'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    37.Kalenderwoche: 14. September
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Freitag, 15. September 2023

Earth Night: Städte in der Metropole Ruhr knipsen das Licht aus
Die mittlerweile vierte "Earth Night" findet am Freitag, 15. September, statt. Ab Einbruch der Dunkelheit – spätestens jedoch ab 22 Uhr – heißt es dann wieder: Licht aus für eine ganze Nacht. Auch in der Metropole Ruhr wollen viele Teilnehmer ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung setzen. Aktionen sind laut offizieller Veranstalterseite in Recklinghausen, Moers, Oberhausen, Hamm, Dortmund, Castrop-Rauxel, Hattingen und Bochum geplant.


So wird zum Beispiel die Stadt Recklinghausen in diesem Jahr die Außenbeleuchtung des Rathauses für eine Nacht abschalten. Die Stadt Moers nimmt erstmals an der "Earth Night" teil und knipst die Illuminierung des Geleuchts auf der Halde Rheinpreussen aus. In Oberhausen werden unter anderem der Gasometer, die Rathäuser, die Brücke Slinky Springs to Fame am Kaisergarten, die Fassadenbeleuchtung inklusive der Living Wall und der Solarpyramide der EVO-Hauptverwaltung, die Ludwiggalerie, das Gebäude des Vereins Kultur im Turm (kitev), das BERO-Einkaufszentrum und der Aquapark Oberhausen in der Nacht von Freitag auf Samstag dunkel bleiben.


Zum Hintergrund: Mit der "Earth Night" möchte die gemeinnützige Organisation "Paten der Nacht" ein Zeichen gegen die zunehmende Lichtverschmutzung setzen. Denn: Nach einer aktuellen Studie steigt die Lichtverschmutzung und damit die Aufhellung unserer Nächte durch Außenlicht weltweit um knapp zehn Prozent pro Jahr. In Europa sind es mehr als fünf Prozent. Letztlich sind aber fast alle Lebewesen auf dem Planeten essentiell auf ausreichend dunkle Nächte angewiesen.

Zu viel Licht zur falschen Zeit macht krank, dezimiert milliardenfach Insekten und Vögel, lässt nicht ausreichend erholsam schlafen, bringt ganze Ökosysteme zum Wanken. Neben Firmen, Organisationen, Behörden und Vereinen können sich auch Privatpersonen an der "Earth Night" beteiligen, ihr Außenlicht komplett für eine Nacht abstellen oder es reduzieren. idr - Weitere Infos unter https://www.earth-night.info/


Marathon-Pater besucht Abtei-Gymnasium und freut sich über 4125 Euro Spende
Schülerinnen und Schüler haben durch ihren Einsatz die Vital-Kinderlernküche unterstützt. Auch der Marathon-Pater leistete seinen sportlichen Beitrag. Neben dem Projekt LebensWert hat auch die Werkkiste einen Spendenscheck erhalten. Mehr...

Freuten sich über das Engagement der Schülerinnen und Schüler (von links): Christian Kosmider (Projekt LebensWert), Pater Tobias Breer (Projekt LebensWert), Katharina Goschnick (Lehrerin Abtei-Gymnasium), Lena Richter (Werkkiste), Norbert Geier (Werkkiste) und Bernhard Hinkes (Lehrer Abtei-Gymnasium). Foto: Daniel Elke / Projekt LebensWert




Weltkindertag: Freie Fahrt für Kinder mit der DVG  
Anlässlich des Weltkindertages am Mittwoch, 20. September, sind Fahrten mit Bus- und Bahnlinien der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) sowie NRW-weite Fahrten für Kinder bis zum Alter von 14 Jahren kostenfrei. Die freie Fahrt gilt auch am Sonntag, 17. September, im Duisburger Stadtgebiet. An dem Tag findet das Familienfest am Duisburger Innenhafen statt.  

Damit unterstützt das Verkehrsunternehmen die Aktion von UNICEF und dem Deutschen Kinderhilfswerk, die in diesem Jahr unter dem Motto „Jedes Kind braucht eine Zukunft!“ steht. Im gesamten Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) schließen sich die Verkehrsunternehmen der Aktion an. Kinder unter sechs Jahren müssen in Begleitung eines Erwachsenen fahren.  

Verkehrsinformationen zu Bus und Bahn gibt es im Internet unter www.dvg-duisburg.de, bei der DVG-Telefonhotline unter der Rufnummer 0203 60 44 555 und in der myDVG Bus&Bahn-App.


8. Duisburger Maker Day – Zuschauen und Ausprobieren
Die Stadtbibliothek und die Volkshochschule Duisburg laden am Samstag, 23. September, zwischen 11 und 15 Uhr zum inzwischen achten „Duisburger Maker Day“ ins Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 ein. Regionale Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Initiativen präsentieren publikumsnah ihre innovativen Projekte und Angebote und bieten Gelegenheit, in kleinen Workshops und Mitmachangeboten selbst Hand anzulegen und die eigenen Fertigkeiten zu entdecken.

Zum ersten Mal auf dem Maker Day zu Gast ist das Co-Creation Lab der Universität Duisburg-Essen, welches im Rahmen seines Workshops „3DDruck – Von der Idee zum Prototyp“ einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten der additiven Fertigung bietet. Teilnahmepremiere hat ebenfalls das Duisburger Zentrum für Brennstoffzellen-Technik GmbH mit der Vorstellung des „Open Fuel Cell Project“, einer auch mittels 3D-Druck hergestellten Brennstoffzelle für die Energiegewinnung nicht nur im privaten Bereich.

Das Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme wird seine Service-Roboter im Stadtfenster zum Einsatz bringen. Außerdem präsentiert das Institut zusammen mit der Hochschule Ruhr-West das vom Bundesforschungsministerium geförderte Projekt „Ruhrbots“. Die Justus-von-Liebig-Schule aus Hamborn ist von Beginn an Stammgast beim Duisburger Maker Day. Mit den Lego-EV3-Robotern und verschiedenen Exponaten aus dem Phänomexx-Schülerlabor bietet sie zwei aktive Mitmachangebote zum spielerischen Ausprobieren, Fernsteuern und Programmieren an.

Im VHS-Kurs Duisentrieb-Makerspace treffen sich regelmäßig vielseitig interessierte Tüftler, um gemeinsam anspruchsvolle digitale Projekte umzusetzen. In diesem Jahr präsentieren sie ein smartes Vogelfutterhäuschen, welches Daten über das landende Federvieh sammelt, diese an einen Projektserver sendet, wo die Daten ausgewertet werden und Auskunft geben sollen über die vorhandene Vogelpopulation. Duisentrieb e.V. wird beim Maker Day auch ein kleines Repaircafé eröffnen und Reparaturen an elektrischen Kleingeräten anbieten.

Das Motto lautet: „Reparieren statt wegwerfen!“
Während das Schulmedienzentrum der Duisburger Stadtbibliothek sein ausgebautes Maker-Angebot für Bildungseinrichtungen in Duisburg vorstellt, besteht die Möglichkeit im Rahmen zweier Workshops der Stadtbibliothek einen 3D-Druckführerschein zu erwerben. Zusammen mit einem Bibliotheksausweis berechtigt er zur eigenständigen Nutzung des 3DDruckers in der MachBar auf der dritten Etage der Zentralbibliothek.


Bei der Tüftel-Akademie können von besonders jungen Besuchern unter kundiger Anleitung lustige Wackelbots gebastelt werden. Dabei lernt man nicht nur wie ein Stromkreis funktioniert, sondern kann die Wackelbots mit Stoff- und Papier-Resten ganz nach der eigenen Fantasie dekorieren und anschließend mit nach Hause nehmen.

Nach dem großen Zuspruch beim Digitaltag Anfang Juni, präsentiert das Unternehmen Mithotronic erneut ihre selbstentwickelten und entworfenen Arcade-Retro-Spielkonsolen, die man mit ein wenig technischem Geschick auch selbst zu Hause nachbauen kann. Den positiven Einfluss erfolgreich umgesetzter Do-it-yourself-Projekte auf das Selbstwertgefühl von Jugendlichen wird ein Psychotherapeut in einem Kurzvortrag beleuchten.

Der achte Duisburger Maker Day ist auch in diesem Jahr fester Bestandteil im Programm der „Talenttage Ruhr“, die sich zum Ziel gesetzt haben, jungen Menschen berufliche Perspektiven in der Digitalwirtschaft aufzuzeigen. Passend dazu wird die Agentur für Arbeit Duisburg ihre digitalen Tools zur Berufsberatung vorstellen und dazu einladen, mit VR-Brillen Berufe virtuell zu erkunden. Der Eintritt zu diesem Aktionstag ist frei. Für die Teilnahme an den Workshops wird zudem um eine Anmeldung gebeten. Weitere Infos sind online abrufbar unter https://www.duisburg.de/makerday


Drohne der Feuerwehr Duisburg absolvierte Übungsflug
Die Feuerwehr Duisburg und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeiten seit 2018 gemeinsam an einem Forschungsprojekt, welches den feuerwehrtechnischen Einsatz sogenannter „Unmanned Aerial Vehicle“ (UAV) untersuchen und weiterentwickeln soll. Hierzu wird eine spezielle Drohne genutzt, die heute auf der Feuer- und Rettungswache 5 an der Rheindeichstraße in Duisburg-Homberg vorgestellt wurde.

Die Drohne ist aus Fiberglas und Kevlar mit einer Waben-Sandwich-Struktur gefertigt und hat eine Spannweite von 2,80 Meter. Mit ihren Rotorblättern erreicht die 7,4 Kilogramm schwere Drohne eine Fluggeschwindigkeit von rund 80 km/h. Lithium-Ionen-Batterien und weitere Module erlauben eine Flugdauer von bis zu 120 Minuten und eine Funkreichweite von 15 Kilometern. Mit Schnellverschlüssen zur einfachen Montage kann sie durch nur eine Person aufgebaut und gestartet werden.

Ende Juni wurde nun vom DLR ein Kamerasystem für die Feuerwehrdrohne entwickelt und bereitgestellt. Das Forschungsprojekt geht damit in eine entscheidende Phase. Die spezielle Kamera und die dafür entwickelte Software erlauben die georeferenzierte Darstellung aufgenommener Bilder in das Kartenmaterial des Einsatzleitrechners der Leitstelle und den Einsatzleitwagen. Die Bilder werden automatisch in ein Kartensystem übernommen und in der interaktiven Lagedarstellung angezeigt. Das Bildmaterial hilft die Einsatzstelle zu vermessen, die Erkundung zu beschleunigen und anrückende Kräfte taktisch richtig zu positionieren.

„Es ist beeindruckend, welcher Praxisnutzen sich mit solchen smarten Technologien im harten Feuerwehralltag erzielen lässt. Denken wir nur an so unübersichtliche Großlagen wie der Brand auf der Schrottinsel vor einigen Wochen. Ein kurzer Flug genügt und die Einsatzleitstelle kann sich ein Bild über die Lage verschaffen. Das zeigt mir, dass Digitalisierung in der gesamten Stadtverwaltung ihren Platz hat“, betont Stadtdirektor und Feuerwehrdezernent Martin Murrack.


„Dank des Technologie- und Wissenstransfers können unsere spezifischen Bedürfnisse berücksichtigt werden und in die Entwicklung mit einfließen. So wird es möglich, Informationen in Echtzeit bereitzustellen und die Sicherheit und Aufklärung bei Einsätzen weiter zu verbessern“, ergänzt Oliver Tittmann, Leiter der Feuerwehr Duisburg. Konzipiert wurde die Drohne von der Firma Quantum-Systems. Die Visualisierung von hochauflösenden Bilddaten der 50 Megapixel-Kamera wird mit dem System CommandX der Firma Eurocommand umgesetzt.


Diese Technik ermöglicht es, auf engstem Raum im Schwebeflug zu starten und auch zu landen. Im Gleitflug lassen sich so schnell große Distanzen überbrücken. Es werden im Rahmen des Projektes noch weitere Anpassungen und Verbesserungen am System vorgenommen. Zukünftig ist auch beabsichtigt, den Flugpark mit weiteren Drohnen zu ergänzen, um ein möglichst breites Einsatzspektrum abzudecken.

Das Projektteam der Feuerwehr Duisburg: v. l. – Nils Biebusch, Oliver Schuth, Projektleiter Jörg Helmrich und Marius Brückner. Schon gesehen? Ein Video zum Einsatz der Feuerwehrdrohne ist auch auf unseren Social Media-Kanälen wie zum Beispiel facebook.com/stadt.du und instagram.com/duisburg_de/zu sehen

 

Aurelis und Novitas BKK feiern Richtfest - Abschluss der Gesamtentwicklung im Quartier 1 in Sicht  
Ziemlich genau ein Jahr nach der Grundsteinlegung konnte das Immobilienunternehmen Aurelis Real Estate jetzt zum vorerst letzten Richtfest im Quartier 1 einladen: Der Bau für die Betriebskrankenkasse Novitas BKK läuft damit wie geplant. Oberbürgermeister Sören Link, Aurelis-CEO Joachim Wieland, Novitas-Vorstand Frank Brüggemann sowie der kaufmännische Niederlassungsleiter des ausführenden Bauunternehmens Hochtief Infrastructure, Oliver Krämer, zählten zu den mehr als 100 Gästen an der Wuhanstraße / Fort-Lauderdale-Weg.

„Ich freue mich, dass wir mit dem Richtfest heute die positive Entwicklung des Bürostandortes im Quartier 1 nahezu vollenden können“, resümierte Oberbürgermeister Sören Link Der Umzug der Duisburger Krankenkasse Novitas BKK vom Five Boats in der Schifferstraße ist für das vierte Quartal 2024 geplant. „Für unsere Kundinnen und Kunden sind wir künftig besser erreichbar“, freut sich der Novitas BKK-Vorstandsvorsitzende Frank Brüggemann, „und unsere Beschäftigten können hier unter optimalen Bedingungen arbeiten.“

Freie Flächen im Obergeschoss Ende 2021 hatte die Aurelis mit der Novitas BKK einen langfristigen Mietvertrag über 10.124 Quadratmeter sowie 135 Tiefgaragen-Stellplätze unterzeichnet und damit die größte Einzelvermietung des Jahres auf dem Duisburger Büromarkt erzielt. Die Novitas BKK nutzt damit 84 Prozent der Gesamtmietfläche. „Das sechste Obergeschoss mit einer Bürofläche von rund 1.500 Quadratmetern steht derzeit noch zur Verfügung“, informiert Aurelis-Projektleiterin Lydia Jordan.


Zur Ausstattung des Gebäudes gehört ebenfalls eine Tiefgarage mit 177 Stellplätzen sowie ein Fahrradraum mit Ladeplätzen. Mehr als 20 Prozent der PKW-Stellplätze werden für Elektroladestationen vorgerüstet. Die Aurelis strebt für das Objekt eine DGNB-Zertifizierung in Gold an. Aurelis und Hochtief arbeiten im Quartier 1 bereits am vierten Hochbauprojekt zusammen: Gemeinschaftlich wurden vorher die Hochschule für Polizei und Öffentliche Verwaltung (HSPV), der kürzlich übergebene Erweiterungsbau der HSPV und das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (LANUV) von den Partnern errichtet.

„Das gute Zusammenspiel der beiden Teams war ein wesentlicher Faktor dafür, dass wir bisher alle Bauvorhaben im vereinbarten Zeit- und Kostenrahmen realisieren konnten“, informierte Hochtief-Vertreter Oliver Krämer. Joachim Wieland hob in seiner Rede die Qualitäten des Standorts hervor: „Wir haben hier innerhalb von rund acht Jahren ca. 112.500 Quadratmeter Bürofläche entwickelt und vermarktet und insgesamt mehr als 350 Millionen Euro investiert.“


Mit der Übergabe des Gebäudes an die Novitas BKK werde Ende nächsten Jahres ein Stück Duisburger Stadtentwicklung beendet. „Aufgrund der guten Erfahrungen sind wir auch weiterhin am Ankauf von Gewerbeflächen mit Entwicklungspotenzial in Duisburg interessiert“, so Wieland weiter.  Derzeit baut Aurelis noch einen Unternehmerpark im linksrheinischen Duisburg-Homberg und plant einen weiteren Bauabschnitt an der Heerstraße in Duisburg-Hochfeld.  

Photovoltaik-Anlagen: Miet-Modelle werden oft zur Kostenfalle
Stromerzeugung auf dem eigenen Dach ist spätestens seit dem Beginn der Energiekrise in den Köpfen vieler Verbraucherinnen und Verbraucher ein Thema. Wer sich aber mit dem Gedanken befasst, einen Teil seines Strombedarfs selbst zu erzeugen, sollte sich umfassend und fachkundig beraten lassen. Und das nicht nur, was die technischen Komponenten und Notwendigkeiten angeht, sondern auch, wie sich eine solche Anlage wirtschaftlich realisieren lässt. Zahlreiche Anbieter locken mit vermeintlich attraktiven und kostenarmen Mietmodellen.


„Wer das Angebot aber über die gesamte Laufzeit genau betrachtet, wird möglicherweise feststellen, dass sich die Kosten einer Mietanlage nicht selten auf nahezu das Doppelte summieren, was die Anschaffung einer eigenen Anlage gekostet hätte“, sagt Christopher Locke, Photovoltaik-Experte und Energieberater bei den Stadtwerken Duisburg. Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher stellt die Anschaffung einer eigenen Anlage eine enorme finanzielle Belastung dar. Miet-Modelle suggerieren dann, eine lukrative Alternative zu sein.


„Bevor man sich auf ein Miet-Modell einlässt, lohnt sich eine genaue Betrachtung der günstigen Kredite der KfW-Bank, die Berechnung der weggefallenden Mehrwertsteuer auf PV-Installationen und die Vergütung für die Einspeisung von überschüssigem Strom. So werden die auf den ersten Blick hohen Anschaffungskosten deutlich abgefedert“, erklärt Christopher Locke.

Die Stadtwerke Duisburg sind als lokaler Energiedienstleister vor Ort der erste Ansprechpartner, wenn es um Fragen zum Thema Photovoltaik geht. Wie die optimal auf den eigenen Strombedarf abgestimmte Anlage aussieht, welche zusätzlichen Komponenten wie Speicher oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität sinnvoll sind und welche Fördermöglichkeiten es gibt, darüber informieren die Energieberaterinnen und Energieberater der Stadtwerke Duisburg.

Alle Informationen gibt es übersichtlich auf einer Internetseite zusammengestellt: https://www.stadtwerke-duisburg.de/privatkunden/themen/photovoltaik. Die Energieberater des lokalen Energiedienstleisters beantworten individuelle Fragen und unterstützen bei der Planung einer Photovoltaikanlage. Sie sind erreichbar unter Tel.: 0203 604 1111.  

Photovoltaik-Experte Christopher Locke ist Energieberater bei den Stadtwerken Duisburg und unterstützt Interessenten bei der Konzeption einer eigenen PV-Anlage. Quelle: Stadtwerke Duisburg
 

300 Spielplätze: Die App MEIN DUISBURG navigiert Familien direkt zum passenden Spielplatz  
Rund 300 Spielplätze betreiben die Wirtschaftsbetriebe in Duisburg: Das ist ein gewaltiges Angebot, von dem die meisten Familien nur einen Bruchteil kennen. Wer neue oder besondere Spielplätze entdecken will, findet in der MEIN DUISBURG-App jetzt die passende Funktion dazu: Über den neuen Spielplatzfinder lassen sich mit einer interaktiven Karte und individuellen Filteroptionen schnell und mühelos Spielplätze finden, die alle Bedürfnisse der Kleinsten erfüllen.  


Das breite Spielplatzangebot lässt sich nach unterschiedlichen Kriterien durchsuchen – ob für Kleinkinder, Jugendliche, barrierefrei oder mit integrativem Angebot, ob mit Schaukel, Rutsche oder Seilbahn, mit Skatepark, Streetball, Bolzplatz oder einfach nur in einem bestimmten Umkreis: Die Detailansicht bietet zu jedem Spielplatz Bilder für einen ersten Eindruck sowie eine Kurzbeschreibung. Die Favoriten lassen sich speichern, auf Wunsch zeigt die App per Navigationsfunktion sogar den schnellsten Weg zum ausgewählten Spielplatz.  

Spielplatzfinder: Mit der MEIN DUISBURG APP können Familien ab sofort alle Spielplätze in Duisburg finden. Quelle: DVV    

Der Spielplatzfinder ist in enger Zusammenarbeit zwischen den Wirtschaftsbetrieben Duisburg und der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV) entstanden:

Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg sind Eigentümer der städtischen Spielplätze und für deren Pflege und Unterhaltung zuständig, ihre Spielplatzkontrolleure und Reinigungsteams sorgen für die Sicherheit und Sauberkeit auf den rund 300 Spielplätzen in Duisburg.

Der DVV-Konzern, zu dem auch die Stadtwerke und die DVG gehören, ist Entwickler und Betreiber der App, die mit ihren vielfältigen Funktionen den Duisburgerinnen und Duisburgern den Alltag erleichtern soll.  


Die App MEIN DUISBURG steht im Google-Playstore und im App-Store zum kostenlosen Download bereit. Sie ist der ideale Begleiter durch Duisburg und wird kontinuierlich mit weiteren Inhalten und Angeboten gefüllt. Seit dem Start im April 2022 haben bereits über 40.000 Nutzerinnen und Nutzer die App auf ihrem Smartphone installiert. Sollten neue Funktionen nicht sofort auffindbar sein, sind womöglich die automatischen Updates deaktiviert. Die neue Version lässt sich dann manuell über die App-Stores aktualisieren.    


Zum Logistikmeister weiterbilden: Neuer IHK-Praxisstudiengang beginnt im November
Immer mehr Betriebe suchen nach Meistern, Fachwirten oder Fachkaufleuten, die sich engagiert einbringen. Eine Weiterbildung lohnt sich also für alle, die ihre Karriere vorantreiben möchten. Die Niederrheinische IHK hat deswegen das Angebot der Höheren Berufsbildung ausgebaut. Im November startet der IHK-Praxisstudiengang „Geprüfte Logistikmeister/in“. Der IHK-Abschluss entspricht nach EU-Vorgaben dem Bachelorniveau und richtet sich an berufserfahrene Fachkräfte aus der Logistikbranche.  

Bessere Chancen am Arbeitsmarkt Logistikmeister planen, steuern und überwachen Waren- und Materialflüsse von der Güterannahme bis zum Versand. In den Bereichen Personal- und Betriebsmanagement von Verkehrs- und Transportunternehmen oder in der Logistik von Unternehmen anderer Wirtschaftszweige ist ihre Kenntnis gefragt. Dort können sie verschiedene Führungspositionen übernehmen.  


Das Praxisstudium findet berufsbegleitend statt. Gleichzeitig bereiten sich die Teilnehmer auf die Ausbildereignungsprüfung vor. Zweieinhalb Jahre lang ist jeweils dienstags und donnerstags von 18 bis 21:15 Uhr sowie alle zwei Wochen samstags von 9 bis 14 Uhr Unterricht. Über das Aufstiegs-BAföG können Teilnehmer einkommens- und altersunabhängige Fördermittel beantragen.    Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten der Niederrheinischen IHK. Dort können sich die Teilnehmer auch anmelden. Ansprechpartnerin Johanna Siebers beantwortet offene Fragen: 0203 2821-288, siebers@niederrhein.ihk.de.    

 

Berufsstart: Trotz Volljährigkeit mitversichert
Junge Erwachsene sind während Ausbildung, Studium und Freiwilligendiensten oft bei Eltern mitversichert Die Schulzeit ist vorbei, die Frage Lehre oder Studium entschieden. Wenn das Ausbildungsjahr oder das Wintersemester beginnt, ist für viele junge Leute der Zeitpunkt gekommen, sich auf eigene Füße zu stellen und auszuziehen. Muss man sich jetzt auch selbst versichern?  Wie die HUK-COBURG mitteilt, sind volljährige, unverheiratete Kinder in der Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung während der Ausbildung bei ihren Eltern kostenlos mitversichert.

Vor Krankheit ist man auch im Auslandssemester nicht gefeit. HUK-COBURG

An der Mitversicherung ändert auch ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder ein Bundesfreiwilligenjahr nichts. Unerheblich ist zudem, ob die Dienste direkt nach dem Schulabschluss, während oder direkt nach der Ausbildung absolviert werden. In der Haftpflichtversicherung sind zusätzlich der Freiwillige Wehrdienst und ein bis zu zwei Jahre dauerndes Work- & Travel-Programm bzw. eine ebenso lange Au-pair-Tätigkeit miteingeschlossen.

- Natürlich dürfen die Mitversicherten in dieser Zeit kein eigenes Einkommen haben: Bafög, Lehrlingsgehalt oder der typische Studentenjob, um ein bisschen Taschengeld dazu zu verdienen, spielen keine Rolle. Auch die typische Studentenbude ist durch die Hausratversicherung der Eltern mitversichert. Und selbst wenn sich jemand nach Abschluss der Ausbildung auf eigene Füße stellt und eine eigene Wohnung einrichtet, besteht die kostenlose Mitversicherung noch ein Jahr weiter.

Ereignet sich während der Mitversicherungszeit allerdings ein Schaden, ist die Entschädigung auf einen gewissen Prozentsatz der Versicherungssumme begrenzt. Ausland inklusive Ein Auslandssemester ist heute eher die Regel als die Ausnahme: Das wissen Versicherungen und bieten darum in der Hausrat- ebenso wie in der Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung weltweiten Schutz. Dauert der Auslandsaufenthalt jedoch länger als ein halbes Jahr, sollte man zuvor mit seiner Versicherung reden. 

Ein wichtiges Thema beim Auslandssemester ist die Krankenversicherung. Gesetzlich krankenversicherte Studierende sind bis zum 25. Lebensjahr bei ihren Eltern mitversichert und haben im Gastland Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen. Oft weicht der Leistungskatalog dort aber stark vom deutschen ab und bietet nicht den gewohnten Standard. Fast immer müssen Zuzahlungen geleistet werden. Außerdem greift der Schutz nur in Staaten, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat.

Wer in den USA oder Australien studieren will, muss sich selbst versichern. Viele private Krankenversicherungen bieten für einen vorübergehenden Auslandsaufenthalt – wie einem Auslandssemester – Schutz im Rahmen einer Auslandsreisekrankenversicherung. Mit dieser Police im Gepäck geht man im Ausland als Privatpatient zum Arzt oder ins Krankenhaus, Eigenanteile werden zurückerstattet und sollte ein Krankenrücktransport nötig werden, ist er miteingeschlossen. Eine Leistung, die keine gesetzliche Krankenkasse übernimmt, die aber schnell etliche tausend Euro kosten kann. 


MSV Duisburg – SC Verl: DVG setzt zusätzliche Busse ein  
Für Gäste des Fußballspiels MSV Duisburg gegen den SC Verl am Freitag, 15. September, um 19 Uhr in der Schauinsland-Reisen Arena, setzt die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) die Sportlinie 945 ein.  


Abfahrtszeiten Buslinie 945 Richtung MSV Arena  
-  ab „Salmstraße“ (Meiderich) Abfahrt um 17.06, 17.16, 17.26 Uhr
- ab „Bergstraße“ um 17.11, 17.21 und 17.31 Uhr
- ab „Meiderich Bahnhof“ ab 17.15 bis 17.40 Uhr alle fünf Minuten
- ab „Großenbaum Bahnhof Ost“ um 17.50 und 18.05 Uhr
- ab „Betriebshof am Unkelstein“ ab 16.58 bis 17.23 Uhr alle fünf Minuten
- ab „Duisburg Hauptbahnhof“ (Verknüpfungshalle) ab 17.15 bis 18.35 Uhr alle fünf Minuten
- ab „Businesspark Nord“ (Asterlagen) um 17.33 Uhr  

Nach Spielende stehen am Stadion Busse für die Rückfahrt bereit. Gäste des Fußballspieles, die eine Tageseintrittskarte im Vorverkauf erworben haben oder eine Dauerkarte besitzen, können kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel für die Hin- und Rückfahrt benutzen. Für die Gäste, die sich an der Stadionkasse ihre Eintrittskarte kaufen, ist die Rückfahrt mit Bus und Bahn kostenlos.


Ticket-Sonderkontrolle: 160 Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein  

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) geht weiter gegen das Fahren ohne Ticket in ihren Bussen und Bahnen vor. Zusätzlich zu den täglich stattfindenden Überprüfungen setzt die DVG gemeinsam mit der Polizei Duisburg auf Schwerpunktkontrollen. Dabei werden über mehrere Stunden konsequent alle Fahrgäste daraufhin überprüft, ob sie mit einem gültigen Ticket unterwegs sind.  

Eine solche mehrstündige Kontrolle fand am Mittwoch, 13. September, an der Haltestelle „Meiderich Bahnhof“ in Duisburg-Meiderich statt. Das Prüfpersonal der DVG kontrollierte mit Unterstützung der Polizei insgesamt 8.536 Fahrgäste.

160 Fahrgäste wurden ohne gültiges Ticket angetroffen.  
Fahren ohne Ticket ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Fahrgäste, die wiederholt ohne gültigen Fahrschein angetroffen werden, erhalten daher eine Strafanzeige. Die Zahlung des erhöhten Beförderungsentgeltes (EBE) in Höhe von 60 Euro führt dabei nicht zu einer Entlastung. Als Wiederholungstäter gelten diejenigen, die zweimal ohne gültiges Ticket in Bussen und Bahnen angetroffen wurden.      



Konzert in der VHS: Ensemble tangoX
Mit seiner neuen CD „Borrasca“ begibt sich das Ensemble tangoX auf die Spuren der Legende Piazzolla und zeigt mit Interpretationen voll Spannung und Witz, wie gut Tango und Jazz miteinander korrespondieren. Live zu erleben am Freitag, 15. September, von 19.30 bis 21 Uhr in der VHS im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte „Borrasca“ – das ist eine Hommage an Piazzolla, mit Kompositionen aus den unterschiedlichen Schaffensphasen dieses außergewöhnlichen Musikers, gemischt mit traditionellen Tangos und Eigenkompositionen der Band.

tangoX - mit Johanna Schmidt (Violine), Bart Rademakers (Klavier), Stefan Berger (Kontrabass) und Stefan Kremer (Schlagzeug) - begeistert das Publikum seit vielen Jahren, kurz: ihre dynamische Performance ist ein ganz besonderes Erlebnis (www.tangox.de). Das Teilnahmeentgelt beträgt zehn Euro, eine vorherige Anmeldung unter www.vhs-duisburg.de ist erforderlich.

Gemeinsam Kunst, Geschichte und Kultur erleben 
Evangelische Gemeinden aus Neudorf und Hochfeld bieten gemeinsame Veranstaltungs-Reihe mit Vorträgen und Exkursionen an  Unter dem Titel "Wir gehen in die Welt und die Welt kommt zu uns" hat ein Team von Ehrenamtlichen für die Evangelischen Kirchengemeinden Hochfeld, Neudorf-Ost und Neudorf-West einen Kanon von sieben Veranstaltungen zusammengestellt, die viele Themen und Interessen abdecken und vielfach über Gemeindegrenzen hinausführen.

Das Konzept: Alle zwei Monate gibt es entweder eine Exkursion zu spannenden Zielen in der Umgebung von Duisburg oder aber einen spannenden Vortrag im Neudorfer Gemeindezentrum an der Wildstraße 31. Den Auftakt macht eine Besichtigung der drei kleinen romanischen Kirchen in Mündelheim, Wittlaer und Kalkum am Sonntag 24. September. Treffpunkt ist um 14 Uhr die Wildstr. 31, um dann mit Pkw-Fahrgemeinschaften zunächst nach Mündelheim zu fahren und dort die Kirche St. Dionysius zu besichtigen.


Volker Nies, Kirchenmusiker aus Neudorf-West und Mitinitiator dieser Reihe, wird zur Geschichte und zur Architektur dieses Gotteshauses und der beiden anderen berichten. Die Kirchen stammen aus dem 12. bis 13. Jahrhundert und sind - jede für sich – einzigartig schöne und ursprüngliche Gebäude. Zur Planung ist eine vorherige Anmeldung nötig: bei volker.nies@ekir.de. Die Veranstaltung ist kostenlos, man darf aber gerne etwas „in den Hut legen“.


Das nächste Angebot: Im November gibt es einen gemeinsamen Besuch im Museum DKM mit Ruth Hetkamp, wo sie Bilder des japanischen Künstlers Wakanabe Sadao zeigen und erläutern wird. Ruth Hetkamp, die 1960 in Tokio die japanische Version der Telefonseelsorge gründete, schenkte im letzten Jahr der Stiftung DKM ausdrucksstarke Werke des Künstlers Watanabe Sadao, die sie bei ihrem Japaneinsatz kennenlernte. Ruth Hetkamp wird daher sowohl von den  Kunstwerken, aber auch von ihrer spannenden Arbeit in Japan berichten.


Im nächsten Jahr geht es im Januar mit einem Vortrag von Erika Youssef weiter. Sie wird unter dem Titel „Vom Ruhrpott bis zum Orient“ von ihrer Zeit in Ägypten erzählen und aus ihrem Buch lesen. Ein Flyer beschreibt diese und alle weiteren geplanten Veranstaltungen, die Datei kann u.a. auch auf der Homepage neudorf-west.ekir.de heruntergeladen werden.

Kalkumer Kirche zeigt (Foto: Volker Nies) 



STATISTIK


Zahl der Hochschulabschlüsse 2022 um 2 % gesunken
Absolventenzahl wieder auf dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019
Im Prüfungsjahr 2022 (Wintersemester 2021/2022 und Sommersemester 2022) haben rund 506 000 Studierende und Promovierende einen Abschluss an einer deutschen Hochschule erworben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 2 % weniger als im Prüfungsjahr 2021 (518 000). Damit erreichte die Absolventenzahl wieder das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 (508 000). Pandemiebedingt waren im Jahr 2020 zahlreiche Prüfungen in Folgesemester verschoben worden. Dadurch war es im Jahr 2021 zu Nachholeffekten gekommen.




Bus, Bahn, Auto: Welche Verkehrsmittel werden besonders häufig genutzt?
2023 entfallen voraussichtlich 78,5 Prozent der in Deutschland angefallenen Personenkilometer auf Individualverkehr mit dem Auto. Trotz Bemühungen, den öffentlichen Personenverkehr durch Angebote wie das 49-Euro-Ticket attraktiver zu machen, wird der Anteil des Schienenverkehrs gemessen an der Verkehrsleistung laut Prognosen einer Intraplan-Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr dieses Jahr nur knapp zehn Prozent betragen.

Die Dominanz des Autos bröckelt, wenn überhaupt, nur äußerst langsam, wie unsere Grafik zeigt. 2013 lag der Anteil der Auto-Personenkilometer an der gesamten jährlichen Verkehrsleistung noch bei 80,5 Prozent, auf die Bahn im Nah- und Fernverkehr entfielen 7,8 Prozent. Straßenpersonenverkehr, zu dem in dieser Definition auch auch U- und Straßenbahnen zählen, hatte einen Personenkilometeranteil von 6,7 Prozent. 2018, zwei Jahre vor Ausbruch der Coronapandemie, war der Flugverkehr auf dem besten Weg, Busse und Straßenbahnen hinsichtlich der Personenkilometer zu überholen.


Auch 2023 soll der Anteil an Flügen im Vergleich zu 2013 steigen, während die Nutzung von Angeboten des öffentlichen Straßenpersonenverkehrs zurückgehen dürfte. Insgesamt sollen im laufenden Jahr 1,1 Billionen Personenkilometer anfallen, 884 Milliarden davon im Individualverkehr. Betrachtet man den Nah- und Fernverkehr gesondert, fällt auf, dass die Langstrecke auf der Schiene oder im Linienbetrieb deutlich weniger relevant ist als kurze Reisen. Insgesamt sollen 2023 181 Milliarden Personenkilometer mit Bus und Bahn zurückgelegt werden. Lediglich ein knappes Drittel davon entfällt auf Fernverbindungen beispielsweise mit IC-, EC- oder ICE-Zügen der Deutschen Bahn. Florian Zandt
Infografik: Bus, Bahn, Auto: Welche Verkehrsmittel werden im Personenverkehr besonders häufig genutzt? | Statista


8 Prozent der Deutschlandticket-Käufer:innen sind neu im ÖPNV
Elf Millionen Mal hat sich das Deutschlandticket laut Angaben des Branchenverbands Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zwischen seinem offiziellen Start am 1. Mai 2023 und Mitte Juni verkauft. Das Angebot soll einen weiteren Anreiz zum Umstieg auf den ÖPNV bieten, wird aber vor allem von denjenigen genutzt, die sich ohnehin bereits im öffentlichen Nahverkehr bewegen. Den VDV-Zahlen zufolge sollen 46 Prozent der genutzten Deutschlandtickets auf Umwandlungen von beziehungsweise Umstieg aus bestehenden Abos entfallen. Weitere 44 Prozent der Nutzer:innen hätten den ÖPNV bereits mit Einzel- oder außerhalb von Abos erworbenen Monatskarten genutzt. Acht Prozent der Käufer:innen haben bislang kaum oder gar nicht ÖPNV-Angebote genutzt.



Für Bundesverkehrsminister Volker Wissing ist das Deutschlandticket trotzdem ein Erfolg. gegenüber der ARD sprach er am 21. Mai von einem "regelrechten Run" auf das Ticket, zwei Millionen Neuabos seien zwischen dem 1. Mai und dem Interviewzeitpunkt bereits abgeschlossen worden. Das für 49 Euro erhältliche Ticket steht allerdings auch aus zahlreichen Lagern in der Kritik. So sei der Preis gerade für finanziell weniger gut gestellte Deutsche kaum erschwinglich. Der Vorgänger, das 9-Euro-Ticket, sei im Juni, Juli und August laut VDV etwa 52 Millionen Mal verkauft worden.


Weiterhin stelle die digital-first-Strategie bei der Ausstellung der Tickets eine Barriere für Bürger:innen ohne entsprechende Endgeräte beziehungsweise adäquate Nutzungskompetenz dar. Dem will das VDV mit der Ausgabe von bis zu 30 Millionen Chipkarten entgegenwirken. Aktueller Auswertungen zufolge haben 37 Prozent der Käufer:innen ihr Ticket auf einer Chipkarte erworben, 49 Prozent besitzen das Deutschlandticket rein digital. Florian Zandt

Infografik: 8 Prozent der Deutschlandticket-Käufer:innen sind neu im ÖPNV | Statista

So unpünktlich ist die Deutsche Bahn
Die Deutsche Bahn war 2022 so unpünktlich wie noch nie. Nur etwa 65,2 Prozent der Züge im Fernverkehr waren im vergangenen Jahr pünktlich – zehn Prozentpunkte mehr weniger als im Vorjahr. Gegenüber der Bestmarke im Jahr 2020 (81,8 Prozent) liegt der Unterschied sogar bei rund 16 Prozentpunkten, wie die Statista-Grafik auf Basis des Geschäftsberichtes zeigt. Als pünktlich definiert die Bahn dabei alle Züge, die weniger als sechs Minuten nach der angekündigten Zeit ankommen.


Mit vermehrten Zugverspätungen vergrößert sich auch der Unmut der Bahnreisenden: nur noch etwa 74,8 Prozent der Kund:innen im Fernverkehr waren zufrieden mit der Dienstleistung. Wirtschaftlich befindet sich die Deutsche Bahn im Aufschwung. Der Fernverkehr verzeichnete zuletzt ein um etwa 40 Prozent höheres Passagieraufkommen und der operative Gewinn des Unternehmens liegt bei rund 1,3 Milliarden Euro. Die erhöhte Nachfrage ist dabei Fluch und Segen, denn je mehr Menschen mit der Bahn fahren, desto häufiger kommt es zu Verspätungen - das Schienennetz ist bereits ausgelastet. Als Gründe für die Unpünktlichkeit verweist das Unternehmen abermals auf Investitionsrückstände im Ausbau der Infrastruktur, Fahrzeugverfügbarkeit und Personalmangel. Renè Bocksch
Infografik: So unpünktlich ist die Deutsche Bahn | Statista

AUTOS & ÖPNV: Je kleiner, desto Auto

61 Prozent der für die Statista Consumer Insights befragten Menschen in Deutschland sagen, dass ihnen ein eigenes Auto wichtig ist. Dass der eigene vierrädrige Untersatz hohe Priorität genießt, hat vielleicht auch mit einem weiteren Umfrageergebnis zu tun: nur ein Drittel der Befragten schätzt den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der eigenen Gegend als gut ein.

Dabei verschlechtert sich die Qualität des ÖPNV mit abnehmender Wohnortgröße, wie der Blick auf die Grafik zeigt. Andersherum ist diese Entwicklung ebenfalls zu beobachten. So ist ein eigener PKW nur etwa der Hälfte der Befragten aus Millionenstädten wie Hamburg und Berlin wichtig. Allerdings halten selbst hier immer noch weniger als zwei Drittel den örtlichen ÖPNV für gut. Mathias Brandt
 
Infografik: Mehrheit pendelt mit dem Auto | Statista

PENDELVERKEHR IM ÖPNV: Südkorea, Land der Bus- und Bahnpendler:innen
41 Prozent der im Rahmen der Statista Consumer Insights befragten südkoreanischen Pendler:innen nutzen für ihren Weg zur Arbeits- oder Bildungsstätte Bus oder Bahn. Damit liegt das asiatische Land deutlich vor den drei Mitgliedern des DACH-Raums, wie unsere Grafik zeigt. Während sich Österreich und die Schweiz mit 34 Prozent den dritten Platz hinter Südkorea und Polen (39 Prozent) teilen, liegt Deutschland bei den insgesamt 21 untersuchten Ländern mit 27 Prozent ÖPNV-Nutzung für die tägliche Pendelstrecke lediglich im Mittelfeld.


Auch Japan, das in der öffentlichen Wahrnehmung für sein effizientes Schienennetz bekannt ist, landet mit 30 Prozent Bus- und Bahnpendler:innenanteil auf den mittleren Rängen hinter europäischen Ländern wie Schweden oder Spanien. Besonders irrelevant ist der ÖPNV im Pendelkontext in den USA (13 Prozent), Südafrika (17 Prozent) und den Niederlanden (19 Prozent). Die Erklärungen dafür sind unterschiedlich. In den Vereinigten Staaten, denen abseits von Metropolen wie Los Angeles oder New York die nötige Infrastruktur für zuverlässigen Pendelverkehr mit Bus oder Bahn fehlt, nutzen 73 Prozent der befragten Pendler:innen das eigene oder ein im Haushalt befindliches Auto für den Weg ins Büro, zur Schule oder in die Universität.


In den Niederlanden hingegen hat das eigene Fahrrad eine höhere Relevanz. 35 Prozent der Umfrageteilnehmer:innen geben an, zweirädrig zu pendeln. Was allerdings alle Länder, in denen die Umfrage durchgeführt wurde, eint: Das Auto ist mit Werten zwischen 41 (Japan) und 73 Prozent (USA) das meist genutzte Transportmittel im Pendelverkehr. Florian Zandt

Infografik: Südkorea, Land der Bus- und Bahnpendler:innen | Statista

Wie würde Bayern am nächsten Sonntag wählen?

Am 8. Oktober wählt die bayerische Bevölkerung ihren nächsten Landtag. Stand jetzt ist es wahrscheinlich, dass die beiden Mitte-Rechts-Parteien CSU und die Freien Wähler erneut die Regierung stellen werden. Trotz des Skandals um Hubert Aiwanger und die angebliche Verteilung eines antisemitischen Flugblatts zu Schulzeiten erreicht seine Partei in aktuellen Umfragen Werte, die sie sonst nur in Aiwangers Heimatbezirk erzielen konnte. Wie die Grafik auf Basis einer Auswertung von Wahlumfragen durch PolitPro zeigt, liegen die Freien Wähler aktuell mit 17 Prozent vor den Grünen (15 Prozent) und der AfD (13 Prozent). Markus Söders CSU könnte ihr Tief von 2018 noch unterlaufen.


Ihren bisherigen Tiefststand mit 27,4 Prozent hatte die Partei bei der Landtagswahl 1950. Die Parteien der Bundesregierung kommen momentan zusammen auf 27 Prozent, was vor allem der FDP Sorgen bereiten dürfte: Mit Werten zwischen drei und vier Prozent in den aktuellsten Umfragen könnte die Partei den bayerischen Landtag nach nur einer Legislaturperiode wieder verlassen müssen. Während die AfD auf Bundesebene momentan Umfragewerte zwischen 21 und 23 Prozent aufweisen kann und damit zweitstärkste Partei hinter den Unionsparteien ist, spielt sie in Bayern eine deutlich geringere Rolle. Besonders stark ist die rechte Partei in den östlichen Bundesländern mit Ausnahme von Berlin. In Thüringen lag die AfD mit ihrem als rechtsextrem geltenden Landeschef Björn Höcke im Juni 2023 beispielsweise bei rund 28 Prozent. Florian Zandt

Infografik: Wie würde Bayern am nächsten Sonntag wählen? | Statista

Wo die Freien Wähler in Bayern am stärksten sind
Bei der bayerischen Landtagswahl 2018 etablierten sich die Freien Wähler um Parteivorsitzenden Hubert Aiwanger als Königsmacher für Markus Söders CSU, die bei der Wahl das zweitschlechteste Ergebnis in der Geschichte hinnehmen musste. Diese Rolle dürfte Aiwangers Partei auch bei der nächsten Bayernwahl am 8. Oktober 2023 wieder übernehmen, aktuelle Prognosen sehen die Freien Wähler zwischen 16 und 17 Prozent. Besonders erfolgreich dürfte die Partei in einem Regierungsbezirk sein, zumindest wenn sie die Ergebnisse von 2018 wiederholen kann.


Bei der bislang letzten Bayernwahl hatten die Freien Wähler in Niederbayern laut Bayerischem Landesamt für Statistik einen Stimmenanteil von knapp 18 Prozent, gefolgt von der Oberpfalz und Schwaben mit jeweils rund 14 Prozent. In Franken und Oberbayern ist Aiwangers Partei für Wähler:innen weniger relevant. Ihr Erfolg in Niederbayern lässt sich leicht erklären: Der in Ergoldsbach im Kreis Landshut geborene Hubert Aiwanger war vor seiner Tätigkeit als stellvertretender bayerischer Ministerpräsident Ortsvorsitzender von Rottenburg an der Laaber, Kreisvorsitzender in Landshut und Bezirksvorsitzender Niederbayerns.

Auch heute noch ist Aiwanger Stadtrat in Rottenburg. Obwohl der Aufstieg der Freien Wähler als bayerisches Phänomen gilt, ist die Partei deutschlandweit aktiv. Zu den mitgliederreichsten Landesvereinigungen gehören Hessen, Nordhrein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Letzteres Bundesland ist neben Bayern auch das einzige, in dem die Freien Wähler im entsprechenden Landesparlament vertreten sind.
Infografik: Wo die Freien Wähler in Bayern am stärksten sind | Statista

Der Osten ist dunkelblau
In einer ersten Version waren die Wahljahre nicht korrekt zugeordnet. Sollten Ihnen dieser Fehler noch angezeigt werden, bitten wir Sie, Ihren Cache zu leeren oder die Seite mit strg + f5 neu zu laden. Nachdem sich in Thüringen erstmals ein AfD-Kandidat bei einer Landratswahl durchgesetzt hat, ist in den Medien aktuell viel von einer drohenden blauen Welle die Rede. Und tatsächlich, sollte es nicht zu einer Trendumkehr kommen, könnte es bereits im kommenden Jahr auf zu einer politischen Verschiebung nach Rechtsaußen kommen.

In Thüringen wird am 1. September 2024 ein neuer Landtag gewählt. Die Alternative für Deutschland liegt hier in der aktuellsten Sonntagsfrage mit 28 Prozent auf Platz eins - ausgerechnet in dem Bundesland, wo die Partei als vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird. Am selben Tag wird auch in Sachsen gewählt. Und auch dort kommen die Blauen auf 28 Prozent. Drei Wochen später sind die Brandenburger:innen aufgerufen, ein neues Landesparlament zu wählen - die AfD kommt hier aktuell auf 24 Prozent. Aber auch im Westen könnte die - im Verfassungsschutzbericht 2022 erstmals bundesweit als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestufte -Partei Boden gutmachen. Das gilt besonders für den Süden, wo die AfD laut Wahlkreisprognose in vielen Regionen bereits auf dem zweiten Platz liegt. Mathias Brandt
Infografik: Der Osten ist dunkelblau | Statista