'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    35. Kalenderwoche: 31. August
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Freitag, 1. September 2023

Universität Duisburg-Essen feiert 20-jähriges Bestehen - UDE: Neue Fakultät für Informatik
Duisburg-Essen - 20 Jahre Forschung und Lehre im Ruhrgebiet: Die 2003 gegründete Universität Duisburg-Essen (UDE) feiert dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Mit der Gründung einer neuen Fakultät für Informatik zum 1. Oktober 2023 startet die Universität im Jubiläumsjahr ein wichtiges Zukunftsprojekt. Die Fakultät soll die Forschungserfolge und Lehrangebote der Informationswissenschaften bündeln und diese Fachdisziplin national und international ausbauen.


Weitere Meilensteine in der Universitätsgeschichte der UDE sind die wissenschaftlichen Leistungen, sie sich laut Universität seit ihrer Gründung vervielfacht haben. Auch die Universitätsmedizin hat sich in den letzten zwanzig Jahren stark entwickelt, beispielsweise wurde 2012 das neue Forschungsgebäude des Westdeutschen Tumorzentrums eingeweiht. Die Tumorforschung in Essen ist im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT West) eine der führenden Deutschlands. Die UDE bildet gemeinsam mit den Universitäten in Bochum und Dortmund die leistungsstarke Universitätsallianz Ruhr. Hier werden u.a. Forschende aus aller Welt ins Ruhrgebiet berufen. idr

Meiderich: Brand eines Daches auf einer Tankstelle
Die Feuerwehr Duisburg wurde durch Anrufer in Meiderich wegen einer Rauchentwicklung auf dem Dach einer Tankstelle gerufen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bei der gemeldeten Einsatzadresse, bestätigte sich die Meldung im Bereich des Flachdaches der Tankstelle. Dort konnte eine starke Rauchentwicklung aufgrund eines Brandes festgestellt werden. Personen im Bereich der Tankstelle waren nicht betroffen, die Tankstelle wurde sicherheitshalber geräumt.

Die Feuerwehr leitete Löschmaßnahmen über zwei Hohlstrahlrohe von Außen ein. Zudem wurde ein Trupp unter Atemschutz in den Verkaufsbereich zur Kontrolle entsendet. Die benachbarten Wohngebäude wurden nicht beeinträchtigt. Eine Ausbreitung konnte jedoch durch die schnelle Einleitung der Löschmaßnahmen verhindert werden. Die Feuerwehr war mit 60 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr sowie Freiwilliger Feuerwehr vor Ort. Die Ursache ist Gegenstand von polizeilicher Ermittlungsarbeit.

Zahl der Woche: 70 Jahre Zebrastreifen
Seit 1964 ist der gestreifte Fußgängerüberweg aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken und bietet Sicherheit im Verkehr Das Zebra wird 70. 70? Das wäre ja mal ein Alter für das weiße-asphaltgraue Streifentier, dessen Fellzeichnung je nach Art zwischen 30 und 80 Streifen aufweist und bei jedem Tier einzigartig ist. Aber 70 Jahre alt, nein so alt wird die Pferdeart dann doch nicht. Experten gehen von einer Lebenserwartung zwischen 20 und maximal 40 Jahren in der freien Wildbahn aus.

Die 70, die schreiben wir in diesem Jahr dem anderen Zebra zu, jenem, das uns im Straßenverkehr begleitet. Der "Zebrastreifen" ist am 24. August 1953 als "Fußgängerüberweg" (Verkehrszeichen 293) und in den § 26 der Straßenverkehrsordnung aufgenommen worden. Von einem Zebra, das für mehr Ordnung im Straßenverkehr sorgen sollte, war da noch nicht die Rede. Zur aktuellen Zahl der Woche: https://www.umwelt.nrw.de/presse/detail/zahl-der-woche-70-jahre-zebrastreifen-1693480500
 

 

Bürgerservice der Stadt: Ausweise rechtzeitig vor den Ferien auf Gültigkeit überprüfen
In wenigen Wochen, am 2. Oktober, beginnen die Herbstferien. Der Bürgerservice der Stadt Duisburg empfiehlt daher, sich frühzeitig um die Neubeantragung von Ausweisdokumenten zu kümmern. Bürgerinnen und Bürger sollten ihre eigenen Ausweisdokumente und ganz besonders die der Kinder überprüfen.

Gerade bei Kinderreisepässen ist dies wichtig, da diese nur ein Jahr gültig sind. Ab einem Alter von zwölf Jahren brauchen alle Kinder eigene Reisepässe und Personalausweise. Für ältere Kinder, deren Aussehen sich nicht mehr so stark verändert, können Eltern auch reguläre Reisepässe und Personalausweise mit einer Gültigkeit von sechs Jahren beantragen.

Der Bürgerservice bietet ausreichend zeitnahe Termine an, doch gerade vor der Ferienzeit kann es schonmal eng werden. Die Ausweisdokumente werden durch die Bundesdruckerei gefertigt. Dies dauert in der Regel vier Wochen ab Antragsstellung.
Termine können ganz einfach online über duisburg.de vereinbart werden: https://www.duisburg.de/allgemein/fachbereiche/90/terminvereinbarungbuergerservice.php 


Symbolbilder Personalausweis/Reisepass und Kinderausweis - Fotos: Stadt Duisburg

Energetische Stadtsanierung: Klimaschutzprojekte schreiten voran
In einer dicht besiedelten und industriell geprägten Großstadt wie Duisburg kommt dem Klimaschutz eine besondere Bedeutung zu. Dichte Siedlungsstrukturen sind besonders vom Klimawandel betroffen, daher sind ressortübergreifende und präventive Maßnahmen notwendig, um Auswirkungen so weit möglich zu verringern. Mit einer Vielzahl von Konzepten, Strategien, Analysen und Projekten mit Klimabezug ist die Stadt Duisburg bereits aktiv tätig, beispielsweise bei der energetischen Stadtsanierung in Ungelsheim und Neuenkamp.


Im September 2021 wurde in Kooperation mit der Rheinwohnungsbau GmbH ein Förderantrag für die Konzepterstellung zur energetischen Stadtsanierung in Ungelsheim gestellt. Mit dem Zuwendungsbescheid Ende 2021 wurde der Stadt Duisburg eine Förderung zur Weiterleitung an die Rheinwohnungsbau GmbH in Höhe von 67.500 Euro zugesagt. Mittlerweile wurde das Konzept fertiggestellt, so dass der zugesagte Betrag nach Kenntnisnahme des Rates der Stadt Duisburg ausgezahlt werden kann. Die Rheinwohnungsbau GmbH ist ein bekannter Wohnungsanbieter in der Region. Zum Bestand gehören auch zahlreiche Objekte in DuisburgUngelsheim.


Das Quartier Duisburg-Ungelsheim wurde in den Jahren 1953 bis 1961 errichtet und fällt damit genau in eine sehr emissionsreiche Baualtersklasse. Das Untersuchungsgebiet umfasst 129 Wohngebäude mit knapp 780 Wohnungen. Mithilfe des Programms energetische Stadtsanierung wurde der zukünftige Energiebedarf unter Berücksichtigung notwendiger Gebäudesanierung untersucht.

Darüber hinaus wurden Ansätze analysiert, die zu einer CO2-Reduktion bei der Wärme- und Stromerzeugung beitragen, sodass die Emissionen von 40,2 kg CO2/m² WFL*a zum Zeitpunkt der Datenermittlung 2021 bis Ende 2026 auf einen vollständig klimaneutralen Gebäudebestand mit Sektorenkopplung reduziert werden (Einsatz von Luft-Wasser-Wärmepumpen, Installation von Photovoltaik-Anlagen und intelligente Versorgung).


Das Konzept ist somit die Basis für die Sanierungsarbeiten, die bereits begonnen haben. Für die Umsetzung wurden anhand von Quartiersgröße und Ausgangssituation 16 Subquartiere ermittelt, dessen Sanierungen zeitlich aufeinander folgen. Für das erste Subquartier mit neun Objekten konnte erstmals in der Geschichte der Rheinwohnungsbau eine Sanierung inkl. Energieträgertausch auf Luftwärmepumpen, die Inbetriebnahme von Photovoltaikanlagen sowie ein Mieterstrom-Angebot für alle 72 betroffenen Mietparteien realisiert werden.


Das Mieterstrommodell fand im Juni 2023 mit zahlreichen Mietern seinen Anfang. Ende August gehen die ersten sechs Wärmepumpen in Betrieb, sodass das erste Subquartier Klimaneutralität vorweist. Weitere 12 Objekte der zweiten Teilmaßnahme wurden bereits saniert, sodass auch hier zeitnah die Photovoltaikanlagen in Betrieb genommen werden und die Umstellung auf den Wärmepumpen-Betrieb erfolgt.

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten des dritten Bauabschnittes mit 31 Objekten und 124 Wohnungen, der die größte Maßnahme darstellt, begannen im März 2023. Mithilfe einer Sanierungsroadmap werden im gleichen Verfahren bis Ende 2026 alle 129 Objekte des Bestandes klimaneutral gestaltet. Die Rheinwohnungsbau GmbH ist davon überzeugt, dass der Schlüssel zu einem klimaneutralen Gebäudebestand im Quartier liegt.


Auch die Stadt Duisburg selbst strebt gemeinsam mit der GEBAG und den Stadtwerken Duisburg ein ähnliches Projekt in Neuenkamp an. „Prima. Klima. Ruhrmetropole“ ist ein interkommunales, ruhrgebietsweites Projekt des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen von Prima. Klima. Ruhrmetropole sollen in der Metropole Ruhr bis zum Jahr 2029 rund 15 experimentelle und innovative Energiequartiere entstehen.


Die Stadtviertel in der größten Ballungsregion des Landes Nordrhein-Westfalen stehen in besonderer Weise vor der Herausforderung einer klimagerechten Transformation: Wachsende oder schrumpfende Wohnviertel, Arbeitersiedlungen, denkmalgeschützte Siedlungen, Quartiere mit einem Baubestand vorwiegend der 1950/1960er Jahre. Damit der Umbau hin zu CO₂-ärmeren bzw. CO₂-freien Wohnvierteln gelingt, sind unterschiedliche Methoden der integrierten energetischen Quartiersentwicklung zusammen zu bringen und es braucht eine kombinierte Strategie von Stadtentwicklungs- und Wohnungsmarktmaßnahmen.


Mit dem Projekt Prima. Klima. Ruhrmetropole können passgenaue Maßnahmen ausprobiert und erfolgreich angewendet werden. So werden Vorbilder für die ganze Region geschaffen. Dank des Wissenstransfers zwischen allen Städten der Metropole Ruhr profitieren die ausgewählten Wohnviertel wie die gesamte Region.


Neue Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr ernannt
Anfang August fand die Wahl des Sprechers der Freiwilligen Feuerwehr sowie seiner Stellvertreter statt. Oberbürgermeister Sören Link, Stadtdirektor und Feuerwehrdezernent Martin Murrack sowie der Leiter der Feuerwehr Oliver Tittmann überreichten dem neuen Sprecherteam heute im Mercatorzimmer des Duisburger Rathauses die Ernennungsurkunden. „

Das neue Sprecherteam der Freiwilligen Feuerwehr Duisburg – v. l. Marvin Link, Sven van Loenhout und Tristan Krieger

In Ihrer neuen Funktion als Sprecher stärken Sie nicht nur Ihr eigenes Team, sondern auch das der Berufswehr. Ich gratuliere Ihnen dazu ganz herzlich. Hier zeigt sich, wie wichtig und wertvoll Ihr ehrenamtliches Engagement ist“, betont Oberbürgermeister Sören Link. Die drei Ehrenamtler sind das Bindeglied zwischen der Leitung der Feuerwehr und den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr. Als Sprecher vertreten sie die Belange aller Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr gegenüber dem Leiter der Feuerwehr.


„Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Team und bedanke mich für die Bereitschaft, diese wichtige Tätigkeit wahrzunehmen. Gemeinsam werden wir die positive Entwicklung der letzten Jahre weiter vorantreiben“, so Oliver Tittmann. Sven van Loenhout vom Löschzug in Homberg wurde als neuer Sprecher gewählt und löst damit Dieter Stradmann ab, welcher das Amt seit rund elf Jahren innehatte. Für Tristan Krieger vom Löschzug in der Stadtmitte ist es ebenfalls die erste Amtszeit als Stellvertreter. Neu im Sprecherteam ist auch Marvin Link als zweiter Stellvertreter, der seinen Feuerwehrdienst im Löschzug Huckingen versieht. Alle drei Sprecher sind langjährig erfahrene Feuerwehrmänner.

Hintere Reihe v. l. Thomas Stein, Feuerwehr Duisburg, Oberbürgermeister Sören Link, Oliver Tittmann Leiter der Feuerwehr Duisburg sowie Stadtdirektor und Feuerwehrdezernent Martin Murrack; vordere Reihe v. l. das neue Sprecherteam Marvin Link, Sven van Loenhout und Tristan Krieger


Oldtimertour mit Oberbürgermeister Sören Link

Die regelmäßigen Bürgerspaziergänge mit Oberbürgermeister Sören Link sind sehr beliebt und führen die Teilnehmenden stets zu interessanten Orten in der Stadt. Im Jahr 2018 fand im Rahmen dieser Reihe und als besonderer Höhepunkt, eine Oldtimertour statt. Auf Grund des großen Interesses an dieser Rundfahrt wird es am Samstag, 16. September, wieder eine Oldtimertour geben.

Hierzu konnten bereits zahlreiche Fahrerinnen und Fahrer von diversen alten Autoklassikern gewonnen werden. Auch dieses Mal wird die Fahrt wieder an außergewöhnliche Orte in Duisburg führen. Bürgerinnen und Bürger, die an der Tour teilnehmen möchten, können sich bis Freitag, 1. September, verbindlich per E-Mail (unterwegs.mit.dem.ob@stadt-duisburg.de) anmelden. Da die Plätze stark begrenzt sind, wird via Losverfahren über eine Teilnahme entschieden. Die Gewinner erhalten dann am Dienstag, 5. September, per E-Mail eine Zusage über die Teilnahme.


Seitwärtsbewegung am Arbeitsmarkt, aber Hoffnung für den Spätsommer

Im August 2023 sind in der Metropole Ruhr insgesamt 266.587 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind im Vergleich zum Vorjahresmonat (August 2022) 8.683 Personen mehr ohne Arbeit - eine Zunahme von 3,4 Prozent. Im Vergleich zum Juli 2023 ist die Zahl der Arbeitslosen ebenfalls um 430 Personen angestiegen, was einem Plus von 0,2 Prozent entspricht.

Der sonst übliche Anstieg der Arbeitslosenzahlen im August blieb in diesem Jahr aus, die Arbeitslosenzahlen stagnieren nahezu. Hoffnung macht zudem, dass üblicherweise im Spätsommer eine Belebung des Arbeitsmarktes stattfindet. Die Arbeitslosenquote bleibt im Vergleich zum Vormonat unverändert und liegt in der Metropole Ruhr bei 9,8 Prozent. Die höchsten Arbeitslosenquoten verzeichnen dabei unverändert die kreisfreien Städte Gelsenkirchen (15,1 Prozent) und Duisburg (12,8 Prozent).

Mit 7,0 Prozent weist der Kreis Wesel ruhrgebietsweit die niedrigste Arbeitslosenquote auf. Unter den kreisfreien Städten sind es Hamm (8,7 Prozent), Bottrop (7,9 Prozent) und Mülheim an der Ruhr (8,1 Prozent). Auch in NRW ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat fast unverändert und lediglich um 261 Personen angestiegen. Die Arbeitslosenquote in NRW liegt im August damit unverändert bei 7,4 Prozent. idr


DVG führt Fahrgastbefragungen durch  
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) befragt vom 5. bis zum 22. September ihre Fahrgäste. Die Interviewerinnen und Interviewer fragen nach dem verwendeten Fahrausweis, dem Wohnort und der Sprache, die die Befragten im Alltag sprechen.  

Die Befragungen finden am DVG-Kundencenter, an den Haltestellen und in den Fahrzeugen statt. Die Interviewerinnen und Interviewer führen zur Legitimation einen Ausweis mit sich. Die Ergebnisse der Befragung dienen der internen Auswertung, sind anonym und werden nicht veröffentlicht.  

Anfrage im Landtag: Versetzung von Grundschullehrkräften in Nordrhein-Westfalen
Zu Beginn des neuen Schuljahres wurden mehrere Dutzend Lehrkräfte sowohl von Grundschulen, wie auch aus weiterführenden Schulen an andere Grundschulen versetzt – zum einen um dem dortigen größeren Lehrkräftemangel entgegenzuwirken, zum anderen, um die so entstehenden Lücken bei den entsendenden Schulen zu schließen. Dieses Vorgehen ist im Grundsatz bei schwerwiegenden Bedarf notwendig, um möglichst vielen Kindern einen Zugang zu guter Bildung zu ermöglichen und wichtig, für ein solidarisches Bildungssystem.


Allerdings erfolgte die Versetzungsanordnung der Lehrkräfte recht kurzfristig, in einigen Fällen binnen weniger Tage vor den Sommerferien. Dieses Vorgehen hat bei Eltern sowie Lehrkräften für Irritationen und Unmut gesorgt. Insbesondere die mangelnde Transparenz wurde beklagt, zumal der Mangel an Lehrkräften kein neues Problem ist, sondern unser Schulsystem seit langem begleitetet, so dass langfristigere Bedarfsanalysen und -planungen möglich sein müssten.


Vor diesem Hintergrund fragen wir, Nina Andrieshen Dilek Engin, beide SPD) die Landesregierung:
1. Mit wie viel Vorlauf erfahren betroffene Lehrkräfte bzw. Schulleitungen in der Regel von der anstehenden Versetzung?
2. Zu welchem Zeitpunkt ist die Notwendigkeit von Versetzungen an eine Schule für die Landesregierung absehbar?
3. Wie möchte die Landesregierung derartige Vorgänge/Abordnungen/Versetzungen in Zukunft transparenter gestalten?
4. Wie viele Lehrkräfte wurden in Nordrhein-Westfalen in Nordrhein-Westfalen zum Schuljahresbeginn abgeordnet? (Bitte nach entsendenden und empfangenden Städten, Gemeinden und Kreisen aufschlüsseln.)
5. Gedenkt die Landesregierung bei Abordnungen zukünftig, verstärkt mit einem größerem zeitlichen Vorlauf und im Einvernehmen mit den betroffenen Schulen und Lehrkräften zu agieren?

 

Hospiz BETHESDA: Golfturnier hilft bei der Erfüllung von „Herzenswünschen“   
Der Verein Hospiz BETHESDA e.V. hat es sich seit dem Jahr 2003 zum Ziel gesetzt, Menschen in ihrer letzten Lebensphase und deren Angehörige zu begleiten und zu unterstützen. Der ambulante Hospizdienst, der überwiegend auf die Mithilfe ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzt, betreut unheilbar Kranke und deren Familien direkt in ihrer häuslichen Umgebung, in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern.  

Eine der Initiativen zur Unterstützung dieser Hospizarbeit ist das jährliche Benefiz-Golfturnier auf der Anlage des Niederrheinischen Golfclubs e.V. im Duisburger Süden. 20 Golferinnen und Golfer gingen in diesem Jahr Ende August bei bestem Wetter auf die 9-Loch-Anlage, um Geld für das Projekt „Herzenswünsche!“ des Hospiz BETHESDA zu erspielen. Denn oft fehlt es in den Haushalten der Betreuten, die durch die schwere Erkrankung eines Angehörigen bereits in einer absoluten Ausnahmesituation sind, an den finanziellen Mitteln für besondere Erlebnisse.


Hier springt „Herzenswünsche!“ ein und ermöglicht den Erkrankten und ihren Familien eine Auszeit, die mithilft, den belastenden Alltag besser zu ertragen. Das kann eine schön ausgerichtete Geburtstagsfeier sein, ein Ausflug an einen besonderen Ort, ein Konzertbesuch oder auch ein Fußballspiel des Lieblingsvereins. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospiz BETHESDA können ohne bürokratischen Aufwand schnell auf den „Herzenswünsche!“-Fonds zurückgreifen, denn den Menschen, deren Wünsche erfüllt werden sollen, bleibt meistens nicht mehr viel Zeit.  


Beim Benefiz-Golfturnier 2023 konnten für diesen guten Zweck 6.500,- € gesammelt werden. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz herzlichen Dank für ihr Engagement!   Der Verein Hospiz BETHESDA e.V. freut sich über weitere Unterstützung dieses Projekts und seiner weiteren Arbeit und hat ein entsprechendes Spendenkonto eingerichtet (KD-Bank Duisburg, IBAN: DE29 3506 0190 1013 7450 28, BIC: GENODED1DKD, Stichwort „Herzenswünsche!“). 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Benefiz-Golfturniers für das Hospiz BETHESDA (Foto: EVKLN)  


HKD-Veranstaltungshinweis: Storchentreff – Infoabend für werdende Eltern
Am kommenden Montag, den 4. September, um 18 Uhr bietet das Helios Klinikum Duisburg wieder den Storchentreff an, einen Informationsabend für werdende Eltern. Das bewährte Konzept bleibt: An diesem Abend vermitteln Ärzt:innen aus Geburtshilfe und Neonatologie (Neugeborenenmedizin) sowie eine Hebamme wissenswerte Informationen rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit von Mutter und Kind nach der Geburt.


Das Team geht aber auch auf die Abläufe der Schwangerschaft und der Entbindung im Klinikum ein. Außerdem stehen die Expert:innen für individuelle Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung findet am Standort Helios St. Johannes Klinik im Veranstaltungsraum neben der Cafeteria (Dieselstraße 185 in 47166 Duisburg) statt.


Da die Teilnahmeplätze begrenzt sind, ist eine kurze Anmeldung per Telefon unter (0203) 546-30701 oder per E-Mail: frauenklinik.hamborn@helios-gesundheit.de erforderlich. Bei weiteren Fragen zur Geburtshilfe oder für eine individuelle Geburtsplanung steht das Team der Helios St. Johannes Klinik Ihnen ebenfalls unter den oben genannten Kontaktdaten zur Verfügung.       



ADAC Stiftung startet Kampagne „Sicher zu Fuß zur Schule“: Laufbusse statt Elterntaxis
Bundesweite Kampagne für mehr Verkehrssicherheit auf Schulwegen

Kinder auf dem Weg zur Schule Foto: ADAC Stiftung


Zum Schuljahresbeginn startet die ADAC Stiftung am 1. September ihre Kampagne „Sicher zu Fuß zur Schule“ unter der Schirmherrschaft von Bundesminister für Digitales und Verkehr Herr Dr. Volker Wissing, MdB. Ziel ist es, das verantwortungsbewusste Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden im Straßenverkehr zu fördern. Die Kampagne richtet sich an Eltern und Kinder, Pädagoginnen und Pädagogen sowie alle Verkehrsteilnehmenden, die im Umfeld von Schulen unterwegs sind. 

Im Jahr 2022 verunglückten in Deutschland 25.800 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr. Besonders gefährdet sind Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren. Nach der Einschulung ist der Schulweg oftmals das erste Mal, dass sie allein im Straßenverkehr unterwegs sind. „Viele Eltern fahren ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, um sie zu schützen. Elterntaxis fördern aber weder die Kompetenz der Kinder, sich im Straßenverkehr zu bewegen, noch machen sie den Verkehr insgesamt sicherer – im Gegenteil: Je mehr Autoverkehr vor Schulen, desto höher die Unfallgefahr“, sagt Christina Tillman, Vorständin der ADAC Stiftung.

Ein gemeinsamer Schulweg zu Fuß hingegen trage zur Selbstständigkeit der Kinder bei, fördere deren Gesundheit und schule die soziale Kompetenz.  23 Prozent der Grundschülerinnen und Grundschüler werden in Deutschland fast täglich mit dem Auto zur Schule gefahren. In der kürzlich veröffentlichten ADAC Umfrage zur Schulwegsicherheit gaben 59 Prozent der befragten Eltern an, dass durch Elterntaxis gefährliche Verkehrssituationen entstehen.

„Mit unserer Kampagne wollen wir auf dieses Problem aufmerksam machen und konkrete Lösungsvorschläge liefern, wie die Sicherheit von Schulkindern im Straßenverkehr erhöht werden kann“, so Christina Tillman. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel die Gründung von Laufbusgruppen. Dabei gehen bis zu zwölf Kinder in Begleitung eines Erwachsenen gemeinsam entlang einer festgelegten „Buslinie“ zur Schule. Darüber hinaus gibt die Kampagne Tipps, wie sich Kinder im Herbst, wenn es morgens länger dunkel ist, für andere Verkehrsteilnehmende besser sichtbar machen können, etwa durch helle Kleidung oder Sicherheitswesten. 

Die Wichtigkeit der Förderung von verantwortungsbewusstem Verhalten im Straßenverkehr, speziell im Umkreis von Schulen, unterstreicht auch Herr Bundesminister Dr. Volker Wissing, MdB: „Die Welt birgt so viele, oft unabsehbare Gefahren für unsere Kinder. Daher ist mir ihr Schutz ein ganz besonderes Anliegen. Dass unsere Kleinsten munter und wohlbehalten an ihrer Schule ankommen, nimmt uns Eltern eine große Sorge. Mit dieser Kampagne leisten wir einen entscheidenden Beitrag, Kindern eine sichere und verantwortungsvolle Verkehrsteilnahme zu ermöglichen. Daher ist die Schirmherrschaft ein echtes Herzensprojekt für mich.

Mit der Kampagne sensibilisieren wir außerdem schon früh für einen gegenseitig respektvollen und gewissenhaften Umgang miteinander im Straßenverkehr. Und dieser ist absolut erforderlich, um beim Thema Verkehrssicherheit an einem Strang zu ziehen und aufeinander zu achten. Nur so schaffen wir es, gemeinsam unserer „Vision Zero“ – also dem Ziel von null Verkehrstoten – ein Stück näher zu kommen.“  Die Kampagne „Sicher zu Fuß zur Schule“ besteht aus einer großen Plakatkampagne und zahlreichen Social Media Aktionen.

Auf der Website verkehrshelden.com/schulstart stellt die ADAC Stiftung umfangreiche Informationsmaterialien und Lösungsvorschläge kostenlos zur Verfügung.  Außerdem bietet die Website ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen, zum Beispiel ein Wochenende im Ravensburger Spieleland für zwei Erwachsene und zwei Kinder.


Evangelische Kirche und Diakonie laden Engagierte zum Danktag Ehrenamt ein  

In kirchlichen und diakonischen Einrichtungen aktiv zu sein und Menschen in Duisburg zu helfen, ist für viele Frauen und Männer Ehrensache. Das Engagement im Ehrenamt ist jedoch keine Selbstverständlichkeit und verdient Anerkennung und Dank. 

Diesmal wird das dicke Dankeschön, bei dem die Ehrenamtlichen einmal selbst bedient und unterhalten werden, am Sonntag, 3. September 2023 in der evangelischen Kirche Obermeiderich, Emilstraße 27 – 29, ausgesprochen. Gerne gesehen sind aber nicht nur die Engagierten aus evangelischen Krankenhäusern, Einrichtungen, Gemeinden oder Begegnungsstätten. Wer überlegt, einen Teil der eigenen freien Zeit für andere Menschen einzusetzen, ist ebenfalls herzlich eingeladen. Denn hier gibt es die beste Gelegenheit, sich mit anderen über das Ehrenamt auszutauschen. 

Der Danktag beginnt um 11 Uhr mit einem Gottesdienst, den Prädikant André Welters und Superintendent Dr. Christoph Urban gestalten. Der entspannte wird danach Nachmittag auf der Gemeindewiese mit Grillen, viel Gelegenheit zum Plaudern und Musik fortgesetzt. Wer beim Danktag Ehrenamt dabei sein möchte, meldet sich noch schnell an (0203 29513156 oder superintendentur.duisburg@ekir.de).  

Danktag 2022 - damals im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Meiderich (Foto: Katja Hüther). 


Pfarrer Blank am nächsten Freitag in der Duisburger Kircheneintrittsstelle
Immer freitags können Unsichere, Kirchennahe oder solche, die es werden möchten, in der Eintrittsstelle in der Salvatorkirche mit Pfarrerinnen, Pfarrern und Prädikanten ins Gespräch kommen und über die Kirchenaufnahme reden. Motive für den Kircheneintritt gibt es viele: Die Suche nach Gemeinschaft, Ordnung ins Leben bringen oder der Wunsch, Taufen, Hochzeiten, Bestattungen kirchlich zu gestalten.
Aufnahmegespräche führt das Präsenzteam in der Eintrittsstelle an der Salvatorkirche immer freitags von 14 bis 17 Uhr. Am Freitag, 1. September 2023 heißt Pfarrer Stephan Blank Menschen in der Südkapelle des Gotteshauses neben dem Rathaus herzlich willkommen. Infos zur Citykirche gibt es unter www.salvatorkirche.de


Pfarrer Sawatzki am Service-Telefon der evangelischen Kirche in Duisburg
„Zu welcher Gemeinde gehöre ich?“ oder „Wie kann ich in die Kirche eintreten?“ oder „Holt die Diakonie auch Möbel ab?“: Antworten auf Fragen dieser Art erhalten Anrufende beim kostenfreien Servicetelefon der evangelischen Kirche in Duisburg.

Es ist unter der Rufnummer 0800 / 12131213 auch immer montags von 18 bis 20 Uhr besetzt, und dann geben Pfarrerinnen und Pfarrer Antworten auf Fragen rund um die kirchliche Arbeit und haben als Seelsorgende ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte. Das Service-Telefon ist am Montag, 4. September 2023 von Dirk Sawatzki, Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Trinitatis (Buchholz, Wedau, Bissinheim), besetzt.   


Die Hochzeit zu Kana: Musikgottesdienst mit Kindermusical
Am Sonntag, 3. September 2023 um 11 Uhr gibt es in der Versöhnungskirche Großenbaum, Lauenburger Allee 23 einen besonderen Musikgottesdienst; der Kinderchor wird unter der Leitung von Kantorin Annette Erdmann (Foto Rolf Schotsch)  das Kindermusical „Die Hochzeit zu Kana“ aufführen. Mit Chorgesang, Sologesang, Theater und Tanz werden die Kinder das erste Wunder Jesu darstellen.

Groß und Klein sind herzlich eingeladen, diesen musikalischen Gottesdienst mitzufeiern. Nach dem Gottesdienst sind wieder die Cafeteria und der Weltladen im Gemeindehaus geöffnet. Infos zur Evangelischen Kirchengemeinde Großenbaum-Rahm gibt es im Netz unter www.ekgr.de.   

STATISTIK

Arztpraxen erzielten 2021 knapp 72 % ihrer Einnahmen aus Kassenabrechnung
• Einnahmenanteil aus Kassenabrechnung 2021: Arztpraxen 71,7 %, Zahnarztpraxen 52,7 %, psychotherapeutische Praxen 90,1 %
• Durchschnittliche Einnahmen der Arztpraxen bei 756 000 Euro, der Zahnarztpraxen bei 791 000 Euro und der psychotherapeutischen Praxen bei 127 000 Euro
• Rechnerisch arbeiten 9,8 Personen in Arztpraxen und Zahnarztpraxen, 1,8 in psychotherapeutischen Praxen

Die Arztpraxen in Deutschland haben im Jahr 2021 mit 71,7 % den überwiegenden Teil ihrer Einnahmen aus Kassenabrechnung erzielt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, resultierten 24,5 % der Einnahmen aus Privatabrechnung und 3,8 % aus sonstigen selbstständigen ärztlichen Tätigkeiten.

Zu den Arztpraxen zählen Einzelpraxen, fachgleiche sowie fachübergreifende Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) (=Gemeinschaftspraxen) und Medizinische Versorgungszentren (MVZ), ausgenommen sind Zahnarztpraxen und psychotherapeutische Praxen. Seit 2019, dem vorherigen Berichtsjahr der Erhebung, waren die Anteile der Einnahmen aus Kassenabrechnung (2019: 70,4 %), Privatabrechnung (26,1 %) sowie sonstigen selbstständigen ärztlichen Tätigkeiten (3,5 %) nahezu unverändert.



Woraus Deutschland seinen Strom erzeugt
Der Einsatz von Energieträgern zur Stromerzeugung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland deutlich gewandelt. Wie die Statista-Animation auf Basis von Daten der AG Energiebilanzen e. V. zeigt, werden heute rund ein Viertel des Stroms durch Erneuerbare Energien erzeugt. Damit sind Erneuerbare Energien heute der wichtigste Energieträger zur Stromerzeugung.

Im Jahr 1990 lagen die Erneuerbaren lediglich auf Position sechs – hinter Braunkohle, Kernenergie, Steinkohle, Gasen und Erdgas. Innerhalb der Erneuerbaren Energien ist die Wasserkraft der wichtigste Energieträger. Rund 40 Prozent der regenerativen Energien wird aus Wasserkraft erzeugt, wobei Windkraft seit 2020 auch bereits mehr als ein Viertel zu Erzeugung aus erneuerbaren Energien beiträgt. Im Zuge der Diskussionen um den Klimawandel findet bereits in vielen Ländern ein Umdenken im Bereich der Energiewirtschaft statt.


Ziel ist die Abkehr von fossilen Energiequellen, die lediglich begrenzt auf der Erde verfügbar sind. Erneuerbare Energien oder auch regenerative Energien hingegen sind Energieträger, die nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehen. Dazu zählen u.a. Bioenergie, Geothermie, Wasserkraft, Sonnen- und Windenergie. Hinweis zur Datenerhebung: Die Daten der AG Energiebilanzen berücksichtigen auch die Eigenstromerzeugung der Industrie, den sogenannten „Betrieben im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden“.


Diese Eigenerzeugung wird direkt in den Betrieben verbraucht und nicht in das öffentliche Netz eingespeist. Die Daten zu Nettostromerzeugung zur öffentlichen Stromversorgung des Fraunhofer Instituts für solare Energiesysteme ISE hingegen repräsentieren den Strommix, der tatsächlich zu Hause aus der Steckdose kommt und der im Haushalt verbraucht wird bzw. mit dem auch Elektrofahrzeuge öffentlich geladen werden. Hier ist der Anteil der Erneuerbaren Energien deutlich höher. Matthias Janson
Infografik: Woraus Deutschland seinen Strom erzeugt | Statista


LEGOs wachsendes Spielzeugimperium
Im Jahr 1932 gründete Godtfred Kirk Christiansen das Holzspielzeug-Unternehmen LEGO, 26 Jahre später meldete sein Sohn das Patent des LEGO-Steins wie wir ihn heute kennen an. 90 Jahre nach der Gründung ist LEGO nicht nur eines der beliebtesten Kinderspielzeuge überhaupt, sondern auch eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte. 2022 generierte das Unternehmen mit Sitz im dänischen Billund umgerechnet 9,3 Milliarden US-Dollar Umsatz und zwei Milliarden US-Dollar Gewinn - eine Steigerung von rund 10,7 Prozent gegenüber dem schon sehr starken Vorjahresergebnis. Und auch im Jahr 2023 ist LEGO auf Erfolgskurs: Der Unternehmensumsatz im ersten Halbjahr steht bei stabilen vier Milliarden US-Dollar bei um drei Prozent gestiegenen Verbraucherumsätzen.


Der Spielzeughersteller beschäftigt momentan über 27.000 Menschen und betreibt weltweit 988 eigene Stores – rund 84 davon wurden seit Dezember 2022 eröffnet. Ganze 40 Prozent aller LEGO-Stores sind in China zu finden - die Volksrepublik ist damit der größte Standort weltweit. Außerdem gibt es insgesamt vier LEGO-Freizeitparks. Aber das ist nicht alles, es gibt Filme, TV-Serien und Computerspiele mit LEGO-Figuren in der Hauptrolle. Schließlich haben viele popkulturelle Phänomene ihre eigenen LEGO-Sets - Beispiele hierfür sind Star Wars, die Simpsons oder Super Mario.


Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens schließt soziales und ökologisches Engagement nicht aus. Mittlerweile hat LEGO seinen ersten komplett aus recycelten Materialien hergestellten LEGO-Stein entwickelt und nutzt nun Papier- statt Plastiktüten für die Bausets. Außerdem setzt sich das Familienunternehmen für Kinder weltweit ein. Im Rahmen des UNICEF Global Covid-19 Response hat LEGO rund 235 Millionen US-Dollar gespendet, um bedürftigen Kindern und Familien zu helfen. Renè Bocksch

Infografik: LEGOs wachsendes Spielzeugimperium | StatistaInfografik: LEGOs Onlineshop toppt die Baby- und Spielwarenliste | Statista

LEGOs Onlineshop toppt die Baby- und Spielwarenliste
Wo kaufen die Deutschen Baby- und Spielwaren? Laut Daten der Statista Consumer Insights bevorzugt die Mehrheit der Befragten diese Produkte offline im Geschäft zu kaufen. Wer Spielzeug und Babyprodukte online kauft verlässt sich dabei vor allem auf bekannte Marken. Wie die Statista-Grafik zeigt, sind die Onlineshops der beiden Konkurrenten LEGO und Playmobil die bekanntesten im Spielwaren-Segment – 92 beziehungsweise 88 Prozent der Befragten haben angegeben diese Marken zu kennen.


Das dänische Unternehmen schneidet zudem auch im Beliebtheits-Ranking am besten ab. 63 Prozent der Umfrageteilnehmer:innen mögen den LEGO-Shop, Playmobil (46 Prozent) landet auf dem dritten Rang hinter Ravensburger (52 Prozent), einer weiteren deutschen Traditionsmarke. Die auf Babywaren spezialisierten Onlineshops wie baby-walz, BabyOne und JAKO-O sind indes weniger bekannt und beliebt. Das liegt unter anderem daran, dass den Befragten bei Produkten für Kleinkinder und Säuglinge Qualität und Nachhaltigkeit wichtige Kaufkriterien sind. Diese lassen sich beim Online-Shoppen kaum überprüfen.


Amazon dominiert den deutschen Online-Handel
Der Versandriese Amazon baut seine starke Position im deutschen Onlinehandel weiter aus. Wie die Statista-Grafik auf Basis von Daten des Handelsverbands Deutschlands zeigt, beträgt der Anteil an den Online-Einzelhandelsumsätzen im Jahr 2022 bereits 56 Prozent (Amazon Eigenhandel plus Marketplace). Das ist ein Plus von zwei Prozentpunkten gegenüber 2021 und ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vor-Corona-Niveau von 2019.

Der Anteil Amazons am Umsatz des gesamten deutschen Einzelhandels beträgt mittlerweile 7,5 Prozent. Gegenüber 2021 ist das ein leichter Rückgang von 0,4 Prozentpunkten. 2021 war der stationäre Einzelhandel durch Corona-Lockdowns geschwächt, 2022 war dagegen ein starkes Jahr für den Offline-Handel. Etwa die Hälfte der Waren, die Menschen bei Amazon kaufen, stammen nicht von Amazon selbst, sondern von kleineren Händlern. Die zahlen Amazon eine monatliche Gebühr dafür, dass sie den digitalen Marktplatz ("Marketplace") als Verkaufsplattform nutzen dürfen.

Dazu kommen Gebühren für das Abwickeln der Bestellung und Versandgebühren, von denen sich Amazon ebenfalls einen Teil einbehält. Marktbeobachter und ehemalige Mitarbeiter kritisieren, dass der Handelsriese seine Marktposition dazu ausnutzt, erfolgreich auf dem Marketplace agierende Händler zu verdrängen, indem das Unternehmen entsprechende Produkte ins eigene Sortiment aufnimmt, prominent bewirbt und hierdurch Wachstum generiert.


Die Deutschen sind bei der Bewertung der Stellung von Amazon im Einzelhandel gespalten: Im Rahmen einer Umfrage der Pepper Media Holding gaben knapp 44 Prozent der Befragten an, dass die Marktmacht von Amazon in Deutschland für bedenklich halten. Knapp 41 Prozent der Befragten hielten Amazons Marktmacht dagegen nicht für bedenklich. Besonders stark ist Amazon in den Bereichen Elektronik/Computer, Spielzeug/Baby/Sport/Freizeit und Bücher/Bürobedarf: hier liegen die Marktanteile im gesamten Einzelhandel im zweiten Halbjahr 2019 zwischen 14,7 und 24 Prozent.

Bei Produkten aus dem Segment Küche/Haushalt/Wohnen entscheidet sich immerhin noch knapp jeder neunte Bundesbürger für den Kauf bei Amazon. Matthias Janson
Infografik: Amazon dominiert den deutschen Online-Handel | Statista

Amazons Logistik-Netz
Der Online-Versandhändler Amazon hat zu Beginn dieser Woche ein neues Logistikzentrum im niedersächsischen Großenkneten eröffnet. Wie die Statista-Grafik veranschaulicht, deckt das Logistiknetz von Amazon heute weite Teile der Bundesrepublik ab. Weiße Flecken gibt es demnach nur noch im Nordosten Deutschlands. Das erste Logistikzentrum hat Amazon im Jahr 1999 in Bad Hersfeld in Hessen eröffnet, es folgten die Standorte Leipzig (2006), ein weiterer in Bad Hersfeld (2009) und im bayerischen Graben (2011).


Der Anteil Amazons an den Online-Einzelhandelsumsätzen beträgt im Jahr 2022 bereits 56 Prozent (Amazon Eigenhandel plus Marketplace). Das ist ein Plus von zwei Prozentpunkten gegenüber 2021 und ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Der Anteil Amazons am Umsatz des gesamten deutschen Einzelhandels beträgt mittlerweile 7,5 Prozent.
Infografik: Amazons Logistik-Netz | Statista
Die Deutschen sind bei der Bewertung der Stellung von Amazon im Einzelhandel gespalten: Im Rahmen einer Umfrage der Pepper Media Holding gaben knapp 44 Prozent der Befragten an, dass die Marktmacht von Amazon in Deutschland für bedenklich halten. Knapp 41 Prozent der Befragten hielten Amazons Marktmacht dagegen nicht für bedenklich. Die Umfrage stammt aus dem Jahr 2019. Möglicherweise sind die Bedenken gegenüber Amazon durch die Coronakrise und dem damit verbundenen Popularitätsschub für Warenbestellungen aus dem Internet gestiegen. Matthias Janson

Infografik: Die beliebtesten Onlineshops der Deutschen | Statista