'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    51.Kalenderwoche: 22. Dezember
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Weihnachten 2023 - Samstag, 23. bis Dienstag, 26. Dezember 2023

Deich in Duisburg-Homberg ab sofort gesperrt
Duisburg, 26. Dezember 2023 - Bei einer routinemäßigen Begehung der Deiche bei Hochwasser, ist am Deich Homberg eine Sickerstelle durch Deichläufer der Wirtschaftsbetriebe Duisburg festgestellt worden. Aufgrund dessen muss der Deich von der Zufahrt des PCC-Stadions bis zur Rheindeichstraße Höhe Haus-Nr. 111 gesperrt werden. An einer Stelle am Fuße des Deiches ist diese Austrittsquelle festgestellt worden. Zum jetzigen Zeitpunkt geht keine Gefahr durch das austretende Wasser aus.


Um jedoch weitere Schäden am Deichkörper zu verhindern, wird eine Quellkade um die Austrittsstelle gelegt. Eine Quellkade ist ein mit wassergefüllter Ring, der einen Gegendruck erzeugt, der wiederum den Wasserfluss stoppen bzw. verringern soll. Die Quellkade wird durch die Feuerwehr Duisburg aufgebaut. Um den Deich weiterhin zu schützen, ist ein Betreten des Deiches ausdrücklich untersagt. Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg bitten diese Vorsichtsmaßnahme unbedingt einzuhalten.

 

Steigende Pegelstände: Stadt informiert zum Hochwasserschutz  
Montag, 25. Dezember 2023 - Die starken Regenfälle der vergangenen Tage lassen die Pegelstände an Rhein und Ruhr weiter ansteigen. Die gesättigten Böden können das zusätzliche Wasser nicht mehr aufnehmen, so dass es unmittelbar in die Bäche und Flüsse gelangt. Aktuell wird für den 27. Dezember in Ruhrort für den Rhein ein Pegelhöchststand von knapp 10,00 m erwartet, in den Folgetagen soll der Pegel dann wieder sinken. Auch kleinere Gewässer führen viel Wasser, auch entlang der Bäche ist Vorsicht geboten.

 

So tritt beispielsweise der Dickelsbach an einigen Stellen über die Ufer. Bisher geht von diesen Überschwemmungen aber keine Gefahr aus. Der Krisenstab der Stadt Duisburg hat sich heute getroffen und die Hochwasserlage im Blick. Gemeinsam mit den Deichverantwortlichen im Stadtgebiet werden die kritischen Bereiche beobachtet. Bisher gibt es an den Deichen keine Auffälligkeiten.  

Auf Grund der steigenden Wasserstände kommt es an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet zur Sperrung von Straßen und Wegen, insbesondere im Deichvorland und in unmittelbarer Nähe zu den Hochwasserschutzanlagen. Eine Übersicht über die geplanten Sperrungen bei steigendem Wasserstand finden Sie auf dem Hochwasserprotal der Stadt unter www.duisburg.de/hochwasser.


Hier gibt es darüber hinaus alle Informationen rund um das Thema Hochwassergefahren und Hochwasservorsorge. Das Portal informiert darüber, welche Bereiche im Stadtgebiet durch Hochwasser gefährdet sind. Außerdem erfährt man, wie man sich selbst und sein Wohngebäude vor den schädlichen Auswirkungen von Hochwasser schützen kann.  


Hochwassersaison von November bis März
Am 1. November beginnt die Hochwassersaison, die bis Ende März gilt. In dieser Zeit, meist zwischen Weihnachten und Karneval, erreicht der Rhein seine jährlichen Höchststände. Der Hochwasserschutz spielt in der Stadt eine wichtige Rolle. Mehr als 300.000 Einwohner Duisburgs sowie Sachgüter, deren geschätzter Wert im Bereich von 30 Milliarden Euro liegt, werden in Duisburg durch Hochwasserschutzanlagen vor Überschwemmungsschäden geschützt. Der höchste Pegelstand des Rheins wurde mit einer Höhe von 13,00 m am 2. Januar 1926 gemessen.

 

Besonderer Weihnachtsgruß der Stadtwerke an alle Duisburgerinnen und Duisburger  
Auch an diesem Weihnachtsfest sorgen die Stadtwerke Duisburg für einen besonders stimmungsvollen Weihnachtsgruß. Rot angestrahlt mit einer weißen Spitze grüßt der Stadtwerketurm als größte Weihnachtskerze der Stadt weithin sichtbar zum Fest der Liebe. Mit Einbruch der Dunkelheit erstrahlt die bekannte Duisburger Landmarke Heiligabend in feierlichem Rot.

Diese besondere Attraktion ist auch in den folgenden beiden Nächten des 1. und 2. Weihnachtstages noch zu bestaunen. Die Stadtwerke wünschen allen Duisburgerinnen und Duisburgern schöne und besinnliche Weihnachtsfeiertage, einen ruhigen Jahresausklang sowie ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2024. Weitere Informationen zum Turm gibt es auch im Internet unter www.stadtwerketurm.de.
 

Wetterwarnung (23. - 24.12.2023)
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat ein "Unwettervideo" unter www.dwd.de, auf YouTube unter www.youtube.com/DWDderWetterdienst und in der DWD WarnWetter-App (https://www.dwd.de/DE/service/dwd-apps/dwdapps_artikel.html) veröffentlicht.

 

 

Neue Studie des WSI: Im Job, wenn andere feiern: Zwischen 6 und 10 Prozent aller Erwerbstätigen müssen an den Festtagen arbeiten
Sie kümmern sich um Menschen in Not, sie machen die Party im Restaurant möglich, sie bringen dringend benötigte Waren von A nach B: Ein Teil der Erwerbstätigen in Deutschland muss arbeiten, während und damit die Mehrheit der Bevölkerung Weihnachten und den Jahreswechsel feiern kann. Wer an den kommenden Festtagen „im Dienst“ ist, hat das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung untersucht.

Zentrale Befunde der neuen Studie: Obwohl Heiligabend und Silvester in diesem Jahr auf einen Sonntag fallen, müssen knapp 10 Prozent der Erwerbstätigen auch an Heiligabend wenigstens teilweise arbeiten, am Silvestertag sind es in der Spitze 9 Prozent, je nach Tageszeit. Besonders hoch sind die Anteile derjenigen, die an den Festtagen in ihrem Erwerbsjob gefragt sind, im Gastgewerbe, in Verkehr und Logistik sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.




Die gute Nachricht: Beschäftigte im Handel, die sonst bis in die letzte Minute Weihnachtseinkäufe ermöglichen und Feuerwerkskörper verkaufen müssen, haben in diesem Jahr auch mal frei. Insgesamt müssen deshalb 2023 an den Festtagen deutlich weniger Menschen zur Arbeit als in anderen Jahren. 2022 waren es etwa am Vormittag des Heiligen Abends 20 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland.        


Über 4200 Erwerbstätige haben in einer Befragung der Hans-Böckler-Stiftung von November darüber Auskunft gegeben, ob und wann sie an Weihnachten oder zum Jahreswechsel arbeiten. Die WSI-Forscher Dr. Eric Seils und Dr. Helge Emmler können auf Basis der Daten ein detailliertes Bild zeichnen. Am Vormittag des 24. Dezember müssen noch 10 Prozent aller Erwerbstätigen arbeiten, obwohl es sich um einen Sonntag handelt. Im Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen sind sogar 27 bzw. 20 Prozent der Erwerbstätigen noch im Erwerbsjob aktiv. 

Nach 14 Uhr, wenn normalerweise das Ladenschlussgesetz den Heiligen Abend einläutet, sinkt der Anteil der Menschen, die schaffen müssen, auf noch 6 Prozent, was die Bedeutung dieses Abends illustriert. Im Gesundheits- und Sozialwesen liegt die Quote allerdings bei 19 Prozent – und bleibt über die Feiertage auf hohem Niveau.     


An den beiden Weihnachtstagen steigen die allgemeinen Werte der Beschäftigung gegenüber Heiligabend nach 14 Uhr nur geringfügig an auf 8 Prozent. Eine wichtige Ausnahme ist wiederum das Gastgewerbe, wo rund ein Drittel der Erwerbstätigen im Job gefragt ist. Am Vormittag des Silvestertages müssen in diesem Jahr 9 Prozent aller Erwerbstätigen arbeiten, während es im Vorjahr 19 Prozent waren. Dies ist wiederum darauf zurückzuführen, dass es sich um einen Sonntag handelt.

Nach 14 Uhr sinkt der Anteil auf 6 Prozent. Deutlich überdurchschnittlich ist die Quote dann erneut im Gastgewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Logistik. An Neujahr ist es 8 Prozent der Erwerbstätigen nicht vergönnt, auszuschlafen. Schließlich müssen Männer und Ostdeutsche tendenziell etwas häufiger als Frauen und Westdeutsche an den Festtagen im Erwerbsjob arbeiten.



Verbraucherzentrale in Duisburg bis Ende 2028 gesichert
Stadt Duisburg und Verbraucherzentrale NRW unterzeichnen Vertragsverlängerung

Rund 7.000 Verbraucheranliegen im Jahr Ratsuchende können mindestens bis Ende 2028 auf die Verbraucherzentrale an der Friedrich-Wilhelm-Straße zählen. Duisburgs Beigeordnete für Verbraucherschutz Linda Wagner und der Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, Wolfgang Schuldzinski, unterzeichneten einen entsprechenden Vertrag. Die Finanzierung teilen sich die Stadt und das Land NRW. Zudem beteiligt sich die Stadtwerke Duisburg AG an den Kosten für die Beratung bei Energiearmut.

„Beinahe täglich hören wir von Ratsuchenden, wie froh sie sind, dass wir uns für ihre Belange einsetzen“, so Schuldzinski. „Ich freue mich sehr, dass dank der finanziellen Vereinbarung mit der Stadt das bewährte Angebot für weitere fünf Jahre fortgeführt werden kann.” Bereits seit 1975 bietet das Team der Verbraucherzentrale in Duisburg Unterstützung rund um den Verbraucheralltag. Ob es um Verträge und Reklamationen geht, Fallstricke beim Onlineshopping oder vielfältige Betrugsmaschen per E-Mail, SMS oder Messenger: Die Berater:innen stehen Ratsuchenden mit Informationen und rechtlicher Unterstützung zur Seite.

Besonders häufen sich derzeit Fälle von untergeschobenen Mobilfunkverträgen. Dabei werden Menschen auf der Straße angesprochen und mit Gewinnspielversprechen geködert, die sich am Ende als ungewollte Verträge entpuppen. Anhaltend hoch ist weiterhin die Nachfrage rund um Themen des Energiemarktes. Neue rechtliche Fallstricke gilt es in den Blick zu nehmen, aber auch den Betroffenen in finanziellen Krisensituationen effektiv und nachhaltig zu helfen.


Gerade die sprunghafte Kostenentwicklung im Bereich der Energieversorgung bringt viele Menschen an ihre finanziellen Grenzen. 2023 wurde die dringend erforderliche Beratung und Vertretung bei Energiearmut und drohenden Energiesperren auf eine Vollzeitstelle aufgestockt, um dem hohen Beratungsbedarf mit zeitnaher Hilfestellung zu begegnen.

Beigeordnete Wagner: Kompetente und wichtige Anlaufstelle Anerkennende Worte für die Arbeit fand die Beigeordnete für Verbraucherschutz Linda Wagner: „Die Verbraucherzentrale in Duisburg ist eine kompetente Anlaufstelle, die aus der Angebotspalette in unserer Stadt nicht mehr wegzudenken ist. Die rund 7.000 Verbraucheranliegen jährlich sind ein Indiz dafür, dass Ratsuchende auf ihre Anlaufstelle für alle Fragen des Verbraucheralltags nicht verzichten wollen. Mein besonderer Dank gilt daher der Stadtwerke Duisburg AG, die durch ihre finanzielle Beteiligung einen Teil der Finanzierung dieser wichtigen Arbeit für die nächsten fünf Jahre weiterhin sichert.“

 

Besonders einkommensarme Haushalte suchen Rat und Unterstützung Häufig wenden sich Menschen mit finanziellen oder gar existenziellen Problemen an die Verbraucherzentrale. Nicht selten sind diese Verbraucher:innen obendrein Opfer unseriöser Anbietermaschen geworden. Das Team der Beratungsstelle hilft mit umfassenden Informationen sowie rechtlicher und wirtschaftlicher Beratung. Ein besonderer Fokus liegt seit mehreren Jahren auf geflüchteten oder neu zugewanderten Menschen.


„Ihre sprachlichen Schwierigkeiten und die Unerfahrenheit mit hiesigen Verkaufsmaschen werden häufig ausgenutzt. Außerdem stehen sie vor besonderen Herausforderungen, wenn es etwa um Kontoeröffnungen, Geldtransfers oder Mobilfunkverträge geht“, erklärt Beratungsstellenleiterin Paulina Wleklinski. Breites Spektrum an Beratungsmöglichkeiten für alle Interessierten Das Beratungsportfolio ist jedoch nicht nur für private Haushalte mit knappen Finanzen eine unverzichtbare Hilfe.


„Wer Ärger mit seinem Fitnessstudio hat, günstigere Tarife und Anbieter im Energiebereich sucht, den Durchblick bei seinen Versicherungsverträgen behalten will oder sich für Solarstrom interessiert, nimmt unsere anbieterunabhängige Beratung ebenfalls gerne in Anspruch“, umreißt Paulina Wleklinski das breite Spektrum der Beratungsmöglichkeiten. Darüber hinaus zielen Bildungsangebote insbesondere auf Aufklärung und Prävention. Und nicht zuletzt ist die Verbraucherzentrale bei zahlreichen Veranstaltungen in Duisburg präsent und ansprechbar.


Wunschsterne 2023: Mitarbeitende der Helios Rhein-Ruhr Kliniken erfüllen Kindern Weihnachtswünsche
Ein aufregendes Treiben herrscht im Kinderdorf an der Rotdornstraße in Duisburg-Großenbaum vergangene Woche. Auch in diesem Jahr gab es erneut Sterne, die mit Wünschen der Kinder und Jugendlichen des Kinderdorfs Duisburg e. V. beschriftet wurden. Innerhalb kürzester Zeit waren die Sterne vergriffen und die Mitarbeiter:innen der Helios Rhein-Ruhr-Kliniken sammelten und verpackten fleißig die Geschenke.

Mitarbeitende des Kinderdorfs und der Helios Rhein-Ruhr Kliniken halfen die Geschenke auf den Gabentisch zu tragen und anzurichten. So wurden über 150 Geschenke - vom Auto-Poster bis hin zur Barbie-Puppe - liebevoll verpackt. Zusätzlich gab es Einkaufsgutscheine, Hygieneartikel und die ein oder andere Süßigkeit.


Der Verein Kinderdorf Duisburg kümmert sich in Form von Wohngruppen und ambulanten Angeboten im gesamten Stadtgebiet um Kinder und Jugendliche. Der Bedarf der Einrichtung wird immer größer. Im Sommer 2023 wurde eine neue Kleinkindgruppe eröffnet. Der Verein ist auf Unterstützung angewiesen und freut sich daher über Spenden: Spenden - Kinderdorf - Kinderdorf (kidodu.de).

Übergabe der Geschenke im Kinderdorf

Neue Fahrtreppe an der Haltestelle „König-Heinrich-Platz“ ist in Betrieb  
Die Fahrgäste der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) können die neue Fahrtreppe an der U-Bahnhaltestelle „König-Heinrich-Platz“ ab sofort nutzen. Die Fahrtreppe, meist als Rolltreppe bezeichnet, steht für mehr Sicherheit und eine höhere Verfügbarkeit. Die neue Rolltreppe hat eine Signalanlage, LED-Beleuchtung und kann in beide Richtungen genutzt werden. Sie hat sogenannte Sanftanläufer, die verhindern, dass die Fahrtreppe ruckartig startet. Zudem verbraucht sie weniger Energie.

Die vorhandene Anlage war über 30 Jahre in Betrieb. Die DVG hat gemeinsam mit der Stadt in diesem Jahr bereits vier weitere Fahrtreppen erneuert: Zwei an der Haltestelle „Kesselsberg“ sowie zwei weitere an der Haltestelle „Duisburg Hauptbahnhof“. 

Die Stadt Duisburg hat in diesem Jahr damit über 1,6 Millionen Euro in die wichtigen Infrastrukturmaßnahmen investiert, ein Teil davon wurde vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gefördert. DVG und Stadt Duisburg hatten die vorhandene Rolltreppe an der Haltestelle „König-Heinrich-Platz“ Anfang Oktober dieses Jahres außer Betrieb genommen und mit dem Einbau der neuen Rolltreppe begonnen.

Telegener Jahresrückblick im Programm von STUDIO 47
Jeden Tag bei Duisburgs regionalem TV-Sender
   
Zwölf Monate im Schnelldurchlauf: Im Programm von STUDIO 47 ist in den kommenden zwei Wochen der große TV-Jahresrückblick zu sehen. Vom 22. Dezember bis zum 2. Januar widmet sich Duisburgs regionaler Fernsehsender an jedem Tag einem Monat – und den Themen, welche die zurückliegenden 365 Tage bestimmt haben.  

Von der Schließung der Galeria Kaufhof und der Pleite des Ralph-Siegel-Musicals über den Großbrand auf der Schrottinsel im Duisburger Hafen und der Messerattacke im John-Reed-Fitnessstudio bis zu den Besuchen von Bundeskanzler Olaf Scholz, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und König Willem Alexander: Jeden Tag wirft „STUDIO 47 .das jahr“ einen Blick auf die Ereignisse, welche die Menschen in der Region bewegt, berührt und betroffen gemacht haben.  

Außerdem sind im Programm die schönsten und spannendsten Episoden vieler STUDIO 47-Sendereihen zu sehen: zum Beispiel „EcoTrek“, „Nachbarn in Europa“, „Reiseland Ruhr“, „ImPuls“, „Ostseemagazin“ oder „Grenzenlos mobil“. Und am 3. Januar gibt’s dann zum Start ins neue Jahr eine Sondersendung mit ausschließlich positiven und erfreulichen Geschichten aus Duisburg und Umgebung – denn auch die gab es 2023 natürlich zu erzählen.  


STUDIO 47 ist der regionale TV-Sender für das westliche Ruhrgebiet und den Niederrhein. Das Programm wurde mehrfach mit dem Deutschen Regionalfernsehpreis ausgezeichnet und zählt mit einer Reichweite von 650.000 Zuschauern zu den stärksten Medien der Region.    

Bis zum 2. Januar zeigt „STUDIO 47 .das jahr“ tägliche TV-Rückblicke auf das Jahr 2023.  (Foto: STUDIO 47)


Wichtelstern-Aktion verschönert Kindern das Weihnachtsfest
Das Projekt LebensWert verteilte an mehr als 150 Kindern Geschenke. Der Geist von Weihnachten war in der Herz-Jesu-Kirche spürbar. Pater Tobias Breer freute sich, vielen einkommensschwachen Familien eine Freude gemacht zu haben.  Duisburg. Vor dem Eingang zur Herz-Jesu-Kirche bildete sich am Mittwoch eine lange Schlange. Kinder voller Vorfreude waren mit ihren Eltern gekommen.


Das Projekt LebensWert hatte auch in diesem Jahr wieder eine Wichtelstern-Aktion auf die Beine gestellt. Die Geschäftsführer Pater Tobias Breer und Christian Kosmider sowie einige Mitarbeiter verteilten dabei Geschenke an mehr als über 150 Kinder. Vor allem junge Menschen aus einkommensschwachen Familien will das gemeinnützige Projekt LebensWert mit der alljährlichen Aktion das Weihnachtsfest verschönern. Für jedes Kind lag ein Paket vor dem Altar, dazu eine Tüte mit Obst und Nüssen.


Die Stadt Duisburg stiftete zudem noch Lebensmittelgutscheine in Höhe von jeweils 30 Euro. „Wir möchten uns bei allen Menschen bedanken, die sich mit Spenden an der Aktion beteiligt haben“, sagte Christian Kosmider zu Beginn der Veranstaltung. Nachdem die Kirchenbesucher zwei Weihnachtslieder gesungen und Kinder drei Kerzen am Adventskranz angezündet hatten, begann die Verteilung. In den Paketen steckten etwa Gesellschaftsspiele, Bücher oder Plüschtiere. Die Besucher waren überwältigt.


„Wir finden die Aktion so wunderschön. Es ist toll, was in der Gemeinde für die Menschen gemacht wird“, sagte eine junge Mutter, die mit ihrer Tochter zur Kirche gekommen war. Die Hintergründe der Familien, die an der Wichtelstern-Aktion teilnahmen, waren so bunt wie der Stadtteil Neumühl selbst. „Verschiedene Nationalitäten und Glaubensrichtungen kommen zu uns in die Kirche. Der Geist von Weihnachten war spürbar“, sagt Pater Tobias.


Vor rund 15 Jahren hat er die Aktion ins Leben gerufen. Mittlerweile ist sie zu einer echten Tradition geworden. „Natürlich ist so eine Veranstaltung auch mit viel Aufwand verbunden“, sagte der Marathon-Pater. „Aber wenn ich die leuchtenden Kinderaugen sehe, weiß ich, dass sich alles gelohnt hat.“
Projekt LebensWert BIC: GENODED1BBE IBAN: DE34360602950010766036 Spendenquittungen werden ausgestellt.

Foto Lars Heidrich/Projekt LebensWert


Vor 10 Jahren in der BZ: Neuer MSV-Schal: Aus Liebe zum Spiel und zur Stadt
Manchmal ist „sich einwickeln lassen“ doch gut. Vor allem bei winterlichen Temperaturen. Da ist so ein kuscheliger Schal der perfekte Begleiter im Alltag. Der neue Schal des MSV Duisburg, der in Kooperation zwischen den „Zebras“ und der Duisburg Marketing GmbH (DMG) entstand, ist das perfekte Accessoire für Fußball-Anhänger und Fans der Stadt.
Die eine Seite, in blau, ziert das MSV-Motto „Leben.Liebe.Leidenschaft.“, die andere Seite, in weiß, das Bekenntnis „I ♥ Duisburg“.

Eine gute Kombination! Das Design ist schlicht und schön und wurde in der Grafikabteilung der DMG entworfen. Die bestehende Kooperation des Traditionsvereins und der Stadtmarketing-Experten wurde in den vergangenen Monaten stetig weiter ausgebaut. Die Tourist-Information, das RUHR.VISITORCENTER im CityPalais, ist offizielle Vorverkaufsstelle für alle Heimspiele der Zebras in der Schauinsland-Reisen-Arena. Der flauschige Schal ist dort ebenso erhältlich wie im ZebraShop selbst. Auch das über das RUHR.VIITORCENTER vertriebene Merchandising-Angebot des MSV Duisburg wurde erweitert. Jetzt sind auch u.a. MSV-Trikots im Verkauf, eine Erweiterung der Angebote ist vorgesehen.


Die Preise für Tickets und Merchandising sind preisgleich zu dem vom Verein  betriebenen ZebraShop.
MSV-Präsident Udo Kirmse freut sich über die Intensivierung der bestehenden Kooperation: „Der MSV ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil und Imageträger der Stadt Duisburg. Wir freuen uns deshalb über diese Zusammenarbeit, die eine noch intensivere Wahrnehmung des MSV in der Stadt ermöglicht. Wir wollen diese Verbindung zwischen Stadt und dem MSV weiter stärken.“

 
„Der MSV ist einer der wichtigsten Markenbotschafter für die Stadt. Unsere Kooperation mit dem Traditionsverein ist auch ein klares Zeichen, sich in schwierigen Zeiten gegenseitig zu unterstützen. Duisburg und der MSV – das gehört einfach zusammen!“, so Uwe Gerste, Geschäftsführer der DMG. Die Daten MSV-Schal mit Motiven auf beiden Seiten .

Mit Fransen. 135 cm lang und 15 cm breit Material: Polyacryl. Preis: 10€


Dezember 2013: 17 Bundesfreiwillige engagieren sich für junge Leute
Zum ersten Mal haben in diesem Sommer 17 Bundesfreiwillige den Dienst bei der Stadt Duisburg aufgenommen. Die zehn Frauen und sieben Männer sind in 16 städtischen Jugendzentren und beim Haustechnischen Dienst des Jugendamtes eingesetzt. Oberbürgermeister Sören Link bedankte sich persönlich für ihr soziales Engagement.  

„Ich finde es beispielhaft, dass Sie ein ganzes Jahr Ihres Lebens in den Dienst der Gesellschaft stellen und ganz bewusst die Jugendarbeit der Stadt unterstützen“, lobte Link den Einsatz der jungen Leute: „Und das für ein monatliches Taschengeld von rund 330 Euro.“ Nach dem „Ende“ der sogenannten Zivis sei man sich nicht sicher gewesen, ob sich die Bundesfreiwilligen etablieren würde. Inzwischen könnten Verbände und Träger viel mehr Bufdis einstellen, als Fördermittel vom Bund bereit gestellt wurden. „Deshalb bin ich sehr froh, dass wir die 17 Freiwilligen für uns gewinnen konnten.“  


Dominik Winkel zum Beispiel wurde zum Bufdi, weil er gern Erzieher werden möchte. „Ich will schon vorher Erfahrungen sammeln und habe hier die Chance, auch an der pädagogischen Arbeit teilzunehmen.“ Winkel repariert unter anderem Fahrräder und macht mit den Jugendlichen Musik. Ines Petzold wollte nach der Schule eine Ausbildung machen. Doch das hat zunächst nicht geklappt. Deshalb überbrückt sie das Jahr als Bundesfreiwillige. „Mir macht der Job Spaß, ich mache zum Beispiel Hausaufgabenbetreuung und spiele mit den Jugendlichen.“  


„Das Jugendamt legt während des Einsatzes zusätzlich Wert auf Qualifizierung“, erklärte Jugenddezernent Thomas Krützberg. Deshalb hätten die Bufdis neben dem Einsatz im Jugendzentrum zusätzlich 25 Seminartage zu absolvieren. Innerhalb der Seminartage können sie einen Jugendleiterschein inklusive Erste-Hilfe-Kurs erwerben. Krützberg: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Einsatz der jungen Leute. Im nächsten Jahr wollen wir beim Bund weitere Stellen anfordern.“   Oberbürgermeister Sören Link, Jugendezernent Thomas Krützberg (4. und 3. von links) und Mitarbeiter des Jugendamtes empfingen die Bufdis im Rathaus,.

 


Weihnachten ist Vertrauenssache - Videobotschaft von Superintendent Dr. Urban zum Christfes
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Weihnachten ist kein Termin im Kalender, Weihnachten ist Vertrauenssache. Das sagt  Pfarrer Dr. Christoph Urban, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, in seinem Video zum Christfest. Die zuversichtliche Botschaft, dass Weihnachten weiter gehe und in den Alltag hinein wirke, nimmt er aus dem Glauben und aus dem Lied „Die Weisen sind gegangen“, gedichtet von Gerhard Valentin. Mit ihm wünscht er den Gläubigen friedvolle und besinnliche Tage mit lieben Menschen. „Und dass Sie das Licht der einen Heiligen Nacht weit in das kommende Jahr begleiten möge.“   


Zu sehen ist das Video auf dem Youtubekanal „Evangelisch in Duisburg“. Infos zum Kirchenkreis, den Gemeinden und Einrichtungen gibt es im Netz unter www.kirche-duisburg.de. Hier ist der Redetext des Videostatements:    
<< Weihnachten kommt immer so plötzlich. Die vielen, nicht enden wollenden Vorbereitungen. Und plötzlich ist das Fest auch wieder vorbei. Die Geschenke sind ausgepackt an Heiligabend, der Braten verspeist am ersten Weihnachtsfeiertag und die Oma besucht am zweiten. Ein kurzer Moment in der Zeit. - Und dann? Dann hat uns unsere alte Welt wieder. Mit ihren Krisen, Kriegen und Katastrophen. Im großen Weltgeschehen und in meinem kleinen Alltag. Aber war es das? Eines meiner liebsten Weihnachtslieder macht mir Mut, dass es damit noch nicht erledigt ist.

Es heißt: 'Die Weisen sind gegangen', gedichtet von Gerhard Valentin, 1965. Es handelt davon, was von Weihnachten übrigbleibt, wenn die Hirten an der Krippe, die Engel und Weisen, längst schon wieder dorthin verschwunden sind, wo sie hergekommen waren. Die Botschaft lautet: Weihnachten geht weiter und wirkt in unseren Alltag hinein. Und dass Weihnachten kein Termin im Kalender ist, sondern Weihnachten ist Vertrauenssache.  So heißt es in der letzten Strophe: 'Was soll ich weiter fragen? Ich habe manches mitgemacht - wem trau ich mehr: der einen Nacht oder den vielen Tagen, oder den vielen Tagen?' Daher wünsche ich Ihnen zweierlei in diesem Jahr. Ein paar friedvolle und besinnliche Tage mit lieben Menschen. Und dass Sie das Licht der einen Heiligen Nacht weit in das kommende Jahr begleiten möge.>>     



Letztes Orgelkurzkonzert mit Kirchenführung in Salvator

Eine Gastorganistin oder ein Gastorganist spielt dreißig Minuten vorweihnachtliche Orgelmusik auf dem Instrument der Schweizer Firma Kuhn und anschließend gibt es eine Kirchenführung durch die Salvatorkirche Duisburg. Das Konzept von Kantor und Kirchenmusikdirektor Marcus Strümpe kam in den letzten Jahren gut an und deshalb nimmt er es jetzt wieder in der Adventszeit auf. Zum Abschluss spielt am 23. Dezember 2023 um 15 Uhr Michael Porr aus Leverkusen. Der Eintritt ist frei. Mehr Infos zur Salvatorkirche gibt es unter www.salvatorkirche.de.
   Salvatorkirche (Foto: Rolf Schotsch)

Evangelische Kirche Kirchengemeinden Duisburgs und Weihnachten


 

Etwa 900 Kinder werden in NRW jedes Jahr an Weihnachten geboren – mehr als 100 000 feiern zusätzlich auch Geburtstag
Rund 106 300 Menschen in Nordrhein-Westfalen haben an den Weihnachtsfeiertagen Geburtstag. Wie dass Statistische Landesamt mitteilt, lebten Ende Juni 2023 in NRW etwa 35 200 Personen, die an einem 24. Dezember geboren wurden. Einen Tag später, am 25. Dezember, können rund 35 000 und am 26. Dezember etwa 36 100 Personen ihr Wiegenfest feiern.

 Seit dem Jahr 2000 werden in NRW jährlich im Durchschnitt über 900 Kinder an Weihnachten (24., 25. und 26.12.) geboren und können somit nicht nur Weihnachten, sondern auch ihren Geburtstag feiern. Über die letzten 23 Jahre gemittelt wurden an den Weihnachtsfeiertagen (24.12.: 315; 25.12.: 308; 26.12.: 322) weniger Kinder je Tag geboren als im Durchschnitt der übrigen Kalendertage (437 Kinder je Tag). An Heiligabend 2022 erblickten in NRW 289 Kinder das Licht der Welt. Die meisten Heiligabend-Geburten seit 2000 wurden im Jahr 2003 gezählt: Damals kamen 372 Babys zur Welt. (IT.NRW)

Lebendgeborene ("Weihnachtskinder") in NRW 2000 bis 2022 (Weitere Ergebnisse zu den an Weihnachten geborenen Kindern)


Preise für Wohnimmobilien im 3. Quartal 2023: -10,2 % zum Vorjahresquartal
- Wohnimmobilienpreise sinken nach Höchststand im 2. Quartal 2022 weiter
- Preise für Wohnimmobilien, 3. Quartal 2023 (vorläufig) -10,2 % zum Vorjahresquartal -1,4 % zum

Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland sind im 3. Quartal 2023 um durchschnittlich 10,2 % gegenüber dem 3. Quartal 2022 gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war dies der stärkste Rückgang der Wohnimmobilienpreise gegenüber einem Vorjahresquartal seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000, nachdem bereits im 1. Quartal 2023 (-6,8 %) und im 2. Quartal 2023 (-9,6 %) die bis dahin stärksten Rückgänge verzeichnet worden waren.

Im Vergleich zum 2. Quartal 2023 sanken die Kaufpreise für Wohnimmobilien um 1,4 %. Seinen bisherigen Höchststand hatte der Häuserpreisindex im 2. Quartal 2022 erreicht, seitdem sind die Preise für Wohnimmobilien gegenüber dem jeweiligen Vorquartal rückläufig (1. Quartal 2023: -2,9 % zum Vorquartal; 2. Quartal 2023: -1,2 % zum Vorquartal).



 

Wie wichtig ist Religion in Deutschland?
2022 lebten in Deutschland rund 45 Millionen Christ:innen, 20,9 Millionen davon waren römisch-katholisch, 19,1 Millionen evangelisch. Trotzdem scheint Religion für die Deutschen nur in ausgewählten Situationen überhaupt noch eine Bedeutung zu haben. Das legt die aktuelle Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung der evangelischen Kirche nahe, die laut Angaben der Studienverfasser zum ersten Mal repräsentativ für die deutsche Gesamtbevölkerung ist. Lediglich in zwei Lebensbereichen halten religiöse Grundsätze mehr oder minder als eine Art Leitfaden her. Ein Drittel der Befragten gab beispielsweise zu Protokoll, dass Religion bei der Bewältigung schwieriger Lebenssituationen eine Rolle spiele, 13 Prozent davon maßen ihrem Glauben in diesem Kontext eine große Bedeutung zu.


Bei der Kindererziehung waren 37 Prozent der Meinung, dass Religion eher oder sehr relevant sei. Hinsichtlich der politischen Einstellung, der Arbeit und dem Umgang mit der eigenen Sexualität hat Religion für die Deutschen nahezu keine Bedeutung. Lediglich zehn (Sexualität), zwölf (Arbeit) und 15 Prozent (politische Einstellung) attestierten ihrem Glauben im jeweiligen Zusammenhang etwas oder große Bedeutung. Selbst bei einer Filterung nach katholischer und evangelischer Konfession verschiebt sich das Bild nur leicht. So maßen 57 Prozent der Katholik:innen und 49 Prozent der Protestant:innen Religion mindestens etwas Bedeutung bei der Kindererziehung bei.


Die Werte bei Politik, Arbeit und Sexualität wichen jeweils nur leicht zugunsten einer stärkeren Bedeutung von Religion ab. Obwohl noch knapp die Hälfte der deutschen Bevölkerung einer christlichen Konfession zuzuordnen ist, haben die Kirchenaustritte besonders aus der katholischen Kirche auch aufgrund diverser Skandale in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. 2017 waren beispielsweise 167.504 Katholik:innen und 197.207 Angehörige der evangelischen Kirche ausgetreten, während die katholische Kirche im Jahr 2022 mehr als eine halbe Million und die evangelische Kirche rund 380.000 Mitglieder verloren hatte. Florian Zandt
Infografik: Wie wichtig ist Religion in Deutschland? | Statista

Wie christlich ist die DACH-Region im Europa-Vergleich?
Weihnachten hat sich über die Jahrhunderte von einem stark christlich geprägten Fest zu einem universalen Anlass für das Zusammenkommen und Beschenken im Familien- und Freundeskreis entwickelt. Das liegt nicht zwingend daran, dass das Christentum selbst weltweit an Relevanz verloren hat. Wie eine Auswertung unserer Statista Consumer Insights in ausgewählten europäischen Ländern zeigt, identifizieren sich auch in der DACH-Region zahlreiche Befragte als christlich.


So geben 53 Prozent der Umfrageteilnehmer:innen in Österreich an, Christ:innen zu sein. In der Schweiz liegt der Anteil bei 52 Prozent, in Deutschland sind es noch 48 Prozent. Dies deckt sich in Teilen mit der offiziellen Religionszugehörigkeit in den jeweiligen Ländern. Laut Daten der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche gehörten 2022 hierzulande rund 47,5 Prozent den beiden primären christlichen Konfessionen an, nach Miteinbezug kleinerer christlicher Gruppierungen lag der Anteil der Christ:innen bei etwa 51 Prozent.

Einer Erhebung von Statistik Austria zufolge waren 2021 rund 68 Prozent der Österreicher:innen christlichen Glaubens, in der Schweiz waren laut des Bundesamts für Statistik 2021 etwa 54 Prozent entweder Teil der römisch-katholischen oder der evangelisch-reformierten Kirche. Deutlich anders stellt sich die Lage in den Nachbarländern Deutschlands, Österreichs und der Schweiz dar. In Polen bezeichnen sich beispielsweise drei Viertel der Befragten als christlich, in Italien sind es 69 Prozent. Frankreich hingegen weist knapp ein Drittel Atheist:innen auf, während sich in den Niederlanden nur 31 Prozent der Umfrageteilnehmer:innen als Christ:innen und 40 Prozent als nicht religiös einordnen
Infografik: Wie christlich ist die DACH-Region im Europa-Vergleich? | Statista

Im Osten hat Gott wenig zu melden
Der Statista Global Consumer Survey dient eigentlich sehr weltlichen Zwecken, beinhaltet aber auch etwas Metaphysik beziehungsweise das Gegenteil davon. Wie das? Wir fragen die Menschen, wie sie es mit der Religion halten. Besonders religiös sind demnach die im Saarland beheimateten Studienteilnehmer:innen. Nur 20 Prozent geben an nicht religiös oder Atheisten zu sein. Ähnlich niedrig ist der Anteil in Nordrhein-Westfalen (23 Prozent) und Baden-Württemberg beziehungsweise Rheinland-Pfalz (jeweils 25 Prozent).


Ganz anders sieht das im Osten der Republik aus. In Sachsen Anhalt bezeichnen sich 47 Prozent der Befragten als nicht religiös, weitere 23 Prozent geben an, Atheisten zu sein. Ähnlich sieht es in den übrigen neuen Bundesländern aus. Dass Religion dort nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist historisch bedingt. In der sozialistischen DDR war die politische Führung Christentum und Kirche feindlich gesinnt. Die daraus resultierende Repression schaffte es zwar nicht die Religion gänzlich verschwinden zu lassen, führte aber dazu, dass die große Mehrheit der Bevölkerung bis heute ein nicht-religiöses und materialistisches Weltbild hat. Mathias Brandt
Infografik: Im Osten hat Gott wenig zu melden | Statista


Wie halten es die Deutschen mit der religiösen Praxis?
Der katholischen Kirche in Deutschland rennen die Gläubigen, weg die neuesten Zahlen zu Kirchenaustritten zeigen. Grund genug einmal zu gucken, was die Meinungsforschung zur Religiosität der Menschen in Deutschland zu sagen hat. Die neuste Umfrage hierzu wurde im Mai 2023 von Ipsos veröffentlicht. Demnach glauben nur 21 Prozent der hierzulande befragten Menschen an einen Gott, wie er in den heiligen Schriften beschrieben wird.

Weitere 24 Prozent glauben an an eine höhere Macht, aber nicht an einen Gott, wie er beispielsweise in Bibel, Koran oder Thora vorkommt. Entsprechend spielt religiöse Praxis nur eine geringe Rolle. Immerhin etwas mehr als ein Viertel betet zumindest gelegentlich außerhalb von Gotteshäusern. In eben diese zieht es dagegen weniger als jeden Fünften.


Damit liegt Deutschland deutlich unter dem Schnitt der 26 in der Umfrage repräsentierten Länder, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. So spielt Religion im Alltag unserer polnischen Nachbarn eine deutlich größere Rolle. Im Vergleich dazu zeigt das Mutterland des Katholizismus bei der Glaubensausübung deutlich weniger Eifer. Zu den besonders religiösen Länder zählt Indien. Das genaue Gegenteil lässt sich über Japan sagen.
Infografik: Wie halten es die Deutschen mit der religiösen Praxis? | Statista


Die Kirchen werden leerer
Durchschnittlich nur noch weniger als eine Million Menschen in Deutschland haben im Jahr 2021 einen katholischen Gottesdienst besucht. Laut DBK lauschten seit 2010 rund 70 Prozent weniger Kirchengänger:innen der Predigt eines Priesters. Die Anzahl der Gottesdienstbesucher:innen hat in den vergangenen 70 Jahren stetig abgenommen – in den 1950er und 60er Jahren versammelten sich landesweit an Sonntagen noch durchschnittlich über elf Millionen Menschen in einem katholischen Gotteshaus.

Während die Anzahl der Katholiken in Deutschland seit den 1950ern nur um etwa eine Million gesunken ist und ihren Höchstwert mit rund 28 Millionen im Jahr 1990 erreicht hat, besuchen dennoch immer weniger Christinnen und Christen den Gottesdienst. Das bedeutet also, dass nicht unbedingt weniger Glaube an Gott herrscht, sondern weniger Interesse oder Bereitschaft sonntags in die Kirche zu gehen. Laut Quelle werden die Teilnehmer an den Gottesdiensten jeweils am zweiten Fastensonntag und am zweiten Sonntag im November gezählt, also an möglichst "normalen" Sonntagen des Kirchenjahres.
Renè Bocksch
Infografik: Die Kirchen werden leerer | Statista

Katholische Kirche meldet über eine halbe Million Austritte
Die Austrittswelle der katholischen Kirche hat einen neuen Rekordwert erreicht: Mehr als 520.000 Menschen haben ihr 2022 den Rücken gekehrt. Das sind rund 45 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2021 – damals traten rund 360.000 Menschen aus der Kirche aus. Neben den Austritten verzeichnet die katholische Kirchengemeinde auch mehr als 240.000 Todesfälle. Dem gegenüber stehen nur etwa 155.000 Taufen, 1.445 Eintritte aus anderen Glaubensgemeinschaften sowie 3.749 Wiederaufnahmen - unter dem Strich ergibt sich daraus ein Mitgliederschwund von über 600.000.


Die katholische Kirche in Deutschland befindet sich weiterhin in einer tiefgreifenden Krise. Mit rund 51.345 Austritten verzeichnet das Erzbistum Köln wie im Vorjahr die meisten, gefolgt von München und Freising (49.029) und Freiburg (41.802). Vor allem die Missbrauchs- und Finanzskandale der letzten Jahre haben zu einem großen Vertrauensverlust in der christlichen Gemeinde geführt. Wie die Infografik zeigt, bildet sich seit den frühen 2000er Jahren ein steigender Trend bei den Kirchenaustritten. Allerdings betrifft dies nicht nur die Katholiken, sondern auch die evangelische Glaubensgemeinschaft.


Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) meldete bereits im März einen neuen Rekordwert für das Jahr 2022. Rund 380.000 Protestant:innen trennten sich von der Kirche. Nichtsdestotrotz bilden Christ:innen in Deutschland weiterhin die größte Religionsgemeinschaft. Etwa die Hälfte der Deutschen gehört der evangelischen oder katholischen Kirche an. Laut Deutscher Bischofskonferenz (DBK) hat die Zahl der Mitglieder in Deutschland im letzten Jahr bei etwa 20,9 Millionen Personen gelegen. Der Islam ist die drittgrößte Religion in der Bundesrepublik mit knapp sechs Millionen Mitgliedern.
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