'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


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44. Kalenderwoche
Montag, 26. Oktober - 1. November 2026

Anklageerhebung gegen Lehrerin des Berufskollegs Wesel wegen Betruges und Urkundenfälschung
Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat gegen eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel, die seit dem Jahr 2009 dem Dienst fernblieb, mit Verfügung vom 23. Oktober 2026 Anklage zum Landgericht - Große Strafkammer - Duisburg erhoben.

Nach dem Ergebnis der durchgeführten Ermittlungen besteht gegen die Angeschuldigte hinreichender Tatverdacht des Betruges in elf besonders schweren Fällen sowie der Urkundenfälschung in zwei Fällen.

1. Der Angeschuldigten wird zur Last gelegt, in dem nicht rechtsverjährten Zeitraum von März 2021 bis März 2025, in dem sie als Lehrerin in einem Dienstverhältnis zum Land Nordrhein-Westfalen stand, zehn Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen beim Berufskolleg Wesel eingereicht zu haben, um ihren Dienstherrn zu täuschen.

Sie wollte diesen damit zu der Annahme verleiten, sie sei aufgrund einer Erkrankung dienstunfähig, obwohl sie gewusst haben soll, dass sie entgegen den von ihr vorgelegten Bescheinigungen gesundheitlich dazu in der Lage war, ihre Dienstpflicht zu erfüllen.

Sie soll dies getan haben, um trotz ihres schuldhaften Fernbleibens vom Dienst weiterhin ihre vollen monatlichen Dienstbezüge zu erhalten, auf die sie – wie sie wusste – aufgrund ihres unentschuldigten Fernbleibens nach den gesetzlichen Vorschriften keinen Anspruch hatte.

Der Dienstherr nahm aufgrund der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen tatsächlich an, die Angeschuldigte fehle krankheitsbedingt, zahlte die Besoldung und sah in der Folge von einer Rückforderung der an sie gezahlten Bezüge ab.

Zudem soll die Angeschuldigte im September 2025 über ihren Rechtsanwalt im Rahmen des gegen sie eingeleiteten Disziplinarverfahrens bei der Bezirksregierung Düsseldorf diverse Durchschriften von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorgelegt haben, weil sie solche bei ihrem Dienstherrn für mehrere Zeiträume ihres angeblich krankheitsbedingten Fehlens nicht eingereicht hatte.

Tatsächlich soll die Angeschuldigte jedoch auch in diesen Zeiträumen dienstfähig gewesen sein. Insgesamt soll die Angeschuldigte im Tatzeitraum Bezüge in Höhe von über 248.000,- Euro zu Unrecht erhalten haben. Konkrete Anhaltspunkte für die tatsächliche Ausübung einer anderen beruflichen Tätigkeit durch die Angeschuldigte während des Tatzeitraums konnten im Rahmen der Ermittlungen nicht erlangt werden.

Die besonders schweren Fälle des Betrugs stützen sich darauf, dass sich die Angeschuldigte aus der wiederholten Tatbegehung eine erhebliche Einnahmequelle von Dauer verschaffte, somit gewerbsmäßig handelte und in einem Fall einen Vermögensverlust großen Ausmaßes, der nach der Rechtsprechung ab einem Schaden von 50.000,- Euro in Betracht kommt, herbeiführte.

2. Weiterhin wird der Angeschuldigten vorgeworfen, als aktive Tauchsportlerin zwei von einer nicht existenten Ärztin ausgestellte Tauchtauglichkeitsbescheinigungen selbst erstellt zu haben, um ihre Tauchtauglichkeit nachzuweisen.

3. Die Angeschuldigte hat sich zu den Tatvorwürfen bisher nicht eingelassen. 4. Der Tatbestand des besonders schweren Falls des Betruges (§ 263 Abs. 3 S. 2 Nr. 1 und Nr. 2 StGB) sieht einen Strafrahmen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe, der Tatbestand der Urkundenfälschung (§ 267 Abs. 1 StGB) einen solchen von Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vor. Es wird darauf hingewiesen, dass bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung gilt.

Ehrennadel an Heinz Billen und Martin Flasbarth verliehen
Die Bezirksvertretung Rheinhausen hat Heinz Billen aus RumelnKaldenhausen und Martin Flasbarth aus Rheinhausen bei einer festlichen Veranstaltung für ihr jahrzehntelanges Engagement in ganz unterschiedlichen Ehrenämtern geehrt.

In Anwesenheit von Oberbürgermeister Sören Link verlieh Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Liß den beiden die Ehrennadel des Bezirks Rheinhausen. Der Oberbürgermeister erklärte dazu: „Martin Flasbarth und Heinz Billen stehen beispielhaft für eine Mentalität des Anpackens. Sie haben durch ihre verschiedenen Ehrenämter einen herausragenden Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in ihrem Stadtbezirk geleistet.“

Im Bild v.l.: Martin Flasbarth, Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Liß, Oberbürgermeister Sören Link, Heinz Billen. Foto Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Liß ergänzte: „Mit Heinz Billen und Martin Flasbarth ehren wir zwei Bürger, die mit ihrem Wirken unseren Bezirk seit vielen Jahren nachhaltig bereichern. Ihr Ehrenamt hat einen unschätzbaren Wert für das gesellschaftliche Miteinander in unserem Bezirk. Dieser jahrzehntelange Einsatz verdient nicht nur Dank und Anerkennung, sondern auch tiefen Respekt.“

Heinz Billen bereichert seit Jahrzehnten das kulturelle Angebot im Bezirk Rheinhausen in verschiedenen Bereichen. Die beiden kleinen BergbauMuseen in Rumeln-Kaldenhausen und Bergheim wären ohne seinen Einsatz nicht möglich gewesen. Damit wurde ein erheblicher Beitrag zur Stärkung der historischen Identität des Bezirks Rheinhausen geleistet.

Seine heimathistorischen Beiträge in Form von Vorträgen und Publikationen runden sein großes Wirken im Dienst der lokalgeschichtlichen Aufarbeitung ab. Durch diese Beiträge wird auch in den kommenden Jahrzehnten die Geschichte des Stadtteils Rumeln-Kaldenhausen erlebbar sein. Die pädagogische Arbeit als Lehrschmied in zahlreichen Kursen an der Volkshochschule Duisburg bis ins hohe Alter trägt wesentlich dazu bei, die Handwerkskunst zu bewahren und weiterzugeben.

 Martin Flasbarth hat sich in den 1970er-Jahren für sein ehrenamtliches Engagement bei der DLRG entschieden. Über all die Jahre hinweg leistet er bis heute in verschiedenen verantwortungsvollen Positionen einen großen Dienst an der Gesellschaft. In seiner langjährigen Tätigkeit als Bootsführer und Rettungsschwimmer scheute er keine persönlichen Gefahren zum Wohle von Menschen in Not.

Martin Flasbarth bringt sich nicht nur aktiv im Rettungsdienst ein, sondern leistete auch als Ausbildungsleiter und später als Bezirksleiter einen außerordentlichen Beitrag dazu, dass Menschen in Notsituationen auch künftig Hilfe erhalten können. In Zeiten, in denen Menschen die Gefahren offener Gewässer und Wasserstraßen zunehmend unterschätzen, ist diese Aufklärungsarbeit unverzichtbar.

3.770 Reinigungskräfte warten auf Lohn-Plus – IG BAU Duisburg-Niederrhein warnt: Für 40 Cent mehr stellt keine Gebäudereinigerin in Duisburg für 3 Uhr morgens noch den Wecker  
Sauber machen und dafür sauber bezahlt werden – das wollen die rund 3.770 Beschäftigten, die in Duisburg in der Gebäudereinigung arbeiten. „Doch auf ein ordentliches Lohn-Plus warten Reinigungskräfte bislang vergeblich: Die Arbeitgeber schalten am Tariftisch auf stur“, sagt Karina Pfau von der IG BAU Duisburg-Niederrhein.

Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft fordert 2 Euro pro Stunde mehr. Dann würde der Stundenlohn für eine Gebäudereinigerin bei 17 Euro liegen. „Doch die Arbeitgeber treten gewaltig auf die ‚Lohn-Bremse‘: Erst ab Mai nächsten Jahres soll es 1,8 Prozent – und damit lediglich 27 Cent pro Stunde – mehr geben. Das ist eine Farce. Denn das reicht nicht einmal, um die Inflation aufzufangen“, so Karina Pfau.

„Weigern sich die Unternehmen weiterhin hartnäckig, ein ordentliches Angebot auf den Tisch zu legen, dann werden viele Reinigungskräfte den Stecker vom Staubsauger ziehen: Sie hängen ihren Job an den Nagel und suchen sich etwas anderes“, warnt Karina Pfau. Das würde die Betriebe „in erhebliche Schwierigkeiten bringen“.

Denn das Personal in der Branche sei knapp. Insgesamt gibt es in Duisburg 124 Gebäudereinigungsunternehmen. Die Vorsitzende der IG BAU Duisburg-Niederrhein wird dabei deutlich: „Ab Januar steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 14,60 Euro pro Stunde. Eine Gebäudereinigerin verdient aktuell aber nur knapp darüber – nämlich 15 Euro.

Warum soll sie für 40 Cent mehr ihren Wecker auf 3 Uhr morgens stellen, in aller Herrgottsfrühe aufstehen und sich dann auch noch krummmachen? Einen Job zum gesetzlichen Mindestlohn findet sie allemal auch woanders“, so Karina Pfau. Immerhin sei die Arbeit in der Gebäudereinigung auch noch „körperlich hart: ein Knochenjob“.

Am kommenden Dienstag (3. November) gibt es die nächste und entscheidende Verhandlungsrunde zum Gebäudereiniger-Lohn. Dann kommen die IG BAU und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks zum dritten Mal am Tariftisch zusammen.

Kunstausstellung bis Ende November verlängert
Die Gemeinschaftsausstellung „Das reine Blau“ im Bezirksamt Duisburg-Süd an der Sittardsberger Allee 14 geht in die Verlängerung: Besucherinnen und Besucher haben jetzt bis zum 26. November Gelegenheit, in die faszinierende Welt der Farbe Blau einzutauchen.

Die beteiligten Kunstschaffenden Heidi Bartsch, Egmont Fritz, Ulrich Huerkens, Joachim Ingelmann, Michael Jezusek, Marion Köllner, Lothar Rübel, Thomas Schindler, Norbert Soltysik, Wolfgang Thoennes und Herbert Wilk zeigen eine abwechslungsreiche Auswahl künstlerischer Positionen und laden dazu ein, die Farbe Blau aus immer neuen Blickwinkeln zu entdecken.

Sämtliche Werke sind ohne den Einsatz künstlicher Intelligenz entstanden. Die Künstlerinnen und Künstler setzen bewusst auf ihre eigene Kreativität und handwerkliche Gestaltung. Kuratiert wird die Gemeinschaftsausstellung von dem Mülheimer Künstler Ralf Rassloff, der die Kunstschaffenden bereits seit vielen Jahren begleitet.

Mit der Verlängerung bietet sich nun auch denjenigen, die bislang keine Gelegenheit zu einem Besuch hatten, die Möglichkeit, die unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen kennenzulernen und sich von der Vielfalt der Farbe Blau inspirieren zu lassen.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Ein Besuch ist montags, mittwochs und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, dienstags von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr möglich.

Bezirksverwaltung Süd: „Familienbande im Salonkonzert“ – Musik und Literatur rund um das Thema Familie
Die Reihe der Salonkonzerte wird mit einem besonderen, generationenübergreifenden Programm fortgesetzt: Die Bezirksverwaltung Süd lädt unter dem Titel „Familienbande“ am Sonntag, 8. November, um 17 Uhr (Einlass ab 16.30 Uhr) im Sitzungssaal auf der Sittardsberger Allee 14 in Duisburg-Großenbaum zu einem besonderen Konzert ein.

Mit Musik und Literatur nähert sich das Programm dem Thema Familie in all seinen Facetten – humorvoll und nachdenklich, berührend und bisweilen traurig. Mit Klarinette, Viola und Cello nehmen Kolja und Jakob gemeinsam mit ihren Eltern Nina Arnold und Andreas Müller das Publikum mit auf eine musikalisch-literarische Reise. Dabei richtet die Familie den Blick auf ganz unterschiedliche Beziehungen zwischen Eltern, Kindern, Geschwistern und Freunden.

Auch das musikalische Programm selbst greift familiäre und persönliche Verbindungen auf. Zu hören sind unter anderem Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und seiner Schwester Fanny Hensel, von Johann Sebastian Bach und einem seiner Söhne sowie von Peter Tschaikowski und seinem engen Freund und Verehrer Anton Arenski.

„Besonders schön ist, dass hier mehrere Generationen gemeinsam auf der Bühne stehen und zeigen, wie Kultur Menschen über Altersgrenzen hinweg verbinden kann“, sagt Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist barrierefrei zugänglich. Für die Nutzung des Aufzugs ist eine Anmeldung unter kultur.sued@stadt-duisburg.de notwendig.

Begrüßung der Prinzencrew der Session 2026/27
Michael Jansen, Präsident des Hauptausschusses für den Duisburger Karneval e. V., stellt am Freitag, 6. November 2026, um 15 Uhr Rathaus Duisburg, seine Tollität, die Hofmarschälle und Paginnen sowie das Kinderprinzenpaar mit Gefolge vor.

Getreu dem Motto „Närrisch blüht ganz Duisburg auf“ führen die zukünftigen Tollitäten Prinz Oliver I. sowie Kinderprinz Niklas I. und Kinderprinzessin Greta I. mit ihren Gefolgen durch die Duisburger Karnevalsession 2026/27. Oberbürgermeister Sören Link begrüßt neben den Karnevalistinnen und Karnevalisten, die sich jedes Jahr für das Brauchtum Karneval einsetzen, auch die traditionell neu gewählte Prinzen- und Kinderprinzencrew.

Feierabendführung durch die Ausstellung „ÜBERSEeHEN“
Zu einer kostenfreien Feierabendführung durch die Sonderausstellung „ÜBERSEeHEN“ lädt das Zentrum für Erinnerungskultur am Mittwoch, 28. Oktober, ein. Los geht es um 17 Uhr im Stadtmuseum. Der Eingang erfolgt über das Stadtarchiv am Kamelplatz 5 am Innenhafen.

Welche Spuren der deutschen Kolonialzeit finden sich in Duisburg? Und welche Auswirkungen hat diese Zeit bis heute? Miriam-Joyce Monsemvula und Marie Vetter führen durch zwei Jahrhunderte Duisburger Geschichte und durch so unterschiedliche Themen wie Handel, Mission, Straßennamen und Kinderbücher.

Dabei lenken sie den Blick immer wieder in die Gegenwart und auf die kolonialen Spuren, die uns noch heute begegnen. Das vollständige Programm und weitere Informationen sind unter www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.

Stadtmuseum: Führung unter dem Titel „Schatzkammer Wald“
Harald Küst beleuchtet am Sonntag, 1. November, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen die Geschichte des Duisburger Waldes als Natur-, Wirtschafts- und Lebensraum und führt durch die Sonderausstellung „Geschichte(n) aus dem Duisburger Wald“.

Die Ausstellung zeigt, wie eng das Leben der Duisburger über Jahrhunderte mit dem Wald verbunden war. Ohne ihn wäre der Aufstieg der Stadt zum Handelszentrum gar nicht möglich gewesen. Doch neben seiner Bedeutung als Rohstofflieferant und Lebensgrundlage stehen auch Sagen, Legenden und ungewöhnliche Begebenheiten aus dem Duisburger Wald im Mittelpunkt. Denn hier sollen einst Zwerge und Räuber ihr Unwesen getrieben haben. Ob es sie wirklich gegeben hat, erläutert der unterhaltsame Rundgang.

Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder und ermäßigte Besucher zwei Euro. Das vollständige Programm und weitere Informationen sind online unter http://www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.

Heiratsindex: Köln führt bei gleichgeschlechtlichen Ehen in NRW – Bochum lässt Düsseldorf hinter sich, Duisburg unter Top-Ten
In Köln war 2025 mit 6,5 Prozent ein höherer Anteil aller Eheschließungen gleichgeschlechtlich als in jeder anderen Stadt und jedem anderen Kreis Nordrhein-Westfalens; der Landesdurchschnitt liegt bei 2,7 Prozent. Die niedrigsten Anteile verzeichnen Bottrop und der Kreis Coesfeld.

Das zeigt eine Zusatzauswertung zum Heiratsindex Deutschland 2025 des Erotikportals Erotik.com auf Basis amtlicher Daten von IT.NRW. Der im Oktober 2026 veröffentlichte Heiratsindex vergleicht die Zahl aller Eheschließungen je 1.000 Einwohner in den 68 deutschen Großstädten.

Die vorliegende Auswertung ergänzt den Index um die gleichgeschlechtlichen Eheschließungen – zunächst für Nordrhein-Westfalen. 335 gleichgeschlechtliche Paare haben 2025 in Köln geheiratet, 6,5 Prozent aller Eheschließungen in der Stadt – der höchste Anteil in Nordrhein-Westfalen. Es folgen Bochum (68 Ehen, 4,3 Prozent), Münster (52, 4,1 Prozent), Oberhausen (29, 3,8 Prozent) und Düsseldorf (112, 3,7 Prozent).

Köln liegt damit sogar vor Berlin. Die Hauptstadt meldet für 2025 mit 6,4 Prozent den höchsten Anteil gleichgeschlechtlicher Ehen unter den Bundesländern – wobei die Berliner Statistik auch Ehen mit Beteiligung einer Person diversen Geschlechts mitzählt. Überraschend ist die Reihenfolge hinter Köln: Bochum liegt mit 4,3 Prozent deutlich vor der Landeshauptstadt Düsseldorf (3,7 Prozent).

Auch die Universitätsstadt Münster, deutlich kleiner als Düsseldorf, Essen oder Dortmund, kommt mit 4,1 Prozent auf Platz 3 – vor den deutlich größeren NRW-Städten Essen (3,4 Prozent) und Dortmund (2,7 Prozent). Die amtliche Statistik ordnet eine Ehe dem Standesamt zu, das sie beurkundet, nicht dem Wohnort des Paares.

Städte, in denen auch auswärtige Paare heiraten, schneiden daher tendenziell besser ab. Die wenigsten gleichgeschlechtlichen Ehen wurden in Bottrop geschlossen: sieben, das entspricht 1,2 Prozent aller Trauungen in der Stadt und ist der niedrigste Anteil in Nordrhein-Westfalen.

Es folgen der Kreis Coesfeld (19 Ehen, 1,3 Prozent) sowie der Kreis Lippe (22), der Kreis Siegen-Wittgenstein (16) und der Märkische Kreis (22) mit je 1,4 Prozent. Landesweit wurden 2025 in Nordrhein-Westfalen 2.073 Ehen zwischen Personen gleichen Geschlechts geschlossen, 2,7 Prozent aller Eheschließungen. Bundesweit wurden 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamts 348.813 Ehen geschlossen, darunter 8.884 zwischen Personen gleichen Geschlechts (2,5 Prozent).

Die folgende Tabelle zeigt alle 53 kreisfreien Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen, sortiert nach dem Anteil gleichgeschlechtlicher Ehen an allen Eheschließungen 2025. Bei gleichem Anteil teilen sich die Gebiete den Rang:
Rang Stadt / Kreis Gleichgeschlechtliche Ehen 2025 Anteil an allen Ehen
1 Köln 335 6,5%
2 Bochum 68 4,3%
3 Münster 52 4,1%
4 Oberhausen 29 3,8%
5 Düsseldorf 112 3,7%
6 Rhein-Kreis Neuss 72 3,6%
7 Essen 65 3,4%
8 Krefeld 25 3,3%
9 Rheinisch-Bergischer Kreis 44 3,1%
10 Duisburg 39 3,0%


Ingenieurmangel trotz Rekordarbeitslosigkeit: Der Arbeitsmarkt ist im Umbruch
Neuer VDI/IW-Ingenieurmonitor wird am 28.10.2026 beim VDI nachrichten Recruiting Tag in Hamburg vorgestellt
Der Ingenieur- und Informatikarbeitsmarkt befindet sich im Umbruch: Die Zahl der offenen Stellen stieg im dritten Quartal 2026 erstmals wieder, und zwar um 5,9 Prozent auf 105.340.
Gleichzeitig erreichte die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen in den Ingenieur- und Informatikberufen mit 65.427 den höchsten Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2011. Trotz dieser gemischten Signale ist mittelfristig steigender Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren zu erwarten. Das sind zentrale Ergebnisse des neuen Ingenieurmonitors von VDI und Institut der deutschen Wirtschaft (IW).

Der Ingenieurarbeitsmarkt ist im Umbruch. (Symbolbild GettyImages)
Der VDI stellt die Zahlen am 28.10.2026 beim VDI nachrichten Recruiting Tag in Hamburg vor. Medienschaffende sowie Interessierte aus Hamburg und dem Umland sind herzlich eingeladen, die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung über www.vdi.de/ingenieurarbeitsmarkt.

Für die Region ist der Termin besonders relevant: Die Region Nord verzeichnet mit 22,4 Prozent den stärksten Zuwachs bei den offenen Stellen und zugleich wachsende Engpässe.

Offene Stellen: erste Erholung nach drei Jahren Rückgang
Getragen wird der Zuwachs von den Informatikberufen (+10,3 Prozent) und den Ingenieurberufen Technische Forschung und Produktionssteuerung (+7,5 Prozent) – zusammen bilden sie die größten Segmente des Arbeitsmarkts in den Ingenieur- und Informatikberufen. Die meisten offenen Stellen entfallen auf die Bauingenieurberufe (36.310). Regional bleibt Bayern mit 18.600 offenen Stellen Spitzenreiter, knapp vor Nordrhein-Westfalen (18.320).

„Die steigende Zahl offener Stellen ist ein erstes positives Signal für den Ingenieur- und Informatikarbeitsmarkt, auch wenn von einer echten Trendwende noch keine Rede sein kann. Während in einigen Industriebereichen Arbeitsplätze unter Druck geraten, entstehen in anderen neuen Chancen. Entscheidend ist jetzt, dass wir Ideen schneller in die Anwendung bringen und Ingenieurinnen und Ingenieure für neue Aufgaben qualifizieren. Denn ihre Kompetenzen werden wir auch in Zukunft dringend brauchen ", sagt VDI-Direktor Adrian Willig.

Arbeitslosigkeit auf Rekordniveau
Die Zahl der Arbeitslosen stieg um 13,7 Prozent von 57.519 auf 65.427. Am stärksten fällt der Anstieg in den Ingenieurberufen Technische Forschung und Produktionssteuerung (+19,3 Prozent) und in den Informatikberufen (+18,0 Prozent) aus. Moderat entwickeln sich die Bauingenieurberufe mit einem Plus von 3,0 Prozent – diese Branche profitiert u.a. von öffentlichen Investitionen.

Regional legt die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg (+20,6 Prozent) und Bayern (+16,8 Prozent) am deutlichsten zu. Der Anstieg verlangsamt sich immerhin. Von Januar bis September 2026 nahm die Arbeitslosigkeit um 2,3 Prozent zu, im Vorjahreszeitraum waren es noch 10,8 Prozent.

„Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt von der Transformation geprägt. Steigende Arbeitslosigkeit trifft auf Fachkräfteengpässe. Auch wenn mittelfristig die Bedarfe durch den demografischen Wandel steigen, ist der Übergang von Umbrüchen geprägt", erklärt Maximilian Stindt, Arbeitsmarktexperte beim VDI.

Engpässe schrumpfen, verschwinden aber nicht – Bedarf bleibt
Die Engpasskennziffer sinkt vom Vorjahreswert 173 auf 161 offene Stellen je 100 Arbeitslose und liegt damit weiterhin deutlich über der Mangelschwelle von 100. Am größten sind die Engpässe in den Bauingenieurberufen (318) und in der Energie- und Elektrotechnik (238).

Mittelfristig bleibt der Bedarf hoch: In den kommenden zehn Jahren scheiden rund 315.000 Ingenieur- und IT-Fachkräfte altersbedingt aus dem Erwerbsleben aus, zudem verändert der technologische Wandel die Anforderungen an Ingenieurberufe rasant. Der VDI setzt deshalb auf Re-Skilling sowie auf die Potenziale von Frauen und internationalen Fachkräften – unter anderem mit dem Netzwerk VDI Frauen im Ingenieurberuf, dem Mentoring-Programm VDI-WoMentorING und dem Programm VDI-Xpand.

Die Zahlen im Überblick (Q3 2026, Veränderung gegenüber Q3 2025)
Offene Stellen: 105.340 (+5,9 Prozent), davon 79.620 in Ingenieurberufen und 25.720 in Informatikberufen
Meiste offene Stellen: Bauingenieurberufe 36.310, Informatikberufe 25.720, Energie- und Elektrotechnik 14.670
Rückgänge bei offenen Stellen: sonstige Ingenieurberufe -17,5 Prozent, Kunststoffherstellung und chemische Industrie -12,4 Prozent
Offene Stellen nach Region: Bayern 18.600, Nordrhein-Westfalen 18.320, Baden-Württemberg 14.030; stärkste Zuwächse in der Region Nord (+22,4 Prozent), Sachsen (+14,1 Prozent) und Berlin/Brandenburg (+12,5 Prozent)
Arbeitslosigkeit: 65.427 Personen (+13,7 Prozent), höchster Wert seit Erhebungsbeginn 2011; höchste absolute Zahl in Nordrhein-Westfalen mit 12.895 Personen
Engpasskennziffer: 161 offene Stellen je 100 Arbeitslose (Vorjahr: 173); Bauingenieurberufe 318, Energie- und Elektrotechnik 238, Maschinen- und Fahrzeugtechnik 174, Informatikberufe 117
Engpässe nach Region: höchste Werte in Sachsen-Anhalt/Thüringen (249), Sachsen (219) und der Region Nord (205); Zunahme in der Region Nord (+10,3 Prozent), Berlin/Brandenburg (+5,2 Prozent) und Sachsen (+3,8 Prozent), Rückgänge in Bayern (-16,1 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (-12,3 Prozent)
Beschäftigung langfristig: 1.540.170 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Ende 2025, plus 59,0 Prozent seit Ende 2012; Informatikberufe +155,8 Prozent, Bauingenieurberufe +56,8 Prozent
Höchste Beschäftigungsanteile in Ingenieurberufen: Wolfsburg 15,7 Prozent, Ingolstadt 8,5 Prozent, Stuttgart 6,4 Prozent

Hintergrund: Re-Skilling und Fachkräftepotenziale
Eine Studie im Rahmen der VDI-Initiative „Zukunft Deutschland 2050" zeigt, dass knapp zwei Drittel der Befragten einen hohen oder sehr hohen Re-Skilling-Bedarf in ihrer Branche sehen. Die VDI/IW-Metastudie „Ingenieurinnen in Deutschland" beziffert das Wertschöpfungspotenzial von mehr Frauen in MINT- sowie Ingenieur- und Informatikberufen bis 2035 auf 7,0 Milliarden Euro.

Ergänzend dazu hat der VDI 1.274 Frauen aus MINT-Berufen zu Geschlechterstereotypen, Karriereperspektiven und Weiterbildungsangeboten in einer weiteren Studie befragt und daraus Handlungsempfehlungen zur Frauenförderung und Stärkung der Innovationskraft des Standorts Deutschland abgeleitet.

Schultour der Kindernothilfe
Jugendliche aus Kindemothilfe-Projekten in Sri Lanka und Südafrika besuchen im November zwei Schulen in Duisburg. Am Mannesmann Gymnasium und am Krupp Gymnasium berichten sie, wie die Rechte von Kindern in ihren Ländern umgesetzt werden, und mit welchen Herausforderungen Kinder konfrontiert sind.


Was? Vortrag und Austausch zu Kinderrechten weltweit — Jugendliche aus Südafrika und Sri Lanka zu Besuch in Duisburg
Wann und wo? 2.11.2026, 09:45 Uhr: Mannesmann Gymnasium, Am Ziegelkamp 13-15, 47259 Duisburg 5.11. 2026, 10:30 Uhr: Krupp Gymnasium, Flutweg 62, 47228 Duisburg

Jugendliche aus Kindernothilfe-Projekten in Sri Lanka und Südafrika besuchen im November zwei Schulen in Duisburg. Am Mannesmann Gymnasium und am Krupp Gymnasium berichten sie, wie die Rechte von Kindern in ihren Ländern umgesetzt werden, und mit welchen Herausforderungen Kinder konfrontiert sind.

Dabei zeigen sie, warum es wichtig ist, dass Kinder weltweit ihre Rechte kennen und wahrnehmen können. Die Jugendlichen erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen und zeigen, wie sie sich aktiv für die Verwirklichung von Kinderrechten einsetzen. Mit ihren Präsentationen und Berichten wollen die jungen Gäste mit den Schüler*innen aus Deutschland ins Gespräch kommen.

Im Rahmen ihrer Reise besuchen die Jugendlichen mehrere Schulen. Der Abschluss der Tour ist die Internationale Jugendkonferenz. Während bei den Schulbesuchen die weltweite Situation von Kindern und Jugendlichen, sowie ihr Engagement für die Verwirklichung ihrer Rechte im Mittelpunkt stehen, widmet sich die Internationale Jugendkonferenz vom 13. bis 15. November 2026 in Duisburg dem Thema „Gender Equality", also der Gleichberechtigung der Geschlechter. Weitere Informationen gibt es unter: www.kindernothilfe.de/jugendkonferenz



Bruttosparquote in Deutschland mit 18,9 % im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch
Private Haushalte in Deutschland sparen anteilig mehr als in vielen anderen Industriestaaten. Mit 18,9 % lag die Bruttosparquote im Jahr 2025 deutlich über dem Durchschnitt in der Europäischen Union von 14,3 %, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltspartag am 30./31. Oktober mitteilt.

In Frankreich sparten die privaten Haushalte 17,8 % ihres verfügbaren Bruttoeinkommens, in den Niederlanden 17,4 %, in Österreich 15,7 % und in Italien 10,8 %. Einen deutlich höheren Wert unter den international mit Deutschland vergleichbaren Staaten wies die Schweiz mit 27,4 % aus, was an der dortigen höheren Bedeutung der privaten Altersvorsorge liegt. Vergleichsweise niedrig war die Bruttosparquote dagegen mit 10,7 % in den Vereinigten Staaten.

Die Bruttosparquote wird üblicherweise für internationale Vergleiche genutzt. Sie weist den Anteil des Gesparten am verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte vor Abzug von Abschreibungen, vor allem auf Immobilien, aus.



Haushalte in Deutschland neigten auch in den Vorjahren stärker zum Sparen Auch in einer langfristigen Betrachtung zeigt sich die hohe Sparneigung der Haushalte in Deutschland. In den letzten zehn Jahren sparten die Haushalte im Durchschnitt 19,1 % ihres Einkommens.

In Frankreich war der Anteil mit 16,6 % geringer, ebenso in den Niederlanden (16,3 %), in Österreich (15,3 %), in Italien (12,1 %) und in den Vereinigten Staaten (13,0 %). In der Schweiz war die Bruttosparquote im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 dagegen höher (24,5 %). Zuletzt ging die Sparquote in Deutschland leicht zurück.

Im ersten Halbjahr 2026 lag sie wie im gesamten Jahr 2025 bei 18,9 %. Im Jahr 2024 hatte sie bei 19,6 % gelegen. Einen Höchststand hatte sie im Jahr 2020 mit 22,9 % erreicht. Während der damals herrschenden Covid-19-Pandemie konsumierten die Menschen weniger als gewöhnlich, was zu einem Anstieg der Sparquote führte.

NRW: Etwa jeder Neunte erhielt 2025 Leistungen der sozialen Mindestsicherung – stärkster Rückgang bei Asylbewerberleistungen
* 1,9 Millionen Menschen erhielten zum Jahresende 2025 soziale Mindestsicherung – 84.000 bzw. 4,2 % weniger als ein Jahr zuvor
* Anstieg bei Leistungen zur Grundsicherung im Alter das fünfte Jahr in Folge
* Gelsenkirchen, Dortmund, Essen und Gladbeck mit den höchsten Mindestsicherungsquoten

Zum Jahresende 2025 haben 1.913.066 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen Leistungen der sozialen Mindestsicherung erhalten; das sind etwa jeder Neunte oder 10,6 % der Bevölkerung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das rund 84.100 bzw. 4,2 % Empfängerinnen und Empfänger weniger als ein Jahr zuvor.

Am deutlichsten waren die Rückgänge bei den Kindern (–7,3 %) und nichtdeutschen Leistungsbeziehenden (–7,2 %). Empfängerinnen und Empfänger von Mindestsicherungsleistungen in einem Alter von 55 und mehr Jahren sind hingegen leicht um 0,6 % gestiegen.

Die Mindestsicherungsquote lag in den letzten 10 Jahren zwischen 11 und 12 % Gegenüber dem Vorjahr sank die Mindestsicherungsquote 2025 um 0,5 Prozentpunkte auf 10,6 %. In den letzten 10 Jahren schwankte die Quote zwischen 11,0 und 12,0 %.

Im Jahr 2016 gab es einen Höchststand mit einer Mindestsicherungsquote von 12,0 % bzw. 2,15 Millionen betroffenen Menschen. Erneuter Anstieg bei der Grundsicherung im Alter – stärkster Rückgang bei Asylbewerberleistungen und Bürgergeld Betrachtet man die einzelnen Leistungsarten, so ist die Inanspruchnahme der Grundsicherung im Alter mit +3,0 % bzw. +5.975 das fünfte Jahr in Folge auf 201.940 Empfängerinnen und Empfänger gestiegen.

Der stärkste Rückgang war mit –20,3 % bzw. –18.000 bei den Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie den Empfängerinnen und Empfängern von Bürgergeld mit –4,6 % bzw. –71.600 zu verzeichnen. Gut ein Drittel der Leistungsbeziehenden nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder dem Bürgergeld war minderjährig.


Deutliche regionale Unterschiede bei Mindestsicherungsquoten
Die höchsten Mindestsicherungsquoten sind im Ruhrgebiet zu finden. An der Spitze liegt Gelsenkirchen mit 21,3 %, dort war jede fünfte Person auf diese Leistungen angewiesen. Danach folgten Dortmund, Essen und Gladbeck mit über 17 %.

Zum Jahresende 2025 gab es die niedrigsten Mindestsicherungsquoten im Kreis Borken in den Gemeinden Südlohn (3,1 %), Heek (3,3 %) und Raesfeld (3,4 %). Die Gemeinde Nettersheim im Kreis Euskirchen wies ebenfalls eine Mindestsicherungsquote von 3,4 % auf. Weitere Ergebnisse zum Thema Städte und Gemeinden finden Sie in unserer Landesdatenbank NR . Weitere Ergebnisse zum Thema Armut finden Sie auch im Internet auf unserer Themenseite.

Aktionstag zum 20-jährigen Bestehen der Duisburger Sprachcamps
Seit 2006 gibt es in Duisburg die Sprachcamps. In diesem Jahr nehmen zwischen dem 19. und dem 30. Oktober mehr als 120 Kinder an sechs Standorten teil. Zum 20-jährigen Bestehen gibt es eine besondere Aktion mit allen Kindern am 27. Oktober auf dem Portsmouthplatz am Haupteingang des Hauptbahnhofs.

Dort erwartet die Kinder als Überraschung ein Spiel. Anschließend gehen sie in das UCI–Kino, um gemeinsam einen Film anzuschauen. Die Sprachcamps bieten eine Tagesbetreuung für Kinder mit Zuwanderungserfahrung im Alter von acht bis zehn Jahren an. Pädagoginnen und Pädagogen sowie spezialisierte Trainerinnen und Trainer betreuen die Kinder. Verschiedene Kooperationspartner führen die Angebote in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Duisburg durch.

Fake oder echt? Jugend-Workshop zu Influencer-Fotos
Perfekte Selfies, traumhafte Urlaubsbilder und spektakuläre Abenteuer: In den sozialen Medien sieht vieles zu schön aus, um wahr zu sein. Doch was davon ist eigentlich echt? Im Workshop „Fake it – die schöne Scheinwelt der Influencer“ können Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 14 Jahren am Dienstag, 27. Oktober, von 11 bis 16 Uhr in der Stadtteilbibliothek Neumühl, Lehrerstraße 4-6, einen Blick hinter die Kulissen der digitalen Bilderwelt werfen.

Die Teilnehmenden erfahren, mit welchen Techniken Fotos bearbeitet und Bilder gezielt inszeniert werden. Gemeinsam wird untersucht, wie InfluencerAufnahmen entstehen und welche Tricks hinter scheinbar perfekten Eindrücken stecken. Ziel des Workshops ist es, für den kritischen Umgang mit Fotos im Internet zu sensibilisieren und zugleich die eigene Kreativität zu fördern.

Anschließend gestalten die Kids mit Fantasie und einer guten Portion Humor eigene Fake-Kunstwerke. Dabei kombinieren sie klassische Fototechniken mit modernen digitalen Werkzeugen und KI-Anwendungen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist online auf www.stadtbibliothek-duisburg.de im Bereich „Veranstaltungen“ möglich.


Nie wieder Krieg! Fotografien von Claudia Weller und Thomas Langhans im PLUS am Neumarkt.  
Krieg, Flucht und die Hoffnung auf ein neues Leben: Mit der Ausstellung „Nie wieder Krieg!” zeigen Claudia Weller und Thomas Langhans eindringliche Fotografien von Geflüchteten, die sie 2015/16 im DRK-Flüchtlingscamp in Mülheim-Saarn begleitet haben. Die Ausstellung wird am Samstag, dem 31. Oktober 2026, um 19 Uhr im Rahmen der Reihe „Dargeboten” im Das PLUS am Neumarkt eröffnet.  

Die Aufnahmen erzählen von Menschen, die ihre Heimat und ihr bisheriges Leben zurücklassen mussten. Sie zeigen den Alltag im Camp, Momente der Begegnung und des Innehaltens – und die Hoffnung auf eine Zukunft in Sicherheit. Zehn Jahre später werfen die Fotografien auch die Frage auf, welchen Weg diese Menschen inzwischen genommen haben.  

Fotos von Claudia Weller und Thomas Langhans

Angesichts anhaltender Kriege und neuer Konflikte ist die Botschaft der Ausstellung aktueller denn je. Die Bilder erinnern uns daran, dass hinter politischen Konflikten immer menschliche Schicksale stehen. Die Ausstellung ist vom 31. Oktober bis zum 22. November 2026 im PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, in Duisburg-Ruhrort zu sehen.

Geöffnet ist sie von Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 13 Uhr sowie sonntags von 15 bis 19 Uhr. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei, es wird jedoch um eine solidarische Hutspende gebeten.  
„Dargeboten” ist die offene Ausstellungsreihe im PLUS am Neumarkt, die Kunst in vielfältigen Formen präsentiert und lokalen sowie überregionalen Kunstschaffenden eine Bühne bietet.

Private Ladeinfrastruktur wächst: Deutlich mehr Wallboxen in Duisburg angemeldet  
Immer mehr Menschen in Duisburg setzen beim Laden ihres Elektroautos auf eine eigene Wallbox. Das zeigen aktuelle Zahlen der Stadtwerke Duisburg: Seit Jahresbeginn wurden bereits 349 neue Ladeeinrichtungen angemeldet. Damit liegt die Zahl schon jetzt rund 16 Prozent über dem Gesamtwert des Vorjahres.

2025 waren es 302 Neuanmeldungen, 2024 insgesamt 281. Insgesamt sind in der Stadt an Rhein und Ruhr mittlerweile 942 Wallboxen registriert. Die Entwicklung zeigt, dass die private Ladeinfrastruktur zunehmend an Bedeutung gewinnt. Wer sein Elektroauto zu Hause laden kann, profitiert vor allem von Komfort und Flexibilität. Das Fahrzeug lässt sich bequem über Nacht aufladen und steht am nächsten Morgen wieder für die nächste Fahrt bereit.

Foto DVV

Eine fest installierte Wallbox ermöglicht dabei ein sicheres und schnelleres Laden als an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose. Die Stadtwerke Duisburg unterstützen diese Entwicklung mit einem erweiterten Angebot für das Laden zu Hause. Neu im Sortiment sind die Wallboxen der Serie Mennekes Amtron 4You.

Ergänzt wird das Angebot durch neue Montagepakete, die eine fachgerechte Installation der Ladestation ermöglichen und den Weg zur eigenen Ladeinfrastruktur erleichtern. „Die steigenden Anmeldezahlen zeigen, dass die Elektromobilität zunehmend im Alltag der Menschen in Duisburg ankommt. Gerade die Möglichkeit, das eigene Fahrzeug bequem zu Hause zu laden, macht den Umstieg auf ein Elektroauto attraktiv“, erklärt Christopher Locke, Berater Energiedienstleistungen bei den Stadtwerken Duisburg.

Neben dem Komfort beim Laden können Fahrerinnen und Fahrer reiner Elektroautos auch finanziell profitieren. Über die sogenannte Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) können sie sich jährlich eine Prämie sichern. Hintergrund ist, dass die eingesparten Treibhausgasemissionen von Elektrofahrzeugen im Rahmen des gesetzlichen Quotenhandels vermarktet werden können.

Die Höhe der Prämie richtet sich nach den jeweiligen Marktbedingungen und kann von Jahr zu Jahr variieren. Voraussetzung ist unter anderem, dass es sich um ein zugelassenes, rein batterieelektrisches Fahrzeug handelt. Plug-in-Hybride sind von der THG-Quotierung ausgeschlossen.

Beim Einstieg in die private Ladeinfrastruktur bieten die Stadtwerke Duisburg aktuell einen finanziellen Vorteil: Noch bis zum 22. November 2026 können sich Kundinnen und Kunden im Rahmen einer Wallbox-Aktion wahlweise 100 Euro Rabatt auf die Installation oder 100 Euro Ladekartenguthaben sichern.

Die Aktion läuft seit dem 19. Oktober und begleitet die Einführung der neuen Wallbox-Modelle und Montagepakete. Weitere Informationen zum Wallbox-Angebot und zur aktuellen Aktion gibt es online unter https://www.swdu.de/emob-aktion.

Philharmonischer Chor lädt zur Jagd und Wein
„Juchhe, der Wein ist da!“ - unter diesem Motto lädt der philharmonische Chor am Sonntag, den 8. November um 17 Uhr zu seinem Herbstkonzert in die Salvatorkirche Duisburg. Der Titel ist der Beginn des Schlusschores aus Joseph Haydns „Herbst“ aus seinem Oratorium „Die Jahreszeiten“.

Es steht am Ende eines ungewöhnlichen Programmes, welches die goldene Jahreszeit zum Thema hat. Zu Beginn erklingt die selten gehörte „Jagdkantate“ von Johann Sebastian Bach, deren ausgiebiger Hörnerklang typisch für Jagdmusiken steht. Außerdem zu hören sind das „Rendez-vous de chasse“, das „Jagdtreffen“ von Rossini sowie der berühmte „Jägerchor“ aus Webers „Freischütz“. Solisten sind Judith Hoffmann, Sopran, Boheyun Mun, Tenor und Harald Martini, Bass.

Es spielen Mitglieder der Duisburger Philharmoniker unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Marcus Strümpe. Am Ende ist das Publikum eingeladen, bei einem Glas Wein Herbst- und Jagdlieder mitzusingen. Der Eintritt zum ca. 75minütigen Konzert kostet 26, Schüler und Studenten zahlen 15 Euro. Karten gibt es im Netz unter www.westticket.de und an der Abendkasse.

Mitglieder des philharmonischen Chors  (Foto: Thomas Berns)

Kunstgeschichte-Vortrag mit Bildprojektionen zum Genter Altar
Der berühmte Genter Altar, bekannt durch die Abbildung der Anbetung des Gotteslamms, hatte schon seit seiner Entstehungszeit einen legendären Ruf. Entsprechend gefährdet war er in Kriegszeiten oder während des Bildersturms.

Martina Will präsentiert in einem Bildvortrag die Kunst-Geschichte des fast 600 Jahre alten Werks am Mittwoch, 5. November 2026 um 18 Uhr in der Friedenskirche Duisburg Hamborn, Duisburger Straße 174.  Die gelernte Kunstlehrerin erläutert zudem, was auf den Tafeln des Altars dargestellt wird, und geht u.a. der Frage nach, welche Teile Jan van Eyck, einer der größten Künstler seiner Zeit, und welche sein Bruder Hubert erstellt hat.
Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Gemeindearbeit am Ausgang wird nicht abgelehnt. 

Ukulele spielen leicht gemacht: Neumühler Gemeinde lädt zu Anfänger- und Aufbaukursen im November
„Es ist so schade, dass keiner ein Instrument spielt und unseren Gesang begleitet!“ Ganz oft hört man gerade zu Weihnachten diesen Satz. Auf Anregung der Musikerin Sabine Kleefeld bietet die Evangelische Gemeinde Duisburg Neumühl deshalb in einem Workshop dazu beste Gelegenheit, innerhalb von zweimal 45 Minuten drei bis vier gängige Akkorde auf der Ukulele spielen zu lernen, mit denen man (Weihnachts-)Lieder wie Bruder Jakob oder Schneeflöckchen-Weißröckchen begleiten kann.

In einem Aufbaukurs können Ukulele-Fans ihr Wissen auffrischen und Weihnachtslieder einüben. Leihinstrumente sind vorhanden. Wer eine eigene Ukulele hat, sollte sie mitbringen. Neue Ukulelen sind im Handel bereits um die 20 Euro zu bekommen.  Der Anfängerkurs findet in der Neumühler Gnadenkirche am 6. November von 16 bis 16.45 Uhr und am 7. November von 11 bis 11.45 Uhr statt.

Zum Aufbaukurs treffen sich alle am gleichen Ort am 27. November von 16 bis 16.45 Uhr und 28. November von 11 bis 11.45 Uhr. Jeder Kurs kostet 15 Euro. Anmeldungen sind bis zum 5. November bei Kursleiterin Sabine Kleefeld (Tel. 0155/68675627 oder per Mail an Skleefeld@gmx.de) oder im Alten Pfarrhaus Neumühl (Obermarxloher Straße 40, Tel. 0203/580448) möglich.

 (Foto: Kleefeld)

Verleihung der Ehrennadel des Bezirks Duisburg-Rheinhausen
Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Liß verleiht am Montag, 26. Oktober 2026, um 16.30 Uhr i  Sitzungssaal der Bezirksverwaltung Rheinhausen Körnerplatz 1, 47226 Duisburg, die Ehrennadel des Bezirks Duisburg-Rheinhausen für besonderes ehrenamtliches Engagement. Im Beisein von Oberbürgermeister Sören Link werden Heinz Billen und Martin Flasbarth mit der Auszeichnung geehrt.

Aktionstag zum 20-jährigen Bestehen der Duisburger Sprachcamps
Seit 2006 gibt es in Duisburg die Sprachcamps. In diesem Jahr nehmen zwischen dem 19. und dem 30. Oktober mehr als 120 Kinder an sechs Standorten teil. Zum 20-jährigen Bestehen gibt es eine besondere Aktion mit allen Kindern am 27. Oktober auf dem Portsmouthplatz am Haupteingang des Hauptbahnhofs.

Dort erwartet die Kinder als Überraschung ein Spiel. Anschließend gehen sie in das UCI–Kino, um gemeinsam einen Film anzuschauen. Die Sprachcamps bieten eine Tagesbetreuung für Kinder mit Zuwanderungserfahrung im Alter von acht bis zehn Jahren an. Pädagoginnen und Pädagogen sowie spezialisierte Trainerinnen und Trainer betreuen die Kinder. Verschiedene Kooperationspartner führen die Angebote in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Duisburg durch.

Stadtbibliothek: Mit der Lochkamera die Anfänge der Fotografie entdecken
Die Stadtbibliothek Duisburg lädt von Montag, 26. Oktober, bis Mittwoch, 28. Oktober, jeweils von 10 bis 14 Uhr in das Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in Duisburg-Mitte zu einem besonderen Fotografie-Workshop ein. Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren können ihre eigene Lochkamera bauen und so die Anfänge der Fotografie entdecken.

An drei Veranstaltungstagen bauen die Jugendlichen aus einfachen Materialien eigene Lochkameras und lernen, wie früher Bilder entstanden sind, lange bevor es Smartphones und Digitalkameras gab. Gemeinsam richten sie eine Dunkelkammer ein, bereiten Fotopapier und Fotochemie vor und fotografieren mit ihren selbst gefertigten Kameras.

Anschließend entwickeln sie ihre Aufnahmen von Hand und erleben Schritt für Schritt, wie aus Licht, Zeit und Geduld einzigartige Fotografien entstehen. Der Workshop ist kostenfrei und wird durch das Programm „Kulturrucksack NRW“ gefördert. Eine vorherige Anmeldung ist jedoch erforderlich. Weitere Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden gibt es online unter https://ww.stadtbibliothek-duisburg.de.

Frühe Hilfen Duisburg: Nächstes Informationscafé startet
Um den beruflichen Wiedereinstieg nach der Elternzeit geht es beim kommenden Informationscafé der Frühen Hilfen Duisburg. Los geht es am Freitag, 30. Oktober, um 9.30 Uhr in den Räumlichkeiten an der Schwanenstraße 5-7 in der Innenstadt (Eingang über Steinsche Gasse 2).

Zu Gast sind an diesem Vormittag Jasmin Borgstedt sowie Heike Bruckmann und Silke Martmann-Sprenger, die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt beim Jobcenter und der Agentur für Arbeit. Unter anderem stehen die Themen Karrierechancen auf dem Duisburger Arbeitsmarkt, Stellensuche und Bewerbung, Beratungs- und Coaching-Angebote sowie Fördermöglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung im Fokus.

Sämtliche Angebote der Frühen Hilfen Duisburg sind kostenfrei. Interessierte können sich bei Fragen telefonisch unter 0203 283-983014 an das Team wenden.

Aydin Sayilan liest im Stadtfenster
Die Duisburger Volkshochschule und Stadtbibliothek laden gemeinsam am Freitag, 30. Oktober, um 17 Uhr zu einer Lesung mit Dr. Aydin Sayilan ins Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, in der Innenstadt ein. Vorgestellt wird seine Biografie „Heimat in der Fremde – Mein Leben in Deutschland, in der er seinen persönlichen Lebensweg zwischen Herkunft, Ankommen und gesellschaftlichem Engagement beschreibt.

Mit nur 15 Jahren kam Sayilan allein nach Deutschland. Fünf Jahrzehnte später beendete er seine berufliche Laufbahn an der Volkshochschule Duisburg. In seinem Buch blickt er auf die Jahre von 1970 bis 2020 zurück und erzählt von den Herausforderungen und Chancen eines Lebens zwischen zwei Kulturen. Dabei verknüpft er persönliche Erinnerungen mit den gesellschaftlichen Entwicklungen, die die Themen Migration und Integration in Deutschland und Europa geprägt haben.

Dr. Sayilan berichtet von seinem Engagement in Wissenschaft, Politik und Kultur sowie von seiner Mitarbeit in zahlreichen Vereinen und Gremien. Sein Lebensweg ist geprägt von Neugier, Bildung und Ausdauer: Neben seiner beruflichen Tätigkeit absolvierte er Studien an vier Hochschulen und schloss seine akademische Laufbahn mit der Promotion zum Doktor der Philosophie ab.

Zugleich setzte er sich über viele Jahre hinweg intensiv mit sozialen, kulturellen und politischen Fragen rund um Migration und gesellschaftliche Teilhabe auseinander. Die Lesung wird musikalisch von Ismet Kılıç begleitet. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und Austausch. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Fake oder echt? Jugend-Workshop zu Influencer-Fotos
Perfekte Selfies, traumhafte Urlaubsbilder und spektakuläre Abenteuer: In den sozialen Medien sieht vieles zu schön aus, um wahr zu sein. Doch was davon ist eigentlich echt? Im Workshop „Fake it – die schöne Scheinwelt der Influencer“ können Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 14 Jahren am Dienstag, 27. Oktober, von 11 bis 16 Uhr in der Stadtteilbibliothek Neumühl, Lehrerstraße 4-6, einen Blick hinter die Kulissen der digitalen Bilderwelt werfen.

Die Teilnehmenden erfahren, mit welchen Techniken Fotos bearbeitet und Bilder gezielt inszeniert werden. Gemeinsam wird untersucht, wie InfluencerAufnahmen entstehen und welche Tricks hinter scheinbar perfekten Eindrücken stecken. Ziel des Workshops ist es, für den kritischen Umgang mit Fotos im Internet zu sensibilisieren und zugleich die eigene Kreativität zu fördern.

Anschließend gestalten die Kids mit Fantasie und einer guten Portion Humor eigene Fake-Kunstwerke. Dabei kombinieren sie klassische Fototechniken mit modernen digitalen Werkzeugen und KI-Anwendungen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist online auf www.stadtbibliothek-duisburg.de im Bereich „Veranstaltungen“ möglich.


Kirche kocht und lädt zum kostenfreien Mittagessen nach Untermeiderich
In der Evangelischen Gemeinde Meiderich heißt es einmal im Monat „Kirche kocht“, denn im Begegnungscafé „Die Ecke“, Horststr. 44a, stehen dann Ehrenamtliche an den Töpfen und zaubern Leckeres; so zum Beispiel am 27. Oktober, wenn sie um 12.30 Uhr Bandnudeln mit Spinat und Lachs servieren.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, das Angebot ist kostenfrei. „Wir wollen Herzenswärme spenden, schöne Momente schenken und gemeinsam  Mittagessen!“ sagt Yvonne de Temple-Hannappel, die Leiterin des Begegnungscafés (Tel. 0203 45 57 92 70, E-mail:
detemple-hannappel@gmx.de

Konjunkturausblick für das Schlussquartal hellt sich auf –Rezessionsrisiko deutlich gesunken
Die konjunkturellen Aussichten für die das Schlussquartal 2026 haben sich deutlich aufgehellt. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, der monatlich die neuesten verfügbaren Daten zu den wichtigsten wirtschaftlichen Kenngrößen bündelt. Für den Zeitraum von Oktober bis Ende Dezember 2026 weist der Indikator eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 16,5 Prozent aus.



Anfang September betrug sie für die folgenden drei Monate noch 25,9 Prozent. Eine so geringe Rezessionswahrscheinlichkeit wie aktuell hat der Indikator zuletzt vor dem Beginn des Iran-Kriegs Anfang 2026 ausgewiesen und davor im Jahr 2022, bevor Russland die Ukraine überfallen hat.

Die statistische Streuung im Indikator, ein Maßstab für Verunsicherung unter Wirtschaftsakteuren, hat gleichzeitig nur geringfügig zugenommen von 7,7 auf 9,9 Prozent. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator bleibt bei der Phase „gelb-grün“ (moderater Wachstumspfad).


Maßgeblich für den deutlichen Rückgang der Rezessionswahrscheinlichkeit sind vor allem fortgesetzte Aufhellungen bei Stimmungsindikatoren wie dem ifo Geschäftsklimaindex und dem S&P Einkaufmanagerindex sowie im Trend positive Entwicklungen bei Aufträgen und Produktionsdaten – zuletzt vor allem am Bau. Einen stärkeren Rückgang der Rezessionswahrscheinlichkeit verhindert hat ein weiterer Anstieg der Geldmarktzinsen und zuletzt gesunkene Aktienkurse.

„Die konjunkturelle Stabilisierung ist bemerkenswert. Sie zeigt die grundsätzliche Stärke des Standorts Deutschland auch in extrem schwierigen Zeiten von durch Kriegen verursachten Energiepreisschocks, US-Zöllen und erhöhter wirtschaftspolitischer Unsicherheit“, sagt IMK-Konjunkturexperte Prof. Dr. Christian Breuer. In dieser Situation brauche die konjunkturelle Erholung weiteren Rückenwind. Die staatlichen Mehrausgaben für Infrastruktur und Verteidigung regten die Wirtschaft an.

Ebenfalls in die richtige Richtung gingen die europäischen Ansätze zu einer wirksameren Industriepolitik, auch wenn sie noch zu zögerlich seien. Nun komme es darauf an, Fortschritte nicht gleich wieder zu konterkarieren, sagt der Ökonom. „Was wir aktuell überhaupt nicht brauchen können, ist eine langandauernde Schwäche des privaten Konsums.

Versuche, die außenwirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit mit Lohnkürzungen oder Einschnitten bei den Sozialleistungen zu verbessern, sind daher hoch riskant, und sie gehen am Problem vorbei“, sagt Breuer. Denn die wirtschaftlichen Schwierigkeiten seien sei kein Problem einfacher mangelnder preislicher Wettbewerbsfähigkeit, sondern überwiegend geopolitisch verursacht.

In der BZ vor 10 Jahren: Erster Teil der Plattierungsarbeiten auf der Königstraße heute beendet
Duisburg, 29. Oktober 2016 - "Wir sind hier heute fertig", meinte ein niederländischer Bauarbeiter am Morgen. Damit steht den Aufstellungsarbeiten für den 39. Duisburger Weihnachtsmarkt mit über 100 Teilnehmern (17. November bis 30. Dezember) im zentralen Bereich nichts im Weg.

BZ-Foto haje 29. Oktober 2016

BZ-Foto haje September 2016 

Meidericher Gemeinde lädt zum Spieleabend für Jung und Alt
Zu einem bunten Spieleabend lädt die Evangelische Kirchengemeinde Meiderich in das Gemeindezentrum, Auf dem Damm 8. Dort warten am Dienstag, 3. November um 19 Uhr alte Klassiker und neue Spiele darauf, entdeckt zu werden. Wer mag, bringt gerne eigene Spiele - egal ob Klassiker, Karten-, Brett- oder Gesellschaftsspiele - mit, die mit anderen ausprobiert werden können.

Getränke und Snacks gibt's zum Selbstkostenpreis. Wenn der Abend weiterhin gut ankommt, wird es monatlich einen Spieleabend im Gemeindezentrum geben. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de.  

Rheingemeinde lädt zum Kneipenquiz 
Die Evangelische Rheingemeinde Duisburg lädt zum Kneipenquiz ins Gemeindehaus Wanheimerort am Vogelsangplatz. Am 4. November 2026 gilt es, dort ab 20 Uhr bei gemütlicher Atmosphäre, Getränken und fairen Knabbereien Wissen zu zeigen und beim Raten Glück zu haben. Die 24 Quizfragen kommen aus allen möglichen Kategorien, etwa Lokales, Religion, Fernsehen, Sport oder Wissenschaft.

Die Quizgruppen können sich nach Belieben zusammensetzen. Nach Auflösung aller Fragen erhält die Gruppe mit den meisten Punkten einen Siegerpokal. Eine Anmeldung ist nicht nötig, doch wer einen Tisch für eine eigene Quizgruppe haben möchte, sollte reservieren.
 Das geht unter anke.bendokat@ekir.de oder 0203 / 5787977, dort gibt es auch mehr Infos zum Kneipenquiz. Das Kneipenquiz der Gemeinde gibt es schon lange, es ist ein Dauerbrenner und Erfolgsmodell.



NRW: 7,5 % der Bevölkerung konnten sich nach eigenen Angaben keine warme Wohnung leisten
* 5,3 % der Bevölkerung lebten in Haushalten mit Zahlungsrückständen bei Versorgungsbetrieben
* 14,5 % der Haushalte hatten eine überdurchschnittliche Energieausgabenbelastung  * Versteckte Energiearmut: 14,4 % der geringverdienenden Haushalte hatten unterdurchschnittliche Energieausgaben  Schlagworte: Energiearmut, Armut, Energieausgaben, Mikrozensus, Heizkosten

Laut Europäischer Kommission sind Haushalte von Energiearmut betroffen, wenn sie sich notwendige Energie nicht leisten können, keinen Zugang dazu haben oder ihren Verbrauch so drastisch einschränken müssen, dass Gesundheit und Lebensqualität leiden.
Im Jahr 2025 lebten laut Ergebnissen des Mikrozensus 7,5 % der nordrhein-westfälischen Bevölkerung in einem Haushalt, der nach eigenen Angaben die Wohnung aus finanziellen Gründen nicht ausreichend warmhalten kann.

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, fiel dieser Wert unter armutsgefährdeten Personen mit 15,6 % mehr als doppelt so hoch aus.  Auch von der Bevölkerung, die nicht von relativer Einkommensarmut betroffen war, lebten 5,8 % in einem Haushalt, für den nach Selbsteinschätzung die angemessene Beheizung der Wohnung ein finanzielles Problem darstellt. 



5,3 % der Bevölkerung von Zahlungsrückständen bei Versorgungsbetrieben betroffen Ein weiteres indirektes Anzeichen für Energiearmut können Zahlungsschwierigkeiten bei den Versorgungsbetrieben sein. Laut Mikrozensus lebten 5,3 % der Bevölkerung in NRW 2025 in einem Haushalt, der angab, Rechnungen für Strom, Heizkosten oder Wasser im Vorjahr nicht immer fristgerecht bezahlt zu haben.

Bei der von relativer Einkommensarmut betroffenen Bevölkerung lag dieser Anteil mit 8,8 % deutlich höher, insbesondere im Vergleich zu 4,5 % bei den nicht armutsgefährdeten Personen. Hohe Energieausgabenbelastung bei 14,5 % der Haushalte Auch die tatsächlichen Energieausgaben können Hinweise auf Energiearmut geben.

Der sogenannte 2M-Indikator misst den Anteil der Energieausgaben wie Heizung, Warmwasser und Strom am Haushaltsnettoeinkommen eines Haushalts. Dieser Anteil des einzelnen Haushalts wird dann mit dem doppelten Medianwert (2 x Median) aller Haushalte verglichen. Liegt der Energieausgabenanteil des Haushalts über dem doppelten Medianwert besteht demnach eine überdurchschnittliche Energieausgabenbelastung.

Der Median der Energieausgabenanteile der nordrhein-westfälischen Haushalte lag laut Einkommens- und Verbrauchsstichprobe im Jahr 2023 bei 5,6 %. Haushalte mit überdurchschnittlicher Energieausgabenbelastung wendeten in diesem Jahr somit mehr als ein Zehntel (11,2 %) ihres Einkommens für Energie auf. Dies traf auf 14,5 % aller Haushalte zu. Bei geringverdienenden Haushalten war sogar nahezu die Hälfte (44,7 %) betroffen.



Versteckte Energiearmut: 14,4 % geringverdienender Haushalte mit unterdurchschnittlichen Energieausgaben
Deutlich unterdurchschnittliche Energieausgaben können auch darauf hinweisen, dass Haushalte von versteckter Energiearmut betroffen sind und ihren Verbrauch aus Angst vor hohen Rechnungen gezielt senken. Der sogenannte M/2-Indikator identifiziert Haushalte, deren absolute Energieausgaben besonders niedrig sind.

Das ist dann der Fall, wenn die Energieausgaben des Haushalts geringer sind als die Hälfte des Medians der Energieausgaben aller Haushalte (Median / 2).  Im Jahr 2023 lagen die Energieausgaben von 9,4 % der Haushalte laut der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe bei weniger als der Hälfte des Medianwerts. Bei Geringverdiener-Haushalten war dieser Anteil mit 14,4 % höher als bei nicht geringverdienenden Haushalten mit 8,1 %.