'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap • Archiv32. Kalenderwoche 2026
Baustellen DVG-Umleitung Bahn-VRR


33. Kalenderwoche: Montag, 10. - 16. August 2026
13. August 2026 - Berliner Mauerbau 1961

Das Südbad in Großenbaum ist eröffnet
Das neue Südbad an der Großenbaumer Allee in Duisburg-Großenbaum ist eröffnet. Oberbürgermeister Sören Link gab am Montag mit der symbolischen Durchtrennung des Eröffnungsbandes den Startschuss für den Badebetrieb. Vor dem Eingang warteten bereits die ersten Gäste darauf, das neue Bad kennenzulernen und in den neuen Wasserflächen erste Bahnen zu ziehen.

Sie eröffneten das neue Südbad, v.l.: Martin Linne, Dezernat für Stadtentwicklung, Mobilität und Sport, Beate Lieske, Bezirksbürgermeisterin Süd, Oberbürgermeister Sören Link, Angelika Kleinefeld, stellv. Bezirksbürgermeisterin Süd und Werner von Häfen, stellvertr. Vorsitz. Betriebsausschuss DuisburgSport. Fotos Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

„Mit dem Südbad gewinnt Duisburg einen modernen Ort für Sport, Gesundheit und Gemeinschaft,“ sagte Oberbürgermeister Sören Link bei der Eröffnung. „Es ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt. Vor allem in die Menschen, die hier schwimmen lernen, trainieren und ihre Freizeit verbringen.“

Das neue Hallenbad vereint die öffentliche Badnutzung mit dem Schul- und Vereinssport unter einem Dach. Zur Ausstattung gehören ein öffentliches 25- Meter-Becken mit Sprunganlage und Kletterwand, ein Kinderplanschbereich, ein weiteres 25-Meter-Sportbecken mit Hubboden und ein Lehrschwimmbecken. Hinzu kommt eine 385 Quadratmeter große Dachterrasse.

„Öffentlichkeit, Schulen und Vereine haben unterschiedliche Anforderungen an Wasserflächen. Mit dem neuen Südbad können diese Nutzungen parallel stattfinden, ohne sich gegenseitig einzuschränken“, sagt Sportdezernent Martin Linne. „Wo bisher unterschiedliche Bedarfe auf einer Wasserfläche zusammengebracht werden mussten, stehen nun Becken mit jeweils eigenen Schwerpunkten zur Verfügung. Das erleichtert die Organisation des Badebetriebs ebenso wie die Planung von Schul- und Vereinsangeboten.“

Neben dieser funktionalen Trennung zeichnet sich die Anlage durch eine auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ausgerichtete Gebäudetechnik aus. Dazu gehören eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 200 Kilowatt- Peak, Luft-Wärmepumpen, Systeme zur Wärmerückgewinnung aus der Lüftung und dem Duschabwasser sowie hygienische Frischwasserstationen.

Für den laufenden Betrieb ist zudem die Fertigstellung eines KI-gestützten Systems vorgesehen, das die Badeaufsicht bei der Beobachtung des Betriebs unterstützen soll. Zum Eröffnungstag wurden kostenlose Führungen durch die technischen Anlagen angeboten. Auf der Dachterrasse präsentierte das Sportbildungswerk mit den Kursen „Allover Workout“ und „Yoga & Stretch“ beispielhafte Nutzungsmöglichkeiten der neuen Fläche.

Über das Projekt Das neue Südbad ersetzt zwei ältere Bäder: das frühere öffentliche Hallenbad Großenbaum und das vereinsbetriebene Hallenbad Wanheim, das mit dem Ende der Sommerferien seinen Betrieb einstellt. „Die unterschiedlichen Anforderungen auf dem vorhandenen Grundstück abzubilden, war eine anspruchsvolle planerische Aufgabe“, erklärt Johannes Michels, Betriebsleiter von DuisburgSport.

„Das Gelände an der Großenbaumer Allee ist durch die angrenzende Wohnbebauung und die benachbarte Schule räumlich klar begrenzt. Dennoch ist es gelungen, die Wasserfläche gegenüber dem früheren Südbad um zwei zusätzliche Becken zu erweitern. Möglich wurde dies, indem Technik- und Funktionsräume entgegen den im Bäderbau üblichen Standards in die oberen Gebäudebereiche verlagert wurden.“

Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit seit Beginn der Rohbauarbeiten ist das Projekt abgeschlossen. Die Stadt Duisburg investiert rund 33 Millionen Euro in den Neubau und finanziert ihn vollständig aus eigenen Mitteln. Die vorläufigen Gesamtkosten liegen dabei deutlich unter den ursprünglichen Budget-Ansätzen, die in einer Phase besonders volatiler Bau-, Energie- und Materialpreise ermittelt worden waren.

Jeder zehnte Autofahrer am Smartphone - ACE untersucht Smartphone-Ablenkung in Duisburg
Duisburg (ACE) 10. August 2026 – Mit dem Handy-Verkehrs-Check in Duisburg an der Mercatorstraße vor dem Hauptbahnhof beteiligte sich der ACE-Kreis Niederrhein an der diesjährigen Clubinitiative des ACE Auto Club Europa. Unter dem Motto „Kopf hoch!“ untersuchen die rund 700 ACE-Ehrenamtlichen seit April bundesweit die Ablenkung durch Smartphones am Steuer. Dafür überprüfen sie an über 250 innerörtlichen Kreuzungen in ganz Deutschland, wie häufig Autofahrende hinter dem Steuer zum Handy greifen.

Die Ergebnisse der bundesweiten Checks sollen zeigen, wie verbreitet Smartphone-Ablenkung im Straßenverkehr ist und wo besonderer Handlungsbedarf besteht. Mit der Clubinitiative will der ACE auf die Risiken der Smartphone-Nutzung am Steuer aufmerksam machen und ein stärkeres Bewusstsein für konzentriertes und verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr schaffen.

Hohe Handynutzung in Duisburger Autos
Beim Handy-Verkehrs-Check überprüften die Ehrenamtlichen des ACE-Kreis Niederrhein das Verhalten von Autofahrenden auf der Mercatorstraße vor dem Hauptbahnhof. Während einer 30-minütigen Beobachtung des Verkehrs wurde erfasst, wie häufig sichtbare Handy-Verstöße am Steuer begangen wurden.

(C) ACE-Fotos

Insgesamt zählten die Ehrenamtlichen 147 Fahrzeuge, bei 14 davon wurden entsprechende Verstöße dokumentiert. „Beobachtet haben wir das In-die-Hand-Nehmen des Smartphones, das Tippen auf dem Display und das Ans-Ohr-Halten,“ stellt Jörg Starke, Vorsitzender des ACE-Kreis Niederrhein, fest und betont, „Dabei haben sich 10 Prozent aller Autofahrenden im Stadtverkehr durch das Smartphone ablenken lassen. Diese hohe Ablenkungsquote ist eine Gefahr für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden.“


Ablenkung durch Smartphones erhöht Unfallrisiko deutlich
Das Smartphone ist für viele Menschen ihr ständiger Begleiter – auch im Auto. Ein kurzer Blick auf eine Nachricht, ein rascher Wechsel der Musik oder ein schneller Check der Sozialen Medien: Schon wenige Sekunden Ablenkung können im Straßenverkehr schwerwiegende Folgen haben.

Wer bei Tempo 50 innerorts zwei Sekunden lang nicht auf die Straße schaut, legt rund 28 Meter im „Blindflug“ zurück. Selbst bei Tempo 30 sind es in dieser Zeit noch etwa 17 Meter – eine Strecke von mehreren Autolängen ohne Blick für die Gefahren des Straßenverkehrs. Besonders im dichten innerstädtischen Verkehr kann das fatale Folgen haben, vor allem für Zufußgehende oder Radfahrende.

Auch die Unfallstatistik zeigt die Bedeutung des Problems: Laut Auswertung der Unfallstatistik 2024 des Statistischen Bundesamts wurde im Jahr 2024 bei 8.722 Unfällen mit Personenschaden Ablenkung als Unfallursache festgestellt. In 1.039 Fällen hat die Nutzung elektronischer Geräte nachweislich zum Unfall geführt. Insgesamt sind sogar 25 Menschen bei solchen Unfällen ums Leben gekommen.

Von Bußgeld bis Fahrverbot
Tolga Kaya, Regionalbeauftragter des ACE in Nordrhein-Westfalen, warnt: „Wer während der Autofahrt das Handy in die Hand nimmt oder ans Ohr hält, riskiert nicht nur die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, sondern auch empfindliche Strafen. Schon der einfache Verstoß wird mit einem Bußgeld in Höhe von 100 Euro und einem Punkt geahndet. Kommt es infolge der Ablenkung zu einer Gefährdung oder gar zu einem Unfall, steigen die Bußgelder an, zusätzlich drohen weitere Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot.“

Bundesweite Checks seit April
Die bundesweiten Handy-Verkehrs-Checks laufen seit April 2026. Die rund 700 ACE-Ehrenamtlichen dokumentieren dabei an mehr als 250 innerörtlichen Kreuzungen, wie häufig Autofahrende während der Fahrt ihr Smartphone sichtbar nutzen. Grundlage ist ein standardisierter Beobachtungsbogen, mit dem sichtbare Handy-Verstöße systematisch erfasst werden. Die Gesamtergebnisse werden im Herbst veröffentlicht.
Weitere Informationen: >> Webseite der ACE-Clubinitiative

Kostenfreie Stadtführung macht koloniale Spuren sichtbar
Welche Spuren hat der Kolonialismus in Duisburg hinterlassen, und wie wirken sie bis heute nach? Diesen Fragen widmet sich die Außenführung „Auf Spurensuche: Kolonialismus in Duisburg“ am Freitag, 14. August, um 17.30 Uhr. Treffpunkt ist das Stadtarchiv Duisburg am Karmelplatz 5 am Innenhafen.

Unter der Leitung von Naomi Dibu und Christa Frins erkunden die Teilnehmenden die Duisburger Innenstadt aus einer neuen Perspektive. Während des Rundgangs werden Orte vorgestellt, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, deren Geschichte jedoch eng mit dem deutschen Kolonialismus verbunden ist.

So erinnern ehemalige Geschäfte, in denen Waren wie Kaffee oder Tabak aus den Kolonien verkauft wurden, ebenso an diese Vergangenheit wie Straßennamen, deren kolonialer Bezug heute oft kaum noch bekannt ist. Die Führung macht diese häufig übersehenen historischen Zusammenhänge sichtbar und regt dazu an, den Stadtraum mit neuen Augen zu betrachten.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erwünscht und per E-Mail an zfe@stadt-duisburg.de oder telefonisch unter 0203 2832640 möglich.


Stadtmuseum: Führung „Gerhard Mercator – weltberühmter Gelehrter Duisburgs“
Das Kultur- und Stadthistorische Museum lädt am Sonntag, 16. August, um 15 Uhr ins Museum am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen zu einer Führung durch die Mercator-Schatzkammer ein. Werner Pöhling nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch das bewegte Leben Gerhard Mercators.

Der große Universalgelehrte fand im 16. Jahrhundert in Duisburg eine neue Heimat – und schuf hier Werke, die unser Weltbild bis heute prägen. Mercator verdanken wir nicht nur bahnbrechend präzise Landkarten und den ersten „Atlas“ der Welt, sondern auch grundlegende Erkenntnisse für die moderne Navigation.

Das Stadtmuseum bewahrt in seiner Schatzkammer eine der bedeutendsten und schönsten Mercator-Sammlungen Europas. Die Führung bietet spannende Einblicke in die Welt eines außergewöhnlichen Gelehrten und in die Stadtgeschichte des 16. Jahrhunderts.

Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder und ermäßigte Besucherinnen und Besucher zwei Euro. Das vollständige Programm ist im Internet unter http://www.stadtmuseum- duisburg.de abrufbar.

Fledermäuse im Biegerpark: Kostenfreie Abendexkursion für Familien
Das Projekt „Duisburger Schrittsteine zum Klimaschutz“ lädt am Freitag, 28. August, von 20.30 bis 22.30 Uhr zu einer Fledermausexkursion in den Erholungspark Biegerhof in Huckingen ein. Gemeinsam mit der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet erhalten Familien mit Kindern spannende Einblicke in die Lebensweise, Orientierung und Jagdtechniken der Fledermäuse.

Ziel der kostenfreien Veranstaltung ist es, Naturerfahrungen direkt vor der eigenen Haustür zu ermöglichen und den „Biegerpark“ als wertvollen Lebensraum in der Stadt erlebbar zu machen. Wenn die Dämmerung einsetzt, beginnt die aktive Zeit der Fledermäuse. Während der Führung erfahren die Teilnehmenden Wissenswertes über die faszinierenden Nachtjäger, ihre Bedeutung für das Ökosystem sowie ihre außergewöhnliche Fähigkeit, sich mittels Echoortung zu orientieren und Beute aufzuspüren.

Mit etwas Glück können die Tiere auch in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden. Teilnehmende sollten wettergerechte Kleidung und festes Schuhwerk tragen. Für die Fledermausexkursion wird zusätzlich eine Taschenlampe empfohlen. Treffpunkt ist der Biegerpark-Kiosk. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Um eine Anmeldung per E-Mail an verena.niehuis@bswr.de wird gebeten. Die Veranstaltung ist Teil der naturpädagogischen Exkursionsreihe des Projekts „Duisburger Schrittsteine zum Klimaschutz“. Nach der erfolgreichen Durchführung im vergangenen Jahr werden auch in diesem Jahr wieder mehrere Entdeckungstouren durch den Biegerpark angeboten.

Die Angebote richten sich insbesondere an Kinder mit Begleitpersonen und vermitteln auf anschauliche Weise Wissen über die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Informationen zu weiteren Exkursionen und zum Projekt gibt es unter https://www.schrittsteine-duisburg.de/

Huckingen: Steinwurf auf Pkw - Tatverdächtiger in Untersuchungshaft
Ein Autofahrer (60) informierte am Samstagmittag (8. August, gegen 11:50 Uhr) die Polizei, weil ein Stein von einer Brücke auf die Windschutzscheibe seines BMW prallte, als er auf der Autobahn A59 in Fahrtrichtung Dinslaken zwischen den Anschlussstellen Kreuz Duisburg Süd (Autobahnkilometer 24,6) und Duisburg-Großenbaum (Autobahnkilometer 22,4) unterwegs war. Der Fahrer und seine Beifahrerin blieben unverletzt. An dem Auto entstand Sachschaden.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg wertet die Tat als versuchten Mord. Eine Mordkommission der Polizei Duisburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Zwischen den beiden Anschlussstellen befinden sich drei Brücken, von denen der Stein auf den Pkw geworfen worden sein kann. Rund um diese drei möglichen Tatorte wurden Spuren gesichert, weswegen der Bereich der Autobahn gesperrt worden war.

Noch am selben Abend (19:30 Uhr) meldete sich ein Mann (53) auf der Wache des Polizeipräsidiums und gab an, dass er in der Vergangenheit mehrfach Steine auf Autobahnen geworfen habe. Die Beamten nahmen den Mann fest. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ist der Tatverdächtige neben der Tat vom 8. August einer weiteren, gleichgelagerten Tat von Ende Juli 2026 dringend verdächtig.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg hat die zuständige Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Duisburg am Sonntag (9. August) die Untersuchungshaft gegen den 53-Jährigen angeordnet. Ob der Mann weitere Steinwürfe begangen haben könnte und was sein Motiv war, ist Gegenstand der andauernden Ermittlungen.

Wer hat einen möglichen Steinwurf gesehen oder kann nähere Angaben zu dem Tatverdächtigen machen? Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 11 unter der Rufnummer 0203 2800 entgegen.

Bürgergespräch mit Oberbürgermeister Sören Link
Oberbürgermeister Sören Link möchte am Dienstag, 25. August, mit den Duisburgerinnen und Duisburgern ins Gespräch kommen. Termine können am Donnerstag, 13. August, angefragt werden.

Interessierten Bürgerinnen und Bürgern steht hierfür das an diesem Tag freigeschaltete Kontaktformular unter http://www.duisburg.de/dialog zur Verfügung. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist von 8.30 bis 16 Uhr unter 0203 283- 6111 ebenfalls möglich.


Ladevorgänge an Ladepunkten der Stadtwerke wächst um mehr als 70 Prozent
478 Ladepunkte an 191 Standorten betreiben die Stadtwerke Duisburg in der Stadt an Rhein und Ruhr und sind damit mit Abstand der größte Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Duisburg. Die Nutzung dieser Ladepunkte hat im ersten Halbjahr 2026 weiter deutlich zugenommen. Sowohl die Anzahl der Ladevorgänge als auch die geladene Strommenge lagen erneut deutlich über den Werten des Vorjahres.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 wurden an den öffentlichen Ladepunkten insgesamt 78.652 Ladevorgänge durchgeführt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 46.106 Ladevorgängen entspricht das einem Anstieg von 70,6 Prozent. Besonders deutlich fiel die Entwicklung bei den Schnellladestationen aus: Hier stieg die Zahl der Ladevorgänge um 102,7 Prozent auf 16.824. An den Normalladestationen wurden 61.828 Ladevorgänge registriert, ein Plus von 63,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.



Mehr als 1,4 Mio. Kilowattstunden Ladestrom abgegeben
Erneut massiv gewachsen ist damit auch die abgegebene Energiemenge an den Ladestationen: Insgesamt wurden 1.489.860 Kilowattstunden (kWh) Strom geladen. Das sind 42,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Während die geladene Energiemenge an Normalladepunkten um 26,7 Prozent zunahm, hat sie sich an den Schnellladepunkten mit einem Plus von 97,9 Prozent nahezu verdoppelt.

Die durchschnittliche Dauer eines Ladevorgangs verringerte sich im ersten Halbjahr 2026 von 2,7 auf 2,3 Stunden. Während ein Ladevorgang an einer Normalladestation durchschnittlich 2,73 Stunden in Anspruch nahm, lag die durchschnittliche Ladezeit an einer Schnellladestation bei lediglich 0,82 Stunden. Die Durchschnittliche Auslastung der Ladepunkte liegt damit bei rund 18 Prozent, so dass in Duisburg immer freie Ladeplätze zu finden sind.


Die Haupt-Ladezeit an den Ladepunkten der Stadtwerke Duisburg liegt zwischen 8 und 18 Uhr. Besonders stark nachgefragt wurden im ersten Halbjahr 2026 die Ladepunkte an Standorten am Rathaus, Stadthaus, Portsmouthplatz am Hauptbahnhof, in der Memelstraße sowie in der Klagenfurter Straße. Die Ladeinfrastruktur der Stadtwerke Duisburg wird insbesondere an zentralen sowie verkehrsgünstig gelegenen Standorten stark genutzt.

Ladevorgänge nicht nur von Kunden der Stadtwerke Duisburg
Geladen werden kann an den Ladepunkten der Stadtwerke Duisburg bequem mit einer Ladekarte, die kann problemlos online bestellt werden unter www.swdu.de/ladekarte. Mehr als 42.000 Ladevorgänge (rund 46 Prozent) wurden von Kundinnen und Kunden der Stadtwerke Duisburg durchgeführt. Die weiteren Ladevorgänge wurden von externen Nutzerinnen und Nutzern gestartet, die entweder eine Ladekarte des Verbunds ladenetz.de besitzen, dem auch die Stadtwerke Duisburg angeschlossen sind, oder eine ganz andere Ladekarte nutzen. Gegen eine Roaminggebühr ist dann das Laden auch möglich.

Umsteigen auf Elektromobilität
Der lokale Energiedienstleister unterstützt alle Menschen und Unternehmen in Duisburg dabei, den Einstieg in die Elektromobilität zu realisieren. Privatkunden finden alle Informationen im Internet unter www.swdu.de/emob. Geschäftskunden, die zum Beispiel ihren Dienstwagen-Fuhrpark auf Elektromobilität umstellen wollen und Lademöglichkeiten am Betrieb installieren wollen, finden alle Informationen unter www.swdu.de/emob-g.

Ronald Reng eröffnet Jahresprogramm des Vereins für Literatur Duisburg
Mit dem renommierten Autor und Journalisten Ronald Reng startet der Verein für Literatur Duisburg in sein neues Jahresprogramm 2026/2027. Am Dienstag, 15. September, liest er um 20 Uhr in der Zentralbibliothek im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in der Innenstadt aus seinem aktuellen Buch „Der deutsche Sommer“.

Darin blickt er auf den Sommer 2006 zurück, als die Fußball- Weltmeisterschaft Deutschland in eine seltene Stimmung von Leichtigkeit und Optimismus versetzte. Gleichzeitig geht er der Frage nach, ob ein solches gesellschaftliches Hochgefühl heute noch möglich ist. Die Lesung eröffnet das Jahresprogramm, das der Verein für Literatur Duisburg erneut gemeinsam mit der Stadtbibliothek Duisburg veranstaltet.

Insgesamt stehen acht Lesungen auf dem Programm, die mit literarischen Entdeckungen, aktuellen Themen und bekannten Namen eine große Bandbreite abdecken. Bereits am Dienstag, 22. September, folgt die Ruhrgebietsautorin Annika Büsing mit ihrem neuen Roman „Magisch“.

Weitere Gäste des Jahresprogramms sind die Debütautorin Nefeli Kavouras mit „Gelb, auch ein schöner Gedanke“, Manuel Bittorf, als Musiker unter dem Namen Betterov bekannt, mit seinem vielbeachteten Erstlingswerk „Goldener Retriever“, Ruhrgebietsautor Frank Goosen mit „Lovely Rita“, Alain Kniebs mit seiner Biografie „Irene Janetzky – ein Leben im Zeitalter des belgischen Rundfunks“, Safia Al Bagdadi mit „Unser Haus mit Rutsche“ sowie Julia Franck mit ihrem Werk „Ich ertrinke in den Wassern meiner eigenen Liebe. Rilkes letzte Geliebte“.

Alle Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr in der Zentralbibliothek. Tickets für jeweils 8 Euro und weitere Informationen sind auf www.stadtbibliothek- duisburg.de erhältlich.

Strick- und Häkelspaß beim „Maschengedöns“ in der Zentralbibliothek
Wer immer schon wissen wollte, wie man strickt oder häkelt, oder mit einem angefangenen Projekt nicht weiterkommt, ist herzlich zum „Maschengedöns“ eingeladen. Die Expertinnen der Flinken Nadeln geben in der Zentralbibliothek auf der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte Tipps zum Umgang mit Nadeln und Wolle, erklären, wie man Maschen anschlägt und abnimmt und stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Das Angebot richtet sich an alle Interessierten ab 14 Jahren und findet monatlich im Café im Stadtfenster statt.

Die Termine sind am 12. August und 9. September. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nadeln und Wolle müssen mitgebracht werden. Die Flinken Nadeln unterstützen mit ihrer Handarbeit den Bunten Kreis Duisburg e.V. bei seinem Einsatz für Familien mit zu früh geborenen und schwer kranken Kindern. Woll-Spenden werden bei den Workshops gerne angenommen.

VHS-Sommerkurs „Boule“ in Kooperation mit dem Homberger Turnverein
Die Volkshochschule Duisburg bietet im August einen Boule- bzw. Pétanquekurs für Neulinge an. Der Kurs findet dreimal mittwochs am 12., 19. sowie am 26. August, jeweils von 17.30 bis 19 Uhr auf dem schattigen Sportgelände am Friesenplatz 1 in Duisburg-Homberg statt.

In dem dreiteiligen Kurs auf den Ligabahnen des Homberger Turnvereins stehen Regelkunde, Wurftechnik und Spieltaktik auf dem Programm. Das Präzisionsspiel erfordert Konzentration und strategische Entscheidungen. In jedem Spiel kommt es zu Situationen, in denen eine gute Regelkunde notwendig ist.

Teilnehmende lernen auch, Spielsituationen besser zu erkennen und regelgerecht zu entscheiden. Fairplay und die Fähigkeit, im Team aufmerksam zu beobachten und konstruktiv miteinander Spielstrategien zu entwickeln, sind feste Bestandteile der Veranstaltung. Dozent des Kurses ist Michael von Parzotka, Abteilungsleiter Boule beim Homberger Turnverein.

Der Kurs findet in einer Gruppe von maximal zwölf Personen statt. Sofern vorhanden können eigene Boulekugeln mitgebracht werden. Es stehen aber auch Leihkugeln zur Verfügung. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Die Kursgebühr beträgt 58 Euro.
Eine vorherige Anmeldung unter http://www.vhs-duisburg.de ist notwendig. Weitere Informationen zur Anmeldung gibt es telefonisch unter 0203 283-984607 oder per E-Mail an vhs-west@stadt-duisburg.de.

Neuer DHL-Paketshop in Duisburg-Alt Homberg eröffnet
Die DHL hat einen neuen Paketshop bei Eck-Treff Kiosk in der Zollstraße 27 in Duisburg-Alt Homberg in Betrieb genommen. Die Öffnungszeiten des Paketshops sind Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 21:00 Uhr sowie Samstag von 09:00 Uhr bis 21:00 Uhr.

Der neue Paketshop bietet die Annahme von frankierten Päckchen, Paketen und Retouren sowie den Verkauf von Briefmarken. Für die Kundinnen und Kunden werden neben den Postfilialen und Packstationen so neue Standorte geschaffen, an denen sie ihre Pakete schnell und problemlos einliefern können. Außerdem können Kundinnen und Kunden dort auch den Service „Postfiliale Direkt“ nutzen und sich Sendungen direkt an den Paketshop senden lassen, um sie später dort abzuholen.  

Unter deutschepost.de/standorte werden Kundinnen und Kunden alle Standorte von Postfilialen und DHL Paketshops inklusive Öffnungszeiten anhand einer Karte aufgezeigt. Standorte von Briefkästen und deren Leerungszeiten sowie die Standorte der rund um die Uhr verfügbaren Packstationen und Poststationen sind dort ebenfalls zu ermitteln.  

10. August 2016:
Homberger Bauwagenplatz - Landgericht Duisburg lehnte Berufung ab

Das könnte das endgültige Ende der Bewohner des Homberger Bauwagenplates sein. Das Landgericht hat die Berufung der Bauwagenbewohner gegen die von der Stadt angestrebte Räumung  abgelehnt. Jetzt bleiben noch zwei Wochen für einen Einspruch gegen diese Berufungs-Ablehnung. Der sogenannte Homberger Bauwagenplatz wird von einem eingetragenen Verein als experimentelle Wohnform betrieben.

Das Gelände gehört der Stadt Duisburg, die es dem Verein seit 1995 gegen Zahlung eines jährlichen Pachtzinses zur Nutzung überlassen hat. Die Stadt Duisburg beruft sich auf eine Kündigung des Vertrages in 2014. Außerdem soll der Verein auch Flächen, die nicht Gegenstand des Nutzungsvertrages sind, unberechtigt nutzen. Mit der Klage verlangt die Stadt die Räumung und Herausgabe des Geländes und die Entfernung der dort aufgestell- ten Wagen.

Der Verein tritt dem entgegen. Er ist der Auffassung, dass die Stadt Duisburg nicht, jedenfalls nicht wirksam gekündigt habe. Das Amtsgericht in Ruhrort sah das im Februar anders. Das Landgericht schloss sich dem jetzt an. 

Das Amts- und Landgericht Duisburg - BZ-Foto haje





Zahl der bei Verkehrsunfällen verunglückten Kinder 2025 um 7 % gestiegen
• 29 270 unter 15-Jährige verunglückt, 74 von ihnen tödlich
• 6- bis 14-Jährige verunglücken am häufigsten zwischen 7 und 8 Uhr
• Die meisten verunglückten Kinder waren mit dem Fahrrad oder dem Auto unterwegs

Durchschnittlich alle 18 Minuten ist im letzten Jahr ein Kind im Straßenverkehr verletzt oder getötet worden. Rund 29 270 Kinder unter 15 Jahren verunglückten im Jahr 2025 bei Verkehrsunfällen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.

Damit kamen 7 % mehr Kinder zu Schaden als im Jahr 2024 mit 27 260 Verunglückten. Die Zahl der getöteten Kinder stieg 2025 gegenüber 2024 von 53 auf 74. Nach einem deutlichen Rückgang während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 war die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten und getöteten Kinder in den letzten Jahren wieder gestiegen.



Zahl der Todesfälle steigt in allen Altersgruppen
Die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Kinder ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr in allen Altersgruppen gestiegen. Bei den unter 6-Jährigen nahm die Zahl der Todesfälle von 18 auf 30 zu. Bei den 6- bis 9-Jährigen stieg Zahl der Getöteten von 15 auf 17, bei den 10- bis 14-Jährigen von 20 auf 27.

Mit Blick auf die Verkehrsmittel stieg die Zahl der getöteten Kinder, die in Pkw mitgefahren waren, am stärksten an: von 21 auf 31. Größere Anstiege gab es auch bei getöteten Kindern, die mit Fahrrädern (von 8 auf 13) und mit E-Scootern (von 0 auf 4) unterwegs gewesen waren.

Ältere Kinder verunglücken besonders häufig morgens auf dem Schulweg
Die 6- bis 14-Jährigen verunglücken im Straßenverkehr montags bis freitags besonders häufig in der Zeit von 7 bis 8 Uhr. Das ist die Zeit, zu der Kinder in diesem Alter üblicherweise auf dem Weg zur Schule sind und zu der sich daher besonders viele Kinder im Straßenverkehr aufhalten. In dieser Zeit wurden im vergangenen Jahr 12 % der verunglückten 24 010 Kinder im entsprechenden Alter verletzt oder getötet.

In den folgenden Stunden bis 13 Uhr verunglücken weniger Kinder. Montags bis freitags in den Zeiten von 13 bis 14 Uhr sowie 15 bis 16 Uhr und 16 bis 17 Uhr erreicht die Zahl der verunglückten Kinder mit Anteilen von je 9 % die nächsthöchsten Werte.

Jüngere Kinder verunglücken am häufigsten im Auto, ältere Kinder auf dem Fahrrad Die meisten Kinder, die 2025 im Straßenverkehr verunglückten, saßen auf einem Fahrrad (34 %). Zum Zeitpunkt des Unfalls waren weiterhin 31 % mit dem Auto, 20 % zu Fuß und 8 % mit dem E-Scooter unterwegs.

Betrachtet man jedoch verschiedene Altersgruppen, ergibt sich ein differenzierteres Bild: Unter 6-Jährige sind besonders häufig im Auto mit betreuenden Erwachsenen unterwegs, demzufolge verunglücken sie hier am häufigsten (55 % im Jahr 2025).

Schulkinder bewegen sich mit zunehmendem Alter selbstständig im Straßenverkehr – entsprechend steigt der Anteil der Radfahrenden und Fußgängerinnen und -gänger unter den Verunglückten. 6- bis 14-Jährige verunglückten am häufigsten auf ihrem Fahrrad (39 %), 26 % in einem Auto sowie 19 % zu Fuß.

NRW: Knapp ein Fünftel der Erwerbstätigen war 2025 atypisch beschäftigt
* Niveau der atypischen Beschäftigung im Vorjahresvergleich stabil
* Frauen und junge Erwerbstätige besonders häufig betroffen
* Je niedriger der Bildungsstand, desto häufiger sind atypische Erwerbsformen

Im Jahr 2025 arbeiteten in Nordrhein-Westfalen rund 1,47 Millionen der insgesamt 7,65 Millionen Kernerwerbstätigen in ihrer Haupttätigkeit in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis. Wie das Statistische Landesamt auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 weiter mitteilt, lag die Quote atypisch Beschäftigter bei 19,2 %.

Damit blieb das Niveau im Vergleich zum Vorjahr stabil (2024: 19,1 %). Kernerwerbstätige sind Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in Schule oder Studium, Ausbildung oder einem Freiwilligendienst befinden. Zur atypischen Beschäftigung zählen Teilzeitjobs mit bis zu 20 Wochenstunden, befristete oder geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sowie Zeitarbeit.

Frauen und junge Beschäftigte besonders häufig betroffen Frauen sind häufiger atypisch beschäftigt als Männer: Während die Quote bei den männlichen Kernerwerbstätigen in NRW im Jahr 2025 bei 11,7 % lag, fiel sie bei den Frauen mit 27,6 % mehr als doppelt so hoch aus.

Ausschlaggebend hierfür ist vor allem der hohe Teilzeitanteil: 21,3 % der erwerbstätigen Frauen arbeiteten 2025 maximal 20 Stunden pro Woche – bei den Männern waren es lediglich 4,2 %. Zudem waren Frauen mit 7,9 % öfter geringfügig beschäftigt als Männer (2,8 %).



Auch der Start ins Berufsleben ist oft von atypischer Beschäftigung geprägt. In der Altersgruppe der unter 25-Jährigen betraf dies mit 34,2 % gut ein Drittel der Kernerwerbstätigen. Hauptgrund sind Befristungen, in denen sich 23,0 % der unter 25-Jährigen befanden.
Zudem lagen in dieser Altersgruppe sowohl der Anteil geringfügig Beschäftigter mit 9,1 % als auch der Anteil der Beschäftigten in der Zeitarbeit mit 5,6 % über dem Durchschnitt.

Je niedriger der Bildungsstand, desto häufiger sind atypische Erwerbsformen Das Bildungsniveau beeinflusst das Risiko für atypische Beschäftigung stark. Im Jahr 2025 war mehr als jede dritte kernerwerbstätige Person mit niedrigem Bildungsabschluss (35,2 %) atypisch beschäftigt. Bei Personen mit mittlerer Qualifikation lag dieser Anteil mit 18,2 % deutlich niedriger. Hochqualifizierte waren mit 14,3 % am seltensten in solchen Arbeitsverhältnissen tätig.



Dieses Muster zeigt sich auch bei den einzelnen Merkmalen atypischer Beschäftigung. In Teilzeitbeschäftigung bis zu 20 Wochenstunden arbeiteten 21,5 % der geringqualifizierten Kernerwerbstätigen, während es unter den Mittelqualifizierten 12,8 % und unter den Hochqualifizierten nur 7,8 % waren.

Besonders ausgeprägt ist der Unterschied bei den geringfügigen Beschäftigungen: Insgesamt 14,3 % der Geringqualifizierten standen in einem solchen Arbeitsverhältnis. Dieser Anteil ist dreimal so hoch wie bei den Mittelqualifizierten (4,9 %) und sogar siebenmal so hoch wie bei den Hochqualifizierten (2,0 %).

Bei den Befristungen zeigt sich ein etwas anderes Muster. Zwar ist auch hier die Gruppe der Geringqualifizierten mit 12,6 % am häufigsten betroffen, jedoch folgen an zweiter Stelle die Hochqualifizierten mit 6,7 %. Die im Vergleich zu Mittelqualifizierten etwas höhere Befristungsquote Hochqualifizierter ist maßgeblich durch die Befristungspraxis im Wissenschafts- und Forschungsbereich bedingt. Die Kernerwerbstätigen mit mittlerem Qualifikationsniveau waren mit 5,3 % am seltensten befristet beschäftigt.

Neues Südbad öffnet am 10. August
Oberbürgermeister Sören Link eröffnet am Montag, 10. August, um 13.15 Uhr das neue Südbad an der Großenbaumer Allee. Im Anschluss öffnet das Hallenbad erstmals seine Türen für die Öffentlichkeit: Die ersten Badegäste können das neue Bad erkunden und ihre Bahnen ziehen. Eintrittskarten sind am Eröffnungstag an der Tageskasse erhältlich.

Im Bürgerbereich erwartet die Gäste ein 25-Meter-Becken mit einer Sprunganlage (1-Meter-Brett und 3-Meter-Plattform) sowie einer fünf Meter hohen Kletterwand direkt über dem Wasser. Ein Kinderplanschbecken und eine 385 Quadratmeter große Dachterrasse zum Sonnen und Entspannen ergänzen das Angebot.

Gleichzeitig können Schulen und Sportvereine unabhängig vom öffentlichen Badebetrieb ein weiteres 25-Meter-Sportbecken mit verstellbarem Hubboden (zur Verringerung der Wassertiefe auf bis zu 60 Zentimeter) sowie ein Lehrschwimmbecken nutzen. Separate Eingänge, Duschen und Umkleidebereiche ermöglichen den parallelen und voneinander unabhängigen Betrieb beider Bereiche.

Besucherinnen und Besucher haben am Eröffnungstag auch die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Neubaus zu werfen: Kostenlosen Führungen zu den technischen Anlagen und Besonderheiten des Bades finden jeweils um 14.30 Uhr, 15.30 Uhr und um 17 Uhr statt. Anmeldung sind direkt nach der Baderöffnung an der Kasse möglich.

Auf der neuen Dachterrasse werden außerdem Schnupperkurse des Sportbildungswerks für jeweils 9 Euro inklusive Badeintritt angeboten. Am Eröffnungstag (10. August) sowie am Montag, 17. August, finden dort von 16 bis 17 Uhr die Kurse „Allover Workout“ (Kurs-Nr. 2085/2087) und von 17 bis 18 Uhr „Yoga & Stretch“ (Kurs-Nr. 2086/2088) statt. Diese Veranstaltungen sind über die Website des Sportbildungswerks buchbar (https://www.sportbildungswerk-nrw.de/duisburg).

Stadtranderholung 2026
Die 74. Ausgabe der „Stadtranderholung“ startet am 10. August. Die beliebte Ferienfreizeit des Jugendamts bietet an 18 Standorten 1360 Kindern für drei Wochen lang ein buntes Ferienprogramm.

Oberbürgermeister Sören Link, Jo Jonas, Abteilungsleiter des Fachbereichs Kinder- und Jugendförderung beim Jugendamt, sowie Mustafa Erkan, Projektleiter der Stadtranderholung, stellen das diesjährige Konzept sowie das Programm am Mittwoch, 12. August 2026, um 13 Uhr im Städtischen Kinder- und Jugendzentrum „Robinson Abenteuerfarm“, Saarstraße 9, 47229 Duisburg-Rheinhausen vor.

Boule für Einsteiger: VHS-Sommerkurs in Kooperation mit dem Homberger Turnverein

Wer Boule oder Pétanque kennenlernen möchte, hat im August bei der Volkshochschule Gelegenheit dazu. In einem dreiteiligen Einsteigerkurs auf den Ligabahnen des Homberger Turnvereins stehen Regelkunde, Wurftechnik und Spieltaktik im Mittelpunkt. Das Präzisionsspiel verbindet Konzentration, Geschick und strategisches Denken.

Die Teilnehmenden lernen, Spielsituationen einzuschätzen, regelkonform zu handeln und ihre Wurftechnik gezielt zu verbessern. Auch Fairplay, Teamspiel sowie das gemeinsame Entwickeln von Spielstrategien gehören zu den Inhalten des Kurses. Geleitet wird der Kurs von Michael von Parzotka, Abteilungsleiter Boule beim Homberger Turnverein.

Die drei Kurstermine finden jeweils mittwochs am 12., 19. und 26. August von 17.30 bis 19 Uhr auf dem schattigen Sportgelände des Turnvereins, Friesenplatz 1, statt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Personen begrenzt. Die Kursgebühr beträgt 58 Euro. Eigene Boulekugeln können mitgebracht werden, sofern vorhanden. Alternativ stehen Leihkugeln zur Verfügung. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Weitere Informationen zur Anmeldung gibt es unter Tel. 0203/283-984607 oder per Mail vhs-west@stadt-duisburg.de

Sonnenfinsternis am 12. August: Weltgrößter Hersteller warnt vor Engpässen bei Schutzbrillen
Unsichere Produkte könnten erneut den europäischen Markt überschwemmen, so American Paper Optics.
Memphis (USA) - Der weltweit größte Hersteller von Sonnenfinsternisbrillen, American Paper Optics (APO), warnt deutsche Verbraucher vor Lieferengpässen zertifizierter Schutzbrillen im Vorfeld der tiefen partiellen Sonnenfinsternis am 12. August 2026. Bei vergangenen Finsternissen in den USA und Europa seien geprüfte Brillen regelmäßig knapp geworden. In die Lücke drängten dann unzertifizierte Produkte ohne ausreichenden Schutz.

Am 12. August verdeckt der Mond je nach Region zwischen 85 und 90 Prozent der Sonne über Deutschland. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) liegt die Bedeckung in Freiburg bei rund 90 Prozent, in Berlin bei etwa 85 Prozent. Das Schauspiel beginnt gegen 19 Uhr und fällt vielerorts mit dem Sonnenuntergang zusammen.

Gerade eine tiefe partielle Finsternis unterschätzen viele Beobachter. Bei einem ungeschützten Blick in die Sonne treffen laut BfS UV-Strahlung, sichtbares Licht und Infrarotstrahlung mit hoher Intensität auf die Netzhaut. Die dabei entstehende Solarretinopathie verläuft schmerzfrei und wird oft erst Stunden später bemerkt.

Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, behielten nach früheren Sonnenfinsternissen rund zehn Prozent der Betroffenen dauerhafte Netzhautschäden. Normale Sonnenbrillen oder Kamerafilter genügen nicht. Sicheres Beobachten erfordert Brillen, die nach DIN EN ISO 12312-2:2015 zertifiziert und mit CE-Kennzeichnung versehen sind.

„Wer direkt in die Sonne schaut, darf bei der Schutzausrüstung keine Kompromisse eingehen", sagt Jason Lewin, Marketingchef von American Paper Optics. „Wir haben bei vergangenen Finsternissen erlebt, wie in den letzten Wochen vor dem Ereignis ungeprüfte Brillen aus dubiosen Quellen auf den Markt kamen. Unser Rat an alle Beobachter in Deutschland: Bestellen Sie frühzeitig bei einem Hersteller, dessen Zertifizierung Sie nachprüfen können."

APO hat in mehr als 15 Jahren über 500 Millionen Sonnenfinsternisbrillen produziert. Zu den Abnehmern zählen NASA, die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und die American Astronomical Society. Zuletzt fertigte das Unternehmen die Spezialbrillen für die Crew der NASA-Mission Artemis II. Sämtliche APO-Brillen erfüllen DIN EN ISO 12312-2:2015 und tragen die CE-Kennzeichnung.

Bezugsquelle
Zertifizierte APO-Sonnenfinsternisbrillen sind direkt beim Hersteller erhältlich. Einzel- und Gruppenbestellungen sind über eclipseglasses.com möglich. Der Versand nach Deutschland erfolgt per Expresslieferung.

Über American Paper Optics
American Paper Optics mit Sitz in Memphis, Tennessee, ist der weltweit größte Hersteller von 3D- und Solarbrillen. Das Unternehmen hat seit seiner Gründung über 3,5 Milliarden Brillen produziert, darunter mehr als 500 Millionen Sonnenfinsternisbrillen. APO arbeitet mit Universitäten, Wissenschaftszentren und Weltraumorganisationen weltweit zusammen.

VHS-Sommerkurs „Boule“ in Kooperation mit dem Homberger Turnverein
Die Volkshochschule Duisburg bietet im August einen Boule- bzw. Pétanquekurs für Neulinge an. Der Kurs findet dreimal mittwochs am 12., 19. sowie am 26. August, jeweils von 17.30 bis 19 Uhr auf dem schattigen Sportgelände am Friesenplatz 1 in Duisburg-Homberg statt.

In dem dreiteiligen Kurs auf den Ligabahnen des Homberger Turnvereins stehen Regelkunde, Wurftechnik und Spieltaktik auf dem Programm. Das Präzisionsspiel erfordert Konzentration und strategische Entscheidungen. In jedem Spiel kommt es zu Situationen, in denen eine gute Regelkunde notwendig ist.

Teilnehmende lernen auch, Spielsituationen besser zu erkennen und regelgerecht zu entscheiden. Fairplay und die Fähigkeit, im Team aufmerksam zu beobachten und konstruktiv miteinander Spielstrategien zu entwickeln, sind feste Bestandteile der Veranstaltung. Dozent des Kurses ist Michael von Parzotka, Abteilungsleiter Boule beim Homberger Turnverein.

Der Kurs findet in einer Gruppe von maximal zwölf Personen statt. Sofern vorhanden können eigene Boulekugeln mitgebracht werden. Es stehen aber auch Leihkugeln zur Verfügung. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Die Kursgebühr beträgt 58 Euro.
Eine vorherige Anmeldung unter http://www.vhs-duisburg.de ist notwendig. Weitere Informationen zur Anmeldung gibt es telefonisch unter 0203 283-984607 oder per E-Mail an vhs-west@stadt-duisburg.de.

Repair-Café im Recyclingzentrum Mitte: Gemeinsam reparieren und Ressourcen schonen
Beim nächsten Repair-Café im Recyclingzentrum Mitte der Wirtschaftsbetriebe Duisburg erhalten defekte Alltagsgegenstände eine zweite Chance. Am Freitag, 14. August 2026, unterstützen ehrenamtliche Reparaturexpertinnen und -experten des Vereins DUISentrieb Besucherinnen und Besucher dabei, kaputte Elektrokleingeräte, wackelige Kleinmöbel und weitere Gegenstände wieder gebrauchsfähig zu machen.

Dabei steht nicht nur die Reparatur selbst im Mittelpunkt. Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe können die Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung selbst Hand anlegen, Reparaturwissen erwerben und praktische Fähigkeiten für zukünftige Reparaturen entwickeln. So stärkt das Repair-Café den selbstständigen und bewussten Umgang mit Alltagsgegenständen.

Mit dem monatlichen Angebot möchten die Wirtschaftsbetriebe Duisburg einen praktischen Beitrag zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung leisten. Denn Gegenstände, die repariert und weiterverwendet werden, müssen nicht entsorgt und ersetzt werden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Datum: Freitag, 14. August 2026
Uhrzeit: von 14.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Recyclingzentrum Mitte, Vygenstr. 6, 47053 Duisburg
Das Repair-Café findet im 1. Obergeschoss statt. Ein Aufzug ist vorhanden.

Der darauffolgende Termin findet am Freitag, 18.September 2026, ebenfalls von 14 bis 17 Uhr im Recyclingzentrum Mitte statt. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Abfallberatung per E-Mail an abfallberatung@wb-duisburg.de oder telefonisch unter (0203) 283–3000.

Copyright: WBD / Adrian Chodkowski

Offene Schreibwerkstatt vermittelt neue Schreibtechniken
Zu einer offenen Schreibwerkstatt lädt die Bibliothek in Wanheimerort am Samstag, 15. August, von 11 bis 13 Uhr in die Räumlichkeiten an der Düsseldorfer Straße 544 ein. Unter der Leitung der Duisburger Autorin Birgit Stieler erhalten Interessierte die Gelegenheit, neue Schreibtechniken kennenzulernen und eigene Ideen zu entfalten, um ihre Gedanken zu Papier zu bringen.

Die Veranstaltung richtet sich sowohl an erfahrene Schreibende als auch an Menschen, die erste Schritte im kreativen Schreiben wagen möchten. In einer inspirierenden und unterstützenden Atmosphäre können Teilnehmende unterschiedliche Ausdrucksformen ausprobieren, Impulse erhalten und ihre Kreativität weiterentwickeln.

Teilnehmende sollten ihr eigenes Schreibmaterial mitbringen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Fragen beantwortet das Team der Bibliothek persönlich oder telefonisch unter 0203 773096. Die Servicezeiten sind dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr, freitags von 10.30 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.

Kleine Runde oder großes Fest? So feiert Deutschland die Einschulung
Ostdeutschland feiert deutlich größer

Der auffälligste Befund der Umfrage ist regional. Unter den Befragten mit Einschulungskindern im Umfeld berichtet in Ostdeutschland mehr als die Hälfte von Feiern mit mindestens elf Gästen oder von mehreren Feiern (51 Prozent). Im gesamten übrigen Bundesgebiet ist es nur rund ein Viertel – in Norddeutschland liegt der Anteil bei 30 Prozent, in Westdeutschland bei 25 Prozent und in Süddeutschland bei 23 Prozent. Ostdeutschland weicht damit klar ab.

Noch deutlicher wird der Unterschied bei den größten Feiern: In Ostdeutschland berichtet rund jeder Vierte von einer Feier mit mehr als 20 Gästen, im übrigen Bundesgebiet nur etwa jeder Vierzehnte. Eine mögliche Erklärung liegt in der ostdeutschen Tradition rund um die Zuckertüte, die den Schulanfang seit Generationen als Familienfest im größeren Kreis begeht. Die Umfrage selbst erhebt die Ursachen nicht – sie belegt den Unterschied.

Zur Einschulung gehört für die meisten mehr als Schulranzen und Schultüte
Kaum ein Produkt steht so stark für die Einschulung wie der erste Schulranzen. Dazu kommen Federmäppchen, Hefte, Stifte, Lunchbox, Trinkflasche und je nach Schule weiteres Material. Auch die Schultüte gehört fest dazu, besonders wenn Süßigkeiten, kleine Geschenke oder nützliches Schulzubehör darin landen. Weitere Anschaffungen können ebenfalls eine Rolle spielen, etwa neue Kleidung, Zubehör für den Schulweg oder erste Technik wie eine Kinder-Smartwatch.

Dass rund um die Einschulung viel Geld ausgegeben wird, zeigt auch eine aktuelle Prognose des Handelsverbands Deutschland: Anlässlich der Einschulung rechnet der Einzelhandel in diesem Jahr mit rund 770 Millionen Euro Umsatz – ein Plus von 6,2 Prozent gegenüber den 725 Millionen Euro im Vorjahr. Doch für viele Familien endet die Einschulung nicht mit der Ausstattung für den Unterricht. Der Tag selbst wird vorbereitet, geplant und häufig gefeiert.

Die Mehrheit feiert im kleinen Rahmen
Wie aufwendig die Einschulung wird, hängt vom Rahmen der Feier ab. Unter den Befragten mit Einschulungskindern im Umfeld berichten gut 40 Prozent, dass die Einschulung nicht besonders oder nur im engsten Kreis gefeiert wird. Eine kleine Feier mit bis zu zehn Gästen nennen knapp 30 Prozent. Fast ein Drittel (31 Prozent) gibt an, mit mindestens elf Gästen oder mehrmals zu feiern.

Im Detail: Fast jede fünfte Nennung entfällt auf eine Feier mit elf bis 20 Gästen (19 Prozent), 11 Prozent berichten von mehr als 20 Gästen. Mehrere Feiern oder eine mehrtägige Feier bleiben die Ausnahme (1 Prozent). Dass die Einschulung nicht besonders gefeiert wird, sagen 8 Prozent.

Zu Hause oder im Garten wird am häufigsten gefeiert
Beim Ort der Feier gibt es einen klaren Schwerpunkt: Am häufigsten findet die Einschulung zu Hause oder im Garten statt (68 Prozent). Das ist naheliegend, kann je nach Gästezahl aber trotzdem Ausgaben für Essen, Getränke, Dekoration oder zusätzliche Sitzplätze mit sich bringen.

Außer Haus wird deutlich seltener gefeiert. Ein Restaurant oder Café ist die wichtigste Alternative zum privaten Rahmen (17 Prozent). Einen gemieteten Raum oder Saal nennen knapp 9 Prozent, einen Ausflugs- oder Veranstaltungsort gut 3 Prozent.

Auch hier unterscheiden sich die Regionen. In Norddeutschland dominiert der private Rahmen besonders deutlich (84 Prozent). In Süddeutschland wird häufiger ein Restaurant oder Café gewählt (26 Prozent). In Ostdeutschland fällt der Anteil gemieteter Räume oder Säle auf (17 Prozent) und liegt damit deutlich höher als in den übrigen Regionen – passend zum Bild der größeren Feiern.

Aus dem Schulstart wird ein Familientag
Die Einschulung beginnt mit Schulranzen, Schultüte und erstem Stundenplan. Für viele Familien gehört aber auch die Feier zu diesem Übergang dazu. Die Umfrage zeigt, dass der Rahmen sehr unterschiedlich ausfallen kann. Gemeinsam ist den Feiern jedoch: Der Schulstart wird bewusst gestaltet und als besonderer Familienmoment begangen.

Homeoffice: Wunsch und Wirklichkeit klaffen häufiger auseinander
Beschäftigte, die mal im Homeoffice und mal im Betrieb arbeiten, sind häufig recht zufrieden. Doch wenn die Homeoffice-Realität stark von den eigenen Bedürfnissen abweicht, treten häufig Stress und gesundheitliche Probleme auf. Das ergibt eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.*

(C) Hans-Böckler-Stiftung

Die Coronakrise hat der Arbeit in den eigenen vier Wänden zu einem nachhaltigen Durchbruch verholfen: Mittlerweile sei offensichtlich, dass sich die Entwicklung nicht rückgängig machen lässt, erklärt Dr. Helge Emmler. Der WSI-Forscher hat die aktuelle Situation in Sachen mobile Arbeit untersucht und dafür Daten des WSI-Erwerbspersonenpanels ausgewertet.

Seinen Ergebnissen zufolge hat sich an der Verbreitung zuletzt wenig geändert, wobei es deutliche Unterschiede vor allem zwischen Beschäftigten mit und ohne Hochschulabschluss gibt. Hybride Modelle, bei denen sich Homeoffice und Arbeit im Betrieb abwechseln, entsprechen am besten den Bedürfnissen der meisten Beschäftigten, die zu rund zwei Dritteln mit den bestehenden Regelungen zufrieden sind oder allenfalls ein wenig öfter zu Hause arbeiten möchten. Diejenigen, deren Bedürfnisse klar von der betrieblichen Realität abweichen, sind deutlich öfter von starker beruflicher Belastung und gesundheitlichen Problemen betroffen.

Für das WSI-Erwerbspersonenpanel wurden in 15 Erhebungsrunden seit dem Frühjahr 2020 zunächst knapp 7700, zuletzt rund 6200 Personen befragt. Emmlers Auswertung zufolge hat der erste Corona-Lockdown im März 2020 eine „schlagartige und in dieser Größenordnung auch seither nicht wieder beobachtete Ausbreitung von mobiler Arbeit“ verursacht.

Der Anteil derjenigen, die ausschließlich im Betrieb arbeiten, war von 83 Prozent im Januar 2020 auf 53 Prozent im April 2020 eingebrochen. Seit etwa Mitte 2021 sind, von geringen Schwankungen abgesehen, etwa zwei von drei Erwerbstätigen nur im Betrieb tätig, jede und jeder Vierte an wechselnden Orten. Es sei anzunehmen, dass hinter diesem Trend für rund ein Viertel der Beschäftigten eine neue Normalität von etwa zwei bis drei Tagen Homeoffice pro Woche steckt, heißt es in der Studie.

Um den aktuellen Stand zu erfassen, hat der WSI-Experte Ergebnisse der Befragungswellen im November 2024 und 2025 analysiert, in denen die Teilnehmenden ausführliche Angaben zu mobiler Arbeit gemacht haben. Dabei hat er sich auf abhängig Beschäftigte konzentriert. Von denen haben zuletzt 64,5 Prozent ihre Arbeitszeit ausschließlich im Betrieb oder maximal zu einem Zehntel zu Hause verbracht. Bei Akademikerinnen und Akademikern ist die Quote mit 36,6 Prozent deutlich geringer als bei Beschäftigten mit Berufsausbildung mit 69 Prozent – wobei sich der Abstand im Vergleich zu 2024 ein wenig verringert hat.



In Ostdeutschland ist der Anteil mit 71,2 Prozent höher als im Westen mit 63,3 Prozent (siehe auch die Abbildung in der pdf-Version dieser PM; Link unten). Auch diese Differenz ist rückläufig. Die Branchen Energieversorgung, Medien, Finanzen und öffentliche Verwaltung stechen durch einen hohen Anteil hervor. In den Bereichen Bau, Erziehung, Gastgewerbe, Gesundheit, Handel, Verkehr und Logistik ist Homeoffice dagegen weniger verbreitet.

Ein Großteil dieser Unterschiede hängt laut der Analyse mit der Natur der jeweiligen Tätigkeiten zusammen: Dass sie ihre Aufgaben uneingeschränkt oder zu einem Großteil zu Hause erfüllen könnten, sagen 38 Prozent der Beschäftigten. Von den geeigneten Tätigkeiten werden 65 Prozent zumindest zu einem Viertel im Homeoffice erledigt, 46 Prozent sogar überwiegend.

Bei den Beschäftigten mit akademischen Abschlüssen und geeigneten Jobs ist die Quote derjenigen, die mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu Hause ableisten, gegenüber 2024 von 57 auf 52 Prozent zurückgegangen. Das deute darauf hin, dass sich in dieser Gruppe zunehmend zwei statt drei Tage Homeoffice durchsetzen, schreibt Emmler.

Unzufriedenheit ist ungesund
Der Auswertung zufolge entsprechen die betrieblichen Regelungen nicht immer den Wünschen der Beschäftigten: Diejenigen, deren Aufgaben sich dafür eignen, würden im Schnitt gern gut die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu Hause verbringen, tatsächlich ist es etwas mehr als ein Drittel. Insgesamt möchte ein Viertel den Anteil der Zeit im Homeoffice um 30 Prozentpunkte oder mehr erhöhen, ein Zehntel möchte weniger dort arbeiten.

Rund zwei Drittel sind zufrieden oder wünschen sich allenfalls geringfügige Änderungen. Besonders groß ist der Anteil der Unzufriedenen, deren Wünsche stark von der tatsächlichen Situation abweichen, mit 29,4 Prozent bei Beschäftigten, die von Return-to-Office-Initiativen betroffen sind. Bei Beschäftigten mit Kindern ist die Quote mit 28,3 Prozent ebenfalls hoch.

Diese Unzufriedenheit gehe mit gravierenden Belastungen einher, erklärt der Forscher. Von den Beschäftigten, deren Homeoffice-Präferenzen um 20 Stunden oder mehr von der tatsächlichen Regelung abweichen, klagen 18 Prozent über eine hohe Arbeitsbelastung und 28 Prozent über einen schlechten Gesundheitszustand. Bei denjenigen, die keinen Änderungsbedarf in Sachen Homeoffice haben, sind es nur 6 beziehungsweise 14 Prozent. Auch bei der Zufriedenheit mit dem Familienleben, der Freizeitgestaltung oder sozialen Kontakten schneiden Beschäftigte schlechter ab, die gern deutlich länger zu Hause arbeiten würden.

Dass die Homeoffice-Quoten sich nach Ende der Corona-Pandemie stabilisiert haben, sei grundsätzlich eine gute Nachricht, so Emmlers Fazit. „Denn mobile Arbeit hat sich nicht nur als probate Maßnahme des Infektionsschutzes, sondern als arbeitnehmerfreundliche Unterstützung der Work-Life-Balance und arbeitgeberseitiges Instrument zur Fachkräftesuche erwiesen.“

Er empfiehlt Unternehmen, den Wünschen der Beschäftigten entgegenzukommen, solange keine zwingenden betrieblichen Gründe dagegensprechen. Schließlich würde oft schon ein zusätzlicher Tag Homeoffice-Tag reichen, um diese Wünsche zu erfüllen.

„Die neue Studie unterstreicht: Das Potenzial, im Homeoffice zu arbeiten, ist noch nicht ausgeschöpft“, sagt Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, die wissenschaftliche Direktorin des WSI. „Gerade für Frauen, die im Durchschnitt immer noch den ganz überwiegenden Teil der Sorgearbeit erledigen, also etwa Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Arbeit im Haushalt, ermöglicht das Homeoffice Flexibilität bei der Vereinbarkeit, weil beispielsweise Zeit für Pendelwege gespart wird.“

Das Homeoffice sei jedoch kein Ersatz für ausreichende Kinderbetreuungsangebote, betont die Soziologin zugleich. Insbesondere in Zeiten hoher Spritpreise ermögliche mobile Arbeit generell auch eine finanzielle Entlastung.