'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


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41. Kalenderwoche
Montag, 5. - Sonntag, 11. Oktober 2026

Neu: Stadtrundfahrten mit Doppeldecker-Bus und Cabrio-Dach durch Duisburg
Rund zwei Stunden dauert die neu konzipierte Tour durch Duisburg, die Gäste entdecken Duisburg mit einem Doppeldeckerbus. Besonderes Highlight: Bei schönem Wetter kann das Dach des Busses geöffnet werden und die Passagiere genießen Cabrio-Feeling.

Foto-C: Michelle Mehring, Duisburg Kontor GmbH

Für 2026 sind insgesamt drei Rundfahrten geplant, los geht’s am 10. Oktober um 15:30 Uhr, die nächste Tour ist für den 13. November um die gleiche Zeit vorgesehen.

Am Nikolaustag, den 6. Dezember um 14 Uhr gibt es eine weitere Rundfahrt. Im Landschaftspark Duisburg Nord können die Gäste jeweils kurz aussteigen und die Kulisse erkunden. Ein- und Ausstieg ist der Busparkplatz am City Palais an der Landfermannstraße. Die neuen Touren sind langfristig geplant und sollen auch 2027 regelmäßig stattfinden.

Das Angebot ist eine Kooperation zwischen dem Unternehmen REVIERTOURISTIK und dem städtischen Tochterunternehmen Duisburg Kontor. Der erfahrene Gästeführer und Historiker Thorsten Fischer hat die Touren erarbeitet und wird die ersten drei der Fahrten auch selbst begleiten. Tickets sind online auf www.reviertouristik.de und auf www.duisburg-tourismus.de sowie in der Tourist Information auf der Königstraße erhältlich.
Die Fahrpreise für Erwachsene liegen zwischen 24,-- und 30,-- Euro, ermäßigt bei 21,-- Euro. Kinder zwischen sechs und 14 Jahren können für 14,-- Euro mitfahren.

DVG setzt seit Oktober ausschließlich neue Straßenbahnen auf den Linien 901 und 903 ein  
Generationswechsel auf Duisburgs Schienen: Seit Donnerstag, 1. Oktober, setzt die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) im regulären Linienbetrieb ausschließlich ihre neuen Niederflurstraßenbahnen vom Typ GT8ND ein. Die bisherigen Straßenbahnen wurden wie geplant nach jahrzehntelangem Betrieb im Stadtgebiet somit vollständig aus dem Fahrgastbetrieb genommen. Die DVG schließt damit einen weiteren wichtigen Schritt bei der Modernisierung ihrer Fahrzeugflotte ab.  

Fotos Duisburger Verkehrsgesellschaft AG

„Mit dem vollständigen Wechsel auf unsere neuen Straßenbahnen erreichen wir einen wichtigen Meilenstein für den Nahverkehr in Duisburg“, sagt Projektleiter Erik Paschen. „Die modernen Fahrzeuge bieten unseren Fahrgästen wesentlich mehr Komfort und sind auf dem neuesten Stand der Technik. Sie werden das Bild des öffentlichen Nahverkehrs in Duisburg für viele Jahrzehnte prägen.“  

Insgesamt umfasst die neue Flotte 56 Fahrzeuge, von denen aktuell 49 in Duisburg angekommen sind. Die weiteren sieben Bahnen sollen bis zum Jahr 2027 angeliefert werden. Mit der Erneuerung ihrer Straßenbahnflotte investiert die DVG gemeinsam mit der Stadt Duisburg in einen modernen und zukunftsfähigen öffentlichen Nahverkehr in Duisburg. Weitere Informationen zu den neuen Straßenbahnen der DVG gibt es unter dvg-duisburg.de/neuebahnen.  

Mit der Erneuerung ihrer Straßenbahnflotte investiert die DVG gemeinsam mit der Stadt Duisburg in einen modernen und zukunftsfähigen öffentlichen Nahverkehr in Duisburg.

Highspeed-Internet für Rahm: Glasfaserausbau in Alt-Rahm ist gestartet
Der Ausbau von Hochgeschwindigkeitsinternet ist ein entscheidender Standortfaktor für modernes Wohnen und den wirtschaftlichen Fortschritt in der Zukunft. Die Duisburg CityCom (DCC) treibt gemeinsam mit der Stadt Duisburg den Ausbau des Glasfasernetzes konsequent weiter voran und dabei wurden in den vergangenen Jahren bereits große Erfolge erzielt.

Schon heute können rund zehn Prozent der Duisburger Haushalte von der DCC mit schnellstem Internet versorgt werden. Seit Anfang 2026 erschließt die DCC mit Duisburg-Rahm einen weiteren Stadtteil mit ihrem Hochgeschwindigkeitsinternet.

Baustart im zweiten Ausbaugebiet Alt-Rahm
Jetzt ist der Baustart in Alt-Rahm, dem zweiten Ausbaugebiet, gestartet. Der Baufortschritt erfolgt in Richtung Süden, sodass voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 dort die letzten Kundenanschlüsse fertiggestellt werden. Zuvor hat die DCC die notwendigen Glasfasertrassen von Großenbaum bis nach Rahm verlegt und begonnen, im ersten Ausbaugebiet nördlich der A524 die Hausanschlüsse zu erstellen. Für das dritte Ausbaugebiet in Rahm-West ist der Baustart ab Anfang 2027 geplant und die Fertigstellung wird bis zum dritten Quartal 2027 anvisiert.

Der Ausbau in Duisburg- Rahm schreitet also weiter voran. Insgesamt werden in den kommenden 18 Monaten rund 25 Kilometer Glasfasertrasse verlegt. Außerdem werden mehr als 150 Kilometer Anschlussleitungen in die Häuser gelegt, denn die DCC versorgt ihre Kunden mit Fiber To The Home (FTTH), verlegt also das Glasfaserkabel bis in die Wohnung. Nur so sind schnellste Übertragungsraten möglich.

„Unsere Produkte sollen den Bürgerinnen und Bürgern und natürlich auch den Unternehmen maximale Möglichkeiten bieten. Deshalb bauen wir überall in dieser höchsten Qualität aus und werden das nicht nur in Rahm, sondern auch in allen zukünftigen Ausbaugebieten weiter fortsetzen“, sagt Stefan Soldat, Geschäftsführer der DCC.

Foto C DCC

Insgesamt werden in den kommenden Monaten mehr als 1.300 Gebäude mit über 3.000 Wohneinheiten in den Rahmer Ausbaugebieten an das Glasfasernetz angeschlossen.

Von Januar bis Ende Juni 2025 hatte die DCC Interessentinnen und Interessenten in Rahm gesammelt, um hier ausreichend Nachfrage für einen Ausbau des Glasfasernetzes zu gewinnen.

Schon mehr als 27.000 Haushalte in Duisburg können von den pfeilschnellen Anschlüssen der DCC profitieren, bei denen bis zu 1000 Mbit/s Download und 500 Mbit/s Upload gleichzeitig möglich sind. Informationen zu Angeboten und Tarifen der DCC – auch außerhalb von Huckingen – gibt es im Internet auf der Seite glasfaserduisburg.de.

Dort finden Interessierte auch Ansprechpartner, die von Montag bis Freitag erreichbar sind: Für Privathaushalte unter 0203/604-2001 (8 bis 20 Uhr) oder per Mail unter service@duisburgcity.com sowie für Geschäftsleute unter 0203/604-3222 (8 bis 16 Uhr) oder per Mail unter kundenservice@duisburgcity.com. Darüber hinaus ist der Kundenservice für alle Fragen rund um die Angebote für Privathaushalte auch samstags von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

Die DCC hat auf ihrer Internetseite außerdem allerhand Wissenswertes rund um das Thema Glasfaser und die erforderliche Installation der Technik in leicht verständlichen Erklärvideos zusammengestellt. Wer mehr erfahren möchte über die Vorteile eines Glasfaseranschlusses, wie man seinen Router schnell und einfach einrichtet oder welche Glasfaser-Ausbauphasen es gibt, findet die Antworten unter www.glasfaserduisburg.de/know-how.

Aus der Forschung direkt in die Praxis: KI-StartUp Festival vernetzt junge Tech-Unternehmen mit der Industrie
Künstliche Intelligenz verändert Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle. Doch wie gelangen neue technologische Ansätze aus der Forschung in die betriebliche Praxis? Am 13. Oktober 2026 bringt das Zentrum für angewandte Künstliche Intelligenz Duisburg (ZaKI.D) beim KI-StartUp Festival junge Unternehmen, etablierte Firmen, Wissenschaft sowie KI-Expertinnen und -Experten im Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg zusammen.

Ziel ist es, neue KI-Lösungen schneller in die Anwendung zu bringen und Kooperationen zwischen Entwicklung, Forschung und industrieller Praxis anzustoßen.

Eingangsbereich ZaKI.D KI-StartUp Festival Fraunhofer IMS

„Startups suchen nach Möglichkeiten, ihre Ideen bei echten Kunden umzusetzen. Unternehmen müssen neue Technologien schnell und wirtschaftlich bewerten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Startups bringen neue Technologien und frische Ansätze mit, Unternehmen konkrete Anwendungsfälle und Praxiserfahrung. Das KI-StartUp Festival schafft den Rahmen, damit daraus neue Kooperationen entstehen können“, erklärt Hamed Nokhostin, Projektleiter bei ZaKI.D.

Drei Impulse zeigen, wie unterschiedlich KI den Unternehmensalltag verändert: Die Unternehmerin, ehemalige Microsoft-Managerin und SPIEGEL-Bestsellerautorin Paula Brandt spricht darüber, wie KI schon heute die Welt von morgen prägt. Prof. Dr. Volker Gruhn, Professor für Software Engineering an der Universität Duisburg-Essen und Mitgründer des IT-Unternehmens adesso, beleuchtet, warum KI die Softwareentwicklung grundlegend verändert.

Franz Nkemaka, Unternehmer, Speaker und Geschäftsführer der Nextise GmbH, zeigt, wie Unternehmen das KI-Tool-Chaos hinter sich lassen und KI über einzelne Pilotprojekte hinaus einheitlich und produktiv in den Arbeitsalltag integrieren können.

Ergänzt werden die Impulse durch kompakte Startup-Pitches und eine Paneldiskussion. Junge Unternehmen präsentieren ihre Technologien und zeigen, wo KI-Lösungen bereits heute in Wirtschaft und Industrie zum Einsatz kommen. Im ganztägig geöffneten Ausstellungsbereich können die Teilnehmenden Innovationen aus erster Hand erleben, mit den Teams ins Gespräch kommen und Kontakte zu potenziellen Partnern knüpfen.

Am Nachmittag rückt die praktische Anwendung in den Mittelpunkt. Eine Masterclass vermittelt praxisnahe Einblicke in Machine Learning für industrielle Einsatzszenarien. Bei den Expert Table Talks tauschen sich Fachleute und Teilnehmende zu Edge AI und intelligenter Sensorik, verteilten KI-Systemen, Embedded AI und Mikroelektronik, generativer KI im Unternehmensalltag sowie zum digitalen Produktpass aus.

In den Roundtable-Diskussionen geht es um konkrete Entscheidungen, vor denen Unternehmen beim KI-Einsatz stehen: Was bedeutet der EU AI Act für KMU und Startups? Wann lohnt sich die Eigenentwicklung, wann der Zukauf oder eine Kooperation mit Hochschulen? Weitere Runden widmen sich der Gewinnung von KI-Fachkräften sowie geeigneten Finanzierungs- und Förderwegen.

Das KI-StartUp Festival richtet sich an Unternehmen, Startups und Forschende, die KI-Lösungen entwickeln, erproben oder in die betriebliche Praxis übertragen möchten. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Anmeldung vorab verpflichtend.

Veranstaltungshinweis
Termin: 13. Oktober 2026, 9-16 Uhr
Ort: Fraunhofer-inHaus-Zentrum, Forsthausweg 1, Duisburg
Teilnahme: kostenfrei
Information und Anmeldung: www.zakid.de/festival/

Das
Zentrum für angewandte Künstliche Intelligenz Duisburg (ZaKI.D) ist ein wegweisendes Projekt der Stadt Duisburg. Es erhielt als erstes Projekt im 5-StandorteProgramm eine Förderung über ca. 18 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE). Das Projekt konzentriert sich darauf, Künstliche Intelligenz (KI) auf sehr kleinen Geräten wie Sensoren einzusetzen.

Dadurch können Datenschutzprobleme vermieden, wertvolle Ressourcen geschont und neue Services direkt in Geräten oder Maschinen angeboten werden. Ziel ist es, kleinen und mittleren Unternehmen in der Region zu helfen, KI in ihre Betriebe und Produkte einzubinden. Das
Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS, die Universität Duisburg-Essen und die KROHNE Messtechnik GmbH arbeiten gemeinsam an dem Projekt. Die Stadt Duisburg ist assoziierte
Partnerin.

Hospizzentrum St. Raphael: Letzte Hilfe Kurs – Am Ende wissen, wie es geht
Am Donnerstag, 26. November 2026 veranstaltet das Malteser Hospizzentrum St. Raphael von 10.00 bis 14.00 Uhr einen Letzte Hilfe Kurs in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung im Bistum Essen (KEFB). Dieser findet in den Räumlichkeiten des Hospizzentrums in der Remberger Straße 36, 47259 Duisburg-Huckingen statt.

Das Angebot richtet sich an interessierte Bürger und Bürgerinnen sowie Angehörige und Nachbarn von alten und schwerkranken Menschen. Das Lebensende und das Sterben machen Nahestehende oft hilflos. In vier Stunden vermittelt der Kurs anschaulich und praktisch, was man von Mensch zu Mensch Betroffenen in der letzten Lebensphase Gutes tun kann. Das Angebot ist kostenfrei. Über eine Spende freuen wir uns. Wir bitten um Anmeldung bei Sibylle Franke entweder telefonisch unter 0203 6085 - 2002 oder per E-Mail an sibylle.franke@malteser.org

Malteser Hospizzentrum St. Raphael
Das Malteser Hospizzentrum St. Raphael umfasst einen ambulanten Palliativ- und Hospizdienst sowie ein stationäres Hospiz mit zwölf Plätzen für schwerstkranke Menschen in der letzten Lebensphase. Zudem unterstützt der Kinder- und Jugendhospizdienst „Bärenstark“ lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendlichen sowie ihre Familien in der Häuslichkeit.

Hinterbliebenen stehen die geschulten und erfahrenen Mitarbeitenden des Hospizzentrums im Rahmen der Trauerberatung und -begleitung mit unterschiedlichen Beratungsangeboten für Erwachsene und Kinder zur Seite.

Die fachlich kompetenten und erfahrenen Mitarbeitenden des Hospizzentrums werden in allen Bereichen von geschulten Ehrenamtlichen unterstützt. Zur Vorbereitung, Begleitung und Integration der ehrenamtlich Mitarbeitenden betreibt das Hospizzentrum ein professionelles Ehrenamtsmanagement.

In enger Zusammenarbeit mit dem Malteser Ambulanten Palliativpflegedienst ist das Hospizzentrum fester Partner in der Sicherung der SAPV-Versorgung. Träger des Malteser Hospizzentrum St. Raphael ist die Malteser Wohnen & Pflegen gGmbH mit Sitz in Duisburg. Sie betreibt neben dem Hospizzentrum deutschlandweit 33 Wohn- und Pflegeeinrichtungen, von denen einige neben umfassenden Pflegeleistungen der Altenhilfe über spezielle Schwerpunktpflegebereiche verfügen.

Armut wirksam bekämpfen und verhindern
Die neue Strategie der Europäischen Union gegen Armut setzt den politischen Rahmen für die EU und ihre Mitgliedstaaten für die kommenden Jahre. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. setzt sich für eine engagierte Umsetzung ein.

„Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. begrüßt die Initiative der Europäischen Kommission und die Zielsetzung der EU-Strategie, Armut in allen Lebenslagen zu bekämpfen und zu verhindern“, so Dr. Verena Staats, Vorständin des Deutschen Vereins. „Weil die Strategie nicht rechtsverbindlich ist, ist sie für die Erreichung echter Fortschritte und Verbesserungen in der Lebenswirklichkeit auf entschlossenes Handeln aller staatlichen Ebenen und der Zivilgesellschaft angewiesen.“

Eine engagierte Umsetzung in Deutschland und den Mitgliedstaaten ist erforderlich, um die Chancen, die das gemeinsame Vorgehen auf Grundlage der EU-Strategie bietet, zu nutzen und die angestrebten Verbesserungen in diesem wichtigen Handlungsfeld zu erreichen.

Die Europäische Kommission hat am 6. Mai 2026 die erste „Strategie der Europäischen Union gegen Armut“ veröffentlicht, die für die Bekämpfung und Verhinderung von Armut in allen Lebensphasen den politischen Rahmen auf Ebene der Europäischen Union und der Mitgliedstaaten mit ihren Regionen und Kommunen setzt.

Mit seiner aktuellen Stellungnahme wendet sich der Deutsche Verein daher an die Europäische Kommission und die Bundesregierung. Dabei nimmt er sowohl ihr Handeln im Rat der EU als auch die Umsetzung der Strategie in Deutschland in den Blick.

Der Deutsche Verein sieht Armut und soziale Ausgrenzung dabei als multidimensionale Herausforderungen. Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut in allen Altersgruppen sind zu kombinieren mit Maßnahmen zu übergreifenden Herausforderungen wie Diskriminierung, Wohnkosten und Zugang zu monetären Leistungen und Dienstleistungen. Zur generationenübergreifenden Prävention und Bekämpfung der Kinder- und Familienarmut weist der Deutsche Verein auf die Bedeutung von kindorientierter Infrastruktur und den Ausbau z.B. von Präventionsketten hin.

Er hält es für geboten, den Zugang junger Menschen zu betrieblicher Berufsausbildung benachteiligungssensibler und inklusiver zu gestalten und die Unterstützung von jungen Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf zu stärken.


Kirche kocht und lädt zum kostenfreien Mittagessen nach Untermeiderich
In der Evangelischen Gemeinde Meiderich heißt es einmal im Monat „Kirche kocht“, denn im Begegnungscafé „Die Ecke“, Horststr. 44a, stehen dann Ehrenamtliche an den Töpfen und zaubern Leckeres; so zum Beispiel am 13. Oktober, wenn sie um 12.30 Uhr leckere Gemüsesuppe servieren.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, das Angebot ist kostenfrei. „Wir wollen Herzenswärme spenden, schöne Momente schenken und gemeinsam  Mittagessen!“ sagt Yvonne de Temple-Hannappel, die Leiterin des Begegnungscafés (Tel. 0203 45 57 92 70, E-mail: detemple-hannappel@gmx.de). Die Menüs für die nächsten Termine stehen schon fest. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de.  

Arbeitsintensiver dritter Presbytertag in der Gnadenkirche Neumühl
Duisburg, 6. Oktober 2026 - Die Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh und die Gemeinden Hamborn und Neumühl schließen sich zum 1. Januar 2027 zu einer gemeinsamen großen Evangelischen Kirchengemeinde im Stadtbezirk Duisburg Hamborn zusammen.

So wurde der Begriff „Zusammenwachsen“ beim jüngsten, mittlerweile dritten gemeinsamen Presbytertag der Leitungsgremien der drei Gemeinden erneut mit Leben gefüllt. Dabei ging es am Samstag in der Neumühler Gnadenkirche in Kleingruppen und im Plenum unter der fachkundigen Anleitung der Bonhoeffer-Presbyterin Kerstin Kräuter um künftige Personalstrukturen, Gebäudenutzung, Finanzen und inhaltliche Schwerpunkte. Viele Ideen und Vorhaben wurden auf den Weg gebracht, die jetzt zeitnah umgesetzt werden.

Presbytertag in der Gnadenkirche Neumühl (Foto: Ev. Bonhoeffer Gemeinde).

Obermeiderich lädt zu Skat und Doppelkopf
In der Evangelischen Kirchengemeinde Obermeiderich verbringen im Gemeindezentrum an der Emilstraße Gruppen wie etwa die Tischtennisgruppe regelmäßig eine gute Zeit zusammen. Dazu gehört der Skat-Club, wo regelmäßig Menschen zusammen Karten dreschen.

Der Club lädt Anfängerinnen und Anfänger aber auch bereits leidenschaftliche Spielerinnen und Spieler zum Mitmachen ein: an jedem 2. Dienstag von 19 bis 21.30 Uhr. Das nächste Treffen ist am 13. Oktober. Für Getränke und Knabbereien ist gesorgt.

„Wir freuen uns auf euch“ sagt Club-Leiter und ehemaliger Superintendent im Duisburger Kirchenkreis Armin Schneider und heißt auch Doppelkopfspielerinnen und -spieler herzlich willkommen. Rückfragen beantwortet er gerne: Telefon 0203 / 590 694 oder E-Mail armin.schneider@ekir.de. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.obermeiderich.de.



4. Nahverkehrsplan der Stadt Duisburg: Mobilität von morgen mitgestalten
Die Stadt Duisburg startet die Erarbeitung ihres vierten Nahverkehrsplans und lädt alle Duisburgerinnen und Duisburger, Akteurinnen und Akteure und Interessierte ein, aktiv am ersten Beteiligungsschritt teilzunehmen. Ziel ist es, gemeinsam die Weichen für einen zukunftsfähigen öffentlichen Nahverkehr in Duisburg zu stellen.

 Der Nahverkehrsplan bildet die Grundlage für die langfristige Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs in Duisburg. In der nun beginnenden Beteiligungsphase sind die Ideen, Erfahrungen und Anregungen der Menschen vor Ort gefragt. Die Beteiligung ist bewusst offen angelegt: Alle Interessierten können ihre Perspektiven einbringen und dazu beitragen, den Nahverkehr in Duisburg bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

„Mobilität betrifft uns alle“, sagt Oberbürgermeister Sören Link. „Deshalb wollen wir den Nahverkehrsplan gemeinsam mit den Menschen in unserer Stadt entwickeln. Niemand kennt die täglichen Wege und Herausforderungen besser als die Duisburger selbst. Alle sind eingeladen, ihre Erfahrungen, Ideen und Vorschläge einzubringen und die Mobilität der Zukunft in Duisburg mitzugestalten.“

Die Stadt setzt dabei bewusst auf einen breiten Dialog, um möglichst viele unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen. Die Fortschreibung des Nahverkehrsplans erfolgt dabei unter anspruchsvollen finanziellen Rahmenbedingungen. Deshalb ist es erforderlich, vorhandene Ressourcen besonders zielgerichtet einzusetzen und die zukünftige Ausgestaltung des Angebots sorgfältig an den tatsächlichen Bedürfnissen der Fahrgäste auszurichten.

Die Ergebnisse der ersten Beteiligungsphase fließen in die weiteren Arbeiten am 4. Nahverkehrsplan ein und bilden eine wichtige Grundlage für die Entwicklung konkreter Maßnahmen und Ziele. Informationen zur Beteiligung sowie die Möglichkeit zur Einreichung von Anregungen und Vorschlägen finden Interessierte unter der Internetadresse https://nahverkehr-mitplanen.duisburg.de.

Neudorf: Barrierefreier Ausbau von acht Bushaltestellen an der Lotharstraße abgeschlossen
Der barrierefreie Ausbau von acht Bushaltestellen in Duisburg-Neudorf entlang der Lotharstraße zwischen der Mülheimer Straße und der Nettelbeckstraße wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Haltestellen Uni Nord, Universität, Bürgerstraße und Nettelbeckstraße wurden jeweils in beide Fahrtrichtungen modernisiert.

An der Haltestelle „Universität – Bussteig 2“ (im Bild) wurde zudem die bisherige Busbucht zurückgebaut und durch einen sogenannten Buskap ersetzt. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

Der Ausbau ist ein wichtiger Schritt für die laufende Verbesserung der Nutzbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs. Die Haltestellen wurden höhengerecht umgebaut, mit taktilen Leitelementen ausgestattet und für einen barrierefreien Ein- und Ausstieg angepasst. Dadurch profitieren insbesondere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Sehbehinderungen sowie Fahrgäste mit Kinderwagen oder Gepäck.

An der Haltestelle „Universität, Bussteig 2“ wurde zudem die bisherige Busbucht zurückgebaut und durch einen sogenannten Buskap ersetzt. Diese Bauweise ermöglicht einen sicheren und komfortablen barrierefreien Einstieg und entspricht den heutigen Standards für barrierefreie Haltestellen. Für den Ausbau wurden rund 770.000 Euro investiert, wovon etwa 470.000 Euro durch Fördermittel refinanziert sind.

DVG modernisiert drei Bahnhaltestellen im Duisburger Norden
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) modernisiert ab Mitte Oktober sukzessive die Straßenbahnhaltestellen „Watereck“, „Pollenkamp“ und „Bärenstraße“ der Linie 903 im Duisburger Norden. Die DVG investiert damit weiter in einen modernen und zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt.

Im Zuge der Modernisierung werden neue Wartehallen errichtet und die technische Ausrüstung der Haltestellen komplett erneuert. Dazu zählen unter anderem die Fahrgastinformationssysteme an den einzelnen Haltestellen. Zudem wird das taktile Leitsystem für Menschen mit Sehbehinderung erneuert. Auch Pflasterflächen rund um die Haltestellen tauscht die DVG gegen neue aus.

Die neuen Haltestellen bieten den Fahrgästen wesentlich mehr Komfort. Die DVG beginnt mit ihren Arbeiten ab Mitte Oktober zunächst an der Haltestelle „Watereck“ und arbeitet sich dann über die Haltestelle „Pollenkamp“ weiter zur Haltestelle „Bärenstraße“ vor. Alle Haltestellen werden weiterhin angefahren. Mitte Dezember soll die Gesamtmaßnahme abgeschlossen sein. Die DVG investiert 1,6 Millionen Euro in die Maßnahme. Das Projekt wird vom Land NRW und vom Bund gefördert.

Großes Baustellen- und Familienfest in allen fünf IGA-Zukunftsgärten
Rund ein halbes Jahr vor ihrer Eröffnung lädt die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 Ruhrgebiet am kommenden Samstag (10. Oktober) von 14 bis 19 Uhr zum Baustellen- und Familienfest ein. Interessierte haben Gelegenheit, einen Blick hinter die Bauzäune zu werfen und die fünf Zukunftsgärten zu entdecken. Der Eintritt ist frei.

An dem Tag startet auch der Vorverkauf der Tagestickets. Unter dem Motto "Wir blühen vor" zeigt die IGA, was an ihren zentralen Schauplätzen bereits entstanden ist – und was sich bis zur Eröffnung im April 2027 noch verändern wird. In Duisburg, Gelsenkirchen, Dortmund und Lünen werden dafür die Baustellen geöffnet.

Im Zukunftsgarten Emscherland zwischen Castrop-Rauxel und Recklinghausen können die Gäste den Natur- und Wasser-Erlebnis-Park bei geführten Touren kennenlernen (Anmeldung erforderlich). Dazu gibt's an allen Standorten Programm für die ganze Familie, z. B. mit Live-Musik, Zauberei, Musikkabarett, Gartentipps und Mitmachaktionen. idr

Informationen: https://www.iga2027.ruhr/mitmachen-community/mein-garten/veranstaltungen-mein-garten/veranstaltungsdetails/iga-baustellenfest-an-allen-zukunftsgaerten

Ruhrgebiet wirbt mit 107 Standpartnern auf der Expo Real in München
Mit 107 Standpartnern ist das Ruhrgebiet auf der Expo Real in München aktuell noch stärker vertreten als in den Vorjahren. Zwölf Kommunen der Region werben zusammen mit Wirtschaftsförderungen, Projektentwicklern und Immobilienunternehmen mit neuen Quartieren und gut angebundenen Gewerbeflächen.

Forschung und Nachhaltigkeit spielen dabei eine besondere Rolle. Organisiert wird der Gemeinschaftsstand von der Business Metropole Ruhr GmbH (BMR) in Essen. Einen Überblick über herausragende Projekte, die die Städte auf der internationalen Immobilien- und Investorenmesse präsentieren, bietet der gemeinsame Ruhrgebietsfilm mit allen vertretenen Oberbürgermeisterinnen, Oberbürgermeistern und Landräten.

Die Expo Real ist heute in München gestartet und erwartet bis Mittwoch rund 42.000 Fachbesucher aus 70 Ländern. idr - Informationen: http://www.business.ruhr

Tonbasteln auf dem Marina-Markt
Das Kultur- und Stadthistorische Museum, Johannes-Corputius-Platz 1 am Duisburger Innenhafen, lädt anlässlich des Marina-Markts am Sonntag, 11. Oktober, wieder von 13 bis 17 Uhr zu einem kreativen Workshop ein. Unter der Anleitung von Katharina Nitz gestalten Besucherinnen und Besucher individuelle Lieblingsstücke aus Ton, die im Anschluss mitgenommen werden können.

Das Angebot richtet sich an alle Altersgruppen und ist kostenfrei. Das Mercator-Café ist an diesem Tag geöffnet und bietet heiße und kalte Erfrischungen sowie leckeren Kuchen. Das gesamte Programm ist im Internet unter https://www.stadtmuseumduisburg.de abrufbar.

Duisburg wird zum Treffpunkt für Expertinnen und Experten der modernen Wundversorgung
Fachsymposium zu aktuellen Entwicklungen in der Versorgung von chronischen, kurativen und palliativen Wunden
In Duisburg und der umliegenden Region wächst der Bedarf an spezialisierter Versorgung akuter, chronischer und palliativer Wunden kontinuierlich. Die Ursachen liegen unter anderem in einer älter werdenden Bevölkerung, der Zunahme chronischer Erkrankungen wie Diabetes mellitus sowie der immer stärkeren ambulanten und häuslichen Versorgung in der Region.

Damit wachsen auch die medizinischen, pflegerischen und rechtlichen Anforderungen an Fachkräfte deutlich. Vor diesem Hintergrund lädt die medidoc Palliativ- und Pflegeakademie am 18. November 2026 zum Fachsymposium „Spezialisiertes Wundmanagement“ ins Haus der Unternehmer nach Duisburg ein.

Die kostenfreie Fachveranstaltung beleuchtet rechtliche, medizinische und pflegerische Aspekte der kurativen und palliativen Wundversorgung. Sie richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachkräfte sowie weitere Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen. Das Fachsymposium ist bei der Ärztekammer Nordrhein sowie bei der Registrierungsstelle für beruflich Pflegende mit Fortbildungspunkten zertifiziert.

Die Moderation übernehmen Dr. phil. Iris Huth, wissenschaftliche Leiterin der medidoc Palliativund Pflegeakademie sowie Psychoonkologin, und der Duisburger Allgemein- und Palliativmediziner Eti Saylan, der zudem als tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapeut tätig ist. Eti Saylan ist Mitglied des Palliative Care Teams Duisburg und begleitet seit vielen Jahren schwerstkranke Menschen in der Region.

Im Mittelpunkt des Symposiums stehen sowohl kurative Behandlungsansätze mit dem Ziel der Wundheilung als auch chronische Wunden und palliative Versorgungskonzepte. Gerade bei schwer erkrankten Menschen tritt die vollständige Heilung häufig in den Hintergrund. Entscheidend sind dann Lebensqualität, Schmerzlinderung und eine würdevolle Versorgung.

Zu den Referierenden zählen Volker Großkopf, der als Professor der Rechtswissenschaften sowie Vorsitzender des Prüfungsausschusses GW haftungsrechtliche Fragestellungen in der Wundversorgung beleuchtet, sowie Martin Motzkus, der in seinem Vortrag „Wundupdate 2026“ aktuelle Entwicklungen in der Versorgung chronischer und palliativer Wunden vorstellt.

Neben den Fachvorträgen bietet das Symposium Raum für interdisziplinären Austausch zwischen Medizin, Pflege und weiteren Gesundheitsberufen aus Duisburg und der Region. Ziel ist es, die Versorgungsqualität von Menschen mit komplexen Wunden in Duisburg und dem Umland nachhaltig zu stärken. Der Einlass beginnt um 16:30 Uhr, die Veranstaltung startet um 17:00 Uhr mit der fachlichen Einführung und Moderation.

Während der Pause besteht am Infostand „Die medidoc-Fachtherapeuten – Spezialisierte Wundversorgung im Dialog“ Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Information über aktuelle Versorgungsansätze.

Die Vorträge schließen sich bis 20:00 Uhr an. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist jedoch erforderlich, da die Anzahl der Plätze begrenzt ist. Anmeldungen sind telefonisch unter 0203 935565-22 oder per E-Mail an kontakt@medidoc-akademie.de möglich. Der Veranstaltungsflyer steht hier zum Download bereit.

Weiterer Gesetzentwurf zum Schutz bei häuslicher Gewalt
Neue Regeln für die Lösung aus einem gemeinsamen Mietvertrag und für den Schutz von Angehörigen
Betroffene von Gewalt, die mit dem Täter zusammen eine Wohnung gemietet haben, sollen sich künftig einfacher aus dem gemeinsamen Mietvertrag lösen können. Zudem soll eine gewaltbetroffene Person vom Täter verlangen können, dass er für finanziellen Verpflichtungen aus dem Mietverhältnis aufkommt, die nach ihrem Auszug entstanden sind.

Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) heute veröffentlicht hat. Der Entwurf schlägt darüber hinaus vor, weitere Personen in den Schutz durch das Gewaltschutzgesetz einzubeziehen: insbesondere Kinder und pflegebedürftige Angehörige, die im selben Haushalt wie das Opfer leben und von diesem betreut und unterstützt werden. Familiengerichte sollen für Person, die von der gewaltbetroffenen Person abhängig sind, die gleichen Schutzmaßnahmen anordnen können, die sie für die gewaltbetroffene Person treffen.

Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Stefanie Hubig erklärt dazu:
„Der Weg in ein selbstbestimmtes und sicheres Leben ist nach häuslicher Gewalt oft noch lang. Wir wollen ihn etwas einfacher machen. Wer häusliche Gewalt erlebt hat, soll sich leichter aus einem gemeinsamen Mietvertrag mit dem Täter lösen können."

Der Gesetzentwurf ergänzt die Vielzahl an Maßnahmen, die das BMJV im letzten Jahr gegen häusliche Gewalt und Gewalt an Frauen auf den Weg gebracht hat. Konkret sind folgende Änderungen geplant:

Leichtere Lösung aus einem Mietvertrag
Betroffene von Gewalt sollen sich zukünftig leichter aus einem gemeinsamen Mietvertrag mit dem Täter lösen zu können. Im geltenden Recht ist es so: Wer eine Wohnung gemeinsam mit einer anderen Person mietet, kann den Mietvertrag grundsätzlich auch nur gemeinsam mit der anderen Person ändern oder beenden.

Möchte eine Partei also aus dem Vertrag entlassen werden oder diesen kündigen, braucht sie die Mitwirkung ihres Mitmieters. Einen ausdrücklich im Gesetz geregelten Anspruch auf eine solche Mitwirkung gibt es bislang nicht. . Der Gesetzentwurf sieht einen neuen Anspruch im Gewaltschutzgesetz vor. Bestehen soll dieser Anspruch, wenn eine Person Opfer einer Gewalttat geworden ist. Auf die Art der Beziehung zwischen Täter und Opfer soll es nicht ankommen.

Der Anspruch soll auch in Betracht kommen, wenn keine körperliche Gewalt vorgefallen ist, aber mit ihr gedroht wurde. Geltend machen können soll das Opfer den neuen Anspruch auf Mitwirkung an der Kündigung des Mietverhältnisses innerhalb von sechs Monaten nach der Gewalttat oder Drohung.

Zudem sollen Betroffene nicht auf finanziellen Verpflichtungen aus dem Mietverhältnis sitzen bleiben, die nach ihrem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung entstanden sind – egal ob es sich um Pflichten auf Mietzahlung handelt oder um Verpflichtungen wegen Beschädigung der Mietwohnung. Sie sollen einen gesetzlichen Anspruch gegen den Täter erhalten, dass dieser grundsätzlich für die Begleichung entsprechender Ansprüche aufkommt. Durch die ausdrückliche gesetzliche Regelung sollen die Ansprüche einheitlich geregelt und für Betroffene dadurch leichter durchsetzbar sein.

Schutzmaßnahmen auch für das Umfeld der gewaltbetroffenen Person
Familiengerichte sollen künftig auch Personen im Umfeld der gewaltbetroffenen Person besser vor dem Täter schützen können. Gemeint sind damit Personen, die mit der betroffenen Person in einem Haushalt leben und von dieser betreut und unterstützt werden.

Das können beispielsweise pflegebedürftige Angehörige, minderjährige Kinder der Betroffenen oder volljährige Kinder in Ausbildung sein, die vom ihr unterstützt werden. Bisher kann das Familiengericht bei einer Gewalttat auf Antrag Schutzmaßnahmen für die gewaltbetroffene Person und gegen den Täter treffen.

Dazu gehören Kontakt- und Näherungsverbote sowie ab dem 1. Juli 2027 in Hochrisikofällen auch die Anordnung einer elektronischen Fußfessel. Zukünftig soll das Gericht die gleichen Schutzmaßnahmen auch zu Gunsten abhängiger Personen im Umfeld anordnen können, weil diese grundsätzlich ebenso schutzbedürftig wie die gewaltbetroffene Person selbst sind. Dafür braucht es keinen eigenständigen Antrag

Der Gesetzentwurf wurde heute an die Länder und Verbände versandt und auf der Internetseite des BMJV veröffentlicht. Die interessierten Kreise haben nun Gelegenheit, bis zum 30. Oktober 2026 Stellung zu nehmen. Die Stellungnahmen werden auf der Internetseite des BMJV veröffentlicht.

Buchholzer Bücherzirkel
Die Bezirksbibliothek Buchholz an der Sittardsberger Allee 14 lädt am Mittwoch, 14. Oktober, um 17 Uhr zum Bücherzirkel ein. Die Duisburger Journalistin Sabine Justen freut sich auf einen regen Austausch mit ihren Gästen. Alle, die gerne lesen und immer auf der Suche nach aktuellen Titeln und gutem Lesestoff sind, sind herzlich eingeladen.

Bei einer Tasse Kaffee sind alle Genres willkommen, ob anspruchsvoll oder unterhaltsam, Sachbuch oder Roman, Liebesgeschichte, Krimi oder Thriller. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldung ist bequem online unter https://www.stadtbibliothek-duisburg.de möglich.

Fragen beantwortet das Team der Bibliothek gerne persönlich oder telefonisch unter 0203 283-7284. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 10.30 bis 13 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr.




Pinktober: Brustkrebs war bei Frauen in NRW die zweithäufigste Krebserkrankung mit Todesfolge im Jahr 2025
* 4.143 Menschen starben in NRW an Brustkrebs, 98,9 % davon waren Frauen
* Niedrigste Sterberate im Kreis Olpe, höchste im Märkischen Kreis
* 27.898 vollstationäre Krankenhausbehandlungen 2024 aufgrund von Brustkrebs – 19 % weniger als 20 Jahre zuvor

Im Jahr 2025 starben in Nordrhein-Westfalen 4.143 Menschen aus Nordrhein-Westfalen laut Todesbescheinigung an Brustkrebs; 98,9 % davon waren Frauen. Jedes Jahr wird international im Brustkrebsmonat Oktober (genannt Pinktober) auf die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Brustkrebsaufmerksam gemacht.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen anlässlich des Pinktobers mitteilt, war Brustkrebs bei Frauen mit 4.099 Fällen die zweithäufigste Krebserkrankung mit Todesfolge – nach Lungen- und Bronchialkrebs mit 4.965 Todesfällen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der an Brustkrebs Gestorbenen um 2,3 %. Der Anteil der Brustkrebstoten an allen Gestorbenen lag 2025 bei 1,9 %. Seit 2020 liegt dieser Wert durchgehend unter 2 %.



Durchschnittsalter der Brustkrebssterbefälle war 3,4 Jahre niedriger als das aller Gestorbenen
Das Durchschnittsalter der aufgrund von Brustkrebs Gestorbenen lag bei 76,3 Jahren und war damit 3,4 Jahre niedriger als das durchschnittliche Sterbealter aller Gestorbenen. Über zwei Drittel der Brustkrebstoten waren 70 Jahre und älter, gut ein Viertel zwischen 50 und 70 Jahre alt; etwa 5 % waren jünger als 50 Jahre.

Niedrigste Brustkrebs bedingte Sterberate im Kreis Olpe
Der Kreis Olpe verzeichnete 2025 die niedrigste Sterberate aufgrund von Brustkrebs mit knapp 16 Sterbefällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Im Märkischen Kreis hatte es rund 31 Sterbefälle je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gegeben.

Im Landesmittel starben 23 Personen von jeweils 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern aufgrund einer Brustkrebserkrankung. 27.898 Krankenausbehandlungen wegen Brustkrebs im Jahr 2024 – 19 % weniger als 20 Jahre zuvor Im Jahr 2024 wurden 27.898 Menschen aus NRW wegen einer Brustkrebserkrankung vollstationär im Krankenhaus behandelt.

Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl dieser Behandlungen damit um 0,7 %. Im Vergleich zum Jahr 2004 hingegen waren es im Jahr 2024 um 19 % weniger Behandlungsfälle wegen Brustkrebs.



NRW: Niedrigste Kartoffelernte seit 2018 erwartet
* Erntemenge 2026 sinkt voraussichtlich um 27,8 % gegenüber 2025
* Rückgang der Anbaufläche um 12,9 % erwartet
* Ernte von Winterweizen ebenfalls unter dem Vorjahreswert (–9,5 %)

2026 werden in NRW voraussichtlich rund 1,8 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Wie das Statistische Landesamt anhand erster Schätzungen mitteilt, ist die erwartete Erntemenge damit um 27,8 % niedriger als im guten Erntejahr 2025 mit damals rund 2,5 Millionen Tonnen. Damit würde die Erntemenge um 14,2 % unter dem Mittel der Jahre 2020 bis 2025 liegen.

Neben der Reduzierung der Anbaufläche von Kartoffeln um 6.200 Hektar bzw. −12,9 % auf 41.500 Hektar in 2026 ging auch der Hektarertrag gegenüber dem Vorjahr zurück. Nach drei Jahren mit mehr als 50 Tonnen pro Hektar wird dieser in 2026 voraussichtlich auf 43,1 Tonnen pro Hektar sinken.

Das ist der niedrigste Hektarertrag seit dem Hitzejahr 2018 mit 39,8 Tonnen pro Hektar. Ursächlich für den niedrigeren Hektarertrag in 2026 war die langanhaltende Hitze und Trockenheit während der Sommermonate.



Voraussichtlich geerntete Winterweizenmenge sinkt um 9,5 % gegenüber dem Vorjahr
Im Vergleich zum guten Erntejahr 2025 sank die Erntemenge von Getreide ebenfalls. Durch den früheren Erntetermin ist der Rückgang voraussichtlich nicht so stark wie bei der Kartoffelernte. Für Winterweizen (einschließlich Dinkel und Einkorn), die Getreideart mit der größten Anbaufläche in NRW, sinkt die voraussichtlich geerntete Menge laut dem zweiten vorläufigen Ergebnis 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 % auf 2 Millionen Tonnen. In Bezug auf die durchschnittliche Erntemenge der Jahre 2020 bis 2025 wird hingegen ein Plus von 4,7 % erwartet.

VHS: Demokratiebericht NRW – Ergebnisse und Perspektiven
Die VHS lädt in Kooperation mit der Vereinigung „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ am Montag, 5. Oktober, um 20 Uhr ins Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in Duisburg-Mitte ein, um den im März erschienen dritten Demokratiebericht des Landes NRW näher zu betrachten. Hierzu werden die Politikwissenschaftler Prof. Dr. Susanne Pickel und Prof. Dr. Andreas Blätte die Ergebnisse vorstellen, einordnen und mit den Teilnehmenden über Perspektiven sowie Handlungsoptionen diskutieren.

Der Bericht beleuchtet auf der Basis von Umfragedaten zentrale Entwicklungen und Trends für die Demokratie in Nordrhein-Westfalen. Die wissenschaftliche Begleitung des Berichts der Landeszentrale für politische Bildung erfolgte durch die NRW School of Governance an der Universität Duisburg-Essen. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Es wird jedoch um eine vorherige Anmeldung gebeten. Weitere Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden gibt es bei der VHS, Josip Sosic, telefonisch unter 0203-283/984 617

Stadtteilbibliothek Neumühl: Großer Bücher- und Medientrödel
Die Stadtteilbibliothek Neumühl lädt am Mittwoch, 7. Oktober, von 10.30 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr in der Zweigstelle in der Lehrerstraße 4–6 zu einem großen Bücher- und Medientrödel ein. Besucherinnen und Besucher können aus einer vielfältigen Auswahl an Medien stöbern und gegen eine kleine Spende mit nach Hause nehmen.

Der Erlös kommt der Duisburger Bibliotheksstiftung zugute. Angeboten werden Romane, Sachbücher, Kinderbücher, CDs, Filme und viele weitere Medien. Ob spannende Lektüre, interessante Informationen oder Unterhaltung für die ganze Familie: Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wer mehrere Medien erwirbt, kann zudem von einem Mengenrabatt profitieren. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zentralbibliothek: Nefeli Kavouras stellt Debütroman vor
Schriftstellerin Nefeli Kavouras ist am Montag, 5. Oktober, um 20 Uhr zu Gast in der Zentralbibliothek an der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte und stellt ihren Debütroman „Gelb, auch ein schöner Gedanke“ vor. Im Mittelpunkt des Romans steht eine Familie in einer Ausnahmesituation: Während Ruth ihren schwerkranken Mann Georg zu Hause pflegt, entfernt sie sich zunehmend von ihrer fünfzehnjährigen Tochter Lea.

Nefeli Kavouras © Stephan Obel

Beide sehnen sich nach Nähe und Verständnis, finden jedoch immer schwerer zueinander. Als sich Georgs Zustand unerwartet verändert, geraten die bisherigen Gewissheiten der Familie ins Wanken. Mit großer Sensibilität erzählt Nefeli Kavouras von Krankheit, Überforderung, familiären Beziehungen und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben.

Nefeli Kavouras wurde 1996 in Bamberg geboren und studierte Kulturwissenschaften in Lüneburg. Sie arbeitet in einem Verlag, kuratiert das Literaturprogramm der altonale, moderiert Lesungen und ist Mitgastgeberin des Literaturpodcasts „laxbrunch“.

„Gelb, auch ein schöner Gedanke“ ist ihr erster Roman. Die Lesung gehört zum Jahresprogramm des Vereins für Literatur Duisburg, das in der Saison 2026/2027 zahlreiche namhafte Autorinnen und Autoren in die Stadt bringt.

Neben Nefeli Kavouras werden unter anderem Manuel Bittorf, besser bekannt als Betterov, Safia Al Bagdadi und Julia Franck in Duisburg zu Gast sein. Der Eintritt beträgt zehn Euro, ermäßigt im Vorverkauf acht Euro. Karten sind über www.stadtbibliothek-duisburg.de sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Nächster „Runder Tisch Hochheide“ am 7. Oktober
Die Stadt Duisburg und das Quartiersbüro Hochheide laden Bürgerinnen und Bürger sowie Akteure und Einrichtungen aus dem Stadtteil zum „Runden Tisch Hochheide“ ein. Getroffen wird sich am Mittwoch, 7. Oktober, um 18 Uhr im AWO-Begegnungszentrum auf der Ehrenstraße 18.

Vorgestellt werden an dem Abend unter anderem die Baumaßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Hochheide (ISEK). Sie sollen in den kommenden Jahren den Stadtteil aufwerten. Ein weiteres wichtiges Stadtentwicklungsthema auf der Tagesordnung: aktuelle und geplante Hitzeschutz-Maßnahmen.

Der „Runde Tisch Hochheide“ regt regelmäßig zum Austausch und Netzwerken zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen an. Ziel ist es, gemeinsam Hochheide positiv zu entwickeln. Zur besseren Planung wird um Anmeldung beim Quartiersbüro unter Tel. 02066 / 9937660 oder per E-Mail: qm@du-hochheide.de gebeten. Das Quartiersbüro an der Glückaufstraße 8 in 47198 Duisburg hat dienstags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Verleihung des Heimat-Preises 2026
Die Stadt Duisburg ehrt zum achten Mal erstklassiges, bürgerschaftliches Engagement mit dem Heimat-Preis: Oberbürgermeister Sören Link wird am Donnerstag, 8. Oktober 2026, um 16 Uhr im Theater Duisburg, die Auszeichnung an die Musikvereinigung Duisburg-West, die Flinken Nadeln / Bunter Kreis Duisburg e. V. sowie den Philharmonischen Chor Duisburg e. V. überreichen.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer dieser drei Einrichtungen setzen sich für ein solidarisches Stadtleben im besonderen Maße ein. Ganz nach dem Motto: „Duisburg – Heimat hat viele Wurzeln“.

Der Heimat-Preis wird vom Land Nordrhein-Westfalen initiiert. Er schafft Sichtbarkeit für Menschen, die nicht nur ihre Heimat aktiv gestalten, sondern gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, indem sie Menschen verbinden und einen Beitrag zu einem offenen, lebendigen und toleranten Miteinander leisten.

Die Geehrten erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Über die Siegerinnen und Sieger entscheidet eine unabhängige Fachjury, die sich aus Mitgliedern des Kulturausschusses zusammensetzt.

Podiumsdiskussion zur KiBiz-Reform am 8. Oktober im Duisburger Rathaus
Der Jugendamtselternbeirat Duisburg lädt bereits zum dritten Mal zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion rund um die Kindertagesbetreuung ein. In diesem Jahr steht die geplante Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) im Mittelpunkt.

Am 8. Oktober 2026 um 18:00 Uhr möchten wir im Rathaus Duisburg, Burgplatz 19, mit Vertreterinnen und Vertretern aus Landespolitik, Kommunalpolitik und Jugendamt darüber diskutieren, was die Reform für Familien, Kitas und Kindertagespflege in Duisburg konkret bedeutet.

Auf dem Podium diskutieren:
- Eileen Woestmann (Bündnis 90/Die Grünen, MdL)
- Benedikt Falszewski (SPD, MdL)
- Nicolas Back (CDU, Kommunalpolitik Duisburg)
- Philipp Thelen (Leiter des Jugendamtes Duisburg)

Im Mittelpunkt stehen insbesondere Fragen, die Eltern unmittelbar betreffen: Wie verlässlich sind künftig gebuchte Betreuungszeiten? Was bedeuten die neuen Kern- und Randzeiten in der Praxis? Wie steht es um den Rechtsanspruch bei fehlenden Plätzen? Welche Rolle spielt die Kindertagespflege? Werden Elternrechte ausreichend berücksichtigt? Und führt der angekündigte Bürokratieabbau tatsächlich zu einer Entlastung vor Ort?

Besonders wichtig ist uns die Perspektive der Duisburger Familien. Die Veranstaltung ist daher ausdrücklich als offene Podiumsdiskussion angelegt. Eltern und andere Interessierte können ihre Erfahrungen einbringen und ihre Fragen direkt an die Verantwortlichen richten.


Graffiti-Workshop im Volkspark Rheinhausen

Die Bezirksverwaltung Rheinhausen lädt am Freitag, 9. Oktober, um 16 Uhr, zu einen Graffiti-Workshop an der Konzertmuschel im Volkspark an der Gartenstraße in Rheinhausen ein. Mark Roberz alias „Mr. Graffiti“ sowie weitere Künstler bieten Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren die Gelegenheit, unter professioneller Anleitung die Welt der Street Art zu entdecken, sich kreativ auszuprobieren und eigene Kunstwerke zu gestalten.

In der Szene ist Roberz kein Unbekannter. Mit zahlreichen Projekten im öffentlichen Raum sind seine Arbeiten bereits an vielen verschiedenen Orten in Duisburg zu bestaunen. Mit seiner Erfahrung, Leidenschaft und echter Kreativität gibt er Jugendlichen eine professionelle Anleitung, die Kunst des Sprayens zu erlernen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl jedoch erforderlich. Weitere Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden gibt es telefonisch bei Christoph Doris unter 0203-283/987818 oder per E-Mail an kultur.rheinhausen@stadt-duisburg.de.

Spaziergang mit Oberbürgermeister Sören Link durch Serm
Oberbürgermeister Sören Link lädt wieder interessierte Duisburgerinnen und Duisburger zu einem Spaziergang ein. Am Samstag, 10. Oktober, geht es gemeinsam von 13 bis 16 Uhr durch Serm. Im Mittelpunkt stehen bei dem etwa drei Kilometer langen Rundgang verschiedene Formen der Landwirtschaft und die Bedeutung der vielfältigen ländlichen Betriebe für Duisburg.

Die Teilnehmenden erhalten zudem Einblicke in die Besonderheiten des dörflich geprägten Stadtteils. Die Strecke führt stellenweise über nicht befestigte Wege. Anmeldungen sind ab sofort online bis zum 28. September unter https:///www.duisburg.de/spaziergang möglich.

Da die Nachfrage an den Spaziergängen erfahrungsgemäß sehr groß ist, werden die verfügbaren Plätze unter allen Anmeldungen ausgelost. Die Teilnehmenden erhalten rechtzeitig vor der Veranstaltung per E-Mail ein Ticket mit allen wichtigen Informationen zum Treffpunkt und zum Ablauf des Spaziergangs.

Stadtbibliothek bietet vielfältiges Programm zur „Code Week“ an
Die Stadtbibliothek beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an der europäischen „Code Week“ und macht ab Samstag, 10. Oktober, digitale Bildung erlebbar. Mit einem abwechslungsreichen Programm aus Robotik, Coding, Storytelling und kreativen Technikangeboten richtet sich die Aktionsreihe an Kinder, Jugendliche, Familien und Interessierte jeden Alters.

Ziel der Code Week ist es, digitale Kompetenzen auf spielerische Weise zu vermitteln und Berührungsängste gegenüber Technik abzubauen. Ob beim Programmieren von Robotern, beim Entwickeln eigener Geschichten oder beim Entdecken erster Coding-Grundlagen: Die Teilnehmenden können digitale Technologien selbst ausprobieren und erleben.

Zu einem der besonderen Höhepunkte in der Zentralbibliothek zählt am Mittwoch, 21. Oktober, sicherlich der Workshop „Erwecke deine Geschichte zum Leben“, bei welchem Kinder ab acht Jahren mit dem Programm Twine interaktive Abenteuer entwickeln und dabei kreatives Schreiben mit Programmierung verbinden können.

Ebenfalls spannend sind die beiden Veranstaltungen des Digitalen Dienstags am 13. und 20. Oktober, bei denen ohne Vorkenntnisse die Grundlagen von Coding und Robotik kennengelernt und Roboter selbst gesteuert werden können. Auch die Zweigstellen beteiligen sich mit kreativen und familienfreundlichen Angeboten.

Besonders attraktiv ist das „CodeLab – Programmieren zum Anfassen“, das in Wanheimerort am 20. Oktober, in der Schul- und Stadtteilbibliothek Gesamtschule-Süd am 22. Oktober und in Buchholz am 23. Oktober stattfindet. Gemeinsam mit dem eLSa Lehr-Lern-Labor der Universität Duisburg-Essen können Familien verschiedene Technologien wie Calliope mini, Cody Blocks und Blue Bots ausprobieren und erste Programmiererfahrungen sammeln.

Große Abenteuer versprechen zudem die vielfältigen Robotik-Angebote in den Stadtteil- und Bezirksbibliotheken. Kinder können Blue-Bots programmieren, Rätsel lösen, an einer Robotik-Rallye teilnehmen oder bei der Veranstaltung „Rette den Astronauten“ am 28. Oktober in Walsum eine spannende Weltraummission meistern.

In Homberg-Hochheide lernen junge Technikbegeisterte am 14. Oktober beim Calliope-mini-Workshop sogar, einen kleinen Roboter zu bauen und zu programmieren. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Für einige Angebote sind aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl allerdings Anmeldungen erforderlich. Informationen zu allen Veranstaltungen und die Möglichkeit sich anzumelden gibt es online unter https://www.stadtbibliothek-duisburg.de.


Kleidertauschbörse im Stadtfenster
Im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in Duisburg können Interessierte am Samstag, 10. Oktober, wieder Kleidung tauschen. Ab 11 Uhr haben Modebegeisterte die Möglichkeit, ihre Garderobe kostenlos aufzufrischen und dabei gleichzeitig Geldbeutel und Umwelt zu schonen.

So funktioniert der Kleidertausch: Von 11 bis 12 Uhr können bis zu zehn gut erhaltene Kleidungsstücke abgegeben werden. Ausgenommen sind Kinderbekleidung, Schuhe und Unterwäsche. Für jedes abgegebene Kleidungsstück gibt es einen Gutschein. Dieser kann von 13 bis 14.30 Uhr gegen ein anderes Kleidungsstück eingetauscht werden. Kleidung, die keinen neuen Besitzer findet, wird anschließend gespendet oder dem Recycling zugeführt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht nötig

Musik im Homberger Rathaus – Soul, Pop und Funk mit „Basso Van Stiphaut“
Im Bezirksrathaus Homberg am Bismarckplatz 1 geht es am Samstag, 10. Oktober, von 19 bis 21 Uhr soulig, poppig und funkig zu. „Basso Van Stiphaut“ treten auf. Das Duo Daniel Basso (Gesang und Klavier) und Mirko van Stiphaut (Gitarre) begeistert seit mehr als 25 Jahren sein Publikum.

Sie gestalten seit einigen Jahren nicht nur bekannte Songs aus Soul, Pop und Funk, sondern interpretieren verschiedene Genres auf ihre eigene Weise, indem sie gerne sogenannte „Looper“ nutzen, mit denen das Wiederholen von Beats, Chören oder die Gestaltung von funkig-rockigen Gitarrenarrangements möglich ist. So entsteht ein voluminöser, teilweise orchestraler Klang.

Das besondere Setup des 360°-Konzerts verspricht in dieser Konstellation einen unvergesslichen Abend voller musikalischer Höhepunkte. Zur Person: Daniel Basso absolvierte ein Gesangsstudium an der Kunsthochschule Arnheim und arbeitete als Studiomusiker für Musik- und Showgrößen wie Udo Jürgens, Hape Kerkeling oder Stefan Raab.

Mirko van Stiphaut studierte ebenfalls in Arnheim. Auch er hat große Erfahrung als Studio- und Livemusiker. Beide unterrichten als Dozenten im Fachbereich für Popularmusik an der Musik- und Kunstschule Duisburg. Der Eintritt ist frei; die Veranstaltung ist barrierefrei.
Eine Anmeldung ist erforderlich: E-Mail an kultur.homberg@stadt-duisburg.de oder telefonisch bei Christoph Doris unter 0203/283 987818.

Tagespflege am Kaiserberg organisiert ein Oktoberfest 
Im Rahmen der Tagespflege am Kaiserberg wurde für die Gäste eine Woche lang Tagesgestaltung und um das Thema „Oktoberfest“ geplant. Da bei der Dekoration und Planung der Woche viel Mühe gegeben wurde, wollen Die Verantwortlichen einen Tag auch für Außenstehende die Türen öffnen und mit Seniorinnen und Senioren aus der Nachbarschaft und aus Duisburg generell das Oktoberfest feiern.

Am Freitag, den 16. Oktober 2026, werden deshalb Seniorinnen und Senioren aus der Umgebung sowie ihre Angehörigen herzlich eingeladen. In geselliger Atmosphäre sollen Menschen zusammengebracht und ihnen zugleich die Gelegenheit gegeben werden, die Einrichtung unverbindlich kennenzulernen.

Familienkonzert auf hohem Niveau mit buntgemischten Klassik-Programm 
Abendmusik in der Duisserner Lutherkirche  Bo-Hyeon Mun ist 1. Tenor an der Deutschen Oper am Rhein, und nicht nur er, sondern seine gesamte Familie musiziert mit großer Liebe und auf hohem Niveau.

Bei der Abendmusik der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg präsentieren sie am 9. Oktober um 19 Uhr in der Duisserner Lutherkirche, Martinstr. 39, ein buntgemischtes Klassik-Programm. Die Besetzung in dem Familienkonzert könnte mit Gesang, Klavier, Klarinette und Geige in den unterschiedlichen Kombinationen der Instrumente nicht vielfältiger sein.  

Der Eintritt zum Konzert ist frei, eine Spende am Ausgang wäre gut, denn sie geht an den Förderverein für Kirchenmusik an der Lutherkirche Duissern e.V. Infos zur Gemeinde gibt es unter www.ekadu.de.  

Tnor Bo-Hyeon Mun mit seiner Familie vor der Duisserner Lutherkirche (Foto: Mun). 

Gemeinde lädt zur Tanzparty ein - Kartenvorverkauf ist gestartet
Die Evangelische Kirchengemeinde Trinitatis lädt zum Schwofen nach Wedau ein. Das Tanzbein können bewegungsfreudige Erwachsene am 7. November ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus, Am See 8, schwingen.

Karten zu zehn Euro gibt es ab jetzt im Vorverkauf montags von 9 bis 10 Uhr im Wedauer Gemeindebüro (Tel. 0203 / 72 01 38) Am See 8, und donnerstags von 17 bis 18 Uhr im Buchholzer Gemeindebüro (Tel. 0203 / 738 26 93), Arlberger Straße 8. Wie immer ist der Reinerlös für einen guten Zweck bestimmt; beim letzten Mail kamen 950 Euro zusammen, die dann an die Tafel gingen. Infos zur Kirchengemeinde gibt es im Netz unter www.trinitatis-duisburg.de.

"Tanz in den Mai" in der Gemeinde 2023 - (Foto: Karl-Martin Faeser)

Obermeiderich lädt wieder zu Emils Pub ein
Am 9. Oktober ist es wieder soweit, und viele Gäste der Kirchenkneipe der Evangelischen Kirchengemeinde Obermeiderich freuen sich jetzt schon auf "Emils Pub": Leute treffen, lockere Gespräche, gutes Essen, das von einem Kochteam liebevoll zubereitet wird, und ein vielfältiges Getränkeangebot… der Treffpunkt wird jedes Mal zum gemütlichen Abend in angenehmer Atmosphäre.

Die Kirchenkneipe öffnet von 19 bis 22 Uhr wieder seine Türen. Auf dem Speiseplan stehen diesmal Rindfleisch Osso Buco Style, mit Beilagen und natürlich Dessert. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.obermeiderich.de.

Salvatorkantorei feiert mit Mendelssohns „Elias“
Konrad Voppel gründete 1951 gründete die Salvatorkantorei. Zum diesjährigen 75. Jubiläum führt der Chor am Sonntag, 11. Oktober um 17 Uhr in der Salvatorkirche Duisburg eines der bekanntesten Oratorien der Musikgeschichte auf: Felix Mendelssohn-Bartholdys „Elias“.

Grundlage des faszinierenden zweistündigen Werkes, in dem Wut, Trauer, Erlösung und die Aussicht auf goldene Zeiten auf engstem Raum miteinander verwoben sind, ist die Elias-Geschichte des Alten Testamentes: Nicht umsonst ist es eines der beliebtesten Oratorien überhaupt. In der dramatischen Geschichte geht es um Dürre, Regen, Feuer und Götzenkult, alles Dinge, die gerade wieder eine radikale Aktualität bekommen haben. 

Dargeboten wird das beliebte, zweistündige Werk in der Geschichte der Kantorei nun zum neunten Mal - nach langer Zeit - unter Mitwirkung von Anna Sophia Theil, Sopran, Franziska Orendi, Alt, Martin Koch, Tenor und - als Elias - Manfred Bittner, Bass.

Es spielen Mitglieder der Duisburger Philharmoniker unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Marcus Strümpe. Karten zu 26 - erm. 15 Euro - gibt es unter westticket.de sowie an der Abendkasse. Infos unter www.salvatorkirche.de.

Anna Sophia Theil, Sängerin an der deutschen Oper am Rhein (Foto: Lutz Edelhoff)

VHS: Naturwissenschaftliche Themen im Herbst
Die VHS im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in Duisburg-Mitte bietet in ihrem Herbstsemester wieder ein abwechslungsreiches Programm mit spannenden Themen aus dem Bereich der Naturwissenschaften an. Den Anfang macht am Donnerstag, 8. Oktober, um 19 Uhr ein Vortrag zum Leben am Rand des Möglichen.

Peter Kohl-Hartmann, Wissenschaftler an der Uni Duisburg-Essen, beschäftigt sich mit der Frage, wie das Leben auf der Erde entstand und stellt Organismen vor, die unter Extrembedingungen überleben können, etwa in heißem Wasser, Eis, Salz oder unter enormer Strahlung.

Der Duisburger Physiker Dr. Andreas Reichert erläutert am Mittwoch, 14. Oktober, um 20 Uhr, wie Forschung in den Naturwissenschaften überhaupt funktioniert. Angefangen bei der Fragestellung, was erforscht werden soll, über die Finanzierung bis hin zur Veröffentlichung der Ergebnisse gibt der Vortrag spannende Einblicke und anschauliche Beispiele in ein Forscherleben.

Wie hilfreich ein DNA-Test bei der Ahnenforschung sein kann, darüber referiert Thomas Bolte am Mittwoch, 11. November, um 20 Uhr. In seinem Vortrag berichtet er vom eigenen Entscheidungsprozess, einen DNA-Test zu machen und erläutert, welche Versprechen von den Anbietern solcher Tests erwartet werden können.

Auch darüber, wie Matches ausgewertet werden müssen, um einen Mehrwert für den eigenen Stammbaum zu erarbeiten und das dabei manchmal auch mit überraschenden Ergebnissen zu rechnen ist, sind Gegenstand seines Vortrags. Weitere Informationen zu den Kursen und dem Programm sowie die Möglichkeit, sich anzumelden, gibt es online unter https://www.vhs-duisburg.de

Gemeinsam lachen über den Tod  Improvisationstheater im Steinhof
Das Malteser Hospizzentrum in Duisburg lädt zu einem Abend mit den „TABUTANTEN“ aus Aschaffenburg ein.   
Über den Tod zu sprechen, fällt vielen Menschen schwer – vielleicht ist es einfacher, über ihn zu lachen!? Das Malteser Hospizzentrum lädt zu einem außergewöhnlichen Abend ein, der sich dem Thema auf überraschende und humorvolle Weise nähert: Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, gastieren „DIE TABUTANTEN“ aus Aschaffenburg mit ihrem Improvisationstheater in Duisburg.

Anlass ist der Welthospiztag am 10. Oktober. „Sie werden lachen, es geht um den Tod“ lautet der vielsagende Titel.    

Die Hintergründe sind uns allen bekannt: Tod und Trauer sind Themen, die jeden Menschen betreffen. Und dennoch werden sie häufig verdrängt. Genau hier setzt das Improvisationstheater an. DIE TABUTANTEN brechen das Tabu rund um Sterben, Tod und Trauer auf spielerische Weise und laden das Publikum dazu ein, sich mit existenziellen Fragen auseinanderzusetzen.   

Bild: Timo Raab Fotografie  

Was bereuen Menschen am Sterbebett am meisten? Wie will ich sterben? Was kann einer Hospizbegleiterin so alles passieren? Mit diesen und weiteren Fragen befassen  Christine Holzer und Simone Schmitt alias „DIE TABUTANTEN“. Die Antworten entstehen gemeinsam mit dem Publikum. Somit ist jede Vorstellung einzigartig und wird live improvisiert. Aber: „Niemand muss auf die Bühne“, beruhigt das Duo. 

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Steinhof an der Düsseldorfer Landstraße 347, 47259 Duisburg. Einlass ist bereits ab 17.30 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei. Spenden zugunsten des Malteser Hospizzentrums sind willkommen. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich und wird von Sibylle Franke vom Hospizzentrum entgegengenommen: Tel. 0203 / 6085-2002, E-Mail: sibylle.franke@malteser.org. 

Neue Regeln für Haftung bei Verkehrsunfällen: Bundesjustizministerium schlägt Änderungen vor
Die Haftung und Absicherung für Beteiligte an einem Verkehrsunfall sollen in bestimmten Fällen klarer und fairer geregelt werden. Künftig soll es beispielsweise beim Schadensersatz nach einem Verkehrsunfall keinen Unterschied machen, wenn das andere Auto ein Leasingwagen ist. Nach geltendem Recht der Unfallgegner in solchen Fällen unter Umständen höheren Ansprüchen auf Schadenersatz ausgesetzt. Außerdem sollen Betroffene einer Straftat leichter Schadensersatz bekommen, wenn ein Auto als Waffe eingesetzt wurde. Weitere Änderungen im Entwurf betreffen das Haftungs- und Versicherungsrecht bei großen Verkehrsunfällen.

Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Stefanie Hubig erklärt dazu:
„Ein Verkehrsunfall kann ein Leben von einem Moment auf den anderen verändern. Wer unverschuldet in einen Unfall gerät, muss sich auf klare und faire Haftungsregeln verlassen können. Es darf keinen Unterschied machen, ob der Unfallgegner ein eigenes Auto oder ein Leasingfahrzeug fährt. Genau das wollen wir ändern.

Auch Opfer schwerer Straftaten mit einem Fahrzeug verdienen besseren Schutz. Wer durch eine solche Tat geschädigt wird, braucht schnell und verlässlich Schadenersatz – statt weiterer Unsicherheit. Künftig können Betroffene ihre Ansprüche direkt beim Kfz-Haftpflichtversicherer des Tatfahrzeugs geltend machen, unabhängig davon, wer Halter des Fahrzeugs war oder ob es gestohlen wurde. Damit stärken wir die Rechte der Opfer und machen klar: Der Rechtsstaat lässt sie nicht allein.“

Der Gesetzentwurf sieht im Wesentlichen folgende Änderungen vor:
Fairere Haftung bei Unfällen mit Leasingfahrzeugen
Künftig soll es keinen Unterschied mehr machen, ob in den Unfall ein Leasingwagen verwickelt ist oder nicht. Jeder Unfallbeteiligte soll nur entsprechend seiner eigenen Verantwortung für den Schaden haften. Aktuell kann das Leasingunternehmen bei einem Verkehrsunfall – anders als ein Eigentümer, der gleichzeitig auch Halter ist – auch dann vollen Schadensersatz verlangen, wenn der Halter für den Unfall mitverantwortlich ist.

Klarer Ansprechpartner in Auto-als-Tatwaffe-Fällen
Zukünftig soll es für Betroffene in Fällen, in denen ein Auto als Waffe genutzt wurde, einfacher werden, Schadensersatz zu erhalten. Grundsätzlich soll immer der Kfz-Haftpflichtversicherer direkt in Anspruch genommen werden können. Opfer erhalten dadurch Klarheit, an welche Stelle sie sich im Schadensfall wenden müssen.

Bisher ist es für die Opfer oder ihre Angehörigen nicht immer klar, an welche Stelle sie sich mit ihren Schadenersatzansprüchen wenden müssen. Ob die Kfz-Haftpflichtversicherer oder die Verkehrsopferhilfe als Entschädigungsfonds einspringt, kann derzeit beispielsweise davon abhängen, ob der Halter des Autos auch der Fahrer war oder ob das Auto gestohlen wurde.

Höhere Haftungshöchstgrenzen und Mindestversicherungssummen
Halterinnen und Halter bei Verkehrsunfällen nach dem Straßenverkehrsgesetz bis zu einer gewissen Höchstgrenze. Die bisherigen Höchstgrenzen sollen nun erhöht werden, um der Inflation seit der letzten Anpassung in 2007 Rechnung zu tragen. Künftig betragen sie für Personenschäden zehn Millionen Euro und für Sachschäden zwei Millionen Euro.

Im Gleichlauf sollen die Mindestversicherungssummen der Kfz-Haftpflichtversicherungen verdoppelt werden. Die Mindestversicherungssumme soll auf 15 Millionen Euro für Personenschäden, auf 2,5 Millionen Euro für Sachschäden und auf 100.000 Euro für Vermögensschäden erhöht werden. Damit soll sichergestellt werden, dass auch große Schadensereignisse haftungs- und versicherungsrechtlich abgedeckt bleiben.

Der Gesetzentwurf wurde heute an die Länder und Verbände versandt und auf der Internetseite des BMJV veröffentlicht. Die interessierten Kreise haben nun Gelegenheit, bis zum 30. Oktober 2026 Stellung zu nehmen. Die Stellungnahmen werden auf der Internetseite des BMJV veröffentlicht.