'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    3.Kalenderwoche: 27. Januar
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Montag, 29. Januar 2024

Brand eines Gelenkbusses in Aldenrade
Der Feuerwehr Duisburg wurde heute gegen 7.45 Uhr der Brand eines Gelenkbusses an der Haltestelle Hoeveler Straße auf der Dr.-Hans-BöcklerStraße in Aldenrade gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Bus bereits in Vollbrand. Die Fahrgäste und auch der Busfahrer hatten den Bus zuvor unverletzt verlassen können. Das Feuer wurde mit zwei C-Rohren und einem Schaumrohr abgelöscht.


Nach rund 30 Minuten war der Brand unter Kontrolle, lediglich einige kleinere Glutnester mussten noch abgelöscht werden. Die Feuerwehr Duisburg war mit insgesamt 18 Einsatzkräften der Feuerwachen 3 (Hamborn) und 4 (Walsum), sowie des Rettungsdienstes vor Ort. Der Einsatz dauert noch an, kann aber voraussichtlich gegen 9.45 Uhr beendet werden. Die Einsatzstelle wird dann der Polizei übergeben, welche die Ermittlungen zur Brandursache übernimmt.


Halteverbote zu den Karnevalsumzügen im Stadtgebiet

Die heiße Phase des rheinischen Karnevals startet Anfang Februar auch in Duisburg, dann übernehmen die Jecken die Herrschaft und es gibt wieder zahlreiche Karnevalsumzüge im Stadtgebiet. Zu Karneval gelten auf den Zugund Aufstellstrecken der Duisburger Karnevalsumzüge eine Vielzahl von eigens aufgestellten Haltverboten (Verkehrszeichen 283).


Die Halteverbote sind bei folgenden Karnevalszügen in den Stadtteilen Meiderich, Homberg, Wehofen, Hamborn, Serm, Neumühl sowie dem Rosenmontagszug in Stadtmitte zu beachten:
- Blutwurstsonntagsumzug Meiderich am Sonntag, 4. Februar
- Nelkensamstagszug Homberg / Moers am Samstag, 10. Februar
- Kinderkarnevalszug Wehofen am Samstag, 10. Februar
- Kinderkarnevalszug Hamborn am Sonntag, 11. Februar
- Karnevalsumzug Serm am Sonntag, 11. Februar
- Karnevalszug „Die Pilssucher“ in Neumühl am Montag, 12. Februar
- Rosenmontagszug in der Stadtmitte am Montag, 12. Februar


Das Bürger- und Ordnungsamt weist an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass alle Haltverbotsbereiche entsprechend der auf den Zusatzzeichen angegebenen Zeiten autofrei zu halten sind. Auch die geänderte Streckenführung des Rosenmontagszuges in Stadtmitte sollte unbedingt beachtet werden. Städtische Einsatzkräfte werden die Einhaltung der Haltverbote an den Veranstaltungstagen bereits ab den frühen Morgenstunden kontrollieren.


Verbotswidrig parkende Fahrzeuge werden konsequent abgeschleppt. Die in diesem Zusammenhang entstehenden Kosten und Gebühren sind von den verantwortlichen Fahrern bzw. den Fahrzeughaltern bei Abholung des sichergestellten Fahrzeugs zu zahlen. Weitere Informationen zu Karneval und den Streckenverläufen gibt es auf der Internetseite der Stadt Duisburg unter: www.duisburg.de/duisburger-karneval

Hinter den Kulissen: Plätze frei bei Werksbesichtigungen in Duisburg
Mehrere bekannte Unternehmen öffnen bei Werksbesichtigungen ihre Türen für Gäste. Veranstalter Duisburg Kontor bietet im Februar gleich mehrere der begehrten Führungen an. Neben den beliebten Touren bei der König Brauerei und ThyssenKrupp Steel können die Besucherinnen und Besucher bei Rheinfels Quelle und Fisch Wilken hinter die Kulissen schauen. Am 01.02.2024 startet haben Fisch-Liebhaber die Gelegenheit, bei einem Rundgang mit Verkostung die Fischmanufaktur und Räucherei Wilken kennenzulernen.


Die Fischexperten entwickeln seit über 50 Jahren neben traditionellen Rezepten immer wieder neue und innovative Produkte. Anmeldeschluss für diese Besichtigung ist am 30. Januar 2024, ein Ticket kostet 16 Euro. Am 06.02.2024 öffnen die Rheinfels Quellen ihre Türen für die Gäste. Zu den Marken des Familienunternehmens aus Walsum gehören neben den Mineralwassermarken wie RheinfelsQuelle oder Römerwall auch die weltweit bekannte Sinalco.


Anmeldeschluss für diese Besichtigung ist hier am 29.Januar, die Teilnahmegebühr beträgt 10,00 Euro. Freie Plätze gibt es im Februar auch noch bei einer Nachmittagsbesichtigung bei der König-Brauerei am 09. Februar und bei einer Werkstour bei thyssenkrupp Steel am 27. Februar. Tickets für alle Führungen und Touren gibt es online unter www.duisburgtourismus.de oder bei der Tourist Information auf der Königstraße in der City.


Gemeinwohl-Förderung durch Lotteriegelder klettert auf einen Höchstwert
Die Förderung des Gemeinwohls in Nordrhein-Westfalen durch Lotteriegelder ist 2023 auf den höchsten Wert seit mehr als 15 Jahren gestiegen. Der staatliche Lotterieanbieter WestLotto leistete allein im vergangenen Jahr Abgaben in Höhe von 727,2 Millionen Euro an das Land. Hintergrund ist das Lotto-Prinzip: Demnach gehen rund 40 Prozent der Einsätze aller Spielerinnen und Spieler an den Landeshaushalt, woraus gemeinnützige Organisationen aus Wohlfahrt, Sport, Kunst und Kultur sowie Umwelt- und Denkmalschutz unterstützt werden. Seit WestLotto-Gründung 1955 sind so mehr als 31 Milliarden Euro aus Lotteriegeldern für das Gemeinwohl geflossen

„Diese Zahlen zeigen: Das Lotto-Prinzip ist unendlich wertvoll für die gemeinnützigen Institutionen sowie für alle Bürgerinnen und Bürger und damit für ganz NRW. Und es steht für die soziale Verantwortung, die wir als Landesunternehmen gerne übernehmen“, sagt Andreas Kötter, Sprecher der WestLotto-Geschäftsführung. Zuletzt war der Wert 2006 über 727 Millionen Euro gestiegen, 2022 hatte WestLotto 700,2 Millionen Euro für das Gemeinwohl an das Land weiterreichen können. 

Die Spieleinsätze bei Deutschlands größtem Lotterieanbieter lagen 2023 insgesamt bei 1,796 Milliarden Euro gegenüber 1,719 Milliarden Euro aus 2022. Beliebtestes Spiel bei WestLotto ist nach wie vor der Klassiker 6aus49 mit Spieleinsätzen von rund 841,3 Millionen Euro und damit rund 46,9 Prozent der gesamten Einsätze.


Ein deutliches Plus verzeichnete erneut der Eurojackpot: Rund 460,5 Millionen Euro setzten die WestLotto-Tipperinnen und -Tipper bei der weltweit erfolgreichsten Lotterieeinführung der vergangenen Jahre ein. 
Immer beliebter werden die Rubbellose. Die Spieleinsätze lagen 2023 mit 138,8 Millionen Euro noch einmal deutlich über dem Vorjahr (114,8 Millionen). Bereits seit Jahren sind die Sofortlotterien auch online spielbar, dazu zählt das im vergangenen Jahr erstmals erhältliche 20-Euro-Los. „Das Spielerlebnis bei WestLotto gefällt den Tipperinnen und Tippern, die die enge Verzahnung von Online-Angebot und dem Spiel in unseren Annahmestellen zu schätzen wissen“, erklärt Andreas Kötter.

2023 hat WestLotto im Zuge der Umsetzung eines insgesamt 48-Millionen Euro schweren Investitionspakets einen Meilenstein gesetzt und die ersten 195 von rund 3.100 Annahmestellen mit einem komplett neuen Ladenbauprogramm inklusive neuer digitaler Möglichkeiten ausgestattet.   


Anfrage im Landtag vom 20. Dezember 2023 der Abgeordneten Henning Höne und Dirk Wedel FDP: Warum veränderte die Landesregierung kurzfristig den Schlüssel bei der Ausschüttung der Lotteriemittel an die Destinatäre des Landes?
Als staatlicher Lotterieveranstalter leistet WestLotto einen wesentlichen Beitrag zur Förderung des Gemeinwohls in Nordrhein-Westfalen. Etwa 40 Prozent der Lotterieeinsätze, bestehend aus Lotteriesteuer (rund 16 Prozent) und Konzessionsabgaben (rund 24 Prozent), fließen direkt in den Landeshaushalt. Ein Teil davon wird an gemeinnützige Organisationen aus den Bereichen Wohlfahrt, Sport, Kultur, Umwelt- und Denkmalschutz, die sogenannten Destinatäre, weitergegeben.


Für das Jahr 2024 hat die Landesregierung, die aus Glücksspieleinnahmen für gemeinnützige Zwecke ausgeschütteten Mittel, von 100 Millionen Euro auf fast 104 Millionen Euro erhöht. Allerdings wurde der bisher geltende Verteilungsschlüssel geändert, was zur Folge hat, dass nicht alle Destinatäre in gleichem Maße von dieser Erhöhung profitieren. Organisationen im Bereich Naturschutz und Sport erhalten neben einer allgemeinen Zuschusserhöhung zusätzliche Mittel.


So erhält die Freie Wohlfahrtspflege der Berichterstattung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) zufolge zwei Prozent an zusätzlichen Geldern, während zum Beispiel Sport- und Naturschutzverbände rund sechs Prozent zusätzlich erhalten.
1 . Diese kurzfristige Änderung im Landeshaushalt 2024 hat zu Irritationen unter den Destinatären geführt, insbesondere der Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege, die unter erheblichem finanziellem Druck stehen und auf die Ausschüttungen angewiesen sind, um ihre Strukturen zu finanzieren.
Der Minister der Finanzen hat die Kleine Anfrage 3105 mit Schreiben vom 18. Januar 2024 namens der Landesregierung im Einvernehmen mit dem Minister des Innern beantwortet.

Auf welcher Grundlage und Berechnungsmethode wurde der bisherige Schlüssel bei der Ausschüttung der Lotteriemittel an die Destinatäre des Landes festgelegt? (Bitte nach Destinatären aufschlüsseln). 3. Wie begründet die Landesregierung die Entscheidung, den Verteilungsschlüssel im Haushalt 2024 speziell zugunsten von Naturschutzverbänden und Sportorganisationen anzupassen?
Die Fragen 1 und 3 werden zusammen beantwortet.


Der Haushaltsgesetzgeber hat auf der Grundlage des Vorschlags der Landesregierung eine Erhöhung der Zuschüsse für die Destinatäre im Haushaltsjahr 2024 beschlossen. Die Zuschüsse steigen insgesamt um 3.950.000 Euro. Hiervon profitieren zunächst alle Destinatäre dem Grundsatz nach. Das bedeutet: Alle Destinatäre erhalten in 2024 in einem Umfang von 1.975.000 Euro höhere Zuschüsse. Damit hat die Landesregierung bereits auf die Wünsche aller Destinatäre reagiert.


Die Erhöhung ist dabei entsprechend des bisherigen Anteils der Destinatäre an dem zweckgebunden zu verausgabendem Teilbetrag erfolgt. An dem Zuwachs von weiteren 1.975.000 Euro partizipieren durch eine Schwerpunktsetzung die Bereiche Naturschutz, Umwelt und Entwicklung sowie Sport – sie werden zusätzlich gestärkt. Auch hier ist die Erhöhung entsprechend des bisherigen Anteils dieser Destinatäre an dem zweckgebunden zu verausgabendem Teilbetrag erfolgt. Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr stellen sich im Haushaltsjahr 2024 in absoluter und in relativer Höhe aufgrund dieses zweistufigen Verfahrens wie folgt dar:

Wegen Rundung auf volle Hundert Euro ergibt sich bei dem Zuschuss für die Entwicklung des Breitensports eine Abweichung um 0,1 Prozentpunkte.

2. Wie oft hat die Landesregierung den Schlüssel zur Ausschüttung der Lotteriemittel an die Destinatäre des Landes in der Vergangenheit angepasst? (Bitte die jeweiligen Anlässe und Begründungen angeben).

Mit dem Haushalt 2018 wurde der zweckgebunden zu verausgabende Teilbetrag von Glücksspieleinnahmen um 1.166.000 Euro auf insgesamt 87.300.000 Euro erhöht; zugleich wurden die Rennvereine in den Kreis der Destinatäre wieder aufgenommen. Während die betragsmäße Verteilung auf die bisherigen Destinatäre unverändert blieb, haben sich die Anteile der Destinatäre an dem zweckgebunden zu verausgabenden Teilbetrag von Glücksspieleinnahmen verändert.

4. Beabsichtigt die Landesregierung den neu eingeführten Verteilungsschlüssel zur Ausschüttung der Lotteriemittel in Zukunft beizubehalten?
Auch in den kommenden Jahren plant die Landesregierung im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein Aufwachsen der Zuschüsse. Insofern werden die Wünsche der Destinatäre ernst genommen. Über den Verteilungsschlüssel wird dann im Falle des Aufwachsens der Zuschüsse zu entscheiden sein.

5. Wurden im Vorfeld der Entscheidung Gespräche mit den Destinatären über eine Veränderung des Verteilungsschlüssels geführt? (Falls ja, bitte die Daten aufführen).
Gespräche über die quotale Veränderung des Verteilungsschlüssels wurden mit den Destinatären im Vorfeld der Entscheidung nicht geführt.

Stadtgeschichte donnerstags: Von der Bürgerinitiative zur Wohnungsgenossenschaft – Die Proteste um den Erhalt der Rheinpreußensiedlung
Das Stadtarchiv Duisburg lädt in Kooperation mit der Mercator-Gesellschaft alle Geschichtsinteressierten am Donnerstag, 8. Februar, um 18.15 Uhr in die DenkStätte im Stadtarchiv, Karmelplatz 5, zu einem Vortrag von Samanta Kaczykowski (Universität Münster) ein. Bis 1968 wurden rund 1.200 Wohnungen der historischen Rheinpreußensiedlung in Homberg-Hochheide abgerissen, die einst von der Homberger Firmengruppe "Kun" erbaut worden waren. Als die Firma unter Josef Kun 1973 Insolvenz anmeldete, plante man sogar den Abriss der verbleibenden Wohnungen.


Um dies zu verhindern, gründeten die Bewohner 1975 die Bürgerinitiative Rheinpreußensiedlung. Sie protestierten durch verschiedene Mittel wie Mahnwachen, Hungerstreiks und Demonstrationen. Obwohl im Jahr 1977 eine Erhaltungssatzung erlassen wurde, um den Abriss zu verhindern, blieb die Zukunft der Bewohnerinnen und Bewohner unsicher, da die Häuser von den Banken an Privatpersonen verkauft wurden. Der Konflikt eskalierte in den folgenden Jahren.


Im Februar 1979 traten etwa 15 Mitglieder der Initiative vor dem Duisburger Rathaus in einen unbefristeten Hungerstreik. Schließlich einigten sich die Stadt und die Banken auf einen Ankaufspreis von etwa 27 Millionen DM, und durch die finanzielle Unterstützung des Landes konnte die Restsiedlung gerettet werden. Der Hungerstreik endete nach 18 Tagen. Der Vortrag behandelt die Standpunkte der Stadt und der Initiative unter besonderer Berücksichtigung der lokalen Berichterstattung der Duisburger Zeitungen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

EU-Kommission lässt neue Sorte von gentechnisch verändertem Mais zu, verlängert Zulassung für zwei Rapssorten
Die Europäische Kommission hat nach gründlicher Prüfung eine neue Sorte von gentechnisch verändertem Mais zur Verwendung als Lebens- und Futtermittel zugelassen. Außerdem hat sie die Genehmigung für zwei gentechnisch veränderte Rapssorten verlängert. Die Genehmigungen umfassen nicht den Anbau in der EU. Alle Produkte, die daraus hergestellt werden, unterliegen den strengen Kennzeichnungs- und Rückverfolgbarkeitsvorschriften der EU.


Die Mitgliedstaaten hatten im Ständigen Ausschuss und im anschließenden Berufungsausschuss weder eine qualifizierte Mehrheit für noch gegen die Zulassung erreicht. In diesem Fall trifft die EU-Kommission die Entscheidung auf Grundlage der wissenschaftlichen Bewertung. Die GVO-Kulturen durchlaufen ein umfassendes und strenges Zulassungsverfahren, das ein hohes Schutzniveau für die Gesundheit von Mensch und Tier sowie für die Umwelt gewährleistet. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Zulassung nach wissenschaftlicher Prüfung empfohlen. Die Zulassung gilt für 10 Jahre.



Gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen in Europa stärken - Stellungnahme der BAGSO zur Europawahl 2024
Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen ruft dazu auf, die gesellschaftliche Teilhabe Älterer und das Miteinander der Generationen in Europa zu stärken. Vor der Europawahl im Juni 2024 richtet sie sich mit einer Stellungnahme an die Kandidatinnen und Kandidaten. Das Europäische Parlament könne einen wichtigen Beitrag zu einer solidarischen und demokratischen Gesellschaft leisten, in der alle gut älter werden können, heißt es in dem Papier.


Die BAGSO fordert insbesondere Maßnahmen gegen Altersdiskriminierung, die eine der häufigsten Formen von Diskriminierung in der Europäischen Union (EU) ist. Die BAGSO mahnt an, eine europaweite Antidiskriminierungsrichtlinie zu verabschieden, wie sie seit vielen Jahren angestrebt wird. Zudem fordert sie, in der EU alternsfreundliche Umgebungen zu schaffen und die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN) in den Mitgliedstaaten flächendeckend umzusetzen.


Um soziale Ungleichheit und Armut zu bekämpfen, setzt sich die BAGSO unter anderem für mehr Bildungsangebote für Ältere ein. „Je früher im Lebensverlauf Maßnahmen greifen, desto größer sind die Chancen für ein gutes und würdevolles Leben im Alter“.  Als Interessenvertretung der älteren Generationen fordert die BAGSO auch einen besseren Schutz der Rechte älterer Menschen. Von der EU erwartet sie einen entschiedenen Einsatz für eine UN-Altenrechtskonvention. Zur Stellungnahme der BAGSO


VHS: Die Charente – Land des Cognac
In Kooperation mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Duisburg e.V. führt die VHS am 9. Februar mit Frankreich-Experte Ralf Petersen in einer „Dia-Reise“ durch die Charente, eine der reizvollsten Gegenden im Südwesten Frankreichs. Los geht es um 18 Uhr in der Volkshochschule Stadtmitte auf der Steinschen Gasse 26. Im Mittelpunkt steht die Landschaft, ihre Geschichte, die romanische Kunst und die regionalen kulinarischen Spezialitäten wie Austern und Cognac.


Berühmte Städte wie La Rochelle mit seinem malerischen alten Hafen, Saintes mit seiner 2000 Jahre alten Geschichte, Cognac mit seinen Brennereien und Angoulème, die Comic-Hauptstadt Frankreichs, werden ebenso vorgestellt, wie die schönen Atlantik-Inseln Ré und Oleron und dem Flusstourismus auf der Charente. Das Teilnahmeentgelt für diese Veranstaltung beträgt fünf Euro. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.


Jola Wolters singt Maanam: „A kochanie moje – Ich liebe Dich, meine Liebe“
Jola Wolters ist eine vielseitige, dynamische Sängerin aus Polen, die in Duisburg lebt und mit ihren Songs, Chansons und Punk-Rock-Balladen in polnischer, deutscher und französischer Sprache ein großes Publikum begeistert. Erstmals stellt sie in Duisburg in einem vollständigen Konzertabend die Lieder der charismatischen Sängerin KORA und ihrer Gruppe Maanam vor, die seit ihrem Debüt 1980 die polnische Rockmusik in eine neue Ära führten.


Ihre Texte und Arrangements dieser einst revolutionären Musik erwiesen sich als zeitlos und noch immer aktuell. Jola Wolters zeigt mit ihren Interpretationen, wie intensiv sich die Vielfalt der Kunst zu einer europäischen Einheit fügt und Begeisterung über alle Grenzen hinweg auslösen kann. Jola Wolters (Gesang), Zibby Krebs (Gitarre, Gitarrensynthesizer), Arkadiusz Bleszynski (Gitarre, Mundharmonika), Filip Bubnowski (Percussions, Gitarre, Gesang) Das Teilnahmeentgelt für das Konzert in der Volkshochschule im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, am Freitag, 16. Februar, beträgt zehn Euro, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Komödie „Rent a friend“ in der Stadthalle Walsum
Die Komödie „Rent a friend“ von Folke Braband ist als Gastspiel des TourneeTheaters THERSPISKARREN am Montag, 11. März, um 20 Uhr in der Stadthalle Walsum auf der Waldstraße 50 zu erleben. Inhalt der Komödie: Eigentlich war er als Spaßvogel für einen Kindergeburtstag gebucht. Aber durch eine Verwechslung bei der Agentur „Rent a friend“ findet sich Gabriel plötzlich in einer völlig anderen Situation wieder: Die ebenso attraktive wie knallharte Geschäftsfrau Sarah will ihrem vom Erfolg besessenen Vater heute Abend seinen zukünftigen Schwiegersohn vorstellen und hat sich dafür eigentlich einen richtigen George Clooney bei der Agentur geordert. Doch der ist nun beim Kindergeburtstag, weshalb sie mit Gabriel Vorlieb nehmen muss.

(c) Helmut Seuffert

Schnell wird er dem gehobenen Milieu entsprechend eingekleidet und grob über die Details seiner angeblichen Beziehung zu Sarah unterrichtet. Gabriel soll einen erfolgreichen Schönheitschirurgen im mittleren Alter mimen, der Tennis spielt und Marathon läuft. Noch bevor er so richtig versteht, was hier eigentlich gespielt wird, wird sein Improvisationstalent ordentlich auf die Probe gestellt – sehr zur Freude des Publikums. Als Papa Karl mit Juanita, seiner Ehefrau Nummer vier, die Bühne betritt und die Lügenblase in jedem Moment zu platzen droht, offenbart sich immer mehr, dass hier alle Anwesenden nur eine Rolle spielen…


Karten für die Veranstaltung sind von montags bis donnerstags, von 8 bis 13 Uhr (oder nach telefonischer Vereinbarung) im Bezirksrathaus Walsum auf der Friedrich-Ebert-Straße 152 in der dritten Etage (Zimmer 315) für 16 Euro, 21 Euro oder 25 Euro (zuzügliche 10 Prozent Vorverkaufsgebühr) erhältlich. Weitere Informationen zum Abo und Ticketverkauf unter (0203) 283-5731.


Ehrenpreis für das Lebensmittelhandwerk: Betriebe können sich jetzt bewerben
Um auf die Bedeutung des starken Lebensmittelhandwerks im Ruhrgebiet und ganz NRW hinzuweisen und dessen umfassende Leistungen zu würdigen, vergibt das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz auch 2024 wieder die Auszeichnung "Meister.Werk.NRW": Bis zum 29. Februar können sich Betriebe des Bäcker-, Fleischer-, Konditoren- und Brauhandwerks bewerben.


Bei "Meister.Werk.NRW“ werden die Preisträger für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Betriebsführung, eine sorgfältige Auswahl der Rohstoffe und ihr regionales Engagement ausgezeichnet. Damit tragen die Betriebe zu einer positiven Entwicklung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Mehrwerte in den Regionen bei. idr - Weitere Informationen: https://www.mlv.nrw.de/themen/landwirtschaft/ernaehrungswirtschaft/meister-werk-nrw-ehrenpreis-des-landes-nrw/

Start für das Projekt BEFuel: Von Abgasen und Abwässern zu E-Treibstoffen und hochwertigen Chemikalien
Wie lassen sich aus Abgasen und Abwässern E-Treibstoffe und Biotenside für die Industrie herstellen? Mit dieser Frage befasst sich im neu gestarteten Projekt BEFuel ein interdisziplinäres Konsortium koordiniert von Fraunhofer UMSICHT. Im Fokus steht die gekoppelte bioelektrochemische Produktion – also die Kombination von elektrochemischer Synthese und biotechnologischer Synthese durch Mikroorganismen.

Kick-off für das Projekt BEFuel (v.l.): Ramineh Rad (Ruhr-Universität Bochum), Dr. Daniel Siegmund (Fraunhofer UMSICHT), Prof. Dr. Karl-Georg Schmelz (Emschergenossenschaft Lippeverband), Prof. Dr. Dirk Tischler (Ruhr-Universität Bochum), Rebecca Schwantes (SolarSpring GmbH), Dr. Jens Alex (Institut für Automation und Kommunikation e.V.), Dr. Tito Gehring (Ruhr-Universität Bochum), Beyzanur Celebi (Ruhr-Universität Bochum), Emeline Melchiors (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Dr. Ulf-Peter Apfel (Fraunhofer UMSICHT | Ruhr-Universität Bochum) © Fraunhofer UMSICHT.


Für die mit erneuerbarer Energie betriebene Elektrolyse werden zwei unterschiedliche Abfallströme genutzt: An der Anode kommt Rohglyzerin zum Einsatz, ein Abfallstoff aus der Biodieselproduktion. Die Oxidationsprodukte können von Mikroorganismen als Nährstoffe genutzt werden, um Biotenside zu bilden. An der Kathode setzen die Forschenden auf Abwässer einer Kläranlage. Hier entsteht zunächst grüner Wasserstoff, den die Mikroorganismen als Energieträger nutzen, um in einem ersten Schritt Kohlenstoffdioxid zu fixieren und in einem zweiten Schritt organische C6- und C8-Säuren zu produzieren. Sie können als Ausgangsstoffe für die Herstellung von Biodiesel und Biogas dienen und werden über eine spezielle Membrantechnik getrennt und angereichert.


Einzigartige Kopplung elektrochemischer Prozesse »Diese Kopplung bioelektrischer Systeme für die gleichzeitige Biokonversion mehrerer Abfallströme ist einzigartig«, sagt Projektkoordinator Dr. Daniel Siegmund von Fraunhofer UMSICHT. »Sie ermöglicht die parallele Produktion mehrerer hochwertiger Güter, senkt die Betriebskosten und erhöht gleichzeitig die Energieumwandlungseffizienz.« Weitere Vorteile: Das neue System ist sowohl unabhängig von Importen als auch dezentralisiert möglich. Zudem werden durch die Einbindung an bestehende Klärwerke, die CO2 aus Rauchgasen oder Biogasen sowie Nährstoffe für das Wachstum der Biomasse bereitstellen können, Nährstoffe aus heimischen Abwässern und organischen Abfällen wiederverwertet.


Für die Umsetzung zeichnet ein Team aus unterschiedlichen Partnern verantwortlich und ermöglicht das Zusammenspiel zwischen Elektrolyse, biotechnologischer Verarbeitung bzw. Produktisolierung sowie ökonomischer und ökologischer Bewertung. Neben dem Fraunhofer UMSICHT sind das die Ruhr-Universität Bochum mit verschiedenen Lehrstühlen, die SolarSpring GmbH, die Emschergenossenschaft und das Institut für Automation und Kommunikation. Ihr Erfolg wird durch eine umfassende Bewertung des Prozesses gemessen. Neben Treibhausgasemissionsbilanzen und Kostenberechnungen umfasst sie auch soziale und vor allem ökologische Aspekte, um das Potenzial für eine kurzfristige industrielle Anwendung nach Projektabschluss zu ermitteln.  


Das Projekt »BEFuel – Gekoppelte bioelektrochemische Produktion von E-Treibstoffen und hochwertigen Chemikalien aus Abgasen und Abwässern« wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Maßnahme »Klimaneutrale Produkte durch Biotechnologie – CO2 und C1-Verbindungen als nachhaltige Rohstoffe für die industrielle Bioökonomie (CO2BioTech)« gefördert.  


Yoga in Wanheimerort... auf der Matte oder sitzend

In der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg sind noch Plätze im Yoga-Kurs frei. Die Bewegungsfreudigen aller Generationen treffen sich immer dienstags um 12 Uhr in Wanheimerort im Gemeindehaus Vogelsangplatz 1. Die Übungen eignen sich auch für die, die nur sitzend mitmachen können: Kursleiterin Regina Weimann macht auch hier vor, wie es geht. 


Nachfragen beantwortet Maria Hönes, Ehrenamtskoordinatorin der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg (Tel.: 015161028009). Infos zur Rheingemeinde gibt es im Netz unter www.gemeinde-wanheim.de und www.wanheimerort.ekir.de.

Yoga-Stunde im Gemeindehaus Vogelsangplatz  (Foto: Maria Hönes).



Pfarrerin Sarah Süselbeck am Service-Telefon der evangelischen Kirche in Duisburg
„Zu welcher Gemeinde gehöre ich?“ oder „Wie kann ich in die Kirche eintreten?“ oder „Holt die Diakonie auch Möbel ab?“: Antworten auf Fragen dieser Art erhalten Anrufende beim kostenfreien Servicetelefon der evangelischen Kirche in Duisburg.

Es ist unter der Rufnummer 0800 / 12131213 auch immer montags von 18 bis 20 Uhr besetzt, und dann geben Pfarrerinnen und Pfarrer Antworten auf Fragen rund um die kirchliche Arbeit und haben als Seelsorgende ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte. Das Service-Telefon ist am Montag, 29.Januar 2024 von Sarah Süselbeck, Pfarrerin in der Evangelischen Kirchengemeinde Obermeiderich, besetzt. 




NRW: Industrielle Süßwarenproduktion auf neuen Höchststand von 775 400 Tonnen
Im Jahr 2022 sind in Nordrhein-Westfalen in 45 Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes 775 400 Tonnen Süßwaren (ohne Dauerbackwaren) im Wert von 3,3 Milliarden Euro hergestellt worden. Bezogen auf die Einwohnerzahl des Landes sind das 117 Gramm Süßwaren pro Kopf und Tag. Wie das Statistische Landesamt anlässlich der am 28. Januar gestarteten internationalen Süßwaren-Messe (ISM in Köln) mitteilt, war die Absatzmenge um 28 200 Tonnen bzw. 3,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor; der Absatzwert stieg nominal um 322 Millionen Euro (+10,7 Prozent).


Gegenüber 2019 hat sich die Absatzmenge um 49 400 Tonnen (+6,8 Prozent) erhöht; der Absatzwert stieg nominal um 497 Millionen Euro (+17,5 Prozent). Der durchschnittliche Absatzwert je Kilogramm Süßwaren war mit 4,31 Euro um 6,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor und um 10,0 Prozent höher als im Jahr 2019. Von der NRW-Süßwarenproduktion des Jahres 2022 entfielen u. a. 415 300 Tonnen (+3,6 Prozent gegenüber 2021) auf Süßwaren ohne Kakaogehalt (einschl. weißer Schokolade).


Darunter befanden sich 267 600 Tonnen (+4,0 Prozent) Dragees, Gummibonbons und Gelee-Erzeugnisse. Ferner wurden 334 500 Tonnen (+4,1 Prozent) Schokolade u. a. kakaohaltige Lebensmittelzubereitungen produziert. Bundesweit lag der Absatzwert der Süßwarenproduktion im Jahr 2022 bei 10,5 Milliarden Euro (+9,2 Prozent gegenüber 2021). Davon entfielen 31,7 Prozent auf nordrhein-westfälische Betriebe (2021: 31,2 Prozent). 40,1 Prozent des nordrhein-westfälischen Absatzwerts wurde in Betrieben des Regierungsbezirks Köln erzielt.




Wie steht es um die Zukunft der EU?  Stand 26.01.2024

"Die segensreichen Effekte des Brexits sind auch fast acht Jahre nach dem Referendum ausgeblieben", so das Handelsblatt kürzlich im eigenen Morning Briefing. Anlass für diese Bemerkung war, dass die AfD-Vorsitzende Alice Weidel gegenüber der „Financial Times“ einen EU-Austritt Deutschlands als Option genannt hatte.

Während Weidel und ihre Partei die Europäische Union eher negativ wahrnehmen, sehen 59 Prozent der hierzulande für das aktuellste Standard-Eurobarometer der Europäischen Kommission befragten Menschen die Zukunft des Staatenverbunds sehr (3 Prozent) oder eher (56 Prozent) optimistisch. Damit liegt Deutschland knappmunterhalb des EU-Durchschnitts (61 Prozent).
Besonders optimistisch bezüglich der Zukunft europäischen Einigung sind die Menschen in Irland (83 Prozent) und Dänemark (81 Prozent). Dagegen sind Griech:innen (48 Prozent) und Französ:innen (47 Prozent) deutlich verhaltener. Mathias Brandt
Infografik: Wie steht es um die Zukunft der EU? | Statista

Vertrauen Sie der EU? 26.01.2024
Deutschland ist eines der sechs Gründungsmitglieder der Europäischen Union. Das heißt indes nicht unbedingt, dass die Bundesbürger:innen der EU vorbehaltlos gegenüber stehen. Das belegen Daten des Standard-Eurobarometers der Europäischen Kommission. So gaben beispielsweise 2015 rund 63 Prozent der Befragten aus Deutschland an, dass sie eher dazu neigen würden, kein Vertrauen in den Staatenverbund zu haben.


In den darauffolgenden Jahren ist die Zahl der Kritiker:innen aber deutlich zurückgegangen, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt - aktuell halten sich Vertrauen und Misstrauen die Waage. Besonders ausgeprägt ist das Vertrauen in die EU mit jeweils 68 Prozent in Dänemark und Schweden. Auf der anderen Seite des Spektrums findet sich mit Frankreich (35 Prozent) ein weiteres Gründungsmitglied.
Infografik: Vertrauen Sie der EU? | Statista

Wie ist Deutschlands wirtschaftliche Lage?
Die deutsche Wirtschaft ist laut aktuellen Daten zuletzt geschrumpft. Dessen ungeachtet blicken die Menschen eher mit Zuversicht auf die wirtschaftlichen Lage der Bundesrepublik, wie eine Umfrage der Statista Consumer Insights zeigt. Demnach schätzen 47 Prozent der Befragten die Entwicklung des Standorts Deutschland positiv (33 Prozent) oder sehr positiv (14 Prozent) ein. Gegenteiliger Meinung sind 19 Prozent.

Indes denkt ein Drittel der Teilnehmer:innen, dass die konjunkturelle Lage weder gut noch schlecht ist. Im Vergleich zu früheren Umfragewellen hat sich die Stimmung dennoch eingetrübt. So waren 2019, 2021 und 2022 noch 50 Prozent und mehr der Befragten überzeugt, dass es in die Richtige Richtung geht. Lediglich im ersten Coronajahr zeigen die Daten einen ähnlichen Wert wie zuletzt.
Infografik: Wie ist Deutschlands wirtschaftliche Lage? | Statista

Wo werden die meisten Asylanträge gestellt? FLUCHT & VERTREIBUNG  - 25.01.2024
In Deutschland werden derzeit die meisten Erst-Anträge auf Asyl gestellt. Das zeigt der Vergleich mit den restlichen Ländern der Europäischen Union auf Basis von Eurostat-Daten. Im Oktober 2023 lag die Zahl der Anträge bei 34.000. Mit einigem Abstand folgen Länder wie Italien (14.950 Anträge) und Frankreich (14.900), die in dieser Grafik nicht explizit ausgewiesen sind.


Der Anteil der in Deutschland gestellten Erst-Anträge an allen Erst-Anträgen in der EU ist im gezeigten Zeitraum von Oktober 2022 bis Oktober 2023 von 25,4 Prozent auf 29,6 Prozent gestiegen. Der höchste Anteil in diesem Zeitraum wurde im Januar 2023 mit 36,5 Prozent erreicht. Auch in den Jahren zuvor wurden in Deutschland die meisten Erstanträge auf Asyl gestellt, wie die Rückschau bis 2014 zeigt. Die meisten Antragssteller in Deutschland kamen 2023 aus Syrien, gefolgt von der Türkei und Afghanistan.


Hinzu kommen die etwa eine Million Ukrainerinnen und Ukrainer, die vor dem Krieg in ihrem Land geflohen sind und weiterhin in Deutschland leben. Sie müssen kein reguläres Asylverfahren durchlaufen und tauchen daher in der Asyl-Statistik nur in geringer Zahl auf. Grund hierfür ist, dass EU auf die massiven Fluchtbewegungen mit der Aktivierung der unbürokratischen Richtlinie über den sogenannten »vorübergehenden Schutz« reagiert hat. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) rät dieser Gruppe von Flüchtlingen daher davon ab, einen Asylantrag zu stellen.


Das Recht, zu einem späteren Zeitpunkt einen Asylantrag zu stellen, besteht für Ukrainer jedoch unabhängig davon fort. Asyl bezeichnet einen geschützten Aufenthaltsort und ist ein Begriff für die Aufnahme von Verfolgten. Nach Artikel 16a des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland genießen politisch Verfolgte Asyl. Damit wird das Asylrecht in Deutschland nicht nur auf Grund der völkerrechtlichen Verpflichtung aus der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 gewährt, sondern hat als Grundrecht Verfassungsrang. Es ist das einzige Grundrecht, das nur Ausländern zusteht. Weitere Statistiken zum Thema Asyl und Flüchtlinge liefert dieses Statista-Dossier. Matthias Janson
Infografik: Wo werden die meisten Asylanträge gestellt? | Statista

Wie die extreme Rechte in Europa Fuß fasst - RECHTSRUCK IN EUROPA
Die europäische Rechte erstarkt nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie und den damit verbundenen sozialen und wirtschaftlichen Umwälzungen, das vorläufige Wahlergebnis in den Niederlanden ist für viele Beobachter:innen dennoch ein Schock. Sämtliche an der Regierungskoalition von 2021 beteiligten Parteien verlieren Stand jetzt Sitze, die rechtsliberale VVD (Volkspartei für Freiheit und Demokratie) von Premierminister Mark Rutte und die Christdemokrat:innen der CDA (Christlich Demokratischer Aufruf) im zweistelligen Bereich.


Die eindeutigen Gewinner der Wahl sind der Rechtspopulist Geert Wilders und seine Partei PVV (Partei für die Freiheit). Die islamfeindliche Gruppierung, die sich unter anderem für ein Verbot von Moscheen einsetzt und einen Asylstopp sowie eine restriktivere Einwanderungspolitik fordert, käme nach vorläufigen Ergebnissen auf 35 bis 37 der 150 Abgeordnetensitze in der niederländischen Zweiten Kammer, rund 20 mehr als bei den vergangenen Wahlen im Jahr 2021. Wie unsere Karte zeigt, ist der Erfolg der PVV kein Einzelfall. Vielmehr sind rechte Parteien mit zweistelligen Sitzanteilen in den jeweiligen Parlamenten mittlerweile längst zu einer Konstante in der europäischen Politik geworden.


Besagte Gruppierungen weisen Unterschiede auf, können aber ideologisch unter anderem aufgrund ihres ausgeprägten Nationalismus und sozialen Konservatismus miteinander in Verbindung gebracht werden. In Polen kam die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) 2015 an die Macht. Bei den Parlamentswahlen 2019 konnte die von der PiS angeführte Koalition Vereinigte Rechte die Mehrheit der Sitze im polnischen Unterhaus halten. Obwohl der Zusammenschluss aus sechs Parteien bei den Wahlen im Oktober 2023 seine Mehrheit knapp verlor, bleibt die PiS mit 35 Prozent der Sitze trotzdem die erfolgreichste Partei.


Paradebeispiel für den Erfolg einer rechten Partei ist die Fidesz von Viktor Orbán. Orbáns Partei ist in Ungarn bereits seit über zehn Jahren an der Macht, verfügt derzeit über 59 Prozent der Sitze im Parlament und bildet eine Regierungskoalition mit der christdemokratischen Partei NKDP. In Österreich hatte die FPÖ 2017 die Macht übernommen, stellt derzeit allerdings nur noch 16 Prozent der Abgeordneten im österreichischen Nationalrat. Das entspricht in etwa dem Anteil, den die Rassemblement National nach ihrem historischen Ergebnis bei den Parlamentswahlen 2022 in Frankreich erreicht hat.


Die AfD, die laut aktueller Umfragen als zweitstärkste Partei in Deutschland gilt, stellt momentan 11 Prozent der Abgeordneten im Bundestag. Die möglichen Gründe für den Aufstieg rechter Parteien und des Rechtspopulismus sind vielfältig. Dazu gehören Anti-Establishment-Narrative im Zusammenhang mit Gefühlen sozialer und finanzieller Abgehängtheit ebenso wie das Formulieren vermeintlich einfacher Antworten auf komplexe globale Krisen wie den Klimawandel oder die Corona-Pandemie durch rechte Gruppierungen.


Die arbeitnehmernahe Hans-Böckler-Stiftung spricht im Zusammenhang mit Rechtspopulismus und Rechtsextremen von anti-demokratischen Gruppen, die sich durch "rechtspopulistische und menschenfeindliche Einstellungen" auszeichnen, "da diese grundlegenden demokratischen Prinzipien der Gleichheit aller Bevölkerungsgruppen widersprechen". Florian Zandt
Infografik: Wie die extreme Rechte in Europa Fuß fasst | Statista