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Das Südbad in Großenbaum ist eröffnet Das neue
Südbad an der Großenbaumer Allee in Duisburg-Großenbaum ist
eröffnet. Oberbürgermeister Sören Link gab am Montag mit der
symbolischen Durchtrennung des Eröffnungsbandes den Startschuss für
den Badebetrieb. Vor dem Eingang warteten bereits die ersten Gäste
darauf, das neue Bad kennenzulernen und in den neuen Wasserflächen
erste Bahnen zu ziehen.

Sie eröffneten das neue Südbad, v.l.: Martin Linne, Dezernat für
Stadtentwicklung, Mobilität und Sport, Beate Lieske,
Bezirksbürgermeisterin Süd, Oberbürgermeister Sören Link, Angelika
Kleinefeld, stellv. Bezirksbürgermeisterin Süd und Werner von Häfen,
stellvertr. Vorsitz. Betriebsausschuss DuisburgSport. Fotos Tanja
Pickartz / Stadt Duisburg
„Mit dem Südbad gewinnt Duisburg
einen modernen Ort für Sport, Gesundheit und Gemeinschaft,“ sagte
Oberbürgermeister Sören Link bei der Eröffnung. „Es ist eine
Investition in die Zukunft unserer Stadt. Vor allem in die Menschen,
die hier schwimmen lernen, trainieren und ihre Freizeit verbringen.“
Das neue Hallenbad vereint die öffentliche Badnutzung mit
dem Schul- und Vereinssport unter einem Dach. Zur Ausstattung
gehören ein öffentliches 25- Meter-Becken mit Sprunganlage und
Kletterwand, ein Kinderplanschbereich, ein weiteres
25-Meter-Sportbecken mit Hubboden und ein Lehrschwimmbecken. Hinzu
kommt eine 385 Quadratmeter große Dachterrasse.

„Öffentlichkeit, Schulen und Vereine haben unterschiedliche
Anforderungen an Wasserflächen. Mit dem neuen Südbad können diese
Nutzungen parallel stattfinden, ohne sich gegenseitig
einzuschränken“, sagt Sportdezernent Martin Linne. „Wo bisher
unterschiedliche Bedarfe auf einer Wasserfläche zusammengebracht
werden mussten, stehen nun Becken mit jeweils eigenen Schwerpunkten
zur Verfügung. Das erleichtert die Organisation des Badebetriebs
ebenso wie die Planung von Schul- und Vereinsangeboten.“
Neben dieser funktionalen Trennung zeichnet sich die Anlage durch
eine auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ausgerichtete
Gebäudetechnik aus. Dazu gehören eine Photovoltaikanlage mit einer
Leistung von 200 Kilowatt- Peak, Luft-Wärmepumpen, Systeme zur
Wärmerückgewinnung aus der Lüftung und dem Duschabwasser sowie
hygienische Frischwasserstationen.

Für den laufenden Betrieb ist zudem die Fertigstellung eines
KI-gestützten Systems vorgesehen, das die Badeaufsicht bei der
Beobachtung des Betriebs unterstützen soll. Zum Eröffnungstag wurden
kostenlose Führungen durch die technischen Anlagen angeboten. Auf
der Dachterrasse präsentierte das Sportbildungswerk mit den Kursen
„Allover Workout“ und „Yoga & Stretch“ beispielhafte
Nutzungsmöglichkeiten der neuen Fläche.
Über das Projekt Das
neue Südbad ersetzt zwei ältere Bäder: das frühere öffentliche
Hallenbad Großenbaum und das vereinsbetriebene Hallenbad Wanheim,
das mit dem Ende der Sommerferien seinen Betrieb einstellt. „Die
unterschiedlichen Anforderungen auf dem vorhandenen Grundstück
abzubilden, war eine anspruchsvolle planerische Aufgabe“, erklärt
Johannes Michels, Betriebsleiter von DuisburgSport.
„Das
Gelände an der Großenbaumer Allee ist durch die angrenzende
Wohnbebauung und die benachbarte Schule räumlich klar begrenzt.
Dennoch ist es gelungen, die Wasserfläche gegenüber dem früheren
Südbad um zwei zusätzliche Becken zu erweitern. Möglich wurde dies,
indem Technik- und Funktionsräume entgegen den im Bäderbau üblichen
Standards in die oberen Gebäudebereiche verlagert wurden.“
Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit seit Beginn
der Rohbauarbeiten ist das Projekt abgeschlossen. Die Stadt Duisburg
investiert rund 33 Millionen Euro in den Neubau und finanziert ihn
vollständig aus eigenen Mitteln. Die vorläufigen Gesamtkosten liegen
dabei deutlich unter den ursprünglichen Budget-Ansätzen, die in
einer Phase besonders volatiler Bau-, Energie- und Materialpreise
ermittelt worden waren.
Jeder zehnte Autofahrer am
Smartphone - ACE untersucht Smartphone-Ablenkung in Duisburg
Duisburg (ACE) 10. August 2026 – Mit dem Handy-Verkehrs-Check in
Duisburg an der Mercatorstraße vor dem Hauptbahnhof beteiligte sich
der ACE-Kreis Niederrhein an der diesjährigen Clubinitiative des ACE
Auto Club Europa. Unter dem Motto „Kopf hoch!“ untersuchen die rund
700 ACE-Ehrenamtlichen seit April bundesweit die Ablenkung durch
Smartphones am Steuer. Dafür überprüfen sie an über 250
innerörtlichen Kreuzungen in ganz Deutschland, wie häufig
Autofahrende hinter dem Steuer zum Handy greifen.
Die
Ergebnisse der bundesweiten Checks sollen zeigen, wie verbreitet
Smartphone-Ablenkung im Straßenverkehr ist und wo besonderer
Handlungsbedarf besteht. Mit der Clubinitiative will der ACE auf die
Risiken der Smartphone-Nutzung am Steuer aufmerksam machen und ein
stärkeres Bewusstsein für konzentriertes und verantwortungsvolles
Verhalten im Straßenverkehr schaffen.
Hohe Handynutzung in
Duisburger Autos Beim Handy-Verkehrs-Check überprüften die
Ehrenamtlichen des ACE-Kreis Niederrhein das Verhalten von
Autofahrenden auf der Mercatorstraße vor dem Hauptbahnhof. Während
einer 30-minütigen Beobachtung des Verkehrs wurde erfasst, wie
häufig sichtbare Handy-Verstöße am Steuer begangen wurden.

(C) ACE-Fotos
Insgesamt zählten die Ehrenamtlichen 147
Fahrzeuge, bei 14 davon wurden entsprechende Verstöße dokumentiert.
„Beobachtet haben wir das In-die-Hand-Nehmen des Smartphones, das
Tippen auf dem Display und das Ans-Ohr-Halten,“ stellt Jörg Starke,
Vorsitzender des ACE-Kreis Niederrhein, fest und betont, „Dabei
haben sich 10 Prozent aller Autofahrenden im Stadtverkehr durch das
Smartphone ablenken lassen. Diese hohe Ablenkungsquote ist eine
Gefahr für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden.“

Ablenkung durch Smartphones erhöht Unfallrisiko deutlich Das
Smartphone ist für viele Menschen ihr ständiger Begleiter – auch im
Auto. Ein kurzer Blick auf eine Nachricht, ein rascher Wechsel der
Musik oder ein schneller Check der Sozialen Medien: Schon wenige
Sekunden Ablenkung können im Straßenverkehr schwerwiegende Folgen
haben.
Wer bei Tempo 50 innerorts zwei Sekunden lang nicht
auf die Straße schaut, legt rund 28 Meter im „Blindflug“ zurück.
Selbst bei Tempo 30 sind es in dieser Zeit noch etwa 17 Meter – eine
Strecke von mehreren Autolängen ohne Blick für die Gefahren des
Straßenverkehrs. Besonders im dichten innerstädtischen Verkehr kann
das fatale Folgen haben, vor allem für Zufußgehende oder
Radfahrende.
Auch die Unfallstatistik zeigt die Bedeutung
des Problems: Laut Auswertung der Unfallstatistik 2024 des
Statistischen Bundesamts wurde im Jahr 2024 bei 8.722 Unfällen mit
Personenschaden Ablenkung als Unfallursache festgestellt. In 1.039
Fällen hat die Nutzung elektronischer Geräte nachweislich zum Unfall
geführt. Insgesamt sind sogar 25 Menschen bei solchen Unfällen ums
Leben gekommen.
Von Bußgeld bis Fahrverbot Tolga Kaya,
Regionalbeauftragter des ACE in Nordrhein-Westfalen, warnt: „Wer
während der Autofahrt das Handy in die Hand nimmt oder ans Ohr hält,
riskiert nicht nur die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, sondern
auch empfindliche Strafen. Schon der einfache Verstoß wird mit einem
Bußgeld in Höhe von 100 Euro und einem Punkt geahndet. Kommt es
infolge der Ablenkung zu einer Gefährdung oder gar zu einem Unfall,
steigen die Bußgelder an, zusätzlich drohen weitere Punkte in
Flensburg und ein Fahrverbot.“
Bundesweite Checks seit April
Die bundesweiten Handy-Verkehrs-Checks laufen seit April 2026. Die
rund 700 ACE-Ehrenamtlichen dokumentieren dabei an mehr als 250
innerörtlichen Kreuzungen, wie häufig Autofahrende während der Fahrt
ihr Smartphone sichtbar nutzen. Grundlage ist ein standardisierter
Beobachtungsbogen, mit dem sichtbare Handy-Verstöße systematisch
erfasst werden. Die Gesamtergebnisse werden im Herbst
veröffentlicht. Weitere Informationen: >> Webseite der
ACE-Clubinitiative
Kostenfreie Stadtführung macht
koloniale Spuren sichtbar Welche Spuren hat der
Kolonialismus in Duisburg hinterlassen, und wie wirken sie bis heute
nach? Diesen Fragen widmet sich die Außenführung „Auf Spurensuche:
Kolonialismus in Duisburg“ am Freitag, 14. August, um 17.30 Uhr.
Treffpunkt ist das Stadtarchiv Duisburg am Karmelplatz 5 am
Innenhafen.
Unter der Leitung von Naomi Dibu und Christa
Frins erkunden die Teilnehmenden die Duisburger Innenstadt aus einer
neuen Perspektive. Während des Rundgangs werden Orte vorgestellt,
die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, deren Geschichte jedoch
eng mit dem deutschen Kolonialismus verbunden ist.
So
erinnern ehemalige Geschäfte, in denen Waren wie Kaffee oder Tabak
aus den Kolonien verkauft wurden, ebenso an diese Vergangenheit wie
Straßennamen, deren kolonialer Bezug heute oft kaum noch bekannt
ist. Die Führung macht diese häufig übersehenen historischen
Zusammenhänge sichtbar und regt dazu an, den Stadtraum mit neuen
Augen zu betrachten.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine
Anmeldung ist erwünscht und per E-Mail an zfe@stadt-duisburg.de oder
telefonisch unter 0203 2832640 möglich.
Stadtmuseum: Führung „Gerhard Mercator – weltberühmter Gelehrter
Duisburgs“ Das Kultur- und Stadthistorische Museum lädt
am Sonntag, 16. August, um 15 Uhr ins Museum am
Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen zu einer Führung durch die
Mercator-Schatzkammer ein. Werner Pöhling nimmt die Besucherinnen
und Besucher mit auf eine Reise durch das bewegte Leben Gerhard
Mercators.
Der große Universalgelehrte fand im 16.
Jahrhundert in Duisburg eine neue Heimat – und schuf hier Werke, die
unser Weltbild bis heute prägen. Mercator verdanken wir nicht nur
bahnbrechend präzise Landkarten und den ersten „Atlas“ der Welt,
sondern auch grundlegende Erkenntnisse für die moderne Navigation.
Das Stadtmuseum bewahrt in seiner Schatzkammer eine der
bedeutendsten und schönsten Mercator-Sammlungen Europas. Die Führung
bietet spannende Einblicke in die Welt eines außergewöhnlichen
Gelehrten und in die Stadtgeschichte des 16. Jahrhunderts.
Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und kostet für
Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder und ermäßigte Besucherinnen und
Besucher zwei Euro. Das vollständige Programm ist im Internet unter
http://www.stadtmuseum- duisburg.de abrufbar.
Fledermäuse im Biegerpark: Kostenfreie Abendexkursion für Familien
Das Projekt „Duisburger Schrittsteine zum Klimaschutz“
lädt am Freitag, 28. August, von 20.30 bis 22.30 Uhr zu einer
Fledermausexkursion in den Erholungspark Biegerhof in Huckingen ein.
Gemeinsam mit der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet
erhalten Familien mit Kindern spannende Einblicke in die
Lebensweise, Orientierung und Jagdtechniken der Fledermäuse.
Ziel der kostenfreien Veranstaltung ist es, Naturerfahrungen
direkt vor der eigenen Haustür zu ermöglichen und den „Biegerpark“
als wertvollen Lebensraum in der Stadt erlebbar zu machen. Wenn die
Dämmerung einsetzt, beginnt die aktive Zeit der Fledermäuse. Während
der Führung erfahren die Teilnehmenden Wissenswertes über die
faszinierenden Nachtjäger, ihre Bedeutung für das Ökosystem sowie
ihre außergewöhnliche Fähigkeit, sich mittels Echoortung zu
orientieren und Beute aufzuspüren.
Mit etwas Glück können
die Tiere auch in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden.
Teilnehmende sollten wettergerechte Kleidung und festes Schuhwerk
tragen. Für die Fledermausexkursion wird zusätzlich eine
Taschenlampe empfohlen. Treffpunkt ist der Biegerpark-Kiosk. Die
Teilnahme ist kostenfrei.
Um eine Anmeldung per E-Mail an
verena.niehuis@bswr.de wird gebeten. Die Veranstaltung ist Teil der
naturpädagogischen Exkursionsreihe des Projekts „Duisburger
Schrittsteine zum Klimaschutz“. Nach der erfolgreichen Durchführung
im vergangenen Jahr werden auch in diesem Jahr wieder mehrere
Entdeckungstouren durch den Biegerpark angeboten.
Die
Angebote richten sich insbesondere an Kinder mit Begleitpersonen und
vermitteln auf anschauliche Weise Wissen über die heimische Tier-
und Pflanzenwelt. Informationen zu weiteren Exkursionen und zum
Projekt gibt es unter https://www.schrittsteine-duisburg.de/
Huckingen: Steinwurf auf Pkw - Tatverdächtiger in
Untersuchungshaft Ein Autofahrer (60) informierte am
Samstagmittag (8. August, gegen 11:50 Uhr) die Polizei, weil ein
Stein von einer Brücke auf die Windschutzscheibe seines BMW prallte,
als er auf der Autobahn A59 in Fahrtrichtung Dinslaken zwischen den
Anschlussstellen Kreuz Duisburg Süd (Autobahnkilometer 24,6) und
Duisburg-Großenbaum (Autobahnkilometer 22,4) unterwegs war. Der
Fahrer und seine Beifahrerin blieben unverletzt. An dem Auto
entstand Sachschaden.
Die Staatsanwaltschaft Duisburg wertet
die Tat als versuchten Mord. Eine Mordkommission der Polizei
Duisburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Zwischen den beiden
Anschlussstellen befinden sich drei Brücken, von denen der Stein auf
den Pkw geworfen worden sein kann. Rund um diese drei möglichen
Tatorte wurden Spuren gesichert, weswegen der Bereich der Autobahn
gesperrt worden war.
Noch am selben Abend (19:30 Uhr)
meldete sich ein Mann (53) auf der Wache des Polizeipräsidiums und
gab an, dass er in der Vergangenheit mehrfach Steine auf Autobahnen
geworfen habe. Die Beamten nahmen den Mann fest. Nach derzeitigem
Stand der Ermittlungen ist der Tatverdächtige neben der Tat vom 8.
August einer weiteren, gleichgelagerten Tat von Ende Juli 2026
dringend verdächtig.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft
Duisburg hat die zuständige Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts
Duisburg am Sonntag (9. August) die Untersuchungshaft gegen den
53-Jährigen angeordnet. Ob der Mann weitere Steinwürfe begangen
haben könnte und was sein Motiv war, ist Gegenstand der andauernden
Ermittlungen.
Wer hat einen möglichen Steinwurf gesehen oder
kann nähere Angaben zu dem Tatverdächtigen machen? Hinweise nimmt
das Kriminalkommissariat 11 unter der Rufnummer 0203 2800 entgegen.
Bürgergespräch mit Oberbürgermeister Sören Link
Oberbürgermeister Sören Link möchte am Dienstag, 25. August, mit den
Duisburgerinnen und Duisburgern ins Gespräch kommen. Termine können
am Donnerstag, 13. August, angefragt werden.
Interessierten
Bürgerinnen und Bürgern steht hierfür das an diesem Tag
freigeschaltete Kontaktformular unter http://www.duisburg.de/dialog
zur Verfügung. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist von 8.30 bis 16
Uhr unter 0203 283- 6111 ebenfalls möglich.
Ladevorgänge an Ladepunkten der Stadtwerke
wächst um mehr als 70 Prozent 478 Ladepunkte an 191
Standorten betreiben die Stadtwerke Duisburg in der Stadt an Rhein
und Ruhr und sind damit mit Abstand der größte Betreiber
öffentlicher Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Duisburg. Die
Nutzung dieser Ladepunkte hat im ersten Halbjahr 2026 weiter
deutlich zugenommen. Sowohl die Anzahl der Ladevorgänge als auch die
geladene Strommenge lagen erneut deutlich über den Werten des
Vorjahres.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 wurden
an den öffentlichen Ladepunkten insgesamt 78.652 Ladevorgänge
durchgeführt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 46.106
Ladevorgängen entspricht das einem Anstieg von 70,6 Prozent.
Besonders deutlich fiel die Entwicklung bei den Schnellladestationen
aus: Hier stieg die Zahl der Ladevorgänge um 102,7 Prozent auf
16.824. An den Normalladestationen wurden 61.828 Ladevorgänge
registriert, ein Plus von 63,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr
2025.

Mehr als 1,4 Mio. Kilowattstunden Ladestrom abgegeben Erneut
massiv gewachsen ist damit auch die abgegebene Energiemenge an den
Ladestationen: Insgesamt wurden 1.489.860 Kilowattstunden (kWh)
Strom geladen. Das sind 42,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Während die geladene Energiemenge an Normalladepunkten um 26,7
Prozent zunahm, hat sie sich an den Schnellladepunkten mit einem
Plus von 97,9 Prozent nahezu verdoppelt.
Die
durchschnittliche Dauer eines Ladevorgangs verringerte sich im
ersten Halbjahr 2026 von 2,7 auf 2,3 Stunden. Während ein
Ladevorgang an einer Normalladestation durchschnittlich 2,73 Stunden
in Anspruch nahm, lag die durchschnittliche Ladezeit an einer
Schnellladestation bei lediglich 0,82 Stunden. Die Durchschnittliche
Auslastung der Ladepunkte liegt damit bei rund 18 Prozent, so dass
in Duisburg immer freie Ladeplätze zu finden sind.

Die Haupt-Ladezeit an den Ladepunkten der Stadtwerke Duisburg
liegt zwischen 8 und 18 Uhr. Besonders stark nachgefragt wurden im
ersten Halbjahr 2026 die Ladepunkte an Standorten am Rathaus,
Stadthaus, Portsmouthplatz am Hauptbahnhof, in der Memelstraße sowie
in der Klagenfurter Straße. Die Ladeinfrastruktur der Stadtwerke
Duisburg wird insbesondere an zentralen sowie verkehrsgünstig
gelegenen Standorten stark genutzt.
Ladevorgänge nicht nur
von Kunden der Stadtwerke Duisburg Geladen werden kann an den
Ladepunkten der Stadtwerke Duisburg bequem mit einer Ladekarte, die
kann problemlos online bestellt werden unter www.swdu.de/ladekarte.
Mehr als 42.000 Ladevorgänge (rund 46 Prozent) wurden von Kundinnen
und Kunden der Stadtwerke Duisburg durchgeführt. Die weiteren
Ladevorgänge wurden von externen Nutzerinnen und Nutzern gestartet,
die entweder eine Ladekarte des Verbunds ladenetz.de besitzen, dem
auch die Stadtwerke Duisburg angeschlossen sind, oder eine ganz
andere Ladekarte nutzen. Gegen eine Roaminggebühr ist dann das Laden
auch möglich.
Umsteigen auf Elektromobilität Der lokale
Energiedienstleister unterstützt alle Menschen und Unternehmen in
Duisburg dabei, den Einstieg in die Elektromobilität zu realisieren.
Privatkunden finden alle Informationen im Internet unter
www.swdu.de/emob. Geschäftskunden, die zum Beispiel ihren
Dienstwagen-Fuhrpark auf Elektromobilität umstellen wollen und
Lademöglichkeiten am Betrieb installieren wollen, finden alle
Informationen unter www.swdu.de/emob-g.
Ronald Reng
eröffnet Jahresprogramm des Vereins für Literatur Duisburg
Mit dem renommierten Autor und Journalisten Ronald Reng startet der
Verein für Literatur Duisburg in sein neues Jahresprogramm
2026/2027. Am Dienstag, 15. September, liest er um 20 Uhr in der
Zentralbibliothek im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in der
Innenstadt aus seinem aktuellen Buch „Der deutsche Sommer“.
Darin blickt er auf den Sommer 2006 zurück, als die Fußball-
Weltmeisterschaft Deutschland in eine seltene Stimmung von
Leichtigkeit und Optimismus versetzte. Gleichzeitig geht er der
Frage nach, ob ein solches gesellschaftliches Hochgefühl heute noch
möglich ist. Die Lesung eröffnet das Jahresprogramm, das der Verein
für Literatur Duisburg erneut gemeinsam mit der Stadtbibliothek
Duisburg veranstaltet.
Insgesamt stehen acht Lesungen auf
dem Programm, die mit literarischen Entdeckungen, aktuellen Themen
und bekannten Namen eine große Bandbreite abdecken. Bereits am
Dienstag, 22. September, folgt die Ruhrgebietsautorin Annika Büsing
mit ihrem neuen Roman „Magisch“.
Weitere Gäste des
Jahresprogramms sind die Debütautorin Nefeli Kavouras mit „Gelb,
auch ein schöner Gedanke“, Manuel Bittorf, als Musiker unter dem
Namen Betterov bekannt, mit seinem vielbeachteten Erstlingswerk
„Goldener Retriever“, Ruhrgebietsautor Frank Goosen mit „Lovely
Rita“, Alain Kniebs mit seiner Biografie „Irene Janetzky – ein Leben
im Zeitalter des belgischen Rundfunks“, Safia Al Bagdadi mit „Unser
Haus mit Rutsche“ sowie Julia Franck mit ihrem Werk „Ich ertrinke in
den Wassern meiner eigenen Liebe. Rilkes letzte Geliebte“.
Alle Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr in der Zentralbibliothek.
Tickets für jeweils 8 Euro und weitere Informationen sind auf
www.stadtbibliothek- duisburg.de erhältlich.
Strick- und Häkelspaß beim „Maschengedöns“ in der Zentralbibliothek
Wer immer schon wissen wollte, wie man strickt oder häkelt, oder mit
einem angefangenen Projekt nicht weiterkommt, ist herzlich zum
„Maschengedöns“ eingeladen. Die Expertinnen der Flinken Nadeln geben in
der Zentralbibliothek auf der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte
Tipps zum Umgang mit Nadeln und Wolle, erklären, wie man Maschen
anschlägt und abnimmt und stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Das Angebot richtet sich an alle Interessierten ab 14 Jahren und findet
monatlich im Café im Stadtfenster statt.
Die Termine sind am 12. August und 9. September. Die Teilnahme ist
kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nadeln und Wolle
müssen mitgebracht werden. Die Flinken Nadeln unterstützen mit ihrer
Handarbeit den Bunten Kreis Duisburg e.V. bei seinem Einsatz für
Familien mit zu früh geborenen und schwer kranken Kindern. Woll-Spenden
werden bei den Workshops gerne angenommen.
VHS-Sommerkurs
„Boule“ in Kooperation mit dem Homberger Turnverein
Die
Volkshochschule Duisburg bietet im August einen Boule- bzw.
Pétanquekurs für Neulinge an. Der Kurs findet dreimal mittwochs am
12., 19. sowie am 26. August, jeweils von 17.30 bis 19 Uhr auf dem
schattigen Sportgelände am Friesenplatz 1 in Duisburg-Homberg statt.
In dem dreiteiligen Kurs auf den
Ligabahnen des Homberger Turnvereins stehen Regelkunde, Wurftechnik
und Spieltaktik auf dem Programm. Das Präzisionsspiel erfordert
Konzentration und strategische Entscheidungen. In jedem Spiel kommt
es zu Situationen, in denen eine gute Regelkunde notwendig ist.
Teilnehmende lernen auch, Spielsituationen besser zu erkennen und
regelgerecht zu entscheiden. Fairplay und die Fähigkeit, im Team
aufmerksam zu beobachten und konstruktiv miteinander Spielstrategien
zu entwickeln, sind feste Bestandteile der Veranstaltung. Dozent des
Kurses ist Michael von Parzotka, Abteilungsleiter Boule beim
Homberger Turnverein.
Der Kurs findet in einer Gruppe von maximal zwölf Personen statt.
Sofern vorhanden können eigene Boulekugeln mitgebracht werden. Es
stehen aber auch Leihkugeln zur Verfügung. Vorkenntnisse sind nicht
notwendig. Die Kursgebühr beträgt 58 Euro.
Eine vorherige Anmeldung unter http://www.vhs-duisburg.de ist
notwendig. Weitere Informationen zur Anmeldung gibt es telefonisch
unter 0203 283-984607 oder per E-Mail an
vhs-west@stadt-duisburg.de.
Neuer DHL-Paketshop in Duisburg-Alt Homberg eröffnet
Die DHL hat einen neuen Paketshop bei Eck-Treff Kiosk in der
Zollstraße 27 in Duisburg-Alt Homberg in Betrieb genommen. Die
Öffnungszeiten des Paketshops sind Montag bis Freitag von 08:00 Uhr
bis 21:00 Uhr sowie Samstag von 09:00 Uhr bis 21:00 Uhr.
Der
neue Paketshop bietet die Annahme von frankierten Päckchen, Paketen
und Retouren sowie den Verkauf von Briefmarken. Für die Kundinnen
und Kunden werden neben den Postfilialen und Packstationen so neue
Standorte geschaffen, an denen sie ihre Pakete schnell und
problemlos einliefern können. Außerdem können Kundinnen und Kunden
dort auch den Service „Postfiliale Direkt“ nutzen und sich Sendungen
direkt an den Paketshop senden lassen, um sie später dort abzuholen.
Unter
deutschepost.de/standorte werden Kundinnen und Kunden alle
Standorte von Postfilialen und DHL Paketshops inklusive
Öffnungszeiten anhand einer Karte aufgezeigt. Standorte von
Briefkästen und deren Leerungszeiten sowie die Standorte der rund um
die Uhr verfügbaren Packstationen und Poststationen sind dort
ebenfalls zu ermitteln.
10. August 2016:
Homberger Bauwagenplatz - Landgericht Duisburg lehnte Berufung ab
Das könnte das endgültige Ende der Bewohner des
Homberger Bauwagenplates sein. Das Landgericht hat die Berufung der
Bauwagenbewohner gegen die von der Stadt angestrebte Räumung
abgelehnt. Jetzt bleiben noch zwei Wochen für einen Einspruch gegen
diese Berufungs-Ablehnung. Der sogenannte Homberger Bauwagenplatz
wird von einem eingetragenen Verein als experimentelle Wohnform
betrieben.
Das Gelände gehört der Stadt Duisburg, die es dem
Verein seit 1995 gegen Zahlung eines jährlichen Pachtzinses zur
Nutzung überlassen hat. Die Stadt Duisburg beruft sich auf eine
Kündigung des Vertrages in 2014. Außerdem soll der Verein auch
Flächen, die nicht Gegenstand des Nutzungsvertrages sind,
unberechtigt nutzen. Mit der Klage verlangt die Stadt die Räumung
und Herausgabe des Geländes und die Entfernung der dort aufgestell-
ten Wagen.
Der Verein tritt dem entgegen. Er ist der
Auffassung, dass die Stadt Duisburg nicht, jedenfalls nicht wirksam
gekündigt habe. Das Amtsgericht in Ruhrort sah das im Februar
anders. Das Landgericht schloss sich dem jetzt an.

Das Amts- und Landgericht Duisburg - BZ-Foto haje

Zahl der bei Verkehrsunfällen verunglückten Kinder 2025 um 7 %
gestiegen
• 29 270 unter 15-Jährige verunglückt, 74 von ihnen tödlich
• 6- bis 14-Jährige verunglücken am häufigsten zwischen 7 und 8
Uhr • Die meisten verunglückten Kinder waren mit dem Fahrrad
oder dem Auto unterwegs
Durchschnittlich alle 18 Minuten ist
im letzten Jahr ein Kind im Straßenverkehr verletzt oder getötet
worden. Rund 29 270 Kinder unter 15 Jahren verunglückten im Jahr
2025 bei Verkehrsunfällen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilt.
Damit kamen 7 % mehr Kinder zu Schaden als im Jahr
2024 mit 27 260 Verunglückten. Die Zahl der getöteten Kinder stieg
2025 gegenüber 2024 von 53 auf 74. Nach einem deutlichen Rückgang
während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 war die Zahl
der bei Verkehrsunfällen verletzten und getöteten Kinder in den
letzten Jahren wieder gestiegen.

Zahl der Todesfälle steigt in allen Altersgruppen Die Zahl der
bei Verkehrsunfällen getöteten Kinder ist 2025 im Vergleich zum
Vorjahr in allen Altersgruppen gestiegen. Bei den unter 6-Jährigen
nahm die Zahl der Todesfälle von 18 auf 30 zu. Bei den 6- bis
9-Jährigen stieg Zahl der Getöteten von 15 auf 17, bei den 10- bis
14-Jährigen von 20 auf 27.
Mit Blick auf die Verkehrsmittel
stieg die Zahl der getöteten Kinder, die in Pkw mitgefahren waren,
am stärksten an: von 21 auf 31. Größere Anstiege gab es auch bei
getöteten Kindern, die mit Fahrrädern (von 8 auf 13) und mit
E-Scootern (von 0 auf 4) unterwegs gewesen waren.
Ältere
Kinder verunglücken besonders häufig morgens auf dem Schulweg
Die 6- bis 14-Jährigen verunglücken im Straßenverkehr montags bis
freitags besonders häufig in der Zeit von 7 bis 8 Uhr. Das ist die
Zeit, zu der Kinder in diesem Alter üblicherweise auf dem Weg zur
Schule sind und zu der sich daher besonders viele Kinder im
Straßenverkehr aufhalten. In dieser Zeit wurden im vergangenen Jahr
12 % der verunglückten 24 010 Kinder im entsprechenden Alter
verletzt oder getötet.
In den folgenden Stunden bis 13 Uhr
verunglücken weniger Kinder. Montags bis freitags in den Zeiten von
13 bis 14 Uhr sowie 15 bis 16 Uhr und 16 bis 17 Uhr erreicht die
Zahl der verunglückten Kinder mit Anteilen von je 9 % die
nächsthöchsten Werte.
Jüngere Kinder verunglücken am
häufigsten im Auto, ältere Kinder auf dem Fahrrad Die meisten
Kinder, die 2025 im Straßenverkehr verunglückten, saßen auf einem
Fahrrad (34 %). Zum Zeitpunkt des Unfalls waren weiterhin 31 % mit
dem Auto, 20 % zu Fuß und 8 % mit dem E-Scooter unterwegs.
Betrachtet man jedoch verschiedene Altersgruppen, ergibt sich ein
differenzierteres Bild: Unter 6-Jährige sind besonders häufig im
Auto mit betreuenden Erwachsenen unterwegs, demzufolge verunglücken
sie hier am häufigsten (55 % im Jahr 2025).
Schulkinder
bewegen sich mit zunehmendem Alter selbstständig im Straßenverkehr –
entsprechend steigt der Anteil der Radfahrenden und Fußgängerinnen
und -gänger unter den Verunglückten. 6- bis 14-Jährige verunglückten
am häufigsten auf ihrem Fahrrad (39 %), 26 % in einem Auto sowie
19 % zu Fuß.
NRW: Knapp ein Fünftel der Erwerbstätigen war 2025
atypisch beschäftigt
* Niveau der atypischen Beschäftigung im Vorjahresvergleich stabil
* Frauen und junge Erwerbstätige besonders häufig betroffen
* Je niedriger der Bildungsstand, desto häufiger sind atypische
Erwerbsformen
Im Jahr 2025 arbeiteten in Nordrhein-Westfalen rund 1,47 Millionen
der insgesamt 7,65 Millionen Kernerwerbstätigen in ihrer
Haupttätigkeit in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis. Wie das
Statistische Landesamt auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus
2025 weiter mitteilt, lag die Quote atypisch Beschäftigter bei
19,2 %.
Damit blieb das Niveau im Vergleich zum Vorjahr
stabil (2024: 19,1 %). Kernerwerbstätige sind Erwerbstätige im Alter
von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in Schule oder Studium,
Ausbildung oder einem Freiwilligendienst befinden. Zur atypischen
Beschäftigung zählen Teilzeitjobs mit bis zu 20 Wochenstunden,
befristete oder geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sowie
Zeitarbeit.
Frauen und junge Beschäftigte besonders häufig
betroffen Frauen sind häufiger atypisch beschäftigt als Männer:
Während die Quote bei den männlichen Kernerwerbstätigen in NRW im
Jahr 2025 bei 11,7 % lag, fiel sie bei den Frauen mit 27,6 % mehr
als doppelt so hoch aus.
Ausschlaggebend hierfür ist vor
allem der hohe Teilzeitanteil: 21,3 % der erwerbstätigen Frauen
arbeiteten 2025 maximal 20 Stunden pro Woche – bei den Männern waren
es lediglich 4,2 %. Zudem waren Frauen mit 7,9 % öfter geringfügig
beschäftigt als Männer (2,8 %).

Auch der Start ins Berufsleben ist oft von atypischer Beschäftigung
geprägt. In der Altersgruppe der unter 25-Jährigen betraf dies mit
34,2 % gut ein Drittel der Kernerwerbstätigen. Hauptgrund sind
Befristungen, in denen sich 23,0 % der unter 25-Jährigen befanden.
Zudem lagen in dieser Altersgruppe sowohl der Anteil geringfügig
Beschäftigter mit 9,1 % als auch der Anteil der Beschäftigten in der
Zeitarbeit mit 5,6 % über dem Durchschnitt.
Je niedriger der
Bildungsstand, desto häufiger sind atypische Erwerbsformen Das
Bildungsniveau beeinflusst das Risiko für atypische Beschäftigung
stark. Im Jahr 2025 war mehr als jede dritte kernerwerbstätige
Person mit niedrigem Bildungsabschluss (35,2 %) atypisch
beschäftigt. Bei Personen mit mittlerer Qualifikation lag dieser
Anteil mit 18,2 % deutlich niedriger. Hochqualifizierte waren mit
14,3 % am seltensten in solchen Arbeitsverhältnissen tätig.

Dieses Muster zeigt sich auch bei den einzelnen Merkmalen atypischer
Beschäftigung. In Teilzeitbeschäftigung bis zu 20 Wochenstunden
arbeiteten 21,5 % der geringqualifizierten Kernerwerbstätigen,
während es unter den Mittelqualifizierten 12,8 % und unter den
Hochqualifizierten nur 7,8 % waren.
Besonders ausgeprägt ist
der Unterschied bei den geringfügigen Beschäftigungen: Insgesamt
14,3 % der Geringqualifizierten standen in einem solchen
Arbeitsverhältnis. Dieser Anteil ist dreimal so hoch wie bei den
Mittelqualifizierten (4,9 %) und sogar siebenmal so hoch wie bei den
Hochqualifizierten (2,0 %).
Bei den Befristungen zeigt sich
ein etwas anderes Muster. Zwar ist auch hier die Gruppe der
Geringqualifizierten mit 12,6 % am häufigsten betroffen, jedoch
folgen an zweiter Stelle die Hochqualifizierten mit 6,7 %. Die im
Vergleich zu Mittelqualifizierten etwas höhere Befristungsquote
Hochqualifizierter ist maßgeblich durch die Befristungspraxis im
Wissenschafts- und Forschungsbereich bedingt. Die Kernerwerbstätigen
mit mittlerem Qualifikationsniveau waren mit 5,3 % am seltensten
befristet beschäftigt.
Neues Südbad öffnet am 10. August
Oberbürgermeister Sören Link eröffnet am Montag, 10. August, um
13.15 Uhr das neue Südbad an der Großenbaumer Allee. Im Anschluss
öffnet das Hallenbad erstmals seine Türen für die Öffentlichkeit:
Die ersten Badegäste können das neue Bad erkunden und ihre Bahnen
ziehen. Eintrittskarten sind am Eröffnungstag an der Tageskasse
erhältlich.
Im Bürgerbereich erwartet die Gäste ein
25-Meter-Becken mit einer Sprunganlage (1-Meter-Brett und
3-Meter-Plattform) sowie einer fünf Meter hohen Kletterwand direkt
über dem Wasser. Ein Kinderplanschbecken und eine 385 Quadratmeter
große Dachterrasse zum Sonnen und Entspannen ergänzen das Angebot.
Gleichzeitig können Schulen und Sportvereine unabhängig vom
öffentlichen Badebetrieb ein weiteres 25-Meter-Sportbecken mit
verstellbarem Hubboden (zur Verringerung der Wassertiefe auf bis zu
60 Zentimeter) sowie ein Lehrschwimmbecken nutzen. Separate
Eingänge, Duschen und Umkleidebereiche ermöglichen den parallelen
und voneinander unabhängigen Betrieb beider Bereiche.
Besucherinnen und Besucher haben am Eröffnungstag auch die
Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Neubaus zu werfen:
Kostenlosen Führungen zu den technischen Anlagen und Besonderheiten
des Bades finden jeweils um 14.30 Uhr, 15.30 Uhr und um 17 Uhr
statt. Anmeldung sind direkt nach der Baderöffnung an der Kasse
möglich.
Auf der neuen Dachterrasse werden außerdem
Schnupperkurse des Sportbildungswerks für jeweils 9 Euro inklusive
Badeintritt angeboten. Am Eröffnungstag (10. August) sowie am
Montag, 17. August, finden dort von 16 bis 17 Uhr die Kurse „Allover
Workout“ (Kurs-Nr. 2085/2087) und von 17 bis 18 Uhr „Yoga & Stretch“
(Kurs-Nr. 2086/2088) statt. Diese Veranstaltungen sind über die
Website des Sportbildungswerks buchbar
(https://www.sportbildungswerk-nrw.de/duisburg).
Stadtranderholung 2026
Die 74. Ausgabe der „Stadtranderholung“ startet am 10. August. Die
beliebte Ferienfreizeit des Jugendamts bietet an 18 Standorten 1360
Kindern für drei Wochen lang ein buntes Ferienprogramm.
Oberbürgermeister Sören Link, Jo Jonas, Abteilungsleiter des
Fachbereichs Kinder- und Jugendförderung beim Jugendamt, sowie
Mustafa Erkan, Projektleiter der Stadtranderholung, stellen das
diesjährige Konzept sowie das Programm am Mittwoch, 12. August 2026,
um 13 Uhr im Städtischen Kinder- und Jugendzentrum „Robinson
Abenteuerfarm“, Saarstraße 9, 47229 Duisburg-Rheinhausen vor.
Boule für Einsteiger: VHS-Sommerkurs in Kooperation mit
dem Homberger Turnverein Wer Boule oder Pétanque
kennenlernen möchte, hat im August bei der Volkshochschule
Gelegenheit dazu. In einem dreiteiligen Einsteigerkurs auf den
Ligabahnen des Homberger Turnvereins stehen Regelkunde, Wurftechnik
und Spieltaktik im Mittelpunkt. Das Präzisionsspiel verbindet
Konzentration, Geschick und strategisches Denken.
Die
Teilnehmenden lernen, Spielsituationen einzuschätzen, regelkonform
zu handeln und ihre Wurftechnik gezielt zu verbessern. Auch
Fairplay, Teamspiel sowie das gemeinsame Entwickeln von
Spielstrategien gehören zu den Inhalten des Kurses. Geleitet wird
der Kurs von Michael von Parzotka, Abteilungsleiter Boule beim
Homberger Turnverein.
Die drei Kurstermine finden jeweils
mittwochs am 12., 19. und 26. August von 17.30 bis 19 Uhr auf dem
schattigen Sportgelände des Turnvereins, Friesenplatz 1, statt. Eine
Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf
Personen begrenzt. Die Kursgebühr beträgt 58 Euro. Eigene
Boulekugeln können mitgebracht werden, sofern vorhanden. Alternativ
stehen Leihkugeln zur Verfügung. Vorkenntnisse sind nicht notwendig.
Weitere Informationen zur Anmeldung gibt es unter Tel.
0203/283-984607 oder per Mail vhs-west@stadt-duisburg.de
Sonnenfinsternis am 12. August: Weltgrößter
Hersteller warnt vor Engpässen bei Schutzbrillen
Unsichere Produkte könnten erneut den europäischen Markt
überschwemmen, so American Paper Optics. Memphis (USA) - Der
weltweit größte Hersteller von Sonnenfinsternisbrillen, American
Paper Optics (APO), warnt deutsche Verbraucher vor Lieferengpässen
zertifizierter Schutzbrillen im Vorfeld der tiefen partiellen
Sonnenfinsternis am 12. August 2026. Bei vergangenen Finsternissen
in den USA und Europa seien geprüfte Brillen regelmäßig knapp
geworden. In die Lücke drängten dann unzertifizierte Produkte ohne
ausreichenden Schutz.
Am 12. August verdeckt der Mond je nach
Region zwischen 85 und 90 Prozent der Sonne über Deutschland. Laut
dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) liegt die Bedeckung in
Freiburg bei rund 90 Prozent, in Berlin bei etwa 85 Prozent. Das
Schauspiel beginnt gegen 19 Uhr und fällt vielerorts mit dem
Sonnenuntergang zusammen.

Gerade eine tiefe partielle Finsternis unterschätzen viele
Beobachter. Bei einem ungeschützten Blick in die Sonne treffen laut
BfS UV-Strahlung, sichtbares Licht und Infrarotstrahlung mit hoher
Intensität auf die Netzhaut. Die dabei entstehende Solarretinopathie
verläuft schmerzfrei und wird oft erst Stunden später bemerkt.
Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, behielten nach früheren
Sonnenfinsternissen rund zehn Prozent der Betroffenen dauerhafte
Netzhautschäden. Normale Sonnenbrillen oder Kamerafilter genügen
nicht. Sicheres Beobachten erfordert Brillen, die nach DIN EN ISO
12312-2:2015 zertifiziert und mit CE-Kennzeichnung versehen sind.
„Wer direkt in die Sonne schaut, darf bei der Schutzausrüstung
keine Kompromisse eingehen", sagt Jason Lewin, Marketingchef von
American Paper Optics. „Wir haben bei vergangenen Finsternissen
erlebt, wie in den letzten Wochen vor dem Ereignis ungeprüfte
Brillen aus dubiosen Quellen auf den Markt kamen. Unser Rat an alle
Beobachter in Deutschland: Bestellen Sie frühzeitig bei einem
Hersteller, dessen Zertifizierung Sie nachprüfen können."

APO hat in mehr als 15 Jahren über 500 Millionen
Sonnenfinsternisbrillen produziert. Zu den Abnehmern zählen NASA,
die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und die American
Astronomical Society. Zuletzt fertigte das Unternehmen die
Spezialbrillen für die Crew der NASA-Mission Artemis II. Sämtliche
APO-Brillen erfüllen DIN EN ISO 12312-2:2015 und tragen die
CE-Kennzeichnung.
Bezugsquelle Zertifizierte
APO-Sonnenfinsternisbrillen sind direkt beim Hersteller erhältlich.
Einzel- und Gruppenbestellungen sind über eclipseglasses.com
möglich. Der Versand nach Deutschland erfolgt per Expresslieferung.
Über American Paper Optics American Paper Optics mit Sitz in
Memphis, Tennessee, ist der weltweit größte Hersteller von 3D- und
Solarbrillen. Das Unternehmen hat seit seiner Gründung über 3,5
Milliarden Brillen produziert, darunter mehr als 500 Millionen
Sonnenfinsternisbrillen. APO arbeitet mit Universitäten,
Wissenschaftszentren und Weltraumorganisationen weltweit zusammen.
VHS-Sommerkurs
„Boule“ in Kooperation mit dem Homberger Turnverein
Die Volkshochschule Duisburg bietet im
August einen Boule- bzw. Pétanquekurs für Neulinge an. Der Kurs
findet dreimal mittwochs am 12., 19. sowie am 26. August, jeweils
von 17.30 bis 19 Uhr auf dem schattigen Sportgelände am Friesenplatz
1 in Duisburg-Homberg statt.
In dem dreiteiligen Kurs auf den
Ligabahnen des Homberger Turnvereins stehen Regelkunde, Wurftechnik
und Spieltaktik auf dem Programm. Das Präzisionsspiel erfordert
Konzentration und strategische Entscheidungen. In jedem Spiel kommt
es zu Situationen, in denen eine gute Regelkunde notwendig ist.
Teilnehmende lernen auch, Spielsituationen besser zu erkennen
und regelgerecht zu entscheiden. Fairplay und die Fähigkeit, im Team
aufmerksam zu beobachten und konstruktiv miteinander Spielstrategien
zu entwickeln, sind feste Bestandteile der Veranstaltung. Dozent des
Kurses ist Michael von Parzotka, Abteilungsleiter Boule beim
Homberger Turnverein.
Der Kurs findet in einer Gruppe von
maximal zwölf Personen statt. Sofern vorhanden können eigene
Boulekugeln mitgebracht werden. Es stehen aber auch Leihkugeln zur
Verfügung. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Die Kursgebühr
beträgt 58 Euro. Eine vorherige Anmeldung unter
http://www.vhs-duisburg.de ist notwendig. Weitere Informationen zur
Anmeldung gibt es telefonisch unter 0203 283-984607 oder per E-Mail
an vhs-west@stadt-duisburg.de.
Repair-Café im Recyclingzentrum Mitte: Gemeinsam
reparieren und Ressourcen schonen Beim nächsten
Repair-Café im Recyclingzentrum Mitte der Wirtschaftsbetriebe
Duisburg erhalten defekte Alltagsgegenstände eine zweite Chance. Am
Freitag, 14. August 2026, unterstützen ehrenamtliche
Reparaturexpertinnen und -experten des Vereins DUISentrieb
Besucherinnen und Besucher dabei, kaputte Elektrokleingeräte,
wackelige Kleinmöbel und weitere Gegenstände wieder gebrauchsfähig
zu machen.
Dabei steht nicht nur die Reparatur selbst im
Mittelpunkt. Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe können die
Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung selbst Hand anlegen,
Reparaturwissen erwerben und praktische Fähigkeiten für zukünftige
Reparaturen entwickeln. So stärkt das Repair-Café den
selbstständigen und bewussten Umgang mit Alltagsgegenständen.
Mit dem monatlichen Angebot möchten die Wirtschaftsbetriebe
Duisburg einen praktischen Beitrag zur Abfallvermeidung und
Ressourcenschonung leisten. Denn Gegenstände, die repariert und
weiterverwendet werden, müssen nicht entsorgt und ersetzt werden.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Datum: Freitag, 14. August 2026
Uhrzeit: von 14.00 bis 17.00 Uhr Ort: Recyclingzentrum Mitte,
Vygenstr. 6, 47053 Duisburg Das Repair-Café findet im 1.
Obergeschoss statt. Ein Aufzug ist vorhanden.
Der
darauffolgende Termin findet am Freitag, 18.September 2026,
ebenfalls von 14 bis 17 Uhr im Recyclingzentrum Mitte statt. Weitere
Informationen erhalten Interessierte bei der Abfallberatung per
E-Mail an abfallberatung@wb-duisburg.de oder telefonisch unter
(0203) 283–3000.

Copyright: WBD / Adrian Chodkowski
Offene Schreibwerkstatt vermittelt neue Schreibtechniken
Zu einer offenen Schreibwerkstatt lädt die Bibliothek in
Wanheimerort am Samstag, 15. August, von 11 bis 13 Uhr in die
Räumlichkeiten an der Düsseldorfer Straße 544 ein. Unter der Leitung
der Duisburger Autorin Birgit Stieler erhalten Interessierte die
Gelegenheit, neue Schreibtechniken kennenzulernen und eigene Ideen
zu entfalten, um ihre Gedanken zu Papier zu bringen.
Die
Veranstaltung richtet sich sowohl an erfahrene Schreibende als auch
an Menschen, die erste Schritte im kreativen Schreiben wagen
möchten. In einer inspirierenden und unterstützenden Atmosphäre
können Teilnehmende unterschiedliche Ausdrucksformen ausprobieren,
Impulse erhalten und ihre Kreativität weiterentwickeln.
Teilnehmende sollten ihr eigenes Schreibmaterial mitbringen. Die
Teilnahme ist kostenfrei. Fragen beantwortet das Team der Bibliothek
persönlich oder telefonisch unter 0203 773096. Die Servicezeiten
sind dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr, freitags von 10.30
bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.
Kleine Runde oder großes Fest? So feiert Deutschland
die Einschulung Ostdeutschland feiert deutlich größer
Der auffälligste Befund der Umfrage ist regional. Unter den
Befragten mit Einschulungskindern im Umfeld berichtet in
Ostdeutschland mehr als die Hälfte von Feiern mit mindestens elf
Gästen oder von mehreren Feiern (51 Prozent). Im gesamten übrigen
Bundesgebiet ist es nur rund ein Viertel – in Norddeutschland liegt
der Anteil bei 30 Prozent, in Westdeutschland bei 25 Prozent und in
Süddeutschland bei 23 Prozent. Ostdeutschland weicht damit klar ab.

Noch deutlicher wird der Unterschied bei den größten Feiern: In
Ostdeutschland berichtet rund jeder Vierte von einer Feier mit mehr
als 20 Gästen, im übrigen Bundesgebiet nur etwa jeder Vierzehnte.
Eine mögliche Erklärung liegt in der ostdeutschen Tradition rund um
die Zuckertüte, die den Schulanfang seit Generationen als
Familienfest im größeren Kreis begeht. Die Umfrage selbst erhebt die
Ursachen nicht – sie belegt den Unterschied.
Zur Einschulung
gehört für die meisten mehr als Schulranzen und Schultüte Kaum
ein Produkt steht so stark für die Einschulung wie der erste
Schulranzen. Dazu kommen Federmäppchen, Hefte, Stifte, Lunchbox,
Trinkflasche und je nach Schule weiteres Material. Auch die
Schultüte gehört fest dazu, besonders wenn Süßigkeiten, kleine
Geschenke oder nützliches Schulzubehör darin landen. Weitere
Anschaffungen können ebenfalls eine Rolle spielen, etwa neue
Kleidung, Zubehör für den Schulweg oder erste Technik wie eine
Kinder-Smartwatch.
Dass rund um die Einschulung viel Geld
ausgegeben wird, zeigt auch eine aktuelle Prognose des
Handelsverbands Deutschland: Anlässlich der Einschulung rechnet der
Einzelhandel in diesem Jahr mit rund 770 Millionen Euro Umsatz – ein
Plus von 6,2 Prozent gegenüber den 725 Millionen Euro im Vorjahr.
Doch für viele Familien endet die Einschulung nicht mit der
Ausstattung für den Unterricht. Der Tag selbst wird vorbereitet,
geplant und häufig gefeiert.
Die Mehrheit feiert im kleinen
Rahmen Wie aufwendig die Einschulung wird, hängt vom Rahmen der
Feier ab. Unter den Befragten mit Einschulungskindern im Umfeld
berichten gut 40 Prozent, dass die Einschulung nicht besonders oder
nur im engsten Kreis gefeiert wird. Eine kleine Feier mit bis zu
zehn Gästen nennen knapp 30 Prozent. Fast ein Drittel (31 Prozent)
gibt an, mit mindestens elf Gästen oder mehrmals zu feiern.
Im Detail: Fast jede fünfte Nennung entfällt auf eine Feier mit elf
bis 20 Gästen (19 Prozent), 11 Prozent berichten von mehr als 20
Gästen. Mehrere Feiern oder eine mehrtägige Feier bleiben die
Ausnahme (1 Prozent). Dass die Einschulung nicht besonders gefeiert
wird, sagen 8 Prozent.
Zu Hause oder im Garten wird am
häufigsten gefeiert Beim Ort der Feier gibt es einen klaren
Schwerpunkt: Am häufigsten findet die Einschulung zu Hause oder im
Garten statt (68 Prozent). Das ist naheliegend, kann je nach
Gästezahl aber trotzdem Ausgaben für Essen, Getränke, Dekoration
oder zusätzliche Sitzplätze mit sich bringen.
Außer Haus wird
deutlich seltener gefeiert. Ein Restaurant oder Café ist die
wichtigste Alternative zum privaten Rahmen (17 Prozent). Einen
gemieteten Raum oder Saal nennen knapp 9 Prozent, einen Ausflugs-
oder Veranstaltungsort gut 3 Prozent.
Auch hier unterscheiden
sich die Regionen. In Norddeutschland dominiert der private Rahmen
besonders deutlich (84 Prozent). In Süddeutschland wird häufiger ein
Restaurant oder Café gewählt (26 Prozent). In Ostdeutschland fällt
der Anteil gemieteter Räume oder Säle auf (17 Prozent) und liegt
damit deutlich höher als in den übrigen Regionen – passend zum Bild
der größeren Feiern.
Aus dem Schulstart wird ein Familientag
Die Einschulung beginnt mit Schulranzen, Schultüte und erstem
Stundenplan. Für viele Familien gehört aber auch die Feier zu diesem
Übergang dazu. Die Umfrage zeigt, dass der Rahmen sehr
unterschiedlich ausfallen kann. Gemeinsam ist den Feiern jedoch: Der
Schulstart wird bewusst gestaltet und als besonderer Familienmoment
begangen.
Homeoffice: Wunsch und Wirklichkeit klaffen
häufiger auseinander Beschäftigte, die mal im Homeoffice
und mal im Betrieb arbeiten, sind häufig recht zufrieden. Doch wenn
die Homeoffice-Realität stark von den eigenen Bedürfnissen abweicht,
treten häufig Stress und gesundheitliche Probleme auf. Das ergibt
eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen
Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.*

(C) Hans-Böckler-Stiftung
Die Coronakrise hat der Arbeit in
den eigenen vier Wänden zu einem nachhaltigen Durchbruch verholfen:
Mittlerweile sei offensichtlich, dass sich die Entwicklung nicht
rückgängig machen lässt, erklärt Dr. Helge Emmler. Der WSI-Forscher
hat die aktuelle Situation in Sachen mobile Arbeit untersucht und
dafür Daten des WSI-Erwerbspersonenpanels ausgewertet.
Seinen Ergebnissen zufolge hat sich an der Verbreitung zuletzt wenig
geändert, wobei es deutliche Unterschiede vor allem zwischen
Beschäftigten mit und ohne Hochschulabschluss gibt. Hybride Modelle,
bei denen sich Homeoffice und Arbeit im Betrieb abwechseln,
entsprechen am besten den Bedürfnissen der meisten Beschäftigten,
die zu rund zwei Dritteln mit den bestehenden Regelungen zufrieden
sind oder allenfalls ein wenig öfter zu Hause arbeiten möchten.
Diejenigen, deren Bedürfnisse klar von der betrieblichen Realität
abweichen, sind deutlich öfter von starker beruflicher Belastung und
gesundheitlichen Problemen betroffen.
Für das
WSI-Erwerbspersonenpanel wurden in 15 Erhebungsrunden seit dem
Frühjahr 2020 zunächst knapp 7700, zuletzt rund 6200 Personen
befragt. Emmlers Auswertung zufolge hat der erste Corona-Lockdown im
März 2020 eine „schlagartige und in dieser Größenordnung auch
seither nicht wieder beobachtete Ausbreitung von mobiler Arbeit“
verursacht.
Der Anteil derjenigen, die ausschließlich im
Betrieb arbeiten, war von 83 Prozent im Januar 2020 auf 53 Prozent
im April 2020 eingebrochen. Seit etwa Mitte 2021 sind, von geringen
Schwankungen abgesehen, etwa zwei von drei Erwerbstätigen nur im
Betrieb tätig, jede und jeder Vierte an wechselnden Orten. Es sei
anzunehmen, dass hinter diesem Trend für rund ein Viertel der
Beschäftigten eine neue Normalität von etwa zwei bis drei Tagen
Homeoffice pro Woche steckt, heißt es in der Studie.
Um den
aktuellen Stand zu erfassen, hat der WSI-Experte Ergebnisse der
Befragungswellen im November 2024 und 2025 analysiert, in denen die
Teilnehmenden ausführliche Angaben zu mobiler Arbeit gemacht haben.
Dabei hat er sich auf abhängig Beschäftigte konzentriert. Von denen
haben zuletzt 64,5 Prozent ihre Arbeitszeit ausschließlich im
Betrieb oder maximal zu einem Zehntel zu Hause verbracht. Bei
Akademikerinnen und Akademikern ist die Quote mit 36,6 Prozent
deutlich geringer als bei Beschäftigten mit Berufsausbildung mit 69
Prozent – wobei sich der Abstand im Vergleich zu 2024 ein wenig
verringert hat.

In Ostdeutschland ist der Anteil mit 71,2 Prozent höher als im
Westen mit 63,3 Prozent (siehe auch die Abbildung in der pdf-Version
dieser PM; Link unten). Auch diese Differenz ist rückläufig. Die
Branchen Energieversorgung, Medien, Finanzen und öffentliche
Verwaltung stechen durch einen hohen Anteil hervor. In den Bereichen
Bau, Erziehung, Gastgewerbe, Gesundheit, Handel, Verkehr und
Logistik ist Homeoffice dagegen weniger verbreitet.
Ein
Großteil dieser Unterschiede hängt laut der Analyse mit der Natur
der jeweiligen Tätigkeiten zusammen: Dass sie ihre Aufgaben
uneingeschränkt oder zu einem Großteil zu Hause erfüllen könnten,
sagen 38 Prozent der Beschäftigten. Von den geeigneten Tätigkeiten
werden 65 Prozent zumindest zu einem Viertel im Homeoffice erledigt,
46 Prozent sogar überwiegend.
Bei den Beschäftigten mit
akademischen Abschlüssen und geeigneten Jobs ist die Quote
derjenigen, die mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu Hause
ableisten, gegenüber 2024 von 57 auf 52 Prozent zurückgegangen. Das
deute darauf hin, dass sich in dieser Gruppe zunehmend zwei statt
drei Tage Homeoffice durchsetzen, schreibt Emmler.
Unzufriedenheit ist ungesund Der Auswertung zufolge entsprechen
die betrieblichen Regelungen nicht immer den Wünschen der
Beschäftigten: Diejenigen, deren Aufgaben sich dafür eignen, würden
im Schnitt gern gut die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu Hause
verbringen, tatsächlich ist es etwas mehr als ein Drittel. Insgesamt
möchte ein Viertel den Anteil der Zeit im Homeoffice um 30
Prozentpunkte oder mehr erhöhen, ein Zehntel möchte weniger dort
arbeiten.
Rund zwei Drittel sind zufrieden oder wünschen
sich allenfalls geringfügige Änderungen. Besonders groß ist der
Anteil der Unzufriedenen, deren Wünsche stark von der tatsächlichen
Situation abweichen, mit 29,4 Prozent bei Beschäftigten, die von
Return-to-Office-Initiativen betroffen sind. Bei Beschäftigten mit
Kindern ist die Quote mit 28,3 Prozent ebenfalls hoch.
Diese
Unzufriedenheit gehe mit gravierenden Belastungen einher, erklärt
der Forscher. Von den Beschäftigten, deren Homeoffice-Präferenzen um
20 Stunden oder mehr von der tatsächlichen Regelung abweichen,
klagen 18 Prozent über eine hohe Arbeitsbelastung und 28 Prozent
über einen schlechten Gesundheitszustand. Bei denjenigen, die keinen
Änderungsbedarf in Sachen Homeoffice haben, sind es nur 6
beziehungsweise 14 Prozent. Auch bei der Zufriedenheit mit dem
Familienleben, der Freizeitgestaltung oder sozialen Kontakten
schneiden Beschäftigte schlechter ab, die gern deutlich länger zu
Hause arbeiten würden.
Dass die Homeoffice-Quoten sich nach
Ende der Corona-Pandemie stabilisiert haben, sei grundsätzlich eine
gute Nachricht, so Emmlers Fazit. „Denn mobile Arbeit hat sich nicht
nur als probate Maßnahme des Infektionsschutzes, sondern als
arbeitnehmerfreundliche Unterstützung der Work-Life-Balance und
arbeitgeberseitiges Instrument zur Fachkräftesuche erwiesen.“
Er
empfiehlt Unternehmen, den Wünschen der Beschäftigten
entgegenzukommen, solange keine zwingenden betrieblichen Gründe
dagegensprechen. Schließlich würde oft schon ein zusätzlicher Tag
Homeoffice-Tag reichen, um diese Wünsche zu erfüllen.
„Die
neue Studie unterstreicht: Das Potenzial, im Homeoffice zu arbeiten,
ist noch nicht ausgeschöpft“, sagt Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, die
wissenschaftliche Direktorin des WSI. „Gerade für Frauen, die im
Durchschnitt immer noch den ganz überwiegenden Teil der Sorgearbeit
erledigen, also etwa Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder
Arbeit im Haushalt, ermöglicht das Homeoffice Flexibilität bei der
Vereinbarkeit, weil beispielsweise Zeit für Pendelwege gespart
wird.“ Das Homeoffice sei jedoch kein Ersatz für ausreichende
Kinderbetreuungsangebote, betont die Soziologin zugleich.
Insbesondere in Zeiten hoher Spritpreise ermögliche mobile Arbeit
generell auch eine finanzielle Entlastung.
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