'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    52. Kalenderwoche: 27. Dezember
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Montag, 29. Dezember 2025

Böller, Blut, Notruf 112: DRK warnt vor den Gefahren der Silvesternacht
Die Silvesternacht zählt zu den einsatzreichsten Nächten des Jahres im Kreis Wesel. Unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerk führt immer wieder zu schweren Verletzungen. Der DRK Kreisverband Niederrhein warnt vor den Gefahren und erklärt, worauf es im Ernstfall bei der Ersten Hilfe ankommt.

Der DRK Kreisverband Niederrhein blickt auf die bevorstehende Silvesternacht – traditionell eine der einsatzreichsten Nächte für Rettungsdienst und Kliniken im Kreis Wesel. Besonders durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern kommt es jedes Jahr zu schweren Verletzungen. Kreisverbandsarzt Dr. Robert Moog mahnt deshalb zur Vorsicht: „Feuerwerk ist kein Spielzeug. Ein paar grundlegende Regeln können viele Unfälle verhindern.“

Feuerwerkskörper sollten nur geprüft und unbeschädigt verwendet, stets im Freien gezündet und niemals erneut angezündet werden, wenn sie nicht sofort funktionierten. „Blindgänger gehören nicht in die Hand – das führt jedes Jahr zu dramatischen Verletzungen“, so Dr. Moog. Auch Alkohol spiele eine große Rolle: „Wer betrunken zündet, gefährdet sich und andere massiv.“

„Zwischen Knall und Notfall: DRK-Kreisverbandsarzt Dr. Robert Moog warnt vor Silvesterunfällen – und zeigt, was im Ernstfall hilft.“


Im Mittelpunkt steht für das DRK jedoch, was im Ernstfall zu tun ist. „Schnelle und richtige Erste Hilfe entscheidet darüber, wie schwer eine Verletzung am Ende ausfällt“, erklärt der Kreisverbandsarzt. Leichte Verbrennungen, die die Größe der Handfläche des Betroffenen nicht überschreiten, sollten kurze Zeit mit Leitungswasser gekühlt werden. Große Verbrennungen sollen nicht gekühlt werden. Sie sind ein Fall für den Notarzt.

Augenverletzungen durch Funkenflug oder Fremdkörper seien umgehend ein Fall für den Rettungsdienst. „Bis unsere Einsatzkräfte eintreffen, sollten beide Augen verbunden werden – so bleibt das verletzte Auge ruhig.“

Besonders folgenschwer sind Handverletzungen durch explodierende Böller. Größere Wunden müssen steril abgedeckt werden. „Wenn ein Finger abgetrennt wurde, muss dieser in ein trockenes Tuch eingewickelt und in einen wasserdicht verschlossenen Beutel gelegt werden. Dieser Beutel wird dann in einem zweiten mit Eis und Wasser gefüllten Beutel gekühlt und auf schnellstem Weg mit dem Patienten in die Notaufnahme transportiert.“ Das erhöhe die Chance, das Amputat chirurgisch wieder annähen zu können, betont Dr. Moog

Auch Hörschäden seien häufig: Ein dumpfes Hörgefühl oder Pfeifen nach einem Knall könne sich zwar zurückbilden, dennoch solle ein HNO-Arzt aufgesucht werden, wenn die Beschwerden anhalten.

Der Rettungsdienst des DRK Niederrhein stellt sich auf ein hohes Einsatzaufkommen ein. „Wir sind bereit – aber jeder vermiedene Unfall entlastet unsere Teams und die Notaufnahmen“, sagt Dr. Moog. Das DRK appelliert an die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Wesel, verantwortungsvoll zu feiern, Rücksicht zu nehmen und im ernsten Notfall unverzüglich den Notruf 112 zu wählen.

VRR beschließt neue Tarife: Tickets aus diesem Jahr noch bis Ende März 2026 gültig
 
Ab dem 1. Januar 2026 gibt es neue Tarife im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Davon betroffen sind auch die Fahrgäste der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG). Für Tickets, die bis zum 31. Dezember 2025, gekauft wurden, gelten folgende Regelungen.  

Abfahren oder Tauschen Abfahren:
Bis zum 31. März 2026 können Fahrgäste noch mit den alten Tickets fahren. Tauschen: Fahrgäste können die alten Tickets bis zum 31. Dezember 2028 gegen neue Fahrscheine umtauschen. Sie zahlen dafür lediglich den Differenzbetrag zum dann gültigen Fahrpreis. Fahrgäste können die Tickets im Kundencenter der DVG am Hauptbahnhof (Harry-Epstein-Platz) umtauschen.

Wer nach dem 31. März 2026 noch mit einem alten Ticket in Bussen und Bahnen unterwegs ist, muss ein erhöhtes Beförderungsentgelt (EBE) in Höhe von 60 Euro bezahlen.   Verkehrsinformationen zu Bus und Bahn gibt es im Internet unter www.dvg-duisburg.de, bei der DVG-Telefonhotline unter der Rufnummer 0203 60 44 555 und in der myDVG Bus&Bahn-App.

Stadtwerke Duisburg nehmen 16 neue Ladepunkte in Betrieb
Der Ausbau von Ladeinfrastruktur für Elektromobilität in der gesamten Stadt geht konsequent voran, um allen Menschen in Duisburg die Gelegenheit zu geben, ihre Mobilität klimafreundlich zu gestalten. In den vergangenen Wochen hat der lokale Energiedienstleister weitere 16 neue Ladepunkte an sieben Standorten in Betrieb genommen.

Jeweils zwei neue Ladepunkte stehen ab sofort am Breitenkamp 8 in Serm, An der Bastei 128 ebenfalls in Serm, am Harweg 1 in Rheinhausen, In der Ruhrau 1a in Duissern und Am Borgschenhof 25 in Rheinhausen zur Verfügung.

Am Breitenkamp in Serm können Elektroautos ab sofort an einer neuen Ladesäule der Stadtwerke Duisburg geladen werden. Foto Stadtwerke Duisburg

Ebenfalls zwei neue Ladepunkte gibt es ab sofort an den Rheinanlagen gegenüber der Hausnummer 11b in Homberg. Beide Ladepunkte hier sind mit einer Schnellladefunktion von 50 kW Ladeleistung ausgestattet. Gleich vier neue Ladepunkte gibt es Am Markt 1 in Rheinhausen. Zwei dieser Ladepunkte sind mit einer Schnellladefunktion mit 150 kW Ladeleistung ausgestattet.

Die Stadtwerke sind der erste Ansprechpartner zu allen Fragen rund um die Elektromobilität in Duisburg. Der lokale Energiedienstleister betreibt insgesamt 408 Ladepunkte an 167 Standorten im Stadtgebiet. Davon sind 58 Ladepunkte sogenannte Schnellladepunkte mit einer Ladeleistung zwischen 49 und 150 kW.

Die Stadtwerke treiben den Ausbau kontinuierlich voran. Das Ziel ist, einen Bestand von 500 Ladepunkten aufzubauen. Die neu installierten Ladesäulen entsprechen dem neuesten Stand der Technik und den aktuellen Anforderungen des Mess- und Eichrechts. Die Ladesäulen der Stadtwerke Duisburg sind an den Verbund ladenetz.de angeschlossen, zu dem rund 275 Anbieter von Ladeinfrastruktur gehören. Insgesamt stehen über 105.000 Ladepunkte in ganz Deutschland zur Verfügung.

Durch Kooperationen auf internationaler Ebene kommen europaweit rund 390.000 Ladepunkte hinzu. Kundinnen und Kunden der Stadtwerke Duisburg können mit einer entsprechenden Stadtwerke-Ladekarte an diesen Säulen ihr Elektroauto laden. Das Laden ist neben der Ladekarte auch durch das Scannen des angebrachten QR-Codes oder der „ladeapp“ an allen Ladestationen der Stadtwerke Duisburg möglich. Somit gibt es auch die Möglichkeit, den Ladevorgang ganz bequem spontan zu starten.

Eine Ladekarte der Stadtwerke Duisburg können Interessierte über das Online-Formular unter swdu.de/ladekarte bestellen. Kundinnen und Kunden profitieren dabei von einem Preis-Vorteil in Höhe von 60 Euro im Jahr.

Die Energieberaterinnen und -berater der Stadtwerke Duisburg stehen Interessierten bei allen Fragen rund um die Elektromobilität von der Fahrzeugauswahl bis zur heimischen Lade-Wallbox samt passendem Stromtarif telefonisch unter 0203-604 1111 zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es auch im Internet auf https://www.stadtwerke-duisburg.de/emob-p.

Auch Geschäftskunden, die ihren gesamten Fuhrpark auf Elektroautos umstellen wollen, erhalten bei den Stadtwerken kompetente Beratung zu möglichen Fahrzeugmodellen und Planung einer effizienten Ladeinfrastruktur auf dem eigenen Firmengelände. Weitere Informationen gibt es auch hierzu im Internet unter https://www.stadtwerke-duisburg.de/emob-g.

Wärmepumpe erste Wahl – Mehrheit der Deutschen will erneuerbar heizen
Repräsentative Umfrage zeigt: Die Wärmepumpe ist das meistgewünschte Heizsystem. Damit wächst der Druck auf die Politik, endlich Klarheit im Gebäudeenergiegesetz zu schaffen.
Eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag von co2online zeigt: Jeder dritte Deutsche würde sich heute für eine Wärmepumpe entscheiden. Damit liegt sie klar vor allen anderen Heiztechnologien. Insgesamt erreichen Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien eine Zustimmung von 58 Prozent.

Die Zustimmung zur Wärmepumpe ist seit 2023 um 14 Prozentpunkte gestiegen. Über Parteigrenzen hinweg sehen viele Menschen die Wärmepumpe inzwischen als kostengünstige Option. Das zeigt, dass am Ende die Wirtschaftlichkeit den Ausschlag gibt und nicht die politischen Positionen.

Hauseigentümer entscheiden sich zunehmend für Wärmepumpen, da diese effizient arbeiten, die Heizkosten senken und zugleich einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zudem erkennen sie die Risiken fossiler Heizungen. Zwei Drittel der Befragten stimmen zu, dass das Heizen mit Erdgas oder Öl langfristig zur Kostenfalle wird.

Denn die Fakten sind klar: Hohe Brennstoffpreise, ein steigender CO2-Preis und wachsende Netzentgelte treiben die Heizkosten in die Höhe. In 20 Jahren könnten die Kosten doppelt so hoch sein wie heute. Hinzu kommt das Risiko, dass Gasnetze in den nächsten Jahren zurückgebaut und Kommunen ihre Gasversorgung frühzeitig ganz einstellen könnten.

„Die Nachfrage ist da, aber viele Menschen zögern, weil sie nicht wissen, worauf sie sich verlassen können“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. „Seit Monaten warten Verbraucher und die gesamte Branche auf klare Rahmenbedingungen – und bekommen heute im Grunde nur einen neuen Namen präsentiert“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online (Foto Marco Urban).

„Im Klartext: Wir wissen immer noch nicht, was aus der 65-Prozent-Regel wird und wie die Förderung aussehen soll. So kann niemand verlässlich planen. Das ist für Eigentümer wie für das Handwerk ein enttäuschendes Signal.“

Hauseigentümer können mit dem kostenlosen ModernisierungsCheck von co2online (www.co2online.de/modernisierungscheck) prüfen, wie teuer der Heizungstausch wird, welche Fördermittel möglich sind und ob sich die Investition lohnt. Das interaktive Online-Tool berücksichtigt aktuelle Preise sowie künftige Kostenentwicklungen und schafft eine transparente Entscheidungsgrundlage.

Bauämter sind die größten Bremser der Baukonjunktur
Report: Deutschland geht mit zu viel Bürokratie ins Jahr 2026
Manager-Umfrage: „Überbürokratisierung ist die mit Abstand größte Belastung für den Wirtschaftsstandort Deutschland.“
Bürokratieabbau zählt seit Jahren zu den erklärten Zielen der deutschen Politik. Doch genau das wurde 2025 (wieder einmal) nicht erreicht. Das ist eine Schlüsselerkenntnis aus dem aktuellen „United Interim Wirtschaftsreport“, der zeigt wie schwer belastet die Wirtschaft ins neue Jahr 2026 wechselt.

Verfasst haben den Report zehn der bekanntesten Interim Manager Deutschlands: Dr. Bodo Antonić, Ulvi Aydin, Ulf Camehn, Ruben Faust, Christian Florschütz, Eckhart Hilgenstock, Jane Enny van Lam­balgen, Klaus-Peter Stöppler, Roland Streibich und Karlheinz Zuerl. Ihre Analysen und Empfehlungen haben sie in dem Buch „Wirtschaftswende jetzt!“ (ISBN 978-3-98674-149-5) auf mehr als 200 Seiten zu Papier gebracht.

Buch und Bericht basieren auf einer Umfrage unter 550 Führungskräften auf Zeit (Interim Managern), die die Management-Community United Interim (www.unitedinterim.com) durchgeführt hat. Demnach halten 80 Prozent der Befragten die Überbürokratisierung für die mit Abstand größte Belastung für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

„Statt zu entschlacken sind 2025 mehr als 500 neue Rechts­vorschriften allein auf Bundesebene hinzugekommen“, verdeutlicht Dr. Harald Schönfeld, Studienleiter und Herausgeber des Buches, die Dramatik der Situation. „Bürokratie ist der größte Verhinderer von Innovation und Wachstum in Deutschland. Zudem kostet sie die Wirtschaft unverhältnismäßig viel Geld, das bei der Produktentwicklung oder dem Kundenservice viel besser aufgehoben wäre“, wird Jane Enny van Lambalgen deutlich.

  „Bürokratie von der schlimmsten Sorte“
Ein Großteil der für die Unternehmen besonders erdrückenden Regularien kommen aus Brüssel, heißt es in dem Report. So stufen 86 Prozent der befragten Führungskräfte die Lieferkettengesetzgebung – selbst in abgeschwächter Form – als „Bürokratie von der schlimmsten Sorte“ ein. 81 Prozent (Mehr­fach­nennungen waren erwünscht) bezeichnen die Arbeitszeit- und Arbeit­nehmerregulierungen als „wachstumsfeindlich“. Über drei Viertel (77 Prozent) halten die Datenschutz-Grundverordnung in ihrer heutigen Form für „übertrieben“.


Quelle: United Interim Wirtschaftsreport 2025

76 Prozent bewerten die Nachhaltigkeitsgesetzgebung, vom Green Deal bis zur Taxonomie, als „Bürokratie-Monster“.
Beinahe drei Viertel (74 Prozent) klagen über Steuern – aber nicht etwa über die Höhe, sondern über ein undurchsichtiges Dickicht an Steuer­regelungen beispielsweise bei der Umsatzsteuer. 61 Prozent verurteilen die jüngste KI-Regulierung als „innovationsfeindlich“. 51 Prozent vertreten die Auffassung, dass die Cyberresilienz-Gesetzgebung „aus dem Ruder gelaufen“ ist. Als weitere Wachstums­hemmnisse werden von den Interim Managern das Wettbewerbs- und Kartellrecht (49 Prozent) sowie die Chemikalienregulierung (46 Prozent) eingeschätzt.

  Wirtschaft wird zum Handlanger der Politik
Die Führungskräfte laufen nicht nur gegen den hohen bürokratischen Aufwand Sturm (84 Prozent), sondern wehren sich auch gegen die „Zweckentfremdung der Wirtschaft“: Der Regulierungswahn macht die Unternehmen zu Handlangern der Politik, meinen 62 Prozent der Befragten. Dabei stufen 69 Prozent die von der Politik vorgegebenen Ziele als „unrealistisch hoch angesetzt“ ein.

Den dahintersteckenden Hang zum Mikromanagement halten 72 Prozent der kontaktierten Interim Manager für „grundfalsch“. „Das gilt allerdings auch für die innerbetriebliche Bürokratie, die sogenannte Firmokratie“, sagt Dr. Bodo Antonić. Er rät den Unternehmen für 2026, „weniger über die staatliche Regulatorik zu klagen, sondern in der eigenen Organisation nicht-wertschöpfende Prozesse konsequent zu eliminieren.“

KI als Ausgleich für den Bürokratiewahn
Einen anderen Ausweg aus dem „Bürokratiewahn“ zeigt Eckhart Hilgenstock auf: „Künstliche Intelligenz ist der größte Hebel, den Unternehmen selbst in der Hand haben, um sich dem wirtschaftlichen Niedergang zu entziehen. Die mit KI erzielbaren Effizienzgewinne können den mit der Erledigung der bürokratischen Pflichten verbundenen Aufwand zumindest teilweise kompensieren.“

Christian Florschütz erklärt: „Leider passiert es immer häufiger, dass Unternehmen übermäßig viele Ressourcen in die bürokratische Pflichterfüllung stecken müssen, die beim Kümmern um den Kunden fehlt. Die Herausforderung besteht darin, die Kundenfokussierung als Basis für den dauerhaften unternehmerischen Erfolg nicht aus den Augen zu verlieren.“

„Die Nachhaltigkeitsberichterstattung gehört zu den größten Monstern im Bürokratie-Dschungel“, gibt Ulf Camehn ein Beispiel. Er sagt: „Auch mit reduzierter Datenanforderung bleibt die Berichterstattung nach CSRD eine massive Belastung für den Mittelstand.“

  Bauämter sind die größten Bremser der Baukonjunktur
Klaus-Peter Stöppler verweist konkret auf die Baubranche: „Die meisten Bauämter sind in ihren Abläufen und Genehmigungsverfahren in den 1980ern stehen geblieben. Damit sind sie einer der größten Bremser der Baukonjunktur und damit der wirtschaftlichen Gesundung Deutschlands insgesamt. Eine ruckartige Verbesserung für 2026 ist nicht zu erwarten. Vielmehr wird es wohl noch Jahre dauern, bis diese bürokratische Lähmung mit der nächsten Generation der Amtsleiter über­wunden werden wird.“

Sein Kollege Roland Streibich bringt einen anderen Aspekt auf den Punkt: „Das völlig ineffiziente Einstimmigkeitsprinzip in der EU muss dringend abgeschafft und zum Bürokratieabbau durch qualifizierte Mehrheiten ersetzt werden. 16 Landesbauordnungen sind 15 zuviel. Eine bundesweite Vereinheitlichung ist dringend geboten.“

Unternehmertum als Quelle des Wohlstands
„Deutschland braucht mehr Unternehmer und weniger Bürokraten“, sagt Ruben Faust, „denn Unter­nehmertum ist die Quelle des wirtschaftlichen Wohlstands. Also: mehr Startups, weniger Behörden.“

Ulvi Aydin resümiert: „Deutschland muss 2026/27 die ökonomische Wende schaffen, um nicht zu einer Wirtschaftsnation zweiter Klasse abzusteigen. Noch haben wir Chancen, das Ruder herumzureißen, aber wir müssen sie auch ergreifen. Dabei sind die Politik wie die Wirtschaft gleichermaßen gefragt.“

Karlheinz Zuerl ergänzt: „Einst war ‚Made in Germany‘ eine Erfolgsmarke. Heute entwickelt sich ‚Made in Asia‘ immer mehr zum Synonym für ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bei guter Qualität. Das hängt nicht nur, aber auch mit dem hohen Bürokratieaufwand hierzulande zusammen, der Ressourcen frisst, Innovationen verlangsamt und die Kosten nach oben treibt.“

United Interim ist die führende Online-Community für qualitätsgeprüfte Interim Manager und Fractional Manager in Deutsch­land, Österreich und der Schweiz. Die Reichweite erstreckt sich auf weit über 12.000 Führungskräfte auf Zeit in der DACH-Region. Aus dieser Gruppe heraus haben zehn der erfahrensten und renommier­testen Interim Manager gemeinsam mit United Interim eine Studie über den Stand und die Zukunft der deutschen Wirt­schaft durchgeführt.

Diese zehn Elite Interim Manager sind Dr. Bodo Antonić, Ulvi Aydin, Ulf Camehn, Ruben Faust, Christian Florschütz, Eckhart Hilgenstock, Jane Enny van Lambalgen, Klaus-Peter Stöppler, Roland Streibich und Karlheinz Zuerl. Die Studienleitung obliegt Dr. Harald Schönfeld und Jürgen Becker als Gründer und Geschäftsführer von United Interim. An der Befragung für die Studie haben über 550 ausgewählte Interim Manager teilgenommen.

Interim Management gilt als die „Königsklasse“ im Management, weil die Führungskräfte auf Zeit mehr berufliche Heraus­forderungen in mehr Unter­nehmen bewältigen als Führungskräfte im Angestelltenverhältnis und daher über einen größeren Überblick verfügen. Im Unterschied zu Beratern entwickeln sie nicht nur Konzepte, sondern sorgen für eine bestimmte Zeit im Unternehmen auch für die Umsetzung.

United Interim ist die führende Online-Community für qualitätsgeprüfte Interim Manager und Fractional Manager in Deutsch­land, Österreich und der Schweiz. Die Reichweite erstreckt sich auf weit über 12.000 Führungskräfte auf Zeit in der DACH-Region. Aus dieser Gruppe heraus haben zehn der erfahrensten und renommier­testen Interim Manager gemeinsam mit United Interim eine Studie über den Stand und die Zukunft der deutschen Wirtschaft durchgeführt.

Diese zehn Elite Interim Manager sind Dr. Bodo Antonić, Ulvi Aydin, Ulf Camehn, Ruben Faust, Christian Florschütz, Eckhart Hilgenstock, Jane Enny van Lambalgen, Klaus-Peter Stöppler, Roland Streibich und Karlheinz Zuerl. Die Studienleitung obliegt Dr. Harald Schönfeld und Jürgen Becker als Gründer und Geschäftsführer von United Interim.

An der Befragung für die Studie haben über 550 ausgewählte Interim Manager teilgenommen. Interim Management gilt als die „Königsklasse“ im Management, weil die Führungskräfte auf Zeit mehr berufliche Heraus­forderungen in mehr Unter­nehmen bewältigen als Führungskräfte im Angestelltenverhältnis und daher über einen größeren Überblick verfügen. Im Unterschied zu Beratern entwickeln sie nicht nur Konzepte, sondern sorgen für eine bestimmte Zeit im Unternehmen auch für die Umsetzung.

Pfarrerin Esther Immer am Service-Telefon der evangelischen Kirche
„Zu welcher Gemeinde gehöre ich?“ oder „Wie kann ich in die Kirche eintreten?“ oder „Holt die Diakonie auch Möbel ab?“: Antworten auf Fragen dieser Art erhalten Anrufende beim kostenfreien Servicetelefon der evangelischen Kirche in Duisburg.

Es ist unter der Rufnummer 0800 / 12131213 auch immer montags von 18 bis 20 Uhr besetzt, und dann geben Pfarrerinnen und Pfarrer Antworten auf Fragen rund um die kirchliche Arbeit und haben als Seelsorgende ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte.

Das Service-Telefon ist am Montag, 29. Dezember 2025 von Esther Immer, Pfarrerin in der Evangelischen Kirchengemeinde Obermeiderich und Seelsorgerin den Evangelischen Diensten Duisburg, besetzt. 



Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 % gestiegen
Auftragseingang im Bauhauptgewerbe, Oktober 2025
-11,8 % zum Vormonat (real, saison- und kalenderbereinigt)
+2,4 % zum Vorjahresmonat (real, kalenderbereinigt)
+4,4 % zum Vorjahresmonat (nominal)

Umsatz im Bauhauptgewerbe, Oktober 2025
+4,5 % zum Vorjahresmonat (real)
+7,0 % zum Vorjahresmonat (nominal) A

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Oktober 2025 gegenüber September 2025 kalender- und saisonbereinigt um 11,8 % gesunken. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vormonat aufgrund von Großaufträgen der höchste Wert seit März 2022 registriert worden war.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, nahm der Auftragseingang im Oktober 2025 im Vormonatsvergleich im Hochbau um 5,8 % und im Tiefbau um 16,9 % ab. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der kalender- und saisonbereinigte Auftragseingang von August 2025 bis Oktober 2025 um 3,5 % höher als in den drei Monaten zuvor (Hochbau: +9,8 %; Tiefbau: -1,7 %).



Im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2024 stieg der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Oktober 2025 um 2,4 %. Im Hochbau nahm der Auftragseingang im Oktober 2025 um 8,1 % zu und im Tiefbau um 2,5 % ab. Der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang lag 4,4 % über dem Vorjahresniveau. Umsatz real 4,5 % höher als im Vorjahresmonat.

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe war im Oktober 2025 um 4,5 % höher als im Vorjahresmonat. Der nominale Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 7,0 % auf 11,6 Milliarden Euro. In den ersten zehn Monaten 2025 stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 1,8 %, nominal um 4,3 %. Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen nahm im Oktober 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 % zu.

Potenzieller Treibhauseffekt verwendeter fluorierter Treibhausgase sinkt 2024 um 2,5 %
Chemische Industrie, Maschinenbau und Großhandel verzeichnen deutliche Rückgänge  Der potenzielle Treibhauseffekt der fluorierten Treibhausgase, die im Jahr 2024 in Deutschland eingesetzt wurden, ist gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden 2024 fluorierte Treibhausgase mit einer Klimawirksamkeit von rund 7,0 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten verwendet (2023: 7,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente).

Deutliche Rückgänge im Vorjahresvergleich verzeichneten die Wirtschaftsbereiche Herstellung von chemischen Erzeugnissen (-53,2 % auf 0,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente), der Großhandel ohne Kraftfahrzeuge (-45,8 % auf 0,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente) und der Maschinenbau (-17,0 % auf 1,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente).

Die in einem Jahr eingesetzte Menge an fluorierten Treibhausgasen steht nicht in direktem Zusammenhang mit der im jeweiligen Jahr freigesetzten Menge dieser Gase. Daher werden diese Stoffe auch als "potenziell emissionsrelevant" bezeichnet. Das Umweltbundesamt prognostizierte für Deutschland im Jahr 2024 insgesamt Treibhausgasemissionen in Höhe von 649 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, was einem Rückgang von 3,4 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Der Anteil der fluorierten Treibhausgase an allen Treibhausgasemissionen belief sich nach diesen Berechnungen im Jahr 2024 auf 1,4 %. Anwender steigen auf fluorierte Treibhausgase mit niedrigerem Treibhauspotenzial um Fluorierte Treibhausgase werden zum Beispiel als Kühlmittel in Klimaanlagen und Kühlschränken oder als Treibmittel zur Herstellung von Kunst- und Schaumstoffen verwendet.

Der Einfluss der einzelnen Treibhausgase auf das Klima ist unterschiedlich stark. Als Vergleichsgröße dient das CO2-Äquivalent, das die Klimawirksamkeit von Kohlendioxid (CO2) mit einem Erwärmungspotenzial von 1 beziffert. Fluorierte Treibhausgase können das Erwärmungspotential von CO2 um das Vielfache übersteigen. Die Angabe in CO2-Äquivalenten drückt daher aus, mit wie viel Tonnen CO2 die Menge eines jeweiligen Treibhausgases umgerechnet zur globalen Erwärmung beitragen würde.

Von den insgesamt eingesetzten 6 992 metrischen Tonnen fluorierter Treibhausgase entfielen allein 2 273 metrische Tonnen (+13,3 % zum Vorjahr) auf das Kältemittel R 1234yf (Tetrafluorpropen). Damit war R 1234yf das am häufigsten eingesetzte fluorierte Treibhausgas. Es hat eine Klimawirksamkeit von 1 CO2-Äquivalent.

Die eingesetzte Menge von 2 273 metrischen Tonnen entspricht also den CO2-Äquivalenten dieses Gases, womit dessen Anteil am potenziellen Treibhauseffekt aller fluorierten Treibhausgase nur 0,03 % betrug. R 1234yf wird neben anderen Stoffen als Ersatz für R 134a (Tetrafluorethan) benutzt, welches eine sehr hohe Klimawirksamkeit von 1 300 CO2-Äquivalenten aufweist.

Das R 134a war mit 1 548 metrischen Tonnen (-16,0 % zum Vorjahr) das zweithäufigste eingesetzte Gas. Die Klimawirksamkeit der eingesetzten Menge entspricht 2,0 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, damit machte der Anteil von R 134a am gesamten potenziellen Treibhauseffekt der im Jahr 2024 in Deutschland eingesetzten fluorierten Treibhausgase 28,6 % aus.