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Anklageerhebung gegen Lehrerin des Berufskollegs Wesel wegen
Betruges und Urkundenfälschung Die Staatsanwaltschaft
Duisburg hat gegen eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel, die seit
dem Jahr 2009 dem Dienst fernblieb, mit Verfügung vom 23. Oktober
2026 Anklage zum Landgericht - Große Strafkammer - Duisburg erhoben.
Nach dem Ergebnis der durchgeführten Ermittlungen besteht
gegen die Angeschuldigte hinreichender Tatverdacht des Betruges in
elf besonders schweren Fällen sowie der Urkundenfälschung in zwei
Fällen.
1. Der Angeschuldigten wird zur Last gelegt, in
dem nicht rechtsverjährten Zeitraum von März 2021 bis März 2025, in
dem sie als Lehrerin in einem Dienstverhältnis zum Land
Nordrhein-Westfalen stand, zehn Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen
beim Berufskolleg Wesel eingereicht zu haben, um ihren Dienstherrn
zu täuschen.
Sie wollte diesen damit zu der Annahme
verleiten, sie sei aufgrund einer Erkrankung dienstunfähig, obwohl
sie gewusst haben soll, dass sie entgegen den von ihr vorgelegten
Bescheinigungen gesundheitlich dazu in der Lage war, ihre
Dienstpflicht zu erfüllen.
Sie soll dies getan haben, um trotz ihres
schuldhaften Fernbleibens vom Dienst weiterhin ihre vollen
monatlichen Dienstbezüge zu erhalten, auf die sie – wie sie wusste –
aufgrund ihres unentschuldigten Fernbleibens nach den gesetzlichen
Vorschriften keinen Anspruch hatte.
Der Dienstherr nahm
aufgrund der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen tatsächlich an, die
Angeschuldigte fehle krankheitsbedingt, zahlte die Besoldung und sah
in der Folge von einer Rückforderung der an sie gezahlten Bezüge ab.
Zudem soll die Angeschuldigte im September 2025 über ihren
Rechtsanwalt im Rahmen des gegen sie eingeleiteten
Disziplinarverfahrens bei der Bezirksregierung Düsseldorf diverse
Durchschriften von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorgelegt
haben, weil sie solche bei ihrem Dienstherrn für mehrere Zeiträume
ihres angeblich krankheitsbedingten Fehlens nicht eingereicht hatte.
Tatsächlich soll die Angeschuldigte jedoch auch in diesen
Zeiträumen dienstfähig gewesen sein. Insgesamt soll die
Angeschuldigte im Tatzeitraum Bezüge in Höhe von über 248.000,- Euro
zu Unrecht erhalten haben. Konkrete Anhaltspunkte für die
tatsächliche Ausübung einer anderen beruflichen Tätigkeit durch die
Angeschuldigte während des Tatzeitraums konnten im Rahmen der
Ermittlungen nicht erlangt werden.
Die besonders schweren
Fälle des Betrugs stützen sich darauf, dass sich die Angeschuldigte
aus der wiederholten Tatbegehung eine erhebliche Einnahmequelle von
Dauer verschaffte, somit gewerbsmäßig handelte und in einem Fall
einen Vermögensverlust großen Ausmaßes, der nach der Rechtsprechung
ab einem Schaden von 50.000,- Euro in Betracht kommt, herbeiführte.
2. Weiterhin wird der Angeschuldigten vorgeworfen, als
aktive Tauchsportlerin zwei von einer nicht existenten Ärztin
ausgestellte Tauchtauglichkeitsbescheinigungen selbst erstellt zu
haben, um ihre Tauchtauglichkeit nachzuweisen.
3. Die
Angeschuldigte hat sich zu den Tatvorwürfen bisher nicht
eingelassen. 4. Der Tatbestand des besonders schweren Falls des
Betruges (§ 263 Abs. 3 S. 2 Nr. 1 und Nr. 2 StGB) sieht einen
Strafrahmen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe,
der Tatbestand der Urkundenfälschung (§ 267 Abs. 1 StGB) einen
solchen von Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vor.
Es wird darauf hingewiesen, dass bis zum rechtskräftigen Abschluss
des Verfahrens die Unschuldsvermutung gilt.
Ehrennadel an Heinz Billen und Martin Flasbarth verliehen
Die Bezirksvertretung Rheinhausen hat Heinz Billen aus
RumelnKaldenhausen und Martin Flasbarth aus Rheinhausen bei einer
festlichen Veranstaltung für ihr jahrzehntelanges Engagement in ganz
unterschiedlichen Ehrenämtern geehrt.
In Anwesenheit von
Oberbürgermeister Sören Link verlieh Bezirksbürgermeisterin
Elisabeth Liß den beiden die Ehrennadel des Bezirks Rheinhausen. Der
Oberbürgermeister erklärte dazu: „Martin Flasbarth und Heinz Billen
stehen beispielhaft für eine Mentalität des Anpackens. Sie haben
durch ihre verschiedenen Ehrenämter einen herausragenden Beitrag zum
gesellschaftlichen Zusammenhalt in ihrem Stadtbezirk geleistet.“

Im Bild v.l.: Martin Flasbarth, Bezirksbürgermeisterin Elisabeth
Liß, Oberbürgermeister Sören Link, Heinz Billen. Foto Tanja Pickartz
/ Stadt Duisburg
Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Liß
ergänzte: „Mit Heinz Billen und Martin Flasbarth ehren wir zwei
Bürger, die mit ihrem Wirken unseren Bezirk seit vielen Jahren
nachhaltig bereichern. Ihr Ehrenamt hat einen unschätzbaren Wert für
das gesellschaftliche Miteinander in unserem Bezirk. Dieser
jahrzehntelange Einsatz verdient nicht nur Dank und Anerkennung,
sondern auch tiefen Respekt.“
Heinz Billen bereichert seit
Jahrzehnten das kulturelle Angebot im Bezirk Rheinhausen in
verschiedenen Bereichen. Die beiden kleinen BergbauMuseen in
Rumeln-Kaldenhausen und Bergheim wären ohne seinen Einsatz nicht
möglich gewesen. Damit wurde ein erheblicher Beitrag zur Stärkung
der historischen Identität des Bezirks Rheinhausen geleistet.
Seine heimathistorischen Beiträge in Form von Vorträgen und
Publikationen runden sein großes Wirken im Dienst der
lokalgeschichtlichen Aufarbeitung ab. Durch diese Beiträge wird auch
in den kommenden Jahrzehnten die Geschichte des Stadtteils
Rumeln-Kaldenhausen erlebbar sein. Die pädagogische Arbeit als
Lehrschmied in zahlreichen Kursen an der Volkshochschule Duisburg
bis ins hohe Alter trägt wesentlich dazu bei, die Handwerkskunst zu
bewahren und weiterzugeben.
Martin Flasbarth hat sich
in den 1970er-Jahren für sein ehrenamtliches Engagement bei der DLRG
entschieden. Über all die Jahre hinweg leistet er bis heute in
verschiedenen verantwortungsvollen Positionen einen großen Dienst an
der Gesellschaft. In seiner langjährigen Tätigkeit als Bootsführer
und Rettungsschwimmer scheute er keine persönlichen Gefahren zum
Wohle von Menschen in Not.
Martin Flasbarth bringt sich
nicht nur aktiv im Rettungsdienst ein, sondern leistete auch als
Ausbildungsleiter und später als Bezirksleiter einen
außerordentlichen Beitrag dazu, dass Menschen in Notsituationen auch
künftig Hilfe erhalten können. In Zeiten, in denen Menschen die
Gefahren offener Gewässer und Wasserstraßen zunehmend unterschätzen,
ist diese Aufklärungsarbeit unverzichtbar.
3.770 Reinigungskräfte warten auf Lohn-Plus – IG BAU
Duisburg-Niederrhein warnt: Für 40 Cent mehr stellt keine
Gebäudereinigerin in Duisburg für 3 Uhr morgens noch den Wecker
Sauber machen und dafür sauber bezahlt werden – das
wollen die rund 3.770 Beschäftigten, die in Duisburg in der
Gebäudereinigung arbeiten. „Doch auf ein ordentliches Lohn-Plus
warten Reinigungskräfte bislang vergeblich: Die Arbeitgeber schalten
am Tariftisch auf stur“, sagt Karina Pfau von der IG BAU
Duisburg-Niederrhein.

Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft fordert 2 Euro pro Stunde mehr.
Dann würde der Stundenlohn für eine Gebäudereinigerin bei 17 Euro
liegen. „Doch die Arbeitgeber treten gewaltig auf die ‚Lohn-Bremse‘:
Erst ab Mai nächsten Jahres soll es 1,8 Prozent – und damit
lediglich 27 Cent pro Stunde – mehr geben. Das ist eine Farce. Denn
das reicht nicht einmal, um die Inflation aufzufangen“, so Karina
Pfau.
„Weigern sich die Unternehmen weiterhin hartnäckig,
ein ordentliches Angebot auf den Tisch zu legen, dann werden viele
Reinigungskräfte den Stecker vom Staubsauger ziehen: Sie hängen
ihren Job an den Nagel und suchen sich etwas anderes“, warnt Karina
Pfau. Das würde die Betriebe „in erhebliche Schwierigkeiten
bringen“.
Denn das Personal in der Branche sei knapp.
Insgesamt gibt es in Duisburg 124 Gebäudereinigungsunternehmen. Die
Vorsitzende der IG BAU Duisburg-Niederrhein wird dabei deutlich: „Ab
Januar steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 14,60 Euro pro Stunde.
Eine Gebäudereinigerin verdient aktuell aber nur knapp darüber –
nämlich 15 Euro.
Warum soll sie für 40 Cent mehr ihren Wecker auf
3 Uhr morgens stellen, in aller Herrgottsfrühe aufstehen und sich
dann auch noch krummmachen? Einen Job zum gesetzlichen Mindestlohn
findet sie allemal auch woanders“, so Karina Pfau. Immerhin sei die
Arbeit in der Gebäudereinigung auch noch „körperlich hart: ein
Knochenjob“.
Am kommenden Dienstag (3. November) gibt es die
nächste und entscheidende Verhandlungsrunde zum
Gebäudereiniger-Lohn. Dann kommen die IG BAU und der
Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks zum dritten Mal
am Tariftisch zusammen.
Kunstausstellung bis Ende
November verlängert Die Gemeinschaftsausstellung „Das
reine Blau“ im Bezirksamt Duisburg-Süd an der Sittardsberger Allee
14 geht in die Verlängerung: Besucherinnen und Besucher haben jetzt
bis zum 26. November Gelegenheit, in die faszinierende Welt der
Farbe Blau einzutauchen.
Die beteiligten Kunstschaffenden
Heidi Bartsch, Egmont Fritz, Ulrich Huerkens, Joachim Ingelmann,
Michael Jezusek, Marion Köllner, Lothar Rübel, Thomas Schindler,
Norbert Soltysik, Wolfgang Thoennes und Herbert Wilk zeigen eine
abwechslungsreiche Auswahl künstlerischer Positionen und laden dazu
ein, die Farbe Blau aus immer neuen Blickwinkeln zu entdecken.
Sämtliche Werke sind ohne den Einsatz künstlicher Intelligenz
entstanden. Die Künstlerinnen und Künstler setzen bewusst auf ihre
eigene Kreativität und handwerkliche Gestaltung. Kuratiert wird die
Gemeinschaftsausstellung von dem Mülheimer Künstler Ralf Rassloff,
der die Kunstschaffenden bereits seit vielen Jahren begleitet.
Mit der Verlängerung bietet sich nun auch denjenigen, die
bislang keine Gelegenheit zu einem Besuch hatten, die Möglichkeit,
die unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen kennenzulernen
und sich von der Vielfalt der Farbe Blau inspirieren zu lassen.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Ein Besuch ist montags,
mittwochs und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, dienstags von 8 bis 18
Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr möglich.
Bezirksverwaltung Süd: „Familienbande im
Salonkonzert“ – Musik und Literatur rund um das Thema Familie
Die Reihe der Salonkonzerte wird mit einem besonderen,
generationenübergreifenden Programm fortgesetzt: Die
Bezirksverwaltung Süd lädt unter dem Titel „Familienbande“ am
Sonntag, 8. November, um 17 Uhr (Einlass ab 16.30 Uhr) im
Sitzungssaal auf der Sittardsberger Allee 14 in Duisburg-Großenbaum
zu einem besonderen Konzert ein.
Mit Musik und Literatur
nähert sich das Programm dem Thema Familie in all seinen Facetten –
humorvoll und nachdenklich, berührend und bisweilen traurig. Mit
Klarinette, Viola und Cello nehmen Kolja und Jakob gemeinsam mit
ihren Eltern Nina Arnold und Andreas Müller das Publikum mit auf
eine musikalisch-literarische Reise. Dabei richtet die Familie den
Blick auf ganz unterschiedliche Beziehungen zwischen Eltern,
Kindern, Geschwistern und Freunden.
Auch das musikalische
Programm selbst greift familiäre und persönliche Verbindungen auf.
Zu hören sind unter anderem Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy
und seiner Schwester Fanny Hensel, von Johann Sebastian Bach und
einem seiner Söhne sowie von Peter Tschaikowski und seinem engen
Freund und Verehrer Anton Arenski.
„Besonders schön ist,
dass hier mehrere Generationen gemeinsam auf der Bühne stehen und
zeigen, wie Kultur Menschen über Altersgrenzen hinweg verbinden
kann“, sagt Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske. Die Teilnahme ist
kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung
ist barrierefrei zugänglich. Für die Nutzung des Aufzugs ist eine
Anmeldung unter kultur.sued@stadt-duisburg.de notwendig.
Begrüßung der Prinzencrew der Session 2026/27
Michael Jansen, Präsident des Hauptausschusses für den Duisburger
Karneval e. V., stellt am Freitag, 6. November 2026, um 15 Uhr
Rathaus Duisburg, seine Tollität, die Hofmarschälle und Paginnen
sowie das Kinderprinzenpaar mit Gefolge vor.
Getreu dem
Motto „Närrisch blüht ganz Duisburg auf“ führen die zukünftigen
Tollitäten Prinz Oliver I. sowie Kinderprinz Niklas I. und
Kinderprinzessin Greta I. mit ihren Gefolgen durch die Duisburger
Karnevalsession 2026/27. Oberbürgermeister Sören Link begrüßt neben
den Karnevalistinnen und Karnevalisten, die sich jedes Jahr für das
Brauchtum Karneval einsetzen, auch die traditionell neu gewählte
Prinzen- und Kinderprinzencrew.
Feierabendführung
durch die Ausstellung „ÜBERSEeHEN“ Zu einer
kostenfreien Feierabendführung durch die Sonderausstellung
„ÜBERSEeHEN“ lädt das Zentrum für Erinnerungskultur am Mittwoch, 28.
Oktober, ein. Los geht es um 17 Uhr im Stadtmuseum. Der Eingang
erfolgt über das Stadtarchiv am Kamelplatz 5 am Innenhafen.
Welche Spuren der deutschen Kolonialzeit finden sich in Duisburg?
Und welche Auswirkungen hat diese Zeit bis heute? Miriam-Joyce
Monsemvula und Marie Vetter führen durch zwei Jahrhunderte
Duisburger Geschichte und durch so unterschiedliche Themen wie
Handel, Mission, Straßennamen und Kinderbücher.
Dabei lenken
sie den Blick immer wieder in die Gegenwart und auf die kolonialen
Spuren, die uns noch heute begegnen. Das vollständige Programm und
weitere Informationen sind unter www.stadtmuseum-duisburg.de
abrufbar.
Stadtmuseum: Führung unter dem Titel
„Schatzkammer Wald“ Harald Küst beleuchtet am Sonntag,
1. November, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am
Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen die Geschichte des Duisburger
Waldes als Natur-, Wirtschafts- und Lebensraum und führt durch die
Sonderausstellung „Geschichte(n) aus dem Duisburger Wald“.
Die Ausstellung zeigt, wie eng das Leben der Duisburger über
Jahrhunderte mit dem Wald verbunden war. Ohne ihn wäre der Aufstieg
der Stadt zum Handelszentrum gar nicht möglich gewesen. Doch neben
seiner Bedeutung als Rohstofflieferant und Lebensgrundlage stehen
auch Sagen, Legenden und ungewöhnliche Begebenheiten aus dem
Duisburger Wald im Mittelpunkt. Denn hier sollen einst Zwerge und
Räuber ihr Unwesen getrieben haben. Ob es sie wirklich gegeben hat,
erläutert der unterhaltsame Rundgang.
Die Teilnahme ist im
Museumseintritt enthalten und kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für
Kinder und ermäßigte Besucher zwei Euro. Das vollständige Programm
und weitere Informationen sind online unter
http://www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.
Heiratsindex: Köln führt bei gleichgeschlechtlichen Ehen in NRW –
Bochum lässt Düsseldorf hinter sich, Duisburg unter Top-Ten
In Köln war 2025 mit 6,5 Prozent ein höherer Anteil aller
Eheschließungen gleichgeschlechtlich als in jeder anderen Stadt und
jedem anderen Kreis Nordrhein-Westfalens; der Landesdurchschnitt
liegt bei 2,7 Prozent. Die niedrigsten Anteile verzeichnen Bottrop
und der Kreis Coesfeld.
Das zeigt eine Zusatzauswertung zum
Heiratsindex Deutschland 2025 des Erotikportals Erotik.com auf Basis
amtlicher Daten von IT.NRW. Der im Oktober 2026 veröffentlichte
Heiratsindex vergleicht die Zahl aller Eheschließungen je 1.000
Einwohner in den 68 deutschen Großstädten.
Die vorliegende
Auswertung ergänzt den Index um die gleichgeschlechtlichen
Eheschließungen – zunächst für Nordrhein-Westfalen. 335
gleichgeschlechtliche Paare haben 2025 in Köln geheiratet, 6,5
Prozent aller Eheschließungen in der Stadt – der höchste Anteil in
Nordrhein-Westfalen. Es folgen Bochum (68 Ehen, 4,3 Prozent),
Münster (52, 4,1 Prozent), Oberhausen (29, 3,8 Prozent) und
Düsseldorf (112, 3,7 Prozent).
Köln liegt damit sogar vor
Berlin. Die Hauptstadt meldet für 2025 mit 6,4 Prozent den höchsten
Anteil gleichgeschlechtlicher Ehen unter den Bundesländern – wobei
die Berliner Statistik auch Ehen mit Beteiligung einer Person
diversen Geschlechts mitzählt. Überraschend ist die Reihenfolge
hinter Köln: Bochum liegt mit 4,3 Prozent deutlich vor der
Landeshauptstadt Düsseldorf (3,7 Prozent).
Auch die
Universitätsstadt Münster, deutlich kleiner als Düsseldorf, Essen
oder Dortmund, kommt mit 4,1 Prozent auf Platz 3 – vor den deutlich
größeren NRW-Städten Essen (3,4 Prozent) und Dortmund (2,7 Prozent).
Die amtliche Statistik ordnet eine Ehe dem Standesamt zu, das sie
beurkundet, nicht dem Wohnort des Paares.
Städte, in denen
auch auswärtige Paare heiraten, schneiden daher tendenziell besser
ab. Die wenigsten gleichgeschlechtlichen Ehen wurden in Bottrop
geschlossen: sieben, das entspricht 1,2 Prozent aller Trauungen in
der Stadt und ist der niedrigste Anteil in Nordrhein-Westfalen.
Es folgen der Kreis Coesfeld (19 Ehen, 1,3 Prozent) sowie der
Kreis Lippe (22), der Kreis Siegen-Wittgenstein (16) und der
Märkische Kreis (22) mit je 1,4 Prozent. Landesweit wurden 2025 in
Nordrhein-Westfalen 2.073 Ehen zwischen Personen gleichen
Geschlechts geschlossen, 2,7 Prozent aller Eheschließungen.
Bundesweit wurden 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamts
348.813 Ehen geschlossen, darunter 8.884 zwischen Personen gleichen
Geschlechts (2,5 Prozent).
Die folgende Tabelle zeigt alle 53 kreisfreien
Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen, sortiert nach dem Anteil
gleichgeschlechtlicher Ehen an allen Eheschließungen 2025. Bei
gleichem Anteil teilen sich die Gebiete den Rang:
|
Rang |
Stadt / Kreis |
Gleichgeschlechtliche Ehen 2025 |
Anteil an allen Ehen |
|
1 |
Köln |
335 |
6,5% |
|
2 |
Bochum |
68 |
4,3% |
|
3 |
Münster |
52 |
4,1% |
|
4 |
Oberhausen |
29 |
3,8% |
|
5 |
Düsseldorf |
112 |
3,7% |
|
6 |
Rhein-Kreis Neuss |
72 |
3,6% |
|
7 |
Essen |
65 |
3,4% |
|
8 |
Krefeld |
25 |
3,3% |
|
9 |
Rheinisch-Bergischer Kreis |
44 |
3,1% |
|
10 |
Duisburg |
39 |
3,0% |
Ingenieurmangel trotz Rekordarbeitslosigkeit: Der
Arbeitsmarkt ist im Umbruch Neuer
VDI/IW-Ingenieurmonitor wird am 28.10.2026 beim VDI nachrichten
Recruiting Tag in Hamburg vorgestellt Der Ingenieur- und
Informatikarbeitsmarkt befindet sich im Umbruch: Die Zahl der
offenen Stellen stieg im dritten Quartal 2026 erstmals wieder, und
zwar um 5,9 Prozent auf 105.340. Gleichzeitig erreichte die Zahl
der arbeitslos gemeldeten Personen in den Ingenieur- und
Informatikberufen mit 65.427 den höchsten Wert seit Beginn der
Erhebung im Jahr 2011. Trotz dieser gemischten Signale ist
mittelfristig steigender Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren zu
erwarten. Das sind zentrale Ergebnisse des neuen Ingenieurmonitors
von VDI und Institut der deutschen Wirtschaft (IW).
Der
Ingenieurarbeitsmarkt ist im Umbruch. (Symbolbild GettyImages)
Der VDI stellt die Zahlen am 28.10.2026 beim VDI nachrichten
Recruiting Tag in Hamburg vor. Medienschaffende sowie Interessierte
aus Hamburg und dem Umland sind herzlich eingeladen, die Teilnahme
ist kostenfrei. Anmeldung über www.vdi.de/ingenieurarbeitsmarkt.
Für die Region ist der Termin besonders relevant: Die Region
Nord verzeichnet mit 22,4 Prozent den stärksten Zuwachs bei den
offenen Stellen und zugleich wachsende Engpässe.
Offene
Stellen: erste Erholung nach drei Jahren Rückgang Getragen wird
der Zuwachs von den Informatikberufen (+10,3 Prozent) und den
Ingenieurberufen Technische Forschung und Produktionssteuerung (+7,5
Prozent) – zusammen bilden sie die größten Segmente des
Arbeitsmarkts in den Ingenieur- und Informatikberufen. Die meisten
offenen Stellen entfallen auf die Bauingenieurberufe (36.310).
Regional bleibt Bayern mit 18.600 offenen Stellen Spitzenreiter,
knapp vor Nordrhein-Westfalen (18.320).
„Die steigende Zahl
offener Stellen ist ein erstes positives Signal für den Ingenieur-
und Informatikarbeitsmarkt, auch wenn von einer echten Trendwende
noch keine Rede sein kann. Während in einigen Industriebereichen
Arbeitsplätze unter Druck geraten, entstehen in anderen neuen
Chancen. Entscheidend ist jetzt, dass wir Ideen schneller in die
Anwendung bringen und Ingenieurinnen und Ingenieure für neue
Aufgaben qualifizieren. Denn ihre Kompetenzen werden wir auch in
Zukunft dringend brauchen ", sagt VDI-Direktor Adrian Willig.
Arbeitslosigkeit auf Rekordniveau Die Zahl der Arbeitslosen
stieg um 13,7 Prozent von 57.519 auf 65.427. Am stärksten fällt der
Anstieg in den Ingenieurberufen Technische Forschung und
Produktionssteuerung (+19,3 Prozent) und in den Informatikberufen
(+18,0 Prozent) aus. Moderat entwickeln sich die Bauingenieurberufe
mit einem Plus von 3,0 Prozent – diese Branche profitiert u.a. von
öffentlichen Investitionen.
Regional legt die Arbeitslosigkeit in
Baden-Württemberg (+20,6 Prozent) und Bayern (+16,8 Prozent) am
deutlichsten zu. Der Anstieg verlangsamt sich immerhin. Von Januar
bis September 2026 nahm die Arbeitslosigkeit um 2,3 Prozent zu, im
Vorjahreszeitraum waren es noch 10,8 Prozent.
„Die Lage am
Arbeitsmarkt bleibt von der Transformation geprägt. Steigende
Arbeitslosigkeit trifft auf Fachkräfteengpässe. Auch wenn
mittelfristig die Bedarfe durch den demografischen Wandel steigen,
ist der Übergang von Umbrüchen geprägt", erklärt Maximilian Stindt,
Arbeitsmarktexperte beim VDI.
Engpässe schrumpfen,
verschwinden aber nicht – Bedarf bleibt Die Engpasskennziffer
sinkt vom Vorjahreswert 173 auf 161 offene Stellen je 100
Arbeitslose und liegt damit weiterhin deutlich über der
Mangelschwelle von 100. Am größten sind die Engpässe in den
Bauingenieurberufen (318) und in der Energie- und Elektrotechnik
(238).
Mittelfristig bleibt der Bedarf hoch: In den kommenden
zehn Jahren scheiden rund 315.000 Ingenieur- und IT-Fachkräfte
altersbedingt aus dem Erwerbsleben aus, zudem verändert der
technologische Wandel die Anforderungen an Ingenieurberufe rasant.
Der VDI setzt deshalb auf Re-Skilling sowie auf die Potenziale von
Frauen und internationalen Fachkräften – unter anderem mit dem
Netzwerk VDI Frauen im Ingenieurberuf, dem Mentoring-Programm
VDI-WoMentorING und dem Programm VDI-Xpand.
Die Zahlen im
Überblick (Q3 2026, Veränderung gegenüber Q3 2025) Offene
Stellen: 105.340 (+5,9 Prozent), davon 79.620 in Ingenieurberufen
und 25.720 in Informatikberufen Meiste offene Stellen:
Bauingenieurberufe 36.310, Informatikberufe 25.720, Energie- und
Elektrotechnik 14.670 Rückgänge bei offenen Stellen: sonstige
Ingenieurberufe -17,5 Prozent, Kunststoffherstellung und chemische
Industrie -12,4 Prozent Offene Stellen nach Region: Bayern
18.600, Nordrhein-Westfalen 18.320, Baden-Württemberg 14.030;
stärkste Zuwächse in der Region Nord (+22,4 Prozent), Sachsen (+14,1
Prozent) und Berlin/Brandenburg (+12,5 Prozent) Arbeitslosigkeit:
65.427 Personen (+13,7 Prozent), höchster Wert seit Erhebungsbeginn
2011; höchste absolute Zahl in Nordrhein-Westfalen mit 12.895
Personen Engpasskennziffer: 161 offene Stellen je 100 Arbeitslose
(Vorjahr: 173); Bauingenieurberufe 318, Energie- und Elektrotechnik
238, Maschinen- und Fahrzeugtechnik 174, Informatikberufe 117
Engpässe nach Region: höchste Werte in Sachsen-Anhalt/Thüringen
(249), Sachsen (219) und der Region Nord (205); Zunahme in der
Region Nord (+10,3 Prozent), Berlin/Brandenburg (+5,2 Prozent) und
Sachsen (+3,8 Prozent), Rückgänge in Bayern (-16,1 Prozent) und
Nordrhein-Westfalen (-12,3 Prozent) Beschäftigung langfristig:
1.540.170 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Ende 2025, plus
59,0 Prozent seit Ende 2012; Informatikberufe +155,8 Prozent,
Bauingenieurberufe +56,8 Prozent Höchste Beschäftigungsanteile in
Ingenieurberufen: Wolfsburg 15,7 Prozent, Ingolstadt 8,5 Prozent,
Stuttgart 6,4 Prozent
Hintergrund: Re-Skilling und
Fachkräftepotenziale Eine Studie im Rahmen der VDI-Initiative
„Zukunft Deutschland 2050" zeigt, dass knapp zwei Drittel der
Befragten einen hohen oder sehr hohen Re-Skilling-Bedarf in ihrer
Branche sehen. Die VDI/IW-Metastudie „Ingenieurinnen in Deutschland"
beziffert das Wertschöpfungspotenzial von mehr Frauen in MINT- sowie
Ingenieur- und Informatikberufen bis 2035 auf 7,0 Milliarden Euro.
Ergänzend dazu hat der VDI 1.274 Frauen aus
MINT-Berufen zu Geschlechterstereotypen, Karriereperspektiven und
Weiterbildungsangeboten in einer weiteren Studie befragt und daraus
Handlungsempfehlungen zur Frauenförderung und Stärkung der
Innovationskraft des Standorts Deutschland abgeleitet.
Schultour der Kindernothilfe Jugendliche aus
Kindemothilfe-Projekten in Sri Lanka und Südafrika besuchen im
November zwei Schulen in Duisburg. Am Mannesmann Gymnasium und am
Krupp Gymnasium berichten sie, wie die Rechte von Kindern in ihren
Ländern umgesetzt werden, und mit welchen Herausforderungen Kinder
konfrontiert sind.
Was? Vortrag und Austausch zu Kinderrechten weltweit — Jugendliche
aus Südafrika und Sri Lanka zu Besuch in Duisburg Wann und wo?
2.11.2026, 09:45 Uhr: Mannesmann Gymnasium, Am Ziegelkamp 13-15,
47259 Duisburg 5.11. 2026, 10:30 Uhr: Krupp Gymnasium, Flutweg 62,
47228 Duisburg
Jugendliche aus Kindernothilfe-Projekten in
Sri Lanka und Südafrika besuchen im November zwei Schulen in
Duisburg. Am Mannesmann Gymnasium und am Krupp Gymnasium berichten
sie, wie die Rechte von Kindern in ihren Ländern umgesetzt werden,
und mit welchen Herausforderungen Kinder konfrontiert sind.
Dabei zeigen sie, warum es wichtig ist, dass Kinder weltweit ihre
Rechte kennen und wahrnehmen können. Die Jugendlichen erzählen von
ihren persönlichen Erfahrungen und zeigen, wie sie sich aktiv für
die Verwirklichung von Kinderrechten einsetzen. Mit ihren
Präsentationen und Berichten wollen die jungen Gäste mit den
Schüler*innen aus Deutschland ins Gespräch kommen.
Im Rahmen
ihrer Reise besuchen die Jugendlichen mehrere Schulen. Der Abschluss
der Tour ist die Internationale Jugendkonferenz. Während bei den
Schulbesuchen die weltweite Situation von Kindern und Jugendlichen,
sowie ihr Engagement für die Verwirklichung ihrer Rechte im
Mittelpunkt stehen, widmet sich die Internationale Jugendkonferenz
vom 13. bis 15. November 2026 in Duisburg dem Thema „Gender
Equality", also der Gleichberechtigung der Geschlechter. Weitere
Informationen gibt es unter:
www.kindernothilfe.de/jugendkonferenz

Bruttosparquote in Deutschland mit 18,9 % im internationalen
Vergleich überdurchschnittlich hoch Private Haushalte
in Deutschland sparen anteilig mehr als in vielen anderen
Industriestaaten. Mit 18,9 % lag die Bruttosparquote im Jahr 2025
deutlich über dem Durchschnitt in der Europäischen Union von 14,3 %,
wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltspartag am 30./31.
Oktober mitteilt.
In Frankreich sparten die privaten
Haushalte 17,8 % ihres verfügbaren Bruttoeinkommens, in den
Niederlanden 17,4 %, in Österreich 15,7 % und in Italien 10,8 %.
Einen deutlich höheren Wert unter den international mit Deutschland
vergleichbaren Staaten wies die Schweiz mit 27,4 % aus, was an der
dortigen höheren Bedeutung der privaten Altersvorsorge liegt.
Vergleichsweise niedrig war die Bruttosparquote dagegen mit 10,7 %
in den Vereinigten Staaten.
Die Bruttosparquote wird
üblicherweise für internationale Vergleiche genutzt. Sie weist den
Anteil des Gesparten am verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte
vor Abzug von Abschreibungen, vor allem auf Immobilien, aus.

Haushalte in Deutschland neigten auch in den Vorjahren
stärker zum Sparen Auch in einer langfristigen Betrachtung zeigt
sich die hohe Sparneigung der Haushalte in Deutschland. In den
letzten zehn Jahren sparten die Haushalte im Durchschnitt 19,1 %
ihres Einkommens.
In Frankreich war der Anteil mit 16,6 %
geringer, ebenso in den Niederlanden (16,3 %), in Österreich
(15,3 %), in Italien (12,1 %) und in den Vereinigten Staaten
(13,0 %). In der Schweiz war die Bruttosparquote im Durchschnitt der
Jahre 2016 bis 2025 dagegen höher (24,5 %). Zuletzt ging die
Sparquote in Deutschland leicht zurück.
Im ersten Halbjahr
2026 lag sie wie im gesamten Jahr 2025 bei 18,9 %. Im Jahr 2024
hatte sie bei 19,6 % gelegen. Einen Höchststand hatte sie im
Jahr 2020 mit 22,9 % erreicht. Während der damals herrschenden
Covid-19-Pandemie konsumierten die Menschen weniger als gewöhnlich,
was zu einem Anstieg der Sparquote führte.
NRW: Etwa
jeder Neunte erhielt 2025 Leistungen der sozialen Mindestsicherung –
stärkster Rückgang bei Asylbewerberleistungen * 1,9
Millionen Menschen erhielten zum Jahresende 2025 soziale
Mindestsicherung – 84.000 bzw. 4,2 % weniger als ein Jahr zuvor
* Anstieg bei Leistungen zur Grundsicherung im Alter das fünfte Jahr
in Folge * Gelsenkirchen, Dortmund, Essen und Gladbeck mit den
höchsten Mindestsicherungsquoten
Zum
Jahresende 2025 haben 1.913.066 Millionen Menschen in
Nordrhein-Westfalen Leistungen der sozialen Mindestsicherung
erhalten; das sind etwa jeder Neunte oder 10,6 % der Bevölkerung.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches
Landesamt mitteilt, waren das rund 84.100 bzw. 4,2 % Empfängerinnen
und Empfänger weniger als ein Jahr zuvor.
Am deutlichsten
waren die Rückgänge bei den Kindern (–7,3 %) und nichtdeutschen
Leistungsbeziehenden (–7,2 %). Empfängerinnen und Empfänger von
Mindestsicherungsleistungen in einem Alter von 55 und mehr Jahren
sind hingegen leicht um 0,6 % gestiegen.
Die
Mindestsicherungsquote lag in den letzten 10 Jahren zwischen 11 und
12 % Gegenüber dem Vorjahr sank die Mindestsicherungsquote 2025 um
0,5 Prozentpunkte auf 10,6 %. In den letzten 10 Jahren schwankte die
Quote zwischen 11,0 und 12,0 %.
Im Jahr 2016 gab es einen
Höchststand mit einer Mindestsicherungsquote von 12,0 % bzw.
2,15 Millionen betroffenen Menschen. Erneuter Anstieg bei der
Grundsicherung im Alter – stärkster Rückgang bei
Asylbewerberleistungen und Bürgergeld Betrachtet man die einzelnen
Leistungsarten, so ist die Inanspruchnahme der Grundsicherung im
Alter mit +3,0 % bzw. +5.975 das fünfte Jahr in Folge auf 201.940
Empfängerinnen und Empfänger gestiegen.
Der stärkste
Rückgang war mit –20,3 % bzw. –18.000 bei den Regelleistungen nach
dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie den Empfängerinnen und
Empfängern von Bürgergeld mit –4,6 % bzw. –71.600 zu verzeichnen.
Gut ein Drittel der Leistungsbeziehenden nach dem
Asylbewerberleistungsgesetz oder dem Bürgergeld war minderjährig.

Deutliche regionale Unterschiede bei Mindestsicherungsquoten Die
höchsten Mindestsicherungsquoten sind im Ruhrgebiet zu finden. An
der Spitze liegt Gelsenkirchen mit 21,3 %, dort war jede fünfte
Person auf diese Leistungen angewiesen. Danach folgten Dortmund,
Essen und Gladbeck mit über 17 %.
Zum Jahresende 2025 gab es
die niedrigsten Mindestsicherungsquoten im Kreis Borken in den
Gemeinden Südlohn (3,1 %), Heek (3,3 %) und Raesfeld (3,4 %). Die
Gemeinde Nettersheim im Kreis Euskirchen wies ebenfalls eine
Mindestsicherungsquote von 3,4 % auf. Weitere Ergebnisse zum Thema
Städte und Gemeinden finden Sie in unserer
Landesdatenbank NR . Weitere
Ergebnisse zum Thema Armut finden Sie auch im Internet auf unserer Themenseite.
Aktionstag zum 20-jährigen Bestehen der Duisburger Sprachcamps
Seit 2006 gibt es in Duisburg die Sprachcamps. In diesem Jahr nehmen
zwischen dem 19. und dem 30. Oktober mehr als 120 Kinder an sechs
Standorten teil. Zum 20-jährigen Bestehen gibt es eine besondere Aktion
mit allen Kindern am 27. Oktober auf dem Portsmouthplatz am Haupteingang
des Hauptbahnhofs.
Dort erwartet die Kinder als Überraschung ein Spiel. Anschließend gehen
sie in das UCI–Kino, um gemeinsam einen Film anzuschauen. Die
Sprachcamps bieten eine Tagesbetreuung für Kinder mit
Zuwanderungserfahrung im Alter von acht bis zehn Jahren an. Pädagoginnen
und Pädagogen sowie spezialisierte Trainerinnen und Trainer betreuen die
Kinder. Verschiedene Kooperationspartner führen die Angebote in
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Duisburg durch.
Fake oder echt? Jugend-Workshop zu Influencer-Fotos
Perfekte Selfies, traumhafte Urlaubsbilder und spektakuläre
Abenteuer: In den sozialen Medien sieht vieles zu schön aus, um wahr zu
sein. Doch was davon ist eigentlich echt? Im Workshop „Fake it – die
schöne Scheinwelt der Influencer“ können Kinder und Jugendliche im Alter
von neun bis 14 Jahren am Dienstag, 27. Oktober, von 11 bis 16 Uhr in
der Stadtteilbibliothek Neumühl, Lehrerstraße 4-6, einen Blick hinter
die Kulissen der digitalen Bilderwelt werfen.
Die Teilnehmenden erfahren, mit welchen Techniken Fotos bearbeitet und
Bilder gezielt inszeniert werden. Gemeinsam wird untersucht, wie
InfluencerAufnahmen entstehen und welche Tricks hinter scheinbar
perfekten Eindrücken stecken. Ziel des Workshops ist es, für den
kritischen Umgang mit Fotos im Internet zu sensibilisieren und zugleich
die eigene Kreativität zu fördern.
Anschließend gestalten die Kids mit Fantasie und einer guten Portion
Humor eigene Fake-Kunstwerke. Dabei kombinieren sie klassische
Fototechniken mit modernen digitalen Werkzeugen und KI-Anwendungen. Die
Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist online auf
www.stadtbibliothek-duisburg.de im Bereich „Veranstaltungen“ möglich.
Nie wieder
Krieg! Fotografien von Claudia Weller und Thomas Langhans im PLUS am
Neumarkt. Krieg, Flucht und die Hoffnung auf ein
neues Leben: Mit der Ausstellung „Nie wieder Krieg!” zeigen Claudia
Weller und Thomas Langhans eindringliche Fotografien von
Geflüchteten, die sie 2015/16 im DRK-Flüchtlingscamp in
Mülheim-Saarn begleitet haben. Die Ausstellung wird am Samstag, dem
31. Oktober 2026, um 19 Uhr im Rahmen der Reihe „Dargeboten” im Das
PLUS am Neumarkt eröffnet.
Die Aufnahmen erzählen von
Menschen, die ihre Heimat und ihr bisheriges Leben zurücklassen
mussten. Sie zeigen den Alltag im Camp, Momente der Begegnung und
des Innehaltens – und die Hoffnung auf eine Zukunft in Sicherheit.
Zehn Jahre später werfen die Fotografien auch die Frage auf, welchen
Weg diese Menschen inzwischen genommen haben.

Fotos von Claudia Weller und Thomas
Langhans
Angesichts anhaltender Kriege und neuer
Konflikte ist die Botschaft der Ausstellung aktueller denn je. Die
Bilder erinnern uns daran, dass hinter politischen Konflikten immer
menschliche Schicksale stehen. Die Ausstellung ist vom 31. Oktober
bis zum 22. November 2026 im PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, in
Duisburg-Ruhrort zu sehen.

Geöffnet ist sie von Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 13 Uhr sowie
sonntags von 15 bis 19 Uhr. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei, es
wird jedoch um eine solidarische Hutspende gebeten.
„Dargeboten” ist die offene Ausstellungsreihe im PLUS am Neumarkt,
die Kunst in vielfältigen Formen präsentiert und lokalen sowie
überregionalen Kunstschaffenden eine Bühne bietet.
Private Ladeinfrastruktur wächst: Deutlich mehr Wallboxen in
Duisburg angemeldet Immer mehr Menschen in Duisburg
setzen beim Laden ihres Elektroautos auf eine eigene Wallbox. Das
zeigen aktuelle Zahlen der Stadtwerke Duisburg: Seit Jahresbeginn
wurden bereits 349 neue Ladeeinrichtungen angemeldet. Damit liegt
die Zahl schon jetzt rund 16 Prozent über dem Gesamtwert des
Vorjahres.
2025 waren es 302 Neuanmeldungen, 2024 insgesamt
281. Insgesamt sind in der Stadt an Rhein und Ruhr mittlerweile 942
Wallboxen registriert. Die Entwicklung zeigt, dass die private
Ladeinfrastruktur zunehmend an Bedeutung gewinnt. Wer sein
Elektroauto zu Hause laden kann, profitiert vor allem von Komfort
und Flexibilität. Das Fahrzeug lässt sich bequem über Nacht aufladen
und steht am nächsten Morgen wieder für die nächste Fahrt bereit.

Foto DVV
Eine fest installierte Wallbox ermöglicht dabei ein
sicheres und schnelleres Laden als an einer herkömmlichen
Haushaltssteckdose. Die Stadtwerke Duisburg unterstützen diese
Entwicklung mit einem erweiterten Angebot für das Laden zu Hause.
Neu im Sortiment sind die Wallboxen der Serie Mennekes Amtron 4You.
Ergänzt wird das Angebot durch neue Montagepakete, die eine
fachgerechte Installation der Ladestation ermöglichen und den Weg
zur eigenen Ladeinfrastruktur erleichtern. „Die steigenden
Anmeldezahlen zeigen, dass die Elektromobilität zunehmend im Alltag
der Menschen in Duisburg ankommt. Gerade die Möglichkeit, das eigene
Fahrzeug bequem zu Hause zu laden, macht den Umstieg auf ein
Elektroauto attraktiv“, erklärt Christopher Locke, Berater
Energiedienstleistungen bei den Stadtwerken Duisburg.
Neben
dem Komfort beim Laden können Fahrerinnen und Fahrer reiner
Elektroautos auch finanziell profitieren. Über die sogenannte
Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) können sie sich jährlich
eine Prämie sichern. Hintergrund ist, dass die eingesparten
Treibhausgasemissionen von Elektrofahrzeugen im Rahmen des
gesetzlichen Quotenhandels vermarktet werden können.
Die
Höhe der Prämie richtet sich nach den jeweiligen Marktbedingungen
und kann von Jahr zu Jahr variieren. Voraussetzung ist unter
anderem, dass es sich um ein zugelassenes, rein batterieelektrisches
Fahrzeug handelt. Plug-in-Hybride sind von der THG-Quotierung
ausgeschlossen.
Beim Einstieg in die private
Ladeinfrastruktur bieten die Stadtwerke Duisburg aktuell einen
finanziellen Vorteil: Noch bis zum 22. November 2026 können sich
Kundinnen und Kunden im Rahmen einer Wallbox-Aktion wahlweise 100
Euro Rabatt auf die Installation oder 100 Euro Ladekartenguthaben
sichern.
Die Aktion läuft seit dem 19. Oktober und begleitet
die Einführung der neuen Wallbox-Modelle und Montagepakete. Weitere
Informationen zum Wallbox-Angebot und zur aktuellen Aktion gibt es
online unter
https://www.swdu.de/emob-aktion.
Philharmonischer Chor lädt zur Jagd und Wein „Juchhe,
der Wein ist da!“ - unter diesem Motto lädt der philharmonische Chor
am Sonntag, den 8. November um 17 Uhr zu seinem Herbstkonzert in die
Salvatorkirche Duisburg. Der Titel ist der Beginn des Schlusschores
aus Joseph Haydns „Herbst“ aus seinem Oratorium „Die Jahreszeiten“.
Es steht am Ende eines ungewöhnlichen Programmes, welches
die goldene Jahreszeit zum Thema hat. Zu Beginn erklingt die selten
gehörte „Jagdkantate“ von Johann Sebastian Bach, deren ausgiebiger
Hörnerklang typisch für Jagdmusiken steht. Außerdem zu hören sind
das „Rendez-vous de chasse“, das „Jagdtreffen“ von Rossini sowie der
berühmte „Jägerchor“ aus Webers „Freischütz“. Solisten sind Judith
Hoffmann, Sopran, Boheyun Mun, Tenor und Harald Martini, Bass.
Es spielen Mitglieder der Duisburger Philharmoniker unter
Leitung von Kirchenmusikdirektor Marcus Strümpe. Am Ende ist das
Publikum eingeladen, bei einem Glas Wein Herbst- und Jagdlieder
mitzusingen. Der Eintritt zum ca. 75minütigen Konzert kostet 26,
Schüler und Studenten zahlen 15 Euro. Karten gibt es im Netz unter
www.westticket.de und an der Abendkasse.

Mitglieder des philharmonischen Chors (Foto: Thomas Berns)
Kunstgeschichte-Vortrag mit Bildprojektionen zum Genter Altar
Der berühmte Genter Altar, bekannt durch die Abbildung
der Anbetung des Gotteslamms, hatte schon seit seiner
Entstehungszeit einen legendären Ruf. Entsprechend gefährdet war er
in Kriegszeiten oder während des Bildersturms.
Martina Will
präsentiert in einem Bildvortrag die Kunst-Geschichte des fast 600
Jahre alten Werks am Mittwoch, 5. November 2026 um 18 Uhr in der
Friedenskirche Duisburg Hamborn, Duisburger Straße 174. Die
gelernte Kunstlehrerin erläutert zudem, was auf den Tafeln des
Altars dargestellt wird, und geht u.a. der Frage nach, welche Teile
Jan van Eyck, einer der größten Künstler seiner Zeit, und welche
sein Bruder Hubert erstellt hat. Der Eintritt ist frei, eine
Spende für die Gemeindearbeit am Ausgang wird nicht abgelehnt.
Ukulele spielen leicht gemacht: Neumühler Gemeinde
lädt zu Anfänger- und Aufbaukursen im November „Es ist
so schade, dass keiner ein Instrument spielt und unseren Gesang
begleitet!“ Ganz oft hört man gerade zu Weihnachten diesen Satz. Auf
Anregung der Musikerin Sabine Kleefeld bietet die Evangelische
Gemeinde Duisburg Neumühl deshalb in einem Workshop dazu beste
Gelegenheit, innerhalb von zweimal 45 Minuten drei bis vier gängige
Akkorde auf der Ukulele spielen zu lernen, mit denen man
(Weihnachts-)Lieder wie Bruder Jakob oder
Schneeflöckchen-Weißröckchen begleiten kann.
In einem
Aufbaukurs können Ukulele-Fans ihr Wissen auffrischen und
Weihnachtslieder einüben. Leihinstrumente sind vorhanden. Wer eine
eigene Ukulele hat, sollte sie mitbringen. Neue Ukulelen sind im
Handel bereits um die 20 Euro zu bekommen. Der Anfängerkurs findet
in der Neumühler Gnadenkirche am 6. November von 16 bis 16.45 Uhr
und am 7. November von 11 bis 11.45 Uhr statt.
Zum
Aufbaukurs treffen sich alle am gleichen Ort am 27. November von 16
bis 16.45 Uhr und 28. November von 11 bis 11.45 Uhr. Jeder Kurs
kostet 15 Euro. Anmeldungen sind bis zum 5. November bei
Kursleiterin Sabine Kleefeld (Tel. 0155/68675627 oder per Mail an
Skleefeld@gmx.de) oder im Alten Pfarrhaus Neumühl (Obermarxloher
Straße 40, Tel. 0203/580448) möglich.
 (Foto:
Kleefeld)
Verleihung der Ehrennadel des Bezirks Duisburg-Rheinhausen
Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Liß verleiht am Montag, 26. Oktober
2026, um 16.30 Uhr i Sitzungssaal der Bezirksverwaltung
Rheinhausen Körnerplatz 1, 47226 Duisburg, die Ehrennadel des
Bezirks Duisburg-Rheinhausen für besonderes ehrenamtliches
Engagement. Im Beisein von Oberbürgermeister Sören Link werden Heinz
Billen und Martin Flasbarth mit der Auszeichnung geehrt.
Aktionstag zum 20-jährigen Bestehen der
Duisburger Sprachcamps Seit 2006 gibt es in Duisburg
die Sprachcamps. In diesem Jahr nehmen zwischen dem 19. und dem 30.
Oktober mehr als 120 Kinder an sechs Standorten teil. Zum
20-jährigen Bestehen gibt es eine besondere Aktion mit allen Kindern
am 27. Oktober auf dem Portsmouthplatz am Haupteingang des
Hauptbahnhofs.
Dort erwartet die Kinder als Überraschung ein
Spiel. Anschließend gehen sie in das UCI–Kino, um gemeinsam einen
Film anzuschauen. Die Sprachcamps bieten eine Tagesbetreuung für
Kinder mit Zuwanderungserfahrung im Alter von acht bis zehn Jahren
an. Pädagoginnen und Pädagogen sowie spezialisierte Trainerinnen und
Trainer betreuen die Kinder. Verschiedene Kooperationspartner führen
die Angebote in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Duisburg
durch.
Stadtbibliothek: Mit der Lochkamera
die Anfänge der Fotografie entdecken Die Stadtbibliothek
Duisburg lädt von Montag, 26. Oktober, bis Mittwoch, 28. Oktober,
jeweils von 10 bis 14 Uhr in das Stadtfenster an der Steinschen
Gasse 26 in Duisburg-Mitte zu einem besonderen Fotografie-Workshop
ein. Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren können ihre eigene
Lochkamera bauen und so die Anfänge der Fotografie entdecken.
An drei Veranstaltungstagen bauen die Jugendlichen aus einfachen
Materialien eigene Lochkameras und lernen, wie früher Bilder
entstanden sind, lange bevor es Smartphones und Digitalkameras gab.
Gemeinsam richten sie eine Dunkelkammer ein, bereiten Fotopapier und
Fotochemie vor und fotografieren mit ihren selbst gefertigten
Kameras.
Anschließend entwickeln sie ihre Aufnahmen von Hand
und erleben Schritt für Schritt, wie aus Licht, Zeit und Geduld
einzigartige Fotografien entstehen. Der Workshop ist kostenfrei und
wird durch das Programm „Kulturrucksack NRW“ gefördert. Eine
vorherige Anmeldung ist jedoch erforderlich. Weitere Informationen
und die Möglichkeit sich anzumelden gibt es online unter
https://ww.stadtbibliothek-duisburg.de.
Frühe Hilfen Duisburg: Nächstes Informationscafé startet
Um den beruflichen Wiedereinstieg nach der Elternzeit geht es beim
kommenden Informationscafé der Frühen Hilfen Duisburg. Los geht es
am Freitag, 30. Oktober, um 9.30 Uhr in den Räumlichkeiten an der
Schwanenstraße 5-7 in der Innenstadt (Eingang über Steinsche Gasse
2).
Zu Gast sind an diesem Vormittag Jasmin Borgstedt sowie
Heike Bruckmann und Silke Martmann-Sprenger, die Beauftragten für
Chancengleichheit am Arbeitsmarkt beim Jobcenter und der Agentur für
Arbeit. Unter anderem stehen die Themen Karrierechancen auf dem
Duisburger Arbeitsmarkt, Stellensuche und Bewerbung, Beratungs- und
Coaching-Angebote sowie Fördermöglichkeiten zur beruflichen
Weiterentwicklung im Fokus.
Sämtliche Angebote der Frühen
Hilfen Duisburg sind kostenfrei. Interessierte können sich bei
Fragen telefonisch unter 0203 283-983014 an das Team wenden.
Aydin
Sayilan liest im Stadtfenster Die Duisburger
Volkshochschule und Stadtbibliothek laden gemeinsam am Freitag, 30.
Oktober, um 17 Uhr zu einer Lesung mit Dr. Aydin Sayilan ins
Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, in der Innenstadt ein. Vorgestellt
wird seine Biografie „Heimat in der Fremde – Mein Leben in
Deutschland, in der er seinen persönlichen Lebensweg zwischen
Herkunft, Ankommen und gesellschaftlichem Engagement beschreibt.
Mit nur 15 Jahren kam Sayilan allein nach Deutschland. Fünf
Jahrzehnte später beendete er seine berufliche Laufbahn an der
Volkshochschule Duisburg. In seinem Buch blickt er auf die Jahre von
1970 bis 2020 zurück und erzählt von den Herausforderungen und
Chancen eines Lebens zwischen zwei Kulturen. Dabei verknüpft er
persönliche Erinnerungen mit den gesellschaftlichen Entwicklungen,
die die Themen Migration und Integration in Deutschland und Europa
geprägt haben.
Dr. Sayilan berichtet von seinem Engagement
in Wissenschaft, Politik und Kultur sowie von seiner Mitarbeit in
zahlreichen Vereinen und Gremien. Sein Lebensweg ist geprägt von
Neugier, Bildung und Ausdauer: Neben seiner beruflichen Tätigkeit
absolvierte er Studien an vier Hochschulen und schloss seine
akademische Laufbahn mit der Promotion zum Doktor der Philosophie
ab.
Zugleich setzte er sich über viele Jahre hinweg intensiv
mit sozialen, kulturellen und politischen Fragen rund um Migration
und gesellschaftliche Teilhabe auseinander. Die Lesung wird
musikalisch von Ismet Kılıç begleitet. Im Anschluss besteht
Gelegenheit für Fragen und Austausch. Der Eintritt ist frei. Eine
Anmeldung ist nicht erforderlich.
Fake oder echt? Jugend-Workshop zu Influencer-Fotos
Perfekte Selfies, traumhafte Urlaubsbilder und spektakuläre
Abenteuer: In den sozialen Medien sieht vieles zu schön aus, um wahr
zu sein. Doch was davon ist eigentlich echt? Im Workshop „Fake it –
die schöne Scheinwelt der Influencer“ können Kinder und Jugendliche
im Alter von neun bis 14 Jahren am Dienstag, 27. Oktober, von 11 bis
16 Uhr in der Stadtteilbibliothek Neumühl, Lehrerstraße 4-6, einen
Blick hinter die Kulissen der digitalen Bilderwelt werfen.
Die Teilnehmenden erfahren, mit welchen Techniken Fotos bearbeitet
und Bilder gezielt inszeniert werden. Gemeinsam wird untersucht, wie
InfluencerAufnahmen entstehen und welche Tricks hinter scheinbar
perfekten Eindrücken stecken. Ziel des Workshops ist es, für den
kritischen Umgang mit Fotos im Internet zu sensibilisieren und
zugleich die eigene Kreativität zu fördern.
Anschließend
gestalten die Kids mit Fantasie und einer guten Portion Humor eigene
Fake-Kunstwerke. Dabei kombinieren sie klassische Fototechniken mit
modernen digitalen Werkzeugen und KI-Anwendungen. Die Teilnahme ist
kostenfrei. Eine Anmeldung ist online auf
www.stadtbibliothek-duisburg.de im Bereich „Veranstaltungen“
möglich.
Kirche kocht und lädt
zum kostenfreien Mittagessen nach Untermeiderich In der
Evangelischen Gemeinde Meiderich heißt es einmal im Monat „Kirche
kocht“, denn im Begegnungscafé „Die Ecke“, Horststr. 44a, stehen
dann Ehrenamtliche an den Töpfen und zaubern Leckeres; so zum
Beispiel am 27. Oktober, wenn sie um 12.30 Uhr Bandnudeln mit Spinat
und Lachs servieren.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig, das
Angebot ist kostenfrei. „Wir wollen Herzenswärme spenden, schöne
Momente schenken und gemeinsam Mittagessen!“ sagt Yvonne de
Temple-Hannappel, die Leiterin des Begegnungscafés (Tel. 0203 45 57
92 70, E-mail:
detemple-hannappel@gmx.de
Konjunkturausblick für das Schlussquartal hellt sich auf
–Rezessionsrisiko deutlich gesunken Die konjunkturellen
Aussichten für die das Schlussquartal 2026 haben sich deutlich
aufgehellt. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts
für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der
Hans-Böckler-Stiftung, der monatlich die neuesten verfügbaren Daten
zu den wichtigsten wirtschaftlichen Kenngrößen bündelt. Für den
Zeitraum von Oktober bis Ende Dezember 2026 weist der Indikator eine
Rezessionswahrscheinlichkeit von 16,5 Prozent aus.

Anfang September betrug sie für die folgenden drei Monate noch
25,9 Prozent. Eine so geringe Rezessionswahrscheinlichkeit wie
aktuell hat der Indikator zuletzt vor dem Beginn des Iran-Kriegs
Anfang 2026 ausgewiesen und davor im Jahr 2022, bevor Russland die
Ukraine überfallen hat.
Die statistische Streuung im Indikator, ein
Maßstab für Verunsicherung unter Wirtschaftsakteuren, hat
gleichzeitig nur geringfügig zugenommen von 7,7 auf 9,9 Prozent. Der
nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator bleibt bei der Phase
„gelb-grün“ (moderater Wachstumspfad).

Maßgeblich für den deutlichen Rückgang der
Rezessionswahrscheinlichkeit sind vor allem fortgesetzte
Aufhellungen bei Stimmungsindikatoren wie dem ifo
Geschäftsklimaindex und dem S&P Einkaufmanagerindex sowie im Trend
positive Entwicklungen bei Aufträgen und Produktionsdaten – zuletzt
vor allem am Bau. Einen stärkeren Rückgang der
Rezessionswahrscheinlichkeit verhindert hat ein weiterer Anstieg der
Geldmarktzinsen und zuletzt gesunkene Aktienkurse.
„Die
konjunkturelle Stabilisierung ist bemerkenswert. Sie zeigt die
grundsätzliche Stärke des Standorts Deutschland auch in extrem
schwierigen Zeiten von durch Kriegen verursachten
Energiepreisschocks, US-Zöllen und erhöhter wirtschaftspolitischer
Unsicherheit“, sagt IMK-Konjunkturexperte Prof. Dr. Christian
Breuer. In dieser Situation brauche die konjunkturelle Erholung
weiteren Rückenwind. Die staatlichen Mehrausgaben für Infrastruktur
und Verteidigung regten die Wirtschaft an.
Ebenfalls in die
richtige Richtung gingen die europäischen Ansätze zu einer
wirksameren Industriepolitik, auch wenn sie noch zu zögerlich seien.
Nun komme es darauf an, Fortschritte nicht gleich wieder zu
konterkarieren, sagt der Ökonom. „Was wir aktuell überhaupt nicht
brauchen können, ist eine langandauernde Schwäche des privaten
Konsums.
Versuche, die außenwirtschaftliche
Wettbewerbsfähigkeit mit Lohnkürzungen oder Einschnitten bei den
Sozialleistungen zu verbessern, sind daher hoch riskant, und sie
gehen am Problem vorbei“, sagt Breuer. Denn die wirtschaftlichen
Schwierigkeiten seien sei kein Problem einfacher mangelnder
preislicher Wettbewerbsfähigkeit, sondern überwiegend geopolitisch
verursacht.
In der BZ vor 10 Jahren:
Erster Teil der Plattierungsarbeiten auf der Königstraße
heute beendet Duisburg, 29. Oktober 2016 -
"Wir sind hier heute fertig", meinte ein
niederländischer Bauarbeiter am Morgen. Damit steht den
Aufstellungsarbeiten für den 39. Duisburger
Weihnachtsmarkt mit über 100 Teilnehmern (17. November
bis 30. Dezember) im zentralen Bereich nichts im Weg.

BZ-Foto haje 29.
Oktober 2016

BZ-Foto haje
September 2016
Meidericher Gemeinde lädt zum
Spieleabend für Jung und Alt Zu einem bunten
Spieleabend lädt die Evangelische Kirchengemeinde
Meiderich in das Gemeindezentrum, Auf dem Damm 8. Dort
warten am Dienstag, 3. November um 19 Uhr alte Klassiker
und neue Spiele darauf, entdeckt zu werden. Wer mag,
bringt gerne eigene Spiele - egal ob Klassiker, Karten-,
Brett- oder Gesellschaftsspiele - mit, die mit anderen
ausprobiert werden können.
Getränke und Snacks gibt's zum Selbstkostenpreis.
Wenn der Abend weiterhin gut ankommt, wird es monatlich einen
Spieleabend im Gemeindezentrum geben. Infos zur Gemeinde gibt es im
Netz unter www.kirche-meiderich.de.
Rheingemeinde
lädt zum Kneipenquiz Die Evangelische Rheingemeinde
Duisburg lädt zum Kneipenquiz ins Gemeindehaus Wanheimerort am
Vogelsangplatz. Am 4. November 2026 gilt es, dort ab 20 Uhr bei
gemütlicher Atmosphäre, Getränken und fairen Knabbereien Wissen zu
zeigen und beim Raten Glück zu haben. Die 24 Quizfragen kommen aus
allen möglichen Kategorien, etwa Lokales, Religion, Fernsehen, Sport
oder Wissenschaft.
Die Quizgruppen können sich nach Belieben
zusammensetzen. Nach Auflösung aller Fragen erhält die Gruppe mit
den meisten Punkten einen Siegerpokal. Eine Anmeldung ist nicht
nötig, doch wer einen Tisch für eine eigene Quizgruppe haben möchte,
sollte reservieren. Das geht unter
anke.bendokat@ekir.de
oder 0203 / 5787977, dort gibt es auch mehr Infos zum
Kneipenquiz. Das Kneipenquiz der Gemeinde gibt es schon lange, es
ist ein Dauerbrenner und Erfolgsmodell.

NRW: 7,5 % der Bevölkerung konnten sich nach eigenen
Angaben keine warme Wohnung leisten * 5,3 % der
Bevölkerung lebten in Haushalten mit Zahlungsrückständen bei
Versorgungsbetrieben * 14,5 % der Haushalte hatten eine
überdurchschnittliche Energieausgabenbelastung * Versteckte
Energiearmut: 14,4 % der geringverdienenden Haushalte hatten
unterdurchschnittliche Energieausgaben Schlagworte: Energiearmut,
Armut, Energieausgaben, Mikrozensus, Heizkosten
Laut
Europäischer Kommission sind Haushalte von Energiearmut betroffen,
wenn sie sich notwendige Energie nicht leisten können, keinen Zugang
dazu haben oder ihren Verbrauch so drastisch einschränken müssen,
dass Gesundheit und Lebensqualität leiden. Im Jahr 2025 lebten
laut Ergebnissen des Mikrozensus 7,5 % der nordrhein-westfälischen
Bevölkerung in einem Haushalt, der nach eigenen Angaben die Wohnung
aus finanziellen Gründen nicht ausreichend warmhalten kann.
Wie das Statistische Landesamt mitteilt, fiel
dieser Wert unter armutsgefährdeten Personen mit 15,6 % mehr als
doppelt so hoch aus. Auch von der Bevölkerung, die nicht von
relativer Einkommensarmut betroffen war, lebten 5,8 % in einem
Haushalt, für den nach Selbsteinschätzung die angemessene Beheizung
der Wohnung ein finanzielles Problem darstellt.

5,3 % der Bevölkerung von Zahlungsrückständen bei
Versorgungsbetrieben betroffen Ein weiteres indirektes Anzeichen für
Energiearmut können Zahlungsschwierigkeiten bei den
Versorgungsbetrieben sein. Laut Mikrozensus lebten 5,3 % der
Bevölkerung in NRW 2025 in einem Haushalt, der angab, Rechnungen für
Strom, Heizkosten oder Wasser im Vorjahr nicht immer fristgerecht
bezahlt zu haben.
Bei der von relativer Einkommensarmut
betroffenen Bevölkerung lag dieser Anteil mit 8,8 % deutlich höher,
insbesondere im Vergleich zu 4,5 % bei den nicht armutsgefährdeten
Personen. Hohe Energieausgabenbelastung bei 14,5 % der Haushalte
Auch die tatsächlichen Energieausgaben können Hinweise auf
Energiearmut geben.
Der sogenannte 2M-Indikator misst den
Anteil der Energieausgaben wie Heizung, Warmwasser und Strom am
Haushaltsnettoeinkommen eines Haushalts. Dieser Anteil des einzelnen
Haushalts wird dann mit dem doppelten Medianwert (2 x Median) aller
Haushalte verglichen. Liegt der Energieausgabenanteil des Haushalts
über dem doppelten Medianwert besteht demnach eine
überdurchschnittliche Energieausgabenbelastung.
Der Median
der Energieausgabenanteile der nordrhein-westfälischen Haushalte lag
laut Einkommens- und Verbrauchsstichprobe im Jahr 2023 bei 5,6 %.
Haushalte mit überdurchschnittlicher Energieausgabenbelastung
wendeten in diesem Jahr somit mehr als ein Zehntel (11,2 %) ihres
Einkommens für Energie auf. Dies traf auf 14,5 % aller Haushalte zu.
Bei geringverdienenden Haushalten war sogar nahezu die Hälfte
(44,7 %) betroffen.

Versteckte Energiearmut: 14,4 % geringverdienender Haushalte mit
unterdurchschnittlichen Energieausgaben Deutlich
unterdurchschnittliche Energieausgaben können auch darauf hinweisen,
dass Haushalte von versteckter Energiearmut betroffen sind und ihren
Verbrauch aus Angst vor hohen Rechnungen gezielt senken. Der
sogenannte M/2-Indikator identifiziert Haushalte, deren absolute
Energieausgaben besonders niedrig sind.
Das ist dann der
Fall, wenn die Energieausgaben des Haushalts geringer sind als die
Hälfte des Medians der Energieausgaben aller Haushalte (Median /
2). Im Jahr 2023 lagen die Energieausgaben von 9,4 % der Haushalte
laut der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe bei weniger als der
Hälfte des Medianwerts. Bei Geringverdiener-Haushalten war dieser
Anteil mit 14,4 % höher als bei nicht geringverdienenden Haushalten
mit 8,1 %.
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