'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


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Baustellen DVG-Umleitung Bahn-VRR


15. Kalenderwoche Montag, 6. - 12. April 2026

Was für ein prächtiger Frühlingsbote

BZ-Foto baje

Sanierung des Sportbeckens im Freibad Homberg erforderlich
Der Start der Freibadsaison 2026 im Freibad Homberg verzögert sich. Grund sind umfangreiche Instandsetzungsarbeiten am Sportbecken, die mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Nach dem Ende der Frostperiode wurde das Sportbecken vollständig geleert, um den Zustand von Boden und Wänden genau zu prüfen. Dabei stellte sich heraus, dass der Belag in großen Bereichen beschädigt und teilweise lose ist.

Die Stadt hat sich entschieden, das Becken vollständig zu sanieren, weil punktuelle Reparaturen den Anforderungen nicht gerecht würden. Die Sanierung umfasst den Abbau des alten Belags und die Installation einer neuen, widerstandsfähigen Folienauskleidung, die chlor- und UV-beständig ist. So wird das Sportbecken langfristig stabil, pflegeleicht und widerstandsfähig gegenüber Witterungseinflüssen.

Die Arbeiten dauern voraussichtlich rund 16 Wochen und sind stark wetterabhängig, da die Folienverlegung nur bei trockenen Bedingungen erfolgen kann. Die Sanierung des Sportbeckens wird voraussichtlich rund 600.000 Euro kosten.

Duisburg: 70 Bäckereien mit 1.880 Beschäftigten
- Bäckereien in Duisburg setzen auf Brötchen, die „lecker und fair“ sind
- NGG Nordrhein wirbt fürs Handwerk: „Öfter mal zur Bäckerei um die Ecke
Öfter mal zur Bäckerei um die Ecke: „Die rund 70 Bäckereien und ihre Filialen in Duisburg können mehr Kundschaft gebrauchen“, sagt Adnan Kandemir von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Der Geschäftsführer der NGG Nordrhein warnt vor einer „Kunden-Ebbe“ bei Bäckereien in Duisburg.

„Mit dem Run auf die Brotregale beim Discounter setzen die Menschen die Backtradition aufs Spiel. Schon in den ersten Wochen dieses Jahres sind in vielen Bäckereien in Duisburg weniger Brote und Brötchen, weniger Torten, Kuchen und süße Teilchen über den Verkaufstresen gegangen“, so Adnan Kandemir. Das mache Bäckereien wirtschaftlich zu schaffen. Es gehe jetzt darum, den „Trend zur Tradition des Bäckerhandwerks“ neu zu beleben. Für viele Kunden sei dabei „das gute Gewissen, Bewährtes zu erhalten und fair bezahlte Arbeit in Duisburg zu unterstützen“, ein wichtiger Punkt.

„Wer beim Bäcker um die Ecke kauft, kauft fair und lecker“, so Adnan Kandemir von der Bäckerei-Gewerkschaft. So gebe es ab April ein Lohn-Plus: „Bäckergesellen und Fachverkäuferinnen bekommen ab diesem Monat 45 Cent pro Stunde mehr. Sie haben damit am Monatsende 75 Euro zusätzlich auf dem Lohnzettel“, sagt Adnan Kandemir. Darauf hätten sich die Bäckerei-Gewerkschaft NGG und der Bäckerinnungsverband West am Tariftisch verständigt.

Auch wer ohne Ausbildung zum Beispiel am Verkaufstresen bediene, bekomme 25 Cent pro Stunde mehr und habe damit monatlich ein Plus von knapp 42 Euro. Zudem würden alle Beschäftigten in Bäckereien eine Einmalzahlung bekommen. Wer einen Vollzeitjob mache, erhalte für die Monate Februar und März eine steuerfreie Zahlung von insgesamt 100 Euro. Auf die aktuellen Preise für Brot und Brötchen werde sich der Tarifabschluss allerdings kaum auswirken.

„Es gibt also keinen Grund, der Bäckerei den Rücken zu kehren. Im Gegenteil: Fairer Lohn und gute Handwerksqualität sollten es wert sein, beim Bäcker um die Ecke zu kaufen“, ist Adnan Kandemir überzeugt. Ohnehin seien Bäckereien – auch beim Lohn – „sehr bodenständig“: „In Duisburg geht keiner mit einem Stundenlohn unter 14,10 Euro nach Hause, wenn er in einer Bäckerei arbeitet, die ordentlich bezahlt“, sagt Kandemir.

Backen ist Handwerk: Es lohnt sich, öfter zum Bäcker um die Ecke zu gehen, rät die NGG Nordrhein. „Das Brot ist lecker. Und die Löhne sind fair“, so die Bäckerei-Gewerkschaft. NGG-Foto Tobias Seifert

Ein junger Bäckergeselle verdiene sogar 16,39 Euro pro Stunde. Und eine Fachverkäuferin komme gleich nach ihrer Ausbildung auf immerhin 15,32 Euro, so die NGG Nordrhein. Die Bäckerei-Gewerkschaft NGG Nordrhein spricht von einem „fairen, frisch gebackenen Handwerkslohn“, der die Jobs in den Backstuben und an den Ladentheken in Duisburg attraktiv halte.

„Immerhin geht es auch darum, die Beschäftigten im Bäckerhandwerk bei der Stange zu halten. Vor allem aber auch, um junge Menschen zu gewinnen, damit die sagen: ‚Wir backen’s‘“, so NGG-Geschäftsführer Adnan Kandemir. Insgesamt arbeiten nach Angaben der Gewerkschaft in den Bäckereien in Duisburg rund 1.880 Beschäftigte. Die NGG Nordrhein beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur.

Stadtwerke Duisburg nehmen 14 neue Ladepunkte in Betrieb
Der Ausbau von Ladeinfrastruktur für Elektromobilität in der gesamten Stadt geht konsequent voran, um allen Menschen in Duisburg die Gelegenheit zu geben, ihre Mobilität klimafreundlich zu gestalten. In den vergangenen Wochen hat der lokale Energiedienstleister weitere 14 neue Ladepunkte an vier Standorten in Betrieb genommen.

Gleich vier neue Ladepunkte sind ab sofort an der Dr.-Kolb-Straße 2 in Hochheide verfügbar. Zwei der Ladepunkte dort sind mit einer Schnellladefunktion ausgestattet. Ebenfalls vier neue Ladepunkte wurden in Großenbaum an der Großenbaumer Allee gegenüber der Hausnummer 2 in Betrieb genommen. In Wedau an der Wedauer Straße 389 stehen ab sofort zwei neue Schnellladepunkte zur Verfügung. Weitere vier neue Ladepunkte gibt es ab sofort in Hamborn an der Kantstraße 30. Auch hier sind zwei der Ladepunkte mit einer Schnellladefunktion ausgestattet.

Die Stadtwerke sind der erste Ansprechpartner zu allen Fragen rund um die Elektromobilität in Duisburg. Der lokale Energiedienstleister betreibt insgesamt 438 Ladepunkte an 177 Standorten im Stadtgebiet. Davon sind 66 Ladepunkte sogenannte Schnellladepunkte mit einer Ladeleistung zwischen 49 und 150 kW.
Eine Ladekarte der Stadtwerke Duisburg können Interessierte über das Online-Formular unter swdu.de/ladekarte bestellen. Kundinnen und Kunden profitieren dabei von einem Preis-Vorteil in Höhe von 60 Euro im Jahr.

Die Energieberaterinnen und -berater der Stadtwerke Duisburg stehen Interessierten bei allen Fragen rund um die Elektromobilität von der Fahrzeugauswahl bis zur heimischen Lade-Wallbox samt passendem Stromtarif telefonisch unter 0203-604 1111 zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es auch im Internet auf https://www.stadtwerke-duisburg.de/emob-p.

Auch Geschäftskunden, die ihren gesamten Fuhrpark auf Elektroautos umstellen wollen, erhalten bei den Stadtwerken kompetente Beratung zu möglichen Fahrzeugmodellen und Planung einer effizienten Ladeinfrastruktur auf dem eigenen Firmengelände. Weitere Informationen gibt es auch hierzu im Internet unter https://www.stadtwerke-duisburg.de/emob-g.

An der Wedauer Straße 389 können Elektroautos ab sofort an zwei neuen Schnellladepunkten der Stadtwerke Duisburg geladen werden. Quelle: Stadtwerke Duisburg

Solarbetriebene DHL Packstation in Duisburg Alt-Homberg eröffnet
- Bedienung einfach per App mit dem Smartphone
- Paketempfang und -versand rund um die Uhr
Die DHL hat eine neue Packstation in der Halener Straße 25 bei Netto in Duisburg Alt-Homberg in Betrieb genommen. Kundinnen und Kunden können dort ab sofort rund um die Uhr ihre Pakete abholen, vorfrankierte Sendungen verschicken. Die App-gesteuerte Packstation kommt dabei ohne Bildschirm aus. Für die Nutzung benötigen Kundinnen und Kunden lediglich die kostenlose Post & DHL App.


Für die Be- und Entladung der Packstationen stehen bundesweit unter anderem bereits mehr als 35.000 Elektro-Fahrzeuge zur Verfügung.

Ein Großteil der App-gesteuerten Packstationen – so wie diese – ist mit Solarzellen auf dem Dach ausgestattet, sodass sich der neue Packstationstyp mit regenerativen Energien komplett selbst versorgen kann. „Da wir keine externe Stromquelle mehr benötigen, können wir die DHL Packstation jetzt auch an Orten aufstellen, wo dies vorher nicht möglich gewesen wäre. Wir bringen unseren Service damit noch näher zu unseren Kunden“, sagt Holger Bartels, Leiter des Multikanalvertriebs Post & Paket Deutschland der DHL Group.

Schwofen, Kaffee, Kuchen im Gemeinde-Café Dreivierteltakt in Wanheimerort
Die Evangelische Rheingemeinde Duisburg öffnet zum Monatsausklang das „Café Dreivierteltakt“, bei dem Seniorinnen und Senioren zu Kaffee, Tee und Kuchen zusammenkommen, die Begleit-Musik genießen und dazu tanzen. Für den guten Ton sorgt Frank Rohde, der zu seinem Spiel an der elektronischen Orgel auch singt. Es gibt dabei nicht nur Klänge im Dreivierteltakt, doch alle Lieder haben Rhythmus und sind vielen bekannt.

Das nächste gesellig-musikalische Treffen im Beratungs- und Begegnungszentrum (BBZ) Wanheimerort, Paul-Gerhardt-Straße 1, ist am Samstag, 18. April 2026 um 15 Uhr. Bei sieben Euro Eintritt sind Kaffee und Kuchen inbegriffen; Anmeldungen sind bei Maria Hönes telefonisch möglich (Tel.: 0203 770134).



Olympiabewerbung 2036 bis 2044: Region „KölnRheinRuhr“ mit höchster Bevölkerungszahl vor Berlin, Hamburg und München
* Rund 5,7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner in der Region „KölnRheinRuhr“
* Region „KölnRheinRuhr“ mit geringster Bevölkerungsdichte
* Die meisten Beherbergungsbetriebe in der Region „KölnRheinRuhr“

Mit rund 5,7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern stellt die Region „KölnRheinRuhr“ in NRW mit ihren 17 Bewerberstädten die bevölkerungsreichste Region unter den Bewerbungskandidaten für die aktuell laufende Bewerbungsphase der Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 dar. Neben der Region „KölnRheinRuhr“ gehen auch die Hauptstadt Berlin, die Freie und Hansestadt Hamburg und die bayerische Landeshauptstadt München für Deutschland ins Rennen.

Wie das Statistische Landesamt auf Basis der Regionaldatenbank Deutschland mitteilt, folgen bei der Bevölkerungszahl hinter der Region „KölnRheinRuhr“ Berlin mit etwa 3,7 Millionen, Hamburg mit rund 1,9 Millionen und München mit 1,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Innerhalb der Region „KölnRheinRuhr“ hat Köln mit etwa einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern die höchste Bevölkerungszahl.



Höchste Bevölkerungsdichte in München
Ein anderes Bild zeigt sich mit Blick auf die Bevölkerungsdichte zum 31. Dezember 2024: Hier liegt München mit 4.843,9 Einwohnerinnen und Einwohnern je Quadratkilometer an der Spitze, gefolgt von Berlin (4.135,5) und Hamburg (2.466,7). Die Region „KölnRheinRuhr“ liegt mit 2.212,1 Einwohnerinnen und Einwohnern je Quadratkilometer auf dem vierten Platz.


Innerhalb der Region „KölnRheinRuhr“ führen Düsseldorf (2.845,7), Oberhausen (2.771,4) und Essen (2.732,2) bei der Bevölkerungsdichte. Die meisten Schlafgelegenheiten in Berlin Mit 986 geöffneten Beherbergungsbetrieben im Jahr 2024 führt die Region „KölnRheinRuhr“ das Feld an. Dahinter folgen Berlin (749), München (470) und Hamburg (403). Innerhalb der Region „KölnRheinRuhr“ liegen Köln (252), Düsseldorf (212) und Essen (112) vorn. 



Die Reihenfolge ändert sich, wenn die angebotenen Schlafgelegenheiten betrachtet werden. Hier führt Berlin mit ca. 148.000 Schlafgelegenheiten das Rennen an. Auf dem zweiten Platz folgt die Region „KölnRheinRuhr“ mit ca.128.000 Schlafgelegenheiten und den dritten Platz belegt München mit ca. 98.000 angebotenen Schlafgelegenheiten. Hamburg liegt mit ca. 77.000 Schlafgelegenheiten auf dem vierten Platz.



Innerhalb der Region „KölnRheinRuhr“ stechen insbesondere Köln (38.096) und Düsseldorf (35.685) hervor. Unter „Schlafgelegenheiten“ versteht man die Anzahl der angebotenen Gästebetten in geöffneten Beherbergungsbetrieben.  Am 26.09.2026 entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), welcher der vier Bewerberregionen für Deutschland in das internationale Rennen eintritt.

NRW: Stromerzeugung und -einspeisung zum dritten Mal in Folge rückläufig
* 2025 wurden 36,6 % weniger Strom erzeugt und eingespeist als 2018
* Kohle verliert an Bedeutung, bleibt aber wichtigster Energieträger
* Einspeisung aus Photovoltaik steigt um 20,3 % gegenüber 2024 

Im Jahr 2025 sind in Nordrhein-Westfalen 87.475 Gigawattstunden Strom erzeugt und in das Netz zur allgemeinen Versorgung eingespeist worden. Wie das Statistische Landesamt anhand endgültiger Daten mitteilt, nahm die eingespeiste Menge gegenüber dem Vorjahr um 0,2 % geringfügig ab. Im Vergleich zu 2018 verringerte sich die Stromeinspeisung in NRW jedoch um 36,6 %. 

Die Stromeinspeisung aus Kohle sank gegenüber dem Vorjahr um 7,2 % und setzte damit den seit 2023 rückläufigen Trend weiter fort. Erdgas und erneuerbare Energien nahmen erneut zu: Gegenüber dem Vorjahr stieg die in 2025 eingespeiste Menge aus Erdgas um 9,0 % und aus erneuerbaren Energien um 3,4 % an. Sonstige Energieträger wie z.B. Dieselkraftstoffe oder Heizöl verbuchten einen Anstieg von 4,6 %. 



Kohle weiterhin wichtigster Energieträger bei der Stromeinspeisung, vor erneuerbaren Energien und Erdgas
Anteilig blieb Kohle 2025 der wichtigste Energieträger bei der Stromeinspeisung. 43,6 % der gesamten eingespeisten Strommenge stammte aus diesem Energieträger. Damit sank der Anteil gegenüber 2018 deutlich. Damals lag der Anteil mit 69,6 %, noch 26 Prozentpunkte über dem Wert von 2025. Die erneuerbaren Energien legten auf 27,8 % zu. Erdgas rangierte mit einem Anteil von 25,6 % an dritter Stelle.

Sonstige Energieträger machten 3,0 % am Strommix aus. Diese Entwicklungen wurden durch politische Maßnahmen wie z. B. dem Ausstieg aus dem subventionierten Steinkohlebergbau im Jahr 2018, dem für 2030 anvisierten Braunkohleausstieg im Rheinischen Revier sowie dem Ausbau und der Förderung von Wind- und Photovoltaikanlagen beeinflusst. 

Bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien spielte auch die Witterung eine entscheidende Rolle. Sie war einer der Gründe dafür, dass es im 1. Quartal 2025 bei der Windkraft eine rückläufige Entwicklung gegeben hatte. Lesen Sie dazu auch unsere Pressemitteilung: https://www.it.nrw/nrw-stromeinspeisung-aus-windkraft-im-1-quartal-2025.



Erneuerbare Energieträger: Anteil von Photovoltaik steigt auf 28,5 % an
Unter den erneuerbaren Energieträgern verzeichnete die Windkraft mit 52,2 % den höchsten Anteil an der Stromeinspeisung. Der Anteil von Photovoltaik stieg gegenüber dem Vorjahr um vier Prozentpunkte auf 28,5 % an. Es folgten Biogas mit einem Anteil von 9,9 %, sowie feste biogene Stoffe wie Holz mit 4,1 %. 

Ölpreise belasten Transportbranche massiv IHK: Energiesteuer senken, um Unternehmen schnell zu helfen  
Der Nahost-Konflikt belastet auch die Wirtschaft am Niederrhein. Die stark gestiegenen Kraftstoffpreise setzen insbesondere die Transportbranche unter Druck. Logistikunternehmen sowie Taxi- und Busbetriebe müssen Mehrkosten tragen, die sie schwer bewältigen können. Für viele Betriebe entwickelt sich die wirtschaftliche Lage kritisch. Aus Sicht der Niederrheinischen IHK könnte eine niedrigere Energiesteuer kurzfristig Abhilfe schaffen. Die Bundesregierung müsse jetzt handeln, um Folgen für weitere Branchen und Verbraucher zu verhindern.  

„Die aktuellen Spritpreise sind für viele Unternehmen eine enorme Belastung. Insbesondere für kleinere Betriebe können sie mittelfristig existenzbedrohend werden. Speditionen oder Taxiunternehmen können das auf Dauer nicht durchhalten“, erklärt Fabian Griewel, Teamleiter Verkehr der Niederrheinischen IHK.  

Aus Sicht der IHK muss die Bundesregierung dringend handeln. Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus. „Die sogenannte 12-Uhr-Regel bringt bisher keine Entlastung für Unternehmen oder Verbraucher. Die Preise an der Tankstelle müssen aber jetzt runter. Eine schnelle und wirksame Möglichkeit wäre, die Energiesteuern für Benzin und Diesel auf das europäische Mindestmaß zu senken. Das wären bei Benzin knapp 30 Cent weniger, bei Diesel etwa 15 Cent. Das Ergebnis: sinkende Preise und dadurch mehr Luft zum Atmen für unsere Unternehmen.“  

Eine steuerliche Entlastung sei zudem ein erprobtes Instrument: „Wir haben bereits in der Energiekrise 2022 gesehen, dass sich eine temporäre Senkung der Energiesteuern positiv auswirken kann. An diese Erfahrungen sollte die Bundesregierung anknüpfen“, so Griewel.  

Sechs Projekte der Provenienzforschung im Ruhrgebiet werden gefördert
Im Ruhrgebiet werden fünf Museen und ein Archiv im Rahmen des Förderprogramms "Provenienzen NRW" unterstützt. Mit den Projekten zur Herkunftsforschung soll ein Beitrag zur Aufarbeitung historischen Unrechts geleistet werden.

Landesarchiv Duisburg - BZ-Foto haje

Am Landesarchiv NRW in Duisburg etwa wird die Digitalisierung von zwei Beständen zur Provenienzforschung gefördert. Die Stiftung Ruhr Museum in Essen arbeitet die Ethnologischen Sammlung auf, und das Kunstmuseum Gelsenkirchen erforscht erstmals systematisch die Provenienz seines Bestandes.

Ebenfalls Unterstützung erhalten die Vorhaben des Stadtmuseums Hagen, des Kunstmuseums in Mülheim an der Ruhr und der Kunsthalle Recklinghausen. Insgesamt unterstützt das Land NRW in diesem Jahr 14 Museen, Archive und Bibliotheken bei der Provenienzforschung mit rund 290.000 Euro. idr

Neue Studie: Schon Grundschulkinder leiden unter Einsamkeit
Einsamkeit ist ein Problem, das schon in der Grundschule beginnt, wie eine Studie der Universität Witten/Herdecke und des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik zeigt. Befragt wurden 428 Kinder an zehn Grundschulen mit schwachem Sozialindex in Herne, Bochum und Gelsenkirchen.

Fast zwölf Prozent der Jungen und Mädchen fühlen sich oft oder immer einsam. 24 Prozent gaben an, sich manchmal einsam zu fühlen. Nur knapp ein Drittel fühlt sich nie alleine. Die Studie ist Teil des Projekts "Inspire Youth", das die SozialstiftungNRW mit insgesamt 700.000 Euro fördert. Umgesetzt wird es an Offenen Ganztagsschulen in Trägerschaft der AWO im Westlichen Westfalen.

Das Vorhaben will den sozialen Zusammenhalt bei Kindern stärken. Sie lernen zum Beispiel durch Übungen, sich besser in andere hineinzuversetzen und Ausgrenzung zu vermeiden. Zudem werden die Selbstwahrnehmung und der Umgang mit eigenen Gefühlen verbessert. idr - Infos: https://awo-ww.de/inspire-youth

Richtfest für das neue Gerätehaus für den Löschzug 210
Feierliche Stimmung in der Emmericher Straße 121–133 in Duisburg-Meiderich: Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Duisburg, der Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) und der Duisburger Infrastrukturgesellschaft (dig) feierten heute gemeinsam das Richtfest für den Neubau des Gerätehauses des Löschzugs 210.

Fotos - Copyright:  Wirtschaftsbetriebe Duisburg - Adrian Chodkowski

Mit dem Neubau entsteht ein zentraler, moderner Standort für die Feuerwehr, der die bisherigen, in die Jahre gekommene Standorte der Löschgruppen 201 und 202 zusammenführt. Die bestehenden Gebäude in Laar und Meiderich werden den heutigen Anforderungen an Technik, Funktionalität und Sicherheit nicht mehr gerecht.

Mit dem neuen Gerätehaus wird der Brandschutzbedarfsplan der Stadt Duisburg konsequent umgesetzt und die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr in den Stadtteilen Ruhrort, Laar, Beeck, Beeckerwerth, Meiderich und Bruckhausen nachhaltig gestärkt.

„Die Frauen und Männer der Feuerwehr leisten täglich verlässliche Hilfe in Notlagen, sind immer da, wenn es drauf ankommt. Davor habe ich den größten Respekt. Mit dem Neubau schaffen wir optimale Voraussetzungen für diese so wichtige Arbeit“, betonte Oberbürgermeister Sören Link beim Richtfest.

Der Neubau umfasst eine Fahrzeughalle mit sechs Stellplätzen, eine integrierte Waschhalle sowie einen separaten Bereich für Technik und Lagerung. Direkt an die Fahrzeughalle angeschlossen entsteht ein zweigeschossiges Sozial- und Verwaltungsgebäude. Neben den funktionalen Einsatzbereichen werden moderne Umkleiden, Schulungs- und Aufenthaltsräume sowie ein eigener Bereich für die Jugendfeuerwehr realisiert.

Bereits in der Planung wurde großer Wert auf eine nachhaltige und zukunftsorientierte Bauweise gelegt. Eine Photovoltaikanlage, moderne Wärmepumpentechnik und energieeffiziente Baukomponenten gewährleisten eine ressourcenschonende Versorgung des Gebäudes.

Ein extensiv begrüntes Dach sowie zusätzliche begrünte Außenflächen tragen gemeinsam mit einer sorgfältig gestalteten Außenanlage zu einem angenehmen Umfeld und einem verbesserten Mikroklima bei. Die Lärmschutzwand erhält eine nachhaltige Verkleidung aus Bambus und fügt sich harmonisch in das Gesamtkonzept ein. Ergänzt wird das Projekt durch barrierefreie Zugänge, Fahrradstellplätze und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, ein weiterer Schritt hin zu einem zeitgemäßen, zukunftsfähigen Feuerwehrstandort.

„Wir schaffen hier einen modernen Standort, der den Anforderungen der Feuerwehr von heute und morgen gerecht wird. Das Gebäude bietet optimale Bedingungen für Einsatz, Ausbildung und Organisation und ist damit eine wichtige Grundlage für die Arbeit des Löschzugs 210“, erklärte Björn Metzler, Geschäftsbereichsleiter Immobilien der Wirtschaftsbetriebe Duisburg.

Die Umsetzung des Projekts erfolgt durch die Duisburger Infrastrukturgesellschaft. „Als ausführende Gesellschaft haben wir hier gemeinsam mit allen Beteiligten ein sehr durchdachtes und modernes Gebäudekonzept realisiert. Der Neubau ist funktional, nachhaltig und zukunftsfähig und bietet beste Voraussetzungen für die Arbeit der Feuerwehr“, so Geschäftsführer Matthias Palapys.

In den rund 1.558 Quadratmeter großen Neubau werden etwa 8,75 Millionen Euro investiert. Die Fertigstellung des Gerätehauses ist nach aktueller Planung für Oktober 2026 vorgesehen.

Wiedereröffnung des historischen Seitenrad-Dampfschleppers OSCAR HUBER
Willkommen zurück an Bord des Museumsschiffs OSCAR HUBER: Nach einer aufwändigen, fünfmonatigen Instandsetzung im vergangenen Jahr ist der Seitenrad-Dampfschlepper ab Freitag, 10. April, wieder für Besucherinnern und Besucher zugänglich.

Die„Oscar Huber“ im Ruhrorter Hafen wir auf den Saisonstart vorbereitet. Der letzte original erhaltene Radschleppdampfer auf dem Rhein. Das einzigartige Kulturdenkmal aus dem Jahr 1922 steht für über 100 Jahre Rheinschifffahrtsgeschichte. Fotos Ilja Höpping / Stadt Duisburg

Auf der Neuen Ruhrorter Schiffswerft wurde das 77 Meter lange und 9,60 Meter breite Schiff aufwändig restauriert: Umfangreiche Korrosionsschutz- und Metallbaumaßnahmen waren ebenso wie Reinigungs- und Holzarbeiten notwendig. Allein 12,5 Tonnen Muschelbewuchs mussten vom Schiffsboden entfernt werden, bevor der Rumpf instandgesetzt und die Lackierung erneuert werden konnten.

Die Gesamtkosten für den Werftaufenthalt beliefen sich auf rund 608.000 Euro. Sie werden getragen durch Fördermittel von Bund und Land, Eigenmittel der Stadt Duisburg sowie Spenden. „Der OSCAR HUBER ist das Leitobjekt unseres Museums und ein einmaliges Kultur- und Technikdenkmal der deutschen Binnenschifffahrt“, sagt Museumsdirektor Dr. Dennis Niewerth.

„Wir sind freudig gespannt darauf, ihn nach dem langen Werftaufenthalt wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machen und seine bewegte Geschichte erzählen zu können.“

Im Oktober kehrte OSCAR HUBER an seinen Liegeplatz am Leinpfad an der Schifferbörse in Duisburg-Ruhrort zurück. Bis vor Kurzem wurden dort noch abschließende Restarbeiten getätigt und die Ausstellung installiert. Das 1922 gebaute Schiff ist der letzte erhaltene Seitenrad-Dampfschlepper auf dem Rhein und ein herausragendes technisches Kulturdenkmal.

Als Teil der Sammlung des Museums der Deutschen Binnenschifffahrt (MDB) steht OSCAR HUBER exemplarisch für eine Technologie, die die Binnenschifffahrt über mehr als ein Jahrhundert prägte: Dampfschlepper zogen einst an langen Stahlseilen ganze Verbände unmotorisierter Frachtkähne über den Fluss. Erst das Aufkommen der Schubboote ab den 1950er-Jahren löste diese Transportform schrittweise ab.

Besucherinnen und Besucher haben nun wieder die Gelegenheit, die eindrucksvolle Technik des Schiffs aus nächster Nähe zu erleben: Neben dem Maschinenraum können auch die ehemaligen Mannschafts- und Wohnräume begangen werden.

Der Eintritt für das Museumsschiffe OSCAR HUBER beträgt für Erwachsene aktuell zwei Euro, Kinder und ermäßigt: einen Euro. Das Kombiticket (Museum + Schiffe) kostet Erwachsene 6,50 Euro und für Kinder sowie ermäßigt: 3 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.binnenschifffahrtsmuseum.de.

Duisburg-Laar: Breitbandausbau im Stadtgebiet
Aufgrund des Breitbandausbaus in Laar werden ab Mittwoch, 15. April, Leerrohre im Stadtteil verlegt. Aus diesem Grund wird die Rechtsabbiegerspur auf der Thomasstraße in Höhe der Hausnummern 1 bis 3 an wenigen Tagen vollständig gesperrt.

Eine genauere Terminierung ist leider nicht möglich. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Wer zu Fuß unterwegs ist, kann den Bereich weiterhin passieren. Die Gesamtmaßnahme wird voraussichtlich Ende Mai 2026 abgeschlossen sein.

Duisburg stimmt sich auf die IGA 2027 ein – Gartenfestival wird im Stadtgebiet noch sichtbarer

Gut ein Jahr vor dem Start der Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) rückt das Großereignis zunehmend in den Fokus des Duisburger Stadtbildes. Mit verschiedenen Aktionen und Informationsangeboten machen die Wirtschaftsbetriebe Duisburg auf den Zukunftsgarten im RheinPark aufmerksam und laden die Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich frühzeitig mit den Themen der IGA auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt steht dabei die zentrale Frage der Ausstellung: „Wie wollen wir morgen leben?“ – und wie sich Antworten darauf ganz konkret vor Ort erleben lassen.

Fotos Copyright: Jana Schmücker / Wirtschaftsbetriebe Duisburg

Ein besonderer Blickfang sind kleine, wachsende Botschafter der IGA im Stadtgebiet: Rund 300 Stück sogenanntes Samenpapier werden in Kürze in der Duisburger Innenstadt sowie an weiteren stark frequentierten Orten wie dem Innenhafen, dem Landschaftspark und dem Kantpark aufgehängt. Das umweltfreundliche Recyclingpapier enthält eine Wildblumenmischung und kann nach dem Einweichen einfach eingepflanzt werden – ein lebendiges Symbol für die Themen der IGA rund um Nachhaltigkeit und die Gestaltung lebenswerter und grüner Stadträume. Die Aktion wird bis zur IGA 2027 in wiederkehrenden Abständen wiederholt.

Auch die Tourist Information Duisburg in der Königstraße steht in Kürze ganz im Zeichen der IGA: Eine großflächige Folierung mit IGA-Motiven macht den Standort zum zentralen Anlaufpunkt. Ergänzend werden auf Bildschirmen aktuelle Informationen zur Ausstellung gezeigt, während Flyer und Infomaterial zur Mitnahme bereitliegen.

Darüber hinaus wird das Informationsangebot zur IGA im gesamten Stadtgebiet ausgeweitet. An zahlreichen Orten mit hohem Publikumsverkehr – darunter das Rathaus, die Stadtbibliothek, die Volkshochschule, das Umweltamt, das Kultur- und Stadthistorische Museum, die Bezirksämter sowie der Zoo Duisburg – werden Flyerständer im IGA-Design aufgestellt. Dort erhalten Interessierte kompakte Informationen rund um die IGA 2027 in Duisburg.

Ein besonderer Termin steht zudem bereits fest: Am 23. April 2026 – genau ein Jahr vor Eröffnung der IGA – wird im Zukunftsgarten RheinPark der „Tag der IGA“ gefeiert. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreicher Nachmittag mit Musik, gastronomischen Angeboten und vielfältigen Informationen rund um die Internationale Gartenausstellung 2027 im Ruhrgebiet. Im Rahmen der Veranstaltung fällt auch der Startschuss für den Verkauf der Dauerkarten. Zudem besteht die Möglichkeit, bei Führungen einen Einblick in den aktuellen Stand der Baustelle zu erhalten.

Mit den verschiedenen Maßnahmen machen die Wirtschaftsbetriebe Duisburg die IGA schon heute im Stadtbild erlebbar und laden dazu ein, die Entwicklung des Zukunftsgartens aktiv zu begleiten – auf dem Weg zu einer Ausstellung, die zeigt, wie wir morgen leben wollen.


Kreativworkshop im Kultur- und Stadthistorischen Museum
Zu einem Kreativworkshop lädt der Künstler Jörg Mazur am Samstag, 25. April, von 14 bis 16 Uhr ins Kultur- und Stadthistorische Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 am Innenhafen ein. Teilnehmende können hier Raupen und Puppen mit Buntstiften und Wasserfarben malen, aus denen Schmetterlinge auf Klappbildern entstehen.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „WerkStadtMuseum“, die regelmäßig am vierten Samstag eines jeden Monats startet. Mitmachen können sowohl Erwachsene als auch Kinder; Teilnehmende unter sechs Jahren müssen von einer Begleitperson betreut werden. Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder und ermäßigt 2 Euro.

Eine Anmeldung per E-Mail an ksm-service@stadt-duisburg.de oder telefonisch unter 0203 283-2640 wird empfohlen, da die Plätze begrenzt sind. Das vollständige Programm ist im Internet unter www.stadtmuseum- duisburg.de abrufbar.

Jörg Mazur @joergmazur

Besondere Aktionen zum Welttag des Buches
Zum Welttag des Buches am Donnerstag, 23. April, lädt die Stadtbibliothek Duisburg zu einem vielfältigen Programm ein, das in der Zentralbibliothek sowie in den Bezirksbibliotheken Rheinhausen und Meiderich stattfindet. Die Veranstaltungen richten sich an Menschen jeden Alters und bieten zahlreiche Gelegenheiten zum Lesen, Basteln, Entdecken und Mitmachen.

In der Zentralbibliothek an der Steinschen Gasse 26 startet das Programm um 11 Uhr. Besucherinnen und Besucher können sich auf ein Speed-Dating mit Büchern sowie verschiedene kreative Angebote freuen, die ohne Anmeldung besucht werden können. Für die Präsentationen der Historischen Sammlung, die Führung durch die Romanabteilung und den Workshop zum kreativen Schreiben ist eine Anmeldung erforderlich.

Eine Ausstellung mit den persönlichen Lieblingstiteln der Mitarbeitenden begleitet den Tag. Im Kantpark ist das „BibBike“ zu sehen, das von Mitarbeitenden genutzt wird, um über die Aktionen des Tages zu informieren. Die Bezirksbibliothek Rheinhausen an der Händelstraße 6 veranstaltet ab Donnerstag einen dreitägigen Medientrödel. Am selben Tag findet ein Booktasting für Jugendliche und Erwachsene statt, das ohne vorherige Anmeldung besucht werden kann.

Am Freitag können Besucherinnen und Besucher eigene Book-Faces erstellen, indem sie Buchcover in ihre Porträtfotos einbeziehen. Am Samstag gestalten Kinder zwischen acht und zehn Jahren im Rahmen eines Workshops Tiere aus alten Büchern.

Für dieses Bastelangebot ist eine Anmeldung erforderlich. In der Bezirksbibliothek Meiderich an der Von-der-Mark-Straße 71 erwartet Kinder am Donnerstag eine Lesung des Bilderbuchs „Der Lesewolf“ von Bénédicte Carboneill mit anschließendem Basteln. Das vollständige Programm zum Welttag des Buches sowie die Anmeldemöglichkeiten sind online unter www.stadtbibliothek-duisburg.de zu finden.

Digital-Kompass startet Initiative für mehr digitale Teilhabe von Menschen mit Lern- und Leseschwierigkeiten
Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig, gab Startschuss für neue Verbraucherbildungsoffensive Berlin, 08.04.2026 – Mit dem Projekt “Digital einfach erklärt: Teilhabe für Verbraucherinnen und Verbraucher mit Lern- und Leseschwierigkeiten aktiv und verständlich gestalten” entwickelt der Digital-Kompass neue Unterstützungsangebote für Menschen mit Lern- und Leseschwierigkeiten.

Die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig, hat bei der Auftaktveranstaltung in Berlin den offiziellen Startschuss gegeben. Ziel der Initiative ist es, digitale Angebote verständlicher zu machen und mehr Menschen eine selbstständige Nutzung digitaler Dienste zu ermöglichen. Der Digital-Kompass wird von der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen und Deutschland sicher im Netz e.V. durchgeführt und vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) gefördert. Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig betont zum Auftakt: „Unser Alltag wird zunehmend digital.

Gleichzeitig stoßen viele Menschen bei der Nutzung digitaler Angebote auf sprachliche und strukturelle Barrieren. Deshalb müssen wir für alle den Zugang zur digitalen Welt sicherstellen und gezielt digitale Kompetenzen stärken. Genau hier setzt das Projekt ‚Digital einfach erklärt‘ an: Mit verständlicher Sprache, konkreten Beratungsangeboten und praxisnaher Unterstützung, die Menschen fit für den digitalen Alltag machen.“

Auftaktveranstaltung gibt Impulse für verständliche digitale Angebote Die Auftaktveranstaltung fand im Mehrgenerationenhaus Berlin-Gneisenaustraße, einem von bundesweit knapp 300 Digital-Kompass-Standorten, statt. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft und Praxis diskutierten, wie Einfache Sprache und verständliche Vermittlungsformate digitale Teilhabe stärken können.

Die Teilnehmenden wurden von Norbert Theobald, Vorstandsmitglied der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, und Isabelle Rosière, Geschäftsführerin von Deutschland sicher im Netz e.V., begrüßt. Isabelle Rosière, Geschäftsführerin von Deutschland sicher im Netz e.V., sagte: „Digitale Teilhabe darf nicht davon abhängen, wie gut jemand lesen oder komplexe Texte verstehen kann. Mit dem Digital-Kompass unterstützen wir Menschen mit Lern- und Leseschwierigkeiten dabei, digitale Angebote besser zu verstehen und selbstständig zu nutzen.

Gleichzeitig stärken wir ein bundesweites Netzwerk von Engagierten, die digitale Themen verständlich vermitteln.“ Unterstützung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auf dem Weg zur digitalen Teilhabe Im Projekt „Digital einfach erklärt” qualifiziert der Digital-Kompass Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, digitale Themen verständlich weiterzugeben.

Welche Bedeutung solche Unterstützungsangebote in der Praxis haben, unterstrich Norbert Theobald, Vorstandsmitglied der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen: „Es ist wichtig, dass es Anlaufstellen gibt, die Orientierung bieten und Fragen verständlich beantworten. Der Digital-Kompass zeigt seit Jahren, wie wertvoll persönliche Begleitung und praxistaugliche Materialien für einen sicheren Einstieg ins Digitale sind.“

Der Digital-Kompass richtet sich an Multiplikatorinnen, Multiplikatoren und andere Interessierte und bietet kostenfreie Schulungen, Online-Veranstaltungen, Netzwerktagungen und praxisnahe Materialien an. Fachlich unterstützt wird das Projekt von Organisationen aus den Bereichen Barrierefreiheit und Verbraucherinformation: dem Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Deutschen Schwerhörigenbund sowie dem Bundesverband Verbraucher Initiative e.V.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.digital-kompass.de.

Stadtwerke verlosen kostenlose Trikotsätze für Jugendmannschaften
Die Stadtwerke Duisburg verlosen auf ihrer Website jeden Monat einen Trikotsatz für Duisburger Jugendmannschaften. Ob es um die Sportbekleidung von Fußball-, Handball-, Hockey-, Volleyball- oder Basketball-Teams geht – teilnehmen können bis Ende November 2026 alle Jugendmannschaften des Duisburger Breitensports.

Die Gewinner erhalten einen kompletten Junioren-Trikotsatz in der Farbe Grün. Mit dieser in und um Duisburg einzigartigen Aktion unterstreichen die Stadtwerke Duisburg als lokaler Energieversorger ihr Engagement für die Lebensqualität der Duisburger Bürger und die Förderung des lokalen Breitensports.

Wenn es um die Ausstattung ihrer Jugendteams geht, stehen Amateursportvereine oft vor großen Herausforderungen. Angesichts schmaler Vereinsbudgets werden neue Trikotsätze für die ehrenamtlich geführten Vereine oft zum finanziellen Kraftakt. Als Ausdruck ihrer Nähe zum Standort möchten die Stadtwerke Duisburg mit der Trikotaktion den Kindern, Trainern und Eltern im Duisburger Breitensport unkompliziert unter die Arme greifen.

„Unser Herz schlägt für Duisburg und für seine Bürger. Und deshalb ist auch die Förderung des Jugendsports für uns eine Herzensangelegenheit“, sagt Christian Theves, Abteilungsleiter Privatkundenvertrieb der Stadtwerke Duisburg. „Gerade im Jugendbereich erfüllt der Breitensport neben der gesundheitlichen Funktion auch einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag: Er sorgt nicht nur für Spaß und Bewegung, sondern vermittelt Normen und Werte und bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen“, so Theves weiter.

Die Spielregeln für die Trikotaktion sind ganz einfach: Duisburger Jugendmannschaften, die einen Trikotsatz gewinnen möchten, müssen nur das Bewerbungsformular auf der Internetseite der Stadtwerke Duisburg ausfüllen und eine kurze Begründung nennen, warum gerade sie einen neuen Trikotsatz verdient haben. Alle weiteren Infos zu der monatlich stattfindenden Verlosung sind zu finden unter www.swdu.de/trikot.

Neben dem Gewinnspiel bieten die Stadtwerke Duisburg allen Kinder-, Jugend- oder Seniorenmannschaften einen brandneuen Stadtwerke-Trikotsatz zum exklusiven Vorteilspreis. Diese Trikotsätze lassen sich durch Vereinsfarben inklusive Vereinswappen und Rückennummern individuell gestalten.

Die Stadtwerke Duisburg verlosen auf ihrer Website jeden Monat einen Trikotsatz für Duisburger Jugendmannschaften. Foto Stadtwerke Duisburg.

Solarbetriebene DHL-Packstation in Duisburg-Wehofen eröffnet
- Bedienung einfach per App mit dem Smartphone
- Paketempfang und -versand rund um die Uhr
Die DHL hat eine neue Packstation in der Straße Auf dem Bögel 3 in Duisburg-Wehofen bei LEG Wohnen in Betrieb genommen. Kundinnen und Kunden können dort ab sofort rund um die Uhr ihre Pakete abholen, vorfrankierte Sendungen verschicken. Die App-gesteuerte Packstation kommt dabei ohne Bildschirm aus. Für die Nutzung benötigen Kundinnen und Kunden lediglich die kostenlose Post & DHL App.

Für die Be- und Entladung der Packstationen stehen bundesweit unter anderem bereits mehr als 35.000 Elektro-Fahrzeuge zur Verfügung.

Die App-gesteuerte Packstation benötigt kein Display, da die Kundin oder der Kunde sie ausschließlich mit seinem Smartphone bedient. „Wir haben die App-gesteuerten Packstationen intensiv getestet. Die Rückmeldungen der Kundinnen und Kunden sind sehr positiv und es hat sich gezeigt, dass die allermeisten Packstationskunden mit der Nutzung von Apps auf ihrem Smartphone bestens vertraut sind. Ein Großteil der App-gesteuerten Packstationen – so wie diese – ist mit Solarzellen auf dem Dach ausgestattet, sodass sich der neue Packstationstyp mit regenerativen Energien komplett selbst versorgen kann.



NRW: Realer Umsatz im Einzelhandel steigt seit 2016 um rund 13 %
* Umsätze im Großhandel 2025 im Vergleich zu 2016 um 3,0 % rückläufig.
* Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik im Einzel- und Großhandel mit hohen Umsatzzuwächsen.
* Kfz-Handel mit stärkstem Beschäftigungszuwachs.

Im Vergleich zu 2016 ist nach vorläufigen Ergebnissen der reale Umsatz im NRW-Einzelhandel 2025 um 12,8 % gestiegen. Der Kfz-Handel konnte mit 0,8 % ebenfalls einen realen Umsatzzuwachs verzeichnen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren im Vergleich die realen Umsätze im Großhandel mit einem Rückgang von 3,0 % hingegen unter dem Indexniveau von 2016.



Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik im Einzel- und Großhandel mit hohen Umsatzzuwächsen
Im Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik nahmen die realen Umsätze seit 2016 um 42,6 % zu. Auch die realen Umsätze der Tankstellen konnten ein Plus von 41,2 % verzeichnen. Ebenso konnte der Versand- und Internethandel in den vergangenen zehn Jahren um 61,3 % zulegen.

Die Umsätze in den Wirtschaftsabschnitten Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren (in Verkaufsräumen) und Einzelhandel an Verkaufsständen und Märkten entwickelten sich in den vergangenen zehn Jahren hingegen rückläufig. Verglichen mit dem Jahr 2016 konstatierte der Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln 2025 einen Umsatzrückgang von 19,3 %.

Ebenso lag der reale Umsatzindex des Einzelhandels an Verkaufsständen und Märkten 2025 um 18,3 % unter dem Niveau von 2016. Entgegen der rückläufigen realen Umsätze des Großhandels in NRW konnte der Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik seit 2016 einen starken Zuwachs von 34,0 % verzeichnen.

Beschäftigung im Kfz-Handel legt um 13,9 % zu
Die Beschäftigung nahm im Einzelhandel, Großhandel und Kfz-Handel im Vergleich zu 2016 zu, wobei der Kfz-Handel mit 13,9 % den stärksten Zuwachs aufwies. Insbesondere im Handel mit Kraftwagen und im Handel mit Krafträdern, Kraftradteilen und –zubehör sowie der Instandhaltung und Reparatur von Krafträdern gab es deutliche Zuwächse der Beschäftigten.

Zwischen den Jahren 2016 und 2025 stieg der Beschäftigungsindex beim Handel mit Kraftwagen um 20,9 % und im Handel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör um 30,0 %.

NRW: Holzeinschlag sinkt 2025 erneut – Schadholz nicht mehr mit größtem Anteil
* Holzeinschlag in NRW 2025 bei 2,6 Millionen Kubikmetern.
* Anteil des Schadholzes innerhalb eines Jahres fast halbiert.
* Insektenbefall mit einem Anteil von 49,7 % weiterhin häufigste Ursache für Schadholz.

Im Jahr 2025 wurden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 2,6 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, entsprach dies einem Rückgang von 16,3 % gegenüber dem Vorjahr.
Erstmals seit 2017 stellte Schadholz nicht mehr den größten Anteil am Holzeinschlag. Sein Anteil lag 2025 bei 28,4 % beziehungsweise 0,7 Millionen Kubikmetern. Im Vorjahr hatte er noch 59,5 % betragen.


Holzeinschlag zum vierten Mal in Folge rückläufig
Zwischen 2015 und 2021 war der Holzeinschlag in Nordrhein-Westfalen von 3,4 Millionen auf 19,3 Millionen Kubikmeter im Jahr 2021 gestiegen – dem höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre. Seitdem ging die eingeschlagene Holzmenge wieder zurück: 2025 sank der Holzeinschlag im vierten Jahr in Folge und lag mit 2,6 Millionen Kubikmetern 86,6 % unter dem Wert von 2021.

Insektenbefall ist häufigste Ursache für Schadholz
Mit einem Anteil von 49,7 % (366.251 Kubikmeter) war der Befall durch Insekten 2025 erneut die häufigste Ursache für das Schadholzaufkommen in den nordrhein-westfälischen Wäldern. Das Jahr 2025 war in NRW insgesamt zu warm und zu trocken. Anhaltende Dürre schwächt die Bäume, da sie bei Wassermangel weniger Abwehrstoffe wie Harz bilden können.



Warme Temperaturen begünstigen die Vermehrung von Schädlingen wie des Borkenkäfers, der sich vor allem auf geschwächten Nadelbäumen ausbreitet. Neben Insekten spielten 2025 auch andere Schadensursachen eine Rolle: 28,2 % des Schadholzes (207.591 Kubikmeter) waren direkt auf Trockenheit zurückzuführen, 9,4 % (69.138 Kubikmeter) auf Wind und Sturm sowie 1,0 % (7.012 Kubikmeter) auf Schnee und Duft (Duftbruch bezeichnet durch Raureif verursachte Baumschäden).

Im Jahr 2021 zeigte sich noch ein anderes Bild: Damals entfielen 91,8 % des Schadholzes (16,6 Millionen Kubikmeter) auf Insektenbefall. Trockenheit machte 5,8 % (1,0 Millionen Kubikmeter) aus, Wind und Sturm 0,9 % (164.672 Kubikmeter) sowie Schnee und Duft 0,2 % (42.128 Kubikmeter). Einschlag von Nadelholz gesunken aber von Laubholz gestiegen Nadelholz machte 2025 mit 58,9 % (1,5 Millionen Kubikmetern) erneut den größten Teil des Holzeinschlags in Nordrhein-Westfalen aus.

Gegenüber dem Vorjahr, in dem 2,3 Millionen Kubikmeter Nadelholz eingeschlagen wurden, sank die Menge um 32,6 %. Beim Laubholz zeigte sich dagegen eine gegenläufige Entwicklung: Hier stieg die Menge um 28,1 % von 832.724 Kubikmetern im Jahr 2024 auf 1,1 Millionen Kubikmeter im Jahr 2025.

Nationale Verkehrssicherheitskonferenz: Bund setzt richtigen Schwerpunkt – Gefahr auf Landstraßen entschärfen
Im Rahmen des „Pakts für Verkehrssicherheit“ haben sich das Bundesverkehrsministerium (BMV), Länder, Kommunen und über 400 nichtstaatliche Akteure im Jahr 2021 ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen soll bis 2030 um 40 Prozent sinken. Anlässlich der zweiten Nationalen Verkehrssicherheitskonferenz am 14. April zieht der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) eine kritische Zwischenbilanz.

© Daniela Stanek, DVR  - Top-Forderungen des DVR an die Politik

Während im Pandemie-Jahr 2021 noch 2.562 Menschen im Straßenverkehr ums Leben kamen, stieg diese Zahl im Jahr 2024 auf 2.770 und 2025 sogar auf 2.814 an. Der DVR warnt, dass das selbst gesteckte Reduktionsziel angesichts dieser Entwicklung kaum noch zu erreichen ist. Gleichzeitig begrüßt der DVR ausdrücklich, dass der Bund auf der Nationalen Verkehrssicherheitskonferenz mit der Entschärfung der Gefahren auf Landstraßen einen richtigen strategischen Schwerpunkt setzt.

„Die Statistik spricht eine klare Sprache: Bei der Reduzierung der Todesfälle im Straßenverkehr kommen wir in den letzten Jahren nicht voran – die Entwicklung stagniert“, erklärt Manfred Wirsch, Präsident des DVR. „Wo sich Fehlentwicklungen verfestigen, ist politische Führung gefragt. Es ist daher ein wichtiges Signal, dass Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder den Unfallhotspot Landstraße zu einem Kernthema der Konferenz gemacht hat. Da fast 60 Prozent der im Straßenverkehr getöteten Menschen auf Landstraßen verunglücken, liegt hier ein entscheidender Hebel.“

Bund und Länder: Landstraßen gemeinsam sicher machen
Es ist ein entscheidender Schritt, dass der Bundesverkehrsminister und die Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister der Länder nicht nur Maßnahmen für Bund, Länder und Kommunen festgelegt, sondern zur Verbesserung der Sicherheit auf Landstraßen auch die Ministerien für Inneres, Justiz und Gesundheit zu Beratungen aufgerufen haben. Nur durch einen ressortübergreifenden Ansatz lässt sich der grundgesetzliche Schutz von Leib und Leben auch auf Landstraßen wirksam gewährleisten. Zudem gilt es, die enormen volkswirtschaftlichen Kosten von Straßenverkehrsunfällen zu senken, die 2024 erstmals die 40-Milliarden-Euro-Marke überschritten haben.

„Der Tod auf unseren Landstraßen ist kein unvermeidbares Schicksal“, betont Manfred Wirsch. „Wenn Ministerien über Ressortgrenzen hinweg an einem Strang ziehen, können wir Landstraßen systematisch und nachhaltig sicherer machen. Landstraßen sind Lebensadern: Sie verbinden Menschen, sichern Mobilität und ermöglichen Handel. Das verlangt nach einer besonderen Verantwortung in der Verkehrssicherheit. Es ist unsere Pflicht, das Leben der Menschen auf diesen Straßen mit aller Kraft zu schützen.“

Bundesverkehrsministerium: Tempolimits auf Landstraßen senken
Anlässlich der Konferenz untermauert der DVR erneut seine Forderung: Auf Landstraßen mit einer Fahrbahnbreite bis einschließlich sechs Metern soll eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gelten, während das Tempo an Kreuzungen und Einmündungen auf Landstraßen auf 70 km/h begrenzt werden sollte. In der Fachwelt gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen als effektivste und am schnellsten wirksame Maßnahme, um die Zahlen von Verkehrsopfern auf Landstraßen signifikant zu verringern. Es liegt nun am Bundesverkehrsminister, den notwendigen rechtlichen Rahmen für diese Tempolimits zu schaffen.

„Wir rüsten unsere Fahrzeuge technisch immer weiter auf, weigern uns aber, die einfachste Sicherheitssoftware der Welt zu installieren: Ein Blechschild mit der Zahl 80“, sagt Manfred Wirsch. „Wir alle kennen die Kreuze an den Landstraßen. Dabei sollten wir lieber Schilder aufstellen statt Kreuze. Wir begrüßen, dass die Verkehrsministerien von Bund und Ländern über die Höchstgeschwindigkeiten beraten – und fordern den Bundesverkehrsminister auf, hier eine klare Entscheidung im Sinne der Verkehrssicherheit zu treffen.“

Verkehrsministerien der Länder: Unfallhäufungsstellen beseitigen
Der DVR fordert die Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister der Länder auf, die bundesweit mehr als 10.000 Unfallhäufungsstellen entschlossen zu entschärfen. Um bauliche Maßnahmen kurzfristig umsetzen zu können, sollten Landesstraßenbetriebe einen Teil der vorhandenen finanziellen und personellen Ressourcen für diesen Zweck reservieren. Diese Reserven sollten von den zuständigen Baulastträgern unbürokratisch und zweckgebunden abgerufen werden können. Zudem muss in allen Bundesländern eine verpflichtende Sicherheitsprüfung für geplante und bestehende Straßen vorgeschrieben sein und diese auch kontrolliert werden, um gefährliche und kostspielige Fehlplanungen zu vermeiden.

„Wir kennen die Koordinaten der Unfallhäufungsstellen in Deutschland sehr präzise“, betont Manfred Wirsch. „Hinter jeder dieser Stellen stehen Namen, Gesichter und Familien. Was wir brauchen, ist nicht nur Mitgefühl nach einem Unfall, sondern Kapazitäten in den Ämtern, um Gefahrenstellen zu entschärfen, bevor ein Unfall überhaupt erst passiert.“

Innenministerien der Länder: Verkehrsüberwachung ausbauen
Der DVR fordert die Innenministerinnen und Innenminister der Länder auf, die Verkehrsüberwachung systematisch auszubauen. Damit die Polizei und die staatlichen Überwachungsorgane diesen Auftrag effektiv erfüllen können, ist eine deutlich bessere finanzielle und personelle Ausstattung zwingend erforderlich.

Der DVR empfiehlt den Innenministerinnen und Innenministern der Länder zudem, die kamerabasierte Kontrolle von Ablenkungsverstößen durch sogenannte „Handy-Blitzer“ zu verstärken. Ziel dieser Kontrollen ist es, Verstöße gegen das Nutzungsverbot elektronischer Geräte am Steuer flächendeckend zu dokumentieren und konsequent zu sanktionieren. In Rheinland-Pfalz wurde der Einsatz dieser Systeme durch eine Novelle des Landespolizeigesetzes ermöglicht und 2025 erfolgreich erprobt. Um einen Flickenteppich an Einzelregelungen zu vermeiden, muss der Bund nun zeitnah eine bundeseinheitliche Regelung schaffen.

„Es ist inakzeptabel, dass Menschen ihr Leben verlieren, weil jemand am Steuer abgelenkt war“, sagt Manfred Wirsch. „Und es ist nicht mehr zeitgemäß, dass die Polizei solche Verstöße unter extremem Zeit- und Personalaufwand nachweisen muss. Deutschland muss bei der kamerabasierten Kontrolle effektiver werden – und darf sich hierbei ruhig ein Beispiel an erfolgreichen Best-Practice-Beispielen aus dem Ausland nehmen.“

Justizministerien der Länder: Verkehrssünder sanktionieren
Das BMV hat im März in seinem Bericht für die Verkehrsministerkonferenz auf eine kritische Lücke in der Verkehrsüberwachung hingewiesen: Während sich die polizeiliche Geschwindigkeitsüberwachung grundsätzlich an der Unfalllage orientiert, stößt die Fahrererkennung bei Motorrädern regelmäßig an ihre Grenzen. Deshalb wurden die Justizministerinnen und Justizminister der Länder aufgefordert, diese Vollzugslücke zu schließen. Das Problem betrifft nicht nur Motorräder, sondern auch Fälle, in denen Pkw-Fahrende zwar geblitzt, aber nicht zweifelsfrei identifiziert und damit nicht sanktioniert werden können.

Der DVR fordert daher wirksame Regelungen, um die Ahndung solcher Verkehrsverstöße sicherzustellen. Ein Lösungsansatz kann die Einführung einer Halterverantwortlichkeit sein. Nach diesem Modell wäre zunächst der Fahrzeughalter verantwortlich, könnte sich jedoch entlasten, wenn er den tatsächlichen Fahrer benennt. Alternativ ist eine Regelung denkbar, bei der die Verweigerung der Mitwirkung bei der Fahrerbenennung mit einem Bußgeld geahndet wird.

„Es ist nicht vermittelbar, dass Menschen gegen Verkehrsregeln verstoßen und am Ende niemand zur Verantwortung gezogen werden kann“, sagt Manfred Wirsch. „Wer ein Fahrzeug zulässt oder führt, trägt Verantwortung für alles, was damit im Straßenverkehr geschieht. Wir brauchen in den Beratungen der Verkehrs- und Justizministerien jetzt Durchsetzungskraft für klare und wirksame Regeln, damit alle Verstöße rechtssicher geahndet werden.“

Kommunen: In Sicherheit investieren
Mit der Reform des Straßenverkehrsgesetzes 2024 haben Kommunen neue Handlungsspielräume erhalten, um eine sichere Verkehrsinfrastruktur zu gestalten. Diese müssen sie jetzt nutzen, insbesondere zum Schutz des Fuß- und Radverkehrs. Investitionen aus den Förderprogrammen sollten gezielt für gut ausgebaute Fuß- und Radwege sowie geschützte Querungsstellen eingesetzt werden.

Wo ein Umbau der Infrastruktur kurzfristig nicht möglich ist, schafft die derzeitige Erneuerung des Straßenverkehrsgesetzes bald die Rechtsgrundlage für eine digitale Parkraumkontrolle. Kommunen können dann die Effektivität von Parkraumkontrollen durch Scan Cars, die im fließenden Verkehr mit moderner Messtechnik Falschparker automatisch erfassen, deutlich steigern. So lassen sich etwa Kreuzungen und auch Schulwege effizient von Falschparkern freihalten.

„Kommunen müssen Sicherheit zur Priorität machen“, sagt Manfred Wirsch. „Wer die Vision Zero ernst nimmt, nutzt vorhandenes Personal, setzt verfügbare Investitionsmittel konsequent ein – und überlässt die Sicherheit an Kreuzungen oder Schulwegen nicht dem Zufall, sondern modernster Überwachungstechnik. Machen wir unsere Straßen zu Orten, an denen Menschen jeden Alters ohne Angst und in Sicherheit an ihr Ziel gelangen.“

Bürgerinnen und Bürger: Arbeitsplatz Straße gemeinsam schützen
Der DVR steht allen Partnern als starker Verbündeter für die Umsetzung der Vision Zero – einer Welt, in der niemand im Straßenverkehr sein Leben verliert oder schwere Verletzungen erleidet – zur Seite. Im Zentrum dieses Engagements steht der Mensch am Arbeitsplatz Straße. Ob in der Baustellensicherung, im Fahrerhaus eines Lkw, im Entsorgungsfahrzeug oder im Rettungswagen: Diese Menschen sind keine Hindernisse, sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft.

„Wer auf der Straße arbeitet, hält uns nicht auf – er hält unser Leben am Laufen“, betont Manfred Wirsch. „Hinter jeder Warnweste und jedem Blaulicht steht ein Mensch, der abends gesund zu seiner Familie zurückkehren möchte. Baustellen und Einsatzfahrzeuge sind keine lästigen Störungen, sondern Lebensadern unserer Mobilität und unserer Wirtschaft. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger zu mehr Empathie auf: Runter vom Gas, Abstand halten, Rücksicht nehmen. Sicherheit am Arbeitsplatz ist keine Bitte, sondern eine Selbstverständlichkeit.“

50 Jahre Verbraucherzentrale in Duisburg  
Seit einem halben Jahrhundert steht die Verbraucherzentrale NRW den Menschen in Duisburg mit Rat und Tat zur Seite. Rund 881.000 Ratsuchende haben seit der Eröffnung bis heute auf die unabhängigen Informationen und die rechtliche Unterstützung ihrer Anlaufstelle für Verbraucherfragen gesetzt.   

Das besondere Jubiläum feiert Duisburgs Bürgeranlaufstelle in punkto Verbraucherfragen am 20. April 2026 in der Beratungsstelle in der Friedrich-Wilhelm-Straße 30.


Regenreicher März trotz längerer Trockenphasen
Monatliche Niederschlagsbilanz der Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband Nach einem trockenen Start des Wasserwirtschaftsjahres (Beginn Oktober) fiel nach dem Februar auch der März zu nass aus. Das ist das Ergebnis der aktuellen Niederschlagsauswertungen der Fachleute von Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV).

Im Emscher-Gebiet wurde im vergangenen Monat im Mittel eine Niederschlagssumme von 70,2 mm (ein Millimeter entspricht einem Liter pro Quadratmeter) erreicht. Zum Vergleich: Der langjährige Durchschnittswert für den Monat März liegt bei 56 mm. Auch im Lippeverbands-Gebiet fiel mit 62 mm Niederschlag mehr Regen als im langjährigen Mittel (53 mm).

Die niedrigste Monatssumme in den Verbandsgebieten an Emscher und Lippe erfasste die Station Kläranlage Senden mit 56 mm im Einzugsgebiet des Lippeverbandes. Die höchste Niederschlagssumme wurde im Emscher-Gebiet an der Station Pumpwerk Gelsenkirchen-Horst mit 78,7 mm gemessen.

Trotz zweier Trockenphasen regnete es im März überdurchschnittlich viel. Insbesondere die Monatsmitte und das Ende des Monats waren niederschlagsreich. An mehreren Tagen lagen die Tagessummen über 10 mm – die höchste Tagessumme wurde im Emscher-Gebiet am 13. März erreicht. An diesem Tag fiel an der Station Pumpwerk Bochum-Riemke 17,9 mm Niederschlag. Auch im Lippe-Gebiet wurde die höchste Tagessumme mit 19,8 mm im März erfasst.

Diese Regenmenge fiel am 29. März an der Station Kläranlage Lüdinghausen. Tendenziell fiel im Emscher-Gebiet etwas mehr Niederschlag als im Lippeverbands-Gebiet. Emschergenossenschaft und Lippeverband Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) sind öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen, die als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip leben.

Die Aufgaben der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um.

Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 2.000 Beschäftigte und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken (rund 782 Kilometer Wasserläufe, rund 1533 Kilometer Abwasserkanäle, mehr als 500 Pumpwerke und 59 Kläranlagen). www.eglv.de


Konsequente Marktaufsicht und eine spürbare Entlastung für Autofahrer
Seit knapp einer Woche gilt die neue Regelung auf dem Kraftstoffmarkt: Tankstellen dürfen ihre Preise nur noch einmal täglich anheben, Preissenkungen bleiben weiterhin jederzeit möglich. Die Maßnahme soll die Preisbildung transparenter machen und kurzfristige Preissprünge begrenzen. Für Verbraucher ist eine spürbare Entlastung bislang jedoch nicht erkennbar.

Das politische Ziel, mehr Kontrolle über den Kraftstoffmarkt zu gewinnen, ist richtig und überfällig. Entscheidend ist jetzt aus Sicht des ACV Automobil-Club Verkehr, dass diese neuen Möglichkeiten auch konsequent genutzt werden – und dass Entlastung dort ankommt, wo sie gebraucht wird: bei den Menschen an der Zapfsäule.

Kartellamt in der Verantwortung
Mit der neuen Regelung erhält das Bundeskartellamt zusätzliche Möglichkeiten, die Preisbildung auf dem Kraftstoffmarkt und das Verhalten der Mineralölkonzerne genauer zu kontrollieren. Genau darin liegt der entscheidende Punkt: Neue Befugnisse helfen nur dann, wenn sie auch konsequent eingesetzt werden. Der ACV sieht das Bundeskartellamt deshalb in einer besonderen Verantwortung, seine erweiterten Möglichkeiten in der Marktbeobachtung und Missbrauchsaufsicht wirksam zu nutzen.

Gerade in verkehrsstarken Reisezeiten wie rund um Ostern erwarten Verbraucher zu Recht, dass auffällige Preisentwicklungen besonders aufmerksam beobachtet werden. „Der ACV erwartet, dass das Bundeskartellamt seine neuen Befugnisse in der Missbrauchsaufsicht jetzt konsequent nutzt und auffällige Preisentwicklungen zügig überprüft“, sagt ACV Geschäftsführer Holger Küster.

Verbraucher müssen direkt entlastet werden
Angesichts der weiter hohen Spritpreise muss die Bundesregierung jetzt zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um die Bevölkerung spürbar zu entlasten. Entscheidend ist jedoch, dass sich mögliche Maßnahmen an den Lebensrealitäten der Menschen orientieren und im Alltag schnell, spürbar und unabhängig vom Einkommen wirken.

Zu den derzeit diskutierten Maßnahmen zählt auch eine weitere Ausweitung der Pendlerpauschale. Sie kann zwar entlasten, erreicht Menschen mit geringerem Einkommen aber nur begrenzt, weil steuerliche Entlastungen bei ihnen systembedingt schwächer ankommen. Ähnliches gilt für andere Instrumente wie allgemeine Entlastungen bei Stromkosten. Sie können Haushalte insgesamt entlasten, kommen aber beim Tanken nicht direkt an. Deshalb braucht es Maßnahmen, die die Belastung für Verbraucher unmittelbar senken.

Dazu könnte etwa eine befristete Senkung staatlicher Preisbestandteile auf Kraftstoffe beitragen. Sie hätte allerdings nur dann einen echten Nutzen, wenn die Entlastung eins zu eins an die Verbraucher weitergegeben und nicht bei den Mineralölkonzernen hängen bleibt.

Hohe Spritpreise treiben weitere Kosten
Für den ACV ist es auch mit Blick auf die wirtschaftlichen Folgeeffekte zwingend notwendig, die Situation an Deutschlands Zapfsäulen zu stabilisieren. Denn hohe Kraftstoffpreise belasten nicht nur Autofahrer direkt. Sie treffen auch Unternehmen, Handwerksbetriebe, Lieferdienste und den gesamten Wirtschaftsverkehr. Die Folge: Steigende Mobilitätskosten können sich auf viele weitere Preise auswirken.
„Hohe Spritpreise treffen nicht nur Autofahrer. Sie treiben am Ende auch viele andere Kosten nach oben. Genau diese Negativspirale darf sich nicht weiter drehen“, sagt ACV Geschäftsführer Holger Küster.

Jetzt bewerben für das Aufenthaltsstipendium 2027
Ab Januar 2027 für ein Jahr in Duisburg leben und künstlerisch arbeiten: Die Stadt Duisburg vergibt zum neunten Mal gemeinsam mit der Interessensgemeinschaft Duisburger Künstler das begehrte Aufenthaltsstipendium. U40-Kulturschaffende aus dem ganzen Bundesgebiet sind eingeladen, sich bis zum 31. August auf ein kostenfrei gestelltes Atelier im Stadtteil Rheinhausen zu bewerben.

Außerdem erwartet die Stipendiatin oder den Stipendiaten für die einjährige Aufenthaltsdauer weitere Benefits, die frei gestellt sind: Neben einer Wohnung und einem Deutschlandticket der Duisburger Verkehrsgesellschaft gibt es eine eigene Ausstellung sowie eine Publikation, die die künftigen Duisburger Arbeiten bündelt.

Lisa Wölfel, aktuelle Stipendiatin, kann bereits auf drei erfolgreiche Monate zurückblicken, plant mehrere Einzelausstellungen und wurde zu einer Gruppenschau eingeladen: „Ich wurde sehr, sehr herzlich von den Duisburger Kunstschaffenden empfangen, und bei Fragen ist von städtischer Seite immer jemand ansprechbar. Das künstlerische Umfeld hier erlebe ich als erfrischend offen und kollegial – ich finde, das ist bei diesem Stipendium wirklich besonders hervorzuheben und in unseren von Konkurrenz geprägten Zeiten für das Gelingen eines Stipendienaufenthaltes sehr bedeutsam.“


Künstlerin Lisa Wölfel ist seit Anfang Januar in Duisburg..Sie ist die neue Aufenthaltsstipendiatin...Bild: Ilja Höpping / Stadt Duisburg

Wölfels Fazit: „Das Duisburg-Stipendium bietet absolute Ruhe zum künstlerischen Arbeiten in einem geräumigen Atelier, viel Raum zur selbstständigen Gestaltung und eine professionelle mediale Begleitung meiner künstlerischen Arbeit durch das Presse- und Social-Media-Team der Stadt.“

Duisburg fördert Kunst sowie Kultur seit Jahrzehnten. So stehen in der Ruhrgebietsstadt fast 40 städtische Ateliers dauerhaft mietfrei zur Verfügung. Dabei bringt sich die Interessensgemeinschaft Duisburger Künstler aktiv in die lokale Kunstszene ein. Das Aufenthaltsstipendium soll motivieren, langfristig in Duisburg zu bleiben. Bewerben können sich Interessierte aus den Bereichen bildende Kunst, Fotografie, Illustration, Performance oder Videokunst. Das Studium oder die Ausbildung muss seit mindestens einem Jahr abgeschlossen sein.

Die Bewerbungsunterlagen sind digital bis zum 31. August 2026 an die Kulturbetriebe der Stadt Duisburg zu richten: c.bohndorf@stadt-duisburg.de. Im Anschluss entscheidet eine unabhängige Fachjury über die Vergabe des Stipendiums. Interessierte müssen begründen, warum Duisburg genau der richtige Ort für ihre künstlerische Arbeit ist.

Wer den Platz erhält, wird Ende Oktober bekanntgegeben. Weitere Informationen gibt es telefonisch bei Claudia Bohndorf im Kulturbüro unter 0203 283-62269 oder im Internet unter www.duisburg.de (Stichwort: Aufenthaltsstipendium)
Instagram-Profil der Künstlerin Lisa Wölfel (Aktuelle Stipendiatin):
https://www.instagram.com/lisawoelfel/

Medizin im Revier: Patientenveranstaltung Polyneuropathie am 14. April
Neurologen-Team informiert über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten
Kribbeln in den Füßen, taube Finger oder Schmerzen in den Beinen können Anzeichen einer Polyneuropathie sein. Über dieses Krankheitsbild informiert das Evangelische Klinikum Niederrhein im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Medizin im Revier“ am Dienstag, dem 14. April 2026.

Die Erkrankung kann den Alltag der Betroffenen spürbar einschränken, beispielsweise durch Schmerzen, Unsicherheit beim Gehen oder anhaltende Missempfindungen. Umso wichtiger ist es, die Beschwerden frühzeitig abklären zu lassen und gezielt zu behandeln.

Bei der Patientenveranstaltung im Evangelischen Klinikum Niederrhein geben die Oberärzte der Klinik für Neurologie, Dr. Larissa Dams und Nicolay Sabev, einen verständlichen Überblick über Ursachen, Diagnose und moderne Therapiemöglichkeiten. Sie erklären, welche Untersuchungen sinnvoll sind, wie sich Beschwerden lindern lassen und worauf Betroffene im Alltag achten können. Die Veranstaltung wird von Dr. Corina Kiesewalter, Chefärztin der Klinik für Neurologie, moderiert.

Im Anschluss an die Vorträge haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit dem Team der Neurologie persönlich ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Evangelischen Klinikum Niederrhein. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eckdaten der Veranstaltung:
Titel: Polyneuropathie
Datum & Uhrzeit: Dienstag, 14. April 2026, um 17.00 Uhr
Ort: Evangelisches Klinikum Niederrhein, Konferenzzentrum im Verwaltungsgebäude Raum CE.01, Fahrner Str. 133, 47169 Duisburg
Eintritt: Frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bei der Veranstaltungsreihe „Medizin im Revier“ des Klinikverbunds Evangelisches Klinikum Niederrhein werden regelmäßig medizinische Themen von hoher gesellschaftlicher Relevanz behandelt. Sie bietet Patientinnen und Patienten sowie Interessierten praxisnahe Einblicke in moderne Diagnose- und Therapiemethoden und die Gelegenheit, mit Fachexperten ins Gespräch zu kommen.


Kultur- und Stadthistorisches Museum: Führung durch die Ausstellung „Cash! Eine Geschichte des Geldes“
Das Kultur- und Stadthistorische Museum lädt am Sonntag, 12. April, um 15 Uhr am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen zu einer Führung durch die aktuelle Ausstellung „Cash! Eine Geschichte des Geldes“ ein.

Roland Wolf nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise rund um die Welt zu verschiedenen Formen, Funktionen und Folgen des Geldes im Laufe von sechs Jahrtausenden. Die Gäste erfahren, was Geld eigentlich ist, ob es sich lohnt, steinreich zu sein, wieso die Münze dreimal erfunden wurde und wie das älteste Papiergeld der Welt aussieht.

Ein kleines Tauschregal in der Ausstellung darf gern um ein Mitbringsel bereichert werden – dafür darf man sich dann natürlich auch etwas mitnehmen. Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder und ermäßigte Besucher zwei Euro. Das gesamte Programm ist unter www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.

„Betriebsräte sind wie die Superzahl beim Lotto: 41 Prozent der Unternehmen in Duisburg können dazugewinnen“
Stift, Zettel, Kreuz – wirklich kompliziert ist es nicht, im Betrieb ein Wörtchen mitzureden: Noch bis Ende Mai laufen die Betriebsratswahlen. Möglich sind die in allen Firmen in Duisburg, in denen fünf oder mehr Beschäftigte arbeiten. Dabei zählen Vollzeit- und Teilzeitkräfte genauso wie Azubis und Mini-Jobber. Darauf hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen.

„Wahlzeit“ hinterm Werkstor: In Duisburg sollen Belegschaften zu Stift und Zettel greifen und Kreuze machen. Die IG BAU Duisburg-Niederrhein ruft zu Betriebsratswahlen auf

Von der Industrie über das Handwerk bis zur Dienstleistung: In Duisburg gibt es rund 12.200 Unternehmen mit 218.200 Beschäftigten. In rund 41 Prozent der Firmen kann in Duisburg ein Betriebsrat gewählt werden, so die IG BAU. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur.

„Gerade Handwerker in Duisburg sollten ihre Chance, einen Betriebsrat zu wählen, besser nutzen: in Bauunternehmen genauso wie bei Dachdecker- oder Malerbetrieben. Da ist nämlich noch viel Luft nach oben, wenn es um die Interessenvertretung der Beschäftigten gegenüber dem Chef geht“, sagt Karina Pfau von der IG BAU Duisburg-Niederrhein.

Aber auch in der Gebäudereinigung sei ein Betriebsrat wichtig: „Immer wieder gibt es gerade in der Reinigungsbranche in der Region Ärger um Dienstpläne, um Urlaub und um fehlende Zulagen für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Vor allem aber auch, wenn der faire Tariflohn nicht gezahlt wird. In solchen Fällen ist der Betriebsrat ein wichtiges Sprachrohr gegenüber der Chef-Etage“, sagt Karina Pfau.

Für die Bezirksvorsitzende der IG BAU Duisburg-Niederrhein ist der Betriebsrat ein „wichtiges Instrument, um Konflikte hinterm Werkstor zu lösen“. Vor allem auch dann, wenn es um Arbeitsplätze gehe: „Wenn Jobs wackeln, setzt der Betriebsrat alles daran, Kündigungen zu vermeiden. Auch Azubis können sich auf den Betriebsrat verlassen, wenn es bei der Ausbildung hakt“, so Pfau. Außerdem kümmere sich ein Betriebsrat um die Fortbildung am Arbeitsplatz.

Mit einem Betriebsrat im Unternehmen laufe es deutlich besser, so die IG BAU Duisburg-Niederrhein. „Es ist wie mit der Superzahl beim Lotto: Mit einem Betriebsrat hat man einfach bessere Chancen, mehr für sich herauszuholen. Aber das hat nichts mit Lotterie zu tun. Die Vorteile, die man mit einem Betriebsrat hat, sind ein garantierter Gewinn für alle in der Firma“, macht Karina Pfau deutlich.

Wer in Duisburg auf dem Bau, in der Gebäudereinigung, im Garten- und Landschaftsbau, in der Forst- oder Landwirtschaft arbeitet, kann sich bei Fragen rund um den Betriebsrat an die IG BAU Duisburg-Niederrhein wenden. Die Gewerkschaft unterstützt Beschäftigte, die in ihrer Firma einen Betriebsrat wählen oder neu gründen wollen: 02 03 – 298 87 – 0 oder duisburg@igbau.de.

„NRW entdecken“: Neue Wandertouren für 2026
Lebendige Industriekultur, großartige Panoramen und magisches Naturabenteuer: In der aktuellen Ausgabe von „NRW entdecken“ ist für jeden (Wander-)Geschmack etwas dabei. Die neun neuen Wandererlebnisse sind bequem, nachhaltig und klimafreundlich mit dem öffentlichen Personennahverkehr erreichbar. Zudem wird in diesem Jahr erneut der NRW-Wanderbahnhof ausgezeichnet – ein Prädikat für Stationen, die sich besonders gut als Ausgangspunkt für Wanderungen eignen.

© Kompetenzcenter Marketing NRW (KCM)

Entdecken, einsteigen, loswandern: Neue Touren von mobil.nrw
Auch 2026 startet mobil.nrw mit abwechslungsreichen Wandervorschlägen in die Saison: Ausgesucht und erprobt wurden sie von den Reiseexpert*innen Jörg, Andrea samt Familie sowie Nils und Isabell. In den Kategorien Natur, Erlebnis und Urban stellen sie ihre Lieblingsrouten vor – so findet jeder Outdoorfan die perfekte Tour nach eigener Vorliebe.

Alle Start- und Zielpunkte der Wanderungen lassen sich mit Bus und Bahn und dem passenden Ticket bequem erreichen. Wieder einmal zeigen die Inspirationen, dass Nordrhein-Westfalen eine Vielfalt an Erlebnissen bietet, die darauf warten, entdeckt zu werden – direkt vor der Haustür und durch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr nachhaltig und klimafreundlich.

Wer frische Luft, Stille und das Unterwegssein im eigenen Rhythmus liebt, ist bei Reiseexperte Jörg richtig. Er nimmt Naturinteressierte mit auf schmale Pfade, zu tollen Aussichten und in die wohltuende Ruhe fernab des Alltags. „Ich möchte andere dazu motivieren, selbst aktiv zu werden und die Natur zu erleben“, sagt Jörg.

Seine Routen führen durch die Elfringhauser Schweiz mit malerischen Weitblicken, ins idyllische Pfengstbachtal im Bergischen Land und vor die Tore Münsters in ein anerkanntes Vogelschutzgebiet. Reiseexpertin Andrea hat die besten Tipps für Familien im Gepäck: „Das Abenteuer wartet vor der Haustür“, ist die vierfache Mutter überzeugt. Ihre Tourvorschläge zum Hexenpfad Dorf Olpe, in den Hardter Wald in Mönchengladbach und nach Warburg in Ostwestfalen versprechen eine abwechslungsreiche Mischung aus Rätseln, Mitmachstationen, Bewegung und Naturwissen für Klein und Groß.

Die Reiseexpert*innen Isabell und Nils lieben es, Städte, Ausflugsziele und die Natur zu erkunden. „Unsere Touren verbinden schöne Ecken mit entspannten Stopps, Fotospots und Einkehrmöglichkeiten“, fasst das Paar aus Korschenbroich zusammen. Bei den beiden stehen spannende Ausflüge ins Ruhrgebiet zur begehbaren Skulptur Tiger & Turtle ebenso auf dem Programm wie entspannte Stadtbummel mit Insidertipps durch Aachen und Soest.

Optimale Startpunkte für Wanderungen durch die Region sind die NRW-Wanderbahnhöfe. Gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen hat mobil.nrw bereits zwölf Bahnhöfe im Land mit diesem Ehrentitel ausgezeichnet – ein weiterer kommt in diesem Jahr hinzu.

mobil.nrw ist eine Gemeinschaftskampagne des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Verkehrsunternehmen, Zweckverbände, Verkehrsverbünde und -gemeinschaften in Nordrhein-Westfalen. Seit 2008 veröffentlicht die Initiative jedes Jahr Ausflugsinspirationen für Wanderfans, die mit dem Öffentlichen Nahverkehr erreicht werden können.

„NRW entdecken“ ist als kostenlose Printausgabe in vielen Kundencentern der Verkehrsunternehmen in NRW, in Tourist-Informationen, bei Wandervereinen und touristischen Zielen im Land erhältlich. Außerdem finden Wanderfans alle Touren und Infos auch als E-Paper und GPX-Dateien unter www.mobil.nrw/entdecken sowie startbereit bei komoot im Kanal von mobil.nrw.

Das PLUS am Neumarkt bis zum Maifeiertag
Samstag, 11. April
AUSGERUFEN | Vätergenesungswerk
Das Vätergenesungswerk sind zwei Duisburger Musiker denen man die Spielfreude und die Liebe zur Live-Musik in jedem Augenblick anmerkt.
Dominik Hayk: Gesang, Gitarre, Drums, Bassukulele
Ansgar Ischinski: Gesang, Slide-Gitarre, Bluesharp, Ukulele, Banjo

AUSGERUFEN | Vätergenesungswerk
Samstag, 11. April 2026, 19 Uhr
Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort
Eintritt frei(willig) - solidarische Hutveranstaltung

Foto: © Dr. Susanne Kaufmann

Samstag, 18. April
AUSGERUFEN | Wolf Wiedemann - Beatles & more-Rudelsingen
Für Menschen, die sich an die 60er Jahre erinnern oder neu kennenlernen möchten, hat Wolf Wiedemann sein Soloprogramm "Beatles & more" entwickelt:
Eintauchen in die Geschichte und die Songs der "vier Pilzköpfe".
Und manchmal auch ein paar Songs mit zeitlosem Wiedererkennungswert jenseits der Beatles aus der gleichen Zeit - der swingin' sixties (z.B. Johnny Cash, Elvis Presley, Bob Dylan u.a.).

Rudelsingen unbedingt erwünscht.

AUSGERUFEN | Wolf Wiedemann - Beatles & more-Rudelsingen
Samstag, 18. April 2026, 19 Uhr
Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort
Eintritt frei(willig) - solidarische Hutveranstaltung
Foto: © Wolf Wiedemann

Samstag, 25. April
DARGEBOTEN | Die Dotty - CoR||CerEbruM - Ausstellungseröffnung
In CoR||CerEbruM setzt sich DieDotty mit anatomischen Formen als bildnerischem Ausgangspunkt auseinander. Herz und Gehirn erscheinen als konkrete, körperliche Strukturen – untersucht, vergrößert, materialisiert und in unterschiedliche Medien übersetzt.
Die Arbeiten bewegen sich zwischen Malerei und Objekt. Organische Details wie Gefäßverläufe, Oberflächenstrukturen und Volumen werden betont, verfremdet oder plastisch übersteigert.

Die Ausstellung zeigt Anatomie nicht als medizinische Illustration, sondern als künstlerisches Untersuchungsfeld zwischen Präzision, Überzeichnung und räumlicher Inszenierung.
Stefanie Wenders (Jahrgang 1985) ist unter dem Pseudonym "Die Dotty" vielen in der Ruhrorter Kunstszene, insbesondere als Street-Art-Künstlerin bekannt. Ihr Repertoire reicht von Stencil-Art über Aquarell- und Acrylmalerei bis zu ausgefallenen Collagen und Karikaturen.

Die Ausstellungseröffnung wird vom Ruhrorter Liedermacher Fry Hafen musikalisch begleitet.
DARGEBOTEN | Die Dotty - CoR||CerEbruM - Ausstellungseröffnung
Samstag, 25. April 2026, 19 Uhr
Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort
Eintritt frei(willig) - Hutveranstaltung

Die Ausstellung ist vom 25.4. - 21.6.2026 zu den Öffnungszeiten des Projektladens zu besuchen:
Di, Mi + Do 10:00-13:00

Freitag, 1. Mai
AUSGERUFEN | My Sister Grenadine
My Sister Grenadine spielt minimalistischen Folk mit Liebe zum Detail. Ihre Musik ist eine Begegnung mit Klang und Sprache, Nah und Fern, Offenheit und Reduktion. Free Folk, John Cage Pop, radikale Softness.

My Sister Grenadine lebt an verschiedenen Orten. In Gegenden die eigentlich Songs sind. Sie bewegt sich zwischen Stille und Vielfalt, Fläche und Struktur, Geräusch und Melodie. Sie erzählt von schüchternen Vulkanen und heimatlosen Städten, von Neugier und Solidarität, von gekämmten Zähnen und kollidierenden Landschaften.
My Sister Grenadine ist Vince Kokot: Ukulele, Gitarre, Text, Gesang.

Foto: © Barbara Dietl

AUSGERUFEN | My Sister Grenadine
Freitag, 1. Mai 2026, 18 Uhr
Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort
Eintritt frei(willig) - solidarische Hutveranstaltung


Ehrenamtliche schultern Gemeindeaufgaben gemeinsam
Trinitatis hat neue Gemeindeleitung
Die Evangelische Kirchengemeinde Trinitatis hat eine neue Gemeindeleitung, bei der Ehrenamtliche viele Aufgabenbereiche übernehmen, so dass jetzt auch der Vorsitz ehrenamtlich besser möglich ist. Der neue Aufgabenzuschnitt wurde nötig, denn mit dem Ausfall von Pfarrerin Sara Randow und dem anstehenden Ruhestand von Dirk Sawatzki wird das Pfarrteam kleiner, und die freiwerdenden Stellen können wegen des Mitgliederrückgangs nicht neu besetzt werden.

Die neue Organisationsstruktur im Presbyterium, dem Leitungsgremium der Gemeinde, soll dem Pfarrteam den Rücken für die Seelsorge freihalten. Die Verantwortung in der Gemeindeleitung hatte vorher Pfarrer Dirk Sawatzki, jetzt übernimmt sie Dr. Tobias Kroll, unterstützt von Heike Lingnau als Stellvertreterin. Beide sowie weitere Ehrenamtliche wurden bereits bei den Presbyteriumswahlen 2024 gewählt.

Dr. Kroll ist im Hauptberuf IT-Projekt- und Prozessmanager, Heike Lingnau ist ehemalige Fachkrankenschwester für Kinderintensivmedizin - im Presbyterium bringen sie und weitere engagierte Gemeindemitglieder ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus ihrem Leben und ihrem Beruf in die Gemeindeleitung ein.

Die Entlastung für den Vorsitz wurde u.a. möglich, weil jetzt neu das Amt einer Personalkirchmeisterin eingeführt - sie ist erste Ansprechperson für das beruflich mitarbeitende Personal, führt die regelmäßigen Mitarbeitendengespräche, koordiniert die Arbeitszeitkonten und Urlaubspläne. Das Amt der Personalkirchmeisterin wurde im Februar erstmals besetzt mit Ingrid Bürgers, die als frühere Sachgebietsleiterin berufliche Erfahrungen auf diesem Gebiet mitbringt.

Die weiteren „Kirchmeister-Teams“ wurden dann so besetzt: Finanzkirchmeister Ralf Drückes (Krankenpfleger, Qualitäts- und Risikomanager), Vertretung Helga Drzisga (Rentnerin); Baukirchmeister Ralf Drückes, Vertretung Dr. Thomas Daube (Physiker). Auch der Vorsitz einiger gemeindlicher Fachausschüsse wurde neu geregelt: Nina Dietzel-Wallner bringt als Religions- und Pädagogiklehrerin die nötige Kompetenz zur Leitung des Ausschusses für Theologie, Gottesdienst und Kirchenmusik mit.

Das Kirchmeister-Team (von links): Ingrid Bürgers (Personal), Helga Drzisga (Personal und Finanzen), Ralf Drückes (Finanzen und Bau) und Thomas Daube (Bau).

Heike Lingnau und Claudia Knothe-Warrelmann (Gemeindesekretärin) leiten seit einiger Zeit nun schon den Organisations-Ausschuss der Gemeinde. Der Diakonie-Ausschuss wird geleitet von Ingrid Bürgers, die hier auch für die Kooperation mit dem Netzwerk 55plus zuständig ist; Vertreterin ist Helga Drzisga.

Pfarrer Dirk Sawatzki, der in bald zwei Jahren in den Ruhestand geht, freut persönlich besonders „mit wie viel Engagement, Freude, Ernsthaftigkeit und großer Verantwortung die neuen Ämter inzwischen ausgefüllt werden! Es macht Freude, in diesem Presbyterium mitarbeiten zu dürfen.
Das vielleicht ist auch eine kleine Entschädigung für alle, die sich ehrenamtlich in so großem Maße in den Dienst für die Gemeinde einbringen. Ihnen allen gilt in jedem Fall mein, besser: unser aller Dank!“
Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.trinitatis-duisburg.de.

Der neue Vorsitz der Leitung der Evangelischen Kirchengemeinde Trinitatis - Dr. Tobias Kroll und Heike Lingnau. (Foto: Dirk Sawatzki)


Pfarrer Muthmann am Service-Telefon der evangelischen Kirche in Duisburg
„Zu welcher Gemeinde gehöre ich?“ oder „Wie kann ich in die Kirche eintreten?“ oder „Holt die Diakonie auch Möbel ab?“: Antworten auf Fragen dieser Art erhalten Anrufende beim kostenfreien Servicetelefon der evangelischen Kirche in Duisburg.

Es ist unter der Rufnummer 0800 / 12131213 auch immer montags von 18 bis 20 Uhr besetzt, und dann geben Pfarrerinnen und Pfarrer Antworten auf Fragen rund um die kirchliche Arbeit und haben als Seelsorgende ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte. Das Service-Telefon ist am Montag, 13. April 2026 von Jürgen Muthmann, Pfarrer in der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg, besetzt. 

Pfarrerin Lahann am nächsten Freitag in der Kircheneintrittsstelle
Immer freitags können Unsichere, Kirchennahe oder solche, die es werden möchten, in der Eintrittsstelle in der Salvatorkirche mit Pfarrerinnen, Pfarrern und Prädikanten ins Gespräch kommen. Motive für den Kircheneintritt gibt es viele: Die Suche nach Gemeinschaft, Ordnung ins Leben bringen oder der Wunsch, Taufen, Hochzeiten, Bestattungen kirchlich zu gestalten.

Aufnahmegespräche führt das Präsenzteam in der Eintrittsstelle an der Salvatorkirche immer freitags von 14 bis 17 Uhr. Am Freitag, 10. April 2026 heißt Krankenhauspfarrerin Dörthe Lahann Menschen in der Südkapelle des Gotteshauses neben dem Rathaus herzlich willkommen. Infos zur Citykirche gibt es unter www.salvatorkirche.de. 



NRW-Industrie: Produktion im Februar 2026 um 1,1 % gestiegen
* Energieintensive mit 1,9 % und übrige Industrie mit 0,7 % im Plus.
* Metallerzeugung und -bearbeitung sowie Chemie mit Produktionsanstiegen von 3,1 % und 0,9 %.
* Maschinenbau mit Anstieg um 4,6 %, KFZ-Industrie hingegen um 8,0 % rückläufig.

Die Produktion der NRW-Industrie ist im Februar 2026 nach vorläufigen Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt um 1,1 % gegenüber Januar 2026 gestiegen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stieg die Produktion in den energieintensiven Wirtschaftszweigen um 1,9 %. Die Produktion in der übrigen Industrie stieg gegenüber dem entsprechenden Vormonat um 0,7 %.



Verglichen mit dem Vorjahresmonat ging die Produktion um 4,8 % zurück. Die der energieintensiven Industrie sank um 3,8 %; die Produktion der übrigen Industrie war um 5,4 % rückläufig. Produktionsanstiege bei Metallerzeugung und -bearbeitung sowie Chemie Im Vergleich zu Januar 2026 waren in NRW für die energieintensiven Branchen im Februar 2026 unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten: Innerhalb der energieintensiven Branchen wurde für die Metallerzeugung und -bearbeitung ein Produktionsanstieg von 3,1 % ermittelt.

In der chemischen Industrie stieg die Produktion um 0,9 %. Die Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik sowie Verarbeitung von Steinen und Erden vermeldete hingegen einen Produktionsrückgang von 2,1 %. Maschinenbau mit Anstieg um 4,6 %, KFZ-Industrie hingegen um 8.0 % rückläufig Auch in den Branchen der übrigen Industrie zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen: Die Produktionsleistung im Maschinenbau stieg um 4,6 %.

Im Bereich Herstellung von elektrischen Ausrüstungen wurde ein Produktionsplus von 2,6 % verzeichnet. Die KFZ-Industrie konstatierte hingegen einen Produktionsrückgang von 8,0 %. Im Bereich Herstellung von Möbeln sank die Produktion um 7,2 %. Im Vergleich zu Februar 2022, zu Beginn des Krieges in der Ukraine, sank die Produktion im Februar 2026 insgesamt um 13,5 % (−15,3 % in der energieintensiven Industrie; −12,4 % in der übrigen Industrie).
Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, lag der endgültige kalender- und saisonbereinigte Wert für den Berichtsmonat Januar 2026 um 2,9 % unter dem Vormonats- und 4,6 % unter dem Vorjahreswert.

NRW: Verkehrsunternehmen beförderten im 4. Quartal 2025 etwa 4 % weniger Fahrgäste
* Rund 541 Millionen Fahrgäste wurden im Personennahverkehr befördert.
* Beförderungsleistung lag bei rund 4,6 Milliarden Personenkilometern.
* Fahrgastzahlen beim Eisenbahnverkehr etwa doppelt so hoch, wie vor der Corona-Pandemie.

Die nordrhein-westfälischen Verkehrsunternehmen haben im 4. Quartal 2025 rund 541 Millionen Fahrgäste im Personennahverkehr befördert. Wie das Statistische Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 4,2 % weniger als im 4. Quartal 2024 und ebenfalls 4,2 % weniger als im 4. Quartal 2019.

Die Beförderungsleistung der Unternehmen lag im 4. Quartal 2025 mit rund 4,6 Milliarden Personenkilometern um 3,8 % unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis, aber um 22,7 % über dem des 4. Quartals 2019.



Fahrgastzahlen beim Eisenbahnnahverkehr fast doppelt so hoch wie vor der Corona-Pandemie
Die Fahrgastzahlen der Eisenbahnverkehrsunternehmen aus NRW waren im 4. Quartal 2025 mit etwa 45 Millionen Beförderten rund 2,9 % höher als im gleichen Zeitraum 2024. Im Vergleich zum Vor-Corona Zeitraum, von Oktober bis Dezember 2019, waren die Fahrgastzahlen um 104,0 % höher.

Die Beförderungsleistung der Eisenbahnverkehrsunternehmen lag mit 1,5 Milliarden Personenkilometern um 3,8 % über dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahresquartals. Im Schnitt fuhren Fahrgäste fast 33 Kilometer pro Reise, das sind rund 7 Kilometer mehr als im Vergleichszeitraum 2019.

Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass das Deutschlandticket den Eisenbahnnahverkehr für mittlere Entfernungen attraktiver macht. Im Nahverkehr mit Straßenbahnen wurden im 4. Quartal 2025 rund 164,3 Millionen Personen und damit 6,3 % weniger Fahrgäste als im Vorjahresquartal befördert.

Beim Nahverkehr mit Omnibussen wurden rund 350,2 Millionen Fahrgäste von den NRW-Unternehmen befördert, was einem Rückgang von 3,9 % entspricht.


NATO-Generalsekretär zu Besuch in den Vereinigten Staaten von Amerika
Vom 8. bis 12. April 2026 wird NATO-Generalsekretär Mark Rutte Washington DC besuchen.

Am 8. April trifft sich der Generalsekretär (Fotoa NATO) mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald J. Trump, sowie mit dem Außenminister, Marco Rubio, und dem Kriegsminister, Pete Hegseth.  Am 9. April wird Herr R

utte eine Rede halten und an einer Diskussion des Ronald Reagan Presidential Foundation Institute teilnehmen.

ADAC Stauprognose: 10. bis 12. April
Ferienende in neun Bundesländern: Ruhigeres Verkehrsgeschehen erwartet
Im Vergleich zum Beginn der Osterferien Ende März wird für das kommende Wochenende ein deutlich geringeres Verkehrsaufkommen erwartet. Viele Reisende treten ihre Rückreise nicht erst am letzten Ferienwochenende an, sondern verteilen diese auf die Tage zuvor. Auch der Berufsverkehr unter der Woche wird etwas entspannter ausfallen als üblich.

In insgesamt neun Bundesländern enden die Osterferien: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein. Im Saarland und in Thüringen dauern die Ferien noch eine weitere Woche an.
Lange Staus auf deutschen Autobahnen werden daher voraussichtlich ausbleiben. Auf einzelnen Rückreiserouten sind jedoch weiterhin zeitweise Verzögerungen möglich.

Das sind die staugefährdeten Autobahnen in Deutschland:
Großräume Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und München
A1 Köln – Dortmund – Münster – Osnabrück – Bremen – Hamburg
A1/A3/A4 Kölner Ring
A3 Oberhausen – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe und Görlitz – Dresden – Chemnitz
A5 Heidelberg – Karlsruhe – Basel
A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
A7 Frankfurt – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte und Hannover – Flensburg
A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A9 Berlin – Nürnberg – München
A10 Berliner Ring
A44 Dortmund – Kassel
A81 Heilbronn – Stuttgart – Singen
A93 Inntaldreieck – Kufstein
A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen
A96 Lindau – München
A99 Autobahnring München

Auf den wichtigsten Reiserouten der Alpenländer bleibt das Verkehrsaufkommen hoch, da in vielen europäischen Regionen noch Osterferien sind. In Österreich kommt es vor allem auf den großen Nord-Süd-Achsen, wie der West-, Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn, sowie auf der Fernpass-Route und rund um den Arlberg zu Verzögerungen. Auch wichtige Bundesstraßen im Alpenraum sind zeitweise stark belastet.

In der Schweiz sind insbesondere die Gotthard- und die San-Bernardino-Route staugefährdet. Zusätzlich kann es auf den Verbindungen zwischen Bern, Zürich, Basel und Chur zu Engpässen kommen.
In Italien zählt die Brennerroute zu den Hauptbelastungspunkten. Auch die Strecken zwischen Mailand und Bologna, zwischen Bologna und Florenz sowie zwischen Verona und Venedig sind zeitweise stark frequentiert.
In den Niederlanden kommt es durch den Ausflugsverkehr rund um den Keukenhof zu Verzögerungen im Raum Amsterdam, Den Haag und Rotterdam.

Auf den Hauptverbindungen aus Polen und Tschechien ist ebenfalls mit verstärktem Rückreiseverkehr zu rechnen. Insbesondere an den Grenzübergängen kann es zu Wartezeiten kommen. Auch bei der Einreise nach Deutschland können sich aufgrund von Grenzkontrollen Verzögerungen ergeben.


MSV Duisburg – VFL Osnabrück: DVG setzt zusätzliche Busse ein
Für Gäste des Fußballspiels MSV Duisburg gegen den VFL Osnabrück am Dienstag, 7. April, um 19 Uhr in der Schauinsland-Reisen Arena, setzt die DVG ihre Sportlinie 945 ein.

Abfahrtszeiten Buslinie 945 Richtung MSV Arena:
· ab „Salmstraße“ (Meiderich) Abfahrt um 17.06, 17.16, 17.26 Uhr
· ab „Bergstraße“ um 17.11, 17.21 und 17.31 Uhr
· ab „Meiderich Bahnhof“ ab 17.15 bis 17.40 Uhr alle fünf Minuten
· ab „Großenbaum Bahnhof Ost“ um 17.50 und 17.05 Uhr
· ab „Betriebshof am Unkelstein“ ab 16.58 bis 17.23 Uhr alle fünf Minuten
· ab „Hauptbahnhof“ (Verknüpfungshalle) ab 17.15 bis 18.35 Uhr alle fünf Minuten
· ab „Businesspark Nord“ (Asterlagen) um 17.33 Uhr

DVG-Foto


Nach Spielende stehen am Stadion Busse für die Rückfahrt bereit. Gäste des Fußballspieles, die eine Tageseintrittskarte im Vorverkauf erworben haben oder eine Dauerkarte besitzen, können kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel für die Hin- und Rückfahrt benutzen. Für die Gäste, die sich an der Stadionkasse ihre Eintrittskarte kaufen, ist die Rückfahrt mit Bus und Bahn kostenlos.

Hinweis:
Die Haltestelle „Berliner Brücke“ wird bis auf Widerruf (mindestens Saisonende) komplett aufgehoben. In der Haltestelle und auf dem gegenüberliegenden Parkplatz werden Baumaterialien abgelegt. Die DVG bittet die Fahrgäste in Fahrtrichtung MSV-Arena die Haltestelle „Meiderich Kirche“ zu nutzen. Die DVG bittet die Fahrgäste aus Fahrtrichtung MSV-Arena kommend die Haltestellen „Stadtpark“ und „Meiderich Kirche“.


Klimaschutzprogramm: Sonderausschreibung für Windenergie durch Netzeffizienz nutzbar machen.

Die Bundesregierung hat im Rahmen des neuen Klimaschutzprogramms eine Sonderausschreibung von 12 Gigawatt Windenergie an Land bis 2030 angekündigt. Damit soll der Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt und bestehende Engpässe in der EEG-Ausschreibung entschärft werden.

Die Ausschreibungen waren in den letzten Jahren häufig überzeichnet, wodurch v.a. Projekt in Süddeutschland keine Zuschläge erhalten haben. Auch Bayern hat kürzlich eine Bundesratsinitiative für eine Sonderausschreibung Windenergie in Hohe von 5 GW für 2026 eingebracht, um stockende Projekte in die Umsetzung zu bringen.

Die Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) begrüßt das Signal, warnt jedoch, dass der Erfolg solcher Maßnahmen maßgeblich davon abhängt, wie effizient das bestehende Stromnetz genutzt wird.

Carolin Friedemann, Gründerin und Geschäftsführerin der IKND, kommentiert: „12 Gigawatt mehr Windenergie sind ein wichtiges und richtiges Signal. Das kann den in Süddeutschland für Wirtschaft und Resilienz dringend benötigten Ausbau voranbringen. Doch solange Netzengpässe Projekte ausbremsen, bleibt dieses Versprechen bloß eine Zahl. Schon heute gibt es im Bestandsnetz ungenutzte Kapazitäten, die wir mit klaren Regeln und smarter Betriebsführung sofort heben könnten. Ohne diese Effizienzreserven zu nutzen, wird kein Ausschreibungsplus die Energiewende wirklich beschleunigen.”

Die IKND hat analysiert, welche Maßnahmen parallel zum Netzausbau ergriffen werden können, um die bestehende Infrastruktur effizienter zu nutzen. Im Mittelpunkt steht, wie sich Kosten reduzieren, Innovationspotenziale erschließen und regionale Entwicklungen gezielt stärken lassen. Die Ergebnisse sind im Factsheet „Herausforderung Netzanschluss: Vom Engpass zur Effizienz“ zusammengefasst.
https://initiative-klimaneutral.de/publikationen/herausforderung-netzanschluss-vom-engpass-zur-effizienz/

Kommt der Frühling immer früher? Was die Phänologie über den Start der Wildbienensaison aussagt
Die Tage werden länger, die Sonne gewinnt an Kraft und auf den Weiden erscheinen flauschige Kätzchen. Wer jetzt aufmerksam durch Parks, Gärten oder an blühenden Sträuchern vorbeigeht, kann sie bereits entdecken: die ersten Wildbienen des Jahres. An milden Frühlingstagen summen sie von Blüte zu Blüte und starten damit in eine neue Saison.

Kommt der Frühling immer früher?
Ob Wildbienen bereits fliegen, lässt sich auch wissenschaftlich beobachten – über die sogenannte Phänologie. Dabei werden Jahreszeiten nicht nach Kalenderdaten, sondern nach der Entwicklung von Pflanzen bestimmt, etwa wenn Hasel, Weiden oder Obstbäume zu blühen beginnen.

Die Große Weiden-Sandbiene ist eine typische Frühlingsbotschafterin. (Quelle: Christoph Winter)

Erste Auswertungen der phänologischen Frühjahrsbeobachtungen des Deutschen Wetterdienstes (vgl. DWD‑Phänostatistik) zeigen, dass der Vorfrühling in diesem Jahr rund eine Woche früher eingesetzt hat als im langjährigen Mittel. Auch der ungewöhnlich warme Februar deutet darauf hin, dass der phänologische Frühling 2026 früher starten könnte. Für viele Wildbienenarten bedeutet das: Die Saison beginnt eher – und das kurze Zeitfenster der ersten Blüten wird besonders wichtig.

Warum Wildbienen schon seit März fliegen
Einige Wildbienenarten gehören zu den besonders frühen Frühlingsboten. Sie schlüpfen, bereits sobald die Temperaturen steigen, und nutzen die Frühblüher. „Besonders wichtig sind dabei Weiden: Ihre Blüten liefern schon früh im Jahr reichlich Pollen und Nektar,“ weiß Wildbienenexperte Tom Strobl von Wildbiene + Partner. Für viele Wildbienen ist diese Phase entscheidend, um Energie zu sammeln und ihre Nester anzulegen.

Drei Wildbienen, die du jetzt entdecken kannst
Eine typische Frühstarterin ist die Große Weiden-Sandbiene (Andrena vaga). Sie fliegt meist ab März und sammelt ihre Pollen fast ausschließlich an Weidenkätzchen. Ebenfalls früh aktiv ist die Frühlings-Seidenbiene (Colletes cunicularius), die ihre Brutzellen mit einer seidenartigen, wasserabweisenden Substanz auskleidet. Mit etwas Glück lässt sich auch die Frühlings-Pelzbiene (Anophora plumipes) beobachten, die viele verschiedene Blüten besucht und auch in Gärten oder städtischen Grünflächen vorkommt.

Kleine Bestäuber mit großer Bedeutung
„Wildbienen spielen eine zentrale Rolle für unsere Ökosysteme. In Deutschland leben rund 585 Wildbienenarten, doch etwa die Hälfte gilt als gefährdet,“ warnt Strobl. Viele Arten legen nur kurze Strecken zwischen Nest und Nahrung zurück. Deshalb sind sie besonders darauf angewiesen, dass in ihrer unmittelbaren Umgebung ausreichend Blüten wachsen.

Wildbienen beobachten – jetzt auch digital
Wer wissen möchte, welche Wildbienen im eigenen Garten oder auf dem Balkon unterwegs sind, kann ihre Aktivität inzwischen auch digital verfolgen. Mit der MyBeeHome App von Wildbiene + Partner lassen sich Nisthilfen fotografieren und automatisch auswerten. Eine integrierte Bilderkennung gibt Hinweise darauf, welche Wildbienenarten eingezogen sind und wie sich die Belegung im Laufe der Saison entwickelt.

Beobachtungen werden in einem persönlichen Wildbienen-Tagebuch gespeichert, zusätzlich erhalten Nutzerinnen und Nutzer saisonale Tipps zur Förderung von Nahrungspflanzen und Nistmöglichkeiten. Auf einer anonymisierten Karte werden außerdem bienenfreundliche Standorte sichtbar – aus einzelnen Balkonen und Gärten entsteht so Schritt für Schritt ein wachsendes Netzwerk für Wildbienen.

Was Wildbienen jetzt besonders hilft
Schon kleine Veränderungen können Wildbienen helfen. Frühblühende Pflanzen wie Weiden, Krokusse oder heimische Wildstauden bieten wichtige Nahrung im zeitigen Frühjahr. Auch offene Bodenstellen, Totholz oder stehen gelassene Pflanzenstängel können als Nistplätze dienen, denn rund 70 Prozent der Wildbienenarten nisten im Boden.

Andere Arten nutzen natürliche Hohlräume in Holz oder Pflanzenstängeln. Für diese können spezielle Nistkästen im Garten oder auf dem Balkon angebracht werden. Mit etwas Geduld lassen sich die Tiere auch gut beim Ein- und Ausfliegen beobachten. Wer zudem auf Pestizide verzichtet, schafft einen kleinen, aber wertvollen Lebensraum für die ersten Bestäuber des Jahres.

„Jetzt ist eine wunderbare Zeit, um Wildbienen zu entdecken. Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen erscheinen, beginnen sie ihre Flugrunden. Wer genau hinschaut, kann beobachten: Der Frühling beginnt oft im Kleinen, manchmal direkt vor der eigenen Haustür“, so der Wildbienenliebhaber Tom Strobl.

Weitere Informationen finden Sie unter https://wildbieneundpartner.de/.

HALLELUJA, NRW!  SISTER ACT LIVE IN DUISBURG 
von Donnerstag 09. bis Sonntag, 12. April 2026 im Theater am Marientor
DAS HIMMLISCHE MUSICAL ist zurück! Nach über 100.000 begeisterten Besuchern kehren die Nonnen im Frühjahr 2026 nach Deutschland und Österreich zurück und bringen das mitreißende Show-Erlebnis nach dem gleichnamigen Kultfilm auf die Bühne.

Vom 09. bis 12. April 2026 heißt es in Duisburg im Theater am Marientor: Glitzer, Gospel und Feel-Good-Entertainment voller Humor,
Herz und himmlischer Hits. Vom 14. bis 19. April 2026 zieht das himmlische Musical dann weiter in die Domstadt Köln, wo die Nonnen
in der Motorworld erneut für Begeisterung sorgen.  

Mit liebgewonnenen Charakteren, sprühender Energie und einem mitreißenden Soundtrack fegt das göttliche Musical den Staub von den Gesangsbüchern und reißt das Publikum garantiert von den Sitzen.  

Showtime im Kloster
Als die Disco-Diva Deloris plötzlich im Kloster untertauchen muss, treffen zwei Welten aufeinander: Mit ihrem Groove wirbelt sie den Kirchenchor auf, schlägt ganz neue Töne aus der Feder vom 8-fachen Oscar-Preisträger Alan Menken (u. a. Disneys ALADDIN & DIE SCHÖNE UND DAS BIEST) an und sorgt für göttliches Chaos. 

Eine Diva, ein Nonnen-Chor und ein Plan
Die Nachtclubsängerin Deloris van Cartier wird nach ihrem Auftritt zufällig Zeugin eines Mordes – und findet sich plötzlich im Zeugenschutzprogramm wieder. Anstatt glamouröser Bühnenlichter erwartet sie ein konservatives Kloster, wo sie als bescheidene Nonne untertauchen soll – zum Leidwesen der strengen Mutter Oberin…  

Im Kirchenchor soll die Sängerin Teil der Gemeinde werden, doch die Nonnen treffen keinen Ton und so übernimmt Deloris die Leitung.
Mit ihr wird jeder Gottesdienst zum Event und die Messen ziehen immer mehr Publikum an – als sie schließlich vor dem Papst auftreten
sollen, kommen die Gangster Deloris auf die Spur und die Nonnen schweben unverhofft in großer Gefahr…  

Am Broadway produziert von Whoopi Goldberg & Stage Entertainment in Verbindung mit The Shubert Organization und Disney Theatrical Productions
Die Originalproduktion wurde in Verbindung mit Peter Schneider & Michael Reno entwickelt  und von Stage Entertainment produziert

SHOWSLOT PRÄSENTIERT IN ZUSAMMENARBEIT MIT JAMIE WILSON PRODUCTIONS SISTER ACT – DAS HIMMLISCHE MUSICAL 
Tour 2026 09.04.-12.04.2026 – DUISBURG, Theater am Marientor
14.04.-19.04.2026 – KÖLN, Motorworld

Vorverkauf Eventim, Oeticket und an allen bekannten Vorverkaufsstellen  
Preise 39,90 € bis 129,90 €  zzgl. Gebühren der Vorverkaufsstelle Show-Dauer ca. 2,5 Stunden inkl. einer Pause Sprache Alle Songs und Dialoge in deutscher Sprache Informationen www.sisteract-tour.com

Weltladen lädt zum Mode-Tag und zur musikalischen Lesung mit Okko Herlyn zur Aktualität der Menschenrechte  
Am 17. April um 19 Uhr präsentieren Okko Herlyn und Heike Kehl im Weltladen auf der Koloniestraße 92 Lieder und Texte zur Aktualität der Menschenrechte: „Gleich an Würde und Rechten“ lautet der Titel des Abends, bei dem durch das Künstlerpaar Berichte von Betroffenen und Songs von Sting u.a. und klassische Autoren wie Kurt Tucholsky und Bertold Brecht zu Wort kommen.

Der Eintritt ist frei. Es wird ein Hut zu Gunsten der Arbeit von Amnesty International rum gehen. Einen Tag später, am 18. April ist wieder Mode-Tag im Weltladen Duisburg: von 10 bis 16 ist stöbern im fair produzierten Frühjahrs- und Sommer-Sortiment angesagt. Um 11 und um 14 Uhr wird der Weltladen zum Laufsteg, denn das Team zeigt dann nachhaltige, fröhliche Bio- Mode.

Ehrenamtliche des Weltladens bei einem Planungstag im Januar 2025

Der Duisburger Weltladen ist ein Fachgeschäft des fairen Handels und wird als Verein seit über 40 Jahren durch ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeitende geführt und wirtschaftlich erfolgreich betrieben. Mehr Infos zum Weltladen gibt es unter www.weltladen-duisburg.de oder unter Tel.: 0203 / 358692 bzw.weltladenduisburg@t-online.de.  

Okko Herlyn und Heike Kehl (Foto: Tom Thöne). 

Fötenzirkus und andere unerhörte Darbietungen - Autorenlesung in der Beecker Kirche
Wolfgang Steinweg alias Pfarrer Klaus Fleckner stellt am 16. April 2026 um 19 Uhr in der Evangelischen Kirche Duisburg Beeck, Friedrich-Ebert-Straße 370, sein Buch “Flötenzirkus und andere unerhörte Darbietungen” vor. Die Geschichten zeichnen ein humorvolles Bild der Zeit um die Jahrtausendwende und strahlen dabei mit ihrer melancholischen Heiterkeit eine tief empfundene Humanität aus.

Sie entführen in die traute Vergangenheit, als Hilfebedürftige noch zu öffentlichen Telefonzellen hasten durften, in der verzweifelten Hoffnung, dass die stählernen Fernsprecher ihre Münzopfer gnädig annehmen würden.

Wolfgang Steinweg alias Klaus Fleckner war bis zu seinem Ruhestand 2022 Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Ruhrort-Beeck. Geschichten, Sketche, Gedichte u. a. hat er früher schon geschrieben und in seiner Gemeindearbeit verwendet. Die Lacherfolge bei diesen Aktivitäten (Vorlesen in Gemeindegruppen, Anspiele und Sketche mit Erwachsenen oder Konfirmandengruppen im Gottesdienst) haben ihn motiviert, dieses Hobby als Pensionär fortzusetzen.

Der Eintritt zur Autorenlesung ist frei, eine Spende für die Kirchenmusik der Gemeinde ist gerne gesehen. Infos zur Gemeinde gibt es unter www.ruhrort-beeck.de.  

Evangelische Kirche Beeck (Foto: Tim Aukes)

"Gospels and more“ - Offenes Chorprojekt in Großenbaum
Annette Erdmann, Kantorin der Evangelischen Versöhnungsgemeinde Duisburg-Süd weiß, welche positiven Auswirkungen aktives Singen auf das menschliche Wohlbefinden hat. Davon berichten ihr Chormitglieder und sie kennt es aus eigener Erfahrung: „Singen heißt Energie tanken, Stress abbauen und die Seele befreien“. Und: „Gerade in der aktuellen Zeit tut es gut, gemeinsam von Hoffnung  zu singen.“

Alle, die Freude am Singen haben, sind herzlich eingeladen, beim Gospelprojekt der Kantorei mitzuwirken. Kraftvolle, mitreißende Gospels und auch gefühlvolle Balladen stehen auf dem Programm, darunter auch der bekannte Song "You raise me up".  Geprobt wird jeweils mittwochs von 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr: am 15., 22. und 29. April im Gemeindehaus, Lauenburger Allee 21 oder nach Absprache in der Versöhnungskirche, Lauenburger Allee 23.

Wer mitmachen möchte, kann sich bis zum 12. April bei Kantorin Annette Erdmann anmelden (per E-Mail an annette.erdmann@ekir.de oder telefonisch 0203 / 76 77 09). Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.evgds.de


Chor in der Versöhnungskirche - mit Kantorin Annette Erdmann im Vordergrund - (Foto: Rolf Schotsch)




Psychische Erkrankungen 2024 die Ursache für 18,9 % der Krankenhausbehandlungen von 10- bis 19-Jährigen
• Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für stationäre Krankenhausbehandlungen von Kindern und Jugendlichen
• Zahl der wegen psychischen Erkrankungen stationär behandelten Kinder und Jugendlichen gegenüber Vorjahr um 3,4 % gestiegen
• Depressionen sind über alle Altersgruppen hinweg häufigste Diagnose für stationäre Behandlungen aufgrund von psychischen Erkrankungen

Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen waren im Jahr 2024 die häufigste Ursache für stationäre Krankenhausbehandlungen von Kindern und Jugendlichen. Gut 116 300 der rund 615 300 Krankenhauspatientinnen und - patienten im Alter von 10 bis 19 Jahren wurden aufgrund von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen stationär behandelt.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltgesundheitstag am 7. April mitteilt, entsprach das knapp einem Fünftel (18,9 %) aller Krankenhausbehandlungen in dieser Altersgruppe. Zum Vergleich: Unter allen Krankenhauspatientinnen und - patienten machte die Diagnose knapp 1,1 Millionen oder 5,9 % der insgesamt gut 17,9 Millionen Behandlungen aus.

Zahl der wegen psychischer Erkrankungen stationär behandelten Kinder und Jugendlichen gegenüber Vorjahr gestiegen Die Zahl der aufgrund von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen im Krankenhaus behandelten Kinder und Jugendlichen ist nach Rückgängen in den Jahren 2018 bis 2020 und 2023 zuletzt wieder gestiegen.

Während es im Jahr 2023 noch rund 112 500 solcher Fälle unter den 10- bis 19-Jährigen gab, waren es 2024 gut 116 300 – ein Anstieg von 3,4 %. Insgesamt stieg die Zahl der stationären Behandlungen aufgrund von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen in diesem Zeitraum leicht um 1,3 %.

Im 20-Jahres-Vergleich hat die Zahl der Behandlungen wegen psychischer Erkrankungen in fast allen Altersgruppen zugenommen, am stärksten jedoch bei den 10- bis 19-Jährigen: 2024 waren 36,5 % mehr psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche in stationärer Behandlung als noch 2004 mit gut 85 200 Patientinnen und Patienten.

In der Altersgruppe 80plus nahmen die Behandlungsfälle in diesem Zeitraum um 18,8 % zu, bei den 60- bis 79-Jährigen waren es 15,7 % mehr. Die 20- bis 39-Jährigen verzeichneten ein leichtes Plus von 2,4 %. Nur bei den 40- bis 59-Jährigen gab es einen Rückgang um 8,6 %. Insgesamt stieg die Zahl der Behandlungsfälle aufgrund der Diagnose von 2004 bis 2024 um 4,0 %.

Die meisten Krankenhausbehandlungen aufgrund von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen von 10- bis 19-Jährigen gab es im Jahr 2017 mit gut 125 500 Fällen. Über alle Altersgruppen hinweg wurde der bisherige Höchststand 2014 mit rund 1,2 Millionen Fällen erreicht.



Depression häufigste Diagnose bei Kindern und Jugendlichen Psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche werden am häufigsten wegen Depressionen im Krankenhaus behandelt. Im Jahr 2024 waren gut 33 900 der 10- bis 19-Jährigen wegen sogenannter depressiver Episoden oder wiederkehrender depressiver Störungen stationär in Behandlung. Das entspricht einem Anteil von 29,1 % an allen aufgrund von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen stationär behandelten Kindern und Jugendlichen.

Bei rund 11 700 oder 10,1 % standen Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen im Fokus der Behandlung. Alkoholbedingte Erkrankungen wie etwa Abhängigkeits- und Entzugssyndrome waren mit gut 9 900 Behandlungsfällen die dritthäufigste Diagnose für Kinder und Jugendliche (8,5 %). Wegen Essstörungen wurden gut 7 300 Kinder und Jugendliche stationär behandelt (6,3 %).

Depressionen insgesamt die häufigste Diagnose
Über alle Altersgruppen hinweg wurden Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen ebenfalls am häufigsten wegen Depressionen behandelt. Im Jahr 2024 machten sie mit gut 261 600 Fällen knapp ein Viertel (24,7 %) aus. Auf Alkoholmissbrauch waren weitere 21,7 % oder knapp 229 900 Krankenhausaufenthalte zurückzuführen.

Schizophrenie war mit rund 80 500 Behandlungsfällen die dritthäufigste Diagnose (7,6 %). Innerhalb der verschiedenen Altersgruppen sind Depressionen beziehungsweise alkoholbedingte psychische Erkrankungen durchgängig die beiden häufigsten Diagnosen bei stationären Krankenhausbehandlungen aufgrund von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen.



Eine Ausnahme bildet die Altersgruppe 80plus: Hier dominiert eine altersbedingte psychische Erkrankung – die Diagnose Delir (akuter Verwirrtheitszustand), nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt. Im Jahr 2024 machte sie mehr als ein Drittel (36,8 %) der stationären Krankenhausaufenthalte aufgrund von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen in dieser Altersgruppe aus, gefolgt von Depressionen (19,8 %) und Demenz (16,8 %).

Mittlerer Bruttojahresverdienst lag 2025 bei 54 066 Euro
• Die oberen 10 % der Vollzeitbeschäftigten verdienten 100 719 Euro brutto oder mehr • Die unteren 10 % erzielten 33 828 Euro brutto oder weniger

Der mittlere Bruttojahresverdienst, gemessen am Median, lag 2025 in Deutschland einschließlich Sonderzahlungen bei 54 066 Euro. Somit verdiente die Hälfte der Beschäftigten mehr oder genau diesen Betrag, während die andere Hälfte weniger erhielt. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der mittlere Bruttojahresverdienst um
1 907 Euro.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erzielten die obersten 10 % der Vollzeitbeschäftigten 2025 einen Bruttojahresverdienst von 100 719 Euro oder mehr. Die 10 % am unteren Ende der aufsteigend sortierten Verteilung verdienten 33 828 Euro brutto oder weniger. Das oberste Prozent der Vollzeitbeschäftigten erzielte 2025 einen Bruttojahresverdienst von 219 110 Euro oder mehr.



Größere Unterschiede im Medianverdienst zwischen Ost- und Westdeutschland und den Wirtschaftsabschnitten
Der mittlere Bruttojahresverdienst von Vollzeitbeschäftigten lag 2025 in den östlichen Bundesländern (ohne Berlin) bei 46 013 Euro und in den westlichen Bundesländern bei 55 435 Euro. Der Abstand zwischen den Medianverdiensten betrug somit 9 422 Euro. Auch zwischen den Wirtschaftsabschnitten gab es 2025 größere Unterschiede im mittleren Bruttojahresverdienst von Vollzeitbeschäftigten.

Den höchsten Medianverdienst verzeichnete 2025 die Energieversorgung mit 77 522 Euro, gefolgt von der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 76 594 Euro. Im Gastgewerbe und in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei war der Medianverdienst mit 35 545 beziehungsweise 35 689 Euro brutto im Vergleich der Wirtschaftsabschnitte am geringsten.