachelmann präsentiert. Genauer gesagt von seinem digitalen Avatar, der gemeinsam mit Kachelmann in den Duisburger Studios produziert wurde.  

Grundlage ist NewsHub, die von STUDIO 47 eigenentwickelte KI-Plattform für automatisierte TV-Produktionen. In dieser Kombination ist das Projekt erstmals im deutschen Fernsehen zu sehen: ein prominenter Wetterexperte, regelmäßig „on air“ vertreten durch einen professionell produzierten Avatar, unter redaktioneller Kontrolle.  

Die Kooperation verbindet journalistische Erfahrung mit neuer Produktionslogik. Der Avatar wurde in mehreren Varianten erstellt, um unterschiedliche Settings und Einsätze zu ermöglichen. Die täglichen Ausgaben entstehen über NewsHub: Redaktionen pflegen Texte ein oder lassen diese KI-gestützt vorbereiten und generieren daraus automatisiert sendefähige TV-Beiträge und Videos.  

„Mit dem Kachelmann-Avatar zeigen wir, wie KI-gestützte Produktion praktisch funktioniert, effizient, transparent und verantwortet“, so Sascha Devigne, Chefredakteur von STUDIO 47. „Das ist Innovation mit klarem Mehrwert für Redaktionen.“. Jörg Kachelmann betont den inhaltlichen Anspruch: „Wetter ist Information, sie muss verständlich, präzise und verlässlich sein. Das Avatar-Format eröffnet neue Wege, diese Qualität regelmäßig und effizient ins Programm zu bringen.“  
Zum Start läuft die neue Wetterrubrik zunächst bei STUDIO 47. Parallel bereitet der Sender die Lizenzierung vor: Regional- und Lokalsender sowie digitale Publisher sollen das System inklusive Produktionspipeline nutzen können, als skalierbares Modul für Nachrichten- und Magazinstrecken. Geplant ist ein kompaktes Format, das flexibel integrierbar ist und gemeinsam weiterentwickelt wird. STUDIO 47 stellt klar, dass die Avatar-Moderation transparent gekennzeichnet wird und die Inhalte redaktionell verantwortet bleiben.  

Jörg Kachelmann zählt zu den bekanntesten Wettergesichtern im deutschsprachigen Raum. Der Schweizer Moderator, Journalist und Unternehmer wurde über viele Jahre als „Wettermann“ der ARD einem Millionenpublikum bekannt und steht heute für detaillierte, datenbasierte Wetteranalyse. Er betreibt erfolgreiche Wetter-Plattformen und gilt als profilierter Kommentator des Wetter- und Klimageschehens.  


Nach dem Start bei STUDIO 47 können sich interessierte Sender und Publisher melden, um Informationen zu Lizenzpaketen, technischen Voraussetzungen und Pilot-Setups zu erhalten.    

Von Zeitzeugen bis Ikonen: Deutsche Post sucht Deutschlands schönste Briefmarke 2025
- 56 Briefmarken stehen zur Auswahl – vom Superhelden „Superman“
- über Rocklegende Tina Turner bis hin zur Zeitzeugin Margot Friedländer
- Online-Befragung startet am 13. Januar und läuft bis 10. Februar 2026

Es gehört mittlerweile zur postalischen Tradition: Auch 2026 fragt die Deutsche Post ihre Kundinnen und Kunden sowie Freunde der Briefkultur, welche Briefmarke die schönste im vergangenen Jahr war. Dazu ruft sie alle Interessierten auf, an der öffentlichen Online-Abstimmung des Unternehmens teilzunehmen. Diese läuft im Zeitraum 13. Januar bis einschließlich 10. Februar 2026.

Dazu Benjamin Rasch, Leiter Marketing und Produktmanagement der Deutschen Post: „Wir freuen uns über jede Stimme bei der Wahl. So erfahren wir, welche Motive besonders gut ankommen und wie wir unseren Kundinnen und Kunden eine Freude machen können. Eine passende Briefmarke macht den Brief noch persönlicher und unterstreicht seine Botschaft.“ Mitmachen kann man unter diesem Link: www.deutschepost.de/briefmarkenwahl


Auch im vergangenen Jahr war wieder für jeden Briefmarken-Geschmack etwas dabei: Sportfans konnten sich an den Sondermarken zu Deutschlands populärsten Mannschaftssportarten Fußball, Handball und Basketball erfreuen. Für Musikfreunde gab es die Marke zur Rocklegende Tina Turner. In der Serie „Helden der Kindheit“ erschienen Motive von Tom & Jerry und Bugs Bunny.

Für Tierfreunde hatte die Deutsche Post Briefmarken mit Kaninchen, Seeadler, Biber und Wolf im Angebot. Neben populären Motiven erschienen auch Briefmarken, die an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnern – unter anderem mit der Zeitzeugin Margot Friedländer und der Initiative Stolpersteine.

Nicht zur Wahl stehen die sogenannten „Aktionsmarken“, wie sie die Deutsche Post für besondere Anlässe in Eigenregie herausgibt. Im vergangenen Jahr war das beispielsweise das 60-jährige Bühnenjubiläum der „Scorpions“, Deutschlands erfolgreichster Hardrockband. Bei diesen Marken handelt es sich um eine andere Briefmarken-Kategorie als die Sonderbriefmarken mit Aufdruck „Deutschland“, die vom Bundesministerium der Finanzen herausgegeben werden.

Die Gewinner der zurückliegenden Umfragen
Bereits in den vergangenen fünf Jahren hat die Deutsche Post eine Wahl zur schönsten Briefmarke durchgeführt. Gewinnerin im vergangenen Jahr war Deutschlands erste klingende Briefmarke „Die Weihnachtsbäckerei“, die unter Mitwirkung von Liedermacher Rolf Zuckowski und der Firma Ravensburger entstand.

Zur schönsten Briefmarke 2023 wurde das Motiv „100 Jahre Disney“ gewählt. 2022 war das „Polarlicht“ das Siegermotiv. 2021 landete die „Sendung mit der Maus“-Marke ganz oben auf dem Siegertreppchen, 2020 „Die Biene Maja“.

In der anonymen Online-Befragung werden zudem einige wenige Fragen zu Briefmarken und deren Nutzung gestellt. Wer möchte, nimmt an einem Gewinnspiel mit Preisen rund um Post und Briefmarken teil.

Jedes Jahr erscheinen mehr als 50 neue Briefmarken. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann Themen für ein Briefmarkenmotiv vorschlagen. Diese werden im sogenannten „Programmbeirat“ besprochen und festgelegt, anschließend entscheidet der „Kunstbeirat“ über die jeweiligen Motive. Beide Gremien sind mit Politikern, Vertretern des Bundesfinanzministeriums und der Deutschen Post sowie Philatelisten besetzt, der Kunstbeirat zusätzlich mit Grafikprofessoren.

Etwa die Hälfte der Motive gestaltet die Deutsche Post mit eigenen Grafikern selbst. Offizieller Herausgeber der Postwertzeichen mit dem Aufdruck „Deutschland“ ist das Bundesministerium der Finanzen. Erhältlich sind die Briefmarken in Postfilialen und online im Shop der Deutschen Post. Weitere Einzelheiten zu Briefmarken unter deutschepost.de/briefmarke. 




Beantragte Regelinsolvenzen im Dezember 2025: +15,2 % zum Vorjahresmonat
Oktober 2025: 4,8 % mehr Unternehmens- und 7,6 % mehr Verbraucherinsolvenzen als im Vorjahresmonat
Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2025 um 15,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.



4,8 % mehr Unternehmensinsolvenzen im Oktober 2025 als im Oktober 2024 Für Oktober 2025 meldeten die Amtsgerichte nach endgültigen Ergebnissen insgesamt 2 108 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 4,8 % mehr als im Vorjahresmonat. Die Forderungen der Gläubiger aus den vom Oktober 2025 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 2,6 Milliarden Euro.

Im Oktober 2024 hatten die Forderungen bei rund 3,8 Milliarden Euro gelegen. Dieser Rückgang der Forderungen trotz steigender Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass im Oktober 2024 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im Oktober 2025.

Insolvenzhäufigkeit im Bereich Verkehr und Lagerei am höchsten
Bezogen auf 10 000 Unternehmen gab es im Oktober 2025 in Deutschland insgesamt 6,1 Unternehmensinsolvenzen. Die meisten Insolvenzen je 10 000 Unternehmen entfielen auf den Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 12,3 Fällen.

Danach folgte das Gastgewerbe mit 10,5 Fällen sowie das Baugewerbe mit 8,5 Insolvenzen je 10 000 Unternehmen. 7,6 % mehr Verbraucherinsolvenzen im Oktober 2025 als im Vorjahresmonat Im Oktober 2025 gab es insgesamt 6 709 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 7,6 % mehr als im Vorjahresmonat. 


Montag kein Präsenzunterricht wegen Glättegefahr
Schulministerium ordnet aufgrund amtlicher landesweiter Vorab-Unwetterwarnung an, dass Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben sollen / Ministerin Feller: Gesundheit und Sicherheit haben für uns oberste Priorität

An den nordrhein-westfälischen Schulen findet am kommenden Montag, den 12. Januar, kein Präsenzunterricht statt. Diese Entscheidung hat das Schulministerium getroffen, die Schulen hierüber heute per Mail informiert und die Schulen gebeten, in den dafür im Erlass vorgesehenen Distanzunterricht zu wechseln. Die Bezirksregierungen begleiten die Schulen bei der Umsetzung und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Grund für die Entscheidung, den Präsenzunterricht am kommenden Montag auszusetzen, ist eine amtliche landesweite Vorabwarnung des Deutschen Wetterdienstes vom 11. Januar 2026: Demnach wird für den Montagmorgen überall im Bundesland Regen erwartet, der aufgrund der kalten Temperaturen auf Straßen und Böden gefrieren und flächendeckend Glätte verursachen wird.

„Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, erläuterte Schulministerin Dorothee Feller. „Wir haben die Entscheidung zur Aussetzung des Präsenzunterrichts bereits auf der Grundlage der landesweiten Vorabwarnung getroffen, damit wir die Schulen, Eltern und Kinder so früh wie möglich informieren konnten.“ Mit einer endgültigen amtlichen Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes ist heute erst spät am Tag zu rechnen.

Die Regelungen für den Unterricht basieren auf dem Erlass „Regelungen zu schulischen Maßnahmen bei Unwetterwarnungen und
extremen Wetter-Ereignissen“. Schülerinnen und Schüler, die trotz der Anordnung zum ausfallenden Präsenzunterricht in die Schulen kommen, erhalten dort eine angemessene Betreuung. Für Eltern und Schülerinnen und Schüler können Schulen zum Beispiel auf ihrer Homepage weitere Informationenanbieten. Weitere Hintergründe zum Umgang der Schulen mit extremen Witterungsverhältnissen finden Sie hier.

Am Schneeschieben führt kein Weg vorbei
-
Wann ist der Griff zu Schaufel und Schieber nötig"
- Wie oft muss geräumt werden"
- Welche Streumittel sind richtig"
„Endlich Schnee“, freuen sich die einen. „Wieder früher aufstehen und Schnee schaufeln“, murren die anderen. Richtig ist: Winterliche Straßenverhältnisse bringen Fußgänger leicht ins Rutschen. Ein Bein ist schnell gebrochen. Passiert das vor der eigenen Haustür, können Mieter oder Eigentümer eines Hauses eventuell zur Verantwortung gezogen werden.

Warum? Das erklärt die HUK-COBURG. Beide sind im Winter verpflichtet, für einen eisfreien Fußweg zu sorgen. Mieter müssen immer dann zu Schneeschieber und Streumittel greifen, wenn ihnen per Mietvertrag die Räum- und Streupflicht übertragen wurde und das ist eher die Regel als die Ausnahme.

Passiert ein Unfall, weil die Winterpflichten nur ungenügend erledigt oder gleich ganz vergessen wurden, kann der Säumige für die Folgen verantwortlich gemacht werden. Ohne private Haftpflichtversicherung ein teures Vergessen: Neben Behandlungskosten lassen sich vom Geschädigten auch Verdienstausfall oder Schmerzensgeld geltend machen.

Räum- und Streupflicht Wann und wie oft Schneeschieben oder Streuen angesagt sind?
Auf diese Frage gibt es keine Auskunft von der Stange: Ausschlaggebend ist immer die jeweilige Satzung, mit der jede Kommune den Winterdienst regelt. Oftmals kann man sich auf den Websites von Städten und Gemeinden schlaumachen. Ein anderer Weg ist ein Anruf beim örtlichen Bau- oder Ordnungsamt. Hier lässt sich erfragen, in welchem Zeitraum der Griff zum Schneeschieber erforderlich ist und wie breit der freie Gehweg sein muss.

Die Häufigkeit des Räumens hängt letztlich von der Witterung und der Verkehrsbedeutung eines Weges ab. Bei extremem Schneefall oder heftiger Glatteisbildung ist gerade auf stark frequentierten Wegen außergewöhnlicher Einsatz gefordert. Nur wenn Räumen und Streuen witterungsbedingt zwecklos sind, kann man warten, bis beispielsweise der Schneefall nachlässt oder ganz aufhört.

Auch müssen Wege meist nicht in ihrer gesamten Breite geräumt werden. In der Regel genügt es, einen Streifen frei zu schaufeln oder auf einer bestimmten Breite zu streuen. Eine Faustregel besagt: Zwei Fußgänger müssen auf dem geräumten Weg aneinander vorbeigehen können.

Kommunen können diese Frage aber auch klar in ihrer Satzung regeln. Dort lässt sich auch nachlesen, zu welchen Streumitteln man greifen sollte. Salz ist oft gar nicht oder nur bei extremer Glätte zugelassen. Allerdings kann niemand im Winter einen durchgängig eis- oder schneefreien Bürgersteig erwarten.

Wer in der kalten Jahreszeit unterwegs ist, muss mit winterlichen Straßenverhältnissen rechnen und sich entsprechend vorsichtig bewegen. Dazu gehört auch das Tragen von Winterschuhen, die ein entsprechend tiefes und rutschfestes Profil haben.

TÜV-Verband fordert bessere Wartung und regelmäßige Prüfung von Notstromanlagen in kritischen Gebäuden wie Kliniken oder Pflegeheimen
Drei von vier Anlagen haben sicherheitsrelevante Mängel. Ganzheitliche Konzepte für die Sicherung kritischer Infrastrukturen notwendig.

Der großflächige Stromausfall in Berlin hat deutlich gemacht, wie verletzlich die technische Infrastruktur in Deutschland ist. Besonders in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen, Kitas und anderen so genannten Sonderbauten ist eine funktionierende Notstromversorgung lebenswichtig – doch viele Anlagen sind nicht in einwandfreiem Zustand.

Laut dem TÜV-Baurechtsreport 2025 ist bei den Prüfungen der so genannten Sicherheitsstromversorgungsanlagen fast jede dritte Anlage (30 Prozent) mit gravierenden Mängeln beanstandet worden, weitere 45 Prozent mit geringen Mängeln. Sicherheitsrelevante Mängel sind unter anderem nicht startende Notstromaggregate, unzureichender oder veralteter Kraftstoff oder defekte Batterien.

Lediglich jede vierte Notstromanlage (25 Prozent) war mängelfrei. „Der aktuelle Stromausfall in Berlin ist ein Weckruf“, sagt Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. „Wenn im Notfall die Sicherheitsstromversorgung ausfällt, stehen lebenswichtige Schutzsysteme still – etwa Lüftung, Brandmeldeanlagen oder Aufzüge. Betreiber müssen ihre Verantwortung ernst nehmen und die Anlagen regelmäßig prüfen lassen und Instand halten.“

Nach den Bauordnungen der Länder gelten neben Kliniken, Pflegeheimen, Schulen und Kitas unter anderem auch Hochhäuser, Einkaufszentren und Versammlungsstätten wie Kinos oder Theater als Sonderbauten. Für sie ist eine Notstromversorgung gesetzlich vorgeschrieben, um auch bei einem Stromausfall oder im Fall eines Brandes den Betrieb sicherheitsrelevanter Systeme aufrechtzuerhalten.

Der TÜV-Verband fordert, die Resilienz der kritischen Infrastruktur in Deutschland stärker in den Fokus zu rücken. Dazu gehören verbindliche Prüfintervalle, ausreichend qualifiziertes Fachpersonal und die konsequente Umsetzung der Prüfergebnisse. „Wir müssen unsere Infrastruktur besser schützen und in Schuss halten“, sagt Bühler. „Resilienz bedeutet, vorbereitet zu sein – nicht nur auf Krisen zu reagieren. Mit unseren wiederkehrenden Prüfungen leisten die TÜV-Unternehmen ihren Beitrag, die Sicherheit der Gebäudeinfrastruktur zu gewährleisten.“

Ganzheitlicher Ansatz für die Sicherung kritischer Infrastrukturen notwendig
Der TÜV-Verband setzt sich für ganzheitliche Konzepte zur Sicherung kritischer Infrastrukturen ein. Insbesondere bei Stromausfällen ist es erforderlich, nicht nur einzelne Anlagen, sondern gesamte Versorgungsketten zu betrachten. Zentrale Fragen lauten: Welche Systeme müssen im Ausfallfall zwingend funktionsfähig bleiben? Wie lange ist ein Ausfall realistisch zu erwarten? Für welchen Zeitraum ist die Notstromversorgung vorgesehen?

Wie ist die Kraftstofflogistik für Notstromaggregate organisiert? In der Praxis zeigt sich, dass Kraftstoffvorräte häufig nur 12 bis 24 Stunden ausgelegt sind. Bei länger andauernden Ausfällen stellt sich die Frage der Nachversorgung unter erschwerten Bedingungen: eingeschränkte Logistik, ausgefallene Kommunikationsnetze, blockierte Verkehrswege. Bühler: „Resilienz endet nicht bei der technischen Anlage. Sie umfasst organisatorische, logistische und personelle Aspekte und muss regelmäßig überprüft, geübt und angepasst werden.“

Weitere Informationen liefert ein aktueller Fachartikel des TÜV-Verbands mit dem Titel „Stromversorgung als Fundament öffentlicher Sicherheit“, der hier abrufbar ist: https://www.tuev-verband.de/anlagen/elektro-und-gebaeudetechnik. Die Autoren sind Mitglieder der Kommission Elektro- und Gebäudetechnik sowie des Arbeitskreises Baurecht im TÜV-Verband.

Methodik-Hinweis: Die Angaben zu den Mängeln an Sicherheitsstromversorgungsanlagen stammen aus dem „TÜV Baurechtsreport 2025“.

Klimaschutz-Wettbewerb für Schulen startet: Wer wird Energiesparmeister 2026 in Nordrhein-Westfalen?
- Bundesweiter Wettbewerb prämiert beste Klimaschutzprojekte
- 2.500 Euro für den Landessieger
- Bewerbung bis 20. März 2026 auf www.energiesparmeister.de

Welche Schule in Nordrhein-Westfalen überzeugt 2026 mit ihrem Klimaschutzprojekt? Der Energiesparmeister-Wettbewerb sucht erneut engagierte Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte aller Klassenstufen und Schulformen, die mit kreativen und wirksamen Aktivitäten zeigen, wie Klimaschutz im Schulalltag gelebt werden kann. Bewerbungen sind bis zum 20. März 2026 unter www.energiesparmeister.de möglich.

Der Landessieger von Nordrhein-Westfalen erhält 2.500 Euro Preisgeld und hat außerdem die Chance auf den bundesweiten Titel „Energiesparmeister Gold“, der mit weiteren 2.500 Euro dotiert ist. Welche Schule den Bundessieg holt, entscheidet sich im Juni bei einem Online-Voting. Auch ehemalige Gewinnerschulen können erneut teilnehmen: Für kontinuierliches Engagement wird ein Sonderpreis im Wert von 1.000 Euro vergeben.

Nach der Bewerbungsphase wählt eine Fachjury Ende April das beste Projekt jedes Bundeslandes aus. Alle 16 Landessieger erhalten neben dem Preisgeld und der Auszeichnung „Energiesparmeister 2026“ Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit durch einen Partner aus Wirtschaft oder Gesellschaft aus ihrer Region. Jeder Landessieger nimmt automatisch am Online-Voting um den Bundessieg teil.

Energiesparmeister 2025 in Nordrhein-Westfalen: Berufskolleg der Stadt Bottrop
Die Berufsschule überzeugte die Jury im vergangenen Jahr mit ihrer Idee „BKB goes green!“ und dem Ziel, über das Nachhaltigkeitskonzept hinaus in allen Bereichen grüner zu werden, Energie zu sparen und Ressourcen zu schonen.

Dazu gehören die Betreuung der schuleigenen PV-Anlage, Energieberatungen durch Schülerinnen und Schüler für Bottroper Haushalte, die Schulhofbegrünung und Projektwochen. Zusätzlich punkten konnte das Berufskolleg mit dem Unterrichtsfach Nachhaltigkeit, verstärkter Demokratiebildung und einem Workshop zu Fake-News, um Schülerinnen und Schüler gegen Falschmeldungen zum Klimawandel zu wappnen.

Eine Übersicht aller bisherigen Preisträger ist unter www.energiesparmeister.de/preisträger zu finden.

Paten und Unterstützer des Wettbewerbs
Neben dem Preisgeld erhalten die Siegerschulen eine Patenschaft mit einem Unternehmen oder einer Institution aus der Region. Die Paten unterstützen ihren Energiesparmeister bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Die diesjährigen Paten des Wettbewerbs sind: atmosfair gGmbH, Bremer Energiehaus-Genossenschaft eG, eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, Finanztip, Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH), Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV), Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA), Ostdeutscher Sparkassenverband, Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg, Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen, Sparkassenverband Bayern, die Sparkassen in Niedersachsen, Techem Energy Services GmbH und ZEBAU – Planungs- und Beratungsgesellschaft gGmbH.

Zusätzlich unterstützen den Wettbewerb Florida-Eis Manufaktur GmbH, Spreeprint Textildruck e.K., Vaude GmbH & Co. KG, der Zentralverband Sanitär Heizung Klima sowie das Naturkostmagazin Schrot&Korn.

Der Karnevalsverein Obermarxloh (KVO) feiert den Karneval  
Der Karnevalsverein Obermarxloh freut sich, dass er auch in diesem Jahr wieder mit zwei großen Veranstaltungen aufwarten können. „Wir werden diese Session besonders zünftig ganz im Stil der Piraten angehen!“ so KVO Präsidentin Bettina Berane.   Gestartet wird mit der Herrensitzung am Samstag, den 17. Januar ab 18.11 Uhr.

Weiter geht’s mit der Damensitzung am Samstag, den 24. Januar ab 18.11 Uhr. Beide großen Sitzungen des KVO werden in der bewährten Clauberghalle, Kampstraße 23, veranstaltet.   „Es gibt noch einige Restkarten für beide Sitzungen, die bei Klaus Möller (0203 / 47 4212) bestellt werden können.“  So Bettina Berane.

Workshops „Plotten für Einsteiger“ in der Zentralbibliothek
Wer sich für die faszinierende Welt des Plottens interessiert, kann am Freitag, 16. Januar, um 16 Uhr und am Samstag, 24. Januar, um 11 Uhr in der „MachBar“ der Zentralbibliothek an der Steinschen Gasse 26 in der Duisburger Innenstadt spannende Einblicke erhalten. Hier findet ein kostenloser Workshop für Einsteiger ab 14 Jahren statt.

Wer sich mit DIY-Projekten beschäftigt, kommt derzeit an innovativen Schneideplottern nicht vorbei. Mit diesen Geräten und der dazu gehörenden App im Smartphone können kreative Designs aus unterschiedlichsten Materialien gezeichnet, gefalzt und geschnitten werden.
Im Anschluss kann man damit zum Beispiel kreative Karten und Dekorationen gestalten, Porzellanobjekte verzieren, Stoffe bedrucken und vieles mehr. Eine Anmeldung auf www.stadtbibliothek-duisburg.de (unter der Kachel „Veranstaltungen/Kartenvorverkauf“) ist erforderlich.


Offener Roboter-Treff in der Bezirksbibliothek Homberg-Hochheide
Tüfteln, programmieren und Roboter entdecken: Am Mittwoch, 14. Januar 2026, lädt die Bezirksbibliothek Homberg-Hochheide von 16 bis 18 Uhr in die Ehrenstraße 20 zum „Offenen Roboter-Treff“ ein. Kinder ab fünf Jahren können hier spielerisch erste Erfahrungen mit Programmierung und Robotik sammeln. Ob Einsteigerinnen und Einsteiger oder routiniertere Technikfans – jeder darf nach Herzenslust ausprobieren, bauen und programmieren.

Der kreative und gemeinsame Spaß an moderner Technik steht dabei im Vordergrund. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Fragen steht das Team der Homberger Bibliothek persönlich oder unter Tel. 02066/34650 zur Verfügung. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 10.30 bis 13 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.

Stadtbibliothek: Manga-Zeichenworkshop in Hamborn
Die Hamborner Bibliothek lädt am Mittwoch, 14. Januar, 16 bis 18.30 Uhr im Rathaus-Center auf der Schreckerstraße zu einem Manga-Zeichenworkshop ein. Kinder von acht bis zwölf Jahren können mit der Künstlerin Jen Satora in die Welt von Ash und Pikachu, Sailor Moon und anderen Manga-Heldinnen und Helden eintauchen oder eigene Figuren erfinden.

Bei dem Workshop wird vermittelt, wie man Stilmittel richtig einsetzt und mit den typischen Materialien arbeitet. Anfängerinnen und Anfänger sind herzlich willkommen. Die Teilnahme kostet zwei Euro zugunsten der Duisburger Bibliotheksstiftung. Alle Materialien werden gestellt. Die Anmeldung ist online auf der Internetseite www.stadtbibliothek-duisburg.de unter „Veranstaltungen“ möglich.

Spielabend in der Schul- und Stadtteilbibliothek Großenbaum
Die Schul- und Stadtteilbibliothek in der Gesamtschule Süd lädt am Freitag, 16. Januar, von 18 bis 22 Uhr in die Räumlichkeiten an der Großenbaumer Alle 168-174 zu einem Spieleabend ein. Unter dem Motto „Nur ein faires Spiel ist ein gutes Spiel“ werden Brett-, Karten- und Aktionsspiele aus der Aktion „Spielend für Toleranz“ sowie aus dem eigenen Bibliotheksbestand vorgestellt.

Die ausgewählten Spiele sind leicht zugänglich und fördern Begegnung, Austausch und gemeinsames Erleben. Mitspielen kann jeder, unabhängig von Alter, Spielerfahrung oder Sprachkenntnissen. Die Veranstaltung startet in Kooperation mit dem Bürgerverein Großenbaum/ Rahm und der Initiative „Spiel des Jahres“.

Der Eintritt ist frei. Fragen beantwortet das Team der Bibliothek persönlich oder telefonisch unter 0203 283-7284. Die Bibliothek öffnet dienstags bis freitags von 10.30 bis 13 Uhr und von 14 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.

Zentralbibliothek: Entdeckungsreise durch die Welt der Romane
Die Zentralbibliothek, Steinsche Gasse 26 in der Duisburger Innenstadt, lädt am Freitag, 16. Januar, um 16.30 Uhr zu einer Entdeckungsreise durch die Welt der Romane ein. Bei einem Rundgang werden die unterschiedlichen Facetten von Romanen, Hörbüchern, Filmen, Comics und Graphic Novels vorgestellt.

Ein Rätsel ermöglicht weitere Einblicke in die Bibliothek. Die Teilnahme ist kostenfrei. Mehr Informationen und die Anmeldung finden sich auf www.stadtbibliothekduisburg.de. Bei Fragen steht das Team der Bibliothek gerne persönlich oder telefonisch unter 0203 283-4218 zur Verfügung. Die Servicezeiten sind montags von 13 bis 19 Uhr, dienstags bis freitags von 11 bis 19 Uhr sowie samstags von 11 bis 16 Uhr.

Süß statt Bitter Orangen ohne Gift und Sklaverei kommen wieder nach Duisburg
Nach dem erfolgreichen Start vor fast gut drei Jahren macht der Weltladen Duisburg auch jetzt wieder mit der Orangen-Aktion „Süß statt bitter“ auf die unmenschlichen Zustände bei der Obsternte in Süditalien aufmerksam. Und er setzt mit dem Verkauf von „Orangen – ohne Gift und Sklaverei“ ein Zeichen.

Denn der Weltladen, in Neudorf an der Koloniestr. 92 gelegen, verkauft Orangen des Vereins SOS Rosarno in Süditalien, bei dem Geflüchtete mit regulären Arbeitsverträgen ausschließlich nachhaltig angebaute Zitrusfrüchte ernten. Der nächste Liefertermin für den Duisburger Weltladen ist der 11. Februar 2026, letzte Bestellungen werden nur bis zum 13. Januar angenommen. 

Der Duisburger Weltladen ist ein Fachgeschäft des fairen Handels und wird als Verein seit über 40 Jahren durch ehrenamtliche Mitarbeitende geführt und wirtschaftlich erfolgreich betrieben. Mehr Informationen zur Orangenbestellung und Infos zum Weltladen gibt es unter www.weltladen-duisburg.de oder unter Tel.: 0203 / 358692 bzw.weltladenduisburg@t-online.de.

Die Freude am Singen erleben Gemeinde lädt zum Winterliedersingen in die Marxloher Kreuzeskirche ein
Die Evangelische Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh lädt zum Winterliederlieder-Singen in der Kreuzeskirche ein: Die bekannten Songs, in denen sich auch viel um Schnee, Schlitten und warme Plätze an vereisten Fenstern dreht, werden am 15. Januar um ab 14.30 Uhr in dem Gotteshaus, Kaiser-Friedrich-Straße 40, angestimmt.

Kirchenmusiker Karl Hülskämper wird Singfans aller Generationen durch den Nachmittag führen und ihnen ein unvergessliches Erlebnis bieten. Egal ob geübte Sängerin oder einfach nur Musikliebhaber - der Nachmittag verspricht Freude und Gemeinschaft durch die verbindende Kraft der Musik.

Die Teilnehmenden lassen ihn dann bei Kaffee und Kuchen ausklingen. Anmeldungen bis zum 13. Januar sind erbeten: im Gemeindebüro (0203 / 75969700) oder per Mail (bonhoeffer-duisburg@ekir.de). Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.bonhoeffer-gemeinde.org.

Gemeinde lädt zum Eltern-Kind-Frühstück
Die Evangelische Kirchengemeinde Obermeiderich lädt Eltern, die früher mit ihrem Nachwuchs zu den Miniclubs der Gemeinde kamen, zu einem Eltern-Kind-Frühstück ein, bei dem es für die Großen und die Kleinen zwischen 0 und sieben 7 Jahren kurzweilig und lecker zugeht.

Diese Runde erweitert die Gemeinden und lädt Mamas, Papas, Omas, Opas und alle, die Lust zum Austausch über das Leben mit dem Nachwuchs haben, mit den Kindern zum nächsten Treffen ein. Geschlemmt wird am 17. Januar 2026 von 9 bis 11.30 Uhr im Gemeindezentrum an der Emilstraße.

Die Teilnahme ist kostenfrei, doch Diakonin Gisela Rastfeld bitte um Anmeldung bis zum 13. Januar (0157 3911 7304 oder grastfeld@obermeiderich.de) damit alles gut vorbereitet werden kann und von allem genug da ist. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.obermeiderich.de.   

 Diakonin Gisel Rastfeld (Foto: www.obermeiderich.de).  

Schlemmen in netter Gesellschaft beim Gemeindefrühstück in Wanheimerort
In der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg gibt es im Gemeindehaus Vogelsangplatz 1 in Wanheimerort am 16. Januar 2026 um 9.30 Uhr das nächste Schlemmen in netter Gesellschaft. Auch bei diesem Frühstucks-Treffen gibt es am Büffet wieder alles, was neben Lachs, Rührei, Marmeladen, Brötchen und Kaffee zu einem guten Frühstück gehört.

Kosten von zehn Euro sollten eingeplant werden. Maria Hönes, Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde, beantwortet Fragen und nimmt Anmeldungen zum Frühstück entgegen (Tel.: 0203 / 770134). 




Exporte im November 2025: -2,5 % zum Oktober 2025
Exporte (kalender- und saisonbereinigte Warenausfuhren), November 2025
128,1 Milliarden Euro
-2,5 % zum Vormonat
-0,8 % zum Vorjahresmonat
Importe (kalender- und saisonbereinigte Wareneinfuhren), November 2025
115,1 Milliarden Euro
+0,8 % zum Vormonat
+5,4 % zum Vorjahresmonat

Im November 2025 sind die deutschen Exporte gegenüber Oktober 2025 kalender- und saisonbereinigt um 2,5 % gesunken und die Importe um 0,8 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 nahmen die Exporte um 0,8 % ab und die Importe um 5,4 % zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt.



Im November 2025 wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 128,1 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 115,1 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im November 2025 mit einem Überschuss von 13,1 Milliarden Euro ab.

Im Oktober 2025 hatte der kalender- und saisonbereinigte Außenhandelssaldo +17,2 Milliarden Euro betragen. Im November 2024 hatte er bei +20,0 Milliarden Euro gelegen. Außenhandel mit EU-Staaten In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im November 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 73,1 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 58,7 Milliarden Euro von dort importiert.

Gegenüber Oktober 2025 sanken die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 4,2 % und die Importe aus diesen Staaten um 4,0 %. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 50,8 Milliarden Euro (-3,9 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 39,1 Milliarden Euro (-3,7 %) aus diesen Staaten importiert.

In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 22,2 Milliarden Euro (-4,8 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 19,7 Milliarden Euro (-4,7 %) von dort importiert. Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im November 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 55,1 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 56,3 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert.

Gegenüber Oktober 2025 sanken die Exporte in die Drittstaaten um 0,2 %, die Importe von dort stiegen um 6,3 %. Die meisten deutschen Exporte gingen im November 2025 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 10,8 Milliarden Euro exportiert, das waren 4,2 % weniger als im Oktober 2025.

Gegenüber dem Vorjahresmonat November 2024 waren die Exporte in die Vereinigten Staaten kalender- und saisonbereinigt um 22,9 % geringer. Die Exporte in die Volksrepublik China stiegen im November 2025 im Vergleich zum Oktober 2025 um 3,4 % auf 6,5 Milliarden Euro.

Die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen im Vergleich zum Vormonat um 8,1 % auf 6,0 Milliarden Euro ab. Die meisten Importe kamen im November 2025 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 14,9 Milliarden Euro eingeführt. Das waren 8,0 % mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 7,9 % auf 7,7 Milliarden Euro.

Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 10,9 % auf 3,4 Milliarden Euro zu. Die Exporte in die Russische Föderation sanken im November 2025 gegenüber Oktober 2025 kalender- und saisonbereinigt um 5,5 % auf 0,6 Milliarden Euro. Gegenüber November 2024 nahmen sie um 22,5 % ab.

Die Importe aus Russland stiegen im November 2025 gegenüber Oktober 2025 um 22,5 % auf 0,1 Milliarden Euro, gegenüber November 2024 nahmen sie um 2,7 % ab. Originalwerte für den Außenhandel (nicht kalender- und saisonbereinigt) Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im November 2025 Waren im Wert von 130,7 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 117,0 Milliarden Euro nach Deutschland importiert.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 sanken die Exporte damit um 1,7 % und die Importe stiegen um 4,4 % an. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im November 2025 mit einem Überschuss von 13,7 Milliarden Euro ab. Im November 2024 hatte der Saldo +20,9 Milliarden Euro betragen.

Produktion im November 2025: +0,8 % zum Vormonat
Produktion in den Monaten Januar bis November 2025 mit leichtem Minus
Produktion im Produzierenden Gewerbe November 2025 (real, vorläufig):
+0,8 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+0,8 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt) Oktober 2025 (real, revidiert):
+2,0 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+1,0 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2025 gegenüber Oktober 2025 saison- und kalenderbereinigt um 0,8 % gestiegen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von September 2025 bis November 2025 um 0,7 % höher als in den drei Monaten zuvor.

Im Oktober 2025 stieg die Produktion gegenüber September 2025 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse um 2,0 % (vorläufiger Wert: +1,8 %). Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 war die Produktion im November 2025 kalenderbereinigt 0,8 % höher.



Deutlicher Anstieg in der Automobilindustrie
Die positive Entwicklung der Produktion im November 2025 ist maßgeblich auf die Zuwächse in der Automobilindustrie zurückzuführen (saison- und kalenderbereinigt +7,8 % zum Vormonat). Auch die Anstiege im Maschinenbau (+3,2 %) und in der Maschinenwartung und -montage (+10,5 %) beeinflussten das Gesamtergebnis positiv.

Negativ wirkte sich hingegen der Rückgang in der Energieerzeugung (-7,8 %) aus. Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) stieg im November 2025 gegenüber Oktober 2025 saison- und kalenderbereinigt um 2,1 %. Dabei stieg die Produktion von Investitionsgütern um 4,9 %.

Die Produktion von Vorleistungsgütern sank um 0,8 % und die Produktion von Konsumgütern um 0,3 %. Außerhalb der Industrie sank die Bauproduktion um 0,8 %. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 stieg die Industrieproduktion kalenderbereinigt um 1,3 %.

Produktion in energieintensiven Industriezweigen gesunken
In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im November 2025 gegenüber Oktober 2025 saison- und kalenderbereinigt um 1,5 % gesunken. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen von September 2025 bis November 2025 um 0,1 % höher als in den drei Monaten zuvor.

Verglichen mit dem Vorjahresmonat November 2024 war die energieintensive Produktion im November 2025 kalenderbereinigt um 3,3 % niedriger. Eine Analyse zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf der Themenseite "Industrie, Verarbeitendes Gewerbe" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

Produktion Januar bis November 2025 mit leichtem Minus, aber positive Signale im letzten Quartal
In den Monaten Januar bis November des Jahres 2025 lag die Produktion im Produzierenden Gewerbe kalenderbereinigt 1,2 % niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Insbesondere in der Industrie (-1,3 %) und im Baugewerbe (-1,7 %) ging die Produktion zurück. Die Energieerzeugung stieg hingegen um 2,0 %.

In der Industrie ist der Rückgang maßgeblich auf die Entwicklung in der Automobilindustrie (-2,4 %), in den energieintensiven Industriezweigen (-2,6 %) und im Maschinenbau (-2,3 %) zurückzuführen. Betrachtet man die längerfristige Entwicklung in der Industrie, so war die Produktion in den Jahren 2023 und 2024 überwiegend einem Abwärtstrend gefolgt.

Ausgehend von einem Tiefpunkt im Dezember 2024 war im Verlauf des Jahres 2025 zunächst eine leichte Erholung zu beobachten, die Produktion lag im 1. Halbjahr 2025 kalender- und saisonbereinigt um 0,2 % höher als im Halbjahr davor. Nach einem Einbruch im August blieb die Produktion auch im September auf einem niedrigen Niveau, maßgeblich beeinflusst von geringen Produktionswerten in der Automobilindustrie.

Im Oktober begann in der Industrieproduktion ein verhaltener Erholungskurs, der sich im November fortsetzte. Für die Einschätzung der Entwicklung der Produktion im Dezember könnten positive Signale anderer Industrieindikatoren relevant sein. So ist der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex im Dezember 2025 mit +3,2 % deutlich angestiegen (kalender- und saisonbereinigte Vormonatsrate).

Weiterhin haben sich die Auftragseingänge in der Industrie zuletzt positiv entwickelt. Der Auftragseingangsindex im Verarbeitenden Gewerbe lag im November 2025 kalender- und saisonbereinigt um 5,6 % höher als im Vormonat. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der Auftragseingang im weniger volatilen Dreimonatsvergleich von September 2025 bis November 2025 um 2,1 % höher als in den drei Monaten zuvor.

Die vorläufigen Ergebnisse zum Produktionsindex im Dezember 2025 erscheinen am 6. Februar 2026.  In den energieintensiven Industriezweigen ist für die Jahre 2024 und 2025 überwiegend eine Stagnation der Produktion zu beobachten, nachdem sie in den Jahren 2022 und 2023 stark zurückgegangen war. Im Durchschnitt der Monate Januar 2025 bis November 2025 lag die Produktion hier kalender- und saisonbereinigt um 17,7 % niedriger als im Jahr 2021.