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Lieblingsorte der Duisburgerinnen und Duisburger gesucht
Wohin gehen Menschen aus Duisburg, wenn sie eine kleine Auszeit
brauchen – sei es zum Durchatmen, für etwas Bewegung oder für den
kurzen Austausch mit Freunden? Genau das möchte die Stadt Duisburg
herausbekommen und sucht dafür Bürgerinnen und Bürger, die ihren
Lieblingsort innerhalb der Stadt zeigen.
Die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer erzählen dabei unter anderem, warum sie sich an ihrem
Lieblingsort besonders gerne aufhalten, welche persönliche
Geschichte sie mit diesem Ort verbinden und weshalb er für sie eine
besondere Bedeutung hat.
Den Anfang macht Melih Öztürk: Er
zeigt uns die „Grüne Lena“, eine Aussichtsplattform direkt am
IGA-Gelände. Was diesen Ort besonders macht? „Die Aussicht, und dass
hier alles vereint wird, was Duisburg für mich ausmacht: Rhein,
Natur und Industrie“.

Die Grüne Lena, eine Aussichtplattform mit Blick auf den Rhein,
Rheinpark und Hochfelder Eisenbahnbrücke. Fotos Tanja Pickartz /
Stadt Duisburg

Die ausgewählten Orte werden fotografisch und filmisch porträtiert
und als Teil einer digitalen Content-Reihe auf der zentralen
Projektseite unter www.duisburg.de/lieblingsorte sowie auf den
Social-Media-Kanälen der Stadt Duisburg gezeigt.
Zusätzlich
sollen die vorgestellten Lieblingsorte dauerhaft im
Online-Stadtplan, dem städtischen Geoportal, veröffentlicht werden
und so auch anderen Duisburgerinnen und Duisburgern als
Ausflugstipps dienen. Menschen, die Teil des Projekts werden möchten
und ihren Lieblingsort vorstellen wollen, können sich ab sofort per
E-Mail an socialmedia@stadt- duisburg.de melden. Name, Kontaktdaten
und der Lieblingsort sollten angegeben werden.
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Duisburg und der
Polizei Duisburg: Versuchter Mord – Tatverdächtiger in
Untersuchungshaft Am Donnerstagabend (6. August, 19:25 Uhr)
wurde die Polizei zu einem Lokal auf der Weseler Straße gerufen,
weil ein Mann (53) syrischer Nationalität seiner in Trennung
lebenden Ehefrau (47), die sich in Begleitung der gemeinsamen
Tochter (19) befand, zuvor in das Geschäft gefolgt war.
Dort
zog der 53-Jährige ein Messer und versuchte, auf die 47-Jährige
einzuwirken. Die Frau setzte sich zur Wehr. Daraufhin eilte die 19-
Jährige ihrer Mutter zu Hilfe. Der Tatverdächtige entfernte sich von
der Örtlichkeit, noch bevor die Polizei eintraf. Die beiden Frauen
blieben unverletzt. Der Tatverdächtige stellte sich kurze Zeit
später auf der Polizeiwache Hamborn, wo ihn Beamte vorläufig
festnahmen.
Die Staatsanwaltschaft Duisburg wertet die Tat
als versuchten Mord. Unter ihrer Sachleitung richtete das
Kriminalkommissariat 11 der Duisburger Polizei noch am
Donnerstagabend eine Mordkommission ein.
Am Freitagmittag (7. August) erließ ein Haftrichter des AG Duisburg
auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg einen
Untersuchungshaftbefehl gegen den 53-Jährigen wegen des Verdachts
des versuchten Mordes. Die Ermittlungen der Mordkommission,
insbesondere zu den Hintergründen der Tat und dem Verbleib der
Tatwaffe, dauern derzeit noch an.
Trockener Juli an
der Ruhr: 77 Prozent weniger Niederschlag als üblich
Talsperren sichern Pegelstand der Ruhr: Nach vorläufigen
Auswertungen des Ruhrverbands gab es im Juli 2026 im Einzugsgebiet
der Ruhr nur 22 Millimeter Niederschlag, 77 Prozent weniger als
üblich. Seit Beginn des Abflussjahres im November 2025 fehlen somit
bislang rund 30 Prozent des üblichen Niederschlags.
Um die
gesetzliche Mindestwasserführung am Pegel Villigst an der Ruhrbrücke
in Schwerte zu sichern, mussten die Talsperren im Juli an allen 31
Tagen Wasser zugeben – an 18 Tagen wäre die Ruhr dort ohne diese
Maßnahmen streckenweise trocken gefallen.
Trotz der extremen
Lage mit kaum Niederschlag liegt der Füllstand des Talsperrensystems
aktuell bei rund 80 Prozent. Um die Reserven zu schützen,
unterstützt der Ruhrverband das von der Bezirksregierung Arnsberg
verhängte Verbot der Wasserentnahme aus Ruhr und Lenne. idr - Infos:
http://www.ruhrverband.de
MSV Duisburg – SV
Meppen: DVG setzt zusätzliche Busse ein Für Gäste des
Fußballspiels MSV Duisburg gegen SV Meppen am Samstag, 8. August, um
14 Uhr in der Schauinsland-Reisen Arena, setzt die Duisburger
Verkehrsgesellschaft AG (DVG) die Sportlinie 945 ein.
Abfahrtszeiten Buslinie 945 Richtung MSV Arena: · ab „Salmstraße“
(Meiderich) Abfahrt um 12.06, 12.16, 12.26 Uhr · ab „Bergstraße“
um 12.11, 12.21 und 12.31 Uhr · ab „Meiderich Bahnhof“ ab 12.15
bis 12.40 Uhr alle fünf Minuten · ab „Großenbaum Bahnhof Ost“ um
12.50 und 13.05 Uhr · ab „Betriebshof am Unkelstein“ ab 11.58 bis
12.23 Uhr alle fünf Minuten · ab „Hauptbahnhof“
(Verknüpfungshalle) ab 12.15 bis 13.35 Uhr alle fünf Minuten · ab
„Businesspark Nord“ (Asterlagen) um 12.33 Uhr

DVG-Foto
Nach Spielende stehen am Stadion Busse für die
Rückfahrt bereit. Gäste des Fußballspieles, die eine
Tageseintrittskarte im Vorverkauf erworben haben oder eine
Dauerkarte besitzen, können kostenlos die öffentlichen
Verkehrsmittel für die Hin- und Rückfahrt benutzen. Für die Gäste,
die sich an der Stadionkasse ihre Eintrittskarte kaufen, ist die
Rückfahrt mit Bus und Bahn kostenlos.
Die Haltestelle
„Berliner Brücke“ wird bis auf Widerruf (mindestens Saisonende)
komplett aufgehoben. In der Haltestelle und auf dem
gegenüberliegenden Parkplatz werden Baumaterialien abgelegt. Die DVG
bittet die Fahrgäste in Fahrtrichtung MSV-Arena die Haltestelle
„Meiderich Kirche“ zu nutzen. Die DVG bittet die Fahrgäste aus
Fahrtrichtung MSV-Arena kommend die Haltestellen „Stadtpark“ und
„Meiderich Kirche“.
Zudem fahren die Busse aufgrund der
Sperrung der Anschlussstelle Duisburg-Meiderich der A59 nach
Spielende eine örtliche Umleitung in Meiderich. Die Haltestelle
„Salmstraße“ wird auf die Straße Unter den Ulmen verlegt. Die
Haltestelle „Meiderich Stadtpark“ wird zur Haltestelle
„Tunnelstraße“ verlegt.
Repair-Café im
Recyclingzentrum Mitte: Gemeinsam reparieren und Ressourcen schonen
Beim nächsten Repair-Café im Recyclingzentrum Mitte der
Wirtschaftsbetriebe Duisburg erhalten defekte Alltagsgegenstände
eine zweite Chance. Am Freitag, 14. August 2026, unterstützen
ehrenamtliche Reparaturexpertinnen und -experten des Vereins
DUISentrieb Besucherinnen und Besucher dabei, kaputte
Elektrokleingeräte, wackelige Kleinmöbel und weitere Gegenstände
wieder gebrauchsfähig zu machen.
Dabei steht nicht nur die
Reparatur selbst im Mittelpunkt. Nach dem Prinzip der Hilfe zur
Selbsthilfe können die Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung
selbst Hand anlegen, Reparaturwissen erwerben und praktische
Fähigkeiten für zukünftige Reparaturen entwickeln. So stärkt das
Repair-Café den selbstständigen und bewussten Umgang mit
Alltagsgegenständen.
Mit dem monatlichen Angebot möchten die
Wirtschaftsbetriebe Duisburg einen praktischen Beitrag zur
Abfallvermeidung und Ressourcenschonung leisten. Denn Gegenstände,
die repariert und weiterverwendet werden, müssen nicht entsorgt und
ersetzt werden. Die Teilnahme ist kostenlos.
Datum: Freitag,
14. August 2026 Uhrzeit: von 14.00 bis 17.00 Uhr Ort:
Recyclingzentrum Mitte, Vygenstr. 6, 47053 Duisburg Das
Repair-Café findet im 1. Obergeschoss statt. Ein Aufzug ist
vorhanden.
Der darauffolgende Termin findet am Freitag,
18.September 2026, ebenfalls von 14 bis 17 Uhr im Recyclingzentrum
Mitte statt. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der
Abfallberatung per E-Mail an abfallberatung@wb-duisburg.de oder
telefonisch unter (0203) 283–3000.

Copyright: WBD / Adrian Chodkowski
DVG modernisiert
drei Bahnhaltestellen im Duisburger Süden Die
Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) modernisiert ab Mitte
August sukzessive die Straßenbahnhaltestellen „Ehinger Straße“,
„Rheinstahl“ und „Mannesmann Tor 1“ der Linie 903 im Duisburger
Süden. Die DVG investiert damit weiter in einen modernen und
zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt.
Im Zuge der Modernisierung werden neue Wartehallen errichtet und
die technische Ausrüstung der Haltestellen komplett erneuert. Dazu
zählen unter anderem die Fahrgastinformationssysteme an den
einzelnen Haltestellen. Zudem wird das taktile Leitsystem für
Menschen mit Sehbehinderung erneuert. Auch Pflasterflächen rund um
die Haltestellen tauscht die DVG gegen neue aus.
Die neuen
Haltestellen bieten den Fahrgästen wesentlich mehr Komfort. Die DVG
beginnt mit ihren Arbeiten ab Mitte August zunächst an der
Haltestelle „Ehinger Straße“ und arbeitet sich dann über die
Haltestelle „Rheinstahl“ weiter zur Haltestelle „Mannesmann Tor 1“
vor.
Ende Oktober soll die Gesamtmaßnahme abgeschlossen
sein. Die DVG investiert 1,6 Millionen Euro in die Maßnahme. Das
Projekt wird vom Land NRW und vom Bund gefördert. Die DVG arbeitet
gemeinsam mit der Stadt Duisburg an der Modernisierung der
Infrastruktur für einen zukunftsfähigen ÖPNV.
In den
vergangenen Jahren haben DVG und Stadt durch den Ausbau
barrierefreier Haltestellen, die Modernisierung von Gleisen,
Fahrtreppen und Fahrleitungen sowie den Neubau von Haltestellen
bereits viel erreicht. Zudem wird das ÖPNV-Angebot für die Fahrgäste
stetig verbessert.
Offene Schreibwerkstatt
vermittelt neue Schreibtechniken Zu einer offenen
Schreibwerkstatt lädt die Bibliothek in Wanheimerort am Samstag, 15.
August, von 11 bis 13 Uhr in die Räumlichkeiten an der Düsseldorfer
Straße 544 ein. Unter der Leitung der Duisburger Autorin Birgit
Stieler erhalten Interessierte die Gelegenheit, neue
Schreibtechniken kennenzulernen und eigene Ideen zu entfalten, um
ihre Gedanken zu Papier zu bringen.
Die Veranstaltung
richtet sich sowohl an erfahrene Schreibende als auch an Menschen,
die erste Schritte im kreativen Schreiben wagen möchten. In einer
inspirierenden und unterstützenden Atmosphäre können Teilnehmende
unterschiedliche Ausdrucksformen ausprobieren, Impulse erhalten und
ihre Kreativität weiterentwickeln.
Teilnehmende sollten ihr
eigenes Schreibmaterial mitbringen. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Fragen beantwortet das Team der Bibliothek persönlich oder
telefonisch unter 0203 773096. Die Servicezeiten sind dienstags und
donnerstags von 14 bis 18 Uhr, freitags von 10.30 bis 13 Uhr und von
14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.

Ferien in NRW: Eintrittpreise für Schwimmbäder steigen um 1,7 %
* Campingplatzgebühren zwischen Juli 2025 und Juli 2026
um 4,6 % gestiegen * Fahrräder wurden um 3,2 % günstiger
angeboten * Ausrüstung für Camping und Erholung im Freien um 2,1
% gesunken
Die Eintrittspreise für Schwimmbäder sind
in Nordrhein-Westfalen zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 1,7 %
gestiegen. Wie das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen
mitteilt, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher für etliche
Ferienaktivitäten in diesem Sommer (Juli 2026) mehr ausgeben als im
letzten Jahr (Juli 2025).
Eintrittspreise für Museums- und
Zoobesuche gestiegen Besonders deutlich fällt der Preisansteig
bei beliebten Ausflugszielen aus. So verteuerten sich Besuche in
Vergnügungsparks um 3,5 %. Noch höher waren die Preisanstiege
für Kino-, Theater-, Konzert- und Zirkusbesuche (+5,1 %) und
für Museums- und Zoobesuche (+5,5 %).
Auch Campingplatzgebühren lagen mit einem Plus von 4,6 % über dem
Vorjahresniveau.

Outdoorausrüstung günstiger als im Juli 2025 Die
gute Nachricht: Outdoorfans können sich über Preisrückgänge
einzelner Güter freuen. Fahrräder (inkl. E-Bikes und Pedelecs)
verzeichneten zwischen Juli 2025 und Juli 2026 Preisrückgänge von
durchschnittlich 3,2 %. Die Ausrüstung für Camping und Erholung im
Freien war im Juli 2026 um 2,1 % günstiger als noch vor einem Jahr.
Auch Sonnenschirme (−3,6 %) sowie Garten- und Campingmöbel (−8,6 %)
verzeichneten Preisrückgänge.
Tag der offenen Tür bei der Feuer- und Rettungswache Walsum
Die Feuer- und Rettungswache 4 sowie der Löschzug 410
Walsum laden am Sonntag, 23. August, von 11 bis 16 Uhr zum Tag der
offenen Tür in die Räumlichkeiten an der Dr.-Wilhelm-Roelen-Straße
200 bis 202 in Walsum ein. Die Besucherinnen und Besucher erwartet
ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Informationen,
Einsatzübungen, Führungen und der Möglichkeit, selbst aktiv zu
werden.

Neben dem Löschzug und dem Rettungsdienst stellen sich die
Sondereinheiten der Feuerwehr, darunter die ABC-Gefahrenabwehr sowie
die Rüst- und Dekontaminationseinheiten, vor. In verschiedenen
Vorführungen zeigen die Spezialkräfte ihr Können. Auch der
Grundausbildungslehrgang der Berufsfeuerwehr demonstriert die
technische Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall mithilfe eines
hydraulischen Rettungsgeräts.
Darüber hinaus werden eine
Einsatzübung zur Brandbekämpfung sowie eine Fettexplosion
vorgeführt. Die kleinsten Besucherinnen und Besucher können sich auf
einer Hüpfburg austoben oder an der Spritzenwand spielerisch ein
Feuer löschen. Exklusive Einblicke hinter die Kulissen des
Löschzuges 410 der Freiwilligen Feuerwehr bieten Führungen durch das
neue Gerätehaus. Die Kameradinnen und Kameraden geben dabei
Einblicke in den Dienstalltag der Freiwilligen Feuerwehr.
Zudem können die Räumlichkeiten sowie die auf der Wache
stationierten Fahrzeuge besichtigt werden. Auch historische
Löschfahrzeuge der Feuerwehr Duisburg können besichtigt werden.
Darunter befindet sich der ehemalige Feuerwehrkran aus dem Jahr
1963. Ein besonderer Programmpunkt ist die geplante Landung des
Rettungshubschraubers „Christoph 9“ (vorbehaltlich der Einsatzlage).
Die Besatzung gibt Einblicke in ihre Einsätze sowie die
Ausstattung und Technik des Hubschraubers. Diverse
Informationsstände runden das Programm ab. Interessierte können sich
unter anderem beim Förderverein Christoph 9, der Polizei NRW und der
Modellbaugruppe informieren. Speisen und Getränke können vor Ort
erworben werden.
Der Tag der offenen Tür findet anlässlich
des 50-jährigen Bestehens der Feuer- und Rettungswache 4 sowie der
Inbetriebnahme des neuen Gerätehauses des Löschzuges 410 Walsum
statt. Das neue Gerätehaus zählt zu den modernsten
Feuerwehrstandorten in Duisburg und wird wenige Tage zuvor offiziell
an die Feuerwehr übergeben.
LEA Leseklub® fördert Teilhabe und Lesefreude in
Duisburg Die Duisburger Stadtbibliothek bietet Treffen
zum LEA Leseklub® abwechselnd in der Zentralbibliothek, der
Stadtteilbibliothek Wanheimerort und der Stadtteilbibliothek
Vierlinden an. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht
erforderlich. Alle Termine finden sich im Online-
Veranstaltungskalender der Bibliothek auf
https://www.stadtbibliothek- duisburg.de unter der Rubrik
„Veranstaltungen“.
LEA steht für „Lesen Einmal Anders“. Im
LEA Leseklub® treffen sich Menschen mit und ohne Behinderung in
gemütlicher Runde und lesen gemeinsam Bücher, Geschichten und
Gedichte in einfacher Sprache. Dabei kommt es nicht darauf an, wie
gut oder ob jemand überhaupt lesen kann. Wichtig sind die Freude an
Büchern, Texten und Bildern sowie der Austausch mit anderen
Teilnehmenden.
Alle Interessierten sind willkommen.
Lesebegleiter unterstützen bei Bedarf beim Lesen und Verstehen der
Texte. Das Konzept des LEA Leseklubs® wurde vom KUBUS e. V.
entwickelt. Ziel ist es unter anderem, kulturelle Teilhabe durch
Literaturerfahrungen zu fördern und Begegnungen zwischen Menschen
mit und ohne Behinderung zu ermöglichen. Für Fragen steht das
Team der Bibliothek telefonisch unter 0203 283-986456 zur Verfügung.
Ansprechpartnerin ist Michaela Gehrke.
Gesundheitsamt informiert über Reisen mit wichtigen
Medikamenten Reisende, die auf betäubungsmittelhaltige
Arzneimittel (wie beispielsweise Oxycodon, Methylphenidat oder
Lisdexamfetamin) angewiesen sind, dürfen diese grundsätzlich auch
auf Reisen ins Ausland mitnehmen, um die medizinische Versorgung
sicherzustellen.
Für die Mitnahme ins Ausland wird eine
beglaubigte Bescheinigung der behandelnden Ärztin oder des
behandelnden Arztes sowie zusätzlich eine Beglaubigung durch die
Amtsapothekerin des Gesundheitsamtes benötigt. Dabei sind folgende
Regelungen zu beachten: Betäubungsmittel können für die Dauer der
Reise in entsprechender Menge als persönlicher Reisebedarf
mitgeführt werden.
Die Medikamente sollten im Handgepäck
aufbewahrt werden. Bei Reisen von bis zu 30 Tagen in beliebte
Urlaubsländer des Schengener Abkommens wie Dänemark, die
Niederlande, Österreich oder Spanien dürfen ärztlich verschriebene
Betäubungsmittel mitgeführt werden, sofern eine vom behandelnden
Arzt ausgefüllte Bescheinigung mitgeführt wird.
Die
Bescheinigung ist höchstens 30 Tage gültig. Bei Reisen in andere
Länder wie beispielsweise in die Türkei oder die USA ist eine
mehrsprachige Bescheinigung des behandelnden Arztes notwendig. Diese
muss Angaben zu Einzel- und Tagesdosierungen, zur
Wirkstoffbezeichnung, zur Wirkstoffmenge sowie der Dauer der Reise
enthalten.
Die ärztlichen Bescheinigungen sind zusätzlich
vor Reiseantritt durch die Amtsapothekerin des Gesundheitsamtes zu
beglaubigen. Dazu ist ein Termin notwendig, der rechtzeitig vorher
per E-Mail an amtsapothekerin@stadt- duisburg.de angefragt werden
muss. Für die Beglaubigung wird eine Gebühr in Höhe von fünf Euro
pro Bescheinigung erhoben. Weitere Informationen online unter
http://www.duisburg.de/betaeubungsmittel_reiseverkehr.
Unterrichtsstart im neuen „VHS Pavillon West“ auf
der Friedrich- Ebert-Straße in Rheinhausen Mit dem
ausgebuchten Bildungsurlaub Fahrradreparatur ist am vergangenen
Montag, 3. August, der erste Kurs der Volkshochschule im neuen „VHS
Pavillon West“ auf der Friedrich-Ebert-Straße in
Duisburg-Rheinhausen gestartet.
Die Räume des Pavillons auf dem ehemaligen Schulgelände sind
besonders für die beliebten Motorrad- und Fahrradreparaturkurse sehr
geeignet, da sowohl Zweiräder als auch Werkzeug innen sowie draußen
auf dem Schulhof genügend Platz haben.
Ab September finden
im Pavillon dann auch Kunstkurse, Sprachkurse, Gitarrenkurse und
weitere Angebote statt. Weitere Informationen zu den Kursangeboten
in Rheinhausen sind online unter http://www.vhs-duisburg.de
abrufbar. Eine persönliche Beratung ist auch über die
Geschäftsstelle der VHS West telefonisch unter 0203 283-984607 oder
per E-Mail an vhs- west@stadt-duisburg.de möglich.
Gewerkschaft NGG rät: Duisburg bietet 733 freie Ausbildungsplätze –
auch Hotels und Restaurants suchen noch 34 Auszubildende
Gestern Schule, heute Ausbildung: Zum Start des neuen
Ausbildungsjahres registriert die Arbeitsagentur noch 733 offene
Ausbildungsplätze in Duisburg. Darunter sind 34 freie
Ausbildungsplätze in Hotels, Restaurants und Gaststätten. Die
Lebensmittelindustrie in Duisburg sucht 14 Auszubildende. Darauf hat
die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen.
„Wer noch keine Ausbildung hat, sollte die nächsten Wochen als
Startphase ins Berufsleben nutzen. Die meisten Betriebe sind da
flexibel: Die Ausbildung muss nicht pünktlich am 1. August anfangen.
Auch im September und selbst im Oktober geht da oft noch was“, sagt
Adnan Kandemir.
Der Geschäftsführer der NGG Nordrhein rät
Jugendlichen, nicht auf Gelegenheitsjobs zu setzen, sondern auf
einen Ausbildungsvertrag: „Wer sich in Betrieben später
weiterentwickeln will, der braucht eine solide Ausbildung als
Fundament. Die 3 Jahre Ausbildung sind gut investiert“, so Kandemir.

Entscheidend sei allerdings, beim Ausbildungsbetrieb genau
hinzugucken: „Das Geld, das ein Auszubildender verdient, muss
passen. Dabei ist es wichtig, sich für einen Betrieb zu entscheiden,
der Tariflöhne zahlt“, so Adnan Kandemir. Außerdem sollten
Auszubildende darauf achten, dass es eine Jugend- und
Auszubildendenvertretung (JAV) gebe.
„Das ist eine Art
‚Jugend-Betriebsrat‘, der sich für die Interessen der jungen
Belegschaft stark macht und zum Beispiel darauf achtet, dass der
Rahmenplan für die Ausbildung auch eingehalten wird. Der ist
wichtig, damit Auszubildende nicht ausgenutzt werden. Denn was
bringt es, wenn man mit Arbeiten zugeschüttet wird, die mit der
Ausbildung selbst wenig oder nichts zu tun haben?“, so Adnan
Kandemir.
So sollten angehende Bäckereifachverkäuferinnen
darauf achten, nicht nur „zum Brötchenschmieren im Hinterzimmer“
abgestellt zu werden. „Sie müssen vor allem in den Verkauf und an
die Kasse. Denn zur Ausbildung für eine Bäckereifachverkäuferin
gehört auch der kaufmännische Teil“, sagt Adnan Kandemir von der NGG
Nordrhein.
Neumühler Gemeinde lädt zu
Ferienkirche unterwegs Die Ferienkirchen unterwegs der
Evangelischen Kirchengemeinde Neumühl haben eine jahrzehntelange
Tradition, die auch in diesem Jahr fortgesetzt wird. Diesmal geht es
nach Mettmann, wo es ein fröhliches Wiedersehen mit der langjährigen
Neumühler Pfarrerin Anja Buchmüller-Brand gibt, die dort ihren neuen
Wirkungskreis gefunden hat.
Am Sonntag, 30. August, startet
der Bus um 9 Uhr von der Neumühler Gnadenkirche am
Hohenzollernplatz/Obermarxloher Straße nach Mettmann. Ziel ist die
dortige evangelische Kirche an der Freiheitsstraße. Aufgrund der
regen Nachfrage hat die Gemeinde jetzt einen größeren Bus geordert,
so dass jetzt noch Plätze frei sind. Die letzten Details hat das
Neumühler Ferienkirchenteam jetzt vor Ort in Mettmann mit Pfarrerin
Anja Buchmüller-Brand und Küster Clemens Welle abgesprochen.
Die Teilnehmer werden am 30. August nach der Ankunft in Mettmann
zunächst eine Tasse Kaffee trinken und Kekse knabbern, ehe es in den
Gottesdienst geht, den Anja Buchmüller-Brand hält. Anschließend gibt
es eine Führung durch die historische Kirche, die zwischen 1774 und
1780 erbaut wurde und eine bewegte und bewegende Geschichte hat. Im
Laufe der Zeit gab es verschiedene Veränderungen und
Modernisierungen.
Um 13 Uhr gibt es „was auf die Gabel“,
wie es im Ruhrgebiet so schön heißt. Schließlich lautet das
„Geschmacksmotto“ diesmal „Der Pott bittet zu Tisch“. Eingeladen
dazu ist auch die Mettmanner Gemeinde. Das Küchen- und
Ferienkirchenteam um Gisela Usche, Ursel Schulz, Nadine Wallasch,
Christoph Schultz und Reiner Terhorst serviert ein vor Ort im
Mettmanner Gemeindehaus frisch zubereitetes reichhaltiges
„Ruhrpott-Büffet“ an Vor-, Haupt- und Nachspeisen. Es wird
vielfältig und lecker.
Und eine musikalische Begleitung
durch den Neumühler Gemeinde-Organisten Silvester Pece sorgt für
zusätzliche Unterhaltung. Mit von der Partie ist auch Pfarrer Jens
Storm, der seit gut einem Jahr engagiert in der Neumühler Gemeinde
wirkt. Nach dem Essen und einer kleinen Erkundung der Umgebung steht
für die Nemühler und ihre „Mitfahrenden“ noch das Kaffeetrinken bei
selbst gebackenem Kuchen an, ehe der Bus um 17 Uhr zurück nach
Neumühl fährt.
Die Kosten für Fahrt und volle Verpflegung
betragen 27,50 Euro pro Person. Anmeldungen im Alten Pfarrhaus,
Obermarxloher Straße 40, Neumühl, Telefon 0203 / 580448.
Anmeldeschluss ist Donnerstag, 20. August. Die begrenzte Platzzahl
wird in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.

Das Neumühler Ferienkirchenteam beim Vorgespräch mit Pfarrerin Anja
Buchmüller-Brand (rechts im Bild) und dem Mettmanner Küster Clemens
Welle (im Hintergrund) vor der Kirche an der Freiheitsstraße. (Foto:
Susann Bürger)
Musikalischer Blumenstrauß beim
Sommerlichen Orgelkonzert in Hamborn Beim nächsten Konzert
der Reihe „Sommerliche Konzerte“, in der Friedenskirche in Duisburg
Hamborn, Duisburger Straße 174, geht es am 12. August um 19.30 Uhr
ist Ute Gremmel-Geuchen aus Kempen (Foto: Foto: Kurt Lübke)) zu
Gast. Die Cembalistin und Organistin konzertiert seit vielen Jahren
mit einem umfangreichen, vielseitigen Repertoire, das von frühester
Musik über Werke des Barock und der Romantik bis hin zu
zeitgenössischen Werken reicht.

Ihre Konzerte führten sie an bedeutende historische Orgeln in ganz
Europa und in die USA. In der Hamborner Friedenskirche reicht sie
dem Publikum einen musikalischen Blumenstrauß, so der Titel des
Konzertes: Sie spielt Werke von Dietrich Buxtehude, Michel Corrette,
Felix Mendelssohn Bartholdy, Zsolt Gardony und Johann Sebastian
Bach. Der Eintritt kostet zehn Euro; ermäßigt fünf Euro.
Für
jedes Konzert der Reihe gilt ebenso: Wenn das Wetter mitspielt, kann
das kulturinteressierte Publikum im Kirchgarten mit den Muszierenden
nach den Konzerten bei einem Getränk ins Gespräch kommen. Bei
Rückfragen können Interessierte gerne eine Mail an Tiina Marjatta
Henke (tiinamarjatta@posteo.de) senden.

Duale Berufsausbildung 2025: Top-Beruf bei Männern erneut
Kfz-Mechatroniker, bei Frauen medizinische Fachangestellte
• Ausbildung zum Fachinformatiker nur noch auf Platz 4 der Top-
Ausbildungsberufe bei den Männern (2024: Platz 2) • Insgesamt
2,8 % weniger Neuverträge für duale Berufsausbildungen als im
Vorjahr • 18 % mehr Neuverträge von ausländischen Auszubildenden
Im Jahr 2025 haben 461 900 Menschen eine duale
Berufsausbildung begonnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
nach endgültigen Ergebnissen weiter mitteilt, lag bei Männern die
Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker auf Platz 1 der häufigsten
Ausbildungsberufe mit 8 % der Neuverträge (22 300 Personen).
Bei den weiblichen Auszubildenden findet sich dieser Beruf auf
Platz 27; etwa 1 500 Frauen begannen 2025 eine Ausbildung zur
Kraftfahrzeugmechatronikerin. Frauen wählten hingegen am häufigsten
die Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten (10 % oder 16 100
Personen), am zweithäufigsten die Ausbildung zur Kauffrau für
Büromanagement (9 % oder 14 900). Auf Platz 3 lag die Ausbildung zur
zahnmedizinischen Fachangestellten mit 8 % oder 13 400
Auszubildenden.
Auf Platz 2 und 3 bei den
Männern lagen die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-,
Heizungs- und Klimatechnik mit 13 900 beziehungsweise 5 % der
Neuverträge, dicht gefolgt von der Ausbildung zum Elektroniker mit
13 800 (5 %) Neuverträgen. Bei Männern findet sich der bei Frauen
beliebteste Ausbildungsberuf zum beziehungsweise zur medizinischen
Fachangestellten nicht unter den 50 häufigsten Berufen.
Die
Reihenfolge der drei häufigsten Ausbildungsberufe blieb bei den
Frauen unverändert gegenüber dem Vorjahr. Auffällig bei den Männern
ist, dass die Ausbildung zum Fachinformatiker 2025 nur noch auf
Platz 4 liegt (-2 300 Verträge; 2024: Platz 2). Dadurch stieg die
Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und
Klimatechnik auf Platz 2 (+100 Verträge).
Insgesamt 2,8 %
weniger Neuverträge als im Vorjahr – Anstieg bei den ausländischen
Auszubildenden Insgesamt ist die Zahl der neu abgeschlossenen
Ausbildungsverträge um 2,8 % oder 13 100 gesunken. Bereits im Jahr
2024 war die Zahl um 1,0 % zurückgegangen. Auffällig ist, dass die
Zahl der deutschen Auszubildenden um 6 % oder 25 600 sank, während
die der Auszubildenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit um 18 %
oder 12 400 Personen stieg. Insgesamt befanden sich zum 31. Dezember
2025 deutschlandweit 1 211 800 Personen in einer dualen
Berufsausbildung. Das waren 6 100 Personen beziehungsweise 0,5 %
weniger als 2024.
Zum 31. Dezember 2025 befanden sich die
meisten Auszubildenden in einer Ausbildung im Bereich Industrie und
Handel (676 600 oder 56 %), gefolgt vom Handwerk mit 345 700 (29 %).
Darauf folgten die freien Berufe mit 112 900 oder 9 % der
Auszubildenden sowie der öffentliche Dienst mit 42 100 (3 %),
Landwirtschaft mit 31 400 (2,6 %) und der Bereich Hauswirtschaft mit
0,3 % oder 3 200 Auszubildenden.
Erneuter Anstieg bei
Neuverträgen von Auszubildenden mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Die Zahl ausländischer Personen, die eine duale Berufsausbildung
begannen, lag 2025 um 18 % höher als 2024. Wie schon im Vorjahr
lässt sich hierbei ein Anstieg bei Personen mit ukrainischer (+64 %
auf 9 500), und vietnamesischer (+36 % auf 9 600)
Staatsangehörigkeit feststellen. Zuwächse gab es auch bei Personen
mit türkischer oder afghanischer Staatsangehörigkeit mit +48 %
beziehungsweise +47 %.
Auch langfristig zeigt sich ein
deutlicher Anstieg bei den Neuverträgen von Personen ohne deutsche
Staatsangehörigkeit. Insgesamt hat sich hier die Zahl der
Neuverträge in zehn Jahren mehr als verdoppelt. 2015 wurden knapp 38
800 Neuverträge von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit
gemeldet, im Jahr 2025 waren es 82 400. Eher selten finden sich
Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in den Bereichen
öffentlicher Dienst, Landwirtschaft oder Hauswirtschaft.
Anteilig an allen ausländischen Auszubildenden mit Neuvertrag
umfassen diese drei Bereiche nur 1,5 % (1 200) der Auszubildenden,
unter den deutschen Auszubildenden etwa 7 % (27 000). Ein deutlich
größerer Anteil der ausländischen Auszubildenden findet sich im
Bereich der freien Berufe mit 17 % (14 300), bei den deutschen
Auszubildenden liegt der Anteil bei 8 % (30 500).
Frauen
ohne deutsche Staatsangehörigkeit wählen häufiger medizinische
Berufe Die Berufswahl von Personen ohne deutsche
Staatsangehörigkeit unterscheidet sich teilweise von denen mit
deutscher Staatsangehörigkeit. Während bei den Männern bei beiden
Gruppen der Kfz-Mechatroniker an erster Stelle lag, wählten Frauen
ohne deutsche Staatsangehörigkeit mit Abstand am häufigsten
medizinische Ausbildungsberufe (zahnmedizinische Fachangestellte: 23
%, medizinische Fachangestellte: 11 %).
Erst als
dritthäufigste Wahl findet sich die Ausbildung zur Kauffrau für
Büromanagement (6 %), die bei den deutschen Frauen mit 10 % auf
Platz 1 lag. Der Beruf der medizinischen Fachangestellten lag bei
ihnen wiederum auf Platz 2 mit 9 %, der der Verkäuferin auf Platz 3
mit 6 %.
NRW: Produktion von Katzenfutter hat sich
seit 2005 mehr als verdreifacht * 110.200 Tonnen
Katzenfutter wurden 2025 industriell hergestellt * Mehr als die
Hälfte der NRW-Produktion erzeugten Betriebe aus dem
Regierungsbezirk Detmold * NRW-Anteil mit 17,9 % an der
Deutschlandproduktion auf höchstem Stand der letzten 20 Jahre
Im Jahr 2025 sind in 15 produzierenden
Betrieben des nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbes
110.200 Tonnen Katzenfutter industriell hergestellt worden. Wie da
Statistische Landesamt anlässlich des „Internationalen Katzentages”
(8. August 2026) mitteilt, waren das 6,5 % mehr als im Jahr zuvor.
Gegenüber dem Jahr 2015 hat sich – einhergehend mit dem Anstieg der
meldenden Betriebe – die Menge nahezu verdoppelt (+95,0 %) und
gegenüber dem Jahr 2005 mehr als verdreifacht (+214,3).
Auch
die vorläufigen Ergebnisse für das 1. Quartal 2026 zeigen mit einer
Steigerung von 1,6 % einen leichten Anstieg der Produktion von
Katzenfutter gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der nominale (also
nicht preisbereinigte) Absatzwert war mit 244,3 Millionen Euro um
8,7 % niedriger als im Jahr 2024. Gegenüber dem Jahr 2015 hat sich
der Absatzwert mit einem nominalen Anstieg von 194,7 % fast
verdreifacht und mit einem Anstieg von 518,1 % seit 2005
versechsfacht.

Betriebe im Regierungsbezirk Detmold mit dem größten
NRW-Anteil Mehr als die Hälfte (54,9 %) der nordrhein-westfälischen
Absatzmenge wurde in Betrieben des Regierungsbezirks Detmold
produziert, gefolgt von Betrieben im Regierungsbezirk Düsseldorf mit
32,1 %.
Anteil der NRW-Betriebe an der gesamtdeutschen
Produktion auf 20-Jahreshoch Deutschlandweit wurden im letzten Jahr
617.000 Tonnen (−0,9 % gegenüber 2024) Katzenfutter mit einem
nominalen Absatzwert von 1,4 Milliarden Euro (−2,3 %) produziert.
Der Anteil des in NRW hergestellten Katzenfutters an der
bundesweit produzierten Futtermenge stieg 2025 auf 17,9 % (2024:
16,6 %) und damit auf den Höchststand der letzten 20 Jahre.
Leseabend für Kinder in der Rheinhauser
Bibliothek Die Bezirksbibliothek Rheinhausen lädt am
Freitag, 7. August, von 18.30 bis 20 Uhr in der Zweigstelle auf der
Händelstraße 6 zu einem Leseabend für Kinder zwischen acht und zwölf
Jahren ein. Nach Ende des regulären Betriebs können die jungen
Besucherinnen und Besucher die Bibliothek in einer ganz besonderen
Atmosphäre kennenlernen, durch die Regale stöbern und neue
Lieblingsbücher entdecken.
Das Besondere: Der Leseabend
findet ohne Begleitung der Eltern statt und bietet den Kindern die
Möglichkeit, die Bibliothek gemeinsam mit Gleichaltrigen zu
erkunden. Das Bibliotheksteam freut sich auf einen lebendigen Abend.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Für Fragen steht das Team der Bibliothek vor Ort oder telefonisch
unter 02065 905-8467 zur Verfügung. Die Bezirksbibliothek ist
dienstags bis freitags von 10.30 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 18.30
Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet.
Bodyshaping-Kurs in der Volkshochschule Rheinhausen
Die VHS Duisburg West bietet ab dem 8. September immer dienstags von
16 bis 17 Uhr den Sportkurs „Bodyshaping“ in der Turnhalle
Borgschenhof in Duisburg-Rheinhausen an. Es sind noch Plätze frei.
Im Kurs erfahren Interessierte, wie sie ihren Körper gelenkschonend
und dynamisierend in Form bringen können.
Die Teilnehmenden
starten mit Schrittfolgen, kräftigen ihre Muskulatur und gewinnen
Ausdauer. Der Kurs ist auch für sportungewohnte Personen geeignet.
Die Kosten für den 13-wöchigen Kurs belaufen sich auf 49 Euro. Auch
in vielen weiteren Bewegungskursen der Volkshochschule über das
gesamte Stadtgebiet sind noch Plätze frei.
Eine vorherige
Anmeldung für den Kurs ist notwendig und kann über die Homepage der
VHS unter http://www.vhs- duisburg.de oder die Geschäftsstelle der
VHS West telefonisch unter 0203 283-984607 oder per E-Mail an
vhs-west@stadt-duisburg.de erfolgen.
Spitzengespräch Niedrigwasser in Berlin am 6. August
2026
Die anhaltende außergewöhnliche Niedrigwasserphase auf dem Rhein,
aber auch auf vielen weiteren Wasserstraßen, stellt das
Binnenschifffahrtsgewerbe und die verladenden Industrieunternehmen
vor erhebliche Herausforderungen. Die deutlichen Einschränkungen bei
den Transportkapazitäten wirken sich unmittelbar auf die
Lieferketten und Produktionsprozesse aus.
Vor dem
Hintergrund der akuten Niedrigwassersituation hat
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger zu einem Spitzengespräch
Niedrigwasser eingeladen. Es geht darum über die Herausforderungen
der aktuellen Lage zu sprechen, die Wirksamkeit der bisherigen
Maßnahmen zu erörtern und zusätzliche Handlungsmöglichkeiten zu
identifizieren.
Duisburg am 5. August 2016:
Mercartorquartier mit freier Sicht auf`s Rathaus, Salvatorkirche
und Landesarchiv

Neben vor dem Anne
Frank Mahnmal gibt es den freien Blick auf
drei hohe Altstadt- bzw Innenhafentürme

Auch vom Schäferturm
und der Werthmannkugel gibt es jetzt den freien Blick.

Die Frage steht
jetzt an, was mit dem ehemaligen Schulkomplex überangsweise
bis zu endgültigen Nutzung geschehen soll. Von
Parkplatznutzung bis urban gardening gibt es Ideen, deren
Umsetzung der Brache an der Steinschen Gasse versagt
blieb.
Werkeln an
der Bahnhofsplatte

Umwandlung der
Verkehrsführung an der Mercatorstraße im Bahnhofsbereich,
dort, wo es früher Bäume gab.

Plattenarbeiten

mit Blick auf
das neue Hotel

Der "Kiss and ride
Bereich" (abholen und bringen) und das Taxi-Areal - BZ-Fotos
haje
Events bewegen die Region Großveranstaltungen setzen
wirtschaftliche Impulse
Konzerte, Festivals und Sportevents bringen viele Menschen
an den Niederrhein. Davon profitieren nicht nur die
Veranstalter. Auch Hotels, Gastronomie, Einzelhandel und
zahlreiche Dienstleister verzeichnen zusätzliche Nachfrage.
Besonders im Sommer zeigt sich, welche wirtschaftliche
Bedeutung Großveranstaltungen für die Region haben.
Der Niederrhein verbindet wie kaum eine andere Region
Industriekulisse mit lebendigen Städten und vielfältigen
Freizeitangeboten. Veranstaltungen machen diese Mischung für
Gäste erlebbar. Sie sind Motoren für Stadtentwicklung,
Wirtschaft und Image.
„Ob Gartenschau,
Musikfestivals, Kulturformate oder Spitzensport: Events
prägen den Niederrhein. Sie füllen Hotels und Restaurants,
beleben unsere Innenstädte und stärken den lokalen Handel.
Damit tragen sie unmittelbar zur Wertschöpfung am
Niederrhein bei“, sagt Jürgen Kaiser, IHK-Geschäftsführer
Unternehmens-Service und International bei der
Niederrheinischen IHK /Foto: © Niederrheinische
IHK/Jacqueline Wardeski).

Die Wirkung reiche dabei über den Veranstaltungstag hinaus.
Wer für ein Event nach Duisburg oder an den Niederrhein
reist, der entdecke oft weitere Angebote der Region. „Das
ist ein klarer Gewinn für die Tourismusbranche, weil Gäste
länger bleiben oder wiederkommen“, so Kaiser.
Chancen für den Standort nutzen Großevents können zudem
neue Kooperationen fördern und Anreize für Investitionen
schaffen. „Unsere Region verfügt über beste Voraussetzungen,
um sich als attraktiver Wirtschafts- und Erlebnisraum zu
präsentieren. Diese Potenziale sollten Unternehmen, Kommunen
und Veranstalter gemeinsam nutzen“, so IHK-Geschäftsführer
Kaiser.
Mehr als eine Blumenschau
Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg setzen in der Stadt die
Bauprojekte für die IGA 2027 um. Zur Internationalen
Gartenausstellung (IGA) 2027 blickt die Welt auch nach
Duisburg. Sebastian Beck, Vorstand der Wirtschaftsbetriebe
Duisburg, betont: die IGA ist weit mehr ist als eine
Blumenschau.
Herr Beck, die IGA 2027 wird oft als
Jahrhundertprojekt bezeichnet. Was bedeutet das für
Duisburg? Sebastian Beck (Foto wbd): Eine
Gartenausstellung ist immer ein besonderes Ereignis – und in
dieser Dimension für Duisburg sogar eine Premiere. Wir
rechnen mit rund einer Million Besuchern. Das allein zeigt
schon die Größenordnung. Gleichzeitig werden mehr als 100
Millionen Euro in Infrastruktur und Grünflächen investiert.
Es entsteht ein Schaufenster für die Region. Das ist aber
nicht nur ein Impuls für das Jahr 2027.

Wir sprechen von einer dynamischen Entwicklung, die Duisburg
langfristig stärken soll. Welche Rolle spielen die
Wirtschaftsbetriebe Duisburg dabei? Wir sind von der Stadt
mit der Umsetzung der Bauprojekte beauftragt worden – etwa
mit der Gestaltung des Rheinparks. Als Wirtschaftsbetriebe
setzen wir bei der IGA auch eigene Akzente. Bei unseren
Veranstaltungen blicken wir auf Zukunftsthemen wie
Klimaanpassung, Kreislaufwirtschaft und nachhaltiges Bauen.
Ein zentrales Projekt ist der Kultushafen. Was
entsteht dort konkret? Der Kultushafen steht
exemplarisch für den Wandel Duisburgs. Historisch war der
Zugang zum Rhein oft durch industrielle Nutzung
eingeschränkt. Jetzt schaffen wir neue Zugänge. Es entsteht
eine Promenade mit Aussichtsterrasse, Gastronomie und
direktem Blick aufs Wasser. Das ist ein echter Mehrwert –
nicht nur während der IGA, sondern dauerhaft für die
Menschen in Duisburg. Und auch die Wirtschaft vor Ort soll
von diesem Großereignis profitieren.
Auch am
sogenannten Grünen Ring laufen Arbeiten. Was passiert dort?
Der Grüne Ring im Stadtteil Hochfeld ist eine wichtige
Verbindung zwischen Innenstadt und Rheinpark. Dort entsteht
ein Grünzug mit Fuß- und Radwegen, neuen Spielplätzen sowie
Sport- und Freizeitangeboten. Das Projekt wird mit rund 20
Millionen Euro gefördert. Es ist ein neuer Lebensraum, der
zusätzliche Aufenthaltsqualität schafft.
Der
Rheinpark ist das Herzstück der IGA. Was erwartet die
Besucher? Natürlich wird es klassische gärtnerische
Höhepunkte geben – darunter die große Blumenhalle, den
Rosengarten und die Pflanzenschauen. Gleichzeitig schaffen
wir Erlebnisräume für alle Generationen, beispielsweise
durch verschiedene Spielplätze und einen Skywalk. Die
Aussichtsplattform ermöglicht ganz neue Perspektiven auf den
Rheinpark.
Welche wirtschaftlichen Effekte erwarten
Sie für die Region? Die Erfahrungen anderer
Gartenschauen zeigen: Wer einmal kommt, kommt wieder. Eine
Million Besucher bedeutet Nachfrage für Hotellerie,
Gastronomie und Handel. Gleichzeitig entstehen neue
touristische Angebote. So gibt es im Rheinpark bereits einen
neuen Schiffsanleger. Die IGA kann langfristig ein echter
Motor für Duisburg und die Region sein.
Großprojekte
stehen oft in der Kritik. Wie begegnen Sie Fragen zur
Nachhaltigkeit? Unser Ansatz ist klar: Wir bauen so,
dass möglichst viel dauerhaft erhalten bleibt. Projekte wie
der Kultushafen, der Skywalk oder die neuen Spielplätze sind
langfristig angelegt. Natürlich gibt es einzelne temporäre
Elemente, aber der Kern der Investitionen ist nachhaltig und
wird Duisburg über die IGA hinaus prägen.
Wann ist
die IGA für Sie persönlich ein Erfolg? Die Besucherzahl
ist ein wichtiger Faktor – aber nicht der einzige.
Entscheidend ist, welches Bild Duisburg vermittelt. Wenn
Menschen sagen „Das hat sich gelohnt, Duisburg hat sich
großartig präsentiert“, dann ist das ein Erfolg. Noch
wichtiger ist die langfristige Wirkung: steigende
Besucherzahlen, mehr Tourismus und ein spürbarer Impuls für
die Stadtentwicklung. Wenn wir diesen Wandel anstoßen, hat
die IGA ihr Ziel erreicht.
Duisburg in
Bewegung
Die Stadt hat sich als Standort für sportliche
Großveranstaltungen etabliert. Die Tribünen an der
Regattabahn sind voll. Fernsehteams aus aller Welt stehen am
Ufer. Internationale Teams paddeln in Richtung Ziel. Bei
Großveranstaltungen wie den Kanu-Weltmeisterschaften in
Duisburg wird die Wirkung von Sportevents schnell deutlich.
Für die Athleten geht es um Medaillen und Rekorde. Die
Ausrichter sehen die Titelkämpfe auch als Standortmarketing.
„Große Sportveranstaltungen sind für Duisburg ein
wichtiger Baustein, um die Stadt national und international
sichtbar zu machen“, sagt Uwe Kluge, Geschäftsführer der
Duisburg Kontor GmbH. Die fürs Standortmarketing zuständige
Stadttochter hat zu diesem Thema mit Partnern mehrere
Studien in Auftrag gegeben – auch zur Kanu-WM 2023. Sport
als Wirtschaftsfaktor

Foto: © Duisburg Kontor
Das Ergebnis: Die
Veranstaltung generierte einen regionalökonomischen
Gesamteffekt von rund 6,3 Millionen Euro. Laut Analyse ist
solch ein Ereignis ein „nicht zu unterschätzender
Wirtschaftsfaktor in und für die Stadt Duisburg“. Die
Mehreinnahmen in der Gastronomie lagen bei 1,2 Millionen
Euro. Den Hotellerie-Effekt beziffert die Studie mit einer
Million Euro. Für Kluge ist die Sportstadt Duisburg als
Ausrichter internationaler Wettkämpfe sehr gut geeignet.
„Wir haben hier eine Infrastruktur, die in dieser Form
nicht alltäglich ist“, sagt der Kontor-Geschäftsführer. Im
200 Hektar großen Sportpark Duisburg liegen Fußballarena,
Schwimmstadion, Regattabahn und vieles mehr dicht
beieinander. Vereine und Verbände haben auf diesem Areal
ihren Sitz. Duisburg sportlich gefragt „Duisburg hat in den
vergangenen Jahrzehnten außerdem bewiesen, dass die Stadt
ein guter Gastgeber ist“, betont Kluge.
Die
Universiade 1989, die World Games 2005 und zuletzt die FISU
World University Games 2025 hätten dies unter anderem
gezeigt. Die Kanu-Weltmeisterschaften waren bereits sechs
Mal zu Gast an der Regattabahn. Und auch 2026 steht wieder
im Zeichen des Spitzensports: Vom 22. bis zum 26. Juli haben
sich bei den U23-Weltmeisterschaften im Rudern
internationale Toptalente gemessen.
Vom 15. bis zum
20. September richtet Duisburg die KanupoloWeltmeisterschaft
aus. Auch im Alltag ist die Stadt sportlich geprägt.
„Eigentlich haben wir hier alle zwei Wochen ein Großereignis
– wenn der MSV Duisburg ein Heimspiel austrägt“, sagt Kluge.
Auch dieser Effekt lässt sich messen. Eine weitere Studie
beschäftigte sich mit dem Fußballklub aus Meiderich. Demnach
bringt eine Saison in der Dritten Liga der regionalen
Wirtschaft Umsätze in Höhe von 55 Millionen Euro. Besonders
profitiert die Stadt in den Bereichen Gastronomie.
Der sportliche Erfolg zahlt aber auch aufs Image ein.
Laufkultur fest etabliert Duisburg hat sich zudem als
Laufsportstadt einen Namen gemacht. Der Rhein- Ruhr-Marathon
ist deutschlandweit bekannt. Karsten Kruck beschreibt ihn
als „klassische, von Läufern für Läufer organisierte
Veranstaltung“, bei der der ehrenamtliche Charakter
besonders prägend sei. Er ist Inhaber des Fachgeschäfts
Laufsport Bunert.
„Der Marathon gehört zu den festen
Größen in der Region“, sagt Kruck. Jahr für Jahr stiegen
zuletzt die Teilnehmerzahlen. 2026 gab es mal wieder einen
neuen Rekord: rund 9.000 gingen auf die Strecke. „Solche
Veranstaltungen haben eine enorme Strahlkraft – sie bringen
Menschen in die Stadt und zeigen, dass Duisburg im Laufsport
fest verankert ist“, erklärt Kruck.
Neben dem
Marathon trügen auch die Winterlaufserie und der Lichterlauf
zur starken Laufkultur in der Stadt bei. Nächstes Ziel:
Olympia Aktuell rückt die Perspektive Olympische und
Paralympische Spiele in der Rhein- Ruhr-Region auch Duisburg
in den Fokus. In der Bevölkerung fanden sich viele
Befürworter. In einer Abstimmung sprachen sich kürzlich 73
Prozent der Teilnehmer für eine Bewerbung aus. Sollte die
Region für 2036, 2040 oder 2044 tatsächlich den Zuschlag
bekommen, wäre Duisburg dabei.
Rudern und Kanu auf
der Regattabahn sowie Klettern im Stadion gehören zum
Konzept. Für Uwe Kluge wäre Olympia an Rhein und Ruhr
folgerichtig. „Duisburg und die gesamte Region haben in den
vergangenen Jahrzehnten bewiesen, dass sie große
Sportveranstaltungen zuverlässig und professionell umsetzen
können“, sagt er. „Die Infrastruktur ist vorhanden, die
Erfahrung ist da – und die Begeisterung in der Bevölkerung
ist deutlich spürbar.“
„Die IGA stärkt
den Standort“ - Gartenschau-Geschäftsführer Hanspeter Faas
erwartet für Duisburg wirtschaftlichen Aufschwung
Die Internationale Gartenausstellung (IGA) Ruhrgebiet soll
Duisburg als Wirtschafts- und Tourismusstandort stärken.
Hanspeter Faas, Sprecher der IGA-Geschäftsführung, erwartet
neue Chancen für Mittelstand, Gastronomie und Tourismus in
der gesamten Region.
Herr Faas, Sie haben viele
große Gartenschauen begleitet. Was hat Sie an der Aufgabe
besonders gereizt, die IGA 2027 umzusetzen? Hanspeter
Faas (Foto Dbg): Für mich war das Ruhrgebiet zunächst
weitgehend unbekannt. Umso spannender war es, die Vielfalt
der Region kennenzulernen: eine sehr grüne Umgebung mit
einem enormen Freizeit- und Kulturangebot.

Hier leben sehr offene, engagierte Menschen. Besonders
interessant ist die Dimension der IGA 2027: Anders als
klassische Gartenschauen richtet sie sich nicht auf eine
einzelne Stadt, sondern auf eine ganze Region mit mehreren
Zukunftsgärten. Das ist in dieser Form einmalig und eröffnet
große Chancen für den gesamten Niederrhein und das
Ruhrgebiet.
Welche Rolle wird die IGA 2027 für die
Zukunft dieser Region spielen? Die Gartenschau ist weit
mehr als eine Ausstellung mit Blumen und Gärten. Sie stößt
Entwicklungen an, die Städte langfristig prägen. Es geht um
die Frage, wie die Menschen hier künftig leben möchten.
Gerade dicht besiedelte Räume müssen neue Antworten auf
Themen wie Hitze, Starkregen oder Flächennutzung finden.
Die IGA schafft dafür konkrete Projekte, die dauerhaft
bleiben. Gleichzeitig stärkt sie die Lebensqualität – auch
das ist ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und
Fachkräfte.
Gibt es Beispiele aus anderen Städten,
die zeigen, welche Wirkung eine Gartenschau entfalten kann?
Ein sehr gutes Beispiel ist Heilbronn. Die
Bundesgartenschau 2019 hat dort enorm viel bewegt. Heilbronn
liegt am Neckar, hatte den Fluss aber über Jahrzehnte kaum
in das Stadtleben eingebunden. Durch die Gartenschau
entstand ein völlig neues Verhältnis der Stadt zu ihrem
Wasserraum. Gleichzeitig wurden neue Quartiere entwickelt
und öffentliche Räume aufgewertet. Heute wirkt Heilbronn
deutlich moderner und attraktiver. In Duisburg spielt der
Rhein eine zentrale Rolle.
Welche Chancen sehen
Sie dort? Duisburg entdeckt den Rhein gerade neu. Lange
wurde der Fluss vor allem als Verkehrsweg wahrgenommen. Mit
dem Rheinpark und dem Ausbau des Kultushafens entsteht jetzt
eine deutlich stärkere Verbindung zwischen Stadt, Menschen
und Wasser.
Genau darin liegt eine große Qualität.
Wasserflächen gewinnen für Städte immer mehr an Bedeutung –
sowohl für die Freizeit als auch für das Stadtklima.
Besonders spannend finde ich, dass Duisburg dabei auch
innovative Lösungen zeigt: Künftig soll aufbereitetes Wasser
aus der benachbarten Kläranlage genutzt werden, um die
Grünflächen im Rheinpark zu bewässern. Das zeigt sehr
praktisch, wie moderne Stadtentwicklung aussehen kann.
Viele Unternehmen fragen nach konkreten wirtschaftlichen
Effekten. Was bringt die IGA 2027 dem Mittelstand? Die
wirtschaftlichen Auswirkungen sind erheblich. Insgesamt
sprechen wir von Investitionen von rund 300 Millionen Euro
im Ruhrgebiet. Ein großer Teil der Aufträge bleibt in der
Region. Das Baugewerbe, der Garten- und Landschaftsbau oder
technische Dienstleister werden profitieren.
Hinzu
kommen die Besuchereffekte: Wir rechnen mit rund 3,1
Millionen Gästen, davon werden eine Million nach Duisburg
kommen. Hotels, Gastronomie, Einzelhandel und touristische
Anbieter werden profitieren. Gerade Duisburg nutzt die IGA
jetzt bereits aktiv, um sich touristisch stärker
aufzustellen. Es entstehen neue Angebote rund um Hafen,
Rhein und zusätzliche Stadtführungen.
Was stimmt Sie
so optimistisch, dass die IGA gerade auf den Tourismus so
positive Auswirkungen hat? Im Vertrieb merken wir, dass
Angebote wie „IGA und Industriekultur“ oder „IGA und
Radfahren“ sehr gut angenommen werden. Viele Menschen kennen
die Region bislang gar nicht als Reiseziel. Wer dann hier
ist, entdeckt spannende Kulturangebote und Ausflugsorte.
Genau darin liegt eine große Chance. Duisburg kann dabei mit
dem Landschaftspark Nord, dem Hafen und der Lage am Rhein
punkten.
Wenn wir einige Jahre weiterdenken: Woran sollte man erkennen, dass
die IGA 2027 erfolgreich war? Erfolgreich wäre die IGA
dann, wenn die Menschen noch häufiger sagen: Das Ruhrgebiet ist
lebenswert und spannend. Projekte wie die IGA wirken langfristig.
Man sieht das an der Internationalen Bauausstellung Emscher Park von
1989 bis 1999 oder am Kulturhauptstadtjahr 2010. Beide
Großveranstaltungen prägen das Bild der Region bis heute. Wenn die
IGA 2027 ebenfalls dauerhaft in den Köpfen bleibt und dazu beiträgt,
Städte lebenswerter zu machen und den Blick auf das Ruhrgebiet
positiv zu verändern, dann hat sie sehr viel erreicht.
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
(DVG) hat die Zuverlässigkeit im Bus- und Bahnbereich wie auch im
vergangenen Jahr weiter verbessert.
Diese positive Entwicklung zeigt, dass
sich insbesondere in den Bereichen Personal und
Fahrzeugverfügbarkeit die Lage stetig verbessert hat.
Die genauen Zahlen und weitere Informationen zu Themen aus den
Bereichen Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Kundeninformation und
Service, Sicherheit, Fahrzeuge sowie Infrastruktur, hat die DVG nun
in ihrem Qualitätsbericht für das Jahr 2025 auf ihrer Internetseite
veröffentlicht.
Die DVG arbeitet gemeinsam mit der Stadt
Duisburg an der Modernisierung der Infrastruktur für einen
zukunftsfähigen ÖPNV. In den vergangenen Jahren haben DVG und Stadt
durch den Ausbau barrierefreier Haltestellen, die Modernisierung von
Gleisen, Fahrtreppen und Fahrleitungen sowie den Neubau von
Haltestellen bereits viel erreicht. Zudem wird das ÖPNV-Angebot für
die Fahrgäste stetig verbessert.
Auch im Jahr 2025 setzten
DVG und Stadt den Weg weiter fort. Die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der DVG haben fokussiert daran gearbeitet, die Menschen
in Duisburg jeden Tag pünktlich und sicher von A nach B zu bringen.
Zuverlässigkeit Die DVG konnte die durchschnittliche
Zuverlässigkeit im Busbereich im Jahr 2025 um 3,5 Prozentpunkte auf
97,1 Prozent verbessern. Ein wichtiger Faktor für diese Verbesserung
war dabei der zum Jahresbeginn vollzogene Wechsel eines
Subunternehmers.

Foto DVG
Auch im Schienenbereich gab es wie bereits von 2023
auf 2024 eine deutliche Verbesserung. Die Zuverlässigkeit konnte im
Jahr 2025 um weitere 4,8 Prozentpunkte auf nun 91,1 Prozent
verbessert werden. Diese sehr positive Entwicklung seit dem Jahr
2023 zeigt, dass sich insbesondere in den Bereichen Personal und
Fahrzeugverfügbarkeit die Lage weiter verbessert hat. Als
zuverlässig gilt eine Fahrt, wenn sie vollständig gemäß Fahrplan von
der Anfangs- bis zur Endhaltestelle erfolgt ist.
mehr...
Unternehmen
klimaneutral gestalten Mit dem IHK-Zertifikat fit für
nachhaltiges Wirtschaften Immer mehr Unternehmen
wollen ihre Emissionen senken und klimaneutral handeln. Dafür
brauchen sie Mitarbeiter, die Klimadaten bewerten und eine passende
Strategie entwickeln. Die Niederrheinische IHK bietet dazu vom 15.
September bis 17. Dezember einen Zertifikatslehrgang an.
Der Lehrgang vermittelt Fach- und Führungskräften das notwendige
Wissen für ein wirksames Klimamanagement. Die Teilnehmer lernen, wie
sich betriebliche Emissionen auswirken. Darauf aufbauend erstellen
sie eine CO2-Bilanz und entwickeln Maßnahmen für das eigene
Unternehmen. Außerdem erfahren sie, wie sie ihren Betrieb bei Fragen
zum Klimaschutz unterstützen können und Chancen sowie Risiken einer
Strategie gut bewerten.
Die Weiterbildung findet dienstags
und donnerstags von 14 bis 18 Uhr im Online-Format statt. Weitere
Informationen gibt es bei IHK-Ansprechpartnerin Sabrina Althoff:
0203 2821-382, althoff@niederrhein.ihk.de. Anmeldung direkt unter:
https://www.ihk.de/niederrhein/system/veranstaltungssuche/vstdetails-tmg/6962298/2919736885?terminId=10766
Fitness-Yoga-Kurse starten in Rumeln Für zwei
Fitness-Yoga-Kurse der Volkshochschule Duisburg in Rumeln sind noch
Plätze frei. Beide Kurse starten im September und laufen wöchentlich
bis Dezember dienstags bzw. donnerstags von 19.45 bis 21.15 Uhr im
Gemeindehaus Ulmenhof an der Ulmenstraße 31. Teilnehmende zahlen
72,50 Euro.
Der Kurs richtet sich an Personen, die Yoga und
Fitnesstraining verbinden möchten. Vorkenntnisse sind nicht nötig.
Auch Personen mit Yogaerfahrungen sind willkommen. Eine vorherige
Anmeldung ist notwendig und über die Webseite unter
www.vhs-duisburg.de sowie über die Geschäftsstelle der VHS West,
telefonisch unter 0203 283-984607 oder per E-Mail an vhs-west@stadt-
duisburg.de möglich.
Noch freie Plätze im Kunstkurs in Rheinhausen
Der Kurs „Aquarell- und Ölmalerei“ der Volkshochschule Duisburg
startet am Donnerstag, 3. September, im Unterrichtsgebäude Pavillon
der VHS Duisburg West an der Friedrich-Ebert-Straße 106 in
Rheinhausen. Bis zum 10. Dezember läuft der Kurs wöchentlich von
9.30 bis 12 Uhr.
Teilnehmende zahlen 109 Euro. In dem Kurs
können Personen ohne künstlerische Erfahrungen die Techniken des
Aquarellierens sowie der Ölmalerei erlernen und gemeinsam üben. Auch
erfahrene Kreative sind in der gemischten Gruppe willkommen. Die
Auswahl der Motive erfolgt in Rücksprache mit dem Dozenten und
Künstler Franz Schwarz.
Eine vorherige Anmeldung ist
notwendig und kann über die Homepage der VHS unter
www.vhs-duisburg.de oder über die Geschäftsstelle der VHS West,
telefonisch unter 0203 283-984607 oder per E-Mail an vhs-
west@stadt-duisburg.de erfolgen. Ergebnisse aus vergangenen
Kunstkursen sind aktuell und noch bis 28. August zu den
Öffnungszeiten in der Bezirksbibliothek Rheinhausen, Händelstraße 6,
zu sehen.
Stadtranderholung 2026
Die 74. Ausgabe der „Stadtranderholung“ startet am 10. August. Die
beliebte Ferienfreizeit des Jugendamts bietet an 18 Standorten 1360
Kindern für drei Wochen lang ein buntes Ferienprogramm.
Oberbürgermeister Sören Link, Jo Jonas, Abteilungsleiter des
Fachbereichs Kinder- und Jugendförderung beim Jugendamt, sowie
Mustafa Erkan, Projektleiter der Stadtranderholung, stellen das
diesjährige Konzept sowie das Programm am Mittwoch, 12. August 2026,
um 13 Uhr im Städtischen Kinder- und Jugendzentrum „Robinson
Abenteuerfarm“, Saarstraße 9, 47229 Duisburg-Rheinhausen vor.
Anzahl der MPU-Begutachtungen sinkt weiter Die
Anzahl der Begutachtungen ist weiter
rückläufig. Alkoholauffälligkeit ist weiterhin der Hauptgrund für
eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU). Dies berichtet
die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt), die die
bundesweite Statistik jährlich fortschreibt.

Verteilung der Untersuchungsanlässe von MPU im Jahr 2025;
Prozentzahlen gerundet (Quelle: BASt)
Insgesamt 70.135 MPU
gab es im Jahr 2025 – dies sind fast 7 Prozent weniger als im
Vorjahr. Dabei betrafen die MPU-Gutachten der 15 aktiven amtlich
anerkannten Träger von Begutachtungsstellen für Fahreignung (BfF)
mit rund 40 Prozent am häufigsten Alkohol-Fragestellungen.
Es folgen Gutachten zu den Fragestellungen betreffend „Drogen und
Medikamente“ mit etwa 21 Prozent (2024: 25 Prozent). Bei den
Ergebnissen der MPU gab es gegenüber dem Vorjahr keine relevanten
Veränderungen. Die Quoten blieben unverändert: Von den 70.135
begutachteten Personen waren knapp 58 Prozent „geeignet“ und rund 38
Prozent ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr.
Etwa 4 Prozent erhielten die Empfehlung zur Teilnahme an
einem Kurs zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung. Das
MPU-Gutachten ist die Entscheidungsgrundlage für die
Straßenverkehrsbehörden, ob eine Person zum aktuellen Zeitpunkt zum
Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist und somit eine Fahrerlaubnis
erhalten oder neu erteilt bekommen kann beziehungsweise die
Fahrerlaubnis behalten kann.
Bei spezifischen Anlassgruppen
ist aufgrund des MPU-Gutachtens auch die Empfehlung einer Teilnahme
an einem Kurs zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung möglich.
Dann kann die Fahrerlaubnis, wenn die zuständige Behörde der
Teilnahme an dem Kurs zugestimmt hatte, nach der erfolgreichen
Absolvierung neu erteilt werden.
Stillstand auf der Autobahn: Das gilt bei einer
Vollsperrung Was dürfen Autofahrer bei einer
Vollsperrung, wie die Rettungsgasse richtig gebildet wird und welche
Ausstattung bei langen Wartezeiten hilft
Mitten in der Sommerferienzeit sind viele
Autobahnen besonders stark belastet. Hohes Verkehrsaufkommen,
Baustellen und Unfälle können lange Staus verursachen. Muss eine
Strecke nach einem schweren Unfall oder wegen aufwendiger
Bergungsarbeiten vollständig gesperrt werden, kommt der Verkehr
mitunter für mehrere Stunden zum Erliegen. Für Autofahrer beginnt
dann eine Geduldsprobe, zumal zunächst häufig ungewiss ist, wann es
weitergeht. Der ACV Automobil-Club Verkehr erklärt, wie sich
Autofahrer bei einer Vollsperrung richtig verhalten, was im Stau
erlaubt ist und welche Dinge im Auto nicht fehlen sollten.
Warum werden Autobahnen plötzlich voll gesperrt? Nicht jede
Vollsperrung entsteht überraschend. Grundsätzlich gibt es zwei
verschiedene Arten von Vollsperrungen: geplante und spontane
Sperrungen. Geplante Vollsperrungen gibt es zum Beispiel bei
großen Baustellen, Brückenarbeiten oder wenn eine Fahrbahn erneuert
wird. Sie werden meist frühzeitig angekündigt, etwa über
Verkehrsmeldungen, Umleitungsschilder oder elektronische
Anzeigetafeln.
Anders ist es, wenn eine Autobahn ungeplant
komplett gesperrt werden muss. Dahinter stecken meist ganz
unterschiedliche Ursachen. Typische Gründe sind: schwere
Verkehrsunfälle Gefahrgutunfälle oder ausgelaufene Stoffe
aufwendige Bergungsarbeiten mit Kränen beschädigte Fahrbahnen
oder Brücken extreme Wetterlagen wie Eisregen oder starke Stürme
Wie lange eine Vollsperrung dauert, lässt sich pauschal nicht
vorhersagen. Kleinere Unfälle sind oft innerhalb kurzer Zeit
geräumt. Nach schweren Unfällen, Gefahrgutunfällen oder aufwendigen
Bergungsarbeiten kann eine Sperrung jedoch mehrere Stunden dauern.
Was viele Autofahrer nicht wissen: Nach schweren Unfällen bleibt
eine Autobahn häufig auch deshalb lange gesperrt, weil die Polizei
den Unfall dokumentieren, Spuren sichern und den Unfallhergang
möglichst genau klären muss. Bei besonders schweren oder komplexen
Unfällen können zusätzlich Sachverständige hinzugezogen werden.
Diese wichtige Unfallaufnahme kann die Wartezeit für Autofahrer
zusätzlich verlängern.
Wie verhalten sich Autofahrer bei
einer Vollsperrung richtig? Wenn der Verkehr plötzlich zum
Stillstand kommt, ist zunächst Geduld gefragt. Über die Dauer einer
Vollsperrung gibt es anfangs oft noch keine verlässlichen
Informationen. Verkehrsfunk oder Navigations-Apps informieren jedoch
regelmäßig über die aktuelle Verkehrslage und neue Entwicklungen.
Ganz entscheidend: Die Rettungsgasse muss sofort gebildet
werden, sobald der Verkehr stockt oder nur noch mit
Schrittgeschwindigkeit rollt. Sie entsteht zwischen dem äußerst
linken und dem unmittelbar rechts danebenliegenden Fahrstreifen. Wer
also auf dem linken Fahrstreifen unterwegs ist, weicht nach links
aus. Wer auf einem der übrigen Fahrstreifen unterwegs ist, fährt
nach rechts.
Ebenso wichtig ist es, auch bei stockendem
Verkehr ausreichend Abstand zum Vordermann einzuhalten. Selbst im
Stillstand sollten Autofahrer nicht zu dicht auffahren, damit
Rettungsfahrzeuge notfalls rangieren können.
Gerade am
Stauende besteht ein hohes Risiko durch auffahrende Fahrzeuge. Wenn
Autofahrer bemerken, dass sich der Verkehr abrupt verlangsamt oder
sie sich einem Stauende nähern, sollten sie kurzzeitig den
Warnblinker einschalten. So werden nachfolgende Fahrer frühzeitig
gewarnt.
Und noch ein Punkt, den viele unterschätzen: Auch
wenn sich eine Vollsperrung über Stunden hinziehen kann, sollten
Autofahrer im Fahrzeug aufmerksam bleiben. Der Verkehr kann sich
jederzeit wieder in Bewegung setzen. Fahrer sollten deshalb nicht
einschlafen, sondern jederzeit reagieren können.
Wie lässt
sich die Wartezeit bei einer Vollsperrung vorbereiten? Auf eine
Vollsperrung selbst können sich Autofahrer kaum vorbereiten. Ob
schwerer Unfall oder Bergungsarbeiten: Solche Ereignisse entstehen
meist unerwartet und lassen sich weder vorhersagen noch vermeiden.
Autofahrer können jedoch dafür sorgen, dass sie auch bei einer
mehrstündigen Wartezeit gut versorgt sind.
Schon mit wenigen
Dingen, die dauerhaft im Auto liegen, lassen sich mehrere Stunden
Stillstand deutlich angenehmer überbrücken. Ausreichend Getränke,
haltbare Snacks oder eine Decke können dabei genauso hilfreich sein
wie ein geladenes Smartphone oder wichtige Medikamente.
Besonders wenn Kinder mitfahren, lohnt es sich, eine kleine
Notfallausstattung im Auto zu haben. Viele der Dinge helfen übrigens
nicht nur bei einer Vollsperrung, sondern auch bei einer Panne oder
einem längeren Stau.
Das sollte im Auto dabei sein:
Ausreichend Trinkwasser oder andere alkoholfreie Getränke
Haltbare, energiereiche Snacks, zum Beispiel Müsliriegel oder Nüsse
Ladekabel oder Powerbank für das Smartphone Regelmäßig benötigte
Medikamente Warme Decke oder Jacke, auch im Sommer
Beschäftigung für Kinder, zum Beispiel Bücher, Hörspiele oder kleine
Spiele Feuchttücher, Taschentücher und Müllbeutel
Gegebenenfalls eine kompakte Notfalltoilette, zum Beispiel
Urinbeutel
Ist Aussteigen bei einer Vollsperrung erlaubt?
Wenn eine Vollsperrung mehrere Stunden dauert, möchten viele
Autofahrer zumindest kurz aussteigen, sich die Beine vertreten oder
auf die Toilette gehen. Grundsätzlich gilt jedoch: Das Betreten der
Autobahn ist für Fußgänger verboten. Zulässig ist das Aussteigen
jedoch, wenn eine Unfallstelle abgesichert werden muss. In einer
akuten gesundheitlichen Notlage kann es ebenfalls gerechtfertigt
sein, das Fahrzeug zu verlassen.
Bei langen Vollsperrungen
wird kurzes Aussteigen in der Praxis mitunter zwar geduldet. Eine
grundsätzliche Erlaubnis besteht jedoch nicht. Wer das Fahrzeug
aufgrund einer besonderen Situation dennoch kurz verlassen muss,
sollte in unmittelbarer Nähe bleiben, die Rettungsgasse jederzeit
freihalten und die Autobahn nicht zum Aufenthaltsort machen, etwa
für Spaziergänge, das Gassigehen mit dem Hund oder das Aufstellen
von Campingstühlen.
Toilette im Wohnmobil: Was gilt bei einer
Vollsperrung? Für Mitfahrer bietet ein Wohnmobil mit einer vom
Innenraum zugänglichen Toilette bei einer Vollsperrung einen
praktischen Vorteil: Bei längerem vollständigem Stillstand kann die
Toilette genutzt werden, ohne das Fahrzeug zu verlassen und die
Autobahn zu betreten. Ein Fahrer sollte währenddessen aber am Steuer
bleiben und jederzeit bereit sein, wieder anzufahren.
Sobald
sich der Verkehr bewegt, müssen alle Insassen auf den dafür
vorgesehenen Sitzplätzen sitzen und angeschnallt sein. Der Gang zur
Toilette ist während der Fahrt nicht erlaubt.
Bei einem
Wohnwagen ist die Situation anders. Um dessen Toilette zu erreichen,
müssten die Insassen das Zugfahrzeug verlassen und die Autobahn
betreten. Das ist grundsätzlich verboten. Die Toilette im Wohnwagen
sollte während einer Vollsperrung deshalb nicht genutzt werden.
Darf der Standstreifen bei einer Vollsperrung genutzt werden?
Grundsätzlich nein. Der Standstreifen ist für Pannenfahrzeuge und
Rettungskräfte freizuhalten und darf nicht zum Umfahren des Staus
genutzt werden. Ausnahmen gelten, wenn Verkehrszeichen die Nutzung
erlauben, die Polizei ausdrücklich dazu auffordert oder ein
Ausweichen auf den Standstreifen erforderlich ist, um eine
Rettungsgasse zu bilden.
Eigenmächtiges Wenden und
Rückwärtsfahren sind ebenfalls verboten. Nur wenn die Polizei die
Fahrzeuge bei einer länger andauernden Vollsperrung kontrolliert
zurückführt, darf ihren ausdrücklichen Anweisungen gefolgt werden.
Wer den Standstreifen als schnellen Ausweg missbraucht, riskiert
empfindliche Bußgelder. Außerdem können lebensrettende Minuten für
schwer verletzte Personen verloren gehen, wenn Autofahrer diese
wichtige Rettungsstraße blockieren.
Darf der Motor bei einer
Vollsperrung laufen? Ist absehbar, dass es bei einer Vollsperrung
längere Zeit nicht weitergeht, sollten Autofahrer den Motor
ausschalten. Fahrzeugmotoren dürfen im Stand nicht unnötig laufen,
um vermeidbare Abgase und unnötigen Lärm zu vermeiden. Außerdem
lässt sich so Kraftstoff sparen.
Bei extremer Hitze oder
Kälte kann der Betrieb von Klimaanlage oder Heizung jedoch
erforderlich sein, um gesundheitliche Gefahren zu vermeiden. Der
Motor sollte dann nur so lange wie unbedingt nötig laufen.
Wichtig zu wissen: Wer ein Smartphone, Tablet oder ein anderes
elektronisches Gerät in die Hand nehmen möchte, darf dies nur tun,
wenn das Fahrzeug steht und der Motor vollständig ausgeschaltet ist.
Das automatische Abschalten durch eine Start-Stopp-Automatik genügt
ebenso wenig wie das bloße Ruhen des elektrischen Antriebs eines
E-Autos.
Heizungsförderung nach Reform:
Stadtwerke beraten zum Umstieg auf die Wärmepumpe
der Reform des Gebäudeenergiegesetzes
(GEG) zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) und der Anpassung der
Bundesförderung für klimafreundliche Heizungen haben sich die
Rahmenbedingungen für Eigentümerinnen und Eigentümer verändert. Wer
jetzt auf eine Wärmepumpe umsteigt, kann – abhängig von der
persönlichen Situation – weiterhin von einer Förderung von bis zu 80
Prozent beziehungsweise maximal 22.400 Euro profitieren.
Die
Stadtwerke Duisburg unterstützen Hauseigentümer mit einer
umfassenden Beratung und begleiten sie von der ersten Einschätzung
bis zur erfolgreichen Förderantragstellung.

Die gesetzlichen Vorgaben zur Förderung von Wärmepumpen haben sich
geändert. Die Stadtwerke Duisburg beraten Kundinnen und Kunden beim
Umstieg auf eine neue Heizungsanlage. Quelle: Stadtwerke Duisburg
„Die gesetzlichen Änderungen werfen bei vielen Menschen Fragen
auf. Unser Ziel ist es, Orientierung zu geben und gemeinsam die
wirtschaftlich sinnvollste Lösung für jedes Zuhause zu finden“,
erklärt Manuel Braun, Energieberater bei den Stadtwerken Duisburg.
Die staatliche Förderung setzt sich aus verschiedenen Komponenten
zusammen. Alle Eigentümer erhalten eine Grundförderung von 30
Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Hinzu kommen – je nach
individueller Situation – weitere Zuschläge.
Selbstnutzende
Eigentümer können beim Austausch einer funktionstüchtigen Öl-,
Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung beziehungsweise einer
mindestens 20 Jahre alten Gas- oder Biomasseheizung einen
Klimageschwindigkeitsbonus von derzeit 16 Prozent erhalten.
Zusätzlich gibt es einen Einkommensbonus, der sich nach dem zu
versteuernden Haushaltseinkommen richtet. Er beträgt: bis 30.000
Euro: 40 Prozent, bis 40.000 Euro: 30 Prozent, bis 50.000
Euro: 10 Prozent.
Familien mit mindestens einem
minderjährigen Kind profitieren zudem von einer einmaligen Anhebung
der maßgeblichen Einkommensgrenze um 10.000 Euro.
Änderungen
machen frühe Entscheidungen attraktiv Mit der Reform wurden
jedoch auch Förderbestandteile reduziert oder gestrichen. So sinken
die maximal förderfähigen Investitionskosten von bisher 30.000 Euro
auf 28.000 Euro. Ab dem 1. Februar 2027 reduziert sich dieser Betrag
halbjährlich um weitere 750 Euro. Auch der
Klimageschwindigkeitsbonus wird schrittweise abgesenkt: Er beträgt
derzeit 16 Prozent, verringert sich ab Februar 2027 alle sechs
Monate um vier Prozentpunkte und entfällt ab August 2028
vollständig.
Nicht mehr
verfügbar sind der bisherige Effizienzbonus für bestimmte
Wärmepumpen, der Emissionsminderungszuschlag für Biomasseheizungen
sowie der iSFP-Bonus für Heizungsmaßnahmen. „Wer ohnehin einen
Heizungstausch plant, sollte sich frühzeitig beraten lassen. So
lassen sich die aktuell noch hohen Fördermöglichkeiten optimal
nutzen“, sagt Manuel Braun.
Die Heizungsförderung richtet
sich ausschließlich an Eigentümerinnen und Eigentümer. Mieter,
Pächter oder Inhaber eines Dauerwohnrechts können den Zuschuss nicht
selbst beantragen.
Beratung und Unterstützung aus einer Hand
Die Stadtwerke Duisburg begleiten ihre Kundinnen und Kunden während
des gesamten Projekts – von der ersten technischen und
wirtschaftlichen Bewertung über die Auswahl einer geeigneten
Wärmepumpe bis hin zur Beantragung der Förderung. Für den
Förderantrag bei der KfW helfen die Stadtwerke dabei, die
erforderliche Bestätigung zum Antrag (BzA) einschließlich der
notwendigen BzA-ID bereitzustellen.
Für Anträge, die bis zum
20. Juli 2026 mit gültiger BzA eingereicht oder bewilligt wurden,
gelten im Rahmen des Vertrauensschutzes weiterhin die bisherigen
Förderbedingungen. Für alle neuen Vorhaben empfiehlt sich eine
zeitnahe Entscheidung, bevor die schrittweise Absenkung der
Förderungen Anfang 2027 beginnt.
Ab dem ersten Quartal 2027
wird die Förderung um einen neuen Wertschöpfungsbonus ergänzt. Für
Wärmepumpen, die außerhalb der Europäischen Union produziert werden,
reduziert sich dann die Grundförderung auf 15 Prozent. Geräte aus
europäischer Produktion behalten die volle Grundförderung von 30
Prozent. Der Herstellungsort gewinnt damit künftig zusätzlich an
Bedeutung.
Kombination mit einer PV-Anlage besonders
wirtschaftlich Besonders wirtschaftlich wird der Umstieg auf eine
Wärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaikanlage, einem
Batteriespeicher und einer Wallbox. So kann ein großer Teil des
benötigten Stroms selbst erzeugt und direkt genutzt werden – für
mehr Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen und einen
nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz.
Weitere Informationen
und individuelle Beratung erhalten Interessierte bei den Stadtwerken
Duisburg im Internet unter www.swdu.de/waermepumpe oder telefonisch
bei den Energieberatern der Stadtwerke Duisburg unter 0203 – 604
1111 (montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 16 Uhr).
Wirtschaft unterstützt Idee einer Niedrigwasser-Taskforce -
IHKs veröffentlichen Umfrage zu Niedrigwasser-Auswirkungen
149 Zentimeter zeigt der Pegel in Duisburg-Ruhrort an. So wenig
Wasser führte der Rhein noch nie. Bundesweit zeigen die Pegel
historische Tiefstände an. Die Wirtschaft meldet Notstand, zeigt
eine Umfrage der IHKs entlang des Rheins. Drei Viertel der
Unternehmen sind vom Niedrigwasser betroffen, Tendenz steigend. Die
IHKs fordern 2,5 Milliarden Euro jährlich für die Wasserstraße. Sie
unterstützen die Idee von NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer für
eine Niedrigwasser-Taskforce.

Historisches Niedrigwasser: 149 Zentimeter in Duisburg-Ruhrort.
Foto: Niederrheinische IHK/Eugen Shkolnikov
„Was noch vor
Wochen auf ein Binnenschiff passte, muss heute aufgeteilt werden.
Lieferketten geraten unter Druck, Transporte werden teurer.
Unternehmen weichen vermehrt auf Straße und Schiene aus. Aber dafür
sind die Gütermengen zu groß“, sagt Werner Schaurte-Küppers,
Präsident der Niederrheinischen IHK. Und weiter: „Diese Situation
kam mit Ansage. Seit dem letzten Extrem-Niedrigwasser 2018 ist zu
wenig passiert.
Wirtschaft und Verbraucher zahlen jetzt die
Rechnung. Kurzfristig hoffen wir auf Niederschlag. Langfristig
braucht der Wirtschaftsstandort eine krisenfeste Wasserstraße. Dafür
werden Milliarden benötigt und der notwendige politische Willen. Wir
unterstützen den Vorschlag von NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer
einer Niedrigwasser-Taskforce. Bund, Länder, Wirtschaft und Häfen
müssen gemeinsam handeln. Erreichbar zu sein, ist das A und O für
unsere Wirtschaft.“
„Niedrigwasser ist kein regionales
Problem“ „Niedrigwasser ist kein regionales Problem. Es ist ein
Risiko für industrielle Lieferketten und die wirtschaftliche
Entwicklung in ganz Deutschland und darüber hinaus“, verdeutlicht
Davor Sertic, Präsident der Union Europäischer Industrie- und
Handelskammern für Verkehr und Mobilität (UECC).
Er erklärt:
„Gerade für den Rhein sind schnellere Planungs- und
Genehmigungsverfahren nötig, um die Fahrrinne zu optimieren. Auch
weitere Maßnahmen aus dem Aktionsplan Niedrigwasser Rhein muss der
Bund konsequent umsetzen – wie die Förderung von Schiffen mit
geringem Tiefgang.“
Drei Viertel der Unternehmen betroffen
Die IHK-Umfrage zeigt das Ausmaß des Rhein-Rekordtiefs: 78
Prozent der Unternehmen melden höhere Kosten. 72 Prozent müssen ihre
Logistikprozesse umstellen. Fast jedes dritte Unternehmen schränkt
bereits die Produktion ein, sechs Prozent haben Produktionsprozesse
gestoppt. 13 Prozent sehen die Existenz ihres Standortes gefährdet.
Besonders deutlich zeigt sich die Belastung bei den
Logistikkosten: Gut die Hälfte der Unternehmen verzeichnet einen
Anstieg um mindestens 25 Prozent. Bei knapp einem Drittel sind die
Logistikkosten um 50 Prozent oder mehr gestiegen. Besonders anfällig
für Einschränkungen auf dem Rhein sind rohstoff- und
transportintensive Branchen. Entlang des Flusses befinden sich
bedeutende Standorte der Stahl-, Chemie-, Mineralöl-, Maschinenbau-
sowie Getreide- und Futtermittelwirtschaft. Diese Unternehmen sind
auf den zuverlässigen Transport großer Gütermengen angewiesen.
Das Niedrigwasser könnte auch künftige Logistik- und
Investitionsentscheidungen beeinflussen. Rund ein Drittel will
künftig weniger Güter mit dem Schiff transportieren lassen. Rund ein
Viertel plant, die Lagerhaltung anzupassen.
IHKs fordern 2,5
Milliarden für Wasserstraße Die IHKs fordern höhere Investitionen
des Bundes in die Wasserstraßen. „Es sind jährlich 2,5 Milliarden
Euro nötig, also mehr als eine Milliarde mehr als aktuell. Ziel ist
es, damit die Wasserstraße zu modernisieren, die Fahrrinne des Rhein
zu optimieren und Forschung voranzutreiben. Das ist gut angelegtes
Geld.
2018 dämpfte das Niedrigwasser die deutsche
Industrieproduktion zeitweise um rund 1,5 Prozent“, so Fabian
Griewel, Verkehrsexperte der Niederrheinischen IHK. Nach
Berechnungen des Kiel Instituts für Weltwirtschaft kostete es
Deutschland rund 0,4 Prozentpunkte Wirtschaftsleistung. Auch dieses
Jahr drohen erneut erhebliche gesamtwirtschaftliche Schäden, so die
IHKs am Rhein.
Hintergrundinformationen zur Umfrage Die
Unternehmensbefragung der IHKs entlang des Rheins wurde vom 29. Juli
bis zum 4. August durchgeführt. Beteiligt haben sich deutlich über
150 Unternehmen aus allen Rheinabschnitten und sämtlichen
Größenklassen. Mehr als drei Viertel der teilnehmenden Betriebe
stammen aus den Bereichen Logistik sowie Industrie.

14 % der Rentnerinnen und Rentner im Alter von 65 bis 74 Jahren
sind erwerbstätig
• Rentner (16 %) sind häufiger erwerbstätig als Rentnerinnen (11 %)
• Knapp zwei Drittel (65 %) der abhängig beschäftigten Rentnerinnen
und Rentner sind geringfügig beschäftigt • Knapp zwei Drittel
(65 %) der erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner arbeiten weniger
als 20 Stunden in der Woche
Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten, obwohl sie bereits eine
Altersrente beziehen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach
Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 mitteilt, waren 14 % der
Rentnerinnen und Rentner im Alter von 65 bis 74 Jahren hierzulande
erwerbstätig. Ein Jahr zuvor hatte ihr Anteil noch bei 13 % gelegen.
Rentner (16 %) gingen zuletzt häufiger einer Arbeit nach als
Rentnerinnen (11 %).
Anteil der erwerbstätigen Rentnerinnen
und Rentner sinkt mit dem Alter und steigt mit dem Bildungsniveau
Der Anteil der erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner nimmt mit
zunehmendem Alter kontinuierlich ab. So arbeitete von den 65- und
66-jährigen Rentenbeziehenden knapp ein Fünftel (19 %), von den 73-
und 74-jährigen Rentnerinnen und Rentnern gingen noch 8 % einer
Arbeit nach.

Auch zwischen dem Bildungsniveau und der Erwerbstätigkeit im
höheren Alter gibt es einen Zusammenhang: Während 18 % der
Rentenbeziehenden mit höherem Bildungsniveau erwerbstätig waren, lag
der Anteil unter Rentnerinnen und Rentnern mit mittlerem oder
niedrigerem Bildungsniveau bei 12 % beziehungsweise 10 %. Ein Grund
dafür könnte sein, dass Rentnerinnen und Rentner mit höherem
Bildungsniveau häufiger aufgrund
der Freude an der Tätigkeit weiterarbeiten.
Gut ein
Viertel (27 %) der erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner ist
selbständig tätig Insgesamt arbeiteten 73 % der erwerbstätigen
Rentnerinnen und Rentner als abhängig Beschäftigte, 27 % waren
selbstständig tätig. Knapp zwei Drittel (65 %) der abhängig
beschäftigten Rentnerinnen und Rentner gaben an, geringfügig
beschäftigt zu sein.
Als geringfügig beschäftigt galten im
Jahr 2025 Personen, die im Monat maximal 556 Euro verdienten
(Minijob, "Ein-Euro-Job“) oder höchstens drei Monate beziehungsweise
maximal 70 Arbeitstage im Jahr einer Beschäftigung nachgingen.
13 % der erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner arbeiten mehr
als 40 Wochenstunden In der Regel arbeiten Rentnerinnen und
Rentner mit reduziertem Stundenumfang: 40 % gingen normalerweise
weniger als 10 Stunden in der Woche einer Erwerbstätigkeit nach. Ein
Viertel (25 %) arbeitete 10 bis unter 20 Wochenarbeitsstunden. 12 %
der Rentenbeziehenden mit einer Arbeit übten diese 20 bis unter
30 Stunden in der Woche aus. Bei 9 % waren es 30 bis unter
40 Stunden.
13 % der erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner
hatten eine Arbeitswoche mit mehr als 40 Stunden. Selbstständige
Rentnerinnen und Rentner (28 %) arbeiteten dabei häufiger mehr als
40 Stunden in der Woche als abhängig beschäftigte Rentenbeziehende
(8 %).

NRW-Industrie: Produktion im Juni 2026 um 2,4 % gesunken
* Energieintensive um –3,7 % und übrige Industrie um –1,6 %
gegenüber Mai 2026 gesunken * Energieintensive Branchen
ausnahmslos rückläufig * Pharmazie mit 8,8 % im Plus –
Maschinenbau mit 7,0 % im Minus
Die Produktion der
NRW-Industrie ist im Juni 2026 nach vorläufigen
Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt um 2,4 % gegenüber Mai
2026 gesunken. Wie das StatistischesLandesamt mitteilt, sank die
Produktion in den energieintensiven Wirtschaftszweigen um 3,7 %. Die
Produktion in der übrigen Industrie war gegenüber dem entsprechenden
Vormonat mit −1,6 % ebenfalls rückläufig.

Energieintensive Branchen ausnahmslos rückläufig Im
Vergleich zu Mai 2026 waren in NRW für die energieintensiven
Branchen im Juni 2026 ausnahmslos rückläufige Entwicklungen zu
beobachten: Innerhalb der energieintensiven Branchen wurde für
die Metallerzeugung und -bearbeitung ein Produktionsrückgang von
3,9 % ermittelt.
Die chemische Industrie vermeldete ein
Produktionsminus von 3,8 %. In der Kokerei- und
Mineralölverarbeitung belief sich der Rückgang auf 3,4 %. Pharmazie
mit Produktionsanstieg – Maschinenbau mit Rückgang In den Branchen
der übrigen Industrie zeigten sich hingegen unterschiedliche
Entwicklungen: Im Bereich Herstellung von pharmazeutischen
Erzeugnissen wurde im Vergleich zum Vormonat ein Produktionsplus von
8,8 % erzielt.
Die Produktionsleistung im sonstigen
Fahrzeugbau stieg um 4,7 % und die in der Herstellung von
Bekleidung um 4,0 %. Der Maschinenbau verzeichnete hingegen einen
Produktionsrückgang von 7,0 %. Die Herstellung von elektrischen
Ausrüstungen musste Produktionseinbußen in Höhe von 3,9 % hinnehmen
und die Herstellung von Metallerzeugnissen konstatierte einen
Rückgang von 2,7 %.
Im Vergleich zu Februar 2022, zu Beginn
des Krieges in der Ukraine, sank die Produktion im Juni
2026 insgesamt um 16,3 % (−18,2 % in der energieintensiven
Industrie; −15,2 % in der übrigen Industrie). Wie das Statistische
Landesamt weiter mitteilt, lag der revidierte kalender- und
saisonbereinigte Wert für den Berichtsmonat Mai 2026 um 0,6 % unter
dem Vormonatswert.
26 Talente sind bei den Wirtschaftsbetrieben ins Berufsleben
gestartet Zum Start des neuen Ausbildungsjahres am 3.
August 2026 wurden bei den Wirtschaftsbetrieben Duisburg insgesamt
26 neue Auszubildende begrüßt. In insgesamt acht verschiedenen
Berufsbildern – von der Ausbildung zur Bautechnischen Konstrukteurin
beziehungsweise zum Bautechnischen Konstrukteur in der Fachrichtung
Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau bis hin zu den Ausbildungen
zur Umwelttechnologin beziehungsweise zum Umwelttechnologen für
Kreislauf- und Abfallwirtschaft sowie für Rohrleitungsnetze und
Industrieanlagen haben die Nachwuchskräfte ihre berufliche Laufbahn
begonnen.
In den kommenden Jahren begleitet das Unternehmen
die jungen Talente praxisnah, engagiert und mit vielfältigen
Zukunftsperspektiven auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen
Berufsabschluss.
„Wir freuen uns sehr, auch in diesem Jahr
wieder zahlreiche motivierte Nachwuchskräfte bei den
Wirtschaftsbetrieben Duisburg willkommen zu heißen“, erklärt
Catharina Schäfer, Arbeitsgruppenleiterin Aus- und
Weiterbildung/Personalentwicklung. „Mit unserem vielseitigen
Ausbildungsangebot ermöglichen wir engagierten Menschen einen
qualifizierten Einstieg ins Berufsleben und gewinnen zugleich
Fachkräfte, die die Zukunft unseres Unternehmens mit neuen Ideen
tatkräftig mitgestalten werden.“

Copyright: WBD / Nikolay Dimitrov
Im Rahmen einer
zweitägigen Willkommensveranstaltung begrüßt das Ausbildungsteam die
neuen Kolleginnen und Kollegen im WBD-Team. Dabei erhalten die
Auszubildenden einen umfassenden Einblick in die vielfältigen
Aufgabenbereiche der Wirtschaftsbetriebe Duisburg und lernen die
Unternehmenswerte sowie wichtige Ansprechpersonen kennen. Zugleich
bietet die Veranstaltung zahlreiche Gelegenheiten, sich mit den
Ausbilderinnen und Ausbildern und dem Ausbildungsteam auszutauschen
und erste Kontakte zu knüpfen.
„Uns ist wichtig, dass sich
unsere neuen Auszubildenden von Beginn an gut aufgehoben fühlen und
schnell im Unternehmen ankommen“, ergänzt Catharina Schäfer. „Die
gemeinsamen Willkommenstage schaffen dafür eine gute Grundlage und
stärken frühzeitig den Austausch sowie das
Zusammengehörigkeitsgefühl.“
Für den Ausbildungsstart 2027
suchen die Wirtschaftsbetriebe Duisburg erneut engagierte Talente
für zahlreiche Ausbildungsberufe. Über die Karriereseite
www.wir-und-du.de finden Interessierte weitere Informationen zu den
angebotenen Ausbildungsberufen und zu den Wirtschaftsbetrieben
Duisburg als Arbeitgeberin.
ADAC Stauprognose: 7. bis 9. August - Rückreisewelle gewinnt an
Fahrt / Volle Autobahnen in alle Richtungen
m zweiten Augustwochenende müssen sich
Autofahrerinnen und Autofahrer auf ein sehr hohes Verkehrsaufkommen
einstellen. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland enden die
Sommerferien, während sie in zahlreichen weiteren Bundesländern und
vielen europäischen Nachbarstaaten noch andauern. Dadurch überlagern
sich Hin- und Rückreiseverkehr. Dadurch sind gleichzeitig zahlreiche
Urlauber auf der Hin- und Rückreise unterwegs. Staus auf den
wichtigsten Fernstraßen sind nahezu unvermeidlich.
Besonders
dicht wird der Verkehr am Freitagnachmittag und -abend auf den
Strecken in Richtung Süden, Alpen sowie Nord- und Ostsee. Der
Rückreiseverkehr erreicht seinen Höhepunkt am Sonntagnachmittag und
-abend, vor allem aus dem Süden, von den Küsten und aus den
Nachbarländern.
Bei schönem Wetter sorgen zudem zahlreiche
Tagesausflügler in Richtung Alpen, Mittelgebirge, Küsten und Seen
sowie viele Sommerfeste und Großveranstaltungen – darunter der
Hamburger Sommerdom – für zusätzliche Belastungen. Hinzu kommen rund
1.000 Autobahnbaustellen, die den Verkehrsfluss weiter erschweren.
Die staureichsten Fernstrecken in Deutschland: A1 zwischen
Lübeck, Hamburg, Bremen, Dortmund und Köln A2 Dortmund – Hannover
– Magdeburg A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg –
Nürnberg – Passau A5 Kassel – Frankfurt sowie Heidelberg –
Karlsruhe – Basel A6 Mannheim – Heilbronn A7 Hamburg –
Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte A8 Karlsruhe –
Stuttgart – München – Salzburg A9 Halle/Leipzig – Nürnberg –
München A10 Berliner Ring A11, A12 und A13 vom Berliner Ring
in Richtung Polen und Dresden A17 Dresden – Prag A20 Lübeck –
Rostock A81 Singen – Stuttgart A95 München –
Garmisch-Partenkirchen A96 Lindau – München A99 Autobahnring
München
Auch auf den wichtigsten Reiserouten in Österreich,
der Schweiz und Italien ist die Staugefahr hoch. In Österreich sind
besonders die West Autobahn (A1), die Tauern Autobahn (A10), die
Inntal Autobahn (A12) und die Brenner Autobahn (A13) sowie die
Fernpassroute (B179) betroffen. Auf der A13 sorgen die
Sanierungsarbeiten an der Luegbrücke weiterhin für Behinderungen.
In der Schweiz sind vor allem die Gotthard-Route (A2) und die
San-Bernardino-Route (A13) sowie die Autobahnen A1 und A3 stark
belastet. In Italien bleiben die Brennerroute (A22) und die
Verbindung Mailand – Genua (A9/A7) staugefährdet.
Um den
Ausweichverkehr durch Ortschaften zu verhindern, gelten bei Stau auf
mehreren Strecken Abfahrtssperren. In Deutschland betrifft dies
unter anderem die A7 im Landkreis Ostallgäu, die A8 in den
Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach, die A93
Inntalautobahn sowie die B2 und B23 im Landkreis
Garmisch-Partenkirchen.
Auch in Österreich sind an Samstagen
sowie Sonn- und Feiertagen zahlreiche Ausweichstrecken in Tirol für
den Durchgangsverkehr gesperrt.
Für Lkw über 7,5 Tonnen
gelten bis zum 31. August auf vielen Autobahnen und ausgewählten
Bundesstraßen zusätzliche Ferienfahrverbote an Samstagen von 7 bis
20 Uhr. Bei der Einreise nach Deutschland kann es aufgrund der
Grenzkontrollen ebenfalls zu Wartezeiten kommen. Weitere
Informationen finden Sie auf
www.adac.de.
Kraftstoffpreise im Juli: Diesel
verteuert sich um fast 28 Cent ADAC Auswertung: Super
E10-Preis steigt innerhalb von drei Wochen um mehr als 15 Cent /
ADAC kritisiert Preispolitik der Mineralölkonzerne Die
Kraftstoffpreise sind im Juli drastisch gestiegen. Die aktuelle ADAC
Auswertung der Kraftstoffpreise im vergangenen Monat verdeutlicht,
dass insbesondere der Preis für Dieselkraftstoff im Monatsverlauf
massiv zugelegt hat. Kostete ein Liter Diesel am 5. Juli im
Tagesmittel noch 1,946 Euro, mussten die Autofahrerinnen und
Autofahrer am 31. Juli im Schnitt 2,225 Euro bezahlen und damit 27,9
Cent mehr.
Der Preis für Super E10 hat sich im Vergleich zu
den ersten Tagen des Monats ebenfalls stark erhöht: Am 1. Juli, dem
günstigsten Tag des Monats, lag der Preis bei 2,016 Euro. Am 23.
Juli, dem teuersten Tag, kostete der Liter Super E10 mit 2,168 Euro
immerhin 15,2 Cent mehr.
Kraftstoffpreise im Juli 2026:

Im Monatsmittel musste man für einen Liter Super E10 2,099 Euro
bezahlen. Damit lag der Preis nur noch einen Cent unter dem
monatlichen Allzeithoch vom April 2026 mit 2,109 Euro. Für Diesel
waren im Schnitt im Juli 2,097 Euro fällig und damit aber noch ein
gutes Stück weniger als im Rekordmonat April, als ein Liter 2,263
Euro kostete.
Der ADAC kritisiert den Preisanstieg in den
vergangenen Wochen deutlich. Laut Mobilitätsclub stieg zwar der
Rohölpreis zum 23. Juli kurzzeitig wieder auf über 100 US-Dollar je
Barrel, doch obwohl er zum Monatsende auf deutlich unter 90
US-Dollar gesunken ist, gaben die Spritpreise nicht entsprechend
nach oder stiegen sogar weiter. Dieser Sachverhalt muss aus Sicht
des ADAC vom Bundeskartellamt untersucht und dabei insbesondere die
Raffinerie- und Großhandelspreise kritisch überprüft werden.
Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die
Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die
aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland
vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und
aktuelle Preise gibt es unter
www.adac.de/tanken.
VHS-Sommerkurs „Boule“ in
Kooperation mit dem Homberger Turnverein Die
Volkshochschule Duisburg bietet im August einen Boule- bzw.
Pétanquekurs für Neulinge an. Der Kurs findet dreimal mittwochs am
12., 19. sowie am 26. August, jeweils von 17.30 bis 19 Uhr auf dem
schattigen Sportgelände am Friesenplatz 1 in Duisburg-Homberg statt.
In dem dreiteiligen Kurs auf den
Ligabahnen des Homberger Turnvereins stehen Regelkunde, Wurftechnik
und Spieltaktik auf dem Programm. Das Präzisionsspiel erfordert
Konzentration und strategische Entscheidungen. In jedem Spiel kommt
es zu Situationen, in denen eine gute Regelkunde notwendig ist.
Teilnehmende lernen auch, Spielsituationen besser zu erkennen
und regelgerecht zu entscheiden. Fairplay und die Fähigkeit, im Team
aufmerksam zu beobachten und konstruktiv miteinander Spielstrategien
zu entwickeln, sind feste Bestandteile der Veranstaltung. Dozent des
Kurses ist Michael von Parzotka, Abteilungsleiter Boule beim
Homberger Turnverein.
Der Kurs findet in einer Gruppe von
maximal zwölf Personen statt. Sofern vorhanden können eigene
Boulekugeln mitgebracht werden. Es stehen aber auch Leihkugeln zur
Verfügung. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Die Kursgebühr
beträgt 58 Euro. Eine vorherige Anmeldung unter
http://www.vhs-duisburg.de ist notwendig. Weitere Informationen zur
Anmeldung gibt es telefonisch unter 0203 283-984607 oder per E-Mail
an vhs-west@stadt-duisburg.de.
KI-Erfolgsgeschichte aus der Logistik in Duisburg: Wahl & Co. und 5U
AI startport begleitet erfolgreiche KI-Kooperation
zwischen 5U AI und Wahl & Co. Eine durch startport vermittelte
Zusammenarbeit zwischen der HERO GROUP, Wahl & Co. und 5U AI zeigt,
wie Künstliche Intelligenz (KI) in der Logistik konkrete Entlastung
schaffen kann.
Der eingesetzte sogenannte „AI Worker“
(KIMitarbeitende) automatisiert wiederkehrende
Kommunikationsprozesse mit Geschäftspartnern und beantwortet viele
Anfragen direkt aus dem Transport Management System. Bereits in der
ersten Live-Woche bearbeitete die Lösung 182 Tickets und steigerte
die eigenständige System-Bearbeitung innerhalb weniger Tage
deutlich.
Künstliche Intelligenz entfaltet ihren größten
Wert dort, wo sie reale operative Herausforderungen löst. Genau das
zeigt die Zusammenarbeit zwischen 5U AI, Wahl & Co. und startport:
In nur einer Woche Live-Betrieb bearbeitete ein selbstlernender AI
Worker von 5U AI bereits 182 Anfragen im Tagesgeschäft von Wahl &
Co. und entwickelte sich dabei kontinuierlich weiter.
Die
Herausforderung: Hohes Anfragevolumen unter Zeitdruck Bei Wahl & Co.
gehen regelmäßig Anfragen von Geschäftspartnern ein. Da die
bestehenden Systeme weder über eine moderne API noch über
automatische Benachrichtigungen verfügen, mussten Anfragen bislang
manuell geöffnet, im Transport Management System (TMS) recherchiert
und anschließend beantwortet werden. Hinzu kommt ein enges
Service-Level-Agreement mit einer Antwortzeit von zwei Stunden.
Für das Customer-Service-Team bedeutete dies einen hohen
operativen Druck, repetitive Bildschirmarbeit und einen Prozess, der
bislang vor allem über zusätzliche personelle Kapazitäten skalierbar
war. Die Lösung: Ein digitaler Mitarbeiter für bestehende Systeme 5U
AI setzte dafür einen AI Worker in der bestehenden Systemund
Kommunikationsumgebung von Wahl & Co. ein.
Der digitale
Mitarbeitende liest eingehende Anfragen, gleicht relevante
Informationen mit dem TMS ab, fügt bei Bedarf notwendige Dokumente
hinzu und beantwortet die Anfragen automatisiert.
Auch ohne
technische Schnittstelle kann der AI Worker über einen sicheren
Browserzugang auf die erforderlichen Systeme zugreifen und die
Arbeitsschritte wie ein Mensch ausführen. Gleichzeitig bleiben die
Kolleg:innen in den Prozess als Kontrollinstanz eingebunden: Die
Lösung funktioniert mit menschlicher Aufsicht, erkennt neue
Anfragetypen und überführt wiederkehrende Muster in skalierbare
Regeln.

v. L. n. R. Fehmi Şener (Co-Founder/ CTO 5U AI), Jonas Poorthuis
(Assistent der Geschäftsführung Wahl & Co.), Yagiz Agit (Co-Founder/
CEO 5U AI).
mehr...
Blick über den Zaun
RWE und Google vereinbaren Solarstrom-Abnahmevertrag in
Oklahoma RWE und Google haben einen 15-jährigen
Stromabnahmevertrag für das Solarprojekt Crooked Creek im McCurtain
County in Oklahoma abgeschlossen. Das Projekt mit einer Kapazität
von 155 Megawatt ist das erste RWE-Solarprojekt in diesem
US-Bundesstaat.
Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr
beginnen; für 2028 ist die Inbetriebnahme geplant. Der Solarpark
wird künftig die Google-Standorte im Netzgebiet mit Strom versorgen
und zugleich zur wirtschaftlichen Entwicklung von McCurtain County
und der umliegenden Gemeinden beitragen. idr
Zwölf
Löwen im Zoo Dortmund geboren Nachwuchs bei den Löwen
im Zoo Dortmund: Gleich zwölf Jungtiere haben die beiden
fünfjährigen Löwinnen Zuri und Saba Ende Juli zur Welt gebracht.
Vater aller Tiere ist der sechsjährige Boeti. Jede Löwin lebt mit
ihren Jungtieren in einer eigenen Wurfbox hinter den Kulissen des
Löwenhauses.
Das Zoo-Team beobachtet die Tiere und greift
nur dann ein, wenn es nötig wird. So können die Mütter eine enge
Bindung zu ihren Jungen aufbauen. Da die jungen Familien weiterhin
viel Ruhe brauchen, bleibt das Löwenhaus vorerst geschlossen. Auch
vor der Außenanlage sollen sich keine größeren Gruppen sammeln,
damit laute Geräusche die Tiere nicht beunruhigen.
Die Internationale Union zur Bewahrung der Natur stuft Löwen als
gefährdet ein. In einigen afrikanischen Ländern sind sie bereits
ausgestorben. Der Löwennachwuchs ist daher ein Beitrag zum
internationalen Artenschutz. idr - Infos:
http://www.dortmund.de/zoo
Ressourcen-(V)acation für Eltern - Beratungsstelle lädt
zum kostenfreien Kurs nach Hamborn Duisburg, 4.
August 2026 - Die Anforderungen des Alltags führen oft zu Stress.
Für Eltern mit Kindern ist diese Belastung oft besonders groß. Das
weiß auch Dipl.- Sozialpädagogin Julia Tacir von der Evangelischen
Beratungsstelle Duisburg / Moers und lädt deshalb Eltern aus
Duisburg zu einer stärkenden Auszeit mit den eigenen Ressourcen ein.
In dem kostenfreien Kurs „Ressourcen-(V)acation“ hilft die
systemische Familientherapeutin den Teilnehmenden dabei, wie sie
eigene Bedürfnisse gut erkennen und eigene Kompetenzen besser
entdecken und einsetzen können. Zudem gilt es, aus positiven
Lebenserfahrungen Kraft für den Alltag zu schöpfen, zu lernen, den
achtsamen Umgang mit sich zuzulassen und emotionale Regulierung
einzuüben.
Interessierte sollten wissen: Der vierteilige,
aufeinander aufbauende Kurs startet am 5.10.; weitere Termine sind
am 2.11., 7.12.2026 und am 11.01.2027; immer am Standort in Duisburg
Hamborn, Duisburger Straße 172, von 17.30 bis 19 Uhr. Anmeldungen
sind ab jetzt bei Julia Tacir möglich (Tel.: 0203 / 990690 oder per
Mail an: j.tacir@ev-beratung.de). Die Teilnehmendenzahl ist auf
sechs Plätze begrenzt.
Singnachmittage mit Daniel Drückes in Wanheim und
Wanheimerort Musiker und Popkantor Daniel Drückes lädt
alle, die Lust auf gemeinsames Singen in gemütlicher Runde in der
Evangelischen Rheingemeinde Duisburg haben, zweimal im Monat zum
Mitmachen ein. Das nächste Singen in Gemeinschaft gibt es am 12.
August um 14 Uhr im Gemeindehaus Wanheimerort, Vogelsangplatz 1; der
zweite Singnachmittag in diesem Monat startet am 13. August um 15
Uhr in der Wanheimer Kirche, Friemersheimer Straße – Ecke
Wanheimer.
Auf dem Programm stehen wie immer bekannte
Lieder, Popsongs und Evergreens. Zwischen dem Singen ist Platz für
Kaffee und Kekse. Die Idee zu den Musiknachmittagen zum Mitmachen
hatte Daniel Drückes gemeinsam mit Ehrenamtskoordinatorin Maria
Hönes: Mit dem zusätzlichen Angebot gilt es ältere und junge
Menschen beim Singen zusammen zu bringen, ganz nach dem Motto
„Singen verbindet Generationen“. Mitsingen darf jede und jeder.

Daniel Drückes links stehend im Hintergrund (Foto: Maria
Hönes).

NRW: Durchschnittliche Rente ab 65 Jahren lag 2025 bei
1.640 Euro monatlich * Knapp 4 Millionen Rentnerinnen
und Rentner ab 65 Jahre mit Rentenbezugsmitteilungen * Frauen
bezogen 17.300 Euro Rente im Jahr, Männer 22.800 Euro * Höchste
Durchschnittsrenten in Odenthal – niedrigste in Selfkant
Im
Jahr 2025 haben 3,93 Millionen Bürgerinnen und Bürger aus
Nordrhein-Westfalen Renten bezogen. Betrachtet werden hier Personen
ab 65 Jahren, die Leistungen aus gesetzlichen, privaten oder
betrieblichen Rentenversicherungen erhielten. Wie das
StatistischesLandesamt durch Auswertungen der Statistik der
Rentenbezugsmitteilungen mitteilt, erhielt diese Personengruppe im
Durchschnitt 19.700 Euro an jährlichen Rentenleistungen. Dies
bedeutet ein monatlicher Betrag in Höhe von 1.640 Euro.
Frauen erhielten weniger Rentenleistungen als Männer Die
jährliche Durchschnittsrente für Männer über 65 Jahren betrug
22.800 Euro, während sie für Frauen über 65 Jahren bei 17.300 Euro
lag. Der größte Teil, 96,7 % der Männer und 98,6 % der Frauen, bezog
Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Die
durchschnittliche Höhe der ausgezahlten Leistungen aus der
gesetzlichen Rentenversicherung betrug pro Person 17.800 Euro, wobei
sich dieser Wert bei den Männern auf 20.500 Euro und bei den Frauen
auf 15.700 Euro belief.
Somit erhielten Männer
durchschnittlich 1.710 Euro pro Monat an Leistungen aus der
gesetzlichen Rentenversicherung, während dieser Betrag für Frauen
1.310 Euro betrug. Eine Person kann Leistungen aus mehreren
Rentenarten erhalten. Relativ zur gesetzlichen Rentenversorgung
bezogen 2025 jedoch wenige Personen Renten aus einem zertifizierten
Basisrentenvertrag: Diese Zahl belief sich auf 35.000, Renten aus
einer berufsständischen Versorgungseinrichtung erhielten 73.000
Personen.

Die höchsten Renten gibt es in Odenthal, die niedrigsten in Selfkant
Unter den 396 nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden hatte
Odenthal im Rheinisch-Bergischen Kreis die höchste jährliche
Pro-Kopf-Rente mit 23.800 Euro, gefolgt von Leverkusen mit
22.900 Euro und Dormagen im Rhein-Kreis Neuss mit 22.700 Euro pro
Kopf. Die niedrigsten Renten erhielten die Menschen im Alter von
65 Jahren und älter in Selfkant im Kreis Heinsberg (16.100 Euro),
Kranenburg im Kreis Kleve (17.500 Euro) und Geilenkirchen im Kreis
Heinsberg (17.600 Euro).

NRW-Landesjubiläum: Preisbereinigtes BIP seit 1991
um 28,5 % gestiegen * Jährliches Wirtschaftswachstum
zwischen 1992 bis 2025 bei durchschnittlich 0,8 % * Rund 1,8
Millionen mehr Erwerbstätige seit 1991 * Bruttowertschöpfung:
Anteil des Produzierenden Gewerbes an der Gesamtwirtschaft ist über
die Jahre auf 24,8 % gesunken
80 Jahre NRW Im August
2026 feiern wir 80 Jahre Nordrhein-Westfalen. Die Britische
Militärregierung gründete das Bundesland im August 1946. Aus dem
nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz mit den
Regierungsbezirken Aachen, Düsseldorf und Köln sowie der preußischen
Provinz Westfalen wurde das Land Nordrhein-Westfalen gebildet.
1947/1948 wurde zusätzlich das Land Lippe in das Bundesland NRW
integriert. Aus diesem Anlass wirft IT.NRW als Statistisches
Landesamt einen Blick zurück: Wie sah NRW vor 80 Jahren aus? Was hat
sich im Land verändert? In Pressemitteilungen und auf einer Themenseite zeigt
das Statistische Landesamt spannende Daten von damals und heute.
Im Jahr 2025 lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in NRW bei
909,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Jahr 1991 ist das BIP damit
um 527,8 Milliarden Euro bzw. in jeweiligen Preisen um 138,3 %
gestiegen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stieg das
preisbereinigte BIP in NRW im gleichen Zeitraum um 28,5 %. Das BIP
in Deutschland stieg um 180,8 % in jeweiligen Preisen und
preisbereinigt um 48,3 %.
Wie ist NRW durch die letzten
Jahrzehnte gekommen? Anlässlich des Landesjubiläums am 23. August
2026 wirft IT.NRW einen Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung
der letzten 35 Jahre, da eine konsistente und vergleichbare
Datenbasis auf Landesebene erst ab 1991 vorliegt.
Seit 1991 zeigte sich die reale Entwicklung des BIP in den einzelnen
Jahren in NRW tendenziell positiv, aber zumeist etwas schwächer als
im gesamten Bundesgebiet. Das jährliche Wirtschaftswachstum lag in
den Jahren 1992 bis 2025 bei durchschnittlich 0,8 %, in Deutschland
bei 1,2 %.

Die Finanzkrise 2009 und die Corona-Krise 2020
zeigten deutliche Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung: 2009
sank das preisbereinigte BIP in NRW um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr;
2020 verringerte es sich um 3,6 %. In Deutschland war die
Entwicklung ähnlich, allerdings erholte sich die gesamtdeutsche
Wirtschaft schneller von den beiden Krisen.
Erwerbstätigenzahl seit 1991 um 1,8 Millionen gestiegen Die Zahl
der Erwerbstätigen stieg zwischen 1991 und 2025 von 8,07 Millionen
auf 9,84 Millionen. Der Anstieg von 21,9 % fiel somit höher aus als
im Bundesdurchschnitt (+18,3 %). Das durchschnittliche jährliche
Wachstum betrug 0,6 %. Allein anhand der Erwerbstätigenzahl kann
jedoch keine Aussage über den Umfang der geleisteten Arbeitszeit
getroffen werden.
Hierzu ist das Arbeitsvolumen zu
betrachten, also die Zahl der gesamten geleisteten Arbeitsstunden
der Erwerbstätigen. Für die Beurteilung der Beschäftigungslage
spielt das Arbeitsvolumen aufgrund der zunehmenden Flexibilisierung
der Arbeitszeit und der steigenden Bedeutung von Teilzeitarbeit eine
immer wichtigere Rolle. Daten hierfür liegen ab 2000 vor.
Zwischen 2000 und 2025 betrug das durchschnittliche Wachstum des
Arbeitsvolumens in NRW 0,3 %. In den Krisenjahren 2009 und 2020 sank
es durch arbeitsmarktpolitische Mittel (z. B. Kurzarbeit) deutlich
stärker als die Erwerbstätigenzahl. Die Arbeitsproduktivität, das
preisbereinigte BIP je erwerbstätige Person bzw. je geleistete
Arbeitsstunde, ist in NRW gestiegen, jedoch weniger stark als im
Bund: Sowohl die Erwerbstätigen als auch deren Arbeitsvolumen sind
zwischen 2000 und 2025 in NRW gestiegen, das preisbereinigte BIP
nahm jedoch stärker zu.
Entsprechend erhöhte sich die
Arbeitsproduktivität sowohl je Erwerbstätigen als auch je
geleisteter Arbeitsstunde. Aus der Tatsache, dass die Zahl der
Erwerbstätigen stärker stieg als die der Arbeitsstunden, resultierte
ein Anstieg der Arbeitsproduktivität bezogen auf die Erwerbstätigen
um 2,9 % (Bund +11,0 %). Die Arbeitsproduktivität bezogen auf die
Zahl der geleisteten Arbeitsstunden stieg hingegen um 10 % (Bund
+22,1 %).

Fast drei Viertel der Bruttowertschöpfung entstehen im
Dienstleistungssektor Die Wirtschaft in NRW wird weiterhin
maßgeblich von Dienstleistungen geprägt. 2025 entfielen mit 74,5 %
nahezu drei Viertel der Bruttowertschöpfung (BWS) auf diesen Sektor,
während das Produzierende Gewerbe 24,8 %, die Land- und
Forstwirtschaft und die Fischerei 0,7 % beitrugen.
Der
Anteil des Produzierenden Gewerbes an der Gesamtwirtschaft hat sich
von 38,3 % im Jahr 1991 auf 24,8 % im Jahr 2025 verringert. Bei den
Erwerbstätigen zeigen sich ähnliche Veränderungen: Der Anteil der
Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe sank von 36,9 % im Jahr
1991 auf 21,1 % im Jahr 2025. Gleichzeitig stieg der Anteil im
Dienstleistungssektor von 61,7 % auf 78,1 %.

Neues Südbad öffnet am 10. August Oberbürgermeister Sören Link eröffnet am Montag, 10. August, um
13.15 Uhr das neue Südbad an der Großenbaumer Allee. Im Anschluss
öffnet das Hallenbad erstmals seine Türen für die Öffentlichkeit:
Die ersten Badegäste können das neue Bad erkunden und ihre Bahnen
ziehen. Eintrittskarten sind am Eröffnungstag an der Tageskasse
erhältlich.
Im Bürgerbereich erwartet die Gäste ein
25-Meter-Becken mit einer Sprunganlage (1-Meter-Brett und
3-Meter-Plattform) sowie einer fünf Meter hohen Kletterwand direkt
über dem Wasser. Ein Kinderplanschbecken und eine 385 Quadratmeter
große Dachterrasse zum Sonnen und Entspannen ergänzen das Angebot.
Gleichzeitig können Schulen und Sportvereine unabhängig vom
öffentlichen Badebetrieb ein weiteres 25-Meter-Sportbecken mit
verstellbarem Hubboden (zur Verringerung der Wassertiefe auf bis zu
60 Zentimeter) sowie ein Lehrschwimmbecken nutzen. Separate
Eingänge, Duschen und Umkleidebereiche ermöglichen den parallelen
und voneinander unabhängigen Betrieb beider Bereiche.
Besucherinnen und Besucher haben am Eröffnungstag auch die
Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Neubaus zu werfen:
Kostenlosen Führungen zu den technischen Anlagen und Besonderheiten
des Bades finden jeweils um 14.30 Uhr, 15.30 Uhr und um 17 Uhr
statt. Anmeldung sind direkt nach der Baderöffnung an der Kasse
möglich.
Auf der neuen Dachterrasse werden außerdem
Schnupperkurse des Sportbildungswerks für jeweils 9 Euro inklusive
Badeintritt angeboten. Am Eröffnungstag (10. August) sowie am
Montag, 17. August, finden dort von 16 bis 17 Uhr die Kurse „Allover
Workout“ (Kurs-Nr. 2085/2087) und von 17 bis 18 Uhr „Yoga & Stretch“
(Kurs-Nr. 2086/2088) statt. Diese Veranstaltungen sind über die
Website des Sportbildungswerks buchbar
(https://www.sportbildungswerk-nrw.de/duisburg).
Neue Betreuungszeiten in Kindertageseinrichtungen ab dem 1. August
2027 Mit Inkrafttreten der Änderungen des
Kinderbildungsgesetzes Nordrhein- Westfalen (KiBiz) zum 1. August
2027 werden die wählbaren Betreuungszeiten in
Kindertageseinrichtungen erweitert. Ziel der gesetzlichen
Neuregelung ist die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der
frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsangebote sowie eine bessere
Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Neben den bislang
verfügbaren Betreuungsumfängen von 25, 35 und 45 Stunden pro Woche
können Eltern künftig auch Betreuungszeiten von 30 beziehungsweise
40 Stunden pro Woche wählen. Damit stehen für Kinder mit einem
Betreuungsbeginn ab dem 1. August 2027 insgesamt fünf
Betreuungsmodelle zur Verfügung.
Bereits bestehende
Vormerkungen mit einem Aufnahmedatum vor dem 1. August 2027 bleiben
unverändert bestehen. Für diese Vormerkungen gelten weiterhin die
bisherigen Betreuungsumfänge von 25, 35 oder 45 Stunden pro Woche.
Ein Handlungsbedarf für Eltern besteht in diesen Fällen nicht.
Eltern, die bereits eine Vormerkung für einen Betreuungsplatz
mit einem Aufnahmedatum ab dem 1. August 2027 vorgenommen haben und
einen anderen Betreuungsumfang wünschen, können innerhalb ihrer
bestehenden Vormerkung die neu eingeführten Betreuungszeiten von 30
oder 40 Stunden pro Woche auswählen.
Mit der Erweiterung der
Betreuungszeiten setzt die Stadt Duisburg die gesetzlichen Vorgaben
der KiBiz-Novellierung um und entwickelt ihr Angebot in der
Kindertagesbetreuung konsequent weiter. Das zusätzliche Angebot soll
den vielfältigen Lebenssituationen und Betreuungsbedarfen von
Familien noch besser gerecht werden und eine passgenauere Auswahl
von Betreuungszeiten ermöglichen.
Weitere Informationen zu
den neuen Betreuungszeiten und zum Vormerkverfahren erhalten Eltern
über das Online-Portal Kita-Place unter
https://kitaplatz.duisburg.de/de.
Hohe Brandgefahr:
Stadt Duisburg appelliert an Bevölkerung und weist auf geltende
Verbote hin Die Stadt Duisburg appelliert an alle
Bürgerinnen und Bürger, in den kommenden Tagen besonders umsichtig
zu handeln und offenes Feuer sowie alle Handlungen zu vermeiden, von
denen eine Brandgefahr ausgehen kann. Der Graslandfeuerindex liegt
heute sowie voraussichtlich auch in den nächsten Tagen bei Stufe 4 –
der zweithöchsten Stufe.
Der aktuelle Graslandfeuerindex ist
online auf der Homepage des Deutschen Wetterdienstes unter
www.dwd.de abrufbar. Die anhaltend hohen Temperaturen und die
geringen Niederschläge der vergangenen Wochen haben dazu geführt,
dass Böden, Wiesen und Vegetation im gesamten Stadtgebiet stark
ausgetrocknet sind. Bereits ein einzelner Funke kann ausreichen, um
einen Flächen- oder Waldbrand auszulösen – mit möglichen
dramatischen Folgen für Natur, Tiere und Menschen.
Das
Grillen sowie das Rauchen von kohlebefeuerten Shishas
beziehungsweise Wasserpfeifen ist bei einem Graslandfeuerindex ab
Stufe 4 aus Brandschutzgründen generell im öffentlichen Raum, also
auch auf ausgewiesenen Grillflächen, untersagt. Außerhalb dieser
Flächen ist Grillen ohnehin ganzjährig verboten.
Verstöße
stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können mit einer Geldbuße
bis zu 1.000 Euro, verbotenes Grillen und Rauchen in Grünanlagen und
im Wald mit bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Schwerwiegende
Verstöße können im Einzelfall mit einem Bußgeld von bis zu 25.000
Euro geahndet werden. Unabhängig davon weist die Stadt Duisburg
ausdrücklich auf das gesetzliche Rauchverbot im Wald in der Zeit vom
1. März bis zum 31. Oktober hin.
Ganzjährig gilt zudem ein
absolutes Grill- und Feuerverbot im Wald sowie in Waldnähe. Auch
außerhalb dieser Bereiche sollten Zigarettenkippen keinesfalls
achtlos weggeworfen werden. Bereits eine glimmende Zigarette kann
trockenes Gras oder Laub entzünden und einen Brand verursachen. Das
Wegwerfen von Zigarettenkippen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar
und kann mit einer Geldbuße von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.
Die Stadt Duisburg wird die Einhaltung der geltenden
Vorschriften weiterhin verstärkt an Seen, in Grünanlagen und an
weiteren besonders gefährdeten Bereichen kontrollieren und Verstöße
konsequent ahnden. Wer im Stadtgebiet Feuer oder Rauchentwicklung
bemerkt, sollte unverzüglich den Notruf 112 wählen und die Feuerwehr
alarmieren.
Anwendung
von EU-Gesetzen: Zehn Meilensteine bis Mitte September
Die EU-Kommission hat eine Übersicht zu EU-Gesetzen veröffentlicht,
die in den kommenden Wochen (1.8. bis 15.9.2026) in Kraft treten
beziehungsweise angewendet werden müssen. Es geht unter anderem
um: strengere Regeln beim Einsatz von künstlicher Intelligenz,
den Einsatz von Antibiotika bei Tieren, Vorschriften, wie
Verstöße gegen das KI-Gesetz geahndet werden, neue
Anforderungen an Verpackungen und Verpackungsabfälle, den
schnelleren Zugang zu elektronischen Beweismitteln bei der
Strafverfolgung, Standards für die Interoperabilität im
Schienenverkehr, Anforderungen an die Cybersicherheit für
bestimmte Produkte sowie Vorschriften über den fairen Zugang zu
Daten und deren Nutzung.
Gesundheitsgefahr in der Kita: Erzieher fordert
Hitzeschutz für Kinder als gesetzliche Pflicht
Erschöpfung, Kreislaufbeschwerden, Dehydrierung: An heißen
Sommertagen werden nordrhein-westfälische Kitas für Kinder und
Fachkräfte zum Gesundheitsrisiko. In vielen Einrichtungen erreichen
Schlaf- und Ruheräume der Kinder Temperaturen von bis zu 30 Grad.
Der Erzieher Admir Kadric aus Lippstadt erlebt das seit Jahren im
Berufsalltag und hat deshalb eine
Petition gestartet: Sie fordert Familienministerin Verena
Schäffer auf, Hitzeschutz für Kita-Kinder als verbindliche
Kinderschutzpflicht gesetzlich zu verankern.
Bereits über
6399 Menschen haben unterschrieben. Petitionsstarter:
„Körperverletzung durch Untätigkeit“ „30 Grad im Schlafraum von
Kleinkindern ist keine Petitionsforderung, das ist Körperverletzung
durch Untätigkeit. Und die Landesregierung hat es letzte Woche
schwarz auf weiß beschlossen: Kinderschutz vor Hitze war der
Kita-Reform keine einzige Zeile wert. Ich habe an
Ministerpräsident Hendrik Wüst und an Familienministerin Verena
Schäffer geschrieben - passiert ist nichts. Wie viele hitzekranke
Kinder braucht es noch, bis gehandelt wird?“ Admir Kadric, Erzieher
und Petitionsstarter Besondere Brisanz erhält die Petition durch den
Zeitpunkt: Am 16. Juli 2026 hat der nordrhein-westfälische Landtag
die Kita-Reform (KiBiz) endgültig beschlossen - im selben Plenum
wurde in einer „Aktuellen Stunde“ auch über Hitzeschutz debattiert.
Ein verbindlicher Schutzparagraf für Kinder schaffte es dennoch
nicht in das neue Kita-Gesetz.
Nach Angaben der Petition gab
es in Nordrhein-Westfalen bis Ende Juni 2026 bereits rund 1.230
hitzebedingte Todesfälle - mehr als im gesamten Vorjahr. Die
Petition fordert u. A. einen gesetzlich verankerten Gesundheits- und
Kinderschutz: Verbindliche Temperaturgrenzen, ab denen
Schutzmaßnahmen für Kinder verpflichtend greifen Verpflichtende
Temperaturkontrollen und Höchstgrenzen in Schlaf- und Ruheräumen
Rechtssicherheit für pädagogische Fachkräfte, um im Sinne des
Kindeswohls handeln zu können Gesundheits- und Arbeitsschutz für
Erzieherinnen und Erzieher Kindeswohl sei „keine freiwillige
Entscheidung, sondern eine gesetzliche Pflicht“, so die Petition.
Sie ist Teil der wachsenden Change.org-Bewegung „Hitzefreie
Kitas! die sich bundesweit für Gesundheits- und Kinderschutz in
Kindertageseinrichtungen einsetzt.
Stadtmuseum:
Workshop zur Gestaltung von Buttons gestalten“ Das
Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg lädt anlässlich des
Marina-Markts am Sonntag, 9. August, von 13 bis 17 Uhr zum Workshop
„Ansteckend kreativ: Buttons gestalten“ ein. Hier können unter der
Anleitung von Patrick Hayes eigene Buttons entworfen werden. Ob
passend zum Sommer, abstrakte Designs oder persönlichen Botschaften
– der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Die Ergebnisse
dürfen natürlich nach Hause mitgenommen werden. Die Veranstaltung
richtet sich an Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen. Die
Teilnahme am Workshop sowie der Besuch der stadtgeschichtlichen
Dauerausstellung sind kostenfrei. Das Mercator-Café ist an diesem
Tag mit heißen und kalten Getränken sowie leckerem Kuchen geöffnet.
Das gesamte Programm des Museums ist im Internet unter
www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.
Bürgeramt-Ranking: Essen gehört zur digitalen Spitzengruppe
Essen liegt im bundesweiten Digitalisierungsvergleich der
Bürgerämter der 20 größten deutschen Städte auf Platz drei, wie eine
Untersuchung der Gisma University of Applied Sciences zeigt. Die
Stadt erreicht im Ranking 2026 einen Digitalisierungsscore von 84,1
und teilt sich den Rang mit Berlin. Besser schneiden nur München
und Frankfurt (jeweils 84,8 Punkte) und der Sieger Düsseldorf (86,4
Punkte) ab. Dortmund liegt mit einem Digitalisierungsscore von 80,3
im oberen Mittelfeld, Bochum folgt mit einem Score von 78.
Für die Analyse wurden elf typische Bürgeramtsleistungen untersucht,
darunter Wohnsitzan- und -ummeldungen, Urkundenbestellungen und
Passangelegenheiten. Bewertet wurde nicht nur, ob Informationen oder
Formulare online verfügbar sind, sondern auch, wie vollständig der
jeweilige Prozess digital abläuft. Dafür wurde ein digitaler
Reifegrad von 0 bis 4 vergeben. Besonders weit digitalisiert sind
vor allem standardisierte Bürgeramtsleistungen. idr
Informationen:
https://www.gisma.com/de/blog/wie-digital-sind-deutschlands-buergeraemter-duesseldorf-fuehrt-ranking-im-bundesweiten-vergleich-an
Kreativworkshop im Stadtmuseum: „Trauminseln – Wo Tiere
so leben, wie sie es sich wünschen würden“ Das Kultur-
und Stadthistorische Museum lädt am Samstag, 22. August, von 14 bis
16 Uhr am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen in einem
Kreativworkshop der Reihe WerkStadtMuseum dazu ein, die Welt aus der
Sicht der Tiere zu betrachten. Mithilfe der Künstlerin Eden Lumaja
und dem Zauber von Wasserfarben erhält jedes Tier eine eigene
Trauminsel – einen Ort mit genügend Platz, Sicherheit und der
Möglichkeit, seinen natürlichen Bedürfnissen nachzugehen.

Illustration und (C) Eden Lumaja
Es entstehen liebevoll
gestaltete Illustrationen, die verdeutlichen, wie groß der
Unterschied zwischen dem natürlichen Lebensraum und der Realität
vieler Tiere ist – sei es im Tierheim, im Zoo oder in der
landwirtschaftlichen Tierhaltung. Ziel des Projekts ist es, zum
Nachdenken anzuregen und das Bewusstsein dafür zu stärken, wie
wichtig es ist, Tieren ein Leben zu ermöglichen, das ihren
Bedürfnissen gerecht wird.
Die Veranstaltung ist Teil der
Reihe WerkStadtMuseum, die regelmäßig am vierten Samstag im Monat
stattfindet. Interessierte jeden Alters sind willkommen. Die
Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und kostet für Erwachsene
4,50 Euro, für Kinder und ermäßigte Personen zwei Euro. Es können
auch Familienkarten erworben werden. Eine Anmeldung per E-Mail
an ksm-service@stadt- duisburg.de oder telefonisch unter 0203
283-2640 wird empfohlen, da die Plätze begrenzt sind. Das
vollständige Programm des Stadtmuseums ist im Internet unter
http://www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.
Alternative Hafenrundfahrt voll
auf Kurs Nach großem Zuspruch in den letzten
zehn Jahren gibt es auch jetzt wieder die Gelegenheit, die
unterschiedlichen Seiten des Duisburger Hafens auf
kritisch-informative Weise kurzweilig und begleitet von passender
Akkordeonmusik kennen zu lernen. Die beliebte „Alternative
Hafenrundfahrt“ startet diesmal am 27. August um 18 Uhr am Anleger
Schifferbörse in Duisburg Ruhrort.
Der Duisburger Hafen
stellt insbesondere für den Industriestandort Duisburg einen
wichtigen Wirtschaftsfaktor dar und leistet einen wesentlichen
Beitrag zur Bewältigung des Strukturwandels in der Region.
Gleichzeitig verpflichtet die Auszeichnung Duisburgs als
„Fairtrade-Town“ dazu, auch die Schattenseiten zu benennen und für
ein verstärktes Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen
sowie für soziale und umweltschonende Herstellungs- und
Handelsstrukturen zu werben.
Die „Alternative
Hafenrundfahrt“ bietet die Gelegenheit, das Spannungsfeld der
vielfältigen Aktivitäten im größten Binnenhafen Europas aus
verschiedenen Blickwinkeln zu erleben. Die Mitfahrenden dürfen sich
auf einen inhaltlich breit gefächerten Abend an Bord der Rheinfels
freuen, begleitet und akzentuiert durch themenbezogene Musik mit
Silvester Pece (Akkordeon) und Gesang.
Zur
Veranstaltergemeinschaft gehören: Bürgerinitiative Saubere
Luft/Umweltgruppe West, Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit
und Soziales, Exile Kulturkoordination e.V., FairNetz Duisburg e.V.,
Oikocredit Regionalgruppe Duisburg.
Karten für die
2,5-stündige „Alternative Hafenrundfahrt“ können nur über die
Internetseite www.exile-ev.de/Veranstaltungen/ gebucht werden. Das
Ticket kostet 21 Euro. Am Schiff gibt es keinen Kartenverkauf!

Ein Bild zur Erinnerung: Hafenrundfahrt 2019. In der Mitte Martin
Schaper, der viel zu berichten hatte (Foto: Sabine Merkelt-Rahm).
Team des Quartiersbüros Hochheide macht
Sommerurlaub Das Team des Quartiersbüros Hochheide
macht vom 10. bis 28. August Urlaub. Das Büro ist in dieser Zeit
nicht besetzt. Bei dringenden Fragen sind das Quartiersmanagement,
das Zentrenmanagement und die Quartiersarchitekten telefonisch oder
per E-Mail erreichbar. Ab Montag, 31. August, sind dann alle Teams
wieder zu den gewohnten Zeiten vor Ort und stehen als
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Stadtteilentwicklung
Hochheide zur Verfügung.
Kontakt: Quartiersbüro Hochheide,
Glückaufstraße 8, 47198 Duisburg Tel.: 02066 / 9937660
(Quartiersmanagement), -61 (Zentrenmanagement), 0157/30033965
(Quartiersarchitekt). Mail: qm@du-hochheide.de
(Quartiersmanagement), zm@du-hochheide.de (Zentrenmanagement),
qa@du-hochheide.de (Quartiersarchitekt) Öffnungszeiten: Dienstag,
Mittwoch, Donnerstag: jeweils 9 bis 16 Uhr
„Die
Bergsteirer“ beschließen die Sonntagskonzerte Mit einem
musikalischen Ausflug in die Alpenregion endet die diesjährige
Sonntagskonzertreihe vom Kulturbüro der Stadt Duisburg: Am Sonntag,
9. August, sind „Die Bergsteirer“ ab 15 Uhr auf der Freilichtbühne
im Volkspark Rheinhausen zu erleben. Das Duo präsentiert neben
Stimmungsschlagern traditionelle Volksmusik auf der steirischen
Harmonika und nimmt sein Publikum mit auf eine musikalische Reise
vom Ruhrgebiet über Tirol und die Steiermark bis nach Oberkrain.

(C) Kulturbüro Stadt Duisburg
Seit Ende Mai läuft die
beliebte Sonntagskonzertreihe bei der wöchentlich wechselnde
Musikerinnen und Musiker bei freiem Eintritt auftreten und den
Musikpavillon mit guter Stimmung fluten: Die Bandbreite war
umfassend – von Rock ’n‘ Roll, über Schlager und Popmusik, zeitlose
Evergreens und traditionelle Volksmusik bis hin zu maritimen Chören.
Die Konzerte wurden auch in diesem Jahr durch den Bauverein
Rheinhausen und den Förderverein für Kultur- und Brauchtumspflege
Rheinhausens & Rumeln-Kaldenhausens e.V. zuverlässig unterstützt.
Weiterer Termin im Volkspark Rheinhausen: 29.08.2026 – Westside im
Park (15 bis 22 Uhr). Aktuelle Informationen gibt es im
Internet unter:
https://www.facebook.com/SonntagskonzerteRheinhausen/
Tarifvertragliche Ausbildungsvergütungen steigen um 3,9
Prozent – Kaum mehr Vergütungen unter 1.000 Euro im ersten
Ausbildungsjahr Im Ausbildungsjahr 2025/26 sind die
tarifvertraglichen Ausbildungsvergütungen im Schnitt um 3,9 Prozent
gestiegen (ungewichteter Durchschnitt der hier berücksichtigten
Tarifbereiche; mehr siehe unten).
Mittlerweile gibt es nur
noch sehr wenige Branchen, in denen Auszubildende im ersten Jahr
laut Tarifvertrag weniger als 1.000 Euro im Monat erhalten. Dies
zeigt eine aktuelle Auswertung über 20 ausgewählte Tarifbranchen,
die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen
Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung heute vorlegt.
„Mit
den Tarifverträgen zur Ausbildungsvergütung versuchen die
Gewerkschaften, dem Anspruch vieler Auszubildender nach einer von
den Eltern unabhängigen Existenzsicherung Rechnung zu tragen“, sagt
der Autor der Studie und Leiter des WSI-Tarifarchivs, Prof. Dr.
Thorsten Schulten. „In den meisten Tarifbranchen liegen die
Ausbildungsvergütungen heute auch im 1. Ausbildungsjahr über 1.000
Euro im Monat und übertreffen damit den Bafög-Höchstsatz für
Studierende.“
Schwierig ist die Situation hingegen für die
etwa 45 Prozent der Auszubildenden, die ihre Ausbildung in Betrieben
ohne Tarifvertrag absolvieren. „Ohne Tarifvertrag erhalten
Auszubildende oft deutlich niedrigere Vergütungen und müssen
mitunter sogar mit der völlig unzureichenden
Mindestausbildungsvergütung von derzeit 724 Euro im Monat
auskommen“, so Schulten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert
deshalb, dass die Mindestausbildungsvergütung mindestens auf 80
Prozent der durchschnittlichen tarifvertraglichen Vergütungen
angehoben werden soll, was derzeit im ersten Ausbildungsjahr 894
Euro im Monat entsprechend würde.
Große Niveauunterschiede
bei den Ausbildungsvergütungen nach Branche, Region und
Ausbildungsjahr Die Ausbildungsvergütungen werden normalerweise
im Rahmen der regulären Tarifverhandlungen zusammen mit den
Entgelten der Beschäftigten verhandelt. Je nach Branche, Region und
Ausbildungsjahr zeigen sich bei den tarifvertraglichen
Ausbildungsvergütungen große Niveauunterschiede. Insgesamt reicht
die Spannbreite in den hier untersuchten Tarifbranchen von 785 Euro
monatlich im ersten Ausbildungsjahr im Friseurhandwerk in
Nordrhein-Westfalen bis zu 1.714 Euro im Monat im vierten
Ausbildungsjahr für gewerbliche Auszubildende im Bauhauptgewerbe.
Unterschiede bei den tarifvertraglichen Ausbildungsvergütungen
zeigen sich bereits im ersten Ausbildungsjahr (siehe Abbildung 1 in
der pdf-Version dieser PM; Link unten). In der Mehrzahl der hier
untersuchten Tarifbranchen liegen die Vergütungen mittlerweile
(deutlich) über 1.000 Euro pro Monat. Lediglich in drei
Tarifbranchen werden im ersten Ausbildungsjahr noch Vergütungen
unterhalb von 1.000 Euro gezahlt. Diese sind die Landwirtschaft,
Bezirk Nordrhein (890 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (930 Euro),
die Floristik in Westdeutschland (900 Euro) und das Friseurhandwerk
in Nordrhein-Westfalen (785 Euro).
Die höchsten monatlichen
Ausbildungsvergütungen mit Beträgen oberhalb von 1.200 Euro werden
im ersten Ausbildungsjahr in folgenden Branchen gezahlt: -
Pflegeberufe im Tarifbereich des Öffentlichen Dienstes bei Bund und
Gemeinden mit bundeseinheitlich 1.491 Euro und bei den Ländern mit
1.441 Euro - Versicherungsgewerbe mit bundeseinheitlich 1.455
Euro - Privates Bankgewerbe mit bundeseinheitlich 1.400 Euro -
Öffentlicher Dienst bei Bund und Gemeinden mit bundeseinheitlich
1.368 Euro und bei den Ländern mit 1.297 Euro - Deutsche Bahn AG
mit bundeseinheitlich 1.325 Euro - Metall- und Elektroindustrie
in Baden-Württemberg mit 1.304 Euro und in Sachsen mit 1.272 Euro
- Süßwarenindustrie in Ostdeutschland mit 1.277 Euro und in
Nordrhein-Westfalen mit 1.201 Euro - Textilindustrie in
Baden-Württemberg mit 1.270 Euro - Kfz-Handwerk in
Baden-Württemberg mit 1.218 Euro - Chemische Industrie im
Tarifbezirk Nordrhein mit 1.204 Euro
In etwa der Hälfte der
hier untersuchten Tarifbranchen liegt die Ausbildungsvergütung
zwischen 1.000 und 1.200 Euro pro Monat. Hierzu gehören das
Backhandwerk, das Bauhauptgewerbe, die Druckindustrie, der
Einzelhandel, das Gastgewerbe, die Gebäudereinigung, die Holz und
Kunststoff verarbeitende Industrie und das Private Verkehrsgewerbe.
Hinzu kommen die ostdeutschen Tarifgebiete der Chemischen Industrie,
der Textilindustrie und des Kfz-Handwerks.
Die erheblichen
Unterschiede zwischen den Branchen setzen sich auch im zweiten und
dritten Ausbildungsjahr fort. So variieren die
Ausbildungsvergütungen im zweiten Ausbildungsjahr zwischen 910 Euro,
die im Friseurhandwerk in Nordrhein-Westfalen gezahlt werden, und
1.552 Euro für die Auszubildenden in der Pflege bei Bund und
Gemeinden (Tabelle 1 in der pdf-Version).
Im dritten
Ausbildungsjahr liegen mittlerweile in allen der untersuchten
Tarifbranchen die Ausbildungsvergütungen oberhalb von 1.000 Euro.
Die Spannbereite bewegt sich dabei zwischen 1.065 Euro im
Friseurhandwerk in Nordrhein-Westfalen und 1.653 Euro für die
Auszubildenden in der Pflege bei Bund und Gemeinden.
In elf
der hier ausgewerteten Branchen existiert darüber hinaus auch eine
Vergütung für ein viertes Ausbildungsjahr. Die höchste
Ausbildungsvergütung wird mit 1.714 Euro im Monat im westdeutschen
Bauhauptgewerbe für gewerbliche Auszubildende gezahlt. Der
niedrigste Wert für das vierte Ausbildungsjahr findet sich mit 1.224
Euro im Kfz-Gewerbe von Thüringen.
Ausbildungsvergütungen
steigen in vielen Tarifbranchen überdurchschnittlich Im Laufe des
Ausbildungsjahres 2025/26 (zwischen dem 1. September 2025 und dem 1.
September 2026) sind die tarifvertraglichen Ausbildungsvergütungen
in den hier berücksichtigten Tarifbranchen im ungewichteten
Durchschnitt, d.h. ohne Berücksichtigung der unterschiedlichen
Ausbildungszahlen in den einzelnen Tarifbranchen, im ersten
Ausbildungsjahr um 3,9 Prozent gestiegen.
Gegenüber dem
Ausbildungsjahr 2024/25, sind die Zuwächse in diesem Jahr wieder
geringer ausgefallen. Die Ausbildungsvergütungen steigen aber
weiterhin schneller als die regulären Tarifvergütungen der
Beschäftigten, die im Jahr 2025 um 2,6 Prozent zugenommen haben und
dessen Zuwachs nach aktuell vorliegenden Daten für 2026 vom
WSI-Tarifarchiv auf 3,1 Prozent geschätzt wird.
Insgesamt
gibt es bei den Zuwächsen der Ausbildungsvergütungen im
Ausbildungsjahr 2025/26 zwischen den Tarifbereichen eine große
Spannbreite.

Die höchsten Zuwächse mit Werten von 7,0 und mehr Prozent gab es
in der ostdeutschen Textilindustrie (7,6 Prozent); dem
Versicherungsgewerbe (7,4 Prozent) und dem Privaten Transport- und
Verkehrsgewerbe in Nordrhein-Westfalen (7,0 Prozent).
Vergleichsweise hohe Steigerungsraten zwischen 5,0 und 7,0 Prozent
konnten außerdem der Öffentliche Dienst (Bund und Gemeinden), die
Pflege beim Öffentliche Dienst (Bund und Gemeinden) sowie die Holz
und Kunststoff verarbeitende Industrie in Sachsen verzeichnen. Auch
die Mindestausbildungsvergütung fällt mit einem Zuwachs von 6,2
Prozent in diese Gruppe. Sie orientiert sich an der
durchschnittlichen Erhöhung der Ausbildungsvergütungen des
vorherigen Ausbildungsjahres.

In zehn Tarifbereichen wurden die Ausbildungsvergütungen
zwischen 4,0 und 5,0 Prozent und in weiteren sieben Bereichen
zwischen 2,0 und 4,0 Prozent angehoben. In neun Bereichen wurden die
Ausbildungsvergütungen im Ausbildungsjahr 2025/26 bislang noch nicht
angehoben.

Dies liegt teilweise daran, dass die Tarifverhandlungen aktuell
noch nicht abgeschlossen (Einzelhandel Brandenburg und
Nordrhein-Westfalen, Druckindustrie) oder noch nicht begonnen wurden
(Floristik, Gastgewerbe Bayern, Gebäudereinigung). In der
Textilindustrie (Baden-Württemberg) sowie der Chemischen Industrie
(Nordrhein und Ost) sind bereits Erhöhungen der
Ausbildungsvergütungen beschlossen worden, die jedoch erst zum
01.10.2026 bzw. zum 01.01.2027 in Kraft treten.
Überdurchschnittliche Erhöhungen der Ausbildungsvergütungen In
den letzten 10 Jahren sind die tariflichen Ausbildungsvergütungen in
der Regel deutlich schneller gestiegen als die Tariflöhne (Abbildung
3). Während die Tarifföhne zwischen 2015 und 2025 um 35 Prozent
zunahmen, erhöhten sich die durchschnittlichen tariflichen
Ausbildungsvergütungen im gleichen Zeitraum um 47 Prozent. Im
Jahr 2025 war die Diskrepanz besonders groß: Mit 6,7 Prozent
verzeichneten die Ausbildungsvergütungen den stärksten Zuwachs der
letzten 10 Jahre. Die Steigerung der Tariflöhne fiel demgegenüber
2025 mit 2,6 Prozent deutlich geringer aus.
„Die Dynamik bei
den Ausbildungsvergütungen wurde in den letzten Jahren vor allem von
Dienstleistungsbranchen geprägt, die traditionell über ein eher
niedrigeres Vergütungsniveau verfügen. In den letzten Jahren haben
diese Branchen mit überdurchschnittlichen Steigerungsraten auf den
zunehmenden Fachkräftemangel reagiert“, resümiert WSI-Tarifexperte
Schulten.

NRW-Private-Haushalte: Im Schnitt 20 Euro im Monat für
frisches Obst * Für Nahrungsmittel insgesamt gaben die
Haushalte im Monat durchschnittlich 339 Euro aus * 40 % der
Obstausgaben entfielen auf Äpfel, Bananen und Erdbeeren *
Nächste Erhebung zu Ausgaben privater Haushalte läuft – Teilnehmende
für 2026 gesucht: 90 Euro Prämie
Die 8,7 Millionen privaten Haushalte in
Nordrhein-Westfalen gaben 2023 durchschnittlich rund 20 Euro pro
Monat für frisches Obst aus. Wie Information und Technik
Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, entsprach
das 6 % der monatlichen Ausgaben für Nahrungsmittel. Diese beliefen
sich 2023 im Durchschnitt auf 339 Euro je Haushalt.
Die
Daten stammen aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS).
Äpfel, Bananen und Erdbeeren machten fast 40 % der Obstausgaben aus
Von den monatlichen Ausgaben für frisches Obst entfielen 16,0 % auf
Äpfel. Es folgten mit 11,6 % Bananen und Erdbeeren mit 11,4 %.
Zusammen standen diese drei Obstsorten für nahezu 40 % der gesamten
Ausgaben für frisches Obst. Dahinter folgten Orangen, Mandarinen und
Clementinen sowie Stein- und Kernobst wie Pfirsiche mit je knapp
11 %. Laut EVS 2023 hatten 83 % der privaten Haushalte Ausgaben für
frisches Obst.

Nächste Erhebung zu Ausgaben privater Haushalte läuft – Teilnehmende
für 2026 gesucht: 90 Euro Prämie Für das Jahr 2026 werden bundesweit
freiwillige Haushalte für die Teilnahme an den „Laufenden
Wirtschaftsrechnungen” (LWR) gesucht. Die Teilnahme kann vollständig
digital über eine App erfolgen.
Einen Monat lang
erfassen die Haushalte ihre Einnahmen und Ausgaben – optional
unterstützt durch den neuen Kassenzettel-Scan. Ergänzend werden
Angaben zur Haushaltsausstattung, zur Wohnsituation sowie zu
Vermögens- und Schuldverhältnissen erhoben. Weitere Informationen
und die Online-Anmeldung zur LWR finden Sie auf unserer Statistikseite.
NRW: Gut ein Fünftel der privaten
Haushalte besaß 2023 Aktien * Deutlich weniger
Haushalte mit Spar- und Bausparguthaben als 10 Jahre zuvor *
Aktienbesitz und Investmentfonds waren stärker verbreitet als 2013
* 5 % der Haushalte besaßen Kryptowährungen als digitale
Vermögenswerte
Die Zusammensetzung der Geldanlagen privater
Haushalte in Nordrhein-Westfalen hat sich zwischen 2013 und 2023
deutlich verändert. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
(IT.NRW) als Statistisches Landesamt im neuen Artikel „Konsumieren,
anlegen oder investieren?” auf Basis der Ergebnisse der
Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) zeigt, verloren
klassische Sparformen an Bedeutung, während Wertpapieranlagen
häufiger genutzt und durch digitale Anlageformen ergänzt wurden.
Deutlich weniger Haushalte mit Spar- und Bausparguthaben Der
Anteil der Haushalte mit Sparguthaben sank von 61 % im Jahr 2013 auf
42 % im Jahr 2023. Auch Bausparguthaben verloren kontinuierlich an
Bedeutung: Ihr Anteil ging von 34 % im Jahr 2013 auf 24 % in 2023
zurück. Tagesgeldkonten wurden dagegen häufiger genutzt. Mit 44 %
verfügten 2023 mehr Haushalte über Tagesgeldguthaben als bei ihrer
erstmaligen Erfassung in der EVS 2018 mit 39 %.

Aktienbesitz und Investmentfonds nahmen in den vergangenen 10
Jahren deutlich zu Wertpapieranlagen als mögliche Anlageform, haben
in den vergangenen 10 Jahren deutlich zugenommen. Der Anteil der
Haushalte mit Aktienbesitz stieg von 14 % im Jahr 2013 auf 21 % im
Jahr 2023.
Auch Investmentfonds verbreiteten sich stärker:
Fast ein Viertel bzw. 24 % der Haushalte hielten 2023 entsprechende
Anlagen, 2013 hatte ihr Anteil noch bei 18 % gelegen. Andere
Wertpapierformen, insbesondere festverzinsliche Wertpapiere (z. B.
Staats- und Unternehmensanleihen) und Zertifikate (an die
Wertentwicklung eines Basiswerts gekoppelte Wertpapiere), spielten
auch 2023 weiterhin eine vergleichsweise geringe Rolle.
Festverzinsliche Wertpapiere hielten lediglich 3 % der Haushalte,
Zertifikate nur 2 %. Erstmals in der EVS
2023 wurden Kryptowährungen als separate Anlageform erhoben: 5 % der
privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen verfügten über
entsprechende digitale Vermögenswerte.
Fehlende Techniken als Risiko im Straßenverkehr: Vier von
zehn Kindern können nicht sicher Rad fahren Fahrrad
fahren ist für Kinder ein wichtiges Stück Selbstständigkeit. Doch
vielen fehlt es an Fähigkeiten, sich auf dem Rad sicher im
Straßenverkehr zu bewegen. Nur knapp 60 Prozent der 7- bis
9-Jährigen beherrschen Schulterblick, Handzeichen und einhändiges
Fahren. Statt deshalb die Kinder im Elterntaxi zur Schule zu
chauffieren, empfiehlt die ADAC Stiftung, die Sommerferien zum
gemeinsamen Üben zu nutzen - rechtzeitig vor dem Schulstart.

Gemeinsam für sicheres Fahrradfahren: Eltern und Kinder Fahrrad
fahren gemeinsam genießen - aber sicher!
96 Prozent der
Kinder in Deutschland zwischen 4 und 12 Jahren können Fahrrad
fahren. Das ist das Ergebnis einer Elternumfrage der ADAC Stiftung.
Erhebliche Defizite sehen Eltern jedoch bei den Fähigkeiten, die für
eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr unerlässlich sind. 38
Prozent der 7- bis 9-Jährigen beherrschen keinen Schulterblick,
können nicht sicher einhändig fahren und somit auch keine
eindeutigen Handzeichen geben. Selbst bei den 10- bis 12-Jährigen,
die üblicherweise die schulische Radfahrausbildung bereits
absolviert haben, liegt dieser Anteil bei über 20 Prozent.
Damit fehlt es vielen Kindern an Techniken, die als Kernkompetenz
für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr gelten. Beim Anfahren,
Abbiegen oder an Kreuzungen müssen Kinder mehrere Dinge gleichzeitig
leisten: das Gleichgewicht halten, den Verkehr beobachten,
Handzeichen geben und Regeln beachten. Nach Auffassung der Eltern
müssten Kinder diese Fertigkeiten spätestens am Ende der dritten
Klasse erlernt haben.
„Radfahren ist für Kinder mehr als
Fortbewegung. Es ist ein Stück Selbstständigkeit und eine wichtige
Etappe auf dem Weg, sich sicher in der eigenen Umgebung zu bewegen.
Dafür brauchen Kinder Übung und Vorbilder, und die finden sie zuerst
bei den eigenen Eltern“, sagt Christina Tillmann, Vorständin der
ADAC Stiftung. „Die Sommerferien sind eine gute Gelegenheit,
gemeinsam als Familie zu üben. Wer jetzt Zeit auf dem Rad verbringt,
macht sein Kind fit für den Schulweg und für alle weiteren
Strecken.“
Die Verantwortung dafür sehen die Eltern klar bei
sich: 52 Prozent sehen sich zuerst selbst in der Pflicht, Kindern
sicheres Verhalten im Verkehr beizubringen. Weitere 36 Prozent
verorten die Aufgabe gleichermaßen bei sich und der Schule. Nur rund
10 Prozent ordnen sie primär der Schule zu. Die schulische
Radfahrausbildung bekommt von den Eltern überwiegend gute Noten: 83
Prozent finden, dass sie wesentliche Kompetenzen für den
Straßenverkehr vermittelt.
Die Ergebnisse der aktuellen
Elternumfrage fügen sich in ein Bild ein, das Lehrkräfte bereits im
Mai in einer Umfrage der ADAC Stiftung gezeichnet hatten: 47 Prozent
der Kinder leiden nach ihrer Einschätzung unter erheblichen
Aufmerksamkeitsdefiziten im Straßenverkehr, 36 Prozent haben
Schwierigkeiten, in entscheidenden Momenten richtig zu reagieren.
Wie relevant der Übungsbedarf ist, zeigt der Blick auf die
aktuelle Unfallstatistik: 2025 starben in Deutschland 74 Kinder
unter 15 Jahren bei einem Verkehrsunfall, 13 davon waren mit dem
Fahrrad unterwegs. Rund 29.200 Kinder wurden verletzt, im Schnitt
kam damit alle 18 Minuten ein Kind zu Schaden. Ältere Kinder
verunglücken nach Auswertung des Statistischen Bundesamts besonders
häufig werktags zwischen 7 und 8 Uhr, zur typischen Schulwegzeit.
Den Schulweg sicherer zu machen, ist das Ziel einer bundesweiten
Schulstartkampagne der ADAC Stiftung. Sie richtet sich zu Beginn des
neuen Schuljahres an Eltern und Kinder, Pädagoginnen und Pädagogen
sowie alle Verkehrsteilnehmenden im Umfeld von Schulen. Auf
stiftung.adac.de/schulstart stellt die ADAC Stiftung umfangreiche
Informationsmaterialien und Lösungsvorschläge kostenlos zur
Verfügung.
Die ADAC Stiftung Die ADAC Stiftung
konzentriert sich in ihrer Arbeit auf zwei Themen: Mobilität und
Lebensrettung. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Menschen in
Deutschland ihrem Bedürfnis nach Mobilität sicher und nachhaltig
nachkommen können. Und dass Menschen mit akuten Verletzungen oder in
lebensbedrohlichen Situationen im ganzen Land schnelle und wirksame
Hilfe erhalten. Zudem fördert sie mit der Einzelfallhilfe gezielt
die soziale Teilhabe von Unfallopfern und ihren Familien.
Die
Stiftung ist 2016 gegründet worden. Seit Anfang 2017 ist sie
alleinige Gesellschafterin der gemeinnützigen ADAC Luftrettung und
fördert interdisziplinäre Projekte im Rettungswesen.
Die ADAC
Stiftung unterstützt Schulen mit Expertise und den kostenlosen
Programmen „Aufgepasst mit ADACUS“, „Roller Fit“ und „Achtung Auto
2.0“. Damit werden Kinder frühzeitig befähigt, sich sicher,
umweltbewusst und rücksichtsvoll im Straßenverkehr zu bewegen. 2025
erreichte die ADAC Stiftung mit ihren Programmen über 590.000 Kinder
und Jugendliche, was sie zum führenden zivilgesellschaftlichen
Mobilitätsbildungsanbieter an Kitas und Schulen in Deutschland
macht.
Über die Befragung: Grundlage der Ergebnisse ist
eine Onlinebefragung von 1.010 Eltern in Deutschland, deren Kinder
im Alter zwischen 4 und 12 Jahren sind. Die Fehlermarge beträgt ±3
Prozent bei einem Konfidenzniveau von 95 Prozent. Die Befragung
wurde von We are Family Research im Mai 2026 durchgeführt.
Boule für Einsteiger: VHS-Sommerkurs in Kooperation mit dem
Homberger Turnverein Wer Boule oder Pétanque
kennenlernen möchte, hat im August bei der Volkshochschule
Gelegenheit dazu. In einem dreiteiligen Einsteigerkurs auf den
Ligabahnen des Homberger Turnvereins stehen Regelkunde, Wurftechnik
und Spieltaktik im Mittelpunkt. Das Präzisionsspiel verbindet
Konzentration, Geschick und strategisches Denken.
Die
Teilnehmenden lernen, Spielsituationen einzuschätzen, regelkonform
zu handeln und ihre Wurftechnik gezielt zu verbessern. Auch
Fairplay, Teamspiel sowie das gemeinsame Entwickeln von
Spielstrategien gehören zu den Inhalten des Kurses. Geleitet wird
der Kurs von Michael von Parzotka, Abteilungsleiter Boule beim
Homberger Turnverein.
Die drei Kurstermine finden jeweils
mittwochs am 12., 19. und 26. August von 17.30 bis 19 Uhr auf dem
schattigen Sportgelände des Turnvereins, Friesenplatz 1, statt. Eine
Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf
Personen begrenzt. Die Kursgebühr beträgt 58 Euro. Eigene
Boulekugeln können mitgebracht werden, sofern vorhanden. Alternativ
stehen Leihkugeln zur Verfügung. Vorkenntnisse sind nicht notwendig.
Weitere Informationen zur Anmeldung gibt es unter Tel.
0203/283-984607 oder per Mail
vhs-west@stadt-duisburg.de
Film- und
Fotogeschichte im Fokus: Volkshochschule Duisburg lädt zu einer
spannenden Zeitreise durch die Kulturgeschichte der Bilder ein
Die Volkshochschule Duisburg widmet sich im
Herbstsemester 2026 erneut der Geschichte des Films und der
Fotografie. In einer Reihe fundierter Vorträge stehen bedeutende
Regisseure, Schauspieler und Fotografen im Mittelpunkt, deren Werke
die visuelle Kultur des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt haben.
Den Auftakt bildet eine kostenlose Veranstaltung am
Donnerstag, 3. September, um 17 Uhr zum expressionistischen
deutschen Stummfilm, der mit seinen markanten Bildwelten,
ungewöhnlichen Perspektiven und starken Hell-Dunkel-Kontrasten
Filmgeschichte schrieb.
Die Teilnehmenden lernen die ästhetischen Merkmale dieser
einflussreichen Epoche kennen und erfahren, wie sie das
internationale Kino bis heute beeinflusst. Ein weiterer Vortrag im
Anschluss am Donnerstag, 3. September, um 18.30 Uhr, widmet sich
Billy Wilder, dessen außergewöhnliches Gespür für Dialoge, Figuren
und menschliche Schwächen ihn zu einem der erfolgreichsten
Regisseure Hollywoods machte.
Zwischen Komödie und Drama
schuf Wilder zeitlose Klassiker, die bis heute nichts von ihrer
Aktualität verloren haben. Mit Fritz Lang rückt am Donnerstag, 17.
September, um 18.30 Uhr einer der bedeutendsten Regisseure der
Filmgeschichte in den Fokus. Seine Werke, darunter Klassiker wie
„Metropolis“ oder „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, stehen
beispielhaft für die Verbindung von filmischer Innovation und
gesellschaftlicher Analyse.
Spannende Einblicke verspricht
auch die Veranstaltung am Mittwoch, 23. September, um 18 Uhr über
die Edgar-Wallace-Filme, die insbesondere in den 1960er-Jahren das
deutsche Kinopublikum begeisterten. Die Vortragsreihe beleuchtet den
unverwechselbaren Stil der Kriminalfilme, ihre Entstehungsgeschichte
sowie ihren bis heute anhaltenden Kultstatus. Mit Paul Newman steht
am Mittwoch, 11. November, um 18 Uhr zudem einer der
charismatischsten Schauspieler des amerikanischen Kinos auf dem
Programm.
Neben seiner beeindruckenden Filmkarriere werden
auch seine Vielseitigkeit als Regisseur, Rennfahrer und
gesellschaftlich engagierte Persönlichkeit thematisiert. Ergänzt
wird das filmhistorische Angebot durch eine Veranstaltung am
Mittwoch, 9. Dezember, um 18 Uhr zur Geschichte der Fotografie. Im
Mittelpunkt stehen die Arbeiten von Irving Penn und Richard Avedon,
die die Porträtfotografie revolutionierten und mit ihren
Modeaufnahmen die Bildsprache ganzer Generationen prägten.
Das Herbstsemester der Volkshochschule Duisburg beginnt bereits Ende
August. Informationen zu allen Veranstaltungen sowie die Möglichkeit
zur Anmeldung finden Interessierte auf der Homepage
www.vhs-duisburg.de und im aktuellen VHS-Programmbuch. Weitere
Informationen gibt es bei Dr. Claudia Kleinert von der VHS
telefonisch unter 0203 283-984596.
Erwerbspersonenbefragung: Homeoffice: Wunsch und
Wirklichkeit klaffen häufiger auseinander Beschäftigte,
die mal im Homeoffice und mal im Betrieb arbeiten, sind häufig recht
zufrieden. Doch wenn die Homeoffice-Realität stark von den eigenen
Bedürfnissen abweicht, treten häufig Stress und gesundheitliche
Probleme auf. Das ergibt eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und
Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.*
Die Coronakrise hat der Arbeit in den eigenen vier Wänden zu
einem nachhaltigen Durchbruch verholfen: Mittlerweile sei
offensichtlich, dass sich die Entwicklung nicht rückgängig machen
lässt, erklärt Dr. Helge Emmler. Der WSI-Forscher hat die aktuelle
Situation in Sachen mobile Arbeit untersucht und dafür Daten des
WSI-Erwerbspersonenpanels ausgewertet.
Seinen Ergebnissen
zufolge hat sich an der Verbreitung zuletzt wenig geändert, wobei es
deutliche Unterschiede vor allem zwischen Beschäftigten mit und ohne
Hochschulabschluss gibt. Hybride Modelle, bei denen sich Homeoffice
und Arbeit im Betrieb abwechseln, entsprechen am besten den
Bedürfnissen der meisten Beschäftigten, die zu rund zwei Dritteln
mit den bestehenden Regelungen zufrieden sind oder allenfalls ein
wenig öfter zu Hause arbeiten möchten.

Diejenigen, deren Bedürfnisse klar von der betrieblichen
Realität abweichen, sind deutlich öfter von starker beruflicher
Belastung und gesundheitlichen Problemen betroffen.
Für das
WSI-Erwerbspersonenpanel wurden in 15 Erhebungsrunden seit dem
Frühjahr 2020 zunächst knapp 7700, zuletzt rund 6200 Personen
befragt. Emmlers Auswertung zufolge hat der erste Corona-Lockdown im
März 2020 eine „schlagartige und in dieser Größenordnung auch
seither nicht wieder beobachtete Ausbreitung von mobiler Arbeit“
verursacht.
Der Anteil derjenigen, die ausschließlich im
Betrieb arbeiten, war von 83 Prozent im Januar 2020 auf 53 Prozent
im April 2020 eingebrochen. Seit etwa Mitte 2021 sind, von geringen
Schwankungen abgesehen, etwa zwei von drei Erwerbstätigen nur im
Betrieb tätig, jede und jeder Vierte an wechselnden Orten. Es sei
anzunehmen, dass hinter diesem Trend für rund ein Viertel der
Beschäftigten eine neue Normalität von etwa zwei bis drei Tagen
Homeoffice pro Woche steckt, heißt es in der Studie.
Um den
aktuellen Stand zu erfassen, hat der WSI-Experte Ergebnisse der
Befragungswellen im November 2024 und 2025 analysiert, in denen die
Teilnehmenden ausführliche Angaben zu mobiler Arbeit gemacht haben.
Dabei hat er sich auf abhängig Beschäftigte konzentriert. Von denen
haben zuletzt 64,5 Prozent ihre Arbeitszeit ausschließlich im
Betrieb oder maximal zu einem Zehntel zu Hause verbracht. Bei
Akademikerinnen und Akademikern ist die Quote mit 36,6 Prozent
deutlich geringer als bei Beschäftigten mit Berufsausbildung mit 69
Prozent – wobei sich der Abstand im Vergleich zu 2024 ein wenig
verringert hat. In Ostdeutschland ist der Anteil mit 71,2
Prozent höher als im Westen mit 63,3 Prozent (siehe auch die
Abbildung in der pdf-Version dieser PM; Link unten). Auch diese
Differenz ist rückläufig. Die Branchen Energieversorgung, Medien,
Finanzen und öffentliche Verwaltung stechen durch einen hohen Anteil
hervor. In den Bereichen Bau, Erziehung, Gastgewerbe, Gesundheit,
Handel, Verkehr und Logistik ist Homeoffice dagegen weniger
verbreitet.
Ein Großteil dieser Unterschiede hängt laut der
Analyse mit der Natur der jeweiligen Tätigkeiten zusammen: Dass sie
ihre Aufgaben uneingeschränkt oder zu einem Großteil zu Hause
erfüllen könnten, sagen 38 Prozent der Beschäftigten. Von den
geeigneten Tätigkeiten werden 65 Prozent zumindest zu einem Viertel
im Homeoffice erledigt, 46 Prozent sogar überwiegend. Bei den
Beschäftigten mit akademischen Abschlüssen und geeigneten Jobs ist
die Quote derjenigen, die mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu
Hause ableisten, gegenüber 2024 von 57 auf 52 Prozent
zurückgegangen. Das deute darauf hin, dass sich in dieser Gruppe
zunehmend zwei statt drei Tage Homeoffice durchsetzen, schreibt
Emmler.
Unzufriedenheit ist ungesund Der Auswertung
zufolge entsprechen die betrieblichen Regelungen nicht immer den
Wünschen der Beschäftigten: Diejenigen, deren Aufgaben sich dafür
eignen, würden im Schnitt gern gut die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu
Hause verbringen, tatsächlich ist es etwas mehr als ein Drittel.
Insgesamt möchte ein Viertel den Anteil der Zeit im Homeoffice um 30
Prozentpunkte oder mehr erhöhen, ein Zehntel möchte weniger dort
arbeiten.
Rund zwei Drittel sind zufrieden oder wünschen
sich allenfalls geringfügige Änderungen. Besonders groß ist der
Anteil der Unzufriedenen, deren Wünsche stark von der tatsächlichen
Situation abweichen, mit 29,4 Prozent bei Beschäftigten, die von
Return-to-Office-Initiativen betroffen sind. Bei Beschäftigten mit
Kindern ist die Quote mit 28,3 Prozent ebenfalls hoch.
Diese
Unzufriedenheit gehe mit gravierenden Belastungen einher, erklärt
der Forscher. Von den Beschäftigten, deren Homeoffice-Präferenzen um
20 Stunden oder mehr von der tatsächlichen Regelung abweichen,
klagen 18 Prozent über eine hohe Arbeitsbelastung und 28 Prozent
über einen schlechten Gesundheitszustand. Bei denjenigen, die keinen
Änderungsbedarf in Sachen Homeoffice haben, sind es nur 6
beziehungsweise 14 Prozent. Auch bei der Zufriedenheit mit dem
Familienleben, der Freizeitgestaltung oder sozialen Kontakten
schneiden Beschäftigte schlechter ab, die gern deutlich länger zu
Hause arbeiten würden.
Dass die Homeoffice-Quoten sich nach
Ende der Corona-Pandemie stabilisiert haben, sei grundsätzlich eine
gute Nachricht, so Emmlers Fazit. „Denn mobile Arbeit hat sich nicht
nur als probate Maßnahme des Infektionsschutzes, sondern als
arbeitnehmerfreundliche Unterstützung der Work-Life-Balance und
arbeitgeberseitiges Instrument zur Fachkräftesuche erwiesen.“ Er
empfiehlt Unternehmen, den Wünschen der Beschäftigten
entgegenzukommen, solange keine zwingenden betrieblichen Gründe
dagegensprechen. Schließlich würde oft schon ein zusätzlicher Tag
Homeoffice-Tag reichen, um diese Wünsche zu erfüllen.
„Die
neue Studie unterstreicht: Das Potenzial, im Homeoffice zu arbeiten,
ist noch nicht ausgeschöpft“, sagt Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, die
wissenschaftliche Direktorin des WSI. „Gerade für Frauen, die im
Durchschnitt immer noch den ganz überwiegenden Teil der Sorgearbeit
erledigen, also etwa Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder
Arbeit im Haushalt, ermöglicht das Homeoffice Flexibilität bei der
Vereinbarkeit, weil beispielsweise Zeit für Pendelwege gespart
wird.“
Das Homeoffice sei jedoch kein Ersatz für
ausreichende Kinderbetreuungsangebote, betont die Soziologin
zugleich. Insbesondere in Zeiten hoher Spritpreise ermögliche mobile
Arbeit generell auch eine finanzielle Entlastung.
Wonzimmer-Konzert im ruhrKUNSTort
Am Freitag, 7. August 2026, findet um 20:00 Uhr wieder eines
der sogenannten Wohnzimmer-Konzerte im ruhrKUNSTort stattt.
Diesmal zu Gast ist die Gruppe "Bunkerbedarfslager", und mit Gesang,
Saxophon, Keyboards, Gitarre, Bass und Drums wird es „musikalisch bunt“,
so irgendwo zwischen Pop, Krautrock, Polka, Techno, Country, New Age und
Free Jazz.
Strick- und Häkelspaß beim „Maschengedöns“ in der Zentralbibliothek
Wer immer schon wissen wollte, wie man strickt oder häkelt, oder mit
einem angefangenen Projekt nicht weiterkommt, ist herzlich zum
„Maschengedöns“ eingeladen. Die Expertinnen der Flinken Nadeln geben in
der Zentralbibliothek auf der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte
Tipps zum Umgang mit Nadeln und Wolle, erklären, wie man Maschen
anschlägt und abnimmt und stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Das Angebot richtet sich an alle Interessierten ab 14 Jahren und findet
monatlich im Café im Stadtfenster statt.
Die Termine sind am 12. August und 9. September. Die Teilnahme ist
kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nadeln und Wolle
müssen mitgebracht werden. Die Flinken Nadeln unterstützen mit ihrer
Handarbeit den Bunten Kreis Duisburg e.V. bei seinem Einsatz für
Familien mit zu früh geborenen und schwer kranken Kindern. Woll-Spenden
werden bei den Workshops gerne angenommen.
Deutschlands Handwerker-Hochburgen: Wo besonders viele
und wenige Betriebe ansässig sind - Accountable
analysiert die Handwerksdichte in 68 deutschen Großstädten - In
Wolfsburg und Salzgitter gibt es die niedrigste Dichte an
Handwerksunternehmen je Einwohner - In Solingen gibt es die
höchste Betriebsdichte, aber auch die kleinsten Betriebe
In
Duisburg gibt es wenige Handwerksbetriebe. Das zeigt eine neue
Analyse der Steuer-App Accountable auf Basis der amtlichen
Handwerkszählung, die die Unterschiede zwischen 68 deutschen
Großstädten untersucht hat.
Demnach kommen in Duisburg nur
42,5 Handwerksunternehmen auf 10.000 Einwohner. Damit liegt die
Stadt deutlich unter dem Städteschnitt von 50,5 Betrieben in den
Flop 10. Zum Vergleich: Solingen ist mit 75,1 Handwerksbetrieben je
10.000 Einwohner Spitzenreiter.
In Duisburg arbeiten pro
Handwerksunternehmen rund 10,4 Personen, während es im Durchschnitt
der untersuchten Städte 12,8 sind.
Vom Heizungsbauer über den
Friseur und den Bäcker bis zum Elektriker: Das Handwerk prägt den
Alltag der Menschen in Deutschland wie kaum eine andere Branche.
Doch vielerorts wird es zunehmend schwieriger, kurzfristig einen
Termin für bestimmte Handwerksleistungen zu bekommen.
Der
Zentralverband des Deutschen Handwerks warnt seit Jahren vor
fehlenden Nachfolgern und unbesetzten Ausbildungsplätzen. Eine
Analyse der Steuer-App für Selbstständige Accountable zeigt nun auf
Basis der amtlichen Handwerkszählung, wie groß die regionalen
Unterschiede tatsächlich sind. Dafür wurde ausgewertet, wie viele
Handwerksbetriebe in 68 der größten deutschen Städte auf 10.000
Einwohner kommen und wie groß diese Unternehmen im Schnitt sind.
In Wolfsburg gibt es die wenigsten Handwerksbetriebe pro
Einwohner Insgesamt gibt es in den analysierten Städten 50,5
Handwerksbetriebe pro 10.000 Einwohner. Wolfsburg (30,9) weist die
bundesweit niedrigste Betriebsdichte auf. Es folgen das benachbarte
Salzgitter mit 37,4 und Jena mit 37,5. Komplettiert werden die zehn
Städte mit den wenigsten Handwerksbetrieben durch Dortmund (41,2),
Darmstadt (41,3), Kiel (41,6), Erlangen (42,2), Duisburg
(42,5), Mainz (42,5) und Bremerhaven (42,9).
Am
anderen Ende des Rankings steht Solingen. Hier kommen 75
Handwerksbetriebe auf 10.000 Einwohner und damit rund 2,4-mal so
viele wie in Wolfsburg. Dahinter folgen Offenbach (72,7),
Mönchengladbach (67,2), Remscheid (63,8), Wiesbaden und Chemnitz
(jeweils 63,3). Ebenfalls hohe Werte erreichen Düsseldorf (63,1),
Heilbronn (62,5), Wuppertal (62,2) und Krefeld (60,5).
Auffällig ist dabei die regionale Verteilung: Sechs der zehn
Spitzenreiter liegen in Nordrhein-Westfalen, davon mit Solingen,
Remscheid und Wuppertal gleich drei Städte des Bergischen
Städtedreiecks. Diese Region ist – von der Solinger Klingen- bis zur
Remscheider Werkzeugindustrie – traditionell eng mit dem Handwerk
verbunden.
Kleinstbetriebe prägen Solingen, Großbetriebe
Regensburg Allerdings geht eine lange Handwerkstradition nicht
zwangsläufig mit besonders großen Unternehmen einher. So zeigt die
Analyse, dass Solingen mit durchschnittlich 6,1 tätigen Personen je
Betrieb die mit Abstand kleinsten Handwerksbetriebe aller
untersuchten Städte hat. Aber auch in Offenbach (7,8), Leverkusen
(8), Potsdam (8,1), Erfurt (8,4), Fürth und Krefeld (jeweils 9),
Remscheid (9,2), Rostock (9,3) sowie Mönchengladbach (9,4) gibt es
vergleichsweise kleine Unternehmen.
Die größten
Handwerksbetriebe stehen hingegen in Regensburg: Mit
durchschnittlich 25,8 tätigen Personen je Betrieb sind sie mehr als
viermal so groß wie in Solingen. Dahinter folgen Osnabrück (25,1)
und Wolfsburg (23,8). Komplettiert wird die Top Ten durch Lübeck
(19,3), Kaiserslautern (18,0), Mannheim (17,9), Erlangen (17,5),
Münster (17,4), Ludwigshafen am Rhein (16,8) und Ulm (16,5). Zum
Vergleich: Im Schnitt der untersuchten Städte arbeiten 12,8 Personen
in einem Handwerksbetrieb.
Accountable-Gründer: Das Handwerk
braucht mutige Gründer und Nachfolger „Unsere Analyse zeigt, dass
das Handwerk in Deutschland ganz unterschiedlich geprägt ist:
Während in Städten wie Solingen und Offenbach viele kleine Betriebe
existieren, konzentriert sich das Handwerk in Wolfsburg stärker auf
wenige, dafür größere Unternehmen.
Mit Blick auf den
Fachkräftemangel, der viele Bereiche des Handwerks bereits heute
betrifft, bringen beide Strukturen Vor- und Nachteile mit sich. So
sind kleinere Betriebe häufig besonders flexibel und können oft auch
kurzfristig auf Aufträge reagieren, was die Versorgung vor Ort
verbessern kann. Allerdings könnte sich hier die
Nachfolgeproblematik künftig stärker bemerkbar machen, da eine große
Zahl an Betrieben fortgeführt werden muss.
Wie man es dreht
und wendet: Um den Bedarf im Handwerk langfristig zu decken, braucht
es mehr mutige Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit
wagen oder bestehende Betriebe übernehmen. Damit das gelingt, müssen
vor Ort die richtigen Anreize geschaffen und Hürden abgebaut werden.
Accountable begleitet jeden Tag tausende Selbstständige und erleben
dabei, welche Herausforderungen sie im Alltag beschäftigen.
Dazu gehören finanzielle Fragen ebenso wie bürokratische Hürden und
neue gesetzliche Anforderungen wie die schrittweise Einführung der
E-Rechnung. Digitale Lösungen können dabei helfen, solche
Veränderungen im Arbeitsalltag einfacher zu bewältigen. Denn wer
einen Handwerksbetrieb führt, sollte sich nicht vor allem mit neuen
Vorschriften beschäftigen müssen, sondern sich auf das konzentrieren
können, worauf es wirklich ankommt: gute Arbeit für die Kunden.”
Gemeinde lädt zum Sommerausflug mit Bergischer
Kaffeetafel Der nächste Sommerausflug der Evangelischen
Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh führt ins Bergische Land
nach Solingen, und Organisatorin Marlene Bschorr lädt herzlich zum
Mitreisen ein. Denn am 19. August erwartet die Tagesausflügler um
15.30 Uhr auf Schloss Burg eine Bergische Kaffeetafel mit grandiosem
Ausblick.
Danach stehen Schlossmuseum und Park für einen
Besuch offen. Es gibt noch Restplätze. Anmeldungen sind bei Marlene
Bschorr bis zum 12. August möglich (Mobil: 0172-2698574). Sie hat
auch genau Infos zu den Abfahrtzeiten. Der Ausflug kostet inkl.
Fahrt und Bergischer Kaffeetafel 40 Euro. Infos zur Gemeinde gibt es
im Netz unter www.bonhoeffer-gemeinde.org.
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