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Archiv Januar - Juni 2018
 
Bis 2030 fehlen im Rheinland 345.000 Fachkräfte  

IHKs im Rheinland legen Fachkräftemonitor vor
Bonn/Duisburg, 28. Juni 2018 - Der Fachkräftemangel ist in der Metropolregion Rheinland das Konjunkturrisiko Nummer eins. Das ist das zentrale Ergebnis des ersten gemeinsamen Fachkräftereports der IHK-Initiative Rheinland, an der die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve beteiligt ist. Die Ergebnisse der Broschüre „Gemeinsam für Fachkräfte im Rheinland. Report zur Fachkräfteentwicklung 2018“ stellten Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie Vertreter der IHK-Initiative Rheinland bei einem gemeinsamen Pressegespräch in Bonn am Donnerstag, 28. Juni, vor.  
Im Rheinland übersteigt die Fachkräftenachfrage das -angebot deutlich. Im Jahr 2019 soll der Bedarf seinen Höhepunkt erreichen. Dann werden 3.156.000 Fachkräfte gesucht. Auf der Angebotsseite stehen ihnen 2.942.000 Fachkräfte gegenüber. Der Engpass liegt bei 214.000 Fachkräften, das entspricht 6,8 Prozent der Nachfrage. Bis 2030 fehlen 345.000 Fachkräfte, davon 306.000 beruflich qualifizierte Fachkräfte in IT, Industrie, Pflege, Büroberufen, Handel, Gastronomie.  
„Der Fachkräftemangel wird in den nächsten Jahren zu einer der größten Herausforderungen für unseren Wohlstand. Für uns bedeutet das Gegensteuern und gemeinsam nach Lösungen suchen. Wir müssen die duale Ausbildung stärken. Wir müssen Netzwerke zur Fachkräftesicherung entwickeln“, so Arbeitsminister Karl-Josef Laumann.
„Wir sollten aber bei unseren Anstrengungen auch all jene nicht aus den Augen verlieren, deren Einstieg ins Berufsleben nicht schnurstracks geradeaus verlief. Sie müssen wir mit unseren Maßnahmen zur Fachkräftesicherung genauso erreichen, wie die oftmals besonders motivierten Schulabgänger und Zuwanderer.“   „Unternehmen sind immer stärker vom Fachkräftemangel betroffen – mittlerweile fast die Hälfte der von uns befragten Unternehmen. Ganz gleich ob gelernte Fachkräfte oder Auszubildende: für unsere Unternehmen steht die Gewinnung von Mitarbeitern an erster Stelle“, erläuterte Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK - Foto IHK Duisburg.

Branchenübergreifend werden die Unternehmen in 2019 insgesamt 2.911.000 Mitarbeiter mit einer dualen Ausbildung suchen. Beruflich Qualifizierte mit kaufmännischer Ausrichtung sind besonders gefragt. Akademisch qualifizierte Personen werden deutlich weniger gesucht als Fachkräfte mit dualer Ausbildung. Die Nachfrage nach Akademikern soll 2019 bei 245.000 Personen liegen, das Angebot bei 215.000. Hochschulabsolventen sind gesucht, wenn sie Betriebswirtschaft, Informatik oder ein Ingenieurfach studiert haben.

Die Nachfrage nach Juristen wird in den kommenden Jahren sinken.  
In absoluten Zahlen sind im Rheinland im Jahr 2018 vor allem Büro- und Sekretariatsberufe gefragt, gefolgt von Berufen in der Unternehmensorganisation und -führung. Relativ gesehen, haben vor allem Veranstaltungsmanagement, Tourismus und Sport sowie Maschinenbau und Betriebstechnik große Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden.
Im Jahr 2030 werden bei den absoluten Zahlen die Büro- und Sekretariatsberufe den Prognosen zufolge weiterhin an der Spitze der Engpassgruppen stehen. Dann folgen soziale Berufe. Relativ sollen dann vor allem technische Fachkräfte fehlen. Außerdem werden Fachkräfte aus Mechatronik und Automatisierungstechnik, Forschung und Entwicklung sowie Bau, Architektur und Vermessung besonders gefragt sein.  
Dietzfelbinger: „Die Unternehmen treten künftig verstärkt in Konkurrenz um junge, gut ausgebildete Fachkräfte. Nicht nur um sie zu gewinnen, auch, um sie zu halten. Wir als Niederrheinische IHK beraten unsere Mitgliedsunternehmen mit zahlreichen Aktivitäten und Programmen zur Suche nach geeigneten Auszubildenden und zur Fachkräftesicherung.“
Dabei sprach er insbesondere die Vermittlung von Auszubildenden, den Einsatz von Ausbildungsberatern, die Vermittlung von Studienaussteigern als Auszubildende, diverse Aktivitäten im Bereich Schule und Wirtschaft sowie die Weiterbildung und Qualifizierung der Fachkräfte an.  

Baustammtisch im ehemaligen Ausbesserungswerk Wedau auf dem Areal „Sechs Seen Wedau“

Duisburg, 25. Juni 2018 - Morbider Industriecharme ging von der mit Graffitis „dekorierten“ Location des jüngsten Baustammtisches aus. Setzten die Veranstalter sonst auf die Schifferbörse als Ort ihrer Netzwerkveranstaltung, hatten sich die Akteure der GFW Duisburg und des Bauindustrieverbands NRW für den „Ort des Geschehens“ ausgesprochen. Im ehemaligen Bahn-Ausbesserungswerk Wedau referierte GEBAG-Chef Bernd Wortmeyer sehr beredt über das größte aktuelle Entwicklungsprojekt NRWs „Sechs Seen Wedau“ mit einer Fläche von circa 90 Hektar.
Rund 50 interessierte Fachbesucher – darunter Bauunternehmer, Architekten, Raumplaner, Projektentwickler und Investoren – hörten gespannt  zu und erfuhren nicht nur von der erfolgreichen Vergrämung der Zauneidechse: „Wir stehen hier auf dem aktuell größten Stadtentwicklungsprojekt in Nordrhein-Westfalen,“ erläuterte Wortmeyer.

„Hier entsteht zum einen in Wedau-Süd ein Wohngebiet mit Angeboten für jeden Geldbeutel und die verschiedensten Ansprüche inklusive Infrastruktur. Zum anderen wird Wedau-Nord zum Wissenschaftsstandort mit Universitätsansiedlungen entwickelt. Und das in einem beachtlichen Tempo. Das muss Duisburg erst einmal einer nachmachen.“  

Rechtsanwalt Stefan Bahrenberg, Geschäftsführer des Bauindustrieverbands NRW e.V., war begeistert vom guten Zuspruch: „In Zeiten voller Auftragsbücher sind derart gut besuchte Netzwerktreffen kein Automatismus.“ Das kann auch Dieter Düster, Architekt und Geschäftsführer der „dd Projektplanung GmbH“, bekräftigen: „Seit 40 Jahren bin ich im Geschäft, bei solchen Anlässen trifft man immer auch einige Weggefährten.
Darüber hinaus ist das Projekt ‚Sechs Seen Wedau‘, das gut angelaufen zu sein scheint, auch stadtentwicklerisch wirklich spannend. Es wird positive Auswirkungen auf Beschäftigungsaspekte und den Wohnungsmarkt haben. Mal sehen, wie das Investorenverfahren ausgehen wird. Wir Architekten sind ja grundsätzlich immer ‚im Boot‘ der Investoren und der eine oder andere aus meinem Investorenkreis hat sich bereits um dieses Projekt beworben.“  
Die Dialoge waren rege, so dass das Ziel der Initiatoren des Baustammtisches erreicht wurde. Schließlich hatten GFW-Chef Ralf Meurer und Bauindustrieverbands-Geschäftsführer Bahrenberg auch zum Dialog mit den Anwesenden ermuntert, um sich für den einen oder anderen Auftrag, der mit dem Projekt verbunden sei, zu empfehlen.
Einer, der bereits eine Zusage erhalten hat, ist Michael Buchmann, Niederlassungsleiter der Vössing Ingenieurgesellschaft mbH: „Wir freuen uns, dass wir den Auftrag für die Projektsteuerung zur Erschließung dieses Areals erhalten haben. Dies gilt umso mehr für unsere Niederlassung Duisburg, da sich dieses herausragende Stadtentwicklungsprojekt gewissermaßen vor unserer Haustür befindet.“  

Während auf der 60 Hektar großen Südfläche urbanes Wohnen mit maritimem Charakter wahr wird, soll Wedau-Nord mit 30 Hektar zum Inbegriff der Technologieorientierung werden: als Keimzelle für Start-ups, Forschungsinstitute, technologieorientierte Unternehmen, eine Fakultät der Universität Duisburg-Essen und forschungsnahe Dienstleister.
„Ideal für die Boombranchen der Zukunft, gibt es hier doch mittelfristig schon optimale Entwicklungsmöglichkeiten“, so GFW-Geschäftsführer Meurer: „Die Aufbereitung dieser Flächen ist existenziell wichtig, damit wir ‚Hidden Champions‘ an den Wirtschaftsstandort binden und neue für diesen gewinnen können. Zahlreiche Unternehmen, die wir begleiten und die zurzeit immens wachsen, haben schon großes Interesse an einer Verlagerung und Expansion nach Wedau bekundet. Hierbei vernetzen mein Team und ich die wesentlichen Akteure; schließlich gehören der Firmen- und Ansiedlungsservice zu den originären Kernaufgaben der Duisburger Wirtschaftsförderung.“  

Setzen auf Wedau: GFW-Prokurist Klaus Wulfert, GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer, RA Stefan Bahrenberg – Geschäftsführer Bauindustrieverband NRW e.V. – und GEBAG-Chef Bernd Wortmeyer (v.l.n.r.), Urheberin: Jacqueline Wardeski; Nutzungsrechte: GFW Duisburg

 

Auf ein Wort

Binsheim, Uferbereich Masurenallee undsoweiter...
Wo waren die jetzt so aktiven Wedauer "Uferretter" , als so wie im Binsheimer Feld jeden Sommer, an jedem schönen Tag am Ende der Masuerenallee in Duisburg-Wedau so und noch viel schlimmer aussah?

Wo waren Ihre Rettungsaktionen mit den Bürgern, die beim Bezirksamt Süd und den Redaktionen anriefen, was denn die Stadt, Das Ordungsamt bzw. die Wirtschaftsbetriebe gegen das Zuparken, die dröhnende Musik bis in die Nachtstunden, das Grillen im staubtrockenen Gras in direkter Ufernähe, die Vermüllung und die Belästigung durch Angetrunkene die Bürger von der Ufernähe abhielt.

Klar kann man bei der Bürgeranhörung gegen eine siebengeschossige Bebauung sein, eine zweite Brücke fordern oder sich selbstverständlich um die Verkehrssituation sorgen, dafür sind die Anhörungen ja da. Wenn es aber um eine sinnvolle Sanierung der Uferzone geht, die allen gerecht wird und wenn der Zugang gesichert erhalten bleibt und die Eihgentumsverhälnisse nicht in private Hände übergehen - wo liegt dann das Problem der sogennannten Retter? Wollen sie das größe Sanierungs- und Bauprojekt in NRW und eine langfristige gesicherte Nahversorgung von zwei Ortsteilen wie Bissingheim und Wedau verhindern oder was steckt wirklich dahinter?

Ein trauriges Beispiel war auch eine frühere Wedauer "Uferretterszene", die unbedingt einen erweiterten See-Zugang erreichen wollten. Dies bei einer Bauanfrage eines Duisburger Nahversorgungsunternehmers, der ein Wedauer Gelände am Seeufer mit Risiko der Altlasten im Boden tragen wollte. Das Ende vom Lied war eine Dreifachteilung und der Verlust eines Investors mit Millionen-Engagement.   Harald Jeschke  

 

 

Digitale Verwaltung ist wichtig für Unternehmen

Austausch in der IHK mit Dezernent Martin Murrack  
Duisburg, 19. Juni 2018 - eGovernment-Lösungen für Unternehmen, Attraktivität des Standorts für die Technologie-Szene, Breitbandausbau – das waren die Themen bei einem ersten Gedankenaustausch zwischen Martin Murrack, dem neuen Dezernenten für Personal, Organisation, Digitalisierung und bezirkliche Angelegenheiten der Stadt Duisburg, und der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve.  
„Wir wollen die Duisburger Verwaltung mit eGovernment-Lösungen leistungsfähiger und serviceorientierter machen“, berichtete Murrack von einem seiner Ziele im Gespräch mit IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger. Darunter fällt zum Beispiel die Online-Terminvereinbarung für den Bürgerservice. „Auch unsere Unternehmen brauchen einen besseren Zugang zur Verwaltung“, stellte Dietzfelbinger mit Blick auf den Mehrwert von eGovernment-Lösungen klar. „Wenn Betriebe ihre Informations- und Meldepflichten digital organisieren können, trägt das dazu bei, den bürokratischen Aufwand zu reduzieren.“   

Dietzfelbinger betonte im Gespräch, dass der „Masterplan Digitalisierung“ der Stadt ein wichtiger Schritt sei, um Duisburg auf der digitalen Landkarte sichtbar zu machen und sagte zu, dass die IHK die Umsetzung des Masterplans insbesondere in den Handlungsfeldern Smarte Wirtschaft und Breitband gerne mit ihren Netzwerken und Impulsen aus der Unternehmerschaft begleite. „Wir müssen gute Standortbedingungen für junge Technologieunternehmen schaffen und mehr attraktive Treffpunkte für die Digitalszene wie die WestVisions-Konferenz“, so Dietzfelbinger.

V.l.: Freuen sich auf die Zusammenarbeit: IHK-Digitalisierungsexpertin Marina Janßen, Dezernent Martin Murrack und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger - Foto Niederrheinische IHK

 

Hightech- Werkstoff von thyssenkrupp schafft Energieeffizienz: Elektroband des Stahlherstellers trägt zu erfolgreicher Energiewende bei

Duisburg, 19. Juni 2018 - Die Reichweite und Lademöglichkeit von Elektroautos, das Nutzen erneuerbarer Energiequellen und die ressourcenschonende Verteilung von Strom – von Themen wie diesen hängt der Erfolg der Energiewende ab. Schon jetzt muss die schwankende Nachfrage nach Strom für eine effiziente Netzstabilität gesteuert und ausgeglichen werden. Mit der stärkeren Nutzung von erneuerbaren Energien wird diese Aufgabe künftig noch komplexer.

Für diese Herausforderungen bietet thyssenkrupp seinen Kunden mit einer breiten Auswahl an Elektrobandsorten Lösungen an. Will man Energie effizient erzeugen, umwandeln und nutzen, kommt die anspruchsvolle Stahlsorte mit der Eisen-Silizium-Legierung zum Einsatz. Auf der „Coilwinding“, der internationalen Fachmesse für Spulenwicklung, Isolierung und Elektrofertigung, vom 19. bis zum 21. Juni in Berlin, zeigt thyssenkrupp die Anwendungsbereiche des Kernwerkstoffs der Energiewende mit Exponaten wie einer Ladesäule für Elektroautos und eines Stators. Neu ist in diesem Jahr eine Virtual Reality-Anwendung, die die Eigenschaften und Vorteile der Produkte des Stahlherstellers in einer virtuellen Welt digital anschaulich macht.

Spezialstähle für effiziente Generatoren 

Elektroband bringt die Energiewende an vielen Stellen voran, und das beginnt bereits am Anfang der Stromerzeugung: Wird Energie mit der Kraft von Wind oder Wasser erzeugt, müssen Generatoren die Bewegungsenergie zunächst in Strom umwandeln. Elektroband wie powercore® von thyssenkrupp lässt solche Anlagen effizient arbeiten. Es sorgt dafür, dass die mechanische Rotationsenergie verlustarm in elektrischen Strom umgewandelt wird. Der Spezialstahl bündelt und verstärkt den magnetischen Fluss: „In Anlagen wie Wind- oder Wasserkraftwerken hängt die Leistungsfähigkeit der Generatoren maßgeblich von den Eigenschaften des Werkstoffs Elektroband ab“, sagt André Matusczyk, CEO der Business Unit Automotive bei thyssenkrupp Steel Europe.

Intelligente Verteilernetze sorgen für verlustarme Verteilung

Um Strom über große Entfernungen zu transportieren, muss dieser auf eine höhere Spannung gebracht werden als er bei seiner Erzeugung besitzt. Die Spannung beim Transport ist etwa tausend Mal höher als in häuslichen Steckdosen. Für die Nutzbarkeit in Haushalten und Industrie muss die Stromspannung wieder transformiert werden. Das dafür notwendige kornorientierte Elektroband der Marke powercore® kommt deshalb in Verteil- und Leistungstransformatoren zum Einsatz. Eine besondere Herausforderung für thyssenkrupp Electrical Steel liegt darin, die Ecodesign-Richtlinie der EU zu erfüllen.
Nach dieser verschärfen sich schrittweise die Anforderungen an den Wirkungsgrad von Transformatoren, um Energie noch verlustärmer zu transportieren. Derzeit liegt die Verlustquote allein in Deutschland bei zwei bis drei Prozent. „In Zukunft werden dafür noch differenziertere Elektrobandsorten verlangt. In diesen Spitzensorten sind wir bereits heute gut aufgestellt und begleiten die Entwicklung mit unseren speziell hochwertigen kornorientierten Elektroband-Produkten“, sagt Dr. Overrath, CEO von thyssenkrupp Electrical Steel. In den letzten 20 Jahren hat die Business Unit aus dem Stahlbereich von thyssenkrupp die Energieeffizienz bei Elektroband bereits um fast 40 Prozent verbessert – Tendenz steigend.

Datennetze sollen Stromnetze ergänzen

Eine zentrale Frage beim Thema Elektromobilität sind die Reichweite der Fahrzeuge und deren ausreichende Lademöglichkeiten. Denn je mehr Ladestationen benötigt werden, desto mehr Einspeisepunkte bzw. Verteiltransformatoren braucht man. „Wenn die Zahl der Stromverbraucher steigt, muss die Verteilkapazität erhöht werden. Dabei ist es unerheblich, wofür der Strom gebraucht wird“, erläutert Dr. Overrath. Mit der zukünftig größeren Verbreitung von Elektromobilität, werden die Verteilnetze in Deutschland und Europa weiter aus gebaut. „Die Energiewende ist von einer intelligenten Energieverteilung nicht zu trennen.“

 Intelligente Verteilnetze, so genannte „Smart Grids“, sind daher gefragt. Bereits heute muss die schwankende Nachfrage nach Strom gesteuert und ausgeglichen werden. Mit der stärkeren Nutzung von erneuerbaren Energien, die nicht ständig verfügbar sind, wird diese Aufgabe künftig noch umfassender. Ein parallel zum Stromnetz agierendes Datennetz soll deshalb die Erzeugung, Speicherung und Verteilung der Energie mit Hilfe von neuartigen Transformatorenkonzepten koordinieren. „Der Bedarf ist da“, so Dr. Overrath. „Das notwendige kornorientierte Elektroband für diese smarten Transformatoren ist heute schon bei uns verfügbar.“

Basiswerkstoff für Elektromobilität

Stahl in Form von effizientem Elektroband ist unverzichtbar für die Elektromobilität von heute und morgen. „Ohne Stahl keine Elektromobilität. Wir brauchen Elektroband zwingend zur Herstellung der E-Motoren“, sagt Matusczyk. Das Potential der Elektromotoren ist zwar enorm, doch so sind auch die Anforderungen: Hohe Drehzahlen und gesteigerte Drehmomente, Energieeffizienz, geringer Bauraumbedarf und Ressourcenschonung wird dem Antrieb mit Strom abverlangt. Aus diesem Grund bietet thyssenkrupp Elektrobandsorten an, die schnelldrehende Antriebsmotoren besonders verlustarm machen.
 Die magnetischen Eigenschaften des Hightech-Werkstoffs machen die Motoren effizienter und erhöhen so die Reichweite der Fahrzeuge. „Und gerade das ist ein zentraler Aspekt für die Akzeptanz von Elektroautos“, so Matusczyk. thyssenkrupp prüft die neu entwickelten Elektrobandsorten zum Großteil in einem Motorenprüfstand im E-Mobility Center Drives in Bochum.

Werkstofftechnologie trifft auf Virtual Reality, Kunden-App und E-Commerce

Auf dem thyssenkrupp Messestand können die Kunden und Fachbesucher mit einer VR- Brille in eine interaktive, computergenerierte Welt eintauchen und die Technologiethemen des Stahlherstellers in einer virtuellen Umgebung in Echtzeit erleben und selbst steuern.
Darüber hinaus kann die neu gestaltete Multi-Touch App „Hocheffizientes Elektroband – Basiswerkstoff für die Energiewende“ über ein Touch-Screen am Messestand bedient werden. Kunden können so die unterschiedlichen Elektrobandsorten und deren Anwendung – etwa in einem Windpark – anschauen, sich über deren Materialeigenschaften informieren und das gewünschte Produkt schneller finden. Mit Steel Online, dem digitale E-Commerce-Portal von thyssenkrupp, können sich Kunden über die Onlinebestellmöglichkeiten beim Stahlhersteller informieren. 

Elektroband von thyssenkrupp ist ein wichtiger Bestandteil der Stromversorgung und der Elektromobilität. Zu sehen ist dies auf der internationalen Fachmesse „Coilwinding“ in Berlin.

Alba Bau GmbH – Gerüstbau mal anders

Duisburger Ausbildungsbetrieb „lebt“ gesellschaftliche Unternehmensverantwortung    
Duisburg, 12. Juni 2018 - „Machen wir uns nichts vor: Gerüstbauern wird vielfach nachgesagt, zuweilen eher schlichter zu denken. Eben hemdsärmelig“, erklärt Cihan Albayrak, Geschäftsführer der Alba Bau GmbH, freimütig. Der 45-Jährige will zeigen, dass diese Stereotypen nicht immer zutreffen.  
Anpacken muss man. Körperlich arbeiten. Das sehr wohl. Dies gehört zum Alltagsgeschäft der Mannschaft um Firmenchef Albayrak. Der Duisburger Diplom-Ingenieur mit türkischen Wurzeln hat sich am Markt durchgesetzt: Nächstes Jahr feiert er mit seiner „Truppe“ 15-jähriges Bestehen.
„Das freut uns als Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg), da wir Herrn Albayrak von Anfang an begleiten und sowohl in Förderfragen als auch bei der Suche nach einem größeren Grundstück unterstützen. Darüber hinaus nutzt das Team von Alba Bau auch die Möglichkeit, sich auf dem GFW-Mittelstands-Forum bei potenziellen Neukunden bekannter zu machen und Netzwerke mit Bestandskunden zu stärken. Das wirkt“, so GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer. Und tatsächlich: Der Geschäfts- wie Privatkundenstamm wächst kontinuierlich. Kunden wie Mitarbeiter sind zufriedener denn je. Das liegt nicht nur an der guten Konjunktur, sondern auch an den neuen Wegen, die der Firmenchef geht.  

Hier ist vieles anders als gedacht: Sechs der 23 Mitarbeiter haben einen kaufmännischen Hintergrund; die anderen einen gewerblichen. Eine außergewöhnliche Relation für einen Gerüstbauer. „Das ist wichtig, damit jeder unserer Kunden schnell von uns hört. Nach spätestens zwei Tagen haben wir ein Angebot erstellt. Da müssen Sie anderenorts schon mal locker zwei Wochen bis einen Monat darauf warten, um überhaupt eine Rückmeldung zu bekommen.“

Ist man sich handelseinig geworden, werden die Kunden von ein und derselben Person betreut – von der Auftragserstellung bis hin zur vollständigen Abwicklung.“ Das zahlt sich aus. Ob man das jetzt „One-Face-to-the-customer“ nennt oder einfach so macht.   Zufriedene Kunden und engagierte Mitarbeiter sind das Ergebnis. „Beides bedingt sich gegenseitig“, weiß der mit einer Arbeitspsychologin verheiratete Unternehmer. Seine Frau war es auch, die ihm dazu riet, Ideen zu entwickeln, um die Mitarbeiter in Zeiten des Fachkräftemangels an das Unternehmen zu binden.

„Eine gemeinsame Reise in ein türkisches Ferienresort beispielsweise, Grillfeste, Betriebsausflüge in Freizeitparks“, erzählt er. Das zahle sich aus. „Seitdem wir das machen, haben wir nahezu keine Fluktuation mehr. Das war früher anders. Nach zwei Jahren hat sich der eine oder andere dann schon nach neuer Beschäftigung umgesehen“, bekennt er ehrlich.  

Damit ist Schluss. Seitdem er Themen wie „Stressmanagement“ und „Arbeitssicherheit“ weitaus mehr umsetzt: „Die Verletzungsgefahr ist geringer geworden; die Ausfallquote durch Unfälle auf der Baustelle ebenso“, berichtet der Firmenlenker und erzählt gleich von seinem nächsten Coup: „Seit kurzem können meine Mitarbeiter die Dienstleistung eines staatlich geprüften Masseurs in Anspruch nehmen. Dieser kommt einmal wöchentlich bei uns vorbei.“ Das kommt an und wird genutzt. Seither sind die Krankheitszahlen ebenfalls gesunken. Die Folge: Mehr Aufträge können abgearbeitet werden und das in kürzerer Zeit.    

„Angesichts des Fachkräftemangels in vielen Bereichen müssen sich Unternehmen etwas einfallen lassen, um die richtigen Mitarbeiter für sich zu gewinnen. ALBA geht hier sicher den richtigen Weg. Dabei zählen nicht nur Schulnoten, sondern außerdem praktische Fähigkeiten. Und es freut mich, dass hier auch Menschen, die als Geflüchtete zu uns kommen, eine Chance bekommen“, betont Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link. Genau das „lebt“ der Duisburger Ausbildungsbetrieb.

Gemeinsam mit den Akteuren des in Duisburg ansässigen Bildungszentrums Handwerk hat er fünf Flüchtlinge gefunden, auf die das Anforderungsprofil passte. Teamfähig sein. Anpacken können. Dafür muss man nicht zwingend kräftig sein, aber eben kraftvoll. Vier davon arbeiten jetzt seit fast zwei Jahren bei ihm. Einer musste gehen, aber nur, weil dessen „Duldung“ abgelaufen war. Zu denen, die bleiben konnten, gehört Pascal Touré.
Der 20-Jährige aus Guinea ist im ersten Lehrjahr und absolviert seine Ausbildung bei Alba Bau: „Ich bin froh, dass ich hier eine so tolle Chance erhalten habe, die mir eine Perspektive in Deutschland bietet. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen macht Spaß.“ Das bestätigt auch Firmengründer Albayrak. „Pascal Toure und die anderen Neuankömmlinge haben sich super ins Team integriert und leisten klasse Arbeit. Und die haben wir mehr denn je“, bringt es der Unternehmer auf den Punkt.

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (2.v.l.) und GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer (1.v.l.) mit den Akteuren der Alba Bau GmbH Cihan Albayrak, Pascal Touré und Caner Demirci (v.l.n.r.); Foto: Uwe Köppen, Nutzungsrechte: Stadt Duisburg

Vielfalt bei thyssenkrupp

Stahlbereich setzt auf Unterschiedlichkeit seiner Mitarbeiter

Duisburg, 05. Juni 2018 - Als er 2014 aus Eritrea floh, konnte Amanuel Brhane noch nicht ahnen, dass er eines Tages in Duisburg beim Stahlbereich von thyssenkrupp arbeiten würde. Damals wollte er nur weg: „Ich hatte in meinem Heimatland keine Zukunft“, sagt er. „Ich hoffte, dass irgendwo ein besseres Leben auf mich wartet.“ Amanuel Brhane schlug sich durch, von Eritrea über Äthiopien und den Sudan nach Libyen. Er durchquerte die Sahara alleine mit dem Auto; über Italien gelangte er schließlich nach Deutschland, „Das war ein wirklich harter Weg.“

Heute geht es dem 24-Jährigen gut: Er absolviert bei thyssenkrupp Steel Europe in Duisburg eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker im zweiten Lehrjahr. Am liebsten ist Brhane im Team beschäftigt. „Ich bin gerne mit älteren Menschen zusammen“, sagt er. „Durch sie und ihre Erfahrungen lerne ich sehr viel.“

 

Chancengleichheit gezielt fördern

Bei thyssenkrupp Steel Europe arbeiten Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und aus 60 verschiedenen Nationen erfolgreich zusammen. Dieses Thema rückt am sogenannten Deutschen Diversity-Tag besonders in den Fokus: „Wer auf Vielfalt setzt, kann viel gewinnen“, sagt Denise Vaz, die beim Stahlhersteller für das Diversity-Management zuständig ist und selbst aus Brasilien stammt. „Teams, die aus ganz unterschiedlichen Menschen bestehen, kommen oft zu kreativen Lösungen und bereichern sich gegenseitig. Wir fördern Chancengleichheit aktiv.“ Das sei in einem sich rasch wandelnden, globalisierten Umfeld besonders wichtig.

 

Das sagt auch Sven Karrasch, 46 Jahre alt und Teamleiter in der Stranggießanlage in Duisburg-Bruckhausen. Er ist selbst viel gereist, beispielsweise durch Israel, Ägypten, Südamerika und Südafrika. „Ich habe dort vor allem in der Begegnung mit Menschen meinen Horizont erweitert und viel Neues gelernt“, sagt er. „Im Job habe ich die Erfahrung gemacht, dass Teams am besten funktionieren, wenn auch Querdenker ihren Raum bekommen und Kollegen mit unterschiedlichen Werdegängen miteinander arbeiten“.

 

Diversity heißt auch Wertschätzung

Vielfalt in Unternehmen heißt aber nicht nur, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen arbeiten. Auch verschiedene Altersstufen, Geschlechter, sexuelle Identitäten, religiöse Einstellungen und Menschen mit und ohne Behinderung bereichern Teams. „Früher war mein Bereich stärker männerdominiert“, sagt Karrasch. „Seit einiger Zeit habe ich aber zum zweiten Mal eine Ingenieurin im Team. Das empfinde ich als großen Gewinn. Der Umgang untereinander ist wertschätzender geworden.“

 

Ähnlich äußert sich auch die 58-jährige Renate Selbach, die seit dem Beginn ihrer kaufmännischen Lehre vor 42 Jahren im Betrieb arbeitet. Seit einigen Jahren ist sie im Marketing zuständig für das Bestell- und Abrechnungswesen. Sie bevorzugt gemischte Gruppen, in denen Männer und Frauen zusammenarbeiten und hat auch den Zuzug der Gastarbeiter ins Ruhrgebiet noch gut in Erinnerung: „In unserem Industriebereich kann man auch ohne perfekte Sprachkenntnisse einen tollen Job machen- etwa durch handwerkliche oder technische Expertise. Ich kenne unser Unternehmen eigentlich nur als offen für ‚Multi-Kulti‘.“

 

Profitieren von unterschiedlichen Generationen

Heute genießt Renate Selbach es zudem, eine der älteren Mitarbeiterinnen im Unternehmen zu sein. „Ich spüre, dass viele Menschen Respekt vor der Erfahrung haben, die ich über die Jahre erworben habe“, sagt sie. Gerne arbeitet sie aber auch mit jüngeren Menschen zusammen: „Mich beleben die Neugier und die Unbeschwertheit, die sie ausstrahlen.“

 

Amanuel Brhane, Sven Karrasch und Renate Selbach: Mit ihren unterschiedlichen Lebensgeschichten, ihrer Herkunft, Erfahrungen und Fähigkeiten stehen sie beispielhaft für die Vielfalt der 27.000 Mitarbeiter beim Stahlbereich von thyssenkrupp.

 

Vielfalt bei thyssenkrupp Steel - Deutscher Diversity-Tag am 05. Juni 2018

Ziel des Diversity-Managements bei thyssenkrupp Steel ist das Schaffen eines Arbeitsumfelds, in dem alle Beschäftigten die gleiche Wertschätzung und Förderung erfahren, unabhängig von Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität.

Die Programme zur Förderung dieser Rahmenbedingungen sind ebenso vielfältig wie der Ansatz von Diversity: Die betriebseigene KiTa und spezielle Kinderbetreuungs-Angebote oder Job-Sharing erleichtern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die betriebseigene Inklusionswerkstatt bietet Arbeitsplätze für leistungsgewandelte Mitarbeiter, im Programm „ProZukunft“ stehen Gesundheits- und Work-Life-Balance im Fokus, mit „we.help“ hat der thyssenkrupp Konzern im September 2015 ein Programm für Flüchtlinge gestartet mit dem Ziel zusätzliche Qualifizierungspraktika und Ausbildungsplätze zu schaffen.

Vielfalt im Stahlbereich von thyssenkrupp hat viele Gesichter, Ethnien, Religionen, sexuelle Orientierungen, Altersklassen oder körperliche Einschränkungen. Sven Karrasch, Renate Selbach, Amanuel Brhane und Diversity-Managerin Denise da Vaz sind sich einig: Vielfalt bereichert die Zusammenarbeit beim Stahlhersteller.

Kostenloser Finanzierungssprechtag - IHK informiert Firmen zu Fördermöglichkeiten  
Wie kann man unternehmerische Entscheidungen sicherer gestalten und öffentliche Förderprogramme nutzen? Konkrete Hilfe bietet die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve beim kostenlosen Finanzierungssprechtag am Montag, 11. Juni, in der IHK in Duisburg an. Ein Experte informiert Unternehmer in vertraulichen Einzelgesprächen über Fördermöglichkeiten für konkret geplante Investitionen.  
Das Land Nordrhein-Westfalen, der Bund, die KfW-Mittelstandsbank und die Europäische Union unterstützen Unternehmen mit einer Menge verschiedener Förderprogramme. Darunter auch Programme, die durch öffentliche Bürgschaften wichtige Hilfestellung bei unzureichenden Sicherheiten geben können. Aufgrund der Vielzahl der Förderangebote verlieren viele Unternehmer schnell die Orientierung, wenn es um die Finanzierung ihres bereits geplanten Vorhabens geht.

Hier setzt der Sprechtag der IHK an, den sie in Kooperation mit der NRW.Bank, der Förderbank des Landes durchführt, um Unternehmen bei der Auswahl einer passgenauen Fördermöglichkeit zu unterstützen.  
Anmeldung für die vertrauliche Beratung und nähere Information zum IHK-Finanzierungssprechtag bei Markus Nacke, Telefon 0203 2821-435 oder nacke@niederrhein.ihk.de.

IHK-Kommentar zu US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium  

Duisburg, 01. Juni 2018 - Die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle auf Stahl und Aluminium treten heute in Kraft. „Das sehen wir äußerst kritisch“, sagt Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve -Foto Niederrheinische IHK.

Er erklärt: „Die Strafzölle erschweren den Marktzugang für diese Produkte in die USA. Das trifft den Stahlstandort Duisburg vorerst nur mäßig, da von hier geringe Mengen direkt in die USA geliefert werden.
Viel schwerwiegender sind allerdings die Folge-Effekte einzuschätzen. Das heißt: Wir erwarten globale Umlenkungen der Stahlhandelsströme, vor allem auch in die EU. Daher sollten die Partner in der EU zusammenhalten und geschlossen und entschieden auch angemessene Gegenmaßnahmen vorbereiten. Wir dürfen uns nicht auf diese handelspolitischen Wild-West-Methoden einlassen, sonst laufen wir Gefahr, nicht mehr ernst genommen zu werden.
Gewinner wird es dann auf keiner Seite geben. Gleichzeitig sind die USA nach wie vor unser enger Partner und Verbündeter und wir dürfen den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen. Gerade unsere regionale, stark international orientierte Wirtschaft in Duisburg und am Niederrhein ist auf offene Märkte und ein funktionierendes Welthandelssystem angewiesen. Ein globaler Streit über Zölle und Handelsbarrieren hilft weder den USA noch uns.“

 

 

Erfolgreich durch gute Kundenkontakte  

Duisburg, 29. Mai 2018 - Der Kontakt zu Kunden ist für Händler, Gastronomen und Dienstleister besonders wichtig. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve lädt zu drei Innovationswerkstätten vom 12. Juni bis 3. Juli in Duisburg und Kleve ein. Behandelt werden die Themen „Kundenbindungsinstrumente“, „Ladengestaltung“ und „Digitale Kommunikation“.
Gemeinsam mit Experten erarbeiten die Teilnehmer Lösungen zu alltäglichen Herausforderungen. Die kostenlosen Workshops können unabhängig voneinander besucht werden.  
In der Innovationswerkstatt „Kundenbindungsinstrumente“ am 12. Juni von 19:30 bis 21:30 Uhr in Duisburg wird diskutiert, welche Möglichkeiten der Einzelhandel hat, um Kunden für den Einkauf in der Stadt zu begeistern. Wie kann die Kundenbindung gestärkt werden?  
In der Innovationswerkstatt „Ladengestaltung“ am 26. Juni von 19:30 bis 21:30 Uhr in Kleve wird erarbeitet, wie sich das Ambiente des Geschäfts positiv auf den Umsatz auswirken kann. Die Innovationswerkstatt „Digitale Kommunikation“ am 3. Juli von 19:30 bis 21:30 Uhr in Duisburg beschäftigt sich damit, wie das Unternehmen im Internet gefunden wird. Außerdem wird Social Media ein Thema sein.   Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit unter www.ihk-niederrhein.de/veranstaltungen unter dem Stichwort „Innovationswerkstatt“.

 

 

Datenschutz-Grundverordnung gilt

Duisburg, 25. Mai 2018 - Ab heute gilt die Datenschutz-Grundverordnung nach zwei Jahren Übergangszeit. Sie bringt insbesondere für den Mittelstand und die vielen kleinen Unternehmen eine Vielzahl von Herausforderungen im Alltag. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve mahnt, dass die Aufsichtsbehörden maßvoll mit Sanktionen in der Anfangszeit umgehen sollten und bietet Informationen auf der Homepage sowie eine Hotline für ihre Mitglieder an.  
Die Datenschutz-Grundverordnung gilt für alle Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten. Hinzu kommt, dass Einzelheiten bei der Anwendung erst in den kommenden Jahren durch die Rechtsprechung geklärt werden, weshalb ein gewisses Maß an Rechtsunsicherheit in der Anfangszeit bestehen bleibt. Die IHK-Organisation hat im europäischen Gesetzgebungsprozess angemahnt, die Praxistauglichkeit der neuen Regeln nicht aus dem Blick zu verlieren. Eine Erleichterung etwa für Unternehmen bis zu einer gewissen Größe hat jedoch keinen Eingang in den Verordnungstext gefunden.  

Die Datenschutz-Grundverordnung ist aber auch eine Herausforderung für die Aufsichtsbehörden, die die Einhaltung der Datenschutzregeln überwachen. Hier ist das rechte Maß gefragt.
„Die Aufsichtsbehörden sollten insbesondere in der Anfangszeit die Unternehmen bei der Einhaltung des Datenschutzes mehr unterstützen, als kleine Fehler zu sanktionieren“, betont Dr. Frank Rieger, Leiter des Geschäftsbereichs Recht und Steuern der Niederrheinischen IHK. „Letztlich muss auch die Datenschutz-Grundverordnung den Praxistest erst noch bestehen.“ Bereits zum 25. Mai 2020 muss die EU-Kommission einen ersten Bericht unter Umständen mit Anpassungsvorschlägen vorlegen.  

Die Niederrheinische IHK unterstützt ihre Mitglieder insbesondere mit Informationen zu Informationspflichten, dazu wie ein Verarbeitungsverzeichnis erstellt werden muss, oder zur Frage, ob ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter benötigt wird unter: www.ihk-niederrhein.de. Für telefonische Orientierung bietet sie für ihre Mitglieder eine Datenschutz-Hotline an unter Telefon 0203/2821-346.

 

 

Metropole Ruhr profitiert stark von ausländischen Direktinvestitionen

Metropole Ruhr profitiert stark von ausländischen Direktinvestitionen
Essen/Duisburg, 23. Mai 2018 - 18 Prozent der ausländischen Direktinvestitionen in Nordrhein-Westfalen wurden 2017 in der Metropole Ruhr getätigt. Mit 75 Projekten von Kapitalgebern aus dem Ausland liegt das Ruhrgebiet im Regionenvergleich auf Platz zwei hinter der Düsseldorf (37 Prozent).
Das bilanziert die landeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.Invest. Mit 3.114 prognostizierten Arbeitsplätzen - knapp einem Drittel der potenziell neu geschaffenen Jobs - liegt die Metropole Ruhr deutlich vor allen anderen NRW-Regionen. Es folgen die Regionen Aachen und Düsseldorf. NRW-weit stiegen die ausländischen Direktinvestitionen im vergangenen Jahr auf 421 mit 9.750 geplanten Arbeitsplätzen. (idr).

 

Zeitenwende im Verhältnis von China und Europa?
Haben sich die Beziehungen zwischen der EU und China durch die neue Außenpolitik der USA unter Trump verändert? Welche Werte und Grundüberzeugungen verbinden das Reich der Mitte und die EU? Dazu diskutieren der „Europaerklärer“ Rolf-Dieter Krause, langjähriger Leiter des ARD-Studios Brüssel, und Wang Changjiang, Experte für internationale Politik aus Peking, am 5. Juni 2018 im Duisburger Innenhafen. Zu der Podiumsdiskussion lädt das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr an der Universität Duisburg-Essen ein.
In den Chinagesprächen Metropole Ruhr kommen europäische und chinesische Sichtweisen zu Wort und treten in einen Dialog. Das neue Forum diskutiert Zukunftsfragen über die aktuelle Tagespolitik hinausgehend und möchte so neue Ideen anregen. Zur Auftaktveranstaltung in Duisburg wird der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales NRW, Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, ein Grußwort sprechen. Die Moderation übernimmt Johannes Pflug, China-Beauftragter der Stadt Duisburg. Die Veranstaltung wird Deutsch-Chinesisch simultan gedolmetscht.
Der Eintritt ist frei, um Anmeldung bis zum 1. Juni wird gebeten. E-Mail: konfuzius-institut@uni-due.de | Telefon: 0203 - 3063131

 

IHK-Hotline am 29. Mai: Tipps für die Bewerbung
Mit Hauptschulabschluss in die Ausbildung starten  

Jugendliche mit einem Hauptschulabschluss können mit Unterstützung der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve mehr über die duale Ausbildung erfahren und damit ihre Chancen besser nutzen. Die IHK-Starthelferin Özlem Erdogan berät Schüler, vermittelt den Kontakt zu den Unternehmen und gibt wertvolle Tipps für die Bewerbung. Interessierte können sich am Dienstag, 29. Mai, telefonisch melden.  

Wer nach der Schule am liebsten so schnell wie möglich Geld verdienen möchte und einen qualifizierten Berufsabschluss anstrebt, für den ist eine Ausbildung der richtige Weg. Die Chancen für Jugendliche mit einem Hauptschulabschluss eine Lehrstelle zu finden sind heute so gut wie lange nicht mehr. Viele Betriebe wählen ihre Bewerber nicht mehr ausschließlich anhand ihrer Schulnoten aus. Je nach Branche rücken technische Begabung, handwerkliches Talent, Teamfähigkeit und andere soziale Kompetenzen stärker in den Blickpunkt. Insbesondere in diesen Berufen werden dringend Azubis gesucht: Fachlagerist/-in, Maurer/-in, Beton- und Stahlbetonbauer/-in, Fachkraft im Gastgewerbe, Asphaltbauer/-in sowie Straßenbauer/-in.  
Mit besonders guten Leistungen in der Berufsschule kann ein höherer Schulabschluss (Fachoberschulreife) erreicht werden. Auch die Zugangsberechtigung zur Hochschule kann mit einer abgeschlossenen Ausbildung und entsprechender Berufserfahrung erlangt werden.  
IHK-Starthelferin Özlem Erdogan berät Interessierte individuell am Dienstag, 29. Mai, von 10:30 bis 15:30 Uhr unter der Telefonnummer 0203 2821-205.  
Dieser kostenlose Beratungs- und Vermittlungsservice wird durch das Programm „Starthelfende Ausbildungsmanagement“ möglich, welches mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird.

Deutsche Bank modernisiert in Duisburg

Umfangreicher Umbau schafft mehr Raum für Beratung und moderne Selbstbedienungszone
Duisburg, 18. Mai 2018 - Die Filiale der Deutschen Bank Duisburg gehört künftig zu den bundesweit modernsten Standorten der Bank. Über einen Zeitraum von 22 Wochen, von April bis September 2018, werden die Geschäftsräume in der Königstraße 7-11 umfassend modernisiert. Der persönlichen Kundenberatung wird dabei noch mehr Raum zukommen.
Herzstück und Zentrum der aufwändig modernisierten Filiale bilden zukünftig zwei freistehende, runde Beratungsräume, sogenannte „Cones“. Unverwechselbares Kennzeichen der „Cones“ sind die äußeren, schräg verlaufenden blauen Lamellen, die das Logo der Deutschen Bank tragen. In der Eingangshalle befindet sich dann eine moderne Selbstbedienungszone mit mehreren Terminals und Geldautomaten mit Aus- und Einzahlfunktion für die täglichen Bankgeschäfte.
Auch während der Arbeiten wird die Filiale in Duisburg ihren Kunden mit dem gewohnten Service zur Verfügung stehen. Etwaige Beeinträchtigungen für die Kunden werden so gering wie möglich gehalten. Um die Wartezeiten für ein persönliches Beratungsgespräch möglichst kurz zu gestalten, empfiehlt sich eine vorherige Terminabsprache. Von den zahlreichen Beratungskabinen stehen während der Umbaumaßnahmen maximal sieben temporäre Beratungszimmer zur Verfügung.
„Dafür werden sich die Rahmenbedingungen für unsere Kunden nach vollzogenem Umbau deutlich verbessern. Wir freuen uns schon sehr darauf, sie ab September in einer der modernsten Filialen beraten zu können“, so Marktgebietsleiter Jörg Zocher.
„Wir wollen das finanzielle Zuhause für unsere Kunden sein. Ob tägliches Bankgeschäft, Vorsorge- und Anlageberatung oder Finanzierung – wir möchten unsere Kunden durch individuelle Beratung überzeugen – und künftig haben wir hier auch moderne, überaus ansprechende Räumlichkeiten dafür“, sagt Zocher, der in der Königstraße ein Team mit insgesamt 45 Mitarbeitern leitet. In der Filiale werden bereits seit über 50 Jahren Privat- und Geschäftskunden in und um Duisburg betreut. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 waren dies über 34.000 Kunden.
Geschäftszeiten Deutsche Bank Duisburg (auch während der Umbaumaßnahmen):
Montag 09.00-12.30 Uhr und 14.00-16.00 Uhr
Dienstag 09.00-12.30 Uhr und 14.00-18.00 Uhr
Mittwoch 09.00-12.30 Uhr und 14.00-16.00 Uhr
Donnerstag 09.00-12.30 Uhr und 14.00-18.00 Uhr
Freitag 09.00-12.30 Uhr und 14.00-16.00 Uhr

LEG Immobilien AG und Unitymedia starten Ideenwettbewerb «Smart Living»

Gesucht: Ideen und Projekte für smarte Wohnquartiere der Zukunft

·         Einreichungsfrist endet am 1. Juni 2018

·         Das Gewinner-Projekt erhält: Präsentation auf der Breitband-Fachmesse ANGA COM, Umsetzung der Idee als Pilotprojekt, eine Kooperationspartnerschaft und ein Führungskräftecoaching

 

Düsseldorf/Köln/Duisburg, 18. Mai 2018 -  - Das Internet der Dinge erobert die Wohnungswirtschaft: Eine Vielzahl von Sensoren und Geräten schafft spannende neue Anwendungsmöglichkeiten für zukünftige Gebäudeausstattungen. Die LEG Immobilien AG als größtes Wohnungsunternehmen in Nordrhein-Westfalen und der Kabelnetzbetreiber Unitymedia als innovativer Technologiepartner der Wohnungswirtschaft rufen deswegen den Ideenwettbewerb „Smart Living“ aus, der innovative Einfälle und Projekte zum smarten Wohnen der Zukunft kürt. Dem Sieger des Wettbewerbs winken unter anderem eine Präsentation auf der renommierten Breitband-Fachmesse ANGA COM, die Umsetzung der Idee als Pilotprojekt sowie Kooperationspartnerschaften.

 

„Digitale Technik im ganzen Haus begeistert - aber nur, wenn sie das Leben schöner, aufregender und leichter macht. Gemeinsam mit Unitymedia suchen wir nach genau diesen Ideen und Projekten, die die Attraktivität von Immobilien steigern und den Bewohnern mehr Komfort bieten“, so Holger Hentschel, COO der LEG Immobilien AG.

 

„Das Internet der Dinge wird in der Zukunft einer der Wachstumstreiber in der Wohnungswirtschaft. Wir als größter deutscher Kabelnetzbetreiber liefern nicht nur das schnellste Internet, sondern sind auch ständig auf der Suche nach den neuesten Ideen“, sagt Martin Czermin, der bei Unitymedia den Bereich Wohnungswirtschaft und Geschäftskunden leitet. „Mit dem Ideenwettbewerb geben wir und die LEG kreativen Köpfen die Chance, das smarte Wohnen der Zukunft gemeinsam mit uns zu gestalten.“

Ein Expertenteam von LEG und Unitymedia bewertet den thematischen Fit, den Nutzen für die Wohnungswirtschaft und den Innovationsgrad aller eingereichten Ideen und kürt das beste Projekt.

 

ANGA, wir COMmen: Das winkt den Gewinnern

Die zwei besten Konzepte erhalten die Chance, sich im Rahmen des Messeauftritts von Unitymedia auf der ANGA COM, der größten internationalen Kabelmesse, vor einer hochkarätigen Unternehmerjury mit Vertretern von der LEG und Unitymedia zu präsentieren. Darüber hinaus erhält der Gewinner die Chance, sein Pilotprojekt mit den beiden Wettbewerbsinitiatoren umzusetzen und eine Kooperationspartnerschaft mit Unitymedia einzugehen. Doch das ist noch nicht alles: Die LEG macht die Führungskräfte mit einem maßgeschneiderten Coaching fit für die Produkteinführung im wohnungswirtschaftlichen Markt. Außerdem berichtet Unitymedia auch nach dem Produktlaunch im eigenen Magazin für die Wohnungswirtschaft über die neuesten Entwicklungen der Gewinnerprojekte.

 

Einfache Bewerbung

Bewerben können sich Start-Ups mit einer bahnbrechenden Idee für Anwendungsbeispiele, bei denen durch IOT-Lösungen eine zukunftsgerichtete Ausstattung von Gebäuden und Wohnquartieren entsteht. Erwartet werden eine aussagekräftige Darstellung des Projekts mit Aussagen zum konkreten kreativen Funken, zum Kundennutzen sowie zu ersten Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit des Projekts. Bewerbungen können bis zum 1. Juni 2018 per E-Mail an ideenwettbewerb@unitymedia.de eingereicht werden.

 

Frühsommer-Konjunkturumfrage der IHK: Niederrheinische Wirtschaft weiter sehr zufrieden

Exporterwartung der Unternehmen gedämpft  

 

Duisburg, 17. Mai 2018 - Die Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage nach wie vor als positiv. Diese gute Stimmung wirkt sich auch auf die Investitionsabsichten der Unternehmen aus. Jeder dritte Betrieb (34 Prozent) will mehr investieren, lediglich jeder achte (12 Prozent) will seine Budgets reduzieren. Die Investitionsneigung erreicht damit den besten Wert seit 2007.
Demgegenüber sinken die Exporterwartungen der Unternehmen im Vergleich zur Umfrage zu Jahresbeginn. Dazu tragen auch die drohenden US-Importzölle bei, die vier von zehn Betrieben Sorgen machen. Diese Ergebnisse gehen aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve hervor, an der sich 284 Unternehmen mit insgesamt rund 38.000 Beschäftigten beteiligt haben.

 

Im Frühsommer beurteilen 43 Prozent aller Betriebe ihre Geschäftslage weiterhin als gut, nur 5 Prozent zeigen sich unzufrieden. Mit Blick auf die künftige Entwicklung wächst in der Wirtschaft jedoch die Einschätzung, dass die Konjunktur an Kraft verlieren wird. Zum Jahresbeginn erwarteten nur 7 Prozent der Befragten eine Verschlechterung ihrer Situation. Mittlerweile sind es bereits 11 Prozent. Branchenspezifisch zeigen sich dabei durchaus Unterschiede. Während die Stimmung bei Industrie und Dienstleistern weiterhin optimistisch ist, überwiegt beim Handel die Skepsis. Der Konjunkturklimaindex, der Lage und Erwartungen zusammenfassend darstellt, sinkt damit leicht von 130 auf 125 Punkte.

 

Jedes dritte Unternehmen plant Ausweitung der Investitionen

Die hohe Auslastung und die nach wie vor günstigen Finanzierungsbedingungen stimulieren die Investitionsabsichten der ansässigen Unternehmen. Jeder dritte Betrieb (34 Prozent) setzt auf Mehrinvestitionen, lediglich jeder achte (12 Prozent) will seine Budgets reduzieren. Größtenteils investieren die befragten Betriebe, um Verschleißteile oder überholte Technik zu ersetzen (68 Prozent). Daneben sehen sie vor allem die Notwendigkeit von Mehrausgaben für Kapazitätserweiterungen (34 Prozent) und Produktinnovationen (24 Prozent). Die Befragten konnten mehrere Investitionsabsichten benennen. „Insbesondere die Industrie setzt auf den Standort Niederrhein“, freut sich Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK. „Daraus leitet sich aber auch ein Auftrag an die Politik ab, bürokratische Hemmnisse so schnell wie möglich abzubauen und insgesamt für eine leistungsfähige Infrastruktur zu sorgen, um den Wachstumsmotor weiter auf Touren zu halten.“

 

Personalbedarf nach wie vor hoch

Zwar gehen die Beschäftigungsabsichten der niederrheinischen Unternehmen im Vergleich zum Jahresbeginn minimal zurück. Mit 24 Prozent wollen jedoch immer noch mehr als doppelt so viele Unternehmen ihr Personal aufstocken wie abbauen (11 Prozent). Bei der Frage nach den Risiken für die weitere Unternehmensentwicklung wird Fachkräftemangel von 55 Prozent der Befragten mittlerweile als das mit Abstand größte Problem angesehen.

 

Exporterwartungen verhaltener

Mit Blick auf die Exporte rechnet mehr als jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) mit einer weiteren Zunahme seiner Absatzzahlen. Allerdings wächst die Zahl derer, die rückläufige Exporte erwarten. Gegenüber der Umfrage zu Jahresbeginn verdoppelt sich ihr Anteil fast von 6 Prozent auf 11 Prozent. Die wachsende Skepsis ist dabei insbesondere auf die Zolldebatte in den USA zurückzuführen sowie die stockenden Brexit-Verhandlungen und den starken Euro.

 

Unternehmen sehen US-Zollentscheidung mit Sorge entgegen

Anfang Juni will der US-Präsident entscheiden, ob die USA künftig auch auf Stahl und Aluminium aus EU-Ländern Importzölle erheben werden. „Die Wirtschaft setzt auf freien Handel – nicht nur innerhalb von Europa, sondern auch mit den USA“, so Landers. Entsprechend besorgt sind 41 Prozent der befragten Unternehmen angesichts der drohenden Zölle. Neben Ertragseinbußen werden Exportrückgänge, Personalabbau, Produktionsverlagerungen ins Ausland bis hin zur Gefährdung der eigenen betrieblichen Zukunft befürchtet. Zur Einordnung: Knapp 21.000 Beschäftigte arbeiten aktuell am Niederrhein im Bereich der Metallerzeugung und -bearbeitung. Sie haben 2017 Umsätze in Höhe von 9,5 Milliarden Euro erwirtschaftet.

 

Der aktuelle Konjunkturbericht Niederrhein steht als Download unter www.ihk-niederrhein.de/konjunkturbericht zur Verfügung.

 

IHK-Geschäftsbericht: Daten – Fakten – Hintergrundinformationen

Duisburg, 15. Mai 2018 - Über 29.000 Beglaubigungen und Bescheinigungen, 5.560 Aus- und Weiterbildungsberatungen, rund 2.500 telefonische Auskünfte zur Existenzgründung – das sind nur einige Beispiele aus der täglichen Arbeit der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve aus dem Jahr 2017. Mehr zu den Aktivitäten und Leistungen enthält der aktuelle Geschäftsbericht 2017/2018.

 

Die über 100 Seiten starke Broschüre gibt Einblicke in die wichtigsten Entwicklungen der Region und die Ergebnisse der IHK-Arbeit. Außerdem zeigt er auch in diesem Jahr wieder Gesicht – allen voran Auszubildende zusammen mit Unternehmern vom Niederrhein, die sich im Ehrenamt engagieren. Mehr als 4.100 Prüflinge haben im letzten Jahr ihre Abschlussprüfung in der Erstausbildung (technische und kaufmännische Bildungsgänge) abgelegt. Fachkräfte, die den Unternehmen zur Verfügung stehen.
„Als Stimme der Wirtschaft machen wir uns für die Unternehmen stark. Das zeigt auch unser neues Leitmotiv: #GemeinsamFürDenNiederrhein. Es steht für gemeinsame unternehmerische Verantwortung, für Aufbruch und Zukunft“, so IHK-Präsident Burkhard Landers und Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger in ihrem gemeinsamen Vorwort.
Die IHK lebt vom Mitmachen und Mitgestalten durch die Vertreter der Wirtschaft vor Ort. Am Niederrhein sind das beispielsweise 280 gewählte Vertreter in den IHK-Gremien oder rund 2.000 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer in der Berufsausbildung. Die Mitglieder des Präsidiums und der Vollversammlung sind ebenso im Geschäftsbericht aufgeführt, wie die Mitglieder der Fachausschüsse. Ein Überblick über die Finanzen, Beteiligungen und Kooperationen sowie ein Organigramm der IHK runden den Bericht ab.

 

Der Geschäftsbericht 2017/2018 ist in der IHK in Duisburg, Mercatorstraße 22-24, sowie in der Zweigstelle Wesel, Großer Markt 7, und der Zweigstelle Kleve, Boschstraße 16, erhältlich. Er kann auch telefonisch (0203 2821-0) angefordert werden. Als Download steht die aktuelle Publikation unter www.ihk-niederrhein.de/geschaeftsbericht zur Verfügung.

 

 

startport, die Innovationsplattform der Duisburger Hafen AG, hat die ersten fünf Teams an Bord

Breite Unterstützung durch Partner
Cisco und Bechtle engagieren sich als Technologiepartner bei startport
Klöckner & Co Startup „XOM“ bezieht Co-WorkingArbeitsplätze im startport

Duisburg, 15. Mai 2018 - Die fünf Logistik-Teams Aindex.Ruhr, Cargo-Bay, DepotCity, Freightpilot und Shippion arbeiten seit März im Startup-Programm. Die Jungunternehmen haben jetzt rund ein Jahr Zeit, um aus ihren innovativen Ideen marktreife Logistik-Produkte oder -Services zu entwickeln. In Kürze nutzen Mitarbeiter des Klöckner & Co Startups XOM Co-Working-Arbeitsplätze im startport.

Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, und Initiator des Projekts: „Wir gehen einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung. Die Nachfrage zeigt, dass unser Konzept aufgeht. Allerdings brauchen wir Beharrlichkeit und einen langen Atem, denn das Projekt ist kein Sprint, sondern ein Marathon.“

Die Gründerteams sind für zwölf Monate – unterstützt von einem Team der Duisburger Hafen AG – auf eine Etage in die Werhahnmühle im Duisburger Innenhafen eingezogen. Regelmäßig informieren die Teams nun über ihre Ergebnisse – und werden dabei intensiv von Partnerunternehmen und Mentoren gecoacht.

Auf diesem Weg sollen die Startups ihre Ideen in Duisburg zur Marktreife entwickeln. Bis Ende 2018 sollen weitere Teams in die Werhahnmühle einziehen. „Wir erwarten Einsatzwillen und Erfolgsorientierung. Unsere Förderung orientiert sich am Leistungsprinzip. Es reicht nicht, eine gute Idee zu haben, man muss auch an der Umsetzung arbeiten. Bislang sind wir sehr zufrieden, denn unsere Teams sind hochmotiviert“, so Staake.

Die Innovationsplattform startport richtet sich auch gezielt an gründungswillige Studenten und Hochschulabsolventen. Die Gründer-Teams werden von duisport sowie LogistikProfis der startport Exklusivpartner Evonik, Klöckner & Co, Initiativkreis Ruhr beraten.

Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG Erich Staake im Dialog mit den Startups Aindex.Ruhr, Cargo-Bay, DepotCity, Freightpilot, Shippion - © duisport/krischerfotografie

Als Technologiepartner sind nun Cisco, weltweit Marktführer in den Bereichen IT und Netzwerk, und das ITSystemhaus Bechtle bei startport eingestiegen. „Die tat
Duisburger Hafen AG kräftige Unterstützung namhafter Unternehmen aus der Industrie zeigt uns, dass wir mit unserer startport-Idee, Startups und Wirtschaft zusammenzubringen, richtig liegen“, so Staake.

V.l.:Peter Trapp (Geschäftsführer startport), Axel Feldhoff (Bereichsvorstand der Bechtle AG), Bernd Bönte (Leiter Digitalisierung Cisco Deutschland) und Erich Staake (Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG) - © duisport/krischerfotografie

Weitere Hilfestellung leisten Netzwerk-/Workshop-Partner wie das Fraunhofer IML, die Universität Duisburg-Essen, das Zentrum für Logistik und Verkehr, das Netzwerk DIALogistik Duisburg, die Unternehmensberatung Roland Berger, die Werbeagentur dws, Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young, Steuerberater von PKF, die Deutsche Bank, IDE (Kompetenzzentrum für Innovation und Unternehmensgründung an der Universität Duisburg Essen), Instafreight, Digital Hub Logistics, Rechtsanwälte von Taylor Wessing und die Hochschule Rhein-Waal.

Expertise für Big Data und Algorithmen Die ersten Startups im startport sind Experten für digitale Big-Data-Anwendungen. Die Jungunternehmen befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Sie nutzen die attraktive Arbeitsumgebung in der Werhahnmühle, die kostenlose IT-Infrastruktur und haben engen Kontakt zu Führungskräften, Entwicklern und Logistikexperten der Duisburger Hafen AG. Weitere Partner sollen hinzukommen. Erste Gespräche verlaufen vielversprechend. Die Betreuung wird durch eine engere Vernetzung mit der StartupSzene und den Logistik-Firmen der Umgebung sowie durch weitere beratende personelle Unterstützung bei Themen wie Wohnungssuche, Kundenakquise und Öffentlichkeitsarbeit ständig optimiert.

Die Startups im Kurzporträt: Aindex.Ruhr arbeitet an der Entwicklung einer App, die ihre Nutzer zum optimalen Standort lotsen soll. Dadurch soll die Suche nach der perfekten Wohnung oder des perfekten Gewerbestandortes für den User im Ruhrgebiet und später in anderen Ballungsräumen erleichtert werden. Dabei kann der Kunde selbst seine Prioritäten bestimmen. Die Gründer von Aindex haben bereits erste Meriten verdient: Sie sind Gewinner des „#Nextlevelruhr-Hackathon“ Preises der RAG Stiftung. http://aindex.ruhr/

Cargo-Bay verbessert die Distribution von Waren von Industrie, Handels- und Logistikunternehmen und liefert innovative Informations-, Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten. Das Unternehmen bietet über 1.000 geprüfte Speditionen in verschiedenen Regionen über seine Plattform an. So können Frachtpreise unterschiedlicher Anbieter von Kunden komfortabel geprüft und verglichen werden. Einheitliche Eingabemasken erleichtern Arbeitsprozesse und
Duisburger Hafen AG reduzieren Fehler. Bereits heute hat Cargo-Bay mehr als 1.100 Kunden. https://cargo-bay.de/

DepotCity digitalisiert Lagerlogistik und macht Lagerraum und Fulfillment so einfach buchbar wie ein Hotel. Diese Plattform bietet Profis und Laien gleichermaßen die Möglichkeit, professionelle E-Commerce-Logistik einzukaufen. Von der Lagerhaltung, Verpackung, Frankierung bis hin zu Versand, Rechnungsstellung und Mahnwesen ist alles buchbar und kann transparent verfolgt werden. Die Plattform bringt Lagersuchende und Lagerhalter zusammen. Sie erleichtert es den Lagerraumanbietern attraktive Zusatzgeschäfte zu generieren. https://depotcity.de/

Freightpilot holt durch die eigens entwickelte SoftwarePlattform die Speditionstouren-Planung in eine Cloud. Unternehmen, die aktuell mit einer eigenen, teuren oder ineffizienten Tourenplanung arbeiten, können diese nun kostengünstig für eine monatliche Gebühr auslagern. Die Plattform bietet eine vollautomatische Tourenplanung über die Grenzen der einzelnen Versender hinweg. So können sich beispielsweise zwei Unternehmen, die den gleichen Kunden beliefern, nun die Fahrt zu diesem teilen. Die Software-Lösung erstellt mit Hilfe künstlicher Intelligenz vollautomatisch einen Tourenplan und gibt diesen direkt an die Lieferanten weiter. So werden Synergieeffekte für alle Beteiligten geschaffen. Dadurch sinken das Verkehrsaufkommen sowie die Fahrtzeit von Lkws und Transportfahrzeugen. https://www.freightpilot.de/de/platform

Shippion bringt Transparenz in den Frachtmarkt. Bisher läuft es so: Große Frachtunternehmen schreiben Angebote aus, kleinere müssen für jede Fracht zahlreiche Spediteure anfragen. Zusätzlich fehlt ein einheitliches, effizientes und schnelles Rechnungssystem. Das steigert die Kosten und schmälert den Gewinn. Shippion möchte die Verschiffung von Fracht grundlegend vereinfachen und einen automatisierenden Marktplatz bieten. Shippion automatisiert Frachtkalkulationsprozesse und vereinfacht den Frachtversand für die Exporteure und die Logistikdienstleister. http://www.shippion.com/

 

Weitere Daten und Fakten
GF: Peter Trapp Werhahnmühle im Duisburger Innenhafen 5. Etage, Loft 550qm Bürofläche 14 Arbeitsplätze für Startups 2 Konferenzräume Offene Küche, Meeting Points, Tischfußball Optimale Verkehrsanbindung: Vom Hbf: 14 min Bus, 18 min zu Fuß, 5 min per Rad Mit dem Auto über die A40, bzw. A42 auf die A59, von der Ausfahrt 3 min entfernt .

Einzug der fünf ausgewählten Startups: 16. März 2018 Dauer: 12 Monate Nutzung, Mentoring, PR und Coaching

Angebot für die Startups:
 12 Monate Büroplätze in einem attraktiven und repräsentativen Standort
 Unterstützung in Form von Mentoring vor Ort mit fachlich kompetenten Workshops und Veranstaltungen, Bewertung und Reflexion der Unternehmensentwicklung der einzelnen Startups
 Zugang zu Netzwerken potenzieller Kunden, Projektpartner, Investoren aus den Bereichen Industrie und Logistik
 Zugang zu logistischen Assets, Zusammenarbeit in Teilprojekten
 Networking, Akquise potenzieller Investoren
 Förderung medialer Aufmerksamkeit durch eine Inhouse-PR-Agentu

 

thyssenkrupp wird vom Weltstahlverband für Spitzenleistungen in der Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Duisburg, 03. Mai 2018 - Großprojekte für den Umweltschutz, Inklusion von Mitarbeitern mit Handicap oder Stahlsorten, die helfen, CO2-Emissionen zu verringern oder Energie einzusparen: Dies sind nur einige Beispiele für das Nachhaltigkeits-Engagement der Stahlsparte von thyssenkrupp. Für den ganzheitlichen Ansatz – von der Arbeitssicherheit bis zur Produktion – hat thyssenkrupp nun die höchste Auszeichnung des Weltstahlverbands erhalten. Als sogenannte „Steel Sustainability Champions“ werden weltweit einmal pro Jahr Unternehmen gewürdigt, die durch innovative Ideen und messbare Erfolge im nachhaltigen Handeln Spitzenwerte erreichen.

Filtern von 99,99 Prozent Feinstaub in Duisburg – weitere Tuchfilteranlage im Bau
Ein Beispiel für die nachhaltige Stahlproduktion ist die Tuchfilteranlage auf dem Werkgelände im Duisburger Norden. Mit diesem weltweit größten Gewebefilter für den Sinterprozess wurde 2017 für die Luftqualität in Duisburg ein Meilenstein gesetzt. Durch über 44.000 extrem feine Filterschläuche werden in der modernen Anlage auch kleinste Staubpartikel aufgefangen - bis zu 99,99 Prozent - die beim so genannten Sintern in der Stahlproduktion anfallen.

Ob Basis-Werkstoff oder Hightech-Stahl: Sinter wird bei der Herstellung aller Stahlprodukte verwendet. Aus Eisenerz und Koks wird er mit 1.200 Grad heißer Saugluft erhitzt. Hierbei entsteht Staub, der mit herkömmlichen Elektrofiltern bereits überwiegend gebunden werden kann. Mit der weltweit größten Tuchfilteranlage von thyssenkrupp werden aber sogar winzigste Staubpartikel eingefangen und damit die Feinstaubwerte in der Umgebung der Anlage deutlich gesenkt. Allein für dieses Projekt zur Luftreinhaltung in Duisburg hat thyssenkrupp 46 Millionen Euro investiert.
Aktuell bauen die Duisburger Experten einen weiteren Tuchfilter, der im Frühjahr 2020 in Betrieb gehen soll und ebenfalls der Umwelt zu Gute kommen wird.  
 
Strom möglichst effizient verteilen
Die Spannung von Strom wird während der langen Reise vom Kraftwerk bis zur Steckdose mehrmals in Transformatoren verändert - von sehr stark bis tauglich für den Privatgebrauch. Damit dieser Vorgang möglichst verlustarm abläuft, wird eine besonders anspruchsvolle Stahlsorte von thyssenkrupp eingesetzt: Kornorientiertes Elektroband, durch das Transformatoren besonders effizient funktionieren. Das spart Ressourcen und schont die Umwelt. Für den Erfolg der Energiewende spielt kornorientiertes Elektroband deshalb eine Schlüsselrolle. Diese Stahlsorte ist eine von vielen nachhaltigen Produktlösungen von thyssenkrupp.

Der Arbeitsplatz passt sich an den Menschen an – nicht umgekehrt
Ob chronische Krankheit oder dauerhafte körperliche Einschränkung: Wenn Mitarbeiter ihrer ursprünglichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen können, findet der Stahlhersteller Lösungen, um sie auf andere Weise wieder in das Arbeitsleben bei sich zu integrieren.
Bei der Inklusion kommt es thyssenkrupp vor allem auf eine selbstbestimmte und gleichberechtige Teilhabe der Mitarbeiter mit Handicap am Arbeitsleben an. Konkret bedeutet dies: Der Arbeitsplatz wird so gestaltet, dass der betroffene Mitarbeiter seine Kompetenzen bestmöglich einsetzen kann. Dafür werden die individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten des einzelnen Menschen entwickelt und die Arbeitsplätze individuell angepasst.  

Das reicht von höhenverstellbaren Tischen und behindertengerechten Zugängen über PC-Software für sehbehinderte Menschen bis zum kompletten Umbau von Maschinen in der Produktion. Seit Jahren übersteigt die Beschäftigung von schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten Menschen die gesetzliche Pflichtquote von fünf Prozent deutlich. Aktuell arbeiten bei thyssenkrupp Steel rund 1.700 Schwerbehinderte, was einem Anteil von 9,2 Prozent entspricht.  

Über 44.000 Filterschläuche verbergen sich hinter dieser Einhausung: Sie sind das Herzstück der weltweit größten Tuchfilteranlage für den Sinterprozess von thyssenkrupp.

 Seit 2017 sorgt diese –bereits zweite- Tuchfilteranlage auf dem Werkgelände von thyssenkrupp Steel im Duisburger Norden für saubere Luft. Bis 2020 soll eine dritte Anlage fertig gestellt werden.

Diese anspruchsvolle Stahlsorte der thyssenkrupp- Experten aus Gelsenkirchen spielt für die Energiewende eine Schlüsselrolle. Das so genannte kornorientierte Elektroband sorgt dafür, dass Strom effizient und ressourcenschonend vom Kraftwerk zur Steckdose kommt.

Zur Nachhaltigkeitsstrategie von thyssenkrupp Steel gehört auch die Inklusion von Mitarbeitern mit Handicap- und das bereits in der Ausbildung. Diese hat der Stahlhersteller didaktisch für junge Menschen mit chronischer Erkrankung oder Behinderung angepasst.

 

 

IHK-Kommentar zu US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium  

Duisburg, 02. Mai 2018 - Zum Aufschub der Strafzölle auf Stahl und Aluminium durch US-Präsident Donald Trump sagt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve: „Es ist gut, dass wir Zeit für weitere Verhandlungen gewonnen haben. Allerdings ist die Gefahr noch nicht gebannt. Die geplanten Strafzölle würden den Marktzugang für Stahl und Aluminium in die USA erschweren.
Das wird den Stahlstandort Duisburg vorerst zwar nur mäßig treffen, da von hier nur geringe Mengen direkt in die USA geliefert werden. Viel schwerwiegender dürften allerdings die Sekundäreffekte sein. Das heißt: Globale Umlenkungen der Stahlhandelsströme, vor allem auch in die EU. Deshalb müssen wir die gewonnen Zeit nutzen, um zu einer Einigung zu kommen und ein gemeinsames Handelsabkommen zu schließen. Gerade unsere regionale, stark international orientierte Wirtschaft ist auf offene Märkte und ein funktionierendes Welthandelssystem angewiesen. Ein globaler Streit über Zölle und Handelsbarrieren hilft weder den USA noch uns.“  

 

 

Technische Nachrüstung der Euro-5-Diesel möglich und finanzierbar

Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht geheim gehaltenes Regierungsgutachten

Seit knapp vier Monaten hält das Verkehrsministerium das von Kanzlerin Angela Merkel angekündigte Gutachten geheim, auf deren Grundlage die Bundesregierung Ende 2017 ankündigte, den Umfang der „technischen Nachrüstungen“ bei Betrugsdiesel-Pkw festzulegen
– Wachtmeister-Gutachten widerspricht Autokonzernen: Technische Nachrüstung „mit verträglichem Aufwand möglich“ und „Kostenrahmen für eine Hardware-Nachrüstung in einer realisierbaren Größenordnung“
– Verkehrsminister Scheuer muss Schlussfolgerung umsetzen: „Nachrüstung durch die Hersteller eindeutig die beste und sicherste Lösung“
– Geheimhaltung dieser Studie und resultierende Untätigkeit über knapp vier Monate schädigt Millionen Besitzer von Betrugsdieseln
– DUH fordert Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag auf, ihrer verfassungsmäßigen Kontrollaufgabe gegenüber der Bundesregierung nachzukommen und die technischen Nachrüstungen von zehn Millionen Diesel-Pkw Euro 5+6 gegenüber den Autokonzernen durchzusetzen

Berlin/Duisburg, 27. April 2018 - Seit knapp vier Monaten hält die Bundesregierung ein bereits im Januar 2018 abgeschlossenes Gutachten zur Machbarkeit einer technischen Nachrüstung von Diesel-Pkw zurück. Durch die Aufnahme dieses Gutachtens in den Koalitionsvertrag und ausdrückliche Erwähnung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ihrem letzten Autogipfel im Kanzleramt wird dessen besondere Bedeutung sichtbar.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) veröffentlicht das ihr zugespielte Gutachten ungekürzt. Für Millionen betrogene Käufer von Euro 5+6 Diesel-Pkw mit Abschalteinrichtungen enthält es entscheidende Argumente zur Durchsetzung ihrer Ansprüche auf Schadenersatz beziehungsweise eine wirksame technische Nachrüstung durch den Hersteller.

Immer wieder wurde die Entscheidung über Art und Um­fang einer technischen Nachrüstung der Betrugs-Diesel-Pkw unter Hinweis auf das „noch nicht vorliegende Gutachten“ verschoben. Ursprünglich kündigte Angela Merkel dieses bereits für Ende 2017 an. Tatsächlich fertiggestellt und abgeliefert wurde es bereits am 8. Januar 2018 an das Bundesverkehrsministerium durch den von diesem beauftragten Prof. Dr.-Ing. Georg Wachtmeister.
Doch weder die Mitglieder der Expertengruppe 1 des Bundesverkehrsministeriums noch vom Dieselskandal betroffene Fahrzeughalter bekamen bisher Zugang zu diesem Gutachten. Nur die Autokonzerne kannten es interessanterweise und kritisierten es massiv. Alle Versuche der DUH, auf offiziellem Weg diese Studie als Mitglied der seit fünf Monaten nicht mehr tagenden Expertengruppe 1 zu erhalten, blieben erfolglos.

Es ist ein beispielloser Vorgang, nicht nur tausenden vor deutschen Gerichten klagenden Haltern von Betrugsdiesel-Pkw ein mit Steuergeldern bezahltes Gutachten vorzuenthalten und sie damit in der Durchsetzung ihrer berechtigten Ansprüche zu behindern. Auch Millionen Menschen in unseren Städten werden buchstäblich im Dieseldunst allein gelassen. Meinungsumfragen zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung, die von Diesel-Fahrverboten betroffenen Städte und selbst der ADAC die seit 30 Monaten von der DUH geforderte technische Nachrüstung aller Diesel-Pkw der Abgasstufen Euro 5 + 6 durch die Fahrzeughersteller unterstützen“, sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Das bisher geheim gehaltene Wachtmeister-Gutachten bestätigt die Machbarkeit einer technischen Nachrüstung der Betrugsdiesel-Pkw. Georg Wachtmeister widerspricht den Autokonzernen deutlich in seinem Gutachten. Die Hersteller hatten – nachdem die DUH erstmals im Herbst 2015 die technische Nachrüstung aller Diesel-Pkw Euro 5+6 mit Abschalteinrichtungen gefordert hat – diese als grundsätzlich „technisch nicht machbar“ abgelehnt.
Daraufhin hatte die DUH im Sommer 2016 die tatsächliche Möglichkeit und Wirksamkeit einer Nachrüstung bei einem Betrugs-VW Passat präsentiert und durch Messungen ihres Emissions-Kontroll-Instituts (EKI) gezeigt, wie ein solches Fahrzeug von 1.000 mg NOx/km auf 80 mg NOx/km und damit auf Einhaltung des Euro 6-Grenzwerts nachgerüstet werden kann. Daraufhin räumten BMW, Daimler und VW die technische Machbarkeit ein, behaupteten nun aber, diese sei übermäßig teuer und die Entwicklung solcher Systeme dauere viele Jahre, weil sie noch nicht vorhanden sei. Auch dieser Falschaussage widersprach die DUH und kalkulierte die Kosten auf durchschnittlich 1.500 Euro pro Fahrzeug.

Für die Dieselkonzerne ist das Wachtmeister-Gutachten ein Debakel, da ihre gesamte Argumentationskette nun wie ein Kartenhaus einstürzt. Die Ergebnisse der Studie sind eineschallende Ohrfeige‘ für Andreas Scheuer, den Vertreter der Dieselkonzerne im Bundeskabinett. Er vertritt aktuell die Argumentation von BMW, Daimler und VW, dass eine technische Nachrüstung unverhältnismäßig teuer und insgesamt nicht nötig sei. Ein zum gegenteiligen Ergebnis kommendes Gutachten wird in bewährter Weise nicht veröffentlicht, zumal es dem Dieselminister Scheuer mit sehr klaren und unmissverständlichen Festlegungen widerspricht“, so Resch weiter.

Kernaussagen des Wachtmeister-Gutachtens: Ein Großteil der für eine Hardware-Nachrüstung erforderlichen Komponenten sind bereits entwickelt, der hierfür erforderliche Bauraum vorhanden. Wörtlich heißt es in dem Gutachten: „Somit ist davon auszugehen, dass durch die Fahrzeughersteller das größte Potenzial einer schnellen und soliden Hardware-Nachrüstung gegeben ist.“

In seinem Gutachten zitiert Wachtmeister auch die konkreten Upgrade-Angebote für Euro 5 Diesel-Pkw der Marken Audi, BMW, Mercedes und VW mit Kosten zwischen 1.190 bis 1.990 Euro und folgert hieraus, dass dies ein „weiterer Beleg“ dafür sei, dass „für eine Hardware Nachrüstung zur NOx-Reduzierung bei den Fahrzeugherstellern entsprechende Abgasnachbehandlungssysteme vorhanden sein sollten.“

In seiner „Zusammenfassung und Schlussfolgerung“ macht der Regierungsgutachter bemerkenswert klare Aussagen: „Die Evaluation möglicher Hardware-Nachrüstungen zur Reduktion der NOx-Emissionen zeigt, dass eine Nachrüstung durch die Fahrzeughersteller eindeutig die beste und sicherste Lösung darstellt. (...) Nach heutigem Erkenntnisstand ist aus meiner Sicht eine Nachrüstung von EU5-Fahrzeugen mit verträglichem Aufwand möglich. (...) Aus jetzigen Abschätzungen geht hervor, dass sich der Kostenrahmen für eine Hardware-Nachrüstung in einer realisierbaren Größenordnung bewegt.“

„Nachdem nun auch das Regierungsgutachten die Machbarkeit der technischen Nachrüstung bestätigt und die Hersteller als Verantwortliche identifiziert, muss sich die Bundesregierung endlich aus dem Würgegriff der Autobosse Zetsche, Krüger und Diess befreien. Es kann nicht sein, dass wir fortwährend über von uns erwirkte Gerichtsentscheidungen, wie zur Veröffentlichung der geheim gehaltenen Akte zum VW-Rückruf, Kanzlerin Merkel und Verkehrsminister Scheuer daran erinnern müssen, dass sie einen Eid auf das Wohl des Volkes und nicht auf die Profitmaximierung der Autokonzerne geschworen haben. Dies ist ein Weckruf für den Bundestag, seiner Kontrollaufgabe gegenüber einer fremdbestimmten Regierung nachzukommen. Die Besitzer von Diesel-Pkw mit Abschalteinrichtungen haben einen Rechtsanspruch, dass diese Fahrzeuge auf Kosten der Hersteller so nachgerüstet werden, dass sie von Fahrverboten befreit sind und die ‚Saubere Luft‘ in unseren Städten Wirklichkeit wird“, so Resch.

Links:

Wachtmeister-Gutachten zur technischen Machbarkeit von Diesel-Nachrüstungen (freigeschaltet ab 18 Uhr): http://l.duh.de/p180427

 

 

Moody‘s hebt Haniel-Rating auf Investment Grade an (von Ba1 auf Baa3)

Duisburg, 25. April 2018 - Moody‘s Investors Services (Moody‘s) hat heute das Long Term Issuer Rating des Family-Equity-Unternehmens Franz Haniel & Cie. GmbH (Haniel) von Ba1 (positiver Ausblick) auf Baa3 (stabiler Ausblick) angehoben. Damit ist Haniel bei allen drei beauftragten Ratingagenturen als Investment Grade eingestuft.

Mit der Ratingverbesserung würdigt Moody’s die gute Balance im Haniel-Portfolio, insbesondere hinsichtlich der Zyklizität und die niedrige Verschuldung auch auf Ebene der Geschäftsbereiche. Zudem werden die weiter konsequent umgesetzte, konservative Finanzierungspolitik, das geringe Marktwert Gearing und die solide Interest Cover positiv bewertet.

- Sanierungsfall A59: 10-Punkte-Plan für Duisburger Wirtschaftsverkehr
- IHK-Baustellen-Hotline für Unternehmer


A59: Verkehr soll nächste Woche wieder eingeschränkt fließen

IHK-Kommentar zu den Ruhrkonferenzen  
Duisburg, 25. April 2018 - Zu dem heute von Ministerpräsident Armin Laschet im Landtag angekündigten Start der Ruhrkonferenzen sagt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve: „Als Niederrheinische IHK begrüßen wir den von Ministerpräsident Laschet vorgestellten Prozess und bieten die aktive Unterstützung der Wirtschaft an. Unser Ideenkoffer ist prall gefüllt. Vorzeigeprojekte wie unser Duisburger Schulmodell, bei dem wir Jugendliche für eine Ausbildung begeistern, sind nur eine Idee, die auch im ganzen Ruhrgebiet Früchte tragen kann. Auch ein Testfeld für autonom fahrende Binnenschiffe oder Living-Labs als Inkubatoren für eine echte Start-Up-Kultur sind Ideen für ein Ruhrgebiet 4.0. Wir als IHK freuen uns darauf, gemeinsam mit allen Beteiligten eine tragfähige Vision für die Region zu entwickeln, die eine echte Perspektive für die nächsten 20 Jahre bietet. Wir sagen aber auch klar: Ein solcher breit angelegter Prozess kann ganz ohne finanzielle Unterstützung und mit Blick auf die besonderen Lasten der kommunalen Haushalte, nicht funktionieren.“

 

IHK-Baustellen-Hotline für Unternehmer: Verkehrsexperten beraten beim Umgang mit Baustellen  
Angesichts der mehrmonatigen Sanierungsarbeiten an der A 59 und den vielen zusätzlichen Baustellen in der Region Duisburg richtet die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve eine Beratungs-Hotline für betroffene Unternehmer ein.  
In und um Duisburg gibt es eine ganze Reihe von Baustellen, die erhebliche Auswirkungen auf die Unternehmen in der Stadt haben. Sobald Parkraum vor dem Ladenlokal wegfällt, Kunden und Lieferanten das Unternehmen nicht mehr finden oder Lieferanten gar die Zeitfenster dauerhaft nicht mehr einhalten können, leidet das tägliche Geschäft.
Hilfestellung bietet die Niederrheinische IHK mit einer eingerichteten Hotline für Duisburger Unternehmen. Bei besonderen Belastungen durch Baumaßnahmen, Problemen mit Behörden oder Baustelleneinrichtungen können sich Interessierte an Sabine Jürschik unter der Telefonnummer 0203 2821-231 oder per Mail an Juerschik@niederrhein.ihk.de wenden.  


IHK fordert schnelles und pragmatisches Vorgehen von der Stadt

Duisburg, 24. April 2018 - Der Brandschaden an der A59 setzt die Region Duisburg weiter unter Druck. Für vermutlich rund neun Monate müssen Unternehmen und Bürger Einschränkungen zwischen Meiderich und Ruhrort hinnehmen – zusätzlich zu den vielen anderen Baustellen in der Stadt. 

„Die Freigabe des Verkehrs von immerhin zwei Spuren je Richtung zeigt, dass der Landesbetrieb Straßen.NRW alles tut, um das Autobahnnetz langfristig zu erhalten. Mit großem Einsatz sind von der Hausspitze bis zu den Ingenieuren vor Ort alle damit beschäftigt, dass der Verkehr wieder fließen kann“, so Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve. 

Jetzt komme es darauf an, dass auch die Stadt Duisburg schnell, flexibel und pragmatisch handle. Das hieße, gegebenfalls auch eine bereits geplante Baumaßnahme mit geringerer Priorität zu verschieben, um den Verkehr nicht noch mehr zu belasten.
Die IHK schlägt vor, durch verkehrssteuernde Maßnahmen die Erreichbarkeit der Industrieareale, des Hafens und der Innenstadt zu verbessern. „Von den Sperrungen der letzten Jahre wissen wir, dass auch der Handel unter den Verkehrsbeschränkungen stark leidet. Deshalb braucht Duisburg einen 10-Punkte-Plan für den Wirtschaftsverkehr“, erläutert Dietzfelbinger.

 Die IHK schlägt der Stadt Duisburg konkret folgende Maßnahmen vor:  

1. die Umgehungsstraße Meiderich zügig weiter zu planen und umzusetzen,

2. die Erneuerung des Karl-Lehr-Brückenzuges zu beschleunigen,

3. ein Programm „Unsere Innenstadt bleibt erreichbar“ aufzulegen, um den Handel gezielt zu unterstützen,

4. Ampelschaltungen zu optimieren,

5. das Baustellenmanagement zu verbessern, einen Baustellenkoordinator einzusetzen und bestehende Planungssysteme zusammenzuführen,

6. das Projektmanagement besser zu kontrollieren und laufende Baumaßnahmen zu beschleunigen (z. B. Koloniestraße, Cölve-Brücke, Kalkweg/Wedauer Straße etc.),

7. eine Baustellen-Hotline für Unternehmen einzurichten, die Probleme mit der Erreichbarkeit haben,

8. mehr Lkw-Parkmöglichkeiten zu schaffen und Shared-Parking-Systeme für LKW zu prüfen,

9. das myBUS-Projekt mit Blick auf den Handel in der Innenstadt kundenfreundlich auszubauen sowie

10. die LKW-Führung innerhalb der Stadt zu optimieren. 

„Unsere Region braucht intakte Straßen und Brücken. Das geht nicht ohne Baustellen und Verkehrsbeeinträchtigungen. Umso wichtiger ist es, dass wir alle an einem Strang ziehen, damit der Standort erreichbar bleibt“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer abschließend. 

Neuer Landesentwicklungsplan: IHK begrüßt Vorfahrt für Wirtschaft

Erlass zeigt schon jetzt Spielräume auf 

Düsseldorf/Duisburg, 24. April 2018 - Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart stellte gestern (23.04.) den Industrie- und Handelskammern in NRW in einem Gespräch die Pläne der Landesregierung zur Änderung des Landesentwicklungsplans (LEP) vor. Damit wolle sie Zukunftsinvestitionen und die wirtschaftliche Dynamik fördern, so Pinkwart.

 

„Die geplanten Änderungen weisen in eine gute Richtung. Die Landesregierung löst damit ihr Versprechen größtenteils ein, den Unternehmen in NRW durch eine wirtschaftsfreundlichere Landesplanung mehr Freiräume einzuräumen“, begrüßt Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve, die Initiative.

 

Ein positives Signal gibt es bei der Ausweisung neuer Gewerbeflächen: Die Ausnahmeregelungen für die Ansiedlung insbesondere von Logistikbetrieben außerhalb der Siedlungsbereiche werden erweitert. „Das schafft Freiräume für die Logistik, ohne Wohngebiete zusätzlich zu belasten“, so Landers. Inwieweit dies die Realisierung des Gewerbegebiets Kohlenhuck in Moers erhöht, wird von den genauen Änderungen des LEP abhängen. Bisher war das aufgrund der strengen Vorgaben nicht möglich.

 

Erleichtern will die Landesregierung außerdem den Abbau von Rohstoffen. Dazu soll es Änderungen bei der Ausweisung von Flächen für den Kies- und Sandabbau geben. „Für die Abbau-Unternehmen in unserer Region bedeutet das Planungssicherheit. Vor allem mit Blick auf die anhaltend boomende Bauwirtschaft wird so die Förderung der dafür wichtigen Rohstoffe Sand und Kies gesichert“, lobt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger.

 

Ein weiteres positives Signal geht auch in Richtung Flughäfen. Die bisher bestehende Unterscheidung zwischen regional- und landesbedeutsamen Flughäfen soll gestrichen werden. Das bedeutet: Alle sechs Flughäfen in NRW sollen sich zukünftig gleichermaßen entwickeln können, auch der Flughafen Weeze.

 

„Wir wünschen uns, dass der Regionalverband Ruhr (RVR) die von der Landesregierung bereits angekündigten Änderungen nun schnell in sein Regionalplanverfahren überträgt. Es wäre schön, wenn der RVR mit gleichem Tempo vorangeht, wie es die Landesregierung vormacht“, so Dietzfelbinger.

 

Der geänderte LEP soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 in Kraft treten. Damit Kommunen und Regionalplanungsbehörden mit Blick auf die geplanten Änderungen auch jetzt schon Handlungsspielräume erhalten, hat die Landesregierung einen Erlass veröffentlicht. Er zeigt auf, wie auf Grundlage des geltenden LEPs wichtige planerische Standortentscheidungen umgesetzt werden können.


IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger, NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK trafen sich zum gemeinsamen Gedankenaustausch. Foto: MWIDE NRW / E. Lichtenscheidt

Zehnte REPORT-Ausgabe

Duisburg, 24. April 2018 - Der aktuelle REPORT, die unternehmenseigene Publikation der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg), ist da. Auf zehn Seiten erfahren Interessierte mehr über das Dienstleistungsspektrum der Duisburger Wirtschaftsförderung und darüber, wie das interdisziplinär aufgestellte 21-köpfige Team rund um GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer kleine und mittlere Unternehmen (KMU), aber auch große Firmen passgenau unterstützen kann: sei es mit dem GFW-Firmenservice für die bereits am Standort ansässigen Unternehmen oder der Förderberatung, die KMU Investitionen in Arbeitsplätze und Innovationen ermöglicht.

 

Darüber hinaus berichten Annegret Angerhausen-Reuter und Elke Spiller (Foto) als Redaktionsleitungsteam über Duisburgs attraktiven Büro- und Hotelmarkt ebenso wie über inhabergeführte Unternehmen, denen trotz unterschiedlicher Branchenzugehörigkeit eines gemein ist: Sie haben sich im Laufe der Zeit immer wieder neu erfunden und beständig gewandelt, um nachhaltig und zukunftsfähig am Markt gegenüber Mitbewerbern agieren zu können.  
In der zehnten Ausgabe des REPORTs erfahren Leserinnen und Leser auch, inwiefern Frauen ihre Businesspläne „anders“ verfolgen als ihre männlichen Counterparts und warum geschlechtsspezifische Netzwerke auch noch im 21. Jahrhundert in Europa durchaus ihre Berechtigung haben. Last, but not least, werden wieder zwei GFW-Gesellschafter aus der Privatwirtschaft vorgestellt, die Einblick in Persönlichkeit, Unternehmen und Motivation, sich bei der GFW Duisburg aktiv einzubringen: Irmela und Axel Quester von der Armin Quester Immobilien GmbH sowie Silvia Rybka von der Cubus Unternehmensberatung.  

„Die Publikation ist ein wichtiger Baustein, unsere Arbeit als Duisburger Wirtschaftsförderung noch bekannter zu machen, damit wir neben unseren Bestandskunden auch neue hinzugewinnen, die unsere unentgeltlichen Dienstleistungen nutzen. Wenn mit unserer Unterstützung neue Arbeitsplätze geschaffen werden und sich die Unternehmen hier bestmöglich entfalten können, profitieren Stadt wie Betriebe gleichermaßen davon“, so GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer.
Angerhausen-Reuter, GFW-Kommunikationsleiterin, ergänzt: „Der Wirtschaftsstandort Duisburg ist reich an interessanten und erfolgreichen Unternehmerpersönlichkeiten, die mit guten Ideen und hervorragender Arbeit am Markt etabliert sind. Sie haben es verdient, dass darüber berichtet wird, so dass auch neue Kooperations- und Vertragspartner auf sie aufmerksam werden.“  


Denn REPORT zum Download: https://www.gfw-duisburg.de. Wer die Print-Fassung bevorzugt, dem schicken die Akteure der GFW Duisburg gerne ein Exemplar zu. 

 

 Fotos vom REPORT-Redaktionsleitungsteam Angerhausen-Reuter und Elke Spiller: Friedhelm Krischer, krischerfotografie; Nutzungsrechte:  GFW Duisburg

 

 

„By Lady“ – Abendmode in der Duisburger Altstadt

Quartiersmanager der GFW Duisburg siedelten neues Unternehmen an    
Duisburg, 20. April 2018 - Wie kommt eine gelernte Elektronikerin mit Fachabitur, die im türkischen Bursa bei Bosch gearbeitet hat, zu einem Abendmodengeschäft in der Duisburger Altstadt? Aysel Kuzaj erzählt: „Alles begann mit meiner Tante, die vor rund 15 Jahren das erste Brautmodengeschäft in Marxloh überhaupt eröffnet hat. Dort habe ich, wann immer ich in Deutschland war, gerne ausgeholfen und dabei meinen heutigen Ehemann kennengelernt, der sich als Handwerker um Reparaturarbeiten im Geschäft meiner Tante kümmerte.“
Das war vor zwölf Jahren.
Mittlerweile hat Aysel mit ihrem Mann Rafael zwei Kinder. Während die Tante jetzt den wohlverdienten Ruhestand genießt und das Geschäft in andere Hände gegeben hat, ist Aysel im August 2015 selbst ins Mode-Business eingestiegen. „In Marxloh führen mein Mann und ich ebenfalls ein Geschäft für weibliche Abendmode, „Deniz-Mode“, benannt nach unserem 5-jährigen Sohn“, so die modebewusste Unternehmerin.
Angesprochen auf ihr Angebot, erklärt die 42-Jährige:  „Bei uns gibt es keine Brautkleider. Dafür aber eine riesengroße Auswahl an Abendmode wie ‚aus tausend und einer Nacht.‘ Ob (Abi-)Ball-Kleid, Cocktailkleid, eine Robe für die Verlobung oder den Henna-Abend, der dem deutschen Junggesellinnen-Abschied ähnelt: bei mir finden Kundinnen aus aller Welt außergewöhnliche, festliche Kleider in den Größen 36 bis 58.“  


Auf der Münzstraße 24 - da wo es ab den 1960 Jahren den "Hosenkönig" gab - bietet Geschäftsfrau Kuzaj gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihrer erwachsenen Tochter Selda auf zwei Etagen mit insgesamt 180 Quadratmeter von 10 - 19 Uhr rund 700 Kleider zur Auswahl. „Mitte November 2017 haben wir erstmals mit dem Ehepaar Kuzaj über potenziell passende Ladenlokale in der Altstadt gesprochen; Anfang April 2018 haben die beiden ihr Geschäft eröffnet. Das ist ein stattliches Tempo“, freut sich Francesco Mannarino, Quartiersmanager der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH.  

Aysel Kuzaj von „By Lady“; Urheber: Francesco Mannarino; Nutzungsrechte: GFW Duisburg

 
Dritter PKF China Talk in Duisburg

Personalbeschaffung als entscheidender Erfolgsfaktor für chinesische Unternehmen in Deutschland  

Duisburg, 18. April 2018 - Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft PKF Fasselt Schlage hat gestern zum dritten Mal den „PKF China Talk“ ausgerichtet. Bei der Veranstaltung mit dem Schwerpunktthema „Personalbeschaffung und Personalmanagement“ konnten sich chinesische Unternehmer und Investoren über relevante Themen für eine erfolgreiche Unternehmensführung in Deutschland informieren.  

Christian Müller-Kemler (Foto), geschäftsführender Partner bei PKF Fasselt Schlage und Leiter des PKF China Desks in Duisburg, begrüßte die rund 30 Teilnehmer und stellte das Aufgaben- und Leistungsspektrum der länderspezifischen Fachabteilung von PKF Fasselt Schlage vor. Der Personalberater Gerhard Nienaber, Managing Partner der QRC Personal- und Unternehmensberatung, informierte die Interessenten in einem Fachvortrag über relevante Strategien im Bereich Personalbeschaffung und -management. Das anschließende „Get-together“ nutzten die Gäste aus China zum gemeinsamen Austausch, Netzwerken und für die Beantwortung individueller Fragestellungen. 

Mit der Veranstaltungsreihe „PKF China Talk“ möchte PKF Fasselt Schlage Unternehmen aus China auf dem Weg nach Deutschland sowie im weiteren Tagesgeschäft unterstützen und begleiten.

 

Über PKF Fasselt Schlage

PKF Fasselt Schlage gehört zu den führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen in Deutschland. Die mittelständisch geprägte, unabhängige und partnergeführte Gesellschaft beschäftigt an 10 Standorten insgesamt mehr als 650 Personen. Davon sind rund 200 Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte, viele von ihnen mit Mehrfachqualifikation.

 

Nischenanbieter Reha Media macht Menschen mit Behinderung kommunikationsfähig

18-köpfiges Spezialisten-Team ermöglicht selbstbestimmtes Leben durch digitale Konzepte  
Duisburg, 16. April 2018 - Gamal Halaga, in seiner Kindheit mit seinen Eltern von Schleswig Holstein nach Kanada ausgewandert, ist überzeugter Wahl-Duisburger. Die Liebe und die Arbeit waren es, die ihn hier haben „ankern“ lassen. „Ein Glück für Duisburg und die 18 Experten, die bei der Reha Media GmbH Digitalisierung und Sprache verbinden, so dass Menschen mit Behinderung selbstbestimmt leben können“, zeigt sich Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link beim Vor-Ort-Termin in der Wirtschaftsdialog-Reihe begeistert.
Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg, ergänzt: „Immer wieder erlebe ich im Gespräch mit Unternehmensakteuren, insbesondere aus kleinen und mittleren Betrieben, Berührungsängste mit dem Bereich Digitalisierung. Reha Media ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass die neue Technik eben nicht nur Herausforderungen mit sich bringt, sondern auch Vorteile und den Abbau von Widrigkeiten generieren kann.“  

Das Format führte Oberbürgermeister und Wirtschaftsförderer diesmal nach Duisburg-Neudorf, wo die Reha Media GmbH elektronische Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung entwickelt und vertreibt. „Zu unserer Zielgruppe gehören Ärzte, Therapeuten, medizinische Fachangestellte, Sonderpädagogen, Fachkräfte in der öffentlichen Verwaltung – insbesondere in Sozialämtern – und bei Krankenkassen.

„Diese machen ihre Patienten dann auf uns und die von uns angebotenen digitalen Kommunikationskonzepte aufmerksam. Wer bei uns auf diesem Weg Kunde wird, dem können wir helfen, dank neuester Computertechnik ohne eigene Stimme zu kommunizieren, sei es erstmals oder wieder. Wer sich auf diese Weise mitteilen kann, hat so die Chance am Leben teilzunehmen und am Alltag teilzuhaben.
Eine Schule zu besuchen, zu lernen, einen Abschluss zu machen. Eine Ausbildung, ein Studium. Er oder sie können so selbstbestimmt Beruf und Privatleben meistern. Ohne Isolation, mittendrin in der Gesellschaft“, weiß Unternehmer Halaga.
Der Ingenieur für Elektrotechnik mit Aufbaustudium in Betriebswirtschaftslehre konkretisiert: „Ein Computer mit Augensteuerungstechnologie ist Technik, die Sinn stiftet: Dieser ermöglicht es Menschen mit einschlägiger Behinderung beispielsweise sich ausdrücken, die Heizung zu regulieren und die Jalousien zu steuern.“  

Genau so gestaltet sich der Alltag von Andreas Pennings, der mittlerweile ein so genanntes „inkomplettes Locked-in-Syndrom“ hat. Das bedeutet, dass er körperlich fast vollständig gelähmt ist und sich weder sprachlich noch mittels Bewegung verständlich machen kann. Mit Hilfe der augengesteuerten Kommunikationshilfe sowie vieler weiterer High Tech-Gerätschaften meistert er die alltäglichen Herausforderungen im Privatleben, selbstständig und proaktiv.
„Hätte ich vor Jahrzehnten mit dieser Krankheit leben müssen, so wäre meine Biographie eine völlig andere geworden. Heute wohne ich vollkommen eigenständig mit diversen Hilfen für die Pflege, den Haushalt und die Nahrungszubereitung. Früher wäre es wohl auf eine Heimunterbringung hinausgelaufen, bei der man weder gefördert noch gefordert worden wäre. Hilfsmittel wie die von Reha Media sind daher ein wahrer Segen für Menschen wie mich“, teilt sich Pennings mit und weist dabei noch einmal nachdrücklich darauf hin, dass er auch das Glück hatte, eine Therapeutin zu haben, die die Nischenprodukte von Reha Media kennt und ihn darauf aufmerksam gemacht hat.    
„Zwar ist der Markt insgesamt, und damit auch die Zahl der Mitbewerber, im Vergleich zu anderen Branchen übersichtlich, doch wächst der Bedarf an solchen Produkten, wie wir sie vertreiben immer mehr – erst recht vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft“, weiß Prokuristin Gisela Tübée, die quasi seit Gründung der Reha Media GmbH mit von der Partie ist.

Um den steigenden Bedarf bedienen zu können, hat sich das Unternehmen sukzessive vergrößert. „18 Mitarbeiter sind es heute, Tendenz steigend – und allesamt sehr gut ausgebildete Fachkräfte: klinische Linguisten mit fachspezifischen Masterabschlüssen, Heilpädagogen mit dem Schwerpunkt „Unterstützte Kommunikation“, Ergotherapeuten, Rehabilitationspädagogen und Diplom-Pädagogen“, erklärt Alexander Bokelmann. Der Vertriebsleiter von Reha Media blickt voller Optimismus auf die Zukunft des Unternehmens: „Wir haben mit unserer Homebase in Duisburg und Dependancen in Bremen, Köln, Mainz, Freiburg und München ein gutes Vertriebsnetz und freuen uns auf unser 25-Firmenjubiläum im Jahr 2019.“    
In all den Jahren sammelt sich dann auch die eine oder andere Anekdote an. Beispielsweise die über einen Mitarbeiter einer Krankenkasse aus Bayern, der im Vertriebsgespräch entschieden den Kauf von Kommunikationshilfen mit Kölner Vokabular ablehnte – in dem Glauben, es handele sich um die Mundart der Menschen in der Domstadt. Weit gefehlt: Das „Kölner Vokabular“ ist der Kernwortschatz von 200 bis 300 Wörtern – darunter erstaunlich viele Füllwörter und wenige Substantive – die der Mensch als Basis nutzt, um sich auszudrücken.
Weil dies das Forschungs- und Beratungszentrum für unterstützte Kommunikation der Universität zu Köln empirisch herausgefunden hat, wurden die daraus folgenden Kommunikationsmaterialien in der Fachwelt umgangssprachlich auch Kölner Vokabular genannt. „MyCore®“ ist eine symbolbasierte Kommunikationshilfe.

Neben Piktogrammen zu Gefühlen, Kommentaren, Menschen, Essen & Trinken, Zeit, Jahr, Feiern werden auch die Bereiche Kita/Schule, Freizeit, Sport, Spiel und Musik sowie aktuelle Jugendsprache abgebildet. „Wow“, „boah“, „krass“ oder „super“ sowie diverse Schimpfworte lassen sich eben auch mittels digitaler Lösungen übersetzen. Schließlich will Reha Media stimmlosen Menschen jeden Alters eine starke digitale Sprache geben.                                           

 

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (1. v.r.) und GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer (2. v.r.) im Wirtschaftsdialog bei der Reha Media GmbH mit Gamal Halaga (Geschäftsführer), Gisela Tübée (Prokuristin und Büroleitung), Alexander Bokelmann (Vertriebsleiter) und Andreas Pennings (Anwender „Augensteuerungstechnologie“); Urheberin: Jacqueline Wardeski, Wardeski Photography, Nutzungsrechte: Reha Media GmbH  


Neustart für den Bau eines Möbelhauses auf dem Zeus-Gelände in Obermeiderich  

Duisburg, 12. April 2018 - Für die Brache des Zeus – Geländes östlich der A 59 zwischen der Alten Emscher und der ehemaligen Walzengießerei in Meiderich gibt es neue Pläne. Bis Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Fläche als Schlackenaufbereitung und Lagerplatz der Stahlindustrie genutzt. Von der Hamborner Straße ist das Gelände über eine Brücke über die A 59 erschlossen.  
2013 wurde ein erster Bebauungsplan für diese Fläche beschlossen. Er sah den Bau eines großflächigen Möbeleinzelhandels, einen Gartenfachmarkt sowie einem Gewerbegebiet vor. Der Eigentümer der Fläche hat diese Planungen aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Möbelhandel nicht realisiert. Möbelhäuser mit der damals geplanten Flächengröße sind nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben, der Internethandel hat hier den Markt verändert. Deshalb sehen die neuen Planungen eine Reduzierung der Verkaufsflächen zugunsten einer gewerblichen Entwicklung vor.  
Der Möbelhändler Ostermann aus Witten möchte auf dem Gelände ein Einrichtungshaus mit Küchenzentrum und einem Mitnahmemöbelmarkt mit einer reduzierten Verkaufsfläche von maximal 40.000 m² (statt bisher 50.000 m²) sowie ein Gewerbegebiet für Dienstleistungsbetriebe mit einer Gesamtfläche von knapp 60.000 m² realisieren.  Oberbürgermeister Sören Link sieht sich im Engagement der Stadt bestätigt: „Diese Fläche bietet ideale Voraussetzungen zur Entwicklung. Die Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt, wir freuen uns über das Engagement des Unternehmens Ostermann.“  
„Wir begrüßen diese zukunftsgewandte Entwicklung für Obermeiderich, die ressourcenschonend und nachhaltig in Verbindung mit einer hohen gestalterischen Qualität neue Maßstäbe im Bereich des Möbelfachhandels setzt. Zudem kann hier durch Reaktivierung der verbleibenden Teilflächen zusätzlich dem hohen Bedarf an Gewerbeflächen nachgekommen werden", sagt Beigeordneter Carsten Tum zu den vorgelegten Plänen des Investors.  
Für Anfang Juni ist die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit geplant, in der die Pläne vorgestellt werden. Bis zur Grundsteinlegung wird es allerdings noch dauern. Der gültige Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan müssen für die neue Planung geändert werden, der Zeitplan sieht dafür knapp zwei Jahre vor, so dass 2020 die Bagger rollen könnten.  

 

3,4 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im Januar 2017
Im Januar 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1 608 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 3,4 % weniger als im Januar 2017.  

 

DVG macht 934 zur ersten Elektrobuslinie in Duisburg 

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) plant ab dem Jahr 2020 eine Buslinie komplett auf Elektrobusse umzustellen. Die DVG favorisiert die Linie 934, die vom Betriebshof Unkelstein über den Innenhafen, die Innenstadt, den Hauptbahnhof, den Sportpark und die Sechs-Seen-Platte bis nach Großenbaum führt. 

„Um den steigenden Mobilitätsbedarf unter Umwelt- und Klimaschutzaspekten nachhaltig bedienen zu können, sind neue Lösungen und alternative Antriebe gefragt“, sagt Marcus Wittig, Vorstandsvorsitzender der DVG. „Als Mobilitätsanbieter in Duisburg verfolgen wir gemeinsam mit der Stadt das Ziel eines emissionsarmen Verkehrs.“ Mit dem Einsatz der umweltfreundlichen Elektrobusse will die DVG die Schadstoffemissionen reduzieren und den Lärmpegel in der Stadt senken. Die Elektrifizierung der Linie 934 führt zu einer Kohlendioxideinsparung (CO2) von rund 1.000 Tonnen pro Jahr.

 

Für die Elektrifizierung der Linie 934 werden sieben Elektro-Gelenkbusse benötigt, derzeit fahren auf der Linie sechs Diesel-Gelenkbusse der Euro-6-Abgasnorm. Durch die Umstellung auf Elektrobusse erhöht sich wegen der geringeren Reichweite und der betrieblich notwendigen Ladephasen die Fahrzeuganzahl auf sieben. „Die Linie ist prädestiniert für die Umstellung auf Elektrobusse, da sie direkt an unseren Bus-Betriebshof angebunden ist“, sagt Klaus-Peter Wandelenus, Technikvorstand bei der DVG. Dies ist wichtig, weil die notwendige Ladeinfrastruktur auf dem Betriebshof errichtet werden soll. Das hat den Vorteil, dass die Ladeinfrastruktur nicht kosten- und zeitaufwendig im Stadtgebiet geplant und verbaut werden muss. 

Die Umstellung auf Elektrobusse ist für die DVG mit erheblichen Investitionen verbunden. Insgesamt plant die DVG mit einer Anfangsinvestition von rund 6,5 Millionen Euro für die sieben Fahrzeuge und die Lade- sowie Werkstattinfrastruktur. Zum Vergleich: Die Anschaffungskosten für sechs Gelenkbusse mit der Euro-6-Abgasnorm liegen bei rund 2,1 Millionen Euro. Die Investition in die erste Elektrobuslinie in Duisburg ist damit dreimal so hoch. Ein neuer Dieselgelenkbus mit der Euro-6-Abgasnorm kostet rund 350.000 Euro. Ein vergleichbar leistungsfähiger Elektro-Gelenkbus kostet etwa 750.000 Euro.

 

Die DVG will für die Elektrifizierung der Buslinie 934 ein Förderprogramm in Anspruch nehmen. Der Förderantrag soll bis Ende April eingereicht werden. Nach Ablauf der Einreichungsfrist ist mit einer mehrmonatigen Bearbeitungszeit bis zur Bewilligung zu rechnen. Währenddessen wird die DVG parallel die Ausschreibung vorbereiten. Die Frist zur Ausschreibung umfasst einen Zeitraum von rund sechs Monaten. Nach der Auftragsvergabe ist mit einer Lieferzeit des Herstellers von mindestens zwölf Monaten zu rechnen. Daher handelt es sich bei dem Jahr 2020 um den frühestmöglichen Zeitpunkt für die Elektrifizierung der Linie. Gleichzeitig muss bis dahin der Aufbau der Ladeinfrastruktur erfolgt sein. Zudem ist eine Schulung der Fahrer und der Werkstatt-Mitarbeiter erforderlich.

 

Sämtliche Diesel-Fahrzeuge der DVG-Fahrzeugflotte tragen eine grüne Plakette und verfügen über einen Partikelfilter, der die Emissionen reduziert. Alle Busse, die von der DVG beschafft werden, erfüllen seit 2015 die Euro-6-Abgasnorm. Jedes Jahr beschafft die DVG bis zu 15 neue Busse. Das sind jedes Jahr Investitionen von rund fünf Millionen Euro in die Modernisierung der Busflotte.

 

Derzeit testet die DVG einen vollelektrischen Batterie-Standardbus. Bereits im vergangenen Monat testete die DVG einen Diesel-Hybridbus, der beim Anfahren und Beschleunigen durch einen Elektromotor unterstützt wird. 

Die DVG testet derzeit einen vollelektrischen Batterie-Standardbus -Foto Duisburger Verkehrsgesellschaft AG

 

NRW-Binnenhäfen: Güterumschlag im Jahr 2017 um 0,8 Prozent gestiegen

In den nordrhein-westfälischen Binnenhäfen wurden im Jahr 2017 insgesamt nahezu 128 Millionen Tonnen Güter von Binnenschiffen umgeschlagen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, lag der Güterumschlag damit um 0,8 Prozent über dem Ergebnis des Jahres 2016. Etwa ein Viertel der beförderten Tonnage war als Gefahrgut einzuordnen.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, war beim Containerumschlag im Jahr 2017 ein Anstieg um 5,8 Prozent auf 1 213 800 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) zu

verzeichnen:
Der Empfang von Containern (585 600 TEU) war dabei um 6,4 Prozent, der Containerversand (628 200 TEU) um 5,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die in Containern beförderte Tonnage stieg um 0,4 Prozent. Die beförderte Zahl an Containern wird in sog. TEU gemessen. Ein TEU entspricht einem ISO-Container, der 6,058 Meter lang, 2,438 Meter breit und 2,591 Meter hoch ist. (IT.NRW)

 

 

Haniel wächst deutlich und übertrifft Erwartungen

- Haniel steigert Umsatz und Ergebnis vor und nach Steuern deutlich
- Portfolio durch Akquisitionen erfolgreich ausgebaut
- Buy & Build-Strategie mit Joint Venture bei CWS-boco vorangetrieben
- Aufteilung der METRO GROUP erhöht Portfolio-Diversifikation
- Mehr als 800 Millionen Euro für weitere Unternehmenserwerbe verfügbar
- Breite Umsetzung der Digitalinitiative: über 50 Projekte mit Schacht One realisiert


Duisburg, 11. April 2018 - Das Family-Equity-Unternehmen Haniel blickt sowohl in Bezug auf das operative Geschäft als auch die strategische Weiterentwicklung des Portfolios auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Die Umsatz- und Ergebniserwartungen wurden übertroffen: Dies ist vorrangig auf die positive Entwicklung des führenden Rohstoffhändlers ELG und des Fullservice-Anbieters für Waschraumhygiene- und Textillösungen, CWS-boco, zurückzuführen.
„Die positive Geschäftsentwicklung sowie die Bildung des Joint Venture bei CWS-boco und die erfolgreichen Akquisitionen der attraktiven Spezialmaschinenbauer ROVEMA und Optimar zeigen, dass wir auf Wachstumskurs sind. Neben der weiteren Ergänzung des Portfolios liegt der Fokus unverändert auf der Weiterentwicklung sowohl der neuen, als auch der bestehenden Unternehmen“, betont der Vorstandsvorsitzende Stephan Gemkow.

Haniel steigert Umsatz deutlich
Im Geschäftsjahr 2017 erzielte der Haniel-Konzern einen deutlichen Umsatzanstieg um 14 Prozent auf 4.138 Millionen Euro. Für ELG wirkten sich die konjunkturelle Entwicklung in Europa und die verbesserten Bedingungen in den Marktsegmenten Edelstahl und Superlegierungen förderlich aus: Das Unternehmen profitierte von höheren durchschnittlichen Preisniveaus bei Nickel und Eisen sowie einer gestiegenen Ausgangstonnage und erreichte einen Umsatzanstieg von 22 Prozent auf 1.696 Millionen Euro. CWS-boco steigerte den Umsatz um 21 Prozent, insbesondere aufgrund des erstmaligen Einbezugs der am 30. Juni 2017 erworbenen Initial-Aktivitäten.
Der Geschäftsbereich trug mit 970 Millionen Euro zum Gesamtumsatz des Haniel-Konzerns bei. Organisch, das heißt bereinigt um Währungseffekte sowie Unternehmenskäufe und -verkäufe, stieg der Umsatz des Haniel-Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent. Alle Geschäftsbereiche entwickelten sich organisch positiv gegenüber dem Vorjahr.

Ergebnis vor und nach Steuern deutlich gesteigert
Bereinigt um die integrationsbedingten Effekte des bei CWS-boco gebildeten Joint Venture steigerte der Haniel-Konzern das Operative Ergebnis um 11 Prozent im Vorjahresvergleich. Hierzu hat insbesondere der Geschäftsbereich ELG beigetragen, der sein Operatives Ergebnis auf 49 Millionen Euro mehr als verdoppeln konnte. Aufgrund der Aufwendungen für die Integration der Initial-Aktivitäten bei CWS-boco ging das Operative Ergebnis des Haniel-Konzerns wie erwartet leicht auf 214 Millionen Euro zurück.
Zu dieser Entwicklung trug auch das Operative Ergebnis des B2BSpezialversandhändlers TAKKT bei, das sich aufgrund eines höheren Aufwands für die Digitalisierung, eines fehlenden Sonderertrags sowie eines schwächeren US-Geschäfts unter dem Vorjahresniveau bewegte. Für das Ergebnis vor Steuern konnte Haniel insgesamt einen deutlichen Anstieg um 22 Prozent erzielen: Es erhöhte sich von 193 Millionen Euro im Vorjahr auf 235 Millionen Euro.
Das höhere Ergebnis aus den Finanzbeteiligungen CECONOMY und METRO sowie das verbesserte Ergebnis aus Finanzierungstätigkeit überkompensierten das leicht geringere Operative Ergebnis. Das Ergebnis nach Steuern legte mit 72 Prozent noch deutlicher zu und erreichte einen Wert von 248 Millionen Euro. Treiber dieser Entwicklung waren die US-Steuerreform sowie Struktureffekte im neu gebildeten Joint Venture bei CWS-boco.

Beteiligungsergebnis nach METRO-Aufteilung deutlich über Vorjahr
Die Aufteilung der METRO GROUP führt zu einer stärkeren Diversifikation des HanielPortfolios. Die daraus entstandenen Finanzbeteiligungen CECONOMY und METRO konnten ihre Umsätze im vergangen Geschäftsjahr leicht steigern. Diese Entwicklung sowie geringere Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen trugen zu einer deutlichen Steigerung des Beteiligungsergebnisses bei.
Es stieg im Vergleich zum Vorjahr um 74 Prozent auf 80 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2017 an. Auch das Ergebnis aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich im Vorjahresvergleich, bedingt durch Verbesserungen der Finanzierungskonditionen.


Solide Finanzsituation schafft Spielraum für Portfolioentwicklung
Auch nach den erfolgreichen Akquisitionen des Jahres 2017 verfügt Haniel über weiteres Investitionspotenzial. So hat sich das Eigenkapital von 4.248 Millionen Euro zum 31. Dezember 2016 auf 4.499 Millionen Euro zum 31. Dezember 2017 erhöht. Trotz gestiegener Bilanzsumme wuchs die Eigenkapitalquote leicht von 60 Prozent auf 61 Prozent. Derzeit verfügt Haniel mit mehr als 800 Millionen Euro weiterhin über erheblichen finanziellen Spielraum für die Weiterentwicklung des Portfolios.
Der primäre Fokus liegt auf Unternehmenserwerben sowie auf der Förderung der bestehenden und vor allem der 2017 neu erworbenen Beteiligungen ROVEMA und Optimar. „Beide Unternehmen sind hochinnovativ und mit ihren Geschäftsmodellen etabliert. Sie bedienen globale Megatrends und besitzen zugleich großes Potenzial – sowohl für organisches als auch für akquisitorisches Wachstum. Dies wollen wir gemeinsam mit den jeweiligen Managementteams vorantreiben“, unterstreicht Haniel-Vorstandsvorsitzender Stephan Gemkow.

Wachstum bei CWS-boco, ROVEMA und Optimar im Fokus
Haniels Family-Equity-Ansatz bedeutet, die Beteiligungen jeweils bei definierten Kernthemen zu unterstützen, die für jeden Geschäftsbereich individuell festgelegt werden, und sie zu Marktführern weiterzuentwickeln. Ziel ist ein Portfolio von bis zu zehn Beteiligungen. CWS-boco ist nach Integration wesentlicher Initial-Aktivitäten strategisch wie operativ stärker aufgestellt: Das Unternehmen verfügt über flächendeckende, kundenorientierte Serviceangebote und eine herausragende operative Leistungsfähigkeit.
Konkrete Vorteile sind unter anderem Skaleneffekte beim Einkauf sowie eine erweiterte und optimierte Standort- und Logistikstruktur.
Der Premium-Hersteller von Verpackungsmaschinen und -anlagen, ROVEMA, ist seit dem 30. November 2017 Teil der Haniel-Gruppe. Das Unternehmen mit weltweiter Präsenz verfügt über ein breites Produktportfolio und soll durch organisches und akquisitorisches Wachstum mittelfristig eine Verdopplung des Umsatzes auf über 200 Millionen Euro erreichen.
Hauptanwendungsfelder für ROVEMA-Maschinen liegen bisher in der Verpackung von Nahrungsmitteln unterschiedlicher Konsistenz wie Pulver, stückige Produkte, Gefriergut sowie flüssige Produkte. Jeder dürfte schon einmal ein Produkt, zum Beispiel aus den Bereichen Kindernahrung, Süßwaren oder Snacks, in der Hand gehalten haben, das von einer ROVEMA-Maschine sicher und hygienisch verpackt wurde. Zum internationalen Kundenkreis zählen nahezu alle führenden Markenartikelhersteller aus dem Lebensmittel-Bereich.

Aber auch im Non-Food-Bereich ist ROVEMA bereits aktiv, ein weiterer Ausbau in diesem Segment wird angestrebt. Zudem liegen in der regionalen Expansion, zum Beispiel nach Asien, sowie der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung im Verpackungsprozess Chancen. So wurde im Jahr 2017 das erste steuerungstechnisch voll integrierte Robotik-Konzept im eigenen Steuerungssystem P@ck-Control auf den Markt gebracht. Das neue ROVEMA Human Machine Interface (HMI), die Bedienoberfläche der Maschinen, ist intuitiv und benutzerorientiert aufgebaut. Das Konzept wurde jüngst mit dem Red Dot Award prämiert.

Seit dem 20. Dezember 2017 gehört Optimar, eines der weltweit führenden Unternehmen für automatisierte Fisch-Verarbeitungssysteme, zur Haniel-Gruppe. Das dynamisch wachsende Unternehmen bietet seinen Kunden aus der Fischereiwirtschaft und Aquakulturbetreibern Produkte und Lösungen als Komplettpaket aus einer Hand: vom Transport über die Verarbeitung bis zur Palettierung. Auch für Optimar wird mittelfristig eine organische Steigerung des Umsatzes auf über 200 Millionen Euro angestrebt.

Mehrere Megatrends stützen das Geschäftsmodell: Steigende Proteinnachfrage, zunehmendes Wohlstandsniveau und fortschreitende Automatisierung der industriellen Wertschöpfungsketten sollen zum langfristigen Wachstum des Unternehmens beitragen. Neben einer Erweiterung der internationalen Produktionskapazitäten soll auch der Fokus auf neue Produkte Optimars Rolle als Innovationsführer weiter verstärken.
Im Zuge der Digitalen Transformation des Geschäfts arbeitet Optimar bereits an speziellen Angeboten und Services. Durch den vermehrten Einsatz von Datenanalytik und Augmented Reality-Lösungen können die Kunden bei der Wartung ihrer Anlagen auch auf hoher See besser unterstützt und damit die Einsatzzeiten der Anlagen optimiert werden.
Weitere Chancen ergeben sich durch optische Erkennungsverfahren, weil dadurch die Fisch-Verarbeitungsprozesse weiter automatisiert, beschleunigt und verbessert werden können.

Digital Journey nimmt Fahrt auf
Die Digitale Transformation der Haniel-Gruppe hat 2017 an Dynamik gewonnen. Als Family-Equity-Unternehmen bietet Haniel seinen Geschäftsbereichen bei der Digitalen Transformation konkrete Unterstützung und Plattformen für den Austausch, um voneinander zu lernen. Gemeinsam mit der eigenen Digitaleinheit Schacht One auf Zeche Zollverein in Essen wurden bereits über 50 Projekte realisiert oder befinden sich in der Umsetzung. So sorgt fello.online von CWS-boco dafür, dass Kunden seit Herbst 2017 Arbeitskleidung schnell, flexibel und mit geringem Aufwand mieten können.
ELG bietet mit remetal.de ein Online-Portal, über das Schrottbesitzer jederzeit Abnehmer für ihre Altmetalle finden – unabhängig von Menge, Qualität und Ort. TAKKT bündelt in der neu gegründeten newport Gruppe die Onlinegeschäfte mit den Venture-CapitalAktivitäten. Zudem schafft TAKKT moderne Arbeitsumgebungen mit zeitgemäßer Infrastruktur, die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und Kommunikation fördern.

Den Horizont erweitern, neue Geschäftsmodelle kennenlernen, Vernetzung mit der Gründer- und Digitalszene, Einblick in Start-ups, die mit ihren Ideen drängende gesellschaftliche Herausforderungen lösen wollen: Möglichkeiten dazu liefern ein spezielles, umfassendes Bildungsprogramm der Haniel Akademie, die Investments in ausgewählte Venture-Capital-Fonds und der Inkubator für Sozialunternehmer, das Social Impact Lab am Franz-Haniel-Platz.
„Die Digitale Transformation erfordert ein passendes Mindset. Kulturveränderung wird dabei auch durch neue Führungskräfte beschleunigt“, hebt Stephan Gemkow hervor. So verstärkten sich alle Geschäftsbereiche bis hinauf ins Top-Management auch personell.

Haniel erwartet für 2018 weiteren Wachstumskurs
Für das Geschäftsjahr 2018 geht Haniel von einem deutlichen Umsatzanstieg im einstelligen Prozentbereich aus. Hierzu werden voraussichtlich alle Geschäftsbereiche, auch der erstmalig ganzjährige Einbezug der Initial-Gesellschaften in CWS-boco sowie die neuen Geschäftsbereiche ROVEMA und Optimar, beitragen. Zudem rechnet Haniel mit einem deutlichen Anstieg des Operativen Ergebnisses. Auch wird davon ausgegangen, dass das Beteiligungsergebnis aus den Finanzbeteiligungen an CECONOMY und METRO deutlich über dem Vorjahreswert liegen wird und entsprechend auch das Ergebnis vor Steuern deutlich höher ausfallen sollte.
Geschäftszahlen 2017 im Überblick:

1 Zeitraum vom 30. November 2017 bis 31. Dezember 2017.

 

 

Workshop „Clever Netzwerken“  für Gründerinnen und Unternehmerinnen

Duisburg, 11. April 2018 - Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein lädt Gründerinnen und Unternehmerinnen zu einem Workshop „Clever Netzwerken“ am Mittwoch, 18. April, in die Viller Mühle auf der Viller 32 in Goch ein. Mit dem Workshop „Clever Netzwerken“ erfährt die beliebte Veranstaltungs- und Netzwerkreihe „format:gründerin Niederrhein“ eine spannende Fortsetzung.

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein lädt gemeinsam mit dem Zentrum für Forschung, Innovation und Transfer und dem Career Service der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie an der Hochschule Rhein-Waal Gründerinnen, Unternehmerinnen und interessierte Frauen aus der Region dazu ein, aktiv an dem Thema Netzwer­ken zu arbeiten. Denn clever Netzwerken ist Dreh- und Angelpunkt für den beruflichen Erfolg.

 

Wie funktioniert das Vernetzen, also das Klüngeln? Als Impulsgeberin und Expertin für diesen Work­shop-Nachmittag konnte Anni Hausladen gewonnen werden. Sie ist Klüngel-Trainerin, Expertin für Vernetzungsstrategien aus Köln und Mitautorin des Buches „Die Kunst des Klüngelns. Erfolgsstrate­gien für Frauen“. Anni Hausladen reist durch ganz Deutschland und sorgt dafür, dass Frauen begeis­tert und motiviert den beruflichen Nutzen von Netzen, Kontakten und Beziehungen erkennen. Auf der Grundlage ihrer vielfältigen Erfahrungen und ihrer Ausbildung gestaltet die Klüngel-Expertin Anni Hausladen den Workshop mit Impulsen und praktischen Übungen. Sie zeigt auf, wie Kontakte be­wusst geknüpft, gepflegt und eingesetzt werden können. Wie ‚Small talk‘ als  Einstieg in jeden Kon­takt  funktioniert. Wie gegenseitige Empfehlungen ausgesprochen und gefördert werden können. All dies und noch viel mehr ist an diesem Workshop-Nachmittag in der Viller Mühle zu erleben. Übrigens, die Fahrt nach Goch lohnt sich – Viller Mühle ist eine stillgelegte Öl- und Getreidemühle aus dem Jahr 1870, die unter Denkmalschutz steht und eine kreative, inspirierende Location ver­spricht.

 

Die Angebote von format:gründerin Niederrhein werden im Rahmen des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Niederrhein aus Mitteln des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstel­lung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Das Kompetenzzentrum kooperiert mit den in der Region Niederrhein etablierten Institutionen wie STARTERCENTER NRW Niederrhein, Niederrheini­sche IHK, Handwerkskammer, Wirtschaftsförderungen, Hochschulen, Gründerinnen- und Unterneh­merinnennetzwerke. Ziel ist es, Frauen darin zu stärken, ihre Gründungspläne motiviert, durchset­zungsstark und erfolgreich umzusetzen.

 

Die Teilnahme an dem Workshop format:gründerin Niederrhein ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erwünscht bei der Stadt Duisburg, Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein, Magdalena Kowalczyk, competentia.kowalczyk@stadt-duisburg.de, und Katharina Küpper-Schreiber, competentia.kuepper-schrei­ber@stadt-duisburg.de, Tel. (0203) 283-4997/-5397.


Hilfe für Unternehmen bei Investitionen
 
Die Auswahl der passenden Finanzierung zum Beispiel für Investitionen, Wachstum oder Aufträge ist für Unternehmen oft nicht leicht. Sollen auch öffentliche Förderprogramme eingebunden werden, sind viele unterschiedliche Vergabekriterien und Konditionen zu beachten. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer bietet deshalb kostenfreie, individuelle Beratungsgespräche an am Montag, 16. April.  
Das Land Nordrhein-Westfalen, der Bund und die Europäische Union unterstützen Unternehmen mit verschiedenen Förderprogrammen. Darunter auch Programme, die durch öffentliche Bürgschaften wichtige Hilfestellung bei unzureichenden Sicherheiten geben können. Um den Überblick zu behalten, bietet die Niederrheinische IHK konkrete Hilfe an: In Zusammenarbeit mit einem Fördermittelberater der NRW.Bank werden individuelle Fragen zu Förderprogrammen und Kombinationsmöglichkeiten bei Finanzierungen beantwortet.  
Der kostenfreie Sprechtag findet am Montag, 16. April, in der IHK-Geschäftsstelle in Duisburg statt. Der Finanzierungssprechtag wendet sich an mittelständische Unternehmen mit einem bereits konkreten Finanzierungsvorhaben. Nähere Information und Anmeldung bei Markus Nacke, Telefon 0203 2821-435 oder E-Mail: nacke@niederrhein.ihk.de

„Das Duisburger Modell“ zur Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt    

GFW-Betriebsakquisiteur Christian Freudenstein wirbt für „Das Duisburger Modell“ Projekt des Landes Nordrhein-Westfalen zur Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt    
Duisburg, 11. April 2018 - Ein neues Gesicht verstärkt das Team der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg): Christian Freudenstein. Als Betriebsakquisiteur wird er bis zum 31. Dezember 2019 mit der Stadt Duisburg und dem jobcenter Duisburg kooperieren, um Menschen in Beschäftigung zu bringen, die seit mehr als vier Jahren Leistungen der Grundsicherung nach dem SGB II beziehen.

„Das Duisburger Modell“ ist ein Modellprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen zur Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt (ILA). Hierfür gilt es, potenzielle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu gewinnen.  
Der Vorteil des „Duisburger Modells“ liegt in seiner unbürokratischen Ausprägung und der maßgeschneiderten Vorbereitung der Projektteilnehmer-innen und -teilnehmer durch JobCoaches. Rund drei Monate lang wird die Zielgruppe intensiv auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben vorbereitet.

Dabei kümmern sich die JobCoaches um Fragen und Herausforderungen, die im Vorfeld und während der Beschäftigung entstehen können. Sie begleiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Einarbeitung im Unternehmen und helfen dabei, dass die Integration in den Betrieb gelingt. Als Brückenbauer zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer versteht sich dabei der Betriebsakquisiteur der GFW Duisburg.  

Für die Dauer der Einarbeitung können die Arbeitgeber einen zeitlich befristeten Lohnkostenzuschuss zum „Arbeitgeberbrutto“ erhalten. Bei der Förderung haben Arbeitgeber die Wahl, sich entweder für eine unbürokratische Pauschale von bis zu 1.000 Euro pro Monat oder für einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent des berücksichtigungsfähigen Bruttolohns zu entscheiden. Die Förderdauer beträgt dabei für beide Varianten zwölf bis maximal 21 Monate.
Wer mit einem geförderten Arbeitnehmer zufrieden ist und das Personal längerfristig übernehmen will, der kann darüber hinaus von einer Übernahmeprämie von 1.500 Euro profitieren – und zwar dann, wenn der Teilnehmer oder die Teilnehmerin befristet in ein ungefördertes Beschäftigungsverhältnis übernommen wird. Bei Entfristung beträgt die Prämie sogar 3.000 Euro.  
 
„Mein Ziel ist es, bis zum Projektende für bis zu 100 langzeitarbeitslose Menschen eine passende Beschäftigungsmöglichkeit zu finden, damit beide Seiten gleichermaßen einen Vorteil davon haben. Hierbei fällt ein besonderes Augenmerk darauf, Arbeitsplätze mit Tätigkeiten im niederschwelligen Bereich auf dem ersten Arbeitsmarkt zu identifizieren und zu akquirieren. Dadurch sollen Fachkräfte entlastet und neue Arbeitsplätze für die Beschäftigung langzeitarbeitsloser Menschen geschaffen werden. Die Herausforderung in der Ansprache liegt für mich darin, auch bestehende Vorbehalte gegenüber Langzeitarbeitslosen abzubauen. Mich reizt die Aufgabe, daran mitwirken zu können, Menschen neue Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben zu schaffen“, betont der 36-jährige Betriebswirt.  
 
Der passionierte Fußballer mit ausgeprägtem Interesse für die Start up-Szene sieht sich als Bindeglied zwischen Stadt, GFW Duisburg und Unternehmerschaft. „Unternehmerinnen und Unternehmer, die Arbeitskräfte suchen und ihrer sozialen Verantwortung nachkommen wollen, sollten sich zeitnah an mich wenden“, so Freudenstein. Der Düsseldorfer, der rund sechs Jahre als Unternehmensberater gearbeitet hat, weiß um die Wichtigkeit, „sowohl die Sprache der Unternehmer zu sprechen, als auch die der Projektteilnehmer.“  

GFW-Betriebsakquisiteur Christian Freudenstein, Urheber: Friedhelm Krischer/krischerfotografie; Nutzungsrechte: GFW Duisburg

 

 

„Tax Compliance“ mit PKF Fasselt Schlage und Clifford Chance  

Duisburg, 09. April 2018 - Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft PKF Fasselt Schlage führt gemeinsam mit der renommierten Anwaltskanzlei Clifford Chance eine deutschlandweite Veranstaltungsreihe zum Thema „Tax Compliance - Recht. Steuern. IT.“ durch.
Die Veranstaltung richtet sich an Geschäftsführer und Mitarbeiter aus den Bereichen Steuern und Finanzen mittelständischer bis großer Unternehmen. Die ersten beiden Veranstaltungen finden am 19. April 2018 in Düsseldorf sowie am 20. Juni 2018 in Berlin statt.  
Branchenübergreifend stehen zahlreiche Unternehmen bei dem Thema „Tax Compliance“ unter Handlungszwang. Für Firmen und Institutionen wird das Einhalten sowohl von Gesetzen als auch von internen Regeln fortlaufend komplexer und stellt diese vor neue Herausforderungen.
Mit Hilfe der neuen Veranstaltungsreihe „Tax Compliance - Recht. Steuern. IT.“ wollen die Referenten von PKF Fasselt Schlage und Clifford Chance die zunehmende Informationsflut zum Thema Tax Compliance auf das Wesentliche reduzieren, aus der Praxis berichten und Lösungsansätze aufzeigen.
 „Wir freuen uns, die Kompetenzen und das Expertenwissen beider Häuser im Bereich Tax Compliance ganzheitlich im Rahmen einer hochwertigen deutschlandweiten Roadshow zu verbinden“, so Arnd Schienstock, geschäftsführender Partner von PKF Fasselt Schlage in Duisburg. Für das zweite Halbjahr sind drei weitere Termine, u.a. in München und Duisburg, geplant.

 

 

- IHK begrüßt Förderprogramm für Klimaschutzprojekte der Industrie
- IHK-Camp macht junge Marxloher fit für die Zukunft
- IHK,Duisburg und Metropolregion Rheinland wollen Potenziale bündeln
- Praxis-Foren für weibliche Nachwuchs- und Führungskräfte 

IHK begrüßt Förderprogramm für Klimaschutzprojekte der Industrie
Duisburg, 08. April 2018 - Der Plan der Bundesregierung, Klimaschutzprojekte in energieintensiven Industrien zu fördern, ist für die Wirtschaft am Niederrhein ein gutes Zeichen. „Das ist ein richtiger Ansatz – gerade für die Industrie in Duisburg. Die geplante Förderung kann helfen, vorhandene ForschungsAktivitäten zur CO2-Minderung weiter auszubauen“, begrüßt Philipp Pohlmann, Industriereferent der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-WeselKleve, das aktuell von Bundesumweltministerin Svenja Schulze angekündigte Förderprogramm.

Am Niederrhein setzen die Unternehmen zehn Prozent der industriellen Energiemenge von Deutschland ein. Die Industrie ist dabei Motor für Forschung und Entwicklung zum schonenden Umgang mit Energie und Ressourcen, steht im engen Austausch zu den Hochschulen in der Region und bildet damit die Basis für die Entwicklung von Innovationen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Niederrheins. Die Bedeutung der Industrie spiegelt sich auch in Zahl und Qualität der Arbeits- und Ausbildungsplätze wider: Sie stellt über ein Viertel aller Arbeitsplätze sowie rund ein Drittel der Ausbildungsplätze.

Umwelt-Siegel EMAS Schon jetzt gibt es Vorreiter beim Klimaschutz. Dazu trägt das Umweltsiegel EMAS bei. Das steht für Eco-Management and Audit Scheme. Es zielt auf Unternehmen, aber auch auf Behörden und sonstige Organisationen, die ihre Umweltleistungen systematisch und transparent verbessern wollen. Unternehmen, die sich dem EMAS-System anschließen, stellen sämtliche Bereiche des Umweltschutzes auf den Prüfstand, darunter Emissionen, Energieverbrauch und Materialeinsatz. Die Niederrheinische IHK ist die zentrale Registrierungsstelle in NRW für das Umweltmanagementsystem EMAS.

 

Praxis-Foren für weibliche Nachwuchs- und Führungskräfte 

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein lädt weibliche Nachwuchs- und Führungskräfte aus kleinen und mittleren Unternehmen zu Praxis-Foren „Machen Sie Ihr Team stark!“ am 25. und 26. April sowie 19. und 20. Juni in das Hotel Straelener Hof in Straelen ein. Die Veranstaltungen finden jeweils von 9.30 bis 17 Uhr statt.

 

Demografische Entwicklung, Fachkräftebedarf und die Tatsache, dass gemischte Teams erfolgreicher arbeiten, führen dazu, dass die Suche nach geeigneten Talenten für Unter­nehmen zur obersten Priorität geworden ist.  

Wie tickt die Region Duisburg-Niederrhein? Die Handlungsempfehlungen aus einer regi­onal durchgeführten Unternehmensbefragung durch das ipo-Institut für Personal- und Organisationsforschung der FOM Hochschule sowie einer Workshop-Reihe zu dem Thema „Mehr Frauen in Führungspositionen aus den eigenen Reihen“ des Kompetenz­zentrums Frau und Beruf Niederrhein zeigen deutlich, dass Nachwuchsförderung und Entwicklung von eigenem weiblichen Führungspersonal ein Erfolg versprechender An­satz für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist, der jedoch nicht immer mit eigenen Ressourcen zu realisieren ist. So ist es den Personalverantwortlichen wichtig, weibliche Fachkräfte stärker an sich zu binden und ihre Bereitschaft zur Karriereentwicklung zu erweitern.

 

Hier setzt unser Angebot für Ihr Unternehmen an: Mit einem vierteiligen modular auf­gebauten Praxis-Forum wenden wir uns an weibliche Nachwuchs- und Führungskräfte. Fachliche Inputs, praxisorientierter Erfahrungsaustausch sowie Transfer in die individuelle betriebliche Praxis stehen im Mittelpunkt unserer Foren. Die Inhalte bauen aufeinander auf und werden daher in einer festen Gruppe absolviert.
Themen sind: persönliche Führungskompetenz entwickeln, effektive Kommunikation erweitern, Teamentwicklung gestalten und fördern sowie die gewonnenen Erkenntnisse zu reflektieren und in die individuelle betriebliche Praxis zu transferieren. Trainerin und Moderatorin der Praxis-Foren ist Andrea Gutsfeld, binnovativ, Duisburg.
Ein erfolgreiches Praxis-Beispiel im Sinne einer „Teamführung – so geht’s“ präsentiert Andrea Bahr, Inhaberin Andrea’s Fahrschulteam, Duisburg.

Für einen Impuls-Vortrag zu dem Thema ‚Female & Social Re­cruiting: Strategien zur Ansprache von weiblichen Fachkräften“ konnten wir Sibylle Stippler, Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung des Instituts der Deutschen Wirtschaft e. V., Köln, gewinnen. Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf stellt die wesentlichen Ergebnisse der Unternehmensbefragung und die Unterstützungsangebote für Ihre Per­sonalarbeit vor.  

Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Anzahl der Teilnehmerinnen ist begrenzt. Weitere Informationen und Anmeldung: Stadt Duisburg, Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein, Magdalena Kowalczyk, competentia.kowalczyk@stadt-duisburg.de oder bei Katharina Küpper-Schreiber, competentia.kuepper-schreiber@stadt-duisburg.de. Telefon: (0203) 283-4997, Internet: www.competentia.nrw.de_niederrhein

 

 

IHK-Camp macht junge Marxloher fit für die Zukunft
Achtklässler nutzen Osterferien für Persönlichkeitstraining

Geld fürs Kino, Fitnesscenter oder eine eigene Wohnung: Was kann ich mir leisten, wenn ich einen Job habe? 15 Jugendliche aus Duisburg-Marxloh setzten sich in den Osterferien mit ihrer Lebensplanung und Erwartungen an den Beruf auseinander. Dafür hatten sie sich beworben auf einen Platz beim Berufsorientierungs- und Sprachcamp des Duisburger Schulmodells der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve.

Die Warteliste für einen Platz im Camp war in diesem Jahr besonders lang. Die Achtklässler mussten ihre Lehrerinnen und Lehrer der Herbert-Grillo-Gesamtschule in einem Auswahlverfahren von ihrer Motivation überzeugen, denn Lernbereitschaft und Wille werden groß geschrieben. Das betont auch Projektkoordinator Yassine Zerari: „Natürlich ist es nicht einfach, seine wohlverdienten Ferien zu opfern. Die Jugendlichen merken aber schnell, dass sie durch das Camp einen Vorteil gegenüber anderen Jugendlichen haben.“ Für den 13-jährigen Jeremy war das keine schwere Entscheidung: „Das geht schon klar. Wir haben ja auch Spaß gehabt und möchte ein gutes Zuhause, einen guten Job haben.“

Videocoaching für Vorstellungsgespräche Das Training von wichtigen Soft-Skills wie Teamfähigkeit, stand im Mittelpunkt des Camps. So mussten die jungen Marxloher beispielsweise eine fiktive Wohngemeinschaft gründen und, von einer entsprechenden Ausbildungsvergütung ausgehend, einen Haushaltsplan erstellen. Die Duisburger Wirtschaft unterstützt dieses Projekt.
So konnten die Jugendlichen im Restaurant Rosso Picanto und im Hotel Montan lernen, wie Gastronomen ihren Betrieb leiten. Auch ein Videocoaching beim Vorstellungsgespräch mit Personalverantwortlichen von ALDI Süd und ein Besuch in der Stadtbücherei standen auf dem Programm. Während der zwei Wochen konnten sich die Jugendlichen auch ihrer eigenen Stärken bewusst werden und erfahren, wie sie diese weiter ausbauen.


Zum Abschluss des Camps fiel das Fazit der Jugendlichen durchweg positiv aus: „Wir haben an unseren Fähigkeiten gearbeitet. Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit sind wichtig. Das werde ich auch beweisen, wenn ich eine Ausbildung habe“, so die 15-jährige Jaime.
IHK-Präsident lobt Motivation der Jugendlichen Die Ergebnisse ihrer Projektarbeit präsentierten die Jugendlichen am Abschlusstag. Burkhard Landers, IHK-Präsident und Vorsitzender des Beirats „Duisburger Schulmodell“, zeigte sich begeistern von den jungen Menschen: „Dass 15 Jugendliche zwei Wochen konzentriert ein Ziel verfolgten, ist ein tolles Signal für den Standort Marxloh und seine Bewohner. Ihr werdet Euren beruflichen Weg gehen, davon bin ich überzeugt.“

Im Anschluss an das Camp werden die Jugendlichen weiter durch Projektkoordinator Yassine Zerari gefördert und beispielsweise bei der Suche nach Praktika in Klasse 9 sowie der Ausbildungssuche in Klasse 10 unterstützt.
Das Projekt wird gefördert durch die Niederrheinische IHK, den Beirat des Duisburger Schulmodells und den Verein „Immersatt“.

Im Beirat des Duisburger Schulmodells sind neben der Stadt und der IHK auch folgende Unternehmen vertreten: ArcelorMittal Duisburg GmbH, Cremerius Transport Service GmbH, Duisburger Hafen AG, Gerd Breuer GmbH, Grillo-Werke AG, Haeger & Schmidt Logistics GmbH, Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Indunorm Bewegungstechnik GmbH, Klöckner & Co SE, Köppen GmbH, Krohne Messtechnik, Verwaltungsgesellschaft mbH, Kühne & Nagel (AG & Co.) KG, Sparkasse Duisburg, Union Stahl GmbH, Wittig GmbH, Woma GmbH sowie die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Duisburg.

Im Berufsorientierungscamp übten die Schüler, worauf es beim Vorstellungsgespräch ankommt. Das zeigten sie am Abschlusstag den Gästen.

Das Berufsorientierungscamp ist ein Projekt des Duisburger Schulmodells - Fotos: Niederrheinische IHK

 

Regionale Zusammenhänge zwischen Duisburg und Rheinland

IHK, Stadt Duisburg und Metropolregion Rheinland wollen gemeinsame Potenziale bündeln
Die Städte und Kommunen im Rheinland sind eng vernetzt. Wenn eine der Autobahnbrücken zwischen Emmerich und Bonn nicht intakt ist, bekommen die Nachbarstädte die Auswirkungen schnell zu spüren sowie die gesamte Wirtschaft in der Region. Deshalb waren Sicherung und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bestimmende Themen bei einem Gedankenaustausch zwischen dem Verein Metropolregion Rheinland, der Stadt Duisburg und der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve am gestrigen Donnerstag bei der IHK in Duisburg.
„Nur wenige Autobahnbrücken über den Rhein sind auf Dauer leistungsfähig“, warnte Dr. Ernst Grigat, Geschäftsführer der Metropolregion Rheinland, und ergänzte „Wir haben hier akuten Handlungsbedarf.“ Duisburg – mit Scharnierfunktion zwischen Rheinland und Ruhrgebiet – ist die prekäre Verkehrssituation bewusst: „Wir arbeiten mit Hochdruck am Ausbau der kommunalen Straßen und Brücken“, betonte Stadtdirektorin Prof. Dr. Dörte Diemert. „Für unseren Logistikstandort sind freie Wege von entscheidender Funktion.“ Die Niederrheinische IHK fordert ein besseres Baustellenmanagement. Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger erklärte: „Wir müssen alles dafür tun, die Planungen, Genehmigungen und Bauzeiten der neuen Brücken deutlich zu verkürzen.“

Beispiele für eine sinnvolle Bündelung von Potenzialen zwischen Duisburg und Düsseldorf gibt es bereits im kulturellen Bereich wie die Oper am Rhein zeigt. Solche Beispiele braucht es in vielen Bereichen im Rheinland sowohl bei der Vernetzung von Unternehmen und Hochschulen, dem Breitbandausbau oder der Kulturlandschaft. Die gemeinsame Stärkung des Rheinlandes als Marke zahlt sowohl auf die Außenwirkung wie auch auf die Innenwirkung ein, um bei Investoren an Sichtbarkeit zu gewinnen, aber auch wenn es darum geht Fachkräfte für die Wirtschaft zu gewinnen und zu binden.

V. l.: Dr. Ernst Grigat, Prof. Dr. Dörte Diemert und Dr. Stefan Dietzfelbinger trafen sich zum Gedankenaustausch in der IHK. Foto: Niederrheinische IHK

 

Duisburger Wirtschaftsförderung und Business Angels Agentur Ruhr mit innovativen Formaten am Start

Warum gute Ideen allein zu wenig sind: Von Start-ups und Business Angels    
Duisburg, 04. April 2018 -  BA(A)Rsuccess, Pitches, Seed-Finanzierung – Anglizismen über Anglizismen. Die Welt der „Start-ups“, also der Existenzgründer, ist erklärungsbedürftig, weil komplex. Verschiedene Puzzleteile sind es, die sich zu einem Bild fügen, wenn es um Existenzgründung in Duisburg geht. Dazu gehören beispielsweise die Gründerwettbewerbe der GründungsInitiative Innovation Duisburg (GRIID) und das Existenzgründungsprojekt ESCID, das auf die Bedarfe von Chinesinnen und Chinesen in Deutschland zugeschnitten ist.

Darüber hinaus veranstaltet die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) gemeinsam mit der Business Angels Agentur Ruhr e.V. (BAAR) zweimal jährlich das Format „BA(A)Rsuccess“.  
Die in Essen ansässige Business Angels Agentur Ruhr e.V. wurde 1999 gründet und ist eines der ältesten Business Angels Netzwerke in Deutschland.  „
BA(A)Rsuccess“ zielt darauf ab, Gründer und potenzielle Business Angels, kurz: BA, mit einander zu vernetzen. Bei einem „Pitch“ in lockerer Atmosphäre stellen die Existenzgründer drei Minuten lang ihr Unternehmen und ihre Idee vor, um die „Geschäftsengel“ von dem Potenzial ihres Vorhabens zu überzeugen.

Nach erfolgtem Vortrag haben Business Angels und Experten von Kreditinstituten die Möglichkeit, den Vortragenden und dessen Idee durch konkrete Nachfragen noch einmal „auf Herz und Nieren“ zu prüfen. Wer sich am besten präsentiert, dem winken 500 Euro – gesponsert von der Sparkasse Duisburg, vertreten in der Jury durch Vorstandsmitglied Helge Kipping.    

Business Angels sind unternehmerisch erfahren und beteiligen sich finanziell an Start-ups, also an kürzlich gegründeten Firmen mit innovativer Geschäftsidee und hohem Wachstumspotenzial. Darüber hinaus  vermitteln sie Existenzgründern, insbesondere anfänglich, Know-how und Kontakte.  
 „Wir suchen Menschen mit einer vielversprechenden Idee und dem Wunsch, diese auch selbst zu realisieren und damit unternehmerisch tätig zu werden. Dabei ist es uns egal, wie alt die Person ist – ob sie allein ist oder schon ein kleines Team um sich versammelt hat. Wir interessieren uns sowohl für Menschen, die ein Großunternehmen planen als auch eine kleine Currywurst-Bude. Wenn wir die Persönlichkeit und ihre Idee spannend finden, werden wir für alles eine Lösung finden“, lautet das Credo von Business Angel Arne Paul Oltmann.
Der Unternehmer ist Vorstand der Business Angel Agentur Ruhr e.V., Gründer und Vorstand von AngelEngine e.V. (Düsseldorf) und Geschäftsführer der Seedfeed GmbH. Schon früh war Oltmann in der Unternehmensberatung tätig; er weiß, worauf es ankommt, wenn es darum geht, aus „zarten Pflänzchen gut gedeihendes Grün“ zu machen.
„Wer dabei hilft, Gutes auf dem richtigen Boden zu säen, der wird auch von der Ernte profitieren können, die dann zweifelsohne eigefahren wird“, beschreibt er bildreich seine Motivation und ermuntert andere, es ihm gleichzutun: „Die Gründerszene Rhein-Ruhr ist bislang nämlich noch ein bisschen so wie ein schlafender Riese.“
Auch GFW-Chef Ralf Meurer weiß: „Die beste Idee eines Gründers wird nicht von Erfolg gekrönt sein, wenn die Rahmenbedingungen und das Wissen um die Schritte zur Umsetzung fehlen. Genau da setzen wir deshalb mit unseren Angeboten an. Denn nur wer eine vitale Gründerszene am Wirtschaftsstandort hat, wird auch künftig Innovationskraft und Erfolg haben. Smarte Konzepte, Dynamik und Mega-Trends wachsen, wo sich Gründer zu Hause fühlen. “  

„Zu einem gründerfreundliches Umfeld gehört auch, diejenigen schon frühzeitig mit einander zu vernetzen, die das Zeug dazu haben, gemeinsam eine Erfolgsgeschichte zur schreiben. Dafür sorgt unsere Veranstaltung“, weiß Dr. Ute Günther von der Business Angels Agentur Ruhr, und ermuntert:
„Gründer, die die Gelegenheit nutzen wollen, ihr Start-up einem breiten Publikum zu präsentieren und neue Kontakte zu knüpfen, sollten sich daher den 23. April 2018  fest im Kalender vormerken. Um 18 Uhr findet im Neudorfer Technologiezentrum Tectrum der „BA(A)Rsuccess Elevator Pitch“ statt. Dabei ist Raum für zwölf Kurz-Präsentationen, mit oder ohne Power Point. Zur Bewerbung reichen Angaben, die auf eine Seite passen.
Den „One-Pager“ schicken Interessierte an:
https://bit.ly/2IVoV3i. Bewerbungsschluss ist der 20. April 2018. Die Teilnahmegebühr für Start-ups beträgt 10 Euro pro Person. Darin enthalten sind auch die Kosten für Obstler-Tasting, Cocktail und Imbiss.  
„Unser Format ‚BA(A)Rsuccess‘ ist auf Gründer zugeschnitten, die eine lockere und entspannte Bar-Atmosphäre zu schätzen wissen – mit aufregenden Ideen, kühlen Drinks, warmem Essen, Live-Musik und entspanntem Netzwerken, eben kreativ, relaxed und abseits eingetretener Pfade“, erklärt GFW-Existenzgründungsberater André Schäfer, der die Veranstaltung gemeinsam mit den Akteuren der Business Angels Agentur Ruhr e.V. koordiniert.  

Wer sich den Fixpunkt für die „Start-up- und Business Angels Community“, im Ruhrgebiet und darüber hinaus, nicht entgehen lassen will, der sollte am 23. April 2018 dabei sein – ob als Teilnehmer/-in beim Pitch, als interessierter Gründer und Zuhörer oder als Business Angel mit Interesse an neuen Start-ups.  
Alle, die zur Zielgruppe gehören, können sich anmelden bei: GFW-Projektmanager Andrée Schäfer, Telefon: 0203 / 36 39 – 343, E-Mail: schaefer@gfw-duisburg.de sowie https://bit.ly/2pM3dGf

Für mehr Start-ups und Business Angels: Ralf Meurer, Dr. Ute Günther, Arne Paul Oltmann und Andrée Schäfer (v.l.n.r.); Urheberin: Annegret Angerhausen-Reuter, Nutzungsrechte: GFW Duisburg

Chancen und Herausforderungen im Chinageschäft

Konfuzius-Institut Metropole Ruhr lädt ein zum China Business Talk
Das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr lädt ein zum Business Talk am 10. April in die VIP Lounge der Mercatorhalle Duisburg. China Consultant Birger Vinck spricht zum Thema Chancen und Herausforderungen im Chinageschäft. Er berät internationale Unternehmen bei ihren Geschäftsaktiitäten in China und Europa.
Die Anzahl der Plätze bei dieser Veranstaltung ist begrenzt. Teilnahme nur mit Anmeldung.
Chancen und Herausforderungen im Chinageschäft: 10. April 2018, 18:30 Uhr VIP-Lounge der Mercatorhalle, Citpalais Duisburg, König-Heinrich-Platz 4, 47051 Duisburg

duisport weiter auf Wachstumskurs

Umsatz steigt um 9% auf 250 Mio. Euro 

 

Foto Hans Blossey © duisport/krischerfotografie

 

Duisburg, 28. März 2018 - Die Duisburger Hafen AG (duisport) hat im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz in Höhe von 250 Mio. Euro erzielt. Das ist eine Steigerung um 9 % oder 20 Mio. Euro gegenüber dem Umsatz von 230 Mio. Euro im Jahr 2016.

 

Das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich um 2 % auf 41 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern wurde um 16 % auf 22 Mio. Euro gesteigert (2016: 19 Mio. Euro). „Die nun bereits seit 20 Jahren kontinuierlichen  Ergebnissteigerungen sind maßgeblich auf unser erfolgreiches nationales und internationales Netzwerkmanagement und die Etablierung als wichtigste Logistikdrehscheibe Zentraleuropas zurückzuführen“, so Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG.

Der duisport-Vorstand (v. l.) Erich Staake (Vorstandsvorsitzender) und Prof. Thomas Schlipköther empfingen die Presse bei der diesjährigen Bilanzpressekonferenz.

© duisport/krischerfotografie

 

Bilanz der drei Geschäftsbereiche

Von den drei duisport-Geschäftsbereichen erzielte das Segment Infra- und Suprastruktur einen Umsatz von 50,7 Mio. Euro. Das ist eine Steigerung um 4 % gegenüber dem Umsatz im Vorjahr in Höhe von 48,6 Mio. Euro.

 

Im Geschäftssegment Logistische Dienstleistungen sank der Umsatz um 4% Prozent von 78,9 Mio. auf 75,8 Mio. Euro. Dieser Rückgang ist Folge der Veräußerung von Anteilen an zwei kleineren Gesellschaften.

 

Dagegen legte der Umsatz im duisport-Geschäftssegment Verpackungslogistik aufgrund der guten Auslastung des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus um 19 % von 73 auf 87 Mio. Euro zu.

 

Investitionen

Die duisport-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Sach- und Finanzinvestitionen um 42 % auf 34 Mio. Euro erhöht. Neben Investitionen in die Infra- und Suprastruktur wurde ein Warehouse für DB Schenker als Dienstleister der Daimler AG auf der Duisburger Mercatorinsel errichtet. Überdies hat duisport seine bisherigen Geschäftsfelder durch den Erwerb des Speditionsunternehmens Bohnen Logistik ergänzt.

 

Gesamtgüterumschlag

Der Gesamtgüterumschlag einschließlich der privaten Werkshäfen betrug 130,6 Mio. Tonnen (2016: 133,1 Mio. Tonnen). Das ist ein Rückgang um 1,9 %. Davon entfielen 2017 auf die Häfen der duisport-Gruppe 68,3 Mio. Tonnen (2016: 66,8 Mio. Tonnen), was eine Steigerung um 2,1 % bedeutet.

Der Güterumschlag per Schiff ging aufgrund des rückläufigen Kohleumschlages von 16,2 auf 15,7 Mio. Tonnen zurück. Der Eisenbahnverkehr erzielte vor allem durch die Chinazüge gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 ein Plus von 6,8 % auf 18,8 Mio. Tonnen.  

In den Häfen der duisport-Gruppe wurden 4,1 Mio. Standartcontainer (TEU) umgeschlagen. Das ist eine Steigerung um 11 % (2016: 3,7 Mio. TEU).

  

 

Wesentliche Projekte in 2017 - Innovationsplattform „startport“

duisport hat 2017 mit Partnern aus der Industrie die Innovationsplattform Logistik „startport“ gegründet. Startup-Unternehmen wird dort die Möglichkeit gegeben, innovative logistische Lösungen zu entwickeln. Derzeit nutzen fünf Startups die Innovationsplattform. Staake: „Unsere industriellen Kerne müssen mit hochleistungsfähigen Logistikmodellen vernetzt werden. startport soll eine der Keimzellen für Logistik-Innovationen werden.“

 

Automotive Cluster duisport

Der Duisburger Hafen hat sich zu einem bedeutenden Automotive Cluster entwickelt. Nach VW und Audi wickelt nun auch die Daimler AG ihr SKD- bzw. CKD-Geschäft für das weltweite Produktionsnetzwerk des Geschäftsfelds Mercedes-Benz Vans vom Duisburger Hafen aus ab.

 

Erwerb von Bohnen Logistik

duisport hat im Dezember 2017 das Speditionsunternehmen Bohnen Logistik erworben. Bohnen Logistik beschäftigt rund 150 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von ca. 25 Millionen Euro. Staake: „Die Bohnen-Aktivitäten ergänzen in hervorragender Weise unser bisheriges Produktportfolio.“

 

Regionale Infrastrukturprojekte

Das Gelände von logport V in Oberhausen wird derzeit von der logport ruhr GmbH, einem Joint Venture von duisport und RAG Montan Immobilien GmbH, aufbereitet. Dort errichtet die Edeka e.G. ein Logistikzentrum. Auf dem 30-Hektar-Areal eines ehemaligen Kohlenlagerplatzes der RAG sollen rund 1.000 Arbeitsplätze entstehen.

 

dev.log, ein Joint-Venture zwischen Evonik und duisport, entwickelt das 50 Hektar große Areal in Niederkassel-Lülsdorf für die Ansiedlung von Logistik- und Produktionsunternehmen. Das Bebauungsplanverfahren für den ersten Teilabschnitt von 20 Hektar soll im Laufe dieses Jahres abgeschlossen sein.

 

In Duisburg-Walsum entsteht auf der 40 Hektar großen Fläche einer ehemaligen Papierfabrik logport VI. duisport errichtet auf dem trimodal angebundenen Areal direkt am Rhein ein Containerterminal. Spätestens ab Ende 2019 soll das Gelände für die Neubebauung zur Verfügung stehen. Staake: „Wir sind zuversichtlich, dass dort deutlich mehr Arbeitsplätze wie zuletzt in der Papierfabrik entstehen.“

 duisport wird zukünftig weitere Areale in der Rhein-Ruhr-Region entwickeln.

 

Internationales Netzwerk entlang der Seidenstraße

duisport weitet seine Aktivitäten entlang der Korridore der Seidenstraßen-Initiative „One belt, One road“ aus. Mit dem größten italienischen Adriahafen Triest intensiviert duisport den Schienengüter- und Trailerverkehr. Der Hafen Triest ist durch die maritime Seidenstraße von Südchina über den Suezkanal bis ins Mittelmeer über den Seeweg eingebunden.

 

Gemeinsam mit China Merchants Logistics, einem der führenden Logistikunternehmen, werden entlang der Korridore der Seidenstraßen-Initiative Projekte im gesamten eurasischen Bereich realisiert. In diesem Zusammenhang engagiert sich duisport beispielsweise beim Aufbau des über 90 Quadratkilometer großen Industrie- und Logistikparks „Great Stone“ nahe dem weißrussischen Minsk und an einem Logistik-Hub bei Istanbul.

 

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind über 100 000 TEU mit den Chinazügen transportiert worden. duisport erwartet  weiteres Wachstum im Chinahandel. Durch Infrastrukturmaßnahmen entlang der Seidenstraße und durch Harmonisierungsbemühungen bei den Zollmodalitäten kann die Fahrzeit zwischen China und duisport reduziert werden. Das schafft weitere Umschlagperspektiven.

 

Vor zehn Jahren in der BZ:
duisport-Gruppe mit Spitzenwerten bei Umsatz, Ergebnis und Investitionen
Gesamtleistung steigt auf über 126 Mio. Euro / Ungebrochene Ansiedlungsdynamik im logport
Mit einem konsolidierten Umsatz zuzüglich der Umsätze aus strategischen Beteiligungen von insgesamt 126,5 Mio. Euro konnte die duisport-Gruppe das Rekordergebnis aus dem Vorjahr nahezu verdoppeln (64,1 Mio. Euro, plus 97 Prozent). In den traditionellen Geschäftssegmenten Infra- und Suprastruktur sowie Verkehr und Logistische Dienstleistungen verbuchte die Unternehmensgruppe mit einem Umsatz von 65,1 Mio. Euro abermals ein zweistelliges Wachstum (2006: 58,9 Mio. Euro, plus 11 Prozent). Einen wesentlichen Anteil an der Verdoppelung des Geschäftsvolumens hatte die Akquisition der VTS-Gruppe, die das neue Geschäftssegment Verpackungslogistik mit 54,9 Mio. Euro Umsatz bildet. „Mit der Übernahme der auf die Verpackung von Investitionsgütern spezialisierten VTS-Gruppe können wir Leistungen abdecken, die bisher größtenteils den Seehäfen vorbehalten waren, und so neue Ladungsströme an den Hafen- und Logistik-standort Duisburg holen. Unabhängig davon sind wir auch in den traditionellen Geschäftssegmenten erneut zweistellig gewachsen“, sagte Erich Staake (Foto), Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, in der heutigen Bilanzpressekonferenz in Duisburg.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 erwirtschaftete die duisport-Gruppe einen konsolidierten Umsatz zuzüglich der Umsätze aus strategischen Beteiligungen von insgesamt 126,5 Mio. Euro. Ein Plus zum Vorjahr (64,1 Mio. Euro) von 97 Prozent. Der Ertrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte um 20 Prozent auf 22,6 Mio. Euro gesteigert werden (Vorjahr: 18,9 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich um 43 Prozent auf 7,0 Mio. Euro (4,9 Mio. Euro). Der Cash Flow legte in 2007 aufgrund von Sondereffekten um 73 Prozent auf 21,5 Mio. Euro zu (12,4 Mio. Euro).
VTS ergänzt Dienstleistungspalette
Mit der Übernahme des Verpackungsspezialisten VTS hat duisport seine führende Stellung als Multi Purpose-Hafen unterstrichen. „Duisburg wird im Gegensatz zu manch anderem Hafen auch künftig ein breites Spektrum an Gütersegmenten abfertigen können. Wir konzentrieren uns darauf, die Drehscheibenfunktion im Bereich von Containern, Stahl, Importkohle sowie Mineralöl/Chemie auch zukünftig weiter auszubauen“, sagte Staake. VTS bietet der duisport-Gruppe ein neues Kundensegment mit hohem Potenzial, insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau. „Weit über 100 Unternehmen der Investitionsgüterindustrie haben sich in unserem Einzugsfeld positioniert.“ National ist VTS mit Standorten in NRW, Hessen und Sachsen vertreten, international in Belgien (Antwerpen) und seit kurzem auch in China (Shanghai).
Alle Geschäftssegmente legen deutlich zu
Das neue Geschäftssegment Verpackungslogistik erzielte 2007 einen Umsatz von 54,9 Mio. Euro und trug maßgeblich zur neuen Bestmarke der duisport-Gruppe bei. Das traditionelle Geschäftssegment Verkehr und Logistische Dienstleistungen wuchs um 15 Prozent auf 34,0 Mio. Euro erneut dynamisch (2006: 29,5 Mio. Euro). Auch der Umsatz im Geschäftssegment Infra- und Suprastruktur konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 6 Prozent auf 31,1 Mio. Euro (2006: 29,4 Mio. Euro) nachhaltig gesteigert werden. „Es ist sehr erfreulich, dass sich das neue Geschäfts-segment Verpackungslogistik so positiv entwickelt hat, und dass wir bereits im ersten Jahr unsere Planungen erreichen“, sagte Staake.

Rekordinvestitionen in Infra- und Suprastruktur
Mit 60,3 Mio. Euro investierte die duisport-Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr mehr als je zuvor in den Ausbau der Infra- und Suprastruktur (2006: 46,0 Mio. Euro). Der Zuwachs resultiert insbesondere aus der Baureifmachung des logport-II-Geländes, umfangreichen Investitionen in die Hafen- und Schieneninfrastruktur sowie dem Aus- und Neubau der Containerterminals.

Neuansiedlungen und Erweiterungen im logport
90 Prozent der Fläche auf dem logport-Areal sind aktuell vermarktet, mehr als 60 Prozent in Betrieb. Einige Beispiele verdeutlichen die nach wie vor ungebrochene Ansiedlungsdynamik, insbesondere in der wertschöpfenden Logistik: DHL Excel Supply Chain betreibt seit Oktober 2007 ein rund 30.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum für Konsumgüter verbunden mit einer ebenso großen Erweiterungsoption. Kühne+Nagel verdoppelte seine bereits bestehenden Lagerflächen allein im logport auf mehr als 50.000 Quadratmeter. Staake: „Diese Investments stärken Duisburgs Kontraktlogistik-Kompetenz. Sie sind richtungsweisend für die Bedeutung des Duisburger Hafens als zentrale europäische Logistikdrehscheibe.“

Ende 2007 nahm die Schenker Deutschland AG, Marktführer für europäische Landverkehre, eine 6.600 Quadratmeter große Logistikhalle (1. Bauabschnitt) in Betrieb. Außerdem erweiterte der Rhenus-Konzern sein europäisches Distributionszentrum für Verbatim, den weltweit führenden Anbieter von Speicherprodukten, auf rund 25.000 Quadratmeter Hallenfläche. Das Unternehmen Buhlmann Rohr-Fittings-Stahlhandel, seit 2004 im logport angesiedelt, errichtete seine dritte Halle und stockte damit seine Kapazitäten auf über 37.000 Quadratmeter auf. Der Grobblechspezialist UnionStahl erweiterte ebenso seine Hallenflächen auf mehr als 22.000 Quadratmeter.
Ansiedlungsdynamik im gesamten Hafengebiet
Auch zahlreichen auf rechtsrheinischem Hafengebiet angesiedelten Unternehmen wurde die Erweiterung ihrer Anlagen durch die Verpachtung zusätzlicher Flächen ermöglicht. Das DUSS-Terminal in Duisburg-Ruhrort beispielsweise erhielt für die Erweiterung rund 25.000 Quadratmeter neue Fläche. Für das Rhein-Ruhr-Terminal am Parallelhafen konnten insgesamt 39.000 Quadratmeter zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Ebenfalls am Parallelhafen nutzt die Spedition CTS seit Herbst 2007 eine neu errichtete wasserüberkragende Halle von 10.000 Quadratmetern für Stahlumschlag. Die Rhein-Ruhr Collin KG, Fachgroßhändler für Gebäudetechnik, übernahm im Logistikpark Kaßlerfeld rund 130.000 Quadratmeter und ließ dort seine neue Unternehmenszentrale sowie ein Auslieferungslager errichten.

 

Wohnimmobilienmarkt: Preise in Ruhrgebietsstädten haben weiter zugelegt

Duisburg, 28. März 2018 - Die Immobilienpreise in den vier großen Ruhrgebietsstädten Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen sind weiter gestiegen. Das geht aus dem Preisspiegel 2018 des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) hervor. Besonders zugelegt haben die Preise für Eigentumswohnungen: In Bochum etwa kletterte der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine Etagenwohnung im Neubau im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Prozent auf 3.500 Euro.

Moderater fiel die Preissteigerung in Essen (6,6 Prozent), Dortmund (4,6 Prozent) und Duisburg (3,5 Prozent) aus. Am höchsten sind die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen im Neubau mit 4.400 Euro in Essen. Auch bei Bestandswohnungen fällt die Preiszunahme in Bochum mit 7,25 Prozent besonders hoch aus. In Duisburg und Dortmund liegt sie bei 4,75 Prozent. Mit einem Plus von fünf Prozent bei den Erwerbskosten für Reihenhäusern liegen Bochum und Dortmund vorne, freistehende Eigenheime verteuerten sich in Dortmund besonders stark (6,5 Prozent).

Wer eine Wohnung mietet, muss in Essen am tiefsten in die Tasche greifen: 7,60 Euro pro Quadratmieter kostet dort die Kaltmiete bei einem Objekt in mittlerer Lage; in Duisburg sind es nur 5,10 Euro. Am höchsten fiel der durchschnittliche Mietanstieg über alle Lagen und Wohnwerte mit einem Plus von 5,1 Prozent in Dortmund aus. In Duisburg (2,4 Prozent) und Bochum (2,6 Prozent) war die Steigerung nur rund halb so hoch. (idr).

 

 

80 Schüler aus der Region zu Gast im Hafen

duisport-Chef im Dialog mit der Jugend
Duisburg, 27. März 2018 - Beim „Dialog mit der Jugend“ stellte sich Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (duisport), den Fragen von rund 80 Schülern. Der Initiativkreis Ruhr (IR), in dem duisport Mitglied ist, hat den „Dialog mit der Jugend“ vor 20 Jahren unter dem Motto  „Raus aus den Klassenzimmern, rein in die Unternehmen“ initiiert. Die Schüler der Theodor-König-Gesamtschule (Duisburg), dem Otto-Hahn-Gymnasium (Dinslaken) und dem Gymnasium an der Wolfskuhle (Essen) hatten sich zuvor im Unterricht und durch eine Hafenbesichtigung auf das Gespräch vorbereitet.
Auf die Ausbildungsmöglichkeiten im Duisburger Hafen angesprochen, sagte Staake: „Wir bilden in vielfältigen Berufen aus. Die Logistik ist eine spannende Branche und bietet enormes Potential.“
Wer die Ausbildung abgeschlossen habe, werde in der Regel auch übernommen. Als Erfolgsrezept von duisport nannte Staake den Willen zur ständigen Innovation. Daher riet er den Jugendlichen: „Bleiben Sie stets neugierig und mutig.“  

duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake stellte sich den Fragen von Schülern aus Duisburg, Dinslaken und Essen © duisport/krischerfotografie

 

 

UDE stellt Produktivitäts-Cockpit vor Güterumschlag im Hafen: Big Data hilft  
Weniger Lkw auf den Straßen. Damit dies gelingt, muss der Güterumschlag beim Wechsel auf die Schiene reibungslos und schnell ablaufen. Das Software-Technik-Institut paluno der Universität Duisburg-Essen (UDE) entwickelt daher gemeinsam mit dem Duisburger Hafen ein Produktivitäts-Cockpit, mit dem sich die Abläufe im Terminal überwachen und steuern lassen. Die Software konnte jetzt als Prototyp präsentiert werden. Die Arbeiten sind Teil des europäischen Big-Data-Projekts TransformingTransport*.  
logport III in Duisburg-Hohenbudberg: Lange Güterzüge rollen ein, Kräne heben Container von den Waggons und setzen sie auf die in Reih und Glied wartenden LKW. Dazwischen wuseln sogenannte Reachstacker. Die riesigen Greifstapler verladen ebenfalls Container oder bringen sie zur Depotfläche. Alles funktioniert scheinbar mühelos, doch hinter dem Zusammenspiel der Fahrzeuge und Maschinen steht eine straffe Taktung aller Operationen im Terminal.

Viele Faktoren können den Güterumschlag stören. Entscheidend ist es deshalb, möglichst frühzeitig und genau über diese Bescheid zu wissen. Hat der Zug aus Göteborg Verspätung? Wie kommen die LKW bei schlechtem Wetter durch den angespannten Verkehr?
Das vom paluno-Team um Prof. Dr. Klaus Pohl entwickelte Produktivitäts-Cockpit liefert schnell Informationen sowie Vorhersagen, ob die Zeitpläne am Terminal eingehalten werden können. Die Vorhersagen stützen sich auf zahlreiche, unterschiedliche Datenquellen. Neben der aktuellen und voraussichtlichen Wetter- und Verkehrslage zählt hierzu u. a. die exakte Positionserfassung der Züge und Container am Umschlagsplatz.  
„Mit dem Produktivitäts-Cockpit lassen sich die Prozesse im Terminal in Echtzeit überwachen und steuern. Kommt es zu Verzögerungen in der Transportkette, können die Verantwortlichen unverzüglich entscheiden, mit welchen Maßnahmen sie darauf reagieren“, erklärt Dr. Andreas Metzger, der das EU-Projekt technisch koordiniert. „Die Vorhersagen werden mit der Zeit sogar immer genauer, weil Daten aus der Vergangenheit einbezogen werden.“  
TransformingTransport wird von der EU mit 18,7 Millionen Euro gefördert. Mit dem Projekt wollen die 49 europäischen Partner den digitalen Wandel in der Transport- und Logistik-Branche vorantreiben. Ihr Ziel: Durch intelligente Nutzung unterschiedlicher Datenquellen sollen Menschen und Waren künftig deutlich sparsamer und umweltfreundlicher befördert werden.  

- Ruhrparlament fordert Stärkung der Kommunalfinanzen
- Wert der NRW-Exporte in die USA 2017 auf Rekordhöhe  

RVR-Verbandsversammlung fordert Stärkung der Kommunalfinanzen
März 2018 - Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr unterstützt die Forderung der Oberbürgermeister und Landräte aus dem Ruhrgebiet nach einer Stärkung der Kommunalfinanzen in den Städten der Metropole Ruhr. Vor allem müsse die überdurchschnittliche Belastung der Kommunen aus Kassenkrediten und Arbeitslosigkeit bei der Verteilung von Bundes- und Landesmitteln stärker berücksichtigt werden.
Das Ruhrparlament fordert deshalb die Einrichtung eines Altschuldenfonds und die Neuordnung der Sozialfinanzierung. In der von der Bundesregierung geplanten Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" sollen zudem die betroffenen Städte und Gemeinden selbst beteiligt werden. Einer entsprechenden Resolution hat das Ruhrparlament heute mit großer Mehrheit zugestimmt. (idr).

 

Wert der NRW-Exporte in die USA 2017 auf Rekordhöhe  
Die NRW-Exporte in die Vereinigten Staaten haben im Jahr 2017 mit 12,3 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert erreicht. Wie Information und Technik Nordrhein- Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 7,7 Prozent mehr als im Jahr 2016. Die NRW-Importe aus den USA summierten sich im Jahr 2017 auf einen Wert von 9,8 Milliarden Euro (+13,2 Prozent).  

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Hauptausfuhrgüter aus Nordrhein-Westfalen in die Vereinigten Staaten waren im Jahr 2017 Maschinen (3,2 Mrd. Euro; 26,0 Prozent der gesamten Exporte), chemische Erzeugnisse (2,0 Mrd. Euro; 16,6 Prozent) und Metalle (1,5 Mrd. Euro; 12,3 Prozent).    

Die wichtigsten Einfuhrgüter aus den Vereinigten Staaten waren "Pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse" (im Wert von 1,7 Milliarden Euro; 17,5 Prozent der gesamten Importe), chemische Erzeugnisse (1,5 Mrd.Euro; 15,4 Prozent) und "Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse" (914 Mio. Euro; 9,3 Prozent). (IT.NRW)  

GFW-Mittelstands-Forum im Theater am Marientor

Dynamischer Abend auf drei Etagen Rund 400 Teilnehmer und 50 Aussteller waren mit von der Partie  
Duisburg, 21. März 2018 - 50 Betriebe, Institutionen und Vereine waren beim 43. Mittelstands-Forum der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) mit von der Partie. „Ein Rekord“, so Oberbürgermeister Sören Link im Theater am Marientor (TaM). In seinem Grußwort wies er auf die gute wirtschaftliche Entwicklung der letzten Wochen und Monate hin, die es gemeinsam zu stärken gelte. „Der neue Verein ‚Wirtschaft für Duisburg‘, der neue Wirtschaftsdezernent, der im Sommer seine Arbeit aufnimmt, seien wesentliche Beispiele dafür.“
Auch IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger konnte dem nur beipflichten: „Duisburg ist im Aufbruch! Von den 60 Ideen des Masterplans Duisburg sind bereits zwei Drittel umgesetzt oder in Arbeit. Auch dankte er den GFW-Gesellschaftern der Privatwirtschaft für ihr langjähriges Engagement.“ GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer und Hausherr Wolfgang DeMarco ermunterten die Gäste zu konstruktivem Netzwerken.
Davon machten diese regen Gebrauch. Sei es, um mit Duisburgs Stadtoberhaupt direkt ins Gespräch zu kommen, sich über Projekte der GFW Duisburg zu informieren oder um den neuen Verein „Wirtschaft für Duisburg“, einen Mitmachverein, kennenzulernen.  

Rund 350 Besucherinnen und Besucher hatten sich im Vorfeld angemeldet, weitere 50 nutzten die Abendkasse. Die Bandbreite der Aussteller reichte vom Technologieunternehmen Blured Digital Technologies über Creditreform bis hin zur „Lass Dich Bewegen GbR“. Sowohl erfahrene, alteingesessene Unternehmerinnen und Unternehmer als auch Existenzgründer waren dabei, um sich und ihr Portfolio potenziellen Geschäftskunden vorzustellen.
Zu den Newcomern zählten unter anderen Pixelsafari e-Commerce Solutions. Auch Diplom-Ingenieur Cihan Albayrak, geschäftsführender Gesellschafter der Alba Bau GmbH, hatte sich erstmals zu einer Standpräsentation entschieden. Der Bauingenieur hatte sein gesamtes Team mitgebracht, um seine Dienstleistungen bekannt zu machen: „Netzwerkveranstaltungen, bei denen man mit möglichen Kunden ins Gespräch kommt, steigern auch die Mitarbeitermotivation. Dann weiß man, mit wem und für wen man arbeitet.“

Auch der MSV Duisburg nutzte die Gelegenheit, seine Popularität in der Unternehmerschaft zu verfestigen und weiter auszubauen: mit Maskottchen Ennatz, immer im Einsatz und in Bewegung auf den drei Etagen des Theaters.   Last, but not least, stellte Christian Freudenstein, Betriebsakquisiteur der GFW Duisburg, das „Duisburger Modell“ vor: ein Modellprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen zur Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt (ILA). Während der Veranstaltung warb er für geförderte Beschäftigungsgelegenheiten und ermunterte potenzielle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zum Mittun.

Gut besucht: das 43. GFW-Mittelstands-Forum im TaM; Urheberin: Annegret Angerhausen-Reuter; Nutzungsrechte: GFW Duisburg


Verpackungsverordnung: Frist endet am 1. Mai

Vollständigkeitserklärungen hinterlegen  
Duisburg, 20. März 2018 - Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duis-burg-Wesel-Kleve erinnert alle Unternehmen daran, ihre Vollständigkeitserklärungen für das Jahr 2017 fristgerecht bis zum 1. Mai im sogenannten VE-Register unter www.ihk-ve-register.de zu hinterlegen. Eine Vollständigkeitserklärung gibt Auskunft über die vom Hersteller in Umlauf gebrachten Verkaufsverpackungen.  
Unternehmen, die mehr als 30 Tonnen Kunststoff, 50 Tonnen Papier/Pappe beziehungsweise mehr als 80 Tonnen Glas in Verkehr gebracht haben, sind zur Abgabe verpflichtet.
Die gesetzliche Frist zur Abgabe dieser Vollständigkeitserklärung für das Berichtsjahr 2017 endet am 1. Mai 2018. Wichtig für die betroffenen Betriebe ist, dass aufgrund der Erfahrungen aus den letzten Jahren mit Überprüfungen der termingerechten Hinterlegung der Erklärung durch die zuständigen Landesbehörden zu rechnen ist.
Die Niederrheinische IHK appelliert an die verpflichteten Unternehmen, diesen Termin einzuhalten. Ab dem 2. Mai wird der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fortlaufend im Register die Adressen der Unternehmen veröffentlichen, die bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer eine ordnungsgemäße Erklärung abgegeben haben.

Elf Jahre in.DU (Unternehmerinnen in Duisburg)

Ein Netzwerk und seine Erfolgsgeschichten Gesellschaft für Wirtschaftsförderung - Duisburg nahm seinerzeit Anregung aus Wirtschaft auf    
Duisburg, 19. März 2018 - „Elf Jahre in.DU, Unternehmerinnen-Netzwerk in Duisburg, ist mit zahlreichen Erfolgsgeschichten verbunden. Symbolisch für jedes Jahr, präsentierten elf Akteurinnen aus dem Netzwerk, was ihnen das monatliche Jour fixe beruflich konkret gebracht hat.  
So wussten unter anderen Bibiana Grosser, Architektin bei Druschke+Grosser, Sabine Bonacker von Elektro Bonacker, Ilka Müller-Weber von der Pilgrim Personal GmbH sowie Sandra Seidler von der FOM Duisburg über erfolgreiche Kooperationen, Auftragsvergabe, Mentoring-Programmen und Personalrecruiting zu berichten. So unterschiedlich die Geschichten waren, eins war ihnen gemein. Der Ursprung ihrer geschäftlichen Interaktion lag stets im in.DU-Netzwerk.  
 
Jeden letzten Mittwoch im Monat treffen sich bei in.DU im Schnitt rund 50 Frauen ab 8.30 Uhr zum Auftakt des Arbeitstages beim Business-Frühstück – grundsätzlich im Haus der Unternehmer, ausnahmsweise bei einzelnen in.DUlerinnen in den jeweils von ihnen geleiteten Unternehmen und Institutionen. Die Idee zum Netzwerk hatten Duisburger Unternehmerinnen. D
ie GFW Duisburg hat die Initiative aufgegriffen und übernimmt seither den organisatorischen Part. Zum aktuellen Organisationsteam gehören neben Christine Nawrot und Petra Thiel von der GFW Duisburg Ulrike Brinkmann (Bartienes Textilmanufaktur), Andrea Gutsfeld (-binnovativ-Training & Coaching), Magdalena Kowalczyk (Stadt Duisburg Regionalagentur NiederRhein) und Monika Tietz (ATELIER Entwurf Grafik Design).  
Vor elf Jahren mit 36 Teilnehmerinnen begonnen, sind es mittlerweile bis zu 60 Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen, die sich beim in.DU-Frühstück zusammenfinden, um sich auszutauschen, Kooperationen anzustoßen, Verträge anzubahnen und Einblick in andere Unternehmen und Institutionen zu erhalten, die von Frauen geleitet werden.  


11 Jahr in.DU“ – ohne Organisatorinnen undenkbar: Ulrike Brinkmann, Christine Nawrot, Andrea Gutsfeld, Petra Thiel und Magdalena Kowalczyk (auf dem Foto fehlt: Monika Tietz), Urheberin: Elke Mühlhoff; Nutzungsrechte: GFW Duisburg

 

„Wurden wir anfangs vielleicht noch mit unserer Idee belächelt, so weiß jede von uns, dass sich in.DU für uns alle ausgezahlt hat – in unterschiedlichen Facetten. Unternehmerisch wie menschlich. Wer glaubt, in.DU sei nur ein Frühstückskränzchen, der ist auf dem Holzweg“, erklärt Gutsfeld freimütig.    Folgende Außer-Haus-Termine liegen diesjährig noch vor den in.DUlerinnen:
25. April 2018:  Ars vivendi
30. Mai 2018: Lichte GmbH
27. Juni 2018: Historisches Wasserwerk Bockum der Stadtwerke Duisburg
25. Juli 2018: Volksbank Rhein-Ruhr eG
29. August 2018: Sabinski Schmuck, Accessoires und schöne Dinge  
Interessierte Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen und Frauen in Führungspositionen aus Duisburg, die Interesse haben, beim nächsten Netzwerktreffen am 28. März 2018 im Haus der Unternehmer dabei zu sein, wenden sich an GFW-Projektmanagerin Christine Nawrot, Telefon: 0203 / 36 39 – 350, E-Mail:
nawrot@gfw-duisburg.de

 


Stadtwerke Duisburg springen für insolventen Energieanbieter Enversum ein

Duisburg, 15. März 2018 - Der Hamburger Strom- und Gasanbieter Enversum ist insolvent. Duisburger Kunden von Enversum stehen trotz der Insolvenz des Unternehmens nicht ohne Strom und Gas dar. „Als Grundversorger in unserer Stadt übernehmen die Stadtwerke Duisburg in diesem Fall automatisch die Energiebelieferung“, erläutert Torsten Hiermann, Leiter Vertrieb / Markt bei den Stadtwerken Duisburg.

 

„Die Duisburger Bürgerinnen und Bürger können sich darauf verlassen, dass sie die benötigte Energieleistung von uns erhalten“, betont Hiermann. Enversum-Kunden, die nun über die Stadtwerke Duisburg versorgt werden, müssen dabei nicht zwingend im Tarif der Grundversorgung bleiben: Der lokale Energiedienstleister bietet für Strom und Gas verschiedene Tarife an, die den jeweiligen Energiebedarf eines Haushalts berücksichtigen und auf Wunsch auch Ökostrom und Ökoerdgas bereitstellen. 

„Wir verstehen uns als fairer Partner für die Menschen in Duisburg, der auf Versorgungssicherheit und Kundennähe setzt“, hebt der Vertriebsleiter der Stadtwerke hervor. „Im Gegensatz zu Discount-Anbietern erhalten Kunden bei uns eine zuverlässige Versorgung und Ansprechpartner vor Ort.“

 

 

FW-Mittelstands-Forum im Theater am Marientor

Duisburg, 15. März 2018 - „50 Betriebe, Institutionen und Vereine: So viele Unternehmensakteure, die als Aussteller dabei sind, hatten wir schon lange nicht mehr“, freut sich Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg). Bislang haben sich rund 350 Besucherinnen und Besucher angemeldet: zum 43. Mittelstands-Forum der GFW Duisburg im Theater am Marientor (TaM) am 19. März 2018.  

Die Bandbreite der Aussteller reicht vom Technologieunternehmen Blured Digital Technologies über Creditreform bis hin zur „Lass Dich Bewegen GbR“. Sowohl erfahrene, alteingesessene Unternehmerinnen und Unternehmer als auch Existenzgründer werden mit von der Partie sein, um sich und ihr Portfolio potenziellen Geschäftskunden vorzustellen. Zu den Newcomern zählen unter anderen Pixelsafari e-Commerce Solutions.  

Theater am Marientor – Schauplatz des nächsten GFW-Mittelstands-Forums; Nutzungsrechte: TaM

 

Darüber hinaus wird Christian Freudenstein, Betriebsakquisiteur der GFW Duisburg, das „Duisburger Modell“ vorstellen, ein Modellprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen zur Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt (ILA). Während der Veranstaltung wird er für geförderte Beschäftigungsgelegenheiten werben und potenzielle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zum Mitmachen ermuntern.  
„Jetzt gilt es, die Vielzahl der Aussteller mit den passenden Besuchern zu vernetzen. Und Besucher dürfen es gerne noch mehr werden. Akteure aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die sich am Montag spontan entscheiden, dabei sein zu wollen, können unsere Abendkasse für Kurzentschlossene nutzen“, betonen unisono Christine Nawrot und Elke Spiller, die das Mittelstands-Forum koordinieren. Die Kostenpauschale für Speisen und Getränke beträgt ander Abendkasse 25 Euro.

Erste Sozialkonferenz Ruhr stellt Strategien gegen  Langzeitarbeitslosigkeit vor

Metropole Ruhr, 15. März 2018 - Strategien im Kampf gegen verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit und ihre Folgen für Wirtschaft, Arbeitsmärkte, Gesellschaft und kommunale Sozialausgaben stehen im Fokus der ersten Sozialkonferenz Ruhr. Der Regionalverband Ruhr (RVR) richtet die Konferenz heute (15. März) in der Mercatorhalle Duisburg aus.
Unter dem Motto "Wirksam gegen Langzeitarbeitslosigkeit - Großstadtregionen handeln" wird anhand zahlreicher Praxisbeispiele gezeigt, wie Vorhaben langfristig konzipiert, strukturell verankert und politisch flankiert sein müssen, um wirksam zu werden. Den Hintergrund liefert eine vom RVR in Auftrag gegebene Analyse von Professor Dr. Martin Junkernheinrich und Gerhard Micosatt zu den kommunalen Sozialausgaben in der Metropole Ruhr.
Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Ruhrgebietskommunen seit Jahren überdurchschnittlich hohe Sozialausgaben tragen, im Jahr 2015 z.B. insgesamt 1,36 Milliarden Euro. Die Mehrausgaben in den städtischen Haushalten werden ganz wesentlich durch die hohe Langzeitarbeitslosigkeit verursacht. Entscheidend ist die hohe Falldichte im Ruhrgebiet. Die Fallkosten sind hingegen unterdurchschnittlich. Für die Senkung der Fallzahlen bringt der RVR mit der Sozialkonferenz Bund, Land und Kommunen an einen Tisch.

Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel: "Auf der Grundlage des Erfahrungs- und Informationsaustauschs soll ein gemeinsames Vorgehen von Bund, Land und Ruhgebiet erwachsen, um neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu entwickeln. Arbeit statt Sozialhilfe ist unser gemeinsames Ziel." Der Koalitionsvertrag sieht dazu ein neues Regelinstrument im Sozialgesetzbuch II "Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle" vor. 150.000 Menschen sollen von den vorgesehenen Maßnahmen profitieren, bis 2021 stehen dafür vier Milliarden Euro zur Verfügung. Zusätzlich stellt der Bund den Ländern die eingesparten Sozialhilfeleistungen für die Finanzierung der Maßnahmen zur Verfügung.

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann: "Mit einem ganzheitlichen Ansatz wollen Bund und Land die Qualifizierung, Vermittlung und Reintegration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt vorantreiben. (...) Um die Ziele umsetzen zu können, sind aber nicht nur Bund und Land gefordert, sondern auch die Akteure direkt vor Ort. Deshalb suchen wir als Land den Schulterschluss mit dem Ruhrgebiet." Derzeit unterstützt das Land im Ruhrgebiet fünf Modellprojekte, darunter in Dortmund das "Service Center lokale Arbeit". (idr).

UDE: Am 18. März ist Equal Pay Day

Ist „Frauenarbeit“ weniger wert?


Duisburg, 12. März 2018 - Bis zum 18. März arbeiten Frauen umsonst. Erst dann haben sie statistisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke für das laufende Jahr abgearbeitet. Anlässlich des „Equal Pay Day“ präsentieren das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) und das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung am 16. März an der UDE neue Forschungsergebnisse zur geschlechterbezogenen Lohnlücke.

„Wir können erstmals statistisch nachweisen, dass weibliche Erwerbsarbeit systematisch abgewertet wird“, erklärt IAQ-Forscherin Sarah Lillemeier. Möglich wird das durch den „Comparable Worth-Index“ (kurz: CW-Index) den die Forscherinnen am IAQ und WSI in Anlehnung an ein geschlechtsneutrales Arbeitsbewertungsverfahren („Paarvergleich“ aus dem eg-check) entwickelt haben.

Systematische Abwertung

Der CW-Index ist ein statistisches Messinstrument und erfasst zur Arbeitsbewertung nicht nur Wissen und Können, sondern berücksichtigt auch Faktoren wie Verantwortung für Andere oder psycho-soziale und physische Arbeitsanforderungen und -belastungen. Er basiert auf den Angaben von 17.799 Erwerbstätigen (BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung).

Legt man den „CW-Index“ als Maßstab an, haben die Beschäftigten in der größtenteils von Frauen ausgeübten Altenpflege ähnlich hohe Anforderungen und Belastungen zu bewältigen wie die in den männlich dominierten IT- und Technikberufen. Allerdings bekommen die Beschäftigten in der Altenpflege durchschnittlich nur 14,42 Euro pro Arbeitsstunde und die Beschäftigten im Technik- und IT-Bereich zwischen 25,72 Euro und 27,92 Euro.

Bewertung und Bezahlung per Tarifvertrag schützt

Grundsätzlich klafft eine Verdienstlücke innerhalb der einzelnen Anforderungs- und Belastungsgruppen; und zwar je mehr das berufliche Anforderungsniveau steigt. „Wer tariflich entlohnt wird, ist meist besser dran. Denn dann fallen die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern bei gleichen oder gleichwertigen beruflichen Anforderungen und Belastungen deutlich geringer aus“, stellt Dr. Christina Klenner vom WSI fest.

Die Forscherinnen kritisieren, dass vor allem in weiblich dominierten Bereichen die Verdienste geringer sind – etwa in Erziehung und Pflege –, obwohl hier die beruflichen Anforderungen und Belastungen vergleichsweise hoch sind. „Hier gibt es einen ganz zentralen politischen Handlungsbedarf, damit die hoch relevanten personennahen Dienstleistungen aufgewertet werden“, fordert IAQ-Direktorin Prof. Dr. Ute Klammer.

 

Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2017 um 6,6 % niedriger
Im Jahr 2017 meldeten die deutschen Amtsgerichte 20 093 Unter- nehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 6,6 % weniger als im Jahr 2016. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sank damit auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999. Zuletzt hatte es im Krisenjahr 2009 einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegeben (+ 11,6 % gegenüber dem Jahr 2008).

PKF Fasselt Schlage gründet Fachabteilung für russische Unternehmen

Duisburg, 12. März 2018 - Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft PKF Fasselt Schlage etabliert am Standort Duisburg eine Fachabteilung für russische Unternehmen und Investoren. Das Expertenteam begleitet Mandanten aus Russland und den ehemaligen sowjetischen Teilrepubliken beim Eintritt in den deutschen Markt sowie im weiteren Tagesgeschäft. Aufgrund des breiten Leistungsspektrums ganzheitlicher, fachübergreifender Lösungen in steuerlichen und wirtschaftsrechtlichen Fragen können ausländische Mandanten auch bei komplexen Anforderungen umfassend betreut werden.

Neben der fachlichen Expertise bieten die Spezialisten von PKF Fasselt Schlage mit russischsprachigen Mitarbeitern auch die sprachliche und kulturelle Kompetenz für ein erfolgreiches wirtschaftliches Engagement im deutschen Wirtschaftsraum.
„Mit dem neuen Russia & CIS Desk entsteht neben dem China Desk ein zweites schlagkräftiges Länder-Kompetenzzentrum“, sagt Christian Müller-Kemler, geschäftsführender Partner bei PKF Fasselt Schlage und Leiter der ausländischen Fachabteilungen. Derzeit betreut das Unternehmen bereits diverse russische und chinesische Mandanten verschiedener Branchen.

V.l.: Tinko Pentschev, Dmitry Vavilov, Kai Schöneberger, Christian Müller-Kemler, Uljana Dukven, Anastasia Suslova. 

 

Dialogforum für Unternehmer

Kooperationspartner aus der Wissenschaft kennenlernen  
Duisburg, 05. März 2018 - Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve lädt gemeinsam mit der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) Unternehmer ein, drei An-Institute der Universität Duisburg-Essen am Mittwoch, 14. März, kennenzulernen und potentielle Kooperationsmöglichkeit auszuloten. Und die Institute haben es in sich: Mehr als 270 Fachexperten. Ein Jahresumsatz von rund 18 Millionen Euro. Forschungsaktivitäten auf Spitzenniveau. Überregionale und internationale Kooperationen mit der Wirtschaft.
All das zeichnet die drei Duisburger Institute der JRF aus: Das IUTA – Institut für Energie- und Umwelttechnik, das ZBT – Zentrum für BrennstoffzellenTechnik und das DST – Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme.  
Mit ihrem über Jahrzehnte gewachsenen Know-how stehen die der Uni angegliederten aber selbstständigen Institute für Kooperationen mit der Wirtschaft zur Verfügung. Bei der Infoveranstaltung tauschen sich die Teilnehmer in Diskussionsforen mit den Instituten aus, knüpfen Kontakte und nehmen Impulse für ihre Forschungs- und Innovationsvorhaben mit.  
Die kostenlose Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 14. März, von 16 bis 19 Uhr in der Niederrheinischen IHK, Mercatorstraße 22-24, 47051 Duisburg. Details und Online-Anmeldung unter www.jrf.nrw/veranstaltung/forschung-duisburg

28 Rheinbrücken zwischen Basel und Rotterdam gefährdet 

UECC schlägt Alarm

Duisburg, 01. März 2018 - Die Union Europäischer Industrie- und Handelskammern für Verkehrsfragen (UECC) schlägt angesichts des desolaten Zustands vieler Rheinbrücken Alarm und fordert die Anliegerstaaten in einer Resolution zur schnelleren Planung und Durchführung von Erneuerungsmaßnahmen auf. Bei 25 Fernstraßen- und 3 Eisenbahnbrücken drohen in den nächsten Jahren Sperrungen.

 

Der Rhein verbindet den größten europäischen Wirtschaftsraum und bildet einen der wichtigsten Nord-Süd-Korridore Europas. Zwischen Basel und Rotterdam queren rund 95 Straßen- und Eisenbahnbrücken den Rhein. Davon gehören 58 zum Fernstraßen- und 19 zum Schienen­netz sowie ca. 20 zum weiteren regionalen Straßennetz. Viele dieser Brücken sind in einem desolaten Zustand.

 

Auf der zentralen Verkehrsader im Herzen Europas tickt die Uhr vieler Brücken in Richtung Teil- oder Vollsperrungen bis hin zur Komplett-Sanierung beziehungsweise einem Neubau. Die Auswirkungen wären nicht nur für die unmittelbar am Rhein liegenden Unternehmen, sondern für den gesamten Wirtschaftsraum fatal. Bereits einzelne Engpässe auf stark befahrenen Brücken haben das Potenzial, erhebliche und weiträumige Störungen zu verursachen.

 

„Täglich fahren nach Schätzungen der UECC etwa 1,2 Millionen Fahrzeuge über die maroden Rheinbrücken. Das sind Gewerbetreibende, Pendler und Privatpersonen. Wenn jedes dieser Fahrzeuge nur zehn Minuten täglich durch Umleitungen, Staus oder Sperrungen verliert, entsteht ein immenser volkswirtschaftlicher Schaden“, sagte Dr. Christoph Juen, Präsident der UECC, am Rande des Europäischen Wirtschaftsforums Verkehr in Mannheim.   

Deswegen hat die UECC die Resolution „Rheinbrücken im Herzen Europas erhalten“ verabschiedet, mit dem die Rheinanliegerstaaten zu einer Verstetigung und besseren Koordinierung von Sanierungsmaßnahmen aufgefordert werden.

 

Oftmals erschweren lange Entscheidungsprozesse die Planung neuer Brücken. Außerdem fehlt es an einer gemeinsamen Strategie, da entlang des Rheins zahlreiche Regional- und Ländergrenzen verlaufen. Dies führt zu unterschiedlichen Zeitplänen sowie unkoordinierten Bauarbeiten und zieht notwendige Reparaturarbeiten und Neubauten unnötig in die Länge.  

Daher fordert die UECC unter anderem eine bessere überregionale Koordination der Baumaßnahmen zwischen den einzelnen Behörden sowie eine Beschleunigung der Entscheidungsprozesse. Zudem soll der Erhalt der Rheinbrücken von den jeweiligen Anrainerstaaten durch eine dauerhafte Bereitstellung von Investitionsmitteln gesichert werden.  

Die UECC ist eine Vereinigung von 60 Industrie- und Handelskammern aus sieben europäischen Staaten. Sie setzt sich im Einzugsgebiet von Rhein, Rhone, Donau sowie den Alpen für eine an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientierte Verkehrspolitik ein und vertritt damit die Interessen von mehr als 2,5 Millionen europäischen Unternehmern.

 

Verbindungsfunktion der Rheinbrücken im Herzen Europas erhalten!
UECC fordert Rheinanliegerstaaten zu mehr Verstetigung und Koordinierung von Sanierungsmaßnahmen auf

Die UECC – eine Vereinigung von 60 Industrie- und Handelskammern im Einzugsgebiet von Rhein, Rhone, Donau sowie den Alpen, welche rund zwei Millionen europäische Unternehmungen vertritt – fordert, dass

 die Erhaltung kritischer Infrastrukturen wie z. B. Brücken auf internationalen Verkehrsachsen sichergestellt wird und dringende Sanierungen auch kurzfristig durch ausreichende Finanzmittel in den Nationalstaaten ermöglicht werden,  durch eine Verstetigung der Finanzmittel für den Infrastrukturerhalt dauerhaft der Neuentstehung von Sanierungsstaus vorgebeugt wird,  die Baumaßnahmen auf überregional bedeutsamen Achsen seitens der Baubehörden aufeinander abgestimmt, und frühzeitig gut geeignete Ausweichstrecken ausgewiesen und kommuniziert werden, und  die Planungszeiten für Infrastrukturmaßnahmen durch verkürzte Instanzenwege und Urteilsfristen sowie eine generelle Prozessbeschleunigung deutlich reduziert werden.

43 Prozent der Fernstraßenbrücken sowie 16 Prozent der Eisenbahnbrücken über den Rhein sind in unterschiedlich starkem Maße Sanierungsfälle, zählt man marode Vorlandbrücken hinzu, sind es noch deutlich mehr. Vielfach wurden bereits Verkehrsbeschränkungen oder Sperrungen umgesetzt bzw. sind diese in naher Zukunft durch die anstehenden Reparaturarbeiten zu erwarten. Dies führt zu erheblichen Umwegen, Zeitverlusten und Mehrkosten für Pendler und Unternehmen. Zusätzlich gibt es in vielen Fällen regional wie überregional im Zulauf zu den Rheinbrücken reparaturbedürftige Verkehrswege, die ihre Funktion nicht mehr voll erfüllen können. Dies hat weitere massive Verkehrseinschränkungen zur Folge, die sich weiträumig auswirken.

Funktionierende Verkehrsachsen sind aber eine entscheidende Voraussetzung für den ungehinderten Personen- und Güterverkehr innerhalb Europas. Bereits einzelne Engpässe auf wichtigen überregionalen Verbindungen verursachen erhebliche, weiträumige Störungen. Am Beispiel der Rheinachse wird dies überdeutlich. Der sich über Jahrzehnten aufgestaute Reparaturbedarf an vielen Rheinbrücken führt mittlerweile zu Voll- oder Teilsperrungen, weil die Brücken der Belastung nicht mehr gewachsen sind. Weitere Brücken sind in einem kaum noch ausreichenden Zustand und dürften bald ein Sanierungsfall werden. Sanierungen an Brücken und ihren Zulaufstrecken bzw. Abriss und Neubau werden nicht immer gut koordiniert und kommuniziert, und drohen die Verkehre auf lange Zeit zu unterbrechen.

Hintergrund: Entlang des Rheins verläuft einer der wichtigsten Nord-Süd-Korridore Europas. Er ist Bestandteil der transeuropäischen Kernnetz-Korridore „Rhein-Alpen“, „Rhein-Donau“ sowie „Nordsee-Mittelmeer“, und hat Verknüpfungen mit den Korridoren „Atlantik“ und „NordseeBaltikum“. Sowohl der Rhein als Transportader für die Binnenschifffahrt als auch die Rheinquerungen für Straße und Schiene sind von höchster Bedeutung für die Verkehrsverbindungen zwischen zahlreichen Wirtschaftszentren in der Mitte Europas.

Zwischen Basel und Rotterdam queren rund 95 Straßen- und Eisenbahnbrücken den Rhein, davon gehören 58 zum Fernstraßen- und 19 zum Schienennetz sowie ca. 20 zum weiteren regionalen Straßennetz. Hinzu kommen Brücken, die ausschließlich dem Stadtbahn-, Rad- und Fußgängerverkehr gewidmet sind, sowie Unterführungen.

25 sanierungsbedürftige Fernstraßenbrücken (von Süd nach Nord)
B 532 Huningue/Weil am Rhein (F/D)
D 39 Chalampé/Neuenburg (F/D)
B 28 Strasbourg/Kehl (F/D)
B 10 Karlsruhe/Wörth (D)
B 39 Speyer (D)
A 60 Mainz-Weisenau (D)
A 643 Schierstein (D)
B 49 Koblenz (D)
A 48 Koblenz-Bendorf (D)
A 562 Bonn-Süd (D)
A 565 Bonn-Nord (D)
A 4 Köln-Rodenkirchen (D)
B 55 Köln (D)
A 1 Leverkusen (D)
B 288 Krefeld-Uerdingen (D)
A 40 Duisburg-Neuenkamp (D)
B 67 Rees (D) B 220 Emmerich (D)
A 27 Gorinchem (NL)
N 3 Dordrecht (NL)
N 915 Ablasserdam (NL)
A 16 Rotterdam (NL)
A 15 Botlekbrug Rotterdam-Hafen (NL)
N 57 Harmsenbrug Rotterdam-Hafen (NL)
A 15 Suurhoffbrug Rotterdam-Hafen (NL)

3 sanierungsbedürftige Eisenbahnbrücken (von Süd nach Nord)
Neuenburg (D) Worms (D) Köln Hohenzollernbrücke (D)

 

Duisburger Immobilienmarkt knackt die Umsatzmilliarde

Duisburg, 01. März 2018 - Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Duisburg hat in seiner Jahressitzung am 23.02.2018 Bodenrichtwerte und für die Wertermittlung erforderliche Daten zum Stichtag 01.01.2018 als Übersicht über den Grundstücksmarkt in der Stadt Duisburg ermittelt. Grundlage bilden die ausgewerteten Grundstückskaufverträge des Zeitraums 01.01. bis 31.12.2017 aus der gemäß § 195 Baugesetzbuch geführten Kaufpreissammlung.

 

Duisburger Immobilienmarkt knackt die Umsatzmilliarde

Der Geldumsatz über alle in Duisburg getätigten Immobilienverkäufe in 2017 lag in diesem Jahr bei mehr als einer Milliarde Euro. Diese Rekordmarke wurde letztmalig 2007 „geknackt“.

Die Anzahl über alle Kaufverträge ging gleichzeitig mit rd. 4 % gegenüber dem Berichtsjahr 2016 leicht zurück. Die Gesamtanzahl bleibt aber weiter auf einem hohen Niveau.

Ein Blick auf die Teilmärkte zeigt, dass die Entwicklungen gegenüber dem Vorjahr nicht überall in die gleiche Richtung zeigten:

-          Kaufverträge über unbebaute Grundstücke:

Die Anzahl der Verträge ging um rd. 10 % auf 305 zurück, der Geldumsatz auf diesem vergleichsweise kleinen Teilmarkt ging mit nur noch 42,9 Millionen Euro um 18 % zurück.

-        Kaufverträge über bebaute Grundstücke:

Dieser Teilmarkt wuchs im Vergleich zum Vorjahr auf 1.974 Verträge (+ 6 %) bei einem Geldumsatz von 898,0 Millionen Euro (+ 43 %).

Die Anzahl neuerstellter Ein - und Zweifamilienhäuser ist gegenüber dem Vorjahr von 99 auf 114 gestiegen. Die Zahl weiterverkaufter Ein - und Zweifamilienhäuser blieb mit 975 Immobilien nahezu konstant, während der Geldumsatz hier um 7 % anstieg.  

Ein kräftiges Plus hinsichtlich der Anzahl (+ 23 %) und des Umsatzes (+ 27 %) ist bei der Gruppe der Mehrfamilienhäuser zu verzeichnen: im Berichtsjahr wechselten 509 Mehrfamilienhäuser für insgesamt 222,8 Millionen Euro den Eigentümer.

Die Zahl der verkauften sonstigen Renditeobjekte ist nur leicht auf 146 Objekte gestiegen bei einem bemerkenswerten Umsatzplus auf fast 350 Millionen Euro.

-        Kaufverträge über Wohnungseigentume, Wohnungserbbaurechte und Teileigentum:

Die Anzahl der Verträge ging um 14 % gegenüber dem Vorjahr auf 1.654 zurück, gleichzeitig schrumpfte der Geldumsatz um 16 % auf 141,2 Millionen Euro.

Mit diesem Rückgang wird ein Teil des sprunghaften, außergewöhnlich hohen Anstiegs der Zahl an Verträgen und Umsätzen, der im Jahr 2016 registriert wurde, wieder aufgefangen. Die Fallzahlen und Umsätze liegen aber weiterhin deutlich über dem Niveau der Vorjahre.

-        Der im Berichtsjahr 2016 eingeläutete Trend hin zu einer fallenden Zahl an Zwangsversteigerungen hielt auch 2017 weiter an: die Zahl über alle Zuschlagsbeschlüsse ging weiter zurück von 249 auf zuletzt 211.

 

 
Neue Eigenheime: Im Westen baut man großzügiger, im Norden und Süden werden vielfach kleinere Objekte realisiert

Von den insgesamt 114 registrierten Bauträgerobjekten betrafen knapp die Hälfte (55) Grundstücke im Westen der Stadt. Dort stieg der durchschnittliche Gesamtkaufpreis um rd. 7 % auf rd. 332.000 Euro.

Die im Norden und Süden verkauften Objekte fielen im Schnitt hinsichtlich Grundstücksgröße bzw. Wohnfläche kleiner aus als im Vorjahr. Dieser Umstand erklärt auch die leicht gesunkenen durchschnittlichen Gesamtkaufpreise in Höhen von rd. 270.000 Euro (Norden) bzw. rd. 351.000 Euro (Süden).  

 
In 2017 wieder weniger unbebaute Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke

Im vergangenen Jahr wechselten nur 63 unbebaute Grundstücke, für die eine Bebauung mit Ein- oder Zweifamilienhäusern vorgesehen war, den Eigentümer. Im Jahr zuvor wurden noch 94 Kauffälle registriert. Der Geldumsatz fiel im gleichen Maße von 15,6 Millionen Euro auf 10,5 Millionen Euro.

 

Durchschnittspreise von Eigentumswohnungen weiter gestiegen

Im Berichtsjahr 2016 wurde ein kräftiger Anstieg der Preise für Eigentumswohnungen (im Schnitt rd. 10 %) verzeichnet. Zwar verteuerten sich die Preise auch in 2017, der neuerliche Preisanstieg liegt aber nur noch bei durchschnittlich 4 %.

So musste ein Käufer 2017 in mittlerer Wohnlage für eine neu erstellte Eigentumswohnung (ca. 92 m² Wohnfläche, ohne Garage oder Stellplatz) durchschnittlich rd. 2.600 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bezahlen, für eine gebrauchte Eigentumswohnung (ca. 80 m² Wohnfläche, Baujahr 1995 – 2009) immerhin noch durchschnittlich rd. 1.750 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Eine differenzierte Auflistung über gezahlte Kaufpreise findet sich im Grundstücksmarktbericht 2018 (kostenfrei verfügbar ab ca. Mitte März).

 

Immobilien als Investitionsobjekte sind sehr begehrt

Dass Immobilien für Investoren weiterhin eine attraktive Geldanlage darstellen, zeigt sich auch auf dem Duisburger Grundstücksmarkt. So stiegen im Berichtsjahr 2017 die Geldumsätze für Mehrfamilienhäuser um 27 % auf rd. 223 Millionen Euro, für sonstige Renditeobjekte (146 Objekte) um fast das Zweieinhalbfache auf nahezu 350 Millionen Euro.

Der außergewöhnlich hohe Zuwachs bei den Umsätzen für sonstige Renditeobjekte geht allerdings vor allem auf die Verkäufe einzelner herausragender Objekte zurück.  

 

BODENRICHTWERTE UND GRUNDSTÜCKSMARKTDATEN 2017

Die in Duisburg gezahlten Durchschnittspreise für unbebautes, baureifes Land wurden zum Stichtag 01.01.2018 als sogenannte zonale Bodenrichtwerte fortgeschrieben. Diese Bodenrichtwerte sind entsprechend § 196 BauGB in Richtwertzonen abzubilden, die jeweils Gebiete umfassen, die nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmende Merkmale aufweisen.

Die Bodenrichtwerte wurden auf Basis der bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses geführten Kaufpreissammlung einer detaillierten Analyse unterzogen und hinsichtlich ihrer Abgrenzung, der wertbestimmenden Merkmale sowie dem Wert zum Stichtag untersucht.

Für den individuellen Wohnungsbau (Ein- und Zweifamilienhäuser) sowie den Geschosswohnungsbau wurden in mittleren und guten Lagen positive Preisentwicklungen registriert. Entsprechend wurden die Richtwerte für Wohnnutzungen in mittleren und guten Lagen Duisburgs zum Stichtag 01.01.2018 in weiten Teilen mit Zuschlägen von 5 - 20 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche angepasst.

In einfachen und sehr guten Lagen war keine homogene Preisentwicklung erkennbar.

Vereinzelt wurden weitere Bodenrichtwerte anhand ausgewerteter Kaufverträge angepasst bzw. in ihrem Wert bestätigt. Im Besonderen wurde für den Bereich südlich des Hauptbahnhofs, der sich gerade zu einem wichtigen Büro-, Hotel- und Dienstleistungsstandort entwickelt, erstmalig ein Bodenrichtwert mit 600 Euro/m² beschlossen. In diesem Zuge wurde der Bodenrichtwert des Bürostandorts am Innenhafen vom Gutachterausschuss als weitgehend vergleichbares Gebiet von 400 Euro/m² auf 500 Euro/m² angehoben.

Die Bodenrichtwerte stehen kostenfrei im zentralen Informationssystem der Gutachterausschüsse und des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen unter www.BORISplus.nrw.de zur Verfügung. Unter der Internetadresse kann auch der Grundstücksmarktbericht, der einen umfassenden Überblick über den Grundstücksmarkt in Duisburg gibt, voraussichtlich ab Mitte März 2018 kostenfrei abgerufen werden.

Neben den aktuellen Daten können unter der Internetadresse auch alle Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktberichte ab dem Jahr 2011 kostenfrei abgerufen werden.

PKF Fasselt Schlage stärkt mit Neuzugang Schwerpunkt Energierecht

Duisburg, 01. März 2018 - Die interdisziplinäre Kanzlei aus Wirtschaftsprüfern, Rechtsanwälten und Steuerberatern PKF Fasselt Schlage verstärkt erneut ihren Bereich Energiewirtschaft. Seit dem 1. März 2018 unterstützt Ingo Rausch als Anwalt für Energierecht das Beratungsteam am Duisburger Innenhafen.  
Ingo Rausch verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Beratung von Versorgungsunternehmen. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen im Energiewirtschaftsrecht, hierbei im Besonderen die Themen Netzzugang, Vertragswesen, Vertrieb und Kooperations-gesellschaften/Umstrukturierungen.
Der 56-Jährige wird überwiegend für Geschäftsführer und Vorstände von Stadtwerken und Energieversorgungsunternehmen bei PKF Fasselt Schlage beratend tätig sein.
„Wir freuen uns, mit Ingo Rausch einen erfahrenen Experten im Energierecht gewonnen zu haben. Unsere Mandanten profitieren insbesondere von unserem ganzheitlichen Leistungsspektrum und einer ausgezeichneten fachlichen Expertise“, sagt Franklin Hünger, Partner bei PKF Fasselt Schlage in Duisburg.  
PKF Fasselt Schlage gehört zu den führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen in Deutschland. Die mittelständisch geprägte, unabhängige und partnergeführte Gesellschaft beschäftigt an 10 Standorten insgesamt mehr als 650 Personen, davon rund 200 Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte, viele von ihnen mit Mehrfachqualifikation.  

Dieselfahrverbote

Leipzig/Berlin/Duisburg, 27. Februar 2018
Dieselfahrverbote als Folge des Abgasskandals - BZ-auf ein Wort: Verzockt!

IHK zur Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes bezüglich Dieselfahrverbote

Matthias Wulfert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve: „In Duisburg und am Niederrhein sind Fahrverbote derzeit kein Thema. Verbote in Düsseldorf oder Essen beträfen jedoch auch unsere Unternehmen. Für Lieferanten, Berufspendler und Kunden stellen sie einen massiven Eingriff in die Bewegungsfreiheit dar. Es ist im Interesse der Wirtschaft an Rhein und Ruhr, dass Kommunen und Bezirksregierung jetzt mit Augenmaß entscheiden. Für Lieferanten, Paketdienstleister oder Servicefahrzeuge bräuchten wir auf jeden Fall großzügige Ausnahmen.“  

 

Verzockt!

Jetzt ist ein Urteil da, das auch zu Konsequenzen führen muss - bei den deutschen Autobauern. Genauer gesagt bei den Schummlern in Sachen Abgase - nicht aber bei den Dieselnutzern. Wie kann es sein, dass in den USA die Schummler zur Kasse gebeten werden, hier in Deutschland aber nicht? Wieso müssen nur Appelle her, dass die Autobauer auf ihre Kosten nachrüsten müssten? Wie kann es sein, dass die Chefs wie Zetsche und Co. analog zu den Bänkern noch Millionen an Boni erhalten, die Käufer aber draufzahlen sollen?

Der verunsicherte Bürger mit im guten Glauben gekauften Dieselfahrzeugen und die unzähligen Händler, Lieferanten, Handwerksunternehmen und wer auch immer müssen von diesen Betrügern geschützt werden. Es muss das Verursacher-Prinzip gelten und eine  gesetzliche Grundlage dafür geben - und es muss jetzt passieren. Das heutige Urteil der Leipziger Richter könnte endlich Bewegung in die Schummelaffäre bringen. BZ-Kommentar Harald Jeschke

 

Nach Gerichtsurteil zu Diesel-Fahrverboten ÖPNV stärken
Haus & Grund fordert Vorleistung der Städte
 
Nach dem heutigen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu Diesel-Fahrverboten fordert der Interessenverband der privaten Haus- und Wohnungseigentümer Haus & Grund, dass Pendler durch mögliche Fahrverbote nicht benachteiligt werden dürfen.
„Wenn es den Städten nicht gelingt, schnell für attraktive Alternativen zum Individualverkehr zu sorgen, wird der Zuzug in die Zentren weiter verstärkt – mit allen negativen Konsequenzen“, warnte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke.   Auch ohne Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge ist es laut Haus & Grund geboten, das Umland und die ländlichen Räume so anzubinden, dass die Wohnungsmärkte in den begehrten Innenstädten entlastet werden. Diese Aufgabe sei nun dringlicher denn je, betonte Warnecke. Eine moderne Infrastruktur sei dafür zwingend notwendig, sei es in Form einer besseren Anbindung durch den öffentlichen Personennahverkehr oder auch durch moderne Datenleitungen.  

Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge sind laut Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich zulässig. Zu prüfen ist die Verhältnismäßigkeit wobei eine bundesweite Regelung dafür nicht notwendig ist, verkündte heute der Vorsitzende Richter Andreas Korbmacher.

Leipzig, 27. Februar 2018 - Im Urteil ist die Rede von Übergangsfristen und einer peu à peu Einführung von Fahrverboten, aber mit Ausnahmeregelungen für Handwerker und Anwohner).

 

Mit zwei Urteilen hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute die Sprungrevisionen der Länder Nordrhein-Westfalen (BVerwG 7 C 26.16) und Baden-Württemberg (BVerwG 7 C 30.17) gegen erstinstanzliche Gerichtsentscheidungen der Verwaltungsgerichte Düsseldorf und Stuttgart zur Fortschreibung der Luftreinhaltepläne Düsseldorf und Stuttgart überwiegend zurückgewiesen.

Allerdings sind bei der Prüfung von Verkehrsverboten für Diesel-Kraftfahrzeuge gerichtliche Maßgaben insbesondere zur Wahrung der Verhältnismäßigkeit zu beachten. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf verpflichtete das Land Nordrhein-Westfalen auf Klage der Deutschen Umwelthilfe, den Luftreinhalteplan für Düsseldorf so zu ändern, dass dieser die erforderlichen Maßnahmen zur schnellstmöglichen Einhaltung des über ein Jahr gemittelten Grenzwertes für Stickstoffdioxid (NO) in Höhe von 40 µg/m³ im Stadtgebiet Düsseldorf enthält.

Der Beklagte sei verpflichtet, im Wege einer Änderung des Luftreinhalteplans weitere Maßnahmen zur Beschränkung der Emissionen von Dieselfahrzeugen zu prüfen. Beschränkte Fahrverbote für bestimmte Dieselfahrzeuge seien rechtlich und tatsächlich nicht ausgeschlossen.
Das Verwaltungsgericht Stuttgart verpflichtete das Land Baden-Württemberg, den Luftreinhalteplan für Stuttgart so zu ergänzen, dass dieser die erforderlichen Maßnahmen zur schnellstmöglichen Einhaltung des über ein Kalenderjahr gemittelten Immissionsgrenzwertes für NOin Höhe von 40 µg/m³ und des Stundengrenzwertes für NOvon 200 µg/m³ bei maximal 18 zugelassenen Überschreitungen im Kalenderjahr in der Umweltzone Stuttgart enthält.

Der Beklagte habe ein ganzjähriges Verkehrsverbot für alle Kraftfahrzeuge mit Dieselmotoren unterhalb der Schadstoffklasse Euro 6 sowie für alle Kraftfahrzeuge mit Ottomotoren unterhalb der Schadstoffklasse Euro 3 in der Umweltzone Stuttgart in Betracht zu ziehen. Die verwaltungsgerichtlichen Urteile sind vor dem Hintergrund des Unionsrechts überwiegend nicht zu beanstanden. Unionsrecht und Bundesrecht verpflichten dazu, durch in Luftreinhalteplänen enthaltene geeignete Maßnahmen den Zeitraum einer Überschreitung der seit 1. Januar 2010 geltenden Grenzwerte für NOso kurz wie möglich zu halten.

Entgegen der Annahmen der Verwaltungsgerichte lässt das Bundesrecht zonen- wie streckenbezogene Verkehrsverbote speziell für Diesel-Kraftfahrzeuge jedoch nicht zu. Nach der bundesrechtlichen Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung („Plakettenregelung“) ist der Erlass von Verkehrsverboten, die an das Emissionsverhalten von Kraftfahrzeugen anknüpfen, bei der Luftreinhalteplanung vielmehr nur nach deren Maßgaben möglich (rote, gelbe und grüne Plakette).

Mit Blick auf die unionsrechtliche Verpflichtung zur schnellstmöglichen Einhaltung der NO-Grenzwerte ergibt sich jedoch aus der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union, dass nationales Recht, dessen unionsrechtskonforme Auslegung nicht möglich ist, unangewendet bleiben muss, wenn dies für die volle Wirksamkeit des Unionsrechts erforderlich ist.
Deshalb bleiben die „Plakettenregelung“ sowie die StVO, soweit diese der Verpflichtung zur Grenzwerteinhaltung entgegenstehen, unangewendet, wenn ein Verkehrsverbot für Diesel-Kraftfahrzeuge sich als die einzig geeignete Maßnahme erweist, den Zeitraum einer Nichteinhaltung der NO-Grenzwerte so kurz wie möglich zu halten
.

Hinsichtlich des Luftreinhalteplans Stuttgart hat das Verwaltungsgericht in tatsächlicher Hinsicht festgestellt, dass lediglich ein Verkehrsverbot für alle Kraftfahrzeuge mit Dieselmotoren unterhalb der Schadstoffklasse Euro 6 sowie für alle Kraftfahrzeuge mit Ottomotoren unterhalb der Schadstoffklasse Euro 3 in der Umweltzone Stuttgart eine geeignete Luftreinhaltemaßnahme darstellt.

Bei Erlass dieser Maßnahme wird jedoch - wie bei allen in einen Luftreinhalteplan aufgenommenen Maßnahmen - sicherzustellen sein, dass der auch im Unionsrecht verankerte Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt. Insoweit ist hinsichtlich der Umweltzone Stuttgart eine phasenweise Einführung von Verkehrsverboten, die in einer ersten Stufe nur ältere Fahrzeuge (etwa bis zur Abgasnorm Euro 4) betrifft, zu prüfen.

Zur Herstellung der Verhältnismäßigkeit dürfen Euro-5-Fahrzeuge jedenfalls nicht vor dem 1. September 2019 (mithin also vier Jahre nach Einführung der Abgasnorm Euro 6) mit Verkehrsverboten belegt werden. Darüber hinaus bedarf es hinreichender Ausnahmen, z.B. für Handwerker oder bestimmte Anwohnergruppen. Hinsichtlich des Luftreinhalteplans Düsseldorf hat das Verwaltungsgericht festgestellt, dass Maßnahmen zur Begrenzung der von Dieselfahrzeugen ausgehenden Emissionen nicht ernsthaft in den Blick genommen worden sind. Dies wird der Beklagte nachzuholen haben.

Ergibt sich bei der Prüfung, dass sich Verkehrsverbote für Diesel-Kraftfahrzeuge als die einzig geeigneten Maßnahmen zur schnellstmöglichen Einhaltung überschrittener NO-Grenzwerte darstellen, sind diese - unter Wahrung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit - in Betracht zu ziehen.
Die StVO ermöglicht die Beschilderung sowohl zonaler als auch streckenbezogener Verkehrsverbote für Diesel-Kraftfahrzeuge. Der Vollzug solcher Verbote ist zwar gegenüber einer „Plakettenregelung“ deutlich erschwert. Dies führt allerdings nicht zur Rechtswidrigkeit der Regelung. BVerwG 7 C 26.16 - Urteil vom 27. Februar 2018 Vorinstanz: VG Düsseldorf, 3 K 7695/15 - Urteil vom 13. September 2016 - BVerwG 7 C 30.17 - Urteil vom 27. Februar 2018 Vorinstanz: VG Stuttgart, 13 K 5412/15 - Urteil vom 26. Juli 2017 -

 

EU mitgestalten: Dialogforum für Unternehmer Staatssekretär Dr. Mark Speich zu Gast bei IHK

Duisburg, 26. Februar 2018 - Unternehmer können sich aktiv an der Diskussion um die Zukunft Europas beteiligen und mit EU-Experten über ihre Wünsche und Vorstellungen sprechen. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve lädt am Freitag, 16. März, zur EU-Roadshow. Dabei geht es um die Chancen und Möglichkeiten für die Wirtschaft am Niederrhein: Welche Vorteile bietet der Binnenmarkt für Unternehmen? Wie soll die EU weltweiten Freihandel aktiv mitgestalten?  
Mit dabei sind: Dr. Mark Speich, Staatssekretär im Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa sowie Internationales, die beiden EU-Parlamentarier Karl-Heinz Florenz und Jens Geier sowie Prof. Dr. Henrik Müller vom Institut für Journalistik an der Technischen Universität Dortmund. Neben dem Impulsvortrag findet ein Austausch in drei interaktiven Sessions statt. Dabei werden die Themen Bürokratieabbau, Mobilität sowie Energie, Klima und Umwelt im Fokus stehen.  
Die kostenlose Veranstaltung findet statt am Freitag, 16. März, von 10 bis 12:15 Uhr, in der Niederrheinische IHK, Mercatorstraße 22–24, 47051 Duisburg. Anmeldung online bis zum 6. März unter www.ihk-niederrhein.de/Veranstaltungen-EU-Roadshow-2018.

IHK-Zertifikatslehrgang „Immobilienmakler/-in“  

Duisburg, 20. Februar 2018 - Für Immobilienmakler ist fundiertes Wissen im technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Bereich von Immobilien erforderlich, damit er seine Kunden zielorientiert beraten kann. Der Zertifikatslehrgang „Immobilienmakler/-in“ der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve vermittelt sowohl die erforderlichen Hard Skills über Immobilien als auch die notwendigen Soft Skills in Vermarktung und Vertrieb. Denn nicht nur ein fundiertes Wissen ist unerlässlich, sondern auch Kenntnisse in der Vermarktung und den Vertriebswegen, damit die Immobilie erfolgreich am Markt gehandelt wird.  
Der IHK-Zertifikatslehrgang findet vom 27. Februar bis 21. Juni in der IHK in Duisburg statt. Informationen und Anmeldung bei Sabrina Giersemehl, Telefon 0203 2821-382, E-Mail giersemehl@niederrhein.ihk.de.

 

Ausbildung bei ArcelorMittal Duisburg:
Arbeitgeber und Arbeitnehmer ziehen an einem Strang

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und GFW-Chef Ralf Meurer im Wirtschaftsdialog  
Duisburg, 9. Februar 2018 -  Duisburg ist nach wie vor Stahlstandort Nummer 1 und die Branche auch in der strukturgewandelten Mercatorstadt ein wichtiger Arbeitgeber. Die ArcelorMittal Hochfeld GmbH zählt zu den großen Playern der Stahlindustrie. War die Drahtstraße vor kurzem noch in Hochfeld verortet, ist diese jetzt nach Ruhrort verlagert worden – der Unternehmensname ist dabei aber erhalten geblieben.  
Circa 500 Bewerber sind es, die sich jährlich für eine Ausbildung im Unternehmen interessieren. Rund 250 von ihnen werden zu Einstellungstests eingeladen, wovon am Ende mindestens zehn pro Jahr die Chance erhalten, hier ihre berufliche Laufbahn zu beginnen – als Industrie- oder Verfahrensmechaniker, Elektriker für Betriebstechnik, Werkstoffprüfer oder Industriekaufleute sowie Fachinformatiker. Dreieinhalb Jahre dauert die Ausbildung in der Regel; die meisten  Azubis sind bereits 18 Jahre, wenn sie starten.
Der überwiegende Teil wird durch Familie, Freunde oder Bekannte auf das Unternehmen als potenziellen Arbeitgeber aufmerksam. 76 Auszubildende in sechs Berufsgruppen zählte die ArcelorMittal Hochfeld GmbH Ende Januar; bei erfolgreichem Abschluss werden sie grundsätzlich übernommen.

Die ‚Metaller‘ verfügen traditionell über starke Gewerkschaften. Und das ist auch gut so, wurde hier doch bereits in Vergangenheit und Gegenwart daran geschraubt, Beschäftigung und Ausbildung fit für die Zukunft zu machen – gemeinsam und konstruktiv“, betont Duisburgs Stadtoberhaupt Sören Link. Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg), der die Stadtspitze in der Wirtschaftsdialogreihe begleitet, bekräftigt: „Wer in die Ausbildung seiner Mitarbeiter investiert und Übernahmeoptionen in Aussicht stellt, der erhält motivierte Fachkräfte mit Standortbindung. Das hier zwischen den Betriebsparteien geschlossene Ausbildungs- und Beschäftigungsbündnis schafft und sichert Arbeitsplätze.“

Oberbürgermeister Link weiß um die Signalwirkung: „Der Stahl hat noch immer Strahlkraft; die Stahlindustrie ist und bleibt wichtig für unsere Stadt. Daher freue ich mich umso mehr über die überaus guten Vorjahreszahlen des Konzerns.“  
„Im Bereich von Ausbildung und Beschäftigung konnten wir einen Konsens erzielen, der allen Beteiligten bis 2022 Sicherheit und Stabilität verschafft, um sich mit ganzer Kraft für das Unternehmen einzusetzen. In unserem Duisburger Werk wird Stahl höchster Qualität produziert. Von Menschen, die ihr Handwerk von der Pike auf erlernen und sich stetig weiterbilden. Nur so können wir die Güte unseres Rohstoffs gewährleisten; nur so bleiben wir auch künftig marktfähig gegenüber Mitbewerbern“, bekräftigt Paul Tetteroo, Vorsitzender der Geschäftsführung von ArcelorMittal Hochfeld GmbH, ArcelorMittal Duisburg Service GmbH und ArcelorMittal Duisburg GmbH.

Arbeitsdirektor Michael Maas: „Unsere Mitarbeiter sind im Schnitt rund 49 Jahre alt; das allein schon führt uns vor Augen, dass wir auch an die Zukunft denken müssen. Wenn wir im eigenen Unternehmen ausbilden, wissen wir, dass wir auch morgen unsere Qualitätsansprüche am Markt werden behaupten können. Um frühzeitig die Auszubildenden von morgen für uns zu entdecken, setzen wir auf Kooperationspartner in Schulen wie das Albert-Einstein-Gymnasium Rumeln und die Gesamtschule Meiderich. Darüber hinaus haben wir auch mit Studienabbrechern überaus gute Erfahrungen gemacht, die jetzt zum Beispiel als ausgebildete Werkstoffprüfer bei uns arbeiten. Ferner bieten wir die Möglichkeit, bei ArcelorMittal als Werksstudent anzufangen, um hier auch die Bachelor- und Masterarbeit zu schreiben.“  

Wolfgang Kleber, Betriebsratsvorsitzender der ArcelorMittal Hochfeld GmbH, erklärt mit Nachdruck: „Wir haben hier im Betrieb schone eine Menge erreichen können und noch viel vor. Die Belegschaft kann auf uns bauen. Auch wissen wir es zu schätzen, dass Stadtspitze, Politik und Wirtschaftsförderung mit uns im Gespräch bleiben und ein offenes Ohr für unsere Belange haben. Wir ziehen hier an einem Strang und glauben fest an diesen Standort, für den wir uns einsetzen.       

Drei Ausbilder sind es, die in der Ausbildungswerkstatt die Fachkräfte in spe an ihre Aufgaben heranführen. Jens Pause, Wolfgang Knobus und Ulrich Schmid vermitteln und unterweisen Kenntnisse an Dreh- und Fräsmaschinen, im elektrotechnischen Bereich sowie grundlegende Kenntnisse über den Produktionsprozess. In der Werkstatt entstehen Werkstücke, im Betrieb lernen die Auszubildenden von den Kollegen, die auch betriebliche Aufträge erteilen.
Damit alles gelingt, hat der Ausbilder seine Schützlinge im Blick. Schließlich will der ordnungsgemäße Umgang mit Handschleifgeräten und Druckluftmaschinen gelernt sein. Der Stahl wird mittels innovativer Technik oberflächengeprüft: treten dabei farbliche Markierungen zutage, zeugt dies von Materialschäden. Die Risse sind dann per Hand wegzuschleifen. Wenn das nicht hilft, kann der Stahl nur noch als Schrott zum Einsatz kommen.
Dank bestens ausgebildeter Fachkräfte kommt es aber quasi gar nicht erst dazu. In Duisburg-Hochfeld wird Stahl erzeugt, der in der Automobilindustrie weiterverarbeitet wird: als Kurbelwellen für große Lkw, als Draht für Schrauben, Bolzen und Kupplungsstangen, als Ventilfederstahl, als Feder in PKWs, aber auch als Feder in Kugelschreibern oder dem Draht, der den Verschluss von Champagnerflaschen krönt.  
„Wir leben und lieben Stahl. Unsere Arbeit und unser Duisburg. Mit Herzblut sind wir dabei. Das allein ist die erste Voraussetzung. Die zweite ist, die Ärmel hochzukrempeln und für den Standort zu trommeln. Und genau das wollen wir an die uns im Betrieb Nachfolgenden weitergeben“, schließt Kleber.                     

Ziehen in Duisburg an einem Strang: Michael Maas (Arbeitsdirektor, ArcelorMittal), Wolfgang Kleber (Betriebsratsvorsitzender, ArcelorMittal), Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, Paul Tetteroo (Vorsitzender der Geschäftsführung, ArcelorMittal), Sarah Blum (Auszubildende, ArcelorMittal), Iwan Manilov (Auszubildender, ArcelorMittal) und Ralf Meurer (Geschäftsführer, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH); Urheber: Uwe Köppen, Nutzungsrechte: Stadt Duisburg 


Jubiläum bei thyssenkrupp in Duisburg: Moderne TAKO-Anlage produziert die 30millionste Tonne Stahlblech für die Automobilindustrie

Duisburg, 8. Februar 2018 - Seit dem 26. März 2001 produziert in Duisburg-Beeckerwerth die sogenannte TAKO, das bei der Inbetriebnahme weltweit modernste Kaltwalzwerk seiner Art. Nach fast 17 Jahren Laufzeit kann die Stahlsparte von thyssenkrupp und die rund 120 Mitarbeiter an der Anlage bereits ein Jubiläum feiern: Die TAKO fertigte jetzt die 30millionste Tonne Feinblech.  

Das Kürzel TAKO steht für eine Hightech-Tandemstraße, die mit einer Beize gekoppelt wurde. Dies ermöglicht einen kontinuierlichen Produktionsprozess. Rollen aus Flachstahl, sogenannte Warmbandcoils, werden zu einem Endlosband verbunden und im Beizbecken vom Zunder befreit. Danach erfolgt eine Umlenkung des Bandes um 90 Grad in die Tandemstraße. Dort wird das Material unter Einsatz modernster Technologien zu Feinblech ausgewalzt.  

Über die TAKO-Anlage beliefert thyssenkrupp Steel Europe die Kunden mit extrem breiten und dünnen kaltgewalzten Feinblechen. Spezielle Einrichtungen sorgen beim Walzprozess über die gesamte Breite bis zu den Kanten für eine gleichmäßige Dicke des Bandes mit geringsten Toleranzen. Die Banddicke kann auf ein Tausendstel Millimeter genau gewalzt werden. Über die Tandemstraße werden vor allem hochfeste Mehrphasenstähle für den automobilen Leichtbau hergestellt.

„Durch den kontinuierlichen Prozess erreichen wir eine sehr hohe Qualität im Hinblick auf die Oberflächen“, betont Thomas Hülser, Leiter  Beizen und Walzen im Kaltwalzwerk Beeckerwerth. Die Anlage befindet sich nach wie vor auf dem neuesten Stand der Technologie. So werden unter anderem künstliche neuronale Netze eingesetzt, um lernfähige technische Systeme aufzubauen.


BZ Stolzes Jubiläum: Das Team freut sich über die 30millionste Tonne Stahlblech, die von der TAKO-Anlage bei thyssenkrupp in Duisburg produziert worden ist./ Foto: thyssenkrupp)

IHK startet WE DO DIGITAL-Initiative

Digital-Macher bringen Deutschland voran - Auszeichnung digitaler Erfolgsstorys
Duisburg, 07. Februar 2018 - Die Digitalisierung hat viele Gesichter. Mit der Initiative WE DO DIGITAL stellen die IHKs in ganz Deutschland insbesondere kleinere Unternehmen vor, die – vielleicht auch mit kleinen Verbesserungen – von den neuen Möglichkeiten profitieren.  Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern können ihre Erfolgsstory unter www.WeDoDigital.de einreichen. Die Gewinner werden am 12. Juni auf der CEBIT in Hannover ausgezeichnet.  
„Wir suchen digitale Erfolgsstories aus Betrieben“, sagt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer. „Gute Lösungsansätze bei IT-Sicherheit, Qualifizierung der Mitarbeiter oder Finanzierung können anderen Unternehmen Mut machen.“
Die Initiative WE DO DIGITAL eröffnet Betrieben die Chance, selbst einen wichtigen Beitrag zur digitalen Transformation in Deutschland zu leisten. „Jedes Unternehmen vom Niederrhein, das eine digitale Geschichte zu erzählen hat, sollte sich bewerben. Lassen Sie die Öffentlichkeit an Ihren Erfahrungen teilhaben“, appelliert Dietzfelbinger.
Die Ergebnisse aus dem Jahr 2017 zeigen das große Spektrum an Erfolgsgeschichten: Vom Betrieb, der Kinder zu Spielzeugdesignern macht, über den Unternehmer, der innovative 3D-Technologielösungen entwickelt, bis hin zum Erfinder einer App für die ganzheitliche medizinische Versorgung. Im vergangenen Jahr nahmen 262 Unternehmen aus 147 Orten in Deutschland an der Initiative teil. Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung: Susanne Hoß, Telefon 0203 2821-269, E-Mail hoss@niederrhein.ihk.de

Stärken nutzen. Impulse für die Zukunft der Region Niederrhein

Duisburg, 6. Februar 2018 - Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart trifft sich mit dem Lenkungskreis der Region NiederRhein an der Hochschule Rhein-Waal in Kleve Über Strategien und Projekte für eine zukunftsfähige Regionalentwicklung sprach Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen im Senatssaal der Hochschule Rhein-Waal mit dem Lenkungskreis der Region NiederRhein.
Die Region NiederRhein umfasst die Stadt Duisburg, den Kreis Wesel und den Kreis Kleve. Im Lenkungskreis legen die Spitzen der Gebietskörperschaften, der Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und Kammern, der Arbeitsverwaltung und der Gleichstellung die strategischen Entwicklungslinien der Region fest und beraten über Projekte mit gesamtregionaler Bedeutung.
Im April 2018 wird das Wirtschafts- und Digitalmin
isterium des Landes Nordrhein-Westfalen den Projektaufruf „Regio.NRW 2018“ für zukunftsweisende und innovative Projekte in den Regionen starten. „Gesucht sind regional wirksame Projekte, die einen Beitrag zur Standortentwicklung leisten“, so Minister Pinkwart. „Mit dem Projektaufruf möchten wir die regionale Zusammenarbeit und Kooperation der Kommunen, der Hochschulen und der Kammern fördern.“
Voranbringen wolle man damit laut den Worten des Ministers unter anderem die digitale Innovationskraft für die klassische Industrie, den Mittelstand und Start-ups. Die Region NiederRhein hat sich schon im vergangenen Jahr mit Ideenworkshops auf den Weg gemacht und ihre Themenfelder für die Zukunft abgesteckt.

Landrat Spreen, Vorsitzender des Lenkungskreises beschrieb diese Themenfelder und unterstrich die geographische Lage der Region in Nachbarschaft zu den Niederlanden: „Unter der Überschrift ‚Der NiederRhein als Innovationsregion‘ machen wir uns mit Innovation Labs - auch in Kooperation mit den Niederlanden – ‚auf den Weg‘. Für die Region ist es von Bedeutung, die bisherigen Ansätze der intelligenten Spezialisierung von technologieorientierten Branchen weiterzudenken.“

Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer, fasste diesen strategischen Ansatz zusammen: „Eine enge Vernetzung von Forschung und Lehre, von Technologie-Transferzentren und Beratungsstellen mit den Unternehmen am Niederrhein schafft ein Klima, in dem neue Geschäftsmodelle entwickelt, Start-Ups sprießen und Innovationen heranwachsen können.“

Stadtdirektorin Prof. Dr. Dörte Diemert unterstrich dabei die 30jährige Tradition der Zusammenarbeit der Stadt Duisburg und der Kreise Wesel und Kleve. „In vielen Projekten haben wir gezeigt, dass wir in Zusammenarbeit neue Herausforderungen ideenreich meistern können.“
„Der NiederRhein ist damit eine grenzüberschreitende Modellregion für Innovationen und Digitalisierung“, so beschrieb es Dr. Ansgar Müller, Landrat des Kreises Wesel. Die Region NiederRhein ist „gut aufgestellt“, fasste Landrat Spreen abschließend zusammen und betonte dabei die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der innovationsorientierten Regionalpolitik. „‘Voneinander lernen, voneinander profitieren‘ ist eine gelebte Stärke unserer Region.“  

Von links: Burkhard Beyersdorff, Stabstellenleiter, Stabstelle für Wahlen, Europaangelegenheiten und Informationslogistik, Stadt Duisburg -  Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, Unternehmerverbandsgruppe, Duisburg -  Lothar Hellmann, Mitglied des Vorstands, Handwerkskammer Düsseldorf - Silke Lamers, Gleichstellungsbeauftragte, Kreis Kleve - Wolfgang Spreen, Landrat Kreis Kleve - Magdalena Kowalczyk, Regionalagentur NiederRhein - Gabriel Spitzner, Leiter der Regionalagentur NiederRhein - Prof Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen - Dominik Blechschmidt, Bereichsleiter, Agentur für Arbeit Duisburg - Dr. Heide Naderer, Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal - Dr. Ralf Sibben, Hauptgeschäftsführer, Unternehmerschaft Niederrhein, Krefeld -  Professor Dr. Rolf Becker, Hochschule Rhein-Waal - Dr. Ansgar Müller, Landrat Kreis Wesel - Werner Rous, Geschäftsführer, jobcenter Duisburg - Holger Olbrich, Abteilungsleiter Abteilung 3, Bezirksregierung Düsseldorf - Prof. Dr. Dörte Diemert, Stadtdirektorin/Stadtkämmerin, Stadt Duisburg - Doede Sijtsma, Deutschland Beauftragter der Provinz Gelderland, Niederlande - Barbara Ossyra, Vorsitzende der Geschäftsführung, Agentur für Arbeit Wesel -  Klaus Krumme, Geschäftsführer, Zentrum für Logistik und Verkehr, Universität Duisburg-Essen - Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer, Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg  


Stadt und Emschergenossenschaft unterzeichnen Kooperationserklärung

Duisburg, 6. Februar 2018 - Bereits am 15. Mai 2014 haben die Emscherkommunen und die Emschergenossenschaft eine gemeinsame Absichtserklärung zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ unterzeichnet. Aus der reinen Absichtserklärung ist mittlerweile eine feste Kooperationserklärung geworden – am heutigen Dienstag wurde sie im Duisburger Rathaus von den Beigeordneten Carsten Tum und Dr. Ralf Krumpholz sowie dem Technischen Vorstand der Emschergenossenschaft, Dr. Emanuel Grün, unterzeichnet.
Im Zentrum der Zukunftsinitiative stehen die Handlungs- und Gestaltungsperspektiven, die mit dem innovativen Leitbild der „Integralen Wasserwirtschaft“ in der Stadtentwicklung verbunden sind   Eine integrale Wasserwirtschaft ist von immenser Bedeutung und leistet einen wichtigen Beitrag für das Leben in den Städten von morgen. Mit der „Zukunftsvereinbarung Regenwasser“ hatten die Emscherkommunen gemeinsam mit der Emschergenossenschaft und dem Land Nordrhein-Westfalen schon 2005 einen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht.  
„Wir alle wissen, dass das Thema Wasser und Wasserbewirtschaftung eines der zentralen Zukunftsthemen ist. Ich begrüße sehr den interdisziplinären Ansatz und die Kooperation mit den Städten und der Emschergenossenschaft und verspreche mir davon wichtige Impulse für die konkrete Bebauungs-, Grün- und Quartiersplanung“, sagt Beigeordneter Carsten Tum zur Motivation der Stadt Duisburg, der Kooperation beizutreten.  
Dr. Emanuel Grün, Technischer Vorstand der Emschergenossenschaft: „Was wir in der Kooperation mit den Kommunen erreichen wollen, ist eine wassersensible Stadtentwicklung, die den Schutz vor Naturereignissen wie Starkregen, Sturzfluten und Hochwasser beinhaltet. Zugleich kann Wasser in der Stadt geradezu ein Motor für die Aufwertung von Stadtteilen sein. Und nicht zuletzt stellen viele dieser Maßnahmen eine exzellente Klima-Anpassung dar“.  
In Duisburg sind in der vergangenen Dekade zahlreiche Projekte umgesetzt worden. Zum Beispiel wurden an der Gesamtschule Globus am Dellplatz Flächen von der Kanalisation abgekoppelt. Durch Dachbegrünung, Versickerung und Nutzung des Regenwassers wurde dabei eine breite Palette von Maßnahmen verwirklicht, die ermutigende Schritte zu einem auf Nachhaltigkeit angelegten Schulbetrieb aufzeigen. Das Interesse der Schüler am Projekt war von Beginn der Arbeiten an hoch.
„Aus diesem Erstansatz heraus wurden drei weitere Schulen für die Projektumsetzung identifiziert“, ergänzt Beigeordneter Dr. Ralf Krumpholz.   Das Christophorus-Werk in Meiderich besteht aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Gebäuden unmittelbar an der Alten Emscher. Zur Bewirtschaftung des Regenwassers wurde zuerst eine Ableitung in die Alte Emscher erwogen. Aufgrund der guten örtlichen Bodenverhältnisse kommt aber stattdessen eine Versickerung in dezentralen Mulden-Rigolen zum Einsatz. Insgesamt konnten rund 6.500 Quadratmeter  Dach-, Wegeflächen und Straßen von der Kanalisation abgekoppelt werden.  
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Vernetzung der unterschiedlichen Fachbereiche. Die Anpassung an den Klimawandel ist eine elementare Aufgabe aller Planungsbereiche. Der Umgang mit dem Regenwasser als Bestandteil der integralen Wasserwirtschaft in Siedlungsgebieten ist ein Leitthema für nahezu alle Ziele. Wasserwirtschaft hat damit eine tragende Rolle in der Stadtgestaltung und Stadtentwicklung.  
Die Vernetzung von Grünzügen und Wasserachsen, temperaturregulierende Wasserflächen, dezentrale Puffer- und Speicherräume zum Rückhalt von Starkregen, die Gestaltung von urbaner Landschaft mit der Bewirtschaftung von Regenwasser sind elementare Bestandteile in der ökologischen Stadtentwicklung und der Anpassung und Minderung der Folgen des Klimawandels. Die weitere Kooperation soll der Region nun neue Zukunftsperspektiven durch deutlich mehr interdisziplinäre Zusammenarbeit bieten.  
Auf Basis der Absichtserklärung hat der Rat der Stadt Duisburg im September 2017 entsprechende Beschlüsse gefasst. Zur Abrundung wurde nunmehr die entsprechende Kooperationserklärung zwischen der Stadt Duisburg und der Emschergenossenschaft, unterzeichnet.  
Die Emschergenossenschaft setzt im Rahmen der Zusammenarbeit mit Duisburg und anderen Kommunen auch das Modul „ZuGaBe“ ein. Die Abkürzung steht für „Zukunftschancen ganzheitlich betrachten“. Dabei geht es um ein praxisorientiertes GIS-gestütztes Planungsinstrument. Das Programm zeigt Potenziale auf, wie integrale Wasserwirtschaft und Stadtplanung mit anderen Fachdisziplinen zusammenwirken können. Es hilft, Synergien zwischen verschiedenen Handlungsfeldern zu erkennen und Chancen für eine Stadtentwicklung mit Blick auf Wasserthemen zu ermitteln.  

 

 

Wettbewerbsbehörden genehmigen Übernahme der Buwog AG durch Vonovia

Bochum/Duisburg, 6. Februar 2018 - Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde hat die Freigabe für den Zusammenschluss der Vonovia SE mit Sitz in Bochum und der Wiener Buwog AG erteilt. Das deutsche Bundeskartellamt hatte den Zusammenschluss bereits im Januar genehmigt. Die Zustimmung beider Wettbewerbsbehörden ist Voraussetzung, um das freiwillige öffentliche Übernahmeangebots zu vollziehen.


Ziel der Übernahme ist es, den Wohnungsbestand von Vonovia (350.000 Wohnungen) mit dem der Buwog (49.000 Wohnungen in Deutschland und Österreich) zusammenzuführen. Nach der Übernahme erwartet Vonovia operative Kostenvorteile in Höhe von rund 30 Millionen Euro pro Jahr, die sich aus der gemeinsamen Bewirtschaftung der beiden Portfolien ergeben. Vonovia ist Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen. Infos: www.vonovia.de (idr).

IHK-Konjunkturbarometer erreicht Spitzenwert

Gute Wirtschaftssituation verschärft Fachkräftemangel

 

Duisburg, 6. Februar 2018 - Zu Jahresbeginn beurteilt rund die Hälfte aller Betriebe die Geschäftslage als gut, nur noch 7 Prozent zeigen sich unzufrieden. Damit hat sich die wirtschaftliche Situation der Unternehmen am Niederrhein bereits zum vierten Mal in Folge weiter verbessert und erreicht nun einen Spitzenwert. Auch der Blick in die Zukunft gestaltet sich optimistisch. Das Sorgenkind der Wirtschaft bleibt der Fachkräftemangel. Diese Ergebnisse gehen aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve hervor, an der sich 294 Unternehmen mit insgesamt rund 41.000 Beschäftigten beteiligt haben.

 

Die Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage ungebrochen positiv. Gut gefüllte Auftragsbücher, florierende Exporte und eine anhaltend hohe Konsumnachfrage im Inland lassen die Unternehmen zudem optimistisch in die Zukunft blicken. Die Hoffnung spiegelt sich auch in den Geschäftserwartungen der Unternehmen wider. 26 Prozent der befragten Betriebe erwarten eine weitere Verbesserung der wirtschaftlichen Lage. Bemerkenswert ist, dass branchenübergreifend lediglich 7 Prozent eine Verschlechterung fürchten. Der Konjunkturklimaindex, der Lage und Erwartungen zusammenfassend widerspiegelt, steigt damit von 124 auf 130 Punkte und erreicht so seinen zweithöchsten Wert. 

Die gute Stimmung kann auch nicht durch die schleppende Regierungsbildung in Berlin getrübt werden. Die Sorgen der Unternehmen um die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sind im Vergleich zum Herbst 2017 von 54 Prozent auf 45 Prozent gesunken. „Dazu dürften zum Teil auch die beschlossenen und angekündigten Entfesselungspakete der neuen NRW-Landesregierung beigetragen haben. Der wirtschaftspolitische Kurs zeigt in die richtige Richtung“, konstatiert Dr. Stefan Dietzfelbinger, IHK-Hauptgeschäftsführer. „Wir setzen darauf, dass auch die neue Bundesregierung weitere Spielräume für die Unternehmen schafft. Fachkräftesicherung, Bürokratieabbau, Energiekosten senken, Breitbandausbau und Infrastrukturerneuerung gehören ganz oben auf die politische Agenda.“

 

Unternehmen investieren in Innovationen

Die günstige konjunkturelle Lage stärkt das Vertrauen der Unternehmen in den heimischen Standort. Branchenübergreifend planen 28 Prozent neue Investitionen im Inland; nur 8 Prozent wollen weniger investieren. Die Industriebetriebe zeigen sich besonders investitionsfreudig. Jedes dritte Unternehmen (30 %) setzt auf Mehrinvestitionen, lediglich 8 Prozent wollen ihre Budgets zurückfahren. Erfreulich ist, dass die Ausgaben verstärkt in Kapazitätserweiterung (35 %) und Produktinnovationen (27 %) fließen. Rationalisierungsmaßnahmen (24 %) sind hingegen als primäres Investitionsmotiv auf dem Rückzug.

 

Anziehende Strom- und Energiepreise belasten die Industrie

Inzwischen sehen wieder 47 Prozent der Industriebetriebe in den Energie und Rohstoffpreisen ein wirtschaftliches Risiko. „Am Niederrhein gibt es viele energieintensive Industrieunternehmen. Daher ist die regionale Wirtschaft im Verhältnis zum restlichen Ruhrgebiet von steigenden Energiepreisen besonders stark betroffen“, so Dietzfelbinger. „Ziehen die Preise wieder stärker an, gefährdet dies den Industriestandort Niederrhein in erheblichem Maße.“

 

Gute Konjunktur verschärft Fachkräftemangel

Durch die anhaltende Boom-Phase steigt der Personalbedarf der Betriebe weiter. Der Bedarf lässt sich zunehmend schwer decken, unter anderem durch den demographische Wandel. Inzwischen zeigt sich mehr als jeder zweite Betrieb (54 %) besorgt, zukünftig geeignete Mitarbeiter zu finden. Die Industrie ist in besonderem Maße betroffen: Beinahe zwei Drittel fürchten künftige Personalengpässe. Deshalb unterstützt die IHK die Unternehmen beim Thema Fachkräftebedarf und -ausbildung auf vielfältige Weise.

 

Der aktuelle Konjunkturbericht Niederrhein:
www.ihk-niederrhein.de/Konjunkturberichte

RWI-Gutachter: Entwicklung der NRW-Wirtschaft auf Bundesniveau

Die Zeichen stehen weiterhin auf Aufschwung: Die NRW-Wirtschaft könnte in den Duisburg, 5. Februar 2018 - Jahren 2017 und 2018 mindestens so stark expandieren wie in Deutschland insgesamt. Das ist das Ergebnis eines aktuellen Gutachtens vom Essener RWI (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung) im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums.
Für 2017 geht das Institut von einer Steigerung der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsleistung (BIP) um 2,4 Prozent aus, 0,2 Prozentpunkte mehr als im Bund. Für 2018 rechnen die Forscher mit einem Plus von 2,2 Prozent in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland insgesamt. (idr).

Stärken nutzen. Impulse für die Zukunft der Region Niederrhein

Duisburg, 2. Februar 2018 - Über Strategien und Projekte für eine zukunftsfähige Regionalentwicklung sprach Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen im Senatssaal der Hochschule Rhein-Waal mit dem Lenkungskreis der Region NiederRhein. Die Region NiederRhein umfasst die Stadt Duisburg, den Kreis Wesel und den Kreis Kleve.
Im Lenkungskreis legen die Spitzen der Gebietskörperschaften, der Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und Kammern, der Arbeitsverwaltung und der Gleichstellung die strategischen Entwicklungslinien der Region fest und beraten über Projekte mit gesamtregionaler Bedeutung. Im April 2018 wird das Wirtschafts- und Digitalministerium des Landes Nordrhein-Westfalen den Projektaufruf „Regio.NRW 2018“ für zukunftsweisende und innovative Projekte in den Regionen starten.
„Gesucht sind regional wirksame Projekte, die einen Beitrag zur Standortentwicklung leisten“, so Minister Pinkwart. „Mit dem Projektaufruf möchten wir die regionale Zusammenarbeit und Kooperation der Kommunen, der Hochschulen und der Kammern fördern.“ Voranbringen wolle man damit laut den Worten des Ministers unter anderem die digitale Innovationskraft für die klassische Industrie, den Mittelstand und Start-ups. Die Region NiederRhein hat sich schon im vergangenen Jahr mit Ideenworkshops auf den Weg gemacht und ihre Themenfelder für die Zukunft abgesteckt.
Landrat Spreen, Vorsitzender des Lenkungskreises beschrieb diese Themenfelder und unterstrich die geographische Lage der Region in Nachbarschaft zu den Niederlanden: „Unter der Überschrift ‚Der NiederRhein als Innovationsregion‘ machen wir uns mit Innovation Labs - auch in Kooperation mit den Niederlanden – ‚auf den Weg‘. Für die Region ist es von Bedeutung, die bisherigen Ansätze der intelligenten Spezialisierung von technologieorientierten Branchen weiterzudenken.“ Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer, fasste diesen strategischen Ansatz zusammen: „Eine enge Vernetzung von Forschung und Lehre, von Technologie-Transferzentren und Beratungsstellen mit den Unternehmen am Niederrhein schafft ein Klima, in dem neue Geschäftsmodelle entwickelt, Start-Ups sprießen und Innovationen heranwachsen können.“
Stadtdirektorin Prof. Dr. Dörte Diemert unterstrich dabei die 30jährige Tradition der Zusammenarbeit der Stadt Duisburg und der Kreise Wesel und Kleve. „In vielen Projekten haben wir gezeigt, dass wir in Zusammenarbeit neue Herausforderungen ideenreich meistern können.“

„Der NiederRhein ist damit eine grenzüberschreitende Modellregion für Innovationen und Digitalisierung“, so beschrieb es Dr. Ansgar Müller, Landrat des Kreises Wesel. Die Region NiederRhein ist „gut aufgestellt“, fasste Landrat Spreen abschließend zusammen und betonte dabei die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der innovationsorientierten Regionalpolitik. „‘Voneinander lernen, voneinander profitieren‘ ist eine gelebte Stärke unserer Region.“
  

Logistikstandort bereit für Digitalisierung

IHK-Kongress am 1. Februar in Duisburg
Duisburg, 31. Januar 2018 - Schlankere Prozesse, digital gesteuerte Lieferketten und technisch gut qualifizierte Mitarbeiter sind erst der Anfang auf dem Weg zur Logistik von morgen. Deutlich machten das die Praxisbeispiele von Amazon, Klöckner & Co und Duisport beim Kongress „Logistik digital“ der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer am Donnerstag, 1. Februar, in Duisburg. Unter dem Motto #GemeinsamDigital tauschten sich nahezu 300 Teilnehmer über Technologien wie Blockchain und Big Data Analytics aus ebenso wie über neue Geschäftsmodelle und IT-Sicherheit.

Die Vorträge, Podiumsdiskussionen und Gespräche unter den Teilnehmern zeigten: Die Logistikregion Niederrhein geht beim digitalen Wandel mit. Zahlreiche Logistiker des Standorts sind bereits dabei, die neuen technologischen Möglichkeiten in die Praxis umzusetzen: So baut etwa der Duisburger Logistiker Imperial eine komplett digitale Kundenplattform auf und entwickelt in seinem Berliner Supply Chain Lab innerhalb von wenigen Tagen Prototypen und innerhalb weniger Wochen marktfertige Lösungen für Kundenbedürfnisse. IHK-Präsident Burkhard Landers rief die Unternehmen in seiner Begrüßung dazu auf, weiter voranzugehen: „Die Digitalisierung ist die zentrale Herausforderung für uns alle. Als Logistikstandort Nummer eins müssen wir Vorreiter sein und neuen Konzepten offen begegnen.“

Vernetzung im Fokus moderner Mobilitätspolitik Nahezu 300 Teilnehmer aus ganz NRW und darüber hinaus diskutierten mit den prominenten Rednern von Amazon, Klöckner & Co, Imperial, Freighthub, Saloodo, DB Schenker und vielen weiteren bis hin zu Blogger Sascha Lobo. Die Beiträge zeigten eindrücklich: Die nächsten disruptiven Technologien wie Blockchain klopfen bereits an die Tür. Wie sich Politik und Verwaltung auf die Digitalisierung einstellen, machte Ehrengast Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, deutlich: „Wir wollen NRW zur Modellregion für Mobilität 4.0 entwickeln. Die Potentiale der Digitalisierung müssen wir nutzen, um etwa das Funktionieren der Logistikketten zu optimieren. Moderne Mobilitätspolitik kümmert sich um Fragen der Vernetzung. Wir wollen neue Mobilitätskonzepte entwickeln, um Sie, die Akteure vor Ort, bei Ihren Herausforderungen zu unterstützen.“

Auch für Erich Staake, Chef von Europas größtem Binnenhafen, ist die Digitalisierung das Thema des Wirtschaftsstandorts: „Die Logistik ist heute und zukünftig herausgefordert, mit der Industrie gemeinsam als Treiber der Digitalisierung aufzutreten.“ Der Duisburger Hafen gestaltet den digitalen Wandel mit: Im kürzlich eröffneten Gründerlabor „startport“ können junge Startups Ideen für die Logistik der Zukunft entwickeln – am Pulsschlag der Logistikbranche mitten in Duisburg. Dabei unterstützen neben dem Hafen auch weitere Netzwerkpartner wie Evonik und Klöckner.

Künftige Existenzgründer nutzen neue Kontakte für ihre Geschäftsidee

Gute Gespräche beim GRIID-Gründertreffen in der Sparkasse Duisburg
Duisburg, 31. Januar 2018 - Die Akteure der Gründungsinitiative Innovation Duisburg (GRIID) – ein Kooperationsprojekt der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) – veranstalten regelmäßig Gründertreffen.

Dabei werden sie maßgeblich unterstützt von der Sparkasse Duisburg, der Volksbank Rhein-Ruhr und der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve sowie den Rechtsanwalts- und Steuerberatungsgesellschaften Müller – Grick – Krieger und Partner mbB, PKF Fasselt Schlage sowie Romberg und Partner mbB. Bei den GRIID-Gründertreffen haben interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, wichtige Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen: so geschehen beim ersten Netzwerktreffen dieses Jahres im Kuhlenwall-Karree der Sparkasse Duisburg. Rund 75 Besucherinnen und Besucher, darunter zahlreiche Existenzgründer und ehemalige GRIID-Absolventen, nutzten die rund dreistündige Veranstaltung, um in lockerer Atmosphäre Geschäftskontakte aufzubauen.  
„Gerade dieses gemeinsame, konzertierte Vorgehen soll dazu beitragen, das gründerfreundliche Umfeld in Duisburg weiterzuentwickeln“, hob Helge Kipping, Vorstand der Sparkasse Duisburg, in seiner Begrüßung hervor und betonte: „Die aktive und strukturierte Unterstützung von Existenzgründern bedeutet neue Unternehmen mit neuen Arbeitsplätzen. Mit ihren frischen und innovativen Ideen treiben sie die Weiterentwicklung eines Standortes voran. Das gilt für alle Branchen, für alle Standorte; das gilt erst recht für Duisburg.“  

Ralf Meurer, Geschäftsführer der GFW Duisburg, unterstrich, dass die Mercatorstadt dank GRIID und flankierender Angebote über eine hervorragende Infrastruktur rund um das Thema Selbstständigkeit verfüge. Auch ermunterte der GFW-Chef die Anwesenden, die Expertise der Wirtschaftsförderung und GRIID-Kooperationspartner aktiv in Anspruch zu nehmen.    

Die GRIID-Gründertreffen dienen immer auch dazu, sich mit ehemaligen Teilnehmern des Existenzgründerwettbewerbs auszutauschen. Diesmal präsentierten vier Gründer ihre Geschäftsideen an eigenen Info-Ständen. So stellten Frank und Robin Hopmann ihre Beratungsagentur für Akademikerinnen und Akademiker mit Migrationshintergrund, kurz:  AkadeMi, vor.

Auch Thorsten Heimann, der sein Technologie-Unternehmen Helion im Jahr 2003 gegründet hat, stand den Interessierten Rede und Antwort. Helion ist eine Ausgründung des Fraunhofer Instituts IMS Duisburg, das blendfeste Kameratechnik produziert. So werden selbst bei Gegenlicht klare Bilder möglich. Den Kreis der Aussteller rundete Oliver Pollmanns ab, der freimütig bekannte: „Ich bin eigentlich kein großer Netzwerker, aber die Gründertreffen haben mich definitiv weitergebracht.“

Letztes Jahr noch GRIID-Teilnehmer, jetzt GRIID-Absolvent, hat er sich intensiv mit der Entwicklung eines Businessplanes für seine zukünftige Selbstständigkeit auseinandergesetzt. Seine Geschäftsidee – die Produktion und der Vertrieb von Kombucha, einem Gargetränk aus gesüßtem Tee – behält er dabei fest im Blick. Effektive Unterstützung zur Umsetzung bekam er durch Design-Studentinnen, die er just beim letzten Gründertreffen kennenlernte: „Sie haben mir bei der Produkt- und Logogestaltung unter die Arme gegriffen – beides Aspekte, die ich eigentlich noch gar nicht im Fokus hatte.“
Auch Valentin Johannsen, der eine App-basierte Lernplattform für nicht-akademische Heilberufe entwickeln möchte, war von der ungezwungenen und entspannten Stimmung beim Gründertreffen sehr angetan: „Ich bin hier proaktiv von ehemaligen GRIID-Teilnehmern, welche mittlerweile selbstständig sind, angesprochen worden. Diese haben mir ihre Unternehmensgeschichte  und Wissenswertes rund um die Existenzgründung geschildert. Beides wird mir definitiv weiterhelfen.“ Und Silvan Süngün, Bachelorstudent der Wirtschaftsingenieurwissenschaften, ergänzt: „Das GRIID-Gründertreffen in der Sparkasse Duisburg war für mich der erste Schritt, um ein interdisziplinäres Netzwerk aufzubauen. Gerne werde ich in Zukunft darauf zurückgreifen, um in den einzelnen Phasen meiner Ideenumsetzung einen kritischen Blick seitens Dritter zu bekommen.“


Gute Laune und konstruktive Gespräche beim ersten GRIID-Gründertreffen in 2018

Die digitale Revolution gestalten - eine evangelische Perspektive

- Ratsvorsitzender der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, trifft Roboter PEPPER
- AEU fordert Digitalisierungsdekade im Anschluss an Reformationsdekade  
Duisburg/Wuppertal, 27. Januar 2018 - Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, hat am Freitag in Wuppertal auf die gewachsene Bedeutung einer intensiven Auseinandersetzung der Evangelischen Kirche mit der Digitalisierung hingewiesen.
Am Rande der ersten Sitzung des Rates der EKD in diesem Jahr übergab der humanoide Roboter PEPPER den vom Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland (AEU) formulierten 20seitigen Impulstext "Die digitale Revolution gestalten - eine evangelische Perspektive".
Darin fordert der AEU von der Evangelischen Kirche, sich mit der hohen Energie der Gestaltung der Digitalisierung zu widmen, die sie für die Reformationsdekade aufgebracht hat. Friedhelm Wachs, Stellvertretender Vorsitzender des AEU: "Nach der Reformationsdekade muss nun die Digitalisierungsdekade kommen. Es gibt viele offene Fragen aus theologischer und ethischer Sicht, die einer Klärung bedürfen."
Die Digitalisierung wird Folgen bis in jede Kirchengemeinde haben, so Wachs. Sie sei in vollem Gange und verändere Gesellschaft und Wirtschaft radikal. Der vom AEU eingebrachte Impuls setzt sich mit den von der Digitalisierung ausgelösten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen auseinander. Dabei gebe es eine Reihe von Fragen auch an Kirche und Theologie. So müsse z. B. die Frage beantwortet werden, wie künstliche Intelligenz ethisch und theologisch einzuordnen sei. Hier bedarf es sachgerechter und schneller Antworten der Kirche.

Der Ratsvorsitzende nannte den Impulstext des AEU einen wichtigen Anstoß für die weitere Debatte. Zugleich verwies er auf die bereits laufenden Anstrengungen der evangelischen Kirche in diesem Bereich. Dieser Impuls bestärke die Kirche in ihrem dem auf der EKD-Synode in Bremen 2015 eingeschlagenen Weg, der von der letzten Synode im November 2017 konsequent fortgesetzt wurde. In zahlreichen Landeskirchen sowie dem Gemeinschaftswerk Evangelischer Publizistik gebe es zukunftsweisende Projekte und Planungen.  
"Die Digitalisierung steht jetzt ganz oben auf unserer Agenda. Das Thema bekommt eine andere Qualität und eine veränderte, stärkere Priorisierung", so Heinrich Bedford-Strohm.  
Weiter machte der EKD-Ratsvorsitzende deutlich, dass sich die Evangelische Kirche mit den vielfältigen Aspekten der Digitalisierung auseinandersetzen und den Prozess aktiv mitgestalten wolle. "Wir müssen die Chancen und die Risiken der Digitalisierung sehen und bewerten. Auf der Grundlage einer theologischen Durchdringung wollen wir vor allem die ethische Dimension der Digitalisierung in den Blick nehmen und diesen Prozess gesellschaftlich begleiten. Für die Kirche besteht die Chance, sich als kompetenter gesellschaftlicher Akteur in die laufende Diskussion einzubringen und das Orientierungswissen der christlichen Tradition dabei fruchtbar zu machen", so Bedford-Strohm.  
Der Ratsvorsitzende sagte zu, die im AEU-Impuls aufgeworfenen Fragen ergebnisoffen zu prüfen, frei nach dem Rat von Paulus an die Gemeinde: "Prüfet aber alles und das Gute behaltet." (1. Thess. 5, 21).  

  

ESCID – Existenzgründung in Deutschland für chinesische Gründungsinteressierte

Duisburg, 18. Januar 2018 - Im zurückliegenden Jahr gestartet, wird ESCID, das Existenzgründungsprogramm für chinesische Gründungsinteressierte in 2018 fortgesetzt. Zur Zielgruppe gehören unter anderen die (künftigen) chinesischen Absolventinnen und Absolventen hiesiger Hochschulen und Universitäten, die nach ihrem Abschluss in Deutschland, idealerweise in Duisburg, ihr Business starten wollen. Von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg) und der FOM Hochschule für Oekonomie und Management (FOM) initiiert, haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den ersten ESCID-Durchlauf Mitte 2017 erfolgreich abgeschlossen, so dass diese von ihren Erfahrungen berichten können.

Zu den „ESCID-Pionieren“ zählt auch Yunxuan He. Der 33-Jährige ist seinerzeit über die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve auf das neue Format von GFW und FOM aufmerksam geworden. „Das kostenfreie Blockseminar, bei dem das 1x1 der Selbstständigkeit in Deutschland vermittelt wird – und zwar unter betriebswirtschaftlichen, juristischen und interkulturellen Aspekten – hat mir geholfen, Stolpersteine auf dem Weg in die Existenzgründung zu vermeiden. Mein Unternehmen, die Tech & Home Mate GmbH, ist jetzt seit dem 1. Juli  2017  am Start. Ich vertreibe hochwertige Küchengeräte ‚made in Germany‘, die in meiner asiatischen Heimat, bei einer stark wachsenden, kaufkräftigen Mittelschicht sehr gefragt sind.“
Ohne ESCID, so der Unternehmer, hätte seine Gründungsphase noch länger gedauert: Besonders wertvoll fand ich, dass wir noch Chancen hatten, Informationen mit anderen erfolgreichen Existenzgründern auszutauschen, ihre Erfahrungen und Erlebnisse kennenzulernen.“ Gefragt nach seinem Urteil, antwortet He: „Ich kann ESCID jedem meiner Landsleute, die in Deutschland bleiben und sich hier selbstständig machen wollen, nur empfehlen, weil die Leute richtige Informationen über das Thema ‚Existenzgründung‘ und fachliche Unterstützung bekommen.“
Kurz- und mittelfristig will er mit seinem Unternehmen dynamisch wachsen; langfristig sollen 20 Arbeitsplätze geschaffen werden. ESCID ist ein Baustein auf dem Weg Duisburgs, dass für die chinesische Community zu werden, was Düsseldorf für Japanerinnen und Japaner bereits ist. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die GFW Duisburg diverse Angebote für Chinesinnen und Chinesen geschaffen. Ein weiterer Baustein neben dem erst Ende 2016 gegründeten China Business Network Duisburg e.V. ist das im Jahr 2017 gestartete Projekt ESCID – das Existenzgründungsseminar für Chinesen.  
„Allein im Vorjahr war unsere chinesische Projektmanagerin Kai Yu mit rund 30 Ansiedlungsanfragen asiatischer Player betraut, mehrheitlich aus China, aber auch aus Singapur. Zwölf neue Unternehmen haben sich davon schon in Duisburg allein in 2017 niedergelassen. ESCID soll dazu beitragen, dass die Zahl in 2018 noch einmal nachhaltig wächst“, berichtet GFW-Chef Ralf Meurer.  
„Die Gründung eines Unternehmens ist immer eine besondere Herausforderung und kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie mit ganz viel Motivation, aber auch klaren Kompetenzen hinterlegt ist. Mit diesem Programm wird für chinesische Studierende ein gelungener Einstieg in eine Gründung vor Ort in Deutschland, in Duisburg, ermöglicht. Es zeigt sich, dass es zu ganz konkreten Gründungen kommt und wir freuen uns sehr darüber, dass dieses Initiative so gut angenommen wird“, betont Professor Dr. Stefan Heinemann, Prorektor „Kooperationen“ an der FOM.  

ESCID-Ablauf 2018: Nach einer umfassenden Ansprache potenzieller Teilnehmerinnen und Teilnehmer über den sozialen Kanal WeChat, das Chinesische Frühlingsfest am 23. Februar 2018 in der Mercatorhalle sowie diverse Netzwerktreffen beginnt der erste Block mit einem unverbindlichen „Schnupperangebot“. Dieses beinhaltet die Grundzüge des gesamten Seminars. Dieses besteht aus sechs Modulen, die allesamt kostenfrei sind. Gelehrt und gelernt wird an neun Samstagen von 9 bis 17 Uhr im Neudorfer Technologiezentrum Tectrum. Los geht es am 14. April 2018. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt zehn; maximal 25 Plätze sind zu vergeben. Unterrichtet wird ausschließlich in deutscher Sprache.  

Das erste Modul rankt sich um die Fragen „Warum den Weg in die Selbstständigkeit einschlagen und warum in Deutschland gründen?“ Hier geht es darum, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Formalitäten und Basisinformationen zur Unternehmensgründung in Deutschland nahe zu bringen. In Modul 1 wird den chinesischen Gründungsinteressierten alles rund um die Ideengenerierung und Geschäftsmodellierung gelehrt.
Damit beginnt der eigentliche Workshop. Danach geht es um interkulturelle Aspekte bei einer Existenzgründung hierzulande. Dabei zeigen die erfahrenen Praxisreferenten fokussiert die Unterschiede zu chinesischen Sitten und Gebräuchen auf. Schlüsselbegriffe wie „Akquise“, „Verbindlichkeit“, „Netzwerken“, „Begrüßung“ und „Compliance“ werden hier „unter die Lupe genommen“. Modul 3 behandelt anhand von Praxisvorträgen das 1x1 der Selbstständigkeit in Deutschland: von der Marktanalyse und Finanzplanung über rechtliche und steuerliche Aspekte, das Rechnungswesen bis hin zu den ersten Schritten in der Selbstständigkeit. In Modul 4 werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu befähigt, in Teamarbeit einen rudimentären Businessplan zu erstellen – sei es für eine reale oder fiktive Unternehmensgründung.  
 Im letzten und abschließenden Modul werden die so erstellten Businesspläne besprochen und präsentiert. Über das Workshop-Ende hinaus helfen die Akteure der GFW Duisburg und der FOM den ESCID-Absolventen dabei, ihre Geschäftsidee in Duisburg zu verwirklichen.  

Wer zur Zielgruppe gehört und bei ESCID mitmachen möchte, der kann sich bis zum 20. April 2018 anmelden bei: GFW-Projektmanager Angel Alava-Pons, Telefon: 0203 / 36 39 – 365, E-Mail: alava-pons@gfw-duisburg.de oder bei GFW-Projektmanagerin Kai Yu, Telefon: 0203 / 36 39 – 388, E-Mail: yu@gfw-duisburg.de

 

Gemeinsam für ESCID: Ralf Meurer (GFW Duisburg), Sandra Seidler (FOM), Yunxuan He (ESCID-Absolvent) und Prof. Dr. Stefan Heinemann (FOM) Foto: Angel Alava-Pons; Nutzungsrechte: GFW Duisburg

 

Plewa wechselt zu duisport agency

Duisburg, 16. Januar 2018 - Peter Plewa (51) verstärkt seit Jahresanfang die Geschäftsführung der duisport agency GmbH (dpa), einer Tochtergesellschaft der Duisburger Hafen AG (duisport). Plewa ist Betriebswirt und war bislang Geschäftsführer der Polzug Intermodal GmbH in Hamburg.

„Wir freuen uns, dass Herr Plewa als Experte für den Bahn- und Intermodaltransport unser Hafen-Team verstärkt“, so  duisports Vorstandsvorsitzender Erich Staake.

 

 

Duisburgs Digital-Pioniere von „it-motive“

Spezialisten entwickeln digitale Lösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen  
Duisburg, 15. Januar 2018 - Noch gut kann sich Horst-Dieter Deelmann, Vorstandsvorsitzender der it-motive AG, an die Unternehmensgründung im Jahr 2001 erinnern. Angefangen mit drei  Mitarbeitern ist die Digital-Schmiede seither auf Expansionskurs. Rund 100 IT-Spezialisten entwickeln heute am Unternehmensstandort in Duisburg-Großenbaum sowie an Niederlassungen in Dortmund, Bielefeld und Stuttgart digitale Lösungen für die Optimierung und Effizienzsteigerung von Vertriebs- und Produktionsprozessen: Im Automobilbereich ebenso wie in den Branchen „Stahl“, „Maschinenbau“, „Chemie/Pharma“ und „Lebensmittelindustrie“.  

Die Liste ihrer Referenzen kann sich sehen lassen und ist im Laufe des Bestehens immer länger geworden: Bosch Rexroth setzt ebenso auf die erfahrenen Köpfe von it-motive wie Siemens, Daimler  oder die Hüttenwerke Krupp Mannesmann. „Mehrheitlich sind unsere Kunden aber weder lokal noch regional, sondern national und international aktiv“, berichtet Herr Deelmann.
Gefragt nach dem wichtigsten Kapital seines Unternehmens, antwortet der Betriebswirt: „Das sind zweifelsohne unsere hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei uns gibt´s quasi nichts zu sehen und doch alles. Denn das Team ist es, das die wertschöpfenden Best Practice-Lösungen in verschiedenen Themenfeldern – häufig zusammen mit den Auftraggebern –  erarbeitet. Unser besonderer Fokus liegt dabei auf der Verbesserung der logistischen Prozesse in der Industrie – von der Auftragsannahme bis zur Auslieferung. Konkret bedeutet das unter anderem, dass wir die Qualitätsvorteile der Einzelfertigung mit den Effizienzvorteilen der Serienfertigung kombinieren – durch  maßgeschneiderte Lösungen zur Umsetzung der so genannten Losgröße 1. Dabei werden die it-motive-Produktlösungen nahtlos in alle SAP®-Anwendungen integriert.“ Und sein Vorstandskollege Matthias Heming, auch von der ersten Stunde an mit von der Partie, ergänzt: „Durch unsere vielfältigen Lösungen steigern wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden und stiften damit einen wesentlichen Beitrag für den Standort Deutschland.“  

Duisburgs Oberbürgermeister Link zeigte sich beeindruckt von der beachtlichen IT-Kompetenz am Wirtschaftsstandort: „Die Herausforderungen, die der digitale Wandel für unser Leben und Arbeiten mit sich bringt, sind eine Herkulesaufgabe. Unternehmen wie die it-motive-AG sorgen dafür, dass Duisburg sich der Zukunft gut gewappnet stellen kann. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit Hilfe solcher Betriebe diesen erneuten Strukturwandel in unserer Stadt und Region werden stemmen können. Schließlich hat Duisburg bis heute immer wieder aufs Neue bewiesen, dass es Strukturwandel kann.“   
 
Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg), betont indes: „Moderne Wirtschaftsförderung zeichnet sich durch gewandelte Handlungsfelder aus: Ganz oben stehen dabei  die Innovationsorientierung, datenbasiertes Wissensmanagement und eine dynamische StartUp-Entwicklung. Mit der technologieorientierten it-motive AG  haben wir einen Player am Standort, der kleine und mittlere Unternehmen ebenso wie Großkonzerne fit macht für die Umbrüche, die mit der Digitalisierung Einzug halten. Das Unternehmen beschert Duisburg darüber hinaus smarte Fachkräfte. Wir als Wirtschaftsförderung wollen it-motive bei der Rekrutierung des akademischen Nachwuchses unterstützen –  durch unsere Netzwerke und Kooperationen, sowohl zur Universität Duisburg-Essen als auch zur Hochschule für Ökonomie und Management (FOM). Schließlich wird die Personalgewinnung in den nächsten Jahren zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren gehören.“

Wirtschaftsdialog bei der it-motive AG – mit Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (4. v. l.), GFW-Chef Ralf Meurer (1.v.l.) und den it-motive-Vorständen Matthias Heming, Christoph Tim Klose und Horst-Dieter Deelmann; Urheber: Uwe Köppen / Nutzungsrechte: Stadt Duisburg.

Duisburg wird zur Smart City: Duisburg und Huawei vereinbaren strategische Zusammenarbeit

Huawei plant die Errichtung eines Joint Smart City Innovation Centers in Duisburg  
Shenzhen/Duisburg, 12. Januar 2018 - Die Stadt Duisburg und der Technologiekonzern Huawei haben für die Entwicklung Duisburgs zur Smart City eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. In Shenzhen (China) unterzeichneten Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und Yan Lida, CEO der Huawei Enterprise Business Group, heute ein „Memorandum of Understanding“.

Mit dieser Absichtserklärung verfolgen beide Partner das Ziel, Duisburg in den kommenden Jahren mit Hilfe neuer Technologien zu einer innovativen Digitalen Modellstadt für Westeuropa zu entwickeln. Das Memorandum bildet den Rahmen für weitere Gespräche, in denen sich die beiden Partner auf die Umsetzung konkreter Projekte aus verabredeten Themenfeldern festlegen wollen.
 
Weiterhin hinaus ist geplant, dass Huawei ein gemeinsames Joint Smart City Innovation Center in Duisburg einrichtet. Von den Innovationen werden die Bürgerinnen und Bürger in Duisburg unmittelbar profitieren. So ist beispielsweise vorgesehen, das WLAN-Netz in der Stadt, im Zoo sowie im öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen. Im Bildungsbereich steht das „intelligente Klassenzimmer“ mit WLAN und Breitbandanschluss für Duisburger Schulen im Fokus, weitere Themenfelder reichen von intelligenten Straßenlaternen, Verkehrsmanagement und Versorgungsnetzen bis zu eGovernment-Cloud Lösungen, die zum Beispiel die Behördengänge für Bürger vereinfachen.

Darüber hinaus bringt Huawei seine Erfahrungen und Lösungen im Bereich der 5G LTE-Technologie, IoT und kabelloser Breitband-Netze ein, die zum Beispiel bei der Einführung autonomen Fahrens, der Smart Logistik sowie Industrie 4.0 erforderlich sind. Ziel ist es, innovative Ideen und Lösungen zu entwickeln sowie neue Technologien zu nutzen, um die Lebensqualität in Duisburg zu erhöhen und die Stadt für Bewohner, die Wirtschaft und Investoren attraktiver zu gestalten.

Dies soll in Zusammenarbeit mit einem Ökosystem bestehend aus lokalen und überregionalen Partnern, städtischen Gesellschaften und auch im Austausch der hiesigen Forschungseinrichtungen und Universitäten erfolgen. Um insbesondere die Potenziale in den Bereichen Versorgung, Infrastruktur und Verkehr zu nutzen, übernehmen die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) sowie die DU-IT GmbH als städtische Tochtergesellschaften die Koordination und Steuerung von einigen geplanten Projekten.  
 
„Innovative Technologien sind der Schlüssel, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Wir wollen die Chancen der Digitalisierung nutzen, um die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen und wirtschaftliches Wachstum zu fördern. Gleichzeitig bauen wir mit dieser Kooperation unsere Beziehungen zu einem globalen Player aus China weiter aus. Wir sind eine attraktive Partnerstadt für chinesische Unternehmen, Arbeitnehmer und Studenten“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.  
„Wir freuen uns, dass wir unsere Fähigkeiten in der Digitalisierung bei der Entwicklung der Stadt Duisburg zur Smart City einbringen können. Die Lösungen, Produkte sowie unser Knowhow werden dazu beitragen,  tägliche Abläufe im Leben der Bürger und Besucher in Duisburg zu vereinfachen und die Sicherheit zu erhöhen. Diese Entwicklung wird auch Menschen und Unternehmen außerhalb von Duisburg anziehen, um in Duisburg zu leben und zu investieren“, sagt Wang Yonggang, CFO der Enterprise Business Group von Huawei.  

Duisburg wird zur Smart City: Yan Lida, CEO der Huawei Enterprise Business Group (li.) und Oberbürgermeister Sören Link (r.) der Stadt Duisburg unterzeichneten heute ein „Memorandum of Understanding“ in Shenzhen (China).

Deutsche Wirtschaft wächst auch im Jahr 2017 kräftig

Wiesbaden/Duisburg, 11. Januar 2018 - Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen.
Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das Tempo nochmals erhöht werden. Im Jahr 2016 war das BIP bereits deutlich um 1,9 % und 2015 um 1,7 % gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3 % lag.

duisport hat noch Anlegekapazitäten

Duisburg, 09. Januar 2018 - Durch die hochwasserbedingte Sperrung der Rheinschifffahrt flußaufwärts ab Köln haben vermehrt Binnenschiffer im Duisburger Hafen festgemacht. Derzeit haben über 100 Schiffe angelegt, davon rund 70 wegen des Hochwassers. „
Damit sind unsere Kapazitäten aber bei Weitem noch nicht ausgeschöpft, da wir als sogenannter Fluchthafen reichlich Anlegeplatz vorhalten, wenn es zu Einschränkungen der Rheinschifffahrt aufgrund von Hoch- beziehungsweise Niedrigwasser kommt“, so Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (duisport). 

 

Im Gastgewerbe fehlen zunehmend Fachkräfte

Fast die Hälfte der Unternehmen kann offene Stellen nicht besetzen.
Duisburg, 09. Januar 2017 - Gastronomen und Hoteliers am Niederrhein sind zufrieden mit ihrer wirtschaftlichen Situation. Die Branche blickt auch positiv in die Zukunft. Der Fachkräftemangel erweist sich vor allem im Gastgewerbe als Entwicklungsbremse. Fast jeder zweite Betrieb kann offene Stellen nicht besetzen. Dies ergibt die gemeinsame Befragung der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer (IHK) Duisburg-Wesel-Kleve und der IHK Mittlerer Niederrhein, an der 133 Unternehmen aus den Kreisen Wesel, Kleve, Viersen und Neuss und den Städten Duisburg, Mönchengladbach und Krefeld teilgenommen haben.

 

Der Klimaindex, der Lage und Erwartungen zusammenfasst, liegt im Gastgewerbe bei 123,6 und ist somit im Vergleich zum Frühjahr um 8,5 Punkte angestiegen. Fast die Hälfte (45 %) der Gastronomen und Hoteliers am Niederrhein bewerten ihre Lage im vergangenen halben Jahr als gut (Frühjahrsumfrage 2017: ebenfalls 45 %). Nur 14 Prozent (2017: 21 %) gaben an, dass sich ihre wirtschaftliche Lage verschlechtert habe. Die Beherbergungsbetriebe melden eine Auslastung von 56 Prozent. Für die bevorstehende Wintersaison erwarten die Gastronomen und Hoteliers am Niederrhein eine anhaltend gute Entwicklung.
 „Die steigenden Übernachtungszahlen sprechen für die Attraktivität des Niederrheins. Durch Hoteleröffnungen wie in Duisburg, Xanten oder Rheinberg oder neue Reisemobilstellplätze in Moers und Kamp-Lintfort werden weitere Tages- und Übernachtungsgäste angezogen“, kommentiert Alisa Geimer, Tourismusreferentin der Niederrheinischen IHK. „Außerdem gehörte das Jahr 2017 zu einem der wärmsten Jahre. Dies war gewinnbringend für die Gastronomiebetriebe“.

 

Reisegewerbe blickt positiv auf Wintersaison

Die Geschäftslage im Reisegewerbe hat sich leicht nach unten korrigiert: Nur noch 40 Prozent der befragten Unternehmer bewerten die Lage als gut (2017: 43 %). Mehr als ein Drittel (35 %) der Unternehmen erwarten allerdings eine günstigere Entwicklung für die Wintersaison, sodass sich der Klimaindex mit 124,6 Punkten leicht verbessert hat (2017: 122,7).  

Trotz positiver Aussichten sieht das Gastgewerbe im Fachkräftemangel, im Wechselkurs und in den Arbeitskosten ein großes Geschäftsrisiko. Im Vergleich zur Frühjahrsumfrage ist die Sorge um den Fachkräftemangel vom dritten Platz auf den ersten Platz vorgerückt. Die Mehrheit der Reisebüros, Reiseveranstalter und Busunternehmen sieht Risiken in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und einer sinkenden Inlandsnachfrage.  

Gastgewerbe kann offene Stellen nicht besetzen

Im Gastgewerbe findet fast die Hälfte der Unternehmen (49 %) derzeit keine passenden Arbeitskräfte für offene Stellen (mehr als zwei Monate). Gründe dafür sind nach Meinung der Unternehmer die unattraktiven Arbeitszeiten, der schlechte Ruf der Gastronomiebranche, die hohen Hürden bei der Einstellung von ausländischen Arbeitskräften sowie die Vergütung. Im Vergleich zur Umfrage im Herbst 2016 hat sich die Situation im Gastgewerbe stark verschlechtert: Im Vorjahr waren es nur knapp ein Viertel der Unternehmen (24,2 %), die offene Stellen nicht besetzen konnten.  

Im Reisegewerbe wird derzeit zum größten Teil (61 %) kein Personal gesucht, aber unter denjenigen, die suchen, kann knapp ein Drittel (28 %) offene Stellen nicht besetzen. Die Unternehmer sehen bei der Fachkräftesuche die ländliche Lage des Niederrheins als problematisch an. Weitere Gründe sind die Arbeitszeiten und die Vergütung in der Branche.

 

Region für Fachkräfte attraktiver machen

„Ein anhaltender Fachkräftemangel würde sowohl im Reise- als auch im Gastgewerbe zu einer hohen Belastung für unsere Unternehmen führen, da dadurch Aufträge nicht angenommen oder nur eingeschränkt bearbeitet werden können“, so Geimer. Lösungsvorschläge sehen die Gastronomen und Hoteliers darin, die Region für Beschäftigte zum Leben und Arbeiten attraktiver zu machen, die berufliche Bildung zu stärken und die Hürden für die Einstellung ausländischer Fachkräfte zu erleichtern. Auch im Reisegewerbe sind die Befragten mehrheitlich der Meinung, dass die berufliche Bildung gestärkt und die Qualifikation der Schulabgänger verbessert werden müssen.

 

Die Unternehmen kritisieren zudem zu hohe und restriktive bürokratische Auflagen und gesetzliche Vorgaben, die ihnen auferlegt werden. Vor allem das Reisegewerbe beanstandet die Vorgaben zur EU-Pauschalreiserichtlinie. Unternehmen müssen sich gut darauf vorbereiten, dass die Rechte der Kunden gestärkt werden.

IHK-Kongress in Duisburg

Logistik digital – Zwischen Vision und Praxis
Impulse von Amazon, Klöckner und Duisport
 

Duisburg, 08. Januar 2018 - Die Digitalisierung ist auch für die Logistik ein Game Changer. Immer neue Plattformen und Anwendungen setzen die bestehenden Logistikdienstleister unter Druck. In dem sich rasant und grundlegend wandelnden Sektor gilt es, frühzeitig Trends zu erkennen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Mit ihrem Kongress „Logistik digital“ gibt die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve Impulse aus der Praxis für die Praxis und den Logistikstandort. Entscheider von Amazon, Klöckner und Duisport diskutieren am 1. Februar in der Mercatorhalle in Duisburg gemeinsam über die Logistik.

Die Teilnehmer der Konferenz können mit namhaften Größen der Logistikbranche über die Geschäftsmodelle der Zukunft, über neue Qualifizierungsanforderungen an Mitarbeiter und über IT-Sicherheit sprechen.
Mit dabei sind: Sascha Lobo, Erich Staake (Duisport), NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Bernd Gschaider (Amazon Deutschland), Professor Dr. Michael ten Hompel (Fraunhofer IML), Markus Sontheimer (Schenker), Gisbert Rühl (Klöckner & Co), Michael Lütjann (Imperial Logistics International) und Dr. Nicolas Krämer (Lukaskrankenhaus Neuss). Neben den Impulsvorträgen am Vormittag werden Themen aus der Praxis in drei interaktiven Sessions besprochen. 

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 1. Februar, von 9:30 bis 16 Uhr, in der Mercatorhalle Duisburg statt, Landfermanstraße 6, 47051 Duisburg.

LNG-Projekt gewinnt Klimaschutzwettbewerb

•          Projekt-Verbund erhält Förderung von über 740.000 Euro

•          Wettbewerb EnergieeffizienzUnternehmen.NRW fördert Investitionen in Wachstum und Beschäftigung

 

Duisburg, 4. Januar 2018 - Das innovative LNG-Infrastruktur-Projekt von Duisburger Hafen AG, RWE Supply & Trading GmbH und Universität Duisburg-Essen erhält eine Förderung in Höhe von 740.000 Euro vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Im Rahmen des Verbundvorhabens wird eine Infrastruktur für LNG (Liquefied Natural Gas/Flüssigerdgas) im Duisburger Hafen aufgebaut. Zentrales Ziel ist es, in der Region ein funktionierendes Anwendungsumfeld für LNG zu etablieren und den Wissenstand beim Einsatz von LNG zu verbessern. Dies führt in der Konsequenz zur Senkung der CO2- und anderen Emissionen bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Stärkung des Standortes und der Region.
 „Wir freuen uns, dass das Verbundvorhaben diesen Klimaschutzwettbewerb gewonnen hat und somit eine Förderung erhält. Das Projekt legt mit seinem multimodalen Konzept den Grundstein für eine nachhaltige Mobilität am Leuchtturmstandort Duisburger Hafen“, betont Andree Stracke, Mitglied der Geschäftsführung der RWE Supply & Trading GmbH und zuständig für das Industriekunden- und LNG-Geschäft.

 

„Die Förderung würdigt unsere erheblichen Anstrengungen beim Aufbau einer LNG-Infrastruktur. Dadurch leisten wir gemeinsam mit starken Partnern aus der Region einen wichtigen umweltpolitischen Beitrag“, sagt Erich Staake, Vorsitzender des Vorstands der Duisburger
Hafen AG. Arnim Spengler vom Lehrstuhl für Baubetrieb und Baumanagement der Universität Duisburg-Essen: „Wir rüsten die Versuchsgeräte mit der nötigen Sensorik aus. Bestimmt werden sollen unter anderem der CO2-Ausstoß, die Feinstaub-Emission und Verbrauchsveränderungen, die für die Ökobilanz wichtig sind.“  

Das Verbundvorhaben wird im Januar 2018 starten und hat eine Laufzeit von 29 Monaten und ein geplantes Ausgabevolumen in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

 

Der Projektkern ist der Betrieb einer multimodal nutzbaren mobilen LNG-Tankstelle sowie die forschungsseitig begleitete Umrüstung zweier Hafenumschlagsgeräte von Diesel auf LNG sowie die Demonstration des Alltagsbetriebs. In dem Demonstrationsvorhaben wird ein starker Fokus auf die Forschung und Entwicklung der LNG-Technologie gelegt, was den Wissensstand zum Einsatz von LNG in der Industrie dauerhaft erhöhen soll.
In diesem Zusammenhang wird der Testbetrieb von Hafenumschlaggeräten, zum Beispiel Reachstacker und Terminal-Zugmaschinen, unter realen Bedingungen durchgeführt. Die Geräte werden im dualen Diesel- und LNG- sowie im reinen LNG-Betrieb erforscht, getestet und optimiert. Die gewonnenen Ergebnisse werden zur Entwicklung eines langfristigen Geschäftsmodells für die LNG-Kraftstoff-Nutzung verwertet und verbreitet.

 

LNG ist Erdgas, das durch Kühlung auf minus 161 Grad in den Flüssigzustand versetzt wird. Dabei reduziert sich sein Volumen auf etwa ein Sechshundertstel des Erdgas-Volumens unter Normaldruck, womit der Transport großer Mengen möglich wird. LNG ist wesentlich umweltfreundlicher, da die Emissionen von Kohlendioxid, Stickoxid, Schwefeldioxid und Feinstaub geringer sind als bei anderen Kraftstoffen.