'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    44.Kalenderwoche: 1. November
BaustellenDVG-UmleitungBahn-VRR


Donnerstag, 2. November 2023

DVG zieht Bilanz nach Angriffen auf Busse und Bahnen - Videomaterial gesichert
Gleich mehrfach wurden am Dienstag, 31. Oktober, Busse und Bahnen der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) attackiert. Jugendliche bewarfen die Fahrzeuge mit Eiern, traten die Türen an den fahrenden Bahnen auf und leiteten durch diese gefährlichen Eingriffe in den Schienenverkehr Notbremsungen ein.


Betroffen war vor allem die Linie 903 in Duisburg-Hochfeld.   Durch die Angriffe hat es an mehreren Bussen und Bahnen erhebliche Schäden wie Glasbruch oder starke Verunreinigung gegeben, sodass die Fahrzeuge aktuell nicht im Linienverkehr eingesetzt werden können. Zudem hatten Jugendliche die Bus- und Bahnhaltestelle „Pauluskirche“ in Duisburg-Hochfeld zerstört.  


 „Von einem Halloween-Streich kann hier keine Rede sein. Abgesehen vom finanziellen Schaden, sind das Angriffe auf unsere Fahrgäste, unser Fahrpersonal und unsere Fahrzeuge, die wir in keiner Weise tolerieren. Der Schutz und die Sicherheit unserer Fahrgäste sowie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen ganz klar im Vordergrund“, betont Pierre Hilbig, Leiter Betriebsmanagement bei der DVG.


Die DVG geht konsequent gegen Gefährdungen aller Art vor und macht dabei von ihren juristischen Rechten Gebrauch. Die DVG hat die Vorfälle dokumentiert, Videomaterial gesichert und bei den zuständigen Ermittlungsbehörden Strafanzeigen gestellt.  


Die DVG leitete die Linie 903 am frühen Abend zunächst über die Düsseldorfer Straße um, entschied sich nach weiteren Angriffen dann aber dazu, die Linie ab der Haltestelle „Platanenhof“ nur noch in Richtung Duisburger Norden fahren zu lassen. Auch auf anderen Linien kam es durch die Angriffe zu Einschränkungen und Verspätungen. So musste beispielsweise der Nachtexpressbus 6 (NE6) ebenfalls umgeleitet werden, sodass mehrere Haltestellen in der Stadtmitte und Hochfeld entfielen.

Fortbildungsseminar: „Theater spielen – mit Sprache spielen“
Die Duisburger Fortbildungskooperation bietet am Freitag, 10. November, von 12 bis 16 Uhr ein Seminar zur Sprachförderung durch Theaterpädagogik im Lehmbruck-Museum, Düsseldorfer Straße 51 in der Innenstadt, an. Die Palette der Spiele und spielerischen Übungen in der theaterpädagogischen Praxis reicht von Ausdrucksspielen und „Gute-Laune-Spielen“ über Konzentrations-, Spannungs- und Entspannungsspielen bis hin zu Improvisationsspielen.


Das Seminar richtet sich an Pädagogen am Übergang Elementarbereich/Primarbereich und ist für Duisburger Fachpersonal kostenfrei. Im Seminar stellt Thomas Hennrich, selbst Schauspieler und Theaterpädagoge, erprobte Übungen und Spiele aus der Praxis vor und lässt sie im praktischen Spiel durch die Teilnehmenden aktiv erproben. Diese eigenen Erfahrungen wollen dazu ermutigen, die Übungen und Spiele einfach und direkt in die eigene Sprachförderpraxis umzusetzen.

Sprachliche Inhalte, die spielerisch erworben und gefestigt werden, sind eng verknüpft mit weiteren (Lern-) Erfahrungen der Kinder. Gekoppelt an motorische, soziale, emotionale oder weitere kognitive Lernfelder verankert sich das neue Sprachwissen so erwiesenermaßen schneller und nachhaltiger. Anmeldungen unter Angabe der Seminarnummer R0-164 sind ab sofort bei Yvonne Liedtke per Fax: 0203 283-7345 oder per E-Mail an seminaranmeldung@stadt-duisburg.de möglich.



Enormer potentieller Nutzen von KI: Kommission begrüßt G7-Einigung auf Leitlinien

Die Europäische Kommission begrüßt die Einigung der Staats- und Regierungschefs der G7-Länder über internationale Leitprinzipien für künstliche Intelligenz (KI) und einen freiwilligen Verhaltenskodex für KI-Entwickler.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die dieses G7-Statement mitunterzeichnet hat, betonte den enormen potentiellen Nutzen von künstlicher Intelligenz für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, verwies aber auch auf die Herausforderungen. „Die EU ist mit ihrem Gesetz über künstliche Intelligenz ein Vorreiter dabei, die Risiken zu managen und zugleich die Vorteile zu nutzen.“

Grundsteinlegung G-PARX Storage Solutions Duisburg
Die G-PARX Asset GmbH entwickelt nahe dem LOGPORT Duisburg ihr Gewerbeimmobilien-Projekt „G-PARX Storage Solutions": eine rund 3.400 qm Gewerbehalle mit Lagerräumen zwischen 16 und 40 qm für Privatpersonen und Gewerbetreibende. Im Sommer 2024 sollen die Lagerflächen fertig gestellt sein, das Projektvolumen beläuft sich auf rund 8 Mio. Euro.  Die Grundsteinlegung erfolgte am 31. Oktober 2023.


Das Unternehmen legt bei der Errichtung ihrer Lagerflächen größten Wert auf modernste Technologien und auf die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten. Alle Dachflächen werden mit Photovoltaik ausgestattet. Wasserzisternen zur Regenwassernutzung, Abfallvermeidungskonzepte und die Anpflanzung von heimischen Bäumen sind bei jedem Projekt Standard. In Duisburg fügt sich der Entwurf des Architektenstudio Schermelleh in Heusenstamm mit seiner modernen Fassade hervorragend in die Umgebung ein.

G-Parx Storage Solutions ist ein führender Anbieter von intelligenten Lagerlösungen mit dem Engagement, qualitativ hochwertige, sichere und umweltfreundliche Dienstleistungen für seine Kunden zu bieten. Mit einer Geschichte des Vertrauens und der Innovation setzt das Unternehmen weiterhin Maßstäbe in der Branche und steht für Sicherheit, Top-Service und Markenqualität. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt in Frankfurt am Main.


Umweltminister informierte sich über die "Sohlstabilisierung Bockum-Krefeld"

Der Rhein gilt als die bedeutendste und verkehrsreichste Binnenwasserstraße in Europa. "Der Rhein ist eine Lebensader der deutschen Wirtschaft und von großer Bedeutung zur Erreichung der klimapolitischen Ziele und der Entlastung der Straßeninfrastruktur", sagte Nordrhein-Westfalens Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer. Gerade die letzten beiden Sommer haben aber gezeigt, dass dieser Transportweg durch Niedrigwasser-Phasen stark von den Folgen des Klimawandels betroffen ist. Umso mehr braucht die Binnenschifffahrt eine leistungsfähige und zuverlässige Wasserstraßeninfrastruktur, "die auch in extremen Niedrigwasserperioden in der Lage ist, die Industrie und Bevölkerung mit benötigten Gütern zu versorgen", betonte der Minister.

 

Eine Optimierung der Wasserstraßen hilft, die Verkehre auf die Wasserstraße zu verlagern. Eine Maßnahme zur Optimierung ist die "Sohlstabilisierung Bockum-Krefeld" auf dem Rhein zwischen Düsseldorf Wittlaer und Krefeld-Uerdingen. Über den Projektstand informierte sich am Montag, 30. Oktober 2023, Minister Oliver Krischer vor Ort. Dirk Schwardmann, Vizepräsident der Generaldirektion Wasserstraßen: "Die Sohlstabilisierung zwischen Bockum und Krefeld ist eines unserer prioritären Projekte, das gerade mit Hochdruck umgesetzt wird.

Ziel ist es, einem Absinken des Wasserspiegels entgegenzuwirken und damit der Schifffahrt stabile und verlässliche Fahrwasserverhältnisse zu bieten. Positiver Effekt ist auch, dass der Grundwasserspiegel in der Flussaue gehalten wird. Nach weiteren Maßnahmen am Niederrhein kann die Schifffahrt zukünftig bis zu 30 Zentimeter mehr Tiefe nutzen. Das bedeutet ca. 300 Tonnen Ladung mehr pro Schiff und entspricht ca. 20 Lkw-Ladungen. So wird der klimafreundliche Transport auf dem Wasser gestärkt, Straßen und Schienen werden entlastet. Das Projekt ist ein ökologischer und ökonomischer Gewinn."


Die WSV stabilisiert die Rheinsohle, damit der Schifffahrt am Niederrhein auch zukünftig eine sichere und verlässliche Wasserstraße zur Verfügung steht. Die WSV erhält den Niederrhein als leistungsfähigen und klimagerechten Verkehrsträger. Die Arbeiten an der Flusssohle zwischen Rheinkilometer 757,7 und 763,6 haben im vergangenen Jahr im Auftrag des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Rhein (WSA) begonnen. Es ist der erste von vier Bauabschnitten des Projekts "Abladeverbesserung und Sohlstabilisierung zwischen Duisburg und Stürzelberg", das als Vorhaben des vordringlichen Bedarfs im Bundesverkehrswegeplan 2030 verankert ist und eine Bereitstellung einer größeren Fahrrinnentiefe ohne wesentliche Veränderung der Wasserstraße vorsieht. Die Rheinsohle soll vor übermäßiger Erosion geschützt werden.


Die Schiffbarkeit bleibt erhalten, der Grundwasserspiegel wird in der Aue gehalten und Abladebeschränkungen werden verhindert. In den kommenden Jahren werden noch an folgenden Stellen Fahrinnenoptimierungen zur besseren Befahrbarkeit des Rheins bei Niedrigwasser erfolgen: "Lausward", Rheinkilometer 737,0 bis 747,0; "Steinerne Bänke", Rheinkilometer 747,0 bis 757,7 und "Stürzelberg", Rheinkilometer 722,0 bis 737,0. Die Landesregierung wird sich dafür einsetzen, dass auch diese weiteren Abschnitte zügig umgesetzt werden.


Nordrhein-Westfalen ist das Binnenschifffahrtsland Nr. 1. Rund 80 Prozent der deutschen Binnenschifffahrt, die von großer Bedeutung für die Erreichung der Klimaziele ist, findet auf dem Rhein statt. Der CO2-Ausstoß pro transportierter Tonne und Kilometer beträgt laut Bundesumweltamt nur ein Drittel des Ausstoßes bei Lkw-Transporten. "Um mehr Güter auf der Wasserstraße transportieren zu können, hat sich die Landesregierung darauf verständigt, notwendige Infrastruktur Nordrhein-Westfalen zu stärken", sagte Verkehrsminister Oliver Krischer.


Das Ziel in Bund und Land ist eine deutliche Erhöhung des Verkehrsanteils der Binnenschifffahrt am Güterverkehr. Die Verkehrsminister und Verkehrsministerin aus Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg hatten deshalb erst jüngst die "Düsseldorfer Liste" mit 30 dringend erforderlichen Infrastrukturprojekten zur Stärkung der Binnenschifffahrt fortgeschrieben. "Die Binnenschifffahrt braucht eine Entwicklungsperspektive 2030", betonte Minister Oliver Krischer. "Hierzu gehören eine an zunehmende Niedrigwasser angepasste Flotte, ein umsetzungsorientierter Plan gegen den Wassermangel am Rhein und eine funktionierende Infrastruktur."



Stadtarchiv: „Mercators Tiere“ – Zwischen gelehrten Abbildungen und handfesten Wesen

Das Stadtarchiv Duisburg, Karmelplatz 5 am Duisburger Innenhafen, lädt am 2. November um 18.15 Uhr in Kooperation mit der Mercator-Gesellschaft unter dem Titel „Mercators Tiere“ zu einem Vortrag von Ferdinand Leuxner ein. Gerhard Mercator (1512-1594) gilt vielen als ein Universalgelehrter, als genialer Kartograf und wegweisender Weltbeschreiber an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit. Er lebte in einer Zeit, in der Tiere im Alltag eine große, sogar überlebenswichtige Rolle spielten.


Sie waren allgegenwärtig – in der Stadt Duisburg, auf den Feldern ringsum und nicht zuletzt, geschlachtet und zubereitet, auf dem Tisch. So ist auch das Werk „Meister Gerhards“ durchzogen von schnüffelnden, schwimmenden, trötenden und grunzenden Wesen, die bisher allerdings noch kaum die Beachtung der Forschung gefunden haben. Die „tierischen“ Anteile im Werk des berühmten Duisburgers sind jedoch elementar: Sie helfen uns, die Zeit besser zu begreifen, in der der Kosmograf seine Karten entwarf und an seinen theologischen Texten feilte. Denn in allen Epochen machten sich die Menschen Gedanken über die „anderen“ Lebewesen, die sie umgaben.


Tiere konnten so zu Sternbildern aufsteigen oder wurden zu einem Symbol für den Teufel selbst erklärt. Wie Forscher und Forscherinnen, Philosophen und Philosophinnen auf eine Tierart blickten, war dabei zeit- und gesellschaftsabhängig – und hatte oft wenig mit dem echten Tier zu tun. Alltag und Wissenschaft sollen auch im Vortrag eine bedeutende Rolle spielen, denn Mercator scheint beides gewesen zu sein: Ein praktisch begabter Kartenmacher, der seine Umgebung genau beobachtete und zugleich ein Gelehrter, der in den Wissenschaften seiner Zeit reüssierte. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt, der Eintritt ist kostenfrei.

Himmels-Globus von Gerhard Mercator (Foto: Stadtarchiv Duisburg)

 


Stadthistorisches Museum: Führung „Germanen, Römer, Franken - die Wurzeln Duisburgs“ Das Kultur- und Stadthistorische Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 am Innenhafen lädt am Sonntag, 5. November, um 15 Uhr zu einer Führung zur Frühgeschichte der Stadt Duisburg ein. Der Gästeführer Werner Pöhling hat viele Jahre an den Ausgrabungen der Stadt teilgenommen. Er erzählt den Teilnehmenden von den Anfängen Duisburgs. „Dispargum“, so der lateinische Name der Stadt Duisburg, wird bereits im 6. Jahrhundert von Bischof Gregor von Tours in einem Buch über die Geschichte der Franken erwähnt.


Darin wird Duisburg als frühe Burg der fränkischen Könige genannt. Diese Burg geht möglicherweise auf einen römischen Wachtposten auf dem Burgplatz zurück. Das römische Militär sicherte den Limes auf der linken Rheinseite mit dem Kastell „Asciburgium“, rechtsrheinische Vorposten dienten der Überwachung der ansässigen Germanen. Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt 2 Euro. Das vollständige Programm ist im Internet unter www.stadtmuseumduisburg.de abrufbar



Vor 10 Jahren in der BZ: Neun Prozent der Lehrkräfte an Grundschulen sind Männer
Knapp ein Drittel (29,7 Prozent) der 156 130 hauptamtlichen bzw. hauptberuflichen Lehrkräfte an den allgemeinbildenden Schulen (ohne zweiten Bildungsweg) in Nordrhein-Westfalen sind Männer. Am Weltmännertag (3. November) war der Anteil der männlichen Lehrer damit um 0,7 Prozentpunkte niedriger als im Schuljahr 2011/12 und um 3,2 Prozentpunkte niedriger als im Schuljahr 2005/06.

 
Wie die Grafik zeigt, war die Männerquote beim Lehrpersonal im Schuljahr 2012/13 an allen Regelschulformen niedriger als 2005/06. Bei der Unterrichtung der jüngsten Schülerinnen und Schüler sind die Männeranteile am niedrigsten: Der Lehreranteil an Grundschulen ist von 2005 (10,9 Prozent) bis 2012 (9,0 Prozent) stetig gesunken.
Den höchsten Männeranteil verzeichneten mit 44,2 Prozent die Gymnasiallehrkräfte; im Schuljahr 2005/06 hatte die Quote noch bei über 50 Prozent (51,8 Prozent) gelegen. Die innerhalb der letzten beiden Schuljahre neu hinzugekommenen Sekundarschulen (29,3 Prozent) und Gemeinschaftsschulen (28,6 Prozent) wiesen niedrigere Männeranteile auf als Gesamtschulen (39,8 Prozent), Freie Waldorfschulen (35,1 Prozent), Hauptschulen (34,7 Prozent) und Realschulen (32,2 Prozent). An den Förderschulen war jede vierte Lehrkraft männlich (25,2 Prozent). (IT.NRW)


Rammarbeiten für den Lärmschutz

In der Nacht zum Freitag begannen die erneuten Rammarbeiten zur Installation der nun etwas mehr als 2 Kilometer langen Schallschutzwände in Neudorf

 

Absolute Stille auf der Baustelle Stadtfenster

Duisburg am 2. November 2013 

 


Bestimmung des persönlichen CO2-Fußabdrucks.
Den persönlichen Ressourcenverbrauch bestimmen und seine Wirkung für Umwelt und Klima einordnen – dafür ist die Berechnung des eigenen CO2-Fußabdrucks sinnvoll. Er gibt an, wie viele Treibhausgas-Emissionen eine Person durch ihren Lebensstil in einem bestimmten Zeitraum verursacht. Dabei werden verschiedene Lebensbereiche wie Wohnen, Mobilität, Ernährung und Konsumverhalten berücksichtigt.

 

Derzeit kennen nur 22 Prozent der Bundesbürger:innen ihren persönlichen CO2-Fußabdruck. Das hat eine repräsentative Ipsos-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1.000 Personen ab 16 Jahren ergeben. Demnach setzen sich jüngere Personen häufiger mit ihrer CO2-Bilanz auseinander als ältere: Am höchsten ist der Anteil mit 35 Prozent unter den 30- bis 39-Jährigen, am niedrigsten in der Generation 60 Plus mit nur 13 Prozent. Etwas höher als im Durchschnitt ist der Anteil der Informierten in Großstädten oder bei Befragten mit hohen Bildungsabschlüssen (je 27 Prozent).  

„Den eigenen CO2-Fußabdruck zu kennen, ist ein wichtiger erster Schritt, um den selbst verursachten CO2-Ausstoß zu reduzieren“, sagt Juliane Petrich, Referentin für Politik und Nachhaltigkeit beim TÜV-Verband. „Alle können mit ihrem individuellen Lebensstil und ihrem Konsumverhalten einen kleinen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz leisten.“ So genannte CO2– oder Klimarechner helfen dabei, die Ergebnisse einzuordnen und Einsparmöglichkeiten zu identifizieren. Vergleichsmaßstab ist dabei zum Beispiel der durchschnittliche CO2 -Fußabdruck eines Haushalts oder einer Person in Deutschland.


Der TÜV-Verband gibt Tipps, wie Verbraucher:innen ihre persönliche CO2-Bilanz möglichst einfach bestimmen können. CO2-Rechner des Umweltbundesamts bietet umfangreiche Übersicht Im Internet gibt es eine Vielzahl von CO2-Rechnern verschiedener Anbieter, darunter Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wie das Umweltbundesamt (UBA). Das UBA bietet einen CO2-Schnellcheck, die Berechnung einer detaillierten CO2-Bilanz sowie die Erstellung eines persönlichen Zukunftsszenarios an. All diese Angebote des UBAs sind auf einer Internetseite zusammengefasst und intuitiv zu bedienen.

Ähnlich wie bei einer Umfrage müssen die Fragen durch Anklicken eines Kästchens oder durch Tastatureingabe beantwortet werden. Das Ergebnis wird zur besseren Einordnung mit dem Bundesdurchschnitt verglichen. Zusätzlich gibt das UBA hilfreiche Alltagstipps, um den eignen CO2-Fußabdruck zu verringern. Das Ergebnis des CO2-Rechners wird in Form von CO2-Bilanz -Äquivalenten in Tonnen pro Jahr (t CO2e) angegeben. Petrich: „Neben Kohlenstoffdioxid sind Methan und Lachgas weitere Treibhausgase, die Wärme in der Erdatmosphäre halten und in die Berechnung des CO2-Fußabdrucks einfließen. Der Einfachheit halber wird die Menge der Treibhausgase bei der Messung in die entsprechende Menge CO2 umgerechnet, die im betrachteten Zeitraum die gleiche Erderwärmung verursacht. Das Ergebnis sind CO2-Äquivalente.“

 

Informationen zum Strom- und Energieverbrauch bereithalten Um sich einen ersten Überblick über den eigenen CO2-Verbrauch zu verschaffen, eignet sich der Schnellcheck des Umweltbundesamts. Dieser liefert in weniger als fünf Minuten ein erstes Ergebnis. „Für Verbraucher:innen, die es genauer wissen möchten, bietet der CO2-Bilanz-Rechner des UBAs eine bessere Orientierung“, sagt Petrich. Zur Eingabe sollten Verbraucher:innen etwas mehr Zeit einplanen (ca. 30 Minuten) und einige Informationen bereithalten.

Wohnen: Informationen zu Haustyp, Baujahr, Wohnfläche, Art der Heizung sowie zum Energieverbrauch
Strom: Informationen zu Strombezug und -verbrauch
Mobilität: Angaben zum eigenen Fahrzeug, Fahrleistung mit dem Auto, Fahrgemeinschaften, dem Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Flug- und Schiffsreisen
Ernährung: Angaben zu Fleisch-, Wurst- und Fischkonsum sowie zum Konsum von Milchprodukten und zum Kaufverhalten bei Lebensmitteln
Sonstiger Konsum: Angaben zum Einkommen und Kaufverhalten Verbraucher:innen, die ihre genauen Verbrauchsangaben nicht parat haben, können sich ihren Verbrauch vom Rechner schätzen lassen.


Ergebnis vergleichen und realistische Ziele setzen 
Nach Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) liegt der durchschnittliche CO2-Fußabdruck pro Kopf in Deutschland bei 10,5 t CO2e pro Jahr. Knapp ein Drittel davon wird durch privaten Konsum (z. B. Elektronikgeräte, Kleidung, Freizeitaktivitäten) verbraucht. 19 Prozent entfallen auf das Wohnen, 21 Prozent auf die Mobilität, 17 Prozent auf die Ernährung und 11 Prozent auf die öffentliche Infrastruktur. Das Schlusslicht bildet die Stromversorgung mit 5 Prozent der durchschnittlichen CO2-Bilanz.


Die Zahlen zeigen: Um das Klimaziel von weniger als einer Tonne CO2e pro Person zu erreichen, muss das Konsumverhalten deutlich eingeschränkt werden. Laut der „TÜV Sustainability Studie 2023“ halten mehr als zwei Drittel der Bundesbürger:innen Verzicht im Bereich des privaten Konsums für besonders notwendig für einen besseren Klimaschutz (67 Prozent). „Nachhaltiger Konsum scheitert beim Einkauf oft aus mehreren Gründen. Neben höheren Preisen für umweltfreundliche Produkte fehlt es den Verbraucher:innen häufig an Informationen, um eine fundierte Kaufentscheidung treffen zu können“, sagt Petrich.

„Mit unseren unabhängigen Prüfungen können wir sicherstellen, dass Vorgaben bezüglich des Umwelt- und Klimaschutzes eingehalten werden. Prüfkennzeichen und Siegel geben Orientierung und schaffen für die Verbraucher:innen die notwendige Transparenz, um zwischen verschiedenen Produkten die individuell richtige Wahl zu treffen.“ Hier geht es zum CO2-Fußabdruck-Rechner



VHS-Kurs: Improtheater

Bei der Volkshochschule im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, in der Duisburger Innenstadt findet donnerstags vom 2. November bis zum 14. Dezember, jeweils zwischen 19.15 und 20.45 Uhr, ein sechsteiliger Kurs zum Thema Improtheater statt. Am Samstag und Sonntag, 18. und 19. November, gibt es außerdem jeweils von 10 bis 16 Uhr einen Wochenend-Workshop. Wer Lust auf improvisiertes Theater hat oder einfach wissen möchte, wie Theater funktioniert, ist bei Marcus Matten willkommen.


Gleich in zwei Angeboten werden Kreativität, Fantasie und Spontaneität geweckt und direkt angewendet. Teamwork steht im Mittelpunkt. In dieser Theaterform ist nichts unmöglich, Theatererfahrung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme kostet 43 Euro, für den Wochenend-Workshop 56 Euro. Ermäßigungen sind in beiden Fällen möglich. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen gibt es online unter www.vhs-duisburg.de


Musikalischer Worship-Abend lädt zu Mitsingen, Besinnung und Begegnung ein 

Die Worship-Nights in der Evangelische Gemeinde Duisburg Wanheimerort sind beliebt. Deshalb lädt sie zur nächsten abendlichen Begegnung mit moderner christlicher Musik, Mitsingen und Begegnung ins Gemeindehaus Vogelsangplatz ein. Besucherinnen und Besucher können sich auf die Musik von und mit den Bandmitgliedern Christine Gladbach (Gesang), Wolfgang Willeke (Gitarre), Lukas Rissel (Bass), Tim Hofer (Schlagzeug) und Popkantor Daniel Drückes (Klavier), die Lobpreis- und Anbetungslieder in deutscher und englischer Sprache spielen.


Die Texte werden zum Mitsingen eingeblendet. Pfarrer Jürgen Muthmann sorgt durch Impulse, Texte und Mitmachaktionen für das seelische Wohl, für das leibliche Wohl gibt es Snacks und Getränke. Und auch Zeit zum Austauschen und Plaudern wird es geben. Gefeiert wird die Worship-Night am Samstag, 4. November 2023 um 19 Uhr. Jeder und jede ist herzlich eingeladen. Infos zur Kirchengemeinde gibt es im Netz unter www.wanheimerort.ekir.de

Die Band bei der Worship-Night im März 2023 (Foto: Jürgen Muthmann). 

 


Gemeinde lädt zum Stöbern und zur Begegnung auf dem Martinsmarkt ein
Liebevoll Handgewerkeltes wie beim Wanheimer Martinsmarkt 2019 (Foto: www.gemeinde-wanheim) wird es am nächsten Samstag, 4. November 2023 in der Evangelischen Gemeinde Wanheim bestimmt wieder geben. Diese lädt herzlich zum Stöbern, Schmöckern, Schlemmen und Beisammensein ein. Zwischen 13 und 17 Uhr können Besucherinnen und Besucher im Gemeindehaus, Beim Knevelshof 45, verschiedenste handgefertigte kleine Geschenke in Augenschein nehmen und für wenig Geld und den guten Zweck kaufen.

Auch diesmal gibt es Nützliches, Wärmendes und Schmückendes aus Holz oder Filz oder anderen Materialien. Zudem gibt es einen Büchertisch, bei dem Lesefreudige fündig werden. Für eine kurze Verschnaufpause an den herbstlich geschmückten Tischen locken selbstgebackene Kuchen. Der Erlös der Einnahmen ist für gemeindliche Zwecke bestimmt. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.gemeinde-wanheim.de.

Martinsmarkt 2019 (Foto: www.gemeinde-wanheim.de). 

 





Inflationsrate fällt auf 2-Jahres-Tief
Die Veränderung der Verbraucherpreise ist laut einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Oktober 2023 erstmals seit zwei Jahren wieder unter die Vier-Prozent-Marke gefallen. Gegenüber dem Oktober 2022 liegt die Preissteigerung bei 3,8 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, bleiben die Verbraucherpreise gegenüber September 2023 voraussichtlich unverändert.


Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, oftmals auch als Kerninflation bezeichnet, beträgt voraussichtlich +4,3 % Dämpfend auf die Inflationsrate wirkte im Oktober 2023 insbesondere der Rückgang der Energiepreise um 3,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Hier kam ein Basiseffekt infolge des sehr hohen Energiepreisniveaus im Vorjahr zum Tragen. Demgegenüber waren Nahrungsmittel im Oktober 2023 mit +6,1 % weiterhin deutlich teurer als im Vorjahresmonat. Mit dem persönlichen Inflationsrechner des Statistischen Bundesamtes können Verbraucherinnen und Verbraucher übrigens eine persönliche Inflationsrate berechnen und ihre monatlichen Konsumausgaben für einzelne Güterbereiche entsprechend des eigenen Verbrauchsverhaltens anpassen. Matthias Janson
Infografik: Inflationsrate fällt auf 2-Jahres-Tief | Statista


Deutsches BIP-Wachstum zuletzt wieder unter EU-Schnitt
Das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegt einer Schnellschätzung von Eurostat zufolge im dritten Quartal des laufenden Jahre 0,2 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt aller Länder der Europäischen Union. Wie die Statista-Grafik außerdem zeigt, entwickelte sich das deutsche BIP in den vergangenen zwei Jahren öfter unterdurchschnittlich. Besonders auffällig war dies im zweiten Quartal 2022 (EU 27 = +0,7% gegenüber DE = -0,1%) und im dritten Quartal 2021 (EU 27 = +2,0% gegenüber DE = +0,7%).


Besonders stark gestiegene Energiepreise und ein schwächelnder Exportsektor waren einige der Gründe für das unterdurchschnittliche Wachstum in Deutschland. Alle führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland prognostizieren für das Jahr 2023 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik. Die jüngste Prognose wurde vom Internationalen Währungsfonds (IWF) veröffentlicht. Der IWF schätzt derzeit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt ein negatives Wachstum von -0,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2022 aufweisen wird.


Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum und die zentrale Größe der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Es misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen (Wertschöpfung), soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden.
Infografik: Deutsches BIP-Wachstum zuletzt wieder unter EU-Schnitt | Statista



Im öffentlichen Dienst in NRW sind fast eine halbe Million Personen beschäftigt – mehr als die Hälfte ist verbeamtet
Fast eine halbe Million Personen sind Ende Juni 2022 im öffentlichen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen beschäftigt gewesen. Hierzu zählt sowohl der unmittelbare, als auch der mittelbare öffentliche Dienst des Landes. Zum unmittelbaren Landesdienst gehören die Beschäftigten des Kernhaushalts des Landes und der Sonderrechnungen des Landes (Landesbetriebe, rechtlich unselbstständige Einrichtungen des Landes).


Zum mittelbaren Landesdienst gehören die rechtlich selbstständigen Einrichtungen in öffentlich-rechtlicher Rechtsform unter Aufsicht des Landes. Hierzu gehört z. B. ein großer Teil der Hochschulen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren mit 273 125 mehr als die Hälfte der 493 125 Beschäftigten verbeamtet (55,0 Prozent); hierin enthalten sind auch die Richterinnen und Richter des Landes. 220 000 Personen (45,0 Prozent) waren Arbeitnehmer/-innen (vorwiegend Tarifbeschäftigte).


Mehr als zwei Drittel aller Beschäftigten (66,8 Prozent) waren Mitte 2022 im Bereich „Bildungswesen, Wissenschaft, Forschung, kulturelle Angelegenheiten” tätig (329 425). Hierzu gehören u. a. die Beschäftigten der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (192 500 Personen) und das Personal der Hochschulen (135 300 Personen). Während an den Schulen die Mehrheit der Beschäftigten verbeamtet war (78,7 Prozent), waren an den Hochschulen überwiegend Arbeitnehmer/-innen (90,9 Prozent) tätig.

Weitere 55 910 Personen waren im Bereich „öffentliche Sicherheit und Ordnung” beschäftigt (11,3 Prozent). 55 630 und damit 99,0 Prozent von ihnen waren bei der Polizei tätig. 84,2 Prozent der Beschäftigten im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung waren verbeamtet. Im Bereich „Rechtsschutz”, zu dem die Gerichte, Staatsanwaltschaften und Justizvollzugsanstalten gehören, lag der Anteil der verbeamteten Beschäftigten bei 61,7 Prozent (inkl. Richterinnen und Richter).



Insgesamt arbeiteten in diesem Bereich 41 850 Personen (8,5 Prozent aller Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Landes NRW). Die Finanzverwaltung (u. a. Finanzämter) war der Tätigkeitsbereich von 30 445 Beschäftigten (6,2 Prozent); 80,4 Prozent waren Beamtinnen bzw. Beamte. Weitere 35 685 Beschäftigte (7,2 Prozent) waren in sonstigen Bereichen wie z. B. „politische Führung und zentrale Verwaltung”, „Gesundheit, Umwelt und Sport”, „Soziale Sicherung”, „Verkehrs- und Nachrichtenwesen” tätig. Ende Juni 2022 arbeiteten mehr als zwei Drittel der Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Landes (67 Prozent, 329 165 Personen) in Vollzeit. 33,0 Prozent (163 960 Personen) waren teilzeitbeschäftigt. (IT.NRW)



Activision Blizzard macht Milliarden mit In-Game-Käufen
Activision Blizzard hat im vergangenen Jahr viel mediale Aufmerksamkeit durch den lange in der Schwebe hängenden Deal mit Microsoft erhalten. Bekannt ist der Videospiele-Publisher aber vor allem durch Titel wie World of Warcraft, Call of Duty aber auch Mobile Games wie Candy Crush. Allein die Spiele der “Call of Duty”-Reihe verkauften sich weltweit mehr als 425 Millionen Mal und sind regelmäßig unter den meistverkauften Titeln des Jahres.


Das Entwickeln und Verkaufen von Games sind noch immer das Kerngeschäft des Unternehmens, trotzdem rückt der Fokus zunehmend auf In-Game-Käufe. Das sind vor allem zusätzliche herunterladbare Inhalte für die verschiedenen Games oder sogenannte Mikrotransaktionen für Lootboxen, kosmetische oder hilfreiche Gegenstände. Im Jahr 2022 erwirtschaftete Activision Blizzard rund 5,4 Milliarden US-Dollar mit In-Game-Käufen. Die Umsätze aus diesen virtuellen Transaktionen sind in den vergangenen Jahren stetig gewachsen – im ersten Halbjahr 2023 hat das Unternehmen bereits Einnahmen von 2,9 Milliarden US-Dollar registriert.


Einer der größten Umsatztreiber ist dabei der Smartphone-Ableger der “Call of Duty”-Reihe. Seit Veröffentlichung von Call of Duty: Mobile im Oktober 2019 erzeugte der Free-To-Play First-Person Shooter In-App-Umsätze von durchschnittlich 28 Millionen US-Dollar pro Monat. In Deutschland wird das Thema Lootboxen und Mikrotransaktionen kritisch gesehen. Da durch den Kauf von Zufallsgegenständen mit echtem Geld eine Glücksspielmechanik bedient wird, vor der vor allem Kinder und Jugendliche geschützt werden sollten. Seit Januar 2023 vergibt die Unabhängige Selbstkontrolle für Unterhaltungssoftware (USK) bei Spielen mit solchen Mechaniken höhrere Altersbeschränkungen. Renè Bocksch
Infografik: Activision Blizzard macht Milliarden mit In-Game-Käufen | Statista

Ein Fünftel der deutschen Gamer:innen spielen Shooter
Schon zu Zeiten pixeliger Darstellungen war das Genre der Shooter durch Computerspiele wie Doom bei Gamer:innen beliebt. Heute sind viele Shooter was Grafik und Inszenierung angeht auf Hochglanz poliert und werden teilweise als E-Sport ausgetragen. Wo die Begeisterung für First- und Third-Person-Shooter weltweit am größten ist, zeigt die Infografik auf Basis der Statista Consumer Insights. Den Umfrageergebnissen zufolge spielen in Brasilien rund 35 Prozent der Gamer:innen zumindest gelegentlich Shooter. Damit weist das südamerikanische Land den höchsten Anteil an Fans dieses Genres auf. Ähnlich hoch war der Anteil mit 34 Prozent in Mexiko.


In Deutschland und Österreich haben etwa 22 beziehungsweise 21 Prozent der befragten Gamer:innen angegeben Shooter wie Call of Duty, Counter-Strike und Co. zu zocken. In Japan sind Games rund ums Schießen weniger beliebt – nur etwa neun Prozent der dort befragten Personen bestätigten auch Shooter zu spielen. Mit der “Call of Duty”-Serie hat sich ein First-Person-Shooter über die vergangenen 20 Jahre zu einem der erfolgreichsten Games-Franchises der Welt entwickelt.


Seit Veröffentlichung des ersten Teils hat Publisher Activision Blizzard mehr als 425 Millionen Spiele aus der Serie verkaufen können und bis dato schätzungsweise mehr als 30 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Mit Call of Duty: Modern Warfare III steht der 20. Ableger der Reihe bereits in den Startlöchern - Veröffentlichungstermin ist der 10. November 2023. René Bocksch
Infografik: Ein Fünftel der deutschen Gamer:innen spielen Shooter | Statista

In-Game-Käufe dominieren PC und Mobile
Mit rund 5,5 Milliarden Euro betrug der Umsatz mit Videospielen im vergangenen Jahr etwa 56 Prozent des Gesamtumsatzes im Gaming-Segment in Deutschland. Wie eine Auswertung im Rahmen des Jahresberichts des Branchenverbands game e.V. zeigt, sind In-App- und In-Game-Käufe analog zu ihrer weltweiten wirtschaftlichen Bedeutung auch hierzulande auf nahezu allen Plattformen Umsatztreiber Nummer eins – mit einer deutlichen Ausnahme. Im Mobile-Segment betrug der Umsatzanteil von In-App-Käufen etwa 99 Prozent, nahezu das komplette Volumen von 2,8 Milliarden Euro wurde 2022 also mit diesem Geschäftsmodell generiert. Auch im PC-Bereich lag der Umsatzanteil von In-Game-Käufen, wozu unter anderem Zusatzinhalte wie neues Aussehen für die eigene Spielfigur oder Ausrüstungsgegenstände für beliebte Spiele wie Fortnite zählen, im vergangenen Jahr bei rund 70 Prozent. 


Konsolenspieler:innen in Deutschland investierten ihr Geld allerdings primär anderweitig. 41 Prozent des Umsatzes mit Games im Konsolen-Segment entfielen auf den Kauf der Spiele an sich, weitere 31 Prozent wurden durch Online-Dienste wie die Abo-Angebote PlayStation Plus und Xbox Game Pass generiert. Insgesamt wurden in Deutschland im vergangenen Jahr etwa zehn Milliarden Euro im Gaming-Segment umgesetzt. Heimische Produktionen machen allerdings immer noch einen verschwindend geringen Anteil des Umsatzes mit Videospielen aus. Zwar weist game e.V. seit 2021 keinen Umsatzanteil deutscher Produktionen am Gesamtumsatz mit Games mehr aus, 2020 lag selbiger allerdings bei 4,2 Prozent beziehungs 191 Millionen Euro. 2023 sind laut Angaben des Branchenverbands hierzulande etwa 12.000 Mitarbeitende in rund 900 Spieleunternehmen beschäftigt.
Florian Zandt
Infografik: In-Game-Käufe dominieren PC und Mobile | Statista

Sony, Tencent, Microsoft: Diese Firmen verdienen spielerisch am meisten Geld
Die Unternehmen mit den höchsten Umsätzen mit Videospielen sind auch jene, die sich für ihren finanziellen Erfolg nicht nur auf eine Säule verlassen. Unternehmensangaben zufolge verdiente der japanische Multimediakonzern Sony im Fiskaljahr 2022 mit Games beispielsweise umgerechnet rund 27 Milliarden US-Dollar – fast doppelt so viel wie die meisten restlichen Unternehmen in den letztjährigen Top 8 für sich genommen. Ähnlich gute Ergebnisse konnte die chinesische Firma Tencent erreichen, die 2021 noch den ersten Platz hinsichtlich der Unternehmen mit dem höchsten Games-Umsatz einnehmen konnte.


Internationale und heimische Spiele machten etwa 59 Prozent des Umsatzes im Segment Value Added Services aus, zu dem neben Games auch Social Media gehört. Der Anteil von Videospielen am Gesamtumsatz von Tencent betrug rund 31 Prozent. Microsoft spielt trotz zahlreicher Schlagzeilen zur mit Abstand teuersten Firmenübernahme im Videospielkosmos und des Erfolgs seiner Abo- und Cloud-Modelle nicht in der selben Liga wie Sony und Tencent. Das US-Unternehmen, dem mit Xbox eine der bekanntesten Marken im Games-Bereich gehört, wies in seinem letzten Jahresbericht im Gaming-Segment einen Umsatz von etwa 16 Milliarden US-Dollar aus.


Ähnliche Zahlen erreichen auch die im asiatischen Raum angesiedelten Firmen Nintendo, das für die Mario-, Pokémon- und Zelda-Spielreihen bekannt ist, Netease und Sea. Activision Blizzard, das Ziel von Microsofts Übernahmevorhaben, erreichte 2022 einen Jahresumsatz von 7,5 Milliarden US-Dollar. Nicht im Ranking aufgeführt sind Google und Apple, die ihr Gaming-Segment nicht gesondert ausweisen. Die dazugehörigen Umsätze speisen sich in der Regel auch nicht aus eigenen Produkten und Veröffentlichungen, sondern den Store-Gebühren auf in Handyspielen getätigte Käufe und kostenpflichtige Mobile Games. Analyst:innen von Newzoo schätzten die Games-Umsätze von Google und Apple im Jahr 2021 auf 13 respektive 15 Milliarden US-Dollar.
Infografik: Sony, Tencent, Microsoft: Diese Firmen verdienen spielerisch am meisten Geld | Statista

Wie groß ist die deutsche Spieleindustrie?
Obwohl sich das Umsatzwachstum mit Videospielen, dazugehöriger Hardware und In-Game- beziehungsweise In-App-Käufen seit dem Corona-Hoch deutlich verlangsamt hat, sind Games auch 2023 noch das Unterhaltungsmedium mit der größten wirtschaftlichen Zugkraft. Analyst:innen zufolge sollen in diesem Jahr weltweit zwischen 180 und 250 Milliarden US-Dollar mit Spielen umgesetzt werden, ein Großteil davon mit Mobile Games. In Deutschland wurden laut des aktuellen Jahresberichts des Branchenverbands game e.V. 2022 etwa 10 Milliarden Euro Umsatz im Gaming-Segment generiert. Dieses Marktvolumen spiegelt sich allerdings kaum in der Größe der hiesigen Branche wider.


So hat sich die Anzahl der Spielefirmen in Deutschland zwar von 524 im Jahr 2018 auf 908 im vergangenen Jahr nahezu verdoppelt, die Anzahl der Beschäftigten ist 2022 allerdings wieder auf dem Niveau von 2018. Diese Diskrepanz lässt sich unter anderem durch den Start der Förderung von Spieleprojekten durch die Bundesregierung im Jahr 2019 erklären, was zu einer vermehrten Gründung von Klein- und Kleinstentwickler:innenstudios geführt hat.


Dieser Wachstumsmotor könnte in Zukunft allerdings wieder ins Stottern geraten; im Mai hatte der Bund die Annahme von neuen Förderungsanträgen gestoppt. "Die Fördermittel für 2023 und auf Basis der derzeitigen bewilligbaren Mittel sind allerdings inzwischen für 2024 (aufgrund der Überjährigkeit der geförderten Projekte) ausgeschöpft", so das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Bis zuletzt lag die Größe des gesamten Fördertopfes bei maximal 70 Millionen Euro pro Jahr, etwa 500 Projekte seien seit 2019 von diesen Mitteln unterstützt worden.
Infografik: Wie groß ist die deutsche Spieleindustrie? | Statista

Die größten Übernahme-Deals des Jahres 2022 M&A
Die geplante Übernahme des Videospiel-Giganten Activision Blizzard (Call of Duty, World of Warcraft) durch Microsoft war nach Transaktionswert der größte M&A-Deal des Jahres 2022. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten von S&P Global Market Intelligence. Die Übernahme ist indes noch immer nicht abgeschlossen. Vor wenigen Tagen wurde jedoch bekannt, dass Microsoft die letzte große Hürde auf dem Weg zur größten Übernahme überwunden hat: Die britische Kartellaufsicht signalisierte vor wenigen Tagen, ihr ursprüngliches Veto gegen den 69 Milliarden Dollar schweren Kauf zurückzuziehen. Unter den größten Deals ist auch der Kauf von Twitter (heute X) durch Elon Musk. Die Übernahme wurde breit diskutiert und oft kritisiert.


Ein Großteil der Belegschaft ist entlassen worden. Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Umstände der Entlassungen öffentlich beklagt. Twitter wurde zudem von ehemaligen Beschäftigen verklagt, weil Kündigungsfristen, die der Bundesstaat Kalifornien vorschreibt, nicht eingehalten worden sein sollen. Aufsehen erregt hat zudem die Vereinigung zweier Schwergewichte der Finanzindustrie in Indien. Die indische HDFC Bank ist nach der Übernahme des Mutterkonzerns Housing Development Finance Corporation (HDFC) eine der wertvollsten Banken der Welt.


Die HDFC Bank liegt nach Berechnungen des Finanzinformationsdienstes Bloomberg nun auf Platz vier der wertvollsten Banken, hinter JPMorgan Chase, der chinesischen ICBC und der Bank of America. Mergers and Acquisitions (M&A) - zu Deutsch Fusion von Unternehmen und Erwerb von Unternehmen bzw. Unternehmensanteilen - steht für alle Vorgänge im Zusammenhang mit der Übertragung und Belastung von Eigentumsrechten an Unternehmen einschließlich der Konzernbildung, der Umstrukturierung von Konzernen, der Verschmelzung und Umwandlung im Rechtssinne, dem Squeeze Out, der Finanzierung des Unternehmenserwerbs, der Gründung von Gemeinschaftsunternehmen sowie der Übernahme von Unternehmen. Mathias Janson
Infografik: Die größten Übernahme-Deals des Jahres 2022 | Statista