BZ-Home Haniel

 

BZ-Sitemap

WBDuisburg
Stadtwerke DU

 

DU und DUS (Airport)

Archiv
2019/2020
07 - 12.2018
01 - 06 2018

07-12 2018
07-12 2017
01-06 2017

01-12 2016







Redaktion Harald Jeschke 

Haniel und Stadt Duisburg machen Ruhrort umweltneutral

Duisburg, 11. Januar 2022 - Die Franz Haniel & Cie. GmbH (Haniel) startet mit Unterstützung der Stadt Duisburg und gemeinsam mit den Unternehmen greenzero.me sowie HeimatERBE die Initiative „UrbanZero – Ruhrort wird enkelfähig“. Sie hat das Ziel, den Hafenstadtteil Duisburg-Ruhrort bis Ende 2029 zum ersten umweltneutralen Quartier der Welt zu machen und so eine Blaupause für Enkelfähigkeit im urbanen Raum zu schaffen.


Umweltneutralität geht weit über die bekannte Klimaneutralität hinaus und umfasst neben dem Klimaschutz Themen wie die Sicherung der Biodiversität und dem Schutz der Böden und Gewässer. Mit der Initiative UrbanZero sollen all diese Faktoren im Duisburger Stadtteil Ruhrort berücksichtigt werden. Ziel ist es, dass menschliches Wirken in Ruhrort ab 2029 die Umwelt nicht mehr negativ beeinträchtigt und so vor allem den Ruhrorter:innen selbst mehr Lebensqualität und eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen und sozialen Situation bringt. Um das zu erreichen, arbeiten die Initiatoren Haniel, greenzero.me und HeimatERBE mit Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis zusammen. Das Projekt gliedert sich in drei Phasen: Analyse, Reduktion und Kompensation. Gemeinsam mit der Stadt Duisburg und weiteren städtischen Unternehmen ist Haniel bereits in die Analysephase gestartet.  

„Wirtschaftlicher Erfolg und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch. Bei Haniel wollen wir erfolgreich sein, indem wir nachhaltige Unternehmen aufbauen, die eine lebenswerte Zukunft sichern. Dafür müssen wir auch die soziale und gesellschaftliche Dimension mitdenken. Enkelfähigkeit ist damit für uns ein Synonym für Unternehmertum im 21. Jahrhundert. In der Neugestaltung von Ruhrort wird es lebendig werden”, sagt Thomas Schmidt, CEO von Haniel.  


„Haniel ist mit seinem Ruhrorter Quartier in Duisburg tief verwurzelt. Die Initiative für dieses ambitionierte Generationenprojekt ist deshalb ein Musterbeispiel dafür, wie Unternehmen in ihrem direkten Umfeld Verantwortung übernehmen. Ich werde dem Rat daher vorschlagen, dass sich die Stadt an diesem Projekt beteiligt. Nur gemeinsam wird es uns gelingen, unsere Stadt Duisburg insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel zukunftsfähig aufzustellen“, ergänzt Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg.    


Dr. Dirk Gratzel, Gründer und CEO von HeimatERBE und gemeinsam mit Wissenschaftlern der TU Berlin auch Gründer von greenzero.me, sagt: „Vor fünf Jahren habe ich mich aufgemacht, mit wissenschaftlicher Unterstützung mein Leben in einen vollständigen ökologischen Ausgleich zu bringen. Das ist ein weiter Weg. Mit der Erfahrung dieser Jahre darf ich daher sagen: Wir werden die Ziele von UrbanZero Ruhrort nicht erreichen, wenn wir kleine Schritte machen und am Ende noch ein paar Bäume pflanzen. Es braucht Mut und den Willen, urbanes Leben grundlegend zu verändern. Diesen unbedingten Willen zum Erfolg erlebe ich schon jetzt täglich bei Haniel, der Stadt Duisburg und den Projektpartnern, die einen sehr mutigen Schritt voran für uns alle machen.“  

Erste Projekte starten auf dem Haniel Campus Bis 2023 sollen – auf Basis wissenschaftlicher Methoden zur Ökobilanzierung – die jährlichen Umweltkosten für Ruhrort ermittelt sein. Dies wird alle im Stadtteil erbrachten Dienstleistungen, alle genutzten oder selbst hergestellten Produkte und damit alle menschlichen Einflüsse auf die Umwelt umfassen. Ab 2023 werden die Umwelteffekte durch konkrete Maßnahmen reduziert oder die nicht reduzierbaren Auswirkungen zum Beispiel durch die ökologische Bearbeitung von Brachflächen oder Gebäudesanierungen und -bepflanzungen kompensiert. Kompensationsmöglichkeiten werden mit den Eigentümer:innen von Flächen oder Gebäuden individuell erarbeitet, erste Projekte werden auf dem Haniel Campus starten.  

Ruhrorter:innen werden beteiligt, Impact Factory soll unterstützen
Ein wesentlicher Baustein wird zudem sein, die Bewohner:innen des Stadtteils an der Initiative zu beteiligen. Informations-Veranstaltungen, ein Stadtteilbüro sowie physische und digitale Informations-Plattformen sind in Planung. Dreh- und Angelpunkt für alle Beteiligten wird der Haniel-Campus sein. Dort ist auch die Impact Factory beheimatet, die deutschlandweit führend beim Aufbau nachhaltiger Start-ups ist. Mit ihrer Unterstützung soll UrbanZero dazu beitragen, Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen vom Standort Duisburg und Ruhrort zu überzeugen und die hier ansässigen Unternehmen in ihrer Transformation zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen. So soll auch die lokale Wirtschaft vom Projekt profitieren.  


Weitere Partner gesucht
Gemeinsam mit der Stadt Duisburg und Unternehmen in der Stadt wurde bereits eine Projektstruktur erarbeitet. Die Verantwortlichen werden in Kürze auf einzelne Gruppen im Viertel und die Bürger:innen zugehen. Corona-bedingt kann dies derzeit nur digital stattfinden; im weiteren Jahresverlauf soll es auch Treffen geben. Denn weitere Mitstreiter:innen werden gesucht, wie Thomas Schmidt verdeutlicht:

„UrbanZero kann ein Beleg für das erfolgreiche Zusammenwirken von Ökologie, sozialer Verantwortung und wirtschaftlicher Entwicklung werden und damit ein Beleg für den Erfolg einer enkelfähig-Transformation. Das können wir nicht allein schaffen. Doch wenn uns gemeinsam dieser Wandel in einem bestehenden Quartier wie Ruhrort gelingt, hat das Leuchtturmcharakter und kann auch in anderen Städten und Ländern den urbanen Raum enkelfähig – und damit lebenswert machen.“  

V..l.: Dr. Dirk Gratzel (greenzero), Bernd Wortmeyer (CEO GEBAG), Thomas Schmidt (CEO Haniel), Andree Haack (Wirtschaftsdezernent), Thomas Patermann (CEO WBD), Markus Bangen (CEO Duisport, Jutta Stolle (Haniel), Sören Link (OB), Dr. Florian Funck (CFO Haniel), Helge Kipping (Vorstand SSPK,  nicht im Bild, da nur online im Meeting: Martin Murrack ( Stadtkämmerer), Martin Linne (Stadtentwicklungsdezernent), Paul Bischof (Rechtsdezernent), Astrid Neese (Bildungsdezernentin), Kerstin Wittmeier (Personaldezernentin), darunter Christoph Späh (Stadtkanzlei), Marcus Wittig (DVV), Uwe Kluge ( Duisburg Kontor)


Kommunikationsleiter Dietmar Bochert verlässt das Unternehmen - Simone Fuchs übernimmt

Duisburg, 30. April 2020. In freundschaftlichem Einvernehmen mit dem Vorstand der Franz Haniel & Cie. GmbH wird Dietmar Bochert zum 30. April 2020 die Leitung der Kommunikation niederlegen. Ihm wird zum 1. Mai 2020 Simone Fuchs als Leiterin Kommunikation folgen.

„Haniel ist Dietmar Bochert zu großem Dank verpflichtet“, so Thomas Schmidt, Vorsitzender des Vorstands. „Herr Bochert ist als Leiter der externen Kommunikation im November 2007 ins Unternehmen eingetreten und hat als Direktor 2012 die Gesamtverantwortung für die Kommunikation übernommen. Mit Weitblick, Pragmatismus und Kreativität hat er die Kommunikation des Unternehmens neu ausgerichtet und als führendes Family-Equity-Unternehmen im Markt positioniert.
Auch an der im Frühjahr 2019 begonnenen Neuausrichtung Haniels hatte er als Mitglied des Management-Teams wesentlichen Anteil bei der Fokussierung auf Wachstum und Nachhaltigkeit. Wir bedauern seine Entscheidung außerordentlich, haben aber Verständnis dafür, dass sich Dietmar Bochert nach dem erfolgreichen Abschluss der Neuausrichtung nun anderen Aufgaben zuwenden möchte. Wir begleiten ihn auf seinem weiteren beruflichen und privaten Weg mit unseren besten Wünschen und bedanken uns für die langjährige, engagierte und von gegenseitigem Vertrauen geprägte Zusammenarbeit“.
 Wir freuen uns, dass wir Simone Fuchs als neue Leiterin Kommunikation gewinnen konnten. Sie wird zum 1. Mai 2020 die Führung des Bereichs übernehmen. Die gelernte Wirtschaftsjournalistin kommt von der Ceconomy AG, wo sie seit Juni 2017, zunächst als Head of External Communications und ab Juni 2019 als Head of Communications, Public Policy & Sustainability tätig war. Zuvor war Frau Fuchs in verschiedenen Kommunikationsfunktionen bei Kommunikationsberatung JP KOM, der Commerzbank und Philips tätig. Simone Fuchs lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Düsseldorf.


Gerade jetzt: Gemeinsam für mehr Bildungsgerechtigkeit

Duisburg, 20. April 2020 - Corona hat das Leben der Schüler*innen in Duisburg schlagartig geändert. Die Schulen sind geschlossen, Unterricht fällt aus oder findet online statt und Kinder und Jugendliche stehen vor großen Herausforderungen: Wie strukturiere ich meinen Tag? Wie lerne ich allein zuhause? Wie komme ich an die Informationen von meiner Lehrerin oder meinem Lehrer, wenn ich keinen Computer, Drucker oder WLAN habe oder meine Abschlussprüfungen kurz bevorstehen? Nicht alle können dabei die erforderliche Unterstützung von ihren Eltern bekommen.

 

Bei all diesen dringenden Fragen versucht das Team rund um das Duisburger Kooperationsprojekt Bildung als Chance, schnelle und passende Antworten zu finden. Bildung als Chance ist ein Zusammenschluss der drei Bildungsakteure Teach First Deutschland, Chancenwerk und apeiros mit der Haniel Stiftung – mit dem gemeinsamen Ziel, bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche an Duisburger Schulen bestmöglich zu unterstützen. Gerade in diesen Zeiten heißt unser gemeinsames Motto deshalb: Die Probleme einzelner sind oft die Probleme vieler und die Ideen mancher können helfen, die Probleme vieler zu lösen.

 

Teach First Deutschland arbeitet deshalb gerade intensiv daran, so viele Kinder und Jugendliche wie möglich an den Partnerschulen mit kreativen, digitalen Angeboten zu erreichen. Täglich entsteht dabei viel Neues, wie zum Beispiel die Website QuaranteenClass, auf der Jugendliche mit täglichen Fakten und sportlichen Einheiten versorgt werden. Alle Ideen werden auf dem Liveblog geteilt und sind damit allen Mitarbeitenden von Bildung als Chance und auch anderen Organisationen frei zugänglich.

Fellow Leonie Achterhold, die an der Sekundarschule am Biegerpark im Duisburger Süden eingesetzt ist, dazu: „Die Corona-Krise hat meine Arbeit als Fellow stark verändert. Der direkte, persönliche Kontakt zu meinen Schüler*innen ist weggebrochen. Jedoch macht die Corona-Krise das Thema Bildungsungleichheit aktueller denn je. Ich versuche daher als Fellow meinen Schüler*innen weiterhin als Bezugsperson zur Verfügung zu stehen, um sie in dieser Situation bestmöglich zu unterstützen. Die größte Herausforderung in der aktuellen Situation ist der Aufbau und Erhalt des Kontakts mit den Schüler*innen. Man weiß nicht – antworten sie nicht, weil es ihnen gut geht und sie im Moment keine Unterstützung brauchen? Oder fehlt es an den technischen Möglichkeiten und der Motivation?“

 
Corona - Copyright Ina Schuster

Jasmin Friese, Fellow an der Aletta Haniel Gesamtschule, berichtet: „Ich arbeite im Homeoffice, stehe aber trotzdem, wie alle meine Kolleg*innen, in regem digitalen Austausch mit meinen Schüler*innen. Die Situation ist herausfordernd, bietet mir aber auch die Möglichkeit, viele digitale Lernformate auszuprobieren. Auf unserer Homepage haben wir einige Informationen öffentlich zugänglich gemacht, wie wir möglichst viele Schüler*innen digital mit Lernstoff und einfachen sportlichen Kräftigungsübungen für Zuhause versorgen können.
Beispielsweise habe ich ein kompaktes Bildmaterial hergestellt, damit die Kids diese Übungen Zuhause, zwischen Schreibtisch und Stuhl, nachmachen können und dadurch gesund bleiben. Uns ist jedoch auch bewusst, dass ihre Möglichkeit, Zuhause digital zu lernen, begrenzt ist. Um sie trotzdem zu erreichen, nutze ich die sozialen Medien, in denen sie sich oft und gern aufhalten. Auf diesem Weg kann ich ihnen Lernangebote machen, die ihnen Spaß machen. Wir lassen unsere Schüler*innen also auch in dieser herausfordernden Zeit nicht allein.“

Schulter-Push-Ups Copyright Hannes Wietschel

 

Auch das Chancenwerk als Anbieter für Lernförderung ist von den Schulschließungen betroffen. Ganz im Sinne der Bildungsgerechtigkeit wird hier der Fokus vor allem auf die Kinder und Jugendlichen gelegt, die Zuhause keinen Zugang zu digitalen Lernangeboten haben. Die Lösung vom Chancenwerk heißt dafür „cosinus@home“. Allen Kindern, die in der Lernförderung vom Chancenwerk angemeldet sind, wird in diesen Tagen ein individualisiertes „cosinus“-Lernpaket nach Hause geschickt. Mit diesem Paket können die Kinder in ihrem Tempo mit auf sie abgestimmten Lernmaterialien arbeiten und wichtige Wissenslücken füllen.

 

Auch beim dritten Projektpartner apeiros, der sich als Träger der freien Jugendhilfe mit seiner Arbeit vorrangig dem Problem der Schulverweigerung widmet, bedeuten die Schulschließungen nicht, dass sich nun die teilnehmenden Schüler*innen und Teammitglieder in „Coronaferien“ befinden. Gerade jetzt ist der regelmäßige Kontakt zu den betreuten Jugendlichen von großer Bedeutung, da auch die Lerngruppen vorerst geschlossen werden mussten. Die apeiros-Mitarbeiter*innen bieten den Jugendlichen deshalb auch eine Vielzahl an digitalen Lernplattformen an und berichten von erfreulich hohen Teilnahmezahlen.

 

Gerade jetzt ist ein großer Ideen- und Erfahrungsaustausch gefragt, da wir gemeinsam mehr für die Duisburger Kinder und Jugendlichen erreichen können. Dieser Grundgedanke des Gemeinschaftsprojekts Bildung als Chance gewinnt also gerade jetzt in Krisenzeiten noch mehr an Bedeutung.